Stammdaten

Register
Amtsgericht Eschwege HRB 2790
Vorher
RM 2949 Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
3.9.2009
Branche
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb sowie die technische Beratung und der Service von Hydraulikkomponenten und Hydrauliksystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel John Guthrie
seit 23.9.2025
Geschäftsführer
Judith Kuhn
seit 13.3.2025
Prokura
Klaus Ginter
seit 4.10.2024
Geschäftsführer
Shonna Lea Koch
seit 27.10.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ORG PHC Midco, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mangold Industries GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pacoma GmbH

Eschwege

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pacoma GmbH, Eschwege

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pacoma GmbH, Eschwege, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Pacoma GmbH, Eschwege, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. August 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Sabine Bracher, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagenvermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.374.891,52 7.056.763,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.506.605,51 3.946.400,32
9.881.497,03 11.003.163,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.068.552,54 503.867,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.105.287,49 2.201.979,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.440.261,21 484.556,31
4 Geleistete Anzahlungen 2.033.868,02 0,00
6.647.969,26 3.190.403,98
16.529.466,29 14.193.567,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.455.220,35 16.869.555,28
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.048.751,93 6.599.157,90
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.809.837,72 2.263.435,23
21.313.810,00 25.732.148,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.408.180,92 13.762.044,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.532.537,87 1.724.828,85
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.801.191,51 1.853.634,72
17.741.910,30 17.340.508,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.017.634,83 3.563.746,00
46.073.355,13 46.636.402,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 240.974,83 320.544,97
62.843.796,25 61.150.515,22

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 19.230.431,47 19.230.431,47
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.433,64 2.433,64
IV. Verlustvortrag (i.Vj. Gewinnvortrag) -1.391.514,56 3.872.733,39
V. Jahresergebnis (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 0,00 -5.264.247,95
17.866.350,55 17.866.350,55
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 1.656.551,38 5.973.044,24
C. Verbindlichkeiten 1.656.551,38 5.973.044,24
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.827.928,12 5.884.648,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.409.011,49 27.234.709,35
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.045.539,71 2.012.648,83
(davon aus Steuern € 848.187,58; Vorjahr € 1.360.588,56)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 10.322,15; Vorjahr € 3.529,25)
43.282.479,32 35.132.006,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 38.415,00 49.736,00
E. Passive latente Steuern 0,00 2.129.378,00
62.843.796,25 61.150.515,22

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 103.558.049,24 88.953.135,79
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.004.003,48 4.313.265,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 1.218.092,35
4. Sonstige betriebliche Erträge 332.591,71 804.934,37
(davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 142.528,12 Vorjahr EUR 336.436,93)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -75.935.132,69 -70.067.865,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.081.407,73 -5.219.119,48
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.518.771,21 -11.591.565,74
b) Soziale Abgaben -2.883.690,59 -2.293.437,44
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.902.226,85 -1.212.485,98
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.618.723,49 -8.009.790,04
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 190.471,13 Vorjahr EUR 246.286,26)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,48 1,84
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 Vorjahr EUR )
10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -680.208,93 -872.435,10
(davon an verbundene Unternehmen EUR 609.013,25 Vorjahr EUR 191.585,38)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.129.378,00 -1.230.412,68
(davon latente Steuern EUR 2.129.378,00; Vorjahr EUR 1.230.412,68)
12. Ergebnis nach Steuern -4.604.144,54 -5.207.682,87
13. Sonstige Steuern -56.199,08 -56.565,08
14. Jahresfehlbetrag -4.660.343,62 -5.264.247,95
15. Ergebnisverwendung 4.660.343,62 0,00
16. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Vorbemerkung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Pacoma GmbH, Eschwege ist beim Registergericht Eschwege unter der Handelsregisternummer HRB 2790 gemeldet.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das gesetzlich vorgeschriebene Gliederungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung ist um die Zwischensumme „EBIT“ ergänzt worden.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte stehen im Zusammenhang mit technologischen Entwicklungsprojekten und werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 255 Abs. 2a HGB zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Das Aktivierungswahlrecht bezüglich der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte nach § 248 Abs. 2 HGB wurde seit der Übernahme der Pacoma GmbH durch Leggett & Platt Incorporated mit Hauptsitz in Missouri, USA ab dem Geschäftsjahr 2023 nicht mehr in Anspruch genommen.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 10 Jahren. Bei Differenzen zwischen Buchwert und Zeitwert werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

2.2 Vorräte

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bzw. dem niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Für überalterte und nicht mehr gängige Bestände wurden angemessene Abwertungen vorgenommen.

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind die Anschaffungskosten auf der Basis der effektiven Einstandspreise ermittelt. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Anteile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten.

2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

2.4 Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsbeträge sind zum Stichtagskurs bewertet.

2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Zudem sind hier Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag von Leasingverbindlichkeiten erfasst; diese werden durch planmäßige Abschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Verbindlichkeiten aufgelöst.

2.6 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Zwischen der Pacoma GmbH und ihrer Gesellschafterin Mangold Industries GmbH, Eschwege, wurde am 27. April 2023 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Mit gleichem Datum wurde zwischen der Mangold Industries GmbH und ihrer Gesellschafterin, der L&P German Holdings GmbH, Frankfurt am Main, ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Beide Verträge werden rückwirkend zum 1. Januar 2023 wirksam.

2.7 Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und den zu erwarteten Aufwendungen entspricht.

2.8 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

2.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2.10 Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 30,175 % (Vorjahr: 30,175 %). Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

3.2 Vorratsvermögen

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bzw. dem niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Für überalterte und nicht mehr gängige Bestände wurden angemessene Abwertungen vorgenommen. Das Vorratsvermögen betrifft mit T€ 13.961 (Vorjahr: T€ 16.551) Rohstoffe sowie T€ 1.508 (Vorjahr T€ 2.061) Fertige Erzeugnisse und Waren in Transit.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen T€ 66 (Vorjahr: T€ 47) und die Verlustübernahme T€ 4.660 (Vorjahr: T€ 0) der Gesellschafterin.

3.4 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus Werkzeug- Amortisationen sowie einer Abgrenzung für Zinsen des Leasing-Partners PEAC T€ 172 (Vorjahr: T€ 289).

3.5 Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt T€ 17.866. Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 25 und wird zum Nennwert angesetzt und ist voll eingezahlt.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB beläuft sich zum Stichtag auf T€ 6.375 (Vorjahr: T€ 4.927). Er setzt sich aus Beträgen aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens i.H.v. T€ 6.375 (Vorjahr:. T€ 7.056) (gekürzt um passive latente Steuern) von T€ 0 (Vorjahr: T€ 2.129) und Beträgen aus der Aktivierung latenter Steuern von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) zusammen. Es bestehen allerdings frei verfügbare Mittel in ausreichendem Umfang, die mindestens den insgesamt nach § 268 Abs. 8 HGB angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen. Die zur Deckung vorhandenen frei verfügbaren Eigenkapitalmittel setzt sich aus der Kapitalrücklage T€ 19.230 (Vorjahr: T€ 19.230), der Gewinnrücklage T€ 2 (Vorjahr: T€ 2) sowie dem Verlustvortrag T€ 1.392 (Vorjahr: Gewinnvortrag T€ 3.873) zusammen. Somit bestehen zum Stichtag keine Beträge, die nicht ausschüttungsfähig sind.

3.6 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 826, Vorjahr: T€ 5.371) und Rückstellungen im Personalbereich aus Gleitzeit und Resturlaubsansprüchen (T€ 486, Vorjahr: T€ 572).

3.7 Verbindlichkeiten

Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.828 4.828 0 0
(Vorjahr) (5.885) (5.885) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 35.409 35.409 0
(Vorjahr) (27.235) (27.235) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.046 1.990 989 67
(Vorjahr) (2.012) (2.012) (0) (0)
43.283 42.227 989 67
(Vorjahr) (35.132) (35.132) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 18.298 (Vorjahr: T€ 10.623) und ein Darlehen der Konzernobergesellschaft in Höhe von T€ 16.500 zuzüglich Zinsen in Höhe von T€ 611.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 1).

3.8 Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern von T€ 2.129 vom Vorjahr betreffen selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Diese wurden auf der Basis der Ergebnisabführungsverträge vom 11. April 2023 zwischen Pacoma GmbH und deren Alleingesellschafterin, Mangold Industries GmbH und der oberen Alleingesellschafterin L&P German Holdings GmbH, mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2023 aufgelöst, da die bestehenden Verlustvorträge vor dem Hintergrund des § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB zukünftig im Rahmen der Organschaft nicht mehr genutzt werden können.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsätze verteilen sich wie folgt auf Märkte und Produktgruppen:

2023 2022
Märkte T€ % T€ %
Europa 48.207 46,6% 45.674 51,3%
Inland 15.890 15,3% 13.871 15,6%
Übriges Ausland 39.461 38,1% 29.408 33,1%
Gesamtsumme 103.558 100,00% 88.953 100,00%
Produktgruppen
Baumaschinen 46.854 45,2% 51.053 57,4%
Industriemaschinen 51 0,1% 171 0,2%
Sonstige Maschinen 39.356 38,0% 25.870 29,0%
Ersatzteile 16.873 16,3% 10.642 12,0%
Dienstleistungen 424 0,4% 1217 1,4%
Gesamtsumme 103.558 100,0% 88.953 100,0%

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge nach dem EnergieStG in Höhe von T€ 33 (Vorjahr: T€ 54) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 142 (Vorjahr: T€ 337).

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 160 (Vorjahr T€ 671). und Aufwendungen aus der Währungsrechnung in Höhe von T€ 190 (Vorjahr: T€ 246).

4.4 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Diese beziehen sich vollumfänglich auf die Veränderungen der latenten Steuern.

5. Sonstige Angaben

5.1 Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2022 in den Konsolidierungskreisreis der Leggett & Platt, Incorporated, Missouri/USA einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann auf der Homepage des Mutterunternehmens eingesehen werden.

5.2 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Leasing spielt eine wichtige Rolle zur Finanzierung von Maschinen und Anlagen. Die diesbezüglichen finanziellen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Leasing-Verträgen betragen T€ 1.363 (Vorjahr: T€ 1.416). Davon betreffen T€ 307 das Jahr 2024, T€ 989 die Jahre 2024-2028 und T€ 68 die Jahre nach 2028. Besondere Risiken liegen nicht vor.

5.3 Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an:

David Brown, Geschäftsführer, Missouri, USA, vom 26.08.2022

Shonna Koch, Geschäftsführerin, Missouri, USA, vom 30.08.2022

Stefan Leimbach, Geschäftsführer, Eschwege, Deutschland, bis 30.06.2024

Jörg Peter Bowe, Geschäftsführer, Meinhard, Deutschland, bis 31.03.2024

5.4 Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von Pacoma GmbH erhält.

5.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt T€ 57 (Vorjahr: T€ 56)

5.6 Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 290 Mitarbeiter (Vorjahr: 233), davon 67 Angestellte (Vorjahr: 51) und 223 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 182).

5.7. Ergebnisverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wird das gesamte Ergebnis an die Gesellschafterin Mangold Industries GmbH, Eschwege abgeführt.

5.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

 

Eschwege, den 29. August 2024

Shonna Koch

David Brown

ENTWICKLUNG ANLAGEVERMÖGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2023

Stand 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Eröffnung Zugänge Investitionszulage
EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Rechte & Werte 7.509.124,73 0,00 0,00
Software, Lizenzen 4.274.767,79 2.494,12 0,00
Lizenzen 11.783.892,52 2.494,12 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten 798.830,80 591.053,56 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 8.128.712,46 461.862,32 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.769.735,28 1.148.847,57 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.033.868,02 0,00
10.697.278,54 4.235.631,47 0,00
22.481.171,06 4.238.125,59 0,00
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Rechte & Werte 0,00 0,00 7.509.124,73
Software, Lizenzen 0,00 12.765,00 4.264.496,91
Lizenzen 0,00 12.765,00 11.773.621,64
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten 0,00 1.389.884,36
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 447.865,15 8.142.709,63
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 660.949,67 2.257.633,18
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.033.868,02
0,00 1.108.814,82 13.824.095,19
0,00 1.121.579,82 25.597.716,83
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Eröffnung Abschreibung Umbuchungen
EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Rechte & Werte 452.361,48 681.871,73 0,00
Software, Lizenzen 328.367,47 442.288,93 0,00
Lizenzen 780.728,95 1.124.160,66 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten 294.963,05 26.368,77 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 5.926.732,54 558.554,75 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.285.178,97 193.142,67 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
7.506.874,56 778.066,19 0,00
8.287.603,51 1.902.226,85 0,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Abgänge Auflösung Investitionszuschuss 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Rechte & Werte 0,00 0,00 1.134.233,21
Software, Lizenzen 12.765,00 0,00 757.891,40
Lizenzen 12.765,00 0,00 1.892.124,61
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten 0,00 321.331,82
Technische Anlagen und Maschinen 447.865,15 0,00 6.037.422,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 660.949,67 0,00 817.371,97
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.108.814,82 0,00 7.176.125,93
1.121.579,82 0,00 9.068.250,54
NETTOBUCHWERTE NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31.12.2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Rechte & Werte 6.374.891,52 7.056.763,25
Software, Lizenzen 3.506.605,51 4.047.795,49
Lizenzen 9.881.497,03 11.104.558,74
SACHANLAGEN
Grundstücke und Bauten 1.068.552,54 503.867,75
Technische Anlagen und Maschinen 2.105.287,49 2.201.979,92
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.440.261,21 484.556,31
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.033.868,02 0,00
6.647.969,26 3.190.403,98
16.529.466,29 14.294.962,72

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Allgemeine Geschäftstätigkeit

Die Pacoma GmbH ist Hersteller von Hydraulikzylindern für vielfältige Anwendungen in Baumaschinen, Flurförderfahrzeugen und Hebetechnik. Die Produkte kommen schwerpunktmäßig in Radladern, Baggerladern, Baggern, Schleppern, Kränen, in Land- und Forstwirtschaft, Logistik- und Materialumschlag, Abfallbehandlung, Kraftfahrzeugindustrie, Energie, Bergbau, Off Shore und in stationären Anwendungen zum Einsatz.

Am Standort in Eschwege werden Hydraulikzylinder für Kunden aus aller Welt entwickelt und produziert. Gemeinsam mit der auf den asiatischen Markt ausgerichteten Schwestergesellschaft Pacoma Hydraulics Equipment Co., Ltd., mit Sitz in Fenghua, China, und der auf den nordamerikanischen Markt ausgerichteten Schwestergesellschaft Pacoma USA Inc., mit Sitz in Wallace NC, USA, zählt die Pacoma GmbH zu einem der weltweit führenden Anbieter in diesem Marktsegment.

Mit ihren Produkten und Serviceleistungen ist die Pacoma GmbH bestrebt, maximale Kundenzufriedenheit durch bestmögliche Qualität und Technik, Produktinnovation und Liefertreue zu erreichen.

Die Pacoma GmbH ist ein Unternehmen der Leggett & Platt, Incorporated mit Hauptsitz in Carthage MO, USA. Leggett & Platt, Incorporated ist ein börsennotiertes Unternehmen an der New York Stock Exchange und hat Ihre Hauptgeschäfte in Bereichen von Betten und Geschäftsausstattungen. Die Pacoma GmbH gehört zum Geschäftssegment „Specialized Products“.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Einführung neuer Produkte mit hohem Umsatzvolumen und größeren Abmessungen hatte nach wie vor hohe Priorität. Das neu entwickelte Design für Hochleistungszylinder für schwere Baumaschinen aus dem Vorjahr wurde auf weitere Kunden ausgeweitet und unter Berücksichtigung der kundenspezifischen Anforderungen erfolgreich angewandt. Dieses wurde speziell für die Anwendung Mobilkrane und Materialhandling implementiert. Weiterhin wurden Zylinder für die Anwendung „mobile Bagger - Unterwagen“ mit integrierten Ventilen auf besondere Kundenanforderungen angepasst und bis zur Serienreife gebracht. Es wurden unter anderem auch Zylinder für die sicherheitskritischen Anwendungen wie Materialhandling sowie Mobilkrane entwickelt und in die Serienfertigung produziert. Auch wurden wieder Prototypprojekte für Hydraulikzylinder im Bereich Materialhandling, Müllfahrzeuge und Spritzgussmaschinen durchgeführt, um diese Marktbereiche weiter auszubauen.

Es wurden insgesamt 68 (Vorjahr 90) Produkte für 25 (Vorjahr 26) verschiedene Funktionen und 10 (Vorjahr 12) verschiedene Kunden weiter- oder neuentwickelt und für die Serienfertigung vorbereitet. Die Produkte werden schwerpunktmäßig in Baggern, Radladern, mobilen Hubarbeitsbühnen, PKW und LKW Hebebühnen, Gleisweichen, Mobilkranen, Spritzgussmaschinen, Müllfahrzeugen und weiteren Einsatzgebieten verwendet.

1.3 Leitung und Kontrolle

Das unternehmensweite Planungs- und Budgetierungssystem dient gemeinsam mit dem Risikomanagementsystem als Grundlage für die operative Steuerung der Berichtsgesellschaft. Diese erfolgt mit Hilfe operativer Steuerungskennzahlen, die in wöchentlichem, monatlichem oder vierteljährlichem Rhythmus als Soll-Ist- und Vorjahresvergleiche vorliegen. Maßgeblich sind als Leistungsindikatoren hierbei die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) zu sehen. Diese werden auf den verschiedenen Ebenen in regelmäßigen Gesprächen erläutert und bewertet. Dadurch können Abweichungen von den Zielvorgaben sowie Veränderungen der Rahmenbedingungen frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Daneben bilden auch die kontinuierlichen Programme zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung eine wesentliche Grundlage, um Organisation und Prozesse auf die Herausforderungen der sich immer schneller ändernden Zielmärkte auszurichten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf

Die Pacoma GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von T€ 103.558, was einem Wachstum von ca. 16,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit wurde die vor Jahresfrist abgegebene Prognose zur Umsatzentwicklung eingehalten. Der positive Trend aus Quartal 4/2022 setzte sich auch in Quartal 1/2023 fort. Der Umsatzanstieg im 1. Quartal des Jahres resultiert insbesondere aus der Geschäftserweiterung mit unseren Hauptkunden, sowie einer global angestiegenen Nachfrage nach Hydraulikzylindern im Baumaschinensegment. Die ab dem Quartal 2/2023 einsetzende, um bis zu 20% geringere Nachfrage der Kunden erklärt sich aus dem fast vollständigen Abbau des Rückstandes der während des Pandemie-Zeitraumes entstanden ist.

Die Ergebnisprognose konnte erneut nicht erreicht werden. Dies ist auf verschiedene Umstände zurückzuführen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2022 wurden Eigenleistungen infolge der neuen Konzernrichtlinien nicht mehr aktiviert. Lässt man die in 2022 aktivierten Eigenleistungen außer Betracht, steigt die Gesamtleistung statt 7,5% um 8,9%. Das entspricht auch der Materialaufwandserhöhung um ca. 8,9% i. V. z. Vorjahr. Während der Materialeinsatz zur Gesamtleistung (ohne aktivierte Eigenleitung) auf dem gleichen Niveau von ca. 80% wie im Vorjahr bleibt, ist der Personalaufwand überproportional um 25,3% gestiegen. Die signifikante Erhöhung der Abschreibung um T€ 689 ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr gekauften Immateriellen Vermögensgegenstände in Bezug auf Sensortechnik zurückzuführen. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen den Wegfall der Konzernumlage nach der Übernahme im Jahr 2022. Die Erfolgsgröße EBIT hat sich somit von T€ -3.105 im Jahr 2022 auf T€ -6.053 verschlechtert. Die Ergebnisabführung und Ausbuchung der passivischen latenten Steuern ist auf der Basis des ab dem 1. Januar 2023 geltenden Ergebnisabführungsvertrages im Rahmen der Übernahme durch Leggett & Platt, Incorporated getätigt.

2.2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Berichtszeitraum war die Nachfrage nach Baumaschinen weltweit hoch.1 Allerdings zeigten sich regional und in Sektoren größere Schwankungen. Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aufgrund der Marktprognosen ein reduziertes Umsatzvolumen im zweistelligen Bereich im Vergleich zum Vorjahr.2 Ausschlaggebend sind insbesondere der Abschwung innerhalb der europäischen Baubranche und die Zunahme geopolitischer Krisen. Zudem ist der Auftragsbestand der sich in 2021/2022 aufgebaut hat nun erschöpft.3

Die Wettbewerbssituation ist im Vergleich zum Vorjahr größtenteils unverändert. Wachstum findet hauptsächlich über Verdrängungswettbewerb statt. Der Markt für Hydraulikzylinder wird nicht durch neue Technologien ersetzt werden können.

2.3. Ertragslage

Umsatz

Im Vergleich zu 2022 zeigt der Umsatz im Jahr 2023 eine deutliche Erhöhung.

Die Umsätze verteilten sich wie folgt auf Märkte und Produktgruppen:

2023 2022
Märkte T€ % T€ %
Europa 48.207 46,6% 45.674 51,3%
Inland 15.890 15,3% 13.871 15,6%
Übriges Ausland 39.461 38,1% 29.408 33,1%
Gesamtsumme 103.558 100,00% 88.953 100,00%
Produktgruppen
Baumaschinen 46.854 45,2% 51.053 57,4%
Industriemaschinen 51 0,1% 171 0,2%
Sonstige Maschinen 39.356 38,0% 25.870 29,0%
Ersatzteile 16.873 16,3% 10.642 12,0%
Dienstleistungen 424 0,4% 1217 1,4%
Gesamtsumme 103.558 100,0% 88.953 100,0%

Ergebnis

Die für unser Performance Measurement u. a. wesentliche Erfolgsgröße EBIT hat sich von T€ - 3.104 im Jahr 2022 auf T€ - 6.053 erneut deutlich verschlechtert. Es ist auf die verschiedenen Ursachen zurückzuführen.

Die durchschnittliche Materialquote (Materialaufwand / Umsatz) mit 79,2 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 84,6 %) ist gesunken, liegt jedoch in Relation zur Gesamtleistung ohne aktivierte Eigenleistung bei 80,8% auf Vorjahrsniveau von 80,7%. Die Bestandsminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse lag bei T€ 2.004, während im Vorjahr eine Bestanderhöhung von T€ 4.313 abgezeichnet war. Der seit einiger Zeit veränderte Produktmix hin zu großvolumigen und materialintensiven Hydraulikzylindern und unsere Outsourcing Aktivitäten in Folge eines erhöhten Anteils an Zukäufen als Folge reduzierter Eigenfertigungstiefe führen tendenziell auch zur hohen Materialquote.

1 Vgl. https://issuu.com/cece_europe/docs/cece_annual_economic_report_2024 (Annual Economic Report 2024)
2 Vgl. https://issuu.com/cece_europe/docs/cece_annual_economic_report_2024 (Annual Economic Report 2024)
3 Vgl. https://issuu.com/cece_europe/docs/cece_annual_economic_report_2024 (Annual Economic Report 2024)

Die Lohn- und Gehaltsaufwendungen stiegen auf T€ 14.519 (Vorjahr T€ 11.592) bzw. auf T€ 17.402 (Vorjahr T€ 13.885) inklusive Sozialabgaben. Ursächlich für den Anstieg sind tariflich vorgenommene Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie eine Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um rund 24,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkostenquote ist im Vorjahresvergleich von 15,6 % auf 16,8 % gestiegen. Maßgeblich hierfür waren die vorgenommenen Lohn- und Gehaltssteigerungen und tariflichen Anpassungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit T€ 6.619 (Vorjahr T€ 8.009) sind im abgelaufenen Geschäftsjahr gefallen. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Aufwendungen für Konzernumlagen von T€ 990 und allgemein gefallenen Kosten in einzelnen Geschäftsbereichen von T€ 400 zurückzuführen.

Die Abschreibungen weisen mit T€ 1.902 (Vorjahr T€ 1.212) eine Erhöhung auf. Im Berichtsjahr waren sowohl immaterielle Anlagenzugänge als auch materielle Anlagenzugänge im Bereich Technische Anlagen und Maschinen zu verzeichnen. Der Anstieg der Abschreibungen resultiert überwiegend unter anderem aus dem Immateriellen Vermögensgegenstände in Bezug auf gekaufte Sensortechnik und abgeschlossene Entwicklungsprojekte als aktivierte Eigenleistung im Vorjahr.

Im Zuge des Ergebnisabführungsvertrages wurden die passiven latenten Steuern (+T€ 2.129) ergebniswirksam ausgebucht und das Jahresergebnis (-T€ 4.660) an den Gesellschafter abgeführt..

2.4. Vermögens- und Finanzlage

2.4.1. Bilanzstruktur

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme um 2,8% auf T€ 62.844 (Vorjahr T€ 61.151). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung von Investitionen (T€ 2.336) und liquide Mittel T€ 3.454) einerseits, und die Reduzierung des Vorratsvermögens (T€ 4.418) andererseits zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 4.238 (Vorjahr T€ 6.307) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Den Schwerpunkt der Maßnahmen bildeten weiterhin sowohl Investitionen in den Erwerb von technischem Know How als auch die Erweiterung der bestehenden Produktionskapazitäten.

Die Vorräte sind mit T€ 21.314 um T€ 4.418 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursache ist das effektive Vorratsmanagement bis zum Jahresende des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 5.808 steht im Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten/Lasten der Gesellschafterin Mangold Industries GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten durch gezieltes Debitorenmanagement um T€ 5.354 reduziert werden.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital auf Vorjahresniveau T€ 17.866 (Vorjahr T€ 17.866) geblieben. Dies ist auf den Ergebnisabführungsvertrag mit der alleinigen Gesellschafterin Mangold Industries GmbH, Eschwege, zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote der Pacoma GmbH verringerte sich daher leicht zum 31.12.2023 auf 28,4 % (Vorjahr 29,2%).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€8.174 ist im Wesentlichen auf die Verbindlichkeiten gegenüber Pacoma (China) Hydraulics Equipment Co., Ltd. (+T€ 7.461) zurückzuführen. Außerdem spielt die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Leggett & Platt Incorporated um T€ 714 eine wesentliche Rolle.

Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen um T€ 4.316 auf T€ 1.657 resultiert stichtagsbedingt aus dem Abbau der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 1.033 resultiert im Wesentlichen aus der neuen Zuordnung der Leasing-Verbindlichkeiten (T€ 1.363) und dem Abbau der übrigen Verbindlichkeiten (T€ 330). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten insgesamt um T€ 1.057 reduziert werden.

2.4.2. Liquiditätslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Finanzmittelbestand um T€ 3.454 auf T€ 7.018. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem effektiven Zahlungsmanagement hinsichtlich verbesserter Zahlungsbedingungen sowohl im Kunden- als im Lieferantenbereich. Gegenläufig wirkten sich hier die Investitionen (T€ 4.238) und Working Capital Management aus. Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Auf Grundlage der Möglichkeit der weiteren Finanzierungsmittel durch die Gesellschafterin, besitzt die Pacoma GmbH ausreichend liquide Mittel, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und die Zukunft aktiv zu gestalten. Dabei kommt jedoch der Entwicklung des operativen Cash-Flows, insbesondere weiteren Einsparungen bei den Materialausgaben hohe Bedeutung zu. Die mittelfristige Finanzierung signifikanter Umsatzzuwächse wurde insbesondere über Konzerndarlehen/Eigenkapitalzuführungen sichergestellt.

2.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Ertragslage der Pacoma GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als nicht zufriedenstellend dar. Die Übernahme des Unternehmens durch Leggett & Platt, Incorporated im August 2022 und die in dem Zusammenhang eingeführte grundsätzliche strukturelle Maßnahmen sollen jedoch ein weiteres nachhaltiges Wachstum ermöglichen. So sieht die Pacoma GmbH in einem wettbewerbsstarken Marktumfeld trotzdem die Möglichkeit langfristig die Umsatzziele zu erreichen und das operative Ergebnis zu steigern.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der Pacoma GmbH dient der nachhaltigen Sicherung der Unternehmensfortführung. In diesem Rahmen werden die Interessen und Ansprüche der Mitarbeiter, der Anteilseigner, der sonstigen Kapitalgeber und anderer Interessenten sichergestellt. Darüber hinaus ist eine Kapital- und Risikostruktur zu gewährleisten, die der Verfolgung des Unternehmensziels eines nachhaltigen und profitablen Wachstums dient. Das bedeutet, dass dem Unternehmen insbesondere ausreichend liquide Mittel zur Finanzierung der erforderlichen Betriebsmittel zur Verfügung stehen sollen.

3.2. Investitionen

Grundsätzliche Zielsetzung der Investitionsentscheidungen ist es, eine solide und wettbewerbsfähige Basis an hocheffizienten Produktions-, Logistik-, Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungseinheiten zu erhalten und auszubauen.

3.3. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Pacoma GmbH zielt darauf ab, mögliche interne Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen bzw. zu eliminieren. Es erstreckt sich neben der Optimierung der internen Prozesse und Abläufe vor allem auch auf die Finanzberichterstattung zur Steuerung des Unternehmens. Basierend auf einer Budgetplanung erfolgen zeitnah Ist- und Abweichungsanalysen. Den Veränderungen der Rahmenbedingungen des laufenden Geschäftsjahres wird durch regelmäßige Forecasts Rechnung getragen. Die aus dem Berichtserstattungssystem des Finanz- und der anderen Fachbereiche gewonnenen Informationen bilden die Grundlage für die aktive und frühzeitig wirkende Unternehmenssteuerung. Der enge und regelmäßige Austausch der Geschäftsleitung mit dem Führungskreis ermöglicht eine entsprechende Bewertung der aus dem Reporting gewonnen Informationen und führt, falls notwendig, zu entsprechenden Korrekturmaßnahmen. Zur Überwachung und Steuerung der Risikofelder wird das Risikomanagementsystem ständig weiterentwickelt und verbessert.

Alle wesentlichen Verträge und Vereinbarungen werden zur Risikovermeidung von der Geschäftsleitung mitgestaltet oder gegengelesen.

3.4. Risikofelder

Die Reihenfolge der im Folgenden aufgeführten Risiken entspricht ihrer Wertigkeit.

→ Absatzrisiko: Dem strukturellen Risiko einer zu starken Abhängigkeit von umsatzstarken Kunden wird durch ein aktives und vertrauensvolles Management der Kundenbeziehung begegnet. Neuaufträge werden gezielt gestreut und bei anderen Kunden akquiriert.

→ Technisches und Qualitätsrisiko: Aus Produktmängeln und Qualitätsproblemen können Risiken entstehen. Diese werden unter anderem durch interne Richtlinien bzw. die Zertifizierung nach internationalen Qualitätsnormen wie DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 adressiert.

Die Überwachung der Wareneingänge, die Werksselbstprüfung in allen Bereichen sowie eine konsequente Endprüfung der Produkte reduziert das Risiko von Kundenreklamationen auf ein Minimum. Konsequente Auftragsfertigung vom Einzelteil bis zur Endmontage und Auslieferung sichert eine Rückverfolgung der Produkte bis zum Lieferanten.

→ Beschaffungs- und Preisänderungsrisiko: Die Produktions- und Lieferfähigkeit ist in hohem Maße von einer zuverlässigen Belieferung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen abhängig.

Dieses Risiko wird durch eine enge technische Kooperation mit wichtigen Lieferanten und bei Lieferantenwechsel mit einer intelligenten Auslaufsteuerung abgesichert. Im Falle eines Wechsels zu chinesischen Lieferanten werden befristet mindestens zwei Bezugsquellen vorgehalten. Daneben erfolgt eine Erstbevorratung und ein ebenfalls befristeter Aufbau von Sicherheitsbeständen.

Das Preisänderungsrisiko hat sich aufgrund der Überkapazitäten am Markt vergrößert. Die Gesellschaft tritt dem durch mittelfristige Rahmenverträge, Losgrößenoptimierung sowie einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und der Optimierung von Beschaffungsquellen entgegen.

→ Finanzwirtschaftliches Risiko: Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich für die Pacoma GmbH vorrangig aus der Finanzierung des Wachstums, der Nettoverschuldung sowie dem Risiko von Ergebnisrückgängen mit entsprechenden finanzwirtschaftlichen Auswirkungen. Diese Risiken werden durch die Finanzierung durch die Konzernholdinggesellschaft, Kontrolle der relevanten Finanzkennzahlen, ein verstärktes Ertrags- und Ergebniscontrolling sowie des Working Capitals begrenzt.

Zur Minimierung des Forderungsausfallrisikos werden zweifelhafte Forderungen überwacht und die Altersstruktur der Außenstände analysiert.

Das Zahlungsrisiko wird durch ein rollierendes Liquiditätssteuerungssystem eingeschränkt. Dabei wird die Finanzierung von Zahlungsverpflichtungen tagesgenau überwacht.

Das geringe Fremdwährungsrisiko beschränkt sich auf die Wechselkursrelation €/US-$, da ein Hauptkunde in US-$ zahlt.

Das Zinsänderungsrisiko ist vernachlässigbar.

3.5. Chancenfelder

Die Pacoma GmbH verfügt über eine Kombination und Vielzahl von Hydraulikzylindern verschiedener Größen und Arten für umfangreiche Anwendungen in der Baumaschinenindustrie und in anderen Branchen.

Durch hohe Qualität, Präzision und tiefgreifendes Know-how beim Design und in der Herstellung innovativer, kundenauftragsbezogen gefertigter Zylinder hat sich Pacoma GmbH als zuverlässiger Partner und bevorzugter Lieferant der Kunden fest etabliert. Standardisierung, Modularisierung und Sourcing führen zu einer kontinuierlichen Kostenoptimierung.

Mit der Übernahme durch Leggett & Platt, Incorporated steht uns ein finanzstarker Gesellschafter zur Seite. Damit verbunden sehen wir die Chance unser Geschäft weiter auszubauen und neue Kunden gewinnen zu können, was sich zukünftig positiv auf die Umsatzerlöse auswirken könnte. Damit einhergehend findet eine Optimierung bestehender Prozesse statt, welche zukünftig zu Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen führen könnte.

3.6. Beurteilung der Risiko- und Chancensituation durch die Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung erwartet, dass sich der Markt für Hydraulikzylinder im Jahr 2024 deutlich abschwächt. Die Unsicherheiten rund um Inflation und Zinsen sorgen für ein instabiles makroökonomisches Bild. Durch geopolitische Konflikte kann die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 negativ beeinflusst werden. Die Geschäftsleitung wird die Wirtschaftslage genau verfolgen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die Geschäftsjahre 2017 bis 2023 belegen insgesamt einen klaren Wachstumstrend. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der eigenen Finanzierungskraft werden die Anstrengungen zu Kosteneinsparungen in allen Unternehmensbereichen fortwährend intensiviert und es wurden gezielte Wachstumsinvestitionen getätigt. Auch bei zunehmendem Preisdruck und sich möglicherweise verschlechternden Marktbedingungen ist die Gesellschaft damit in der Lage, angemessen zu reagieren. Vor diesem Hintergrund sieht die Geschäftsleitung ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil und keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Chancen- und Risikostruktur nicht wesentlich verändert. Vor dem Hintergrund des andauernden Ukraine-Konfliktes und weiteren geopolitischen Konflikten wird nach wie vor mit den damit verbundenen Risiken gerechnet.

4. Prognosebericht

Positive Effekte durch Investitionen in Infrastrukturprojekte -Straße/Bahn, Flughäfen, Breitband- Netz, Energieinfrastruktur-, die Bedarf an Baumaschinen erzeugen, werden weiterhin durch negative Effekte - schwache Baubranche in Europa, hohe Zinsen und anhaltende geopolitische Konflikte überschattet. Die hohen Auftragsbestände der Vorjahre sind abgearbeitet und stehen nicht mehr als Puffer zur Verfügung. Per 31. März 2024 belaufen sich die Umsatzerlöse auf rund Mio. € 22. Für das zweite Halbjahr erscheint ein Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich realistisch. Es ist davon auszugehen, dass trotz in allen Bereichen des Unternehmens eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen bei einer Umsatzreduzierung gegenüber dem Vorjahr das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 unter dem des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Die Entwicklung des Marktes wird regelmäßig von der Geschäftsleitung bewertet.

 

Eschwege, den 29. August 2024

Shonna Koch

David Brown

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