expondo Group GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philip Rooke seit 9.10.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.50% | |
Pilot Stach+1 | 37.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Crédit Mutuel Capital Société par actions simplifiée (Société à associé unique) | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
expondo GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2020Inhalt 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeine Konjunkturentwicklung 2.2 Geschäftsbericht 2.2.1 Ertraslage 2.2.2 Finanzlage 2.2.3 Vermögenslage 2.2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.2.5 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens 3. Risikobericht 3.1 Branchen- und Marktrisiko 3.2 Personalrisiko 4. Chancenbericht 5. Prognosebericht 1. Grundlagen des Unternehmens Die expondo GmbH (im Folgenden: expondo GmbH, expondo oder Unternehmen) ist ein europaweit agierendes Vertriebs- und Handelsunternehmen mit dem Schwerpunkt Gastronomie-, Handwerks-, Industriebedarf und Sport sowie Gesundheit, welches die Produkte im Wesentlichen im Onlinehandel (E-Commerce) an Kunden mit Expertenwissen verkauft. Die expondo GmbH agiert dabei als Zwischenhändler, der die Waren ausschließlich von der expondo Polska Sp.zoo einkauft, welche wiederum die Waren bei einem breiten Lieferantennetzwerk im Ausland bezieht. Das weitreichende Produktsortiment der expondo GmbH umfasst im Bereich Gastronomiebedarf z.B. Hotel-, Imbiss- und Marktbedarf, Kochgeräte, Kücheneinrichtungen und Küchengeräte. Der Geschäftsbereich Handwerksbedarf beinhaltet z.B. Schweißgeräte, Gartenbedarf, Elektrowerkzeuge. Produkte wie Waagen, Messtechnik, Ultraschallreiniger umfasst der Bereich Industriebedarf. Daneben werden im Bereich Sport und Gesundheit u.a. Fitnessgeräte vertrieben. Die in den Geschäftsbereichen vertriebenen Produkte umfassen insbesondere Produkte der Marken ROYAL Catering, Steinberg Systems, STAMOS, MSW und Physa. Expondo ist über ein Multi-Channel-Konzept auf zahlreichen Online Plattformen in mehreren europäischen Ländern vertreten. Daneben erfolgt der Vertrieb von expondo auch über eigene Webshops. Ende 2020 war expondo in 19 Ländern mit eigenen Webshops aktiv und hat insgesamt in 27 Länder geliefert. Basierend auf der Gründungsidee, qualitativ hochwertige Produkte für Experten zu fairen Preisen anzubieten, konnte sich expondo seit der Gründung 2007 auf den europäischen Märkten etablieren und stetig weiterwachsen. Der Fokus gilt der Wertschöpfungsoptimierung und hieraus resultierend dem zukünftigen Wachstum. Weiterhin wird der Fokus auf den Ausbau der Qualitätsstandards und der Kundenbetreuung gelegt umso ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber Konkurrenten zu schaffen. Zwischen der expondo GmbH und seinen Vorlieferanten bestehen langjährige und gute Geschäftsbeziehungen. Diese ermöglichen es schnell und effizient auf Marktveränderungen zu reagieren. Des Weiteren kann das Unternehmen hierdurch auch die Kundenwünsche in Bezug auf Funktions-, Leistungs- und Designanforderungen schnell gerecht werden. Eine hohe Sichtbarkeit gegenüber den Kunden soll durch gezielte Marketingstrategien und die Anwendung moderner Instrumente, wie zum Beispiel Suchmaschinenmarketing (SEA und SEO) erreicht und in Zukunft ausgebaut werden. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeine Konjunkturentwicklung Im Zuge der Pandemie hat die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von -3,5% (Vorjahr +2,9%) im Jahr 2020 eine drastische Abnahme verzeichnet. Auf europäischer Ebene kann 2020 ebenfalls auf eine Abnahme zurückgeblickt werden. Betrachtet man die Entwicklung des realen Bruttoinlandproduktes quartalsweise, so stellt man jeweils eine Senkung um 2,6% in Q1, 13,9% in Q2 und 4,2% in Q3 im Vergleich zum Vorjahresquartal fest. Auch die deutsche Wirtschaft musste im Jahr 2020 eine starke Abnahme hinnehmen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete 2020 ein Wachstum von -4,9 % (Vorjahr +0,6%). Auch kalenderbereinigt betrug das Wachstum des BIP -5,3% (Vorjahr +0,6%). Die deutschen Exporte sind 2020 stark gesunken. Sie nahmen um 9,3% im Vergleich zum Vorjahr ab . Gleichzeitig sanken auch die Importe um 7,1% im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen konnte der für expondo bedeutsame europäische E-Commerce Markt 2020 auf ein Wachstum um 12,7% auf 717 Milliarden Euro zurückblicken. Innerhalb der Branche wuchs der Umsatz im für expondo wichtigsten Markt Deutschland um 9,2% im Vergleich zum Vorjahr und betrug 83,3 Milliarden Euro. Neben dem deutschen Markt wuchs auch der für expondo bedeutsame E-Commerce-Markt in Frankreich um 8,5% auf 112,2 Milliarden Euro, die italienischen E-Commerce Umsätze sanken hingegen um 3,5% auf 30,5 Milliarden Euro im Jahr 2020. 2.2 Geschäftsbericht 2.2.1 Ertragslage Im Berichtsjahr erzielte die expondo GmbH Umsatzerlöse in Höhe von EUR 67.160.728,27 (Vorjahr EUR 39.314.813,24) was einem Umsatzwachstum von 70,8% entspricht. Das positive jährliche Umsatzwachstum der vorangegangenen Jahre konnte im Geschäftsjahr 2020 überproportional fortgesetzt werden. Wesentliche Treiber hierfür waren die Auswirkungen des Pandemie-Geschehens auf das Online-Kaufverhalten der Kunden sowie Verbesserungen im Marketing und Pricing. Zu den drei umsatzstärksten Ländern zählen Deutschland (28,5), Frankreich (14,1%) und Italien (7,7%). Sonstige Länder entsprechen 49,7%. Die Produktsegmente sind im Wesentlichen unverändert. Die Anzahl der neu ins Sortiment aufgenommenen Produkte konnte jedoch um 1.211 gesteigert werden. Insgesamt lag das Umsatzwachstum deutlich über dem für 2020 prognostizierten Umsatzwachstum von 30 - 35%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 22.231.107,65 angestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung von 76,7% im Vergleich zum Vorjahr. Sie beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 488.384,17 (Vorjahr EUR 264.129,92) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 70.105,26 (Vorjahr EUR 29.341,22). Weiterhin konnte 2020 ein umfangreiches Investitionsprojekt im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände abgeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um das Projekt "Data Warehouse", einem cloudbasierten Datenablageort mit der Funktion zur Erstellung diverser Reports. Neben diesem umfangreichen Projekt ist im Berichtsjahr auch in den Ausbau des Produktangebotes bestehender Marken investiert worden. Insgesamt hat die Expondo GmbH im Geschäftsjahr einen Gewinn von EUR 670.213,04 (VJ: - 363.431,42) generiert, was im Wesentlichen auf die Umstände inmitten der Pandemie und der Flexibilität des Unternehmens im Zusammenhang mit ihr zurückzuführen ist. 2.2.2 Finanzlage Das Finanzmanagement der expondo GmbH ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Ausnutzung etwaiger Skontovereinbarungen zu begleichen. Das Finanzmanagement wird durch regelmäßige Überprüfungen der Liquiditätslage und des entsprechenden Reportings an die Geschäftsleitung gesteuert und kontrolliert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres betrug EUR 3.645.339,64 (Vorjahr: EUR -2.826.905,95). Aus der Investitionstätigkeit sind EUR -1.186.572,84 (Vorjahr EUR - 58.275,80) abgeflossen. In der Berichtsperiode betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit EUR -640.487,96 (Vorjahr EUR 363.431,42). Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Im Berichtsjahr wurde hierzu ein Bankkredit in Höhe von EUR 800.000,00 aufgenommen. 2.2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 33,9% auf EUR 8.574.212,82 gestiegen. Das Vermögen des Unternehmens setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen und sonstigen Vermögensgenständen und flüssigen Mitteln zusammen. Die Passivseite weist neben dem Eigenkapital überwiegend kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus. Das Vorratsvermögen besteht ausschließlich aus dem B-Waren Bestand. Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstelllungen für Personalkosten in Höhe von EUR 298.823,74 (Vorjahr EUR 137.419,96), Gewährleistungen in Höhe von EUR 180.801,62 (Vorjahr EUR 80.656,59), Rückstellungen für Beratungen in Höhe von EUR 206.300,33 (Vorjahr EUR 7.424,9) und Rückstellungen für Aufwand in Höhe von EUR 146.579,59 (Vorjahr EUR 4.423,56). Zudem weisen die Verbindlichkeiten einen neu aufgenommenen Bankkredit in Höhe von EUR 800.000,00 aus. Im Zuge des Wachstums ist im Berichtsjahr ein umfangreiches Investitionsprojekt für einen immateriellen Vermögensgegenstand des Anlagevermögens abgeschlossen worden. Weiterhin erfolgten Investitionen in die Geschäftsausstattung. 2.2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Umsatzrentabilität 1,5% (Vorjahr -0,9%). Hierin spiegeln sich die Investitionstätigkeit in den immateriellen Vermögensgegenstand, Data Warehouse, sowie die Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge wider. Die Verbindlichkeitenquote ist leicht gesunken auf 82,39% (Vorjahr 86,9%), was mit der deutlich niedrigeren Verbindlichkeit gegenüber expondo PL im Vergleich zum Vorjahr zusammenhängt. Eine wesentliche Kennziffer für die Steuerung der Geschäftsprozesse ist das Umsatzwachstum. Für 2020 wurde mit einem Umsatzwachstum von 30 - 35% gerechnet, das tatsächliche Umsatzwachstum betrug schließlich 70,8%. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren haben auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einen hohen Stellenwert für die expondo GmbH. Hierbei ist die moderne Ausstattung der Arbeitsplätze sowie der Einsatz adäquater Kommunikationsmittel ein essenzieller Bestandteil für die Schaffung einer sowohl produktiven wie auch angenehmen Arbeitsumgebung für Mitarbeiter des Unternehmens. Aus diesem Grund wurde 2020 in eine erweiterte IT-Infrastruktur investiert, die die Mobilität der Mitarbeiter künftig gewährleisten und einen Wechsel zwischen Home-Office und Büro vereinfachen soll. Die permanente Optimierung von Prozessen, die gemeinsame Verbesserung der Produktqualität mit den Vorlieferanten trägt zur Minimierung des Ressourcenverbrauchs und dadurch zur Verbesserung der Umwelt bei. 2.2.5 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Die Geschäftsführung der expondo GmbH blickt in Anbetracht der bei weitem überstiegenen Erwartung des Umsatzwachstums auf ein sich positiv entwickeltes Geschäftsjahr zurück. Im Berichtsjahr konnte sich die expondo durch seine Leistungs- und Anpassungsfähigkeit am Markt behaupten. Zurückzuführen ist dies auf die gelebte Umsetzung der Unternehmensphilosophie, qualitativ hochwertige Produkte für Experten zu fairen Preisen anzubieten. Darüber hinaus reagierte das Unternehmen vorausschauend und flexibel auf die Veränderungen im Zusammenhang mit der Pandemie. Dies spiegelt sich auch im Gewinn von EUR 670.213,04 wider. Im Ergebnis ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der expondo GmbH insgesamt als stabil zu bezeichnen. 3 Risikobericht Im Geschäftsfeld der expondo GmbH ist mit einer Reihe von Risiken zu rechnen, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Als Risiko werden im Unternehmen die Gefahren verstanden, die aus Ereignissen und Handlungen entstehen, um das Unternehmen an der Erreichung seiner Ziele zu hindern. Unternehmerische Risiken werden bewusst eingegangen und permanent kontrolliert. Hierbei wird eine stetige Überprüfung der Kennzahlen durch Soll-Ist-Analysen vorgenommen. Bei Differenzen werden Ursachenanalysen initiiert, um kurz- und mittelfristig gegenzusteuern zu können. 3.1 Branchen- und Marktrisiko Die expondo GmbH unterliegt den üblichen Risiken des Beschaffungs- und Absatzmarktes in der Handelsbranche. Beschaffungsseitig werden sich abzeichnende Preissteigerungen aufgrund der langjährigen gemeinsamen Zusammenarbeit mit den Vorlieferanten frühzeitig erkannt. Durch eine breite Diversifizierung der Lieferantenstruktu wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten minimiert. Absatzseitig werden Produkte mit nachlassende Nachfrage durch regelmäßige Anpassungen des Sortiments minimiert. 3.2 Personalrisiko Die Mitarbeiter der expondo sind ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Hierdurch stellt der Wissensverlust bei Mitarbeiterabgängen ein wesentliches Risiko für expondo dar. Um dieses Risiko zu minimieren sind die Personalstruktur und die Organisation darauf ausgerichtet, dass Mitarbeiterkompetenzen mehrfach belegt sind. Die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen soll u.a. durch ein flexibles Arbeitszeitmodell und eine aktive Gesundheitsförderung unterstützt werden. Eine auf individuell auf die Aufgaben und Funktionen zugeschnittene Weiterbildungs- und Qualifizierungsstrategie gewährleistet den Erhalt und die Weiterentwicklung der Mitarbeiter. 3.3 Risiken in Verbindung mit dem Ausbruch des Coronavirus' Expondo entstehen durch den Ausbruch des Coronavirus' neue Risiken, denen durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt wird. Hierzu wurde in Q1 die Corona-Taskforce ins Leben gerufen, die sich regelmäßig trifft, um die Auswirkungen des Pandemie-Geschehens diskutieren und rechtzeitige Handlungen seitens des Unternehmens gewährleisten zu können. Unsere Produzenten befanden sich bis Ende 2020 ausschließlich in China. Das Virus verursachte Lieferprobleme durch zeitweisen Produktionsausfall in China. Dem Ausfallrisiko von Lieferanten traten wir bereits durch Ergänzung der Lieferantenstruktur um europäische Lieferanten entgegen. Zudem halten wir genügend Ware im Lager vorrätig, um kurzfristige Lieferengpässe überbrücken zu können. Durch das Virus kann es zu Ausfuhrbeschränkungen auf manche Produkte aus unserem Warenlager in Polen aufgrund der Regulierung durch die polnische Regierung kommen. Zur Risikoreduktion eröffneten wir daher ein weiteres Warenlager in Frankfurt/Oder, um die Risiken aus Ausfuhrbeschränkungen in Polen zu reduzieren. Die Nachfrage nach unseren Produkten wird durch das Corona-Virus und seine Folgen für unsere Kunden signifikant beeinflusst. Insbesondere im Bereich der Gastronomie konnten wir bereits einen Nachfragerückgang sehen. Dem Absatzrisiko in bestimmten Segmenten wirkten wir entgegen, indem wir unser Produktportfolio anpassten. Wir ergänzen das Produktsortiment kurzfristig insofern, dass wir mehr 'Corona-Produkte' anbieten. Dadurch generieren wir neue Umsatzchancen, welche den Rückgang im Gastronomiebedarf abfedern. Des Weiteren besteht für die Mitarbeiter der expondo das Risiko der Ansteckung. Durch die Verlegung des Großteils der Belegschaft in das "Home-Office" wird eine Minimierung der Ansteckungsgefahr erreicht. Mitarbeitern, die nicht im Home Office sind, stehen FFP2- und OP-Masken sowie Schnelltests in den Büros zur Verfügung. Weiterhin wird durch die interne Mehrfachbelegung der Mitarbeiterkompetenzen die Gefahr des Produktionsausfalls aufgrund einer Ansteckung verringert. 4 Chancenbericht Die E-Commerce Branche verzeichnet seit Jahren stark steigende Zuwachsraten beim Anteil des Gesamtumsatzes des Handels. Dies wurde 2020 durch die Zuwächse untermauert und wird auch in den Folgenjahren erwartet. Durch die Corona-Krise profitiert die E-Commerce Branche und damit auch Expondo. Die konsequente Ausrichtung des Unternehmens, qualitativ hochwertige Produkte zu fairen Preisen anzubieten, ermöglicht der expondo GmbH auch zukünftig an diesem Wachstum zu partizipieren. Im letzten Quartal wurde das umfangreiche Projekt der Migration des polnischen Shops erfolgreich abgeschlossen. Hieraus ergeben sich leistungswirtschaftliche Synergien. Die Aufnahme neuer Produkte und Marken in das Produktportfolio des Unternehmens soll eine Steigerung der Attraktivität für bestehende, wie auch für neue Kunden bewirken. Durch zusätzliche Investitionen in neue Distributionskanäle sowie den Ausbau bestehender Kanäle soll eine Steigerung des Neukundengeschäfts erreicht werden. Weiterhin sollen gezielte Maßnahmen im Bereich des Marketings zur Neukundengewinnung beitragen. Durch die permanente Optimierung interner Prozesse sowie durch Optimierungsmaßnahme der gesamten Wertschöpfungskette soll der Erhalt und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Konkurrenten gesteigert werden. 5 Prognosebericht Die im Prognosebericht getroffenen Aussagen basieren auf den Einschätzungen der Unternehmensleitung. Für das Geschäftsjahr 2021 wird zum Jahresanfang ein Umsatzwachstum von 40-45% von der Geschäftsführung erwartet. Das Coronavirus und dessen Folgen für die Wirtschaft und den Konsum sind für expondo spürbar. Umsatzrückgänge in einzelnen Segmenten werden jedoch durch Umsatzanstiege in anderen Segmenten mehr als überkompensiert. Dem positiven Start in das Jahr 2021 steht eine hohen Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Krise gegenüber. Vor dem Hintergrund der positiven Auswirkung der Krise 2020, ist es möglich, dass expondo auch 2021 weiter von der Krise profitiert und die Umsatz- und Gewinnprognosen um ca. 10% übertroffen werden können. Für 2021 sind weitere Investitionen in die Führungsstruktur sowie in die Erweiterung des Produktportfolios und den Ausbau der Marketingaktivitäten zur Steigerung der Sichtbarkeit geplant. Die Entwicklung des Unternehmens wird im Geschäftsjahr 2021 von Unternehmensführung positiv beurteilt.
Berlin, den 26. Mai 2021 Wolfgang Röbig, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020EXPONDO GMBH, BERLINAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020I Allgemeine Angaben Die expondo GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter der Nummer HRB 118297B eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.Dezember 2020 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 242 ff. HGB) und den Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB und weist zum Abschlussstichtag der Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. II Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Going-Concern) aufgestellt. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorsichtsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB bewertet. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB fortgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibung erfolgte linear. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibung erfolgte linear. Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die im Wesentlichen den steuerlich anerkannten Nutzungsdauern entsprechen. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Im Vorratsvermögen werden grundsätzlich A-Waren (Handelswaren) und B-Waren (Waren, die nicht zum vollen Preis verkauft werden können) ausgewiesen. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet. Sollte der beizulegende Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegen, so wird auf diesen Wert abgeschrieben. Die Forderungen werden zum Nennwert oder ihrem niedrigeren beizuliegenden Wert angesetzt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs im Zugangszeitpunkt und am Abschlussstichtag umgerechnet mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet worden. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB gemäß § 256 a HGB nicht angewendet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital bleibt unverändert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, und berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit die Rückstellungen eine Laufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Erhaltene Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276 und 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. III Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses 2020 Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung ist im angefügten Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Eigenleistungen (Vorjahr EUR 14.006,12) aktiviert. Abschreibungen auf Eigenleistungen sind 2020 in Höhe von EUR 9.937,14 angefallen. Die Abschreibungen entfielen auf einen 2019 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstand. 2. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen in Höhe von EUR 611.630,69 (Vorjahr 381.848,01) besteht zum Abschlussstichtag ausschließlich aus B-Waren. Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 421.059,90 (Vorjahr EUR 357.581,06) und der sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 1.659.195,67 (Vorjahr EUR 1.269.131,02) liegen alle unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Sicherheitseinbehalte in Höhe von EUR 410.988,42 (Vorjahr EUR 532.485,16) enthalten. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 744.748,00 (Vorjahr EUR 1.515.139,82) besitzen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00 (Vorjahr EUR 25.000,00). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstelllungen für Personalkosten in Höhe von EUR 298.823,74 (Vorjahr EUR 137.419,96), Gewährleistungen in Höhe von EUR 180.801,62 (Vorjahr EUR 80.656,59), Rückstellungen für Beratungen in Höhe von EUR 206.300,33 (Vorjahr EUR 7.424,90) und Rückstellungen für Aufwand in Höhe von EUR 146.579,59 (Vorjahr EUR 4.423,56). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 800.000,00 (Vorjahr EUR 0,00), erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 1.238.645,94 (Vorjahr EUR 674.087,15), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.026.776,74 (Vorjahr EUR 674.903,54), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.677.203,51 (Vorjahr EUR 3.117.691,47) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.273.408,33 (Vorjahr EUR 1.102.483,74), die jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr besitzen. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 186.325,82 (Vorjahr EUR 37.850,93), Mieterträge in Höhe von EUR 171.729,05 (Vorjahr EUR 119.694,40) und Erträge aus Versicherungsentschädigungen für Schadensersatz in Höhe von EUR 28.400,59 (Vorjahr EUR 44.459,56). 2. Aufwendungen Die Aufwendungen enthalten Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 652.196,74 (Vorjahr EUR 678.969,51), Beratungskosten in Höhe von EUR 1.848.761,39 (Vorjahr EUR 658.447,98), Gebühren für Marktplätze in Höhe von EUR 3.571.527,73 (Vorjahr EUR 2.446.174,06) und Gebühren für Zahlungsdienstleister in Höhe von EUR 917.717,48 (Vorjahr EUR 568.259,64). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 488.384,17 (Vorjahr EUR 264.129,92) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 70.105,26 (Vorjahr EUR 29.341,22). IV Sonstiger Berichtsteil 1. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr 100 (Vorjahr 118). 2. Mitglieder der Geschäftsführung Vom 1.1.2020 bis 21.8.2020 war Herr Markus Kagerer zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Seit 21.8.2020 vertritt Herr Wolfgang Röbig die Gesellschaft als Geschäftsführer. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Form von Bürgschaften bestehen zum 31.12.2020 in Höhe von EUR 53.226.000,00. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Diese Annahme beruht auf dem bisherigen Geschäftsverlauf. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat ein virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ("Optionsprogramm") für Mitarbeiter, Berater und/oder Beiräte der Gesellschaft aufgesetzt, mit dem ausgewählte Optionsberechtigte virtuell an der Steigerung des Unternehmenswertes teilnehmen können. Nach dem Optionsprogramm hat die Gesellschaft insgesamt 2.500 virtuelle Optionen zur Verfügung gestellt, wobei eine virtuelle Option wirtschaftlich dem Nennbetrag von EUR 1,00 entspricht. Die Gesellschafterin der expondo GmbH ist in Erfüllung der Freistellungsverpflichtung verpflichtet, die gegenüber den jeweiligen Optionsberechtigten geschuldete Vergütung nach Aufforderung durch die Gesellschaft zu leisten. Für die Verpflichtung der Gesellschaft zur Zahlung einer Barabfindung bei einem "Ausübungsereignis" (Exit) wurde von der Gesellschaft keine Rückstellung angesetzt, da ein definierter Exit als verpflichtungsauslösendes Ereignis, noch nicht eingetreten oder absehbar ist und die Verbindlichkeit somit noch nicht rechtlich entstanden und wirtschaftlich verursacht ist. Sich ggf. daraus ergebenden zukünftigen Zahlungsverpflichtungen sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht abschließend ermittelbar. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, haben sich nicht ergeben. Gleichwohl entstehen Expondo durch das Fortbestehen des Corona-Virus neue Risiken, denen durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt wird. Die Auswirkungen von Corona auf die Gesamtwirtschaft und die Nachfrage nach unseren Produkten ist deutlich spürbar. Damit einher geht, trotz bisheriger positiver Auswirkungen auf unsere Umsätze, weiterhin eine erhöhte Unsicherheit über den weiteren Geschäftsverlauf. Eine Ergebnisverwendung wurde nicht beschlossen, da die Gesellschaft einen Beherrschungsvertrag mit ihrer Muttergesellschaft abgeschlossen hat und das Ergebnis somit an diese abgeführt wird.
Berlin, 26. Mai 2021 Wolfgang Röbig, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Expondo GmbH, Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Expondo GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Expondo GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 31. Mai 2021 Rödl
& Partner GmbH
Roger Fischl, Wirtschaftsprüfer Felix Fehlauer, Wirtschaftsprüfer ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHTDie Gesellschafterversammlung mit der Ergebnisfeststellung und Entlastung des Geschäftsführers erfolgte am 09.07.2021. |
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