blueprints global GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Henke seit 21.1.2009 | Prokura |
Karl-Wilhelm Dr.-Ing. Pieper seit 5.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Horst Dr.Ing. Wulf seit 5.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Klaus Martin Heidrich seit 5.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Sandra Krewerth seit 27.12.2007 | Prokura |
Joachim Dietze seit 27.12.2007 | Prokura |
Peter Dr. Scheidgen seit 3.12.2003 | Prokura |
Ulli Leibnitz seit 3.12.2003 | Prokura |
Klaus G. Prof Dr. Ing. Meng seit 3.12.2003 | Vorstandsmitglied |
Martin Austermann seit 3.12.2003 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VCS AktiengesellschaftBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 20091. Allgemeine Grundlagen1.1. Geschäftsstruktur und Aufbauorganisation Das Unternehmen ist in zwei weitgehend unabhängigen Geschäftsfeldern tätig: • Der Geschäftsbereich Media Broadcasting Solutions (MBS) bedient im Markt "Professional Broadcast" Rundfunkbetreiber mit IT - Systemlösungen für Planung, Produktion und Sendung in Radio, TV und New Media. • Der Geschäftsbereich SpaceCom (SPC) realisiert Informations- und Kommunikationslösungen in den Marktsegmenten Raumfahrt, Erdbeobachtung und Sicherheit. Jeder Geschäftsbereich wird durch ein eigenes Profit Center abgebildet. Die Aufbauorganisation sieht für jedes Geschäftsfeld einen eigenen (operativen) Geschäftsbereich vor. Nicht operative Zentralfunktionen, wie z.B. Finanzen, Personal, Controlling, Technische Infrastruktur, sind im Bereich Business Services (BS) zusammengefasst. Die Leitung des Geschäftsbereichs MBS erfolgt durch die Vorstandsmitglieder Heidrich und Dr. Pieper. Der Geschäftsbereich SPC wird durch den Vorstand Dr. Wulf geleitet, der zugleich auch den Raumfahrtbereich in der Muttergesellschaft SciSys leitet. 1.2. Rechtliche Grundlagen Der vorliegende Lagebericht ist nach den Vorschriften des § 289 HGB aufgestellt. Er ergänzt den Jahresabschluss zum 31.12.2009. Die Erklärung zu den Beziehungen zu verbundenen Unternehmen unter Ziffer 9 ist nach den Vorschriften des § 312 Abs. 3 AktG abgefasst. 1.3. Sonstiges Der vorliegende Lagebericht wurde bis zum 20. April 2010 aufgestellt. Soweit möglich, wird die Geschäftslage mit Daten aus dem externen Rechnungswesen nach HGB erläutert. An einigen Stellen wird auf das betriebliche Rechnungswesen Bezug genommen, was in jedem Einzelfall ausdrücklich erwähnt wird bzw. durch die Kennzeichnung "(CO)" hinter den entsprechenden Größen verdeutlicht wird. 2. Geschäftsjahr 2009 - Highlights2.1. Operatives Geschäft unter Plan, aber besser als 2008 Nach einem mäßigen Betriebsergebnis 2008 (1.217 T€) wurde in der Geschäftsplanung für 2009 eine Steigerung um 120% auf 2.681 T€ prognostiziert. Tatsächlich erreicht wurde jedoch nur eine Steigerung des (HGB-) Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 46% auf 1.771 T€. Da die entsprechenden Kennzahlen der IFRS-Rechnungslegung ebenso wie die des betrieblichen Rechnungswesens eine Planübererfüllung zeigen, erachtet der Vorstand den Geschäftsverlauf dennoch als erfolgreich. 2.2. Restrukturierung des Geschäftsbereich MBS Die seit vielen Jahren bestehende Funktionslinienorganisation innerhalb des Geschäftsbereichs MBS wurde durch eine Marktbereichsorganisation ersetzt, um zukünftig gezielter auf die Wettbewerbssituation und auf die Kundenanforderungen in den verschiedenen Ländermärkten reagieren zu können. Durch den Abbau von vier Vollzeitstellen soll die Produktivkapazität an die sich verändernde Nachfragsituation angepasst werden. 2.3. Schwacher Auftragseingang Die Auftragseingänge in 2009 blieben rund 20% hinter den Erwartungen zurück. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in 2009 nur wenige größere Aufträge akquiriert werden konnten. Einige der erwarteten größeren Auftragseingänge haben sich so verzögert, dass sie im Jahr 2010 realisiert werden konnten bzw. erwartet werden. 2.4. Gute Liquidität Die Gesellschaft verfügt über eine stabile und für den Geschäftsbedarf ausreichend dimensionierte Liquidität. Am Jahresende 2009 stehen der Gesellschaft Finanzmittel in ähnlicher Höhe zur Verfügung wie am Vorjahresende. Der Vorstand wertet dieses als Indiz dafür, dass die an die Aktionäre ausgeschüttete Dividende und die Ausgaben für Investitionen angemessen waren. 3. Segmentinformationen3.1. Media Broadcasting Solutions (MBS) 3.1.0. Geschäftsaktivitäten Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein größerer Auftrag einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt in Deutschland akquiriert werden. Fünf größere Aufträge von Kunden in Deutschland und Großbritannien konnten erfolgreich erlöst werden. 3.1.1. Positionierung MBS bedient im Markt "Professional Broadcast" Rundfunkbetreiber mit IT-Systemlösungen für Planung, Produktion und Sendung in Radio, TV und New Media. 3.1.2. Geschäftslage Die Auftragseingänge (ohne bezogene Leistungen und Waren) im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen um 17% unter dem Planwert, von den insgesamt 6.478 T€ entfielen 5% auf größere Aufträge. Das durch den Deckungsbeitrag 3 beschriebene Bereichsergebnis (in dem die Restrukturierungsaufwendungen bereits berücksichtigt sind) verfehlte den Planwert um 12%. 3.2. SpaceCom (SPC) 3.2.0. Geschäftsaktivitäten Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten vier größere Aufträge von unterschiedlichen Kunden in Europa akquiriert werden. Zwei größere Aufträge europäischer Kunden konnten im abgelaufenen Jahr erfolgreich erlöst werden. 3.2.1. Positionierung SpaceCom (SPC) realisiert Informations- und Kommunikationslösungen in den Bereichen Raumfahrt, Erdbeobachtung und Sicherheit. Kunden sind Satellitenbetreiber, Raumfahrtagenturen, Raumfahrtindustrie, Institutionen der EU, sowie Wetterdienste in aller Welt. 3.2.2. Geschäftslage Der Auftragseingang im Bereich SPC entsprach nicht den mit dem Geschäftsplan gesetzten Erwartungen, der Planwert (ohne bezogene Leistungen und Waren) wurde um 21% verfehlt. Ursächlich sind zeitliche Verschiebungen bei der Realisierung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo, die wiederum zu erheblichen Verzögerungen bei der für 2009 erwarteten Auftragsvergabe führten. 10% des Auftragseingangs entfiel auf größere Aufträge. Das durch den Deckungsbeitrag 3 beschriebene Bereichsergebnis übertraf den Planwert um 13%. In Anbetracht der leicht unter Plan liegenden Produktivität interpretiert der Vorstand diese Übererfüllung einerseits als Zeichen der hohen Effizienz im Bereich SPC und andererseits als Folge der erfolgreichen Projektabwicklung, die von der Realisierung auftragsbezogener Risiken weitestgehend verschont geblieben ist. 4. ErtragslageDie Gesellschaft realisiert einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes durch langfristige Projekte mit großen Einzelauftragswerten. Umsatz wird in der HGB - Rechnungslegung grundsätzlich mit Übergang des Eigentums oder der Erbringung von Dienstleistungen, d.h. nach Abnahme durch den Kunden, realisiert. Teilgewinnrealisierungen sind nur in Ausnahmefällen möglich, sofern besondere Voraussetzungen wie z.B. kalkulatorisch einzeln abgrenzbare Teilleistungen vorliegen. Daher entstehen unter der HGB - Rechnungslegung systembedingt Abgrenzungseffekte hinsichtlich des Umsatz- und Gewinnausweises im Hinblick auf die einzelnen Jahreswerte. Der Vorstand zieht zur Bewertung der Ertragslage zwei zusätzliche Kriterien heran, die aus dem betrieblichen Rechnungswesen (CO) abgeleitet sind: • Das Verhältnis zwischen Deckungsbeitrag 3 (d.h. der konsolidierten Summe beider Bereichsergebnisse) und Gross Margin lag mit 26 % merklich unterhalb des strategischen Richtwerts von 35%. • Das Verhältnis zwischen Infrastrukturkosten (d.h. der Differenz zwischen Deckungsbeitrag 3 und Deckungsbeitrag 4) und Gross Margin lag mit 17,2 % in der Nähe des strategischen Richtwerts von 18%. Der Vorstand bewertet die Ertragslage des Unternehmens in Anbetracht der vorliegenden Kennzahlen als noch befriedigend. Der Vergleich mit den aus Markt- und Unternehmensanalyse abgeleiteten strategischen Richtwerten deutet darauf hin, dass ein nennenswertes Verbesserungspotenzial besteht, das durch Optimierung der betrieblichen Effizienz ausgeschöpft werden kann. Die nachfolgende Übersicht stellt eine unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeleitete handelsrechtliche Ergebnisrechnung der Gesellschaft dar:
5. Finanzlage5.1. Liquidität Die Liquidität der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:
Für die Betriebsmittelfinanzierung stehen der Gesellschaft folgende Bankkreditlinien zur Verfügung:
Alle genannten Kreditlinien sind für Devisentermingeschäfte und andere Avalgeschäfte nutzbar. Die Kreditlinie bei der Sparkasse Bochum kann bei (derzeit nicht bestehendem) Bedarf auch für Bargeschäfte genutzt werden. Für die bei den oben genannten vier Banken bestehenden Betriebsmittelkreditlinien wurden keine Sicherheiten gestellt. Unabhängig von der Betriebsmittelfinanzierung besteht ein mit 1.100 T€ valutierendes langfristiges Darlehen zur anteiligen Finanzierung des im Jahr 2006 erfolgten Ankaufs der Betriebsimmobilie. Dieses Darlehen ist durch eine erstrangige Grundschuld auf die erworbene Immobilie besichert. Für keine der derzeit bestehenden Bankdarlehen, Avalkredite oder Kreditlinien wurden Sicherheiten von dritter Seite gestellt. Der Vorstand sieht die Liquidität der Gesellschaft derzeit als gesichert an. 5.2. Kapitalstruktur Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 362 T€, saldiert aus folgenden Ursachen: • Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 803 T€ • Erwirtschaftung eines Jahresüberschuss 2009 in Höhe von 1.165 T€ Die Eigenkapitalquote von 50% (Vorjahr: 51%) ist nach Ansicht des Vorstands für das von der Gesellschaft getätigte anspruchsvolle Projektgeschäft ausreichend. 5.3. Avalverbindlichkeiten Am 31.12.2009 waren die Avalkreditlinien der Gesellschaft mit 3.048 T€ (Vorjahr: 2.119 T€) belastet. Wie in den vergangenen Jahren auch wurde die Gesellschaft nicht für Avalverbindlichkeiten in Anspruch genommen. Bei den vorstehend bezeichneten Eventualverbindlichkeiten handelt es sich in erster Linie um Bankbürgschaften zur Besicherungen von Kundenanzahlungen sowie in weitaus geringerem Umfang um Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften. 5.4. Investitionstätigkeit Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr 479 T€ (VJ: 435 T€) für Investitionen ausgegeben. Es handelt sich weitestgehend um Ersatzinvestitionen in die Betriebsausstattung. 6. Vermögenslage6.1. Bilanzierte Vermögenswerte Grundlegende Veränderungen der bilanziellen Vermögenslage haben sich im Geschäftsjahr 2009 nicht ergeben. Näheres zeigt die nachstehende Übersicht:
Im Bereich des Umlaufvermögens ergeben sich regelmäßig stichtagsbezogen Veränderungen insbesondere der unfertigen Leistungen, der Anzahlungspositionen, des Forderungsbestandes sowie der Bestände an liquiden Mitteln. Per 31.12.2009 wurde ein um 12% höheres Umlaufvermögen ausgewiesen als per 31.12.2008. Der Vorstand ist von der Werthaltigkeit der bilanzierten Werte, insbesondere auch der Forderungen, überzeugt. 6.2. Nicht bilanzierte Vermögenswerte 6.2.1. Selbstentwickelte Produkte und Frameworks Die Realisierung der von den Kunden gewünschten Lösungen ist im Rahmen der beim Kunden verfügbaren Mittel, der vom Kunden angestellten Kosten - Nutzen - Abwägung und im Rahmen des im Preiswettbewerb ermittelten Marktpreises nur dann rentabel, wenn auf zuvor entwickelte Produkte oder Frameworks zurückgegriffen werden kann und damit der Aufwand einer vollumfänglichen kundenindividuellen Entwicklung vermieden werden kann. Jeder Geschäftsbereich verfügt über eine eigene Produktpalette (siehe auch unter Ziffer 3), ein bereichsübergreifender Einsatz findet vermehrt statt und zeigt erste Erfolge in Form von Kundenaufträgen. Die Entwicklung eines Produkts oder Frameworks erfolgt ausschließlich auf Veranlassung eines oder mehrerer Kundenaufträge und nur dann, wenn wir davon überzeugt sind, dass mit dem Produkt bzw. Framework aus zukünftigen Kundenaufträgen ausreichende Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden können. 6.2.2. Unser Team Das weiter oben dargelegte Know How, welches das Unternehmen zu seiner erfolgreichen Geschäftstätigkeit am Markt befähigt, ist zu wesentlichen Teilen in den Kenntnissen und Erfahrungen der Mitarbeiter manifestiert. Der Wert des Teams basiert vor allem auf folgenden Faktoren: • Umfassende Branchenkenntnis • Gewachsene und gelebte Unternehmenskultur • Hochmotivierte Mitarbeiter mit ausgewogener und herausragender Qualifikation • Erfahrenes Management Am 31.12.2009 beschäftigte die Gesellschaft 155 Personen (Vorjahr: 155) einschließlich 1 Auszubildenden. Ohne Auszubildende, Studentische Hilfskräfte, Praktikanten, Aushilfen und Erziehungsurlauberinnen errechnen sich bei anteiliger Berücksichtigung von Teilzeitstellen insgesamt 133,3 besetzte Stellen (Vorjahr: 132,7). 6.2.3. Marken und Internet-Domains Die Gesellschaft ist Inhaberin von 45 Internet-Domains sowie von verschiedenen Wort- und Bildmarken, die alle im Zusammenhang mit der Firma oder den selbstentwickelten Produkten stehen. 7. Risikomanagement7.1. Akquisitionsrisiken Unter dem Begriff Akquisitionsrisiken fassen wir alle Geschäftsrisiken zusammen, die im Zusammenhang mit der Anbahnung von Geschäftsbeziehungen zu Kunden stehen, d.h. Risiken, die in der Zeit bis zum Abschluss eines Liefer-, Werk- oder Dienstleistungsvertrags mit dem Kunden bestehen. Diese Risiken umfassen insbesondere die folgenden Aspekte: • Zur Sicherung der Auslastung der Produktivkapazität ist ein regelmäßiger Auftragseingang in ausreichender Höhe erforderlich. Ein Ausbleiben des Auftragseingangs über einen längeren Zeitraum kann mit einer Einbuße der Betriebsrentabilität einhergehen und zu einer potenziell bestandsgefährdenden Verlustsituation führen. Durch sorgfältige Steuerung der Produktivkapazität in einer Weise, dass die Restleistung (CO) eines Geschäftsbereichs so hoch wie möglich gehalten wird, gewinnt die Unternehmensleitung Zeit, um die Auswirkungen erkennbarer Zeiträume mit schwachem Auftragseingang abmildern zu können. Wir definieren die Restleistung als den am Periodenende noch nicht abgearbeiteten Auftragsbestand. Entscheidend ist die möglichst frühzeitige und möglichst korrekte Prognose der zukünftigen Auftragseingänge. Für jeden der zwei operativen Geschäftsbereiche werden separate "Hunting" - Listen mit möglichen zukünftigen Auftragseingängen geführt und regelmäßig aktualisiert. Durch ein aus Erfahrungswerten gewonnenes System von Bewertungskriterien wird aus diesen Listen eine Akquisitionsplanung abgeleitet, die eine Zukunftsprognose der Auftragseingangsvolumina nebst der daraus folgenden Umsätze, Kosten und Deckungsbeiträge als Zeitreihe darstellt. Durch die regelmäßige Aktualisierung und den regelmäßigen Abgleich mit den tatsächlich erzielten Auftragseingängen gewinnt das Vorhersagewerkzeug an Konfidenz. • Beide Geschäftsbereiche generieren erhebliche Teile ihres Umsatzes aus größeren Aufträgen (über 5% der Akquisitionsleistung des Bereichs). Die oben beschriebenen statistischen Methoden zur mittelfristigen Prognose des Auftragseingangs sind für derartige Aufträge nur bedingt aussagefähig. Um dem besonderen Ausfallrisiko größerer Auftragseingänge Rechnung zu tragen, werden in der oben beschriebenen Akquisitionsplanung zusätzliche Bewertungsabschläge für größere Aufträge einbezogen. • Die von den Kunden der Gesellschaft nachgefragten Leistungen erfordern häufig zeit- und kostenaufwändige Vorarbeiten zur Erstellung eines adäquaten Angebots und zur Vermeidung späterer Realisierungsrisiken. Eine Erstattung der mit diesen Vorarbeiten verbunden Kosten in den Märkten, in denen die Gesellschaft aktiv tätig ist, ist unüblich. Durch sorgfältige Einschätzung und Recherche der Erfolgsaussichten lässt sich das Kostenrisiko auf ein vertretbares Maß reduzieren. • Durch gravierende Fehlleistungen (vgl. unter Realisierungsrisiken) kann der Ruf des Unternehmens bei einem seiner Hauptkunden so beschädigt werden, dass keine weiteren Aufträge mehr von diesem Kunden an die Gesellschaft vergeben werden. Durch die große Abhängigkeit der Gesellschaft von seinen Hauptkunden kann eine solche Situation die Rentabilität des Unternehmens auf längere Sicht beschädigen. • Gerade in Zeiten allgemein schwacher Nachfrage besteht das Risiko, im Preiswettbewerb die zur dauerhaften Sicherung der Existenz des Unternehmens notwendige Marge aufzugeben. Wir begegnen dieser Gefahr dadurch, dass (a) bereichsspezifische Kalkulationsgrundlagen verbindlich vorgeschrieben werden, (b) Einschätzungen durch die im Falle der Beauftragung für die Abwicklung verantwortlichen Mitarbeiter vorgenommen werden und (c) alle Angebote unter strenger Anwendung des Vieraugenprinzips geprüft werden. • Wir setzen uns sehr ernsthaft mit den von Kundenseite formulierten Problemstellungen auseinander, bevor wir eine Lösung konzipieren, von deren Nutzen wir überzeugt sind. Außerdem stellen wir in unseren Angeboten die Funktionalität und Leistungsfähigkeit präzise und deutlich dar, um damit eine erfüllbare Vertragslage zu schaffen. • Das Unternehmen kann sich im Wettbewerb behaupten. Gravierende Veränderungen der Wettbewerbssituation sind aktuell nicht erkennbar und nach derzeitiger Marktkenntnis auch nicht zu erwarten. 7.2. Realisierungsrisiken Bei der Realisierung der vom Kunden beauftragten Leistungen bestehen vielfältige Risiken: • Bei Fehleinschätzung der einer beauftragten Werkleistung zugrunde liegenden technischen Problemstellung ist es denkbar, dass mit den der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden keine vertragskonforme Problemlösung gefunden werden kann. In einem solchen Fall kann üblicherweise kein Umsatz aus dem Auftrag realisiert werden, alle entstandenen Kosten müssten von der Gesellschaft getragen werden. Weitergehende Haftungs- und Schadenersatzansprüche des Kunden sind in einzelnen Verträgen vorgesehen. • Aufgrund von Fehleinschätzungen bei der Kalkulation von Werkleistungen oder bei Einsatz ungeeigneter Mitarbeiter, insbesondere in Projektleitungsfunktionen, können erhebliche Mehrkosten bei der Erstellung der Werkleistung entstehen. Bei größeren Aufträgen kann dadurch der Ertrag eines Geschäftsjahres vollständig aufgezehrt werden, in Extremfällen sind auch noch größere Schäden möglich. • Aufgrund von Fehleinschätzungen bei der Projektplanung oder bei Einsatz ungeeigneter Mitarbeiter, insbesondere in Projektleitungsfunktionen, kann es vorkommen, dass Terminzusagen gegenüber Kunden nicht eingehalten werden können. Als Folgen sind Minderertrag, Pönale, Schadenersatzansprüche, kundenseitiger Vertragsrücktritt und Reputationsverlust denkbar. • Aufgrund von qualitativ schlechter Leistung ist es möglich, dass das beim Kunden abgelieferte Werk nicht den technischen Anforderungen des Kunden entspricht. Daraus können sich unmittelbar aus dem zugrunde liegenden Vertrag Nachbesserungs- und/oder Schadenersatzansprüche ergeben. Selbst wenn solche unmittelbaren Ansprüche nicht bestehen, können Nachbesserungsleistungen zur Vermeidung größerer Schäden infolge Reputationsverlusts notwendig werden. Zur Abwendung der vorgenannten Realisierungsrisiken gehen wir wie nachstehend dargestellt vor. Das mehrfach vorbezeichnete außerordentlich hohe Risikopotenzial im Zusammenhang mit Fehlleistungen zeigt die herausragende Bedeutung der personalbezogenen Vorkehrungen. • Wir setzen nur hoch qualifiziertes Personal ein. • Abhängig von der Komplexität und Schwierigkeit eines Projekts werden nur angemessen erfahrene Mitarbeiter als Projektleiter eingesetzt. • Wir bieten nur Werke an, von deren Realisierbarkeit wir überzeugt sind. • Wir halten uns konsequent an die anerkannten Regeln der Technik. • Jeder Auftrag (mit Ausnahme materiell irrelevanter Kleinaufträge) wird als separates Projekt durch einen eigenen Kostenträger abgebildet. Die im Monatsraster erstellte Vorkalkulation wird vom Zeitpunkt des Auftragseingangs bis zur Fertigstellung (Schlussabnahme) monatlich aktualisiert, nachdem der jeweils abgelaufene Monat durch Ist - Zahlen ersetzt wurde. Durch dieses als Projektverfolgung bezeichnete System gewinnen wir eine engmaschige Sicht auf die Erfolgsprognose (insbesondere hinsichtlich Fertigstellungstermin und Deckungsbeitrag) des Projekts. Für große Projekte, Projekte mit auffälligen Veränderungen gewisser Kennzahlen sowie stichprobenhaft auch für "unauffällige" Projekte werden monatlich vertiefte Analysen der wirtschaftlichen Situation vorgenommen. Durch dieses als interne Revision bezeichnete System versuchen wir potenziell gefährliche Entwicklungen so früh wie möglich aufzuspüren, um damit größeren Schaden rechtzeitig abwenden zu können. 7.3. Gewährleistungsrisiken Die für die Gesellschaft regelmäßig bestehenden Gewährleistungsrisiken sind erfahrungsgemäß gering und gut kalkulierbar, zumal ein erheblicher Teil dieser Risiken wiederum durch Gewährleistungsverpflichtungen unserer Lieferanten gegenüber der VCS AG ausgeglichen werden kann. 7.4. Kreditrisiken Die Gesellschaft geht in nahezu allen Geschäften mit ihren Kunden Kreditrisiken ein. Allerdings ist die Bonität der Kunden so beschaffen, dass die Gesellschaft bisher keinerlei materielle Forderungsausfälle erleiden musste. Der weitaus überwiegende Teil der Geschäfte wird mit öffentlichen Auftraggebern zweifelsfreier Bonität abgewickelt. Soweit solche Geschäfte über privatwirtschaftliche Mittler (z.B. Generalunternehmer) abgewickelt werden, sichert sich die Gesellschaft stets durch erweiterten Eigentumsvorbehalt ab, um die Leistung bei Ausfall des Mittlers auch direkt an den Endkunden verkaufen zu können. Geschäfte mit Kunden im außereuropäischen Ausland werden bis auf Fälle absolut unzweifelhafter Bonität nur gegen Stellung eines, im Zweifelsfall bestätigten, Akkreditivs durchgeführt, wobei wir auf die objektive Erfüllbarkeit der Akkreditivbedingungen durch Erbringung der bei uns beauftragten Leistung strengstens achten. Obschon Forderungsausfälle sehr erfolgreich vermieden werden konnten, besteht häufig das nicht sehr unwahrscheinliche Risiko erheblich verspäteter Zahlung. Ursächlich für erheblichen Zahlungsverzug sind (a) administrative bzw. organisatorische Probleme auf Kundenseite, (b) meist unstrittige Mängel, die nach Rechts- bzw. Vertragslage wegen ihrer Geringfügigkeit häufig keinen Zahlungseinbehalt rechtfertigen und (c) der kundenseitige Versuch, uns zur kostenlosen Erbringung außervertraglicher Leistungen zu bewegen. Durch Zahlungsverzug können der Gesellschaft potenziell existenzgefährdende Liquiditätsengpässe entstehen. Wir begegnen diesen Risiken einerseits dadurch, dass wir uns um eine auch für derartige Fälle ausreichende Kreditlinie bei der Hausbank bemühen, und andererseits dadurch, dass wir uns in engem und regelmäßigem Dialog mit dem Kunden um die Realisierung unserer Forderungen bemühen. Dabei lassen wir uns von unseren Kunden nicht zu materiellen Leistungen außerhalb unserer vertraglichen Verpflichtungen nötigen. 7.5. Währungsrisiken Wir sind bemüht, alle Geschäfte auf EURO - Basis abzuwickeln. In einigen Fällen müssen wir uns jedoch der kundenseitig geforderten Währung anpassen. Materielle Währungsrisiken, die sich nicht innerhalb der Unternehmensgruppe ausgleichen, werden weitestmöglich durch Kurssicherungsgeschäfte abgesichert. 7.6. Personalrisiken In unserer Branche herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, welche die für unseren Betrieb notwendigen wissenschaftlichen, technologischen, kommunikativen oder marktspezifischen Fähigkeiten mitbringen. Weiterhin qualifizierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden ist eine wesentliche Erfolgskomponente. Das in unserem Unternehmen praktizierte Vergütungssystem dient ebenso der dauerhaften Einbindung der Mitarbeiter wie auch unsere Bemühungen um ein angenehmes Arbeitsumfeld und last - not - least die hochinteressanten Tätigkeitsbereiche des Unternehmens. Durch intensiven Kontakt zu Hochschulen gelingt es uns immer wieder, junge und potenzialstarke Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen. 7.7. Lieferantenrisiken In der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auch auf Fremdanbieter angewiesen. Die Einbeziehung Dritter schafft Risiken wie unerwartete Lieferschwierigkeiten oder Preiserhöhungen. Die Herstellung, Montage oder Softwareerstellung durch Dritte reduziert unsere unmittelbaren Einflussmöglichkeiten auf Produktivität, Qualitätssicherung und Liefertermine. Wir versuchen, lieferantenbezogenen Risiken durch intensive Marktbeobachtung, gründliche Prüfung von Lieferqualität sowie durch geeignete Ausgestaltung von Lieferverträgen bzw. Dienstleistungsverträgen zu begegnen. 7.8. Operative Risiken Die Beherrschung der vorstehend aufgeführten Risiken setzt eine zuverlässige und kontrollierbare Ablauforganisation der vielfältigen Prozesse im Unternehmen voraus. Die Abläufe im Unternehmen sind in Prozessablaufbeschreibungen und betrieblichen Arbeitsanweisungen nebst vielfältigen weiteren gelenkten Dokumenten festgeschrieben. Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Abläufe regelmäßig an die sich verändernden Umfeldbedingungen angepasst und weiter optimiert werden. Das zugrunde liegende Qualitätsmanagement-System orientiert sich an der Norm DIN EN ISO 9001. Wir verfolgen einen prozessorientierten Ansatz, basierend auf Führungsprozessen, Ressourcenmanagementprozessen, Produktrealisierungsprozessen sowie Bewertungs-, Analysen- und Verbesserungsprozessen. Das Unternehmen verfügt seit 1997 über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Im Jahr 2009 wurde rechtzeitig vor Ablauf des bisherigen QM-Zertifikats die Zertifizierung erneuert und erweitert. Mit Wirkung ab 27.11.2009 erstreckt sich die Zertifizierung • auf die Betriebsstätten der VCS AG in Bochum und Darmstadt • auf das Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 • auf das Umweltmanagementsystem gemäß DIN ES ISO 14001:2009 • auf das Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem gemäß BS OHSAS 18001:2007 Die von der TÜV Nord CERT GmbH erteilten Zertifikate sind bis zum 26.11.2012 bzw. bis zum 13.12.2012 (ISO 9001) gültig. Der Geltungsbereich umfasst Entwicklung, Anpassung und Vertrieb von kundenspezifischen Systemlösungen und Produkten der Informations- und Kommunikationstechnologie für professionelle Rundfunkanbieter sowie für Unternehmen und Organisationen der internationalen Luft- und Raumfahrt. Dazu zählen auch Dienstleistungen im Bereich Beratung, Systemintegration, Studien bis hin zur Schulung, Betriebsunterstützung und Wartung. Für einige Teilprozesse werden bereichsspezifisch noch weitere Prozessnormen erfüllt. Es wurde zuletzt im Jahr 2008 eine systematische und unternehmensweite Kundenzufriedenheitsanalyse durch einen externen Gutachter durchgeführt. Die Befragung nahezu aller VCS - Kunden ergab in allen Bereichen sehr positive Werte. Die aus der Befragung abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebracht. 7.9. Zusammenfassende Beurteilung Wir sind davon überzeugt, dass derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen. 8. Ziele und Strategien8.1. Strategieplanungsprozess Im Rahmen der strategischen Planung wird die Unternehmensstrategie überarbeitet und dokumentiert. Die strategische Planung folgt dem Top - Down - Ansatz, anders als die operative Geschäftsplanung (vgl. Ziff. 11). Sie erfolgt auf Grundlage der bisherigen Unternehmensstrategie sowie der bei Erstellung verfügbaren aktuellsten Ist- und Forecast - Zahlen. Die Planung erstreckt sich auf die vier Geschäftsjahre, die auf das zum Zeitpunkt der Planungserstellung laufende Geschäftsjahr folgen. Die Unternehmensstrategie wird regelmäßig einmal im Jahr rollierend fortgeschrieben. Im Rahmen der strategischen Planung wird ein Review der bisherigen Geschäftsentwicklung im Vergleich zur letztgültigen strategischen Planung durchgeführt. Damit wird auch die Konformität der Qualitätspolitik des Unternehmens mit den Qualitätszielen überprüft. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 wurde keine aktualisierte Fassung der Unternehmensstrategie für die VCS AG erarbeitet, sodass weiter nach Maßgabe der im Herbst 2008 verabschiedeten Strategie gearbeitet wird. Unabhängig davon wird in Zusammenarbeit mit dem Board der SciSys plc an einer gemeinsamen Konzernstrategie gearbeitet, die zukünftig die Unternehmensstrategie ersetzen soll. 8.2. Strategische Oberziele • Das Unternehmen muss weiter wachsen. Die Gross Margin (CO) soll langfristig um etwa 10% p.a. wachsen, um auch auf lange Sicht erfolgreich am Markt bestehen zu können. Wir definieren die "Gross Margin (CO)" als auf Basis unseres Controllings (CO) ermittelte Gesamtleistung abzüglich der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen, +/- sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen. Die Gross Margin stellt für unser Unternehmen ein gutes Maß zur Messung der Produktivität dar. • Dabei muss das Unternehmen rentabel wirtschaften. Für das als Effizienz bezeichnete Verhältnis zwischen Deckungsbeitrag 3 (CO) und Gross Margin (CO) wird ein strategischer Richtwert von 35% definiert, der von jedem Geschäftsbereich im Dreijahresmittel erreicht werden soll. Für die Infrastrukturkosten, die sich als Differenz des bereichsübergreifenden Deckungsbeitrags 3 (CO) und des Deckungsbeitrag 4 (CO) errechnen, wird ein Zielwert von 18% des Gross Margin (CO) festgelegt. 8.3. Strategisches Leitbild Das strategische Leitbild des Unternehmens wird in prägnant formulierten Kernaussagen intern wie extern kommuniziert. Der Leitsatz (ein Zitat von Albert Einstein) lautet: " Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher." Dieser Leitsatz wird durch vier Nachsätze ergänzt: • In einer Partnerschaft, die ihr Vertrauen rechtfertigt. • Mit Lösungen, die ins Schwarze treffen. • Mit einem Team, das richtig gut ist. • In einem Unternehmen, das heute den Erfolg von morgen sichert. 8.4. Strategische Ausgangslage Bei der letzten Aktualisierung der Unternehmensstrategie im Sommer 2008 stellte sich die Ausgangslage in der untenstehenden Weise dar: • Stabile und gesicherte Finanzlage; Betriebsmittel stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. • Während der Geschäftsbereich SPC erfolgreich und weitgehend plankonform wirtschaftet, ist im Bereich MBS eine auftragsbedingte Produktivitäts- und Ertragsschwäche erkennbar. • Zunehmende Verschärfung des Preisdrucks auf den Absatzmärkten. • Neuer Eigentümer; weitere Integration in die SciSys-Unternehmensgruppe, insbesondere durch Übernahme des Geschäfts der SciSys GmbH durch die VCS AG. • Der neue Eigentümer erwartet zusätzliche Erträge als Folge der Integration. 8.5. Geschäftsstruktur Das operative Geschäft ist derzeit in zwei produktive Geschäftsbereiche gegliedert: • Media Broadcasting Solutions (MBS) und • SpaceCom (SPC). Die Geschäftsbereiche handeln eigenständig und unabhängig, jeder Geschäftsbereich stellt ein weitestgehend selbstständiges, unternehmerisch geleitetes Profit Center dar. Jeder Geschäftsbereich verfolgt eine bis auf wenige unternehmensweit gültige Grundaussagen bereichsindividuelle und sehr dezidierte Absatzmarktstrategie. Arbeitsmarkt- und Beschaffungsmarktstrategien werden unternehmensweit formuliert und bereichsspezifisch ergänzt. Die unternehmensweit geltende Kapitalmarktstrategie wird zentral umgesetzt. Die Geschäftsbereiche werden durch den Infrastrukturbereich - Business Services (BS) und Geschäftsleitung (GL) - unterstützt. Aus dem Eigentümerwechsel haben sich zwei wesentliche Änderungen ergeben: • Der Geschäftsbereich SPC wird mit den anderen Raumfahrtaktivitäten innerhalb der SciSys-Unternehmensgruppe koordiniert. In diesem Zusammenhang wurde der Bereichsleiter SPC, Herr Dr. Wulf, zum "Divisional Director" der "Space Division" der SciSys UK Ltd berufen und der Betrieb der bisherigen SciSys GmbH (Darmstadt) in den Geschäftsbereich SPC der VCS AG integriert. • Die Kapitalmarktstrategie muss mit der Muttergesellschaft abgestimmt sein. 8.6. Strategie für den Infrastrukturbereich Kostenbewusste Optimierung der Dienstleistung innerhalb der Rahmenvorgaben: • Externe Anforderungen • Budgetäre Möglichkeiten - ca. 18% des Gross Margin • Interne Anforderungen • Strukturelle Rahmenbedingungen 8.7. Bereichsübergreifende Absatzmarktstrategie • Wir adressieren Nischenmärkte, in denen VCS eine führende Position innehat oder einnehmen kann. • Wir verkaufen Individuallösungen als so weit wie möglich standardisiertes Produkt. • Wir streben Qualitätsführerschaft an. • Wir offerieren unseren Kunden ein umfassendes Leistungsangebot. • Wir bemühen uns um langfristige Partnerschaften mit unseren Kunden • Wir passen unser Angebot dem Bedarf der Kunden an, mit denen wir wesentliche Teile unserer Umsätze realisieren. 8.8. Kapitalmarktstrategie • Die Steigerung des Shareholder Value genießt Vorrang. • Die Unternehmenssteuerung orientiert sich am nachhaltigen Ergebnis. • Die Betriebsmittel-Finanzierung stellen wir unabhängig vom Konzern allein dar. • Zur Absicherung des Projektgeschäfts erhalten wir ausreichende Kapital- und Liquiditätsreserven. • Hinsichtlich Ausschüttungen will sich die Alleingesellschafterin an die Erfordernisse der beiden vorstehenden Punkte anpassen. 8.9. Bereichsübergreifende Arbeitsmarktstrategie • Fachliche und überfachliche Exzellenz: Wir wollen für jede Funktionsstelle nur die besten Mitarbeiter. • Wir setzen unser Personal dem Bedarf unserer Kunden folgend zeitlich und örtlich flexibel ein. • Die Personalkosten müssen sich an der Wettbewerbssituation auf dem Absatzmarkt orientieren. • Die Mitarbeiter sollen in einem angemessenen Umfang an den Chancen und Risiken des operativen Geschäfts teilhaben. • Wir sorgen für Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. • Wir streben eine ausgewogene Altersstruktur an. • Wir wollen ein international geprägtes Team. 8.10. Bereichsübergreifende Beschaffungsmarktstrategie • Wir kaufen Waren, die wir nicht oder nur zu höheren Kosten selbst herstellen können. • Wir kaufen Leistungen, die nach Maßgabe der jeweiligen Bereichsstrategie fachlich außerhalb unseres Kompetenzfeldes liegen. • Wir kaufen Leistungen, um vorübergehende Kapazitätsengpässe auszugleichen, wenn diese Engpässe nicht durch flexiblen Personaleinsatz beherrschbar sind. • Falls notwendig, kaufen wir Leistungen, um im Wettbewerb schnell genug agieren zu können. • Wir kaufen nur Waren und Leistungen von zweifelsfreier Qualität. 9. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie börsennotierte SciSys plc, Chippenham, Wiltshire/Großbritannien, verfügte im gesamten Berichtsjahr über sämtliche Stimmrechte an der VCS Aktiengesellschaft, Bochum. Mit der SciSys UK Ltd, Chippenham, Wiltshire/Großbritannien, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der vorgenannten SciSys plc, hat die VCS Aktiengesellschaft im Berichtsjahr verschiedene Geschäfte getätigt: • Bezug von Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung von Kundenaufträgen. • Erbringung von Management-Leistungen Im Zeitraum vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009 gilt die VCS AG als eine von der SciSys plc abhängige Gesellschaft und ist gemäß § 312 AktG zur Erstellung eines Berichtes über die Beziehungen zwischen der VCS und der SciSys plc und den mit ihr verbundenen Unternehmen verpflichtet. Bei den im Berichtsjahr mit der SciSys plc und den verbundenen Unternehmen vorgenommenen Rechtsgeschäften hat die VCS in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung im Sinne des § 312 AktG vereinbart und - soweit im Berichtsjahr zu erfüllen war - erhalten. Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der SciSys oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die VCS im Berichtsjahr nicht vorgenommen sowie berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG weder getroffen noch unterlassen. VCS ist ein verbundenes Unternehmen der SciSys plc und wird im Geschäftsjahr 2009 in deren IFRS-Konzernabschluss einbezogen. 10. Ereignisse nach GeschäftsjahresendeMit Wirkung zum 01.01.2010 wurde die Aufbauorganisation der Infrastrukturbereiche der VCS AG im Hinblick auf eine verbesserte Integration in die SciSys-Unternehmensgruppe neu strukturiert. Sie umfasst nunmehr vier direkt dem Vorstand unterstellte Abteilungen: • Central Services (CS) • Information Technology (IT) • Bochum Facility Services (BO) • Finance & Administration (FA) 11. Prognose für das Geschäftsjahr 201011.1. Geschäftsplanungsprozess Die Geschäftsplanung bildet die budgetäre Grundlage für ein Geschäftsjahr. Mit der Geschäftsplanung werden die kurzfristigen Ziele und Handlungsrahmen für alle operativen Geschäftsbereiche und für alle nichtoperativen Infrastrukturbereiche festgelegt. Die Geschäftsplanung dient als Referenz für die unterjährige Zielverfolgung und für die Messung sowohl von bereichs- als auch unternehmensbezogenem Erfolg. Mit der Geschäftsplanung wird der Geschäftsverlauf für das nächste Geschäftsjahr, bezogen auf den Zeitpunkt der Planerstellung, verbindlich geplant. Die Planung erfolgt auf Grundlage der jeweils gültigen Unternehmensstrategie (vgl. Ziffer 8). Für jeden operativen Geschäftsbereich (d.h. ein Geschäftsbereich, der selbst Aufträge am Absatzmarkt akquiriert und dort Umsätze erzielt) wird eine Profit-Center Planung aufgestellt, die aus einer Akquisitionsplanung, ergänzt durch Kostenstellenpläne, bereichsbezogene Investitions- sowie Personalplanungen, abgeleitet wird. Für jeden nicht operativen Infrastrukturbereich wird eine Kostenstellenplanung, eine Investitionsplanung sowie eine Personalplanung aufgestellt. Die Planungen für die operativen und nicht operativen Bereiche werden zu einer Unternehmenssicht verdichtet. Aus der Unternehmenssicht werden GuV- und Bilanzplanung abgeleitet. 11.2. Wesentliche Eckdaten der Geschäftsplanung 2010
11.3. Wesentliche Aussagen der Geschäftsplanung 2010 Die im Dezember 2009 aufgestellte Geschäftsplanung 2010 orientiert sich an den Aussagen der aktuellen Unternehmensstrategie (vgl. Ziff. 8). Nach Maßgabe der Planung und Überzeugung des Vorstands ist im Jahr 2010 mit einer erheblichen Steigerung des Auftragseingangs zu rechnen, da mehrere größere Aufträge, die bereits für 2009 erwartet wurden, wahrscheinlich im Jahr 2010 eingehen. Das dieser Planung anhaftende Hauptrisiko ist in der zeitlichen Abschätzung der erwarteten Auftragseingänge zu sehen. Der Vorstand erwartet somit für das Geschäftsjahr 2010 ein unterhalb der strategischen Zielmarke liegendes organisches Wachstum und dabei eine deutliche Verbesserung der Rentabilität, die jedoch noch nicht die strategische Zielvorgabe erreicht. Für die Folgezeit, insbesondere für das Geschäftsjahr 2011, wird eine Fortsetzung des Wachstumstrend bei weiterer Annäherung der Rentabilität an die strategische Zielsetzung erwartet. Der guten Ordnung halber sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass die Steuerung des Unternehmens nach Maßgabe der Kennzahlen des betrieblichen Rechnungswesens erfolgt, die von den entsprechenden Kennzahlen des externen Rechnungswesens nach HGB erheblich abweichen können. Die unter Ziffer 11.2 genannten Eckdaten sind aus den zugrundeliegenden Zielgrößen durch Überleitung ermittelt. Durch Abgrenzungseffekte können die Jahresabschlusszahlen nach HGB erheblich von diesen Eckdaten abweichen, auch wenn es keine wirtschaftlich relevante Abweichung vom Zielwert gegeben hat.
Bochum, 20. April 2010 Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
Anhang Geschäftsjahr 2009 der VCS Aktiengesellschaft, Bochum1. AllgemeinesVCS ist unter HRB 6911 im Handelsregister des Amtsgerichtes Bochum eingetragen. Sie ist seit dem 14.09.2007 eine 100%ige Tochtergesellschaft der börsennotierten SciSys plc, Großbritannien. Neben dem Hauptsitz in Bochum hat die VCS eine Betriebsstätte in Darmstadt. 2. JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den Vorschriften der §§ 252 bis 256 bzw. 279 bis 283 HGB. Abweichungen der Bilanzierungsmethoden wurden nicht vorgenommen. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch um Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Abweichungen in der Darstellung von Posten in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht vorgenommen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze3.1. Aktiva 3.1.1. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugänge innerhalb des Jahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 150 werden im Zugangsjahr sofort als Aufwand behandelt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 liegen, wird im Anschaffungsjahr ein Sammelposten gebildet und entsprechend der gesetzlichen Regelung abgeschrieben. 3.1.2. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungen angesetzt. Bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene Wertminderungen zum Stichtag werden berücksichtigt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfassen Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten, Materialeinzel- und Materialgemeinkosten, auftragsbezogene Entwicklungskosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Vertriebskosten, Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden grundsätzlich Einzelwertberichtigungen gebildet, das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% ausreichend berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. 3.2. Passiva Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchstabe b) EStG mit den Einzelkosten und den angemessenen Teilen der notwendigen Gemeinkosten bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 3.3. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Kurs des Transaktionstages oder, soweit diese nicht durch Devisentermingeschäfte gesichert sind, mit dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Kurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum Bilanzstichtag bewertet. 4. Erläuterungen zur Bilanz4.1. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen beinhaltet auch die Geschäftsimmobilie am Firmensitz in Bochum. Das Gebäude befindet sich größtenteils auf Erbpachtgrundstücken, deren Erbbaurechte noch bis November 2089 bei VCS liegen. Bei den ausgewiesenen Anzahlungen auf Anlagevermögen und Anlagen im Bau handelt es sich um ein Dokumentenmanagementsystem. Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die Anlage 1 zum Anhang verwiesen. 4.2. Vorräte Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, soweit diesen Vorratsbestände gegenüberstehen, offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. 4.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 106) aus dem Saldo des Konzernverrechnungskontos für gegenseitige Leistungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen für Ansprüche aus zweckgebundenen Zuwendungen aus Bundesmitteln und der EU (TEUR 79, Vorjahr: TEUR 81) sowie Forderungen aus im Dezember 2009 erbrachten Leistungen, die vereinbarungsgemäß erst in 2010 an den Leistungsempfänger berechnet werden können, ausgewiesen. 4.4. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die in dieser Position ausgewiesenen eigenen Anteile entsprechen rd. 4,6% des Grundkapitals und können Dritten zum Erwerb angeboten und übertragen werden, sie können aber auch eingezogen werden. Die insgesamt 31.058 eigenen Aktien hält die Gesellschaft seit Oktober 2006. 4.5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Voraus bezahlte Soft- und Hardwarewartungskosten, Kosten für die Teilnahme an Messen im Jahr 2010 sowie Versicherungsprämien für das Jahr 2010. 4.6. Eigenkapital Das Grundkapital ist unverändert in 673.400 Namensaktien eingeteilt. Auch die Kapitalrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Aufgrund des Rückkaufs der im Umlaufvermögen bilanzierten eigenen Aktien wird seit dem 31.12.2006 in gleicher Höhe eine Rücklage für eigene Anteile ausgewiesen. Die Hauptversammlung der VCS AG hat am 09.07.2009 die Zahlung einer Dividende in Höhe von € 1,25 je gewinnberechtigte Aktie (642.342 Stück) beschlossen. VCS hat somit aus dem auf neue Rechnung vorgetragenen Bilanzgewinn von € 3.086.566,33 für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende in Höhe von € 802.927,50 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2009 resultiert demnach aus dem verbleibenden Gewinnvortrag des Jahres 2008 sowie dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2009. 4.7. Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse Der Sonderposten (§ 273 HGB i.V. mit R 34 EStR) wurde zum 31.12.1998, 31.12.2001 sowie zum 31.12.2003 aufgrund gewährter Zuschüsse für Anlagevermögen gebildet, das in Höhe der vollen Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen wird. Er wird den Abschreibungen auf die aktivierten Wirtschaftsgüter entsprechend über 3 bis 20 Jahre erfolgswirksam aufgelöst. 4.8. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
4.9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.116, Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 1.266 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen in Höhe von TEUR 659. In der Bilanzposition sind außerdem sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 501 enthalten. Der Betrag setzt sich im Wesentlichen aus der Umsatzsteuerzahllast für den Monat Dezember 2009 (TEUR 218), Lohn- und Kirchensteuern (TEUR 176) sowie Verbindlichkeiten (TEUR 59) gegenüber Konsortialpartnern bei einem EU-Förderprojekt zusammen. Bei letzterem ist VCS als Konsortialführer dazu verpflichtet, die von der EU für das Gesamtkonsortium an VCS ausgezahlten Zuwendungen an die übrigen Vertragspartner weiterzuleiten. Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten, sowie bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auch die Zinssätze, werden in dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel näher erläutert. Soweit nach § 387 BGB die Aufrechnungslage zum Bilanzstichtag gegeben war, wurden Verbindlichkeiten mit den entsprechenden Forderungen saldiert. 4.10. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Voraus erhaltene Einnahmen aus Wartungsverträgen mit Kunden. 4.11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen für zukünftige Geschäftsjahre in Höhe von insgesamt TEUR 2.574 (Vorjahr: TEUR 2.533). Darin sind mit TEUR 1.957 vornehmlich die Verpflichtungen aus dem Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Bochum für das Betriebsgrundstück enthalten. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung5.1. Umsatzerlöse Das operative Geschäft der Gesellschaft wird entsprechend der aufbauorganisatorischen Geschäftsbereichsstruktur in die zwei Segmente Media Broadcasting Solutions (MBS) und SpaceCom (SPC) unterteilt. Die Aktivitäten des Geschäftsbereichs MBS umfassen IT-Systemlösungen für Planung, Produktion und Sendung in Radio, TV und New Media für professionelle Rundfunkbetreiber, wie beispielsweise den Westdeutschen Rundfunk (WDR), die Deutsche Welle und die British Broadcasting Corporation (BBC). Die von MBS realisierten Systeme dienen der Integration, Vernetzung und Automation aller Prozesse und Arbeitsabläufe der Rundfunkproduktion in Hörfunk, Fernsehen, Neuen Medien und der medienübergreifenden Nachrichtenproduktion. Der Geschäftsbereich SPC bietet integrierte Systemlösungen, professionelle Beratungsdienstleistungen und On-Site-Support in den Bereichen Raumfahrt, Erdbeobachtung und Sicherheit an. Zu den Kunden gehören die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Wetterdienste. Anwendungsgebiete im Geschäftsfeld Raumfahrt sind Bodeninfrastrukturen wie beispielsweise Kontrollzentren oder Datendienste zur Unterstützung von Projekten in der bemannten Raumfahrt, Navigation, Telekommunikation und Forschung. Das Geschäftsfeld "Erdbeobachtung" bedient professionelle Nutzer von meteorologischen Satelliten- und Erdbeobachtungsdaten. Das Geschäftsfeld Sicherheit adressiert Problemstellungen des Risiko- und Krisenmanagements zum Beispiel an Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Die Umsatzerlöse wurden von den Geschäftsbereichen im nachfolgend dargestellten Umfang erzielt:
Darin enthalten sind Umsätze aus Wartungsverträgen mit Kunden, die den einzelnen Segmenten folgendermaßen zuzuordnen sind:
Der Umsatz wird grundsätzlich mit Übergang des Eigentums oder der Erbringung von Dienstleistungen, d.h. nach Abnahme durch den Kunden, realisiert. Beim Vorliegen bestimmter Bedingungen wird bei langfristigen Projekten für kalkulatorisch abgrenzbare Teilleistungen der Umsatz auch vor der endgültigen Abwicklung des Gesamtauftrages realisiert. 5.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aufgrund von Leistungen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 702 (Vorjahr: TEUR 809). Darüber hinaus sind Erträge aus Förderprojekten in Höhe von TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 207) enthalten. Außerdem werden in der Position Erträge aus dem Gegenposten zur Inanspruchnahme von Rückstellungen in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 346) sowie Währungskurserträge in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 224) ausgewiesen. Die Erlöse aus der Betriebskantine betrugen im Jahr 2009 TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 87). 5.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.947 (Vorjahr: TEUR 3.062) umfassen Vertriebs-, Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen. 5.4. Periodenfremdes Ergebnis Das periodenfremde Ergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2009 TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 151). Die Erträge in Höhe von TEUR 229 resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Ertragsteuererstattungen für Vorjahre. Die Aufwendungen in Höhe von TEUR 13 beinhalten hauptsächlich die Zuführung zur Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die entsprechenden Erträge und Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. 6. Sonstige Angaben6.1. GewinnverwendungÜber die Ergebnisverwendung für das Jahr 2009, insbesondere die Höhe einer eventuellen Dividende, wird die nächste ordentliche Hauptversammlung entscheiden. 6.2. Mitglieder des Vorstands und Vorstandsvergütung
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 833. 6.3. Mitglieder des Aufsichtsrats und Aufsichtsratsvergütung
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr TEUR 45. 6.4. Arbeitnehmer Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft ohne Auszubildende und studentische Hilfskräfte durchschnittlich 139 Arbeitnehmer (Vorjahr: 143), umgerechnet auf Vollzeitstellen waren es 131 Arbeitnehmer sowie 1 Auszubildender. 6.5. Honorare des Abschlussprüfers Die für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr erfassten Honorare gemäß § 285 Nr. 17 HGB betragen insgesamt TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 68). Diese teilen sich wie folgt auf:
6.6. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Nach § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB sind die sonstigen Pflichtangaben um Erläuterungen zu Finanzinstrumenten zu erweitern. a) Art und Umfang der Finanzinstrumente Zur Sicherung des Kursniveaus zum Zeitpunkt der Auftragsannahme schließt die Gesellschaft bei Aufträgen in Fremdwährung größerer Volumina und längerer Projektlaufzeiten im Regelfall Devisentermingeschäfte (DTG) in Kombination mit Swapgeschäften bei zeitlichen Verschiebungen der Zahlungseingänge ab. Alle Kurssicherungsgeschäfte sind unmittelbar mit dem abzusichernden Grundgeschäft verknüpft. Am Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte, die zum Verkauf von britischen Pfund verpflichten, im Gesamtvolumen von 26 TGBP (Vorjahr: 621 TGBP) offen. b) Beizulegender Zeitwert der nicht bilanzierten Finanzinstrumente
Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis der durch die Europäische Zentralbank am Bilanzstichtag festgelegten Spotrate unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -Abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Geschäftes im Vergleich zum vereinbarten Devisenterminkurs. 6.7. Mitteilungspflicht gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Die SciSys plc, Chippenham, Großbritannien hat dem Vorstand gemäß § 20 AktG mitgeteilt, dass ihnen die Mehrheit der Aktien an der VCS AG gehört. Die Veröffentlichung fand im elektronischen Bundesanzeiger statt. 7. KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der SciSys plc., Großbritannien, und wird in deren IFRS - Konzernabschluss einbezogen.
Bochum, den 20. April 2010 Der Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VCS Aktiengesellschaft, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VCS Aktiengesellschaft, Bochum. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 20. April 2010 KPMG
AG
Gaeb, Wirtschaftsprüfer Wendholt, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand im Jahr 2009 aus den Mitgliedern - Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers (Vorsitzender) - Dr. Michael David Love (stellvertretender Vorsitzender) - Christopher Andrew Cheetham In dieser Besetzung führte der Aufsichtsrat sechs Sitzungen durch, nämlich am 08.01., 24.03., 07.05., 09.07., 16.09. und noch einmal am 03.12.2009. In der Sitzung des VCS-Aufsichtsrates am 08.01.2009 wählte der Aufsichtsrat den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers, zum Vorsitzenden und Herrn Dr. Michael David Love zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der VCS AG. In den Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat anhand der Berichtserstattung des Vorstands eingehend über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens sowie alle bedeutenden Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Unternehmensführung durch den Vorstand fortlaufend überprüft. Ihm lagen jeweils aus dem Rechnungswesen und dem Controlling der Gesellschaft entwickelte Monats- und Quartalsberichte, Budgetplanungen und Ausblicke auf die erwartete Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vor. Diese wurden in den Aufsichtsratssitzungen jeweils intensiv erörtert. Im operativen Geschäftsbetrieb lag ein wesentlicher Fokus der Prüfungstätigkeit des Aufsichtsrats auf der Entwicklung der Auftragseingänge, des Umsatzes, der Produktivität und des Ertrags im Geschäftsbereich MBS. Bedingt durch Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Zielen aus der Geschäftsplanung diskutierte der Aufsichtsrat in Zusammenarbeit mit dem Vorstand intensiv über die Gründe für die Abweichungen, so dass zielführende Maßnahmen eingeleitet werden konnten. Der Aufsichtsrat ist seiner ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Überwachungspflicht mit großer Sorgfalt nachgekommen. Zur Diskussion und Entscheidung standen in den einzelnen Sitzungen des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen sowie zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle. Im Geschäftsjahr 2009 der VCS Aktiengesellschaft ist bei Umsatzerlösen in Höhe von T€ 24.459 ein Jahresüberschuss von T€ 1.165 entstanden. Einschließlich des Gewinnvortrags von T€ 2.284 hatte die Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2009 ein Eigenkapital von T€ 6.597. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 50,1 %. Der Jahresabschluss der VCS Aktiengesellschaft zum 31.12.2009 und der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG wurden dem Aufsichtsrat im Vorfeld der Beschlussfassung zur Prüfung vorgelegt. Im Rahmen seiner Sitzung am 06.05.2010 hat der Aufsichtsrat die Feststellungen mit dem beauftragten Wirtschaftsprüfer von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, erörtert. Der Jahresabschluss der Gesellschaft und der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind beide mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen worden. Der Aufsichtsrat - hat nach Abschluss seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der VCS Aktiengesellschaft und den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben und sich dem Ergebnis der Prüfungen des Abschlussprüfers angeschlossen; - hat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 06.05.2010 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist; - hat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 06.05.2010 den vom Vorstand erstellten und von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüften Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG gebilligt; - schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Bochum, den 06.05.2010 Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers, Vorsitzender des Aufsichtsrates Auszug aus der Niederschrift über die Hauptversammlung der VCS Aktiengesellschaft, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter HRB 6911[…] Teilnehmer (1) Vom Aufsichtsrat: • Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers, Vorsitzender • Dr. Michael David Love, stellv. Vorsitzender • Christopher Andrew Cheetham (2) Vom Vorstand: • Prof. Dr.-Ing. Klaus-G. Meng, Vorsitzender • Klaus Martin Heidrich • Dr.-Ing. Horst Wulf (3) Als Aktionäre bzw. Aktionärsvertreter die in der Anlage 1 Aufgeführten. TOP 2: Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von € 3.448.533,90 Der Vorsitzende schlug vor, wie folgt zu beschließen: " Aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von € 3.448.533,90 wird eine Dividende in Höhe von € 1,75 pro stimmrechtsfähige Aktie, in Summe also € 1.124.098,50 gezahlt. Der verbleibende Betrag in Höhe von € 2.324.435,40 wird auf neue Rechnung vorgetragen." Die Hauptversammlung beschloss daraufhin einstimmig mit sämtlichen 642.342 Stimmen der SciSys plc, den Bilanzgewinn entsprechend dem Vorschlag des Aufsichtsratsvorsitzenden zu verwenden. Der Vorsitzende stellte den gefassten Beschluss fest und verkündete ihn. […]
Bochum, den 06. Mai 2010 Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers, Aufsichtsratsvorsitzender Für den Aufsichtsrat |
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