Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 3595
Vorher
Sycor GmbH
Eingetragen
13.12.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
ist die Beratung, die Dienstleistung und der Handel im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Horst
seit 14.2.2024
Geschäftsführer
Udo Ewald Burbrink
seit 18.1.2023
Prokura
Prokura
Marco Treiber
seit 6.8.2021
Prokura
Thomas Ahlers
seit 8.12.2020
Geschäftsführer
Rüdiger Krumes
seit 4.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Näder Ventures Beteiligungs GmbH
Germany
741.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SYCOR GmbH

Göttingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SYCOR GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SYCOR GmbH, Göttingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYCOR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 13. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Breh, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.930,00 50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.476.041,00 5.091
2.500.971,00 5.141
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 549.019,83 307
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.050.209,80 5.050
8.100.200,63 10.498
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 41.484,36 1.097
2. Waren 678.107,13 472
719.591,49 1.569
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.732.448,99 10.224
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.431.610,28 2.190
3. Sonstige Vermögensgegenstände 772.685,83 1.071
13.936.745,10 13.485
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.068,50 409
14.659.405,09 15.463
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.287.482,99 1.220
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 46.018.651,12 39.808
70.065.739,83 66.989

Passiva

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 741.000,00 741
II. Kapitalrücklage 5.638.171,66 2.700
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 19.415,76 19
IV. Verlustvortrag -43.268.301,74 -26.984
V. Jahresfehlbetrag -9.148.936,80 -16.284
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 46.018.651,12 39.808
0,00 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 913.512,00 882
2. Steuerrückstellungen 29.336,43 306
3. Sonstige Rückstellungen 6.850.505,36 9.185
7.793.353,79 10.373
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.260.204,38 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.500,00 162
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.707.534,72 8.103
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.077.346,54 6.348
5. Sonstige Verbindlichkeiten 46.080.507,09 40.838
60.143.092,73 55.451
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.129.293,31 1.165
70.065.739,83 66.989

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

EUR EUR 2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 66.092.213,12 62.312
2. Verminderung (-) / Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -1.055.532,96 879
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.563.694,37 1.811
davon aus der Währungsumrechnung EUR 58.056,53 (Vj. TEUR 14)
68.600.374,53 65.002
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -9.042.423,28 -12.254
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.894.170,52 -12.779
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -33.544.614,38 -32.636
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.659.678,52 -5.689
davon für Altersversorgung EUR 155.862,67 (Vj. TEUR 207)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.806.371,35 -2.939
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.795.248,60 -17.185
davon aus der Währungsumrechnung EUR 11.091,03 (Vj. TEUR 13)
-77.742.506,65 -83.482
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 2.217
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 2.217)
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 2.583.820,40 2.190
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.583.820,40 (Vj. TEUR 2.190)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 238.684,19 108
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 214.900,00 (Vj. TEUR 108)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.795.540,74 -2.274
davon aus der Aufzinsung EUR 31.259,26 (Vj. TEUR 39)
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.764.281,48 (Vj. TEUR 2.235)
26.963,85 2.241
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.864,16 -9
13. Ergebnis nach Steuern -9.113.304,11 -16.248
14. Sonstige Steuern -35.632,69 -36
15. Jahresfehlbetrag -9.148.936,80 -16.284

Anhang für 2023

ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gem. § 267 Abs. 3 HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind davon-Vermerke und Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise in den Anhang aufgenommen worden.

Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von 46,0 Mio. € aus und ist damit bilanziell überschuldet. Um die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, wurden bis zum 31. Dezember 2023 durch die Näder Holding GmbH & Co. KG sowie die Näder Beteiligungs GmbH langfristige mit Rangrücktrittsvereinbarungen versehene Darlehen in Höhe von insgesamt 41.717 T€ gewährt. Darüber hinaus hat sich die Näder Holding GmbH & Co. KG am 1. März 2023 gegenüber der SYCOR GmbH in Gestalt einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, ein weiteres Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. € zu gewähren. Daneben ist die Näder Holding GmbH & Co. KG der von externen Banken gewährten Kreditlinie bereits im Jahr 2019 in Höhe von 2.200 T€ als Schuldner beigetreten.

Mit dem weiteren Liquiditätszufluss aus der Veräußerung der Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH im März 2024 ist der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft für den Prognosezeitraum und darüber hinaus gedeckt, sodass der Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt wurde.

REGISTERINFORMATIONEN

Die Gesellschaft ist unter der Firma SYCOR GmbH mit Sitz in Göttingen im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRB 3595 eingetragen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden im Wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über einen Zeitraum von zwei Jahren linear abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Unter der Position Geschäfts- oder Firmenwert werden im Wesentlichen die aus den handelsrechtlich zu Zeitwerten vorgenommen Verschmelzungen (up-stream Merger) der SYCOR mbs GmbH sowie der SYCOR YES GmbH auf die SYCOR GmbH aufgedeckten Firmenwerte ausgewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren und berücksichtigt die Schnelllebigkeit in der IT-Branche.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von zwei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Wahlrecht für die Bildung eines Sammelpostens für geringwertige Wirtschaftsgüter wird nicht in Anspruch genommen.

Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 € nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Unfertige Leistungen sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Liquide Mittel

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und der Ausweis der Erträge (Verluste) aus der Abzinsung erfolgt nach den Vorschriften des § 253 (1) bis (3) i. V. m. § 277 (5) HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Grundsätzlich werden zu erwartende Rentensteigerungen mit 2 % (Vj. 2 %) und Gehaltssteigerungen sowie eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) in Höhe von 1,83 % (Vj. 1,78 %). Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der ermittelte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB der ausgewiesenen Rückstellungen aus dem Vergleich der Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,83 %) und der Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,75 %) beträgt 14 T€.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Der Anteilsbesitz der Sycor GmbH stellt sich wie folgt dar:

in T€ Währung direkte Beteiligung
%
Eigenkapital in Landeswährung Ergebnis 2023 in Landeswährung
Inland
SYCOR IQ Solutions GmbH, München *) EUR 100 112 0
Ausland
SYCOR AMERICAS Inc., Pittsburgh / USA USD 100 1.230 5
Sycor Shanghai Ltd. CNY 100 -7.503 -1.035
SYCOR Austria GmbH, Salzburg / Österreich EUR 100 -8 -265

*) Ergebnisabführungsvertrag mit der Sycor GmbH

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.732 10.224
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.432 2.190
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 773 1.071
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
13.937 13.485

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4.432 T€ (Vj. 2.190 T€) umfassen im Wesentlichen die Ansprüche aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SYCOR IQ Solutions GmbH.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 741 T€. Es wird von der Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, gehalten.

Kapitalrücklage

Mit Beschluss vom 31. Januar 2024 hat die Gesellschafterin Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, eine Zinsforderung in Höhe von 2.938.171,66 € in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingelegt.

Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 5.638 T€.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen für Pensionen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

in T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.625
Zeitwert der Vermögensgegenstände -711
(Netto-)Bilanzausweis: 914
Erträge aus Rückdeckungsversicherung 24
Aufwendungen aus der Aufzinsung -31

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 14 T€ und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

Die dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensrechte aus abgeschlossenen und an die Begünstigten abgetretenen Rückdeckungsversicherungsansprüchen (Deckungsvermögen) wurden zum Bilanzstichtag in Höhe ihres beizulegenden Zeitwertes in Höhe von 711 T€ (Vj. 674 T€) mit den Rückstellungen aus Pensionen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Personalbereich
Ausgleichsabgabe f. Schwerbehinderte 12 12
Abfindungen 942 1.395
Beiträge Berufsgenossenschaft 162 172
Urlaubslöhne und -gehälter 812 805
Tantiemen/Prämien 3.570 3.653
Gleitzeitkonten/Arbeitszeitkonten 286 525
5.784 6.562
Andere Bereiche
Jahresabschlussprüfung 155 270
Versicherungsbeiträge 0 10
Ausstehende Rechnungen 896 2.311
Sonstige RST 9 32
Risiken aus Drohverlusten 6 0
1.066 2.623
6.850 9.185

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

in T€
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit
(davon)
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre gesichert mit 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.260 0 0 0 1.260 0
(Vorjahr) (0)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18 0 0 0 18 162
(Vorjahr) (162)
3. Verbindlichkeiten aus LuL 6.590 117 0 0 6.707 8.103
(Vorjahr) (7.580) (523)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 6.077 0 0 0 6.077 6.348
(Vorjahr) (6.348)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.364 41.717 0 0 46.081 40.838
(Vorjahr) (1.621) (39.217)
- davon aus Steuern 1.977 0 0 0 1.977 1.036
(Vorjahr) (1.036)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 6.077 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Gesellschaften aus Darlehensverbindlichkeiten i.H.v. 41.717 T€ gegenüber der Näder Holding GmbH & Co. KG und Näder Beteiligungs GmbH.

Latente Steuern

Es besteht zum Bilanzstichtag ein Saldo aus aktiven latenten Steuern, denen keine passiven latenten Steuern gegenüberstehen (kein Überhang). Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen im Bereich der Rückstellungen.

Das Wahlrecht zum Ausweis der aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, die aktiven latenten Steuern nicht anzusetzen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 31,0 %.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

2023 2022
T€ % T€ %
Umsatzerlöse
Erlöse aus Beratung 38.413 58,1 29.502 47,4
Erlöse aus Lizenzen 5.701 8,6 5.565 8,9
Erlöse aus Wartung 3.477 5,3 3.756 6,0
Erlöse aus Dienstleistungen 17.289 26,2 18.286 29,3
Sonstige Umsatzerlöse 1.212 1,8 5.203 8,4
66.092 100,0 62.312 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.259 T€ (Vj. 698 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um sonst. Verwaltungskosten i.H.v. 2.507 T€, Beratungskosten i.H.v. 5.784 T€, sonst. Personalkosten i.H.v. 1.012 T€ sowie Gebäudekosten i.H.v. 1.621 T€.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die in der Bilanz nicht enthaltenen Geschäfte in Bezug auf die Nutzung von Vermögensgegenständen im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 4.052 T€ haben über die Laufzeit der Verträge folgende Auswirkung auf die Finanzlage:

Leasingaufwendungen

in T€ < 1 Jahr zwischen 1 - 5 Jahren > 5 Jahre
Fuhrpark 863 1.575 0,00 €

Mietaufwendungen

in T€ < 1 Jahr zwischen 1 - 5 Jahren > 5 Jahre
Immobilien 723 891 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (497) (702) 0

Die Miet- und Leasingverträge laufen teilweise bis 2027.

SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführer

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 sind:

Rüdiger Krumes, Informatiker

Thomas Ahlers, Diplom-Ingenieur

Steffen Horst, Diplom Kaufmann (seit dem 14. Februar 2024)

Guido Lindlar (vom 11. Juli 2022 bis 14. Februar 2024)

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Herr Rüdiger Krumes ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Zum Geschäftsjahresende bestehen wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung.

Die Gesamtbezüge der Organe nach § 285 Nr. 9a) HGB betragen für das Geschäftsjahr 2023 1.103 T€.

Beirat

Der Gesellschaftsvertrag sieht in § 8 des Gesellschaftsvertrags die Möglichkeit der Bildung eines Beirates vor. Der Beirat besteht aus drei Mitgliedern, die noch nominiert werden. Der Beirat hat sich bisher nicht konstituiert.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 481 (Vj. 463) angestellte Mitarbeiter und 25 (Vj. 26) Auszubildende beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Es wird auf die Angaben im Konzernabschluss der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, verwiesen.

Konzernverhältnisse

Die SYCOR ist eine Tochtergesellschaft der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, die zum 31. Dezember 2023 einen (befreienden) Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, in den die SYCOR GmbH, Göttingen, einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister verfügbar sein.

NACHTRAGSBERICHT

Mit Wirkung zum 25. März 2024 wurden sämtliche Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH im Zuge eines Share Deals an die COHEMI Group GmbH veräußert. Ohne Berücksichtigung des Saldos des Cashpools und Verrechnungskontos (zu Gunsten der SiQ), wurden die Anteile zu einem Kaufpreis in Höhe von 10.743.365,61 € übertragen. Gleichzeitig wurde der Ergebnisabführungsvertrag außerordentlich zum 25. März 2024 gekündigt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Göttingen, 12.12.2024

Die Geschäftsführung

Thomas Ahlers

Steffen Horst

Rüdiger Krumes

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.342.746,84 0,00 0,00 3.342.746,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.320.687,32 0,00 0,00 10.320.687,32
13.663.434,16 0,00 0,00 13.663.434,16
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.250.751,98 407.953,18 0,00 2.658.705,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.050.209,80 0,00 0,00 5.050.209,80
20.964.395,94 407.953,18 0,00 21.372.349,12
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.292.886,84 24.930,00 0,00 3.317.816,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.229.764,32 2.614.882,00 0,00 7.844.646,32
8.522.651,16 2.639.812,00 0,00 11.162.463,16
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.943.125,98 166.559,35 0,00 2.109.685,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
10.465.777,14 2.806.371,35 0,00 13.272.148,49
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.930,00 50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.476.041,00 5.091
2.500.971,00 5.141
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 549.019,83 307
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.050.209,80 5.050
8.100.200,63 10.498

LAGEBERICHT

1. SYCOR IM ÜBERBLICK

1.1. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die SYCOR GmbH (kurz: SYCOR) mit Sitz in Göttingen erbringt IT-nahe Dienstleistungen für IT-Services in Deutschland. Zusätzlich zu den Aktivitäten im Heimatmarkt Deutschland unterhält die Gruppe Tochtergesellschaften in Österreich, China und in Nordamerika.

Die Geschäftsschwerpunkte der SYCOR umfassen Dienstleistungen von der umfassenden IT-Beratung bis zu Betriebsleistungen rund um SAP- und Microsoft-Produkte sowie ihre langjährigen Erfahrungen in der Cloud- und anderen Technologien. Die Zertifizierungen im Microsoft- und SAP-Umfeld, im Bereich der ITK-Lösungen sowie die von ihren Partnern und unabhängigen Dritten erhaltenen Zertifizierungen verbriefen SYCOR's fundiertes Technologie- und Lösungs-Know-how sowie ihre umfassende Projekt-Erfahrung.

SYCOR fokussiert auf Kunden der Fertigungsindustrie und Medizintechnik, denen folgende Services bereitgestellt werden:

Mit Microsoft Dynamics 365 (D365) werden ERP- und CRM-Dienstleistungen als Branchensoftware zur Erfüllung spezieller Anforderungen unterschiedlicher Industrien angeboten.

Der Bereich SAP umfasst Dienstleistungen rund um Beratung und Implementierung sowie den Betrieb von SAP Lösungen wie ERP, CRM und weitere Cloud Lösungen.

Im Segment Cloud & Technology Services (CTS) werden SAP Cloud Plattform-Dienstleistungen (sog. "Managed Services") für die Bereitstellung und den Betrieb geschäftsrelevanter Applikationen, sowie Lösungen rund um den modernen Arbeitsplatz, Security und Konnektivität erbracht.

1.2. STEUERUNG DES UNTERNEHMENS UND LEISTUNGSINDIKATOREN

Die SYCOR GmbH wird von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geführt. Die Geschäftsführung berichtet direkt an den Gesellschafter.

Die finanziellen Leistungsindikatoren umfassen:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse sind definiert als Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen an externe Kunden und Lizenzerlösen, abzüglich Umsatzsteuer und Erlösminderungen, zum Beispiel Rabatte oder Skonti. Umsatzerlöse sind der Hauptindikator für das SYCOR Geschäftswachstum und deshalb ein wichtiger Parameter zur externen wie auch internen Beurteilung des Geschäftserfolgs.

Rohertrag

Umsatzerlöse sind definiert als Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen SYCOR wendet das Gesamtkostenverfahren an. Demzufolge ist der Rohertrag die Zusammenfassung folgender Posten:

1. Umsatzerlöse

2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

3. andere aktivierte Eigenleistungen

4. sonstige betriebliche Erträge

5. Materialaufwand

Earnings before Interests and Taxes (EBIT)

Das EBIT ist die wichtige interne und externe Bewertungskennzahl im Hinblick auf die laufende operative Tätigkeit. Es zeigt das Betriebsergebnis unabhängig von der Höhe der Steuern und der genutzten Finanzierungsformen, sodass ein Vergleich mit Wettbewerbern im Markt möglich wird.

Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)

Durch Eliminierung der Abschreibungen und Zuschreibungen im EBIT wird die Kennzahl EBITDA ermittelt, die als operativer Cash-flow Indikator fungiert.

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden auch die folgenden nicht-finanziellen Leistungsindikatoren betrachtet:

Auslastung

Diese Kennzahl misst, wie effektiv die eingesetzten Ressourcen genutzt werden: Die tatsächlich erbrachte Kapazität (in Arbeitstagen) wird ins Verhältnis zur Soll-Kapazität in Höhe von 179 Arbeitstagen gesetzt. Die Kennzahl wird seit 2022 verwendet.

Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der Berichtssegmente und einzelner Tochtergesellschaften analysiert die Geschäftsführung sie anhand der zuvor genannten Kennzahlen und vergleicht die Ist-Zahlen mit den Planwerten. Erkannte Abweichungen der Kennzahlen werden regelmäßig im Executive Management Team diskutiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten.

1.3. MARKTUMFELD UND AUSRICHTUNG

Der deutsche ERP-Markt bleibt einer der größten und am weitesten entwickelten in Europa. Im Jahr 2023 stieg die Nachfrage nach ERP-Lösungen weiter an, da Unternehmen ihre Digitalisierungsstrategien vorantrieben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie große Konzerne investierten gleichermaßen in ERP-Systeme, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und die betriebliche Effizienz zu steigern 1 .

Um an der wachsenden Nachfrage weiter partizipieren zu können und um die SYCOR Strategiestränge noch besser auf Kundenbedürfnisse, Markt und Trends ausrichten zu können, wurde das Wissen in den einzelnen Marktsegmenten geschärft und die Weiterentwicklung der Segmente analysiert. Zudem analysierte SYCOR ihre Performance am Markt und entwickelte weitere Maßnahmen mit dem Leitgedanken, ein noch besserer Beratungs- & Servicepartner sein zu wollen. Infolgedessen erfolgte eine Umpositionierung der Managed Services, wodurch neue langfristige Partnerschaften entstanden.

Nicht zuletzt konzentrierte sich SYCOR weiterhin auf die stetige Verbesserung des eigenen Bekanntheitsgrades und der Reputation in den Märkten.

Im Rahmen der Planung für 2024 und fortfolgende Jahre wurde der zentrale Vertriebsansatz überprüft und im Dezember 2023 mit dem Gesellschafter beschlossen die Vertriebsaktivitäten in dezentraler Struktur und jeweiligen Verantwortung von vier Business Units - D365, SAP, CTS und Commercial Excellence - zu integrieren. Gleichzeitig wurde die verantwortliche Position des Vertriebsgeschäftsführers gestrichen und in ein klassisches CEO/CFO Geschäftsführungsmodell gewechselt - etabliert dann ab Q1/2024.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. ENTWICKLUNG DER GESAMTWIRTSCHAFT UND DES IT-MARKTES

Gemäß den Informationen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt um 0,3 Prozent gesunken. Im Vorjahr war noch ein Wachstum von 1,8% verzeichnet worden. 2

Obwohl der Fachkräftemangel, die hohen Energiepreise und geopolitischen Krisen die Konjunktur insgesamt eintrübten, stiegen die Ausgaben für externe IT-Dienstleister weiter an. Besonders nachgefragt seitens der Anwender sind IT-Modernisierung und Cloud-Transformation. Die führenden IT-Dienstleister in Deutschland konnten ihre Inlandsumsätze 2023 um durchschnittlich 11,9% steigern. 3

Der Branchenverband Bitkom gibt das Gesamtvolumen des für SYCOR relevanten Anteils des deutschen Gesamtmarkts für Informationstechnik (IT) mit 143,4 Mrd. € für das Jahr 2023 an. Gegenüber dem Vorjahr wuchs dieses Marktsegment um 2,6%. 4

Im Jahr 2023 entwickelten sich die finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

2022 2023 Veränderung
in %
Umsatz in Mio. € 62,3 66,1 6,1%
Rohertrag in Mio. € 40,0 49,7 24,3%
EBIT in Mio. € -18,5 -9,1 50,8%
EBITDA in Mio. € -15,6 -6,4 59,0%

Die geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 67,3 Mio. € wurden im Wesentlichen erreicht. Der Rohertrag hingegen wurde um 0,5 Mio. € leicht übertroffen. Sowohl das EBIT als auch das EBITDA blieben mit -9,1 Mio. € bzw. -6,4 Mio. € jeweils hinter Plan. Im Zuge des andauernden Transformationsprozesses schlugen sich diverse interne Sonderthemen, die nicht dem operativen Geschäft entstammten, in den Ergebniskennzahlen nieder. Diese umfassen zum einen die Kosten für externe Beratung im Zusammenhang mit dem eingeschlagenen Transformationsprozess, erhöhte Aufwände durch Interimskräfte und zum anderen die Kosten für laufende Rechtsverfahren.

Trotz der erhöhten Aufwände in 2023 hat sich das EBITDA um 9,2 Mio. € auf -6,4 Mio. € (Vj. -15,6 €) deutlich verbessert.

2022 2023 Veränderung
in %
Auslastung in % 84 85 1,2%

Aus Sicht der Geschäftsführung steht die negative Ergebnisentwicklung primär im Zusammenhang mit Ausgaben, die für die Anpassungen der Organisation hinsichtlich ihrer Prozesse und mit Blick auf eine bessere Bearbeitung des Marktes notwendig sind. Darüber hinaus wurde für die Schadensersatzprozesse rund um den Arineo Sachverhalt (siehe Kapitel 3.2.3) 955 T€ verausgabt, die das operative Ergebnis belastet haben.

Der Geschäftsverlauf bleibt insgesamt hinter den Erwartungen der Geschäftsleitung zurück.

1 Ein Blick auf den ERP-Markt - ERP.de

2 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt

3 https://www.luenendonk.de/produkte/listen/luenendonk-liste-2024-fuehrende-it-beratungs-und-systemintegrations-un-ternehmen-in-deutschland/

4 https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-06/bitkom-itk-marktzahlen-juni-2024.pdf 2.2. GESCHÄFTSVERLAUF 2023

2.2.1. ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse betrugen 66,1 Mio. € (Vj. 62,3 Mio. €) und lagen somit um 3,8 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.

Im Geschäftssegment D365 erreichte SYCOR im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 17,4 Mio. € und lag damit um 36% deutlich über Vorjahr (Vj. 13,1 Mio. €).

Unsere Aktivitäten im Geschäftsfeld SAP führten im Geschäftsjahr 2023 zu einem Umsatz von 17,0 Mio. € (Vj. 14,9 Mio. €) und lagen damit 14% über dem Vorjahr.

Im Geschäftssegment CTS erreichte SYCOR im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 31,7 Mio. € und liegt damit leicht über dem Vorjahr (Vj. 31,1 Mio. €).

Die Materialaufwendungen der SYCOR beliefen sich in der Berichtsperiode auf 18,9 Mio. € (Vj. 25,0 Mio. €). Grund hierfür sind die geringeren externen Dienstleistungen, ein bewusstes Kostenmanagement sowie günstigere Einkaufskonditionen.

Der Rohertrag der SYCOR stieg im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 24,3% auf 49,7 Mio. € (Vj. 40,0 Mio. €) an. Die Rohertragsmarge lag bei 75,2% (Vj. 64,2%).

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 39,2 Mio. € und damit um 2,3% über dem Vorjahresvergleichswert (Vj. 38,3 Mio. €). Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Neueinstellungen von Mitarbeiter/-innen und Gehaltssteigerungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf 16,8 Mio. € (Vj. 17,2 Mio. €). Der Rückgang um 0,4 Mio. € resultiert i. W. aus den Aufwendungen für externe Beratung, die sich im Vgl. zum Vorjahr verringert haben.

Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten eine Ausschüttung der Sycor IQ Solutions GmbH (seit dem 10. April 2024 IQ Solutions GmbH) in Höhe von 2,6 Mio. €. (Vj. 2,2 Mio. €)

Insgesamt erzielte die SYCOR GmbH einen Jahresfehlbetrag von -9,1 Mio. € (Vj. -16,3 Mio. €).

2.2.2. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme der SYCOR GmbH betrug zum Ende des Berichtsjahres 70,1 Mio. € (67,0 Mio. €) und lag damit um 3,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich um 6,2 Mio. € von rund 39,8 Mio. € auf 46,0 Mio. €. (Vj. 39,8 Mio. €) Das immaterielle Anlagevermögen betrug 2,5 Mio. € (Vj. 5,1 Mio. €) und hat sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert um 2,6 Mio. € verringert. Das Sachanlagevermögen betrug 549 T€ (Vj. 308 T€) und die Finanzanlagen 5.050 T€ (Vj. 5.050 T€).

Die Vorräte haben sich um 0,9 Mio. € auf 0,7 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) verringert und lagen damit unter Vorjahresniveau.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen mit 13,1 Mio. € (Vj. 12,4 Mio. €) über dem Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um 2,3 Mio. € auf 6,9 Mio. € (Vj. 9,2 Mio. €). Die darin enthaltenen Rückstellungen für nicht genommene Urlaube und Arbeitszeitkonten verringerten sich um 0,2 Mio. €. Die Rückstellungen für Abfindungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 453 T€ auf 942 T€ (Vj 1.395 T€). Die Rückstellungen für Prämien und langfristige Gratifikationen betrugen zum Stichtag 3,6 Mio. € (Vj. 3,7 Mio. €).

Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 4,6 Mio. € auf 60,1 Mio. € erhöht (Vj. 55,5 Mio. €). Zum Stichtag haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,4 Mio. € auf 6,7 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €) verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen bei 6,1 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) und waren niedriger als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Cash-Pooling Verbindlichkeiten gegenüber der SYCOR IQ Solutions GmbH mit der SYCOR GmbH als Cash-Pool Führerin.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt für das Jahr 2023 bei negativen 5,5 Mio. €. Das ist ein Anstieg um 3,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Wesentliche Treiber für den negativen Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist weiterhin das negative Jahresergebnis in Höhe von -9,1 Mio. € sowie die Beteiligungserträge in Höhe von 2,6 Mio. €.

Der Finanzmittelfonds betrug zum Stichtag -7,3 Mio. € (Vj. -5,9 Mio. €). Den Liquiden Mitteln in Höhe von 3 T€ (Vj. 409 T€) stehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus genommenen überschüssigen finanziellen Mitteln der deutschen Tochtergesellschaften (6,1 Mio. €; Vj. 6,3 Mio. €) entgegen. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling Verhältnis mit der Tochtergesellschaft SYCOR IQ Solutions GmbH und der SYCOR GmbH als Cash-Pool-Führerin. Darüber hinaus werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,3 Mio. € (Vj. 0 Mio. €) in den Finanzmittelfonds einbezogen.

Infolgedessen hat der Jahresfehlbetrag in Höhe von -9,1 Mio. € zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 zu einer weiteren Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags geführt. Der Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags durch den Jahresfehlbetrag steht eine Einlage von Zinsforderungen durch die Gesellschafterin Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, in Höhe von 2,9 Mio. € entgegen, die mit Beschluss vom 31. Januar 2024 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingelegt wurde. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft waren zuvor bereits Unterstützungsmaßnahmen in Form von mit Rangrücktritten versehenen Darlehen durch die Näder Holding GmbH & Co. KG und die Näder Beteiligungs GmbH vereinbart worden. Diese Darlehen wiesen zum 31.12.2023 einen Saldo in Höhe von 41.717 T€ (Vj. 39.217 T€) auf. Daneben ist die Näder Holding GmbH & Co. KG der von externen Banken gewährten Kreditlinie bereits im Jahr 2019 in Höhe von 2.200 T€ als Schuldner beigetreten. Hinsichtlich der gewährten, mit Rangrücktritten versehenen Darlehen, siehe Abschnitt "3.1 Überschuldung, Liquiditätssicherung und Ziele des Finanzmanagements".

Im Zuge des Verkaufs der Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH ist der SYCOR GmbH am 25.03.2024 weitere Liquidität zugeflossen, sodass der Liquiditätsbedarf für den Prognosezeitraum und darüber hinaus gedeckt ist.

3. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

3.1. ÜBERSCHULDUNG, LIQUIDITÄTSSICHERUNG UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Die wesentlichen Aufgaben des SYCOR-Finanzmanagements bestehen in der unternehmensweiten Lenkung und Kontrolle der Finanzflüsse auf Basis klar definierter Kriterien. Wichtigstes Ziel ist dabei die fortlaufende Sicherstellung ausreichender Liquidität in der SYCOR-Gruppe, Risiken zu begrenzen und weiteres Wachstum zu finanzieren. Um diese erfolgreich umsetzen zu können, erfolgt unter der Leitung des Bereichs Finanzen eine tägliche Liquiditätsüberwachung und eine regelmäßige Analyse der Offenen Posten gemeinsam mit dem Vertrieb, den Projektleitern und dem Einkauf. Zudem hält SYCOR einen engen Kontakt zu ihren Geschäftsbanken.

Der mit entsprechenden Zahlungsmittelabflüssen verbundene Jahresfehlbetrag hat zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags geführt.

Zur Vermeidung einer möglichen insolvenzrechtlichen Überschuldung sowie zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit hat die Näder Holding GmbH & Co. KG der SYCOR GmbH in der Vergangenheit bis zum 31. Dezember 2023 mehrere langfristige, mit Rangrücktrittsvereinbarungen versehene Darlehen von insgesamt 41,7 Mio. € gewährt und ausgezahlt.

Der Rangrücktritt der bereits seitens der Näder Holding GmbH & Co. KG sowie der Näder Beteiligungs GmbH ausgezahlten Darlehen in Höhe von 39,2 Mio. € erfolgte in der Weise, dass der Nachranggläubiger seine nachrangigen Ansprüche gegenüber der Gesellschaft so lange nicht geltend macht, wie deren Befriedigung zu einer Überschuldung i.S.v. § 19 InsO führen würde.

Darüber hinaus hat sich die Näder Holding GmbH & Co. KG am 1. März 2023 gegenüber der SYCOR GmbH in Gestalt einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, ein weiteres Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. € zu gewähren. Durch diese Maßnahmen soll die SYCOR GmbH auch in Zukunft stets in einer Weise finanziell ausgestattet werden, um ihre vertraglichen und sonstigen Pflichten zu erfüllen und die Neuausrichtung und Weiterentwicklung vollständig umzusetzen. Im Zuge des Verkaufs der Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH ist der SYCOR GmbH am 25.03.2024 weitere Liquidität zugeflossen, sodass der Liquiditätsbedarf für den Prognosezeitraum und darüber hinaus gedeckt ist.

Bestandsgefährdende Risiken liegen damit nicht vor, und eine Finanzierung der weiteren notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität ist gesichert.

3.2. RISIKEN

3.2.1. Fachkräftemangel

Die kritische Ressource bleibt nach Einschätzung der Geschäftsführung weiterhin die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, die Themen wie Künstliche Intelligenz, Data Mining und Data Security beherrschen und Projekterfahrung bei komplexen, zeit- und ressourcenkritischen IT-Projekten vorweisen können. Auch im Geschäftsbereich Managed Service schlägt sich die knappe Ressource in der Service Bereitstellung sowie auch in der Servicesteuerung für Risiken im Ergebnis- wie auch Umsatzsteigerung. Die Gewinnung und Integration neuer Mitarbeiter sowie die Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften werden auch in den Folgejahren im Fokus stehen.

3.2.2. Projektbezogene Risiken

SYCOR führt IT-Projekte durch, bei denen auf einen spezifischen Kunden zugeschnittene IT-Lösungen geplant und umgesetzt werden. IT-Projekte haben nicht selten eine hohe Komplexität und erfordern einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. In diesem Zusammenhang bestehen sowohl technische Risiken im Rahmen der Projektdurchführung als auch Risiken aus der Vertragsgestaltung. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, durchlaufen Anfragen bei SYCOR einen Prozess zur Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit, bevor ein Angebot erstellt wird. Während der Durchführung der Projekte werden Projektscope, Realisierbarkeit und Erwartungshaltung mit dem Kunden im regelmäßigen Dialog abgeglichen. Darüber hinaus sorgen die gestiegenen Stunden- bzw. Tagessätze bei externen Dienstleistern und die nur geringe Möglichkeit Anpassungen bei Kunden vorzunehmen zu weiteren Ergebnisrisiken.

3.2.3. Rechtsrisiken

Die SYCOR führt seit 2019 mehrere Verfahren gegen ehemalige Geschäftsführer und leitende Manager, sowie deren 2018 gegründetes Konkurrenzunternehmen Arineo. Es sind mehrere Verfahren in Deutschland und Österreich anhängig und teilweise schon in der dritten Instanz (Unterlassung Österreich) und rechtskräftig zu Gunsten SYCOR's entschieden. Der Ausgang der weiteren Verfahren kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

Die betreuende Kanzlei sowie die Geschäftsführung sind auch in diesen Verfahren weiterhin zuversichtlich, ein für SYCOR positives Urteil zu erringen.

3.3. CHANCEN

3.3.1. Steigende Nachfrage infolge des digitalen Wandels

Die Transformation in digitale Lösungen erhöht die Bedeutung von digitalen Infrastrukturen und Anwendungen. Viele Unternehmen ziehen weitere Investitionen in IT-Infrastrukturen und IT-Anwendungen in Erwägung, um die Leistungsfähigkeit von bestehenden Lösungen zu steigern. Planungen von neuen Informationstechnologien können zu neuen Anforderungen an IT-Lösungen führen und damit zu einem steigenden Bedarf für Beratung und Service-Angebote.

Cloud-Geschäft

Die IT-Cloudifizierung bietet weiterhin erhebliche Marktchancen, da Unternehmen aller Größenordnungen verstärkt auf Cloud-Dienste und -Lösungen setzen, um ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren und agiler zu werden. Hierbei sieht SYCOR insbesondere Chancen in den Themen Security, Hybrid-Cloud-Ansätzen und der Flexibilisierung von Cloud-Workloads.

Auch die nativen Cloud-Angebote der beiden großen Sycor-Partner SAP und Microsoft für ERP (SAP S/4HANA Cloud und Microsoft D365) und deren Prozessintegrationsplattformen (SAP Business Technology Plattform und Microsoft Power Plattform) bieten Chancen zur Erweiterung des Kernportfolios der SYCOR. Insbesondere im Umfeld D365 hat sich das Jahr 2023 als sehr dynamisch wachsend für SYCOR gezeigt.

Insgesamt bieten die aktuellen Markttrends und Entwicklungen in der Cloudifizierung in technischen wie prozessualen IT-Elementen zahlreiche Chancen für Anbieter von Cloud-Diensten und -Lösungen, um innovative Lösungen anzubieten und Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation zu unterstützen. Für die Folgejahre wird erwartet, dass diese Trends weiter an Dynamik gewinnen und die Nachfrage nach Cloud-Services weiter steigen wird.

S/4HANA Conversion

In Bezug auf die Marktchancen für Unternehmen im Zusammenhang mit der S/4HANA-Umstellungsdeadline können verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Einer der wichtigsten Aspekte ist die steigende Nachfrage nach digitalen Lösungen und die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und zu modernisieren. Hier ergeben sich für Anbieter von S/4HANA-Lösungen und Beratungsdienstleistungen sehr gute Chancen, ihr Geschäft auszubauen und neue Kunden zu gewinnen.

Veeva CRM

Im Jahr 2023 stellten sich die Marktchancen für Veeva CRM weiterhin positiv dar. Veeva CRM, mit seinen maßgeschneiderten Lösungen für die Life Sciences Industrie, wird in diesem Bereich weiterhin führend sein. Sycor profitiert hierbei von den sich ergebenden Chancen des Technologiewechsels beim Thema Life Science CRM.

3.3.2. Kundenstruktur und -bindung

Aufgrund des umfassenden Portfolios der SYCOR Firmengruppe im gesamten Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie verbindet die SYCOR Gruppe mit ihren Kunden oftmals breit angelegte Rahmenverträge. So werden in der SYCOR rd. 50% des Umsatzes mit zehn Kunden. Neben den damit verbundenen Abhängigkeitsrisiken ergeben sich aus dieser Struktur auch Chancen, mit diesen Kunden integrierte Serviceangebote weiterzuentwickeln und unter Verweis auf Referenzen an andere Kunden zu vermarkten. Infolgedessen existieren mit einigen Großkunden strategische Partnership Agreements zur eigenen nachhaltigen Verbesserung ihrer Infrastruktur, Architektur und Prozesse.

3.3.3. Nähe zu Trends und zu potenziellen Kundenanforderungen

SYCOR verfügt über ein Netzwerk zu bekannten Softwareherstellern. Die aktive Arbeit in diesen Netzwerken bietet Chancen, Marktentwicklungen frühzeitig erkennen und Kundenleads gemeinsam identifizieren und nutzen zu können. Dieses Netzwerk wurde auch in 2023 weiter ausgebaut und gestärkt.

4. AUSBLICK AUF 2024 UND 2025

Der Ausblick für die SYCOR Gruppe beinhaltet alle der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Informationen, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben könnten. Hinsichtlich der SYCOR-Gruppe sowie der einzelnen Segmente könnten unvorhersehbare Ereignisse die aus heutiger Sicht erwartete Entwicklung des Unternehmens oder einzelner Segmente beeinflussen. Der Rückgang der Corona-Pandemie und ihres Einflusses auf die globalen IT-Lieferketten sowie auf bestehende und potenzielle Kunden sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Ausblicks weiterhin nicht eindeutig absehbar. Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Ukraine-Krieges wird daher weiterhin auf die hohe Unsicherheit für die weitere Geschäftsentwicklung hingewiesen. Die Geschäftsführung hält den Trend zur zunehmenden Digitalisierung in Wirtschaft und Verwaltung in allen für SYCOR-relevanten IT-Märkten für intakt, die sich in folgender Prognose niederschlagen:

2023 (IST) 2024 (Prognose) 2025 (Prognose)
Umsatz in Mio. € 66,1 63,7 67,2
Rohertrag in Mio. € 49,7 48,0 51,5
EBIT in Mio. € -9,1 -1,2 -0,1
EBITDA in Mio. € -6,4 0,1 1,2
Auslastung in % 85 83 87

Für 2024 erwartet Bitkom eine Verdoppelung des Wachstums auf 4,7% und Inlandsumsätze von 223,2 Mrd. €. 5

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung, dass sich die Marktgegebenheiten im Vergleich zum Vorjahr tendenziell auf einem ähnlichen Niveau einpendeln. Aufgrund des sich weiter fortsetzenden Wachstums bei Kunden und des Marktes insgesamt für IT-Dienstleistungen 6 von 6,2% vs. 2024 Marktwachstum ist daher zu erwarten, dass die Umsätze bei Kundenaufträgen bzw. Projektgeschäften gegenüber dem Vorjahr weiter steigen werden. Auf Basis dieser Annahmen in Verbindung mit einem weiterhin strikten Kostenmanagement erwartet die Geschäftsführung der SYCOR GmbH für das Geschäftsjahr 2024 ein positives EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich. Für das Geschäftsjahr 2024 sind aufgrund des Verkaufs der Sycor IQ Solutions GmbH nur noch anteilige Ergebnisbeiträge enthalten.

 

Göttingen, 12.12.2024

Die Geschäftsführung

Thomas Ahlers

Steffen Horst

Rüdiger Krumes

5 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Halbjahres-Konjunktur-Digitalbranche-waechst-stabil :~:text=2023%20erwartet%20der%20Digitalverband%20Bitkom,223%2C2%20Milliarden%20Euro%20an.

6 https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland :~:text=In%2520der%2520Informationstechnik%2520wird%2520f%C3%BCr,Euro%2520das%2520gr%C3%B6%C3%9Fte%2520Wachstum%2520verzeichnen

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