emlix GmbH
71mErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Horst seit 14.2.2024 | Geschäftsführer |
Udo Ewald Burbrink seit 18.1.2023 | Prokura |
Manfred Peter Großmann seit 18.1.2023 | Prokura |
Marco Treiber seit 6.8.2021 | Prokura |
Thomas Ahlers seit 8.12.2020 | Geschäftsführer |
Rüdiger Krumes seit 4.4.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SYCOR GmbHGöttingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SYCOR GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der SYCOR GmbH, Göttingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYCOR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, 13. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
Breh, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023ALLGEMEINE HINWEISEDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gem. § 267 Abs. 3 HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind davon-Vermerke und Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise in den Anhang aufgenommen worden. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von 46,0 Mio. € aus und ist damit bilanziell überschuldet. Um die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, wurden bis zum 31. Dezember 2023 durch die Näder Holding GmbH & Co. KG sowie die Näder Beteiligungs GmbH langfristige mit Rangrücktrittsvereinbarungen versehene Darlehen in Höhe von insgesamt 41.717 T€ gewährt. Darüber hinaus hat sich die Näder Holding GmbH & Co. KG am 1. März 2023 gegenüber der SYCOR GmbH in Gestalt einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, ein weiteres Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. € zu gewähren. Daneben ist die Näder Holding GmbH & Co. KG der von externen Banken gewährten Kreditlinie bereits im Jahr 2019 in Höhe von 2.200 T€ als Schuldner beigetreten. Mit dem weiteren Liquiditätszufluss aus der Veräußerung der Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH im März 2024 ist der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft für den Prognosezeitraum und darüber hinaus gedeckt, sodass der Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt wurde. REGISTERINFORMATIONENDie Gesellschaft ist unter der Firma SYCOR GmbH mit Sitz in Göttingen im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRB 3595 eingetragen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden im Wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über einen Zeitraum von zwei Jahren linear abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Unter der Position Geschäfts- oder Firmenwert werden im Wesentlichen die aus den handelsrechtlich zu Zeitwerten vorgenommen Verschmelzungen (up-stream Merger) der SYCOR mbs GmbH sowie der SYCOR YES GmbH auf die SYCOR GmbH aufgedeckten Firmenwerte ausgewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren und berücksichtigt die Schnelllebigkeit in der IT-Branche. SachanlagenDas Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von zwei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Wahlrecht für die Bildung eines Sammelpostens für geringwertige Wirtschaftsgüter wird nicht in Anspruch genommen. Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 € nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. FinanzanlagenBei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Unfertige Leistungen sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1 % berücksichtigt. Liquide MittelLiquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und der Ausweis der Erträge (Verluste) aus der Abzinsung erfolgt nach den Vorschriften des § 253 (1) bis (3) i. V. m. § 277 (5) HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Grundsätzlich werden zu erwartende Rentensteigerungen mit 2 % (Vj. 2 %) und Gehaltssteigerungen sowie eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) in Höhe von 1,83 % (Vj. 1,78 %). Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der ermittelte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB der ausgewiesenen Rückstellungen aus dem Vergleich der Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,83 %) und der Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,75 %) beträgt 14 T€. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Latente SteuernFür die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. RechnungsabgrenzungspostenAls aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Der Anteilsbesitz der Sycor GmbH stellt sich wie folgt dar:
*) Ergebnisabführungsvertrag mit der Sycor
GmbH
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4.432 T€ (Vj. 2.190 T€) umfassen im Wesentlichen die Ansprüche aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SYCOR IQ Solutions GmbH. EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas Stammkapital der Gesellschaft beträgt 741 T€. Es wird von der Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, gehalten. KapitalrücklageMit Beschluss vom 31. Januar 2024 hat die Gesellschafterin Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, eine Zinsforderung in Höhe von 2.938.171,66 € in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingelegt. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 5.638 T€. ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Rückstellungen für PensionenAngaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 14 T€ und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Die dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensrechte aus abgeschlossenen und an die Begünstigten abgetretenen Rückdeckungsversicherungsansprüchen (Deckungsvermögen) wurden zum Bilanzstichtag in Höhe ihres beizulegenden Zeitwertes in Höhe von 711 T€ (Vj. 674 T€) mit den Rückstellungen aus Pensionen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Sonstige Rückstellungen
VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 6.077 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Gesellschaften aus Darlehensverbindlichkeiten i.H.v. 41.717 T€ gegenüber der Näder Holding GmbH & Co. KG und Näder Beteiligungs GmbH. Latente SteuernEs besteht zum Bilanzstichtag ein Saldo aus aktiven latenten Steuern, denen keine passiven latenten Steuern gegenüberstehen (kein Überhang). Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen im Bereich der Rückstellungen. Das Wahlrecht zum Ausweis der aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, die aktiven latenten Steuern nicht anzusetzen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 31,0 %. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche ErträgeBei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.259 T€ (Vj. 698 T€). Sonstige betriebliche AufwendungenBei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um sonst. Verwaltungskosten i.H.v. 2.507 T€, Beratungskosten i.H.v. 5.784 T€, sonst. Personalkosten i.H.v. 1.012 T€ sowie Gebäudekosten i.H.v. 1.621 T€. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie in der Bilanz nicht enthaltenen Geschäfte in Bezug auf die Nutzung von Vermögensgegenständen im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 4.052 T€ haben über die Laufzeit der Verträge folgende Auswirkung auf die Finanzlage: Leasingaufwendungen
Mietaufwendungen
Die Miet- und Leasingverträge laufen teilweise bis 2027. SONSTIGE ANGABENGeschäftsführerGeschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 sind: Rüdiger Krumes, Informatiker Thomas Ahlers, Diplom-Ingenieur Steffen Horst, Diplom Kaufmann (seit dem 14. Februar 2024) Guido Lindlar (vom 11. Juli 2022 bis 14. Februar 2024) Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Herr Rüdiger Krumes ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Zum Geschäftsjahresende bestehen wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung. Die Gesamtbezüge der Organe nach § 285 Nr. 9a) HGB betragen für das Geschäftsjahr 2023 1.103 T€. BeiratDer Gesellschaftsvertrag sieht in § 8 des Gesellschaftsvertrags die Möglichkeit der Bildung eines Beirates vor. Der Beirat besteht aus drei Mitgliedern, die noch nominiert werden. Der Beirat hat sich bisher nicht konstituiert. MitarbeiterWährend des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 481 (Vj. 463) angestellte Mitarbeiter und 25 (Vj. 26) Auszubildende beschäftigt. Honorare des AbschlussprüfersEs wird auf die Angaben im Konzernabschluss der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, verwiesen. KonzernverhältnisseDie SYCOR ist eine Tochtergesellschaft der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, die zum 31. Dezember 2023 einen (befreienden) Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, in den die SYCOR GmbH, Göttingen, einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister verfügbar sein. NACHTRAGSBERICHTMit Wirkung zum 25. März 2024 wurden sämtliche Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH im Zuge eines Share Deals an die COHEMI Group GmbH veräußert. Ohne Berücksichtigung des Saldos des Cashpools und Verrechnungskontos (zu Gunsten der SiQ), wurden die Anteile zu einem Kaufpreis in Höhe von 10.743.365,61 € übertragen. Gleichzeitig wurde der Ergebnisabführungsvertrag außerordentlich zum 25. März 2024 gekündigt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Göttingen, 12.12.2024 Die Geschäftsführung Thomas Ahlers Steffen Horst Rüdiger Krumes Entwicklung des Anlagevermögens 2023
LAGEBERICHT1. SYCOR IM ÜBERBLICK1.1. GESCHÄFTSTÄTIGKEITDie SYCOR GmbH (kurz: SYCOR) mit Sitz in Göttingen erbringt IT-nahe Dienstleistungen für IT-Services in Deutschland. Zusätzlich zu den Aktivitäten im Heimatmarkt Deutschland unterhält die Gruppe Tochtergesellschaften in Österreich, China und in Nordamerika. Die Geschäftsschwerpunkte der SYCOR umfassen Dienstleistungen von der umfassenden IT-Beratung bis zu Betriebsleistungen rund um SAP- und Microsoft-Produkte sowie ihre langjährigen Erfahrungen in der Cloud- und anderen Technologien. Die Zertifizierungen im Microsoft- und SAP-Umfeld, im Bereich der ITK-Lösungen sowie die von ihren Partnern und unabhängigen Dritten erhaltenen Zertifizierungen verbriefen SYCOR's fundiertes Technologie- und Lösungs-Know-how sowie ihre umfassende Projekt-Erfahrung. SYCOR fokussiert auf Kunden der Fertigungsindustrie und Medizintechnik, denen folgende Services bereitgestellt werden:
1.2. STEUERUNG DES UNTERNEHMENS UND LEISTUNGSINDIKATORENDie SYCOR GmbH wird von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geführt. Die Geschäftsführung berichtet direkt an den Gesellschafter. Die finanziellen Leistungsindikatoren umfassen: UmsatzerlöseUmsatzerlöse sind definiert als Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen an externe Kunden und Lizenzerlösen, abzüglich Umsatzsteuer und Erlösminderungen, zum Beispiel Rabatte oder Skonti. Umsatzerlöse sind der Hauptindikator für das SYCOR Geschäftswachstum und deshalb ein wichtiger Parameter zur externen wie auch internen Beurteilung des Geschäftserfolgs. RohertragUmsatzerlöse sind definiert als Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen SYCOR wendet das Gesamtkostenverfahren an. Demzufolge ist der Rohertrag die Zusammenfassung folgender Posten: 1. Umsatzerlöse 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3. andere aktivierte Eigenleistungen 4. sonstige betriebliche Erträge 5. Materialaufwand Earnings before Interests and Taxes (EBIT)Das EBIT ist die wichtige interne und externe Bewertungskennzahl im Hinblick auf die laufende operative Tätigkeit. Es zeigt das Betriebsergebnis unabhängig von der Höhe der Steuern und der genutzten Finanzierungsformen, sodass ein Vergleich mit Wettbewerbern im Markt möglich wird. Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)Durch Eliminierung der Abschreibungen und Zuschreibungen im EBIT wird die Kennzahl EBITDA ermittelt, die als operativer Cash-flow Indikator fungiert. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden auch die folgenden nicht-finanziellen Leistungsindikatoren betrachtet: AuslastungDiese Kennzahl misst, wie effektiv die eingesetzten Ressourcen genutzt werden: Die tatsächlich erbrachte Kapazität (in Arbeitstagen) wird ins Verhältnis zur Soll-Kapazität in Höhe von 179 Arbeitstagen gesetzt. Die Kennzahl wird seit 2022 verwendet. Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der Berichtssegmente und einzelner Tochtergesellschaften analysiert die Geschäftsführung sie anhand der zuvor genannten Kennzahlen und vergleicht die Ist-Zahlen mit den Planwerten. Erkannte Abweichungen der Kennzahlen werden regelmäßig im Executive Management Team diskutiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten. 1.3. MARKTUMFELD UND AUSRICHTUNGDer deutsche ERP-Markt bleibt einer der größten und am weitesten entwickelten in Europa. Im Jahr 2023 stieg die Nachfrage nach ERP-Lösungen weiter an, da Unternehmen ihre Digitalisierungsstrategien vorantrieben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie große Konzerne investierten gleichermaßen in ERP-Systeme, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und die betriebliche Effizienz zu steigern 1 . Um an der wachsenden Nachfrage weiter partizipieren zu können und um die SYCOR Strategiestränge noch besser auf Kundenbedürfnisse, Markt und Trends ausrichten zu können, wurde das Wissen in den einzelnen Marktsegmenten geschärft und die Weiterentwicklung der Segmente analysiert. Zudem analysierte SYCOR ihre Performance am Markt und entwickelte weitere Maßnahmen mit dem Leitgedanken, ein noch besserer Beratungs- & Servicepartner sein zu wollen. Infolgedessen erfolgte eine Umpositionierung der Managed Services, wodurch neue langfristige Partnerschaften entstanden. Nicht zuletzt konzentrierte sich SYCOR weiterhin auf die stetige Verbesserung des eigenen Bekanntheitsgrades und der Reputation in den Märkten. Im Rahmen der Planung für 2024 und fortfolgende Jahre wurde der zentrale Vertriebsansatz überprüft und im Dezember 2023 mit dem Gesellschafter beschlossen die Vertriebsaktivitäten in dezentraler Struktur und jeweiligen Verantwortung von vier Business Units - D365, SAP, CTS und Commercial Excellence - zu integrieren. Gleichzeitig wurde die verantwortliche Position des Vertriebsgeschäftsführers gestrichen und in ein klassisches CEO/CFO Geschäftsführungsmodell gewechselt - etabliert dann ab Q1/2024. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1. ENTWICKLUNG DER GESAMTWIRTSCHAFT UND DES IT-MARKTESGemäß den Informationen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt um 0,3 Prozent gesunken. Im Vorjahr war noch ein Wachstum von 1,8% verzeichnet worden. 2 Obwohl der Fachkräftemangel, die hohen Energiepreise und geopolitischen Krisen die Konjunktur insgesamt eintrübten, stiegen die Ausgaben für externe IT-Dienstleister weiter an. Besonders nachgefragt seitens der Anwender sind IT-Modernisierung und Cloud-Transformation. Die führenden IT-Dienstleister in Deutschland konnten ihre Inlandsumsätze 2023 um durchschnittlich 11,9% steigern. 3 Der Branchenverband Bitkom gibt das Gesamtvolumen des für SYCOR relevanten Anteils des deutschen Gesamtmarkts für Informationstechnik (IT) mit 143,4 Mrd. € für das Jahr 2023 an. Gegenüber dem Vorjahr wuchs dieses Marktsegment um 2,6%. 4 Im Jahr 2023 entwickelten sich die finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Die geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 67,3 Mio. € wurden im Wesentlichen erreicht. Der Rohertrag hingegen wurde um 0,5 Mio. € leicht übertroffen. Sowohl das EBIT als auch das EBITDA blieben mit -9,1 Mio. € bzw. -6,4 Mio. € jeweils hinter Plan. Im Zuge des andauernden Transformationsprozesses schlugen sich diverse interne Sonderthemen, die nicht dem operativen Geschäft entstammten, in den Ergebniskennzahlen nieder. Diese umfassen zum einen die Kosten für externe Beratung im Zusammenhang mit dem eingeschlagenen Transformationsprozess, erhöhte Aufwände durch Interimskräfte und zum anderen die Kosten für laufende Rechtsverfahren. Trotz der erhöhten Aufwände in 2023 hat sich das EBITDA um 9,2 Mio. € auf -6,4 Mio. € (Vj. -15,6 €) deutlich verbessert.
Aus Sicht der Geschäftsführung steht die negative Ergebnisentwicklung primär im Zusammenhang mit Ausgaben, die für die Anpassungen der Organisation hinsichtlich ihrer Prozesse und mit Blick auf eine bessere Bearbeitung des Marktes notwendig sind. Darüber hinaus wurde für die Schadensersatzprozesse rund um den Arineo Sachverhalt (siehe Kapitel 3.2.3) 955 T€ verausgabt, die das operative Ergebnis belastet haben. Der Geschäftsverlauf bleibt insgesamt hinter den Erwartungen der Geschäftsleitung zurück.
1 Ein Blick auf den ERP-Markt - ERP.de
2 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 %
gesunken - Statistisches Bundesamt
2.2.1. ERTRAGSLAGEDie Umsatzerlöse betrugen 66,1 Mio. € (Vj. 62,3 Mio. €) und lagen somit um 3,8 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Im Geschäftssegment D365 erreichte SYCOR im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 17,4 Mio. € und lag damit um 36% deutlich über Vorjahr (Vj. 13,1 Mio. €). Unsere Aktivitäten im Geschäftsfeld SAP führten im Geschäftsjahr 2023 zu einem Umsatz von 17,0 Mio. € (Vj. 14,9 Mio. €) und lagen damit 14% über dem Vorjahr. Im Geschäftssegment CTS erreichte SYCOR im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 31,7 Mio. € und liegt damit leicht über dem Vorjahr (Vj. 31,1 Mio. €). Die Materialaufwendungen der SYCOR beliefen sich in der Berichtsperiode auf 18,9 Mio. € (Vj. 25,0 Mio. €). Grund hierfür sind die geringeren externen Dienstleistungen, ein bewusstes Kostenmanagement sowie günstigere Einkaufskonditionen. Der Rohertrag der SYCOR stieg im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 24,3% auf 49,7 Mio. € (Vj. 40,0 Mio. €) an. Die Rohertragsmarge lag bei 75,2% (Vj. 64,2%). Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 39,2 Mio. € und damit um 2,3% über dem Vorjahresvergleichswert (Vj. 38,3 Mio. €). Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Neueinstellungen von Mitarbeiter/-innen und Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf 16,8 Mio. € (Vj. 17,2 Mio. €). Der Rückgang um 0,4 Mio. € resultiert i. W. aus den Aufwendungen für externe Beratung, die sich im Vgl. zum Vorjahr verringert haben. Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten eine Ausschüttung der Sycor IQ Solutions GmbH (seit dem 10. April 2024 IQ Solutions GmbH) in Höhe von 2,6 Mio. €. (Vj. 2,2 Mio. €) Insgesamt erzielte die SYCOR GmbH einen Jahresfehlbetrag von -9,1 Mio. € (Vj. -16,3 Mio. €). 2.2.2. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDie Bilanzsumme der SYCOR GmbH betrug zum Ende des Berichtsjahres 70,1 Mio. € (67,0 Mio. €) und lag damit um 3,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich um 6,2 Mio. € von rund 39,8 Mio. € auf 46,0 Mio. €. (Vj. 39,8 Mio. €) Das immaterielle Anlagevermögen betrug 2,5 Mio. € (Vj. 5,1 Mio. €) und hat sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert um 2,6 Mio. € verringert. Das Sachanlagevermögen betrug 549 T€ (Vj. 308 T€) und die Finanzanlagen 5.050 T€ (Vj. 5.050 T€). Die Vorräte haben sich um 0,9 Mio. € auf 0,7 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) verringert und lagen damit unter Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen mit 13,1 Mio. € (Vj. 12,4 Mio. €) über dem Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um 2,3 Mio. € auf 6,9 Mio. € (Vj. 9,2 Mio. €). Die darin enthaltenen Rückstellungen für nicht genommene Urlaube und Arbeitszeitkonten verringerten sich um 0,2 Mio. €. Die Rückstellungen für Abfindungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 453 T€ auf 942 T€ (Vj 1.395 T€). Die Rückstellungen für Prämien und langfristige Gratifikationen betrugen zum Stichtag 3,6 Mio. € (Vj. 3,7 Mio. €). Die Summe der Verbindlichkeiten hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 4,6 Mio. € auf 60,1 Mio. € erhöht (Vj. 55,5 Mio. €). Zum Stichtag haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,4 Mio. € auf 6,7 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €) verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen bei 6,1 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) und waren niedriger als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Cash-Pooling Verbindlichkeiten gegenüber der SYCOR IQ Solutions GmbH mit der SYCOR GmbH als Cash-Pool Führerin. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt für das Jahr 2023 bei negativen 5,5 Mio. €. Das ist ein Anstieg um 3,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Wesentliche Treiber für den negativen Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist weiterhin das negative Jahresergebnis in Höhe von -9,1 Mio. € sowie die Beteiligungserträge in Höhe von 2,6 Mio. €. Der Finanzmittelfonds betrug zum Stichtag -7,3 Mio. € (Vj. -5,9 Mio. €). Den Liquiden Mitteln in Höhe von 3 T€ (Vj. 409 T€) stehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus genommenen überschüssigen finanziellen Mitteln der deutschen Tochtergesellschaften (6,1 Mio. €; Vj. 6,3 Mio. €) entgegen. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling Verhältnis mit der Tochtergesellschaft SYCOR IQ Solutions GmbH und der SYCOR GmbH als Cash-Pool-Führerin. Darüber hinaus werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,3 Mio. € (Vj. 0 Mio. €) in den Finanzmittelfonds einbezogen. Infolgedessen hat der Jahresfehlbetrag in Höhe von -9,1 Mio. € zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 zu einer weiteren Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags geführt. Der Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags durch den Jahresfehlbetrag steht eine Einlage von Zinsforderungen durch die Gesellschafterin Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, in Höhe von 2,9 Mio. € entgegen, die mit Beschluss vom 31. Januar 2024 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingelegt wurde. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft waren zuvor bereits Unterstützungsmaßnahmen in Form von mit Rangrücktritten versehenen Darlehen durch die Näder Holding GmbH & Co. KG und die Näder Beteiligungs GmbH vereinbart worden. Diese Darlehen wiesen zum 31.12.2023 einen Saldo in Höhe von 41.717 T€ (Vj. 39.217 T€) auf. Daneben ist die Näder Holding GmbH & Co. KG der von externen Banken gewährten Kreditlinie bereits im Jahr 2019 in Höhe von 2.200 T€ als Schuldner beigetreten. Hinsichtlich der gewährten, mit Rangrücktritten versehenen Darlehen, siehe Abschnitt "3.1 Überschuldung, Liquiditätssicherung und Ziele des Finanzmanagements". Im Zuge des Verkaufs der Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH ist der SYCOR GmbH am 25.03.2024 weitere Liquidität zugeflossen, sodass der Liquiditätsbedarf für den Prognosezeitraum und darüber hinaus gedeckt ist. 3. RISIKO- UND CHANCENBERICHT3.1. ÜBERSCHULDUNG, LIQUIDITÄTSSICHERUNG UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTSDie wesentlichen Aufgaben des SYCOR-Finanzmanagements bestehen in der unternehmensweiten Lenkung und Kontrolle der Finanzflüsse auf Basis klar definierter Kriterien. Wichtigstes Ziel ist dabei die fortlaufende Sicherstellung ausreichender Liquidität in der SYCOR-Gruppe, Risiken zu begrenzen und weiteres Wachstum zu finanzieren. Um diese erfolgreich umsetzen zu können, erfolgt unter der Leitung des Bereichs Finanzen eine tägliche Liquiditätsüberwachung und eine regelmäßige Analyse der Offenen Posten gemeinsam mit dem Vertrieb, den Projektleitern und dem Einkauf. Zudem hält SYCOR einen engen Kontakt zu ihren Geschäftsbanken. Der mit entsprechenden Zahlungsmittelabflüssen verbundene Jahresfehlbetrag hat zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags geführt. Zur Vermeidung einer möglichen insolvenzrechtlichen Überschuldung sowie zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit hat die Näder Holding GmbH & Co. KG der SYCOR GmbH in der Vergangenheit bis zum 31. Dezember 2023 mehrere langfristige, mit Rangrücktrittsvereinbarungen versehene Darlehen von insgesamt 41,7 Mio. € gewährt und ausgezahlt. Der Rangrücktritt der bereits seitens der Näder Holding GmbH & Co. KG sowie der Näder Beteiligungs GmbH ausgezahlten Darlehen in Höhe von 39,2 Mio. € erfolgte in der Weise, dass der Nachranggläubiger seine nachrangigen Ansprüche gegenüber der Gesellschaft so lange nicht geltend macht, wie deren Befriedigung zu einer Überschuldung i.S.v. § 19 InsO führen würde. Darüber hinaus hat sich die Näder Holding GmbH & Co. KG am 1. März 2023 gegenüber der SYCOR GmbH in Gestalt einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, ein weiteres Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. € zu gewähren. Durch diese Maßnahmen soll die SYCOR GmbH auch in Zukunft stets in einer Weise finanziell ausgestattet werden, um ihre vertraglichen und sonstigen Pflichten zu erfüllen und die Neuausrichtung und Weiterentwicklung vollständig umzusetzen. Im Zuge des Verkaufs der Anteile an der SYCOR IQ Solutions GmbH ist der SYCOR GmbH am 25.03.2024 weitere Liquidität zugeflossen, sodass der Liquiditätsbedarf für den Prognosezeitraum und darüber hinaus gedeckt ist. Bestandsgefährdende Risiken liegen damit nicht vor, und eine Finanzierung der weiteren notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität ist gesichert. 3.2. RISIKEN3.2.1. FachkräftemangelDie kritische Ressource bleibt nach Einschätzung der Geschäftsführung weiterhin die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, die Themen wie Künstliche Intelligenz, Data Mining und Data Security beherrschen und Projekterfahrung bei komplexen, zeit- und ressourcenkritischen IT-Projekten vorweisen können. Auch im Geschäftsbereich Managed Service schlägt sich die knappe Ressource in der Service Bereitstellung sowie auch in der Servicesteuerung für Risiken im Ergebnis- wie auch Umsatzsteigerung. Die Gewinnung und Integration neuer Mitarbeiter sowie die Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften werden auch in den Folgejahren im Fokus stehen. 3.2.2. Projektbezogene RisikenSYCOR führt IT-Projekte durch, bei denen auf einen spezifischen Kunden zugeschnittene IT-Lösungen geplant und umgesetzt werden. IT-Projekte haben nicht selten eine hohe Komplexität und erfordern einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. In diesem Zusammenhang bestehen sowohl technische Risiken im Rahmen der Projektdurchführung als auch Risiken aus der Vertragsgestaltung. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, durchlaufen Anfragen bei SYCOR einen Prozess zur Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit, bevor ein Angebot erstellt wird. Während der Durchführung der Projekte werden Projektscope, Realisierbarkeit und Erwartungshaltung mit dem Kunden im regelmäßigen Dialog abgeglichen. Darüber hinaus sorgen die gestiegenen Stunden- bzw. Tagessätze bei externen Dienstleistern und die nur geringe Möglichkeit Anpassungen bei Kunden vorzunehmen zu weiteren Ergebnisrisiken. 3.2.3. RechtsrisikenDie SYCOR führt seit 2019 mehrere Verfahren gegen ehemalige Geschäftsführer und leitende Manager, sowie deren 2018 gegründetes Konkurrenzunternehmen Arineo. Es sind mehrere Verfahren in Deutschland und Österreich anhängig und teilweise schon in der dritten Instanz (Unterlassung Österreich) und rechtskräftig zu Gunsten SYCOR's entschieden. Der Ausgang der weiteren Verfahren kann derzeit noch nicht beurteilt werden. Die betreuende Kanzlei sowie die Geschäftsführung sind auch in diesen Verfahren weiterhin zuversichtlich, ein für SYCOR positives Urteil zu erringen. 3.3. CHANCEN3.3.1. Steigende Nachfrage infolge des digitalen WandelsDie Transformation in digitale Lösungen erhöht die Bedeutung von digitalen Infrastrukturen und Anwendungen. Viele Unternehmen ziehen weitere Investitionen in IT-Infrastrukturen und IT-Anwendungen in Erwägung, um die Leistungsfähigkeit von bestehenden Lösungen zu steigern. Planungen von neuen Informationstechnologien können zu neuen Anforderungen an IT-Lösungen führen und damit zu einem steigenden Bedarf für Beratung und Service-Angebote. Cloud-GeschäftDie IT-Cloudifizierung bietet weiterhin erhebliche Marktchancen, da Unternehmen aller Größenordnungen verstärkt auf Cloud-Dienste und -Lösungen setzen, um ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren und agiler zu werden. Hierbei sieht SYCOR insbesondere Chancen in den Themen Security, Hybrid-Cloud-Ansätzen und der Flexibilisierung von Cloud-Workloads. Auch die nativen Cloud-Angebote der beiden großen Sycor-Partner SAP und Microsoft für ERP (SAP S/4HANA Cloud und Microsoft D365) und deren Prozessintegrationsplattformen (SAP Business Technology Plattform und Microsoft Power Plattform) bieten Chancen zur Erweiterung des Kernportfolios der SYCOR. Insbesondere im Umfeld D365 hat sich das Jahr 2023 als sehr dynamisch wachsend für SYCOR gezeigt. Insgesamt bieten die aktuellen Markttrends und Entwicklungen in der Cloudifizierung in technischen wie prozessualen IT-Elementen zahlreiche Chancen für Anbieter von Cloud-Diensten und -Lösungen, um innovative Lösungen anzubieten und Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation zu unterstützen. Für die Folgejahre wird erwartet, dass diese Trends weiter an Dynamik gewinnen und die Nachfrage nach Cloud-Services weiter steigen wird. S/4HANA ConversionIn Bezug auf die Marktchancen für Unternehmen im Zusammenhang mit der S/4HANA-Umstellungsdeadline können verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Einer der wichtigsten Aspekte ist die steigende Nachfrage nach digitalen Lösungen und die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und zu modernisieren. Hier ergeben sich für Anbieter von S/4HANA-Lösungen und Beratungsdienstleistungen sehr gute Chancen, ihr Geschäft auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Veeva CRMIm Jahr 2023 stellten sich die Marktchancen für Veeva CRM weiterhin positiv dar. Veeva CRM, mit seinen maßgeschneiderten Lösungen für die Life Sciences Industrie, wird in diesem Bereich weiterhin führend sein. Sycor profitiert hierbei von den sich ergebenden Chancen des Technologiewechsels beim Thema Life Science CRM. 3.3.2. Kundenstruktur und -bindungAufgrund des umfassenden Portfolios der SYCOR Firmengruppe im gesamten Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie verbindet die SYCOR Gruppe mit ihren Kunden oftmals breit angelegte Rahmenverträge. So werden in der SYCOR rd. 50% des Umsatzes mit zehn Kunden. Neben den damit verbundenen Abhängigkeitsrisiken ergeben sich aus dieser Struktur auch Chancen, mit diesen Kunden integrierte Serviceangebote weiterzuentwickeln und unter Verweis auf Referenzen an andere Kunden zu vermarkten. Infolgedessen existieren mit einigen Großkunden strategische Partnership Agreements zur eigenen nachhaltigen Verbesserung ihrer Infrastruktur, Architektur und Prozesse. 3.3.3. Nähe zu Trends und zu potenziellen KundenanforderungenSYCOR verfügt über ein Netzwerk zu bekannten Softwareherstellern. Die aktive Arbeit in diesen Netzwerken bietet Chancen, Marktentwicklungen frühzeitig erkennen und Kundenleads gemeinsam identifizieren und nutzen zu können. Dieses Netzwerk wurde auch in 2023 weiter ausgebaut und gestärkt. 4. AUSBLICK AUF 2024 UND 2025Der Ausblick für die SYCOR Gruppe beinhaltet alle der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Informationen, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben könnten. Hinsichtlich der SYCOR-Gruppe sowie der einzelnen Segmente könnten unvorhersehbare Ereignisse die aus heutiger Sicht erwartete Entwicklung des Unternehmens oder einzelner Segmente beeinflussen. Der Rückgang der Corona-Pandemie und ihres Einflusses auf die globalen IT-Lieferketten sowie auf bestehende und potenzielle Kunden sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Ausblicks weiterhin nicht eindeutig absehbar. Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Ukraine-Krieges wird daher weiterhin auf die hohe Unsicherheit für die weitere Geschäftsentwicklung hingewiesen. Die Geschäftsführung hält den Trend zur zunehmenden Digitalisierung in Wirtschaft und Verwaltung in allen für SYCOR-relevanten IT-Märkten für intakt, die sich in folgender Prognose niederschlagen:
Für 2024 erwartet Bitkom eine Verdoppelung des Wachstums auf 4,7% und Inlandsumsätze von 223,2 Mrd. €. 5 Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung, dass sich die Marktgegebenheiten im Vergleich zum Vorjahr tendenziell auf einem ähnlichen Niveau einpendeln. Aufgrund des sich weiter fortsetzenden Wachstums bei Kunden und des Marktes insgesamt für IT-Dienstleistungen 6 von 6,2% vs. 2024 Marktwachstum ist daher zu erwarten, dass die Umsätze bei Kundenaufträgen bzw. Projektgeschäften gegenüber dem Vorjahr weiter steigen werden. Auf Basis dieser Annahmen in Verbindung mit einem weiterhin strikten Kostenmanagement erwartet die Geschäftsführung der SYCOR GmbH für das Geschäftsjahr 2024 ein positives EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich. Für das Geschäftsjahr 2024 sind aufgrund des Verkaufs der Sycor IQ Solutions GmbH nur noch anteilige Ergebnisbeiträge enthalten.
Göttingen, 12.12.2024 Die Geschäftsführung Thomas Ahlers Steffen Horst Rüdiger Krumes |
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