Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 47413
Vorher
Hirsch GmbH Malerbetrieb Gerüstbau Bodenbeläge
Eingetragen
15.11.2001
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnFußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei, Tapeziererei
Gegenstand
Ausführung sämtlicher Maler- und Tapezierarbeiten nebst Beschaffung und Verkauf von Farben und Tapeten, Gerüstbau, Verkauf und Verlegung von Bodenbelägen sowie Reinigung von Bodenbelägen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronni Feilotter
seit 10.2.2015
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
PMB 1. Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hirsch GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Gegenstand des Unternehmens

Die Gesellschaft ist schwerpunktmäßig im Bereich von Großprojekten der öffentlichen Hand tätig und erbringt Maler-, Tapezier und Lackierarbeiten. Zu den weiteren Fachgebieten zählen Wärmedämmarbeiten, Betonsanierungen und Bodenlegearbeiten.

Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds

Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,9%

Erwerbstätige mit 45,4 Millionen leicht über Vorjahresniveau

Inflationsrate bei 7,9%

Im Jahr 2022 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,9% gegenüber dem Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche (insbesondere die Kreativ- und Unterhaltungsbranche) profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Im Baugewerbe führten hingegen Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten die Wirtschaftsleistung. Hinzu kam der massive Anstieg der Energie- und Kraftstoffpreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Im Jahresdurchschnitt 2022 waren rund 45,4 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Zu der Steigerung gegenüber dem Vorjahr tragen überwiegend die Dienstleistungsbereiche bei. Die größten Beschäftigungsgewinne verzeichneten die Bereiche Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Das Baugewerbe blieb mit einem Beschäftigungsgewinn von nur 0,5% in etwa auf Vorjahresniveau.

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9% gegenüber 2021 und damit deutlich stärker als im Vorjahr (2021: +3,1%). Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist ein deutlicher Rückgang der Neubautätigkeit zu verzeichnen. Der Mangel an verfügbarem Material und der rasante Anstieg der Kosten führen zu Verzögerungen bei laufenden Bauprojekten und machen neue Bauvorhaben sowohl für die auftraggebenden Wohnungsunternehmen als auch für viele ausführende Baufirmen und Handwerker schwer kalkulierbar.

Gegenläufig wirken sich die staatlichen Förderprogramme zur energetischen Sanierung und entsprechender Investitionen in den Immobilienbestand aus. Auch die hohen Energiekosten sorgen für ein Umdenken und einen Anreiz zur Investition in entsprechende Sanierungsprojekte.

Die Konjunkturlage im Handwerk war im Geschäftsjahr 2022 daher trotz der Einschränkungen und Sonderbedingungen aufgrund des Ukraine-Kriegs erfreulich. Die Auftragslage verblieb stabil auf hohem Niveau.

Überblick über den Geschäftsverlauf

Im Jahr 2022 hat die Hirsch GmbH eine Gesamtleistung deutlich über dem Vorjahresniveau erreicht (+ 5,3 Mio. EUR). Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung liegt mit TEUR 790 jedoch unter dem Vorjahresergebnis (TEUR 1.688).

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Hirsch GmbH hatte zum 31. Dezember 2022 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 15.194. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Erhöhung um TEUR 3.715.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 396 auf TEUR 1.748 erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang neuer Fahrzeuge sowie Mietereinbauten als auch diversen Ersatzinvestitionen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.128 um TEUR 3.313 auf TEUR 13.441 erhöht. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferung und Leistung (+TEUR 2.968) und dem Anstieg der um die erhaltenen Anzahlungen reduzierten Vorräte (+TEUR 390).

Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 51.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 339 auf TEUR 2.399 reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch niedrigere Rückstellungen für Personalkosten (-TEUR 560) begründet. Dagegen stiegen die Rückstellung für Gewährleistungen (+TEUR 182).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 302 auf TEUR 1.593 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 10.118 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.983 erhöht. Dabei erhöhte sich die Verbindlichkeit aus dem Cashpool um TEUR 3.967.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 285 nahezu auf Vorjahresniveau.

Finanzlage

Die Entwicklung des Finanzmittelfonds ist in der nachfolgenden vereinfachten Cash-Flow-Rechnung dargestellt:

2022 2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 790 1.688 -898
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 338 272 66
Investitionen in Gegenstände des Anlagevermögens -784 -936 152
Veränderung sonstige Aktiva & Passiva -4.310 -4.131 -179
Cash-Flow des Geschäftsjahres -3.966 -3.107 -859
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres -3.157 -50
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -7.123 -3.157

Die Investitionen in Gegenstände des Anlagevermögens resultieren überwiegend aus dem Erwerb neuer Fahrzeuge und Mietereinbauten sowie diverser Ersatzinvestitionen.

Durch die Einbindung der Gesellschaft in den Cashpool der HPM Die Handwerksgruppe GmbH war die Liquidität der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Ertragslage

Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.258 auf TEUR 38.844. Der Materialaufwand erhöhte sich um TEUR 4.647 im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich auf 55,4% (Vorjahr 50,2%).

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 178 auf TEUR 7.003 reduziert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Tantiemen.

Der sonstige betriebliche Aufwand von TEUR 9.961 (Vorjahr: TEUR 8.304) hat sich um TEUR 1.656 erhöht. Der Kostenanstieg ist insbesondere durch höhere Wertberichtigungen auf Forderungen sowie der Ausweitung der Geschäftstätigkeit begründet.

Trotz des Anstiegs der Gesamtleistung hat sich das Ergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 1.688 auf TEUR 790 verringert. Ursächlich hierfür ist der Anstieg der Materialaufwandsquote als auch höhere Wertberichtigungen auf Forderungen.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Hirsch GmbH ist Dienstleister am Bau für verschiedenste Gewerke und Bauleistungen. Neben der Erbringung von Bauleistungen mit eigenem Personal können durch unser qualifiziertes Leitungspersonal und die Hinzunahme vom Fremdgewerken auch komplexe Bauausführungen umgesetzt werden.

Die trotz der Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Eintrübungen generell hohe Nachfrage nach unseren Handwerksleistungen wird verstärkt durch den Umbau hin zu einer umweltneutralen Gesellschaft und führt zu stabilen Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen in Immobilien.

Zudem ist die Hirsch GmbH Teil der HPM Die Handwerksgruppe GmbH in Hamburg. Chancen der Gruppe lassen sich weiter nutzen: Die über 150 operativen Betriebe bilden mit ihrem Know-How die Basis für einen Wissenstransfer und die Verbesserung der Dienstleistung. Die Möglichkeit der Bündelung von Kräften in der Gruppe, ohne die Individualität der einzelnen Firmen zu verlieren, kann zu weiteren Ertragssteigerungen in der Gruppe führen.

Das von der Hirsch GmbH seit vielen Jahren eingesetzte interne Controlling, wird ergänzt durch das zentrale Controlling der HPM Die Handwerksgruppe GmbH. Dieses wird weiter kontinuierlich verbessert und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Die Gesellschaft kann somit ihre Risikosituation angemessen steuern und bekannte Risiken begrenzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Hirsch GmbH ist Teil des Cashpoolings der HPM Die Handwerksgruppe GmbH. Die Liquiditätssteuerung und der gesamte Zahlungsverkehr erfolgen für die gesamte Gruppe in der Zentrale der HPM Die Handwerksgruppe GmbH. Eine tägliche Überwachung und rollierende Planung der Liquidität begrenzen die Risiken von Liquiditätsengpässen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die beschränkten Rohstoffverfügbarkeiten und die damit einhergehenden Preisentwicklungen - insbesondere im Energie- und Kraftstoffbereich - erweisen sich wie erwartet als Bremse für den Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Hinzu kommt, dass das aktuelle Zinsumfeld umfangreiche Investitionen in Neubauten hemmt.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 4. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - unverändert. Nach dem Rückgang der deutschen Wirtschaft zum Jahresende 2022 (-0,5% im 4. Quartal 2022) ist die Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2023 damit auf konstant niedrigem Niveau. Zum Jahresbeginn 2023 nahmen sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben ab.

Die Bundesregierung rechnet in der Ende April veröffentlichten Frühjahrsprojektion für das Jahr 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um nur 0,4% (preisbereinigt). Für das Jahr 2024 wird eine weitere Erholung und ein Zuwachs in Höhe von 1,6% erwartet. Hauptsächlich trüben weiterhin die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs die wirtschaftlichen Aussichten ein. Hohe Energiepreise, Sanktionen, gestiegene Unsicherheit und brüchige Lieferketten sind Belastungsfaktoren für die Wachstumschancen der deutschen Volkswirtschaft. Die höheren Energiepreise u.a. infolge des Kriegs in Europa machen sich auch bei den Verbraucherpreisen bemerkbar. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hat, und rechnet für das Jahr 2023 mit einer Inflationsrate von 5,9%. Die Inflationsrate soll im nächsten Jahr einen weiteren Rückgang auf 2,7% verzeichnen.

Die Nachfrage nach Handwerksleistungen ist allgemein abhängig von

der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Erwartung von Unternehmen und Haushalten über die künftige wirtschaftliche Entwicklung

gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen

der Attraktivität von Investitionen in den Neubau und die Werterhaltung von Immobilien

Die Baubranche wird dabei aktuell insbesondere von diesen drei Aspekten belastet:

Steigende Rohstoffpreise

Lieferengpässe

Steigende Zinsen

Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Handwerksleistungen unserer Gruppe insbesondere vor dem Hintergrund der energetischen Transformation und unter Berücksichtigung des guten Verlaufs im ersten Quartal 2023 und der gut gefüllten Auftragsbücher annähernd stabil bleibt.

Kostenrisiken

Die Einkaufspreise für Bau- und Rohstoffe bewegen sich seit Ende des vierten Quartals 2020 auf hohem Niveau. So erhöhten sich z.B. die Bezugskosten für Betonstahl, Mineralölerzeugnisse und Dämmstoffe für Fassaden um 10-20%. Zudem sind Lieferengpässe seit Anfang des Jahres 2021 keine Seltenheit.

Materialien müssen daher frühzeitiger bestellt und ggf. auf Lager gehalten werden, um Verzögerungen aufgrund nicht verfügbaren Materials oder erhöhte Kosten aus kurzfristigen Käufen zu vermeiden. Zudem sind Maßnahmen zu ergreifen, um die steigenden Materialkosten an die Kunden weiterzugeben. Angebote werden weitestgehend mit einer zeitlich begrenzten Preisgarantie abgegeben oder entsprechende Preisgleitklauseln vereinbart.

Den Kostenrisiken wird durch angemessene Kalkulation der Angebote und laufende Überwachung der Baustellen Rechnung getragen. Die o.g. Controllingwerkzeuge sind Grundlage für eine mögliche Früherkennung von außerplanmäßigen Kostensteigerungen, so dass rechtzeitig Handlungsalternativen aufgezeigt werden können.

IT-Risiken

Die Zuverlässigkeit und Sicherheit des IT-Systems könnte durch Störung oder Ausfall zur Unterbrechung der Geschäftstätigkeit und somit zu erhöhten Kosten führen. Wir setzen zur Sicherung unserer IT-gestützten Geschäftsprozesse neben dem eigenen Personal auch externe IT-Dienstleister ein. Die Umstellung aller Standorte auf eine Cloud-basierte IT-Infrastruktur ist in hohem Maße abgeschlossen. Dies erhöht die Effizienz und Zuverlässigkeit der Systeme und schützt vor Datenverlusten. Die Handwerksgruppe tätigt erhebliche Investitionen, um die IT-Landschaft für alle Bereiche weiterzuentwickeln. Im Jahr 2022 wurde die eigene Serverlandschaft von einer modernen Sicherheitsstandards entsprechenden Cloud-Lösung abgelöst.

Versicherungen

Gegen die üblichen Risiken des Geschäftes hat sich die Handwerksgruppe durch verschiedene branchenübliche Versicherungen mit ausreichend hohen Deckungssummen und eine Forderungsversicherung versichert.

4. Ausblick auf die künftige Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2023 erwartet die Hirsch GmbH eine Gesamtleistung von EUR 38,7 Mio. (Vorjahr EUR 38,8 Mio.) und ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,8 Mio.)

 

München, den 3. Juli 2023

Dr. Matthias von Bodecker, Geschäftsführer

Wolfgang Erich Deckart, Geschäftsführer

Matthias Gimbel, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.939,00 6.378,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 366.138,00 33.265,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.351.522,00 1.076.133,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.141,09 235.706,19
1.744.801,09 1.345.104,19
1.747.740,09 1.351.482,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 18.743.382,23 15.896.754,64
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 16.429.218,35 - 13.972.196,25
2.314.163,88 1.924.558,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.032.139,89 8.064.079,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 5.440,35
3. sonstige Vermögensgegenstände 91.183,11 131.987,97
11.123.323,00 8.201.507,38
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.435,41 1.657,65
13.440.922,29 10.127.723,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.166,77 108,16
15.193.829,15 11.479.313,77

PASSIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
51.129,19 51.129,19
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.398.568,72 2.737.145,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 212.312,38 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 530.244,55 0,00
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.592.546,38 1.290.388,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.118.091,16 7.134.902,79
(davon gegen Gesellschafter EUR 789.562,44 (Vorjahr EUR 1.687.608,60)
3. sonstige Verbindlichkeiten 284.936,77 261.997,14
12.738.131,24 8.687.288,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.000,00 3.750,00
15.193.829,15 11.479.313,77

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.997.568,61 31.064.652,41
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 2.846.627,59 2.521.364,88
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 3.080,65
4. Sonstige betriebliche Erträge 911.410,52 778.609,63
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 3.971.688,33 - 3.089.218,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 17.530.980,12 - 13.766.199,69
- 21.502.668,45 - 16.855.417,76
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 5.468.683,33 - 5.729.576,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 1.534.188,03 - 1.451.221,61
davon für Altersversorgung EUR 17.523,99 (Vorjahr EUR 13.367,51) - 7.002.871,36 - 7.180.798,20
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 338.180,90 - 271.536,39
8. sonstige betriebliche Aufwendungen - 9.960.911,06 - 8.304.661,03
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.487,49 5.914,26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 156.740,02 58.582,85
- davon an verbundene Unternehmen EUR 152.593,35 (Vorjahr EUR 58.183,63)
12. Ergebnis nach Steuern 804.722,42 1.702.625,60
13. Sonstige Steuern - 15.159,98 - 15.017,00
14. Aufwendungen aus Ergebnisabführung - 789.562,44 - 1.687.608,60
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft Hirsch GmbH mit Sitz in München, eingetragen am Amtsgericht München unter der Nummer HRB 47413 wurde für das Geschäftsjahr 2022 gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den bilanziellen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich zum 31. Dezember 2022 um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die in § 288 HGB vorgesehenen Erleichterungsmöglichkeiten für den Umfang der Darstellung im Anhang wurden weitgehend in Anspruch genommen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren - unverändert zum Vorjahr - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und linear nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Afa-Tabellen der Finanzverwaltung orientieren, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden abnutzbare bewegliche, selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu EUR 800,00 entsprechend der steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 S. 1 i.V.m. Abs. 4 HGB zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne und die Sonderkosten der Fertigung sowie die zugehörigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Weiterhin werden zulässige Bestandteile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden in Höhe ihres Erfüllungsbetrags von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch individuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurde eine Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos gebildet.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand der Folgeperiode darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit der Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden auf Basis der Vollkosten ermittelt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag in der Folgeperiode darstellen.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und die Zusammensetzung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Geschäftsjahr 2022 sind keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Im Vorjahr resultierten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr TEUR 30) mit einer Restlaufzeit über einem Jahr enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 51.129,19.

Rückstellungen

Die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.593 (Vorjahr: 1.290) weisen in Höhe von EUR 1.569.935,43 (Vorjahr EUR 1.267.777,83) eine Restlaufzeit von bis zu einem Geschäftsjahr und in Höhe von EUR 22.610,95 (Vorjahr EUR 22.610,95) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren auf.

Alle anderen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 834; Vorjahr TEUR 2.288), Verbindlichkeiten aus dem Cashpool (TEUR 7.126; Vorjahr TEUR 3.159), Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus der Organschaft (TEUR 1.369; Vorjahr TEUR 877) sowie Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Gesellschafterin (TEUR 790; Vorjahr TEUR 1.688) zusammen und weisen in Summe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 106 (Vorjahr TEUR 96) Steuern und weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen über die kommenden vier Jahre sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 507.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben nach § 285 Nr. 31 HGB

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 6.095 (Vorjahr TEUR 3.971) sowie aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 346 (Vorjahr TEUR 1.190).

IV. Ergänzende Angaben

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HPM Die Handwerksgruppe GmbH, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Organe

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 bestellt:

Dr. Matthias von Bodecker, Kaufmann, Hamburg

Wolfgang Erich Deckart, Malermeister, Lichtenstein

Matthias Oliver Gimbel, Malermeister, Inning am Ammersee

Sämtliche Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft allein und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angaben der Bezüge der Geschäftsführer wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Hierbei handelt es sich um 66 gewerbliche Beschäftigte, 41 Angestellte und 5 Auszubildende.

 

München, den 3.7.2023

Dr. Matthias von Bodecker, Geschäftsführer

Wolfgang Erich Deckart, Geschäftsführer

Matthias Oliver Gimbel, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellkosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte 16.628,80 0,00 0,00 0,00 16.628,80
Summe 16.628,80 0,00 0,00 0,00 16.628,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.019,52 122.172,75 0,00 235.706,19 423.898,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.835.258,91 634.842,68 134.631,93 0,00 2.335.469,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 235.706,19 27.141,09 0,00 -235.706,19 27.141,09
Summe 2.136.984,62 784.156,52 134.631,93 0,00 2.786.509,21
2.153.613,42 784.156,52 134.631,93 0,00 2.803.138,01
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte 10.250,80 3.439,00 0,00 13.689,80
Summe 10.250,80 3.439,00 0,00 13.689,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.754,52 25.005,94 0,00 57.760,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 759.125,91 309.735,96 84.914,21 983.947,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 791.880,43 334.741,90 84.914,21 1.041.708,12
802.131,23 338.180,90 84.914,21 1.055.397,92
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Rechte 2.939,00 6.378,00
Summe 2.939,00 6.378,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 366.138,00 33.265,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.351.522,00 1.076.133,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.141,09 235.706,19
Summe 1.744.801,09 1.345.104,19
1.747.740,09 1.351.482,19

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hirsch GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hirsch GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hirsch GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Juli 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Preisegger, Wirtschaftsprüfer

Erik Dumke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 20.07.2023 festgestellt.

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