Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 200016
Vorher
actiforce GmbH
Eingetragen
14.9.2005
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Vertrieb von "Actiforce- Komponenten".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Fricke
seit 14.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actiforce Europe GmbH

Nienburg/Weser

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Actiforce Europe GmbH, Nienburg

I Darstellung des Geschäftsverlaufs

Das Jahr 2023 war ein weiteres herausforderndes Jahr für unseren Markt, da das Vertrauen in den Markt langsam zurückkehrt. Dies führt jedoch noch nicht zu einer Umsatzsteigerung, aber in den Kontakten mit unseren Kunden hören wir, dass die Zukunft viel Gutes zu bieten hat. Im Jahr 2023 konnten wir unsere Preise stabilisieren und vor allem die Seefrachtkosten sanken aufgrund des stabileren Logistikmarktes in der Post-Covid-Ära.

Wir mussten uns entscheiden, unsere hohen Lagerbestände, die vor allem in der Covid-Zeit stark gestiegen sind, auf ein akzeptables Niveau abzuschreiben, um sie in Zukunft verkaufen zu können. Dies wirkte sich einmalig negativ auf die Bruttomarge und das Ergebnis im Jahr 2023 aus. Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2024 davon profitieren können.

Um den Wettbewerbs- und Marktentwicklungen gerecht zu werden, haben wir uns entschieden, die (Vertriebs-)Aktivitäten der niederländischen Actiforce-Niederlassungen im Jahr 2023 einzustellen und ab 2024 nach Deutschland und Malaysia zu verlagern. Dazu haben wir Ende 2023 den gesamten Bestand der niederländischen Niederlassung übernommen. Durch diesen Zusammenschluss, der mit einer hohen Kostensenkung für die gesamte Actiforce-Gruppe einhergeht, soll die Profitabilität ab dem Jahr 2024 wieder auf ein akzeptables Niveau zurückkehren.

Ab 2024 wird unser Unternehmen für die Vertriebsaktivitäten in ganz Europa verantwortlich sein, wo wir über die Expertise von lokal gut informierten Vertriebsmitarbeitern verfügen und diese halten, die den Markt kennen und expandieren können.

Auch die weitere Entwicklung unseres Marktes und die Zukunftserwartungen beurteilen wir sehr positiv. Als Ergebnis all unserer Investitionen in unsere Fabriken in Malaysia und der vertikalen Integration der Fertigungsprozesse sehen wir einen starken Rückgang der Einstandspreise, der sich in einem Anstieg unserer Bruttomargen im Jahr 2024 widerspiegeln sollte. Darüber hinaus ergeben sich durch diese Kostensenkung viele Möglichkeiten, Unternehmen, insbesondere aus China, Konkurrenz zu machen und neue Vertriebskanäle zu erschließen, die unsere Marktposition stärken werden.

Veränderung der Verbraucherpreise in Prozent

Quelle: https://wko.at/statistik/eu/europa-inflationsraten.pdf

Reales Bruttoinlandsprodukt (BIP) im internationalen Vergleich

Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2024/01/Inhalte/Kapitel-6-Statistiken/6-4-05-reales-bruttoinlandsprodukt.html

I.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 Prozent ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums - allerdings auf niedrigem Niveau - erwarten.

Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW-Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar.

Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im November auf 3,2 %. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2021, was vor allem auf einen Basiseffekt im Zuge sehr hoher Energiepreise im Vorjahr zurückzuführen ist. Im Oktober hatte die Rate noch bei 3,8 % gelegen. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) lag im November bei 3,8 % (Oktober: +4,3 %) und damit erneut höher als die Inflationsrate. Nahrungsmittel verteuerten sich im November gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überproportional (+5,5 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier ebenfalls weiter nach (Oktober: +6,1 %). Zum zweiten Mal seit Januar 2021 ist ein Rückgang der Energiepreise gegenüber dem Vorjahresmonat zu konstatieren (-4,5 %; Oktober: -3,2 %). Maßgeblich hierfür ist vor allem ein Basiseffekt aufgrund des hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr. Im Bereich der Dienstleistungen hat sich der Preisauftrieb mit +3,4 % weiter etwas abgeschwächt (Oktober: +3,9 %).

Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen lag im September nach endgültigen Ergebnissen gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert bei 1.557 (+0,1 %). Verglichen mit dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg von 26,7 %, nachdem dieser von Juni bis August stets über 35 % betragen hatte. Nach wie vor liegen die Unternehmensinsolvenzen mit -4,4 % leicht unter dem Vor-Corona-Mittelwert (2016-2019). Bezogen auf die ersten neun Monate gab es in 2023 24,7 % mehr Unternehmensinsolvenzverfahren als im Vorjahreszeitraum. Seit Juni/Juli ist eine Stabilisierung - aber keine grundsätzliche Entspannung - zu erkennen, der trendmäßige Anstieg der Insolvenzzahlen seit Mitte 2022 scheint vorerst gestoppt. Auf hohem Niveau bleibt die Zahl der von einer Insolvenz betroffenen Beschäftigten, die im September rd. 91 % über dem Vorjahresmonat und immer noch 67 % über dem September-Mittelwert der Vor-Corona-Jahre 2016-2019 lag. Bei den voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den gemeldeten Unternehmensinsolvenzen betragen die Anstiege rd. 120 % (Vorjahresmonat 2022) bzw. rd. 39 % (September-Mittelwert 2016-2019). Die Zahlen zeigen, dass aktuell größere Unternehmen stärker von Insolvenzen betroffen sind.

Der Frühindikator IWH-Insolvenztrend zeigt für November einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 5,8 % ggü. dem Vormonat Oktober. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg um 20,9 % zu verzeichnen (Oktober: +43,6 %). Laut IWH ist der Rückgang überraschend. Als Grund wird genannt, dass ein ungewöhnlich niedriger Anteil der vorläufigen gerichtlichen Insolvenzentscheidungen der letzten Monate zu tatsächlichen Insolvenzen geführt hat. Allerdings stelle diese Entwicklung nicht das Ende der höheren Insolvenzzahlen dar. Auch die vorläufigen Zahlen der beantragten Regelinsolvenzen, die ebenfalls einen Frühindikator darstellen, sind im November gefallen - um 1,8 %. Ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zum Jahresende, der sich in den Oktober-Zahlen angedeutet hatte, hat sich somit noch nicht bestätigt.

Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html

I.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz des Berichtsjahres und des Vorjahres verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Absatzregionen der Actiforce Europe GmbH:

Umsatzerlöse 2023 2022
Inland 60% 58%
Ausland 40% 42%

Die Verteilung der Umsatzerlöse hat sich im Geschäftsjahr 2023 von Drittländern, mit in Summe vergleichsweise schwacher Performance, ins Inland verschoben, i.W. durch gute Verkaufserfolge in Deutschland.

I.3 Geschäftsergebnis

Die Actiforce Europe GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen alter Vorräte (- € 1.665 T) von rd. € 804 T erzielt (2022: € 2.445 T).

Der Personaleinsatz sank von rd. € 1,54 Mio. in 2022 um rd. € 0,31 Mio. auf € 1,23 Mio. in 2023, im Wesentlichen aufgrund des Personalabbaus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von rd. € 1,37 Mio. auf rd. € 1,59 Mio.

Die Zinsaufwendungen haben sich um rd. € 29 T auf insgesamt rd. € 64 T erhöht.

Der Auftragsbestand hat sich bis zum Aufstellungsdatum gegenüber 2022 jedoch verbessert. Die Geschäftsführung erwartet, in 2024 das Vertriebsbudget mit den in Umsetzung befindlichen Vertriebsmaßnahmen zu erreichen.

I.4 Produkte und Produktion

Die Produktpalette besteht im Kern weiterhin aus elektrisch, sowie mechanisch höhenverstellbaren Tischgestellen, Zubehör/Anbauteilen, Tischplatten und Arbeitstischen. Für die Uhrmachertische wurden Kombinationen mit bestehenden Produkten des Hettich-Konzerns in den Markt eingeführt, die technisch einzigartig sind, einen zusätzlichen Kundennutzen bieten und die gezielte Ansprache bestehender Kunden ermöglichen.

I.5 Beschaffung

Materialwirtschaft

Der Vorratsbestand wurde von rd. € 5,8 Mio zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf rd. € 2,7 Mio. Ende 2023 reduziert. Hauptgrund für diesen Rückgang ist die Abschreibung von Altbeständen. Mit Blick auf anhaltende Supply-Chain-Risiken wurden Sicherheitsbestände zur Absicherung der Lieferfähigkeit geschaffen.

Preisentwicklung

Im Jahr 2023 haben sich die Preise stabilisiert. Weitere Preiserhöhungen, wie wir sie in den Jahren 2021 und 2022 kannten, sind nicht wieder eingetreten.

Die Seefrachtkostenpreise sind im Jahr 2023 auf das Vor-Corona-Niveau gesunken.

I.6 Investitionen

Sachinvestitionen (inkl. GWG)

Die Sachinvestitionen des Geschäftsjahrs beliefen sich auf rd. € 70 T und erfolgten im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Strukturierung des Lagers, dem Schaffen zusätzlicher Büroarbeitsplätze, der Anschaffung eines PKW und der Digitalisierung.

I.7 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurde durch die Muttergesellschaft eine Erhöhung des Intercompany Darlehens i.H.v. rd. € 1,0 Mio. auf insgesamt rd. € 3,87 Mio. gewährt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen i.W. die Fuhrparkfinanzierung und wurden vertragsgemäß getilgt.

I.8 Personal- und Sozialbereich

Die Actiforce Europe GmbH beschäftigte am einzigen Standort in Nienburg zum 31.12.2023 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon

• 2 in der Produktion

• 10 im Vertrieb und im Außendienst

• 3 in der Verwaltung

• 9 im sonstigen Bereich

Die Qualifikation der Mitarbeiter wird durch interne und externe Schulungen kontinuierlich verbessert und befindet sich insgesamt auf gutem Niveau. Die Arbeitsmarktsituation erschwert gegenwärtig die Besetzung offener Stellen.

II Darstellung der Lage

II.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Actiforce Europe GmbH ist von rd. € 7,9 Mio. Ende 2022 um rd. € 2,3 Mio. auf rd. € 5,6 Mio. zum Jahresabschluss 2023 gesunken. Die Änderung beinhaltet die Abschreibung von Altbeständen.

II.2 Finanzlage

Die Finanzierung Ende 2023 ist zu minus 19% eigenkapitalbasiert. Das Eigenkapital sank im Geschäftsjahr 2023 um das Periodenergebnis auf rd. minus € 1,09 Mio.

Der Kapitaldienst für die externen Darlehen wurde vertragsgemäß erfüllt, sodass die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten auf rd. € 17 T zum Bilanzstichtag 2023 sanken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen befanden sich Ende 2023 mit rd. € 1,4 Mio. auf einem um rd. € 2,1 Mio. tieferen Niveau als im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern wurden im Zuge einer Darlehenserhöhung von insgesamt rd. € 2,91 Mio. (2022) auf rd. € 3,87 Mio. (2023) erhöht.

II.3 Ertragslage

Das Jahresergebnis 2023 i.H.v. rd. € - 2.154 T wurde durch die unter I.3 Geschäftsergebnis genannte Effekte bestimmt.

II.4 Gesamtaussage

Die Ertragslage war im Jahr 2023 unter den gegebenen Rahmenbedingungen schlechter als budgetiert. Die wesentlichen Abweichungen sind für das Geschäftsjahr 2024 mit Maßnahmen belegt.

Liquidität und Eigenkapital wurden durch geeignete Finanzierungsmaßnahmen abgesichert. Das Darlehen gegenüber die Muttergesellschaft, wird Ende 2023 als Rangrücktrittsdarlehen klassifiziert.

III Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

III.1 Voraussichtliche Entwicklung

Die Geschäftsführung erwartet durch in Umsetzung befindliche Vertriebs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen für 2024 eine Verbesserung im Umsatz und Rohertrag.

Wir streben eine Steigerung im Umsatz zum Vorjahr von 40% an und deutliche Verbesserungen der Margen für 2024. Der starke Umsatzanstieg lässt sich durch die Umstrukturierung erklären, die in den Niederlanden stattgefunden hat, wodurch niederländische Kunden ab 2024 von Deutschland aus betreut werden.

Wir werden das durch Covid gestiegene Endpreis-Niveau in 2024 halten und den Margenvorteil nutzen, um alte Verluste zu kompensieren. Die positiven Effekte werden ab 2024 sofort sichtbar sein.

III.2 Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Wir befinden uns in einem attraktiven Markt und sehen große Potenziale in zukünftigen Büro, Homeoffice und Tisch-Welten.

Aber wir müssen in Zukunft wieder profitabler sein - um unsere Investitionen finanzieren zu können, aber auch, um mit chinesischen Wettbewerbern konkurrieren zu können.

Daher möchten wir uns stärker auf das margenattraktive Handels-Geschäft und den Online-Vertrieb konzentrieren.

Wir möchten unabhängiger vom Volumen Geschäft und deren Margendruck werden.

Malaysia spielt mittlerweile eine neue Rolle in der Actiforce-Gruppe - das Etablieren der "Leg-factory" wird neue Preisvoraussetzungen bringen und damit die Gewinne deutlich verbessern. Die Entwicklung der Produktion in der " Leg-Factory" im Jahr 2023 zeigt, dass sich die Margen verbessern und die Chancen auf die Gewinnung neuer Kunden und die Verbesserung der Ergebnisse stark steigen.

Risiken

Risiken bestehen i.W. in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit Blick auf geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen, Engpässe und Unterbrechungen in der Supply-Chain, hohe Energiepreise sowie hohe Inflation kombiniert mit hohen Rohstoffpreisen.

III.3 Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente wurden nicht eingesetzt.

 

Nienburg, den 26. März 2024

gez. Holger Fricke, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 152.723,00 159.694,00
I. Sachanlagen 152.723,00 159.694,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 133.223,00 159.694,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.500,00
B. Umlaufvermögen 4.404.176,80 7.713.591,33
I. Vorräte 2.709.074,00 5.824.821,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.179.754,62 1.314.566,77
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 404.448,27 52.192,42
2. sonstige Vermögensgegenstände 775.306,35 1.262.374,35
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 515.348,18 574.202,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.050,45 20.694,76
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.089.407,80
Summe Aktiva 5.647.358,05 7.893.980,09

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 1.064.298,05
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzverlust 1.114.407,80 -1.039.298,05
davon Gewinnvortrag 1.039.298,05 1.631.314,80
III. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.089.407,80
B. Rückstellungen 125.200,00 101.440,00
C. Verbindlichkeiten 5.522.158,05 6.728.242,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.109,97 37.694,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 16.367,32 21.787,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 742,65 15.907,36
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.870.000,00 2.905.160,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.870.000,00 2.905.160,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.345.159,45 3.499.702,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.345.159,45 3.499.702,92
4. sonstige Verbindlichkeiten 289.888,63 285.684,28
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 289.888,63 285.684,28
Summe Passiva 5.647.358,05 7.893.980,09

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.468.994,51 2.445.565,72
2. Personalaufwand 1.230.080,40 1.535.224,86
a) Löhne und Gehälter 965.837,27 1.259.657,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 264.243,13 275.567,16
davon für Altersversorgung 16.460,76 17.610,76
3. Abschreibungen 1.742.038,12 81.053,72
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.656,12 81.053,72
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.665.382,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.586.983,45 1.368.027,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,36 5,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.608,51 36.155,76
davon an verbundene Unternehmen 62.910,00 35.160,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,76 -56,55
8. Ergebnis nach Steuern -2.153.705,85 -574.834,46
9. sonstige Steuern 17.182,29
10. Jahresfehlbetrag 2.153.705,85 592.016,75
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.039.298,05 1.631.314,80
12. Bilanzverlust 1.114.407,80 -1.039.298,05

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Actiforce Europe GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Nienburg/Weser
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Walsrode
Register-Nr.: 200016

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die Anschaffungskosten der geringwertigen Wirtschaftsgüter des laufenden Geschäftsjahres ist vom Wahlrecht der Sofortabschreibung Gebrauch gemacht worden.

Fertige Erzeugnisse des Vorratsvermögens und Waren wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, sofern nicht ein niedrigerer Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag maßgebend ist.

Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Allgemeine Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Die Wertberichtigungen umfassen neben akuten Einzelrisiken auch das allgemeine Kreditrisiko sowie andere wertmindernde Faktoren wie den Skontoabzug. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Der im Berichtsjahr ausgewiesene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert aus dem Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von T€ 2.154 soweit dieser den Bilanzgewinn des Vorjahres und das gezeichnete Kapital übersteigt. Die Gesellschaft ist damit rechnerisch überschuldet. Zur Überprüfung der Fortführungsfähigkeit wird von der Geschäftsleitung eine Ertrags- und Liquiditätsplanung aufgestellt, die laufend aktualisiert wird. Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung dieser Ertrags- und Liquiditätsplanung unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Fortführungsprämisse ist davon anhängig, dass von den Gesellschaftern keine anderweitigen Beschlüsse getroffen werden, die der Fortführung der Gesellschaft entgegenstehen. Die Gesellschafter haben darüber hinaus Rangrücktrittserklärungen in Höhe von T€ 3.870 für ihre Gesellschafterdarlehen abgegeben.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller Umstände im Einzelfall gebildet und sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 566.253,16 50.199,12 34.527,43
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 19.500,00 0,00
Summe Sachanlagen 566.253,16 69.699,12 34.527,43
Summe Anlagevermögen 566.253,16 69.699,12 34.527,43
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 581.924,85
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 19.500,00
Summe Sachanlagen 0,00 601.424,85
Summe Anlagevermögen 0,00 601.424,85
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.559,16 76.656,12 34.513,43 0,00 448.701,85
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 406.559,16 76.656,12 34.513,43 0,00 448.701,85
Summe Anlagevermögen 406.559,16 76.656,12 34.513,43 0,00 448.701,85
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 133.223,00 159.694,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 19.500,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 152.723,00 159.694,00
Summe Anlagevermögen 0,00 152.723,00 159.694,00

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 404 T€ (31.12.2022: 76 TEUR) resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 25 TEUR ist in voller Höhe eingezahlt.

Im nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag ist ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 1.039 (31.12.2022: T€ 1.631) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen folgende Positionen:

TEUR
Urlaubsverpflichtungen 52,0
Gleitzeitüberhänge 12,5
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 32,0
Berufsgenossenschaft 9,3
Aufbewahrungspflicht 8,0
Übrige 11,4
125,2

Zusammensetzung, Laufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden

Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.367,32 22 742,65 16 0,00 0
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 11 0,00 0 0,00 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.868,59 41 0,00 0 0,00 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.345.159,45 3.500 0,00 0 0,00 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.870.000,00 2.905 0,00 0 0,00 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten
- aus Steuern 33.492,27 22 0,00 0 0,00 0
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0 0,00 0 0,00 0
- übrige 231.527,77 211 0,00 0 0,00 0
265.020,04 233 0,00 0 0,00 0
5.521.415,40 6.712 742,65 16 0,00 0
Summe davon gesichert Art der Sicherheit
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.109,97 38 17.109,97 38 Eigentumsvorbehalt
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 11 0,00 0 -
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.868,59 41 24.868,59 41 Eigentumsvorbehalt
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.345.159,45 3.500 0,00 0 -
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.870.000,00 2.905 0,00 0 -
6. Sonstige Verbindlichkeiten
- aus Steuern 33.492,27 22 0,00 0 -
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0 0,00 0 -
- übrige 231.527,77 211 0,00 0 -
265.020,04 233 0,00 0
5.522.158,05 6.728 41.978,56 79

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 163.744,62 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon entfallen 142 TEUR auf Miet- und Pachtverträge mit Restlaufzeiten von bis zu zwei Jahren. In Höhe von 22 TEUR bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Fahrzeuge und sonstige bewegliche Wirtschaftsgüter.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Umsatzerlöse entfallen mit ca. 60 % auf Inlandsumsätze und mit ca. 40 % auf solche mit dem Ausland (Europa und Übersee)

Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Erträge sind:

T€
Verrechnete Sachbezüge 40
Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz 24
Schadensersatzleistungen 5

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 432 TEUR für anteilig weiterbelastete Kosten des Mutterunternehmens (Konzernumlage) enthalten.

Weitere Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung resultieren aus der Abwertung des Vorratsvermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Diese Abwertungen betragen 1,7 Mio. EUR und sind in den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Produktion 2,00
Vertrieb und Außendienst 10,00
Verwaltung 3,00
Sonstige 9,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 24,00

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäftsführung erfolgte durch den alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführer der Gesellschaft, Herrn Holger Fricke, Bruchhausen/Vilsen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 2.153.705,85 EUR. Dieser soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Nienburg, 12.04.2024

gez. Fricke

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Actiforce Europe GmbH, Nienburg/Weser

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actiforce Europe GmbH, Nienburg/Weser, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actiforce Europe GmbH, Nienburg/Weser, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 12. April 2024

F + P TREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Bünger, Wirtschaftsprüfer

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