Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 12334
Eingetragen
15.1.2003
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln, insbesondere von Generika im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Historie

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Management

NameRolle
Justus Lassnig
seit 22.7.2024
Prokura
David Henn
seit 4.1.2023
Geschäftsführer
Carsten Köhring
seit 4.1.2023
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

PB Pharma GmbH

Meerbusch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

PB Pharma GmbH, Meerbusch

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die PB Pharma GmbH wurde im Jahre 1999 als PB Pharma AG gegründet und im Jahre 2001 in die PB Pharma GmbH umgewandelt sowie umfirmiert. Seit 2012 ist die KBI Pharma GmbH alleinige Gesellschafterin.

Seit Gründung ist die PB Pharma im Gesundheitswesen tätig und vertreibt insbesondere Atemwegs - Arzneimittel. Darüber hinaus ist das Unternehmen seit 2011 zusätzlich im Geschäftsbereich des Parallelimportes tätig. Dabei liegt eine Spezialisierung auf Betäubungsmittel vor; in diesem Segment waren wir, wie bereits in den Vorjahren, im Jahre 2019 Marktführer der Bundesrepublik.

Als Anbieter von Betäubungsmitteln unterliegen wir der Aufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf und der Bundesopiumstelle. Aus dem Arzneimittelgesetz und den ergänzenden Bestimmungen der AM HandelsV, AMWHV sowie europäischen Richtlinien "GMP" und "GDP" sind wir zur Unterhaltung eines Qualitätssicherungssystems verpflichtet. Die Qualitätssicherung ist ein wesentlicher Baustein für unsere Zuverlässigkeit und Zufriedenheit unserer Kunden sowie der Patienten.

Mit unserem Geschäftsmodel des Parallelimportes werden dem deutschen Gesundheitssystem preisgünstige, patentgeschützte EU-Original-Arzneimittel zur Verfügung gestellt. Wir verstehen uns als wesentlichen Bestandteil des Gesundheitswesens und tragen zu einer Reduktion der Krankheitskosten unserer Gesellschaft bei. Die Distribution der Arzneimittel an den Patienten erfolgt über den pharmazeutischen Großhandel und Apotheken.

Die Entwicklung des Marktes ist - nach wie vor - stark geprägt von politischen und gesetzlichen Vorgaben, die insbesondere unser Sortiment und die Preisbildung stark beeinflussen. Unser Geschäftserfolg ist maßgeblich abhängig von den Gegebenheiten der Beschaffungsmärkte. Neben knappen Mengen wird diese Situation durch regulative Maßnahmen seitens der nationalen EU - Regierungen (wie beispielsweise von Exportverboten für eine Anzahl von Produkten oder Mengenregulierungen) beeinflusst.

Originatoren entwickeln zudem weitere Absatzstrategien. Hierzu zählen Abschlüsse von Rabattverträgen, so dass der Apotheker ein bestimmtes Originalpräparat abgeben muss

1 Verordnung über den Großhandel und die Arzneimittelvermittlung

2 Verordnung über die Anwendung der Guten Herstellungspraxis bei der Herstellung von Arzneimitteln und Wirkstoffen und über die Herkunft Anwendung der guten fachlichen Praxis bei der Herstellung von Produkten menschlicher

3 Good Manufacturing Prctice (GMP); Richtlinie der Europäischen Kommission 2003/94/EC

4 Good Distribution Practice (GDP; Richtlinie der Europäischen Kommission 2001/83/EC und nicht auf Importware ausweichen kann. Unsererseits war es aber möglich in diese Rabattverträge einzusteigen und hierdurch den Absatz aufrechtzuerhalten.

Des Weiteren sind die Pharmazeutischen Unternehmen verpflichtet, die Richtlinie 2011/62/EU "EU Fälschungsrichtlinie" zum 09.02.2019 umzusetzen. Jede Arzneimittelpackung wird mit einer randomisierten einmaligen Seriennummer ausgestattet (serialisiert), die gemeinsam mit Chargennummer und Ablaufdatum in einem zweidimensionalen Barcode verschlüsselt wird. Damit wird jede Arzneimittelpackung einzigartig und nachverfolgbar - auch innerhalb Europas. Dabei wird bevor ein Arzneimittel an einen Patienten abgegeben wird, die Seriennummer des Medikaments überprüft (verifiziert), aus einem Datensystem ausgelesen und deaktiviert. Sollte dieselbe deaktivierte Seriennummer zu einem späteren Zeitpunkt in einer Abgabestelle nochmals auftauchen, besteht somit ein Fälschungsverdacht. Das Medikament wird nicht abgegeben und es besteht kein Risiko für den Patienten. Dieses komplexe Projekt konnte im Wesentlichen durch interne Ressourcen implementiert werden, wodurch Produktionsschwierigkeiten und Umsatzausfälle vermieden werden konnten.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2019 belaufen sich auf T€ 27.849,2 (Vorjahr T€ 25.948,3) und liegen damit über dem Niveau des Vorjahres (7,3 %). Das Handelsvolumen im Bereich Betäubungsmittel und Nicht-Betäubungsmittel konnte eine Steigerung von ca. T€ 3.587,1 erreicht werden. Durch den Abschluss von weiteren 8 Rabattverträgen gem. § 130a Abs. 8 SGB V ist dieser Vertriebskanal während des Geschäftsjahres erweitert worden. Durch das gestiegene Handelsvolumen der Parallelimportprodukte ist der Materialaufwand absolut um T€ 2.270,3 gestiegen. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen beträgt die Materialeinsatzquote 80,5 %, während diese Quote im Vergleichsjahr noch 77,6 % betragen hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind signifikant von T€ 74,1 auf T€ 2.104,6 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert mit T€ 1.923 im Wesentlichen aus der Auflösung eines Vertrages des Mitvertriebes eines Kunden mit Rückgabe der Vorräte und der Vereinnahmung eines Ablösungsbetrags.

Die Anzahl unserer Mitarbeiter hat sich um einen Mitarbeiter erhöht. Der Personalaufwand hat sich von T€ 1.261,5 in 2018 auf T€ 1.400,1 in 2019 leicht erhöht.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 26,1 auf T€ 454,4 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich auf insgesamt T€ 1.066,2 (Vorjahr T€ 1.138,5), was einer Veränderung von -6,4 % entspricht. Das Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2019 ist mit T€ - 130,0 (Vorjahr T€ - 150,00) verbessert, was auf die geringe Inanspruchnahme von genehmigten Kreditlinien zurückzuführen ist.

Das Ergebnis beträgt T€ 4.486,3 (Vorjahr T€ 2.897,8) und wird vollständig an die Organträgerin abgeführt.

3. Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Entwicklung der Liquidität verlief plangemäß. Die Investitionen in das Anlagevermögen wurden aus dem laufenden Cash-Flow finanziert. Es liegen ausreichende Liquiditätsreserven vor in Form von gewährten und nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien. Bei der Finanzierung können wir auf Liquidität unserer Mutter- und Schwestergesellschaften zurückgreifen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem verbundenen Unternehmen betrug per 31.12.2019 T€ 2.383,2 (Vorjahr T€ 1.262,1).

4. Vermögenslage

Im Jahre 2019 sind Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen von T€ 204,9 getätigt worden. Der größte Teil (T€ 195,0) wurde in immaterielle Vermögensgenstände (Zulassungen, Markenrechte und Vertriebsrechte) investiert. Arzneimittelzulassungen mit einem Gesamtwert von T€ 50,0 (Vorjahr T€ 50,0) befinden sich noch in der Zulassungsphase. Wir gehen davon aus, dass die Zulassungsverfahren im Jahre 2020 beendet werden. Abgänge waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Das Vorratsvermögen nimmt 63,1 % der Bilanzsumme ein und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.078,8 erhöht.

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.135,2 auf T€ 12.703,6 erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Vorräte und dem Zuwachs von Lizenzen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen am 31.12.2019 T€ 2.051,7 und liegen im Vergleich zum Vorjahre auf hohem Niveau (Steigerung +65,6% zum Vorjahr). Durch Controllingmaßnahmen sind Zahlungsziele unter Beobachtung. Forderungsverluste waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 2019 16,0 %. Im Vorjahr betrug diese 21,2 %.

5. Chancen- und Risikobericht

Unser Unternehmen hat ein Compliance Management System eingeführt. Dieses System ist neben dem Controlling Basis für unsere interne Revision und Baustein für unsere Zuverlässigkeit sowie Produktsicherheit.

Die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und in der EU sind Chancen und Risiken unserer Gesellschaft. Diese beobachten wir fortwährend, um uns den aktuellen Bedingungen zu stellen und wenn nötig anzupassen oder gegenzusteuern.

Im Geschäftsjahr 2020 ist auch weiterhin mit dem Abschluss von einigen Rabattverträgen von umsatz- und renditestarken Produkten zu rechnen. Die PB Pharma GmbH wird durch die Teilnahme an Rabattverträgen und durch die Ausweitung ihres Portfolios hierauf reagieren. Hier ist unter anderem das Forcieren des Geschäftsbereichs der Kühlprodukte und die Fokussierungen auf Importe und Exporte von Waren zu nennen.

Kundenforderungen stehen unter ständiger Beobachtung, so dass Krisensituationen bei Kunden frühzeitig erkannt werden können. Zahlungsausfälle hatten wir in der Vergangenheit nur in einem sehr geringen Maße zu verzeichnen.

Durch unser Qualitätssicherungssystem überwachen wir das Lieferantenportfolio permanent und durch das Risikomanagement werden Sortiments - oder Bestandsrisiken laufend überwacht.

Unsere Organisation und das Controlling haben wir so aufgestellt, dass wir laufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert sind. Unsere Berichterstattung gibt uns und den Partnern, mit denen wir eng zusammenarbeiten, einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft.

6. Prognosebericht

Mit dem 01.01.2020 sind keine gesetzlichen Maßnahmen, die Einfluss auf das Geschäftsmodell der PB Pharma GmbH haben, eingetreten.

Um die Beschaffungssituation von Importarzneimitteln zu verbessern haben wir in diesem Geschäftsjahr die Einkaufsabteilung weiter personell verstärkt und breiter aufgestellt. Hierdurch erschließen wir regelmäßig neue strategische Beschaffungswege und optimieren unsere internen Abläufe.

Dabei beschränken wir uns nicht lediglich auf neue Beschaffungsquellen, sondern erweitern auch unser Produktportfolio. Wir eruieren und analysieren weiterhin geeignete Produkte und haben 2020 einen besonderen Focus auf den Parallel - Export gelegt.

Darüber hinaus werden wir das Sortiment erweitern. Die Anzahlungen des Anlagevermögens betreffen generische Arzneimittelzulassungen.

Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft. So ist auch der Gesamtmarkt des Parallelimportmarktes von Januar 2020 bis Mai 2020 um ca. 19,6% eingebrochen. Aufgrund des Vorhaltens von Intensivbetten sind nicht notwendige Operationen in den Krankenhäusern nicht durchgeführt worden. Damit ist die Nachfrage von postoperativen Schmerzmittel stark zurückgegangen.

Nachdem die geforderten Maßnahmen der Bundesregierung aufgehoben werden und unter anderem die Operationen wieder durchgeführt werden, gehen wir von einer schnellen Erholung des Gesamtmarktes aus. Die Geschäftsführung geht dennoch von einem Umsatzrückgang von ca. 10% im Vergleich zum Vorjahr aus. Das Betriebsergebnis wird von dieser Entwicklung leicht negativ beeinflusst.

 

Meerbusch, 14.07.2020

gez. Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 1.253.891,10 1.503.421,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.197.544,51 1.416.612,51
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.197.544,51 1.416.612,51
II. Sachanlagen 56.313,51 86.776,51
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.313,51 86.776,51
III. Finanzanlagen 33,08 32,00
1. Beteiligungen 33,08 32,00
B. Umlaufvermögen 11.424.815,60 8.024.311,67
I. Vorräte 8.009.666,89 4.930.898,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.199.412,78 1.349.086,45
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.199.412,78 1.349.086,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.215.735,93 1.744.326,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.863,66 40.657,20
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.703.570,36 9.568.389,89

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 2.026.345,78 2.026.345,78
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 1.976.345,78 1.976.345,78
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.246.348,51 1.044.151,56
C. Verbindlichkeiten 9.430.876,07 6.497.892,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.784.535,99 4.260.971,47
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.646.340,08 2.236.921,08
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.703.570,36 9.568.389,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 7.537.778,71 5.876.783,62
2. Personalaufwand 1.400.098,19 1.261.521,28
a) Löhne und Gehälter 1.274.146,15 1.147.634,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 125.952,04 113.886,92
3. Abschreibungen 454.400,48 428.297,68
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 454.400,48 428.297,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.066.197,42 1.138.529,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.716,38 2.296,19
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.707,12 152.264,75
7. Ergebnis nach Steuern 4.487.091,88 2.898.466,71
8. sonstige Steuern 793,00 620,00
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 4.486.298,88 2.897.846,71
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

PB Pharma GmbH, Meerbusch

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Firma PB Pharma GmbH ist unter HRB Nummer 12334 im Handelsregister Neuss eingetragen und hat ihren Sitz auf der Lise-Meitner-Str. 10, 40670 Meerbusch.

Die PB Pharma GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Beträge im Anhang in Tausend Euro (T€) angegeben.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden - mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Ausnahme - gegenüber dem Vorjahr unverändert -angewandt.

1. Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind der als Anlage beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen, und aufgelaufener Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt; die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und fünfzehn Jahren.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage einem Sammelposten zugeführt, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut mindestens € 150 betragen und € 1.000 nicht übersteigen. Diese Sammelposten werden über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zu Nennbeträgen angesetzt und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Mit der KBI Pharma GmbH (eingetragen im Handelsregister Neuss HRB 16833) ist am 07. November 2013 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden. Der Jahresüberschuss wird vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt. Die Gewinnvorträge sind vororganschaftlich und werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem gebildet für Kundenvergütungen, Rücknahme- sowie Entsorgungsverpflichtungen. Für Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Mitarbeiterverpflichtungen sowie für Versicherungsbeiträge wurden ebenfalls Rückstellungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Nach Fristigkeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

Restlaufzeiten Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
31.12.2019 (31.12.2018)
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.785 0 0 5.785
(Vorjahr) (3.972) (289) (0) (4.261)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.179 0 0 1.179
(Vorjahr) (928) (0) (0) (928)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.383 0 0 2.383
(Vorjahr) (1.262) (0) (0) (1.262)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 84 0 0 84
(Vorjahr) (47) (0) (0) (47)
Gesamt 9.431 0 0 9.431
(Vorjahr) (6.209) (289) (0) (6.498)

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen

• in Höhe von T€ 35 (Vorjahr T€ 44) aus Steuern und

• in Höhe T€ 4 (Vorjahr T€ 2) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.383 (Vorjahr T€ 1.262).

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs des Monats des Geschäftsvorfalles bzw. mit dem Devisenkassamittelkurz zum Abschlussstichtag bewertet.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019 wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen in Höhe von T€ 2.105. Hiervon resultieren T€ 1.923 aus außergewöhnlichen Erträgen im Zusammenhang mit der Auflösung eines Mitvertriebsvertrags.

III. Sonstige Pflichtangaben

Mit einem verbundenen Unternehmen besteht ein Mietvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 (sonstige finanzielle Verpflichtung). Darüber hinaus bestehen Leasingverträge für bewegliche Wirtschaftsgüter, zur Verminderung der Kapitalbindung. Die Gesamtverpflichtungen betragen T€ 1.126 (Vorjahr T€ 1.035), davon fällig in 2020 T€ 306.

Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse bestehen durch einen Schuldbeitritt zu Kreditlinien:

in Höhe von T€ 250 der PS Pharma - Service GmbH bei der National-Bank AG, Essen. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie in Höhe von T€ 0 in Anspruch genommen.

in Höhe von T€ 200 der PS Pharma - Service GmbH bei der Volksbank Krefeld e.G. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie in Höhe von T€ 0 in Anspruch genommen.

in Höhe von T€ 50 der KBI Pharma GmbH bei der Volksbank Krefeld e.G. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie in Höhe von T€ 0 in Anspruch genommen. in Höhe von T€ 100 der PS Marketing und Outsourcing GmbH bei der Volksbank Krefeld e.G. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie in Höhe von T€ 0 in Anspruch genommen.

Neben den genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und des Haftungsverhältnisses existieren keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die eingegangenen Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen für fremde Verbindlichkeiten gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug 15 Mitarbeiter (VJ 14 Mitarbeiter).

Die Geschäftsführung wurde im Jahr 2019 durch Frau Karin Klotzbach-Bierhoff, Kauffrau, ausgeübt. Die Geschäftsführerin ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. In Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Gegenüber Frau Karin Klotzbach-Bierhoff besteht zum Bilanzstichtag eine Kontokorrentforderung in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 76), die den Zahlungsverkehr erleichtert. Der Saldo wird mit 2,5 % p. a. verzinst.

Der Jahresüberschuss wird vollständig an die Organträgerin abgeführt.

IV. Nachtragsbericht

Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht. Die PB Pharma GmbH geht auf Grundlage der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass sich die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus, die notwendigen Eindämmungsmaßnahmen und das Vorhalten von Intensivbetten in Krankenhäuser auf den Handel von Pharmazeutischen Artikeln auswirken wird.

Anlagespiegel

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.065.636,44 194.992,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 50.000,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.115.636,44 194.992,00 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.831,97 9.877,48 0,00
Sachanlagen
261.831,97 9.877,48 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 32,00 1,08 0,00
Finanzanlagen 32,00 1,08 0,00
Gesamtsumme 2.377.500,41 204.870,56 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2019 bis 31.12.2019
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Buchwert 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.113.083,93 414.060,00 1.147.544,51 1.366.612,51
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.113.083,93 414.060,00 1.197.544,51 1.416.612,51
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.395,94 40.340,48 56.313,51 86.776,51
Sachanlagen
215.395,94 40.340,48 56.313,51 86.776,51
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 33,08 32,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 33,08 32,00
Gesamtsumme 1.328.479,87 454.400,48 1.253.891,10 1.503.421,02

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2019 - 31.12.2019

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 2.383.197,14 EUR.

1.1.2018 - 31.12.2018

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.262.084,77 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Meerbusch, 14.07.2020

gez. Karin Klotzbach - Bierhoff

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.07.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PB Pharma GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PB Pharma GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PB Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, 17. Juli 2020

BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. D. Bottermann, Wirtschaftsprüfer

gez. S. Venkitasseril, Wirtschaftsprüfer

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