TWD Asset Management GmbHLiquidiert

Kunertstraße 1, 94469 Deggendorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Deggendorf HRB 4761
Eingetragen
29.3.2018
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Vermietung des gesamten Sachanlagevermögens, insbesondere von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten, Gebäuden, Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebsvorrichtungen und anderen Gegenständen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Eggo Egon Laukamp
seit 31.1.2019
Geschäftsführer
Klaus Johann Platzer
seit 14.11.2018
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TWD Fibres GmbH
Germany
99.900 €
99.80%
4K TW GmbH
Germany
200 €
0.20%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TWD Fibres GmbH

Deggendorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

Der TWD Konzern (kurz: TWD) ist ein deutscher Hersteller von Chemiefasern mit Sitz in Deggendorf. Die TWD stellt Chemiefasern für den Einsatz im Automobil-, Bekleidungs- und Heimtextiliensektor, für den Bereich Strumpf und Socke, für medizintechnische Produkte sowie für semitechnische Anwendungen her. Als vertikal integrierter Garnproduzent bietet TWD alle Fertigungsstufen der Garn-Wertschöpfung in den Bereichen PES, PA und PBT. Die ausschließlich am Standort Deggendorf hergestellten Chemiefasern werden unter den Marken Diolen und Timbrelle weltweit vertrieben. Grundstücke und Bauten sowie ein großer Teil der Maschinen und Anlagen sind von Dritten angemietet.

Geschäftsführer des Unternehmens waren im Geschäftsjahr die Herren Eggo Laukamp, Michael Klemm (vom 24. Juni bis 31. Dezember 2020) und Wolfgang Tröster.

2. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Insgesamt ist die Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage welt- und europaweit nicht prägend für den Geschäftsverlauf der TWD. Ebenso ist die Korrelation zwischen den allgemeinen Wirtschaftsindikatoren für Deutschland und der TWD nicht signifikant. Auf eine detaillierte Analyse dieser Parameter wird daher verzichtet.

Die Corona-Pandemie hinterließ vor allem im ersten Halbjahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen weltweit. Die Produktion wurde sowohl in Dienstleistungsbereichen als auch im produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Nach einem bereits starken Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um preisbereinigt 2,2 % im 1. Quartal 2020 verzeichnete es im 2. Quartal einen historischen Einbruch um 10,1 % gegenüber dem Vorquartal. Im dritten Quartal 2020 erholte sich die deutsche Wirtschaft um 8,2 % gegenüber dem Vorquartal. Die zweite Corona-Welle und der erneute Lockdown führten dazu, dass der zwischenzeitliche Aufschwung wieder gebremst wurde und das Wachstum im Schlussquartal gerade mal noch 0,1% betrug.

Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2020 begann zunächst vielversprechend. Die Fokussierung auf die Ertragsstärke der einzelnen Produkte hat bereits erste Erfolge gezeigt.

Gegen Ende des ersten Quartals 2020 schwappte die Corona Pandemie dann auch nach Deutschland und Europa über mit gravierenden Auswirkungen auf das Unternehmen. Im April 2020 ruhte die Produktion für drei Wochen, wobei für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den betroffenen Bereichen Kurzarbeit angeordnet war.

Nach intensiver Prüfung aller gegebenenfalls zur Verfügung stehenden Hilfsprogramme des Bundes und des Freistaates Bayern sowie in Abwägung aller damit verbundenen Chancen und Risiken hat sich die Geschäftsführung des Mutterunternehmens für eine Sanierung im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung entschieden und am 25. Juni 2020 einen entsprechenden Antrag gestellt. Das vorläufige Verfahren wurde noch am selben Tag vom Amtsgericht Deggendorf bestätigt. Das Verfahren wurde zum 1. September 2020 eröffnet und konnte nach Annahme des Insolvenzplanes durch die Gläubiger erfolgreich am 12. Dezember 2020 beendet werden.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung und Überwachung des Unternehmens und zur Beurteilung der Lage sind die Umsatzerlöse, die Betriebsleistung und das Betriebsergebnis.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 15,21 % gesunken. Wesentliche Ursache hierfür war der durch die Corona-Situation bedingte stark reduzierte Absatz in den Bereichen Automotive und Technical Textiles, welche für die TWD Fibres eine wesentliche Rolle spielen.

In Folge reduzierte sich die Betriebsleistung um 15,80 %.

Das operative Ergebnis von minus 1,85 Mio. EUR war stark beeinträchtigt von den coronabedingten Umsatzausfällen, hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert.

Ertragslage

2020 % 2019 %
Umsatz 40.046 100,0 47.229 100,0
Betriebsleistung 36.447 100,0 43.287 100,0
Materialaufwand -17.444 -47,9 -20.484 -47,3
Personalaufwand Produktion -13.244 -36,3 -16.333 -37,7
Übriger Produktionsaufwand -1.903 -5,2 -3.296 -7,6
Herstellkosten -32.591 -89,4 -40.113 -92,7
Gross Profit 3.855 10,6 3.174 7,3
Personalaufwand Verwaltung & Vertrieb -2.730 -7,5 -2.853 -6,6
Übriger betrieblicher Aufwand -3.266 -9,0 -4.433 -10,2
Sonstige betriebliche Erträge 295 0,8 418 1,0
Operatives Ergebnis -1.845 -5,1 -3.694 -8,5
Finanzergebnis -405 -1,1 -427 -1,0
EBT -2.250 -6,2 -4.122 -9,5
Neutrales Ergebnis 8.098 22,2 -10.659 -24,6
Konsolidierungsbedingte Abschreibungen 0 0,0 -105 -0,2
Ertragssteuern -3 0,0 7 0,0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag nach Steuer 5.845 16,0 -14.879 -34,4

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse coronabedingt von 47,2 Mio. EUR um 7,2 Mio. EUR auf 40,0 Mio. EUR reduziert. 6,4 Mio. EUR der Reduzierung entfallen auf die Bereiche Automotive und Technical Textiles.

Die Materialaufwendungen fielen um 3,0 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen der Reduzierung des Absatzes und der dadurch verringerten Produktionsmenge geschuldet. Bezogen auf die Betriebsleistung hat sich die Materialaufwandsquote von 47,3 % im Vorjahr auf 47,9 % im Berichtsjahr marginal verschlechtert.

Die Personalaufwendungen konnten in Folge angepasster Personalkapazitäten und dem Einsatz von Kurzarbeit gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden (-3,2 Mio. EUR, entspricht -16,7 %). Bezogen auf die Betriebsleistung hat sich die Personalaufwandsquote von 44,3 % im Vorjahr auf 43,83 % im Berichtsjahr reduziert. Dies ist im Wesentlichen dem deutlichen Abbau an Leiharbeitskräften geschuldet.

Das bessere Finanzergebnis von minus 0,40 Mio. EUR (Vorjahr 0,43 Mio. EUR) resultiert aus der Rückführung von Verbindlichkeiten.

Das neutrale Ergebnis in Höhe von 8,1 Mio. EUR (Vorjahr minus 10,7 Mio. EUR) resultiert aus den Effekten des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Zum einen sind hier strategische Kosten in Höhe von minus 1,5 Mio. EUR enthalten, die den Rechts- und Beratungskosten des Verfahrens geschuldet sind. Zum anderen Sanierungsgewinne in Höhe von 9,6 Mio. EUR, welche aus den im Insolvenzverfahren untergehenden Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft, die nach Annahme des Insolvenzplans und Beendigung des Verfahrens ergebniswirksam aufgelöst wurden, resultieren.

Im Vorjahr entstand das negative neutrale Ergebnis aus dem Sale-and-Lease-back der Immobilien sowie technischer Anlagen und Maschinen.

Im Vergleich zum Plan für das Geschäftsjahr wurde der Ziel-Netto-Umsatz unterschritten. Planabweichungen sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis sind das Resultat der Absatzschwäche, insbesondere in den Bereichen Automotive und Technical Textiles, welche durch die Corona-Pandemie entstanden ist.

Vermögenslage

31.12.2020 31.12.2019
Vermögen
Langfristiges Vermögen 1.841 8,3 % 2.431 11,2 %
Kurzfristiges Vermögen 18.081 81,2 % 18.454 85,0 %
Liquide Mittel 2.335 10,5 % 822 3,8 %
Summe Vermögen 22.257 100,0 % 21.707 100,0 %
Kapital
Eigenkapital 12.639 56,8 % 6.794 31,3 %
Fremdkapital langfristig 97 0,4 % 1.361 6,3 %
Fremdkapital kurzfristig 9.520 42,8 % 13.551 62,4 %
Summe Eigen- und Fremdkapital 22.257 100,0 % 21.707 100,0 %

Das Vermögen der TWD ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR auf 22,3 Mio. EUR gestiegen. Wesentlich hierfür war der Aufbau der liquiden Mittel um 1,5 Mio. EUR.

Das Konzerneigenkapital beträgt zum Stichtag 31.12.2020 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote des Konzerns liegt mit rund 57 % im oberen Segment des deutschen Mittelstandes. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,3 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR reduziert, da sich einerseits die Pensionsrückstellung aufgrund der im Insolvenzverfahren festgesetzten Quote um 0,5 Mio. EUR reduziert hat, andererseits die Verbindlichkeiten aus einem Bankdarlehen fortlaufend getilgt wurden und nunmehr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 13,5 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR reduziert. Grund hierfür ist die Reduzierung von Lieferantenverbindlichkeiten aufgrund der im festgestellten Insolvenzplan festgelegten Quoten.

Finanzlage

2020 2019
Kapitalflussrechnung TEUR TEUR
Cashflow i. e. S. 5.978 - 13.476
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.051 - 2.598
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 82 11.864
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 456 - 9.174
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.513 92
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 822 730
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.335 822

Der Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode ist um 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Cashflow im engeren Sinn resultiert hauptsächlich aus dem Jahresergebnis bereinigt um nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist durch das Ergebnis der durch das Insolvenzverfahren indizierten Reduzierung von Lieferantenverbindlichkeiten beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit spiegelt im Wesentlichen die Rückführung von Krediten wider.

Mitarbeiter

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 451 fest angestellte Mitarbeiter (FTE). Zum Ende des Geschäftsjahres hatte die TWD Fibres GmbH 450 fest angestellte Mitarbeiter (FTE).

Forschung und Entwicklung

Wesentlicher Teil der TWD Strategie ist es, kundenspezifische Lösungen für Spezialgarne zu entwickeln. Hierbei erarbeiten die Produktionsabteilungen unter der Leitung des F&E Bereichs und der Produktmanager praktisch umsetzbare Lösungen abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse.

Durch ein breites Partner-Netzwerk bei Wirtschafts- und Wissenschaftsverbänden sowie durch den Kontakt zu führenden Universitäten und Forschungsinstituten können Problemlösungen auf dem jeweils aktuellsten Stand der Wissenschaft angeboten werden.

Die in Laboren der wissenschaftlichen Institute und Universitäten entwickelten Garne und Anwendungsgebiete von Garnen werden kontinuierlich untersucht in Hinblick auf Möglichkeiten der Produktion einerseits und einen aktuellen und künftigen Kundenbedarf andererseits. Im Bereich der Forschung entwickeln wir z. B. aktuell recycelte Polyesterfilamentgarne oder Garne aus Polyethylen.

Risiko- und Chancenbericht

Das Ziel der Unternehmensführung ist es, die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen und die mit der Aktivität und dem weltwirtschaftlichen Umfeld verbundenen Risiken in den Teilmärkten, in denen die TWD Gruppe aktiv ist, kalkulierbar zu halten. Darüber hinaus geht es bei der Erschließung neuer Teilmärkte darum, von Beginn an die möglichen Chancen und Risiken zu beurteilen.

Wesentliche Risiken und Chancen ergeben sich aus der Entwicklung wichtiger Abnehmerindustrien, insbesondere des Automotivbereichs, der Energiepreisentwicklung und Wechselkursänderungen.

Das Potenzial der TWD Gruppe wird im Wesentlichen bestimmt durch Kundenähe und Innovationskraft, um die individuellen Anforderungen an qualitativ hochwertigen Garnen zu bedienen und sich von Wettbewerbern zu differenzieren. Chancen ergeben sich für uns insbesondere in innovativen Produktentwicklungen z. B. der Verwendungen von Recyclinggranulat sowie in einer stärkeren Marktfokussierung hin zu mehr technischen Textilien und Apparel.

Die Zahl der Anbieter für PA-Granulate ist im europäischen Raum begrenzt, die Zahl der PES-Granulatanbieter ist ebenso überschaubar. Damit steigt tendenziell der Bezug von Granulaten bei außereuropäischen Herstellern. Der Bezugspreis ist damit auch von Währungskursen, insbesondere vom Verhältnis des US-Dollar zum EURO, beeinflusst. Zur Steuerung des Wechselkursrisikos wird der Einsatz von Hedginginstrumenten laufend geprüft.

Als stromintensiver Industriebetrieb vermeiden wir Schwankungen bei den Strompreisen durch den Abschluss länger laufender Stromkontrakte. Akzeptable Strompreise erreichen wir durch die Inanspruchnahme aller gesetzlichen Rückvergütungen. Gleiches gilt, in deutlich geringerem Ausmaß, auch hinsichtlich der Versorgung mit Gas. Zukünftige gesetzliche Änderungen oder Veränderungen beeinflussen die Energiekosten und Wettbewerbsfähigkeit unmittelbar.

Zur Unterstützung der Risikofrüherkennung sind Managementinformations- und Controllinginstrumente installiert, u. a. ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015 sowie DIN ISO 14.001:2015, das jährlich durch externe Auditoren geprüft wird, eine umfassende kurzfristige und mittelfristige Liquiditäts-/Finanzplanung- und Steuerung, ein umfassendes Forderungs- und Kreditmanagement, ein detailliertes Planungs- und Forecastsystem sowie ein umfangreiches monatliches Berichtswesen an die Geschäftsführung und Gesellschafter. Als Risiko ist bei den Informationssystemen jedes Ereignis definiert, das die Erreichbarkeit kurzfristiger operativer Ziele oder langfristiger strategische Ziele negativ beeinflussen kann.

Prognosebericht

Unsere Aussagen zur Prognose basieren auf der operativen Planung für das Geschäftsjahr 2021, die im Wesentlichen im 3. Quartal 2020 im Rahmen des Sanierungsplanes erstellt wurde und im 4. Quartal 2020 aufgrund der sich wieder veränderten Coronasituation aktualisiert wurde.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir im Absatzbereich eine Steigerung um 10 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2020. Diese sollen größtenteils aus dem Verkauf von hochwertigen Polyesterartikeln generiert werden. Der Verkauf von hochwertigen Polyamidartikeln soll nur leicht gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Zudem sehen wir eine zusätzliche Chance im Absatz von Polyethylenartikeln, für die wir ein Alleinstellungsmerkmal anstreben.

Bei den Preisen für Polyestergranulate erwarten wir in 2021 einen leicht steigenden Trend, der sich aber bei weitem nicht so stark ausprägen dürfte wie der zu erwartende Anstieg im Bereich der Polyamidgranulate. Die Strompreise können durch größtenteils bereits fixierte Preise auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Zur Entwicklung neuer Produktideen, v. a. hinsichtlich der Verwendung von Recyclinggranulat werden personelle Kapazitäten im Bereich Key Account Management und Investitionen in technische Anlagen und Maschinen getätigt. Die neuen technischen Textilien werden vom Markt mit positiver Resonanz aufgenommen. Insbesondere in der Anlaufphase dieser Produkte können wir uns aufgrund der Alleinstellung als innovativer Chemiefaserproduzent positionieren.

Nach Abschluss des Sanierungsverfahrens und der damit wiedererlangten Stabilität streben wir für 2021 ein moderates Wachstum an. Das erste Quartal 2021 ist nach wie vor geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dennoch erwarten wir für das Gesamtjahr einen Jahresüberschuss.

Alle bis zum Erstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses fälligen Verpflichtungen aus dem Insolvenzplan wurden fristgerecht erfüllt. Wir gehen auch von einer weiter fristgemäßen Erfüllung aller noch ausstehenden Quotenzahlungen aus dem Insolvenzplan aus.

 

Deggendorf, 12. März 2021

gez. Eggo Laukamp, Geschäftsführer

gez. Wolfgang Tröster, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TWD Fibres GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der TWD Fibres GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TWD Fibres GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 31. März 2021

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer

Weichert, Wirtschaftsprüfer

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der TWD Fibres GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) zu beachten.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die TWD Fibres GmbH hat am 25. Juni 2020 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gem. § 270a InsO gestellt. Das Verfahren wurde am 1. September 2020 eröffnet und nach Annahme des Insolvenzplans durch die Gläubiger am 12. Dezember 2020 aufgehoben. Der Geschäftsbetrieb wurde während des Verfahrens regulär fortgeführt. Nach § 155 Abs. 2 HGB endet mit Eröffnung als auch mit Aufhebung des Verfahrens ein Geschäftsjahr. Da das Insolvenzverfahren während eines Konzerngeschäftsjahres eröffnet als auch aufgehoben wurde und die Insolvenz ausschließlich das Mutternehmen betraf, wird der Konzernabschluss für das Konzerngeschäftsjahr aufgestellt. Der Konzernabschluss trägt so den Informationsinteressen der Konzernabschlussadressaten Rechnung.

B. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die folgenden Gesellschaften:

die TWD Fibres GmbH, Deggendorf (Mutterunternehmen),

die TWD Asset Management GmbH, Deggendorf

die TWD Fibres Service GmbH, Deggendorf

Aufstellung des Anteilsbesitzes der Gruppe gemäß § 313 HGB:

Name Sitz Konsolidierung Anteil am Kapital in %
1. TWD Fibres GmbH (Muttergesellschaft) Deggendorf V
2. TWD Asset Management GmbH Deggendorf V 100,00
3. TWD Fibres Service GmbH Deggendorf V 100,00

V = Konsolidierung nach § 301 HGB

Die TWD Fibres Service GmbH und die TWD Asset Management GmbH nehmen jeweils die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Folgende verbundene Unternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 296 Abs. 2 HGB und § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Name Sitz Anteil am Kapital in %
4. FR Safety Yarns Beteiligungs GmbH Deggendorf 100,00
5. Simpl d.o.o. Belgrad 100,00

Darüber hinaus werden Anteile an einer Beteiligung von untergeordneter Bedeutung gehalten.

C. Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der TWD Fibres GmbH, der gleichzeitig Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist, aufgestellt. Er wird aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Konzernunternehmen abgeleitet, die - soweit notwendig - an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens angepasst werden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB und DRS 23 nach der Neubewertungsmethode. Nach § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB werden die Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss (Stichtag 1. Januar 2015) zugrunde gelegt. Im Zuge der Erstkonsolidierung der TWD Asset Management GmbH wurden durch die Neubewertung die Wertansätze für Grundstücke und Gebäude um EUR 9,6 Mio. erhöht. Der aus der Aufrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem zu Zeitwerten bewerteten Anteil am Eigenkapital entstandene passive Unterschiedsbetrag (EUR 9,6 Mio.) wurde entsprechend DRS 23.147 als "technischer Unterschiedsbetrag" klassifiziert und in entsprechender Anwendung des DRS 23.150 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Im Zuge des Sale and Lease back im Jahr 2019 wurden die neubewerteten Sachanlagen veräußert. Aus der Erstkonsolidierung der TWD Fibres Service GmbH ergab sich kein Unterschiedsbetrag.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet.

Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Auf die Eliminierung von Konzernzwischenergebnissen wird verzichtet, soweit dies für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer werden 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Bemessung der Abschreibung erfolgt linear unter Anwendung der steuerlichen Abschreibungstabellen mit den jeweiligen Höchstsätzen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 20 bis 50 Jahren
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 20 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 15 Jahren

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800 Euro werden innerhalb eines Jahres voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zuordenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Ist der Wert, der sich aus dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt bzw. der den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den fertigen und unfertigen Erzeugnissen am Abschlussstichtag beizulegen ist, niedriger als die Herstellungskosten, wird dieser niedrigere Wert angesetzt. Für Ersatzteile wird ein Festwert angesetzt, der zum 31. Dezember 2019 ermittelt wurde.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken in den bestehenden Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Für die restlichen Forderungen wird wegen allgemeiner Kreditrisiken eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das Eigenkapital wurde gemäß § 272 HGB mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Bei der Ermittlung kamen die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung. Als Rententrend wurde 1 % angesetzt. Den so ermittelten Altersversorgungsverpflichtungen wird pauschalierend eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 2,30 % angesetzt (Vorjahr: 2,71 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,60 %) ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 19.282,00.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt.

Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von 5 Jahren erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der TWD Fibres GmbH von aktuell 30 %. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß der §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Latente Steuern nach § 306 HGB werden mit latenten Steuern nach § 274 HGB zusammengefasst. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel hervor.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.20 Zugänge Abgänge 31.12.20
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.713.686,92 0,00 2.780,00 2.710.906,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.758.236,10 38.507,04 169.851,05 3.626.892,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.723.036,99 48.278,46 15.153,26 4.756.162,19
3. Anlagen im Bau 0,00 552,50 0,00 552,50
8.481.273,09 87.338,00 185.004,31 8.383.606,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 252.002,91 0,00 0,00 252.002,91
2. Beteiligungen 5.558,40 0,00 0,00 5.558,40
3. Sonstige Ausleihungen 294.842,37 957,60 0,00 295.799,97
552.403,68 957,60 0,00 553.361,28
11.747.363,69 88.295,60 187.784,31 11.647.874,98
Kumulierte Abschreibungen
01.01.20 Zuführungen Auflösungen 31.12.20
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.337.256,92 139.892,00 1.089,00 2.476.059,92
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.319.243,10 181.182,04 154.268,05 3.346.157,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.557.791,56 242.966,09 15.153,26 3.785.604,39
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.877.034,66 424.148,13 169.421,31 7.131.761,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 101.908,75 96.648,32 0,00 198.557,07
101.908,75 96.648,32 0,00 198.557,07
9.316.200,33 660.688,45 170.510,31 9.806.378,47
Buchwerte
31.12.19 31.12.20
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 376.430,00 234.847,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 438.993,00 280.735,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.165.245,43 970.557,80
3. Anlagen im Bau 0,00 552,50
1.604.238,43 1.251.845,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 252.002,91 252.002,91
2. Beteiligungen 5.558,40 5.558,40
3. Sonstige Ausleihungen 192.933,62 97.242,90
450.494,93 354.804,21
2.431.163,36 1.841.496,51

2. Forderungen

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen (TEUR 642, Vj.: TEUR 688) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 774, Vj.: TEUR 608) zusammen.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten 4.568.659,72 - - 4.568.659,72
Vorjahr 4.018.118,55 600.000,00 - 4.618.118,55
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.838.087,27 - - 1.838.087,27
Vorjahr 6.771.990,51 - - 6.771.990,51
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 600,00 - - 600,00
Vorjahr 30.000,00 - - 30.000,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.301.720,03 - - 1.301.720,03
Vorjahr 1.218.846,03 - - 1.218.846,03
davon aus Steuern 179.167,55 179.167,55
Vorjahr 207.883,58 - - 207.883,58
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 16.106,78 16.106,78
Vorjahr 12.528,64 - - 12.528,64
Gesamt 7.709.067,02 - - 7.709.067,02
Vorjahr 12.038.955,09 600.000,00 - 12.638.955,09

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Maschinen sowie Vorräten und Waren abgesichert.

F. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2020 2019
TEUR EUR TEUR TEUR
Umsätze mit Dritten
Deutschland 26.841 30.594
Drittland 4.467 5.794
EU 8.738 40.046 10.841 47.229

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.185,71 (Vj.: EUR 14.234,69) sowie Erträge aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Anlagevermögens in Höhe von EUR 2.309,00 (Vj.: EUR 88.568,78).

Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge) sind in Höhe von EUR 20.759,64 (Vj.: EUR 52.859,33) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um erstattete Ausfallkosten, die durch Lieferverzögerung eines Granulat Lieferanten entstanden sind. Des Weiteren sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von EUR 9.575.972,98 enthalten. Es handelt sich hier um Sanierungsgewinne, welche aus den im Insolvenzverfahren untergehenden Drittverbindlichkeiten der Gesellschaft, die nach Annahme des Insolvenzplans und Beendigung des Verfahrens ergebniswirksam aufgelöst wurden, resultieren.

3. Personalaufwand

Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen EUR 91.487,85 (Vj.: EUR 60.502,45).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 5.043,14 (Vj.: EUR 20.997,09). Es sind Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (periodenfremde Aufwendungen), in Höhe von EUR 3.304,35 (Vj.: EUR 2.822,34) enthalten.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand (Zinsanteil) aus Folgebewertung der Pensionsrückstellung beläuft sich auf EUR 8.403,00 (Vj.: EUR 18.489,00).

6. Außergewöhnliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.) resultierend aus Rechts- und Beratungskosten des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung (Vorjahr: Verluste aus Anlagenverkäufen im Rahmen des sale-and-lease back).

7. Latente Steuerabgrenzung

Die Veränderung der latenten Steuern im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

01.01.20 Veränderung 31.12.20
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 75 -55 20

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Unterschieden zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen.

Auf den Ansatz der verbleibenden aktiven latenten Steuern wird gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB verzichtet.

G. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des DRS 21 erstellt und ist als eigener Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Die Gliederung erfolgt nach der indirekten Methode. Dabei wird die Kapitalflussrechnung nach Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Der Finanzmittelfonds umfasst wie im Vorjahr die Guthaben bei Kreditinstituten.

H. Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist gemäß § 297 Abs. 1 HGB im Konzern-Eigenkapitalspiegel nach DRS 22 als eigener Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt. Zum 31. Dezember 2020 unterliegt nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von EUR 19.282,00 der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft das aus der Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen mit einem zehnjährigen anstatt einem siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinssatz resultierenden Bewertungsergebnis.

I. Sonstige Angaben

1. Verpflichtungen außerhalb der Bilanz

Die Gesamtverpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 14.113.

2. Bestellobligo

Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2020 beträgt TEUR 1.924 (davon Investitionen TEUR 9).

3. Bewertungseinheiten (§ 254 HGB)

Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Devisengeschäfte.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements hat der Konzern bestimmte Kundenforderungen auf eine Factoring Gesellschaft übertragen. Der Konzern haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Forderung, was im Kaufpreis für die Forderungen berücksichtigt wird. Aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft bestehen aus dieser Finanzierung keine wesentlichen Risiken.

Zur Entlastung der Bilanz und zur Verbesserung der Liquidität hat der Konzern die Grundstücke und Gebäude sowie Teile der technischen Anlagen und Maschinen im Jahr 2019 verkauft und auf 10 Jahre mit Verlängerungsoption um zweimal weitere 5 Jahre zurück gemietet. Wesentliche Risiken aus dem Mietvertrag bestehen nicht.

5. Personal

Während des Geschäftsjahres 2020 waren durchschnittlich 451 (Vj.: 487) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.

6. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

Herr Eggo Laukamp, Vorsitzender der Geschäftsführung,

Herr Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Tröster, Geschäftsführer Vertrieb

Herr Dipl.-Kfm. (FH) Michael Klemm, CRO (vom 24.06.2020 bis 31.12.2020)

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt in Anwendung der Regelung in § 314 Abs. 3 HGB.

7. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für:

2020
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 47
Andere Bestätigungsleistungen 7
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 3
Gesamt 57

8. Nachtragsbericht

Zu den Auswirkungen der Corona-Epidemie wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen.

9. Größter bzw. kleinster Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der TWD Fibres GmbH stellt den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar, für den ein Konzernabschluss aufzustellen ist.

10. Vorschlag zur Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

EUR
Der Jahresüberschuss in Höhe von 5.845.510,89
sowie der Ergebnisvortrag in Höhe von 0,00
wird auf neue Rechnung vorgetragen, so dass sich der Ergebnisvortrag zum 1. Januar 2021 beläuft auf 5.845.510,89

 

Deggendorf, den 12. März 2021

gez. Eggo Laukamp, Geschäftsführer

gez. Wolfgang Tröster, Geschäftsführer

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 27.04.2021 den Konzernabschluss zum 31.12.2021 gebilligt.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 234.847,00 376
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 280.735,00 439
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.557,80 1.165
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 552,50 0
1.251.845,30 1.604
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 252.002,91 252
2. Beteiligungen 5.558,40 6
3. Sonstige Ausleihungen 97.242,90 193
354.804,21 451
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.754.775,46 3.988
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.966.369,25 3.461
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.117.097,83 10.043
4. Geleistete Anzahlungen 273.299,53 0
15.111.542,07 17.492
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.471,45 63
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.911.617,38 863
2.950.088,83 926
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.334.516,68 822
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 18.922,35 36
22.256.566,44 21.707

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.025.000,00 2.025
II. Kapitalrücklage 4.768.924,22 4.769
IV. Komzernbilanzgewinn/-verlust 5.845.510,89 0
12.639.435,11 6.794
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 97.350,00 523
2. Sonstige Rückstellungen 1.810.714,31 1.751
1.908.064,31 2.274
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.568.659,72 4.618
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.838.087,27 6.772
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 600,00 30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.301.720,03 1.219
7.709.067,02 12.639
22.256.566,44 21.707

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2020

Mutterunternehmen
gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB andere Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn / -bilanzverlust
EUR EUR EUR EUR
Stand 1. Januar 2019 2.025.000,00 13.789.779,49 9.666.805,04 -3.808.343,26
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -14.879.317,05
Entnahme aus Rücklagen 0,00 -9.020.855,27 -9.666.805,04 18.687.660,31
Stand 31. Dezember 2019 2.025.000,00 4.768.924,22 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 5.845.510,89
Stand 31. Dezember 2020 2.025.000,00 4.768.924,22 0,00 5.845.510,89
Mutterunternehmen Konzerneigenkapital
Summe Konzerneigenkapital gesamt
EUR EUR
Stand 1. Januar 2019 21.673.241,27 21.673.241,27
Konzernjahresfehlbetrag -14.879.317,05 -14.879.317,05
Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2019 6.793.924,22 6.793.924,22
Konzernjahresüberschuss 5.845.510,89 5.845.510,89
Stand 31. Dezember 2020 12.639.435,11 12.639.435,11

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 40.046.181,06 47.229
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.454.259,47 -2.700
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.086.935,79 418
47.678.857,38 44.947
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.659.910,66 16.091
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.784.521,52 4.224
17.444.432,18 20.315
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.263.499,86 15.296
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.780.434,67 3.203
16.043.934,53 18.499
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 564.040,13 1.265
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.368.312,46 19.272
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.075,20 1
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 753,00 3
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 406.798,89 431
-404.970,69 -427
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.597,00 0
12. Ergebnis nach Steuern 5.850.570,39 -14.824
13. Sonstige Steuern 5.059,50 55
14. Jahresfehlbetrag 5.845.510,89 -14.879
15. Verlust- /Gewinnvortrag 0,00 -3.808
16. Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen 0,00 9.667
17. Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 9.020
18. Konzernbilanzgewinn/-verlust 5.845.510,89 0

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 5.846 -14.879
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 564 1.265
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -425 67
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -6 71
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 352 4.455
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.698 -4.455
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 13 10.458
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 406 427
- Sonstige Beteiligungserträge -1 0
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 0 -7
-/+ Ertragsteuerzahlungen 0 0
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.051 -2.598
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 -6
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4 12.053
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -87 -185
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -1
+ Erhaltene Zinsen 0 3
+ Erhaltene Dividenden 1 0
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -82 11.864
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -381 -8.744
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 331 0
- Gezahlte Zinsen -406 -430
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -456 -9.174
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.513 92
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 822 730
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.335 822

Liste der von Offenlegung befreiten Töchter der TWD Fibres GmbH, Deggendorf

(Mutterunternehmen):

TWD Asset Management GmbH, Deggendorf

 

Register-Nr: HRB 4761

TWD Fibres Service GmbH, Deggendorf

 

Register-Nr: HRB 3196

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.