Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 778 RD
Vorher
HDW-Nobiskrug GmbH
Eingetragen
12.1.2005
Branche
Bau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und YachtbauReparatur und Instandhaltung von KriegsschiffenReparatur und Instandhaltung von zivilen Schiffen, Booten und Yachten
Gegenstand
Betrieb einer Schiffswerft, insbesondere der Umbau und die Reparatur von Schiffen, sowie allgemeine maschinenbauliche Täigkeiten und die Weiterverarbeitung von Metallen, Kunststoffen und sonstigen Materialien

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Valentijn
seit 1.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Privinvest Holding SAL
94.90%
ABU DHABI MAR INVESTMENTS LLCARE
5.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
German Naval Yards Holdings GmbH AG
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nobiskrug GmbH

Rendsburg

Jahresabschluss zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

HGB HGB
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 513.796,00 2.618.689,00
2. Geleistete Anzahlungen 315,20   15.324,56
    514.111,20 2.634.013,56
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 572.033,00   674.995,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 559.894,00   803.796,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.011.792,00   1.496.629,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 596.250,71   57.857,66
    2.739.969,71 3.033.277,66
    3.254.080,91 5.667.291,22
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 535.350,41   549.483,35
2. Unfertige Erzeugnisse 11.116.957,64   5.004.849,25
3. Geleistete Anzahlungen 24.762.002,53   29.425.753,21
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -26.662.126,64   -23.446.420,14
    9.752.183,94 11.533.665,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.728.919,01   9.426.386,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 434.919,84   968.827,44
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00   251,48
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.078.464,33   1.475.696,80
    11.242.303,18 11.871.162,19
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   21.517.521,09 41.878.386,31
    42.512.008,21 65.283.214,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   298.991,33 225.832,45
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   5.955.518,25  
    52.020.598,70 71.176.337,84

PASSIVA

     
  HGB HGB
  31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 5.100.000,00   5.100.000,00
II. Kapitalrücklage 19.900.000,00   19.900.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag -5.991.548,04   -4.316,90
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -24.963.970,21   -5.987.231,14
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.955.518,25   0,00
    0,00 19.008.451,96
B. RÜCKSTELLUNGEN      
ähnliche Verpflichtungen 3.425.589,00   3.599.720,00
2. Steuerrückstellungen 237.950,94   0,00
3. Sonstige Rückstellungen 25.073.181,60   29.659.973,96
    28.736.721,54 33.259.693,96
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. erhaltene Anzahlungen 0,00   0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.525.302,25   12.891.557,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.125.688,16   290.991,92
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.510.340,78   4.100.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.114.795,97   1.625.642,97
davon aus Steuern € 478.488,60      
    23.276.127,16 18.908.191,92
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   7.750,00 0,00
    52.020.598,70 71.176.337,84

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2016 - 31.12.2016 2015
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 106.369.352,28   261.794.292,46
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 6.112.108,39   -89.005.540,81
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 323.066,96   62.540,19
4. Gesamtleistung   112.804.527,63 172.851.291,84
5. Sonstige betriebliche Erträge   4.925.768,43 23.859.796,05
6. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.265.206,57   32.899.272,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 74.945.965,24   96.436.235,96
    87.211.171,81 129.335.508,10
7. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 26.194.891,60   30.511.545,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.855.439,11   6.484.423,31
    32.050.330,71 36.995.968,60
8. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.376.977,75 2.709.361,06
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 10.203.455,81
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   21.644.286,09 22.644.686,60
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   3.860,96 22.790,64
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   164.391,87 654.682,88
12. Ergebnis vor Steuern   -24.713.001,21 -5.809.784,52
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   237.913,22 490,24
14. Sonstige Steuern   13.055,78 176.956,38
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss   -24.963.970,21 -5.987.231,14

Anhang 2016

Nobiskrug GmbH, Rendsburg

A. Allgemeine Angaben

Die Nobiskrug GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kiel unter der Nr. HRB 778 RD eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 ist unter Beachtung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt worden.

Bei der Nobiskrug GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (3) HGB. Es sind die Vorschriften der §§ 238 ff. HGB in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz anzuwenden.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Berichtsjahr wurden die handelsrechtlichen Neuerungen infolge des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vollumfänglich umgesetzt. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung, weicht aufgrund der erstmaligen Anwendung des § 275 HGB i. d. F. des BilRUG von der Vorjahresdarstellung ab. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr war hierdurch nicht wesentlich beeinträchtigt. Es erfolgte daher keine Anpassung der Vorjahreszahlen.

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2016 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 5.956 aus. Seit 2017 hat die Privinvest Holding S.A.L., Beirut/Libanon ("Privinvest") folgende Maßnahmen zur Verbesserung unserer Liquiditäts-, Ertrags- bzw. Vermögenslage durchgeführt:

- Verzicht auf Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von TEUR 20.000 (2017)

- Verzicht auf Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von TEUR 6.000 (2018)

Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2017 durch einen in 2017 abgelieferten Schiffbauauftrag und durch eine Unterauslastung in 2017 Verluste erlitten.

Unter Berücksichtigung des Ertrages aus dem Forderungsverzicht des Gesellschafters wird die Nobiskrug aber insgesamt einen Jahresüberschuss von EUR 2,4 Mio. ausweisen.

Vor diesem Hintergrund und auf Grund der positiven Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätserwartungen - die Gesellschaft ist durch bestehende profitable Aufträge bis 2020 ausgelastet, die Zahlungsfähigkeit ist planerisch mindestens bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 durch die schiffbautypische Finanzierung aus Anzahlungen gesichert - haben wir den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Sollten allerdings - wovon wir nicht ausgehen - ein Rechtsstreit verloren gehen oder die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätserwartungen nicht wie geplant erreicht werden, wird sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befinden. Dies weist auf ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB hin.

Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer wurden fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der Abschreibungen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 20-33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5-20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10‑25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4-15 Jahre, andere Anlagen 3-25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre. Die Abschreibungen von Anlagegütern, die ab dem 1. Januar 2011 angeschafft wurden, sind nach der linearen Methode vorgenommen worden. Für Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 150 Euro bis maximal 1.000 Euro wurden Sammelposten gebildet, die über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben werden. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis zu 150 Euro werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und im Anschaffungsjahr als Abgänge ausgewiesen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Anteile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Zinsen auf Fremdkapital wurden nicht berücksichtigt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie der Unverzinslichkeit der Forderungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten aktiviert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit Ausnahme von Altersteilzeitverpflichtungenwerden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung des ratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahrens nach IDW RS HFA 30 mit einem Rechnungszins von 4,01 %. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 434.226. Eine Einkommenssteigerung wurde mit einem Satz von 2,00 % p. a. berücksichtigt. Eine Anpassung der laufenden Renten wurde mit einem Satz von 1,00 % p. a. für Anwartschaften sowie einem Satz von 1,19 % p. a. für laufende Renten berücksichtigt.

Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden gemäß der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen nach IAS und nach handelsrechtlichen Vorschriften" (IDW RS HFA 3) unter Berücksichtigung der durch das BilMoG vom 25. Mai 2009 geänderten Bewertungsvorschriften ermittelt. Als Berechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Zinsfuß von 1,59 % entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit sowie ein Einkommenstrend von 2,00 % während der Aktivphase der Altersteilzeit angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag, soweit dieser höher (Verbindlichkeiten) bzw. niedriger (Forderungen) als der historische Umrechnungskurs war, angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 ist unter Angabe der Abschreibungen im Anschluss an den Anhang dargestellt.

(2) Vorräte

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 535.350 549.484
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.116.958 5.004.849
Geleistete Anzahlungen 24.762.003 29.425.753
  36.414.311 34.980.086
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -26.662.127 -23.446.420
  9.752.184 11.533.666

In den Vorräten sind Wertberichtigungen aus der verlustfreien Bewertung in Höhe von TEUR 234 (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) enthalten.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.728.919 9.426.387
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 434.920 968.827
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Forderungen gegen Gesellschafter 00 251
Sonstige Vermögensgegenstände 2.078.464 1.475.697
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
  11.242.303 11.871.162

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.253 (Vorjahr TEUR 3.897).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 398.

(4) Eigenkapital

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Gezeichnetes Kapital 5.100.000 5.100.000
Kapitalrücklage 19.900.000 19.900.000
Verlustvortrag -5.991.548 -4.317
Jahresfehlbetrag -24.963.970 -5.987.231
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -5.955.518 0
  0 19.008.452

(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Pensionsverpflichtungen 3.222.494 3.170.868
Altersteilzeit 203.095 428.852
  3.425.589 3.599.720

(6) Übrige Rückstellungen

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Steuerrückstellungen 237.951 0
Rückstellungen für Gewährleistungen 6.902.762 7.101.472
Rückstellungen für Personalaufwendungen 3.165.855 3.764.510
Rückstellung für nachlaufende Herstellkosten 8.979.344 6.500.647
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 964.604 3.849.032
Rückstellungen drohende Verluste 4.721.195 8.082.115
Sonstige Gründe 339.421 362.198
  25.311.132 29.659.974

(7) Verbindlichkeiten

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.662.127 23.446.420
davon bei den Vorräten gekürzt -26.662.127 -23.446.420
  0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.525.302 12.891.557
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.125.688 290.992
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.510.341 4.100.000
Sonstige Verbindlichkeiten 2.114.796 1.625.643
(davon aus Steuern) (478.489) (395.531)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1.314) (8.624)
  23.276.127 18.908.192

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben alle wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei Warenlieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

(8) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet im Rahmen von zwei Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch. Da sich die Aufträge jeweils in der Gewährleistungsphase befinden, wird das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering eingeschätzt.

Zum Bilanzstichtag sind keine Barmittel (Vorjahr TEUR 71) als mittelbare Sicherheit für Garantien, die die ThyssenKrupp AG gewährt hat, mehr hinterlegt. Es wurden Mittel in Höhe von TEUR 15.241 (Vorjahr: TEUR 18.068) als Sicherheiten für laufende Aufträge hinterlegt und unterliegen somit Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr: TEUR 18.139). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus einer oder mehrerer Garantien wird als sehr gering eingeschätzt.

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen:

Fällig 2017 257.659 €
Fällig 2018-2020 444.064 €
Fällig nach 2020 50.649 €
Gesamt 752.372 €

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

2016
EUR
2015
EUR
Schiffbauliche Fertigung 94.947.699 184.478.001
Schiffbaufremde Fertigung 11.421.653 77.316.291
  106.369.352 261.794.292
Kunden im Inland 28.174.617 116.439.654
Kunden im Ausland 78.194.735 145.354.638
  106.369.352 261.794.292

(10) Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen

2016
EUR
2015
EUR
Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 6.112.108 -89.005.541
Andere aktivierte Eigenleistungen 323.067 62.540
  6.435.175 -88.943.001

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. TEUR 4.926 enthalten Erträge aus dem Anlagenverkauf (TEUR 248), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.066), sowie Erträge aus der Vermietung und Verpachtung (TEUR 600). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen TEUR 253 (Vorjahr 3,1 Mio. Euro) auf periodenfremde Erträge sowie TEUR 273 auf Erträge aus der Währungsumrechnung.

(12) Materialaufwand

2016
EUR
2015
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.265.207 32.899.272
Aufwendungen für bezogene Leistungen 74.945.965 96.436.236
  87.211.172 129.335.508

(13) Personalaufwand

2016
EUR
2015
EUR
Löhne und Gehälter 26.194.892 30.511.545
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.855.439 6.484.423
(davon für Altersversorgung) (135.466) (135.466)
  32.050.331 36.995.969

Im Personalaufwand sind Erträge aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr Erträge TEUR 0) enthalten.

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2016 2015
Gewerbliche ArbeitnehmerInnen 256 255
Angestellte 266 348
  522 603

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 21.644 enthalten u. a. Gewährleistungsaufwendungen (TEUR 1.458), Mietaufwendungen (TEUR 526), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 4.269), Reisekosten (TEUR 677), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 818), Aufwendungen von verbundenen Unternehmen (TEUR 8.779) sowie Werbekosten (TEUR 912). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 308 auf periodenfremde Aufwendungen sowie TEUR 215 auf Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

(15) Zinsergebnis

2016
EUR
2015
EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.861 22.791
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -164.392 -654.683
  -160.531 -631.892

In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 422) enthalten.

(16) Steuern

2016
EUR
2015
EUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 237.913 490
Sonstige Steuern 13.056 176.957
  250.969 177.447

(17) Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag i. H. v. EUR 24.963.970,21 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

E. Sonstige Angaben

(18) Von dem Abschlussprüfer berechnetes Gesamthonorar

Die Honorare an den Abschlussprüfer können der unten stehenden Tabelle entnommen werden. Andere Beratungsleistungen wurden im Geschäftsjahr 2016 durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

2016
TEUR
2015
TEUR
Abschlussprüfung 67 80
Steuerberatung 20 11
  87 91

(19) Gesellschafter

Die Anteile an der Gesellschaft befinden sich zum 31. Dezember 2016 zu 100,0 % im Besitz der German Naval Yards Holdings GmbH, Hamburg, ehemals Abu Dhabi Mar Europe GmbH, Hamburg.

(20) Konzernzugehörigkeit

Die Nobiskrug GmbH, Rendsburg, gehört zum Konzern der German Naval Yards Holdings GmbH, Hamburg, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzerunternehmen aufstellt. Dieser wird durch Einreichung beim Betreiber des Bundesanzeigers offengelegt und kann im Unternehmensregister eingesehen werden.

Die Privinvest Holding S.A.L. mit Sitz in Beirut/Libanon stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen auf. Der Konzernabschluss ist dort erhältlich.

(21) Mitglieder der Geschäftsführung

Susanne Wiegand, Schönaich, Diplom-Kauffrau (bis 31. Dezember 2017)

Holger Kahl, Strande, Rechtsanwalt, Diplom-Ingenieur

Auf die Angabe der Bezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(22) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Als Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist die Ablieferung einer Luxus-Megayacht (BN 787) im Januar 2017 zu nennen.

Mit Vertrag von 14. Dezember 2017 hat die Nobiskrug GmbH die Grundstücke und Gebäude, auf denen sie ihren Geschäftsbetrieb ausübt, gegen Übernahme von Verbindlichkeiten gegenüber der Privinvest erworben.

 

Rendsburg, den 19. Februar 2018

Nobiskrug GmbH

Holger Kahl

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

NOBISKRUG GmbH, Rendsburg

Allgemeiner Kommentar

Die Werft Nobiskrug GmbH wurde 1905 gegründet. Seit Dezember 2011 ist die German Naval Yards Holdings GmbH (vormals Abu Dhabi MAR Europe GmbH) mit Sitz in Hamburg Mehrheitsgesellschafterin von Nobiskrug und hält 100% des gezeichneten Kapitals.

Mehrheitsgesellschafterin der German Naval Yards Holdings GmbH ist seit Juli 2011 die Privinvest Holding S.A.L., Beirut, Libanon. Die Abu Dhabi MAR Investments LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, ist die einzige Minderheitsgesellschafterin und hält die übrigen Anteile.

Seit dem Jahr 2000 hat Nobiskrug ihr Kerngeschäft sukzessive auf den Bau von Luxus-Megayachten mit einer Länge ab 60m fokussiert und ausgebaut. Diese Schiffe repräsentieren innerhalb der Schiffbaubranche ein Spezialsegment, in dem eine überschaubare Anzahl von Wettbewerbern etabliert ist.

Kunden sind äußerst wohlhabende Privatpersonen aus West- und Osteuropa, Amerika, Russland und dem Nahen Osten mit einem Mindestvermögen von 1 Mrd. US-Dollar.

Mit den in der Vergangenheit erfolgten Ablieferungen der Luxus-Megayachten "MY TATOOSH", "MY TRIPLE SEVEN", "MY SIREN", "MY JAMAICA BAY", "MY SYCARA V", "MY SAPPHIRE", "MY MOGAMBO", "MY FLYING FOX" und "MY ODESSA II" hat sich Nobiskrug als deutscher Qualitätsanbieter im internationalen Markt eine führende Position gesichert.

Neben dem Neubau der Luxus-Megayachten führt Nobiskrug Reparaturen und Umbauten von Privat-, Handels- und Militärschiffen durch. Unter anderem ist die Deutsche Marine regelmäßiger Auftraggeber. Die Geschäftsaktivitäten im Bereich Stahlbau, in dem regelmäßig umfangreiche Neubau- und Instandhaltungsarbeiten für z.B. die Rendsburger Hochbrücke oder Schleusen- und Stemmtore für verschiedene Wasser- und Schifffahrtsämter durchgeführt werden, runden das Portfolio von Nobiskrug ab.

Im Dezember 2015 gelang der Nobiskrug GmbH der Abschluss eines Neubau-Auftrages über den Bau einer Luxus-Megayacht. Die Ablieferung ist für das Jahr 2019 vorgesehen.

Geschäftsverlauf

Die Nobiskrug GmbH weist im Berichtsjahr 2016 einen Umsatz von 106,4 Mio. Euro (Vorjahr 261,8 Mio. Euro) aus. Die nicht hinreichende Auslastung führte zu Beschäftigungslücken, sodass im Geschäftsjahr 2016 vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch gemacht werden musste. Diese fehlende Auslastung hat sich in den reduzierten Umsatzerlösen niedergeschlagen. Darüber hinaus werden die durchgeführten Arbeiten an der Luxus-Megayacht NB 790 aufgrund der Abrechnungssystematik noch nicht umsatzwirksam.

Die nachfolgenden Neubauten wurden im Geschäftsjahr bearbeitet:

· BN 787 Luxus-Megayacht

· BN 790 Luxus-Megayacht

Im Geschäftsjahr wurden Aufträge im Schiffsreparaturbereich bearbeitet. Nachstehend eine Auswahl der durchgeführten Schiffsreparaturaufträge:

· Instandsetzung der Fregatte "Mecklenburg", Deutsche Marine

· Überholung der Korvette "Fatahillah" in Indonesien

· Umbauarbeiten an Luxus-Megayachten in Rendsburg

· Umbauarbeiten an Luxus-Megayachten in Frankreich

Die Abarbeitung der erhaltenen Aufträge für Schiffsreparaturen befindet sich innerhalb der vereinbarten Termine.

Weiterhin wurden im Geschäftsjahr zahlreiche Einzelaufträge im Stahlbaubereich durchgeführt und abgeschlossen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert und beträgt zum 31.12.2016 52.020 TEuro (Vorjahr 71.176 TEuro). Die Verringerung um T€ 19.156 ist im normalen Geschäftsablauf begründet.

Das Anlagevermögen nahm mit einem Stichtagswert von 3.254 TEuro (Vorjahr 5.667 TEuro) um 2.413 TEuro ab. Ausschlaggebend ist die Veräußerung von Wirtschaftsgütern an eine Schwestergesellschaft.

Der Wert des Vorratsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 9.752.

Der Zahlungsmittelbestand betrug zum 31.12.2016 TEuro 21.518 und lag damit stichtagsbezogen unterhalb des Niveaus des Vorjahres (TEuro 41.878).

Die Gesellschaft hat aus einem im Geschäftsjahr 2017 abzuliefernden Schiffbauprojekt, sowie der in 2016 noch anhaltenden Unterbeschäftigung einen Verlust erlitten. Dieser führte zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Der Stand des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages zum 31.12.2016 beträgt 5.956 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 31. Dezember 2016 12.525 TEuro und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr TEuro 12.892).

Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich plangemäß im normalen Geschäftsablauf um 3.216 TEuro auf 26.662 TEuro (Vorjahr 23.446 TEuro).

Die Gesamtleistung des Unternehmens betrug im Geschäftsjahr 110.302 TEuro (Vorjahr 172.851 TEuro). Die Gesamtleistung beinhaltet im Wesentlichen die Umsätze und erbrachte Leistungen im Zusammenhang mit den Baunummern 787 und 790 (Luxus-Megayachten). Darüber hinaus tragen die Stahl- und Reparaturabteilung nennenswert zur Gesamtleistung bei.

Personal, Ausbildung und Qualifizierung

Der Personalbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert und beträgt zum 31.12.2016 504 Mitarbeiter (Vorjahr 584). Ursächlich für diese Reduzierung ist der Wechsel von einer großen Anzahl von Mitarbeitern zu Schwestergesellschaften. Dies geschah im Rahmen der Arbeitsorganisation innerhalb der Unternehmensgruppe. In umgekehrter Richtung hat die Nobiskrug GmbH im Geschäftsjahr 2016 Mitarbeiter von der zur Gruppe gehörenden Lindenau Werft GmbH aufgenommen.

Die Anzahl der Ausbildungsplätze hat sich weiter auf hohem Niveau gehalten. Zum Geschäftsjahresende waren 21 Auszubildende (Vorjahr 28) bei der Nobiskrug GmbH beschäftigt. Zum Ausbildungsbeginn am 01.09.2016 wurden 6 (Vorjahr: 4) neue Auszubildende eingestellt. Die Ausbildung wird den Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren decken und dazu beitragen, eine Verjüngung der Belegschaft durchzuführen.

Mit individuellen, zielgerichteten Schulungsmaßnahmen, die sowohl intern als auch extern durchgeführt werden, wird die Qualifikation der Mitarbeiter gefördert und weiter erhöht.

Investitionen und Instandhaltung

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Investitionen in Höhe von 866 TEuro (Vorjahr 249 TEuro) getätigt. Der Instandhaltungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 1.286 TEuro (Vorjahr 616 TEuro).

Finanzierung

Die Bauzeitfinanzierung der Neubauten wird in der Regel durch den mit dem Kunden vereinbarten Zahlungsplan realisiert. Die Anzahlungen der Kunden sind im Gegenzug mit Avalen abzusichern, welche durch vorhandene Linien gestellt werden.

Ausblick

Mit der Ablieferung der Baunummer 787 "Sailingyacht A" im Januar 2017 ist die Nobiskrug GmbH in die Top-Liga der Megayachtbauer aufgestiegen. Aufgrund dieses Reputationsgewinns spüren wir seit Mitte des Geschäftsjahres 2017 eine starke Nachfragetätigkeit, welche sich bereits in 2 abgeschlossenen Schiffbauverträgen im November 2017 und Februar 2018 materialisiert hat. Darüber hinaus steht die Nobiskrug GmbH kurz vor Abschluss eines weiteren Schiffbauvertrages, der Abschluss der Vertragsverhandlungen wird in den kommenden Tagen erwartet.

Diese neuen Schiffbauaufträge stellen eine gute Basis da, um die Nobiskrug GmbH nach schwierigen Zeiten wieder in die Gewinnzone zurück zu führen. Neben den bereits vorhandenen Schiffbauverträgen bedarf es dazu der Effizienzsteigerung, der Kostenreduzierung als auch der Anpassung der Unternehmensstrukturen an die aktuellen Rahmenbedingungen. Zu diesem Zweck hat die Nobiskrug GmbH seit Februar 2018 eine renommierte deutsche Unternehmensberatung beauftragt, bei der Identifizierung von Effizienzsteigerungs- als auch Kostenreduzierungspotentialen sowie bei der Optimierung der Unternehmensstruktur zu unterstützen. Zur Umsetzung dieses Prozesses wurde mit Herrn Dr. Liebler ein erfahrener Werftfachmann gewonnen, der kurzfristig die Geschäftsführung der Nobiskrug GmbH ergänzen wird.

Nach Einschätzung des Marktes durch die Gesellschaft stehen die Chancen gut, weitere anstehende Yachtprojekte zu realisieren. Die Geschäftsführung geht davon aus, Kosten realistisch zu bewerten und auskömmliche Preise vereinbaren zu können.

Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich eine produktionstechnische Unterauslastung bei gleichzeitiger Vollauslastung aller anderen Bereiche. Die Beschäftigungswirkung der neu kontrahierten Luxus-Megayacht wurde erst im Laufe des Geschäftsjahres 2017 spürbar wirksam. Auch die Hereinnahme von umfangreichen Reparaturaufträgen und Aufträgen für den Stahlbau konnten diese Unterauslastung nicht vollkommen kompensieren. Diese Unterauslastung hat sich negativ im Geschäftsjahr 2017 niedergeschlagen.

Auf Basis der bestehenden und prognostizierten Schiffbauaufträge gehen wir davon aus, das negative Eigenkapital ab 2019 abzubauen.

Chancen- und Risikobericht

Im Bereich der Schiffsneubauten haben die einzelnen Projekte eine Laufzeit von drei bis vier Jahren. Jeder Schiffsneubau ist durch komplexe Abwicklungsstrukturen gekennzeichnet, die aus einer Vielzahl von verschiedenen Leistungserbringern bestehen, die wiederum miteinander vernetzt sind und eine hohe zeitliche und inhaltliche Abhängigkeit zueinander aufweisen. Aus diesem Grund können sich schon geringe Planabweichungen zu größeren Problemen entwickeln.

Trotz zum Bilanzstichtag erfolgter, verlustfreier Bewertung können Verzögerungen, z. B. verursacht durch externe Dienstleister oder Zulieferer, zu bisher nicht kalkulierten Zusatzkosten in erheblicher Höhe führen, die sich in zukünftigen Jahresabschlüssen als Verluste niederschlagen würden.

Die Aufträge werden in der Regel als Festpreisaufträge angenommen. Aufgrund der langen Laufzeit und den damit verbundenen Planungsunsicherheiten können ungeplante Kosten entstehen, die dann zu Ertragsproblemen führen, wenn diese nicht im Rahmen einer auskömmlichen pauschalen Vorsorge im Festpreis abgedeckt sind.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch einen kontinuierlichen Budget/Ist-Abgleich, aus dem geeignete Maßnahmen zur Budgeteinhaltung abgeleitet werden. Hierbei spielen zielgerichtete Einkaufsaktivitäten im Hinblick auf Konkurrenzierung und Vergabe sowie ein zielgerichtetes Lieferantenmanagement eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird weiterhin eine ständige Überprüfung und Anpassung der internen Arbeitsabläufe und Überwachungsfunktionen durchgeführt.

Rechtstreitigkeiten

Die Gesellschaft befindet sich in Rechtstreitigkeiten mit einem Kunden. Sollte das Verfahren entgegen unseren Erwartungen verloren gehen, so würde dies zu erheblichen Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen führen.

Risiken der künftigen Entwicklung liegen nach wie vor in den Auswirkungen der volatilen Finanzmärkte sowie der zunehmenden Anzahl von politischen und wirtschaftlichen Konflikten. Die Auswirkungen sind gegenwärtig nicht abschließend bewertbar. Für die Gesellschaft liegen aber im Speziellen keine negativen Indikationen vor.

Im Yacht-Bereich nehmen wir wieder ein starkes Interesse an Luxus-Megayachten wahr. Nach erfolgter Marktbereinigung im Laufe der Finanzmarktkrise ist nach unserer Einschätzung mit der Zeichnung weiterer, neuer Yacht-Bauaufträge zu rechnen.

Planungsrisiken

Entsprechend der Usancen im Schiffbau sind für Anzahlungen, die Kunden bis zur Eintragung in das Schiffbauwerkregister leisten, i.d.R. Garantien seitens der Nobiskrug GmbH zu stellen. Die Gewinnung neuer Aufträge setzt voraus, dass es der Gesellschaft auch weiterhin gelingt diese Garantien zu erhalten.

Sollten neue Aufträge nicht oder nicht zum richtigen Zeitpunkt eingeworben werden können, so führt dies in einzelnen Gewerken zur Unterauslastung, was die Ertragslage und Liquiditätslage negativ beeinflussen würde.

Die Planung der Gesellschaft geht davon aus, dass sowohl die bereits kontrahierten Aufträge als auch zukünftige Aufträge mit Gewinn und entsprechenden Liquiditätszuflüssen fertiggestellt werden können.

Sollte allerdings - wovon wir nicht ausgehen - die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätserwartungen nicht wie geplant erreicht werden, wird sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befinden, was auf ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB hinweist.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere Ausführungen im Abschnitt "A. Allgemeine Angaben" des Anhangs.

Aufgrund der anhaltenden politischen und diplomatischen Spannungen beschreibt der militärische Exportmarkt ein konstantes Niveau. Insbesondere durch die Einbindung in die international aufgestellte Gruppe sind die Chancen für weitere Aufträge in diesem Bereich gewachsen.

Aufgrund der durch den Mehrheitsgesellschafter bestehenden engen Verflechtung in Teile der Golfregion sieht die Geschäftsführung verbesserte Auftragschancen im Yacht- und Marinebereich, da dieser regionale Markt in seiner besonderen Ausprägung relativ stabil ist.

Zusätzlich geben die für die Deutsche Marine angekündigten und geplanten Vorhaben einen positiven Ausblick.

Währungsrisiken in nennenswertem Umfang bestehen nicht.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Schiffsneubau produziert Nobiskrug ausschließlich Yacht-Unikate, die auf einem kundenspezifischen Design basieren und für den jeweiligen Kunden individuell entworfen, entwickelt und technisch konstruiert werden. Die hierfür entstehenden Kosten sind Teil der Herstellkosten. Immaterielle Vermögenswerte werden hierdurch in der Regel nicht generiert. Daher wird eine Abgrenzung von Forschungs- und Entwicklungskosten nicht vorgenommen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Als Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist die Ablieferung einer Luxus-Megayacht (BN 787) im Januar 2017 zu nennen.

Im November 2017 gelang der Nobiskrug GmbH der Abschluss eines weiteren Neubau-Auftrages über den Bau einer Luxus-Megayacht.

Im Februar 2018 gelang der Nobiskrug GmbH der Abschluss eines weiteren Neubau-Auftrages über den Bau einer Luxus-Megayacht.

Seit Februar 2018 arbeitet die Nobiskrug GmbH zusammen mit einer renommierten deutschen Unternehmensberatung an einem Programm zur Effizienzsteigerung, Kostenreduzierung und Optimierung der Unternehmensstruktur, um die Gesellschaft in die Gewinnzone zurück zu führen.

 

Rendsburg, 19. Februar 2018

Nobiskrug GmbH

Holger Kahl

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nobiskrug GmbH, Rendsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, verweisen wir auf die Angaben im Abschnitt "A. Allgemeine Angaben" des Anhangs und im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass die Gesellschaft sich in einer angespannten Liquiditätssituation befinden wird, wenn die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätserwartungen nicht wie geplant erreicht werden sollten. Wie im Abschnitt "A. Allgemeine Angaben" des Anhangs und im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, weist dies auf ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB hin.

 

Hamburg, 27. April 2018

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ReeseWirtschaftsprüferin

gez. Glaser, Wirtschaftsprüfer

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