Puerstinger High Purity Systems GmbH

Gewerbepark Lindach B 4, 84489 Burghausen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 11060
Vorher
Pürstinger High Purity Systems GmbH
Eingetragen
14.1.1998
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Betrieb eines Unternehmens für den Anlagenbau, für den Behälterbau sowie für Rohrleitungsmontagen (Kunststoff und Edelstahl, Reinstmedien).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Mayerhofer
seit 10.4.2024
Prokura
Fabian Kreuzeder
seit 22.4.2021
Geschäftsführer
Alfred Pürstinger
seit 17.11.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Austria
280.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Puerstinger High Purity Systems GmbH

Burghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Puerstinger High Purity Systems GmbH, Burghausen

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftstätigkeit

Puerstinger High Purity Systems GmbH hat sich auf Chemieversorgungs- und Mischsysteme für die Halbleiterindustrie spezialisiert. Diese Systeme bestehen größtenteils aus Kunststoffkomponenten, aber auch aus Edelstahl. Seit 2007 entwickelt und baut Puerstinger High Purity Systems GmbH auch Nassprozessanlagen mit vollautomatischen Transportsystemen sowie manuelle Nassbänke für Forschungs- und Entwicklungsanwendungen und ergänzt dadurch sein bereits jetzt umfangreiches Portfolio. Aus einem reinen Fertigungsbetrieb hat sich inzwischen ein Engineering-Unternehmen mit eigenen Verfahrensplanungen entwickelt. Wir entwerfen, entwickeln, produzieren und vermarkten ein breites Spektrum von Ver- und Entsorgungsanlagen sowie Reinigungs- und Filtrationssysteme für die Halbleiter-, Pharma-, Solar- und sonstige Industrien.

II. Rechtliche Rahmenbedingungen

Die heute bestehende Puerstinger High Purity Systems GmbH wurde im Jahr 1998 mit Sitz in Burghausen errichtet.

Der Firmenverbund mit Pürstinger High Purity Systems GmbH in Österreich bietet unseren Kunden die Möglichkeit einer Komplettversorgung von Chemieversorgungs- und Mischsystemen bis hin zu Rohrleitungsinstallationen.

Das österreichische Unternehmen "Pürstinger High-Purity-Systems GmbH" ist 100% Gesellschafter der deutschen "Puerstinger High Purity Systems GmbH".

Puerstinger High Purity Systems GmbH hat am 12.01.2007 die Tochtergesellschaft PUE Systems Pte. Ltd., Singapur, gegründet.

B. Wirtschaftsbericht

IWF-Prognose: Deutschland bleibt Konjunktur-Schlusslicht

Die Wachstumsperspektiven Deutschlands haben sich laut Internationalen Währungsfonds (IWF) immer noch nicht aufgehellt. Der IWF rechnet für 2024 weiterhin mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Infografik von Statista zeigt. Deutschland wäre damit - sollten die Prognosen eintreffen - 2024 erneut das Schlusslicht unter den großen Industrienationen. Im April hatte der IWF für 2024 ebenfalls ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent vorausgesagt.

Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Hinweise auf positive Auswirkungen durch das geplante Paket der Ampelregierung zur Stärkung des Standorts Deutschland sind in dem neuen IWF-Weltwirtschaftsausblick nicht zu finden.

Die Entwicklung der weltweiten Wirtschaftsleistung bewertet der IWF genauso wie im April. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer weiterhin über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen.

Der IWF warnte allerdings auch, dass die grenzüberschreitenden Handelsbarrieren zuletzt zugenommen hätten. Die EU-Kommission hat etwa vorläufig hohe Sonderzölle auf Elektroautos aus China verhängt. Nun werden Gegenmaßnahmen der Volksrepublik erwartet. Auch die USA haben neue Zölle gegen China auf den Weg gebracht. Eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten gehöre zu den kurzfristigen Risiken für die Weltwirtschaft, so der IWF.

Quellenverweis: https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip//

II. Branchenentwicklung

(die Branchenentwicklung betrachtet die aktuell relevanten Märkte unseres Unternehmens)

1. Halbleitermarkt

Prognose: Halbleitermarkt legt ab 2024 wieder zu:

Der weltweite Halbleiterumsatz erreichte im Dezember 2023 mit 48,7 Mrd. USD einen Rekordwert seit Juli 2022. Dennoch kam es im Jahr 2023 zu einem Rückgang um 8%. Für 2024 prognostiziert die Organisation WSTS eine Erholung mit einem Umsatzplus von 13,1%. KI und Hochleistungsprozessoren gelten als Hauptwachstumstreiber.

Der Halbleitermarkt hat Ende 2023 eine bemerkenswerte Dynamik entwickelt, wie die jüngsten Zahlen des Branchenverbands Semiconductor Industry Association (SIA) zeigen. Im Dezember stieg der weltweite Umsatz auf 48,7 Milliarden USD, den höchsten Stand seit Juli 2022, mit einem beeindruckenden Wachstum von 11,6% gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit hat sich die Wachstumsdynamik gegenüber dem Vormonat (+5,3) spürbar erhöht. Besonders auffällig waren die zweistelligen Zuwachsraten in China, Amerika und der Asien-Pazifik-Region, während Europa nur ein geringes Plus verzeichnete.

Trotz dieses Aufschwungs endete das Jahr 2023 mit einem Rückgang des globalen Chipumsatzes um etwa 8% auf 527 Milliarden USD, bedingt durch eine schwache Nachfrage im ersten Halbjahr, insbesondere im Bereich der Konsumelektronik. Die schwache Nachfrage nach Computern, Fernsehern und Smartphones prägte das Jahr 2023. Wir sehen aber einen Silberstreifen am Horizont. Unseres Erachtens werden viele Computer, welche den Beschäftigten von den Unternehmen zu Beginn der CoronaPandemie für das Homeoffice bereitgestellt wurden, schrittweise gegen leistungsstärkere Geräte ersetzt. Zusätzliche Nachfrageimpulse dürften von der Einführung und Ausweitung von KI-basierten Anwendungen durch große Technologieunternehmen ausgelöst werden.

Ein weiterer entscheidender Faktor für die zukünftige Entwicklung der Chipindustrie ist die steigende Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren, insbesondere für den Einsatz in Rechenzentren und beim Training großer KI-Modelle. Wir betrachten diese Entwicklung als den wichtigsten Wachstumstreiber, welcher den Markt nachhaltig beeinflussen wird. Die Mehrzahl der jüngsten Quartalsberichte der führenden Halbleiterunternehmen bestätigt diese positive Tendenz. Bis auf Nvidia haben alle der oft so genannten glorreichen Sieben ("Magnificent Seven") bereits berichtet und die Erwartungen sogar teilweise übertroffen.

Auch wenn es gelegentlich zu Gewinnmitnahmen kommt, die mehr auf die vorangegangene Kursrally als auf schlechte Unternehmenszahlen zurückzuführen sind, bleiben die Aussichten für den Halbleitermarkt optimistisch. Die WSTS (World Semiconductor Trades Statistics) erwartet für das Jahr 2024 eine deutliche Markterholung mit einem Umsatzwachstum von 13,1% auf fast 600 Milliarden USD. Trotz der teils beeindruckenden Aktienkursentwicklung im letzten Jahr sehen wir vor dem Hintergrund intakter technologischer Trends weiteres Kurspotenzial. Einzig die insbesondere in der ersten Jahreshälfte schwache Nachfrage nach Halbleitern für industrielle Anwendungen dürfte die Chipindustrie belasten.

Quellenverweis: Halbleitermarkt: KI als Wachstumsmotor für 2024 | DZ BANK

Der hohe Auftragseingang der vergangenen Jahre 2021 und 2022 ist im Jahr 2023 leicht zurückgegangen und hat sich im Jahr 2024 weiter leicht abgeschwächt, aber wie im Jahr 2023 sind unsere Auftragsbücher bis dato gut gefüllt.

Der für 2024 prognostizierte Boom im Halbleitermarkt ist aus unserer Sicht noch nicht eingetreten. Unsere Kunden halten sich aus verschiedenen Gründen mit Neuinvestitionen zurück. Aus heutiger Sicht gehen wir jedoch aufgrund der gestiegenen Anfragen davon aus, dass der Halbleitermarkt im Jahr 2025 wieder anzieht und die geplanten Neuinvestitionen umgesetzt werden.

2. Analyse der Größe und des Anteils des PV-Marktes in Europa - Wachstumstrends und -prognosen (2024-2029)

Europa Solar-Photovoltaik-Marktanalyse

Der europäische Markt für Solarphotovoltaik (PV) wird im Prognosezeitraum voraussichtlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von 12 % wachsen.

Mittelfristig haben Faktoren wie die steigende Stromnachfrage in der gesamten Region und das Ziel der Europäischen Union, CO 2 -neutral zu werden und den Großteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, das Wachstum des Marktes vorangetrieben.

Andererseits stellt der steigende Verbrauch von Erdgas und die Verfügbarkeit dieses Gases zu niedrigeren Preisen für die Stromerzeugung wachstumshemmende Faktoren für den Markt im europäischen Raum dar.

Dennoch steigt durch die steigenden Investitionen in die Solarstromerzeugung die Nachfrage nach Solarmodulen. Darüber hinaus haben die Regierungen in der gesamten Region verschiedene Initiativen und Richtlinien ergriffen. Beispielsweise werden der REPowerEU-Plan und der Einspeisetarif (FIT) eingeführt, um die Installation von Solar-PV zu fördern, und es wird erwartet, dass sie im Prognosezeitraum lukrative Möglichkeiten für den Markt schaffen.

Es wird prognostiziert, dass Deutschland mit der größten installierten Solar-Photovoltaik-Kapazität im Prognosezeitraum den europäischen Solar-Photovoltaik-Markt (PV) dominieren wird.

Europas Solar-Photovoltaik-Markttrends

Für das Dachsegment wird ein deutliches Marktwachstum erwartet:

Es wird geschätzt, dass das Dachsegment im Prognosezeitraum in Europa ein deutliches Wachstum verzeichnen wird. Die Dachinstallation in der europäischen Region bietet großes Potenzial, da die meisten Dachflächen in Europa ungenutzt sind. Mehrere Länder in Europa arbeiten daran, ihre Richtlinien zur Bewertung der Vergütungshöhe zu ändern.

Darüber hinaus verfügen Norwegen, die baltische Region, Irland und andere über günstige geografische Bedingungen für die Installation von PV-Dächern. Es wird erwartet, dass dadurch die Installation von Solar-PV-Dächern in Europa im Prognosezeitraum zunehmen wird. In mehreren Ländern sind Hausbesitzer außerdem bereit, PV-Module auf dem Dach zu installieren, um ihre Stromrechnungen zu senken. Im Jahr 2021 erreichte die installierte Solar-PV in Europa 183,55 GW, was einer Wachstumsrate von 14,35 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Regierungen in mehreren Ländern haben unterstützende Maßnahmen ergriffen, um den Einsatz von PV-Anlagen auf Dächern in der Region zu steigern. Beispielsweise kündigte die Europäische Kommission im Mai 2022 ein Mandat für die Installation von Solardächern auf öffentlichen und gewerblichen Gebäuden bis 2027 und für Wohngebäude bis 2029 an. Die Europäische Union hat ihr Ziel für erneuerbare Energien für 2030 von 40 % auf 45 % erhöht. In ähnlicher Weise genehmigte die Europäische Kommission im August 2021 das französische Förderprogramm das die Entwicklung von Solaranlagen auf Dächern mit einer Leistung von 3,7 GW unterstützen soll. Die EG hat ein Budget von 6,8 Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Die Maßnahme läuft bis 2026 und steht voraussichtlich PV-Betreiberanlagen mit einer Leistung von bis zu 500 kW offen. Ende Juni 2021 erreichte Frankreichs kumulierte Solarkapazität etwa 14,7 GW, was den Marktanteil von Dachsolaranlagen voraussichtlich weiter ausbauen wird.

Im April 2022 gaben Enel Green Power und die Europäische Kommission die Unterzeichnung einer Vereinbarung im Rahmen des Ersten Innovationsfonds der EU für Großprojekte bekannt, die zur Entwicklung von TANGO beitragen werden, einer Produktionsanlage im industriellen Maßstab für die Fertigung von PV-Modulen in Enels 3Sun-Solarmodulfabrik in Catania, Sizilien. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Erweiterung der Fabrik zu einer 15-fachen Steigerung der Produktionskapazität von 200 MW auf 3 GW pro Jahr führen. Die vollständige Inbetriebnahme dieser Anlage wird für 2024 erwartet.

Quellenverweis Europäischer PV-Markt - Aktien-, Größen- & Branchenanalyse (mordorintelligence.com)

3. Anlagenbau

VDMA senkt Prognose im Maschinen- und Anlagenbau für 2024

Die globale Wirtschaftsschwäche beeinträchtigt den Maschinen- und Anlagenbau. Produktionsrückgänge und ein sinkender Auftragsbestand erfordern eine Anpassung der Prognose für 2024!

Stärker als bisher erwartet beeinflusst eine anhaltende Flaute der globalen Konjunktur die Geschäfte im Maschinen- und Anlagenbau. Lief die Produktion in den ersten zehn Monaten dieses Jahres dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten noch vergleichsweise gut, zeichnen sich nun Bremsspuren ab. "Nachdem die ersten beiden Quartale noch Wachstumsbeiträge lieferten, verfehlte die Maschinenproduktion im dritten Quartal ihr Vorjahresniveau bereits um 1,6 %", sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt. Auch das vierte Quartal werde schwach ausfallen. "Die bis zum Sommer gute Produktion sorgt zwar dafür, dass wir unsere Schätzung für 2023 anheben. Wir rechnen nur noch mit einem Produktionsrückgang von real 1 %." Mit Blick auf das kommende Jahr sagte er: "Anders als vor einem Jahr kann der sinkende Auftragsbestand die Produktion immer weniger stützen. Daher passen wir die Prognose für 2024 nach unten an: von bisher minus 2 % auf nun minus 4 %

Quellenverweis: VDMA senkt Prognose im Maschinen- und Anlagenbau für 2024 (vdi-nachrichten.com)

Prognose zum Umsatz im Maschinenbau in Deutschland bis 2025

Im Jahr 2019 beträgt der Umsatz im deutschen Maschinenbau 272 Milliarden Euro. Laut der Prognose werden im Jahr 2025 rund 290 Milliarden Euro im Maschinenbau erwirtschaftet. Mit dem steigenden Umsatz wird ebenso eine steigende Wertschöpfung des Maschinenbaus in Deutschland bis zum Jahr 2050 prognostiziert.

Branchenkennzahlen:

Die Daten beruhen auf dem aktuellen Branchenreport zum Maschinenbau, der viele weitere statistische Informationen zur Branchenstruktur bündelt. Hier werden nur Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 17.500 Euro berücksichtigt, was zu abweichenden Werten im Vergleich zu anderen Publikationen führen kann. Der deutsche Maschinenbau hält einen Anteil von 3,5 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. Der Produktionswert der Branche steigt nach einem Einbruch zu Zeiten der Wirtschaftskrise wieder jährlich an.

Beschäftigte im Maschinenbau:

Die Anzahl der Auszubildenden schwankt seit dem Jahr 2010 nur gering. Die Anzahl der Maschinenbaustudenten geht seit 2016/2017 nach einem stetigen Anstieg deutlich zurück. Trotzdem steigt nach einigen Schwankungen nach der Jahrtausendwende nun wieder die Anzahl der Beschäftigten im deutschen Maschinenbau. Im Jahr 2022 sind 943.000 Beschäftigte (936 Tsd. im Jahr 2020) im deutschen Maschinenbau tätig. Vergleichsweise waren im Jahr 2019 1.003.000 Beschäftigte im Einsatz.

Bericht der Statista v. 05.07.2024

Quellenverweis: Maschinenbau - Prognose zum Umsatz in Deutschland bis 2025 | Statista

III. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Puerstinger High Purity Systems GmbH konnte den Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 erneut wesentlich verbessern und seine Wettbewerbsposition im abgelaufenen Geschäftsjahr unter diesen anhaltend volatilen Rahmenbedingungen festigen sowie sich auch weiterhin auf allen relevanten Märkten positionieren.

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von gutem Auftragseingang vor allem im ersten Halbjahr.

Trotz leichtem Einbruch der Halbleiterindustrie, hoher Inflation, steigenden Zinsen etc., verzeichneten wir im Jahr 2023 den höchsten Auftragseingang in der Firmengeschichte. Das für 2023 prognostizierte positive Ergebnis lt. Ertragsplanung vor Steuern wurde durch die sehr gute Auslastung und der effizienten Nutzung von Firmen Know-how sogar übertroffen.

1. Ertragslage

Puerstinger High Purity Systems GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 seine Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 37.839 (i.V. TEUR 20.979) erhöht. Bedingt durch die bereits guten Auftragseingänge im 1. Halbjahr 2023 und der hohen Nachfrage nach "Pürstinger" Produkten mussten zeitweise in der 2. Jahreshälfte die Aufforderungen zur Angebotserstellung aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden. Es wurden zum Teil nur mehr Bestandskunden mit denen wir bereits jahrelange Geschäftsbeziehungen haben, von uns bedient.

Bei den Neuaufträgen des 2. Halbjahres 2023 waren wieder "Langläufer" dabei die erst in 2025/26 fertig gestellt werden.

Der Bestand der unfertigen Erzeugnisse hat sich gegenüber dem Jahr 2022 um TEUR 5.154 verringert. Dies spiegelt einen kontinuierlichen Abschluss langlaufender Projekte mit Beginn 2021/2022. Die Fokussierung des Unternehmens auf fertig entwickelte oder Wiederholungs-, bzw. Folgeprodukte ermöglichte zum einen eine schnelle Einarbeitung der neuen Mitarbeiter und auch eine unterlegte Bepreisung der vielen Produktangebote für unsere Kunden. Des Weiteren konnte im Verlauf 2023 ein weiter Rahmenvertrag für ein Serienprodukt (Poliermittelrecycling Station) geschlossen werden.

Die schnelle Bearbeitung von "Standard Produkten" führte ab Beginn des Jahres 2022, sowie im Laufe des Geschäftsjahres 2023 zu guten Umsatzerlösen und Erträgen. Weitere Aufträge dieser Art sind bereits für das Geschäftsjahr 2024 eingegangen.

Der Materialaufwand erhöhte sich um TEUR 540 (3,35%) auf TEUR 16.655. Der Rohertrag als Ergebnis von Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 16.030 (i.V. TEUR 13.028) 23,04% über dem Vorjahreswert.

Die Mitarbeiterzahl lag im Geschäftsjahr bei durchschnittlich 89 Arbeitnehmern (Vj. 94). Die Personalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 7.112 und sind um TEUR 172 gestiegen. Die Personalquote entspricht 18,80% der Umsatzerlöse und ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (33,08%).

Die Abschreibungen entsprechen 1,18% der Umsatzerlöse (Vj. 1,75%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 8 auf TEUR 2.401. Die Veränderung resultiert aus den gestiegenen Raumkosten TEUR 253, Versicherungen TEUR 145, Reparaturen/Instandhaltungen TEUR 103, Fahrzeugkosten TEUR 161 und Reisekosten TEUR 292, sowie der Einstellung einer Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferung und Leistung TEUR 265. Dem gegenüber stehen Minderung der Kosten der Warenabgabe um TEUR 93 und der übrigen Kosten um TEUR 209.

Das negative Finanzergebnis, das sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammensetzt, betrug TEUR -227 (i.V. TEUR -74). Der erhöhte Zinsaufwand betrifft die laufende Finanzierung eines Großprojektes. Das kurzfriste Darlehen wurde Anfang des Geschäftsjahres 2024 vollständig getilgt.

Im Jahr 2023 betrug der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 1.675 (i.V. TEUR 625); davon entfallen auf passive latente Steuern TEUR -6.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 4.264 (i. V. TEUR 2.836).

2. Finanzlage

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergibt sich im Jahr 2023 ein Mittelzufluss von TEUR 5.241 (i.V. TEUR -4.776).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt einen Mittelabfluss von TEUR 380 (i.V. TEUR 575). In Sachanlagen wurden TEUR 370 und in immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 10 investiert.

Im Bereich der Finanzierungstätigkeit ist ein Abfluss von TEUR 4.919 (i.V. TEUR -5.431) zu verzeichnen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 16,90% auf TEUR 20.372. Von der Bilanzsumme entfallen TEUR 3.620 auf das Anlagevermögen (i.V. TEUR 3.690); dies entspricht 17,77% (i.V. 15,05%) aller Vermögenswerte. In das Sachanlagevermögen investierte Puerstinger High Purity Systems GmbH im Geschäftsjahr TEUR 380. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Kosten für Maschinen. In das immaterielle Anlagevermögen wurden TEUR 10 investiert.

Die Finanzanlagen bestehen unverändert in der Beteiligung mit TEUR 50 an der Tochtergesellschaft PUE Systems Pte. Ltd., Singapur.

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr TEUR 16.727, umgerechnet 82,11% und hat sich zum Vorjahr um TEUR 4.077 verringert. Die Verringerung ergibt sich überwiegend aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um TEUR 82, unfertigen Leistungen um TEUR 5.154 und der Forderungen gegenüber verbundenem Unternehmen um TEUR 1.485 und der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.069.

Die Finanzmittel der Puerstinger High Purity Systems GmbH beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 31 (i.V. TEUR 89).

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 11.867 (i.V. TEUR 7.603).

Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 58,25% (i.V. 31,01%).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 458 auf TEUR 1.249. Sie setzen sich im Wesentlichen zusammen aus der Rückstellung für ausstehenden Urlaub (TEUR 259) und der Rückstellung der Gewinntantieme (TEUR 660) sowie der Rückstellung für Gewährleistung (TEUR 199). Aufgrund des erzielten Jahresüberschusses ergibt sich eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 1.500.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag (für 2022 und 2023) TEUR 2.805 (i.V. TEUR 7.497). Das ist eine Minderung um TEUR 4.691. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 2.666 auf TEUR 1.274 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 19 auf TEUR 34. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um TEUR 4.443 reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 729 gestiegen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das technisch hochwertige Produktangebot von Puerstinger High Purity Systems GmbH mit individueller Verwendbarkeit für den Kunden und hervorragender Produktqualität, bestens qualifizierten, hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einer effizienten Organisation, ausgezeichneten Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die Innovationskraft der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, verbunden mit partnerschaftlichen Handeln haben als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einfluss auf den Erfolg von Puerstinger High Purity Systems GmbH

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 konnte die Pürstinger High Purity einen IT-Spezialisten für sich gewinnen. Dieser soll diverse Programme für Zeiterfassung, Cashflow, automatisierte Stücklistenerstellung etc. entwickeln bzw. verbessern. Durch die Installation dieser Programme sollen Arbeitszeit und gleichzeitig Kosten eingespart werden.

Des Weiteren ist für das Jahr 2024/25 die Umstellung der Leuchtmittel auf modernste energiesparende LED-Leuchten für alle Betriebsräumlichkeiten in Planung, für die eine Kostenneutralität innerhalb von 5 Jahren errechnet wurde.

C. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung bewegt sich bei Puerstinger High Purity Systems primär um Weiterentwicklungen bestehender Lösungen mit dem Ziel eine kostensparende Standardisierung sowie Verbesserung unserer Produkte zu erreichen. Die Innovationskraft unserer Entwicklungsabteilung sowie konsequente Fehleranalysen helfen dabei die Kundenwünsche und Anforderungen an die Mobilität der Zukunft in unserer Produktion umzusetzen. Unser Ziel sind maßgeschneiderte Lösungen für eine bedarfsgerechte, sichere und nachhaltige Mobilität. Ein wesentlicher Faktor für den Markterfolg unserer Produkte sind das Know-how, die Kreativität sowie die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungskosten spiegeln sich hauptsächlich in den Personalkosten wieder. Entwicklungskosten belasten zunächst die Gewinnerwartungen bei Prototypen. Wie in der Vergangenheit werden die Neuentwicklungen durch den Absatz mehrerer Anlagen mittelfristig zu Gewinnen führen und gleichzeitig den Abstand zum Wettbewerb vergrößern.

Ende 2023 wurde ein F&E-Projekt mit einem Kunden aus Sachsen gestartet. Ziel ist es, einen bekannten Silizium-Slurry-Recyclingprozess auf einen speziellen Galliumarsenid-Slurry-Recyclingprozess zu übertragen. Da die Verfahrenstechnik und die zu verwendenden Basiskomponenten sehr ähnlich sind, sehen wir hier sehr gute Chancen, dass aus dem Forschungsprojekt ein Auftrag für eine größere Anlage resultieren könnte.

D. Risikobericht

I. Risikomanagement

Die Risikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr primär neben Personalwechsel und Fachkräftemangel, angestiegenen Preisen und den hinzukommenden Nahostkonflikt Konflikt verändert.

Aufgrund des Nahostkonflikts mussten wir jedoch eine zusätzliche interne Bewertung vornehmen und Anfragen eines Bestandskunden ablehnen, da wir zum Schutz unserer Mitarbeiter keine Mitarbeiter in Krisengebiete entsenden.

Die stark steigenden Materialpreise können teilweise durch Preisgleitklauseln und kürzere Vertragslaufzeiten abgefedert werden. Da bewusst vermehrt Standardprodukte akquiriert werden, gelingt es hierfür den Personalmangel bei Auftragsspitzen mit Leihfirmen und Selbstständigen abzudecken.

Der gestiegenen Nachfrage und der Rohstoffknappheit im Kunststoffbereich wurde durch eine Erhöhung des Gesamtwertes der Lagerware entgegengewirkt, um die Liefertermine gegenüber unseren Endkunden einhalten zu können. Wichtig war auch hier die Bevorratung unserer "Standardhauptkomponenten".

Nach wie vor stehen bei Puerstinger High Purity Systems GmbH die für ihr Kerngeschäft üblichen Risiken im Vordergrund.

Im Wesentlichen wird weiter auf die Entwicklung des Kunden- und Auftragsbestandes, sowie auf die Überwachung der eigenen Bonität geachtet. Die Identifizierung, Beurteilung und Steuerung der Risiken erfolgen ausschließlich auf Ebene der Geschäftsleitung und der Managementberatung. Im Rahmen der Überwachung der laufenden Geschäftsprozesse werden die wesentlichen Risiken sowie die eingeleiteten Gegenmaßnahmen geprüft. Des Weiteren wird im Zuge des Managementaudits eine jährliche Risikoanalyse und Betroffenheitsanalyse durchgeführt. Zur Eruierung möglicher von außen eintretenden Risiken ermittelt.

II. Volkswirtschaftliche Risiken

Unser Unternehmen unterliegt den gleichen äußeren Einflüssen wie alle Wirtschaftsunternehmen, insbesondere den Zinsrisiken, Währungsschwankungen, Zollbarrieren, politische Risiken und den Auswirkungen auf die allgemeine Konjunktur. Wir versuchen diese Risiken nach bestem kaufmännischem Verständnis zu minimieren.

Zu den aktuellen Entwicklungen bei den Leitzinsen ist folgendes zu erwähnen: Gemäß geldpolitischem Beschluss vom 12. September 2024 hat die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, den Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft um 0,6 Prozentpunkte auf 3,65 Prozent gesenkt. Die Änderungen wurden wirksam zum 18. September 2024. Die starke Erhöhung des Leitzinses in 2023 hatte das Ziel einem inflationären Anstieg des Preisniveaus entgegenzuwirken und Liquidität aus den Märkten zu ziehen. Die leichte Senkung des Leitzinses im Jahr 2024 wird unseres Erachtens ein erster Schritt sein, um sinkende Kapitalmarktzinsen zu erreichen und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und damit das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Das hiermit allgemein verbundene Risiko für die Gesamtbevölkerung speziell bei Bauzinsen, Wohnraumschaffung etc. wird uns die kommenden Jahre begleiten. Auch wenn die Inflationsrate im September 2024 mit 1,6% den niedrigsten Wert seit fast 3,5 Jahren aufweist, war es aufgrund der hohen Inflation in den Jahren 2022 und 2023 notwendig, unsere Gehaltsstruktur anzupassen, um die allgemeine Teuerung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zumindest zu einem kleinen Teil auszugleichen. Die von uns erhöhten Verkaufspreise werden von unseren Kunden teilweise hinterfragt und müssen unsererseits erläutert werden.

Generell ist festzustellen, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer Krise befindet. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um -0,3% im Jahr 2023 hoffen wir auf eine Erholung der deutschen Wirtschaftsleistung, denn das erhöhte Risiko durch eine sogenannte Konsumstarre der Verbraucher von Elektronik, Automotive etc. sehen wir als hoch an. Ebenso sehen wir die teilweise fehlenden Investitionen in der allgemeinen Industrie, in der auch die Produkte unserer Endkunden verbaut werden, kritisch.

Aus der Ferne beobachten wir auch, dass deutsche Technologieunternehmen nach wie vor die BCCS-Strategie (Best Cost Country Sourcing) verfolgen, was zu Produktionsverlagerungen in zum Teil weit entfernte Länder führt. Daraus resultierend Verlagerung der Kaufkraft und Wirtschaftsleistung der Arbeitnehmer ins Ausland.

Wirtschaftlich betrachtet ist diese Strategie aufgrund steigender Kostenstrukturen und Umweltauflagen nachvollziehbar. Hier ist die deutsche Regierung gefragt. Sie muss den Standort Deutschland wieder attraktiver für Großunternehmen machen.

Wirtschaftslage China:

Die aktuell kriselnde Wirtschaftslage in China und das Nichterreichen des selbst gesteckten Wirtschaftswachstums von ca. 5 % ist wohl auch mitentscheidend für die allgemeine Weltwirtschaftslage.

Eine zentrale Rolle dürfte dabei die bereits seit längerem anhaltende Immobilienkrise sowie das allgemein schwache Konsumverhalten der chinesischen Bevölkerung spielen.

Die chinesische Regierung versucht nun mit Hilfe der Zentralbank aktiv gegenzusteuern und hat den Satz für Pflichteinlagen gesenkt, so dass die Banken nun mehr Kredite ausgeben können. Damit steht den Finanzinstituten mehr Geld zur Verfügung, um Kredite zu vergeben oder Staatsanleihen zu kaufen, etwa zur Finanzierung der Infrastruktur. Damit will die Zentralbank nach eigenen Angaben an ihrem "unterstützenden geldpolitischen Kurs" festhalten.

Was die kürzlich von der EU beschlossenen Strafzölle auf Elektroautos aus China für die Handelsbeziehungen mit China und die wirtschaftliche Situation Chinas bedeuten, bleibt abzuwarten.

Denn sollte China mit weiteren Sanktionen belegt werden und China seitens Europa Handelsbarrieren einführen, muss über neue Beschaffungswege diverser Rohstoffe angedacht werden.

Die Abhängigkeit von China ist größer als je zuvor. Somit sind stabile Lieferketten innerhalb Europas Grundvoraussetzung für die kommenden Jahre. Diese müssen in Zeiten wie diesen jedoch erst geschaffen werden.

Angesichts der beschriebenen Risiken kann es allerdings grundsätzlich sein, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 wieder hinter den derzeitigen Erwartungen zurückbleibt. Sofern solche Entwicklungen nicht zu Auftragsstornierungen führen, erwartet Puerstinger High Purity System GmbH aufgrund des guten Auftragseinganges in 2023/24 aktuell keine negativen Auswirkungen auf die Ertragslage im Jahr 2024.

III. Beschaffungsrisiken

Puerstinger High Purity Systems GmbH verwendet für die Herstellung der Anlagen u.a. Rohstoffe, deren Beschaffungspreise den Schwankungen ausgesetzt sind.

Die hohe Nachfrage am Markt an speziellen Kunststoffen wie. z.B. Flurwerkstoffen wie PFA, PVDF, ECTFE, sowie die Erhöhung der Energiekosten (Strom, Gas, Öl, etc.) hat den Einkaufspreis der von uns eingesetzten Hauptkomponenten im Jahr 2023 um ca. 20% erhöht. Ein weiteres Risiko sehen wir in der Verabschiedung des PFAS-Verbots der EU-Kommission im Jahr 2023 mit in Kraft treten bis 2025, da die PFAS (Per- und Polyfluoralkylverbindungen) Grundlage für die Produktion der oben genannten Flurwerkstoffe sind und hier bis dato kein Werkstoff als Ersatz gefunden werden konnte. Ein kleiner Lichtblick ist hier jedoch das hier aktuell über Teilverbot der PFAS für die Verbraucherwirtschaft verhandelt wird und die nötigen Flurwerkstoffe für die Industrie erhalten bleiben. Ein Ergebnis bleibt unserseits hier abzuwarten.

Die termingerechte Bestellung von Zukaufteilen für die Produktion ist für eine effektive Projektabwicklung entscheidend. Die Liefersituation benötigt eine immer komplexere und intensivere Vorplanung in der Produkt Terminplanung. Mit einem gezielten Lieferantenmanagement erarbeitet sich Puerstinger High Purity Systems GmbH auch trotz stark steigender Einkaufspreise, sukzessive bessere Kostenpositionen. Durch die Etablierung einer strategischen Einkaufsabteilung soll der Risikominimierung auf Beschaffungsseite Rechnung getragen.

IV. Währungsrisiken

Als weltweit agierendes Unternehmen wird Puerstinger High Purity Systems GmbH von volkswirtschaftlichen Rahmendaten wie der Veränderung der Währungsparitäten oder den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Puerstinger High Purity Systems GmbH ist den Wechselschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, ausgesetzt. Ein gegenüber dem US-Dollar starker Euro kann demnach Einfluss auf den Umsatz und das Ergebnis haben. Da der Geschäftsanteil in US-Dollar weiterhin gering ist, sind die Risiken jedoch überschaubar. In Finanzbedarfsplänen wird bei US Dollar Geschäften bereits vor Angebotsabgabe das Währungsrisiko betrachtet und bei Bedarf durch geeignete Versicherungen abgedeckt. Die eingeleitete Rückorientierung auf europäische Kunden minimiert zusätzlich die beschriebenen Währungsrisiken.

V. Ausfallrisiken

Forderungsausfallrisiken werden durch die Strategie von Puerstinger High Purity Systems GmbH sich auf eine Vielzahl von Kunden anstatt einiger weniger Großkunden zu spezialisieren versucht zu minimieren, wobei die zurzeit global angespannte Lage alles mit sich bringen kann. Ein möglicher Eingriff von China Richtung Taiwan würde für einen unserer größeren Endkunden ein hohes Risiko beinhalten. Die jüngsten Provokationen Chinas gegenüber Taiwan werden aber auch von unserer Seite weiterhin sehr kritisch gesehen. Bei einem unserer Großkunden, der seine Endprodukte hauptsächlich nach China liefert, stellen wir eine zunehmende Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe fest. Um das Ausfallrisiko in diesem Fall zu minimieren, wurden entsprechende vertragliche Vereinbarungen zur Abnahme bzw. Vorauszahlung getroffen.

Ausfall durch Nahostkonflikt:

Der aktuelle Nahostkonflikt hindert die PUE einen langjährigen Kunden zu beliefern. Hier mussten wir Aufgrund der drohenden Eskalation bereits Ende 2023 eine Anfrage für den Bau und die Lieferung durch Pürstinger Systemen absagen.

Neukunden werden gemäß unserem Risikomanagement bereits vor Abgabe eines Angebots auf deren Liquidität hin überprüft.

VI. Facharbeitermangel

Der Mangel an Fach- und Führungskräften hatte sich in der Vergangenheit negativ auf das mögliche stärkere Wachstum des Unternehmens ausgewirkt. Immer öfters muss die Bearbeitung von Kundenanfragen aufgrund von Ressourcen Engpässen im Bereich Fertigungspersonal und der Fachmonteure abgesagt werden. Durch Neueinstellungen im Jahr 2023, vor allem im Bereich der Produktion konnten Lücken, die durch Abwerbung oder Neuorientierung eigener Mitarbeiter durch Großunternehmen oder private Belange entstanden sind, weitgehend wieder geschlossen werden. Des Weiteren können wir den Aufbau unserer seit langem geplanten EMSR-Abteilung bekannt geben, hier ist das Ziel bis 2026 die Automatisierung unserer Kernprodukte von der EMSR-Planung bis zur Softwareautomatisierung "inhouse" durchzuführen. Das Personal für unsere EMSR-Abteilung konnte zum Großteil durch sogenannte Berufsmessen an höheren technischen Lehranstalten gewonnen werden.

Puerstinger High Purity Systems GmbH bildet seit Jahren Lehrlinge für Kunststoff- und Metalltechnik aus, um dem gravierendem Facharbeitermangel in diesem Bereich entgegenzuwirken. Die komplexen Planungs- und Fertigungsabläufe erfordern hochqualifiziertes Fachpersonal, sowohl im Ingenieurwesen, wie auch in der Fertigung. Ein neuer Ansatz soll auch über die Ausbildung von Mechatronikern und Bürokaufleuten (für Puerstinger neue Ausbildungsberufe) geschaffen werden. Die Aus- und Weiterbildung neuer Mitarbeiter und Projektleiter kostet Zeit und Geld, sie ist aber eine zwingende Voraussetzung das im Unternehmen vorhandene "Know How" gewinnbringend zu vermarkten. Ausbildung von Lehrlingen, sowie Fortbildung von Bestandspersonal in Verbindung mit fairer Bezahlung und Motivation sehen wir als unabdingbare Voraussetzung weiterhin Qualitätsprodukte der Marke "Puerstinger" anbieten zu können.

E. Chancen- und Prognosebericht

Chancen werden vor allem in der Unabhängigkeit von Puerstinger High Purity Systems GmbH gegenüber bestimmten Absatz- und Beschaffungsmärkten gesehen, da es die internationale Ausrichtung von Puerstinger High Purity Systems GmbH ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit auf Veränderungen zu reagieren.

In der Standardisierung von ganzen Baugruppen in unseren Produkten sehen wir enormes Potential. Trotz Fachkräftemangel kann so den kundenseitigen Wünschen nach individuellen Lösungen nachgekommen werden, da flexible Produkte mit bewährten Lösungen kombiniert werden. Hier fließt auch die stetige Vereinfachung und Weiterentwicklung unserer Systeme mit ein und soll auch den weiteren Erfolg für Puerstinger High Purity Systems GmbH garantieren.

Das wirtschaftliche Umfeld bleibt auch im Jahr 2024 mehr als dynamisch und herausfordernd. Trotz moderater Wettbewerbsintensität und anhaltendem Fachkräftemangel wird für die Puerstinger High Purity Systems GmbH auch für 2024 ein gleichbleibendes, positives Ergebnis erwartet. Voraussetzung für dieses prognostizierte positive Ergebnis ist Frieden in Europa, sowie der erwartete Aufschwung der Allgemeinwirtschaft. Aktuelle Informationen lassen aufgrund der Erhöhung des Militärbudgets um ein Viertel seitens Russlands darauf schließen, dass hier nicht die Absicht besteht, den seit 2022 andauernden Krieg bis 2025 zu beenden. Die Folgen für die europäische Wirtschaft wären ohnehin noch schwerwiegender, wie sie bis zum jetzigen Zeitpunkt schon waren.

Die von uns geführte Ertragsplanung ist für 2024 voll erfüllt worden, die erwarteten Umsätze und Gewinne für Geschäftsjahr 2024 sind bis dato voll und ganz eingetreten. Der in 2023 erreichte Umsatz wird im Jahr 2024 nicht übertroffen werden. Das erwartete Jahresergebnis wird leicht unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegen. Unser Ziel ist es dieses aktuell hohe Niveau zu halten, und ein langsames, stetiges, jedoch vor allem gesundes Wachstum für Puerstinger High Purity Systems GmbH zu gewährleisten. Ausbildungen, Schulungen und die interne Weitergabe von Know-how sollen den Grundstein für unser Vorhaben sein.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.619.716,25 3.690.423,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 106.690,00 160.270,00
II. Sachanlagen 3.462.699,12 3.479.826,12
III. Finanzanlagen 50.327,13 50.327,13
B. Umlaufvermögen 16.727.252,71 20.804.153,40
I. Vorräte 7.996.948,10 13.498.329,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.699.180,89 7.216.448,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 42.288,46 42.280,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 31.123,72 89.376,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.299,97 21.536,15
Aktiva 20.372.268,93 24.516.112,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.866.878,96 7.602.975,32
I. Gezeichnetes Kapital 280.000,00 280.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 6.322.975,32 3.487.422,14
IV. Jahresüberschuss 4.263.903,64 2.835.553,18
B. Rückstellungen 2.749.582,25 1.367.844,89
C. Verbindlichkeiten 5.755.807,72 15.539.302,16
D. Passive latente Steuern 0,00 5.990,43
Passiva 20.372.268,93 24.516.112,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.137.417,42 13.247.554,39
2. Personalaufwand 7.112.212,81 6.940.112,37
a) Löhne und Gehälter 6.068.885,46 5.954.199,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.043.327,35 985.912,91
davon für Altersversorgung 18.288,11 17.404,30
3. Abschreibungen 444.858,35 367.353,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 444.858,35 367.353,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.401.200,73 2.393.202,00
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.338,91 6.258,09
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11,84 4,39
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 227.421,74 74.289,15
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 166,00 106,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.675.394,30 624.597,99
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.990,43 15.841,80
8. Ergebnis nach Steuern 4.276.341,33 2.848.003,87
9. sonstige Steuern 12.437,69 12.450,69
10. Jahresüberschuss 4.263.903,64 2.835.553,18

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Puerstinger High Purity Systems GmbH hat ihren Sitz in Burghausen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein unter HRB 11060 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs i.d.F.d. Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Bilanz ist gem. § 266 HGB gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Sämtliche Pflichtangaben, die in Ausübung eines Wahlrechts nicht in die Bilanz oder GuV aufgenommen werden, sind in diesem Anhang enthalten (§ 284 Abs. 1 HGB).

Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß den Größenklassen des § 267 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es wurden die Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB in Anspruch genommen.

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BERWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten angesetzt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und 21 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die Abschreibungsbemessungsgrundlage für das Betriebsgebäude und den Anbau Produktionshalle Lindach B3 sowie Maschinen und Einrichtungen wurde um den gewährten Zuschuss im Rahmen der "Bayerischen regionalen Förderungsprogramme 2002 und 2007 für die gewerbliche Wirtschaft" gemindert. Die Nutzungsdauer für Betriebsgebäude liegt bei 33 und 50 Jahren.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zulässig oder geboten ist.

3. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden durch Einzelbewertung mit den Anschaffungskosten unter Anwendung der Fifo-Methode oder durch eine retrograde Wertermittlung aus dem Verkaufspreis bewertet. Risiken aus eingeschränkter Verwendbarkeit oder Gängigkeit werden grundsätzlich durch Abschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt durch Einzelbewertung zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, Werteverzehrs des Anlagevermögens und Sonderkosten der Fertigung oder durch eine retrograde Wertermittlung aus dem Verkaufspreis, jeweils unter Berücksichtigung des Fertigungsgrads. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen, soweit sie zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes dienen, wurden in die Herstellungskosten einbezogen. Einer eingeschränkten Gängigkeit oder Verwertbarkeit wird durch Bewertungsabschläge Rechnung getragen.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird im Einzelfall durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine allgemeine Wertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

6. Rückstellungen

Für die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten kommen mit dem Erfüllungsbetrag zum Ansatz.

8. Erlöse

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Die Grundsätze der langfristigen Fertigung werden beachtet.

9. Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden grundsätzlich nach § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Tagesmittelkurs bewertet.

10. Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen, die in Bewertungsunterschieden in den Bilanzposten Immaterielle und Materielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens und sonstige Rückstellungen bestehen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30 % für Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt.

III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Aktiva

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem nachfolgendend dargestellten Anlagespiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 111.047,68 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 597.539,32 10.750,00 174,84
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 708.587,00 10.750,00 174,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.370.434,66 19.743,82 16.444,79
2. technische Anlagen und Maschinen 1.380.797,22 247.588,59 122.541,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 770.218,92 102.389,94 80.647,95
Summe Sachanlagen 6.521.450,80 369.722,35 219.634,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.327,13 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 50.327,13 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.280.364,93 380.472,35 219.809,25
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 111.047,68
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 608.114,48
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 719.162,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.373.733,69
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.505.844,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 791.960,91
Summe Sachanlagen 0,00 6.671.538,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.327,13
Summe Finanzanlagen 0,00 50.327,13
Summe Anlagevermögen 0,00 7.441.028,03
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 111.045,68 0,00 0,00 0,00 111.045,68
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 437.271,32 64.329,00 173,84 0,00 501.426,48
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 548.317,00 64.329,00 173,84 0,00 612.472,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.841.256,54 109.473,82 16.442,79 0,00 1.934.287,57
2. technische Anlagen und Maschinen 715.317,22 114.898,59 116.235,67 0,00 713.980,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 485.050,92 156.156,94 80.635,95 0,00 560.571,91
Summe Sachanlagen 3.041.624,68 380.529,35 213.314,41 0,00 3.208.839,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.589.941,68 444.858,35 213.488,25 0,00 3.821.311,78
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 2,00 2,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 106.688,00 160.268,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 106.690,00 160.270,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.439.446,12 2.529.178,12
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 791.864,00 665.480,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 231.389,00 285.168,00
Summe Sachanlagen 0,00 3.462.699,12 3.479.826,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.327,13 50.327,13
Summe Finanzanlagen 0,00 50.327,13 50.327,13
Summe Anlagevermögen 0,00 3.619.716,25 3.690.423,25

2. Forderung und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen EUR 42.288,46 (Vj. EUR 42.280,32).

Passiva

3. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 280.000,00. Es war am Bilanzstichtag in voller Höhe eingezahlt.

Der Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022 zusammen mit dem Jahresüberschuss in Höhe von insgesamt EUR 2.835.553,18 wurde nach dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. November 2023 auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Kapitalrücklage betrifft andere Zuzahlungen von Gesellschaftern in das Eigenkapital aus dem Geschäftsjahr 2018.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen ausschließlich aus ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bestehen nicht.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
Gesamt 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.805.303,48 2.367.803,48 0,00
(Vj. 7.469.743,50) (Vj. 6.809.243,50) (Vj. 0,00)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 388.519,65 388.519,65 0,00
(Vj. 4.831.526,57) (Vj. 4.831.526,57) (Vj. 0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.273.510,39 1.273.510,39 0,00
(Vj. 2.665.615,65) (Vj. 2.665.615,65) (Vj. 0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.613,52 33.613,52 0,00
(Vj. 19.259,97) (Vj. 19.259,97) (Vj. 0,00)
davon aus Lieferungen und Leistungen 33.613,52 33.613,52 0,00
(Vj. 19.259,97) (Vj. 19.259,97)
davon gegen Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
(Vj. 0,00) (Vj. 0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 1.254.860,68 1.254.860,68 0,00
(Vj. 526.156,47) (Vj. 526.156,47) (Vj. 0,00)
5.755.807,72 5.318.307,72 0,00
(Vj. 15.539.302,16) (Vj. 14.851.802,16) (Vj. 0,00)

Die Verbindlichkeiten sind durch Buchgrundschulden an die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG in Höhe von EUR 2.805.303,48, Sicherungsübereignung des gesamten Anlage- und Umlaufvermögen sowie der Photovoltaikanlage und Globalzessionen aller Kundenforderungen gesichert.

IV. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 37.838,7 (Vj. 20.978,9) bestehen aus dem Kerngeschäft im Inland in Höhe von TEUR 20.123,6 (Vj. TEUR 13.915,6) und im Ausland in Höhe von TEUR 17.637,4 (Vj. TEUR 6.975,8) sowie Erträgen aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 77,8 (Vj. TEUR 87,5).

2. Auf Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 256 a HGB entfallen EUR 1,2 (i.Vj.: EUR 0,00), auf realisierte Erträge EUR 1,2 (Vj. EUR 0,00). Auf Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gemäß § 256 a HGB entfallen EUR 0,00 (i.Vj.: EUR 0,00), auf realisierte Aufwendungen EUR 2,4 (Vj. EUR 6,3).

3. Die Zinsaufwendungen stammen in Höhe von EUR 0,00 (i.Vj.: EUR 0,00) aus verbundenen Unternehmen.

4. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten TEUR 6,0 Erträge aus der Reduzierung latenter Steuern (Vj. TEUR 15,8).

V. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

2. Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Fabian Kreuzeder, Meister für Metall- und Maschinenbau

Herr Kreuzeder ist stets einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Beteiligungen an verbundenen Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2023 war die Gesellschaft beteiligt an der PUE Systems Pte. Ltd., Singapur. Die Beteiligung beträgt 100% am Stammkapital von SGD 100.000,00. Der Jahresfehlbetrag der PUE Systems Pte. Ltd. betrug im Geschäftsjahr 2023 SGD 1.659.142,00. Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2023 SGD 3.520.164,00.

5. Mitarbeiter

Anzahl im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Arbeiter 47 49
Angestellte 42 45
89 94

6. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Leasingverträge im Gesamtwert von TEUR 98 abgeschlossen. Die Leasingraten betragen im Geschäftsjahr TEUR 48. Über die Restlaufzeit der Verträge bestehen noch weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 80. Zweck der Leasingverträge war die Optimierung der Nettofinanzverschuldung. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge von bis zu 3 Jahren, die eine kurzfristige Reduzierung oder einen Austausch der Fahrzeug-Bestände wirtschaftlich nicht ermöglicht.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen im Berichtsjahr jährliche Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 54 mit Laufzeiten zwischen einem Jahr und unbegrenzter Laufzeit. Die jährliche Verpflichtung beträgt im Folgejahr TEUR 56.

8. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben des Honorars des Abschlussprüfers unterbleiben gemäß § 288 Abs. 2 HGB.

9. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Am Bilanzstichtag liegen keine angabepflichtigen marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen vor.

10. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

V. ERGEBNISVERWENDUNG

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 beträgt EUR 4.263.903,64. Nach dem Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.263.903,64 und der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.322.975,32 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Burghausen, den 19.09.2024

Fabian Kreuzeder

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Puerstinger High Purity Systems GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Puerstinger High Purity Systems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Puerstinger High Purity Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wer den, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives

Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weilheim, 31. Oktober 2024

Wiesmaier und Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wiesmaier, Wirtschaftsprüfer

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