BEA Systems GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Kunz seit 17.6.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Oracle Nederland B.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BEA Systems GmbHAschheimJahresabschluss zum 31. Januar 2007Lagebericht für 2007/20081. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Wirtschaftliche Grundlagen Die BEA Systems GmbH gehört zur Konzerngruppe der BEA Systems Inc., mit Sitz in den USA, die Infrastruktursoftware, insbesondere standardbasierte Plattformen entwickelt, die einen sicheren Informationsfluss und Services ermöglichen. Die BEA Systems GmbH ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft. Die Software-Produkte werden durch die BEA Systems GmbH in Deutschland im Rahmen eines Kommissionärsvertrags als Kommissionärin für BEA Systems Distribution B.V., Niederlande, vertrieben und gewartet. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft auf eigene Rechnung Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung und Anpassung von BEA Softwareprodukten. 1.2 Entwicklung der Branche und Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Situation Die internationale Konjunktur hat sich nach dem konjunkturschwachen letzten Jahren und der spürbaren Belebung in 2004 und 2005 im Jahresverlauf 2006 anhaltend positiv entwickelt und sogar die Erwartungen übertroffen, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem jüngsten World Economic Outlook vom September 2006 festgestellt hat. Die Produktion der Unternehmen sei im ersten Halbjahr 2006 stark angestiegen. Dies deutet auf ein signifikantes Wachstum der Weltwirtschaft auch in der zweiten Jahreshälfte 2006 hin. Der IWF prognostizierte vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2006 einen Anstieg der internationalen Wirtschaftsleistung, (d.h. die Summe aller Bruttoinlandsprodukte weltweit) um 5,1 % gegenüber dem Vorjahr. Laut IWF in Nordamerika folgte dem kräftigen Wachstum zu Beginn des Jahres ein Abflauen der Konjunktur im zweiten Quartal als Folge der Abschwächung am Immobilienmarkt. In Europa rechnet der IWF mit immer stärker werdenden Volkswirtschaften. Das Bruttoinlandsprodukt im gemeinsamen europäischen Währungsraum dürfte laut IWF deutlich über der Zuwachsrate des Vorjahres liegen. Die OECD rechnet für die Eurozone sogar mit einem Wachstum von ca. 2,6 %. Die Basis dieses positiven Trends bildet eindeutig die deutsche Volkswirtschaft, die als die wichtigste Volkswirtschaft im Euroraum gilt. Nach Prognosen des IWF ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um ca. 2,0 % (im Vorjahr 0,9 %) gestiegen. Nach Aussagen des IWF entwickelte sich besonders bei den aufstrebenden Volkswirtschaften in den so genannten Schwellenländern ein sehr dynamischer Trend. Hierunter fallen laut IWF die Länder China, Indien und Russland. Für China und Indien rechnet der IWF mit Zuwachsraten von bis zu 10,0 %. Auch für Japan geht der IWF von einer nachhaltigen Expansion der Wirtschaft aus. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts laut IWF im Jahr 2006 lag bei 2,7 %. Auch Zentral- und Osteuropa entwickelten sich unverändert positiv. In Nordamerika verzeichnete der IT-Markt einen Anstieg von 6,0 %, wobei sich nach Einschätzung des renommierten amerikanischen Marktforschungsunternehmens IDC das Segment Infrastruktursoftware mit einem Plus von voraussichtlich rund 10,2 % entwickelt hat. Als Grund für diese Entwicklung sieht IDC die stetig steigenden Ansprüche an die IT-Sicherheit, nach Optimierung der Infrastruktur, nach leistungsfähigeren Managementinstrumenten sowie nach Techniken zur Systemintegration. Dynamisch sei auch das Segment Anwendungssoftware verlaufen. Schwächer als noch Anfang 2006 von IDC prognostiziert, entwickelte sich der IT-Markt in Westeuropa. Die Erwartungen an ein Umsatzwachstum von 6,9 % wurden durch den IDC auf 4,0 % korrigiert. In Deutschland stieg das IT-Geschäft im Berichtsjahr laut IDC um insgesamt 2,9 % an. Bei den Softwareanwendungen konnte sogar ein Anstieg von rund 5,4 % verzeichnet werden. Sowohl in Sachen Vertrauenswürdigkeit und Bekanntheitsgrad unter Entwicklern in der Entwicklungs- wie auch in der Produktivphase als auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis nimmt BEA im Berichtsjahr eine Führungsposition ein. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist ausschließlich als Vertriebs- und Servicegesellschaft tätig und betreibt daher keine eigene Forschung und Entwicklung. Dies wird durch andere Gesellschaften des BEA Konzerns betrieben. 1.4 Personal- und Sozialbereich Im Durchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 86 Angestellte beschäftigt (im Vorjahr 100). Im Berichtsjahr hat die BEA Systems ihr EMEA Management Team personell verstärkt. Achim Deboeser wird neuer Vice President für Deutschland, Schweiz und Österreich. Zur Schulung von Mitarbeitern werden regelmäßig interne Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Externe Fortbildungsmaßnahmen werden in Einzelfällen und nach Funktionsbereichen durchgeführt. Es wird auch weiterhin die Herausforderung für die Geschäftsführung sein, unsere Mitarbeiter motiviert zu halten und fokussiert auf Opportunities einzusetzen, um den weiteren Erfolg zu garantieren. 1.5 Niederlassungen Die Gesellschaft hat Niederlassungen in München, Neu-Isenburg, Prag, Bratislava, Moskau und Wien. Diese haben vor allem die Kundenakquisition und Kundenbetreuung zur Aufgabe. 2. Darstellung der Lage2.1 Ertragslage Der Bruttoumsatz aus dem Kommissionsgeschäft setzt sich wie folgt zusammen:
Der Rückgang im Kommissionsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr zeichnet sich im Lizenzbereich ab, wobei der Wartungsbereich konstant zum Vorjahr verlief. Trotz starkem Preiskampf und anhaltendem Wettbewerb im Bereich der Dienstleistungen Consulting und Training konnte ein Anstieg der Umsätze um insgesamt 8,5 % (TEUR 401) verzeichnet werden. Aufgrund des weiter gestiegenen Wettbewerbes hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2007 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 583 abgeschlossen, nachdem im Vorjahr noch ein Jahresüberschuss von TEUR 616 erzielt werden konnte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 1.342 (Vorjahr: TEUR 1.039). Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.696 bzw. 15,1 % verringert. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.962 auf TEUR 7.229 zum 31. Januar 2007 erreicht, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung von Verlusten aus Fremdwährungsgeschäften zurückzuführen ist. Da diese Aufwendungen gemäß Kommissionärsvertrag an die Mutter weiterzubelasten sind, hat sich in selber Höhe der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erhöht. 2.2 Finanzlage Die Finanzlage ist im Wesentlichen durch den negativen Cashflow in Höhe von TEUR 913 gekennzeichnet. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2007 konnte die Gesellschaft ihre Liquidität wie in den Vorjahren ohne die Aufnahme langfristigen Fremdkapitals stabil halten. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Im Wirtschaftsjahr 2007 wurden Bruttoinvestitionen in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr TEUR 164) durchgeführt, die im Wesentlichen Investitionen in die IT-Infrastruktur betreffen. Die Nettoinvestition ins Sachanlagevermögen betrug TEUR 82 (Vorjahr TEUR 1). 2.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum 31. Januar 2007 durch eine um TEUR 49 leicht gesunkene Bilanzsumme in Höhe von TEUR 20.597 (Vorjahr TEUR 20.646) geprägt. Dieser Rückgang resultiert insbesondere aus um TEUR 913 (- 5,4 %) gesunkenen flüssigen Mitteln. Die Passiva ist geprägt durch einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 905 (- 7,2 %) auf TEUR 11.624. 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage der BEA Systems GmbH hat sich im Wirtschaftsjahr 2007 zufrieden stellend entwickelt. Das Wirtschaftsjahr 2007 ist geprägt durch eine stabile Auftragslage mit dem Ausblick auf neue Produkte. Im Abschluss des laufenden Geschäftsjahres wurde die Verschmelzung der Plumtree Software Deutschland GmbH, Aschheim-Dornach, abgebildet. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Buchwerten übernommen. Daher kommt es zu Einschränkungen bezüglich der Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen. 3. Risikobericht3.1 Risiken 3.1.1 Branchenrisiken Die konjunkturelle Lage in Deutschland und die damit verbundene weiterhin verhaltene Investitionstätigkeit in Deutschland tätiger Unternehmen bleibt auch im Berichtsjahr nicht ohne Auswirkungen auf den IT-Sektor und damit auch auf den Markt für Applikationsserver. Der gesamte IT-Sektor durchlebt - in den letzten Jahren geprägt von Unternehmens zusammenschlüssen - auch weiterhin eine fortschreitende Phase der Konsolidierung der IT-Anbieter. Hiervon waren die größeren Konkurrenzunternehmen betroffen. Besonders Großunternehmen wie Microsoft und IBM drängen verstärkt in den Markt und stellen damit für uns eine wachsende Konkurrenz dar. Diese Konkurrenz verstärkt ihre zukünftigen Kooperationsbeziehungen mit anderen kleineren Anbietern und könnte somit Bündnisse schaffen, die in naher Zukunft Marktanteile zu unseren Lasten hinzugewinnen. Wie im Vorjahr besteht auch im Berichtsjahr weiterhin hoher Konkurrenzdruck durch weltweit operierende IT-Anbieter wie Microsoft, Sun Microsystems und Oracle, die sich mit ihrer aggressiven Akquisitionsstrategie verstärkt auf den Markt für Applikationsserver drängen könnten, verbunden mit einem möglichen Verlust von Marktanteilen, negativen Einfluss auf die Marktsituation von BEA nehmen. Die in den letzten Jahren rasant gewachsene IT-Branche ist auch heute noch, verbunden mit der starken Verbreitung der Informationstechnik, eine Schlüsselgröße auf dem Markt. Auch weiterhin werden geringeres Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit, stetig steigender Zeitdruck, schnelle Veralterung des Wissens, kurze Produktzyklen und steigender Wettbewerb Merkmale einer sich wandelnden Arbeitswelt und können Einfluss auf die Branche nehmen. Die Branche für Applikationsserver ist weiterhin insbesondere durch BEA als Marktführer und den Mitbewerber IBM dominiert. Der BEA Konzern hat weltweit mehr als 15.000 Kunden, darunter die Mehrheit der Fortune Global 500. BEA arbeitet mit mehr als 1.300 Partnern zusammen, darunter die weltweit führenden System-Integratoren, Software-Hersteller und Application Service Provider. Um der stark umkämpften Marktsituation auch in Zukunft gewachsen zu sein, setzt BEA weiterhin auf Technologieführerschaft, d.h. einfachere Integration und geringerer Wartungsaufwand, um die eigene Markposition festigen zu können. Darüber hinaus verfügt BEA über einen gut ausgebauten Vertriebsapparat und versucht durch die Kundenorientierung die Kundenbasis abzusichern. 3.1.2. Strategische Risiken Die BEA Systems GmbH ist als reine Vertriebsgesellschaft für den deutschen Markt sehr stark abhängig von der Muttergesellschaft. Die Fähigkeit auch künftig Gewinne erwirtschaften zu können, hängt insbesondere davon ab, dass die Kunden Softwarelizenzen der BEA erwerben, so dass die BEA Systems GmbH die damit verbundene Wartung der Applicationsserver durchführen kann. Nur wenn die Muttergesellschaft es schafft, ihre Technologieführerschaft dauerhaft zu sichern oder auszubauen, ist die Gesellschaft in der Lage, ihre positive Entwicklung der Vergangenheit zu stabilisieren und weiter auszubauen. Es ist für die Gesellschaft somit von herausragender Bedeutung, dass die Softwareentwicklung der BEA Gruppe aktuelle Trends der IT-Branche erkennt und entsprechend konkurrenzfähige Lösungen anbieten kann. Die Entwicklung neuer, innovativer Produkte ist hier von großer Bedeutung. Eine wesentliche Bedeutung wird dabei künftig insbesondere der Bereich Unternehmensportale haben sowie die Fähigkeit auf dem Markt für serviceorientierte Architekturen (SOA) konkurrenzfähig zu sein. Wesentliches Ziel von BEA ist es weiterhin die Marktführerschaft im Bereich von Softwarelösungen für die Telekommunikationsbranche auszubauen. Zu diesem Zweck sollen erworbene Technologien die BEA WebLogic Delivery Platform, BEA's Framework für Telekommunikationslösungen, ergänzen. 3.1.3 Personalrisiken Wenn Führungskräfte oder andere qualifizierte Mitarbeiter BEA verlassen und kein entsprechender Ersatz gefunden werden kann, können die Geschäfte der Gesellschaft beeinträchtigt werden. Gerade bei der Wartung von hochkomplexen IT-Systemen ist die Existenz von ausreichend qualifiziertem Personal von großer Bedeutung. Vor dem Hintergrund eines wieder verstärkten Wettbewerbs um hoch qualifizierte Arbeitskräfte in der IT-Branche kann es daher zwar keine Garantie dafür geben, dass BEA langfristig in der Lage sein wird, ihre entscheidenden Leistungsträger an sich zu binden. Dem gegenüber steht jedoch die hohe Attraktivität von BEA als Arbeitgeber und eine Fluktuationsrate, die auf sehr niedrigem Niveau liegt. Allerdings spielt bei der BEA Systems GmbH insbesondere der Vertriebsbereich eine wichtige Rolle. Durch den Verlust von Führungskräften im Vertrieb könnten insbesondere gute Kundenkontakte und damit mögliches Umsatzpotential nachhaltig verloren gehen. Ein Indiz für die funktionierende Personalpolitik des Unternehmens ist die Verstärkung des EMEA Management Teams mit dem neuen Vice President Achim Deboeser. 3.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft ist auch weiterhin finanziell sehr stark abhängig von ihrer Muttergesellschaft. Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich in Gegenwart und Zukunft unmittelbar auf die Wartungserlöse aus. Damit wirkt sich ein Sinken der Lizenzerlöse in der Folge stets negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus. 3.2 Risikomanagement Die BEA Systems GmbH ist als Tochter der BEA Systems Inc. (USA) in das Interne Kontrollsystem des BEA Konzerns eingebunden. Aufgrund der Tatsache, dass die Muttergesellschaft Wertpapiere auf dem US-amerikanischen Kapitalmarkt ausgegeben hat, sind die Anforderungen der Section 404 des Sarbanes Oxley Acts (SOX 404) zu erfüllen. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt insbesondere auf den Vertriebsprozessen und den damit verbundenen organisatorischen Regelungen im Zusammenhang mit Vertragsanbahnung und -abschluss. Aus der Zusammenarbeit von verschiedenen betrieblichen Funktionsbereichen (z.B. Finanzbereich, Rechtsbereich und Services), verbunden mit klaren Anweisungen zur Funktionstrennung und unterjährigen Audits, wird eventuell auftretenden Risiken im Auftragsbestand entgegengewirkt. Darüber hinaus ist eine ständige Marktbeobachtung und -analyse, mit dem Ziel, die Wettbewerbssituation und neue Entwicklungen am Markt zu erkennen, integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Im Falle von festgestellten Schwächen und/oder Risiken erfolgt eine entsprechende Kommunikation an die Muttergesellschaft, die ihrerseits mit entsprechenden Aktionsplänen für die BEA Systems GmbH darauf reagiert. 4. NachtragsberichtAls wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist die Übernahme der BEA Systems, Inc., San Jose/USA, durch die Oracle Corporation, Redwood City/USA, zu nennen, die im April 2008 verkündet wurde. In diesem Zuge wird BEA auf die Oracle Deutschland GmbH, München, zum 31.05.2008 verschmolzen. Mit der Übernahme von BEA Systems könnte der US-Konzern Oracle nach Einschätzung des Celent-Analysten Bart Narter die Lücke bei SOA-Lösungen für große Unternehmen zu Wettbewerbern wie IBM oder SAP schließen. Laut Narter könnte Oracle mit diesem Zukauf nun Kopf an Kopf mit anderen Unternehmen wie IBM oder SAP SOA-Infrastrukturen für die größten Unternehmen anbieten. Mit der geplanten Übernahme könnte Oracle somit im Wettrennen mit dem Hauptkonkurrenten SAP gleichziehen. 5. PrognoseberichtAufgrund der Verschmelzung der BEA Systems GmbH auf die Oracle Deutschland GmbH, München, zum 31.05.2008 ist es nicht möglich, die künftige Entwicklung zu prognostizieren.
Aschheim-Dornach, 23. Juni 2008 Jürgen Kunz, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Januar 2007AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2006/2007
Anhang für 2006/2007I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussEs handelt sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden in Anspruch genommen. Mit Wirkung vom 1. Februar 2001 hat die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell verändert und fungiert nun als Kommittent für den Prinzipal BEA Systems Distribution B.V., Amsterdam, Niederlande. Der Vertrag garantiert der Gesellschaft als Kommissionär die vollständige Übernahme der mit dem Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang stehenden Kosten und eine Marge von 2 % auf die Nettoerlöse der vertriebenen Produkte. Zusätzlich werden eigene Dienste im Bereich Consulting und Training angeboten sowie Software-Wartung im Auftrag des Prinzipals durchgeführt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 erfolgte die Verschmelzung der Plumtree Software Deutschland GmbH, Aschheim-Dornach, auf die BEA Systems GmbH. Da der Verschmelzungsvertrag am 28. Februar 2006 unterzeichnet wurde, wurde die Verschmelzung im aktuellen Geschäftsjahr abgebildet, wobei die Vermögensgegenstände und Schulden zu Buchwerten übernommen wurden. Infolgedessen ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahresabschluss eingeschränkt. Gegenüber dem Vorjahr werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unverändert angewendet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss ist gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - sofern sie der Abnutzung unterliegen - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und Drohverluste gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. III. Angaben zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die langfristigen sonstigen Vermögensgegenstände stehen in Zusammenhang mit Mietkautionen. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 66.045,54 resultiert aus der Einlage sämtlicher Anteile an der The Objekt People GmbH, Bonn, die auf die BEA Systems GmbH mit Vertrag vom 21. März 2001 verschmolzen wurde. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf EUR 2.841.266,61 (i.Vj. TEUR 2.956). Sie wurden im Wesentlichen für leer stehende Büroräume und Kommissionen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung gebildet. Es wurden dabei alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich ausschließlich auf vorausgezahlte und noch nicht erbrachte Consulting- und Servicedienstleistungen:
Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat diverse Mietverträge für Büroräumlichkeiten und Kfz-Leasingverträge abgeschlossen, die im Jahre 2014 oder früher auslaufen. Im Berichtsjahr wurden rund TEUR 1.154 (Vj. TEUR 1.158) für Miet- und Leasingraten aufgewendet. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Im Rahmen des Kommissionsvertrages mit der BEA B.V. werden Umsatzerlöse in den Bereichen Lizenzen und Wartung nicht auf Rechnung der Gesellschaft gebucht. Der Vertrag garantiert dem Kommissionär die vollständige Erstattung der mit dem Vertrieb von Lizenzen und Wartung im Zusammenhang stehenden Kosten sowie einen Kommissionserlös von 2 % auf die Nettoerlöse der vertriebenen Produkte und Dienstleistungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Außerordentliche Erträge Die außerordentlichen Erträge betreffen den Gewinn aus der Verschmelzung der Plumtree Software Deutschland GmbH, Aschheim-Dornach. V. Sonstige AngabenGeschäftsführung
Die Herren Rau, Donohue, Dentinger, Brooks, Klein und Deboeser vertraten die Gesellschaft stets allein. Mit Eintragung vom 17.06.2008 ist Herr Kunz einzelvertretungsberechtigt. Die Herren Donohue und Dentinger sind bzw. waren von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtprokura ist erteilt an:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 231 (Vj. TEUR 389). Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 86 (Vj. 100) Angestellte. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gesellschafterin, BEA Systems, Inc., San Jose, Kalifornien, USA, einbezogen. VI. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 582.605,42 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.
Aschheim-Dornach, den 23.06.2008 Jürgen Kunz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für 2006/2007
BESTÄTIGUNGSVERMERKWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BEA Systems GmbH, Aschheim-Dornach, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2006 bis 31. Januar 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in Deutschland festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. Juni 2008 Ernst
& Young AG
Marxer, Wirtschaftsprüfer Haucke, Wirtschaftsprüfer |
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