Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 4455
Eingetragen
14.8.1991
Branche
Spielhallen und Betrieb von GlücksspielautomatenSpielbanken und SpielklubsBetrieb von Fahr-, Spiel- und Schaugeschäften durch reisende Schaustellerinnen und Schausteller
Gegenstand
Das Betreiben von Spielstätten, Billiard-Cafés, Gaststätten, sowie die Aufstellung von Spiel- und Unterhaltungsautomaten mit und ohne Gewinnmöglichkeiten und deren Verkauf.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Heike Schwarzer
seit 13.11.2017
Prokura
Christoph Schwarzer
seit 23.9.2016
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ASTRO Automatengesellschaft mbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ASTRO Automatengesellschaft mbH hat ihren Sitz in Bad Homburg und betreibt unter dem Brand " Blacky's Playhouse" staatlich konzessionierte Spielhallen.

Wir unterscheiden uns deutlich vom Markt durch die Ausstattung unserer Spielstätten mit stets neuen und hochmodernen Spielautomaten, hochwertig gestaltetem Ambiente sowie hervorragend geschultem und freundlichem Personal. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen in allen Bereichen sichern unseren besonders hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg der Spielstätten und damit unseres Unternehmens bildet.

Um die Konkurrenzfähigkeit unseres Leistungsangebots zu sichern haben wir weitere attraktive Geschäftszweige bereits frühzeitig aufgenommen und erfolgreich am Markt platziert.

Anzuführen sind hier insbesondere die Tochtergesellschaften Magic Bowl GmbH Oberursel sowie Magic Bowl Linden GmbH, die an den Standorten Oberursel und Linden zwei moderne Bowling- und Entertainmentcenter betreiben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaft konnte sich von den negativen Entwicklungen der letzten Jahre im Jahr 2023 insgesamt deutlich besser erholen als zunächst angenommen. Dabei wurde COVID-19 seit Mai 2023 nicht mehr als globale Gesundheitskrise durch die WHO eingestuft. Die weltweiten Lieferketten haben sich zum größten Teil erholt und konnten ein Vorkrisenniveau aufweisen. Die globale Wirtschaft wurde im ersten Halbjahr 2023 weiterhin von der aus dem Vorjahr anhaltenden Inflation geprägt. Während die Energiepreise im weiteren Jahresverlauf gegenüber ihren Höchstständen 2022 erheblich sanken und auch die Preisanstiege für Lebensmittel langsam abflachten, blieb die Kerninflation in den meisten Ländern über den landesspezifischen Zielen. Die als Antwort darauf eingeführte restriktive Geldpolitik der Zentralbanken sorgte für steigende Zinsen, welche die wirtschaftliche Tätigkeit zum Teil einschränkten. Der Leitzins der EZB für das Hauptrefinanzierungsgeschäft lag Ende Juni 2023 bei 4,0 %, jener der US-amerikanischen FED bei 5,0 % - 5,25 %. Insbesondere das schwache Konsumverhalten und die länger anhaltende Energiekriese führten dazu, dass die Wirtschaft im gesamten Euroraum im zweiten Halbjahr 2023 nur knapp einer Rezession entkam.

Der Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts in 2023 wurde von Internationalen Währungsfonds mit 3,3% errechnet.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 durch die anhaltenden Folgen der Energiekrise, die hohe Inflation sowie veränderten Konsumgewohnheiten geprägt. Preisbereinigt war ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2023 von 0,3% zu verzeichnen.

Trotz der negativen Einflussfaktoren stabilisierte sich die Automatenbranche im Jahr 2023 nach pandemiebedingten Einbrüchen der Vorjahre.

Die regulatorischen Verschärfungen im Bereich der gewerblichen Geldspielgeräte, insbesondere die strengen Anforderungen an Spielerschutz, Aufstellung und Zertifizierung, beeinflussten das Marktumfeld weiterhin maßgeblich. Gleichzeitig sorgten illegale Glücksspielangebote für zusätzlichen Druck auf die legalen Anbieter. Die Branche zählte im Jahr 2023 noch ca. 53.000 Beschäftigte.

Im Jahr 2023 erzielte die Spielautomatenbranche in Deutschland nach den bisher vorliegenden Informationen einen stabilen, fast unveränderten Umsatz von ca. 4,5 Mrd. € im Vergleich zum Jahr 2022.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die ASTRO Automatengesellschaft mbH wurde 1991 gegründet und konnte ihre lokale Wettbewerbsposition bis heute stets kontinuierlich ausbauen und festigen.

Der Fokus lag dabei auf:

• der Modernisierung der Spielgeräte und der Anpassung an aktuelle gesetzliche Standards,

• der Qualitätssicherung durch Investitionen in zertifizierte Spielstätten und geschultes Personal,

• der Implementierung von Digitalisierungslösungen zur effizienteren Überwachung und Wartung der Geräte.

Die Astro Automatengesellschaft mbH konnte trotz der wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Steigerung der Umsätze erreichen. Die Umsatzerlöse sind mit 17.717 T€ um 3.016 T€ gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies entspricht einer überdurchschnittlichen Erhöhung von ca. 20,51%.

Die Geschäftsentwicklung der ASTRO Automatengesellschaft mbH war im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt sehr zufriedenstellend.

a) Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
17.717 14.701 3.016 20,51
7.966 4.844 3.122 64,45
-1.390 -545 845 155,05
-4.096 -3.450 646 18,72
3.232 1.199 2.033 269,55

Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert.

Das Betriebsergebnis ist im Geschäftsjahr 2023 vor allem auf Grund der Erhöhung der Umsatzerlöse um 3.016 T€ positiv beeinflusst.

Das Steuerergebnis "Ertragsteuern" hat sich im Einklang mit dem höheren Betriebsergebnis als Folge der höheren Ertragssteuerbelastung verschlechtert. Auch das Ergebnis "sonstige Steuern" hat sich um 646 T€ erhöht.

Das Steuerergebnis "sonstige Steuern" war bedingt durch die gestiegene Spielapparatesteuer rückläufig.

b) Finanzlage

Als wichtigster Leistungsindikator ist die Liquidität zu nennen.

Die liquiden Mittel haben zum 31.12.2023 T€ 9.703 (Vorjahr: T€ 6.424) betragen. Dies entsprach einem Anteil von 75,69% (Vorjahr: 64,82) der gesamten Bilanzsumme.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Zinsaufwand und zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 3.539 (Vj.: T€ 1.465). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Investitionen finanziert werden.

Die Fähigkeit den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen war zu jeder Zeit gegeben. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit vollumfänglich erfüllen zu können.

c) Vermögenslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
1.195 965 230 23,83
1.896 2.498 -602 -24,10
9.703 6.424 3.279 51,05
8.591 6.358 2.233 35,12
2.722 2.296 426 18,55
12.825 9.910 2.915 29,41

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 230 angestiegen. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt T€ 542 getätigt. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wurde auf die Modernisierung des betrieblichen Fuhrparks ausgerichtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich mit T€ 1.896 gegenüber dem Bestand zum 31.12.2023 mit T€ 2.498 absolut und relativ verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die stichtagsübergreifenden Zahlungsbewegungen zurückzuführen.

Die Passivseite wird auch im Jahr 2023 durch Eigenkapital geprägt. Absolut ist das Eigenkapital um 2.233 T€ gestiegen. Zum 31.12.2023 betrug die Eigenkapitalquote 67%.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Augenmerk weiterhin vor allem auf:

• Umsatzentwicklung und

• Betriebsergebnis.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,09 % auf 18,25 % gestiegen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir ebenfalls als sehr gut ein.

Sämtliche unserer kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel in ausreichendem Maß gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Neben dem Hauptsitz in Bad Homburg unterhält unser Unternehmen Betriebsstätten an folgenden Orten:

• Friedrichsdorf,

• Usingen,

• Bad Camberg,

• Idstein,

• Oberursel,

• Neu-Anspach,

• Kelkheim,

• Linden,

• Friedberg,

• Weilrod-Riedelbach und

• Eppstein

IV. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner aktuellen Analyse mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,2 % für das Jahr 2024. Dies entspricht einem geringfügigen Rückgang von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (3,3 %). Für Deutschland rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Deutschland bleibt damit weiterhin das Schlusslicht unter den großen Industrienationen. Der inflationsbereinigte Kaufpreisverlust, ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine zurückhaltende Auslandsnachfrage verhindern einen stärkeren Aufwärtstrend.

Wie in den Vorjahren, so wurde auch das Geschäftsjahr 2023 von den sich ändernden Rahmenbedingungen für die Branche beeinflusst. Neben den Restriktionen für das regulierte Gewinnspielangebot, welche sich vornehmlich auf gewerbliche Spielhallen und die Gastronomieaufstellung negativ auswirken, bleiben auch die Engpässe und Preissteigerungen bei Energie,

Material und Personal bedeutsame Themen. Die Astro Automatengesellschaft mbH wird sich auch zukünftig den sich auf Sie zu kommenden Herausforderungen stellen.

Die Branchenentwicklung wird auch zukünftig durch eine weitere Konsolidierung der Wettbewerber gekennzeichnet sein. Die Neu-Konzessionierung unserer Spielstätten in der Regel für jeweils weitere 15 Jahre sicherte den Fortbestand unserer Gesellschaft und ist die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung. Dabei gilt es, verstärkt die Stammkundschaft zu binden und darüber hinaus durch eine weitere Steigerung der Attraktivität der eigenen Spielstätten Gäste von Mitbewerbern zu gewinnen. Der Fokus dabei liegt auf der:

• Optimierung des Spielerlebnisses durch moderne Geräte,

• Qualitätssicherung und Einhaltung gesetzlicher Standards,

• Implementierung weiterer Digitalisierungstools zur Effizienzsteigerung.

Die Geschäftspolitik wird keine wesentliche Veränderung erfahren. Neben der sorgfältigen Standortauswahl und den ständigen Schulungen des Personals wird die optimierte Bewirtschaftung aller Spielstätten der wichtigste Erfolgsfaktor zur dauerhaften Stabilisierung des Geschäfts sein.

Nicht abzuschätzen ist zum jetzigen Zeitpunkt, inwieweit potentielle Gäste in der Zukunft auf die sich weiter ausbreitenden Online-Spielangebote zurückgreifen werden. Auch Illegale Glücksspielangebote stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Marktanteil der Anbieter von legalen Angeboten dar.

Die im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Neueröffnungen weiterer Betriebsstätten haben sich weiterhin positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft ausgewirkt und zeigen, dass eine sorgfältige Standortauswahl einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt. Mit den in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen und den weiter eingeleiteten Weichenstellungen hat sich die ASTRO Automatengesellschaft mbH hervorragend positioniert. Dennoch steht wie in den Vorjahren die Stärkung und der kontinuierliche Ausbau der bereits erreichten Marktposition stets für die Zukunft in unserem Blickpunkt.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem geringfügigen Rückgang der Umsatzerlöse von ca. 5% sowie einer leicht überproportionalen Ergebnisverschlechterung als Folge höherer betrieblicher Kosten.

Die ASTRO Automatengesellschaft mbH sieht sich weiterhin für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt und bleibt vor allem durch die mehr als überdurchschnittliche Finanzkraft sehr wettbewerbs- und handlungsfähig.

V. Chancen- und Risikobericht

Die ASTRO Automatengesellschaft mbH bleibt im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten als Folge einer ständig voranschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs zahlreichen Risiken ausgesetzt. Solche Risiken sind jedoch untrennbar mit jeglichem unternehmerischen Handeln verbunden.

Die ständige Modernisierung unserer Spielstätten zur Steigerung der Attraktivität für Spieler stellt ebenso eine Chance dar wie eine mögliche Expansion in neue Aufstellungsorte. Auch die Digitalisierung mit dem Ziel der Kostensenkung und Verbesserung der Servicequalität bietet weiterhin ein großes Chancenpotential.

Die zukünftigen Auswirkungen der weltweiten Krisenherde sind noch immer unklar, da weder deren Dauer noch der Ausgang abschätzbar sind.

Neben diesen internationalen Unsicherheiten stellt in Deutschland die Umsetzung des Glückspielstaatsvertrags und der darauf basierenden Landesspielhallengesetzte weiterhin den wohl größten Risikofaktor für die gesamte Branche dar. Die Astro Automaten GmbH konnte frühzeitig für alle von Ihr betriebenen Spielstätten die glückspielrechtlichen Genehmigungen erhalten, so dass ein längerfristiger Weiterbetrieb unserer Spielhallen gesichert ist. Die Geschäftsführung der Astro Automaten GmbH sieht trotz der aktuellen Unsicherheiten auch weiterhin keine bestandgefährdenden Risiken.

Fiskalisch motivierte Erhöhungen der Spielapparatesteuer als nicht zu unterschätzendes Risiko für die künftige Entwicklung - insbesondere für die künftige Entwicklung der Ertragslage - können ebenso wenig ausgeschlossen werden wie weitere Verschärfungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus sehen wir Risiken in der Ausbereitung illegaler Glücksspielangebote.

Die ASTRO Automatengesellschaft mbH hat in ausreichendem Umfang Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden und die Gesellschaft daher in die Lage versetzen, auf Risiken, die sich durch eine Veränderung externer Rahmenbedingungen ergeben können, kurzfristig und stets angemessen zu reagieren.

Die Geschäftsführung der ASTRO Automatengesellschaft GmbH sieht trotz der aktuellen Unsicherheiten auch weiterhin keine bestandgefährdenden Risiken.

Die hier getroffenen Aussagen veranschaulichen die derzeitig bekannten Chancen und Risiken, welche auf die Geschäftsentwicklung der ASTRO Automatengesellschaft mbH Einfluss nehmen können. Alle Aussagen basieren auf dem aktuellen Kenntnisstand und sind wegen ihrer Zukunftsbezogenheit mit Unsicherheiten und Unwägbarkeiten behaftet. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir trotz der schwierigen äußeren Rahmenbedingungen keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. Trotz der nicht immer kontrollierbaren Risiken, sind wir zuversichtlich unsere zukünftigen Umsatz- und Ergebniserwartungen weiterhin erfüllen zu können.

 

Bad Homburg, den 11.12.2024

ASTRO Automatengesellschaft mbH

Christoph Schwarzer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.195.788,60 965.347,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.504,00 42.513,00
II. Sachanlagen 1.109.234,60 872.784,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 448.500,00 502.320,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.901,00 370.464,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.833,60
III. Finanzanlagen 50.050,00 50.050,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 11.625.299,84 8.942.495,21
I. Vorräte 24.795,15 20.264,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.896.985,59 2.498.126,53
1. Forderungen gegen Gesellschafter 12.098,32 6.271,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.807.672,67 763.287,08
3. sonstige Vermögensgegenstände 77.214,60 1.728.567,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.703.519,10 6.424.104,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.219,12 2.636,57
Summe Aktiva 12.825.307,56 9.910.479,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.591.129,89 6.358.527,66
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnrücklagen 4.000.000,00 4.000.000,00
III. Bilanzgewinn 4.565.529,89 2.332.927,66
davon Gewinnvortrag 1.332.927,66 1.133.371,17
B. Rückstellungen 1.166.221,31 834.066,28
C. Verbindlichkeiten 3.067.956,36 2.717.885,34
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 421.708,94 496.680,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 75.762,03 74.971,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 345.946,91 421.708,95
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.646.247,42 2.221.205,13
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.646.247,42 2.221.205,13
Summe Passiva 12.825.307,56 9.910.479,28

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.580.718,33 14.577.596,66
2. Personalaufwand 4.005.153,77 3.632.922,84
a) Löhne und Gehälter 3.333.143,54 3.054.265,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 672.010,23 578.657,52
3. Abschreibungen 306.828,41 265.860,88
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 306.828,41 265.860,88
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.302.186,65 5.833.989,93
5. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 737.656,72 354.459,26
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.450,66 186,69
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.919,37 3.994,91
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 284,64 333,70
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.390.772,65 545.050,58
9. Ergebnis nach Steuern 7.328.964,86 4.650.423,47
10. sonstige Steuern 4.096.362,63 3.450.866,98
11. Jahresüberschuss 3.232.602,23 1.199.556,49
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.332.927,66 1.133.371,17
13. Bilanzgewinn 4.565.529,89 2.332.927,66

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Astro Automaten GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ASTRO Automatengesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Homburg v. d. Höhe
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bad Homburg v.d.H.
Register-Nr.: 4455

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig (komplett) abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der ausgewiesene Kassenbestand stimmt mit dem gezählten Tageskassenbestand vom 31.12.2023 überein.

Die ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten stimmen mit den abgestimmten Tageskontoauszügen vom 31.12.2023 überein.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei der Bewertung der Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§253 II HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Art der Forderung Gesamtbetrag 31.12.2023
Euro
Vorjahr Euro
aus Lieferungen und Leistungen (davon gegen verbundene Unternehmen) 40.213,34 45.633,04
(davon gegenüber Gesellschafter) (0,00) (0,00)
(0,00) (0,00)
gegen verbundene Unternehmen 1.807.672,67 763.287,08
sonstige Vermögensgegenstände 49.099,58 1.689.206,41
(davon gegenüber Gesellschafter) (12.098,32) (6.271,70)
Summe 1.896.985,59 2.498.126,53

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Art der Rückstellung Stand zum 01.01.2023
Euro
Verbrauch / Tilgung
Euro
Auflösung
Euro
Zuführung
Euro
Abzinsung
Euro
Stand zum 31.12.2023
Euro
Tantieme 216.370,00 22.730,00 0,00 65.000,00 0,00 258.640,00
Urlaub 83.700,00 83.700,00 0,00 95.000,00 0,00 95.000,00
Archivierung 16.066,00 0,00 1.606,00 1.055,36 284,64 15.800,00
Abschlusskosten 24.000,00 24.000,00 0,00 26.000,00 0,00 26.000,00
Rückstellungen 340.136,00 130.430,00 1.606,00 187.055,36 284,64 395.440,00

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 30.727,57 (Vorjahr: EUR 112.667,77).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 345.946,91. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit Betrag
EUR
Betrag
EUR
Sicherung Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 345.946,91 1.630.000,- Grundschuld
238.000,- Bürgschaft

Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthält Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 10.246,60 (Vorjahr € 126.270,91) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 23.446,57 (Vorjahr Euro 23.446,57).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 betrag
TEUR
bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 422 76 315 31
Vorjahr 497 75 309 113
aus Lieferungen und Leistungen 346 346 0 0
Vorjahr 442 442 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 2.300 2.300 0 0
Vorjahr 1.779 1.779 0 0
Summe 3.068 2.722 315 31
Vorjahr 2.718 2.296 309 113

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Kredite wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredit 6.271,70
Rückzahlung im Berichtsjahr 8.256,39
Neuvergabe im Berichtsjahr 14.083,01
= neuer Kreditbestand 12.098,32

Konditionen neu vergebener Kredit

Auszahlungsbetrag 12.098,32
Rückzahlungsbetrag 12.039,38
Zinssatz 3,00
Laufzeit 1,00
= neuer Kreditbestand 12.098,32

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen Verpflichtungen

Betrag
EUR
Miet- und Pachtverträge unbewegliche Wirtschaftsgüter 5.312.461,78
Mietverträge bewegliche Wirtschaftsgüter 1.725.608,20
Leasingverträge 0,0
Summe 7.038.069,98

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 93,00
Aushilfen 18,00
leitende Angestellte 3,00

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 114,00.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Christoph Schwarzer seit 23.09.2016

ausgeübter Beruf:

Kaufmann

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Magic Bowl GmbH, Oberursel 100,00% 0,00 25.000,00
Magic Bowl Linden GmbH 100,00% 0,00 25.000,00

Mit diesen Unternehmen wurden Ergebnisabführungsverträge geschlossen.

Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 1.332.927,66 (Vorjahr Euro 1.133.371,17) einbezogen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3.232.602,23.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages aus dem Vorjahr von Euro 1.332.927,66 ergibt sich ein Betrag von EUR 4.565.529,89, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 4.565.529,89 vorgetragen.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die massiven, auch weiterhin anhaltenden Kostensteigerungen, insbesondere im Energie- und Rohstoffsektor, werden die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 weiterhin beeinflussen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bad Homburg, den 11.12.2024

Christoph Schwarzer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

ASTRO Automatengesellschaft mbH, Bad Homburg

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ASTRO Automatengesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ASTRO Automatengesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASTRO Automatengesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 21.03.2025

gssr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Reiss, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

31 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.