DG Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anke Schmidt seit 21.9.2009 | Geschäftsführer |
Frank Heringer seit 21.9.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.00% | |
| 20.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DiamondGroup GmbHLonnigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden in Anspruch genommen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 800 EUR betragen haben, wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - sofern vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Bewertung mit dem Stichtagskurs nur, sofern der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bei Forderungen unter bzw. bei Verbindlichkeiten über dem Stichtagskurs liegt. Der Jahresabschluss enthält auf US-Dollar lautende Kontokorrentkonten, welche zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in EUR umgerechnet wurden. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 47 TEUR (i. Vj. 46 TEUR). Die Steuerrückstellungen bestehen für die erwartete Steuernachzahlung (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) für das Geschäftsjahr 2022 und die nachträglichen Vorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2023. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie deren Besicherung sind in dem in Anlage 2 zum Anhang abgebildeten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Sonstige Angaben Die DiamondGroup GmbH hat ihren Sitz in Lonnig und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Koblenz unter der Registernummer HRB 21759 eingetragen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 5.043 TEUR, wovon 512 TEUR innerhalb eines Jahres fällig werden. Die Verträge haben Restlaufzeiten von 2 bis 144 Monaten. Im Jahresdurchschnitt waren neben den beiden Geschäftsführern 58 Angestellte beschäftigt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 1.124.408,86 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben.
Lonnig, 30. September 2024 Frank Heringer, Geschäftsführer Anke Schmidt, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 31.12.2023DiamondGroup GmbH
Handelsrecht VerbindlichkeitenspiegelDiamondGroup GmbH
Lagebericht 20231. BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT 1.1 Geschäftstätigkeit des Unternehmens Die DiamondGroup GmbH (nachfolgend kurz DG GmbH oder Gesellschaft genannt) ist einer der größten Hersteller von hochwertigem Gold-, Brillant-, Farbstein- und Perlschmuck. 1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Nach dem Corona-bedingten wirtschaftlichen Abschwung der Jahre 2020 und 2021 war die wirtschaftliche Entwicklung des Euroraums in 2022 von den Folgen des Ukrainekriegs geprägt. Die dadurch verursachten Energiepreissteigerungen sowie Material- und Lieferengpässe bremsten das erhoffte Wirtschaftswachstum erheblich ein. So ist das europäische Bruttoinlandsprodukt in 2022 um 3,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts betrug im gleichen Zeitraum lediglich 1,2 %. Das Jahr 2023 war durch die Bekämpfung der Inflation mittels steigender Zinsen durch die Notenbanken geprägt. Dies hat die Wirtschaftsleistung erheblich gebremst, sodass sowohl das europäische als auch das deutsche Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2023 gegenüber 2022 stagnierten. Laut Angaben des Bundesverbands der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ) ist der Markt für Schmuck in Deutschland nach einem überaus starken Geschäftsjahr 2022 nochmals um rund 0,1 % auf 4.07 Mrd. EUR gewachsen. Weltweit ist der Umsatz mit Schmuck im Jahr 2023 um 7,8 % auf rund 276 Mrd. EUR gestiegen (Quelle: de.statista.com). Die Rohstoffpreise haben sich uneinheitlich entwickelt. Der Goldpreis ist in 2023 erneut stark gestiegen, während Silber sich auf einem hohen Niveau hält. Der Palladium- und der Platinpreis sind nach dem Anstieg der Vorjahre wieder stark gefallen. Auch die Preise für Brillanten haben sich nach dem Boom in den Pandemiejahren wieder nach unten korrigiert. 1.3 Geschäftsverlauf der Gesellschaft Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2022 sehr stark von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Schmuck profitiert. Dazu trug nicht zuletzt die von uns angebotene Qualität und Zuverlässigkeit bei. Der Umsatz konnte auch aufgrund der wieder stattfindenden Messen, allen voran der Inhorgenta Munich, deutlich gesteigert werden. Auch in der Schmuckbranche ist der Onlinehandel auf dem Vormarsch, was durch die Corona-bedingten Einschränkungen forciert wurde. Die bis Mitte des Geschäftsjahrs 2022 niedrigen Zinsen zeigten sich in einer hohen Kaufkraft der privaten Haushalte. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 kamen nicht an die Rekordsumme des Vorjahres heran. Einige Juweliere hatten sich im Geschäftsjahr 2022 außerordentlich mit Waren eingedeckt, sodass deren Kaufverhalten in 2023 etwas zurückhaltender war. Auch der Anstieg der Zinsen und wirtschaftliche Unsicherheiten haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Geschäftsleitung ist dennoch mit dem Geschäftsverlauf insgesamt zufrieden und blickt zuversichtlich auf die kommenden Jahre. 1.4 Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage
Die Gesamtleistung lag nach einem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2022 bei 24.194,9TEUR. Der Rückgang geht im Wesentlichen auf geringere Umsätze mit unseren Kunden im Inland zurück; aber auch die Umsatzerlöse außerhalb Europas sind etwas gesunken. Die Umsätze mit Kunden im europäischen Ausland konnten unterdessen erneut gesteigert werden. Die Materialeinsatzquote liegt bei 62,4 %. Folglich ergibt sich ein Rohergebnis von 9.087 TEUR. Die Personalaufwendungen sind um 18,8 % angestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist insbesondere auf höhere Erträge aus Kursdifferenzen zurückzuführen. Gleichzeitig sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund geringerer Aufwendungen aus Kursdifferenzen und sowie geringerer Kosten der Warenabgabe deutlich niedriger als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) beträgt 2.204 TEUR. Unter Berücksichtigung ausschließlich planmäßiger Abschreibungen beläuft sich das EBIT im Jahr 2023 auf 2.007 TEUR und liegt damit bei 8,3 % der Gesamtleistung. Nach Verrechnung mit den signifikant gestiegenen Finanzaufwendungen von 356 TEUR, den Ertragsteuern von 524 TEUR und den sonstigen Steuern von 3 TEUR konnten wir ein Jahresergebnis in Höhe von 1.124 TEUR erzielen, was einer Umsatzrendite von 4,6 % entspricht. Vermögenslage
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 2,7 %. Die in 2023 getätigten Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen im Wesentlichen den Fuhrpark sowie das ERP-System. Die Vermögensstruktur der DG GmbH ist durch das Umlaufvermögen geprägt, welches überwiegend durch den Bestand an Vorräten (19.034 TEUR; i. Vj. 18.294 TEUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (14.145 TEUR, i. Vj. 14.994 TEUR) bestimmt ist. Der Warenbestand wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nochmals leicht erhöht, um jederzeit flexibel auf kurzfristige Nachfrage reagieren zu können. Zum anderen haben wir uns damit auf unsere wichtigste Messe vorbereitet; die Inhorgenta in München hat im Februar 2024 stattgefunden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der geringeren Gesamtleistung gesunken. Der nach wie vor hohe Forderungsbestand ist durch die im B2B-Bereich in der Schmuckbranche üblichen langen Zahlungsziele bedingt. Insgesamt hat sich das Bruttovermögen der Gesellschaft im Jahr 2023 um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Kapitalstruktur
Das Eigenkapital hat sich durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss um 1.124 TEUR auf 11.439 TEUR erhöht. Durch den gleichzeitigen Anstieg der Bilanzsumme um 603 TEUR hat sich das Eigenkapital in Relation zum Gesamtkapital um 2,6 %-Punkte auf 31,1 % erhöht. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen liegt um 84 TEUR unter Vorjahresniveau. Während die Steuerrückstellungen um 73 TEUR geringer sind als im Vorjahr, sind die sonstigen Rückstellungen insgesamt um 10 TEUR gesunken. Der hohe Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren sowie an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führt zu einer hohen Kapitalbindung. Die Finanzierung des Working Capital erfolgt teilweise durch Bankverbindlichkeiten. Diese sind im Geschäftsjahr per Saldo um 101 TEUR getilgt worden. Das kurzfristige Fremdkapital wird wesentlich durch die Lieferantenverbindlichkeiten bestimmt, die um 580 TEUR unter dem Vorjahr liegen. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert zum einen aus der Umbuchung der Gewerbesteuernachzahlungen für 2021 in Höhe von 179 TEUR von den Steuerrückstellungen in die sonstigen Verbindlichkeiten und zum anderen aus höheren an das Hauptzollamt zu leistenden Abgaben (Einfuhrumsatzsteuer und Zoll) für das Geschäftsjahr in Höhe von 475 TEUR (i. Vj. 309 TEUR). Finanzlage Für das Jahr 2023 haben wir eine Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt, welche wir nachfolgend dargestellt haben.
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Mit dem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnten die laufenden Investitionen in das Anlagevermögen finanziert sowie die Fremdkapitalzinsen gezahlt und ein Teil der Bankverbindlichkeiten getilgt werden. Darüber hinaus sind die vorhandenen Finanzmittel im Vorjahresvergleich um 149 TEUR gestiegen. 2. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 2.1 Risikomanagement Zum sicheren Fortbestand der Gesellschaft kommt einem effektiven Risikomanagement eine bedeutende Rolle zu. Damit soll sichergestellt werden, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig vom Management erkannt werden und auf systematische, nachvollziehbare Weise Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Ziel ist es, Schäden von der Gesellschaft und den Mitarbeitern abzuwenden. Aus diesem Grund erfolgt eine fortlaufende Überwachung der für uns wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren durch die Geschäftsleitung. Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatz- und Margenentwicklung sowie die damit verbunden Ertragsgrößen (EBIT und EBITDA) sowie die vorhandene Liquidität. Das allgemeine Forderungsausfallrisiko sichern wir durch eine Warenkreditversicherung ab. Dem Risiko des Verlusts oder des Diebstahls unserer hochwertigen Waren begegnen wir durch eine Valorenversicherung. Einzelne Risiken unterliegen in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit oder ihre Auswirkungen regelmäßigen Veränderungen. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass derzeit keine Risiken bestehen, die eine Auswirkung auf den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten. Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus aktueller Sicht die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten. 2.2 Markt- und Wettbewerbsrisiken Der Markt für Schmuck in Deutschland, Europa und weltweit ist durch einen hohen Wettbewerb geprägt. Unsere Marktposition versuchen wir durch kontinuierliche Innovationen zu sichern und auszubauen. Hier sind beispielsweise der jährlich neu aufgelegte Katalog, der Online-Shop mit direkter Anbindung der Juweliere sowie die Präsentation von Solitaireartikeln in einer exklusiven Präsentationsbox zu nennen. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist die professionelle Präsentation des Unternehmens auf Fachmessen. Insbesondere die Teilnahme an der in Italien stattfindenden internationalen Messe vicenzaoro führte zu einem Ausbau des Kundenportfolios im europäischen Ausland. Durch diese Maßnahmen waren wir in der Lage, uns gegen unsere Mitbewerber zu behaupten. Maßnahmen unserer Mitbewerber und deren Innovationen sowie beschaffungsseitige Preissteigerungen können mittelfristig unsere Finanz- und Ertragslage beeinflussen. 2.3 Konjunkturelle Risiken Die wirtschaftliche Entwicklung der Corona-Jahre, insbesondere die hohe Anzahl der Erwerbstätigen und das niedrige Zinsniveau, haben die Nachfrage von Privatpersonen nach unseren Produkten begünstigt. Eine nachhaltige wirtschaftliche Eintrübung wie in der Corona-Krise sowie durch den Krieg in der Ukraine kann zu einer Verringerung der Kaufkraft der privaten Haushalte und damit zu einer geringeren Nachfrage nach Luxusgütern führen. Wir rechnen aufgrund der zu verzeichnenden Inflationsraten und des Anstiegs des Zinsniveaus mit einem erneuten konjunkturellen Abschwung im Geschäftsjahr 2024, vertrauen jedoch auf unser Geschäftsmodell, welches uns bereits während der Corona-Pandemie gegen den negativen Trend zu einem deutlichen Umsatzanstieg verholfen hat. Die steigende Inflation könnte zwar einerseits die Kaufkraft potenzieller Kunden schwächen. Andererseits hat eine Geldentwertung meist eine Flucht in Sachwerte zur Folge, wozu auch hochwertiger Luxusschmuck zu zählen ist. Zudem lässt der im Geschäftsjahr 2024 überproportional gestiegene Goldkurs nach unseren Erfahrungen auf eine positive Auswirkung auf das Investitionsverhalten schließen. 2.4 Rechtliche Risiken Dem Risiko sich verändernder rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen begegnet die DiamondGroup GmbH durch kontinuierliches Monitoring der entsprechenden gesetzlichen Änderungen bzw. des Ausgangs gerichtlicher Entscheidungen. Aufgrund der getroffenen Risikovorsorge sowie von der Gesellschaft durchgeführter Maßnahmen wird das Risiko bezüglich bestehender aber noch nicht bekannter Risiken aus möglichen Rechtstreitigkeiten oder aus Änderungen der Rechtslage mit deutlich negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage als niedrig eingestuft. Neben den aus dem allgemeinen Geschäftsrisiko resultierenden rechtlichen Risiken haben wir keine darüberhinausgehenden rechtlichen Risiken identifiziert, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten. 2.5 Abgabenrechtliche Risiken Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, die in Nachzahlungen von Steuern oder Einfuhrabgaben resultieren könnten, sofern die Behörden im Rahmen von Prüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher und sonstiger abgabenrechtlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen der zugrundeliegenden Sachverhalte kommen. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit und durch die enge Abstimmung insbesondere mit den Zollbehörden schätzen wir das abgabenrechtliche Risiko als gering ein. 2.6 Personalrisiko Der Verlust von Fach- und Führungskräften oder Engpässe bei der Rekrutierung von Mitarbeitern stellen für das Unternehmen potenzielle Risiken dar. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird im Personalmanagement ein Schwerpunkt auf die nachhaltige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt und kontinuierlich nach einem motivierenden und familienfreundlichen Arbeitsumfeld gestrebt. Durch diese Maßnahmen sollen die Mitarbeiter qualifiziert, motiviert und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. 2.7 Chancenbericht Wir gehen davon aus, dass wir durch unsere Innovationskraft, diverse Messeteilnahmen und die Ausbreitung unseres Vertriebsnetzes den Bekanntheitsgrad der Gesellschaft weiter erhöhen und somit eine größere Anzahl von Kunden erreichen können. In der permanenten Fortentwicklung und Verbesserung unserer Produkte und deren Präsentation sehen wir Chancen, die wir nutzen wollen. 3. PROGNOSEBERICHT 3.1 Voraussichtliche Markt- und Branchenentwicklung Nachdem die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie weitestgehend überstanden sind, haben die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und der EU stark beeinträchtigt. Die in der Folge des Kriegs und durch die Sanktionen massiv gestiegenen Energiepreise beeinträchtigen die Kaufkraft der privaten Haushalte und belasten die Produktion insbesondere in energieintensiven Branchen. Der Sachverständigenrat geht in seinem Frühjahrsgutachten 2024 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um lediglich 0,2 % steigen wird. Der Sachverständigenrat weist jedoch darauf hin, dass der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft darstellen. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Die wirtschaftliche Erholung könnte dadurch weiter auf sich warten lassen, insbesondere da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten könnte. Auch in Bezug auf die Schmuckbranche ist damit zu rechnen, dass sich diese Entwicklungen auf die Nachfrage auswirken werden. Im Luxussegment, in welchem wir uns bewegen, ist nach den Erfahrungen aus der Bankenkrise 2008/2009 und aus der Corona-Pandemie 2020/2021 jedoch davon auszugehen, dass der wirtschaftliche Abschwung weniger deutlich ausfallen wird als in anderen Branchen. Im Gegenteil ist in diesem Segment aufgrund einer krisenbedingt steigenden Nachfrage nach wertbeständigen Sachwerten mit weiterem Wachstum zu rechnen. 3.2 Voraussichtliche Geschäftsentwicklung Wir erwarten unter Berücksichtigung der derzeitigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen des Jahres 2024 den Umsatz für das Geschäftsjahr 2024 auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 zu halten. Gleichzeitig erwarten wir, im Prognosezeitraum ein um ca. 15 % höheres Betriebsergebnis (EBIT) zu erzielen, welches sich in Höhe von rund 8,5 % der Gesamtleistung bewegen wird.
Lonnig, 30. September 2024 Frank Heringer, Geschäftsführer Anke Schmidt, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DiamondGroup GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der DiamondGroup GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der DiamondGroup GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Cochem, 30. September 2024 Christian Theobald, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen