CACEIS Fonds Service GmbHLiquidiert

Lilienthalallee 36, 80939 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 221705
Vorher
CACEIS Service GmbH
Eingetragen
30.10.2015
Branche
FondsmanagementVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteGeld- und Wertdienste
Gegenstand
Übernahme administrativer Dienstleistungen für alle Arten von Investmentvermögen nach KAGB (insb. offene Immobilien- und Wertpapierfonds und geschlossene Sachwertefonds) sowie nicht unter den Anwendungsbereich des KAGB fallende Fonds.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Struckmann
seit 19.1.2021
Geschäftsführer
Stefan Ullrich
seit 30.10.2015
Prokura
Sabine Bernard
seit 30.10.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CACEIS Bank S.A. Aktiengesellschaft französischen Rechts (société anonyme)FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CACEIS Bank S.A. Aktiengesellschaft französischen Rechts
France
800.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CACEIS Fonds Service GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die CACEIS Fonds Service GmbH mit Sitz in München ist eine 100-prozentige deutsche Tochtergesellschaft der CACEIS Bank S.A. Frankreich. Seit 07.03.2017 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der CACEIS Bank Germany Branch.

Haupttätigkeit der Gesellschaft ist die Übernahme administrativer Dienstleistungen für alle Arten von Investmentvermögen nach KAGB (insbesondere offene Immobilien- und Wertpapierfonds sowie geschlossene Sachwertefonds) und nicht unter den Anwendungsbereich des KAGB fallende Fonds. Die administrativen Dienstleistungen umfassen die Fondsbuchhaltung, Fondsbewertung inklusive der Anteilspreisermittlung, Fonds-Compliance und das Fondsreporting. In enger Zusammenarbeit mit anderen CACEIS Gesellschaften im In- und Ausland bietet die Gesellschaft weitergehende Dienstleistungen an, die gemeinsam mit den Kunden maßgerecht auf den jeweiligen Bedarf angepasst werden können.

Die Gesellschaft verwaltet zum 31. Dezember 2023 über EUR 26,5 Mrd. Investmentvermögen in Spezial- und Publikumsinvestmentvermögen im Wertpapier- und Immobilienbereich sowie sonstigen Sachwerten. Davon mehr als EUR 17,5 Mrd. im Rahmen des sogenannten Depositary Insourcings.

Die Gesellschaft hatte zum Jahresende 2023 62 Beschäftigte. Sie hat Teilaufgaben, die nicht Kernbestandteil des Geschäftsmodells sind, an die CACEIS Bank in Deutschland ausgelagert.

Die Gesellschaft verfügt über eine moderne technische Infrastruktur, die weitgehend auf konzernweit eingesetzter Standardsoftware basiert. Die technische Infrastruktur wird bedarfsorientiert laufend weiterentwickelt.

2. Darstellung der Lage

2.1 Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 ist nach ersten Berechnungen (Statistisches Bundesamt, Destatis) um 0,3 Prozent gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war weiterhin geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und nachhaltig hohen Preisen auf nahezu allen Wirtschaftsstufen. Die Finanzierungsbedingungen haben sich durch steigende Zinsen weiter verschlechtert, worunter insbesondere das Baugewerbe leidet. Darüber hinaus war eine geringere Nachfrage und Konsumzurückhaltung aus dem In- und Ausland zu verzeichnen. Der Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen ist unverändert zum Vorjahr spürbar.

Während sich ein geringes Wirtschaftswachstum eher nachteilig auf die Geschäftsaussichten von Finanzinstituten auswirkt, haben steigende Zinsen grundsätzlich einen begünstigenden Effekt, der zu hohen Gewinnausweisen bei einzelnen Institutsgruppen der Branche führte. Im Vergleich zu globalen Wettbewerbern im Bankenumfeld bleibt die Transformation der deutschen Finanzbranche aber weiterhin ein vordringliches Thema. Die Konzentration auf Kernkompetenzen und Auslagerung von standardisierten Administrationsprozessen eröffnen weiterhin attraktive Optimierungsoptionen, sowohl für auslagernde Unternehmen als auch für entsprechende Service Provider.

Neben der notwendigen Verbesserung der Eigenkapitalrenditen, sind nachhaltige IT-, Prozess- und Kostenoptimierungen wichtige Schlaglichter für die Branche. Erweiterte Anforderungen an das Risikomanagement leiten sich nicht nur aus der Entwicklung der Regulatorik ab, sondern sind notwendiger Bestandteil der Prüfung und Umsetzung von innovativen und flexibel skalierbaren Teilgeschäftsmodellen. Die Entwicklung der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte muss unternehmensseitig weiterhin eng begleitet werden. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Finanzmarktregulierung.

2.2 Geschäftsverlauf

Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die wesentlichen Erfolgsgrößen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Umsatzerlöse T€ 8.608 7.706 902
Personalaufwand T€ -6.965 -6.388 -577
Materialaufwand und Abschreibungen T€ -4.696 -5.311 615
Sonstiges Ergebnis T€ -9.140 -8.105 -1.035
Ergebnis nach Steuern T€ -12.192 -12.098 -94

Die Umsatzerlöse belaufen sich in 2023 auf TEUR 8.608 (Vorjahr TEUR 7.706) und beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Erbringung von Fonds-Administrationsdienstleistungen an die Kunden und konnten leicht gesteigert werden. Die Abweichung zum Vorjahr beruht auf periodenfremden Effekten sowie aus höherer Rechnungsstellung gegenüber den Kunden aufgrund von gestiegenen abgerechneten Dienstleistungen. Bei stabiler Auftragslage konnte das operative Geschäft auch im Vergleich zum Planwert von TEUR 6.783 leicht gesteigert werden.

Die Anzahl der Mitarbeiter blieb stabil, aber die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer Rückstellung für einen Betriebsübergang, Gehaltsanpassungen und der Zahlung von Inflationsboni.

Der Materialaufwand inklusive Abschreibungen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 615 auf TEUR 4.696 gesunken. Dies hängt mit Ausgaben für andere IT-Leistungen zusammen.

In 2023 wurde selbsterstellte Software in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 2.658) aktiviert.

Das sonstige Ergebnis ist um TEUR -1.035 auf TEUR -9.140 angestiegen und beinhaltet hauptsächlich die Zuführung zu Rückstellungen für IT-Kosten, Verrechnungen von Leistungen anderer CACEIS Entitäten, Personalbeschaffungskosten, Miet- und Mietnebenkosten, Kosten für interne und externe Prüfungen und Rückstellungen wegen Vertragsdiskussionen mit einem Kunden.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR -12.192 ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

2.3 Leistungsindikatoren

Als Leistungsindikatoren werden Umsatzerlöse aus Assets under Administration (AuA) betrachtet. Hier wird unterschieden zwischen Assets aus dem Bereich Immobilien, Wertpapieren und sonstigen Sachwerte.

Als weiteren Leistungsindikator betrachten wir auch das Jahresergebnis.

Gesamt betrachtet verwaltet die CACEIS Fonds Service GmbH zum 31.12.2023 AuA in Höhe von EUR 9,0 Mrd. (Vorjahr: TEUR 10,3Mrd.), was zu Umsatzerlösen bereinigt um Sondereffekte in Höhe von TEUR 5.336 (Vorjahr: TEUR 5.124) führt. Der Anstieg resultiert aus höherer Rechnungsstellung gegenüber den Kunden aufgrund von gestiegenen abgerechneten Dienstleistungen. Der um Sondereffekte bereinigte Planwert 2023 in Höhe von TEUR 4.722 wurde um TEUR 614 überschritten. Dies liegt daran, dass der in 2022 geplante Wert zu restriktiv angesetzt wurde.

Der Jahresfehlbetrag für 2023 beträgt vor Verlustübernahme TEUR 12.192 (Vorjahr: TEUR 12.098). Dieser Betrag entspricht den Erwartungen, die in 2022 für das Geschäftsjahr 2023 getroffen worden sind.

2.4 Vermögens- und Finanzlage

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 führte zu folgender Entwicklung der wesentlichen Bilanzpositionen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände T€ 3.383 3.167 216
Sachanlagen T€ 65 103 -38
Forderungen und sonstige VG T€ 16.297 9.094 7.203
Flüssige Mittel T€ 2.884 1.920 964
Rechnungsabgrenzungsposten T€ 550 488 62
Eigenkapital T€ 165 165 0
Rückstellungen T€ 11.577 9.272 2.305
Verbindlichkeiten T€ 11.342 5.245 6.097
Rechnungsabgrenzungsposten T€ 95 89 6
Bilanzsumme T€ 23.179 14.771 8.408

Während des Geschäftsjahres 2023 erwies sich die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als stabil. Zum Bilanzstichtag per 31.12.2023 erhöhte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahresstichtag von TEUR 14.771 um TEUR 8.408 auf TEUR 23.179 (56,9%).

Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 216 auf TEUR 3.383. Dieser Anstieg resultiert aus der Aktivierung von Kosten für selbst erstellte Software. Das Projekt zur Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur ist noch nicht abgeschlossen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verzeichnen ebenfalls einen Anstieg um TEUR 7.203. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus höheren Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.577 (Vorjahr: TEUR 9.272) setzen sich hauptsächlich aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Erhöhung ist insbesondere auf Vertragsdiskussionen mit einem Kunden zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 belaufen sich auf TEUR 11.342 (Vorjahr: TEUR 5.245). Die Zunahme resultiert aus höheren finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber der CACEIS Bank S.A., Germany Branch.

Das Working Capital beträgt im Jahr 2023 TEUR -3.023 (Vorjahr: TEUR -2.766). Die Veränderung steht im Zusammenhang mit Vertragsdiskussionen mit einem Kunden.

Das Eigenkapital blieb im Berichtsjahr konstant im Vergleich zum Vorjahr.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Vermögens- und Finanzlage geordnet.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

Die CACEIS Fonds Service GmbH ist in die konzernweite Risiko Governance, Risikoüberwachung und -steuerung der CACEIS Bank S.A. eingebunden, die wiederum aus einschlägigen Vorgaben des Credit Agricole Konzerns abgeleitet ist. Damit steht ihr ein robustes Rahmenwerk für die quantitative und qualitative Risikobewertung zur Verfügung. Auf Basis von Risikobewertungen werden Risikomitigationsstrategien festgelegt, zeitnah umgesetzt und einer Fortschrittsüberwachung unterzogen. Gesamtheitliche Risikobewertungen und regelmäßige Risikoberichterstattung sind elementarer Bestandteil der operativen und strategischen Geschäftssteuerung.

Für das Geschäftsmodell der CACEIS Fonds Service GmbH ergeben sich zunächst geschäftsstrategische Risiken aus der Wettbewerbsposition. Der hohe Wettbewerbsdruck in Verbindung mit dem Trend weiter sinkender Margen stellt hohe Anforderungen an die interne Ablaufoptimierung und kontinuierliche Effizienzsteigerung. Die Beurteilung der damit verbundenen Risiken ist elementarer Bestandteil für den selektiven Ausbau der Geschäftsportfolios. Der Neukundenprozess ist in eine strukturierte Risiko- und Compliance Analyse und Bewertung integriert.

Darüber hinaus unterliegt der Geschäftsbetrieb operationale Risiken aus Verwaltungstätigkeit. Dieses sind im wesentlichen Personalrisiken und IT Risiken. Bei Neu- und Nachbesetzungen sind wir mit der Arbeitsmarktsituation konfrontiert, die ganz maßgeblich durch Fachkräftemangel gekennzeichnet ist. Durch verschiedene Mitarbeiterbindungsprogramme, verstärkte interne Weiterentwicklung und extern unterstützte Rekrutierungsprozesse wird dieser Situation begegnet. IT Risiken werden durch eine Vielzahl an technischen Verarbeitungskontrollen überwacht. IT Störungen werden in etablierten konzernweit Anwendung findenden Prozessen analysiert und gelöst. IT Veränderungen sind Gegenstand einer gesonderten Konzerngovernance und werden dementsprechend behandelt.

Vor dem Hintergrund einer laufenden Diskussion mit einem Kunden über die Auslegung von vertraglichen Rechten und Pflichten hat sich CACEIS Fonds Service GmbH entschieden, eine Rückstellung zu bilden. Details hierzu sind den Finanzzahlen zu entnehmen.

Die CACEIS Fonds Service GmbH verfügt aus Sicht der Geschäftsführung über eine robuste Governance und geeignete Instrumente zur frühzeitigen Erkennung und Steuerung von rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken.

3.2 Chancenbericht

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden für potentielle Kunden von Fondsdienstleistern weiterhin Anpassungsnotwendigkeiten bedingen. Dazu zählt u.a. die Bestrebung, Back-Office- und Steuerungsbereiche nach modernen Organisationsprinzipien und zunehmend digitaler auszurichten. Vorüberlegungen zu entsprechenden Transformationen sind häufig mit der Schlüsselfrage verbunden, am internalisierten Betrieb festzuhalten oder Auslagerungslösungen in nähere Erwägung zu ziehen. Chancen ergeben sich in diesem Zusammenhang für Dienstleister, die über eine hoch integrierte und moderne technologische Infrastruktur verfügen, welche gleichzeitig kundenbedarfsspezifische Adaptionsmöglichkeiten zulässt. Im gegebenen Wettbewerbsumfeld ist die Preisgestaltung der Dienstleistungen weiterhin eine entscheidende Determinante. Die Produktionskosten für hoch standardisierte Lösungen sind insofern möglichst gering zu halten. Vom Standard abweichende Lösungen sind gemeinsam mit daran interessierten Kunden zu entwickeln. Die Preisgestaltung derartiger Lösungen richtet sich nach der individuellen Wunschlösung.

3.3 Prognosebericht

Die meisten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute (DIW, ifo, IfW Kiel, Sachverständigenrat Wirtschaftsweisen) gehen für das Jahr 2024 mittlerweile nur noch von einer Stagnation oder einem leichten Wachstum des preisbereinigten BIP um etwa 0,2 Prozent aus. Gesamtwirtschaftliche Wachstumsimpulse werden demzufolge in diesem Jahr ausbleiben.

Es ist insofern auch nicht damit zu rechnen, dass die Aktivitäten der Fondsbranche insgesamt wesentlich zunehmen und neue Mittel in deutlichem Umfang in neue Fonds fließen. Bei Sachwertefonds, insbesondere Immobilienfonds und Projektentwicklungen sehen wir weiterhin Konsolidierungsrisiken.

Der unverändert bestehende Kostendruck bei kleinen und mittelgroßen Kapitalverwaltungsgesellschaften wird zur Fortsetzung von Kostenoptimierungen in 2024 führen. Auslagerungslösungen bleiben damit auch in diesem Jahr eine valide Handlungsoption für viele Marktteilnehmer.

CACEIS Fonds Service GmbH wird hieraus resultierende Geschäftsopportunitäten sorgfältig prüfen.

Vor dem Hintergrund von geplanten Optimierungsmaßnahmen im Geschäftsportfolio gehen wir für das Jahr 2024 von insgesamt sinkenden AuA und damit leicht sinkenden Umsatzerlösen aus AuA (Planwert 2024 bereinigt: TEUR 4.921) aus. Weitere größere Investitionen in die IT Infrastruktur stehen in 2024 nicht an.

Wir erwarten für 2024 einen deutlich niedrigeren Jahresfehlbetrag als im Vorjahr.

 

München, 10. Juni 2024

Dirk Struckmann, Geschäftsführer

Amtsgericht München, HRB 221705

Bilanz 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.383.308,60 3.166.500,82
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 3.383.308,60 3.166.500,82
2. entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen 65.044,19 103.373,47
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.044,19 103.373,47
3.448.352,79 3.269.874,29
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.296.680,17 9.093.878,75
davon gegen Gesellschafter 14.205.422,55 Euro (Vj. : 2.826.332,12 Euro)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.091.257,62 6.267.546,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.205.422,55 2.826.332,12
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.884.259,84 1.919.600,55
19.180.940,01 11.013.479,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 550.128,01 487.965,04
Summe Aktiva 23.179.420,81 14.771.318,63

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Gewinnvortrag/Verlustvortrag -635.041,97 -635.041,97
164.958,03 164.958,03
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 715.441,00 737.459,21
2. Sonstige Rückstellungen 10.861.980,76 8.534.639,10
11.577.421,76 9.272.098,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.248.363,08 4.669.222,37
2. sonstige Verbindlichkeiten 93.905,20 575.644,45
davon aus Steuern 93.905,20 Euro (Vj.: 575.644,45 Euro)
11.342.268,28 5.244.866,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 94.772,74 89.395,47
Summe Passiva 23.179.420,81 14.771.318,63

 

München, 10.06.2024

CACEIS Fonds Service GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022
Gesamtkostenverfahren
1. Umsatzerlöse 8.608.315,64 7.706.070,74
2. sonstige betriebliche Erträge 5.075.651,85 1.221.745,09
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.650.388,42 -5.290.799,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.983.692,03 -5.449.511,15
b) Soziale Abgaben
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -981.234,09 -938.697,83
davon für Altersversorgung 81.116,96 Euro (Vorjahr: 75.783,53 Euro)
-6.964.926,12 -6.388.208,98
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -45.352,50 -19.806,84
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -14.207.769,94 -9.300.676,64
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.894,00 -25.848,00
davon Aufwand aus Abzinsung 7.894,00 Euro
8. Ergebnis nach Steuern -12.192.363,49 -12.097.523,75
9. Erträge aus Verlustübernahme 12.192.363,49 12.097.523,75
10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

 

München, 10.06.2024

CACEIS Fonds Service GmbH

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

A. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Allgemeine Angaben zu den rechtlichen Verhältnissen und zum Jahresabschluss

Die CACEIS Fonds Service GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister beim Amtsgericht München registriert (HRB 221705).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB wurden eingehalten. Der Jahresabschluss umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und den Anhang erweitert um den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der vorliegende Einzelabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 und 4 HGB beachtet. Gemäß § 267 Abs. 2 und 4 HGB gelten die Größenkriterien für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft hat mit der CACEIS Bank S.A., Germany Branch, München (im Folgenden CBG), als herrschender Gesellschafter einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag am 7. März 2017 abgeschlossen.

Wesentliche Bewertungs- und Bilanzierungsgrundlagen

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden aufgrund des Aktivierungswahlrechtes nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB aktiviert und nach allgemeinen Grundsätzen mit ihren Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB angesetzt. Die Abschreibung erfolgt auf 10 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Sachanlagevermögen linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und acht Jahren.

Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungspreise, Frachtkosten sowie andere Anschaffungsnebenkosten abzüglich etwaiger Preisminderungen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit einem Anschaffungswert von bis zu T€ 1 werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bzw. zum Nominalbetrag angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht notwendig.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für die Verpflichtungsumfänge für Pensionen sind aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge anzusetzen. Hieraus ergibt sich insbesondere, dass zu erwartende Veränderungen von Versorgungsbezügen sowie von Löhnen, Gehältern oder sonstigen Bemessungsgrundlagen zu berücksichtigen sind. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend der "Projected Unit Credit Method" (Anwartschaftsbarwertverfahren). Die arbeitgeberfinanzierten Pensionszusagen wurden mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaft bewertet. Als Rechnungszins für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB des Monats Dezember 2023 bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren in Höhe von 1,82 % zugrunde gelegt. Als weitere Parameter wurden auf jährlicher Basis 2,00 % Einkommenssteigerung, 0,50 % Karrieretrend, 2,50 % Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung und 2,00 % Rentenanpassung zugrunde gelegt. Die Erhöhung der BVV-Klassen wurde gemäß BVV-Neuregelung unter Anwendung der internen für das Bankgewerbe erstellten Sterbetafeln berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet, die wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gültig sind und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines aktivischen Überhangs unterbleibt in Ausübung des bestehenden Ansatzwahlrechts.

Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Verluste werden bereits dann berücksichtigt, wenn sie absehbar sind und dem Wirtschaftsjahr zugeordnet werden müssen. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst.

Die Umsatzrealisierung erfolgt mit der Leistungserbringung.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Im Posten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" wurden T€ 3.383 (Vorjahr: T€ 3.167) für die Anpassung und Einführung einer neuen Software aktiviert.

Forschungskosten ergaben sich im Jahr 2023 nicht. Die Entwicklungskosten wurden für das Jahr 2023 in Höhe von T€ 110 komplett aktiviert. Die Einführung dieser Software ist noch nicht abgeschlossen.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen in Höhe von T€ 19.181 (Vorjahr: T€ 11.013) besteht aus Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie dem Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

Es bestehen zum 31. Dezember 2023 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 16.297 (Vorjahr: T€ 9.094). Die Forderungen und sonstige Vermögengegenstände enthalten im Wesentlichen Ertragsabgrenzungen T€ 3.027 (Vorjahr: T€ 4.795), davon gegen verbundene Unternehmen T€ 2.013, Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 12.192, und Forderungen aus Lieferung und Leistung T€ 1.077 (Vorjahr: T€ 4.298).

Das Guthaben bei Kreditinstituten beläuft sich zum 31. Dezember 2023 insbesondere bei der Deutschen Bank auf T€ 2.884 (Vorjahr: T€ 1.920).

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind binnen eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt T€ 550 (Vorjahr: T€ 488) und beinhaltet neben vorschüssig gezahlten Nettogehältern und Sozialversicherung in Höhe von T€ 275 für den Monat Januar 2024 sowie Abgrenzungen für Jahresrechnungen in Höhe von T€ 274.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2023 beträgt das gezeichnete Kapital T€ 800 (Vorjahr: T€ 800).

Der Verlustvortrag zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 635 (Vorjahr: T€ 635) und resultiert aus dem Ergebnis für das 2. Halbjahr 2016 (für das 1. Halbjahr 2016 bestand ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen CACEIS Fonds Service GmbH und CACEIS Bank Deutschland GmbH).

Das Ergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresfehlbetrag von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) aus, wobei T€ -12.192 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der CBG übernommen wurden.

Die CACEIS Fonds Service GmbH mit Sitz in München ist eine 100-prozentige deutsche Tochtergesellschaft der CACEIS Bank S.A. Frankreich.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtung zum Stichtag 31. Dezember 2023 beläuft sich auf T€ 715 (Vorjahr: T€ 737).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen zum 31. Dezember 2023 von T€ 931 (Vorjahr: T€ 1.197). Im Wesentlichen bestehen die Personalrückstellungen im Jahr 2023 aus Rückstellungen für Boni in Höhe von T€ 269, für Gleitzeit in Höhe von T€ 195, für Resturlaub in Höhe von T€ 97, Sozialversicherungsbeitrag von T€ 66, und für Personalbeschaffungsmaßnahmen T€ 18.

Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 9.931 (Vorjahr: T€ 7.338) handelt es sich um Rückstellungen für potentiellen Schaden T€ 7.973, für Gewährleistungen in Höhe von T€ 284 und für ausstehende Rechnungen T€ 1.674.

Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 11.248 (Vorjahr: T€ 4.669). Diese sind ebenfalls Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 0.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe T€ 94 (Vorjahr: T€ 576) sind Steuerverbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und Lohnsteuer.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus Pensionsverpflichtungen für Mitarbeiter, die im Jahr 2016 übernommen wurden, in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 89). Das für die Übernahme erhaltene Entgelt übersteigt den handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach HGB. Der Differenzbetrag wurde als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert und wird linear über zehn Jahre aufgelöst.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlösen belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 8.608 (Vorjahr: T€ 7.706). Hierin sind Erlöse aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 378 enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 5.076 (Vorjahr: T€ 1.222). Der Anstieg ist auf die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 5.018 zurück zu führen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 14.208 (Vorjahr: T€ 9.301) und beinhalten IT Kosten, Verrechnungen von Leistungen anderer CACEIS Entitäten, Miet- und Mietnebenkosten, Personalbeschaffungskosten, Kosten für interne und externe Audits und potentielle Schadensersatzforderungen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert überwiegend aus der gestiegenen Zuführung zu den Rückstellungen, die im Zusammenhang mit Vertragsdiskussionen mit einem Kunden stehen.

D. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt:

31.12.2023
Abschlussprüfungsleistungen T€ 91
Steuerberatungsleistungen T€ 23

Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CACEIS Bank S.A., Paris (kleinster Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der Credit Agricole S.A., Paris (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind sowohl über die Internetseiten als auch in den Geschäftsräumen der jeweiligen Gesellschaften erhältlich.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2024 wurde ein Betriebsübergang eines Teilgeschäftsbereiches an eine andere Gesellschaft vollzogen.

Haftungsverhältnisse

Verpflichtungen aus Bürgschaften oder aus Gewährleistungsverträgen/Garantien bestehen nicht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die CACEIS Fonds Service GmbH im Jahresdurchschnitt 62,69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind wie folgt fällig:

31.12.2023
T€
Mietverträge (ohne Nebenkosten)
bis 1 Jahr 197
1 bis 5 Jahre 49
246

Kredite an Organmitglieder

Gegenüber natürlichen Personen sowie der Muttergesellschaft bzw. anderen juristischen Organmitgliedern bestehen keine Kreditgewährungen oder Haftungsverhältnisse.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt, resultiert aus den Pensionsverpflichtungen gem. § 253 Abs. 6 HGB (T€ 11, Vorjahr T€ 52) sowie der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 3.280 (Vorjahr T€ 3.008).

Mitglieder der Geschäftsführung

Dirk Struckmann, Geschäftsführer (seit 01.01.2021)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

München, den 10. Juni 2024

CACEIS Fonds Service GmbH

Dirk Struckmann, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.166.500,82 223.830,85 0,00 0,00 3.390.331,67
2. entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.711,73 0,00 0,00 0,00 163.711,73
3.330.212,55 223.830,85 0,00 0,00 3.554.043,40
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstsattung 191.512,63 0,00 0,00 0,00 191.512,63
191.512,63 0,00 0,00 0,00 191.512,63
3.521.725,18 223.830,85 0,00 0,00 3.745.556,03
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 7.023,07 0,00 0,00 7.023,07
2. entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.711,73 0,00 0,00 0,00 163.711,73
163.711,73 7.023,07 0,00 0,00 170.734,80
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstsattung 88.139,16 38.329,28 0,00 0,00 126.468,44
88.139,16 38.329,28 0,00 0,00 126.468,44
251.850,89 45.352,35 0,00 0,00 297.203,24
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.383.308,60 3.166.500,82
2. entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
3.383.308,60 3.166.500,82
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstsattung 65.044,19 103.373,47
65.044,19 103.373,47
3.448.352,79 3.269.874,29

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CACEIS Fonds Service GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CACEIS Fonds Service GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CACEIS Fonds Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Yasmin Palacios Vásquez, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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Chronologischer Abdruck

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5 nahegelegene Organisationen

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