Ecclesia Industrie Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Stracke seit 6.11.2018 | Geschäftsführer |
Frank Oester-Barkey seit 7.9.2007 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ecclesia Holding GmbHDetmoldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung
KonzernanhangAllgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie Ecclesia Holding GmbH hat ihren Firmensitz in Detmold und ist mit der Registernummer HRB 3393 in das Handelsregister B des Amtsgerichts Lemgo eingetragen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Stichtag des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, der Ecclesia Holding GmbH, aufgestellt worden. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ebenfalls das Kalenderjahr als Geschäftsjahr. Angaben zum KonsolidierungskreisNeben dem Mutterunternehmen Ecclesia Holding GmbH, Detmold, werden 35 (Vorjahr 29) inländische und 33 (Vorjahr 31) ausländische Tochterunternehmen nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Drei (Vorjahr 3) in den Konzernabschluss einbezogene Beteiligungen werden entsprechend den Anteilen am Kapital konsolidiert (Quotenkonsolidierung). Weitere 2 (Vorjahr 2) Beteiligungen werden gemäß § 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen erfasst. Eine Übersicht der zum Stichtag einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 HGB ist dem Anhang beigefügt. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt geändert: Im Berichtsjahr wurden die nachfolgend aufgeführten Unternehmen erworben:
Die erstmalige Einbeziehung dieser Gesellschaften ist in den Konzernabschluss 2021 im Wege der Vollkonsolidierung erfolgt. Aus der erstmaligen, vollkonsolidierten Einbeziehung ergaben sich positive Unterschiedsbeträge von insgesamt TEUR 39.946. Diese Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, da eine Identifizierung und Neubewertung einzelner Vermögensgegenstände nicht verlässlich möglich waren. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden pro rata temporis über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da davon ausgegangen wird, dass sich diese über diesen Zeitraum amortisieren werden. Die Gesellschaften Kegels & Van Antwerpen NV, Antwerpen, Kegels & Van Antwerpen Beheer CVBA, Antwerpen, und Vercomo BV, Nijlen, sind nach Erwerb auf die Concordia NV, Gent, verschmolzen worden. Ebenfalls auf die Concordia NV, Gent, ist die Life Protection Risk B.V., Boechout, verschmolzen worden. Ferner gab es im Geschäftsjahr 2021 noch vier weitere Verschmelzungen innerhalb des Konsolidierungskreises. Die CFG Finance Solutions GmbH, Selfkant, sowie die CFG Finance GmbH, Wedel, sind auf die CFG Finance GmbH, Mönchengladbach, verschmolzen worden. Auf die Ecclesia B.V., Rotterdam (vormals Concordia De Keizer B.V.), sind die Gebr. Sluyter B.V., Rotterdam, und die Employee Benefits Consultants Nederland B.V., Rotterdam, verschmolzen worden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich aus den Verschmelzungen nicht. Im Berichtsjahr wurden zudem die zwei Neugründungen Ecclesia Industrie Holding GmbH, Detmold, (100%) und Ecclesia Specialty Holding GmbH, Detmold, (100%) sowie die ES Investment GmbH, Detmold, (100%) in den Konsolidierungskreis einbezogen. Diese Gesellschaften werden ebenfalls im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligung an der Ecclesia Broker assicurativo S.R.L., Klausen, ist im Geschäftsjahr verkauft und somit entkonsolidiert worden. Gemäß § 296 Absatz 2 HGB wird die dias Deutsche Immobilien Assekuranz-Makler GmbH, Hamburg, nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Gesellschaft keine operative Geschäftstätigkeit ausübt. Gemäß § 311 Absatz 2 HGB wurden die F&I Business Solutions B.V., Amsterdam, die SCHUNCK GROUP Verwaltungs GmbH, München, die OSKAR SCHUNCK Assekuranz-Makler GmbH, München, die LIVA PARTNERS LIMITED, London, und die Keystone Trade Credit Limited, London, aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht einbezogen. Angabe zu den KonsolidierungsmethodenDie Kapitalkonsolidierung für die bis einschließlich für das Jahr 2009 einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB alte Fassung). Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der jeweilige Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt bzw. der Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Aus der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital resultierende aktive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB mit den anderen Rücklagen verrechnet. Dabei wurden passivische Unterschiedsbeträge in Höhe von EUR 0,1 Mio. aufgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung der ab 2010 erstmals einbezogenen Unternehmen erfolgt gemäß § 301 Absatz 3 HGB nach der Neubewertungsmethode. Nach Aufdeckung von stillen Reserven verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt entsprechend § 309 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 301 Abs. 3 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren. Passivische Unterschiedsbeträge werden als solche passiviert und in Abhängigkeit ihrer Begründung beim Anfall der erwarteten künftigen Aufwendungen oder Verluste bzw. bei Realisierung der damit verbundenen Gewinne erfolgswirksam aufgelöst. Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen werden als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Die Konzernanteile an den Jahresergebnissen der Tochterunternehmen, die während der Konzernzugehörigkeit entstanden sind, werden in die Gewinnrücklagen eingestellt. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen des Geschäftsjahres und der Vorjahre werden ebenfalls mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungen von Versicherungsbeständen bzw. Finanzdienstleistungsbeständen und daraus resultierende Abschreibungen werden eliminiert. Auf die Unterschiedsbeträge werden aktive latente Steuern gerechnet, soweit sich der Steuereffekt in den Folgejahren voraussichtlich umkehren wird. Steuerlich begründete Wertansätze von Vermögens- und Schuldposten (ausschließlich Wertansätze des Grundvermögens) sind an handelsrechtliche Wertansätze angepasst worden. Für sich in der Zukunft ausgleichende Steuereffekte wird eine passive Abgrenzung für latente Steuern vorgenommen. Assoziierte Unternehmen werden im Rahmen des "at-equity"-Verfahrens nach der Buchwertmethode einbezogen. Ein Unterschiedsbetrag aus dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird entsprechend § 312 Abs. 2 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 309 Abs. 1 HGB linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Übrigen werden die Wertansätze der assoziierten Unternehmen aufgrund der anteiligen Eigenkapitalveränderungen dieser Unternehmen fortgeschrieben. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung)Immaterielle VermögensgegenständeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die bilanzierten Versicherungsbestände werden über einen Zeitraum zwischen fünf und zwanzig Jahren abgeschrieben. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckte aktivische Unterschiedsbeträge. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von zehn Jahren, da sich die Geschäfts- oder Firmenwerte voraussichtlich über diesen Zeitraum amortisieren werden. Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen. SachanlagenDie Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, bewertet. Grundsätzlich wird die lineare Abschreibungsmethode über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren angewendet. Die planmäßigen Abschreibungen werden für Zugänge des Geschäftsjahres zeitanteilig vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Geringwertige Anlagegüter werden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Für die Bewertung des Grundvermögens wurden steuerlich begründete Abschreibungen eliminiert. In der Folgekonsolidierung werden die Abschreibungen nach allgemeinen handelsrechtlichen Grundsätzen bemessen. Sie erfolgen linear über einen Zeitraum zwischen 30 und 50 Jahren. Im Geschäftsjahr waren, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen. FinanzanlagenBeteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Buchwertmethode bewertet und um den Betrag der Eigenkapitaländerungen, die dem Mutterunternehmen gehörenden Anteil am Kapital dieser Gesellschaft entsprechen, erhöht bzw. vermindert. Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens werden mehr als 10 % der Anteile am gemischten Fonds "Ecclesia Holding Fonds" ausgewiesen. Die Rückgabe der Anteile ist täglich möglich. Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert TEUR 146.658 (Vorjahr TEUR 145.797) und der Zeitwert TEUR 148.793 (Vorjahr TEUR 147.563). Die übrigen Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden gemäß § 253 Abs. 3 HGB Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Rückkaufswert (Deckungskapital einschließlich Gewinngutschriften) angesetzt, sofern nicht eine Aufrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB vorzunehmen war. VorräteDie Vorräte betreffen unfertige Leistungen (begonnene Aufträge und Materialbestände) und werden zu Herstellungs- oder Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen werden unter Zugrundelegung der angefallenen Stunden mit einem durchschnittlichen Stundensatz einschließlich anteiliger Sozialversicherungsabgaben bewertet. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet. Für Ausfallrisiken werden im Einzelfall Wertberichtigungen gebildet. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr TEUR 235). Diese entfallen mit TEUR 36 auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 176 auf die sonstigen Vermögensgegenstände. Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB waren im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 119) vorzunehmen. Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB waren im Geschäftsjahr nicht vorzunehmen. Liquide MittelDie liquiden Mittel entsprechen dem Nennwert. EigenkapitalDas Eigenkapital wird nach der Verwendung des Jahresergebnisses ausgewiesen. Die Einstellung in die Gewinnrücklagen ergibt sich neben der Einstellung des Jahresüberschusses der Ecclesia Holding GmbH aus den Konzernanteilen an den Jahresergebnissen der konsolidierten Tochterunternehmen und den Verrechnungen aufgrund erfolgswirksamer Konsolidierungen im Geschäftsjahr. Die Einstellung aus den Konzernanteilen an den Jahresergebnissen der konsolidierten Tochterunternehmen und den Verrechnungen aufgrund erfolgswirksamer Konsolidierungen in die Gewinnrücklagen des Konzerns folgt der gesellschaftsvertraglichen Regelung der Obergesellschaft (Ecclesia Holding GmbH). Rückstellungen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Änderungen des Abzinsungssatzes, Änderungen des Verpflichtungsumfanges sowie Verbräuche werden zum Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt. Veränderungen der sonstigen Rückstellungen aufgrund von Schätzungsänderungen bei der Restlaufzeit werden einheitlich im operativen Ergebnis ausgewiesen. Veränderungen der sonstigen Rückstellungen aufgrund von Änderungen des Abzinsungssatzes werden einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Für die Berechnung des Rechnungszinses wurde vom Vereinfachungsverfahren Gebrauch gemacht, wonach der Zinssatz auf der Basis einer pauschalen Duration von 15 Jahren angesetzt werden kann. Für Anwartschaften sind ein Gehaltstrend von 3,5 % sowie eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen von 2,5 % und für laufende Rentenverpflichtungen ein Rententrend von 2,0 % berücksichtigt. Soweit die Bemessungsgrößen auf einen Festbetrag begrenzt sind, der bereits erreicht ist, erfolgte keine Berücksichtigung einer Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen. Eine Fluktuation ist nicht zu berücksichtigen. Der Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird seit dem Geschäftsjahr 2015 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre statt der letzten 7 Jahre ermittelt. Dabei wird wie bisher die Restlaufzeit der Verpflichtung mit 15 Jahren angesetzt. Durch die Erweiterung des Zeitraumes zur Bestimmung des durchschnittlichen Marktzinssatzes ergibt sich ein Zinssatz von 1,87 % statt 1,35 % (Vorjahr 2,31 % statt 1,61 %). Die Anwendung des Zinssatzes von 1,87 % führt gegenüber dem Zinssatz von 1,35 % zu einem Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 5.074. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsrückstellungen sind auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,35 % (Vorjahr 1,61 %) und einer jährlichen Dynamisierung der Gehälter von 3,5 % bewertet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 0,34 % (Vorjahr 0,47 %) unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen jährlichen Kostentrends für die Aufstockungsleistungen von unverändert 3,5 % bewertet wurden. Saldiertes Deckungsvermögen zu Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen ist mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Deckungsvermögen zu Pensionsverpflichtungen entspricht grundsätzlich den von den Lebensversicherungen aufgegebenen Rückdeckungswerten; ggf. unter Berücksichtigung einer individuellen Deckungskongruenz. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Latente SteuernLatente Steuern werden auf zeitlich befristete Abweichungen zwischen dem Handels- bzw. Steuerbilanzansatz und dem aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden Ansatz im Konzernabschluss gebildet. Die Abgrenzungen am Bilanzstichtag erfolgen in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung in der Zukunft. Die latenten Steuern werden anhand der länderbezogenen Steuersätze für das Jahr 2021 bzw. soweit verfügbar für das Jahr 2022 auf die einzelnen Vorgänge berechnet - in Deutschland mit einem Steuersatz von 31,68 %, in Italien mit einem Steuersatz von 24,00 %, in der Türkei mit 23 %, in den Niederlanden mit 20,0 % sowie für Vorgänge in Österreich und Belgien mit einem Steuersatz von 25,00 %. WährungsumrechnungDer Konzernabschluss der Ecclesia Holding GmbH wird in Euro aufgestellt. Die Umrechnung der Bilanzposten der Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen, die ihren Abschluss nicht in Euro aufstellen, erfolgt - mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird - auf Grundlage der Devisenkassamittelkurse am Stichtag. Aufwendungen und Erträge werden mit den Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung werden in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt. Fremdwährungsaktiva und -passiva werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung oder dem niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögenDie Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sowie die entsprechenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang beigefügt ist. Angaben zur Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Aktive latente SteuerabgrenzungDie Steuerabgrenzung von TEUR 12.636 (Vorjahr TEUR 7.643) entfällt insbesondere auf handels- und steuerrechtliche Bewertungsunterschiede (Bewertung der Pensionsrückstellungen, der Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen sowie der Beteiligungen an Investmentfonds). Passive latente SteuerabgrenzungDie Steuerabgrenzung von TEUR 7.269 (Vorjahr TEUR 1.982) wurde für latente Steuern auf handels- und steuerrechtliche Bewertungsunterschiede (Kundenstamm, Bewertung des Grundvermögens im Konzernabschluss) gebildet. UmsatzerlöseDie Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und Regionen setzt sich folgendermaßen zusammen:
AbschlussprüferhonorarDas Abschlussprüferhonorar des Konzerns entfällt mit TEUR 333 auf Abschlussprüfungsleistungen, mit TEUR 30 auf andere Bestätigungsleistungen und mit TEUR 6,5 auf sonstige Leistungen. Weitere ErläuterungenIn der Kapitalflussrechnung werden die Ein- und Auszahlungen für kurzfristige Finanzmittelanlagen (Wertpapiere) im Cashflow aus der Investitionstätigkeit entsprechend DRS 21.26 saldiert dargestellt. Der Finanzmittelfonds definiert sich aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen. Im Berichtsjahr entspricht der Finanzmittelfonds dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle liegen nicht vor. Die Bestände des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.658. Bestände des Finanzmittelfonds, die verfügungsbeschränkt sind, liegen nicht vor. Sonstige AngabenOrgane der GesellschaftGeschäftsführer der Ecclesia Holding GmbH sind:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Bezüge der Geschäftsführer sind im Verhältnis zueinander gleich hoch. Die Geschäftsführung wird gemeinschaftlich ausgeübt. Mitglieder des Aufsichtsrates sind:
Im Geschäftsjahr 2021 sind Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 180 gezahlt worden. Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der GeschäftsführungFür Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sowie deren Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen, vor Berücksichtigung eines saldierungsfähigen Deckungsvermögens, in Höhe von TEUR 8.829 (Vorjahr TEUR 8.886) gebildet. Die laufenden Bezüge (Rentenzahlungen) beliefen sich auf TEUR 628 (Vorjahr TEUR 625). MitarbeiterDurchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2.094 Angestellte - ohne Geschäftsführung - im Konzern beschäftigt. Die Ermittlung erfolgte als Vollzeitäquivalent. Von den Angestellten waren durchschnittlich 2.084 bei vollkonsolidierten Tochterunternehmen und 10 bei quotal einbezogenen Unternehmen beschäftigt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen bis zum Ablauf der Verträge in Höhe von EUR 15,4 Mio. NachtragsberichtDie Erfahrungen aus den abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 und 2021 haben gezeigt, dass die Unternehmen der Ecclesia Gruppe trotz aller Herausforderungen und Beschränkungen durch die Corona Pandemie ihre Geschäftstätigkeit erfolgreich fortgeführt haben. Es ist deutlich geworden, dass die Kunden gerade in der Krise die Tochterunternehmen der Ecclesia Holding als ihre Interessenvertreter in Versicherungsangelegenheiten besonders benötigten und nachgefragt haben. Auch der aktuell von Russland geführte Krieg gegen die Ukraine wird für die Ecclesia Gruppe nach aktueller Einschätzung nur begrenzte direkte Folgen in Form von allgemeinen Kostensteigerungen haben. Vor diesem Hintergrund sind auf Basis des derzeitigen Erkenntnisstandes weder bestandsgefährdende Entwicklungen noch Risiken mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage für das Jahr 2022 erkennbar.
Detmold, 31. Mai 2022 Jochen Körner Denny Tesch Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Aufstellung des Anteilsbesitzes
1 Unmittelbares Tochterunternehmen.
1 Unmittelbares Tochterunternehmen.
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 20211. Geschäftstätigkeit Die Gesellschaften der Ecclesia Gruppe sind überwiegend als auf Dauer beauftragte Interessenvertreter ihrer Kunden - im Wesentlichen Unternehmen, Institutionen, Verbände und freiberuflich Tätige - in Versicherungsangelegenheiten und damit als allein dem Kundennutzen verpflichtete Versicherungsmakler mit jeweils individueller Zielgruppenausrichtung tätig; weitere Unternehmen erbringen überwiegend oder zusätzlich Risikoberatungs-, Aktuar- oder Finanzdienstleistungen. Örtlicher Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit ist weiterhin Deutschland, wobei zur Gruppe inzwischen diverse Unternehmen mit Sitz im Ausland gehören und diese inzwischen mehr als ein Viertel des Konzernumsatzes beisteuern. Mit dem Ecclesia Global Network (EGN) ist die Ecclesia Gruppe für ihre Kunden darüber hinaus weltweit präsent. 2. Marktumfeld und operative Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr Durch die Corona-Pandemie hat sich die Entwicklung der Vorjahre, wonach die Versicherer versuchen, bei tatsächlich oder vermeintlich nicht hinreichend rentablen Beständen oder Verträgen Prämienerhöhungen oder Deckungseinschränkungen durchzusetzen, in den Jahren 2020 und 2021 noch einmal deutlich verstärkt. Begleitet wurde dies durch Bestrebungen einiger Versicherer, in der Schadenregulierung durch kleinliches Vorgehen und formaljuristische Argumentationen die Eintrittspflicht dem Grunde oder zumindest der Höhe nach in Frage zu stellen sowie durch möglichst standardisierte Deckungskonzepte auch für sehr individuelle Risiken großer Unternehmen und Institutionen die eigenen Prozesse zu vereinfachen. In einem derartigen Marktumfeld steigt der Bedarf der Kunden nach durchsetzungsstarken Interessenvertretern in Versicherungsangelegenheiten und damit nach den Dienstleistungen der Ecclesia Gruppe. Die damit verbundenen Marktchancen konnte die Unternehmensgruppe im Berichtsjahr nutzen und die Marktanteile in den meisten Geschäftsfeldern - zum Teil deutlich - ausbauen. Dabei kam ihr zum einen die Fähigkeit, gleich zu Beginn der Pandemie den Geschäftsbetrieb ganz überwiegend ins Home-Office zu verlagern, zum anderen ihre sehr gute Vernetzung mit den Kunden und Multiplikatoren in ihren wesentlichen Geschäftsfeldern zu Gute. Durch die große Einkaufsmacht, die hohe versicherungstechnische Expertise der Belegschaft sowie die unternehmerische Ausrichtung ausschließlich auf den Kundennutzen und die Wettbewerbsfähigkeit gelang es auch im Berichtsjahr, für die Kunden trotz der engen Versicherungsmärkte bestmögliche Ergebnisse im Rahmen der Neuordnung der Versicherungsverträge zum 01.01.2022 zu verhandeln, wodurch erneut eine sehr hohe Kundenbindung erzielt wurde. Die Corona-Pandemie hat nur in wenigen Geschäftsfeldern, insbesondere in der Reiseversicherung und in der Risikoberatung für Gesundheitseinrichtungen - hier war durch die Kontaktbeschränkungen eine Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr weiterhin nur eingeschränkt möglich -, zu Geschäftsrückgängen geführt, die durch Wachstum in anderen Geschäftsbereichen mehr als ausgeglichen wurden. Der ursprünglich erwartete deutliche Einbruch im Bereich der Vorsorge-Dienstleistungen für Unternehmen und Institutionen (Betriebliche Altersversorgung, Betriebliche Krankenversicherung, Zeitwertkonten) trat auch aufgrund des Einsatzes digitaler Kommunikationstools bei der Kundenberatung weder im Jahr 2020 noch im Berichtsjahr ein. Insgesamt hat der Geschäftsverlauf die Erwartungen der Geschäftsführung deutlich übertroffen. 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Die Ecclesia Gruppe konnte im Berichtsjahr durch den Ausbau ihrer Marktanteile in vielen Geschäftsfeldern und die erstmals ganzjährige Einbeziehung von im Jahr 2020 sowie die Einbeziehung von im Jahr 2021 neu erworbenen Konzernunternehmen ihren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. So stiegen die konsolidierten Brutto-Umsatzerlöse um 77.640 T€ (31,1 %) auf 326.956 T€, die konsolidierten Netto-Umsatzerlöse um 69.343 T€ (28,6 %) auf 311.777 T€. Damit sind 95 % des Gesamtwachstums der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr anorganischen und rund 5 % organischen Ursprungs. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 2.906 T€ (51,4 %) auf 2.751 T€ erklärt sich im Wesentlichen dadurch, dass einem Entkonsolidierungsverlust aus dem Abgang einer Beteiligung im Berichtsjahr Entkonsolidierungserlöse aus dem Abgang von drei Beteiligungen im Vorjahr gegenüberstehen. Die Personalkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 42.708 T€ (29,7 %) und die übrigen Betriebsaufwendungen um 12.265 T€ (27,2 %). Auch die Entwicklung dieser Kostenpositionen ist maßgeblich durch die getätigten Unternehmenskäufe und damit die Veränderungen im Konsolidierungskreis beeinflusst. Die entsprechenden Kostenquoten verblieben im Jahresvergleich nahezu unverändert. Die starke Steigerung der Abschreibungen auf das Anlagevermögen um 9.302 T€ (58,8 %) hat ihre Ursache insbesondere in der deutlichen Zunahme bei den nicht operativen Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte im Konzern. Insgesamt erhöhte sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 2.206 T€ (5,1 %) auf 45.442 T€. Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Jahr 2020 um 1.092 T€ (36,7 %) auf 1.886 T€ und das Finanzergebnis um 714 T€ (29,8 %) auf -3.107 T€ verschlechtert. Der Ecclesia Holding Fonds wies zum Bilanzstichtag stille Reserven in Höhe von 2.135 T€ auf (im Vorjahr 1.766 T€). Um Risikokapital aufzubauen, hat die Geschäftsführung - analog zum Vorjahr - beschlossen, in 2021 nicht aus dem Fonds auszuschütten. Die Belastung des Finanzergebnisses in Höhe von 3.962 T€ (im Vorjahr: 2.723 €) durch Zinsen und ähnliche Aufwendungen - nahezu vollständig aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen resultierend - konnte daher nicht kompensiert werden. Insgesamt sank der Konzernjahresüberschuss um 4.591 T€ (15,7 %) auf 24.598 T€. Dies resultiert in erster Linie aus der Entwicklung der nicht steuerwirksamen Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte im Konzern. Die Eigenmittel zuzüglich der mittel- und langfristigen Fremdmittel überdecken das mittel- und langfristig gebundene Vermögen um 78.029 T€ (Vorjahr: 77.291 T€). Der aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitete Finanzmittelfonds weist zum Geschäftsjahre sende eine Erhöhung um 53.827 T€ auf 158.192 T€ aus; die Liquidität der Unternehmensgruppe war auch 2021 durchgehend gesichert, ohne dass hierfür Kredite in Anspruch genommen werden mussten. Der Unternehmensgruppe stehen die erforderlichen Mittel zur Zukunftssicherung im Hinblick auf den zu erwartenden härteren Wettbewerb und weitere legislative Eingriffe zur Verfügung. Durch die erfolgreiche Arbeit im Jahr 2021 sowohl in der Betreuung bestehender als auch bei der Gewinnung neuer Kundenverbindungen ist es den Versicherungsmaklern der Ecclesia Gruppe gelungen, den betreuten Gesamtbestand in der Schadenversicherung gegen laufende Prämienzahlung in Deutschland per 01.03.2022 auf Erlösbasis um 12.278 T€ (7,8 %) zu steigern (ohne Berücksichtigung der in 2021 neu hinzugekommenen Schunck Group), was die starke Wettbewerbsposition der Unternehmensgruppe unterstreicht; bilanziell werden sich diese Geschäftserfolge zu einem sehr großen Anteil erst im Jahresabschluss 2022 niederschlagen. Darüber hinaus konnten im Berichtsjahr mehrere Projekte zur weiteren Digitalisierung der Geschäftsprozesse, zur Steigerung des Kundennutzens und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich vorangebracht werden. 4. Zukünftige Entwicklung Im Rahmen der langfristigen Wachstumsstrategie hat die Ecclesia Gruppe insbesondere im Berichtsjahr, aber auch in den ersten Monaten des Jahres 2022 weitere Unternehmen in Deutschland, in den Niederlanden und in Belgien erworben (in 2022 zudem einen Versicherungsbestand in Belgien) und dadurch ihre Einkaufsmacht und ihr Know-how weiter ausgebaut. Aufgrund des organischen Wachstums durch Ausbau der Marktanteile und des anorganischen Wachstums geht die Geschäftsführung für 2022 von einer Steigerung der konsolidierten Brutto-Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe in Höhe von etwa 20 Mio. € aus und erwartet eine Größenordnung von knapp unter 350 Mio. €. Korrespondierend plant die Geschäftsführung steigende betriebliche Aufwendungen und geht im Saldo für das Jahr 2022 von einer guten Ertragslage mit einem soliden operativen Betriebsergebnis ähnlich dem Vorjahr aus. In den ersten Monaten des Jahres 2022 haben der Russland-Ukraine-Krieg sowie die Themen Inflationsschub, Zentralbank-Zinswende in den USA, Marktzinswende, Rohstoffpreisanstieg und Lieferkettenengpässe die Kapitalmärkte außerordentlich stark belastet. Trotz risikoaverser Investmentstrategie sind daher sowohl der Ecclesia Holding Fonds als auch der Anfang 2022 aufgelegte und dem Umlaufvermögen zugeordnete Ecclesia Holding Fonds 2 unter Druck geraten. Die weiteren Entwicklungen und Auswirkungen sind derzeit noch nicht konkret absehbar. Die zur Befriedigung des unterjährigen Liquiditätsbedarfs getätigten und noch zu tätigen Entnahmen aus dem Ecclesia Holding Fonds 2 und die damit einhergehenden zu buchenden Verluste sowie die zum Bilanzstichtag auf diesen Fonds ggf. vorzunehmende Abschreibung werden das Finanzergebnis jedoch signifikant belasten. Beim dem Anlagemögen zugeordneten Ecclesia Holding Fonds hingegen ist von keiner dauerhaften Wertminderung und somit von keiner Abschreibung zum Bilanzstichtag auszugehen. Durch die getätigten Investitionen in neue Beteiligungen und einen Versicherungsbestand werden sich die Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte und Versicherungsbestände im Konzern erhöhen. In Verbindung mit den oben genannten negativen Effekten aus den Kapitalanlagen prognostiziert die Geschäftsführung ein spürbar unterhalb des Jahres 2021 liegendes Konzernjahresergebnis 2022 vor Steuern, aber dennoch eine sehr stabile Ertragslage. 5. Chancen und Risiken Aufgrund der Geschäftsmodelle, Kundenstrukturen sowie ihrer fast ausschließlich auf Westeuropa beschränkten Tätigkeit der Tochterunternehmen der Ecclesia Holding GmbH geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Russland-Ukraine-Krieg - mit Ausnahme von allgemeinen Kostensteigerungen sowie den erwähnten Auswirkungen auf die Kapitalanlagen - nur einen geringen, makroökonomisch bedingten Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben wird. Dasselbe gilt für die Erfahrungen aus zwei Jahren Corona Pandemie. Der Fortbestand der Ecclesia Holding GmbH oder wesentlicher Tochterunternehmen war durch die Pandemie nicht gefährdet. Weiterhin ist die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft und aller Tochterunternehmen sichergestellt. In den Traditionellen Geschäftsfeldern (Kirche, Sozialwirtschaft und Gesundheitswesen) werden keine größeren Auswirkungen auf die Einnahmen aus den Dauermandaten zu erwarten sein, da weder mit einer spürbar höheren Anzahl von Insolvenzen bei mittleren und größeren Kunden noch von einer wesentlichen Reduktion des Versicherungsschutzes durch die Kunden zu rechnen ist. In den übrigen Geschäftsfeldern könnten die Auswirkungen höher ausfallen, aber nicht in einem für die Unternehmensgruppe erheblichen Umfang. Negative Auswirkungen können sich zwar durch umsatzabhängige Sparten sowie im Projektgeschäft ergeben. Allerdings werden diese im Verhältnis zum Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe als insignifikant bewertet. Für 2022 sind keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten. Dem jeder personalintensiven unternehmerischen Tätigkeit immanenten Risiko eines plötzlichen erheblichen Rückgangs der Umsatzerlöse bei im Wesentlichen gleichbleibenden oder sogar steigenden Kosten wird durch eine Diversifizierung der Geschäftsfelder innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe auf der Basis der strategischen Unternehmensplanung, einen Maßnahmenkatalog zur ständigen Qualitätsverbesserung, ein detailliertes Controllingsystem und nicht zuletzt die solide Eigenkapitalausstattung Rechnung getragen. Der Fortbestand der Unternehmensgruppe ist nicht von einzelnen Kundenverbindungen oder Kundengruppen abhängig; zur Sicherung des Kundenbestandes erfolgt u. a. eine eingehende Betreuung durch qualifizierte Innen- und Außendienstmitarbeiter. Zur Absicherung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen typischen Haftungsrisiken bestehen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen mit hohen Deckungssummen; bei in den letzten Jahren erworbenen Unternehmen liegen die Deckungssummen für die Vergangenheit z. T. deutlich niedriger, so dass sich durch denkbare, derzeit noch nicht bekannte Haftungsfälle aus der Geschäftstätigkeit vor Eingliederung in die Unternehmensgruppe ergebende Risiken nicht vollständig ausschließen lassen. Die Finanzmittel der Gesellschaft sowie der Tochterunternehmen sind weitgehend risikoarm in Anlageklassen mit hoher Liquidität und Bonität angelegt und unterliegen einer ständigen Überwachung; bestandsgefährdende Verluste sind bei einem Zusammenbruch systemrelevanter Kreditinstitute nicht auszuschließen, der jedoch zurzeit nicht zu erwarten ist. Digitale Innovationen führen in vielen Wirtschaftsbereichen weltweit zu disruptiven Geschäftsmodellen, die bisher marktführende Angebote und Wettbewerber in sehr kurzen Zeiträumen ablösen. Auch in der Versicherungswirtschaft wurden in den letzten Jahren diverse entsprechende Vorhaben, unterstützt u. a. mit zum Teil erheblichem Risikokapital, gestartet; bisher gelang es neuen Anbietern jedoch überwiegend nicht, spürbare Marktanteile zu gewinnen - schon gar nicht in den Geschäftsfeldern der Ecclesia Gruppe. Dies kann sich jedoch jederzeit ändern. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Marktposition der Unternehmensgruppe durch auf digitalen Innovationen beruhende Geschäftsmodelle gefährdet wird. Um dem vorzubeugen, entwickeln die Unternehmen der Gruppe unter Führung der Ecclesia Holding GmbH eigene digitale Angebote für ihre Kunden und digitalisieren wesentliche Teile ihrer internen Prozesse einschließlich der Schnittstellen zu den Versicherern. Dabei kommt der Unternehmensgruppe zu Gute, dass sie durch das Insourcing der Anwendungsentwicklung schon vor vielen Jahren die Informationstechnologie als eigene Kernkompetenz definiert und erhebliche personelle und sächliche Ressourcen in diesem Segment aufgebaut hat. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass aus der Digitalisierung für die Unternehmensgruppe insgesamt mehr Chancen als Risiken erwachsen. Langfristig besteht weiterhin ein erhebliches Risiko für die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe insbesondere im Inland durch legislative Eingriffe in das Geschäftsmodell ausschließlich am Kundennutzen ausgerichteter und von Versichererinteressen unabhängiger Versicherungsmakler, das die auf Dauer angelegte Betreuung der Kunden zum Gegenstand hat. Sollten derartige Bestrebungen zukünftig eine Mehrheit finden und gesetzgeberisch realisiert werden, könnte dies zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil für die Ecclesia Gruppe führen, der ein weiteres Tätigwerden der Tochterunternehmen der Ecclesia Holding GmbH in der bisherigen Form insbesondere für kleinere oder mittlere Kunden ausschlösse. Aufgrund der hohen Kundenakzeptanz und der sehr guten Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage wird die Ecclesia Gruppe angesichts des weiter bestehenden Bedarfs nach deren Dienstleistung aber voraussichtlich eher als Wettbewerber in der Lage sein, ihr Geschäftsmodell den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. 6. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Detmold, den 31. Mai 2022 Körner Tesch Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ecclesia Holding GmbH, Detmold Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Ecclesia Holding GmbH, Detmold, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ecclesia Holding GmbH, Detmold, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 10. Juni 2022 Grant
Thornton AG
Marc A. Sahner, Wirtschaftsprüfer Dirk Holzheimer, Wirtschaftsprüfer Angaben zur FeststellungDer Konzernabschluss wurde am 28. Juni 2022 gebilligt. |
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