KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH

Carl-Miele-Straße 3, 38112 Braunschweig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 4856
Vorher
KOSATEC Computer GmbHKOSATEC-EMPOWERING GLOBAL INNOVATION GmbH
Eingetragen
16.6.1999
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Der Großhandel mit IT-Hardware, Software, Unterhaltungselektronik sowie artverwandten Produkten für Büro und Haushalt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Siegbert Wortmann
seit 4.3.2014
Geschäftsführer
Andreas Sander
seit 6.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

49.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Siegbert Worthmann
49.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
510.000 €
51.00%
Siegbert Worthmann
Hüllhorst
490.000 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH (vormals: KOSATEC Computer GmbH)

Braunschweig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.779,00 5.842,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.841,00 8.096,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.367.783,00 68.588,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.871.800,50 1.296.952,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 723.124,16
6.247.424,50 2.096.761,16
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Genossenschaftsanteile 1.750,00 1.750,00
3. Edelmetalle 3.275.377,26 3.277.751,01
4.277.127,26 4.279.501,01
10.528.330,76 6.382.104,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 146.905,67 107.636,05
2. Waren 34.929.949,48 33.178.539,02
3. geleistete Anzahlungen 0,00 1.847,90
35.076.855,15 33.288.022,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.210.026,26 38.643.065,98
2. Forderungen gegen Gesellschafter 30.000,00 15.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 12.903.747,63 6.659.343,65
54.143.773,89 45.317.409,63
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.070.886,66 8.674.153,33
92.291.515,70 87.279.585,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 725.139,45 784.118,80
103.544.985,91 94.445.808,90

Passiva

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 202.123,46 202.123,46
III. Gewinnvortrag 30.258.093,31 22.384.419,20
IV. Jahresüberschuss 7.146.947,50 7.873.674,11
38.607.164,27 31.460.216,77
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 106.927,00 3.292.577,66
2. sonstige Rückstellungen 1.711.020,13 1.637.978,21
1.817.947,13 4.930.555,87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.500.093,00 4.000.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 282.503,96 212.797,56
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.130.311,19 48.688.796,81
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.206.966,36 5.153.441,89
63.119.874,51 58.055.036,26
103.544.985,91 94.445.808,90

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 543.158.908,27 547.742.043,62
2. andere aktivierte Eigenleistungen 60.000,00 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 1.354.729,26 1.614.414,96
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 503.238.788,69 506.556.122,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.512,29 71.260,18
503.249.300,98 506.627.382,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.221.718,06 11.970.554,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.050.837,31 2.277.796,89
davon für Altersversorgung 153.528,26 € (Vorjahr 154.519,24 €)
14.272.555,37 14.248.351,48
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 522.416,27 376.113,19
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.888.392,13 16.408.884,47
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 30.000,00 15.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 30.000,00 EUR (Vorjahr 15.000,00 EUR)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 170.737,26 61.602,02
davon aus verbundenen Unternehmen 24.664,77 EUR (Vorjahr 14.709,71 EUR)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 305.758,40 164.364,97
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.355.723,77 3.700.975,45
12. Ergebnis nach Steuern 7.180.227,87 7.906.988,84
13. sonstige Steuern 33.280,37 33.314,73
14. Jahresüberschuss 7.146.947,50 7.873.674,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeines

Die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH hat ihren Sitz in Braunschweig, und ist beim Amtsgericht Braunschweig unter der Registernummer HRB 4856 eingetragen.

Die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bewertung und Gliederung die Vorschriften des HGB und GmbHG beachtet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Erläuterung zur Bilanz und GuV

2.1. Allgemeine Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Währungsumrechnung

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden folgende Grundsätze angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren bewertet.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten angesetzt; bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 23 Jahren unter Berücksichtigung steuerlicher Vorschriften ermittelt.

Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode, geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Bei der Bemessung der Einzelwertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch Warenkreditversicherungen abgesichert sind. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Die pauschale Gewährleistungsrückstellung wurde prozentual mit 0,0923 % vom Jahresumsatz ermittelt und basiert auf den angefallenen Aufwendungen des Geschäftsjahres.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EURO umgerechnet wurden. Bankkonten, Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

2.2. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens kann dem folgenden Anlagenspiegel entnommen werden:

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-, Herstellungskosten
Stand am 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 413.439,05 413.439,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.416,60 8.416,60
2. technische Anlagen und Maschinen 120.303,54 744.563,99 10.120,15 3.708.687,52 4.563.434,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.619.880,41 539.740,40 1.007.801,95 406.765,36 4.558.584,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 723.124,16 3.392.328,72 -4.115.452,88 0,00
5.471.724,71 4.676.633,11 1.017.922,10 0,00 9.130.435,72
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Genossenschaftsanteile 1.750,00 1.750,00
3. Edelmetalle 3.277.751,01 2.373,75 3.275.377,26
4.279.501,01 0,00 2.373,75 0,00 4.277.127,26
10.164.664,77 4.676.633,11 1.020.295,85 0,00 13.821.002,03
Abschreibungen (kumuliert)
Stand am 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 407.597,05 2.063,00 409.660,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 320,60 255,00 575,60
2. technische Anlagen und Maschinen 51.715,04 153.761,51 9.824,65 195.651,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.322.927,91 366.336,76 1.002.480,95 2.686.783,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
3.374.963,55 520.353,27 1.012.305,60 2.883.011,22
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
3. Edelmetalle 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.782.560,60 522.416,27 1.012.305,60 3.292.671,27
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2024
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.842,00 3.779,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.096,00 7.841,00
2. technische Anlagen und Maschinen 68.588,50 4.367.783,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.296.952,50 1.871.800,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 723.124,16 0,00
2.096.761,16 6.247.424,50
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Gesellschafter 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Genossenschaftsanteile 1.750,00 1.750,00
3. Edelmetalle 3.277.751,01 3.275.377,26
4.279.501,01 4.277.127,26
6.382.104,17 10.528.330,76

Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 6.375 (Vorjahr: TEUR 3.619) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen aus der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft resultierende Forderungen gegen die Organträgerin in Höhe von TEUR 6.148 (Vorjahr: TEUR 2.472). Daneben bestehen Forderungen aus Darlehensgewährung an Geschäftsführer in Höhe von TEUR 5.564 (Darlehensbetrag bis zu TEUR 6.000; Verzinsung 3,0 % / Jahr; Tilgung ab 2028, Rückzahlung bis spätestens 31. Dezember 2031; Tilgungen in unterschiedlicher Höhe möglich).

Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.000). Die Gewinnrücklagen von TEUR 202 bestehen aus Zuführungen aus dem Jahresüberschuss in Vorjahren. Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresüberschusses aufgestellt. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt TEUR 7.147, der Gewinnvortrag TEUR 30.258.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die folgenden Rückstellungen enthalten (in TEUR):

Art der Rückstellung 31.12.2024 31.12.2023
Personalrückstellungen 924 933
Gewährleistung 502 389
Abschluss- und Prüfungskosten 144 129
Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenausgleichsabgabe 85 77
Ausstehende Eingangsrechnungen 49 103
Sonstige 7 7
1.711 1.638

Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 2.539) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 3) erfasst.

Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (in TEUR) wird im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, die jeweiligen Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben. Die Angaben erfassen auch die Angaben nach § 268 Abs. 5 Satz 1 HGB.

bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.510 1.990 6.500
(4.000) (0) (4.000)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 283 0 283
(213) (0) (213)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.130 0 53.130
(48.689) (0) (48.689)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.207 0 3.207
(5.153) (0) (5.153)
Summe Verbindlichkeiten 61.130 1.990 63.120
(58.055) (0) (58.055)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 2.500 gesichert durch Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen und Maschinen. Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen zum 31. Dezember 2024 in Form von Miet- und Leasingverträgen. Die Leasinggeschäfte dienen dazu, weniger liquide Mittel für Investitionen aufwenden zu müssen. Es handelt sich im Wesentlichen um übliche PKW-Leasingverträge, aus denen der Gesellschaft keine wesentlichen Risiken erwachsen. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betreffen im Wesentlichen die betrieblich genutzte Immobilie in Braunschweig.

Der zu Liquiditätsabflüssen führende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 5.501 und entfällt auf Leasing- (TEUR 568) sowie Mietverträge (TEUR 4.933; davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 3.160).

2.3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB lässt sich nach geografisch bestimmten Märkten in folgende Positionen unterteilen (in TEUR):

2024 2023 2022
Inland 295.873 329.513 349.364
Europäische Union 189.862 168.832 154.740
Drittland 57.438 49.397 51.479
Summe 543.173 547.742 555.583

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 369 (Vorjahr: TEUR 756) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 662 (Vorjahr: TEUR 595) enthalten.

3. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2024 wurden 266 Mitarbeiter (davon 180 in Voll-, 21 in Teilzeit sowie 65 Aushilfen) und zusätzlich 16 Auszubildende beschäftigt.

Angaben zur Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung der KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH durch

Andreas Sander Geschäftsführer für alle Bereiche einzelvertretungsberechtigt
Siegbert Wortmann Geschäftsführer für alle Bereiche einzelvertretungsberechtigt
Stephan Waldvogel Geschäftsführer für alle Bereiche einzelvertretungsberechtigt

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 76 und bezieht sich auf Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 45) sowie sonstige Leistungen (TEUR 31).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 7.147 auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zu Konzernzugehörigkeit und ggfs. befreiendem Konzernabschluss

Die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH wird in den Konzernabschluss der Sander & Söhne GmbH, Braunschweig, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Sander & Söhne GmbH wird im Unternehmensregister bekannt gemacht werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens erfordert hätten, sind nicht eingetreten.

 

Braunschweig, 21. März 2025

KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH

- Geschäftsführung -

Andreas Sander

Siegbert Wortmann

Stephan Waldvogel

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist in der Gesellschafterversammlung vom 07. April 2025 erfolgt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 7.146.947,50 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Inhaltsverzeichnis

1) Grundlagen der Gesellschaft

2) Wirtschaftsbericht

a) Geschäftsverlauf

b) Ertragslage

c) Finanzlage

d) Vermögenslage

e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

3) Nachtragsbericht

4) Chancen- und Risikobericht

5) Prognosebericht

1) Grundlagen der Gesellschaft

Organisatorische und rechtliche Struktur des Unternehmens

Bei der KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (3) HGB. Gegenstand des Unternehmens ist die IT- Distribution, also der Großhandel mit Computern, Computerersatzteilen, Einzelkomponenten und Ersatzteilen aller Art.

Neben dem Hauptsitz des Unternehmens in Braunschweig wurden im Jahr 2024 Betriebsstätten in Aachen und Köln betrieben.

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2024 weiterhin durch die Gesellschafter-Geschäftsführer Herrn Andreas Sander und Herrn Siegbert Wortmann und dem Geschäftsführer Stephan Waldvogel vertreten.

Geschäftssegmente / Standorte

Das Unternehmen gliedert sich in die Geschäftssegmente IT-Distribution, PC BTO-Produktion und B2B Online-Handel.

Das Unternehmen war 2024 an folgenden Standorten vertreten:

Firmenzentrale: Braunschweig
Vertriebsbüros: Aachen und Köln
PC-Produktion: Braunschweig

Produktportfolio (Sach- und Dienstleistungen) und Geschäftsprozesse

Als Vollsortimenter in der IT-Distribution beliefert KOSATEC gewerbliche Kunden europaweit mit IT Komponenten. Die Produktpalette umfasst mittlerweile mehr als 10.000 Artikel.

Zu den mehr als 9.000 Kunden zählen Flächenmärkte, Online- und Versandhändler, Small and Medium Business Kunden, Systemhäuser, öffentliche Auftraggeber, der Mittelstand und die Industrie.

Absatzmärkte

Die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH liefert als überregionaler IT-Distributor deutschlandweit, an diverse Absatzmärkte innerhalb Europas und vereinzelte Länder außerhalb Europas.

2) Wirtschaftsbericht

a) Geschäftsverlauf

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,2 % gesunken. Seit der Corona-Pandemie und dem russischen Überfall auf die Ukraine stagniert die deutsche Wirtschaft infolge der damit verbundenen Energiepreisanstiege und Kaufkraftverluste sowie zunehmender struktureller Herausforderungen durch den demografischen Wandel, eine zunehmende geopolitische Fragmentierung und eine abnehmende Wettbewerbsfähigkeit. Während Wachstumsimpulse vor allem von den öffentlichen und in geringerem Maße von den privaten Konsumausgaben kamen, gingen die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Bauten deutlich zurück. Auch die Ausfuhren gaben bei einer global schwachen Nachfrage nach Industriegütern sowie einer zunehmend schwierigeren Wettbewerbsposition - vor allem gegenüber China - nach. Gleichzeitig stagnierten die Importe infolge der schwachen Gesamtnachfrage nahezu, so dass vom Außenhandel per Saldo ein negativer Wachstumsbeitrag ausging.

Der ITK-Markt (Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik) konnte laut Branchenverband BITKOM im Jahr 2024 insgesamt erneut ein Wachstum des Marktvolumens verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Wachstum - inklusive Consumer Electronics - 3,3 %, das Marktvolumen stieg von 215,6 Milliarden Euro in 2023 auf 222,6 Milliarden Euro in 2024.

Im Bereich der reinen Informationstechnik - ohne Telekommunikation - ist laut BITKOM insgesamt ebenfalls ein Wachstum zu verzeichnen. Von 143,4 Milliarden Euro im Jahr 2023 stieg das Markvolumen in 2024 um 4,4 % auf 149,7 Milliarden Euro.

Der Bereich IT-Hardware, der das Kernsortiment von KOSATEC ausmacht, stieg um 0,7 % von 51,6 Milliarden Euro auf 52,0 Milliarden Euro. Die Bereiche Software und IT-Services wuchsen hingegen um 9,5 % auf 46,5 Milliarden Euro und um 3,8 % auf 51,2 Milliarden Euro.

Im Bereich der Telekommunikation ist das Wachstum des Marktvolumens laut BITKOM insgesamt etwas geringer als im Bereich der Informationstechnik. Das Marktvolumen wuchs von 72,3 Milliarden Euro in 2023 auf 73,0 Milliarden Euro in 2024, was einem Anstieg von 1,0 % entspricht.

Entwicklung der Gesellschaft

Die IT-Distribution im Großhandel ist das Kerngeschäft des Unternehmens.

Im Jahr 2024 war die Gesellschaft mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Den oben genannten BITKOM-Zahlen zufolge blieb der IT-Hardwaremarkt im Wesentlichen stabil und verzeichnete lediglich ein geringfügiges Wachstum. Die im aktuellem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung aufgezeigten strukturellen Herausforderungen und Unsicherheiten zeigten sich in einer verhaltenen binnenwirtschaftlichen Nachfrage und einer anhaltenden Konsumzurückhaltung.

Seit der Einführung des neuen Warenwirtschaftssystems im Jahr 2017 ist die Bestell-, Auftrags- und Verkaufsbearbeitung komfortabel, effektiv und effizient möglich. Zusätzlich leisten maßgeschneiderte IT-Lösungen gezielte Unterstützung, die Systeme fortlaufend an sich verändernde Anforderungen anzupassen. Synergieeffekte konnten so auch in 2024 durch die Abstimmung aller Geschäftsprozesse und unter Berücksichtigung der Künstlichen Intelligenz weiterhin bestmöglich genutzt werden. Die bereits in den Vorjahren vorgenommenen, erheblichen Umbaumaßnahmen des Lagerbereiches und die Investitionen in eine Automatisierung zur schnellen und sicheren Bearbeitung von höheren Auftragszahlen bei verminderter Personalstärke haben dem Unternehmen auch in 2024 einen erheblichen Mehrwert eingebracht und somit erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr beigetragen. Die innerbetrieblichen Prozesse konnten demzufolge weiter optimiert und automatisiert werden. Mit Hilfe des in 2024 gegründeten "Innovation Hub" wurden erneut weitere Softwarelösungen geschaffen, die an bestehende Systeme anknüpfen und eine schnelle und effiziente Auswertung und Steuerung wichtiger Parameter bereitstellen. Im Jahr 2024 wurde im Rahmen dessen ein besonderer Fokus auf die Wirtschaftlichkeitsbewertung sowie exponentielle Erweiterung des Produktportfolios gelegt, um die vorhandenen Vermögenswerte profitabel einzusetzen.

Der kontinuierlich vorangetriebene Digitalisierungsprozess ist seit einigen Jahren ein wesentlicher Einflussfaktor für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Durch die stetige Weiterentwicklung unternehmensinterner IT-Tools, die genau auf die Bedürfnisse der verschiedenen Fachbereiche abgestimmt sind, werden Trends und Marktbedürfnisse frühzeitig erkannt. Eine stets aktuelle Anpassung der Produkt- und Preispolitik an die Marktgegebenheiten ist ein maßgeblicher Teil des Unternehmenserfolgs. Wie bereits im Vorjahr wurde auch in 2024 an der Weiterentwicklung digitaler Bestellwege gearbeitet, insbesondere durch die Erweiterung individueller Schnittstellenlösung und die Optimierung des Onlineshops.

Das Unternehmen ist aktuell und auch zukünftig in der Lage, in einer preistransparenten Branche mit kleinen Margen zu bestehen, weil jeden Tag die Aufträge in der Logistik an die Kunden annähernd fehlerfrei versendet werden und eine permanente Auswertung und Steuerung in allen Unternehmensbereichen stattfindet.

Die Lagerverwaltungssoftware unterstützt weiterhin die gesetzeskonforme Durchführung und Dokumentation der permanenten Inventur, die nunmehr seit dem Geschäftsjahr 2018 konsequent angewendet wird.

Welches Ansehen ein Unternehmen am Markt genießt, wird nicht allein von seinem Angebot bestimmt, sondern auch von der Art, wie es mit seinen Mitarbeitern und Kunden umgeht. Im Jahr 2023 feierte KOSATEC das 30-jährige Firmenjubiläum. Sowohl das Mitarbeiterevent als auch das Mainevent, zu dem zahlreiche Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner kamen, waren ein voller Erfolg. Darauf aufbauen fand im Jahr 2024 erstmals das "KOSATEC Come In" statt. Eine exklusive Veranstaltung, bei der strategisch bedeutende Kunden exklusive Einblicke in das Unternehmen erhielten und durch Impulsbeiträge der Geschäftsführung ein aktiver Wissensaustausch gefördert wurde.

Bei KOSATEC steht der Kunde im Mittelpunkt. Die Zufriedenheit jedes einzelnen Kunden ist das wichtigste Ziel der täglichen Arbeit. Die Stärken des Unternehmens sind die persönlichen, kompetenten und flexiblen Ansprechpartner, das zentral gelegene Logistikzentrum direkt an der Autobahn A2 sowie eine unbürokratische und schnelle Serviceabwicklung. Mit weitreichenden Kompetenzen und großem Einsatz unterstützt KOSATEC die Kunden bei der Realisierung ihrer Ziele. Alle Vorgänge vom Wareneingang, der Einlagerung bis hin zur Kommissionierung, Qualitätssicherung und dem Versand greifen reibungslos und EDV- optimiert ineinander. Flexible Versandkonzepte bieten für jede Anforderung die passende Lösung.

Die persönliche Entfaltung und der Ausbau individueller Stärken der Mitarbeiter spielen bei KOSATEC eine zentrale Rolle. Deshalb wird ein großer Wert auf ein angenehmes Betriebsklima gelegt. Die Mitarbeiter arbeiten eng in interdisziplinären Teams zusammen. Das schafft eine hohe Arbeitsqualität und eine besondere Professionalität. Moderne Arbeitsplätze, lichtdurchflutete Räume, freundschaftlicher Umgang und gemeinsame Aktivitäten fördern den Teamgeist und den Zusammenhalt der Belegschaft. Die Organisationsstruktur setzt auf Eigeninitiative und Verantwortung der Mitarbeiter. Dies spiegelt sich unter anderem in den flachen Hierarchien wider. Die Kommunikationswege im Unternehmen sind kurz und direkt. Das Vertrauen in die Mitarbeiter spielt eine zentrale Rolle.

Zur weiteren Kompetenzsteigerung wurden in 2024 praxisnahe Schulungen zu zukunftsweisenden Themen wie der Künstlichen Intelligenz implementiert. Der Besuch und die Ausstellung auf relevanten Fachmessen sowie die für 2025 geplante Neuausrichtung interner Innovationskreise dienen als Impulsgeber für den Wandel hin zu einer exponentiell denkenden Organisation.

Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag als Saldo aus Umsatzerlösen, anderen aktivierten Eigenleistungen und Materialaufwendungen sowie das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragssteuern.

Die Umsatzerlöse betragen im Berichtsjahr 543,2 Mio. EUR nach 547,7 Mio. EUR in 2023 (-0,8 %). Die Umsatzerlöse bleiben damit entgegen der Branche deutlich hinter dem Wachstum im Bereich IT-Hardware (0,7 %) zurück. Insgesamt war nach 2023 auch im Jahr 2024 eine Kaufzurückhaltung der Endverbraucher aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten festzustellen. Die geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 620 Mio. EUR konnten nicht erreicht werden.

Im Berichtsjahr hat sich der Rohertrag als Folge des Umsatzrückganges von 41,1 Mio. EUR um 2,9 % auf 39,9 Mio. EUR gemindert. Der für 2024 geplante Rohertrag von 30 bis 40 Mio. EUR konnte damit fast übertroffen werden.

Die Senkung des Rohertrags hat sich auch im Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern mit 10,5 Mio. EUR (Vorjahr: 11,6 Mio. EUR) niedergeschlagen. Die Planung für 2024 war gegenüber 2023 von einem Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern in Höhe von 10,0 Mio. EUR ausgegangen.

b) Ertragslage

Die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH konnte im Geschäftsjahr 2024 einen Netto-Umsatz von 543,2 Mio. EUR verzeichnen. Dies bedeutet eine Umsatzrückgang gegenüber 2023 um 0,8 % bzw. 4,5 Mio. EUR.

Dagegen ist die Materialeinsatzquote im Jahr 2024 nahezu gleichgeblieben (92,7 %, Vorjahr: 92,5 %), was zu einer Senkung des Rohertrags um 1,2 Mio. EUR (-2,9 %) führte.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit 14,3 Mio. EUR (+0,2 %) nahezu unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR bzw. 3,2 % gesunken. Ursächlich für die Senkung sind im Wesentlichen die geringeren Werbekosten. Es wurden weniger Aufwendungen im Bereich Marketing ausgegeben.

Den Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,4 Mio. EUR stehen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,7 Mio. EUR gegenüber.

Insgesamt wird ein Jahresüberschuss von EUR 7.146.947,50 ausgewiesen (Vorjahr: EUR 7.873.674,11). Die Umsatzrendite vor Steuern ist von 2,1 % auf 1,9 % gesunken.

c) Finanzlage

Das Stammkapital beläuft sich am Ende des Wirtschaftsjahres 2024 unverändert auf TEUR 1.000. Die Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 202. Im Geschäftsjahr wurde keine Ausschüttung vorgenommen. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses ergibt sich damit zum 31. Dezember 2024 ein Eigenkapital von insgesamt EUR 38.607.164,27 (Vorjahr: EUR 31.460.216,77). Bei einer Bilanzsumme von EUR 103.544.985,91 (Vorjahr: EUR 94.445.808,90) ist die Eigenkapitalquote am Ende des Berichtsjahres damit auf 37,3 % (Vorjahr: 33,3 %) gestiegen.

Die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH finanziert sich im Übrigen weitgehend durch kurzfristiges Kapital. Die von den Partnerbanken eingeräumten Kreditlinien im Kontokorrent wurden im Laufe des Jahres nur teilweise in Anspruch genommen. Die Wortmann AG stellt dem Unternehmen einen Liquiditätsrahmen in Höhe von 1,0 Mio. EUR zur Verfügung, der nur zur Hälfte in Anspruch genommen wurde. Der Cashflow der Gesellschaft als Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen beträgt 2024 7,7 Mio. EUR. Als zusätzliche Liquiditätssicherung war im Geschäftsjahr 2023 ein Euriborkredit in Höhe von TEUR 4.000 aufgenommen worden. Im Berichtsjahr vorgenommene Investitionen in den Autostore sowie eine neue Verpackungsmaschine wurden über einen Betrag in Höhe von TEUR 2.550 teilweise fremdfinanziert.

Zum Jahresende ist der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio. EUR gesunken. Die Veränderung ergibt sich nachfolgend aus der Summe der Salden der einzelnen Cashflows.

2024
Euro
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 950.325,44
- Steuerzahlungen für Vorjahre -4.377.052,00
- Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.676.633,11
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.500.093,00
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -5.603.266,67
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.674.153,33
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.070.886,66

d) Vermögenslage

Die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres betragen 4,7 Mio. EUR und entfallen vollständig auf das Sachanlagevermögen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen dienten im Wesentlichen den Maschinen und den Einbauten, insbesondere der Investition in den Autostore (2,3 Mio. EUR) und einer Verpackungsmaschine (1,6 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % (+ 2,6 Mio. EUR) gestiegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um 93,8 % (+6,2 Mio. EUR) gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Bestand des Verrechnungskontos gegenüber der umsatzsteuerlichen Organträgerin +3,7 Mio. EUR sowie der Ausgabe von Darlehen + 1,9 Mio. EUR.

Die Minderung der Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 63,1 % (3,1 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung von Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 4,4 Mio. EUR bzw. 9,1 % gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 1,9 Mio. EUR gemindert; die Senkung resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaft- und Gewerbesteuer, welche zum Stichtag des Vorjahres noch bestanden und im laufenden Jahr gezahlt wurden.

e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Im Geschäftsjahr 2024 konnten die gesetzten Ziele für den Rohertrag sowie das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern übertroffen werden. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf deshalb als mehr als zufriedenstellend.

3) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens erfordert hätten, sind nicht eingetreten.

4) Chancen- und Risikobericht

Chancen

Durch die umfangreichen Modernisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen im Unternehmen steht die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH gut gerüstet für die nächsten Jahre da. Umfangreiche Investitionen in die Lagerautomatisierung führen zu langfristigen Kosteneinsparungen sowie Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen in der Logistik.

Begünstigt wird das angestrebte Wachstum durch individuell programmierte Auswertungs- und Steuerungstools sowie dem Einsatz der Künstlichen Intelligenz.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wird Wirtschaft und Gesellschaft weltweit verändern. Chancen ergeben sich u.a. aus einer größeren Effizienz von Arbeitsabläufen, Unterstützung und Entlastung von menschlichen Tätigkeiten und der Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Für KOSATEC können sich hieraus als Händler Chancen ergeben, die Nachfrage von Unternehmen nach Produkten in diesem Kontext zu befriedigen.

Risiken

1. Gesamtwirtschaftliches Risiko

Es ist denkbar, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage aufgrund externer Faktoren zunächst negativ entwickelt.

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2025 lt. Jahreswirtschaftsbericht 2025 einen moderaten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. Angesichts der weiterhin bestehenden innen- und geopolitischen Unsicherheiten dürfte die schwache binnenwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2024 zunächst anhalten. Erst im weiteren Jahresverlauf ist bei zunehmender Klarheit über die zukünftigen wirtschafts-, finanz- und handelspolitischen Rahmenbedingungen im In- und Ausland mit einer etwas anziehenden wirtschaftlichen Dynamik zu rechnen. Wachstumsimpulse dürften vor allem von der Binnenwirtschaft ausgehen: Der private Konsum dürfte zu Jahresbeginn aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten noch von Attentismus geprägt sein, ab Frühjahr nach Regierungsbildung aber an Fahrt aufnehmen. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung hat nach der Entscheidung im Bundestag auch der Bundesrat einer Lockerung der Schuldenbremse zugestimmt, sodass nur noch die formale Prüfung des Gesetzes durch den Bundespräsidenten und dessen Ausfertigung aussteht. Mit der Entscheidung ist der Weg für deutlich erhöhte schuldenfinanzierte Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur frei. Hieraus resultierende Wachstumsimpulse sind in der Prognose der Bundesregierung lt. Jahreswirtschaftsbericht noch nicht berücksichtigt.

Weitere potenzielle Risiken wie Kursschwankungen und Warenknappheit hatten auch in den Vorjahren keinen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von KOSATEC und auch für 2025 sind derzeit keine Anzeichen für eine negative Entwicklung vorhanden.

Da ein Großteil der vertriebenen Ware aus dem asiatischen Ausland stammt, ist die Vermeidung bzw. Minimierung von Lieferausfällen zukünftig wie auch bereits in der Vergangenheit von immenser Bedeutung. Durch vorausschauendes Handeln der Einkaufsabteilung und entsprechender Bevorratung bei knapper Ware konnte das Unternehmen auch in Zeiten von allgemeiner Warenknappheit bisher stets zuverlässig agieren. Vor allem durch die Diversifizierung der direkten und indirekten Bezugsquellen sieht das Unternehmen das Risiko von Lieferausfällen als beherrschbar an.

Risiken aus dem Wandel von Verbraucherwünschen wird durch ständige Anpassung und Ausrichtung der Produktpalette entgegengewirkt. Das Sortiment wurde erheblich vergrößert, um den Kunden noch eine größere Produktauswahl zu gewähren. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering angesehen.

2. Finanz-, Währungs- und Liquiditätsrisiko

Das Zinsrisiko für kurzfristige variabel verzinste Mittel erscheint auch bei steigenden Zinsen weiterhin beherrschbar. Risiken aus langfristigen Finanzverpflichtungen bestehen nicht. Die Gesellschaft verfügt aufgrund nicht ausgenutzter Kontokorrentlinien über ausreichende Reserven, um nicht in Liquiditätsschwierigkeiten zu gelangen.

Aus dem Einkauf von Waren in Fremdwährung ergibt sich für die Gesellschaft ein potenzielles Währungsrisiko, aber auch Wechselkurschancen - abhängig von der Entwicklung des Währungskurses. Dem Risiko wird durch Vorhalten entsprechender Fremdwährungsguthaben Rechnung getragen. Zudem trägt die Gesellschaft durch schnelles und proaktives Handeln der Produktmanager zur Minimierung potenzieller negativer Währungseffekte bei. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als beherrschbar ein.

3. Leistungswirtschaftliches Risiko

Risiken aus dem potentiellen Ausfall von Forderungen ergeben sich für die Ertrags- und Liquiditätssituation. Diese werden durch die enge Zusammenarbeit mit mehreren Kreditversicherungsunternehmen sowie durch hausinterne Sicherungsmechanismen und der Einrichtung von Kreditlimiten und Zahlungen per Vorkasse von der Gesellschaft als sehr gering eingeschätzt.

Die Bonität von Kunden und Interessenten wird vor und während der Geschäftsbeziehung regelmäßig überprüft. Die Forderungsausfälle der Vorjahre wurden im Wesentlichen durch die Entschädigungen der Kreditversicherung gedeckt. Ein nennenswertes Zahlungsausfallrisiko ist daher aktuell nicht zu erkennen.

4. Rechtsrisiken

Die Gesellschaft sieht sich regelmäßig durch die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) geltend gemachten Ansprüchen nach den §§ 54 ff. UrhG (n.F.) ausgesetzt, deren Entstehen dem Grunde und/oder der Höhe nach teilweise umstritten ist. Aktuell bestehen keine Rechtstreitigkeiten für die Vergangenheit.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich künftig erneut Ansprüche nach den §§ 54 ff. UrhG (n.F.) mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage ergeben. Dieses Risiko wird von der Geschäftsleitung kontinuierlich überwacht und bewertet. Derzeit wird dieses Risiko von der Gesellschaft als sehr gering eingeschätzt.

5. Sonstige Risiken

Bereits im Jahr 2019 wurde als weiteres potentielles Risiko die unwissentliche Verwicklung in europaweite Umsatzsteuerkarusselle identifiziert. Dies könnte zur Versagung des Vorsteuerabzuges und eventuell sogar zu Steuerstrafverfahren führen. Zur Vermeidung dieses Risikos wurden bereits im Jahr 2019 sämtliche Prüfprozesse noch einmal überarbeitet, verschärft und in Zusammenarbeit mit steuerlichen und juristischen Beratern umfassende Compliance-Maßnahmen festgelegt, die sicherstellen, dass alle aktiven Lieferanten und Kunden des Unternehmens anhand eines fest definierten Schemas überprüft werden. Die bestehenden Maßnahmen werden im Rahmen der Unternehmens-Compliance regelmäßig erneut überprüft und optimiert. Das Risiko wird daher als beherrschbar eingeschätzt.

Darüber hinaus bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung keine weiteren wesentlichen oder gar bestandsgefährdenden Risiken hinsichtlich des operativen Geschäfts und der weiteren Entwicklung des Unternehmens.

5) Prognosebericht

Die Digitalisierung schreitet weltweit voran, der Bedarf an IT wird weiterhin vorhanden sein und durch die stetige Weiterentwicklung der Technik wachsen.

Aufgrund der bereits in den Vorjahren getroffenen und in 2024 umgesetzten Investitionen, einer permanenten Prozessoptimierung, einer zunehmend stärkeren Position im nationalen, vor allem aber internationalen Wettbewerbsumfeld der IT-Distribution und der kontinuierlichen Weiterbildung und -entwicklung der Mitarbeiter geht die Geschäftsführung für 2025 von einer positiven Entwicklung des eigenen Geschäftswachstums aus. Unterstrichen wird diese Einschätzung dadurch, dass auch der Branchenverband BITKOM für die ITK-Umsätze in 2025 ein Wachstum prognostiziert und auch das für KOSATEC besonders relevante Marktvolumen der IT-Hardware lt. Prognose erneut ansteigen wird. Laut der im Dezember 2024 veröffentlichten ITK-Marktzahlen ist für das Jahr 2025 mit einem Wachstum des Marktvolumens um 4,6 % auf 232,8 Milliarden Euro zu rechnen. Für das IT-Hardware- Marktvolumen - das den Schwerpunkt des Distributionsgeschäfts von KOSATEC ausmacht wird für 2025 ein Wachstum von 3,3 % erwartet.

Da KOSATEC nicht nur national, sondern international agiert, ist das Volumen der relevanten Märkte zudem noch deutlich größer als die zuvor genannten Zahlen. Um das Marktpotenzial im Ausland bestmöglich ausschöpfen zu können, setzt KOSATEC bereits seit 2023 den Recruitingfokus auf Exportmitarbeiter, die die Landessprachen absatzrelevanter Märkte fließend in Wort und Schrift beherrschen.

Auch wenn die Einflüsse von äußeren Faktoren auf die Gesamtwirtschaft nicht mit Sicherheit vorauszusagen sind, geht die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH davon aus, dass der Wachstumskurs vergangener Geschäftsjahre im Jahr 2025 fortgesetzt und das Vorjahresergebnis übertroffen wird.

Die Geschäftsleitung der KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH ist von einer positiven Unternehmensentwicklung und einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 überzeugt. Nachdem das Geschäftsjahr 2024 mit 543,2 Mio. EUR Umsatz abgeschlossen werden konnte, wird für 2025 eine 10,4%tige Steigerung und somit ein Jahresumsatz von 600 Millionen Euro von der Geschäftsleitung erwartet. Für den Rohertrag erwarten wir ca. 45 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund wird mit einem Ergebnis von 14 Mio. EUR vor Einkommen- und Ertragsteuern gerechnet.

 

Braunschweig, 21. März 2025

KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH

Geschäftsführung

Andreas Sander, Gesellschafter-Geschäftsführer

Siegbert Wortmann, Gesellschafter-Geschäftsführer

Stephan Waldvogel , Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH, Braunschweig,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH, Braunschweig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KOSATEC Empowering Global Innovation GmbH, Braunschweig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Braunschweig, den 28. März 2025

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