HGK - Immobilien und Bauträger GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Fröhlich seit 6.7.2023 | Geschäftsführer |
Jereme Michael Sylvain seit 21.9.2022 | Geschäftsführer |
Michael Jon Brown seit 21.9.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DEXCOM (UK) INTERMEDIATE HOLDINGS LTD. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dexcom Deutschland GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dexcom Deutschland GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Dexcom Deutschland GmbH, Mainz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dexcom Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 30. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Kretschmer, Wirtschaftsprüfer Herz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss ist gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft überschreitet im Geschäftsjahr 2023 erstmals die Merkmale für eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB, die Rechtsfolgen treten aber noch nicht ein. Daher sind für das Geschäftsjahr 2023 noch die Regeln für mittelgroße Kapitalgesellschaften einschlägig. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde teilweise ein Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder aber auch im Anhang gewählt. Das Geschäftsjahr erstreckt sich vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSeit dem Geschäftsjahr 2023 vertreibt, neben der Dexcom Deutschland GmbH, auch die Dexcom International Ltd., Nikosia, Zypern, mit Betriebsstätte in Edinburgh, Großbritannien, (im Folgenden: Dexcom International Ltd.) die Produkte im eigenen Namen im deutschen Markt. Hierfür leistet die Dexcom Deutschland GmbH Marketing- und Vertriebsunterstützung und erhält dafür eine Provision an den Verkäufen der Dexcom International Ltd. Daneben vertreibt die Dexcom Deutschland GmbH im Rahmen einer Kommissionstätigkeit weiterhin Produkte im eigenen Namen auf Rechnung der Dexcom International Ltd. Um diese Vertriebsstruktur abzubilden wurde der bisherige Kommissionsvertrag durch ein neues "Consolidated Service Level and Commissionaire Agreement" abgelöst. Durch den neuen Vertrag erhält die Gesellschaft nunmehr eine kostendeckende Vergütung für die durchgeführte Marketing- und Vertriebsunterstützung zuzüglich einer Marge, welche von den direkt oder indirekt in Deutschland vertriebenen Produkten abhängig ist. Da durch die Änderung des Vertrages keine reine Kostenweiterbelastung, sondern eine drittübliche Vergütung für die erbrachten Dienstleistungen vorliegt, werden die Erträge ab dem Geschäftsjahr 2023 vollständig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Somit sind die Umsatzerlöse sowie die sonstigen betrieblichen Erträge zum Vorjahr nicht vergleichbar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und damit verbundene Ausfallrisiken werden weiterhin an die Dexcom International Ltd. abgetreten. In Ermangelung von wirtschaftlichem Eigentum an Vorräten werden bedingt durch die Kommissions- und Dienstleisterstruktur weder Vorräte noch Materialaufwand ausgewiesen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Übrigen im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - sofern sie der Abnutzung unterliegen - um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Der Firmenwert wird über die planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vermindert. Die Abschreibungen aus Zugängen des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Über die Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Kommissionsstruktur werden auch die Ausfallrisiken an den Kommittenten übertragen. Liquide Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben der Gesellschaft eingestellt, deren Aufwendungen einem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preisänderungen) angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch unrealisierte Währungsdifferenzen. Angaben zur BilanzAnlagevermögenDie Aufgliederung der Anschaffungskosten, der Abschreibungen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Immaterielle VermögensgegenständeGeschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert i. H. v. TEUR 2.364 (Vorjahr TEUR 3.152) resultiert einerseits aus der Anwachsung der Nintamed GmbH & Co. KG auf die Dexcom Deutschland GmbH zum 1. Januar 2017. Andererseits erhöhte sich der Ansatz seit 2016 um bedingte Kaufpreiszahlungen, welche letztmalig im Jahresabschluss 2019 erfasst wurden. Der Posten wird aufgrund des Lebenszyklus der Produkte sowie durch das Knowhow der Mitarbeiter unverändert zum Vorjahr über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren (von 2017 bis 2026) abgeschrieben. UmlaufvermögenForderungen und sonstige VermögensgegenständeEs bestehen zum Stichtag Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 26 (Vorjahr TEUR 3.669). Diese beziehen sich auf Verwaltungsdienstleistungen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres nicht beglichen worden sind. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 361 (Vorjahr TEUR 383) handelt es sich im Wesentlichen um Kautionen in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr TEUR 134) Vorauszahlungen und andere Ansprüche mit TEUR 182 (Vorjahr TEUR 198) sowie um Forderungen aus Steuervorauszahlungen i.H.v. TEUR 52 (Vorjahr TEUR 51). Die Restlaufzeit der Kautionen i. H. v. TEUR 116 (Vorjahr TEUR 134) beträgt mehr als ein Jahr, die Restlaufzeiten der übrigen sonstigen Vermögensgegenstände betragen, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr. EigenkapitalDas Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25) und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr TEUR 3.193. Der Gewinnvortrag ist durch den vollständig vorgetragenen Vorjahresüberschuss auf TEUR 11.704 gestiegen (Vorjahr TEUR 8.773). Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr TEUR 83) betreffen im Wesentlichen die Gewerbe- und Körperschaftsteuerrückstellungen abzüglich Steuervorauszahlungen für das Berichtsjahr. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 3.208 (Vorjahr TEUR 2.293). In dem Posten enthalten sind Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalkosten wie Bonus und Urlaub in Höhe von TEUR 1.828 (Vorjahr TEUR 1.132), weitere Rückstellungen im Wesentlichen für offene Rechnungen in Höhe von TEUR 1.019 (Vorjahr TEUR 835), Aufbewahrungsrückstellungen in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr TEUR 83), Rückstellungen für die Steuerberatung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 1), Rückstellungen für Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr TEUR 50) sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten TEUR 210 (Vorjahr TEUR 192). VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.106 auf TEUR 1.791 (Vorjahr TEUR 685) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 262 auf TEUR 5.854 gestiegen und resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der im Berichtsjahr bestehenden Verbindlichkeit gegenüber Dexcom International Ltd., während im Vorjahr noch ein Forderungsüberhang bestand. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 668 (Vorjahr TEUR 2.534) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 584 (Vorjahr TEUR 2.534) und Personalverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 84 (Vorjahr TEUR 0). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Latente SteuernDer Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 26,675% (Vorjahr 26,675%) zugrunde gelegt. Die temporären Differenzen als Basis für die Berechnung der latenten Steuern beruhen im Wesentlichen aus einem unterschiedlichen Wertansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes in der Handels- und Steuerbilanz. Aus der Berechnung der latenten Steuern ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang, der in Ausübung des bestehenden Ansatzwahlrechtes nicht aktiviert wird. Angaben zu Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Dexcom Deutschland GmbH erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im vollen Umfang in Deutschland. Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr TEUR 51.857 (Vorjahr TEUR 4.180). Wie eingangs erwähnt, enthalten die Umsatzerlöse ab dem Geschäftsjahr 2023 die Erträge aus der Vergütung für die erbrachten Dienstleistungen für die Dexcom International Ltd, welche von den direkt oder indirekt in Deutschland erzielten Verkäufe abhängig ist. Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDer Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 845 (Vorjahr TEUR 36.090) resultiert im Wesentlichen aus der zuvor beschriebenen Anpassung des Geschäftsmodells. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30 vorhanden (Vorjahr TEUR 168). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 27.112 (Vorjahr TEUR 18.312) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Vertriebsaufwendungen um TEUR 7.115 auf TEUR 15.341 (Vorjahr TEUR 8.227) zurückzuführen. Weitere Anstiege gab es für Consulting inklusive Rechts- und Steuerberatung sowie Prüfungen auf TEUR 1.819 (Vorjahr TEUR 893), Corporate Services TEUR 6.620 (Vorjahr TEUR 6.146), sonstige Aufwendungen TEUR 381 (Vorjahr TEUR 136), Miete, Nebenkosten und ähnlichen Aufwendungen auf TEUR 1.506 (Vorjahr TEUR 1.335), sowie Aufwendungen für Währungsverluste TEUR 96 (Vorjahr TEUR 11). Rückläufig waren hingegen die Aufwendungen für Software und IT mit TEUR 581 (Vorjahr TEUR 669) und die Aufwendungen für Leiharbeiter TEUR 767 (Vorjahr TEUR 896). Der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltene periodenfremde Aufwand beträgt TEUR 220 (Vorjahr TEUR 79). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i. H. v. TEUR 1.490 (Vorjahr TEUR 1.249) beinhalten periodenfremde Aufwendungen für frühere Jahre in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 79). In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind keine Steueraufwendungen oder -erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 2.964 (Vorjahr TEUR 2.582) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bis zu 36 Monaten laufenden Miet- und Leasingverträgen sowie Dauerschuldverhältnisse aus Immobilienverträgen mit einer Jahresrate in Höhe von TEUR 311 (Vorjahr TEUR 408). Die Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverträgen haben folgende Fristigkeit:
Die Vorteile und der Zweck des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind unter anderem die Bilanzneutralität und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. Wesentliche Risiken sind nicht ersichtlich. Sonstige AngabenAngaben zu den ArbeitnehmernDie durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 207 (Vorjahr: 180). Davon sind 150 dem Vertrieb zuzuordnen und 57 dem Innendienst. AbschlussprüferhonorarDas Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 194 (Vorjahr TEUR 146). Davon entfallen TEUR 77 auf das Berichtsjahr (Vorjahr TEUR 75) und TEUR 117 auf die Vorjahre (Vorjahr TEUR 71). Angaben zu den Organen der GesellschaftIm Geschäftsjahr bis zum Aufstellungszeitpunkt des Abschlusses erfolgte die Geschäftsführung durch die folgenden Geschäftsführer: - Herrn Michael Jon Brown, Executive Vice President and Chief Legal Officer, San Diego / Kalifornien / USA, - Herrn Jereme Michael Sylvain, Executive Vice President and CFO, San Diego / Kalifornien / USA, - Herrn Lars Kalfhaus, General Manager DACH, Frankfurt am Main, Geschäftsführer bis zum 12. Januar 2023 - Herrn Erik Hjalmar Björkman, Vice President EMEA, Kristiansand / Schweden, Geschäftsführer bis zum 30. März 2023 - Herrn Iskandar Moussa, Direktor, Morges / Schweiz, Geschäftsführer ab dem 30. März 2023 bis zum 06. Juli 2023 - Herrn Alexander Fröhlich, Vice President & General Manager DACH and Slovenia, Wiesbaden, Geschäftsführer ab dem 06. Juli 2023 Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so vertreten grundsätzlich zwei Geschäftsführer die Gesellschaft gemeinsam. Herr Sylvain, Herr Brown und Herr Fröhlich können die Gesellschaft allein vertreten und sind vom Selbstkontrahierungsverbot befreit. Auf die Angabe der Bezüge derzeitiger Geschäftsführer wird mit Verweis auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet, da aufgrund der internen Struktur die Bezüge der Geschäftsführer von Mutter- und Schwestergesellschaft verglichen werden können und somit die Transparenz der Bezüge auf einen Geschäftsführer herleitbar ist. Darüber hinaus bezog nur ein Geschäftsführer eine Vergütung von der Dexcom Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2023. Geschäfte mit nahestehenden PersonenGeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht durchgeführt. KonzernzugehörigkeitDie Dexcom Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Dexcom lnc., San Diego, Kalifornien, USA, einbezogen. Die Dexcom lnc. stellt den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist online abrufbar unter: https://investors.dexcom.com/overview/default.aspx NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.691 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Mainz, den 2. August 2024 Dexcom Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Michael Jon Brown Jereme Michael Sylvain Alexander Fröhlich Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GrundlagenDie Dexcom Deutschland GmbH (nachfolgend "Dexcom", "Dexcom Deutschland" oder "Gesellschaft") ist Teil der Dexcom Gruppe, deren Muttergesellschaft die Dexcom Inc., San Diego, Kalifornien, USA, ist. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Medizinprodukten und zugehörigen Zubehörprodukten, sowie die Bereitstellung von Support- und sonstigen Dienstleistungen für diese Geräte und Produkte. Seit dem Geschäftsjahr 2023 vertreibt, neben der Dexcom Deutschland GmbH, auch die Dexcom International Ltd., Nikosia, Zypern, mit Betriebsstätte in Edinburgh, Großbritannien, (im Folgenden: Dexcom International Ltd.) die Produkte im eigenen Namen im deutschen Markt. Hierfür leistet die Dexcom Deutschland GmbH Marketing- und Vertriebsunterstützung und erhält dafür eine Provision an den Verkäufen der Dexcom International Ltd. Daneben vertreibt die Dexcom Deutschland GmbH im Rahmen einer Kommissionstätigkeit weiterhin Produkte im eigenen Namen auf Rechnung der Dexcom International Ltd. Um diese Vertriebsstruktur abzubilden wurde der bisherige Kommissionsvertrag durch ein neues "Consolidated Service Level and Commissionaire Agreement" abgelöst. Durch den neuen Vertrag erhält die Gesellschaft nunmehr eine kostendeckende Vergütung für die durchgeführte Marketing- und Vertriebsunterstützung zuzüglich einer Marge, welche von den direkt oder indirekt in Deutschland vertriebenen Produkten abhängig ist. Da durch die Änderung des Vertrages keine reine Kostenweiterbelastung, sondern eine drittübliche Vergütung für die erbrachten Dienstleistungen vorliegt, werden die Erträge ab dem Geschäftsjahr 2023 vollständig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Somit sind die Umsatzerlöse sowie die sonstigen betrieblichen Erträge zum Vorjahr nicht vergleichbar. Die Gesellschaft unterhält keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, sowie keine eigene Produktion. II. WirtschaftsberichtA. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft war auch im Jahr 2023 geprägt von globalen Krisen, weiterhin einer hohen Preisinflation, ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und einem Rückgang der Nachfrage aus dem In- und Ausland. Somit erholte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht weiter von den Folgen der Corona-Krise aus dem Jahr 2020, sondern das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. 1 Der Markt für die kontinuierliche Glukoseüberwachung (Continuous Glucose Monitoring [CGM]) ist weiterhin wettbewerbsintensiv und nur wenige Anbieter haben einen größeren Marktanteil. Vor allem CGM-Hersteller, die regelmäßig in neue Märkte eintreten und basierend auf strategischen Unternehmensübernahmen wachsen, bestimmen einen Großteil des Marktes. Die Hersteller versuchen fortlaufend neue Einnahmequellen zu generieren und Bestehende zu stärken. Dies führt zu einem wettbewerbsintensiven Markt und die Unternehmen des Markts sind gezwungen, in neue Technologien zu investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte sicherzustellen. Eine der damit einhergehenden Auswirkungen besteht auch darin, dass der durchschnittliche Verkaufspreis pro CGM-Einheiten auf dem Markt ständig sinkt. 2 Auch für Deutschland wird weiterhin von einem Marktwachstum für kontinuierliche Glukoseüberwachung ausgegangen. Während man im Deutschen Gesundheitsbericht 2023 noch davon ausging, dass etwa 9-10% der Erwachsenen in Deutschland mit Diabetes diagnostiziert sind 3 , sind es im Deutschen Gesundheitsbericht 2024 schon 11-12%. 4 1 https://www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen und https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html. 2 https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/continuous-glucose-monitoring-market. 3 Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes_2023 S.10. 4 Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2024 S. 8. B. GeschäftsverlaufDie Umsatzerlöse sind von TEUR 4.180 (Vorjahr) auf TEUR 51.857 (Berichtsjahr) gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf das seit dem Geschäftsjahr 2023 erweiterte Geschäftsmodell und das damit einhergehende neue "Consolidated Service Level and Commissionaire Agreement" zurückzuführen. Da durch den Vertrag keine reinen Kommissionserlöse sowie keine reine Kostenweiterbelastung entsteht, sondern eine zusammenfassende Vergütung für Marketing- und Vertriebsunterstützung mit Marge vereinbart wurde, werden die Erträge ab dem Geschäftsjahr 2023 vollständig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Um eine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse zu gewährleisten, müssen diese um die kostendeckenden Vergütungskomponenten bereinigt werden. Hieraus ergibt sich ein bereinigter Umsatzanstieg bezogen auf die rein vertriebsabhängige Vergütung um 21% auf TEUR 5.052 (Vorjahr TEUR 4.180), welche die Dexcom Deutschland GmbH in Abhängigkeit von den direkt oder indirekt in Deutschland vertriebenen Produkten erhält. III. Darstellung der Lage der GesellschaftA. ErtragslageDie Dexcom Deutschland GmbH erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von TEUR 51.857 (Vorjahr TEUR 4.180). Aufgrund der bereits erwähnten Erweiterung des Geschäftsmodelles aufbauend auf dem "Consolidated Service Level and Commissionaire Agreement" um Dienstleitungen zur Vertriebs- und Marketingunterstützung für die Dexcom International Ltd. erhält die Dexcom Deutschland GmbH ab dem Geschäftsjahr 2023 eine kostendeckende Vergütung für die durchgeführten Dienstleistungen zur Marketing- und Vertriebsunterstützung zuzüglich einer Marge, welche von den direkt oder indirekt in Deutschland vertriebenen Produkten abhängig ist. Da nunmehr keine reine Kostenweiterbelastung, sondern eine drittübliche Vergütung für die erbrachten Dienstleistungen vorliegt, werden die Erträge ab dem Geschäftsjahr 2023 vollständig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die operativen Kosten sind um 34% von TEUR 36.109 auf TEUR 47.651 gestiegen. Dies erklärt einerseits den größten Teil des Anstieges der Umsatzerlöse und andererseits den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge) der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 52.702 (Vorjahr TEUR 40.270) gestiegen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass zum einen die Umsatzerlöse um TEUR 47.677 gestiegen sind und auf der anderen Seite dieser Anstieg höher war als der gegenläufige Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 35.244. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.840 auf TEUR 19.303 (Vorjahr TEUR 16.463) angestiegen aufgrund einer höheren Anzahl von Mitarbeitern und einer gestiegenen Vergütungsstruktur. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 180 auf 207 angewachsen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 27.112 (Vorjahr TEUR 18.312) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Vertriebsaufwendungen um TEUR 7.115 auf TEUR 15.341 (Vorjahr TEUR 8.227) zurückzuführen. Weitere Kostenanstiege waren zu verzeichnen bei den Aufwendungen für Consulting inklusive Rechts-, Steuerberatung und Prüfungen auf TEUR 1.819 (Vorjahr TEUR 893), den sonstigen Aufwendungen auf TEUR 381 (Vorjahr TEUR 136), den Corporate Services auf TEUR 6.620 (Vorjahr TEUR 6.146) sowie den Mieten und Nebenkosten auf TEUR 1.506 (Vorjahr TEUR 1.335). Gegenläufig sanken die Aufwendungen für Leiharbeiter auf TEUR 767 (Vorjahr TEUR 896) sowie Software und IT auf TEUR 581 (Vorjahr TEUR 669). Der Anstieg der Kosten steht dabei insgesamt in Verbindung mit der in Deutschland geplanten Wachstumsstrategie sowie dem Ausbau der Vertriebs- und Marketingtätigkeit im Auftrag der Dexcom International Ltd. Die Abschreibungen sind auf TEUR 1.235 gefallen (Vorjahr TEUR 1.334), dies ist zum einen auf die niedrigeren Abschreibungen für Lizenzen i.H.v. TEUR 11 (Vorjahr TEUR 88) zurückzuführen und zum anderen auf den Rückgang der Abschreibungen auf Möbel i.H.v. TEUR 26 (Vorjahr TEUR 74). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) erreicht im Berichtsjahr TEUR 5.052 und liegt damit um 21% über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.161). Im Berichtsjahr beträgt der Steueraufwand TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 1.249). In dem Steueraufwand sind TEUR 32 (Vorjahr TEUR 79) für Steuern bezogen auf frühere Geschäftsjahre enthalten. B. FinanzlageInvestitionstätigkeitIm Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. LiquiditätDie Finanzierung der Gesellschaft erfolgt primär über den operativen Cash Flow. Die Gesellschaft verfügt über flüssige Mittel i. H. v. TEUR 26.538, die im Berichtsjahr um TEUR 14.501 gestiegen sind (Vorjahr TEUR 12.037). Der Cashbestand ist insbesondere durch die Bezahlung der offenen Forderung gegen verbundene Unternehmen aus dem Vorjahr und aufgrund der Thesaurierung der Vorjahresgewinne durch die Gesellschafterin gestiegen. C. VermögenslageDie Bilanzsumme der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist um 47% auf TEUR 30.601 (Vorjahr: TEUR 20.779) gestiegen. Die Erhöhung der Bilanzsumme liegt insbesondere an den unter "Liquidität" erläuterten höheren flüssigen Mitteln. Der Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 964 auf TEUR 3.608 (Vorjahr TEUR 4.572) resultiert, wie im Vorjahr, im Wesentlichen aus der wiederkehrenden, planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes und der geringen Neuinvestitionen bei fortdauernden Abschreibungen des bestehenden Anlagevermögens. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden im Berichtsjahr i. H. v. TEUR 26 (Vorjahr TEUR 3.669). Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr eine Verbindlichkeit gegenüber der Dexcom International Ltd. besteht, während im Vorjahr eine kumulierte Forderung aus den Kostenweiterbelastungen der Vorjahre bestand, die im laufenden Jahr ausgeglichen worden sind und somit zu einer Erhöhung des Cashbestandes führten. Das Eigenkapital ist um 25% auf TEUR 18.613 gestiegen (Vorjahr TEUR 14.922). Aufgrund der höheren Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote um 11 Prozentpunkte auf 61% (Vorjahr 72%). Von den Steuerrückstellungen i. H. v. TEUR 467 (Vorjahr TEUR 83) entfallen TEUR 352 auf das Berichtsjahr (Vorjahr TEUR 83) und TEUR 115 auf frühere Jahre (Vorjahr TEUR 0). Es handelt sich dabei um Rückstellungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 915 auf TEUR 3.208 (Vorjahr TEUR 2.293) erhöht. Die Personalrückstellungen haben sich hierbei um TEUR 696 erhöht auf TEUR 1.828 (Vorjahr TEUR 1.132). Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betragen TEUR 1.019 (Vorjahr TEUR 835). Die Aufbewahrungsrückstellung liegt unverändert bei TEUR 83 (Vorjahr TEUR 83). Die Rückstellung für die Berufsgenossenschaft hat sich auf TEUR 68 (Vorjahr TEUR 50) erhöht, dagegen sind die Rückstellungen für die Jahresabschlusskosten um TEUR 19 auf TEUR 210 (Vorjahr TEUR 192) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf TEUR 5.854 erhöht (Vorjahr TEUR 262). Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass gegenüber der Dexcom International Ltd. im Berichtsjahr 2023 eine Verbindlichkeit aus den erhaltenen Kundenzahlungen, für die an die Dexcom International Ltd. abgetretenen Forderungen besteht, die erst im Folgejahr bezahlt werden. Im Vorjahr hingegen überstieg die Forderung aus den kumulierten Kostenweiterbelastungen die o.g. Verbindlichkeit und resultierte insgesamt in einer Forderung. D. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren und Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im VorjahrDer wichtigste Indikator für die Messung der Leistung waren bisher die Umsatzerlöse. Der Umsatz beträgt im Berichtsjahr TEUR 51.857 (Vorjahr TEUR 4.180) und konnte gemäß der Vorjahresprognose deutlich gesteigert werden. Insgesamt entsprach dieser Anstieg den Erwartungen der Geschäftsführung angesichts der Entwicklung der Patientenbasis sowie der Neueinführung der neuen Generation G7 und der damit einhergehenden Anpassung des Geschäftsmodels. Künftig wird die Leistung aufgrund des geänderten Geschäftsmodells und der daran anknüpfenden veränderten Vergütungsstruktur anhand des EBITs gemessen, so dass die Umsatzerlöse als Leistungsindikator entfallen werden. E. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als positiv, da der Umsatz neben dem ausweisbedingten Anstieg auch durch den erneuten Anstieg von neuen Patienten gesteigert werden konnte. IV. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtA. PrognoseberichtBei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der relevanten Märkte und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Unsere Prognosen beinhalten alle wesentlichen Ereignisse, die uns bei der Ausarbeitung des Lageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beeinflussen können. Erwartete Entwicklung des relevanten MarktsFür den globalen Markt für kontinuierliche Glukoseüberwachung wird weiterhin ein Wachstum angenommen. So soll der Markt zwischen 2024 und 2032 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von mehr als 12,6 % (CAGR - compound annual growth rate) um das fast Doppelte ansteigen. 5 Vor diesem Hintergrund konnte mit der zum Ende des letzten Berichtsjahres stattgefundenen Markteinführung der neuen Generation G7 der Umsatz weiter gesteigert werden. 6 Insgesamt ist auch weiterhin eine steigende Patientenanzahl zu verzeichnen. Aktuellen Schätzungen zur Folge wird die Anzahl der Diabetespatienten in Deutschland bis 2040 von derzeit 11 Mio. auf 12,3 Mio. Menschen anwachsen und die Schätzungen bestätigen somit einen weiterhin steigenden Trend. Dieser Trend wird auch als Folge der Abnahme körperlicher Aktivitäten mit Gewichtszunahme sowie höherer Lebenserwartung gesehen. 7 Des Weiteren stellt die zunehmende Bedeutung der kontinuierlichen Glukosemessung in Echtzeit (rtCGM) oder auch der digitalen Diabetologie 8 für den Absatz eine eher positive Ausgangslage dar. Somit geht die Gesellschaft weiterhin von einem stark steigenden Wachstum für die im deutschen Markt vertriebenen Dexcom Produkte aus. 5 https://www.gminsights.com/industry-analysis/continuous-glucose-monitoring-market. 6 https://www.businesswire.com/news/home/20221004005387/de/. 7 https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen. 8 https://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2023/230627.html. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der GesellschaftAufgrund der Erweiterung des Geschäftsmodelles um Marketing- und Vertriebsunterstützung wird als neuer Leistungsindikator das EBIT festgelegt. Basierend auf der erwarteten Entwicklung der Patientenpopulation geht die Geschäftsführung von einem Anstieg des neuen Leistungsindikators EBIT in Höhe von ca. 10 % aus. B. RisikoberichtDie im Folgenden genannten Risiken, die Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können, beschreiben nicht in jedem Fall alle Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, beziehungsweise ausgesetzt sein kann. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können jedoch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zusätzlich beeinflussen. Aus der oben beschriebenen Erweiterung bzw. mittelfristigen Umstellung des Geschäftsmodells der Dexcom Deutschland werden keine zusätzlichen Risiken gesehen. RisikomanagementBei der Gesellschaft werden alle strategischen und operativen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken getroffen. Risikomanagement und -controlling sind dabei eine zentrale Managementaufgabe und integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Bei der Risikosteuerung wird die Dexcom Deutschland GmbH durch die Einbindung in das Dexcom Gruppen Risikomanagementsystem unterstützt. Das Risikomanagement der Gesellschaft trägt dazu bei, dass Risiken erkannt, erfasst, bewertet, überwacht und gesteuert werden können. BranchenrisikenGrundsätzlich ist der Gesundheitsmarkt für Verbrauchsgüter in einem geringen Umfang konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Dementsprechend zeigt sich dieser Bereich im Allgemeinen weniger abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Eine Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung besteht in der Regel dort, wo Patienten für Gesundheitsleistungen selbst aufkommen müssen. Durch gravierende Sparmaßnahmen kann es zu Budgetkürzungen innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen kommen. Diese Kürzungen könnten einen negativen Einfluss auf die Nachfrage des Produktangebots oder auf das Preisniveau haben. Es ist eine verstärkte Formalisierung des internationalen Produktzulassungsprozesses zu beobachten, was mit einem erhöhten Aufwand für die Dexcom Gruppe und damit in Deutschland auch für die Gesellschaft einhergeht. Gerade die 2017 verabschiedete "Medical Device Regulation (MDR)" in Europa hat seit 2020 neue klinische Anforderungen sowie Berichts- und Dokumentationspflichten mit sich gebracht. Längere Bearbeitungszeiten und weitergehende Anforderungen an Dokumentation und Studienunterlagen werden Produkteinführungen verzögern und verteuern. Die strukturellen Risiken für Unternehmen, die im Gesundheitsmarkt tätig sind, bleiben somit weiterhin bestehen. Das Eintreten der Risiken kann Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft haben. Insgesamt sind die Branchenrisiken verglichen mit dem Vorjahr unverändert. FinanzrisikenDie deutsche Dexcom Gesellschaft ist aufgrund der ausschließlichen Vergütung von der Dexcom International Ltd. abhängig von der wirtschaftlichen Profitabilität der verbundenen Unternehmen und mittelbar der Dexcom Gruppe. Aufgrund der Profitabilität der Dexcom Gruppe beurteilt die Geschäftsleitung die Risiken aus der ausschließlichen Vergütung und damit auf die Profitabilität und Liquidität durch die Dexcom International Ltd. als gering. MarktzugangsrisikenDer Marktzugang für Medizingeräte ist in den relevanten Märkten durch das Inverkehrbringen möglich. Eine Zulassung wie für Arzneimittel ist nicht notwendig. Über die Übernahme der Kosten in Deutschland nach § 35 V SGB durch die gesetzlichen Krankenkassen entscheidet der gemeinsame Bundesausschuss im Rahmen der Richtlinien und Methoden der vertragsärztlichen Versorgung. Neben der grundsätzlichen Kostenübernahmeentscheidung muss jedes Produkt die Anforderungen der Richtlinie erfüllen, damit eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen ohne Prüfung des Einzelfalles in Betracht kommt. Sofern keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen sichergestellt ist, liegt eine faktische Marktzugangsbeschränkung vor. Die Dexcom Gruppe begegnet den Risiken durch die Zulassung der Produkte durch die Food and Drug Administration (FDA) in den Vereinigten Staaten von Amerika, was vergleichbar ist mit den Zulassungsanforderungen von Arzneimitteln durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Deutschland. Daneben werden neue Produktgenerationen bereits im Entwicklungsprozess an den aufgestellten Richtlinien gemessen. Die Gesellschaft erfüllte seit der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses zur interstitiellen Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten (rtCGM) am 16. Juni 2016 mit allen im Vertrieb befindlichen Produktgenerationen die geforderten Anforderungen. Die im Jahr 2017 verabschiedete EU-Verordnung "Medical Device Regulation (MDR)" erschwert das Inverkehrbringen neuer Medizintechnikprodukte deutlich und erhöht somit das Entwicklungsrisiko für die Gruppe und damit das Profitabilitätsrisiko der Gesellschaft. Die Marktzugangsrisiken haben sich zum Vorjahr nicht verändert. WettbewerbsrisikenDie Branche der Medizinprodukte ist durch hohe Entwicklungskosten und eine damit einhergehende Innovationskraft geprägt. Nach der erfolgreichen Markteinführung drängen verstärkt andere Marktteilnehmer auf den Markt, deren Geschäftsmodell darin besteht, gleichwertige Produkte am Markt zu platzieren, ohne sich an Genehmigungs- und Weiterentwicklungsprozessen zu beteiligen. Es ist daher die Strategie der Dexcom Gruppe, durch fortwährende Innovationen innerhalb der Unternehmensgruppe und einer damit einhergehenden Akzeptanz der Produkte durch die Marktteilnehmer diesem Risiko entsprechend zu begegnen. Hiervon profitiert auch Dexcom Deutschland. Ein wettbewerbsintensives Marktumfeld birgt generell immer auch Risiken durch Rechtsstreitigkeiten. Dexcom versucht derartigen Auseinandersetzungen durch Deeskalation aus dem Weg zu gehen. Durch die Beobachtung des Marktes und des Wettbewerbs werden Risiken für die eigene Marktposition regelmäßig überprüft und - wo möglich - Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Patentcontrolling erfolgt durch die gruppeninternen Fachabteilungen der Dexcom Gruppe, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit externen Rechtsberatern. Aktuell bestehen Patentrechtsklagen gegen Dexcom Deutschland, die aus Sicht der Gesellschaft und der anwaltlichen Vertreter, aufbauend auf dem aktuellen Kenntnisstand und der bisherigen richterlichen Entscheidungen, keine wesentlichen wirtschaftlichen Risiken darstellen. IT-RisikenWichtige Geschäftsabläufe beruhen auf IT-Systemen. Ein Ausfall wesentlicher IT-Systeme oder ein größerer Datenverlust könnte zu gravierenden Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs führen. Diese werden durch die Zentralisierung der IT-Infrastruktur und die Zusammenarbeit mit etablierten Dienstleistern minimiert. Die Auswertungen der Real-Time-Messung unserer Produkte erfolgt über eine durch die Muttergesellschaft entwickelte Software für Smartphones oder spezielle Dexcom Auslesegeräte. Hieraus ergibt sich ein theoretisches Risiko, dass Dritte sich Zugang zu sensiblen Messdaten der Kunden verschaffen könnten. Die Muttergesellschaft begegnet dem Risiko, indem sie bei der Entwicklung der Software im Besonderen darauf achtet, dass auch die Fehlbedienung der Endgeräte durch den Anwender nicht dazu führt, dass Dritte sich Zugang zu Nutzerdaten verschaffen. Weiterhin überprüft sie die technischen Produkteigenschaften bezogen auf Cyber-Sicherheit kontinuierlich und entwickelt diese weiter. Es ist zu beobachten, dass mit einer deutlichen Zunahme der IT-Risiken zu rechnen ist. Es muss davon ausgegangen werden, dass die fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung sowohl auf der Anwenderseite als auch bei der Gesellschaft zu einer weiteren Erhöhung der IT-Risiken führt. C. ChancenberichtNeben den Risiken identifiziert und bewertet die Gesellschaft regelmäßig die Chancen des Unternehmens. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung medizinischer Standards oder durch die Markteinführung neuer Produkte ergeben. Chancen durch WachstumsstrategieWeiterhin sieht die Gesellschaft Wachstumschancen durch die Ende des Jahres 2022 eingeführte neue Produktlinie G7, die nun im Rahmen eines Testprogrammes von PatientInnen unverbindlich getestet werden kann. Mit der deutlichen Zunahme der an Typ-2-Diabetes erkrankten Erwachsenen sieht die Gesellschaft weitere Wachstumschancen in der basalunterstützten oralen Therapie (BOT) und arbeitet an Vereinbarungen mit weiteren Krankenkassen/Kostenträgern bezüglich der Kostenübernahme dieser Therapie, um möglichst vielen PatientInnen den Zugang zu digitaler Diabetestechnologie zu ermöglichen. Das Selbstmanagement von Menschen mit Diabetes wird somit auch auf diejenigen erweitert werden, die sich nicht in einer intensivierten Insulintherapie befinden. Ziel ist die Minderung der Krankheitslast der PatientInnen bei gleichzeitiger Kostenoptimierung der Kostenträger zu erreichen. Durch die absatzorientierte Vergütung der Dexcom Deutschland GmbH wirken sich die Wachstumschance der Dexcom Gruppenprodukte auch unmittelbar auf die Gesellschaft aus. Durch die Änderung der Richtlinie zur kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten (rtCGM) zur Therapiesteuerung bei Patientinnen und Patienten mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus im Juni 2016 wurde die Grundlage geschaffen, dass die Therapiekosten durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden müssen, sofern eine der Richtlinie entsprechende Indikation vorliegt. 9 Durch das Wachstum der Anzahl von Diabetespatienten, gepaart mit der zuvor genannten Kostenübernahmepflicht durch die gesetzlichen Krankenkassen, ergibt sich in Deutschland für CGM-Hersteller grundsätzlich ein positives Marktumfeld. 9 https://www.g-ba.de/downloads/39-261-2623/2016-06-16_MVV-RL_rtCGM_BAnz.pdf. D. Gesamtaussage zur Risiko- und ChancensituationAus heutiger Sicht sind keine Risiken oder Abhängigkeiten erkennbar, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Potenzielle Risiken wie z.B. der Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder ein potenzielles Beschaffungsrisiko von Vorräten sind durch die bestehende Vertriebsstruktur auf verbundene Unternehmen übertragen worden und der Gesellschaft wird eine marktübliche Zielmarge innerhalb der Dexcom-Gruppe garantiert. Soweit möglich und angemessen, sind wir gegen Haftungsrisiken und Elementarschäden sowie gegen weitere Risiken versichert oder innerhalb der Unternehmensgruppe freigestellt. Insgesamt sind wir aber davon überzeugt, dass die Entwicklung der Gesellschaft von den immer bestehenden Risiken nicht überdurchschnittlich belastet wird.
Mainz, den 2. August 2024 Dexcom Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Michael Jon Brown Jereme Michael Sylvain Alexander Fröhlich FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 30. August 2024 festgestellt. |
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