Vivy GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gesa Thelen seit 4.1.2024 | Prokura |
Stephanie Fuxa seit 4.1.2024 | Prokura |
Martin Heiß seit 4.1.2024 | Prokura |
Alexander Lührig seit 26.9.2018 | Vorstandsmitglied |
Petra Bauke seit 20.6.2017 | Vorstandsmitglied |
Thomas Schuster seit 30.1.2015 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Münchener & Magdeburger Agrar AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019Geschäftsbericht 2019Mitglieder des VorstandsAlexander LührigMünchen Vorsitzender des Vorstands Petra BaukeMünchen Mitglied des Vorstands LageberichtGrundlagen des UnternehmensGeschäftsmodellUnternehmensgegenstand als Assekuradeur ist die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere von solchen im Zusammenhang mit Versicherungslösungen für die Landwirtschaft gegenüber Gesellschaften der Allianz Gruppe. Umfasst sind vorrangig und durchgängig alle Tätigkeiten in den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb (einschließlich der Vermittlung von Versicherungsverträgen), Betrieb und Schaden in der Tier- und Pflanzenversicherung. Ausgelagerte FunktionenFür die Münchener & Magdeburger Agrar AG ist die Allianz Deutschland AG in Teilen dienstleistend tätig. So ist die Münchener & Magdeburger Agrar AG beispielsweise einem Rahmenvertrag über Dienstleistungen (DLRV) zw. diversen deutschen Gesellschaften der Allianz Gruppe beigetreten und hat einen Dienstleistungsvertrag für die SAP-Betreuung mit der Allianz Deutschland AG, München, geschlossen. Weiterhin wurden ein Dienstleistungsvertrag über das Cash-Management mit der Allianz Investment Management SE abgeschlossen. Sonstige AngabenDie Gesellschaft hat einen Betriebsrat. Betriebsrat und Vorstand stehen in regelmäßigem Kontakt, damit zeitnah auf die Arbeitnehmerbelange eingegangen werden kann. Wir fördern eine auf Fairness und Vertrauen basierende Unternehmenskultur. Außerdem bieten wir Mitarbeitern, die mehr als zwei Jahre im Unternehmen sind, eine Versicherung nach dem Versorgungsplan für eine dynamische Betriebsrente mit Berufsunfähigkeitsversicherung. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenPoltische Risiken belasten die WeltwirtschaftIm Jahr 2019 verlangsamte sich das Wachstum der Weltwirtschaft vor dem Hintergrund wachsender wirtschaftlicher und politischer Risiken auf 2,5 Prozent. Vor allem die Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China belastete die wirtschaftliche Aktivität erheblich. In der Eurozone trübten zudem das Risiko eines harten Brexits und politische Unsicherheiten die Stimmung der Unternehmen, Verbraucher und Investoren. Einer möglichen weltweiten Rezession traten die Notenbanken jedoch frühzeitig - allen voran die amerikanische Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) - mit einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik entgegen. So konnte das Wirtschaftswachstum in der Eurozone bei 1,2 Prozent stabilisiert werden. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich in diesem Umfeld deutlich schwächer. Bei einem realen Wachstum von 0,6 Prozent (nach 1,5 Prozent im Vorjahr) konnte zwar für die Gesamtwirtschaft eine Rezession vermieden werden. Im verarbeitenden Gewerbe war die Produktion hingegen deutlich rückläufig. Dies traf in erster Linie für den exportorientierten Automobilbereich zu, der von gleich drei Entwicklungen betroffen wurde. Erstens führten die Streitigkeiten im internationalen Handel und die Schwäche des chinesischen Markts zu einer globalen Absatzflaute. Zweitens belasten weiterhin strenge Umweltvorschriften im Zuge der "grünen" Transformation und die Nachwirkungen des Dieselskandals die Nachfrage. Und drittens zwingt der weitreichende technologische Wandel -vom Verbrennungs- zum Elektromotor und von individueller zu vernetzter Mobilität - die Autoindustrie zu gewaltigen Investitionsanstrengungen. Angesichts dieser Herausforderungen kann die schwierige Lage der deutschen Schlüsselindustrie kaum überraschen. Als Stütze des Wachstums erwies sich dagegen 2019 einmal mehr die Binnennachfrage, insbesondere der private Konsum, der von der nach wie vor guten Beschäftigungssituation getragen wurde. Trotz der Wachstumsschwäche zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich trotz der bereits hohen Auslastung um weitere 0,9 Prozent auf über 45 Millionen. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurchschnitt auf 5,0 Prozent. Auch Löhne und Gehälter entwickelten sich dynamisch, der Zuwachs betrug wie im Vorjahr 4,5 Prozent. Die Entwicklung der monetären Sozialleistungen und Vermögenseinkommen blieb erneut hinter dieser Entwicklung zurück. Das verfügbare Einkommen der Haushalte stieg 2019 daher nur um 2,8 Prozent. Gleichzeitig ging auch die Inflation auf 1,4 Prozent zurück; der Anstieg der realen Einkommen lag damit bei 1,4 Prozent (gegenüber 1,7 Prozent im Jahr 2018). Vor dem Hintergrund erhöhter Unsicherheit verharrte die Sparquote bei knapp 11 Prozent. Konjunkturentwicklung in der LandwirtschaftAls Spezialist auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Versicherung sind für das Unternehmen neben gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders die Entwicklungen auf dem Agrarmarkt und das Verhalten der Marktteilnehmer bedeutsam. Die Lage der Landwirtschaft ist aktuell stark geprägt von Einflussfaktoren des Wandels. Konkret geht es um Strukturen und deren Zukunftsfähigkeit, die Auf- und Übergabe von Betrieben, die Entstehung von meist größeren Zukunftsbetrieben, es geht um grundsätzliche und weitreichende Entscheidungen und um Umsetzungs- und Entscheidungsfragen zu Tierwohl oder auch Bio-Anbau. Hinzu kommen regulatorische und politische Einflussfaktoren, wie z.B. die gemeinsame Agrarpolitik in Europa oder etwa die Düngemittelverordnung, Arten- und Klimaschutz und diverse neue Auflagen. Nicht zuletzt erfordert das Umfeld modernes Risikomanagement für den Betrieb insgesamt und gerade auch bei Versicherungslösungen. Summa summarum ist die Lage in der Landwirtschaft also durchaus angespannt. Hinzu kommt ein Störgefühl bei den Landwirten, dass ihr existenzieller Anteil in der Wertschöpfung für die Gesellschaft seitens der Öffentlichkeit viel zu wenig wertgeschätzt wird, was man deutlich mit den "Traktoren in der Stadt" zum Ausdruck gebracht hat. Auf der Vermarktungsseite wirken immer stärker Weltmarkteffekte sowie vom Endverbraucher entkoppelte Vermarktungsstrukturen, sodass der Landwirt als das eine Ende in der Kette viel Volatilität abpuffern muss. Kurz: der konjunkturelle Ausblick ist mit vielen durchaus dunklen Wolken verhangen und es bleibt zu hoffen, dass Antworten von Politik und Gesellschaft für wieder stabilere Hochdruck-Wetterlagen sorgen. Als Spezialist und Partner der landwirtschaftlichen Betriebe ist es unsere Rolle und unser Anspruch, die Betriebe in ihrem Kerngeschäft eng zu begleiten. Wir bieten existenz- und ertragsschadenorientierte Lösungen für alle potenziellen Ereignisse -wettbewerbsfähig und auf sich ändernde Verhältnisse angepasst -, um damit letztendlich einen stabilen Entwicklungspfad der Betriebe als Partner der Landwirtschaft zu unterstützen. GeschäftsverlaufDas 2019 von der Münchener & Magdeburger Agrar AG betreute Prämienvolumen hat mit insgesamt 46,6 Mio. EUR den Vorjahreswert um 0,3 Mio. EUR leicht übertroffen. Das Wachstum wurde über das Tiergeschäft generiert, im Pflanzenmarkt konnte trotz eines schwierigen Marktumfelds mit tendenziell sinkenden Versicherungssummen dank eines innovativen und modernen Produktportfolios das Prämienaufkommen stabil gehalten werden. Die diversen aktuell im polnisch-deutschen Grenzgebiet aufgetretenen Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat die Relevanz des Themas bestätigt und gleichzeitig die Notwendigkeit zu professionellem, lagegerechten Underwriting deutlich gemacht. Entsprechende Pläne und Maßnahmen wurden unsererseits umgesetzt und ausgerollt. LageErtragslageDie Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 8.824 betreffen in 2019 zum ganz überwiegenden Teil Erlöse aus der Vollkostenerstattung in Höhe von TEUR 8.822. Das heißt also, dass die Umsatzentwicklung der Gesellschaft in einem engen Zusammenhang mit der Kostenentwicklung steht. Aufgrund der Tatsache, dass im Vorjahr ein Wechsel von einem Versicherungsunternehmen hin zu einem Assekuradeur und damit u.a. im Geschäftsjahr auch ein Wechsel in den Rechnungslegungsvorschriften stattgefunden hat, ist ein Vergleich der Umsatzzahlen mit dem Vorjahr nicht zielführend. Zusammenfassend kann aber gesagt werden, dass durch ein konsequentes Kostenmanagement der Kostensatz mit 27,0 % (Vj. 28,7 %) des verwalteten Versicherungsbestands im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist und damit die Münchener & Magdeburger Agrar betriebswirtschaftlich auf soliden Füßen steht. Das in 2019 erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 274 (Vj. TEUR 9.935) resultiert hauptsächlich aus Gewinnen aus dem Abgang von Wertpapieren während im Vorjahr hier vor allem Erträge aus der Auflösung der Schwankungsrückstellung einen großen Anteil des erwirtschafteten Ergebnisses ausgemacht haben. Finanzlage der GesellschaftDie Gesellschaft verfügt über eine effektive Liquiditätsplanung. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend konzernintern im Rahmen des Cash-Pooling-Systems bei der Allianz SE, München, bzw. bei der Allianz Versicherungs-AG, München. Durch die Teilnahme der Münchener & Magdeburger Agrar AG am Cash-Pool wird gewährleistet, dass überschüssige Liquidität zu marktüblichen Konditionen angelegt wird und kurzfristiger Liquiditätsbedarf ausgeglichen werden kann. Extern zugesagte Kreditlinien bzw. Inanspruchnahmen bestehen nicht. Vermögenslage der GesellschaftIm Berichtsjahr hat sich die Bilanzsumme um TEUR 14.266 auf TEUR 6.894 vermindert. Praktisch analog zum Rückgang der Bilanzsumme hat sich das Anlagevermögen um TEUR 14.267 auf 1.618 vermindert. Um die Verbindlichkeiten aus der Kapitalherabsetzung sowie aus der Ergebnisabführung des Vorjahres zu begleichen, wurden im Januar 2019 sämtliche Finanzanlagen der Gesellschaft veräußert. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände waren insgesamt TEUR 527 als Zugänge zu verbuchen, die insbesondere auf Anzahlungen für die Neuprogrammierung des versicherungstechnischen Bestandssystems sowie Zusatzprogrammierungen einer bereits aktivierten EDV-Anwendung im Bereich der Online-Datenerfassung entfallen. TEUR 83 wurden als Abschreibung verbucht. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt mit TEUR 5.265 im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich um TEUR 3 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere durch den Wegfall abgegrenzter Wertpapierzinsen um TEUR 196 auf TEUR 8 vermindert, während sich im Gegenzug die Bankguthaben um TEUR 266 erhöht haben. Der Cashpool-Bestand ist mit TEUR 3445 (Vj. TEUR 3.509) ausgewiesen. Der Zuführungsbedarf bei der Pensionsrückstellung lag insgesamt bei TEUR 44. Den Sonstigen Rückstellungen waren insbesondere aufgrund eines niedrigeren Rückstellungsbedarfs bei den Gratifikationen und ausstehenden Raumkosten insgesamt TEUR 75 weniger zuzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich per Saldo deutlich um TEUR 12.695 vermindert. Dies resultiert wie bereits beschrieben vor allem aus der Zahlung der Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung und Steuerumlage des Vorjahres sowie der Zahlung der Verbindlichkeit, die auf der in 2018 vorgenommenen Kapitalherabsetzung beruht. RisikoberichtRelevante RisikenGegenwärtig sind folgende Risikokategorien für die Münchener & Magdeburger Agrar AG relevant: 1. Strategisches RisikoDas strategische Risiko beinhaltet Risiken, die sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen und den zugrunde liegenden Annahmen ergeben. Hierzu zählt auch das Risiko, dass Geschäftsentscheidungen nicht an ein geändertes Wirtschaftsumfeld oder Kundenverhalten angepasst werden. Das strategische Risiko wird ausschließlich qualitativ in strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozessen erfasst. 2. BranchenrisikoEin Assekuradeur ist abhängig von dem durch die Versicherungsgesellschaft zur Verfügung gestellten Risikokapital. Dieses wird nach unserer Bewertung in ausreichendem Maße durch die Zur-Verfügung-Stellung durch die Allianz Versicherungs-AG vorhanden sein. 3. Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet die Risiken von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Operationelle Risiken umfassen auch Compliance- und Rechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Die operationellen Risiken werden in einem strukturierten Risikomanagementprozess identifiziert und gesteuert. Um aus vergangenen operationellen Fehlern und Ereignissen zu lernen, wird eine Fehlerkultur gefördert, die die offene Diskussion über operationelle Risiken und Verluste unterstützt. 4. LiquiditätsrisikoWeil die Münchener & Magdeburger Agrar AG am Cash-Pool des Allianz-Konzerns teilnimmt, sind effektiv keine kurzfristigen Liquiditätsrisiken vorhanden. 5. ReputationsrisikoUnter einem Reputationsrisiko versteht man die Gefahr einer möglichen Schädigung des Rufs eines Unternehmens. Dabei geht es um die Unternehmenswahrnehmung sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei (potenziellen) Kunden, anderen Geschäftspartnern, Nichtregierungsorganisationen, Belegschaft, Aktionären oder Behörden. Der entsprechende Steuerungs- und Kontrollprozess zur Identifikation, Bewertung und Mitigation des Reputationsrisikos ist installiert. Zur Identifikation von Reputationsrisiken arbeiten sämtliche betroffene Funktionen auf Konzern- und lokaler Ebene eng zusammen. Bewertung der RisikenDie Risikokategorien werden bei der Münchener & Magdeburger Agrar AG anhand von Szenarioanalysen qualitativ und quantitativ bewertet. Das Liquiditätsrisiko, das Reputationsrisiko und das strategische Risiko werden ausschließlich qualitativ bewertet. Zur qualitativen Beurteilung der Risiken werden verschiedene Szenarien wie beispielsweise Pandemie oder Betriebsunterbrechungen hinsichtlich ihrer potenziellen Auswirkung auf die Münchener & Magdeburger Agrar AG betrachtet. Das Konzentrationsrisiko und Emerging Risks (neue potenzielle Risiken) werden nicht als separate Risikokategorien verstanden, sondern als Querschnittsthemen im Rahmen aller Kategorien betrachtet. Prognose- und ChancenberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenZum Beginn des Jahres 2020 hat der Ausbruch der Corona-Epidemie der Weltwirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Die weitere Entwicklung wird wesentlich davon abhängen, wie schnell es gelingt, die Ausbreitung des Virus und seine wirtschaftlichen Folgen wirksam einzudämmen. Neben den pandemischen Risiken sind auch politische Risiken - von geopolitischen Spannungen in Nahost über soziale Proteste in vielen Ländern bis hin zu den US-Wahlen - ein Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft. Als Reaktion auf den Corona-Schock dürften sowohl Geld- als auch Fiskalpolitik noch expansiver agieren, auch wenn ihre Handlungsspielräume vielerorts aufgrund bereits negativer Zinsen und rekordhoher Schulden begrenzt sind. Angesichts dieser herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen geht Allianz Research davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf absehbare Zeit unter Potenzial verharren wird; für das Jahr 2020 ist das Abrutschen in eine Rezession nicht auszuschließen. Denn die Abwärtsrisiken sind hoch. Neben den Unwägbarkeiten der Corona-Epidemie stellen auch eventuell wieder aufbrechende Handelsstreitigkeiten - auch zwischen den USA und Europa - ein hohes Destabilisierungspotenzial dar. Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaftln der Schaden- und Unfallversicherung erwartet der GDV für das Jahr 2020 ein Beitragswachstum von 2,5 Prozent. In der Kraftfahrtversicherung rechnet der GDV für 2020 mit einem Anstieg des Beitragsaufkommens um 2,0 Prozent. Für die private Sachversicherung rechnet der GDV mit einem Beitragsanstieg um 4,7 Prozent und in der gewerblichen Sachversicherung um 3,0 Prozent. In der Rechtsschutzversicherung wird von einem Anstieg der Beitragseinnahmen um 2,5 Prozent ausgegangen. Derzeit beobachtet die Allianz Versicherungs-AG in vielen Bereichen konstante und zum Teil steigende Risikopreise zum Ausgleich der allgemeinen Schadeninflation und rechnet in der Sachversicherungsbranche für das Jahr 2020 nicht mit nachgebenden Marktpreisen. Die Chancen für die Allianz Versicherungs-AG und somit auch der Münchener & Magdeburger Agrar AG, die sich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Sachversicherung in Deutschland ergeben, werden im nachfolgenden Abschnitt "Geschäftsentwicklung" erläutert. GeschäftsentwicklungDas Jahr 2019 war von einer Vielzahl an massiven Unwetterbelastungen insbesondere rund um Pfingsten sowie ungewöhnlich intensiven kleineren Hagelereignissen in vermeintlich risikoarmen Gebieten geprägt. Gleichzeitig wirkte die insgesamt eher niedrigere Schadenfrequenz kompensierend. Wir konnten die Schadenereignisse gut und zeitnah über unser professionell agierendes, deutschlandweites Schadenschätzer-Netzwerk zur Zufriedenheit der Kunden regulieren. Im Gesamtergebnis war die Schadenbelastung des verwalteten Bestands nur sehr moderat erhöht. Die im Vorjahr noch zögerliche Nachfrage der Kunden nach Trockenheitsversicherungen war nach den Schadenerfahrungen im Trockenheitsjahr 2018 sehr dynamisch. Die Schadenbelastung des von uns betreuten Bestandes im erneut regional sehr trockenen Jahr ist abhängig von Region und Fruchtgattung ein Beweis dafür, dass die Diskussion zur Trockenheitsabsicherung berechtigt ist und die parametrischen Produkte eine gute Lösung für die Kunden sind. Die Weiterentwicklung der Absicherungstradition der Betriebe hin zu einer idealerweise durchgängigen Mehrgefahrendeckungen wird aber eine Herausforderung der nächsten Jahre bleiben. Wir erlebten 2019 erneut im Zuge des Klimawandels weiter zunehmende volatile Wetterextreme und Anomalien, welche sicher dazu beitrugen, dass die Landwirte auch "aus den Schäden klug werden". Wir werden für die entsprechende Absicherung des Kunden umfassende geeignete Lösungen zur Verfügung stellen und haben dafür im Herbst eine Ernteindex-Absicherung aufgelegt. In der Tierversicherung ist der Bedarf nach Absicherung weiter hoch, wobei sich im Jahresverlauf eher gewisse Sättigungstendenzen zeigten. Das Heranrücken der ASP an die deutsch-polnische Grenze zum Jahresende hat einen neuerlichen Anfrageschub ausgelöst. Der Tierbereich war tatsächlich aber durch Schäden wie Schwarzkopfkrankheit, Salmonellenschäden oder die Blauzungenkrankheit geprägt. Es zeigt sich also deutlich, dass man eine breite Absicherung wählen sollte, weil schlicht unklar ist, was wie genau kommen wird. Wir gehen in der Versicherungssparte Pflanze davon aus, dass ein gewisser Druck auf die Prämien in einem umkämpften Markt anhalten wird, wobei aber gleichzeitig angesichts des eher steigenden Wettergefahren-Potenzials auch eine adäquate Underwritingdisziplin geboten ist. Teilweise sollten das Förderprogramm in Baden-Württemberg für die Obst/Wein-Frostdeckungen und die Steuerabsenkung für Trockenheits- und Indexversicherungen kompensierend durch zusätzliche Nachfrage wirken. Im Tierbereich bleibt abzuwarten, ob sich die Durchdringung durch künftige Schadenereignisse oder gute Risikovorsorge weiter erhöht oder ggf. auch Zeichnungsrestriktionen z.B. von ASP-Betroffenen oder deren Nachbargebieten gegenteilig auf den Vertrieb wirken. Wir sehen uns als Assekuradeur auch 2020 und die folgenden Jahren als gut aufgestellt aufgrund der beschriebenen umfangreichen und volatilen Entwicklungen in der Landwirtschaft dem Kunden eine optimale und passgenaue Versorgung mit Versicherungslösungen bieten zu können. Die neuen innovativen Produkte wurden 2019 gut vom Markt angenommen. Die hervorragende Kundennähe durch qualifizierte Mitarbeiter vor Ort und in der Direktion gehörten und gehören zum Handwerkszeug der Münchener & Magdeburger Agrar AG. Auch die exzellente prozessuale Aufstellung der Gesellschaft in den Bereichen Betrieb und Schadenmanagement wird weiter eine signifikante Rolle für den Erfolg der Münchener & Magdeburger Agrar AG spielen, unter anderem auch im Hinblick auf durch die Zunahme der Wetterextreme und latenten Tierseuchengefahren nicht auszuschließenden Schadenspitzen. Durch permanente Investitionen in die IT-Landschaft und laufende Prozessoptimierungen sehen wir uns auch hier gut gerüstet. Insgesamt erwarten wir durch die verbesserte Aufstellung als Assekuradeur den fortgesetzten Wachstumspfad aus 2019 durch steigende Marktdurchdringung in der Breite der versicherten Gefahren in Kombination mit Produktinnovationen gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern 2020 fortsetzen zu können. Ganz im Sinne unseres selbst gesetzten Anspruches "Die Tradition im Herzen -die Zukunft im Blick". Dank an unsere Mitarbeiter und PartnerGanz besonders ist die hohe Leistungsbereitschaft und der große Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ebenfalls bemerkenswert ist die Bereitschaft aller, sich in neue Unternehmensaufgaben und neue Technologien einzuarbeiten und die Münchener & Magdeburger Agrar AG auf ihrem Weg zu begleiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen durch ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Ebenfalls danken wir unseren Sachverständigen und Schätzern für ihren engagierten Einsatz. Unser Dank geht aber auch an die von uns betreuten Versicherungskunden. Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass sie sich der hohen Qualität eines landwirtschaftlichen Spezialisten bewusst sind und dass diese Qualität der wesentliche Grund für ihre enge Bindung an unsere Gesellschaft ist. JahresabschlussMünchener & Magdeburger Agrar AG, MünchenRegistergericht München HRB 3392Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
AnhangBILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENAllgemeinesDer Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Dabei wurde die Bilanz in 2019 erstmalig nach den Regelungen gem. § 266 HGB vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände, die entgeltlich erworbene Software betreffen, werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, aktiviert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen linear unter Anwendung der steuerlich zulässigen Sätze. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Einlagen bei Kreditinstituten, liquiden Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bilanziert. Die Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung i.H.v. EUR 1.036,00 betrifft den auf Einzelvertragsebene berechneten aktivischen Überhang aus der Saldierung des Deckungsvermögens für Altersvorsorgeverpflichtungen mit den zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen. Das Eigenkapital ist mir dem Nominalwert ausgewiesen. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhaltet Pensionszusagen für Mitarbeiter, die sich aus einer Vereinbarung über Gehaltsverzicht ergeben. Die aktivierten Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen werden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Der mit den Anschaffungskosten identische Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen beträgt im Geschäftsjahr EUR 739.005,42, der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Pensionsrückstellungen aus Gehaltsverzichten EUR 880.210,00. Mit dem Zinsanteil der Zuführung zur Pensionsrückstellung über EUR 20.466,00 wurden EUR 23.045,99 Erträge aus den verpfändeten Versicherungen verrechnet. Die Pensionsrückstellungen wurden mit der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bewertet, der zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt 2,71 % p.a. und der Rententrend 1,50 % p.a. Der Rechnungszins entspricht dabei dem zum Zeitpunkt der Erstellung des Pensionsgutachtens am 29.11.2019 zum 31.12.2019 prognostizierten Zinssatz. Als biometrische Annahme wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Heubeck zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs.6 S.1 HGB beträgt EUR 291.589,00. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. ANGABEN ZU DEN AKTIVAAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) stellt sich wie folgt dar:
Die Zugänge des Anlagevermögens betreffen vor allem aktivierte Dienstleistungsaufwendungen und Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Anschaffung eines neuen Bestandsverwaltungssystems. In 2019 bestand im Anlagevermögen kein Zuschreibungsbedarf. UmlaufvermögenIn der Position "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind Forderungen aus der Vollkostenerstattung in Höhe von TEUR 1.490 (Vj. TEUR 1.490) und aus Cashpoolforderungen in Höhe von TEUR 3.445 (Vj. TEUR 3.509) enthalten. Aufgrund des Verkaufs der kompletten Kapitalanlagen in 2019 und der damit entfallenen Zinsabgrenzung sind die "Sonstigen Vermögensgegenstände" deutlich auf TEUR 8 (Vj. TEUR 204) gefallen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. In der Position "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ist ein Festgeld in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 35) mit einer Laufzeit von unter einem Jahr enthalten. ANGABEN ZU DEN PASSIVAEigenkapitalGezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Grundkapital beträgt zum 31.12.2019 EUR 100.000,00; es ist eingeteilt in 4.342 Namensstückaktien. Die Allianz Versicherungs-AG, München, ist alleinige Aktionärin der Münchener & Magdeburger Agrar AG. Entsprechend wurde uns nach § 20 AktG mitgeteilt, dass die Allianz Versicherungs-AG unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Münchener & Magdeburger Agrar AG hält, die der Allianz SE, München, gemäß § 16 Abs. 4 AktG zugerechnet wird. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen setzen sich unverändert zum Vorjahr wie folgt zusammen:
RückstellungenDie "Sonstigen Rückstellungen" setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, eine Abzinsung war dahingehend nicht vorzunehmen. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 269 (Vj. TEUR 131) sowie Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 216 (Vj. TEUR 9.811). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr; Besicherungen liegen nicht vor. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Umsatzerlöse betreffen in 2019 zum ganz überwiegenden Teil Erlöse aus der Vollkostenerstattung in Höhe von TEUR 8.822 (Vj. TEUR 7.478). Im Vorjahr waren unter dieser Position auch Prämieneinnahmen über TEUR 1.207 und Rückversicherungsprovisionen über TEUR 305 zu erfassen, die aufgrund des vollzogenen Wechsels des Geschäftsmodells im Geschäftsjahr nicht mehr anfallen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen i.H.v. EUR 40 erfasst. Im Vorjahr war hier auch der Erlös aus der Auflösung der Schwankungsrückstellung über TEUR 11.648 auszuweisen. Der Materialaufwand betrifft in 2019 ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen. Neben personalähnlichen Kosten i.H.v. TEUR 924 (Vj. TEUR 1.169) sind hier unter anderem Gebäudeaufwendungen i.H.v. TEUR 330 (Vj. TEUR 257), Telekomunikations- und Portokosten über TEUR 187 (Vj. TEUR 207) und verschiedene weitere interne Kostenweiterbelastungen über TEUR 247 (Vj. TEUR 156) erfasst. Im Vorjahreswert waren hier auch versicherungstechnische Schadenaufwandspositionen über TEUR 1.142 erfasst. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem für Reisekosten TEUR 423 (Vj. TEUR 486), für Tagungs- und Bewirtungskosten TEUR 324 (Vj. 399) sowie für Rechts- und Beratungshonorare TEUR 101 (Vj. TEUR 194) enthalten. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen Abgangsgewinne aus Ausleihungen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich zusammen aus der Organträger-Umlage für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag i.H.v. TEUR 45 (Vj. TEUR 1.546) und der Organträger-Umlage für Gewerbesteuer i.H.v. TEUR 45 (Vj. TEUR 1.466). SONSTIGE ANGABENSteuerliche BilanzierungseinflüsseVom Wahlrecht der Aktivierung latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht, eine passive Steuerlatenz war nicht zu bilden. Anzahl der Mitarbeiter im JahresdurchschnittIm Jahresdurchschnitt waren angestellt:
Bezüge des Vorstands, Aufsichtsrats und BeiratsDie Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 17.925,00, die des Beirats EUR 0,00 und die des Vorstands EUR 678.112,44. An Ruhegehältern für frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden insgesamt EUR 143.581,67 gezahlt; die Rückstellung hierfür beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.695.746,00. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden nicht gewährt. Die Mitglieder des Vorstands sind auf Seite 2, die des Aufsichtsrats auf Seite 32 und die des Beirats auf Seite 33 namentlich aufgeführt. Diese Seiten stellen gleichzeitig einen Teil des Anhangs dar. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAus der Jahresbilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse sind nicht existent. Eine Pflicht zur Abführung etwaiger Gewinne ergibt sich aus einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Allianz Versicherungs-AG, München. Als Trägerunternehmen der Allianz Versorgungskasse VVaG ist die Gesellschaft verpflichtet, Arbeitgeberzuwendungen zu leisten. Daneben bestehen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung Verpflichtungen gegenüber den Begünstigten aufgrund gesetzlicher Vorschriften und vertraglicher Vereinbarungen. Die Höhe dieser Eventualverbindlichkeiten ist von künftigen Entwicklungen abhängig und somit derzeit nicht ermittelbar. Mit der Firma Scheer GmbH, Saarbrücken, besteht ein Serviceabkommen für die Unterstützung bei der Programmierung der unternehmenseigenen EDV-Anlage. Leistungen des AbschlussprüfersDie PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Münchener & Magdeburger Agrar AG geprüft. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht. Honorar des AbschlussprüfersDie Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Leistungen an die Münchener & Magdeburger Agrar AG sind im Konzernabschluss der Allianz SE, München, enthalten. KonzernzugehörigkeitBeteiligungen an anderen Unternehmen bestehen nicht. Die Münchener & Magdeburger Agrar AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht werden im März 2020 in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und nach ihrer Hauptversammlung im Handelsregister hinterlegt. Er kann dort eingesehen werden. Er wird ebenfalls auf der Website der Allianz SE verfügbar gemacht. In den Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE wird die Münchener & Magdeburger Agrar AG einbezogen. Die zur Allianz Gruppe gehörenden Gesellschaften und die mit ihnen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsbericht der Allianz SE genannt. Vorgänge nach dem AbschlussstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten
München, den 3. Februar 2020 MÜNCHENER & MAGDEBURGER AGRAR AG Lührig Bauke Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MÜNCHENER & MAGDEBURGER AGRAR AG, MünchenVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Münchener & Magdeburger Agrar AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Münchener & Magdeburger Agrar AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 26. März 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Kilbinger, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefan Gut, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. Wir hielten im Geschäftsjahr 2019 zwei ordentliche sowie eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung ab. In diesen Sitzungen sowie durch regelmäßige unterjährige Berichte ließen wir uns schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Die zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Münchener & Magdeburger Agrar AG zum 31. Dezember 2019 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der PricewaterhouseCoopers GmbH für das Geschäftsjahr 2019 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 28. April 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung der von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die PricewaterhouseCoopers GmbH an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.
München, den 28. April 2020 Für den Aufsichtsrat Dr. Dirk Vogler, Vorsitzender Mitglieder des AufsichtsratsVon der Hauptversammlung gewählte Mitglieder: DR. DIRK VOGLER, Burgwedel, Vorsitzender Mitglied des Vorstands Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft WALTER HEIDL, Simbach, stellv. Vorsitzender Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes SIEGFRIED BOY, Laucha, Ehrenvorsitzender des Weinbauverbands Saale-Unstrut e.V. PROF. DR. MONIKA GERSCHAU, Freising, Professorin für Agrarmarketing Mitglied der Erweiterten Hochschulleitung der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Von den Arbeitnehmern gewählte Mitglieder: MARTIN KALTEIS, Gammelsdorf, Angestellter SOLVEIG LINDORFER, München, Angestellte Mitglieder des Beirats *SIEGFRIED BOY, Laucha JANA DUSSEL, Kassel RICHARD FISCHER, Bergatreute DR. HARTWIG KÜBLER, Raitzen GESA LANGENBERG, Bockstedt DR. MARTINA PANICO, München HEIKO PLATE, Klattenhof CARL-OTTO RABBETHGE, Einbeck ADOLF SCHAPFL, Wolnzach HANS-HEINRICH SEELIGER, Wolfenbüttel DR. ASTRID VON VELSEN-ZERWECK, Marbach HANS-BENNO WICHERT, Oberdischingen Impressum:Münchener & Magdeburger Agrar AG Königinstr. 19 80539 München Telefon 089 678 297 0 Telefax 089 679 27 95 E-Mail: info@mmagrar.de Internet: www.mmagrar.de |
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