Beyond Imaging Health GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Klos seit 10.6.2025 | Geschäftsführer |
Daniel Sievritts seit 21.10.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
medneo Germany S.a.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
medneo GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Bei der medneo GmbH (nachfolgend "Gesellschaft") handelt es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Berlin, Hausvogteiplatz 12. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg (HRB 128148 B) eingetragen. Allein vertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Brian Cole und Daniel Sievritts. Die medneo GmbH (nachfolgend auch "die Gesellschaft") ist Muttergesellschaft der medneo Deutschland GmbH (nachfolgend "medneo DE"), die in Deutschland tätig ist und den operativen Betrieb der Diagnostikzentren gewährleistet. Die medneo GmbH fungiert u.a. als Shared Service Center und Infrastrukturgeber innerhalb der "medneo Gruppe", die die Gesellschaft und die medneo DE umfasst. So werden u.a. die Bereiche Buchhaltung, Controlling, Human Resources, Legal, Einkauf und IT den operativen Gesellschaften in Deutschland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich (UK) zentral zur Verfügung gestellt. Des Weiteren führt die medneo GmbH die Investitionen in Zentren in Deutschland durch und refinanziert diese teilweise über Bankkredite (sogenannte Asset Backed Loans). Darüber hinaus hat die medneo GmbH zum Ende des Berichtsjahres 100% der Anteile der Ende 2022 stillgelegten medneo Technology GmbH übernommen, welche mit der medneo GmbH im Folgejahr verschmolzen worden ist (Eintragung im Handelsregister am 25. August 2023). Die medneo GmbH ist zudem Teil einer in Luxemburg angesiedelten Holdingstruktur, die jedoch nicht operativ tätig ist. In dieser Struktur werden die Anteile der Gründer von medneo, dem Partner Marcol und weiterer Investoren gebündelt. Des Weiteren dient die Holdingstruktur in Luxemburg als Vehikel zur Aufnahme von Kapital, um die weitere Expansion des medneo-Konzerns (nachfolgend auch "medneo") zu unterstützen. Medneo umfasst die in Luxemburg angesiedelte Holdingstruktur und die Gesellschaften in Deutschland, der Schweiz und UK. Dem medneo-Konzern gelang es inmitten der Corona-Pandemie, im 4. Quartal 2021, zwei Finanzierungsrunden mit Investoren abzuschließen, deren Mittel für die weitere geographische Expansion sowie die Weiterentwicklung der technologischen Basis im Berichtsjahr genutzt wurden. Geschäftsmodell Medneo agiert mit den operativen Gesellschaften wie der medneo DE in Deutschland und der medneo Schweiz AG in der Schweiz als Dienstleister im Bereich der bildgebenden Diagnostik. Seit dem Jahr 2019 ist medneo darüber hinaus im Vereinigten Königreich operativ tätig. Für ihre Kunden betreibt medneo radiologische Technologieplattformen und sichert eine hochqualitative medizin-technische Bildakquisition. Dabei wandelt medneo ein klassisches Hardwaregeschäft in ein Dienstleistungsgeschäft um. Das heißt medneo bietet Ärzten, Praxen, medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern Radiology-as-a-Service. Anstatt selbst in Geräte und in Infrastruktur zu investieren, zahlen die Kunden für die klinischen Bilder und die damit verbundene Infrastruktur - in der Regel variabel in Form von "Pay-per-Use". Mit eigenem Empfangs- und medizintechnischem Personal betreut medneo die Patienten der Kunden und führt den Bildakquisitionsauftrag aus. Durch das Geschäftsmodell von medneo bewahren die Ärzte ihre Selbstständigkeit, und Krankenhäuser behalten ihre radiologische Kompetenz. Die Gesellschaft erzielt ihren Umsatz größtenteils durch die Bereitstellung und den Betrieb der IT-Systeme sowie der Geräte für die bildgebende Diagnostik für die Zentren der medneo DE. Somit orientiert sich die Umsatzentwicklung der Gesellschaft sehr stark an der Anzahl der Diagnostikzentren der medneo DE. Steuerungssystem Das Steuerungssystem der Gesellschaft besteht aus zwei wesentlichen Elementen, dem Planungsmodell sowie dem daran angelehnten Reporting. Die medneo GmbH plant und finanziert Diagnostikzentren vornehmlich für die medneo DE. Sie erbringt darüber hinaus Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb dieser Zentren sowie allgemeine Verwaltungsdienstleistungen für die Unternehmen des medneo-Konzerns. Dementsprechend sind die zentralen Planungsvariablen vor allem die Personalkostenplanung sowie die Investitions- und Abschreibungsplanung, welche als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung dienen. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Umsatz, die Personalkosten, das Jahresergebnis, der Bestand an liquiden Mitteln sowie der Cashflow aus der Investitionstätigkeit. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher."1 1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html (Stand: 12.05.2023) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hatte auch erheblichen Einfluss auf den medizinischen Bereich, in Deutschland, wie auch global. Neben den bis dahin bestehenden Hygienevorschriften, wurde durch die Verabreichung von Impfstoffen der Verlauf der Pandemie abgemildert. So konnten im Geschäftsjahr 2022 wieder mehr Untersuchungen pro Center durchgeführt werden als im Vorjahr. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die komplexere bildgebende Diagnostik und dort vor allem die Magnetresonanztomographie, die Kernkompetenz von medneo, weiterhin positiv in Deutschland entwickelt. Die demographische Entwicklung sowie technologische und diagnostische Innovationen ermöglichen die Erschließung neuer Einsatzgebiete, von denen medneo profitiert. Gleichzeitig erfordert dies signifikante Investitionen des Betreibers, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Dies wird voraussichtlich zu einer weiteren Konsolidierung kleinerer Anbieter führen. Hier ist medneo aufgrund seiner technologischen Basis und der erzielbaren Skaleneffekte gut aufgestellt. Geschäftsverlauf Das Jahr 2022 weist hinsichtlich des Umsatzes eine positive Entwicklung für die medneo GmbH aus. Die Umsatzerlöse sind um 5% (319 TEUR) auf 7,0 Mio. EUR gestiegen. Die Erträge des geförderten Herz-Check-Projektes entwickelten sich im Berichtsjahr mit 1.809 TEUR (VJ.: 1.998 TEUR) leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Durch die ansonsten bis zum Jahresende nahezu konstante Zahl an Diagnostikzentren mit dazugehöriger Ausstattung, blieb das Geschäft trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie stabil. Im Lauf des Geschäftsjahres wurde ein Standort der medneo DE in Nordrhein-Westfalen geschlossen. Damit verbleiben zum Jahresende 14 Diagnostikzentren (VJ.: 15). Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 37 (VJ.: 65) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon waren 24 Arbeitnehmer weiblich und 13 Arbeitnehmer männlich. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind i. W. durch angefallene Abschreibungen, Finanzierungs- und Shared Service-Kosten inklusive eines Gewinnaufschlages, die vertraglich vereinbart an die Diagnostikzentren weiterbelastet werden, konzernintern realisiert worden. Daneben generierte die medneo GmbH Umsatzerlöse mit Dritten im Zusammenhang mit der Vermietung von mobilen MRT-Einheiten sowie Umsätze mit anderen verbundenen Unternehmen. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 319 TEUR auf 7,0 Mio. EUR resultiert aus Preisanpassungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 0,2 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR im Wesentlichen im Zusammenhang mit Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Personalkosten sind um 45% von 4,6 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR gefallen. Dieser Rückgang resultiert aus natürlicher Fluktuation und der Verlagerung von Teilen nicht-kritischer Geschäftsprozesse an externe Dienstleister sowie in Schwesterunternehmen der Marcol-Gruppe. Die Abschreibungen sind um 10,8 Mio. EUR von 15,0 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR gesunken. Der wesentliche Treiber für die Verminderung sind die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände i.H.v. 8,2 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 9,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Diese verteilen sich u.a. neben Raumkosten von 0,7 Mio. EUR mit 1,7 Mio. EUR auf technische Instandsetzungen sowie mit 1,7 Mio. EUR auf Rechts- und Beratungskosten. Außerdem sind Buchverluste aus Anlagenabgängen im Zusammenhang mit der Schließung von zwei Diagnostikzentren in Höhe von 740 TEUR enthalten. Das negative Finanzergebnis verändert sich um 0,1 Mio. EUR von 1,7 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. Das Finanzergebnis ist wesentlich beeinflusst von Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, die mit 1,8 Mio. EUR auf Vorjahresniveau lagen. Der Jahresfehlbetrag der medneo GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aufgrund der einmaligen Sondereffekte im Vorjahr von -21,5 Mio. EUR um 63% (oder absolut 13,5 Mio. EUR) auf -8,0 Mio. EUR verringert. Das EBITDA belief sich auf - 2,1 Mio. EUR (Vorjahr -4,9 Mio. EUR) und hat sich im Wesentlichen aufgrund der geringeren Personalaufwendungen verbessert. Der Jahresfehlbetrag ist bedingt durch die im Vergleich zur Kostenstruktur nicht ausreichenden Erlöse und wird durch die geplante Ausweitung des operativen Geschäfts und die damit verbundene Absicht, den Marktanteil weiter auszubauen, in Kauf genommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich auf 52,1 Mio. EUR und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (45,5 Mio. EUR) um 6,6 Mio. EUR erhöht. Unter den Aktiva weisen die Sachanlagen mit 17,3 Mio. EUR (Vorjahr 20,4 Mio. EUR) den zweithöchsten Posten aus. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen, die die Zugänge des Geschäftsjahres übersteigen. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 0,4 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. In das Sachanlagevermögen wurden 1,7 Mio. EUR im Wesentlichen für Ersatzinvestitionen in technische Anlagen und Maschinen investiert. Die Finanzanlagen erhöhten sich auf 30,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr von 21,7 Mio. EUR. Hier ist der Anstieg im Wesentlichen auf den Beteiligungsbuchwert der Gesellschaft an der medneo DE zurückzuführen. Dieser hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,0 Mio. EUR auf 28,4 Mio. EUR erhöht. Bei dem Tochterunternehmen medneo DE wurden im Berichtsjahr zuvor als Darlehen ausgereichte Mittel in Höhe von 8,0 Mio. EUR in Eigenkapital (Kapitalrücklage) gewandelt. Die medneo GmbH hat mit Datum vom 25. Juli 2023 eine unbefristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten der medneo Deutschland GmbH abgegeben. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anteile an der medneo Technology GmbH, Berlin, zum Kaufpreis von 1,0 Mio. EUR erworben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen minderten sich stichtagsbedingt insgesamt von 2,2 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR. Die Guthaben bei Kreditinstituten (Bestand an liquiden Mitteln) erhöhten sich von 0,2 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. Das Eigenkapital hat sich um 7,5 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Gesellschafterdarlehen der medneo Germany S.à.r.l., Luxemburg, in Höhe von insgesamt 15,5 Mio. EUR in Eigenkapital gewandelt und in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Dem steht der Jahresfehlbetrag in Höhe von 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 21,5 Mio. EUR) gegenüber. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 23% (Vorjahr 10%). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von 17,2 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR. Dies lag daran, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr keine neuen Bankkredite aufgenommen wurden und weitere Rückzahlungen vorgenommen werden konnten. Diese Verbindlichkeiten sind durch die Übereignung der finanzierten Medizintechnik besichert. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 1,9 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR ist stichtagsbedingt. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von 20,4 Mio. EUR auf 21,7 Mio. EUR angestiegen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den aufgelaufenen Zinsen für das Geschäftsjahr 2022 und der damit verbundenen Erhöhung der Gesamtverbindlichkeit. Es handelt sich hierbei um ein nachrangiges Darlehen einer Gesellschaft innerhalb der Holding-Struktur der Marcol-Gruppe, das der weiteren Finanzierung der Investitionsvorhaben der medneo GmbH dient. Finanzlage Bedingt durch das kapitalintensive Geschäftsmodell von medneo und das angestrebte Wachstum ist die medneo GmbH auf konzerninterne und externe Finanzierungsquellen angewiesen. Der laufende Cashflow ist infolge des Jahresfehlbetrags weiterhin negativ. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -11,2 Mio. EUR (Vorjahr: -4,9 Mio. EUR), von dem 1,7 Mio. EUR in Sachanlagen, 0,5 Mio. EUR in immaterielle Vermögensgegenstände und 9,0 Mio. EUR in Finanzanlagen flossen. Das Working Capital (kurzfristiges Vermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 2022 -3,5 Mio. EUR (Vorjahr -0,9 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Ziel des Liquiditätsmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Geschäftsbetriebes und des angestrebten Wachstums der medneo Gruppe. Im Vordergrund steht hierbei die Vorgabe, sämtliche künftigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht bedienen zu können. Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten Finanzierungsmaßnahmen konnte der Bestand an flüssigen Mitteln in 2022 erhöht werden. Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2021 konnte die in Luxemburg ansässige Muttergesellschaft der medneo GmbH, inmitten der seit über zwei Jahre andauernden Corona-Pandemie, eine erneute Finanzierungsrunde mit Neu- und Altinvestoren erfolgreich abschließen. Aufgrund der erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsrunde konnte der Bestand der flüssigen Mittel erhöht und das Eigenkapital der medneo GmbH deutlich gestärkt werden. Zusammen mit der medneo Group S.A., Luxemburg, der medneo International S.A., Luxemburg, der medneo Intelligence S.à.r.l., Luxemburg, und der medneo Deutschland GmbH besteht eine gesamtschuldnerische Haftung aus einem Finanzvertrag der medneo Group S.A. mit der Europäischen Investitionsbank, Luxemburg, über insgesamt EUR 30 Mio. Zu den Finanzierungsrisiken verweisen wir auf den Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" dieses Lageberichts. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Risiko- und Chancenbericht Jedes unternehmerische Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Führung und Kontrolle bei der medneo GmbH. Ein wirksames und effizientes Risikomanagement sichert den Erfolg des Unternehmens und trägt nachhaltig zum Erreichen der Geschäftsziele bei. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Entwicklungen, die die Gesellschaft gefährden könnten, rechtzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagement von medneo basiert auf einem monatlich wiederkehrenden Berichtswesen, das neben dem Finanz-Reporting die quantitative und qualitative Entwicklung der einzelnen Diagnostikzentren umfasst. Dazu gehören als wesentlicher Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Reporting-Prozesses regelmäßige Gespräche zwischen den Ergebnisverantwortlichen und dem Controlling, in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung. Ein besonders wichtiger Aspekt bei der zeitnahen Identifikation und Überwachung von Risiken ist der permanente Austausch der Verantwortlichen untereinander in Führungsgremien wie z. B. den Business Review Meetings. Das Unternehmen bzw. die Geschäftsführung ist somit zeitnah über alle wesentlichen Entwicklungen und Veränderungen informiert und berichtet regelmäßig an den Gesellschafterkreis bzw. die Kontrollgremien. Aufgrund unserer Kundenstruktur erwarten wir keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Forderungsausfälle. Die Gesellschaft könnte mittelbar von Forderungsausfällen bei der medneo DE betroffen sein. Forderungsausfälle sind aufgrund der Kundenstruktur der medneo DE, die sich vornehmlich aus Fachärzten, Radiologen und Kliniken zusammensetzt, eher selten zu erwarten. Langjährige enge Kundenbeziehungen und das zur Verfügung stellen kritischer radiologischer Infrastruktur mindern das Risiko des Forderungsausfalls. Dennoch gibt es, verstärkt durch die Corona-Pandemie Fälle, in denen die wirtschaftliche Tragfähigkeit gefährdet sein kann. Hier gilt es, durch ein aktives Forderungsmanagement und regelmäßigen Austausch mit den Kunden Frühwarnsignale zu identifizieren und entsprechend zu handeln. Wir schätzen dieses Risiko hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung als gering ein. Währungsrisiken bestehen derzeit aufgrund des geringen Auslandsgeschäfts nicht. Es gibt keine Pläne, im Jahr 2023 wesentliche Umsätze im Nicht-Euroraum zu erzielen. Die künftige Entwicklung der medneo GmbH wird im Wesentlichen durch folgende Risiken beeinflusst: Die Abhängigkeit der medneo GmbH von weiteren Kapitalzuführungen zur Finanzierung des Wachstumskurses ist das wesentlichste Risiko der Gesellschaft. Die Gesellschaft rechnet ausweislich ihrer Liquiditätsplanung für den Prognosezeitraum bis Januar 2025 mit der Entstehung einer Liquiditätslücke - bedingt durch die im Vergleich zur Kostenstruktur nicht ausreichenden Erlöse - und ist daher auf die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die medneo Gruppe angewiesen. Zu diesem Zweck hat die medneo International S.A., Luxemburg, eine unbefristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten der medneo GmbH abgegeben. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Wir gehen davon aus, dass die medneo International S.A., Luxemburg, der medneo GmbH bei Bedarf die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen wird. Vor diesem Hintergrund schätzen wir auch das Kreditausfallrisiko als gering ein und gehen davon aus, dass wir im Prognosezeitraum die Tilgungsverpflichtungen planmäßig erfüllen können. Derivative Finanzinstrumente wurden in diesem Geschäftsjahr nicht eingesetzt. Zusätzlich rechnen wir damit, dass bestehende und neue Gesellschafter in Zukunft weitere liquide Mittel bereitstellen und weitere Finanzierungsquellen erschlossen werden können. Die Gesellschafterin hat in 2023 weitere Finanzmittel für die medneo GmbH in Höhe von 7,3 Mio. EUR ausgereicht. Eine Verschiebung von Kapitalmaßnahmen kann zur Verschiebung von Investitionen und damit auch zur Verlangsamung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung führen. Die Kunden der Tochtergesellschaft medneo Deutschland GmbH stehen in einer starken Abhängigkeit bzgl. der vorgegebenen Vergütungssysteme (Gebührenordnung für Ärzte im ambulanten privatmedizinischen Bereich: GOÄ; Einheitlicher Bewertungsmaßstab in der gesetzlichen Krankenversicherung: EBM). Negative Änderungen in diesem Bereich würden sich auch auf die medneo Deutschland GmbH und mittelbar auf die medneo GmbH auswirken, da die Vergütung von medneo sich aus gegenüber den Versicherungsträgern abrechenbaren Leistungen der Kunden direkt ableitet. So würden sich beispielsweise eine Reduktion der GOÄ-Fallwerte der PKV oder eine Reduzierung der Budgetierung in den GKV-Erlösen bei den Kunden negativ auf die Ertragssituation und Liquidität der medneo Deutschland GmbH und mittelbar auf die medneo GmbH auswirken. Gleichzeitig würden solche Szenarien auch Chancen für die beiden Gesellschaften bieten, da durch eine geringere Vergütung mehr Ärzte auf eine Plattform wechseln würden, da die Investition in eigene Radiologie-Geräte aufgrund der geringen Auslastung nicht mehr rentabel wäre. Das beschriebene Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft. Änderungen bei den anwendbaren gesetzlichen oder berufsständischen Regelungen im Bereich der Radiologie könnten die Erbringung der Dienstleistungen der medneo Deutschland GmbH beeinträchtigen oder behindern und somit die Ertragssituation und Liquidität der medneo Deutschland GmbH und mittelbar die Ertragssituation und Liquidität der medneo GmbH belasten. Das beschriebene Risiko wird als niedriges Risiko eingestuft. Falls die Tochtergesellschaft medneo Deutschland GmbH die prognostizierte Geschäftsentwicklung nicht erreicht, besteht das Risiko für die medneo GmbH, dass der Beteiligungsbuchwert in Höhe von 28,4 Mio. EUR nicht mehr werthaltig ist, mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis und Liquidität, falls die medneo DE die ausgereichte Patronatserklärung in Anspruch nehmen würde. Wir schätzen das Risiko als mittleres Risiko ein. Ein hohes Risiko mit negativen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse, Ergebnis und Liquidität besteht im Mangel an qualifizierten Fachkräften für unsere Diagnostikzentren, welcher mittelfristig durch den demografischen Wandel verstärkt wird. Gut ausgebildete und erfahrene medizinisch-technische (Radiologie-) Assistenten sind in der Branche sehr gefragt. Die medneo Deutschland GmbH und die medneo GmbH konkurrieren mit einer Vielzahl von potenziellen Arbeitgebern und unterschiedlichen Arbeitsbedingungen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, ist medneo beispielsweise auf branchenrelevanten Messen und Events präsent und versucht, durch die Gestaltung einer positiven Arbeitgebermarke Kandidaten für die medneo Deutschland GmbH und die medneo GmbH zu begeistern. Im Zuge der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Kontaktbeschränkungen hat medneo den Großteil des Rekrutierungsprozesses in den virtuellen Raum verlegt und das Programm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" weiter ausgebaut. Zudem wird ein Remote Scanning Model eingeführt, das eine höhere Flexibilität bei der Untersuchungsdurchführung ermöglicht und gleichzeitig den auftretenden Personalengpass schrittweise überwinden soll. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 und die damit einhergehenden unmittelbaren und mittelbaren wirtschaftlichen Konsequenzen im Wesentlichen in Form von Inflationsrisiken können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Wir schätzen die Bedeutung dieses Risikos für die Gesellschaft aktuell als gering ein. Neben den aufgeführten Risiken ergeben sich für die medneo GmbH auch folgende mittelbare Chancen, um das Geschäftsmodell weiterhin am Markt erfolgreich zu platzieren und kontinuierlich zu wachsen. Nach wie vor kann medneo mit ihrem variablen "Pay-per-Use"-Konzept und neuesten Technologien zur Bildakquisition, Befundung und vernetzten Kommunikation punkten. Die Ausstattung aller medneo-Diagnostikplattformen ist State of the Art - in Hardware, Software und Design. Während Ärzte sich ihre Selbstständigkeit bewahren und mit der medneo Gruppe kooperierende Krankenhäuser ihre radiologische Kompetenz inhouse erhalten, kommen die Kunden der medneo Gruppe ganz ohne eigene Investitionen aus und können sich auf den Kern ihrer Aufgaben konzentrieren. Durch unsere umfangreiche Kompetenz sind wir in der Lage, die Abläufe in unseren Diagnostikzentren zu optimieren und zu standardisieren, was vor allem für Kunden, die in mehreren Diagnostikzentren der medneo Gruppe tätig sind, ein großer Vorteil ist. Diese Chance mit positiven Auswirkungen auf die Erlöse, das Ergebnis und Liquidität schätzen wir als mittel ein. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle beabsichtigt medneo, auch in Zukunft innovative Antworten auf Fragestellungen in der Radiologie zu liefern. So hat sich beispielsweise die Nachfrage nach mobilen Lösungen bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erhöht. Auch die Ende 2022 eingeführte Remote Scanning Option wird in 2023 auf alle Standorte ausgerollt und perfektioniert. Diese Chance mit positiven Auswirkungen auf die Erlöse, das Ergebnis und Liquidität schätzen wir als mittel ein. In diesem Zusammenhang misst das Unternehmen dem Ende 2020 gestarteten Projekt "Herz-Check" eine besondere Bedeutung bei. Als Konsortialpartner nimmt die medneo GmbH an dem aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses finanzierten, mittlerweile bis September 2024 verlängerten Projekt teil. Ziel des Projekts ist es, MRT-Untersuchungen des Herzens mit Hilfe der Telemedizin und mobiler MRT-Einheiten in ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns zu ermöglichen und betroffene Patienten damit frühzeitig, gezielt und mit fachärztlicher Unterstützung behandeln zu können. Prognosebericht 2023 wird die medneo Gruppe ihr Wachstum fortsetzen. Der Fokus liegt darauf, die Auslastung der vorhandenen Diagnostikzentren weiter zu erhöhen sowie den Anteil höherwertiger Untersuchungen (wie z.B. Kardio-MRTs) zu steigern. Auch haben sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie weniger stark auf die Umsatzerlöse niedergeschlagen als dies im Jahr 2022 der Fall war. Der operative Teil des Projektes "Herz-Check" ist im zweiten Quartal 2023 ausgelaufen. Im weiteren Verlauf bis zum Ende des Projektes im dritten Quartal 2024 wird es nur noch vereinzelt zu Untersuchungen kommen. Daher werden die Erträge aus diesem Projekt zukünftig nicht auf dem Niveau der Vorjahre sein. Die mit Beginn des Jahres 2020 eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der operativen Kosten werden weiter fortgesetzt und wurden in 2023 noch einmal intensiviert. Diese werden regelmäßig durch die Finanzabteilung in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung überprüft. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Überprüfung der Planstellen vor allem im Verwaltungsbereich sowie die Optimierung und Automatisierung wesentlicher Geschäftsprozesse. Aufgrund der verbesserten Auslastung der von medneo DE betriebenen Diagnostikzentren hat die medneo GmbH bis Ende November 2023 schon Umsatzerlöse in Höhe von ca. 8,2 Mio. EUR erzielt, so dass im Jahr 2023 eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse erreicht wird. Der Personalaufwand lag bis November 2023 bei ca. 2,2 Mio. EUR und wird im Vergleich zum Vorjahr leicht sinken. Insgesamt werden der Jahresfehlbetrag und das EBITDA aufgrund deutlich geringerer sonstiger betrieblicher Erträge und leicht gestiegener sonstiger betrieblicher Aufwendungen in gleicher Höhe wie im Vorjahr erwartet. Der Bestand an liquiden Mitteln wird zum Bilanzstichtag des Jahres 2023 in gleicher Höhe wie zum Jahresende 2022 erwartet, und der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit wird im Jahr 2023 deutlich geringer als im Vorjahr sein.
Berlin, den 12.01.2024 Brian Cole, Geschäftsführer Daniel Sievritts, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Grundsätzliches zum Jahresabschluss Die medneo GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 128148 B. Die Gesellschaft ist am 13. Juli 2010 gegründet worden. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften sowie der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB auf. Die Rechtsfolgen hieraus treten nach § 267 Abs. 4 S. 1 HGB im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht ein. Die Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr, die Vorjahreszahlen sind vergleichbar. In Ausübung des Wahlrechts nach § 265 Abs. 5 S. 2 HGB wurde der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" eingefügt. Die medneo GmbH weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.967 aus. Die Gesellschaft plant für den Prognosezeitraum bis Januar 2025 mit der Entstehung einer Liquiditätslücke und ist daher auf die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die medneo Gruppe angewiesen. Zu diesem Zweck hat die medneo International S.A. mit Datum vom 25. Juli 2023 eine unbefristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten der medneo GmbH abgegeben. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Da wir davon ausgehen, bei Bedarf die notwendige finanzielle Unterstützung zu erhalten, haben wir den Jahresabschluss daher unter der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeZur Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten bemerken wir Folgendes:Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 und Abs. 2a HGB bewertet. Darüber hinaus werden angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Sofern die Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen, werden sie um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgte nach der linearen Methode und wurde nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von drei (standardisiert) bis fünf (individualisiert) Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern für Sachanlagen betragen im Wesentlichen zwischen drei (IT) und zehn Jahren (technische Anlagen und Bauten auf fremden Grundstücken). In 2018 errichtete mobile Center werden über elf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge im Geschäftsjahr erfolgten pro rata temporis. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Für Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 wird die steuerliche Sofortabschreibung im Zugangsjahr aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Die jährlichen Zugänge an geringwertigen Anlagegütern sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. In den Finanzanlagen sind unter dem Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" sämtliche Geschäftsanteile an der medneo Deutschland GmbH, Berlin, zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Die 100 %-ige Beteiligung an der Gesellschaft besteht durch Gründung seit 2012. Der Anteilsbesitz dient einer dauernden Verbindung. Darüber hinaus sind an die Tochtergesellschaft langfristig ausgereichte Darlehen als "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaft ergab sich zum 31. Dezember 2022 kein Wertberichtigungsbedarf. Im Berichtsjahr sind sämtliche Geschäftsanteile an der medneo Technology GmbH, Berlin, erworben worden und unter dem Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Der Anteilsbesitz dient einer dauernden Verbindung. Gründe für Wertminderungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Zur Begründung einer dauerhaften Geschäftsbeziehung im Vorjahr erworbene Genossenschaftsanteile sind ebenso unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach zu erfassen sind. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden ver- rechnet. Ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht aktiviert. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag und in Übereinstimmung mit dem Ausweis im Handelsregister ausgewiesen. Die Gesellschafter haben sich zur freiwilligen Zuzahlung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB verpflichtet. Die in früheren Jahren und im Berichtsjahr hierauf geleisteten Einstellungen sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden mit Erhalt der Zuwendung bzw. Bestätigung des Anspruchs und Erfüllung der sachlichen Voraussetzungen gebildet und über die Abschreibungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden und berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren passivierungspflichtigen ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste in angemessener Höhe. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses1. Anlagevermögen Im Anlagenspiegel ist die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt (Anlage zum Anhang).Ab dem Geschäftsjahr 2013 sind entstandene Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Software und Produkten unter Ausnutzung des handelsrechtlichen Aktivierungswahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB mit Herstellungskosten von insgesamt TEUR 14.439 (Stand 31.12.2022) aktiviert. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren Zugänge erfasst. Zum Bilanzstichtag sind diese selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung von linearen Abschreibungen auf die aktivierten Herstellungskosten mit TEUR 204 auszuweisen. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden (VJ.: TEUR 8.209). Die sich aus der Aktivierung ergebenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 61 werden mit aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die hundertprozentige dauerhafte Beteiligung an der medneo Deutschland GmbH, Berlin. Der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 223 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.949 aus. Darüber hinaus besteht eine hundertprozentige dauerhafte Beteiligung an der medneo Technology GmbH, Berlin. Der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.108 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 513 aus. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 3. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden u. a. Kautionen in Höhe von TEUR 87 (VJ.: TEUR 118) ausgewiesen. Diese haben in Höhe von TEUR 77 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Darüber hinausgehende sonstige Vermögensgegenstände und alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Es bestehen latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen, die mit einem Steuersatz von 30,18 % bewertet wurden. Aktive latente Steuern resultieren aus den steuerlichen Verlustvorträgen, aus Sachanlagen, dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen und sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren aus dem Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Der übersteigende Ansatz aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. 5. Eigenkapital Die Stammeinlagen sind in voller Höhe in bar erbracht. Erträge aus der Aktivierung selbst erstellter Vermögensgegenstände unterliegen abzüglich der passiven latenten Steuern einer Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB. Dem zum 31. Dezember 2022 aktivierten Betrag von TEUR 204 stehen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 61 gegenüber. Demzufolge ergibt sich ein der Ausschüttungssperre unterliegender Betrag in Höhe von TEUR 143. Es besteht aber auch eine Ausschüttungssperre auf die gegengerechneten aktiven latenten Steuern von TEUR 61, sodass die Ausschüttungssperre insgesamt TEUR 204 beträgt. Mit Gesellschafterbeschlüssen aus 2022 wurden Darlehen der Gesellschafterin medneo Germany S.à.r.l., Luxemburg, in Höhe von insgesamt TEUR 15.500 in Eigenkapital gewandelt und in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen, ausstehende Rechnungen und Jahresabschlusserstellungs- und Prüfungskosten. 7. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 1.583 (VJ.: TEUR 1.533) überwiegend aus Gesellschafterdarlehen und aufgelaufener Zinsen. Da die Alleingesellschafterin zugleich verbundenes Unternehmen ist, erfolgt der Ausweis unter dieser Bilanzposition. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen darüber hinaus mit TEUR 1.158 (VJ.: TEUR 347) gegenüber Tochtergesellschaften und Unternehmen im Konzernverbund und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (Mezzanine Kapital) beinhalten zum Bilanzstichtag ein nachrangiges Darlehen in Höhe von TEUR 14.405 (VJ.: TEUR 14.405) und aufgelaufene Zinsen von TEUR 7.325 (VJ.: TEUR 5.968). Verbindlichkeiten aus Steuern betragen zum Bilanzstichtag TEUR 47 (VJ.: TEUR 145) und betreffen vor allem Lohn- und Kirchensteuer. Verbindlichkeiten im Rahmen sozialer Sicherheit werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 1 (VJ.: TEUR 0) ausgewiesen. Zu den Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten vgl. Anlage zum Anhang. 8. Gewinn- und Verlustrechnung Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.030 (VJ.: TEUR 6.711) erbracht. Hiervon entfielen insgesamt TEUR 6.504 (VJ.: TEUR 6.569) auf Dienstleistungen, die mit der Tochtergesellschaft medneo Deutschland GmbH realisiert wurden. Die Umsätze sind nahezu wie im Vorjahr ausschließlich im Inland erbracht. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse von TEUR 48 (VJ.: TEUR 19) mit Schwestergesellschaften erzielt. Im Berichtsjahr sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen als Konsortialpartner erhaltene Zuwendungen aus Mittel des Innovationsfonds zur Förderung von neuen Versorgungsformen (Projekt "Herz-Check") in Höhe von TEUR 1.809 (Vorjahr: TERUR 1.998) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 198 (VJ.: TEUR 70). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 740 (VJ.: TEUR 387). Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 8 (VJ.: TEUR 0) bzw. Aufwendungen mit TEUR 12 (VJ.: TEUR 1) ausgewiesen. Die Zinserträge von TEUR 85 (VJ.: TEUR 39) resultieren in Höhe von TEUR 94 (VJ.: TEUR 44) aus verbundenen Unternehmen und mit TEUR -9 (VJ.: TEUR -5) aus auf Bankguthaben berechnete Verwahrentgelte. Die Zinsaufwendungen von TEUR 1.813 (VJ.: TEUR 1.824) bestehen in Höhe von TEUR 50 (VJ.: TEUR 50) gegenüber verbundenen Unternehmen. IV. Sonstige Angaben1. Angaben zum Personal Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 37 (VJ.: 65) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon waren 24 Arbeitnehmer weiblich und 13 Arbeitnehmer männlich. 2. Organe der medneo GmbH Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Alleiniger und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer im Berichtszeitraum war Herr Nicolas Weber, Berlin. Der Geschäftsführer war bis zum 28. Februar 2023 für die Gesellschaft tätig. Mit Wirkung zum 1. März 2023 wurde Herr Brian Cole, Group CFO Marcol, zum alleinigen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde Herr Daniel Sievritts zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus laufenden Mietverträgen von jährlich ca. TEUR 452 (VJ.: TEUR 543) und laufenden Dienstleistungsverträgen von TEUR 1.668 (VJ.: TEUR 1.955). 4. Mutterunternehmen Alleingesellschafterin der medneo GmbH ist die medneo Germany S.à.r.l., Luxemburg. Die medneo GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der medneo Global S.A., Luxemburg, einbezogen. Die medneo Global S.A., Luxemburg, stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister veröffentlicht. Entsprechend den Befreiungsregelungen des § 291 HGB stellt die medneo GmbH keinen Teilkonzernabschluss und -lagebericht auf. 5. Haftungsverhältnisse Zusammen mit den verbundenen Unternehmen medneo Group S.A., Luxemburg, der medneo International S.A., Luxemburg, der medneo Intelligence S.à.r.l., Luxemburg, und der medneo Deutschland GmbH besteht eine gesamtschuldnerische Haftung aus einem Finanzvertrag der medneo Group S.A. mit der Europäischen Investitionsbank, Luxemburg, über insgesamt EUR 30 Mio. Zum 31.12.2022 beträgt die Inanspruchnahme aus dem Finanzvertrag unverändert zum Vorjahr EUR 30 Mio. Aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der medneo Group S.A. schätzen wir die Wahrscheinlichkeit, aus der Verpflichtung in Anspruch genommen zu werden, als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 6. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt entsprechend § 285 Nr. 17 HGB TEUR 42 für Abschlussprüfungsleistungen. 7. Nachtragsbericht Der Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 und die damit einhergehenden unmittelbaren und mittelbaren wirtschaftlichen Konsequenzen können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, ohne dass aktuell konkrete Einschätzungen zum Umfang und Ausmaß gemacht werden können. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses konnten keine wesentlichen Auswirkungen auf die medneo GmbH festgestellt werden. Die medneo International S.A., Luxemburg, hat mit Datum vom 25. Juli 2023 eine unbefristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten der medneo GmbH abgegeben. Die medneo GmbH hat mit Datum vom 25. Juli 2023 eine unbefristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten der medneo Deutschland GmbH abgegeben. Die Gesellschafterin hat in 2023 weitere Finanzmittel für die medneo GmbH in Höhe von EUR 7,3 Mio. ausgereicht. Die Tochtergesellschaft medneo Technology GmbH, Berlin, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 13. Juli 2023 auf die medneo GmbH verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 25. August 2023. Es ergab sich ein Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 0,1 Mio. 8. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Berlin, den 12.01.2024 Brian Cole, Geschäftsführer Daniel Sievritts, Geschäftsführer Vorstehende Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang sind eine verkürzte Fassung des aufgestellten Jahresabschlusses. Ergebnisverwendung Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24. Januar 2024 wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 7.967.400,41 auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagenspiegel
Verbindlichkeitenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.01.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die medneo GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der medneo GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der medneo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt I. "Grundsätzliches zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 3. "Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft für den Prognosezeitraum bis Januar 2025 mit der Entstehung einer Liquiditätslücke - bedingt durch die im Vergleich zur Kostenstruktur nicht ausreichenden Erlöse - rechnet und daher auf die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die medneo Gruppe angewiesen ist. Zu diesem Zweck hat die medneo International S.A., Luxemburg, eine unbefristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten der medneo GmbH abgegeben. Wie in Abschnitt I. "Grundsätzliches zum Jahresabschluss" im Anhang sowie in Abschnitt 3. "Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 19. Januar 2024 KPMG
AG
Schidrich, Wirtschaftsprüfer Stief, Wirtschaftsprüfer |
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