Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 267501
Vorher
Renault LKW Financial Services GmbHRenault Trucks Financial Services GmbH
Eingetragen
14.9.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
der Erwerb und Verkauf und die Vermietung, der Vertrieb von und der Handel mit beweglichen Gütern, insbesondere neuen und gebrauchten Nutzfahrzeugen und hier vor allem mit leichten und schweren Lastkraftwagen, Lieferwagen und Zugmaschinen, mit Baumaschinen und Bussen auf eigene und fremde Rechnung; die Finanzierung des vorgenannten Handels und des Vertriebs einschließlich konzerninternem Factorings, des Leasings und der Vermietung; die Vermittlung von Versicherungen und sowie jegliche Tätigkeiten, die den vorgenannten Zwecken förderlich sind; der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jochen Stuhr
seit 2.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Volvo Bussar AktiebolagSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Volvo Finance Holding Deutschland GmbH
Germany
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volvo Financial Services GmbH

Ismaning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Als Absatzfinanzierungsgesellschaft der AB Volvo Gruppe mit Hauptsitz in Göteborg, Schweden, bietet die Volvo Financial Services GmbH, Ismaning (im Folgenden auch VFS genannt) Endkunden in Deutschland, wie bereits in der Vergangenheit, Finanzierungslösungen für Volvo und Renault Lastkraftwagen, Volvo Baumaschinen und Volvo Busse im Wege des Mietkaufs und des Leasings an (Retail-Geschäft). Daneben finanziert die Gesellschaft auch Nutzfahrzeuge für Volvo und Renault-Trucks- Vertragshändler durch den Ankauf von Forderungen der verschiedenen Konzerngesellschaften aus Kaufverträgen über Lastkraftwagen (Wholesale-Geschäft).

Im Rahmen des "one-stop-shopping"-Konzeptes kann der Kunde beim Kauf bzw. bei der Finanzierung des Nutzfahrzeuges auch eine Versicherung über Volvo Financial Services GmbH abschließen. Daneben bietet VFS-Wartungsverträge der Marktgesellschaften an und bündelt diese mit Finanzierungsverträgen.

Neben einer eigenen Vertriebsmannschaft werden auch die Handelsorganisationen unserer Marktgesellschaften Volvo Group Trucks Central Europe GmbH und Volvo Construction Equipment Germany GmbH sowie deren Händler als Vertriebswege für unsere Produkte verwendet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamt sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3%, kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1%. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund gestiegener Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt. 1

Nach Angabe des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. erhöhte sich das Neugeschäftsvolumen im Leasing-Geschäft (Immobilien- und Mobilien-Leasing) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 24,9% auf 74,17 Milliarden Euro. Das weitaus bedeutendere Neugeschäft im Mobilien-Leasing in Deutschland betrug rund 73,60 Milliarden Euro und lag damit um 26,3% über dem Neugeschäftsvolumen des Vorjahres. Auch die Mietkauffinanzierungen legten deutlich um 8,4% auf 11,39 Milliarden Euro zu. 2

Das Neugeschäft in der nach dem PKW-Geschäft zweitbedeutendsten Objektgruppe Verkehrssektor, zu dem LKW, Transport, Busse und Anhänger gehören, belief sich auf 9,75 Milliarden Euro und lag damit um 14,1% über dem Neugeschäft des Jahres 2022.

1 Statistisches Bundesamt (Destatis) Wiesbaden, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024
2 Grömling, Michael / Kauder, Björn, 2024, Leasing-Marktbericht 2024, Gutachten im Auftrag des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen, Köln

Das Neugeschäft im Segment Baumaschinen legte um 23,3% auf 2,50 Milliarden Euro zu. 3 Insgesamt betrachtet entwickelte sich die Leasingbranche damit im vergangenen Jahr sehr positiv.

Ähnlich positiv entwickelten sich die Neuzulassung von Nutzfahrzeugen, die um 12,2% auf 409.891 Einheiten zulegten. Die größte Gruppe innerhalb der Nutzfahrzeuge bildeten mit 290.693 Stück die Lastkraftwagen, die eine Zunahme der Zulassungszahlen um 14,5% verzeichnen konnten. Die Neuzulassungen von Zugmaschinen stiegen um 8,4% auf 92.628 Fahrzeuge. Insgesamt schloss das Jahr 2023 bei den Neuzulassungen mit einem Plus von 7,3% ab. 4

2. Geschäftsverlauf

Obwohl die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich im Jahr 2023 deutlich schlechter entwickelten als zu Beginn des Jahres angenommen, konnte die VFS im abgelaufenen Geschäftsjahr die positive Geschäftsentwicklung des Jahres 2022 fortsetzen. So ist es gelungen, das Neugeschäftsvolumen erneut deutlich zu steigern. Infolgedessen nahm der Vertragsbestand weiter zu und auch das Jahresergebnis konnte um 26,3 % deutlich verbessert werden.

Der Marktanteil der Volvo Trucks in Deutschland verringerte sich 2023 auf 9,7% (Vorjahr: 10,9%). Die Neuauslieferungen der Volvo Trucks Central Europe GmbH lagen mit 6.958 Einheiten deutlich höher als im Vorjahr, in dem 6.051 Einheiten ausgeliefert wurden.

Der Finanzierungsanteil, also der Anteil der durch VFS finanzierten Fahrzeuge an den gesamten Auslieferungen der Volvo Trucks Deutschland GmbH, verringert sich von 29% (1.755 Einheiten) auf 27% (1.894 Einheiten). Das Neugeschäftsvolumen (Anschaffungswerte der neu finanzierten Objekte) in diesem Bereich belief sich auf insgesamt 221 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresvolumen in Höhe von 187 Mio. Euro bedeutet das einen Anstieg um 18,2%.

Der Marktanteil der Renault Trucks in Deutschland verringerte sich im Jahr 2023 leicht auf 1,4% (Vorjahr: 1,6%). Die Neuauslieferungen der Renault Trucks Deutschland GmbH stiegen im vergangenen Jahr gegenüber 2022 um 17% auf 1.747 Einheiten (Vorjahr 1.495 Einheiten). Der Finanzierungsanteil erhöhte sich von 669 auf 739 Einheiten im Jahr 2023. Die Finanzierungsrate lag mit 42,3% unter dem Vorjahresniveau von 44,8%. Das Neugeschäftsvolumen konnte im Jahr 2023 auf 55,6 Mio. Euro gesteigert werden. Das entspricht einer Zunahme um 18,3%.

Im Bereich Volvo Baumaschinen lagen die Neuauslieferungen mit 3.183 Einheiten leicht über dem Niveau des Vorjahres mit 3.063 Einheiten. Die durch VFS finanzierten Einheiten verringerten sich leicht um 60 auf 654 Einheiten, sodass der Finanzierungsanteil von 23,3% im Jahr 2022 auf 20,5% im Jahr 2023 abnahm. Das Neugeschäftsvolumen verringerte sich im Jahr 2023 um 6,9 Mio. Euro auf 88,8 Mio. Das entspricht einem Rückgang um 7,2%.

Die Neuauslieferungen im Segment Volvo Busse verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr von 28 auf 20 Einheiten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 5 Einheiten mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Mio. EUR finanziert. Das entspricht einem Finanzierungsanteil von 25,0%. Der Anteil am Gesamtportfolio bleibt mit unter einem Prozent weiterhin von untergeordneter Bedeutung.

3 Grömling, Michael / Kauder, Björn, 2024, Leasing-Marktbericht 2024, Gutachten im Auftrag des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen, Köln
4 Kraftfahrt Bundesamt, Flensburg, Pressemitteilung Nr. 01/2024 - Fahrzeugzulassungen im Dezember 2023 - Jahresbilanz

Insgesamt konnte das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 331,5 Mio. EUR um 35 Mio. EUR auf 366,5 Mio. EUR gesteigert werden.

Der Finanzierungsanteil verringerte sich auf 27,7% (Vorjahr 29,6%) und lag damit leicht unter den zu Beginn des Jahres genannten Erwartungen von rund 30%. Insgesamt betrachten wir das erreichte Neugeschäftsvolumen dennoch als sehr zufriedenstellend.

Der Buchwert des Vertragsbestands der Leasing- und Mietkaufverträge belief sich zum Jahresende auf rund 589,9 Mio. Euro und konnte somit im Vergleich zum Vorjahrswert in Höhe von 503,5 Mio. Euro um rund 89,4 Mio. EUR gesteigert werden. Der Anstieg um rund 17,8% lag somit über unseren Erwartungen von 10-15% für das Jahr 2023.

Aufgrund der gestiegenen LKW-Auslieferungszahlen entwickelte sich auch das Geschäft im Bereich der Händlereinkaufsfinanzierung sehr positiv, sodass der Bestand an angekauften Forderungen zum Ende des Geschäftsjahres auf 153,2 Mio. EUR (Vorjahr 51,9 Mio. EUR) gesteigert werden konnte.

Aufgrund des im November 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Volvo Finance Holding Deutschland GmbH, Ismaning, wurde analog zum Vorjahr kein Jahresüberschuss ausgewiesen. Das abgeführte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 betrug 8,3 Mio. Euro und lag damit ebenfalls über den zu Beginn des Jahres formulierten Erwartungen.

Insgesamt betrachten wir den Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr als sehr zufriedenstellend.

3. Steuerungsinstrumente und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere die Eigenkapitalrentabilität und die sogenannte Effizienzquote von besonderer Bedeutung.

Zur Ermittlung der Eigenkapitalrentabilität wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zum Eigenkapital zu Beginn des Geschäftsjahres betrachtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich eine Eigenkapitalrentabilität von rund 32,7% (Vorjahr 24,8%).

Zur Ermittlung der Effizienzquote werden die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen eines Geschäftsjahres im Verhältnis zum verwalteten Vertragsbestand am Ende eines Geschäftsjahres betrachtet. Der Vertragsbestand ist dabei definiert als die Summe aus den Bilanzpositionen Forderungen an Kunden und Leasingvermögen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich somit eine Effizienzquote von 1,8%, die unter dem Vorjahreswert von rund 2,1% liegt. Die Verbesserung der Effizienzquote ist auf die deutliche Zunahme des Vertragsbestands zurückzuführen.

Von besonderer Bedeutung für den Geschäftserfolg der VFS sind hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Zur Sicherung der Qualität des Leistungsangebots sind alle Mitarbeiter dazu verpflichtet, regelmäßig an Schulungen zu verschiedenen Themen teilzunehmen.

Zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit wird eine jährliche Befragung durchgeführt, in der die Mitarbeiter die Gelegenheit haben, Ihre Meinung zum Unternehmen zu äußern. Die Ergebnisse der Befragung dienen als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und werden mit den Mitarbeitern besprochen, um daraus Maßnahmen abzuleiten, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens stetig weiter zu verbessen. Im Jahr 2019 wurde die Methode der Mitarbeiterbefragung unter dem Namen "Volvo Group Pulse" implementiert. Die Ergebnisse der Befragung zeigen für 2023, dass die Mitarbeiterzufriedenheit nach wie vor auf einem hohen Niveau liegt.

Insgesamt verfügt die VFS mit den eingesetzten Leistungsindikatoren über ein effizientes Instrument zur Steuerung des Unternehmens. Fehlentwicklungen können aufgrund der regelmäßigen Analyse der Indikatoren zeitnah identifiziert und Korrekturmaßnahmen umgehend ergriffen werden.

4. Finanz-, Vermögens- und Ertragslage

Ertragslage

Die VFS weist für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 8.340 aus (Vorjahr T€ 6.309).

Die Leasingerträge belaufen sich auf T€ 314.435 und liegen damit um T€ 15.811 bzw. 4,8 % unter dem Wert des Vorjahres von T€ 330.246. Die Erträge aus Leasingraten stiegen in erster Linie aufgrund deutlich reduzierter Forfaitierungsaktivitäten um T€ 6.723 auf T€ 50.812. Aus diesem Grund verringerten sich auch die Erlöse aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um T€ 9.188 von T€ 23.692 im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 14.504 im Geschäftsjahr 2023.

Die Erträge aus der Mietingangsetzung von Mietkaufverträgen nahmen infolge des gegenüber dem Vorjahr geringeren Neuvolumens um T€ 10.409 von T€ 200.351 auf T€ 189.942 ab. Die Verwertungserlöse verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.686 von T€ 61.327 auf T€ 58.641. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr 87 Verträge weniger als im Vorjahr beendet und die Objekte verwertet wurden.

Die Leasingaufwendungen liegen mit T€ 234.771 um rund 5,6% bzw. T€ 14.004 unter dem Vorjahrswert in Höhe von T€ 248.775. Hierbei wirken sich die reduzierten Aufwendungen aus der Mietingangsetzung von Mietkaufverträgen mit einem Rückgang um T€ 10.409 auf T€ 189.942 sowie um T€ 3.595 geringere Verwertungsaufwendungen analog zum Rückgang der Verwertungserlöse in Höhe von T€ 44.829 besonders deutlich aus.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften lagen mit T€ 20.402 sehr deutlich über dem Wert des Vorjahres von T€ 9.036. Der starke Anstieg ist zum einen verursacht durch die Ausweitung der Händlereinkaufsfinanzierung zum anderen durch die Zunahme des Bestands an Mietkaufforderungen. Daneben trug auch das deutlich gestiegene Zinsniveau zum Anstieg der Zinserträge bei.

Die Zinsaufwendungen erhöhten sich ebenfalls in Folge der stark gestiegenen Refinanzierungskosten und aufgrund des gestiegenen Refinanzierungsbedarfs deutlich um T€ 10.910 auf T€ 14.177.

Die Provisionserträge in Höhe von T€ 1.248 erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 115, was insbesondere auf gestiegen Erlöse aus Vertragsbearbeitungsgebühren zurückzuführen ist.

Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich geringfügig um T€ 5 von T€ 239 im Jahr 2022 auf T€ 234.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 749 liegen um T€ 730 unter dem Wert des Vorjahres. Der Rückgang resultiert in erster Linie aus geringeren Auflösungen von nicht mehr benötigten Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 13.371 liegen um T€ 1.227 über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen verursacht durch höhere IT-Betriebs- und Projektkosten sowie gestiegene Personalaufwendungen.

Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen haben sich aufgrund eines im Jahresdurchschnitt gesunkenen Leasingbestands um T€ 6.027 auf T€ 63.461 reduziert. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von T€ 555 liegen mit T€ 745 unter dem Wert des Vorjahres.

Sonstige betriebliche Aufwendungen fielen im Geschäftsjahr 2023 keine an (Vorjahr T€ 209)

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Zuführung von Rückstellungen im Kreditgeschäft belaufen sich auf T€ 1.894 (Vorjahr T€ 165). Diese setzen sich zusammen aus Direktabschreibungen auf uneinbringliche Forderungen in Höhe von T€ 436 (Vorjahr T€ 95), Erträgen aus Zahlungseingängen für zuvor wertberichtigte Forderungen in Höhe von T€ 524 (Vorjahr T€ 408), Erträgen aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 270 (Vorjahr T€ 0) sowie der Erhöhung der Risikovorsorge infolge des gestiegenen Vertragsbestands und der Zunahme problembehafteter Engagements in Höhe von T€ 2.252 (Vorjahr T€ 478).

Die wesentlichen Einflussfaktoren für die Veränderung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Leasingerträge ./. -aufwendungen ./. Afa Leasingvermögen 16.203 11.984 4.219
Zinsergebnis 6.224 5.769 456
Netto-Risikoergebnis -1.894 -165 -1.729
Provisionsergebnis 1.014 894 121
sonstiges Ergebnis 749 1.271 -521
Verwaltungskosten + Abschreibung eigengen. Anlagevermögen -13.926 -13.443 -483
Abschreibungen auf Beteiligungen -31 0 -31
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.340 6.309 2.031

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 177.566 auf T€ 763.072 angestiegen. Die Vermögenslage ist nach wie vor insbesondere durch das Leasingvermögen sowie die Forderungen an Kunden gekennzeichnet. Das Leasingvermögen erhöhte sich relativ geringfügig um T€ 1.746 auf T€ 206.994. Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 547.123 haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um T€ 175.412 erhöht. Der Anstieg ist erster Linie auf den gestiegenen Vertragsbestand der Mietkaufverträge sowie auf den gestiegenen Bestand aus Forderungen aus der Händlereinkaufsfinanzierung zurückzuführen. Der Bestand an Mietkaufverträgen erhöhte sich infolge des Neugeschäfts und unter Berücksichtigung der Risikovorsorge um T€ 82.929 auf T€ 378.112. Besonders stark war die Zunahme im Vertragssegment VFS Select. Hierbei handelt sich um Sale & Mietkauf-Back Finanzierungen, die von den VFS-Kunden sehr gut angenommen wurde. Der Forderungsbestand erhöhte sich hier von T€ 17.751 um T€ 64.306 auf T€ 82.057. Die Forderungen aus Händlereinkaufsfinanzierung nahmen aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 gestiegenen LKW-Auslieferungszahlen und des gestiegenen Ankaufsvolumens um T€ 101.350 zu und erreichten einen Stand in Höhe von T€ 153.242. Darüber hinaus bestand zum Jahresende eine Forderung aus Cashpool in Höhe von T€ 5.140, die um T€ 8.763 niedriger war als im Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von T€ 7.891 im Vorjahr auf T€ 8.783. Dieser Anstieg resultiert zum einen aus den zur Vermietung anstehenden Vermögensgegenständen, zu denen im Geschäftsjahr 2024 Neuverträge aktiviert werden.

Diese lagen bei T€ 7.258 im Vergleich zum Vorjahreswert von T€ 6.251. Zum anderen erhöhte sich der Verwertungsbestand um T€521 auf T€ 1.505.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben sich um T€ 194.022 auf T€ 712.411 erhöht. Wesentlichen Anteil bilden die Verbindlichkeiten gegenüber der Volvo Treasury AB in Höhe von T€ 680.759 (Vorjahr T€ 502.513) zur Refinanzierung des Vertragsbestands.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 2.246 auf T€ 10.341 ist in erster Linie auf die im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.449 höhere Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von T€ 8.340 sowie auf eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 523 aus abzuführender Umsatzsteuer zurückzuführen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich aufgrund des regulären Auslaufs der zugrundeliegenden Verträge und der geringeren Forfaitierungen zukünftiger Leasingforderungen um T€ 9.997 auf T€ 19.893.

Die Rückstellungen in Höhe von T€ 4.399 liegen um T€ 741 über dem Wert des Vorjahres. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für Bonusansprüche sowie auf die Erhöhung der Bonitätsrückstellung zurückzuführen.

Das bilanzielle Eigenkapital verringerte sich aufgrund einer Ausschüttung an die Volvo Finance Holding (Deutschland) GmbH um T€ 9.446 auf T€ 16.027. Die Ausschüttung erfolgte auf der Grundlage eines Gesellschafterbeschlusses vom 13.12.2023.

Die VFS verfügt, unter Berücksichtigung der Eingliederung in den Mutterkonzern AB Volvo, nach wie vor über ein der Geschäftstätigkeit entsprechendes, angemessenes Eigenkapital.

Die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten erfolgt im überwiegenden Teil durch konzerninterne Darlehen über Volvo Treasury AB, Göteborg, Schweden auf der Grundlage eines sogenannten "Multicurrency Revolving Term Loan Facility Agreements". Mit dieser Vereinbarung gewährt die Volvo Treasury AB eine Kreditlinie in Höhe von zurzeit 900 Mio. Euro, die jedes Jahr im Hinblick auf ihre Angemessenheit überprüft und ggf. angepasst wird. Zur Refinanzierung des Neugeschäfts werden regelmäßig neue Darlehen aufgenommen. Um eine fristenkongruente Refinanzierung sicherzustellen, erfolgt die Darlehensaufnahme prinzipiell unter Betrachtung der Ratenverläufe des zu refinanzierenden Neugeschäfts. Die Überwachung der fristenkongruenten Refinanzierung erfolgt anhand eines monatlichen Reporting.

Im Geschäftsjahr standen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben.

Insgesamt erachten wir die Finanz- und Vermögenslage als geordnet. Die VFS befindet sich nach unserer Einschätzung zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach wie vor in einer soliden wirtschaftlichen Lage.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Große Chancen sehen wir in den kommenden Jahren nach wie vor insbesondere aufgrund der beschleunigten Transformation der Volvo Produktpalette hin zu elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und Baumaschinen. Die Umstellung auf elektrische Produkte geht dabei Hand in Hand mit der Strategie, unseren Kunden Komplettlösungen anzubieten, die neben der reinen Finanzierung zukünftig auch verstärkt Service- und Versicherungsleistungen sowie bei elektrisch angetriebenen Produkten auch Ladeinfrastruktur umfassen soll.

Aufgrund der technologischen Führungsposition des Volvo Konzerns sehen wir gute Chancen, dass die Absatzzahlen in Deutschland weiter gesteigert werden und die VFS bei einem angestrebten Finanzierungsanteil von 25%-30% im Jahr 2024 davon profitieren wird.

2. Risikobericht

Risikomanagement und Risikomanagementprozess

Die VFS ist gemäß § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG ein Finanzdienstleistungsinstitut und hat dementsprechend die Anforderungen des BaFin-Rundschreibens 05/2023 (BA) vom 29.06.2023 (Mindestanforderungen an das Risikomanagement - MaRisk) sowie des Rundschreibens 10/2017 (BA) in der Fassung vom 16.08.2021 (BAIT - Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT) zu beachten.

Ziel des Risikomanagements der VFS ist es, potenzielle, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und hierauf aufbauend Handlungsalternativen abzuleiten, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Das Risikomanagement erfolgt im Rahmen eines integrierten Ansatzes, d.h. die einzelnen Stufen des Risikomanagementprozesses sind in sämtliche Bereiche, Prozesse und Hierarchieebenen des Unternehmens eingebettet. Die VFS ist in die strategischen und globalen Risikosteuerungsprozesse des AB Volvo Konzerns eingebunden.

Unter dem Risikomanagementprozess, durch den die wesentlichen Risiken gesteuert werden, versteht die VFS die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikoaggregation, Risikosteuerung, Risikoüberwachung und Risikoberichterstattung.

Der Risikomanagementprozess basiert auf der Risikostrategie, welche aus der Geschäftsstrategie abgeleitet wird. Die Risikostrategie der VFS zielt dabei stets darauf ab, große Einzelrisiken zu vermeiden und ein ausgewogenes Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Die Geschäfts- und Risikostrategie wird regelmäßig - mindestens jährlich - und bei bedeutenden Veränderungen der Rahmenbedingungen auch anlassbezogen überprüft und ggf. angepasst.

Die AB Volvo Gruppe ist ein Vorreiter bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen im Transport- und Baumaschinensektor. Die Geschäfts- und die Risikostrategie der VFS ist eng mit den Nachhaltigkeitszielen des Konzerns verknüpft. Die ESG-Risiken, die mit den von der AB Volvo Gruppe vertriebenen und der VFS finanzierten Objekten verbunden sind, insbesondere in Hinblick auf die Umwelt, sind weitgehend gleichartig. Im Wesentlichen kann hier zwischen Objekten mit Antrieben auf Basis fossiler Brennstoffe und solchen mit nachhaltigen Antriebslösungen - insbesondere Elektromobilität - unterschieden werden. Die Kunden konzentrieren sich entsprechend der Produkte des Konzerns in den Bereichen Transportwesen, Bauindustrie und Garten- und Landschaftsbau. Insofern sind auch bei den Kundengruppen ähnliche ESG-Risiken vorzufinden. In der Risikostrategie reduzieren wir sukzessive den Anteil der Objekte mit fossilen Antrieben beziehungsweise erhöhen den Anteil der Objekte mit nachhaltigen Antriebslösungen. Erhöhte ESG-Risiken bei einzelnen Kunden beziehungsweise Geschäftstransaktionen werden in einem Eskalationsprozess gesondert geprüft und unter Berücksichtigung der ESG-Risiken entschieden.

Die Grundlage des Risikomanagementprozesses bildet eine Risikoinventur, welche mindestens einmal jährlich erfolgt. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle relevanten Risiken identifiziert und abhängig von der potenziellen Risikohöhe hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit bewertet. Dabei werden auch mögliche ESG-Risikofaktoren hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Risikoarten berücksichtigt. Ihre Einbeziehung führte bisher zu keiner wesentlichen Änderung der Risikoeinschätzung insgesamt.

Die Anforderungen der 7. Novelle der MaRisk, die wesentlich das Thema ESG-Risiken betreffen, wurden soweit bereits erforderlich umgesetzt. Die abschließend noch zu behandelnden Punkte, wie die Berücksichtigung bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit und den Stresstests, werden planmäßig abgearbeitet.

Die folgenden Risikoarten wurden per 31.Dezember 2023 als wesentlich für die VFS eingestuft:

Risikokategorie Risikoart
Adressenausfallrisiken Ausfallrisiko bzw. Bonitätsrisiko
Sicherheiten- und Restwertrisiko
Operationelle Risiken i.e.S.
Rechtsrisiko
Operationelle Risiken Compliance Risiko
Betrugsrisiko
Outsourcing Risiko
Personalressourcenrisiko

Die VFS betrachtet das Liquiditätsrisiko (Zahlungsunfähigkeits- und Refinanzierungsrisiko) für das Bestandsgeschäft als unwesentlich. Aufgrund der fristenkongruenten Refinanzierung des Portfolios sind unerwartete Zahlungsabflüsse in wesentlichem Umfang sowie die Notwendigkeit zur Aufnahme neuer Refinanzierungsmittel nicht zu erwarten. Sofern unvorhergesehene Liquiditätsunterdeckungen oder Zahlungsabflüsse entstehen sollten, verfügt die VFS aufgrund des Rahmenvertrags mit Volvo Treasury AB, Göteborg über eine stetige Refinanzierungsmöglichkeit. Zudem verfügt die VFS über ein etabliertes Überwachungs- und Steuerungsverfahren (Match-Funding) für Abflüsse und Zuflüsse an Liquidität.

Bei Veränderungen des Refinanzierungszinssatzes von AB Volvo gibt es für das fristenkongruent finanzierte Geschäft keine Auswirkungen auf den Wert des Portfolios der VFS. Daher wird bei VFS auch das Marktpreisrisiko (Spread-Risiko) als nicht wesentlich klassifiziert.

Die Gesamtrisikobetrachtung erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse, welche zum Ziel hat, dass das zur Deckung potenzieller Verluste angemessene Risikodeckungspotential jederzeit sichergestellt ist. Die Risikotragfähigkeit wird kontinuierlich überwacht.

Von dem nach dem Schema des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen ermittelten Substanzwert, der das gesamte Risikodeckungspotential darstellt, wird wie in den Vorjahren ein Risikopuffer von 15 Mio. Euro für Risikokonzentrationen und unerwartete Verluste in Abzug gebracht. Die so ermittelte Risikodeckungsmasse wird dann auf die wesentlichen Risiken allokiert. Neben den "Normalszenarien", die entweder auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit oder auf den Prognosewerten beruhen, werden regelmäßig einmal jährlich Stresstests durchgeführt, um die Auswirkungen ungewöhnlicher Verluste bzw. Risikoszenarien auf die Risikotragfähigkeit zu analysieren.

Durch die obengenannte Risikoüberwachung und entsprechende Berichterstattung werden Abweichungen von der vorgegebenen Risikotoleranz (Risikoappetit) frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise dargestellt, um etwaig notwendige Korrekturmaßnahmen einleiten zu können.

Adressenausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiken versteht VFS potenzielle Verluste, die sich aus dem Ausfall bzw. der Bonitätsverschlechterung von Schuldnern ergeben können. Unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt, dass Adressenausfallrisiken und damit verbundene Risikokonzentrationen begrenzt werden können.

Die finanzierten Objekte stellen stets Sicherheiten dar. Es erfolgt kein Abschluss eines Finanzierungsgeschäfts, ohne dass ein kreditnehmerbezogenes Limit entweder als Einzelkreditnehmerlimit oder als Kreditnehmereinheitenlimit erteilt wird. Die Kreditabteilung überwacht die Einhaltung der Limits und identifiziert Risikokonzentrationen. Soweit Abhängigkeiten bestehen, werden diese im Rahmen der Risikobetrachtung berücksichtigt.

Es erfolgt monatlich eine Risikoberichterstattung an die Geschäftsleitung, die die wesentlichen strukturellen Merkmale, wie Portfolioentwicklung, Abschreibungen und Cash- Flows der Geschäftstätigkeit umfasst.

Zur Berechnung des Adressenausfallrisikopotentials in der Risikotragfähigkeitsrechnung wurden als Basis die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kunden zum Stichtag und historische Verlusterwartungen herangezogen. Auf Basis, der mit dem Rating verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Kundenbasis wurde eine durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt. Weiter wurde angenommen, dass einer der größten 20 Kunden ausfällt. Auf Basis der höchsten Verlustquote der letzten 10 Jahre wurde abschließend das Risikopotential als Produkt der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit und der Verlustquote ermittelt.

Der so ermittelte Wert wird mit den prognostizierten Abschreibungen der kommenden 12 Monate verglichen. Der höhere der beiden Werte wird als Risikopotential in der Risikotragfähigkeitsberechnung berücksichtigt. Das Sicherheiten- und Restwertrisiko ist zwar weitgehend durch Garantien der Muttergesellschaft abgedeckt, wurde aber dennoch als wesentlich eingestuft, da es in Fällen, in denen Garantien nicht verlangt wurden, durchaus zu Verlusten führen kann.

Operationelle Risiken

VFS definiert operationelle Risiken als potenziellen Eintritt von Verlusten im Zusammenhang mit Mitarbeitern, vertraglichen Vereinbarungen und deren Dokumentation (auch Auslagerungen und deren Einbindung in das Risikomanagement der VFS), Technologie, Zusammenbruch der Infrastruktur, Projekten, externen Einflüssen und Kundenbeziehungen und damit auch rechtlichen Risiken.

Durch die Einbindung der internen Rechtsabteilung wird allen rechtlichen Risiken in sämtlichen rechtlichen Belangen Rechnung getragen. Potenziellen Compliance Risiken wurde durch die Schaffung einer Compliance Stelle zur Identifizierung und Vermeidung entsprechender Risiken begegnet. VFS hat weiterhin ein Outsourcing Controlling installiert, welches die ordnungsmäßige Leistungserbringung überwacht. Internen und externen Betrugsrisiken wird durch organisatorische Vorkehrungen innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation Rechnung getragen.

Zur Quantifizierung der operationellen Risiken wurde wie bereits im Vorjahr der Standardansatz mit alternativem Indikator gemäß Art. 319 (1a) CRR gewählt. Als Risiko wurden 3,5% des faktorgewichteten Kreditvolumens angesetzt. Der so ermittelte Risikowert ist im Vergleich zum Vorjahreswert mit 1,3 Mio. Euro unverändert. Unabhängig davon werden Verluste, die aufgrund unzureichender organisatorischer Vorkehrungen eintreten, weiterhin in einer Schadensfalldatenbank erfasst. Im Jahre 2023 traten jedoch keine relevanten Verluste auf.

Risikoberichterstattung

Auf Basis der Risikoberichtserstattung entscheidet die Geschäftsführung, welche Gegenmaßnahmen zu treffen sind. Die Geschäftsführung stellt über entsprechend eingerichtete Funktionen im Unternehmen sicher, dass ein vollständiger, funktionsfähiger und ausreichend dokumentierter Risikomanagementprozess eingerichtet ist, sowie dass ein zeitnahes und aussagekräftiges Berichtswesen erfolgt. Die Risiken der Gesellschaft stellen sich zum 31. Dezember 2023 im Normalszenario zusammengefasst wie folgt dar:

Risikoart Risikodeckungsmasse Risikopotential Deckungsgrad
in Mio. Euro in Mio. Euro in %
Adressenausfallrisiko 27,85 4,5 619%
Operationelle Risiken 6,96 1,3 524%
Summe 34,81 5,8 597%

Von der gesamten zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse wurde ein Abschlag von 15 Mio. Euro vorgenommen, um einen zusätzlichen Puffer für Risikokonzentrationen und allgemeine Geschäftsrisiken zu bilden. Der Rückgang der Risikodeckungsmasse gegenüber dem Vorjahreswert von 45,4 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die im Jahr 2023 erfolgte Ausschüttung des Bilanzgewinns in Höhe von 9,4 Mio. Euro zurückzuführen. Die nach dem Abzug von 15 Mio. Euro verbleibende Risikodeckungsmasse von 34,8 Mio. Euro steht zur Abdeckung der Adressenausfall- und operationellen Risiken zur Verfügung. Das gegenüber dem Vorjahr gestiegene Risikopotential (Vorjahr 4,5 Mio. Euro) resultiert aus dem höheren Wert für das Adressenausfallrisiko (Vorjahr 3,2 Mio. Euro). Hier spiegeln sich sowohl die Ausweitung des Portfolios als auch der Anstieg der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit der Kunden im Portfolio wider.

Zusammenfassende Betrachtung

Für die identifizierten Risiken aus der Geschäftstätigkeit wurde mit den im Jahresabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen ausreichend Vorsorge getroffen.

Die Risikotragfähigkeit der VFS erwies sich sowohl unter dem Normalszenario als auch unter den Stressszenarien als gegeben. Die Risiken aus den weiterhin ungünstigen Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahre 2024 werden durch die Stressszenarien hinreichend berücksichtigt.

IV. Prognosebericht

Die Bundesregierung erwartet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für das Jahr 2024 einen Zuwachs des preisbereinigten BIP um lediglich 0,2%. Belastende Faktoren wie hohe Verbraucherpreissteigerungen und daraus folgende Kaufkraftverluste sollten sich verringern jedoch belasten geopolitische Krisen und geldpolitische Straffungen die erwartete Erholung. Wieder steigende Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften aber im Jahresverlauf eine binnenwirtschaftliche Erholung einleiten.

Vor dem Hintergrund dieser gedämpften Aussichten rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft mit einem schwachen Investitionsjahr, was auch zu einer zurückgehenden Nachfrage nach LKW und Baumaschinen führen könnte. 5

Daneben könnte sich die für das Jahr 2024 erwartete deutliche Zunahme der Firmeninsolvenzen 6 belastend auf den Geschäftsverlauf auswirken.

Als lokale Organisation fokussiert sich die VFS im Geschäftsjahr 2024 weiter auf eine Reihe von Kernthemen.

Nachdem in den beiden vergangenen Geschäftsjahren zahlreiche Struktur-, Prozess- und Produktinnovationen vorgenommen wurden, soll im Geschäftsjahr 2024 ein Hauptaugenmerk darauf gerichtet werden, die Produkte verstärkt im Markt zu etablieren und Prozesse effizienter zu gestalten.

Die Händlereinkaufsfinanzierung soll weiter ausgebaut werden, wobei im Geschäftsjahr 2024 insbesondere das Händlernetz für Volvo Baumaschinen im Fokus stehen soll.

Daneben streben wir eine weitere Ausdehnung des Vermietungsgeschäfts an, um dem strategischen Ansatz der Volvo Gruppe unter dem Stichwort "Equipment as a Service" Rechnung zu tragen.

Darüber hinaus ist geplant, weitere Finanzierungsprodukte, insbesondere Leasing- und Mietverträge ab der zweiten Jahreshälfte 2024 auch mit variabler Verzinsung anzubieten, um unseren Kunden noch flexiblere Finanzierungsangebote machen zu können. Darin sehen wir ein strategisches Mittel, trotz des Umfeldes tendenziell steigender Refinanzierungskosten, das Neugeschäftsvolumen zu steigern.

Große Chancen sehen wir auch, wie bereits erwähnt, im Bereich der Finanzierung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Wenngleich hier abzuwarten sein wird, wie sich die Absatzzahlen nach der Einstellung des Förderprogramms durch die Bundesregierung entwickeln werden.

Auf der Grundlage dieser Initiativen streben wir ein Neugeschäftsvolumen auf demselben Niveau wie im vergangenen Jahr und eine stabile Finanzierungsrate von insgesamt 25%- 30% an, die im folgenden Geschäftsjahr 2025 auf dem gleichen Niveau beibehalten werden soll.

Das sollte dazu führen, dass wir den Vertragsbestand im Geschäftsjahr 2024 um weitere etwa 10% steigern können. Für die Folgejahre 2025 und 2026 streben wir ebenfalls Zuwachsraten von etwa 10% an.

Die geplante Ausweitung des Vertragsbestands sollte auch dazu beitragen, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 um 5%-10% gesteigert werden kann und sich die Ergebnisverbesserungen auch in den Folgejahren fortsetzen wird. Allerdings ist hier von großer Bedeutung, wie sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter entwickeln werden. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 war bereits ein spürbarer Anstieg von Kundenengagements mit Zahlungsstörungen zu beobachten. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und zu einer steigenden Zahl an Insolvenzfällen führen, könnte sich das erheblich negativ auf die Ergebnisentwicklung auswirken.

 

Ismaning, den 16.Mai 2024

Jens-Robert Winkelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Jochen Stuhr, Geschäftsführer

5 Grömling, Michael / Kauder, Björn, 2024, Leasing-Marktbericht 2024, Gutachten im Auftrag des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen, Köln
6 Allianz Trade Hamburg, Pressemitteilung vom 28.02.2024; Allianz Trade Insolvenzstudie: Stabilisierung erst 2025 / Insolvenzen nehmen 2024 an Fahrt auf-auch in Deutschland

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der Volvo Financial Services GmbH, Ismaning

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
Euro TEuro
1. Forderungen an Kunden 547.122.667,89 371.711
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 31
3. Leasingvermögen 206.994.004,69 205.248
4. Immaterielle Anlagewerte 0,00 529
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
5. Sachanlagen 123.438,47 79
6. Sonstige Vermögensgegenstände 8.782.969,82 7.891
7. Rechnungsabgrenzungsposten 48.768,82 18
Summe der Aktiva 763.071.849,69 585.506

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
Euro TEuro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 712.411.477,78 518.390
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 31.652.955,27 15.877
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 680.758.522,51 502.513
2. Sonstige Verbindlichkeiten 10.341.082,00 8.095
3. Rechnungsabgrenzungsposten 19.892.530,44 29.890
4. Rückstellungen 4.399.309,37 3.658
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 338.912,00 348
b) Steuerrückstellungen 38.058,00 38
c) andere Rückstellungen 4.022.339,37 3.273
5. Eigenkapital 16.027.450,10 25.473
Eingefordertes Kapital
a) gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500
b) Kapitalrücklage 13.527.450,10 13.527
c) Bilanzgewinn 0,00 9.446
Summe der Passiva 763.071.849,69 585.506

 

Ismaning, den 16. Mai 2024

Jens-Robert Winkelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Jochen Stuhr, Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
Euro Euro Euro T Euro
1. Leasingerträge 314.434.626,00 330.246
2. Leasingaufwendungen -234.770.931,77 -248.775
79.663.694,23 81.471
3. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 20.401.708,91 9.036
4. Zinsaufwendungen -14.177.258,27 -3.267
6.224.450,64 5.769
5. Provisionserträge 1.248.428,81 1.133
6. Provisionsaufwendungen -233.972,24 -239
1.014.456,57 894
7. Sonstige betriebliche Erträge 749.308,58 1.480
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -6.403.149,28 -5.817
aa) Löhne und Gehälter -5.564.530,81 -5.013
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -838.618,47 -804
darunter: für Altersversorgung EUR 544,49 (Vorjahr TEUR 7,5)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -6.967.605,66 -13.370.754,94 -12.144
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen -63.460.786,32 -69.488
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -555.432,38 -64.016.218,70 -1.300
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 -209
darunter Fremdwährungsverluste EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0)
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -1.894.266,34 -165
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -30.957,46
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 8.339.712,58 6.309
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 294
16. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -8.339.712,58 -6.603
17. Jahresüberschuss 0,00 0
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 9.446
19. Bilanzgewinn 0,00 9.446

 

Ismaning, den 16. Mai 2024

Jens-Robert Winkelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Jochen Stuhr, Geschäftsführer

HRB 267501 Amtsgericht München

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeines

Die Volvo Financial Services GmbH wendet für die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), inklusive die für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. HGB, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV), die institutsspezifischen Formblätter sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbHG an.

Nach § 340a Abs. 1 HGB haben Leasingunternehmen, die als Finanzdienstleistungsinstitute tätig sind, unabhängig von ihrer Größe und Rechtsform, die für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften anzuwenden.

Alleinige Gesellschafterin der Volvo Financial Services GmbH ist die Volvo Finance Holding (Deutschland) GmbH, Ismaning. Mit dieser besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine ertragssteuerliche Organschaft.

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden als wesentlich eingestufte Auslagerungen die Auslagerung an die Volvo Financial Services AB, Göteborg, Schweden in Bezug auf die Hard- und Softwareadministration, IT Projektmanagement sowie allgemeine IT- Unterstützung (1.-3. Level Support) sowie an die bzw. an HCL Technologies Germany GmbH, Eschborn in Bezug auf den Betrieb des Unternehmensnetzwerkes und der Serverlandschaft sowie die Sicherstellung der IT-Sicherheit.

Außerdem bestand im Jahr 2023 eine wesentliche Auslagerung eines Risiko-Management-Systems (das sog. Customer Application Management System - CAM) an Prof. Schumann GmbH.

Die Volvo Financial Services AB, Göteborg, Schweden war im Geschäftsjahr 2023 mit der Planung, Durchführung und Dokumentation der internen Revision der Volvo Financial Services GmbH im Wege einer wesentlichen Auslagerung betraut. Die Volvo Financial Services AB, Göteborg, Schweden hat die Planung, Durchführung und Dokumentation der internen Revision in Bezug auf regulatorische Anforderungen (MaRisk) an Herrn Wirtschaftsprüfer Dirk Augustin, Frankfurt am Main, ausgelagert.

Wie bereits im Vorjahr war die Rolle des Betrugs- und Geldwäschebeauftragten sowie des Stellvertreters an Creditreform Compliance GmbH im Wege einer wesentlichen Auslagerung ausgelagert.

B. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der einzelnen Bilanzposten erfolgte nach denselben Grundsätzen wie im Jahresabschluss zum 31.Dezember 2022.

Forderungen an Kunden sind zum Nennwert bilanziert. Risiken im Leasinggeschäft wurden durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch Rückstellungen für Bonitätsrisiken Rechnung getragen.

Einzelwertberichtigungen wurden für fällige Forderungen gebildet, für die aufgrund laufender Insolvenzverfahren davon auszugehen ist, dass diese nicht mehr einbringlich sind. Darüber hinaus wurden Bonitätsrückstellungen für Verträge gebildet, zu denen Rechtsstreitigkeiten anhängig sind. Um dem allgemeinen Ausfallrisiko Rechnung zu tragen, wurden außerdem Pauschalwertberichtungen gebildet.

Die Berechnung der Pauschalwertberichtungen basiert auf den Erfahrungswerten (Schadenshöhe und Schadenshäufigkeit) des Zeitraums 2006 bis 2023. Um der aktuellen Situation eines möglichen wirtschaftlichen Abschwungs Rechnung zu tragen, wurde die Annahme bezgl. der Anzahl der zukünftigen Schadensfälle aus dem Vorjahr beibehalten, und zwar basierend auf einer Analyse der Veränderung der Schadenshäufigkeit aus der Phase der Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2010.

Die Beteiligung an der Stokov Financial Services LLC. (vormals VFS Vostock LLC.), Moskau, Russland wurde im Geschäftsjahr 2023 beendet. Die Anteile wurden vollständig ausgebucht.

Das Leasingvermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Es wird linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer abgeschrieben. Zur Vermeidung absehbarer Verluste werden grundsätzlich außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und im Falle dauerhafter Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Es wird linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Es wird linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie zu Aufwendungen nach diesem Tag werden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und sonstige Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

C. Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Bilanz

Aktivseite

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 547.123 (Vorjahr T€ 371.711) sind fällige Mietkauf-, Finanzierungs- und Leasingforderungen in Höhe von T€ 10.629 (Vorjahr T€ 10.733), noch nicht fällige Mietkauf- und Finanzierungsforderungen in Höhe von T€ 378.112 'Vorjahr T€ 295.183), Forderungen aus Händlerfinanzierungen in Höhe von T€ 153.242 (Vorjahr T€ 51.892) sowie T€ 5.140 (Vorjahr T€ 13.903) Cashpool-Forderungen enthalten. Von den Forderungen an Kunden aus dem Mietkauf-, Finanzierungs- und Leasinggeschäft wurden Wertberichtigungen abgesetzt. Die im Gesamtbetrag der Forderungen an Kunden enthaltenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T€ 7.036 (Vorjahr T€ 16.546).

Fristigkeiten der Forderungen an Kunden
31.12.2023 Vorjahr
T€ T€
bis zu 3 Monate 192.461 99.150
bis zu einem Jahr 84.446 73.705
1 bis 5 Jahre 265.308 193.376
über 5 Jahre 4.908 5.480
gesamt 547.123 371.711

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligung an der Stokov Financial Services LLC. (vormals VFS Vostock LLC.), Moskau, Russland wurde im Geschäftsjahr 2023 beendet und die Anteile vollständig ausgebucht. Es entstand ein Verlust in Höhe von T€ 31.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen: Das Anlagevermögen umfasst das eigengenutzte Anlagevermögen, die Finanzanlagen und das Leasingvermögen.

Das Leasingvermögen umfasst die mit den Endkunden abgeschlossenen Voll- und Teilamortisationsleasingverträge. Es bestehen Rückkaufvereinbarungen und Restwertgarantien mit den Volvo Marktgesellschaften, die im Bedarfsfall dazu genutzt werden, um das Restwert- bzw. Vermarktungsrisiko der VFS zu begrenzen.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.428.839,69 0,00 0,00 0,00 7.428.839,69
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.886,64 71.193,25 3.362,48 0,00 159.717,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 31.494,96 0,00 31.494,96 0,00 0,00
IV. Leasingvermögen
Vermietetes Leasingvermögen 355.545.492,90 110.218.482,63 129.148.382,64 323.400,00 336.292.192,89
363.097.714,19 110.289.675,88 129.183.240,08 323.400,00 343.880.749,99
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.900.110,52 528.729,17 0,00 0,00 7.428.839,69
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.938,21 26.703,21 3.362,48 0,00 36.278,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
IV. Leasingvermögen
Vermietetes Leasingvermögen 150.297.772,29 63.460.786,32 84.411.908,71 48.461,70 129.298.188,20
157.210.821,02 64.016.218,70 84.415.271,19 48.461,70 136.763.306,83
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 528.729,17
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.438,47 78.948,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 31.494,96
IV. Leasingvermögen
Vermietetes Leasingvermögen 206.994.004,69 205.247.720,61
207.117.443,16 205.886.893,17

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 8.783 (Vorjahr T€ 7.891) enthalten die Anschaffungswerte der Objekte, zu denen im Folgejahr Leasing- oder Mietkaufverträge aktiviert werden in Höhe von T€ 7.258 (Vorjahr T€ 6.252), Buchwerte von zur Verwertung anstehenden Objekten T€ 1.506 (Vorjahr T€ 985) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 19 (Vorjahr T€ 19).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 18) bezieht Vorauszahlungen, die zu Aufwand im Geschäftsjahr 2024 führen werden.

Passivseite

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von T€ 712.411 (Vorjahr T€ 518.390) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 687.740 (Vorjahr T€ 507.953), für die keine Sicherheiten bestellt wurden sowie T€ 15.000 Verbindlichkeiten gegenüber der Aktiebolaget Svensk Exportkredit, Stockholm, resultierend aus einer Beteiligung am Ankaufsrahmen von Forderungen aus der Händlereinkaufsfinanzierung. Als Sicherheit wurden die Forderungen aus der Händlereinkaufsfinanzierung an die Aktiebolaget Svensk Exportkredit, Stockholm, abgetreten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem verbundenen Unternehmen Volvo Treasury AB, Göteborg, Schweden belaufen sich auf T€ 680.759 (Vorjahr T€ 502.513). Es handelt sich um Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit aus Refinanzierung inklusive Zinsabgrenzung. Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6.981 (Vorjahr T€ 5.441) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 9.671 gegenüber nicht verbundenen Unternehmen (Vorjahr T€ 10.436).

Fristigkeiten der Verbindlichkeiten
bis zu 3 Monaten > 3 Monate bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
andere Verbindlichkeiten täglich fällig 31.653 0 0 0 31.653
Vorjahr 15.877 0 0 0 15.877
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - mit vereinbarter Laufzeit und Kündigungsfrist 207.685 136.447 334.965 1.662 680.759
Vorjahr 98.325 118.858 284.902 428 502.513
Summe am 31. Dezember 2023 239.338 136.447 334.965 1.662 712.411
Summe Vorjahr 114.202 118.858 284.902 428 518.390

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 10.341 (Vorjahr T€ 8.095) beinhalten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverpflichtungen an die Muttergesellschaft von T€ 8.340 (Vorjahr T€ 6.603), erhaltene Kautionen in Höhe von T€ 432 (Vorjahr T€ 731), weiterzuleitende Geldeingänge aus forfaitierten Verträgen in Höhe von T€ 708 (Vorjahr T€ 84), abzuführende Umsatzsteuer T€ 523 (Vorjahr T€ 288) sowie weitere sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 338 (Vorjahr T€ 263). Insgesamt beinhaltet diese Position sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8.340 (Vorjahr T€ 6.603).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 19.893 (Vorjahr T€ 29.890) setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Der eine Teil bezieht sich auf die abgegrenzten Erlöse aus Forderungsverkäufen in Höhe von T€ 19.295 (Vorjahr T€ 29.306), die über die Vertragslaufzeit linear erfolgswirksam aufgelöst werden. Der zweite Teil ergibt sich aus den abgegrenzten Leasingsonderzahlungen in Höhe von T€ 598 (Vorjahr T€ 584), die ebenfalls linear über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge erfolgswirksam aufgelöst werden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von T€ 4.399 (Vorjahr T€ 3.658) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonitätsrisiken in Höhe von T€ 1.720 (Vorjahr T€ 1.570), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von T€ 1.046 (Vorjahr T€ 379), Rückstellungen für steuerliche Risiken in Höhe von T€ 447 (Vorjahr T€ 480), Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 339 (Vorjahr T€ 348), Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von T€ 171 (Vorjahr T€ 113) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 676 (Vorjahr T€ 768).

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit (PUC)-Methode". Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Zugrunde gelegt wurde ein Rechnungszinssatz von p.a. 1,83 % (Vorjahr p.a. 1,79 %) sowie ein Rententrend von p.a. 1,00 % (Vorjahr p.a. 1,00 %). Hierbei wurden wie im Vorjahr ein Anwartschaftstrend (z.B. für Gehaltssteigerungen) von 0,00 %, und eine jährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung von 0,00 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 4 (Vorjahr T€ 17).

Mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen und Archivierungskosten haben alle Rückstellungen eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Pensionsrückstellungen und die Rückstellungen für Archivierungskosten wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bewertet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital zum 31.Dezember 2023 setzt sich aus dem Stammkapital in Höhe von T€ 2.500 (Vorjahr T€ 2.500), sowie den Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 13.527 (Vorjahr T€ 13.527). Der Bilanzgewinn zum 31.12.2022 in Höhe von T€ 9.446 wurde an die Muttergesellschaft Volvo Finance Holding Deutschland GmbH ausgeschüttet.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Leasingerträge

Die Leasingerträge in Höhe von T€ 314.435 (Vorjahr T€ 330.246) enthalten Erlöse aus der Ingangsetzung von Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 189.942 (Vorjahr T€ 200.351), Erlöse aus dem Leasinggeschäft in Höhe von T€ 50.812 (Vorjahr T€ 44.089), Verwertungserlöse in Höhe von T€ 58.641 (Vorjahr T€ 61.327), Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von T€ 14.504 (Vorjahr T€ 23.692) sowie sonstige Erlöse in Höhe von T€ 536 (Vorjahr T€ 787).

Leasingaufwendungen

Die Leasingaufwendungen in Höhe von T€ 234.771 (Vorjahr T€ 248.775) enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Ingangsetzung von Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 189.942 (Vorjahr T€ 200.351) und Verwertungsaufwendungen in Höhe von T€ 44.829 (Vorjahr T€ 48.424).

Zinserträge

In den Zinserträgen in Höhe von T€ 20.402 (Vorjahr T€ 9.036) werden die Erträge aus Finanzierungen und Mietkauf in Höhe von T€ 14.188 (Vorjahr T€ 7.494) ausgewiesen. Darüber hinaus sind Zinserträge aus Händlerfinanzierungen in Höhe von T€ 5.895 (Vorjahr T€ 1.295) enthalten. Aus der Forfaitierung von Forderungen aus Mietkaufverträgen resultieren Erträge in Höhe von T€ 290 (Vorjahr T€ 171). Die Zinserträge aus Cashpool-Guthaben belaufen sich auf T€ 28 (Vorjahr T€ 23).

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 14.177 (Vorjahr T€ 3.267) enthalten Aufwendungen für Zinsen aus Refinanzierungsdarlehen in Höhe von T€ 13.910 (Vorjahr T€ 2.895) sowie sonstige Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 267 (Vorjahr T€ 372).

Provisionserträge

Die Provisionserträge betrugen T€ 1.248 (Vorjahr T€ 1.133) und enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen in Höhe von T€ 860 (Vorjahr T€ 838) und Erlöse aus Vertragsabschlussgebühren von Leasing- und Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 388 (Vorjahr T€ 295).

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen belaufen sich auf T€ 234 (Vorjahr T€ 239). Diese wurden für die Vermittlung von Neugeschäft aufgewendet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe T€ 749 (Vorjahr T€ 1.480) resultieren aus der Weiterbelastung von Kosten T€ 597 (Vorjahr T€ 626), der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 130 (Vorjahr T€ 833), Erträgen aus Mahngebühren in Höhe von T€ 10 (Vorjahr 20 T€) sowie weitere sonstige Erträge in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 1).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug, inklusive der Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung, für das Geschäftsjahr T€ 6.403 (Vorjahr T€ 5.817).

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 6.968 (Vorjahr T€ 6.327) enthalten EDV Betriebs- und Projektkosten in Höhe von T€ 4.884 (Vorjahr T€ 4.523), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 532 (Vorjahr T€ 527), Büromieten und sonstige Raumkosten in Höhe von T€ 304 (Vorjahr T€ 267), sonstige Personalaufwendungen in Höhe von T€ 630 (Vorjahr T€ 345) , Kfz-Aufwendungen in Höhe von T€ 117 (Vorjahr T€ 145), Reisekosten in Höhe von T€ 314 (Vorjahr T€ 295), Aufwendungen für Werbung in Höhe von T€ 96 (Vorjahr T€ 73), sowie sonstige allgemeine Aufwendungen in Höhe von T€ 91 (Vorjahr T€ 152).

Abschreibungen und Wertberichtigungen

Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen belaufen sich auf T€ 63.461 (Vorjahr T€ 69.488).

Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen T€ 555 (Vorjahr T€ 1.300).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 0 (Vorjahr T€ 209).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Diese Position in Höhe von T€ 1.894 (Vorjahr T€ 165) enthält Direktabschreibungen auf uneinbringliche Forderungen in Höhe von T€ 436 (Vorjahr T€ 95), Erträge aus Zahlungseingängen für zuvor wertberichtigte Forderungen in Höhe von T€ 524 (Vorjahr T€ 408), Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 270 sowie die Erhöhung der Risikovorsorge in Höhe von T€ 2.252 (Vorjahr T€ 478).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf T€ 0 (Vorjahr Aufwand T€ 294).

Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 21. November 2016 zwischen der Volvo Financial Services GmbH und der Volvo Finance Holding Deutschland GmbH, Ismaning wird der Gewinn in Höhe von T€ 8.340 (Vorjahr T€ 6.603) an die Volvo Finance Holding Deutschland GmbH, Ismaning abgeführt.

C. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigte, neben der Geschäftsleitung, im Jahresdurchschnitt 33 (Vorjahr 35) weibliche und 37 (Vorjahr 35) männliche Mitarbeiter.

Geografische Aufgliederung der Erträge

Die Volvo Financial Services GmbH ist ausschließlich in Deutschland aktiv. Daher wurden sämtliche Erträge in Deutschland generiert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasing- und Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 587 (Vorjahr T€ 404). Die Verträge enden zwischen 2024 und 2027.

Honorar der Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2023 hat die VFS für Honorare für den Abschlussprüfer insgesamt T€ 285 (Vorjahr T€ 253) aufgewendet. Dieses Honorar wurde ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen aufgewendet.

Organe

Geschäftsführer

Jochen Stuhr, Sales Director

Jens-Robert Winkelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Volvo Finance Holding Deutschland GmbH, Ismaning ist Alleingesellschafterin der Volvo Financial Services GmbH. Die Anteile an der Volvo Finance Holding Deutschland GmbH werden gehalten von der Volvo Bussar AB, Göteborg, Schweden die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der AB Volvo (publ), Göteborg, Schweden ist. Der Jahresabschluss der Volvo Financial Services GmbH wird über die Volvo Bussar AB in den Konzernabschluss der AB Volvo (publ) einbezogen.

Der Konzernabschluss der AB Volvo (publ) für das Geschäftsjahr 2023 wird im 2. Halbjahr 2024 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung erfüllt die Anforderungen des § 291 HGB an die Veröffentlichung eines befreienden Konzernabschlusses für die Volvo Financial Services GmbH und die Volvo Finance Holding Deutschland GmbH als Muttergesellschaft.

Der Abschluss der AB Volvo (publ) wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB) aufgestellt. Die AB Volvo (publ) bezieht die Volvo Bussar AB und deren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss ein. Die AB Volvo (publ) bildet den größten und kleinsten Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss kann auch über die Abteilung Investor Relations, VHQ der AB Volvo (publ) angefordert werden.

 

Ismaning, den 16.Mai 2024

Jens-Robert Winkelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Jochen Stuhr, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Volvo Financial Services GmbH, Ismaning

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volvo Financial Services GmbH, Ismaning, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Volvo Financial Services GmbH, Ismaning, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet,Wirtschaftsprüfer

Tolga Evzak, Wirtschaftsprüfer

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