beyerdynamic GmbH & Co.KG
Heilbronn
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
A. Grundlagen der Gesellschaft
1. Geschäftsmodell der Gesellschaft
beyerdynamic GmbH & Co. KG ist ein
führendes Unternehmen im Bereich der Audiotechnologie
mit Hauptsitz in Heilbronn. Seit seiner Gründung im
Jahr 1924 hat beyerdynamic eine unvergleichliche Expertise
in der Entwicklung und Herstellung von professionellen
Audiolösungen aufgebaut und zählt zu den
bekanntesten Geräteherstellern im Bereich der
Audiotechnik. Das Unternehmen hat sich einen Ruf als
Innovator in der Branche erworben und ist bekannt für
seine hochwertigen Audiolösungen, die anspruchsvolle
Kunden auf der ganzen Welt begeistern. In den
Produktbereichen "Creator", "Gaming", "Work&Learn" und
"Enjoyment" bietet beyerdynamic Kopfhörer, Headsets,
Mikrofone, Gaming- und Home-Office-Produkte an. Sie alle
verbindet eines: der unverfälschte Klang. Diesen
trägt das Unternehmen seit jeher über die
emotionalen Bühnen der Welt, durch die inspirierenden
Studios der Städte bis in die Ohren und Herzen der
Menschen.
2. Forschung und Entwicklung
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden insgesamt TEUR
4.564 in Forschung und Entwicklung unserer Produkte
investiert, das entspricht ca. 6,3 % des Umsatzes. Darin
befinden sich TEUR 575 für die Nutzung externer
Dienstleister. Die eigene Entwicklungsabteilung umfasste im
Berichtsjahr 33 Mitarbeiter. Die Abschreibungen auf die
aktivierten Entwicklungskosten betrugen im
Geschäftsjahr TEUR 82,4.
Im Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen der
Aufwertung bestehender Produkte. So wurde eine seit Jahren
erfolgreiche Mikrofonserie sowohl technisch als auch
optisch auf den Stand der Zeit gebracht. Produkte aus den
Bereichen Work&Learn und Enjoyment wurden durch
Zusatzfunktionen für den Kunden attraktiver gestaltet.
Zum vierten Quartal des Berichtsjahres wurde das
Gaming-Portfolio um einen hochwertigen, kabellosen
Gaming-Kopfhörer erweitert, der als erstes
wireless-Produkt in diesem Segment auf die Bedürfnisse
von sog. Gamern zugeschnitten ist.
B. Wirtschaftsbericht
1. Rahmenbedingungen
Im Berichtsjahr wird die Gesellschaft weiterhin durch
die Nachfrageentwicklungen des Kopfhörermarktes
entscheidend beeinflusst. Nach dem faktischen Ende der
Corona-Beschränkungen hat sich die Nachfrage nach den
vertriebenen Produkten über alle
Kopfhörersegmente noch nicht vollständig erholt.
Weiterhin wirken die sich aus mehreren anhaltenden Krisen
begründeten Ängste von Händlern und
Konsumenten nachfragedämpfend aus. Bei den
Energiekosten, die eine geringere Wirkung auf den
Unternehmenserfolg haben, konnte eine leichte Entspannung
des angestiegenen hohen Einkaufspreisniveaus verzeichnet
werden.
Die Engpässe bei den Frachtkapazitäten
gingen tendenziell zurück. Ebenso konnte eine leichte
Entspannung bei den Kosten für eingehende Frachten
registriert werden. Die Gesellschaft konnte einen
größeren Teil der Importe durch Seefrachten
bewerkstelligen.
2. Geschäftsverlauf
Im Berichtsjahr entwickelten sich alle in der
Ausrichtung und Produktzusammensetzung unveränderten
Geschäftssegmente aufgrund einer deutlich
zurückgegangenen Marktnachfrage rückläufig.
Dieser Herausforderung begegnete die Gesellschaft mit
klarer Fokussierung auf eine erfolgreiche Zukunftssicherung
und setzte ein Restrukturierungsprogramm auf. Neben den
gebotenen Kostensenkungsmaßnahmen wurde ein
umfassendes Personalabbauprogramm initiiert. Die
Gesellschaft hat weiterhin kurzfristig eine Ergänzung
bzw. Erweiterung der Produktroadmap zur Stabilisierung und
perspektivische Steigerung des Umsatzes eingeleitet. Die
Vertriebsorganisation wurde ebenfalls neu aufgesetzt sowie
der Einstieg in neue zusätzliche Absatzkanäle
angestoßen. Das Management überarbeitet die
Aufbauorganisation mit dem Ziel, Abläufe effizienter
zu gestalten und den Produktentwicklungszyklus deutlich zu
verkürzen.
Der Direktvertrieb über eigene Web-Shops und
über die Amazon-Plattform (Modell FBA = Fulfillment By
Amazon) wurde erneut erfolgreich betrieben. Das
B2B-Geschäft mit externen Partnern war durch die
schwache Kundennachfrage weltweit rückläufig. Im
Geschäft mit der US-Schwestergesellschaft mussten
Rückgänge über alle Produktsegmente
verzeichnet werden. Das Geschäft mit der
Tochtergesellschaft in China befindet sich im Aufbau. Wie
in den Vorjahren erfolgreich angewandt, hat die
Gesellschaft auf die veränderte Nachfragesituation mit
unmittelbar angepassten Einsparmaßnahmen begonnen.
Nach dem deutlich unter dem Umsatz- und Ergebnisplan
abgeschlossenen Vorjahr konnte auch im Berichtsjahr der
geplante Umsatz nach Produktbereich, Region und
Verkaufskanal sowie das Ergebnis nicht erreicht werden. Der
Umsatz lag deutlich unter dem Vorjahr in allen
Produktbereichen. Ebenso wurden in keiner Region der
Vorjahresumsatzwert erreicht. Bei den Verkaufskanälen
konnte nur beim Direktgeschäft über den
Amazon-Marketplace und die eigenen online-Shops der
Vorjahreswert übertroffen werden.
Der Nachfragerückgang ist nach Einschätzung
der Gesellschaft bedingt durch eine stark reduzierte
Nachfrage aus China und Amerika. Chinesische Kunden fragen
aufgrund einer wirtschaftlichen Unsicherheit weniger
Produkte nach. In Amerika drückt die anhaltende
Inflation und die politische Ungewissheit bzw. Spaltung der
Wähler auf die Konsumlaune. In Deutschland und Europa
befanden sich alle Volkswirtschaften auf einem geringen bis
negativem Wachstumskurs bei gleichzeitig anhaltenden
(indirekten) Kriegsgefahren und Inflationsängsten. Die
Kunden der Gesellschaft reagieren mit einem
zurückhaltenden Konsumverhalten.
Wie im Vorjahr wurden nach Ende des ersten Quartals
erneut kräftige Kurskorrekturen in der Gesellschaft
eingeleitet. Das Management in enger Abstimmung mit
Eigentümern, Beirat und Mitarbeitenden erarbeitete ein
Einsparprogramm im Bereich der Sach- und Personalkosten.
Die Personalkosten des Folgejahres werden geplant durch ein
Restrukturierungsprogramm in allen Funktionsbereichen an
die verringerte Nachfrage angepasst. Im Berichtsjahr lief
die im Vorjahr begonnene Kurzarbeit aus. Eine
Verlängerung oder Neubeantragung bei der Agentur
für Arbeit kam nicht in Frage. Die Gesellschaft
rechnet mit einem moderaten (Wieder)Anstieg der
Kundennachfrage und verringert daher die personellen
Kapazitäten in allen Funktionsbereichen.
Der Umsatz vor Erlösschmälerungen (TEUR
72.828) lag aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
deutlich unter dem Planwert und dem Umsatz des Vorjahres.
Vor Zinsen und Steuern ist ein negatives Ergebnis von TEUR
-3.678 zu verzeichnen.
Das Produktsegment Creating, welches sich im
Wesentlichen aus Artikeln des Kerngeschäfts
"Professional Headphones" sowie Mikrofonen zusammensetzt,
sorgt traditionell für den größten Anteil
am Gesamtumsatz (73 % Umsatzanteil). Mit einem Umsatz von
TEUR 52.871 wurde das Budget übertroffen und das
Niveau des Vorjahres gehalten.
Hierfür sind maßgeblich die
langjährigen Topseller verantwortlich, die auch im
Berichtsjahr erfreuliche Absatzmengen verzeichnen konnten.
Die Produktgruppe "Home & Studio Headphones" erzielte
einen Umsatz von TEUR 47.994 und steigerte sich damit im
Vergleich zum Vorjahr um +3 %.
Sowohl die Home & Studio als auch die
Stage-Mikrofone verzeichnen hingegen Rückgänge
von insgesamt -19 %. Mit einem Umsatz von TEUR 4.521 stehen
sie für rund 6 % der Umsätze.
Die weiteren Produktsegmente wie "Enjoyment",
"Gaming" und "Work & Learn" lagen allesamt deutlich
hinter dem budgetierten Wert und konnten die Umsätze
des Vorjahres nicht wiederholen.
Enjoyment stellt dabei das umsatzstärkste
Segment nach Creating. Mit einem Umsatz von TEUR 7.156
fallen 10 % der Umsätze in diese Kategorie. Mit
Ausnahme vom chinesischen Markt ist der Umsatzrückgang
simultan in allen Regionen sowie nahezu allen Produkten
festzustellen.
Gleiches gilt für den Gaming Bereich. Wie in den
Vorjahren wurde die Mehrzahl der zugehörigen Artikel
über die direkten Vertriebskanäle via Amazon
Marketplace und dem eigenen OnlineShop verkauft. Insgesamt
erzielt das Gaming Segment einen Umsatz von TEUR 5.495 und
liegt damit -28 % hinter dem Umsatz des Vorjahres
zurück. Positiv zum Umsatz trug das erste wireless
Headset in diesem Segment bei, welches im letzten Quartal
des Jahres auf den Markt gebracht wurde.
Das Direktgeschäft konnte das sehr gute Wachstum
der vergangenen Jahre auch im Berichtsjahr fortsetzen und
steuerte mit einem Umsatz von TEUR 19.867 insgesamt 27 %
des gesamten Umsatzes bei. Im Vergleich zum Vorjahr wurde
in diesem Kanal somit ein Wachstum von +12 % erzielt.
Hierbei hat sich der Verkauf über die Plattform Amazon
Marketplace im Berichtsjahr weitestgehend etabliert und
teilt sich die Umsätze mit dem eigenen OnlineShop
nahezu zu gleichen Teilen auf.
Während die bewährten Kundenbeziehungen im
Musikfachhandel für die erwarteten Umsätze
sorgten, konnte insbesondere das Distributionsgeschäft
die Planwerte nicht erfüllen. Nachfragerückgang
am Markt sorgte phasenweise für hohe
Lagerbestände bei den jeweiligen Distributoren und
resultierte in einem sinkenden Auftragseingang sowie Umsatz
im Berichtsjahr.
Im Berichtsjahr betrug der Anteil der in Deutschland
gefertigten Produkte am Gesamtumsatz 89 % (Vorjahr: 86 %).
Der im kompletten Berichtsjahr anhaltende
Nachfragerückgang erforderte die grundlegende
Überprüfung und Anpassung der
Materialbestandshöhe und -zusammensetzung sowie die
Anpassungen der laufenden Bestellungen und der
Abnahmeverpflichtungen. Hierzu wurden mit allen Lieferanten
Gespräche und Verhandlungen geführt und bis zum
Jahresende abgeschlossen.
Die bei den sog. verlängerten Werkbänken
nachgefragte Montageleistung wurde ebenfalls der
Bestandsentwicklung angepasst. Alle Investitionen wurden
reduziert. Lediglich in die Erhaltung der
Betriebsbereitschaft und -sicherheit und für die
Einführung neuer Produkte wurde investiert.
Der Gesellschaft gelang ein erfolgreicher und
praktisch reibungsloser Umstieg auf ein neues integriertes
ERP-System (SAP S4/HANA). Die Lieferfähigkeit war zu
keinem Zeitpunkt eingeschränkt.
Der weltweite Nachfragerückgang erforderte auch
im Bereich der Tochtergesellschaften Anpassungen.
Die Tochtergesellschaften in Bangalore, Indien, und
Singapur wurden im Berichtsjahr geschlossen.
Nachdem im Vorjahr die chinesische
Tochtergesellschaft den Geschäftsbetrieb erfolgreich
aufgenommen hat, konnte im Berichtsjahr dort das
Eigengeschäft ausgeweitet werden. Das
Kommissionsgeschäft, also die Erzielung von
Kommissionseinnahmen aus der Vermittlung von
Geschäften für die berichtende
Muttergesellschaft, verlangsamte sich aufgrund der
schwächeren Konsumentennachfrage in China.
Zusätzlich erbringt die Tochtergesellschaft
Unterstützungsdienstleistungen für Abteilungen
der Gesellschaft, beispielsweise bei Aufgaben des
Qualitäts- oder Projektmanagements oder im Marketing.
Wie im Vorjahr reagierte die Geschäftsleitung
frühzeitig und unmittelbar auf die anhaltende
Nachfrageschwäche über alle Vertriebskanäle
hinweg. Alle Kostenverpflichtungen wurden
überprüft und nach Möglichkeit deutlich
reduziert. Bei den Beständen wurden
Abnahmeverpflichtungen für Material und Handelsware
aus früheren Produktentwicklungen, bei denen das
Absatzpotential sich als zu hoch herausstellte, in
Verhandlungen mit den Lieferanten reduziert bzw. storniert
und aufgelöst. Die Gesellschaft startete im Herbst des
Berichtsjahres ein Restrukturierungsprogramm, da die
Geschäftsleitung absehen konnte, das die anderen
Einsparmaßnahmen nicht ausreichend sein werden und
eine schnelle kurzfristige Erholung der wirtschaftlichen
Situation mit entsprechendem Anstieg der Kundennachfrage
nach Produkten nicht absehbar ist. Daher wurden über
alle Funktionen hinweg Stellen abgebaut. Die Summe aller
Maßnahmen verhinderte, dass die Gesellschaft einen
noch höheren Verlust verzeichnen musste.
3. Lage des Unternehmens
a) Ertragslage
Die Umsätze im Geschäftsjahr belaufen sich
nach Erlösschmälerungen auf TEUR 71.368 und
liegen damit unter den normalisierten Umsätzen des
Vorjahres (TEUR 80.141). Die detaillierte Betrachtung der
Umsatzentwicklung zeigt, dass im Jahr 2023 die
Inlandsumsätze auf TEUR 24.670 (Vorjahr: TEUR 25.824)
erneut gesunken sind. Die Auslandsumsätze in Höhe
von TEUR 46.698 sanken ebenfalls gegenüber dem Vorjahr
(TEUR 56.123) um TEUR 9.424.
Die Materialaufwandsquote hat sich verringert auf
37,4 % (Vorjahr: normalisiert 39,5 %). Hauptgründe
hierfür sind gesunkene Eingangsfrachtkosten und eine
Veränderung des Produktmix in Richtung eines
geringeren Anteils an verkaufter Handelsware.
Im Berichtsjahr verzeichnete die Gesellschaft aus der
Fremdwährungskursdifferenzen, hauptsächlich USD,
einen Verlust von TEUR -291.
Das operative Betriebsergebnis beläuft sich auf
TEUR 1.116. Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR -4.852
war deutlich beeinflusst durch verschiedene
(Sonder-)Effekte. Neben dem maßgeblich durch
Zinsaufwand geprägten Finanzergebnis (TEUR -1.279) und
den Ergebnisanteilen der stillen Gesellschafter (TEUR 173)
sowie der Auflösung einer Steuerrückstellung aus
Vorjahren (TEUR 205) beeinflussten insbesondere die im
Geschäftsjahr beschlossenen
Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 4.529) das
Jahresergebnis.
Die Geschäftsleitung ist mit dem Verlauf des
Geschäftsjahres nicht zufrieden, da die geplanten
Ziele nicht erreicht wurden bzw. aufgrund der anhaltenden
Nachfrageschwäche nicht erreicht werden konnten. Das
negative Jahresergebnis spiegelt jedoch in der Hauptsache
die unverzüglich eingeleiteten Maßnahmen der
Geschäftsleitung wider, um auf die anhaltenden
Marktbedingungen zu reagieren. Erneut war das
Geschäftsjahr somit stark von Sondereffekten
geprägt.
b) Finanzlage
Der Finanzmittelfonds nach DRS 21 ist zum Stichtag im
Vergleich zum Vorjahr von TEUR 271 auf TEUR 2.098
angestiegen.
Der Cash-Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.419
hat sich erholt (VJ TEUR -3.199). Die Haupteffekte bilden
gestiegene Rückstellungen, u.a. aus Restrukturierung,
gesunkene Bestände und gesunkene Forderungen, welche
das negative Periodenergebnis überwiegen.
Die kurzfristigen Darlehen betragen zum
Bilanzstichtag noch TEUR 34 und haben eine vertragliche
Restlaufzeit von 10 Monaten. Die Gesellschaft verfügt
über Kreditlinien insgesamt in Höhe von TEUR
9.500. Zum Stichtag nutzte die Gesellschaft die Kreditlinie
in Höhe von TEUR 1.500.
Die wesentlichen Investitionen im Berichtsjahr (TEUR
646) betrafen die Beschaffung von Werkzeugen, z.B. für
die Produkte MMX200 wireless (TEUR 145), DT770 Pro X
Limited Edition (TEUR 52) und die Werkzeuge im Rahmen des
Facelifts der M-Serie (Mikrofonfamilie; TEUR 47). Des
Weiteren wurde investiert in die Komplettierung der
Nittoku-Maschine (TEUR 63) und Werkzeuge für die
Produktion des neu entwickelten 'New Tesla-Systems' (TEUR
57). Die weiteren Investitionen waren für
IT-Sicherheit und -Ausrüstung.
Die Lieferantenverbindlichkeiten, bei denen die Firma
grundsätzlich weiterhin Skontomöglichkeiten
nutzt, haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.055
erhöht um TEUR 507 auf TEUR 2.562. Die
Bestelltätigkeit hat sich nach erfolgreicher
Einführung des neuen ERP-Systems, der Stabilisierung
der Lieferketten und des geringeren Bestellvolumens
normalisiert.
Die solide Kapitalstruktur des Unternehmens -
weiterhin maßgeblich geformt durch
Gesellschafterdarlehen - bildet weiterhin die
tragfähige Basis für die zukünftige
Geschäftsentwicklung. Das wirtschaftliche Eigenkapital
beträgt TEUR 18.157 und resultiert in einer
Eigenkapitalquote von 59,1 % (Vorjahr: 66,9 %).
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war
während des gesamten Geschäftsjahres zu jeder
Zeit gewährleistet.
c) Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr
ausgehend von TEUR 37.277 um TEUR -6.537 auf TEUR 30.740
erneut verringert.
Der Anteil des Sachanlagevermögens am
Gesamtvermögen liegt praktisch unverändert bei
14,8 % gegenüber 14,5 % im Vorjahr. Die
Zusammensetzung des Sachanlagevermögens verändert
sich trotz der verstärkten Investitionstätigkeit
in Werkzeuge aufgrund des geringen Investitionsvolumens nur
leicht.
Die gesunkene Bilanzsumme beruht auf dem
Rückgang der Flüssigen Mittel - verursacht durch
die Rückzahlungen von Kreditverbindlichkeiten und
Veränderungen bei den Stillen Gesellschaftern.
Die Vorratsbestände mit einem Anteil von 45,6%
(Vorjahr 47,3%) am Gesamtvermögen haben sich
gegenüber dem Vorjahr von TEUR 17.626 auf TEUR 14.004
verringert. Zu dieser Entwicklung trug ein konsequentes
Bestandsmanagement maßgeblich bei.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben
sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 8.664 auf
TEUR 7.990 verringert. Diesem Rückgang liegen im
Wesentlichen die rückläufigen Forderungen aus der
Belieferung der US-Schwestergesellschaft zugrunde.
Auf der Passivseite resultiert die Veränderung
im Wesentlichen aus der Verringerung der
Kreditverbindlichkeiten sowie der Bildung von
Kapitalrücklagen zur Deckung des Jahresfehlbetrags zu
Lasten der Gesellschafterdarlehenskonten. Gegenläufig
hat sich die Neubildung der
Restrukturierungsrückstellung ausgewirkt.
Die Eigenkapitalrendite - Jahresüberschuss zzgl.
Gewinnanteil der stillen Gesellschafter bezogen auf das
durchschnittlich gebundene wirtschaftliche Eigenkapital -
beträgt für das Jahr -23,3 % (Vorjahr: 11,9 %).
d) Finanzielle und nicht finanzielle
Leistungsindikatoren
Die Umsätze im Geschäftsjahr belaufen sich
nach Erlösschmälerungen auf TEUR 71.368 und
liegen damit um -10,9 % unter den normalisierten
Umsätzen des Vorjahres (TEUR 80.141).
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich
deutlich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.206 auf TEUR
-5.064.
e)
Angaben zur Arbeitnehmerschaft
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl lag im
Berichtsjahr bei 439 Mitarbeitenden, davon 204 im
kaufmännischen Bereich und 235 im gewerblichen
Bereich. Die normalisierten Personalkosten sind
insgesamt gegenüber dem Vorjahr um -5,1 % gesunken,
die Personalkostenquote lag bei 36,8 % (Vorjahr 34,9 %).
Der Grund für den Anstieg liegt in der
verzögerten Anpassung des Personalaufwandes an den
Umsatzrückgang.
Bis Juni 2023 hatten wir aufgrund der schlechten
Umsatzsituation Kurzarbeit im Unternehmen. Neben der
erwähnten Kurzarbeit waren dies insbesondere:
Einstellungsstopp, Abbau der Zeitkonten, Überstunden
und Samstagsarbeit.
Da die geplanten Einsparungen durch die Kurzarbeit
nicht erzielt werden konnten, musste sich gemeinsam mit der
Arbeitnehmervertretung auf ein Restrukturierungsprogramm
geeinigt werden. Die dazugehörige
Unternehmerentscheidung wurde im Juli 2023 festgelegt, die
genauen Inhalte (Freiwilligenprogramm,
Teilinteressenausgleich und Sozialplan) wurden bis Anfang
Dezember 2023 verhandelt. Somit begann im Dezember 2023 die
erste Stufe der Restrukturierung.
Der Krankenstand blieb mit durchschnittlich 6,8 % auf
dem gleichen Level wie im Vorjahr.
f) Angaben zur Aus- und Weiterbildung
Aufgrund der im Juni vereinbarten
Unternehmerentscheidung und der anstehenden bzw. immer noch
andauernden Restrukturierung fanden im Berichtsjahr 2023
keine großen Programme im Rahmen der Weiterbildung
statt. Fachbereichsspezifische sowie notwendige Schulungen
wurden durchgeführt, ansonsten gab es keine
großen Projekte im Rahmen der Personalentwicklung.
Zwei Auszubildende (1 x Industriekaufmann, 1 x
Fachkraft für Lagerlogistik) sowie eine duale
Studierende (Industrial Management) haben ihre Ausbildungen
bzw. ihr duales Studium begonnen.
Die vorgeschriebenen Unterweisungen zur
Arbeitssicherheit wurden ebenfalls wie in jedem Jahr
ordnungsgemäß durchgeführt.
Die Teilnahme an der Berufsweltmesse im Oktober 2023
hat dazu beigetragen, die regionale Attraktivität des
Unternehmens zu stärken.
g) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der
Gesellschaft
Die leicht gesunkenen Geldmittel in Verbindung mit
der hohen Rückführung von Kreditmitteln im
Berichtsjahr erlauben es, die Vermögens-, und
Finanzlage der Gesellschaft weiterhin als stabil zu
bezeichnen. Zum Berichtszeitpunkt nutzt die Gesellschaft
die bestehenden Kreditlinien in einem Teilbetrag von TEUR
1.500 (VJ: TEUR 4.500). Unter Beachtung der vorhandenen
aktiven Mittel wäre die Gesellschaft rechnerisch
schuldenfrei. Wie in den Vorjahren finanziert die
Gesellschaft die US-Schwestergesellschaft und die
chinesische Tochtergesellschaft durch Forderungen /
Darlehen und Eigenkapital (China).
C. Prognosebericht
1. Chancenbericht
Im Berichtsjahr setzte sich der im Vorjahr begonnene
Umsatzrückgang fort. Die Kundennachfrage nach den
Produkten der Gesellschaft konnte aufgrund einer
unzureichenden Vertriebsorganisation nicht ausreichend
bedient werden.
Mit der kompletten Neuausrichtung des Vertriebes in
Kombination mit einer neuen Produkt-Roadmap (sowohl
Consumer- wie auch Pro Audio-Produkte) und weiteren
Anpassungen der Aufbauorganisation wurde die Grundlage
für die neue strategische Ausrichtung der Gesellschaft
gelegt. Dadurch wird die Basis für eine
zukünftige positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung
der Gesellschaft zeitnah gelegt. Die Planungen für das
Geschäftsjahr 2024 gehen von einem starken
Umsatzwachstum und einem deutlich verbesserten Ergebnis
aus.
Die im Vorjahr gegründete chinesische
Tochtergesellschaft in China absolvierte erfolgreich das
erste operative Geschäftsjahr. Im neuen
Geschäftsjahr wird sich dieser Trend fortsetzen.
Die Gesellschaft schloss zu Beginn des
Geschäftsjahres mit der erfolgreichen Einführung
eines neuen integrierten ERP-Systems das in den Vorjahren
begonnene Projekt erfolgreich ab. Damit wird erreicht, dass
die Gesellschaft schneller auf Nachfrageschwankungen
reagieren kann, Prozesse, Abläufe, Betriebsmittel- und
Mitarbeitereinsatz effizienter und effektiver
überwachen und verbessern kann und zudem die
Steuerungsmöglichkeit des Gesamtunternehmens erheblich
verbessert wird.
Im Berichtsjahr blieb die Produktsegmentierung
aufgrund organisatorischer Wechsel unverändert. Die
Gesellschaft prüft den Einstieg und den Aufbau
weiterer Vertriebskanäle. Die Belieferung von
europaweit tätigen Elektronikhandelsketten soll
Umsatzwachstum ermöglichen. Flankierend arbeitet die
Gesellschaft an der Erarbeitung und Realisierung von
Kostensenkungsprogrammen. Zusätzlich sollen die in
Beständen gebundenen Mittel an den verringerten Umsatz
angepasst werden, unter Beibehaltung einer marktgerechten
Lagerhaltung und Lieferfähigkeit.
Der Direktvertrieb bildet einen wesentlichen Kern der
Vertriebsstrategie. Im Berichtsjahr nimmt die Gesellschaft
den (Wieder)Aufbau eines Außendienstes auf, welcher
die Eroberung und Betreuung der europaweit tätigen
Elektronikhändler zum Ziel hat. In der
Kommunikationspolitik bildet die Erhöhung der
Markenbekanntheit den Schwerpunkt.
2. Risikobericht
Die Gesellschaft ist von unterschiedlichen
Einflüssen abhängig. Das wesentliche Risiko ist
die Akzeptanz der Marke und der neuen Produkte beim
Endverbraucher. Die wesentlichen internen Risiken sind die
Produktionsbedingungen am deutschen Standort, das
Lohnniveau, die Steuerbelastungen, hohe Energiekosten und
die erschwerte Gewinnung von Fachkräften.
Dabei spielt neben der Entwicklung der weltweiten
Konsumentennachfrage auch die Altersstruktur des
produzierten Produktportfolios eine wesentliche Rolle. Die
Kundennachfrage wird weiterhin von Inflationseffekten
aufgrund von Energiepreiseinflüssen oder
lohnerhöhungsbedingte Preissteigerungen bei
Gütern aller Art in unterschiedlichem Maße
beeinträchtigt. Dadurch wird die Möglichkeit der
Gesellschaft zu Preiserhöhungen aufgrund der
Weitergabe von externen und internen Kostenerhöhungen
deutlich erschwert. Um hier Verluste zu begrenzen oder zu
vermeiden, arbeitet das Management an der Erhöhung der
Produktivität und der Bereinigung und Erweiterung des
Produktportfolios.
Zur rechtzeitigen Entdeckung und Kontrolle der
Unternehmensrisiken werden umfangreiche Reporting- und
Analysefunktionen in Monatszyklen durchgeführt.
Im Hinblick auf die in den Vorräten und
Forderungen gebundenen flüssigen Mittel, bestehen
grundsätzlich entsprechende Liquiditätsrisiken.
Die Gesellschaft musste im Berichtsjahr die Kreditlinien
bei den Hausbanken nur verhalten in Anspruch nehmen. Zu
Beginn des neuen Geschäftsjahres konnte die
Kreditlinie komplett zurückgeführt werden. Die
Kosten-, Ergebnis und Liquiditätssituation kann vor
allem durch die Lohnrunde 2024, welche die Personalkosten
in einem noch nicht vorhersehbaren Maße betreffen
wird, beeinträchtigt werden. Eine Aussage dazu ist
aktuell für das Management nicht möglich. In der
Kostenplanung wurde entsprechend konservativ vorgegangen.
Die Gesellschaft hat weiterhin im Wesentlichen
Währungsrisiken aus Geschäften auf USD-Basis.
Geschäfte in anderen Fremdwährungen wie CHF oder
JPY sind in ihren möglichen wirtschaftlichen
Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis zu
vernachlässigen. Die Gesellschaft erhält
USD-Zuflüsse im Wesentlichen von der
US-Schwestergesellschaft. Abflüsse in USD finden zur
Begleichung von Lieferantenverbindlichkeiten aufgrund von
Material- und Handelswarenimporten statt. Im Berichtsjahr
war bei den USD-Bewegungen ein deutlich höherer
Zufluss an USD zu verzeichnen. Die Gesellschaft hat die
nicht kurzfristig benötigten USD zum Tageskurs in die
benötigten EUR umgetauscht. Der Finanzbereich
beobachtet auf täglicher Basis die Kursentwicklungen
des USD und die möglichen Auswirkungen auf Umsatz und
Materialeinsatz. Bei den regelmäßigen
unterjährigen Forecasts und dem Budget werden die
Annahmen ggf. angepasst und in die Planung eingearbeitet.
Dabei wird mit Vertrieb, Einkauf und den Bankpartnern
die weitere vermutete Entwicklung besprochen. Auf
monatlicher Basis finden die Bewertungen der Forderungen
und Verbindlichkeiten sowie der Geldbestände statt.
Im laufenden Geschäftsbetrieb ist das Vermeiden
und rechtzeitige Erkennen von Forderungsausfallrisiken ein
zentrales Element im Umgang mit (potenziellen) Kunden. Die
Gesellschaft betreibt weiterhin ein effektives integriertes
Kundenmanagement, regelmäßiges Einholen von
Kreditauskünften bei namhaften Auskunfteien (auch bei
langjährigen Geschäftspartnern), Definition und
Überprüfung von Kundenkreditlimiten und die
risikoadäquate Bestimmung von Zahlungsbedingungen.
Hinzu kommt die Durchführung eines
regelmäßigen Mahnwesens, welches auch die
verbundenen Unternehmen umfasst.
Im unternehmenseigenen online-Geschäft, welches
im Berichtsjahr einen weiterhin steigenden Anteil um
Gesamtumsatz darstellt, werden beim Bestellprozess vor der
Belieferung von Kunden und der Festlegung von angebotenen
Zahlungsmethoden die jeweiligen Kundenbonitätsdaten
parallel zum Bestellvorgang geprüft.
Gegen branchenübliche Bestandsrisiken ist die
Gesellschaft durch Sach-, Haftpflicht-, Cyber- und
Transportversicherungen abgesichert. Der Umfang der
versicherbaren und der versicherten Risiken wird
regelmäßig überprüft und angepasst.
3. Prognosebericht
Die Aussichten für die Jahre 2024 und 2025 in
den für die Gesellschaft relevanten Marktsegmenten
sind positiv und es wird mit einem Wachstum gerechnet.
Weiterhin wird der True Wireless Markt als
Wachstumsmarkt betrachtet und in der Folge intensiv
bearbeitet. Es ist den weiteren Folgejahren nicht
auszuschließen, dass damit die Nachfrage nach
Kopfhörern mit anderen Übertragungstechnologien
(z.B. kabelgebundene Kopfhörer) negativ beeinflusst
werden kann.
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht
die Gesellschaft in der Planung von einem Nachfrage- und
Umsatzverlauf über dem Niveau des Berichtsjahres aus.
Bei den Planungsprämissen wurden die Unsicherheiten
der Markt- und Nachfrageentwicklung sowie deren jeweiliger
Hintergrund auf den Kernmärkten Europa, USA und Asien
in adäquater Weise berücksichtigt. Zur Erreichung
der Unternehmensziele tragen auch die Umsätze mit den
geplanten Produktneueinführungen und dem
zusätzlichen Vertriebskanal bei.
Im Direktgeschäft (eigene
online-Ländershops, Amazon Marketplace) bleibt es
voraussichtlich bei dem stabilen Wachstumsverlauf. Der
Anteil am Gesamtumsatz kann sich prozentual leicht
verringern.
Der aktuell in Überprüfung befindliche
Geschäftsverlauf (Forecast 1) erfordert
voraussichtlich weitere Anpassungen (vor allem) im Bereich
der Personalkosten. Die Gesellschaft strebt ein positives
Ergebnis unter Berücksichtigung aller Risiken an. Bei
weiteren Rückgängen der Kundennachfrage ist die
Gesellschaft auf die unmittelbare Einleitung weiterer
Kostensenkungsmaßnahmen eingestellt.
Wir haben die Gesellschaft im Berichtsjahr
umstrukturiert bzw. damit begonnen um nachhaltig ein
positives Ergebnis zu erreichen. Der Verlust des
Berichtsjahres stellt unserer Ansicht nach einen
Allzeit-Tiefpunkt dar, der bereits die Kosten und
Investitionen in die wirtschaftliche Gesundung beinhaltet.
Der aktuelle Geschäftsverlauf gibt Anlass zur
Hoffnung, das 100-jährige Firmenjubiläum
verhalten feiern zu können. Trotz aller
Herausforderungen sehen wir positiv in die Zukunft.
Heilbronn, 9. April 2024
Die
Geschäftsführer
Andreas
Rapp
Klaus-Peter Ullmann
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.861.752,55 |
5.853.196,79 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
220.665,00 |
339.423,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
220.665,00 |
164.773,00 |
| 2.
geleistete Anzahlungen |
0,00 |
174.650,00 |
| II.
Sachanlagen |
4.541.085,55 |
5.413.771,79 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
334.198,29 |
389.454,89 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
2.561.521,00 |
2.859.064,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.426.407,00 |
2.079.022,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
218.959,26 |
86.230,90 |
| III.
Finanzanlagen |
100.002,00 |
100.002,00 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
100.002,00 |
100.002,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
25.616.963,07 |
31.195.588,68 |
| I.
Vorräte |
14.003.965,68 |
17.626.206,58 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
3.917.261,40 |
7.794.728,71 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
3.027.552,85 |
2.653.600,00 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
7.035.950,91 |
6.886.931,51 |
| 4.
geleistete Anzahlungen |
39.558,46 |
291.596,22 |
| 5.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
16.357,94 |
649,86 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
8.014.873,70 |
8.798.277,27 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.261.768,73 |
3.575.611,94 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
752.148,85 |
345.998,77 |
| 3.
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen |
3.976.434,69 |
4.742.550,72 |
| 4.
sonstige Vermögensgegenstände |
24.521,43 |
134.115,84 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
3.598.123,69 |
4.771.104,83 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
261.780,11 |
228.646,13 |
| Aktiva |
30.740.495,73 |
37.277.431,60 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.201.382,05 |
330.000,00 |
| I.
Kapitalanteile |
330.000,00 |
330.000,00 |
| 1.
Kapitalanteile persönlich haftender
Gesellschafter |
21.000,00 |
21.000,00 |
| 2.
Kapitalanteile Kommanditisten |
309.000,00 |
309.000,00 |
| II.
Rücklagen |
871.382,05 |
|
| B.
Einlagen stiller Gesellschafter |
129.456,69 |
806.096,00 |
| C.
Rückstellungen |
7.131.298,02 |
3.979.270,51 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
206.640,00 |
206.443,00 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
477.000,00 |
682.000,00 |
| 3.
sonstige Rückstellungen |
6.447.658,02 |
3.090.827,51 |
| D.
Verbindlichkeiten |
22.278.358,97 |
32.162.065,09 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
1.534.419,41 |
4.572.012,04 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.561.907,34 |
2.054.826,92 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
39.525,35 |
61.058,00 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
16.614.027,82 |
22.475.705,44 |
| 5.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.528.479,05 |
2.998.462,69 |
| Passiva |
30.740.495,73 |
37.277.431,60 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
71.368.237,49 |
81.946.180,62 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen |
1.777.881,98 |
1.175.700,00 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
1.999.914,96 |
3.421.457,75 |
| 4.
Materialaufwand |
27.345.455,64 |
32.960.991,06 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
23.125.425,49 |
29.028.434,04 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
4.220.030,15 |
3.932.557,02 |
| 5.
Personalaufwand |
31.415.860,86 |
27.501.451,70 |
| a)
Löhne und Gehälter |
26.512.866,04 |
22.760.291,59 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
4.902.994,82 |
4.741.160,11 |
| davon
für Altersversorgung |
24.304,46 |
8.301,36 |
| 6.
Abschreibungen |
1.536.822,96 |
1.490.720,50 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.536.822,96 |
1.467.408,57 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen
Abschreibungen überschreiten |
|
23.311,93 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
18.781.838,89 |
19.867.486,59 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
5.538,25 |
44,64 |
| 9.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
|
129.479,04 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.284.506,26 |
1.123.123,90 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-211.529,60 |
465.726,00 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
-5.001.382,33 |
3.004.404,22 |
| 13.
sonstige Steuern |
23.064,93 |
31.263,35 |
| 14.
Erträge aus Verlustübernahme |
172.829,31 |
|
| 15.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
|
233.109,35 |
| 16.
Jahresfehlbetrag |
4.851.617,95 |
-2.740.031,52 |
| 17.
Belastung auf Kapitalkonten |
4.851.617,95 |
|
| 18.
Gutschrift auf Kapitalkonten |
|
2.740.031,52 |
| 19.
Bilanzgewinn / Bilanzverlust |
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die beyerdynamic GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in
Heilbronn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Stuttgart unter HRA 101400 eingetragen.
B. Allgemeine Erläuterungen
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den
ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags
aufgestellt.
Für die Darstellung der Gewinn- und
Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren
gewählt, das der bisherigen Handhabung entspricht.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine
große Gesellschaft nach § 264a Abs. 1 HGB i. V.
m. § 267 Abs. 3 HGB.
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der
Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die
Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung einheitlich im Anhang gemacht.
C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich
planmäßiger Abschreibungen. Die
planmäßigen Abschreibungen für
Anlagenzugänge bis zum 31. Dezember 2007 werden nach
der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Im Jahr
2008 werden alle Anlagezugänge linear abgeschrieben.
Für die Jahre 2009 und 2010 werden alle
Anlagenzugänge wieder linear und degressiv
abgeschrieben. Ab dem Jahr 2011 werden alle
Anlagenzugänge nur noch linear abgeschrieben.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden
über eine Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren
abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen liegen
zwischen drei bis fünfzig Jahren.
Zum Bilanzstichtag wurden, wie im Vorjahr,
angeschaffte bzw. hergestellte bewegliche abnutzbare
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR
250,00 bis zu EUR 1.000,00 in einen jahrgangsbezogenen
Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Wirtschaftsjahr
der Anschaffung, Herstellung oder Einlage gebildet und
über eine Dauer von fünf Jahren
gleichmäßig verteilt.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. den
niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten unter Beachtung
des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen
und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten
einschließlich anteiliger Fertigungs- und
Materialgemeinkosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden
bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren
Marktpreisen bilanziert.
Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich
aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer oder einer
geminderten Verwertbarkeit ergeben, sind durch
entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsrechtlichen Eigentumsvorbehalten
sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden wie im
Vorjahr offen von den Vorräten abgesetzt.
Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.
Alle risikobehafteten Posten sind durch die Bildung
angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen
worden. Das allgemeine Ausfallrisiko ist durch eine
Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennbetrag
am Bilanzstichtag bilanziert.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand
für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt
darstellen. Der Ansatz erfolgt zu Nominalwerten.
Auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden
grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum
Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip
(§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB) und das
Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB)
beachtet.
Die Kapitalanteile werden zum Nennbetrag bilanziert.
Das Eigenkapital wird entsprechend § 264c Abs. 2 HGB
ausgewiesen.
Die Beteiligungen der stillen Gesellschafter weisen
in Anlehnung der IDW Stellungnahme 1/1194 zur Behandlung
von Genussrechten die Merkmale von Eigenkapitalinstrumenten
auf, so dass ein Ausweis unter den Kapitalkonten der
übrigen Gesellschafter gewählt wurde.
Die Rückstellungen für Pensionen werden
nach versicherungsmathematischen Grundsätzen
(Anwartschaftsbarwertmethode) unter Verwendung der
Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die
Abzinsung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,82 % der
vergangenen zehn Jahr verwendet. Rentensteigerungen und ein
Fluktuationsabschlag waren nicht zu berücksichtigen.
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit
den durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1
(Vorjahr: TEUR 5).
Rückstellungen für Verpflichtungen aus
Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells
gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für
Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines
Rechnungszinssatzes von 1,74 % p.a. und auf der Grundlage
der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der
Ermittlung der Rückstellungen für
Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn-
und Gehaltssteigerungen von 2,50 % berücksichtigt. Die
Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für
zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und
zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen
gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis
zum Bilanzstichtag aufgelaufene
Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.
Die Rückstellung für
Altersteilzeitverpflichtungen wurde mit
Deckungsvermögen (TEUR 654 , Vorjahr: TEUR
717) gemäß § 246 Abs. 2 S. 2
HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden
verpfändete Rückdeckungsversicherungen
klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten
Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den
fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital
zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß
der Mitteilung des Versicherers.
Der Betrag, um den der beizulegende Zeitwert die
Anschaffungskosten übersteigt, unterliegt
grundsätzlich einer Ausschüttungssperre
gemäß § 268 Abs. 8 HGB und
beträgt im Geschäftsjahr TEUR 0.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und
drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie
sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich
zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz
der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der
Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde,
abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den
Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz
angesetzt, sofern sich diese in späteren
Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und
passive latente Steuern werden saldiert. Die Gesellschaft
macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1
S. 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des
Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Der
Überhang der nicht aktivierten aktiven latenten
Steuern beträgt bei einem angenommenen
Gewerbesteuersatz von 14,7 % TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 64). Er
resultiert insbesondere aus dem Ansatz von
Drohverlustrückstellungen und
Bilanzierungsunterschieden bei den
Pensionsrückstellungen sowie sonstigen
Rückstellungen.
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von
Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam
erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert
unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw.
"sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.
D. Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagespiegel in der Anlage zu
diesem Anhang dargestellt.
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme von TEUR
4 (Vorjahr: TEUR 4) eine Restlaufzeit von weniger als einem
Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene und nahestehende
Unternehmen resultieren in voller Höhe aus dem
Lieferungs- und Leistungsverkehr.
3. Altersteilzeitrückstellungen
Die Altersteilzeitrückstellungen wurden
abgezinst und mit dem Deckungsvermögen verrechnet:
|
TEUR
|
TEUR
|
Altersteilzeitrückstellung
|
|
706
|
Verrechnung
Rückdeckungsversicherung:
|
|
|
Anschaffungskosten
|
654
|
|
Beizulegender Zeitwert
|
654
|
-654
|
Bilanzausweis
|
|
52
|
4. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im
Wesentlichen für Restrukturierung (TEUR: 4.144,
Vorjahr: TEUR: 321), für Personalkosten (TEUR 1.096,
Vorjahr: TEUR 1.099) sowie Gewährleistungen und
Garantien (TEUR 561, Vorjahr: TEUR 834) gebildet.
5. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im
Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
|
Restlaufzeiten
|
|
|
Buchwert
|
durch Pfandrechte
|
Art, Form
|
in TEUR
|
bis 1 Jahr
|
über 1 Jahr
|
über 5 Jahre
|
31.12.2023
|
o.ä. Rechte
gesichert
|
Sicherheit
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
1.534
|
0
|
0
|
1.534
|
34
|
Sicherungsübereignung
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
2.562
|
0
|
0
|
2.562
|
0
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
40
|
0
|
0
|
40
|
0
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
|
0
|
16.614
|
0
|
16.614
|
0
|
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.313
|
215
|
0
|
1.528
|
0
|
|
|
5.449
|
16.829
|
0
|
22.278
|
34
|
|
|
Restlaufzeiten
|
Buchwert
|
durch Pfandrechte
|
Art, Form
|
in TEUR
|
bis 1 Jahr
|
über 1 Jahr
|
über 5 Jahre
|
31.12.2022
|
o.ä. Rechte
gesichert
|
Sicherheit
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
4.537
|
35
|
0
|
4.572
|
71
|
Sicherungs-
übereignung
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
2.055
|
0
|
0
|
2.055
|
0
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
61
|
0
|
0
|
61
|
0
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
|
0
|
22.476
|
0
|
22.476
|
0
|
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.683
|
1.315
|
0
|
2.998
|
0
|
|
|
8.336
|
23.826
|
0
|
32.162
|
71
|
|
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen lediglich die branchenüblichen
Eigentumsvorbehalte.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus
Steuern in Höhe von TEUR 895 (Vorjahr: TEUR 1.333).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem
Lieferungs- und Leistungsverkehr.
E. Gewinn- und Verlustrechnung
2. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie
folgt auf:
|
2023
|
|
2022
|
|
|
TEUR
|
|
TEUR
|
|
Deutschland
|
24.670
|
|
25.824
|
|
Übriges Europa
|
13.333
|
|
16.131
|
|
USA
|
16.526
|
|
18.890
|
|
Asien/Pazifik
|
6.430
|
|
7.637
|
|
Sonstige Regionen
|
10.409
|
|
13.464
|
|
|
71.368
|
|
81.946
|
|
Die Umsatzerlöse entfallen wie folgt auf die
einzelnen Sparten:
|
2023
|
|
2022
|
|
|
TEUR
|
|
TEUR
|
|
Communication/Conference
|
587
|
|
4.664
|
|
Creating
|
53.632
|
|
53.982
|
|
Enjoyment
|
8.189
|
|
9.391
|
|
Gaming
|
5.369
|
|
7.472
|
|
Work/Learn
|
704
|
|
1.623
|
|
Sonstige
|
2.887
|
|
4.814
|
|
|
71.368
|
|
81.946
|
|
3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
|
2023
|
|
2022
|
|
|
TEUR
|
|
TEUR
|
|
Periodenfremde
Erträge
|
703
|
|
1.125
|
|
Periodenfremde
Aufwendungen
|
289
|
|
461
|
|
Die periodenfremden Erträge betreffen
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(TEUR 703, Vorjahr: TEUR 1.124).
Die periodenfremden Aufwendungen betreffen
Aufwendungen aus Anlagenabgängen (TEUR 143,
Vorjahr: TEUR 162) sowie aus Forderungsverlusten bzw.
Zuführung von Wertberichtigungen (TEUR 146, Vorjahr:
TEUR 299).
4. Sonstige Angaben
Die Personalkosten beinhalten im Geschäftsjahr
Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.900, welche
Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung
(Restrukturierung) darstellen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
TEUR 631 (Vorjahr: TEUR 903), die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen TEUR 922 (Vorjahr: TEUR 1.054) aus der
Währungsumrechnung.
Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung entfallen
TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 8) auf die Altersversorgung.
Die Zinsaufwendungen betreffen in Höhe von TEUR
15 (Vorjahr: TEUR 16) die Aufzinsung der
Rückstellungen.
Die Steueraufwendungen betreffen in voller Höhe
das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit.
F. Ergänzende Angaben
1. Haftungsverhältnisse
Zum Abschlusszeitpunkt bestanden keine
Haftungsverhältnisse i. S. § 251 HGB.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen
im einzelnen folgende Sachverhalte:
|
bis zu einem Jahr
TEUR
|
zwischen einem und
fünf Jahren TEUR
|
über fünf
Jahre TEUR
|
Bestellobligo
|
8.045
|
-
|
-
|
Miet- und
Leasingverpflichtungen
|
1.675
|
172
|
-
|
Sonstige Verträge
|
92
|
-
|
-
|
Summe
|
9.812
|
172
|
-
|
In allen Miet- und Leasingfällen handelt es sich
um sogenannte Operating Lease-Verträge, die zu keiner
Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.
Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren
Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und zum Wegfall des
Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der
Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr
vollständig genutzt werden können, wozu es
derzeit keine Anzeichen gibt.
5. Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
|
|
2023
|
Angestellte
|
|
204
|
Gewerbliche Arbeitnehmer
|
|
235
|
Summe
|
|
439
|
4. Organe der Gesellschaft
Komplementär der Gesellschaft ist die BEYER
DYNAMIC Verwaltungs-GmbH, Heilbronn, mit einem Stammkapital
von TEUR 27.
Geschäftsführer der Komplementärin
war im Berichtsjahr:
Herr Edgar van Velzen, Heilbronn (bis 6. April 2023)
Herr Andreas Rapp, Heilbronn (seit 6. April 2023)
Herr Johannes Alberti, Karlsruhe (7. November 2023
bis 9. Januar 2024)
Der ausgeübte Beruf der
Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.
Die Angabe der Bezüge der
Geschäftsführer wird entsprechend § 286 Abs.
4 HGB unterlassen.
Seit dem 9. Januar 2024 wird die Gesellschaft neben
Herrn Andreas Rapp auch von Herrn Klaus-Peter Ullmann,
Köngen, vertreten.
Zum Bilanzstichtag sind Rückstellungen für
die Witwe eines früheren Geschäftsführers in
Höhe von TEUR 120 passiviert.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine
Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder
gewährt.
Es wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten
von Organmitgliedern eingegangen.
Dem
Beirat gehörten im Berichtsjahr an:
Frau Shirley Beyer, West Sussex/GB Herr Matthias
Mühling, IT-Leiter, Eppingen Herr Bernhard
Rösner, Aufsichtsrat, Heidenheim Herr Alexander Selch,
CEO, Schlehdorf Herr Prof. Wolf M. Nietzer,
Wirtschaftsanwalt, Heilbronn - Vorsitzender
Die Mitglieder des Beirates erhielten für ihre
Tätigkeit im Berichtsjahr Vergütungen in
Höhe von TEUR 185.
Der Beirat wurde zum 19. Februar 2024 abberufen.
6. Berechnetes Gesamthonorar des
Abschlussprüfers
Das Honorarvolumen für die gesetzliche
Abschlussprüfung beträgt im Berichtsjahr TEUR 29.
Anteilsbesitz
Auf die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr.
11 HGB wird im Hinblick auf § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB
verzichtet.
7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Stichtag (Nachtragsbericht)
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Heilbronn, den 9. April
2024
gez.
Andreas Rapp, Geschäftsführer
gez.
Klaus-Peter Ullmann, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
|
|
Anschaffungs- und Herstellkosten
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Stand
|
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle
|
|
|
|
|
|
|
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.417.172,31
|
43.150,00
|
0,00
|
174.650,00
|
1.634.972,31
|
2.
|
Geleistete Anzahlungen
|
174.650,00
|
0,00
|
0,00
|
-174.650,00
|
0,00
|
|
|
1.591.822,31
|
43.150,00
|
0,00
|
0,00
|
1.634.972,31
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
4.055.853,95
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.055.853,95
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
4.992.277,47
|
17.862,75
|
0,00
|
331.295,49
|
5.341.435,71
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
4.879.449,99
|
455.777,61
|
328.627,91
|
-291.855,49
|
4.714.744,20
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
86.230,90
|
172.168,36
|
0,00
|
-39.440,00
|
218.959,26
|
|
|
14.013.812,31
|
645.808,72
|
328.627,91
|
0,00
|
14.330.993,12
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Anteile an
verbundene Unternehmen
|
229.481,04
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
229.481,04
|
|
|
229.481,04
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
229.481,04
|
|
|
15.835.115,66
|
688.958,72
|
328.627,91
|
0,00
|
16.195.446,47
|
|
|
kumulierte Abschreibungen
|
|
|
kumuliert
|
lfd. Jahr
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumuliert
|
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle
|
|
|
|
|
|
|
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.252.399,31
|
161.908,00
|
0,00
|
0,00
|
1.414.307,31
|
2.
|
Geleistete Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
1.252.399,31
|
161.908,00
|
0,00
|
0,00
|
1.414.307,31
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.666.399,06
|
55.256,60
|
0,00
|
0,00
|
3.721.655,66
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
2.133.213,47
|
405.412,75
|
0,00
|
241.288,49
|
2.779.914,71
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.800.427,99
|
914.245,61
|
185.047,91
|
-241.288,49
|
3.288.337,20
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
8.600.040,52
|
1.374.914,96
|
185.047,91
|
0,00
|
9.789.907,57
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Anteile an
verbundene Unternehmen
|
129.479,04
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
129.479,04
|
|
|
129.479,04
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
129.479,04
|
|
|
9.981.918,87
|
1.536.822,96
|
185.047,91
|
0,00
|
11.333.693,92
|
|
|
|
|
|
B u c h w e r t e
|
|
|
|
|
|
Stand
|
Stand
|
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle
|
|
|
|
|
|
|
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
|
|
|
220.665,00
|
164.773,00
|
2.
|
Geleistete Anzahlungen
|
|
|
|
0,00
|
174.650,00
|
|
|
|
|
|
220.665,00
|
339.423,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
|
|
|
334.198,29
|
389.454,89
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
|
|
|
2.561.521,00
|
2.859.064,00
|
3.
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
|
|
|
1.426.407,00
|
2.079.022,00
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
|
|
|
218.959,26
|
86.230,90
|
|
|
|
|
|
4.541.085,55
|
5.413.771,79
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Anteile an
verbundene Unternehmen
|
|
|
|
100.002,00
|
100.002,00
|
|
|
|
|
|
100.002,00
|
100.002,00
|
|
|
|
|
|
4.861.752,55
|
5.853.196,79
|
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.06.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die beyerdynamic GmbH & Co. KG, Heilbronn
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der beyerdynamic GmbH
& Co. KG, Heilbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der beyerdynamic GmbH & Co. KG, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Personenhandelsgesellschaft im Sinne
des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen für Personenhandelsgesellschaft im Sinne des
§ 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes-
entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage
des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Neckarsulm, den 9. April
2024
REVISA
Treuhand GmbH
-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-
Wörner,
Wirtschaftsprüfer
Schwarz,
Wirtschaftsprüfer
|