Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Petzold seit 13.4.2016 | Vorstandsmitglied |
Angelika Eckhardt seit 26.8.2013 | Vorstandsmitglied |
Andrea Kebbedies seit 9.9.2009 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eGTeltowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zwar hat im Verlauf des Jahres die Inflation nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt, allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus. Wichtige Bereiche des Verarbeitenden Gewerbes haben an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, insbesondere die Automobilindustrie im Zuge des Umstiegs von Verbrennern auf Elektromotoren und die Chemiebranche aufgrund der höheren Energiepreise in Europa. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten zudem auf dem deutschen Immobilienmarkt einen deutlichen Einbruch ein. Bis zuletzt gingen deshalb insbesondere die Investitionen in Wohnbauten stark zurück. Seit dem Verfassungsgerichtsurteil vom 15. November 2023 muss sich die Wirtschaft für das Jahr 2024 auf neue Belastungen einstellen. Denn dem Bund ist es verwehrt, einen Teil seiner geplanten Ausgaben den Sondervermögen des Klima- und Transformationsfonds und des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie zuzurechnen und auf diese Weise die auf den Bundeshaushalt bezogene Schuldenbremse in den kommenden Jahren einzuhalten. Die derzeitige konjunkturelle Perspektive ist zudem von geopolitischen Risiken getrübt: Im Krieg in der Ukraine gibt es keine Anzeichen für eine schnelle Lösung. Der Krieg zwischen Israel und der Hamas könnte sich auf andere Länder in der Region ausweiten. Damit wären steigende Energiepreise zu befürchten. Mit dem Anstieg der realen Lohneinkommen legten auch die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zuletzt kräftig zu. Das konnte die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre jedoch bei Weitem noch nicht ausgleichen. Die Inflationsrate in Deutschland ist im Laufe des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen und erreichte im Dezember eine Rate von 3,9 % (zum Vergleich in 2022 10,4 %). Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Deutschland sind im 4. Quartal 2023 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Damit hat sich der seit mehr als drei Jahren andauernde beispiellose Preisauftrieb bei den Baupreisen zuletzt wieder der allgemeinen Inflation genähert. Diese lag im November 2023 im Vorjahresvergleich bei 3,2 %. Die Baukonjunktur wurde aufgrund von Preissteigerungen bei Baumaterialien und Baupreisen sowie steigenden Zinsen und verschlechterten Finanzierungsbedingungen bei weiter anhaltendem Fachkräftemangel auf Abwärtskurs geschickt. Die Bauinvestitionen waren in 2023 rückläufig und sanken um 2,1 %. Insgesamt nahmen die Wohnungsbauinvestitionen sogar spürbar stärker ab als die Bauinvestitionen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich bislang trotz den wirtschaftlichen Herausforderungen der Energiekrise und der hohen Inflation robust. Die Erwerbstätigkeit stieg 2023 sogar auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Beschäftigung nahm im Jahr vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt stieg dennoch gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % auf 5,7 %. Demografisch bewirkt der Trend einer alternden Bevölkerung, dass sich mehr Personen in den Ruhestand zurückziehen, als neu in das Erwerbsleben eintreten. Deutschland profitiert von der Zuwanderung. Trotzdem ist der Fachkräftemangel in Deutschland immer mehr zum flächendeckenden Problem geworden, der nahezu alle Wirtschaftsbereiche und Regionen betrifft. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg lag der Verbraucherpreisindex in Brandenburg im Jahr 2023 bei 117,9 Indikatorpunkten. Die Stadt Teltow ist ein attraktiver Standort für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und nimmt im Land Brandenburg in nahezu allen wirtschaftsrelevanten Bereichen Spitzenpositionen ein. Neben traditionellen Familienbetrieben fanden in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr High-Tech-Unternehmen, beispielsweise aus den Branchenkompetenzfeldern Optische Technologie und Mikrosystemtechnik, ihren Weg nach Teltow. Allein im Bereich der Hauptstadtregion gibt es mehr als 400 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die diesen Branchen angehören und nicht zuletzt für andere Gebiete wie die Medizintechnik, die Photovoltaik, die Informationstechnologie und Logistik eine tragende Rolle einnehmen. Der gesunde Branchen-Mix bildet jenes flexible Netz, das Schwankungen der Konjunktur aufzufangen vermag und somit Stabilität vorhält. Diese wirtschaftliche Stärke trägt dazu bei, dass der Landkreis Potsdam-Mittelmark einer der zuzugsreichsten Gebiete Deutschlands ist, was sich in stetig ansteigenden Einwohnerzahlen und einem attraktiven Wohn- und Arbeitsumfeld niederschlägt. Ausländische Fachkräfte stärken im Rahmen der Zuwanderung die Stadt Teltow. Die Genossenschaft schließt das Jahr 2023 mit einem positiven Ergebnis ab. Genossenschaftswohnungen sind am Markt sehr stark nachgefragt, so dass die Genossenschaft auf eine gefestigte und etablierte Stellung in Teltow und Umgebung verweisen kann. Die Gesamtumsatzerlöse verzeichneten 12,6 Mio. €, wobei der Hauptanteil bei den Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung mit 12,5 Mio. € lag. Die durchschnittliche Leerstandquote erhöhte sich auf 1,21 %. Zum Bilanzstichtag wurde ein Leerstand von 1,63 % registriert. Das Jahr 2023 stellte auch die Genossenschaft vor neue Herausforderungen. Mit dem Anbau von Aufzugsanlagen für 79 Mietwohnungen in der Käthe-Niederkirchner-Straße 3 und 5 in Teltow und dem gleichzeitigen Ausbau der Dachgeschosse mit 14 neuen Wohnungen in diesen zwei Objekten, stellte die TWG eG sich einer baulichen und organisatorischen Herausforderung der ganz besonderen Art. Gebäude die aus den Jahren 1963-1965 sind, so barrierefrei zu erschließen, vom Keller bis zum neuen Dachgeschoss, ist nur mit einer umfassenden Betreuung und Projektierung möglich. Dabei spielten auch die Preisentwicklungen im Baugewerbe sowie die sinkende Verfügbarkeit von Handwerksfirmen eine große Rolle. In 2024 werden dann im Sommer diese Baumaßnahmen beendet sein. 2. Darstellung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage 2.1 Vermögenslage
In dieser Darstellung wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
Die Vermögenslage der Genossenschaft ist ausgeglichen. Die langfristigen Vermögenswerte mit 87,0 Mio. € waren zum Bilanzstichtag durch die ihr langfristig zur Verfügung stehenden Mittel mit 88,7 Mio. € finanziert. Die Eigenkapitalquote in Bezug auf das Bilanzvolumen lag 2023 bei 45,0 %. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. verzeichnete für Unternehmen gleicher Größe in Brandenburg für 2022 einen Mittelwert von 48,7 %. 2.2 Ertragslage Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederte Erfolgsrechnung zeigt folgende Ergebnisse:
Das Geschäftsjahr 2023 beendete die Genossenschaft mit einem positiven Jahresergebnis in Höhe von 501,2 T€. Die Erträge wurden hauptsächlich durch die langfristige Vermietung des eigenen Bestandes generiert. Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u. a. die von unseren Gas-, Fernwärme- und Stromversorgern weitergereichten staatlichen Entlastungsbeträge nach dem EWPBG in Höhe von 582,9 T€ (siehe auch Punkt 4.2, Abs. 2 - nicht umlegbare Betriebskosten). Die Personalkosten stiegen um 83,3 T€. Tariferhöhungen, Neueinstellungen und die Zahlung einer anteiligen Inflationsausgleichprämie sind dabei die maßgeblichen Faktoren. Der Zinsaufwand verzeichnete im Geschäftsjahr infolge der Neuaufnahme von Darlehen einen Anstieg um 26,6 T€ auf 1.170,6 T€. Der durchschnittliche Zinssatz für Fremdkapital lag bei 2,62 %. Von den Abschreibungen gesamt 2.150,5 T€ entfielen 1.955,9 T€ auf die Abschreibungen auf Wohngebäude. Die Übrigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 68,9 T€ auf 822,2 T€. Über nahezu alle Kostenarten erfolgten deutliche Steigerungen durch die hohe Inflation. Zusätzlich mussten auch Einzelwertberichtigungen auf kostenintensive Weiterberechnungen von In- standhaltungs- und Modernisierungsleistungen über 39,1 T€ vorgenommen werden. Die Erlösschmälerungen insgesamt lagen bei 224,6 T€ (Vorjahr 89,4 T€). Darunter entfielen auf den Instandsetzungsleerstand 111,5 T€ (Vorjahr 86,9 T€) und auf die Mietminderungen 133,1 T€ (Vorjahr 2,5 T€). Der Anstieg bei den Mietminderungen resultiert aus der Durchführung des Bauprojektes "Aufzugsanbau/DG-Ausbau an den Objekten Käthe-Niederkirchner- Straße 3 und 5". Hiervon waren 79 Mietparteien betroffen. Der prozentuale Anteil der Erlösschmälerungen an den Sollmieten für den Anteil der Wohnungen erhöhte sich dementsprechend auf 2,49 % (Vorjahr 0,87 %). 2.3 Finanzlage Der Finanzmittelbestand der Genossenschaft wies zum Bilanzstichtag 4.889,2 T€ (Vorjahr 3.421,5 T€) aus. Er enthielt 48,9 T€ Kapitaldienst aus dem Dezember 2023 mit Bankeinzug im Januar 2024. Demnach betrug der effektive Finanzmittelbestand 4.840,3 T€ (Vorjahr 3.369,6 T€). Die Liquiditätsentwicklung ist auch weiterhin stabil. Allen Zahlungsverpflichtungen wurde termingerecht nachgekommen. Das langfristig im Unternehmen gebundene Vermögen wird durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital finanziert.
3. Finanzinstrumente und Finanzierungsmaßnahmen Zum 31.12.2023 valutierten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Darlehensgebern in Höhe von 47,6 Mio. €. Davon entfielen 0,6 Mio. € auf den kurz- und mittelfristigen Bereich. Die Ausgaben für Darlehenstilgungen lagen bei 2,5 Mio. € und für Zinsen und zinsähnlichen Aufwand bei 1,2 Mio. €. Im Geschäftsjahr erfolgte die Neuaufnahme von Darlehen über insgesamt 8,5 Mio. € zur weiteren Finanzierung der baugleichen Investitionsvorhaben "Aufzugsanbau und Dachgeschossausbau Käthe-Niederkirchner-Straße 3 a-e und 5a-e". Darunter entfielen 5,1 Mio. € auf KfW-Darlehen. Es wurde ein Darlehen über 0,7 Mio. € mit sehr guten Zinseinsparungen prolongiert. Der aus dem Kreditrahmenvertrag bei der DKB in Vorjahren in Anspruch genommene Betrag über 500,0 T€ wurde in ein mittelfristiges Darlehen mit einer Laufzeit von zwei Jahren umgeschuldet. Weitere Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte bestanden zum Bilanzstichtag mit Ausnahme branchenüblicher Forderungen und Geldanlagen nicht. 4. Geschäftstätigkeit der Genossenschaft 4.1 Wohnungsbestand und Grundstückswesen Der von der Genossenschaft verwaltete Immobilienbestand stellte sich per 31.12.2023 wie folgt dar:
Für die Schaffung eines Fahrradweges in der Neuen Wohnstadt in Teltow wurde eine Teilfläche von 19 m 2 aus dem Bestand der Genossenschaft an die Stadt Teltow veräußert. Auf dem Garagenhof in der Käthe-Niederkirchner-Straße kaufte die Genossenschaft wieder nach der Beendigung eines Pachtvertrages für Garagenland die auf dem Pachtland stehende Garage und nahm sie in die Vermietung auf. 4.2 Vermietungssituation und Leerstand Die Fluktuationsrate lag im Geschäftsjahr bei 5,95 % (Vorjahr 5,63 %). Es wurden 128 Nutzungsverträge beendet (Vorjahr 121) und 102 neue Nutzungsverträge geschlossen (Vorjahr 123). Die Auszugsgründe stellten sich wie folgt dar:
Zum 31.12.2023 betrug der Leerstand 1,63 %. Es waren 35 Wohneinheiten (Vorjahr 22) betroffen. Der Leerstand zum 31.03.2024 lag bei 28 Wohneinheiten. 4.3 Nutzungsgebühren und Betriebskosten Die Sollmieten (Nettokaltmiete) für Wohnraum erhöhten sich um 7,8 T€ auf 9.160,6 T€ (Vorjahr 9.152,8 T€). Diese resultierten ausschließlich aus Neuvermietungszuschlägen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete stieg im Vergleich zum Vorjahr von 6,15 €/m 2 auf 6,16 €/m 2. Die Forderungen aus Mieten und Betriebskostenabrechnungen verzeichneten zum 31.12.2023 insgesamt 105,0 T€ (Vorjahr 114,7 T€). Davon entfielen 104,6 T€ auf Forderungen aus Sollmieten und 0,4 T€ auf Forderungen aus Betriebskostenabrechnungen. Diese Forderungen waren mit 98,2 T€ wertberichtigt, wobei der Anteil der Einzelwertberichtungen bei 96,2 T€ lag. Darunter resultieren 77,8 T€ noch aus Vorjahren. Zum 31.03.2024 wurden Mietforderungen in Höhe von 100,6 T€ registriert. Nach Wertberichtigung verblieben 9,5 T€. Die Betriebskosten insgesamt stiegen um 1.022,4 T€ auf 4.394,7 T€. Die umlegbaren Betriebskosten lagen bei 3.746,7 T€ (Vorjahr 3.265,7 T€), was einem Durchschnitt von 2,51 €/m 2 (Vorjahr 2,18 €/m 2 ) entspricht. Hauptursächlich für die Steigerung sind die Heiz- und Warmwasserkosten mit 1.467,0 T€ (Vorjahr 1.118,4 T€) bzw. 0,98 €/m 2 (Vorjahr 0,75 €/m 2 ). Ohne den staatlichen Entlastungsbetrag gemäß EWPBG und der Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf 7 % wäre hierbei von Kosten in Höhe von 2.193,6 T€ und damit ca. 1,47 €/m 2 auszugehen. Die kalten Betriebskosten erreichten durch inflationsbedingte Preiserhöhungen 2.279,7 T€ (Vorjahr 2.147,3 T€) bzw. 1,53 €/m 2 (Vorjahr 1,43 €/m 2 ). Die nicht umlegbaren Betriebskosten von 648,0 T€ beinhalten u. a. die Anteile der Kosten für Gas und Fernwärme, für die uns von unseren Versorgern staatliche Entlastungsbeträge nach dem EWPBG in Höhe von 561,5 T€ weitergereicht wurden (siehe auch Punkt 2.2, Abs. 4 - Sonstige betriebliche Erträge). 4.4 Instandhaltung und Instandsetzung Die Ausgaben für die Instandhaltung/Instandsetzung, nicht aktivierte Modernisierungen und den Regiebetrieb (einschließlich verrechneter Verwaltungsgemeinkosten) beliefen sich auf insgesamt 3.867,4 T€ (Vorjahr 3.098,2 T€). Im eigenen Regiebetrieb beschäftigte die Genossenschaft zum Bilanzstichtag 7 Handwerker in den Gewerken Maler/Fußbodenleger und Heizung/Sanitär. Es wurden neben der laufenden Instandhaltung folgende Sondermaßnahmen umgesetzt:
Die Durchschnittskosten für Instandhaltung/Instandsetzung inkl. nicht aktivierter Modernisierung lagen 2023 bei 30,75 €/m 2. Der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen e.V. ermittelte für Wohnungsunternehmen mit gleicher Größenordnung für das Jahr 2022 einen durchschnittlichen Vergleichswert von 21,24 €/m 2. 4.5 Investition und Modernisierung Im Geschäftsjahr setzte die Genossenschaft den Hauptteil der Bauvorhaben "Aufzugsanbau und Dachgeschossausbau Käthe-Niederkirchner-Straße 3 a-e und 5 a-e" um und investierte dafür 7.858,9 T€. Dazu wurden auch begleitende Instandsetzungsarbeiten ausgeführt, siehe unter Punkt 4.4. Diese Bauvorhaben werden in 2024 abgeschlossen. Die Vorbereitungen für das Bauvorhaben "Neubau Ruhlsdorfer Platz" wurden auch 2023 vorangetrieben. Für die weitere Generalplanung und den Vorbescheid des Landkreises Potsdam-Mittelmark investierte die Genossenschaft 14,8 T€. Ein weiterer Aspekt war die Schaffung von drei Fahrradhäusern im Wohngebiet Neue Wohnstadt mit einem Gesamtwert von 81,5 T€. Die Genossenschaft wird auch in den nächsten Jahren diese Investitionen weiterführen, um dem Bedarf an Unterstellmöglichkeiten mit barrierefreiem Zugang besser gerecht zu werden. 4.6 Personal, Mitgliederwesen und Geschäftsguthaben Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Genossenschaft zwei Vorstandsmitglieder, 17 Mitarbeiter in der Verwaltung, 3 Hauswarte, 7 Handwerker und zwei geringfügig Beschäftigte. Per 31.12.2023 wurden 2.327 Mitglieder registriert (Vorjahr 2.331). Es waren 99 Abgänge (Vorjahr 110) und 95 Beitritte (Vorjahr 112) zu verzeichnen. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder betrugen 3.628,0 T€ (Vorjahr 3.643,8 T€). 4.7 Marketing Die Betreuung unserer Mitglieder und die Organisation des genossenschaftlichen Lebens hat nach den einschränkenden Jahren der Corona-Pandemie wieder zur Normalität gefunden. Die Angebote wie das Tanzcafe, der Schneiderkurs, der Malzirkel oder die Yoga- und Sport Kurse werden von den Mitgliedern wieder intensiv genutzt und auch das Weihnachtskonzert im Dezember war ein großer Erfolg. Die Website der Genossenschaft stellt den Mitgliedern umfangreiche Informationen über aktuelle Themen zur Verfügung und ist für neue Interessenten eine sehr gute Informationsquelle über alles Wissenswerte rund um die Genossenschaft und ihre Besonderheiten. Das Mitgliederheft erschien einmalig u.a. mit den neuesten Entwicklungen bei den Betriebskosten, Neuerungen in der Verwaltung und Hinweisen zu Angeboten der Mitgliederbetreuung. Aktuelle Änderungen wurden zeitnah über Hausaushänge direkt zu den Mitgliedern gebracht. Die intensive Zusammenarbeit mit der Stadt Teltow und den Teltower Unternehmen ist für die Genossenschaft selbstverständlich und wird durch die Teilnahme an lokalen Terminen, Arbeitskreisen, Tagungen und offiziellen Veranstaltungen wahrgenommen. 5. Chancen- und Risikobericht Die in 2022 drastisch gestiegenen Energiepreise verharrten 2023 auf diesem hohen Niveau. Die Regierung steuerte zur Abmilderung der übermäßigen Belastung der Haushalte mit der Einführung von Preisbremsen und der Absenkung der Mehrwertsteuer auf 7 % auf Energie, Gas und Fernwärme entgegen. Dies führt zu erheblichen Entlastungsbeträgen von 726,9 T€, die mit der Betriebskostenabrechnung an die Mieter weitergegeben werden. Die Genossenschaft hat dieser Entwicklung mit Anpassungen der Vorauszahlungen für Heizung und Warmwasser Rechnung getragen. Die Mietausfälle hielten sich erfreulicherweise auch weiter in Grenzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Preise nach dem Auslaufen der staatlichen Maßnahmen im Frühjahr 2024 entwickeln werden. Weitere Risiken bestehen hinsichtlich der Entwicklung des nach dem CO 2 KostAufG selbst zu tragenden Kostenanteils der CO 2 -Kosten aus der Wärmeversorgung der Immobilien. Für die mit Fernwärme versorgten Bestände der Genossenschaft sind dabei der Emissionsfaktor nach der sog. Finnischen Methode sowie der staatlich vorgegebene CO 2 -Preis maßgebliche Faktoren. Von der Fernwärme Teltow haben wir hierzu für das Jahr 2023 noch keine Informationen erhalten, so dass diese Werte geschätzt wurden. Für die Folgejahre ergeben sich Risiken hinsichtlich der prognostizierten Entwicklung des CO 2 -Preises und dem damit künftig selbst zu tragenden Anteil der CO 2 -Kosten. Dieser kann das Budget für die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen belasten. Die Zinssteigerungen haben 2023 ihren Höhepunkt erreicht und bewegen sich seither seitwärts. Die daraus resultierenden verschlechterten Finanzierungsbedingungen werden mittelbis langfristig Einfluss auf die Investitionstätigkeiten der Genossenschaft haben. Insgesamt jedoch ist das Berliner Umland für zahlreiche Wohnungssuchende nach wie vor äußerst attraktiv. Von der anhaltend hohen Nachfrage nach bezahlbarem, modernem und barrierefreiem Wohnraum in der Region Teltow profitiert die Genossenschaft auch weiterhin. Der in 2022 begonnene nachträgliche Aufzugsanbau mit gleichzeitigem Dachgeschossausbau für 14 neue Wohnungen im Wohngebiet Neue Wohnstadt konnte noch von sehr zinsgünstigen Darlehen profitieren. Weiterhin ist für den nächsten Neubau am Ruhlsdorfer Platz die Bauvoranfrage an die Stadt Teltow und den Landkreis Potsdam-Mittelmark erfolgt. Mit der Stadt Teltow wird dazu ein vorhabenbezogener B-Plan erarbeitet und von diesem Ergebnis und den Entwicklungen u.a. der Baukosten und der Zinsen ist abhängig, ob das Projekt wie geplant im Sommer 2025 beginnen kann. Zur Finanzierung dieser Bebauung am Ruhlsdorfer Platz werden Neukreditaufnahmen und die durch Neubau/Ausbau erzielten Mietmehreinnahmen beitragen. Die Genossenschaft kann für die künftigen Darlehen auf auseichende Beleihungsspielräume zurückgreifen. Die Zinsauf-wendungen sind mit entsprechenden Sicherheitsaufschlägen im Finanzplan eingestellt. Die Wohnungsbestände der TWG eG sind am Markt gefragt, das Wohnen in Genossenschaften gilt als sicher und bezahlbar. Eine Änderung der wohnungspolitischen Situation am Rande von Berlin ist kurz- und mittelfristig nicht zu erwarten. Risiken des allgemeinen Geschäftsbetriebes Nachfolgende Kontrollinstrumente werden zur Erkennung von Risiken im Geschäftsbetrieb genutzt:
Kapital, Kapitalmarktzins, Eigenkapitalsicherung, Risikomanagement beim Einsatz von Finanzinstrumenten Der Fremdkapitalanteil am Bilanzvolumen lag zum 31.12.2023 bei 50,8 %. Die Genossenschaft hat durch die steigenden Tilgungsanteile bei den Annuitätendarlehen und die recht gleichmäßige Verteilung der Zinsbindungsfristen den zunehmenden Zinsänderungsrisiken Rechnung getragen. Bei neuen Darlehensaufnahmen und Prolongationen werden wieder, entgegen den Vorjahren, kürzere Zinsbindungsfristen angestrebt, um die Möglichkeit niedrigerer Zinsen bei künftigen Prolongationen zu bewahren. Es werden im Hinblick auf Finanzierungsrisiken hauptsächlich langfristige dinglich gesicherte Darlehen aufgenommen. Die Instrumente der Fremdfinanzierung, die Geldanlagen und Forderungen der Genossenschaft unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt nicht. Risiken bei den Bauinvestitionen Das Risiko von Lieferengpässen und Preissteigerungen bei Baumaterialien mit Auswirkungen auf bestehende und geplante Bauprojekte besteht nach wie vor. Dies betrifft den Bereich Neubau ebenso wie die Modernisierung und die laufende Instandhaltung. Die Genossenschaft hatte schon im Jahr 2022 vorsorglich eine Auffüllung der Lagerbestände vorgenommen, um die eventuelle Knappheit und höheren Preise aufzufangen. Zur Absicherung der Arbeitsfähigkeit des Regiebetriebes und damit auch der Erhaltung unserer Bestände wird der Materialbestand auf diesem Niveau gehalten. Schwer abschätzbare Risiken liegen auch im Fachkräftemangel, in der unsicheren Entwick-lung der Baupreise sowie den zunehmenden Firmenaufgaben. Wir werden diese Risikofelder laufend beobachten und soweit möglich Strategien zu ihrer Begrenzung entwickeln. Controlling Planungen der Liquiditäts-, Erfolgs- und Bestandsentwicklung werden über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet. Hierzu erfolgt eine jährliche Überarbeitung und Fortschreibung, um sich ändernde Bedingungen zeitnah zu berücksichtigen. Zu den Instrumenten der Überwachung wird auf den Punkt "Risiken des allgemeinen Geschäftsbetriebes" verwiesen. Abschließend kann der Vorstand feststellen, dass durch die weiterwachsende Nachfrage nach Wohnungen in der Region keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. Der Vorstand wird aber weiterhin die für die Genossenschaft relevanten Entwicklungsschwerpunkte in der Region und überregional beobachten, auswerten und ggf. auch unterjährig notwendige Sofortmaßnahmen einleiten. 6. Prognose - Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 Folgende Hauptschwerpunkte bestimmen die Geschäftstätigkeit der Genossenschaft im Jahr 2024:
Wie gewohnt bietet die Genossenschaft auch weiterhin ein faires Preis-/Leistungsverhältnis sowohl für junge Familien als auch für Senioren mit bezahlbaren Mieten an. Für die Umsetzung der vielschichtigen Aufgaben und unter Beachtung des zunehmenden Fachkräftemangels im Baugewerbe wird die Genossenschaft weiter an einer optimierten Organisation der Verwaltung und des Regiebetriebes arbeiten. Die Genossenschaft wird kontinuierlich die effektive Bewirtschaftung ihrer Bestände und die notwendigen Investitionen auf der einen Seite als auch die dafür notwendige Organisation im Unternehmen sowie das Angebot wohnwirtschaftlicher und sozialer Dienstleistungen als genossenschaftliche Aktivität auf der anderen Seite absichern. Die Genossenschaft plant für das Geschäftsjahr 2024 u. a.:
Quantitative weitere Angaben zum Einfluss der derzeitigen Kriegssituationen in der Ukraine, in Israel und im Gaza Streifen auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nach wie vor nicht verlässlich möglich. Diese hängen von dem Ausmaß und der Dauer der Kriege und die daraus resultierenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen ab. Es ist allerdings mit einer negativen Abweichung bei einzelnen Kennzahlen zu rechnen. 7. Umweltschutzbericht Durch die Ausstattung mit energiesparenden Fenstern und Fassaden-Wärmedämmung sowie den Einsatz moderner bzw. optimierter Heizungsanlagen entspricht der genossenschaftliche Bestand den durchschnittlichen ökologischen Erfordernissen. Bei der Planung von Neubaumaßnahmen sind auch immer Vorgaben zu modernen Technologien zur Erreichung höherer ökologischer Standards und zur Bewältigung des Klimaschutzes sowie zur Einhaltung des Tier- und Pflanzenschutzes berücksichtigt. Insbesondere werden auch in den nächsten Jahren die bereits begonnenen Umgestaltungen von Außenanlagen zu mehr Klimaresistenz und höherer Artenvielfalt weiter fortgeführt. Die Genossenschaft kommt den gesetzlichen Auflagen der monatlichen Informationspflicht zum Energieverbrauch bezüglich der Heiz- und Warmwasserkosten an den Mieter sowie der verbrauchsabhängigen Abrechnung der Kaltwasser-, Warmwasser- und Heizkosten nach und nimmt damit positiven Einfluss auf das Verbrauchsverhalten der Mitglieder. Regelmäßige Informationen zur Nutzung der Reststoffbehälter sowie eine optimale Behälterbereitstellung für die Müllentsorgung in den Wohngebieten fördern die ordnungsgemäße und ökologisch sinnvolle Mülltrennung. Mit den beschriebenen Maßnahmen leistet die Genossenschaft einen ökologischen Beitrag zum Klimaschutzkonzept der Stadt Teltow. 8. Tätigkeit der Organe Am 27.06.2023 stellte die ordentliche Vertreterversammlung den Jahresabschluss 2022 fest und nahm die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat als genossenschaftliches Kontrollorgan hat entsprechend seines gesetzlichen und satzungsgemäßen Auftrags Beratungen durchgeführt und Beschlüsse gefasst. Dazu wurden 6 gemeinsame ordentliche Sitzungen mit dem Vorstand und 7 interne Sitzungen durchgeführt. Der Aufsichtsrat setzt sich aus 9 ordentlichen Mitgliedern zusammen. Der Vorstand als Leitungsorgan der Genossenschaft hat die Geschäfte nach Gesetz und Satzung ordnungsgemäß geführt und seine gesamte Kraft zum Wohle der Genossenschaft eingesetzt. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden die erforderlichen Beschlüsse gefasst und die Zusammenarbeit mit den weiteren Organen der Genossenschaft organisiert. Auf der Klausurtagung am 10.11.2023 haben sich Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen einer Präsentation über den aktuellen Sanierungsstand der Bestandsimmobilien und dem notwendigen Instandsetzungsvolumen der nächsten 5 Jahre ausgetauscht. Es wurde der Baumaßnahmenplan 2024 zuzüglich 5 Jahre Betrachtung bis 2029 mit dem Finanzplan abgeglichen. Daraus entwickelt stellte der Vorstand den Finanz-und Liquiditätsplan der nächsten 10 Jahre vor. Mit den aktuellen Themen der Personalbesetzung sowie der klimagerechten Garten-und Landschaftsplanung endete die Klausur.
Teltow, 15.04.2024 Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eG Angelika Eckhardt, Vorstand Jan Petzold, Vorstand Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023 - Stichtag: 31.12.2023A. Allgemeine Angaben Die Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eG hat ihren Sitz in Teltow und ist eingetragen in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Potsdam (Registernummer 39). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), des Genossenschaftsgesetzes und der Satzung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der aktuellen Fassung. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. B. Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer sowie in Vorjahren vorgenommener Sonderabschreibungen und außerplanmäßiger Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bewertungskorrekturen erfolgten durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Abschreibungen. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen betreffen ausschließlich ungewisse Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt 2.150,5 T€. Dabei handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Den Abschreibungen dieser Bilanzposition liegen 3 bis 5 Jahre Nutzungsdauer zugrunde. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Die Abschreibung für Wohngebäude erfolgte mit 2 % p.a. Soweit in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen wurden, erfolgte die Abschreibungsberechnung entsprechend § 11c Abs. 2 EStDV auf die um die außerplanmäßigen Abschreibungen verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten. In der Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" erfolgte die Aktivierung von drei Fahrradhäusern in der Käthe-Niederkirchner-Straße 3, 5 und 7 in Teltow mit einer Gesamtsumme von 81,5 T€. Des Weiteren wurden Herstellungskosten für zwei Zaunanlagen in der Seelenbinderstraße 3 und der Leite 33 in Kleinmachnow in Höhe von 17,3 T€ in das Anlagevermögen aufgenommen. Die Genossenschaft verkaufte im Geschäftsjahr eine Teilfläche über 19 m 2 vom Garagenhof der Käthe-Niederkirchner-Straße 7 an die Stadt Teltow im Zuge des Neubaus eines Radweges. Die Teilfläche hatte einen Buchwert von 2,4 T€. Die Genossenschaft erwarb im Geschäftsjahr eine Garage auf dem Garagenhof Käthe-Niederkirchner-Straße mit Anschaffungskosten von 1,0 T€. Der Zugang in der Position "Anlagen im Bau" über 7.858,9 T€ betrifft die Bauvorhaben "Nachträglicher Aufzugsanbau und Ausbau Dachgeschosse Käthe-Niederkirchner-Straße 3 a-e und Käthe-Niederkirchner-Straße 5 a-e in den Jahren 2022 bis 2024". In der Position "Bauvorbereitungskosten" wurden zum Bauvorhaben "Neubau Ruhlsdorfer Platz" für die weitere Planung und die bauamtliche Bauvoranfrage 14,8 T€ aktiviert. Die Geschäftsgebäude wurden mit 4 % p. a. abgeschrieben. Eine Ausnahme bildete der im Jahr 2001 fertiggestellte Büroanbau Ruhlsdorfer Straße 23 mit 3 % p. a. Die Abschreibungen für Außenanlagen betrugen 10 % bis 15 % p. a. und für Straßen 6,67 % p.a. Die Abschreibung der Garagen erfolgte bis auf die Garage für Rollstühle mit 5,0 % p.a. Diese wurde mit 2,5 % abgeschrieben. Für Zaunanlagen wurden Abschreibungssätze von 5,56 % und 10 % zum Ansatz gebracht. Die Abschreibungen in der Position "Technische Anlagen und Maschinen" werden hauptsächlich über 18 bzw. 19 Jahre vorgenommen. Für E-Ladesäulen wurden jedoch 8 Jahre zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr wurden weitere zwei Ladesäulen mit Anschaffungskosten von 3,0 T€ aktiviert. Den planmäßigen und linearen Abschreibungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung lagen Nutzungszeiträume von 3 - 23 Jahren zugrunde. Eine Ausnahme stellt die Skulptur in der Wohnanlage Albert-Wiebach-Straße 6 a-b dar. Hier handelt es sich um ein Kunstwerk. Es wird demzufolge nicht abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250,00 € netto wurden als Aufwand gebucht. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter über 250,00 € bis 800,00 € netto wurden aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. In der Position "Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten" sind zwei Wohnflächen mit Eigentümergemeinschaften enthalten, an denen Erbbaurechte im Umfang der verkauften Wohnungen bestehen. Die ausgewiesene Beteiligung an der Gesellschaft für Versicherungsvermittlung und Vermögensbildung mbH (GVV) ist zu ihren Anschaffungskosten bewertet worden. Umlaufvermögen Die "Unfertigen Leistungen" wiesen ausschließlich noch nicht abgerechnete Betriebskosten aus. Dabei wurden auf den Leerstand entfallende Kosten über 36,4 T€ abgesetzt und nicht aktiviert. Die Materialbestände wurden nach dem Durchschnittswertverfahren bewertet. Die ausgewiesenen Mietforderungen wurden mit 117,2 T€ einzelwertberichtigt. Den Ausfallrisiken durch die Marktentwicklung und die sozialen Gegebenheiten wurde mit einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 2,0 T€ Rechnung getragen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden nur bezüglich der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Instandhaltungsrücklagen für zwei Wohnungseigentümergemeinschaften in Höhe von 231,0 T€. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfanges enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Zum Bilanzstichtag verfügte die Genossenschaft über Flüssige Mittel in Höhe von 4.889,2 T€. Davon entfielen 4.878,6 T€ auf Guthaben bei Kreditinstituten. Verpfändungen bestanden nicht. Die Treuhandgelder von 5,1 T€ betrafen Mietkautionen von Gewerbemietern. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellten. Rücklagen Die Ergebnisrücklagen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 1.712,7 T€. Gemäß Beschluss der Vertreterversammlung vom 27.06.2023 zur Verwendung des Gewinnes aus dem Jahresergebnis 2022 erfolgte eine Zuführung zu den "Anderen Ergebnisrücklagen" in Höhe von 1.662,6 T€. Aus dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 wurde entsprechend der Vorgabe des § 41 Abs. 2 der Satzung der Genossenschaft eine Einstellung in Höhe von 50,1 T€ in die "Gesetzliche Rücklage" vorgenommen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Genossenschaft hat mit der Bildung von Rückstellungen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung künftiger Kosten- und Preissteigerungen. Die Steuerrückstellungen enthalten Körperschaftssteuer für 2022 und den darauf anfallenden Solidaritätszuschlag mit einem Gesamtbetrag von 38,3 T€. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Zuführung. Die Rückstellung für Archivierungskosten wurde aufgrund ihrer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser wird von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge größeren Umfanges enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Gewinn- und VerlustrechnungIn den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge oder Aufwendungen enthalten:
Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten 197,01 € aus der Abzinsung der Rückstellung für Archivierungskosten. In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 108,39 € für die Aufzinsung der Rückstellung für Archivierungskosten enthalten. D. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Genossenschaft verzeichnete zum 31.12.2023 finanzielle Verpflichtungen von 11,8 T€, die nicht in der Bilanz ausgewiesen oder vermerkt wurden. Dabei handelte es sich um Verpflichtungen aus Leasingverträgen für zwei Pkw. Finanzinstrumente Derivate Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren neben dem Vorstand durchschnittlich 18 Angestellte und 11 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Mitgliederbewegung
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder sanken im Berichtszeitraum auf 3.628,0 T€ (Vorjahr 3.643,8 T€). Die Mitglieder waren zum 31.12.2023 mit 5.956 Anteilen zu je 615,00 € an der Genossenschaft beteiligt. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Nachtrag Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2023 zeigen die Kriegshandlungen in der Ukraine nach dem Überfall Russlands keine Anzeichen für eine schnelle Lösung auf. Auch der Krieg zwischen Israel und der Hamas könnte sich zu einer Dauersituation auf längere Zeit entwickeln und auf andere Länder auswirken. Weitere Angaben zum tatsächlichen Einfluss der beiden derzeitigen Kriegshandlungen auf die Genossenschaft sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht verlässlich möglich. In der TWG eG führt das nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch in der Verwaltung zu wachsendem organisatorischen und bürokratischen Aufwand. Auswirkungen auf die Energie-und Baupreise sind dabei genauso zu verzeichnen wie schlechtere Finanzierungsbedingungen bei Modernisierungen oder Neubau. Am Kapitalmarkt (Kreditversorgung durch Banken) sind Zinssteigerungen inzwischen Normalität. Dennoch wurden die Kreditverträge für die aktuellen Bauvorhaben sehr zeitig abgeschlossen, um nicht weitere Zinssteigerungen zu riskieren. Alle möglichen Forwards für Darlehen sind vereinbart und die zukünftigen Finanzierungen für große Baumaßnahmen in der Planung mit dem zu erwartenden Zinsaufwand eingearbeitet. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 501,2 T€ ab. Gemäß § 41 Abs. 2 der Satzung wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 50,1 T€ in die gesetzliche Rücklage eingestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 451,1 T€ in die anderen Ergebnisrücklagen einzustellen. Organe der Genossenschaft Mitglieder des Vorstandes:
Mitglieder des Aufsichtsrates:
Amtszeit endet mit Ende der ordentlichen Vertreterversammlung, längstens jedoch bis zum 30.06., da die ordentliche VV nach Satzung bis zu diesem Zeitpunkt stattfinden muss. Im Jahr 2023 wurden 6 ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates gemeinsam mit dem Vorstand durchgeführt. Der Aufsichtsrat tagte ohne den Vorstand in 7 Sitzungen. In 2023 betrug der Gesamtaufwand für den Aufsichtsrat 20,5 T€. Name und Anschrift des zuständigen Prüfverbandes Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. Lentzeallee 107 14195 Berlin
Teltow, 15.04.2024 Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eG Angelika Eckhardt, Vorstand Jan Petzold, Vorstand Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt. Anlagenspiegel zum 31.Dezember 2023 der Teltower Wohnungsbaugenossenschaft eG
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023Sehr geehrte Damen und Herren, während des vergangenen Geschäftsjahres 2023 hat der Aufsichtsrat gemäß der ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben den Vorstand bei der Leitung der Genossenschaft beratend begleitet und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über wesentliche Entwicklungen, die Geschäftslage und die Unternehmensplanung der Genossenschaft. • Sitzungen des Aufsichtsrates Im Geschäftsjahr 2023 fanden sechs turnusmäßige Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat, sechs interne Sitzungen sowie eine konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates sowie eine gemeinsame Klausurtagung von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Gegenstand der Beratungen waren die ausführlichen Berichte des Vorstandes zur aktuellen Bilanz- und Erfolgssituation sowie zur Investitions-, Finanz-, Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage der Genossenschaft. Die Berichte wurden vom Aufsichtsrat kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und vollumfänglich erteilt wurden. • Ausschüsse des Aufsichtsrates Die beiden Ausschüsse des Aufsichtsrates "Finanzen und Wirtschaft" und "Bau und Technik" haben in je zwei Sitzungen ihre übertragenen Aufgaben mit jeweils einem Vorstandsmitglied wahrgenommen. • Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrates - ein Überblick
• Personelle Veränderungen Frau Grudda, Frau Kaiser und Herr Trautmann schieden turnusgemäß aus und stellten sich in der Vertreterversammlung zur Wiederwahl. Alle drei Kandidaten wurden wieder in den Aufsichtsrat gewählt. • Prüfung des Jahresabschluss 2022 Auf der gemeinsamen Sitzung am 15.05.2023 wurden der durch die Wirtschaftsprüfer des BBU geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2022 und der Lagebericht des Vorstandes ausführlich erörtert. Der BBU erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat stellte nach eingehender Prüfung und Beratung mit dem Vorstand fest, dass keine Einwände gegen den Jahresabschluss sowie den Lagebericht zu erheben sind. Auf dieser gemeinsamen Sitzung wurden auch die gemäß Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse zum Jahresabschluss 2022 gefasst. In Übereinstimmung mit dem Vorstand empfahl der Aufsichtsrat der Vertreterversammlung
• Dank an den Vorstand und die Mitarbeiter Der Aufsichtsrat bedankt sich herzlichen bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TWG und dem Vorstand für Ihr großes Engagement, die jahrelange Treue zur TWG und die gute Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Teltow, im April 2024 Torsten Trautmann, Aufsichtsratsvorsitzender |
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