Kreis- und Stadtsparkasse HofLiquidiert

Hof

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRA 3630
Eingetragen
13.9.2000
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblicher Geschäfte; örtliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen nach Maßgabe der Sparkassenordnung.

Historie

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Management

NameRolle
Michael Maurer
seit 22.7.2008
Vorstandsmitglied
Ursula Schwedler
seit 2.1.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
26.85%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kreis- und Stadtsparkasse Hof

Hof

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht 2007
der Kreis- und Stadtsparkasse Hof

A) Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Eingebettet in einen anhaltenden Aufschwung der Weltwirtschaft ist die deutsche Wirtschaft 2007 kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt hat hierzulande nach der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes real um 2,5 % zugelegt. Dabei ist die bayerische Wirtschaft im abgelaufenen Jahr mit real 2,9 % weit überdurchschnittlich gewachsen. Der Freistaat belegt damit vor Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz Platz 1 unter den Ländern. Damit hat sich das Hoch im Süden fortgesetzt. Bayern führt den Aufschwung an und bleibt die Wachstumslokomotive in Deutschland.

In nominaler Rechnung nahm die gesamtwirtschaftliche Leistung in Bayern 2007 um 4,7 % auf gut 434 Milliarden Euro zu. Auf jeden Erwerbstätigen entfielen damit 66.400 Euro, auf jeden Einwohner 34.720 Euro. Beide Werte übertreffen den Bundesdurchschnitt von 60.976 bzw. 29.445 Euro deutlich. Bereits ein Jahr zuvor expandierte die gesamtwirtschaftliche Produktion mit einem Plus von 3,3 % kräftig.

Bayerns Wirtschaftsleistung hat in den letzten zehn Jahren um fast 30 % zugelegt. Das sind beinahe 10 %-Punkte Vorsprung vor den Nächstplatzierten, Saarland (20,8 %) und Baden-Württemberg (19,6 %). Im Vergleich zum Bund (16,5 %) ist die bayerische Wirtschaft fast doppelt so schnell gewachsen. Beim Langfristwachstum bleibt Bayern also unangefochtener Spitzenreiter.

Die deutsche Wirtschaft setzte annähernd das Wachstumstempo des vorangegangenen Jahres fort und expandierte erneut schneller als das Produktionspotenzial. Mit deutlichen Beschäftigungsgewinnen und aufkommenden Preisdruck zeigte die Entwicklung 2007 allerdings typische Anzeichen eines reifen Booms. Zugpferde des Wachstums waren 2007 erneut der Export und die Ausrüstungsinvestitionen. Sie legten real um 8,3 % bzw. 8,4 % zu. Auch die reale Bruttowertschöpfung im bayerischen Verarbeitenden Gewerbe hat mit 6,8 % erneut außerordentlich stark zugelegt. Besonders erfreulich dabei, dass alle Landesteile von der positiven Entwicklung profitieren. Dies zeigt sich vor allem auch an der bayernweit steigenden Beschäftigung und drastisch sinkender Arbeitslosigkeit.

Das Exportgeschäft profitierte besonders von der starken Nachfrage aus den schnell wachsenden Schwellenländern wie China und Indien sowie aus den Öl exportierenden Ländern, die derzeit so hohe Einnahmen erzielen. Bayern gehört zu den Globalisierungsgewinnern und profitiert wie kaum ein anderes von offenen Märkten. 2007 konnte die Wirtschaft des Freistaats den 14. Exportrekord in Folge erzielen und bei den Ausfuhren erstmals die 150 Mrd. Euro-Schwelle übertreffen. Jeder zweite Euro in der bayerischen Industrie wird im Ausland verdient. Auch der Mittelstand erobert immer mehr die globalen Märkte. Im Mittelstand beträgt die Exportquote mittlerweile beachtliche 30 %.

Nur einen durchschnittlichen Beitrag zum deutschen Wachstum konnte dagegen der Bausektor leisten. Der private Wohnungsbau litt 2007 ebenso wie der immer noch völlig stagnierende private Konsum unter den Verschiebungseffekten der Mehrwertsteuererhöhung vom Jahresanfang 2007. Viele Konsumgütergeschäfte und Bauausführungen waren aus Steuergründen noch gegen Ende 2006 vorverlagert worden und fehlten dementsprechend Anfang 2007. Das milde Wetter 2006/2007 verstärkte diesen Effekt noch.

Der Beschäftigungsaufbau, der schon 2006 eingesetzt hatte, hat auch 2007 weiter deutlich an Fahrt gewonnen. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 1,7 % oder fast 650.000. Damit waren fast 40 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig - so viele wie noch nie zuvor.

Die Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt hat sich ganz besonders gut entwickelt. Im Herbst hat die Beschäftigung ein neues Allzeithoch erreicht. Die Lehrstellenbilanz ist mehr als ausgeglichen. Die Arbeitslosenquote hat binnen eines Jahres von 6,8 % auf 5,3 % im Jahresdurchschnitt 2007 abgenommen. Immer mehr Agenturbezirke sind auf dem besten Weg zur Vollbeschäftigung - und zwar nicht nur in den Ballungsräumen, sondern im ganzen Land.

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote im gesamten Bundesgebiet belief sich im Jahr 2007 auf 9,0 %. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich somit eine deutliche Verbesserung in der Beschäftigungslage von 1,8 %-Punkte.

Dieser insgesamt recht positive Konjunkturverlauf auf Landes- und Bundesebene spiegelt sich im wirtschaftlichen Ergebnis unserer Region nur zum Teil wider. Die Arbeitslosenquote im Arbeitsagenturbezirk Hof sank erfreulicherweise vom Dezember 2006 zum Dezember 2007 von 9,0 % auf 7,5 %. Von dem relativ niedrigen bayerischen Durchschnitt mit 5,3 % (Vorjahr 6,8 %) ist unsere Region dennoch weit entfernt und blieb somit erneut Schlusslicht.

Die immer noch hohe Arbeitslosigkeit spiegelt sich auch am Anteil der Verbraucherinsolvenzen an der Gesamtbevölkerung wider, der in der Region mit 0,23 % doppelt so hoch wie in Deutschland (0,11 %) ist.

Als Hintergrund dieser in unserem Geschäftsgebiet nach wie vor prekären Arbeitsmarktsituation sind in der Hauptsache die vorherrschend schwierigen Rahmenbedingungen zu nennen. Hervorzuheben ist hierbei der nach wie vor nicht abgeschlossene Strukturwandel in der Textil- und Bekleidungsindustrie und die Wettbewerbsverzerrung aufgrund der angrenzenden Höchstfördergebiete in Sachsen und Thüringen, sowie der deutliche Pendlerüberhang vor allem aus den neuen Bundesländern. Erschwerend wirken sich zudem Verlagerungen von Produktionsstätten in osteuropäische Billiglohnländer und auch nach China aus.

Zudem sind rapide sinkende Einwohnerzahlen in unserer Region zu verzeichnen.

1.2 Entwicklung der Branche

Ausgehend von Problemen am Markt für zweitklassige Hypothekenkredite in den USA sind ab Jahresmitte 2007 erhebliche Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten aufgetreten, die seither für das globale Finanzsystem eine ernsthafte Belastungsprobe darstellen. Eine umfassende Neubewertung von Kreditrisiken, die sich in erster Linie auf den Märkten für strukturierte Wertpapiere vollzieht, führte dazu, dass das Vertrauen unter den Marktteilnehmern derart belastet wurde, dass die Verteilung der vorhandenen Liquidität am Geldmarkt auch angesichts eines erhöhten eigenen Liquiditätsbedarfs von Banken nur noch eingeschränkt funktionierte und funktioniert. Auch das deutsche Banken- und Finanzsystem sieht sich erheblichen Herausforderungen gegenüber. Es hat indes seine Stabilität und Funktionsfähigkeit auch unter deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen unter Beweis gestellt. Die deutschen Banken konnten sich - nicht zuletzt aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gesteigerten Risikotragfähigkeit - insgesamt gut behaupten. Einzelne Problemfälle aufgrund von institutsspezifischen Risikokonzentrationen konnten innerhalb des Bankensystems aufgefangen werden. Die Auswirkungen der veränderten Lage im globalen Finanzsystem werden die Ertragsentwicklung bei den größeren deutschen Banken beeinflussen. Das Risiko, dass daraus ein nennenswerter negativer Rückkoppelungsprozess für das inländische Kreditangebot und die Realwirtschaft entsteht, erscheint jedoch gering.

Verstärkt ins Blickfeld gerückt ist zuletzt die Gruppe der Landesbanken, auf die ein beträchtlicher Teil mit strukturierten Produkten zusammenhängender Marktwertverluste deutscher Banken entfiel. Das Thema Konsolidierung im Landesbankensektor wird auf der Agenda bleiben. Fusionen zwischen Landesbanken bieten unter der Voraussetzung eines Erfolg versprechenden Geschäftsmodells durchaus Potenzial für die notwendige Stärkung dieser Bankengruppe insgesamt.

Wenn auch die Turbulenzen an den Finanzmärkten kein schnelles Ende finden werden und die "Rückkehr des Vertrauens" wohl erst mit den testierten Jahresabschlüssen der Finanzinstitute im Frühjahr einsetzen wird, lässt sich als Schlussfolgerung schon heute sagen:

Das deutsche Bankensystem ist auch in dieser Zeit der Finanzmarktturbulenzen in seiner diversifizierten Struktur voll funktionsfähig und stabil. Es weist insgesamt - von bekannten Ausnahmen abgesehen - eine ausgewogene Mischung von kredit- und marktbasierter Finanzierung auf.

2. Entwicklung der Sparkasse

2.1 Geschäftsentwicklung der Sparkasse

Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme + Eventualverbindlichkeiten) der Kreis- und Stadtsparkasse Hof erhöhte sich um 2,1 % auf 1.881,0 Mio. Euro. Die Bilanzsumme stieg um 2,2 % auf 1.869,5 Mio. Euro.

Unsere Aussage des letzten Jahres, eine moderate Steigerung des Kundenausleihgeschäftes zu erzielen, konnte aus risikoorientierten Gesichtspunkten leider nicht verwirklicht werden.

So verminderten sich die Gesamtausleihungen an Kunden (Forderungen und Wechselkredite) um 79,0 Mio. Euro bzw. -10,5 % auf 671,6 Mio. Euro. Dadurch konnte folglich auch die prognostizierte geringe Steigerung der Zinsspanne nicht erreicht werden.

Ein Teil (19,0 Mio. Euro bzw. 2,5 %) davon ist auf die Übertragung von Forderungen zurückzuführen. Dabei handelt es sich ausschließlich um gekündigte und einzelwertberichtigte bzw. bereits teilweise abgeschriebene Forderungen.

Bestandsminderungen verteilten sich gleichmäßig über alle Fristigkeiten. Bei den Wohnungsbaudarlehen, die nach wie vor eine wichtige Stütze im Kreditgeschäft unserer Sparkasse sind, konnten die Bestände des Vorjahres infolge der wiederum rückläufigen Bautätigkeit ebenfalls nicht gehalten werden. Es ergab sich eine Verringerung um 6,5 % auf 316,4 Mio. Euro.

Bei den gewerblichen Kunden stellt sich die Entwicklung differenziert dar. Bis auf leichte Zuwächse bei der Energie- und Wasserversorgung, sowie in der Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung, mussten bei allen anderen Branchen zum Teil sehr hohe Abflüsse hingenommen werden. Die stärksten Einbrüche ergaben sich bei den Dienstleistern, beim Handel und bei der Land- und Forstwirtschaft.

Die eigenen Wertpapiere der Sparkasse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 44,5 Mio. Euro bzw. 4,9 % auf 952,7 Mio. Euro erhöht. Diese relativ kräftige Bestandsentwicklung ist in der Hauptsache die Folge aus der Bestandsminderung der Ausleihungen an Kunden. Bei der Strukturierung unserer in 2007 erworbenen eigenen Wertpapiere wird der Laufzeitbereich von ein bis fünf Jahren bevorzugt.

Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Anteilsbesitz der Sparkasse erhöhte sich um 1,8 Mio. auf 21,4 Mio. Euro. Die Erhöhung resultiert aus dem Erwerb der Anteile (2,0 Mio. Euro) an der Landesbank Berlin Holding AG (Unterbeteiligung der Sparkasse Hof am Kommanditanteil des DSGV ö.K. an der Erwerbsgesellschaft), saldiert mit dem geänderten Bilanzausweis einer Beteiligung unter Aktivposten 13 (0,1 Mio. Euro) und der Wertkorrektur von zwei Beteiligungen (0,1 Mio. Euro).

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um 38,9 Mio. Euro auf 62,3 Mio. Euro. Die aus Liquiditätsgesichtspunkten bei den Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben sind kurzfristig verfügbar.

Bei den Kundeneinlagen (einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten und begebener Schuldverschreibungen) ergab sich eine Ausweitung um 33,2 Mio. Euro bzw. 2,4 % auf 1.427,7 Mio. Euro. Bevorzugt wurden insbesondere die kurzlaufenden Sparkassenzertifikate, die eigenen Emissionen sowie die Termingeldeinlagen, während das Zuwachssparen Bestandsminderungen hinnehmen musste.

Bei dem bilanzunwirksamen Wertpapiergeschäft (einschließlich der Geschäfte unserer Kunden beim Verbundpartner DEKA) haben sich nur relativ geringfügige Veränderungen ergeben. So erhöhten sich die Umsätze um 11,9 Mio. Euro bzw. +9,3 %.

Die Kurswerte der Kundendepots erreichten eine Größenordnung von 256,1 Mio. Euro, was eine Reduzierung von 14,9 Mio. Euro bzw. 5,5 % bedeutet.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (einschließlich begebener Schuldverschreibungen) ergab sich eine geringfügige Minderung um 0,7 Mio. Euro (0,2 %) auf 304,7 Mio. Euro.

Die Ergebnisse aus den Dienstleistungsgeschäften einschließlich des Verbundgeschäftes bewegten sich, entgegen unserer Erwartung, insgesamt auf einem leicht niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Im Bereich Wertpapiergeschäft gab es deutliche Einbußen, während beim Vermittlungsgeschäft der Wert des Vorjahres gehalten wurde. Hier gab es im Bereich Immobiliengeschäft eine deutliche Steigerung, im Bereich Bauspargeschäft konnte allerdings nicht an das Vorjahresergebnis angeknüpft werden. Bei den Sachversicherungen konnten deutliche Zuwächse erzielt werden, in der Sparte Lebensversicherungen wurde das gute Vorjahresgeschäft nicht ganz erreicht.

Bedingt durch die eingangs dargestellten schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserer Region werten wir die Entwicklung der Kundeneinlagen im Berichtsjahr als noch zufriedenstellend. Dagegen stellt sich im Ausleihgeschäft aufgrund des seit Jahren anhaltenden kräftigen Bestandsrückgangs, der auch im Berichtsjahr nicht gestoppt werden konnte, die Entwicklung als nicht zufriedenstellend dar.

2.2 Wirtschaftlichkeit

Um die Wirtschaftlichkeit dauerhaft zu verbessern, stand 2007 die Umsetzung der Neuorganisation des Kompetenzcenters Firmenkunden im Vordergrund. Zum 01.01.2007 wurde das Firmenkundengeschäft komplett neu strukturiert.

2.3 Investitionen

Größere Investitionen geschahen im Jahr 2007 lediglich in den Bereichen IT und Ausstattung der Geschäftsstellen.

Zielsetzung der IT-Investitionen war die Aktualisierung des Gerätebestandes und die Vorbereitung auf die in 2008 anstehende Migration zur Sparkasseninformatik sowie die höheren Sicherheitsanforderungen an den SB-Betrieb.

In der SB-Technik wurden mit ca. 200 TEUR die höchsten Investitionen getätigt, gefolgt von IT-Arbeitsplatzausstattung mit 160 TEUR.

2.4 Personal- und Sozialbereich

Die Gesamtzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt verringerte sich 2007 gegenüber dem Vorjahr um 8 Personen auf 546 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darunter befanden sich 341 Vollzeit- und 177 Teilzeitkräfte sowie 28 Auszubildende.

Alle sechs Auszubildenden, die im Geschäftsjahr 2007 ihre Ausbildung mit Erfolg beendeten, wiesen entsprechende Leistungen auf und wurden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mio. Euro bzw. 12,5 % auf 27,2 Mio. Euro.

Im Personalaufwand sind Provisionszuwendungen an Sparkassenmitarbeiter aufgrund von Mitarbeiterwettbewerben und der Vermittlung von Verbundprodukten (LBS, Bayern-Versicherung, S-Leasing, Landesimmo), unter Berücksichtigung der besoldungs- und tarifrechtlichen Bestimmungen, enthalten.

Um flexibel und damit auch ökonomisch am Markt agieren zu können, ist der Einsatz eines flexiblen Arbeitszeitmodells unumgänglich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden nutzt die Sparkasse das Modell der "variablen Arbeitszeit" in Verbindung mit einem Jahresarbeitszeitkonto.

Neben dem System der Leistungsorientierten Bezahlung (LOB), wodurch den einzelnen Organisationseinheiten die Möglichkeit gegeben wird, sich durch überdurchschnittliche Leistungen eine zusätzliche Vergütung zu sichern, wurden auch die tariflichen Vorgaben des Besonderen Teils für Sparkassen (BT-S) über die Sparkassensonderzahlung umgesetzt. Die entsprechenden Betriebsvereinbarungen über einen individuell leistungsbezogenen Teil (LoV) und einen unternehmenserfolgsbezogenen Teil (EoV) der Vergütung wurden mit der Personalvertretung geschlossen und im Jahr 2007 wirksam.

Die Anzahl der Beschäftigten in Altersteilzeitarbeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Personen auf insgesamt 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht.

Die Personalwirtschaft bleibt auch künftig ein Schwerpunkt in der Geschäftspolitik des Vorstands, um die Leistungen, das Verantwortungsbewusstsein sowie die Bereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich für die Ziele unserer Sparkasse einzusetzen, zu festigen und zu fördern.

Angesichts der zunehmenden Dynamik der Veränderungsprozesse und der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte wurden 443 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 1172 Tagen in externen Lehrgängen, Seminaren und Fachtagungen auf die Herausforderungen in fachlicher und persönlichkeitsbildender Hinsicht vorbereitet. Ferner wurden in 132 internen Seminaren insgesamt 2061 Teilnehmer geschult.

2.5 Kundenbeziehungen

Durch intensive Schulungen werden unsere Mitarbeiter optimal auf sich verändernde Kundenansprüche vorbereitet. Die langjährige Beratung und Betreuung der Kunden durch kompetente Mitarbeiter hat zu einer engen Beziehung und zu einem hohen Vertrauensverhältnis geführt, das eine wesentliche Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg ist.

Die im Jahr 2006 begonnene Strategie zur ganzheitlichen Beratung über alle Kundensegmente hinweg, wurde im Jahr 2007 konsequent weitergeführt. Gemeinsam mit der Sparkassenakademie Bayern wurden sowohl für Firmenkundenberater, Individualkundenberater und Vertriebsmitarbeiter Schulungen und Coachings durchgeführt.

Um auf den regionalen und überregionalen Wettbewerbsdruck in Bezug auf Kontoführungspreise entsprechend zu reagieren, wurden im Jahr 2007 sämtliche Preismodelle für Privatkunden überarbeitet, neu gestaltet und aktiv beworben und verkauft.

Einhergehend mit einer verstärkten, marktorientierten Ausrichtung des Kompetenzcenters Immobilien wurden im vergangenen Jahr dezentrale Baufinanzierer implementiert. Das Vermittlungsgeschäft Immobilien hat im Jahr 2007 im Vergleich zu 2006 deutlich zugenommen.

2.6 Soziales Engagement

Als Ausdruck ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung engagiert sich die Sparkasse im erheblichen Maße in ihrem Geschäftsbezirk. Mit Spenden, durch Sponsoring und Stiftungsausschüttungen fördert sie die wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität der Region. Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen über 749 TEUR. Es wurden soziale Einrichtungen unterstützt und die kulturellen und sportlichen Aktivitäten in der Region gefördert.

B) Darstellung der Lage der Sparkasse

1. Ertragslage

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung der Sparkasse stellt sich wie folgt dar:

Das erwirtschaftete ordentliche Betriebsergebnis mit 0,48 % der Durchschnittsbilanzsumme werten wir als nicht zufriedenstellend. Es lag deutlich unter dem bayerischen Verbandsdurchschnitt von 0,91 %.

Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft konnte gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise halbiert werden, liegt aber immer noch weit über dem bayerischen Verbandsdurchschnitt und kann daher trotz der positiven Entwicklung noch nicht als zufriedenstellend angesehen werden. Wesentliche Faktoren, die das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft beeinflusst haben, waren die erstmalige Abzinsung von Grundpfandrechten bei wertberichtigten Krediten (1.896 TEUR) sowie die Übertragung von Forderungen.

Durch die Inanspruchnahme des gemilderten Niederstwertprinzips bei den Wertpapieren des Anlagevermögens konnte im Berichtsjahr ein positives Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft verbucht werden.

Das insgesamt nicht zufriedenstellende Gesamtergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung wurde durch die erstmalige Bildung einer Beihilferückstellung (3.196 TEUR) und einer außerordentlichen Zuführung zur Pensionsrückstellung (525 TEUR) zusätzlich belastet.

Die gegenwärtige und künftige Ertragslage wird belastet durch einen rückläufigen, unterdurchschnittlichen Anteil an Kundenkrediten und einem dadurch bedingten überdurchschnittlichen Wertpapieranteil. Eine personalintensive Betreuung der Kreditengagements auf Grund der Bonitätsstruktur des Kreditportfolios sowie steigende aufsichtsrechtliche Anforderungen erlauben keinen Personalabbau in diesem Bereich, sodass fehlende Zinserträge nicht ausgeglichen werden können.

Zu dem Ergebnis 2007 im Einzelnen:

Der Zinsüberschuss - einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen - verminderte sich entgegen der Prognose um 3.446 TEUR (9,9 %) auf 31.356 TEUR. Für die Sparkasse ergab sich eine Zinsspanne (beinhaltend ein negatives Zinsergebnis aus Derivaten) auf der Grundlage der durchschnittlichen Bilanzsumme von 1,82 % nach 1,95 % im Vorjahr.

Der Provisionsüberschuss erreichte 9.317 TEUR und sank damit zum Vorjahreswert um 4,2 %. Das Verhältnis von Provisionsüberschuss zu Zinsüberschuss - einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen - erhöhte sich auf 29,7 % (Vorjahr 27,9%).

Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften, der überwiegend aus dem Handel mit Wertpapieren resultiert, reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 996 TEUR auf 165 TEUR.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 9,9 % auf 37.708 TEUR.

Die darin enthaltenen Personalaufwendungen einschließlich der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung erhöhten sich um 3.014 TEUR (12,5 %).

Im ordentlichen Bereich konnten bei den Personalaufwendungen Einsparungen erzielt werden. Nur bedingt durch die erstmalige Bildung einer Beihilferückstellung (3.196 TEUR) und einer außerordentlichen Zuführung zur Pensionsrückstellung (525 TEUR) waren insgesamt höhere Personalaufwendungen zu verzeichnen.

Der Sachaufwand hingegen erfuhr im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 390 TEUR (3,9 %). Die Steigerung resultierte im Wesentlichen aus Mehrkosten für die durchgeführten Werbemaßnahmen (87 TEUR) und den gestiegenen Ausgaben für die Dienstleistungen Dritter (379 TEUR).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 77 TEUR (3,7 %).

Zur Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen (GuV; Pos. 10-12) um 4,5 % auf 40.900 TEUR kam die Verminderung der Erträge (GuV; Pos. 1-9) um 10,1 % auf 46.839 TEUR. So verschlechterte sich das Verhältnis der Aufwendungen zu den Erträgen auf 87,3 % (Vorjahr 75,1 %). Zur Verbesserung dieser Kennzahl wurden Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft werden - nach der Verrechnung mit Erträgen - in Höhe von 7.356 TEUR (Vorjahr 12.861 TEUR) ausgewiesen. Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere erfuhren - nach Verrechnung mit Abschreibungen - gegenüber dem Vorjahr (527 TEUR) mit 737 TEUR einen etwas höheren Ausweis.

Durch Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben sich vermehrt temporäre Ergebnisdifferenzen, die das handelsbilanzrechtliche Ergebnis nicht unwesentlich beeinflussen. Um den Steueraufwand in der Handelsbilanz periodengerecht darzustellen, wurde bereits 2001 ein aktiver Steuerabgrenzungsposten gem. § 274 Abs. 2 HGB gebildet. Im Geschäftsjahr 2007 wurde dieser Posten um 1.658 TEUR erhöht. Der Steuerertrag ergab unter Berücksichtigung dieser Erhöhung in der GuV-Position 23 einen Betrag von 1.597 TEUR.

Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Bilanzgewinn von 812 TEUR ab. Dieser ermöglicht, wenn auch nur im bescheidenen Umfang, eine Aufstockung des Eigenkapitals als Basis für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Es ist vorgesehen, nach Feststellung des Jahresabschlusses durch den Verwaltungsrat den Bilanzgewinn in voller Höhe in die Sicherheitsrücklage einzustellen.

2. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.

Die eingeräumte Kreditlinie bei der Bayerischen Landesbank wurde nur dispositionsbedingt teilweise in Anspruch genommen. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften abzuschließen, wurde in unterschiedlicher Höhe genutzt. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der zuständigen Zentralbank unterhalten.

Der zur Beurteilung der Liquiditätslage der Kreditinstitute von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erlassene Grundsatz II war stets eingehalten. Die Liquidität wird bankenaufsichtlich als ausreichend angesehen, wenn die in einem Monat zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel die während dieses Zeitraums zu erwartenden Zahlungsabflüsse decken. Die so errechnete Liquiditätskennzahl muss mindestens 1,00 betragen. Bei der Sparkasse errechnete sich zum Jahresende eine Liquiditätskennzahl von 4,12. Auch die darüber hinaus für weitere Beobachtungszeiträume (Laufzeitbänder bis zu zwölf Monaten) zu berechnenden Kennzahlen deuten nicht auf zu erwartende Liquiditätsengpässe hin.

Auf Basis unserer Finanzpläne kann die Zahlungsbereitschaft der Sparkasse auch für die absehbare Zukunft als gesichert angesehen werden.

3. Vermögenslage

Die Bilanzstruktur der Sparkasse wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

AKTIVA

2007 2006 2007 2006
TEUR TEUR in % BS in % BS
Barreserve 46.091 30.343 2,5 1,6
Forderungen an Kreditinstitute 62.328 23.426 3,3 1,3
Ausleihungen an Kunden 671.622 750.583 35,9 41,0
Wertpapiergeschäft 952.743 908.257 51,0 49,7
Beteiligungen 21.380 19.593 1,1 1,1
Sachanlagen 18.330 19.818 1,0 1,1
Sonstiges 97.016 76.695 5,2 4,2
Bilanzsumme 1.869.510 1.828.715 100,0 100,0
- davon Anlagevermögen 667.129 564.824

PASSIVA

2007 2006 2007 2006
TEUR TEUR in % BS in % BS
Bankenverbindlichkeiten 304.728 304.236 16,3 16,7
Kundeneinlagen 1.329.782 1.295.164 71,1 70,8
Verbriefte Verbindlichkeiten 75.093 69.976 4,0 3,8
Nachrangige Verbindlichkeiten 22.788 29.280 1,2 1,6
Eigenkapital 101.446 100.634 5,5 5,5
Sonstiges 35.673 29.425 1,9 1,6
Bilanzsumme 1.869.510 1.828.715 100,0 100,0

Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass sich auf der Aktivseite Strukturveränderungen zu Lasten der Ausleihungen an Kunden hin zu den Forderungen an Kreditinstituten und den eigenen Wertpapieren ergeben haben. Dagegen sind auf der Passivseite keine nennenswerten Strukturveränderungen erkennbar.

Während die Struktur der Aktivseite insbesondere bei den Forderungen an Kreditinstitute, bei den Kundenforderungen und bei den Wertpapieren von den Durchschnittswerten auf Verbandsebene abweicht, entspricht die Struktur der Passivseite im Wesentlichen den Durchschnittswerten.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips, während die Wertpapiere des Anlagevermögens nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet wurden. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet.

Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Zuführung aus dem Bilanzgewinn wird sich die Sicherheitsrücklage auf 101,4 Mio. Euro erhöhen. Das entspricht einem Bilanzanteil von 5,5 %, der damit den Vergleichswert auf Verbandsebene nur um 0,2 %-Punkte unterschreitet, aber 0,4 %-Punkte über dem Bundesdurchschnitt liegt. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile im Sinne des KWG. Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel, bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva und Marktrisikopositionen per 31.12.2007, überschreitet mit 14,9 % deutlich den von der Bankenaufsicht im Grundsatz I vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 %. Eine zukünftige Geschäftsausweitung ist durch die ausreichende Kapitaldecke gesichert.

Die Finanz- und Vermögenslage ist unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angemessen zu bezeichnen.

Die Ertragslage ist hingegen nicht zufriedenstellend.

C) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage Auswirkungen haben könnten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

D) Risikobericht

1. Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken gehören zu den Kernfunktionen von Kreditinstituten. Unserer Risikostrategie entsprechend gehen wir in der Regel nur Risiken ein, die für eine kontinuierliche Wertsteigerung der Sparkasse erforderlich sind. Dabei wollen wir im Rahmen unseres öffentlichen Auftrages den erzielten Ertrag im Verhältnis zum eingegangenen Risiko optimieren.

Zur Steuerung und Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken wurde ein Risikomanagement- und Controllingsystem eingerichtet. Das System ist darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und gegensteuernde Maßnahmen im Sinne eines aktiven Risikomanagements und -controllings einzuleiten. Die angewandten Methoden zur Messung, Steuerung und Aggregation aller bisher identifizierten Risikoarten werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig den Anforderungen der Sparkasse und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst.

Für Zwecke der Risikosteuerung werden folgende Risikoarten unterschieden: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, operationelles Risiko.

2. Risikomanagement und Risikocontrolling

Die Ausgestaltung des Risikomanagement- und Controllingsystems richtet sich nach Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt unserer Geschäftstätigkeit.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen mit der Zielsetzung der Wertsteigerung der Sparkasse auf Basis einer aktiven und bewussten Steuerung aller unternehmerischen Risiken. Das Risikocontrolling beinhaltet die Identifizierung, Quantifizierung, Limitierung und Überwachung sowie das Reporting der Risiken.

Im Rahmen der Gesamthausrisikoüberwachung werden neben der Messung und Steuerung von Risiken in den einzelnen Bereichen in regelmäßigen Abständen Risikotragfähigkeitsanalysen durchgeführt. Dazu werden die quantifizierbaren bzw. quantifizierten Einzelrisiken zu einem Gesamtbankrisiko zusammengefasst. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten der Abdeckung dieses Gesamtbankrisikos mit den zur Verfügung stehenden Deckungsmassen (Ertragskraft, Reserven, Eigenkapital) mittels Szenarien - denen bestimmte Annahmen zugrunde liegen - aufgezeigt. Die Darstellung der Gesamtrisikolage bzw. Risikotragfähigkeit erfolgt auf Grundlage handelsrechtlicher Vorschriften unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernisse. Über die Gesamtrisikolage und Risikotragfähigkeit wird vierteljährlich an den Vorstand berichtet.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagementaktivitäten wird gemäß den MaRisk durch die interne Revision geprüft.

2.1 Adressenausfallrisiken

Grundsätzlich ist das Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft und Wertpapiergeschäft von besonderer Bedeutung für die Sparkasse. Unter Adressenausfallrisiko wird der potenzielle Verlust verstanden, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderungen aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterungen der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann.

Die Gefahr eines Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen wird im Kreditgeschäft durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner (individuelle Bonitätsbeurteilung) sowie durch die Hereinnahme von Sicherheiten begrenzt. Durch eine laufende Bonitätsbeurteilung bzw. Bonitätsüberwachung über Risikofrüherkennungssysteme werden Kreditrisiken frühzeitig erkannt und durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen begrenzt. Des Weiteren werden Kreditlimite als Obergrenze für Kreditengagements festgelegt, die laufend überwacht werden.

Ergänzend werden das von der Sparkassenorganisation entwickelte interne Ratingverfahren ("DSGV-Rating") im gewerblichen Kreditgeschäft und Scoringverfahren im Privatkundenkreditgeschäft angewendet. Die detaillierte Kreditrisiko-Einstufung des gesamten Kreditengagements eines Kreditnehmers bildet neben weiteren Analyseverfahren die Grundlage für die Kreditentscheidung sowie im gewerblichen Kreditbereich die Basis für die Festlegung einer risikoadjustierten Bepreisung.

Die Adressenausfallrisiken im Sinne der MaRisk werden planerisch erfasst, bewertet und mit der vom Vorstand beschlossenen Kreditrisikostrategie abgeglichen, welche insbesondere die Vermeidung von neuen Adressenausfallrisiken vorsieht. Nach der Kreditrisikostrategie soll durch qualitativ hochwertiges, d.h. risikoarmes Neukreditgeschäft die rückläufige Kreditbestandsentwicklung gestoppt bzw. verringert werden. Die Geschäftsleitung wird regelmäßig im Rahmen von Risikoberichten über die Strukturmerkmale des Kreditportfolios bzw. der Adressenausfallrisiken der den MaRisk unterliegenden Geschäften informiert. Die Einhaltung der vereinbarten Planungen aus der Kreditrisikostrategie wird regelmäßig überprüft.

Den erkennbaren Risiken des Kreditgeschäfts wird durch eine angemessene Risikovorsorgebildung Rechnung getragen. Für konkret bestehende Bonitätsrisiken eines Kreditnehmers wird durch Einzelwertberichtigungen in Höhe des potenziellen Ausfalls Vorsorge getroffen. Für latente Risiken werden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Bei den Adressenausfallrisiken für Handelsgeschäfte im Sinne der MaRisk werden in Abstimmung mit der Geschäftsleitung Risikolimite und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Die Limitfestlegung erfolgt unter Berücksichtigung der Handelsaktivitäten sowie der Ertrags- und Substanzkraft der Sparkasse. Es wird eine Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene sowie eine Ausfalllimitierung auf Sparkassen- und Portfolioebene durchgeführt. Dabei wird nach Erfüllungs-, Emittenten- und Wiedereindeckungsrisiken differenziert vorgegangen. Die Limite werden durch ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling überwacht, regelmäßig nach Art und Höhe bewertet und die Limitausschöpfung dem Überwachungs- und dem Handelsvorstand täglich vorgelegt.

2.2 Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiko wird das Risiko eines möglichen Verlusts aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter verstanden.

Für Marktpreisrisiken im Sinne der MaRisk werden in Abstimmung mit der Geschäftsleitung je Risikoart (Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursrisiko einschließlich der jeweils dazugehörigen Derivatrisiken) Risikolimite und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Diese dienen dem Ziel, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu belasten. Die Limitfestlegung erfolgt unter Berücksichtigung der Ertrags- und Substanzkraft der Sparkasse. Alle Limite werden durch ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling überwacht. Sämtliche MaRiskrelevanten Risiken werden regelmäßig nach Art und Höhe bewertet. Die zuständigen Mitglieder der Geschäftsleitung bzw. der Gesamtvorstand werden regelmäßig über die Ergebnisse informiert. Bei der Messung und Überwachung der Risikopositionen und der Analyse der damit verbundenen Verlustpotenziale (Risiko-Controlling) wendet die Sparkasse primär die Ertragswertperspektive (GuVorientierte Sichtweise) an.

Die Bewertung und Analyse von Zinsänderungsrisiken auf Gesamtbankebene erfolgt nach der Ertragswertperspektive unter Einsatz traditioneller betriebswirtschaftlicher Instrumente und Verfahren. Ergänzend zu dieser Sichtweise verwendet die Sparkasse zur barwertigen Messung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos das System S-Treasury.

Die Marktpreisrisiken bewegen sich innerhalb des Rahmens der geschäftspolitischen Zielsetzungen. Währungsrisiken sind bei der Sparkasse nur von untergeordneter Bedeutung.

2.3 Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht mehr nachkommen zu können.

Das Liquiditätsrisiko wird von der Sparkasse durch eine entsprechende Liquiditätsplanung sowie die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Grundsätze (Grundsatz II) gesteuert. Über die Liquiditätssituation der Sparkasse und evtl. bestehender Liquiditätsengpässe wird der Vorstand regelmäßig informiert. Das Liquiditätsrisiko reduzieren wir durch eine stets angemessene Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva. Die Liquiditätsbeschaffung erfolgt überwiegend über Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird als wesentliches Steuerungsinstrument der gesicherte und ausreichende Zugang zu Zentralbankgeld betrachtet (Zentralbankinstrumente). Kurzfristige Liquidität wird primär über den Geldmarkt sichergestellt. Zahlungsanforderungen, die die Zahlungsbereitschaft beeinträchtigen könnten, sind auf Basis unserer Finanzplanung nicht erkennbar.

2.4 Operationelle Risiken

Operationelle Risiken werden als die Gefahr von Schäden definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten.

Den operationellen Risiken wird mit zahlreichen Maßnahmen entgegengewirkt. Hierzu zählen unter anderem zentrale Vorgaben durch Arbeitsanweisungen, Verwendung von rechtlich geprüften Vertragsformulierungen, Einsatz von auch gesetzlich geforderten Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Versicherbare Gefahrenpotentiale haben wir durch Versicherungsverträge im banküblichen Umfang abgeschirmt.

Zur umfassenden Identifikation und Bewertung dieser Risiken werden angefallene Schäden erfasst und analysiert. Die von den Mitarbeitern entwickelten Risikoszenarien wurden im Berichtszeitraum überarbeitet und das Verlustpotenzial im Rahmen der Risikolandkarte bewertet. Diese Ergebnisse wurden dem Vorstand berichtet. Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Sparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Szenarioerstellung wird weiterhin im jährlichen Turnus wiederholt.

2.5 Gesamtrisikolage

Durch das Risikomanagement und -controlling der Sparkasse konnten die Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert werden. Die Risikotragfähigkeit ist zwar gegeben, die Risikolage insgesamt ist jedoch als vergleichsweise hoch einzustufen. Die Sparkasse sieht sich durch das bestehende Risikomanagement sowohl für das bestehende Geschäft als auch für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet. Die Sparkasse geht von keinen über das übliche geschäftliche Maß hinausgehenden Risiken aus.

E) Prognosebericht

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Sparkasse für die nächsten zwei Jahre beziehen, stellen Einschätzungen dar, die die Sparkasse auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Konjunkturdynamik lag nach ersten Einschätzungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2007 mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes von 2,5 % nur knapp unter dem Vorjahresergebnis von 2,9 %. Der Beschäftigungsaufbau, der schon 2006 eingesetzt hatte, konnte in 2007 fortgeführt werden. Die Arbeitslosenquote sank damit von 10,8 % in 2006 auf 9,0 % in 2007. Die Erfolge am Arbeitsmarkt sind vornehmlich der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen und der Lohnzurückhaltung der letzten Jahre zu verdanken.

Auch die Staatsfinanzen profitierten vom Aufschwung und von der Zunahme der Beschäftigung. Die Steuereinnahmen sind konjunkturbedingt gestiegen. Dadurch kam der Staat erstmals im wiedervereinigten Deutschland ohne neue Schulden aus.

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich 2007 hingegen verstärkt. Im Jahresdurchschnitt sind die Verbraucherpreise um 2,2 % gestiegen. Im November 2007 lagen die Verbraucherpreise erstmals um 3,1 % über dem Niveau des Vorjahres. Neben der Mehrwertsteuererhöhung waren vor allem die Energiepreise für diese Beschleunigung verantwortlich.

Für dieses Jahr erwarten wir, dass sich die Konjunkturdynamik abschwächen wird. Zwar dürfte sich der private Konsum bei zunehmender Einkommensexpansion beleben, dem steht aber entgegen, dass bei nachlassender außenwirtschaftlichen Impulsen sowie schwierigeren Finanzierungsbedingungen Exporte und Investitionen wohl an Schwung verlieren werden. Darüber hinaus belasten weiterhin die hohen Energie- und Rohstoffpreise.

Wir gehen davon aus, dass die Subprime-Krise der USA auch Auswirkungen auf die Wirtschaft in Deutschland haben wird. In Deutschland hatte es in den letzten Jahren keinen Immobilienpreisboom gegeben und die Haushalte und Unternehmen sind nicht hoch verschuldet. Gleichwohl wird die Subprime-Krise die konjunkturelle Entwicklung in den USA negativ beeinflussen, wobei die Auswirkungen per heute noch nicht eingeschätzt werden können.

Aufgrund der Bestandsentwicklung in den letzten Jahren gehen wir davon aus, dass wir auch in den Jahren 2008 und 2009 die rückläufige Entwicklung im Kundenkreditgeschäft nicht stoppen können. Gleichwohl haben unsere Bemühungen, qualitativ hochwertiges Neukreditgeschäft zu generieren, zu einer Verbesserung der Gesamtrisikosituation geführt.

Der Zinsüberschuss ging in den letzten Jahren zurück. Diese Tendenz wird sich auch in den beiden kommenden Jahren fortsetzen. Aus diesem Grund müssen die Anstrengungen im Provisionsgeschäft weiter verstärkt werden.

Der Personalaufwand wird sich 2008 durch zusätzlichen Personalbedarf im Rahmen der SI-Migration erhöhen. Der Verwaltungsaufwand wird dagegen wie geplant auf Vorjahresniveau gehalten werden können.

Die im letzten Jahr verbesserte wirtschaftliche Lage ist nur zögerlich in unserer Region angekommen, gleichwohl sollte die leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Arbeitsmarktsituation in unserem Geschäftsgebiet zukünftig latente Adressenausfallrisiken im Kundenkreditgeschäft begrenzt halten. Im Bereich der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr eine verminderte Zuführung.

In Abhängigkeit von der aktuellen Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten gehen wir derzeit von einem leicht negativen Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft aus.

Soweit aus heutiger Sicht bereits prognostizierbar, erwarten wir eine Geschäftsentwicklung wie in den Vorjahren mit einem Jahresergebnis auf ähnlichem Niveau.

 

Hof, den 30. Juni 2008

KREIS- UND STADTSPARKASSE HOF

Dr. Fichtner, Vorsitzender des Verwaltungsrates

Der Vorstand

Gerstner

Schwedler

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2007

Aktivseite

31.12.2006
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 13.898.778,03 13.157
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 32.191.825,80 17.186
c) Guthaben bei Postgiroämtern - -
46.090.603,83 30.343
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen - -
b) Wechsel - -
- -
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 808.005,91 2.376
b) andere Forderungen 61.520.143,50 21.051
62.328.149,41 23.427
4. Forderungen an Kunden 671.621.884,20 750.583
darunter: durch Grundpfandrechte Gesichert 333.151.853,05 (372.823)
Kommunalkredite 141.048.853,88 (163.826)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten - -
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - (-)
ab) von anderen Emittenten 34.688.503,22 -
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 33.993.000,00 (-)
34.688.503,22 -
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 54.023.587,96 47.475
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 51.267.700,00 (46.187)
bb) von anderen Emittenten 585.329.536,35 588.254
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 546.230.070,00 (560.015)
c) eigene Schuldverschreibungen 600.060,18 662
674.641.687,71 636.391
Nennbetrag 603.400,00 (659)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 278.101.013,59 271.865
7. Beteiligungen 21.379.899,62 19.593
darunter:
an Kreditinstituten
- (-)
an Finanzdienstleistungsinstituten - (-)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen - -
darunter:
an Kreditinstituten
- (-)
an Finanzdienstleistungsinstituten - (-)
9. Treuhandvermögen 289.964,65 332
darunter:
Treuhandkredite
289.964,65 (332)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch - -
11. Immaterielle Anlagewerte 28.918,97 18
12. Sachanlagen 18.330.336,69 19.818
13. Sonstige Vermögensgegenstände 91.057.549,47 72.969
13a. Steuerabgrenzungsposten gem. § 274 Abs. 2 HGB 4.354.595,39 2.697
14. Rechnungsabgrenzungsposten 1.285.487,55 679
Summe der Aktiva 1.869.510.091,08 1.828.715

Passivseite

31.12.2006
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.522.948,67 952
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 302.205.090,54 303.284
304.728.039,21 304.236
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 538.756.921,91 563.951
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 283.152.077,20 252.501
821.908.999,11 816.452
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 355.585.665,94 386.238
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 152.287.620,20 92.474
507.873.286,14 478.712
1.329.782.285,25 1.295.164
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 75.092.901,29 69.976
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten - -
75.092.901,29 69.976
darunter:
Geldmarktpapiere
- (-)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf - (-)
4. Treuhandverbindlichkeiten 289.964,65 332
darunter: Treuhandkredite 289.964,65 (332)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.703.289,51 2.599
6. Rechnungsabgrenzungsposten 233.951,83 315
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.576.678,00 15.192
b) Steuerrückstellungen 2.466,17 -
c) andere Rückstellungen 14.866.122,08 10.987
30.445.266,25 26.179
8. Sonderposten mit Rücklageanteil - -
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 22.788.491,27 29.280
10. Genussrechtskapital - -
vor Ablauf von zwei Jahren fällig - (-)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital - -
b) Kapitalrücklage - -
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 100.633.714,67 100.256
cb) andere Rücklagen - -
100.633.714,67 100.256
d) Bilanzgewinn 812.187,15 378
101.445.901,82 100.634
Summe der Passiva 1.869.510.091,08 1.828.715
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln - -
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 11.513.848,25 14.360
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten - -
11.513.848,25 14.360
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften - -
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen - -
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 7.996.219,82 11.838
7.996.219,82 11.838

 

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

1.1. -31.12.2006
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 45.354.049,22 47.820
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 22.775.981,80 18.032
68.130.031,02 65.852
2. Zinsaufwendungen 50.451.695,35 44.382
17.678.335,67 21.470
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 12.507.836,08 12.352
b) Beteiligungen 1.169.569,06 980
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen - -
13.677.405,14 13.332
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen - -
5. Provisionserträge 9.884.907,10 10.324
6. Provisionsaufwendungen 568.074,42 600
9.316.832,68 9.724
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 165.123,15 1.161
8. Sonstige betriebliche Erträge 6.000.840,38 6.444
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil - -
46.838.537,02 52.131
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 17.415.173,09 18.025
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.788.912,31 6.165
darunter: für Altersversorgung 2.990.893,76 EUR (Vorjahr EUR 2.337) 27.204.085,40 24.190
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.503.878,20 10.114
37.707.963,60 34.304
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.169.398,74 2.092
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.022.778,10 2.732
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 7.355.610,41 12.861
13. a) Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft - -
14. a) Entnahme aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
7.355.610,41 12.861
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlage vermögen behandelte Wertpapiere - -
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 737.104,11 527
737.104,11 527
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme - -
18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil - -
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -680.109,72 669
20. Außerordentliche Erträge - -
21. Außerordentliche Aufwendungen - -
22. Außerordentliches Ergebnis - -
23. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.596.550,28 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 180
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 104.253,41 111
1.492.296,87 291
25. Jahresüberschuss 812.187,15 378
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr - -
812.187,15 378
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage - -
b) aus anderen Rücklagen - -
- -
812.187,15 378
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage - -
b) in andere Rücklagen - -
- -
29. Bilanzgewinn 812.187,15 378

Anhang zum 31. Dezember 2007

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.

Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Zuschreibungen (Wertaufholungen) bis zu den Zeitwerten vorgenommen worden.

Außerdem haben wir nach den Erfahrungen der Vergangenheit bemessene Pauschalwertberichtigungen auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet.

Wertpapiere des Handelsbestands und der Liquiditätsreserve werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen bewertet. Bei den Wertpapieren des Anlagebestandes werden gegenüber dem Vorjahr nur Abschreibungen vorgenommen, soweit es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. Wertaufholungen werden durch Zuschreibungen auf den höheren Kurs, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten, berücksichtigt.

Beteiligungen werden entsprechend den für Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen auf der Grundlage der steuerlich zulässigen Sätze. Soweit bei der steuerlichen Gewinnermittlung degressive Abschreibungen zulässig sind, werden diese zugrunde gelegt; dabei wird gegebenenfalls von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode überzugehen, wenn dies zu höheren Abschreibungen führt. Als Nutzungsdauer werden bei immateriellen Anlagewerten regelmäßig ein bis drei Jahre zugrunde gelegt. Bei Einbauten in gemieteten Gebäuden wird die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt, wenn sie kürzer ist als die für Gebäude geltende Abschreibungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Liegt der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist und handelt es sich dabei um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Der aktive Steuerabgrenzungsposten gem. § 274 Abs. 2 HGB hat sich um 1.658 TEUR erhöht.

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Dabei wird ein Rechnungszins von 5,5 % verwendet. Es besteht eine Aufwandsrückstellung gemäß § 249 Abs. 2 HGB für die Sondersparformen "Zuwachssparen" (Sparform mit steigendem Zinssatz) sowie S-Prämiensparen - flexibel.

Durch die Änderung der Bewertungsmethode bei den Wertpapieren des Anlagebestandes fiel das ausgewiesene Jahresergebnis um 3.405 TEUR höher aus.

Derivative Finanzinstrumente (Swaps und Termingeschäfte) werden grundsätzlich einzeln bewertet. Daraus entstandene Bewertungsgewinne bleiben außer Ansatz. Derivative Finanzinstrumente, die durch andere Geschäfte besonders gedeckt sind, haben wir zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst; die daraus resultierenden Bewertungserfolge haben wir in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswaps, die nicht besonders gedeckt sind, wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsänderungsrisikos einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten.

Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 340h HGB. Erträge aus der Währungsumrechnung werden nur bei Vorliegen einer besonderen Deckung in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei den täglich fälligen Forderungen und Verbindlichkeiten werden Erträge aus der Umrechnung wegen Geringfügigkeit in voller Höhe vereinnahmt. Eine besondere Deckung sehen wir als gegeben an, wenn eine Identität von Währung, Betrag und Fälligkeit der gegenläufigen Geschäfte vorliegt.

Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Forderungen an die eigene Girozentrale 41.593 2.533
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 3 b) andere Forderungen
- bis drei Monate 40.258 440
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 20.588 20.504
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 18 62

Posten 4: Forderungen an Kunden

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.825 3.637
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 37.533 45.415
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 42.561 45.888
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 175.407 184.442
- mehr als fünf Jahre 359.716 403.980
- mit unbestimmter Laufzeit 55.683 70.004

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 181.931 178.259
- Börsenfähige Wertpapiere (ohne antizipative Zinsen) 662.343 625.762
davon sind
- börsennotiert 632.843 610.323
- nicht börsennotiert 29.500 15.439
31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
- wie Anlagevermögen bewertet:
- Buchwert 169.483 0
- Beizulegender Zeitwert 168.350 0
Bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere, bei denen auf eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert verzichtet wurde, soweit dieser unter dem Nominalwert lag, da die Zukunftsaussichten der Emittenten als gut angesehen werden und die Einlösung zum Nominalwert erfolgt.

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Nachrangige Vermögensgegenstände 4.969 4.969
- Börsenfähige Wertpapiere 278.101 271.621
davon sind
- börsennotiert 8.935 7.520
- nicht börsennotiert 269.166 264.101
- wie Anlagevermögen bewertet:
- Buchwert 8.108 0
- Beizulegender Zeitwert 5.836 0
Bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren handelt es sich um einen Genussschein und um Investmentfonds.
Aufgrund der langfristig positiven Markteinschätzung gehen wir davon aus, dass die Wertminderungen bei den wie Anlagevermögen bewerteten Investmentfonds nicht von Dauer sind, während wir bei dem Genussschein von einer Einlösung zum Nennwert ausgehen.

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

Die Sachanlagen entfallen mit 10.317 TEUR auf Grundstücke und Bauten, die von der Sparkasse im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt werden, und mit 1.975 TEUR auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen überwiegend auf stille Einlagen.

In diesem Posten sind nachrangige Vermögensgegenstände in Höhe von 46.197 TEUR (im Vorjahr 44.845 TEUR) enthalten.

Posten 13a: Steuerabgrenzungsposten gem. § 274 Abs. 2 HGB

Durch Abweichungen zwischen dem Handels- und dem Steuerrecht ergeben sich vermehrt temporäre Ergebnisdifferenzen, die das handelsrechtliche Ergebnis nicht unwesentlich beeinflussen. Um den Steueraufwand in der Handelsbilanz periodengerecht darzustellen, wird ein aktiver Steuerabgrenzungsposten gem. § 274 Abs. 2 HGB gebildet. Er wird im Rahmen einer Gesamtdifferenzenbetrachtung ermittelt.

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 1.169 TEUR (im Vorjahr 521 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Verbindlichkeiten mit ihrem Rückzahlungsbetrag, soweit dieser höher ist als der Ausgabebetrag.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge Abgänge Zuschreibungen
Bilanzposten TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Anlagewerte 224 29 0 0
Sachanlagen 67.884 692 1.926 0
Sonstige Vermögensgegenstände 58.658 9.600 2.263 0
Abschreibungen kumuliert Abschreibungen im Geschäftsjahr Bilanzwert 31.12.2007 Bilanzwert 31.12.2006
Bilanzposten TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Anlagewerte 224 18 29 18
Sachanlagen 48.320 2.151 18.330 19.818
Sonstige Vermögensgegenstände 363 0 65.632 58.295

 

Bilanzwert 31.12.2006 * ) Nettoveränderungen Bilanzwert 31.12.2007 *)
Bilanzposten TEUR TEUR TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 197.617 90.016 287.633
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 269.484 4.651 274.135
Beteiligungen 19.592 1.788 21.380

*) ohne antizipative Zinsen

Passivseite

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 120.329 138.190
- Durch eigene Vermögenswerte besicherte Verbindlichkeiten 68.069 36.034
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 1 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
- bis drei Monate 50.651 4.738
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 60.786 24.340
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 107.779 192.728
- mehr als fünf Jahre 79.320 79.068

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.085 1.205
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
- bis drei Monate 66.406 34.762
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 165.070 106.129
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 51.676 111.581
- mehr als fünf Jahre 0 29
Posten 2 b bb) andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
- bis drei Monate 96.516 61.138
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 13.524 8.252
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 40.877 21.456
- mehr als fünf Jahre 1.180 1.544

Posten 3: Verbriefte Verbindlichkeiten

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
Posten 3 a) begebene Schuldverschreibungen
- Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 25.724 25.515

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 5: Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind abzuführende Kapitalertragsteuern als wesentlicher Einzelposten enthalten.

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 197 TEUR (im Vorjahr 270 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Hypothekendarlehen und anderen Forderungen mit ihrem Nennbetrag, soweit dieser höher als der Auszahlungsbetrag oder die Anschaffungskosten ist und Zinscharakter hat.

Posten 7: Rückstellungen

Im Berichtsjahr wird erstmals für die Verpflichtung, Beamten, Dienstvertragsangestellten und Vorstandsmitgliedern während der Zeit ihres Ruhestandes in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen Beihilfe zu gewähren, eine Rückstellung gebildet. Das ausgewiesene Jahresergebnis fiel aufgrund dieser Änderung um 3.196 TEUR niedriger aus.

Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten

Für von der Sparkasse eingegangene nachrangige Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen von 1.124 TEUR angefallen.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten (ohne anteilige Zinsen) von insgesamt 22.788 TEUR übersteigen im Einzelfall nicht 10 % des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten. Sie haben eine Durchschnittsverzinsung von 3,84 % und eine Ursprungslaufzeit von fünf bis zehn Jahren; davon werden in dem Jahr, das auf den Bilanzstichtag folgt, 1.253 TEUR fällig.

Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen den Anforderungen des § 10 Abs. 5a des Kreditwesengesetzes (KWG).

Mehrere Posten betreffende Angaben

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung

Auf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände im Gesamtbetrag von 2.264 TEUR und Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von 3.580 TEUR.

Fristengliederung

Bei der Gliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten wurde vom Wahlrecht nach § 11 S. 3 RechKredV Gebrauch gemacht.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Posten 5: Provisionserträge - Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Die wesentlichen an Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Versicherung, Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate und Leasingverträge).

Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten "Sonstige betriebliche Erträge" der Gewinn- und Verlustrechnung enthält als wesentlichen Einzelbetrag Erträge aus stillen Beteiligungen.

Beeinflussung des Jahresergebnisses durch steuerrechtliche Vorschriften

Aufgrund steuerrechtlicher Abschreibungen in früheren Jahren liegt der ausgewiesene Jahresüberschuss um etwa 308 TEUR über dem Betrag, der ohne diese Maßnahmen auszuweisen gewesen wäre.

Sonstige Angaben

Derivative Geschäfte

Die Sparkasse hat folgende am Abschlussstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte abgeschlossen:

Derivative Geschäfte - Darstellung der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Geschäfte
Nominalbeträge Zeitwert
positiv
Zeitwert
negativ
Buchwert Bilanzausweis
nach Restlaufzeiten
- in TEUR - Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Insgesamt
Zinsrisiken
Zinsswaps 17.000 50.000 30.500 97.500 233 657 - -
- insgesamt - 17.000 50.000 30.500 97.500 233 657 - -
- Davon Handelsgeschäfte - - - - - - - -
Währungsrisiken
Devisentermingeschäfte 2.716 - - 2.716 51 47 - -
- insgesamt - 2.716 - - 2.716 51 47 - -
- Davon Handelsgeschäfte - - - - - - - -

Für Zinsswaps werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwert zukünftiger Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode ermittelt. Dabei finden die Swap-Zinskurven zum Bilanzstichtag Verwendung, die den Veröffentlichungen der Agentur Reuters entnommen werden.

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden aus den Barwerten der gegenläufigen Zahlungsströme (in Fremdwährung und in Euro) unter Anwendung der Swap-Zinsstrukturkurve der jeweiligen Währung zum Bilanzstichtag ermittelt, die den Veröffentlichungen der Agentur Reuters entnommen werden. Die Umrechnung erfolgt anhand der EZB-Referenzkassakurse.

Die vorstehend genannten Positionen dienen zur Deckung von Zins- und Wechselkursschwankungen.

Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen Verpflichtungen

Der Träger bzw. die Sparkasse ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK). Versichert sind bei dieser Kasse alle Beschäftigen, die unter den Geltungsbereich des TVöD-S fallen. Der TVöD-S gewährt den unter den Geltungsbereich des TVöD-S fallenden Beschäftigten grundsätzlich einen Anspruch auf Verschaffung einer Zusatzversorgung. Der Anspruch entsteht bei beiderseitiger Tarifgebundenheit oder wenn die Arbeitsvertragsparteien die Anwendbarkeit des TVöD-S im Arbeitsvertrag vereinbart haben. Grundlage der Versicherung bei der ZVK ist seit dem 01.01.2002 der Tarifvertrag über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV-K). Nach wie vor gewährt die ZVK eine Alters- und Hinterbliebenenrente sowie Erwerbsminderungsrenten. Mit dem Abschluss des neuen Tarifvertrages ist das bisherige System der Gesamtversorgung durch ein neues Betriebsrentenmodell mit einem Punktesystem ersetzt worden. Die Höhe der Versorgungszusage errechnet sich nach der Betriebsrentenformel der ZVK. Das Punktemodell basiert auf dem Prinzip, dass Beiträge zur Zusatzversorgung, multipliziert mit einem Altersfaktor, Versorgungspunkte für die Beschäftigten ergeben. Es werden Leistungen zugesagt, die sich ergeben würden, wenn eine Gesamtbeitragsleistung von 4 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts vollständig in ein kapitalgedecktes System einbezahlt werden würde.

Bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden werden seit der Umstellung vom Gesamtversorgungsmodell auf ein betriebsrentenrechtliches Punktemodell sowohl Umlagen als auch Beiträge erhoben. Die Erhebung von Umlagen ist erforderlich, um die Anwartschaften und laufenden Rentenverpflichtungen aus der Zeit vor der Umstellung finanzieren zu können. Der Umlagesatz betrug im Jahr 2007 4,75 % der Bemessungsgrundlage und wird für die kommenden Jahre voraussichtlich konstant gehalten. Der Zusatzbeitrag (ab 2007 4 % der Bemessungsgrundlage) dient dem Aufbau einer Kapitaldeckung für Anwartschaften, die seit der Umstellung entstehen. Die Aufwendungen der Sparkasse belaufen sich in 2007 auf 1.446 TEUR.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Verwaltungsrats

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 689 TEUR gewährt.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 118 TEUR.

Pensionsrückstellungen und -zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene

An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 717 TEUR gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2007 6.561 TEUR.

Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat

Die Sparkasse hatte zum 31.12.2007 Kredite an Mitglieder des Vorstands in Höhe von 71 TEUR und an Mitglieder des Verwaltungsrats in Höhe von 2.495 TEUR gewährt.

Verwaltungsrat und Vorstand

Verwaltungsrat

Vorsitzender:

Dr. Fichtner Harald Oberbürgermeister (bis 30.04.2007)
(ab 01.05.2008)
Hering Bernd Landrat (01.05.2007 bis 30.04.2008)

Stellvertretende Vorsitzende:

Hering Bernd Landrat (bis 30.04.2007)
(ab 01.05.2008)
Dr. Fichtner Harald Oberbürgermeister (01.05.2007 bis 30.04.2008)
Mutterer Manfred 1. Bürgermeister (bis 30.04.2007)
Eberl Alexander 1. Bürgermeister (01.05.2007 bis 30.04.2008)
Stumpf Frank 1. Bürgermeister (ab 01.05.2008)

Mitglieder:

Adelt Klaus 1. Bürgermeister
Anton Wilfried Symphoniker-Intendant (ab 16.06.2008)
Beyer Elke 1. Bürgermeisterin
Böhm Karola Rechtsanwältin (bis 16.06.2008)
Breuer Stefan 1. Bürgermeister (ab 01.05.2008)
Dumann Joachim Rechtsanwalt (ab 16.06.2008)
Eberl Alexander 1. Bürgermeister (bis 30.04.2007)
(ab 01.05.2008)
Fein Thomas 1. Bürgermeister
Fleischer Wolfgang Geschäftsführer (ab 16.06.2008)
Friedlein Werner Geschäftsführer
Fraas Hermann Sparkassenangestellter i.R.
Hoffmann Armin 1. Bürgermeister a.D. (ab 16.06.2008)
Kellner Rainer Verwaltungsoberamtsrat a.D.
Morgenroth Martin Akademischer Direktor a.D. (bis 16.06.2008)
Mutterer Manfred 1. Bürgermeister (01.05.2007 bis 30.04.2008)
Pöhlmann Stefan 1. Bürgermeister (ab 01.05.2008)
Praller Rosemarie Hausfrau (bis 16.06.2008)

Mitglieder:

Freiherr von
Reitzenstein Rupprecht
Diplom-Landwirt
Schlegel Alfred Landwirtschaftsmeister (ab 16.06.2008)
Schott Karl-Heinz Steuerberater/ Wirtschaftsprüfer
Schrödel Ernst 1. Bürgermeister (bis 30.04.2008)
Siller Eberhard Bürgermeister/ Oberstaatsanwalt
Spitznagel Roman Zollamtsrat a.D. (bis 16.06.2008)
Stumpf Frank 1. Bürgermeister (bis 30.04.2008)
Zuber Ewald Landrat a.D. / Rechtsanwalt (bis 16.06.2008)
Gerstner Reinhard Vorstandsvorsitzender

Vorstand

Vorsitzender: Gerstner Reinhard
Mitglieder Buchberger Michael (bis 31.05.2008)
Schwedler Ursula

Mitarbeiter / -innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: 2007
Vollzeitkräfte 341
Teilzeit- und Ultimokräfte 177
518
Auszubildende 28
Insgesamt 546

 

Hof, den 30. Juni 2008

Kreis- und Stadtsparkasse Hof

Dr. Fichtne, Vorsitzender des Verwaltungsrats

Der Vorstand

Gerstner

Schwedler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kreis- und Stadtsparkasse Hof für das Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis 31.12.2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 18. Juli 2008

Prüfungsstelle
des Sparkassenverbandes Bayern

Dr. Polster, Wirtschaftsprüfer

Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat hat während des Berichtsjahres in Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben in acht Verwaltungsratssitzungen alle wichtigen Vorgänge eingehend behandelt und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstands überzeugt.

Der Vorstand hat den Verwaltungsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Lage sowie alle sonstigen wichtigen Angelegenheiten der Sparkasse im Jahre 2007 unterrichtet.

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern hat am 18.07.2008 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2007 mit Lagebericht gemäß § 289 HGB den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Verwaltungsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2007 am 18.09.2008 festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn 2007 in Höhe von € 812.187,15 entsprechend dem Vorschlag des Vorstands, gemäß § 21 Abs.1 SpkO, voll der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Der Verwaltungsrat billigt den Lagebericht 2007.

 

Hof, den 18. September 2008

Dr. Fichtner, Oberbürgermeister, Der Vorsitzende des Verwaltungsrats

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