Bamboo BidCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laura Ester Rossini seit 10.3.2026 | Prokura |
Raul Cardona-Torres seit 10.3.2026 | Prokura |
Frank Dittmer seit 10.3.2026 | Prokura |
Thomas Geuenich seit 10.3.2026 | Prokura |
Mike Dr. Schäfers seit 25.9.2024 | Geschäftsführer |
James (Jim) Garret seit 2.1.2024 | Prokura |
Frank Kogelberg seit 28.6.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bamboo US BidCo LLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baxter Oncology GmbHHalleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20211. TÄTIGKEIT DER GESELLSCHAFTDie wesentliche Geschäftstätigkeit der Baxter Oncology GmbH als Teil des Baxter-Konzerns ist die Produktion und der Vertrieb pharmazeutischer Produkte an den beiden Standorten Halle/Westfalen und Bielefeld. Neben der Lohnherstellung für fremde Dritte, wird auch für in- und ausländische Baxter-Gesellschaften produziert. Das im Dezember 2001 von der ASTA Medica AG, Dresden erworbene Onkologiegeschäft ist seit mehr als 60 Jahren weltweit mit Standardprodukten zur Krebsbehandlung etabliert, unter anderem mit den Produkten Endoxan (Cyclophosphamid), Holoxan (Ifosfamid) und Uromitexan (Mesna). Diese Produktpalette ist ständig erweitert worden. Zu ihr gehören auch Onkotrone (Mitoxantrone) und andere, wovon einige nur regional erhältlich sind. Die Gesellschaft vertreibt und vermarktet diese Produkte und produziert einige davon. Die zu diesen Produkten angemeldeten Patente stehen im Eigentum anderer Baxter Gesellschaften. Der Baxter Oncology GmbH sind lediglich Nutzungsrechte bezüglich des Vertriebs und der Produktion eingeräumt. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft in erheblichem Umfang Lohnproduktion. Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden nicht in Deutschland, sondern bei anderen Konzernunternehmen durchgeführt. Teile der Verwaltung, wie zum Beispiel das Rechnungswesen, werden von anderen Baxter Gesellschaften im Auftrag der Baxter Oncology GmbH zur Verfügung gestellt und durchgeführt. Mit Verträgen vom 17. Februar 2015 sowie zum 27. Oktober 2017 hat die Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim, als alleinige 100%ige Gesellschafterin der Gesellschaft 51% bzw. 43,9% der Anteile an der Baxter Oncology GmbH im Zuge zweier Sachkapitalerhöhungen in die Gambro Dialysatoren GmbH, Hechingen - die wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim ist - eingebracht. Zum 31. Dezember 2021 ist (unverändert zum Vorjahr) an der Baxter Oncology GmbH, Halle/Westfalen zu 94,9% die Gambro Dialysatoren GmbH, Hechingen, und zu 5,1% die Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim beteiligt. Die Gesellschaft gehört zum Baxter-Konzern. Als verbundene Unternehmen werden in diesem Jahresabschluss die Baxter International Inc., Deerfield/Illinois, USA, als oberste Konzernspitze, sowie alle Unternehmen angesehen, an denen die Baxter International Inc. direkt oder indirekt zu mehr als 50% beteiligt ist bzw. diese über andere Rechte kontrolliert. Mit der Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim bei München, wurde am 28. Dezember 2001 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (EAV) abgeschlossen, der am 14. März 2002 ins Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main eingetragen wurde. Die Baxter Oncology GmbH ist für Zwecke der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer eine Organgesellschaft der Baxter Deutschland Holding GmbH. In den folgenden Absätzen ist als Gesellschafter immer die Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim gemeint, da diese mittelbar und unmittelbar zu 100% an der Baxter Oncology GmbH beteiligt ist. Die Baxter Oncology hat keine geschäftlichen Beziehungen mit der direkten Gesellschafterin der Gambro Dialysatoren GmbH, Hechingen, welche direkt 94,9% der Anteile hält. 2. GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN 2021Wirtschaftliches Umfeld Der europäische Pharmamarkt konnte seine positive Entwicklung auch in diesem Jahr erneut fortsetzen (+3,61% Gesamtwachstum bei den EU-Mitgliedsstaaten/Quelle: BPI Pharma-Daten 2021). Auch im deutschen Pharmamarkt spiegelt sich diese Entwicklung wider. Der inländische Pharmaumsatz erhöhte sich 2021 auf 53,6 Mrd. Euro, was gegenüber 2020 einer Umsatzsteigerung von 7,3% entspricht (Quelle: IQVIA 2021). Ordnet man die aktuelle Entwicklung (4. Quartal) im Kontext der COVID-19 Pandemie ein, war die Inzidenz in den letzten drei Wintermonaten hoch. Fortschritte durch das Impfen und die Verbreitung der Omikron-Variante mit oft leichterem Krankheitsverlauf machten sich bemerkbar. Es zeigte sich trotz schwieriger Wintermonate in der Pandemie (Q4/2021) ein Wachstum nach Umsatz von mindestens über 5% (Quelle: IQVIA 2021). Auch die GKV-Arzneimittelausgaben sind im Gesamtjahr erwartungsgemäß durch COVID-19 beeinflusst, welches insbesondere die monatliche Marktentwicklung verdeutlicht. Hier zeichnet sich nach einem sehr schwachen und negativen ersten Quartal 2021 ab April ein Wachstum des GKV-Marktes mit einem Umsatzplus ab, während der Absatz (0,1%) nahezu konstant blieb (Quelle: IQVIA 2021). Die auch im Jahr 2021 fortgeltende Verlängerung des Preismoratoriums für verschreibungspflichtige Arzneimittel bis Ende 2022 war wie in den Vorjahren an die Möglichkeit gekoppelt, ab Juli 2021 eine jährliche Preiserhöhung in Höhe der jährlichen Inflationsrate (0,5%) auf Basis des Vorjahreswertes vornehmen zu dürfen. Bei den gesetzlich vorgeschriebenen Herstellerabschlägen gab es keine Veränderungen, auch wenn der Ausgabenanstieg im Arzneimittelsektor im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2021 um +8,1% (auf 47,7 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist (ohne Berücksichtigung von Einsparungen aus Rabattverträgen) (Quelle: IQVIA 2021). Geschäftsverlauf Baxter Oncology GmbH Der Geschäftsverlauf entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 ingesamt positiv. Die Steigerung der Umsatzerlöse resultierte dabei vor allem aus der Lohnfertigung für Dritte. Zudem konnte hierdurch ein Rückgang der Umsatzerlöse aus der Produktion für in- und ausländische Baxter-Gesellschaften im Jahr 2021 kompensiert werden. Die größten Märkte für die Baxter Oncology GmbH waren wie im Vorjahr Europa und Nordamerika. Die Rahmenbedingungen für den Vertrieb der eigenen Produkte und der Lohnherstellung für Kunden müssen differenziert betrachtet werden. Bei den eigenen Produkten bewegt sich die Gesellschaft in Nischenmärkten im Bereich der Zytostatika, dem Markt der Alkylantien und Uroprotektiva. Eingesetzt werden diese Medikamente bei der Chemotherapie zur Krebsbekämpfung (Alkylantien) sowie zur Bekämpfung von Nebenwirkungen (Uroprotektiva). In diesen Bereichen erreicht die Baxter Oncology GmbH sehr hohe Marktanteile. Wettbewerb findet im Wesentlichen nur in Niedriglohnländern, in den USA, in Großbritannien, in Frankreich, in Kanada, in den Niederlanden und in Deutschland statt. Als Vertriebskanal dienen überwiegend andere Baxter-Gesellschaften. Mit der Lohnherstellung für Kunden befindet sich die Gesellschaft in einem wachsenden Markt. Die Wettbewerber befinden sich zum Teil im europäischen Ausland und insbesondere in den USA. 3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEUnternehmenssteuerung Der Geschäftsbereich Oncology, zu dem die Baxter Oncology GmbH im Baxter-Konzern gehört, wird als Teil des Konzernsegments Pharmaceuticals über finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert. Der Bereich der Lohnherstellung ist wiederum dem globalen Geschäftsbereich BioPharma Solutions und der Bereich der eigenen onkologischen Produkte dem Bereich Pharmaceuticals zugeordnet. Die Steuerung erfolgt bei Baxter global und ist nach den Geschäftsbereichen Oncology sowie Lohnherstellung aufgeteilt. Gesteuert wird der Oncology-Bereich im Wesentlichen nach den weltweiten Oncology-Konzernumsatzerlösen. Dabei ist jede einzelne Baxter-Vertriebsgesellschaft in den einzelnen Vertriebsländern für die Umsatzbudgets und deren Überwachung verantwortlich. Darauf aufbauend werden die Produktionsplanungen und die Umsatzplanungen für die Baxter Oncology GmbH abgeleitet. Eine eigenständige Steuerung der Baxter Oncology GmbH erfolgt somit für diesen Bereich nicht. Der Bereich der Lohnherstellung wird nach den Umsatzerlösen der Baxter Oncology GmbH und dem Vorsteuerergebnis nach US-GAAP gesteuert, wobei das US-GAAP-Ergebnis aufgrund der unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards in der Regel etwas höher ausfällt als das HGB-Ergebnis. Vermögenslage Die Bilanzsumme sinkt im Berichtsjahr insbesondere aufgrund wesentlich geringerer Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände sowie geringerer Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter um 194.950 TEUR auf 439.249 TEUR. Das Anlagevermögen, das im Berichtsjahr einen Anteil von 30% (Vorjahr: 20%) an der Bilanzsumme hatte, erhöht sich um 5.784 TEUR auf 130.542 TEUR. Das Sachanlagevermögen stieg im Berichtsjahr durch Investitionszugänge um 5.959 TEUR auf 128.532 TEUR. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den Erwerb von Ersatzteilen sowie diversen Modernisierungsmaßnahmen im Bereich Technische Anlagen und Maschinen. Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.063 TEUR und betrug zum Bilanzstichtag 51.394 TEUR (Vorjahr: 47.331 TEUR). Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 10.190 TEUR auf 31.349 TEUR entfällt insbesondere auf den Bereich Lohnherstellung für Kunden. Auch die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im im Berichtsjahr gestiegen - um 771 TEUR auf 33.032 TEUR. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag 189.297 TEUR (Vorjahr: 407.951 TEUR) und resultieren wie im Vorjahr aus Cash-Pooling-Guthaben. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Auszahlungen für Verbindlichkeiten für die Ergebnisabführungen 2020 und 2019. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird analog zum Vorjahr in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt. Die Eigenkapitalquote stieg in Folge der gesunkenen Bilanzsumme rechnerisch von 3,0% im Vorjahr auf 4,3% im Berichtsjahr. Im Berichtsjahr verzeichneten die Rückstellungen einen Anstieg in Höhe von 3.573 TEUR auf 52.016 TEUR. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich im Berichtsjahr insbesondere zinssatzbedingt um 2.391 TEUR auf 41.675 TEUR genauso wie die sonstigen Rückstellungen, welche um 1.182 TEUR zunahmen und zum Bilanzstichtag 10.341 TEUR betrugen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1.793 TEUR auf 5.890 TEUR, da im Geschäftsjahr 2021 neue Kunden mit Vorkasse als Zahlungsbedingung ins Portfolio aufgenommen wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern fielen von 533.028 TEUR im Vorjahr auf 341.156 TEUR im Berichtsjahr. Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultiert aus der Ergebnisabführung für 2020 und 2019, deren Auszahlung zum Stichtag 2021 erfolgt war. Finanzlage Im Folgenden ist die Kapitalflussrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 dargestellt:
Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2021 auf 335.637 TEUR. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 37.467 TEUR, welche überwiegend auf die positive Entwicklung des Ergebnisses vor Ergebnisabführung zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.795 TEUR auf 21.263 TEUR erhöht und betrifft hauptsächlich Ausgaben für Ersatzinvestitionen sowie diverse Modernisierungmaßnahmen von technischen Anlagen und Maschinen. Anlagenabgänge werden unter dem Posten Veränderungen aus Anlagenabgängen dargestellt. Die entsprechenden Anlagegüter sind überwiegend zum Buchwert abgegangen, so dass im Vorjahr und im Berichtsjahr keine wesentlichen Gewinne bzw. Verluste aus Anlagenabgängen entstanden sind. Im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist die Zahlung der Ergebnisabführung an die Baxter Deutschland Holding GmbH, die im Geschäftsjahr 2021 stattgefunden hat, dargestellt. Mit der Baxter Deutschland Holding GmbH besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung. Der Saldo aus dieser Cash-Pooling-Vereinbarung wird als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente behandelt und wies zum Jahresende einen positiven Saldo in Höhe von 189.297 TEUR aus. Bankguthaben bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Ertragslage Das Ergebnis vor Ergebnisabführung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 54.597 TEUR auf 341.156 TEUR und liegt damit über der im Vorjahr getroffenen Prognose, die einen moderaten Anstieg vorsah. Der Anstieg ist insbesondere auf die überproportionale Steigerung der Umsatzerlöse zurückzuführen verglichen mit den gestiegenen Personalkosten. Materialkosten als auch sonstige betriebliche Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Im Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse - verglichen zum Vorjahr - um 10,2% gestiegen. Damit wurde der vorausgesagte Wachstumstrend (im niedrigen einstelligen Prozentbereich) deutlich übertroffen. Der Umsatzanstieg ist hauptsächlich bedingt durch ein stärkeres Geschäftswachstum im Bereich der Lohnfertigung. Die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen verteilen sich wie folgt:
Der Umsatzrückgang im Bereich Produkte resultiert aus dem Nachfragerückgang sowie dem Preisverfall der Produkte im US-Markt. Im Bereich Lohnherstellung konnte eine wesentliche Erhöhung der Umsatzlöse erzielt werden. Dies ist zum einen auf die Aufnahme neuer Produkte in das Produktionsprogramm und zum anderen auf eine höhere Nachfrage seitens bestehender gewerblicher Kunden zurückzuführen. Die Umsatzerlöse gliedern sich im Berichtsjahr nach geographischen Märkten wie folgt:
Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Ergebnisabführung im Verhältnis zu Umsatzerlösen) betrug im Geschäftsjahr 69%, was einen Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.016 TEUR auf 3.208 TEUR. Es wurden im aktuellen Geschäftsjahr keine Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst. Der Materialaufwand ist, trotz gestiegener Umsätze, von 62.271 TEUR im Vorjahr auf 53.205 TEUR im Berichtszeitraum gesunken. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind auch Energie- und Versorgungsaufwendungen in Höhe von 5.460 TEUR (Vorjahr: 5.618 TEUR) enthalten. Aufwendungen für Produktions- und Vertriebslizenzen, die von verbundenen Unternehmen bereitgestellt werden, sind insgesamt in Höhe von 8.629 TEUR (Vorjahr: 13.404 TEUR) in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten. Der Rückgang korrespondiert mit den geringen Umsatzlösen im Bereich Produkte. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) beträgt im Berichtsjahr 10,7% (Vorjahr: 13,9%). Begründet wird dies zum einen durch Veränderungen im Produktmix und zum anderen durch gestiegene Umsatzerlöse durch die Erbringung von Dienstleistungen (ohne Einfluss auf den Materialaufwand). Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.773 TEUR auf 51.109 TEUR, bedingt im Wesentlichen durch die jährlichen Gehaltsanpassungen sowie Aufwendungen aus der Zuführung zu Personalrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 2.928 TEUR auf 35.929 TEUR gesunken, was im Wesentlichen auf übrige sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen ist. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage für die Gesellschaft weiterhin als positiv zu beurteilen. 4. ANGABEN ZU UMWELTSCHUTZ UND MITARBEITERNUmweltschutz Einen hohen Stellenwert für die Baxter Oncology GmbH hat der Umweltschutz. Daher hat das Unternehmen ein zertifiziertes Managementsystem für Umwelt, Arbeits-/Gesundheitsschutz und Energie gemäß ISO 14001, 45001 und 50001, das auf eine ständige Verbesserung der Leistung in diesen Bereichen ausgerichtet ist. Mitarbeiter/Arbeitssicherheit Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde ein besonderes Augenmerk auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Dadurch kann das hohe Qualifikationsniveau der Mitarbeiter, das für die Herstellung von Medikamenten benötigt wird auch in Zukunft sichergestellt werden. Die Baxter-Standorte Halle/Westfalen und Bielefeld werden seit 2012 von SafeBridge Consultants, Inc (einem führenden Beratungsunternehmen in Fragen des Arbeitsschutzes) für Ihre Leistungen beim Umgang mit chemisch hochaktiven pharmazeutischen Wirkstoffen ausgezeichnet und zertifiziert. Baxter ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, das über SafeBridge-zertifizierte Betriebsstätten verfügt, die sowohl parenterale pharmazeutische Wirkstoffe synthetisieren als auch Arzneimittel herstellen und testen. Der Baxter Konzern beachtet global mit diversen Programmen und Initiativen die Grundsätze der Chancengleichheit und der Gleichberechtigung einschließlich der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Als Teil der fortwährenden Bemühungen, Baxter zu einem der besten Arbeitgeber zu machen, hat der Konzern unter anderem Inclusion & Diversity-Teams in den Regionen etabliert. Diese Teams unterstützen die Förderung von Frauen in Führungspositionen, Gleichberechtigung und die Förderung von Berufsanfängern mit einem starken Fokus auf Millennial-Mitarbeitern. Die Gesellschaft hat seit Jahren auf eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen hingearbeitet, sowie Baxter-Inclusion & Diversity Programme wie "Women in Leadership Positions" gefördert. Sonstige Informationen Die Zielgrößen für die Frauenquote in Führungspositionen gemäß § 52 Abs. 2 sowie § 36 GmbHG betragen für die Geschäftsführung, den Aufsichtsrat sowie die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung jeweils 30%. Als Frist wurde für den Aufsichtsrat und die Geschäftführung der Zeitpunkt der Gesellschafterversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 beschließt (Aufsichtsrat und Geschäftsführung) bzw. der 1.1.2026 (erste beiden Führungsebenen) festgelegt. 5. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDie Baxter Oncology GmbH ist mit weltweiten Geschäftsbeziehungen in einem hochtechnologischen Umfeld einer Vielzahl von Risikofaktoren ausgesetzt, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Es bestehen die generellen Geschäftsrisiken der Pharmabranche ebenfalls für die Baxter Oncology GmbH. Die Steuerung von Chancen und Risiken unserer Geschäftsaktivitäten ist durch ein gut organisiertes Risikomanagement und Rechnungswesen gewährleistet. Mit Hilfe von u.a.
werden mögliche Risiken überwacht und Geschäftsaktivitäten gesteuert. Nachfolgend werden die bestehenden Risiken erläutert. Produktrisiken Die von der Gesellschaft hergestellten Produkte Holoxan und Endoxan sind seit 2016 einem stärkeren Wettbewerb in den Kernmärkten USA und Westeuropa ausgesetzt. Dies führt zu Umsatzeinbußen für die Gesellschaft im Gesamtkonzern. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung dieses Risiko und die Auswirkung bei einem möglichen Eintreten auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage für den Einzelabschluss der Gesellschaft im Prognosezeitraum als gering bis mittel ein. Das Risiko liegt zu großen Teilen in den jeweiligen Baxter-Gesellschaften, die auf den, vom zunehmenden Wettbewerb betroffenen Märkten aktiv sind. Mit entsprechenden Verkauf- und Marketingmaßnahmen auf Konzernebene soll den negativen Auswirkungen des zukünftigen Wettbewerbs entgegengewirkt werden. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung dieses Risiko und die Auswirkung bei einem Eintreten auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage als gering ein. Währungsrisiken Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Bei einer Aufwertung des US-Dollars zum Euro führen Wertberichtigungen auf die Fremdwährungsverbindlichkeiten zu Ergebniseinbußen. Das Risiko und die Auswirkung bei einem möglichen Eintreten auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird von der Geschäftsleitung für den HGB-Jahresabschluss der Baxter Oncology GmbH als gering eingeschätzt. Im Gesamtkonzern kann dieses Einzelrisiko ausgeglichen werden. Zinsrisiken Zinsrisiken ergeben sich aus dem variabel verzinsten Cash-Pool-Guthaben bei der Baxter Deutschland Holding GmbH. Aufgrund der bereits sehr niedrigen Zinssätze, zu denen das bestehende Cash-Pool-Guthaben in Höhe von 189.297 TEUR verzinst wird, ist das Risiko und die Auswirkung bei einem möglichen Eintreten auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage aus weiteren Zinssenkungen als gering einzustufen. Abhängigkeit von Großkunden Risiken ergeben sich aus der Abhängigkeit von Großkunden. Dies kann bei Wegfall von Großkunden zu Umsatzeinbußen führen, die nicht oder nur schwer durch andere Kunden aufgefangen werden können. Durch langfristige Kundenverträge, langjährige Kundenbeziehungen und die Ausweitung des Geschäftes kann das Risiko einer Abhängigkeit von Großkunden gering werden. Kostendruck im Gesundheitswesen Risiken bestehen durch den immer weiter zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen, welche eine negative Auswirkung auf die Umsatzerlöse haben können. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Preisverfall / Volatilität des Marktes Der auf die Krankenhäuser weiter lastende Kostendruck wird gegenüber ihren Lieferanten unvermindert in Form einer signifikanten Reduzierung der Lieferantenzahl weitergegeben, was mit einem massiven Druck auf die Preise einhergeht. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Risiken aus COVID-19 Durch unsere Tätigkeit sind wir Risiken ausgesetzt, die mit Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und Epidemien/Pandemien verbunden sind, wie z.B. dem Coronavirus (COVID-19). Die aktuelle Lage in Bezug auf das Coronavirus schätzen wir als stabil ein, jedoch lässt sich eine etwaige zukünftige Verschlechterung der Situation, zum Beispiel hervorgerufen durch eine Mutation des Virus, nicht ausschließen. Eine Verschlechterung der Situation aus derartigen Gründen kann sich je nach deren Ausprägungen, die uns heute noch nicht bekannt sind, ggf. nachteilig auf unseren Betrieb, unsere Lieferketten und Vertriebssysteme auswirken und unsere Ausgaben erhöhen, auch aufgrund der Auswirkungen von Präventiv- und Vorsichtsmaßnahmen, die wir, andere Unternehmen und Regierungen erneut ergreifen müssen. Je nachdem, wie sich die Situation dann im Detail darstellt, kann sich erneut eine sinkende oder steigende Nachfrage nach bestimmten Produkten unseres Portfolios ergeben. Risiken aus der Ukraine - Krise Begründet durch den Ukrainekrieg werden für das kommende Jahr deutliche Energiepreissteigerungen erwartet. Eine aussagekräftige Beurteilung hierüber lässt sich jedoch zum aktuellen Zeitpunkt nich treffen. Ein weiteres, mit durch den Krieg in der Ukraine, einhergehendes Risiko sind die aktuell hohen Inflationssteigerungen, welche die Produktionskosten in die Höhe treiben. Auch hier lässt sich keine zutreffende Aussage über die genaue Auswirkung für das Jahr 2023 treffen. Aufgrund der guten Vertragssituation mit den Kunden, lässt sich jedoch die Inflationssteigerung zum Großteil an die Kunden durchreichen. Ein weiteres Risiko sind die angespannten Lieferketten und die hiermit im Zusammenhang stehende Sicherstellung der Produktion. Bislang sind hier noch keine Engpässe aufgetreten und um dies auch für 2023 sicherzustellen, wurde eine TaskForce implementiert, welche eine reibungslose Produktionsbeschaffung sicherstellen soll. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko mit gering bis moderat ein. Chancen Die Wachstumschancen liegen weiterhin in der Lohnproduktion im Bereich der Zytostatika und Gefriertrocknung. Die Chancen schätzen wir mit moderat ein. Insgesamt werden die Auswirkungen der Risiken und Chancen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der Geschäftsführung als gering bis moderat eingestuft. Bestandsgefährende Risiken bestehen nach Auffassung der Geschäftsführung nicht. 6. AUSBLICKDas ifo Institut geht laut der im Dezember veröffentlichten Konjunkturprognose Winter 2022 für das Jahr 2022 von einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum in Deutschland in Höhe von 1,8% aus, nachdem die deutsche Wirtschaft in 2021 laut ifo Institut gegenüber dem Vorjahr um 2,6% gestiegen ist (Stand: 09.12.2022; Quelle: Ifo Institut Herbstgutachten). Die Pharmaindustrie rechnet laut den vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. veröffentlichten Daten des IQVIA TM Marktberichtes im Zeitraum zwischen 2021 - 2026 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum innerhalb der EU Mitgliedstaaten von 4,5%, bei Nicht-EU-Mitgliedern mit durchschnittlich 8,7%. Für den globalen Markt prognostiziert IQVIA TM ein Wachstum von durchschnittlich 4,9% bis 2026. (Quelle: BPI Pharma-Daten 2022). Laut einer im November 2022 veröffentlichten Studie von Technavio wird sich auch die Entwicklung im Bereich der Lohnerstellung innerhalb der Jahre 2023 - 2027 weiter positiv entwickeln (Quelle: Studie Tachnavio). Im Jahr 2022 haben sich sowohl die Umsatzerlöse als auch das Ergebnis nach Steuern der Gesellschaft weiterhin stabil entwickelt. Die Gesellschaft rechnet anhand der globalen Konzernplanung für das Jahr 2023 auf Basis von ausgelaufenen Verträgen zur Impfstoffherstellung sowie Vertragsverlängerungen auf niedrigerem Niveau mit einer moderat rückläufigen Entwicklung bei den Umsatzerlösen und beim Ergebnis nach Steuern, die sich seit Beginn des Jahres 2023 bereits abzeichnet. Im Rahmen einer Pressemitteilung und einer Telefonkonferenz für Investoren hat der Baxter Konzern am 6. Januar 2023 strategische Aktionen zur Beschleunigung von Innovationen für Patienten sowie der Steigerung des Unternehmenswertes für Aktionäre angekündigt. Aufgrund der Zugehörigkeit der Baxter Oncology GmbH zum BioPharma Solutions Geschäft ist die Gesellschaft Bestandteil der aktuellen Evaluierung der strategischen Alternativen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine finalen Ergebnisse der strategischen Evaluierung vor und wurden noch keine Entscheidungen über zur Ausübung von strategischen Optionen getroffen. Somit ist der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft diesbezüglich noch nicht abzusehen.
Halle/Westfalen, 22. März 2023 Rémi Helmig, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2021Baxter Oncology GmbH, Halle/Westf.(Handelsregister B des Amtsgerichts Gütersloh, HRB 6882)AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021Baxter Oncology GmbH, Halle/Westf.(Handelsregister B des Amtsgerichts Gütersloh, HRB 6882)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20211. Allgemeine Angaben1.1 Informationen zur Gesellschaft Die Baxter Oncology GmbH hat ihren Firmensitz in der Kantstraße 2 in 33790 Halle/Westfalen und ist beim Amtsgericht Gütersloh im Handelsregister unter der Nummer HRB 6882 eingetragen. Die Gesellschaft ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 Satz 2 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Mit Verträgen vom 17. Februar 2015 sowie zum 27. Oktober 2017 hat die Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim, als alleinige 100%ige Gesellschafterin der Gesellschaft 51% bzw. 43,9% der Anteile an der Baxter Oncology GmbH im Zuge zweier Sachkapitalerhöhungen in die Gambro Dialysatoren GmbH, Hechingen - die wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim ist - eingebracht. Somit ist an der Baxter Oncology GmbH, Halle/Westfalen zum 31. Dezember 2021 (unverändert zum Vorjahr) zu 94,9% die Gambro Dialysatoren GmbH, Hechingen, und zu 5,1% die Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim beteiligt. Mit der Baxter Deutschland Holding GmbH besteht seit dem 28. Dezember 2001 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der am 14. März 2002 ins Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main eingetragen wurde. Die Baxter Oncology GmbH ist für Zwecke der Körperschaft- und Gewerbesteuer eine Organgesellschaft der Baxter Deutschland Holding GmbH. In den folgenden Absätzen ist als Gesellschafterin immer die Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim, gemeint, da diese direkt und indirekt insgesamt mit 100% an der Baxter Oncology GmbH beteiligt ist. Die Baxter Oncology hat keine geschäftlichen Beziehungen mit der direkten Muttergesellschaft, der Gambro Dialysatoren GmbH, Hechingen, welche 94,9% der Anteile hält. Die Gesellschaft gehört zum Baxter-Konzern. Als verbundene Unternehmen werden in diesem Jahresabschluss die Baxter International Inc., Deerfield/Illinois, USA, als oberste Konzernspitze, sowie alle Unternehmen angesehen, an denen die Baxter International Inc. direkt oder indirekt zu mehr als 50% beteiligt ist bzw. diese über andere Rechte kontrolliert. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Herstellung von pharmazeutischen Produkten. 1.2 Allgemeine Grundsätze Der Jahresabschluss der Baxter Oncology GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 238 ff. HGB), den §§ 264 ff. HGB sowie den relevanten Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Darstellungswährung ist Euro. Sofern nicht anderweitig angegeben, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) berichtet. Summen und Prozentangaben wurden auf Basis der nicht gerundeten Euro-Beträge berechnet und können von einer Berechnung auf Basis der berichteten Tausend-Euro-Beträge abweichen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, ausgewiesen. Die Nutzungsdauern betragen wie folgt:
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert, sobald dieser dauerhaft unter dem Buchwert liegt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden wie im Vorjahr mit Anschaffungskosten von 250,00 EUR bis EUR 1.000,00 EUR in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 EUR werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. 2.2 Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Anschaffungskosten werden auf Basis eines Standardkostensystems unter Berücksichtigung von Standard-Ist-Abweichungen ermittelt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten auf Vollkostenbasis, d.h. inklusive Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens bewertet. Zur Abdeckung von Risiken aus Ungängigkeit bzw. Unverkäuflichkeit werden Wertberichtigungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt, gegebenenfalls vermindert um Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen. 2.3 Flüssige Mittel und aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Stichtag, die zu Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag führen. 2.4 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert ausgewiesen und voll eingezahlt. 2.5 Rückstellungen Die Pensionsrückstellungenoder ähnliche langfristige Verpflichtungen zum 31. Dezember 2021 werden mit der projizierten Einmalbetragsmethode bewertet und pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,87% (Vorjahr: 2,30%) abgezinst, der sich bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden die Richttafeln Heubeck 2018G zugrunde gelegt. Die zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0% p.a., die Rentenanpassung mit 1,90% p.a. berücksichtigt. Bezüglich der Fluktuation wurde die mittlere Fluktuationstafel herangezogen. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Der Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben. 2.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. 2.7 Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenbriefkurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 2.8 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren, fertigen Erzeugnissen und der Erbringung von Dienstleistungen werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges an den Abnehmer realisiert. Zinsen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen und bei Fälligkeit vereinnahmt. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ3.1 Anlagevermögen Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von 124.758 TEUR auf 130.542 TEUR erhöht. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist als Anlage zum Anhang beigefügt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum 31. Dezember 2021 wurde - analog zum Vorjahr - auf eine Saldierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verzichtet. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin beinhalten wie im Vorjahr Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von 189.297 TEUR (Vorjahr: 407.951 TEUR). 3.3 Rückstellungen Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n.F. wurde die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zu 31. Dezember 2016 angewendet. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2021 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 41.675 TEUR (Vorjahr: 39.284 TEUR). Diese liegen um 3.863 TEUR (Vorjahr: 4.969 TEUR) (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Personalrückstellungen in Höhe von 6.623 (Vorjahr: 5.641 TEUR) enthalten u.a. ausstehende Zahlungen für Boni, Arbeitsjubiläen, Resturlaubsverpflichtungen und Abfindungen. 3.4 Verbindlichkeiten Im Berichtsjahr wurde - analog zum Vorjahr - auf eine Saldierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit entsprechenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen verzichtet. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr ausschließlich aus Ergebnisabführungsverträgen. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich im Berichtsjahr nach geographischen Märkten wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen verteilen sich wie folgt:
4.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 1.520 TEUR (Vorjahr: 1.746 TEUR) erfasst. 4.3 Personalaufwand Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter:
Ruhende Arbeitsverhältnisse wurden in der obigen Aufstellung nicht berücksichtigt. 4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Devisenkursverluste in Höhe von 280 TEUR (Vorjahr: 5.221 TEUR). Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 128 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR) enthalten. 4.5 Steuern Mit der Baxter Deutschland Holding GmbH besteht eine Organschaft für Zwecke der Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Bei der Baxter Oncology GmbH fallen aus diesem Grunde keine Ertragsteuern an. Es werden keine Steuerumlagen von der Baxter Deutschland Holding GmbH an die Baxter Oncology GmbH vorgenommen. 4.6 Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn Mit der Baxter Deutschland Holding GmbH besteht seit dem 28. Dezember 2001 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, aufgrund dessen das Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 341.156 TEUR (Vorjahr: 286.559 TEUR) an die Baxter Deutschland Holding GmbH abgeführt wird. 5. SONSTIGE ANGABEN5.1 Konzernzugehörigkeit Über die Gesellschafterinnen Baxter Deutschland Holding GmbH (5,1%) und Gambro Dialysatoren GmbH (94,9%), gehört die Baxter Oncology GmbH zum Konzernkreis der Baxter International Inc., Deerfield/Illinois, USA, die einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. In diesen Konzernabschluss wird die Baxter Oncology GmbH im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist unter https://investor.baxter.com/ investors/annual-reports-and-proxy/default.aspx erhältlich. Der kleinste Konzernkreis besteht mit der Baxter Deutschland Holding GmbH, Unterschleißheim, die keinen eigenen Konzernabschluss erstellt. 5.2 Honorar für Abschlussprüfer Für die Abschlussprüfung durch die PwC GmbH WPG sind im Geschäftsjahr 2021 80 TEUR angefallen. 5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 17.810 TEUR ausschließlich gegenüber Dritten. Die finanziellen Verpflichtungen umfassten überwiegend Bestellobligo und Rahmenverträge sowie mit geringen Beträgen Miet- und Leasingverträge sowie Aktienoptionen. Die Fälligkeit untergliedert sich wie folgt:
5.4 Geschäftsführung Im Berichtszeitraum waren zum Geschäftsführer bestellt:
Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiung nach § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung werden die Bezüge von verbundenen Unternehmen bezahlt. Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften an frühere Geschäftsführer sind ebenfalls in verbundenen Unternehmen gebildet. 5.5 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Bezüglich der Angabe der Bezüge des Aufsichtsrats wird von der Befreiung nach § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht. 5.6 Nachtragsbericht Hinsichtlich möglicher zukünftiger Auswirkungen des Ukraine-Konflikts verweisen wir auf die im Lagebericht dargestellten Abschnitte zu den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und den Ausblick. Im Rahmen einer Pressemitteilung und einer Telefonkonferenz für Investoren hat der Baxter Konzern am 6. Januar 2023 nachfolgende strategische Aktionen zur Beschleunigung von Innovationen für Patienten sowie der Steigerung des Unternehmenswertes für Aktionäre angekündigt:
Aufgrund der Zugehörigkeit der Baxter Oncology GmbH zum BioPharma Solutions Geschäft ist die Gesellschaft Bestandteil der aktuellen Evaluierung der strategischen Alternativen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt liegen noch keine finalen Ergebnisse der strategischen Evaluierung vor und wurden noch keine Entscheidungen über zur Ausübung von strategischen Optionen getroffen. Somit ist der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft diesbezüglich noch nicht abzusehen. Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft betreffend das Geschäftsjahr 2021 haben sich darüber hinaus nach dem 31. Dezember 2021 nicht ergeben.
Halle/Westfalen, 22. März 2023 Rémi Helmig, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögensfür das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Baxter Oncology GmbH, Halle/Westf. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Baxter Oncology GmbH, Halle/Westf., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baxter Oncology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer ppa. Harald Hofmeister, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 11. April 2023 festgestellt. |
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