Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 30045
Eingetragen
12.1.2016
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Handel mit Produkten und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnik und Telekommunikationstechnologie; Logistikdienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Warehousing, Transportvorbereitung und -organisation, einschließlich werblicher Dienstleistungen; Entwicklung, Herstellung, Bearbeitung und Vertrieb von und Handel mit Hardware- und Software-Produkten auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik

Historie

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Management

NameRolle
Sven Mohaupt
seit 17.7.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

KOMSA Kommunikation Sachsen AG

Hartmannsdorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2016 bis zum 31.03.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016/2017

Gliederung

1

Grundlagen und Geschäftsmodell

2
Wirtschaftsbericht
2.1

Rahmenbedingungen

2.2

Geschäftsverlauf

2.3

Ertragslage

2.4

Finanzlage

2.5

Vermögenslage

2.6

Leistungsindikatoren

3
Risiken, Chancen und Prognose
3.1

Management von Chancen und Risiken

3.2

Risiken und Risikomanagement von KOMSA

3.3

Chancen und Potentiale für die Entwicklung von KOMSA

3.4

Prognosen zum Geschäftsverlauf und zur Lage

1 Grundlagen und Geschäftsmodell

Der KOMSA-Konzern (KOMSA) ist einer der führenden Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (IKT, englisch: ict für information-& communication technology) in Europa. Als Spezialist mit den Kernbereichen Distribution, Dienstleistungen und Reparaturservice ist die KOMSA-Gruppe dabei Partner aller namhaften Hersteller und Netzbetreiber der Branche. Den Handelspartnern werden Produkte und Lösungen aus einer Hand angeboten, die Industriepartner erhalten Unterstützung beim kanalspezifischen Absatz ihrer Ware und die Gruppe übernimmt die damit verbundenen Dienstleistungen. Die wesentlichen Anteile des Geschäftes finden dabei in Deutschland und Polen statt.

Die KOMSA Kommunikation Sachsen AG (KOMSA AG) agiert als Konzern-Mutterunternehmen, die organisatorische Struktur der Beteiligungen von KOMSA zeigt folgende Tabelle (die Spalte "Nr." kennzeichnet die Konzernunternehmen, die Beteiligungen im Konzern halten, in der Spalte "gehalten von" ist zugeordnet, welches Unternehmen die Beteiligung hält):

Nr. Gezeichnetes Kapital Anteil
TEUR in % gehalten von
KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf 1 1.512    
Unmittelbare Beteiligung        
w-support.com GmbH, Hartmannsdorf 2 250 100 1
w-support.pl Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   131 20 1
Komsa Polska Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   261 100 1
Noritel Mobile Kommunikation GmbH, Hartmannsdorf   52 100 1
aetka Communication Center Aktiengesellschaft, Hartmannsdorf 3 50 100 1
aetka Communication Center Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   15 10 1
Komsa Data & Solutions GmbH, Hartmannsdorf I   50I 100 1
Saxonum GmbH, Hartmannsdorf I   25 100 1
IKOMSA Systems GmbH, Mühlau I   25 100 1
mercum Logistik GmbH, Hartmannsdorf I   25 100 1
Verni Versicherungsoptimierung und Risikomanagement Sachsen GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
Kapps GmbH, Chemnitz   50 100 1
KOMSA Field Service GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
KOMSA NordWest GmbH, Kamen   100 100 1
Revived Products GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
TYSKCOM GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
KOMSA Garage GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
Telsax GmbH, Chemnitz   25 100 1
KOMSA Advancing Distribution Europe GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
KOMSA Business Process Services Europe GmbH, Hartmannsdorf   25 100 1
Mittelbare Beteiligungen        
w-support.pl Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   131 80 2
aetka Communication Center Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   15 90 3

Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr ergeben sich keine Änderungen in der Struktur des Konzerns. Die von den Tochterunternehmen erbrachten Leistungen werden im Rahmen der konzerninternen Leistungsverrechnung abgerechnet.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2016 war die konjunkturelle Lage in Deutschland gekennzeichnet durch solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist um 1,9 % und damit stärker als im Vorjahr gewachsen (2015: +1,7 %). Hauptgrund für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft waren die Konsumausgaben (+2,5 %), neben den Konsumausgaben sind auch die Investitionen in Deutschland gestiegen. 1

Auch die Prognosen für das Jahr 2017 gehen von weiterem Wachstum aus, die verschiedenen Konjunktur-Indizes für Deutschland liegen im positiven Bereich. Sowohl im Konsum als auch bei den Investitionen liegt die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs. Die Wachstumsraten liegen leicht unter denen von 2016.

Das Volumen des deutschen ict-Marktes ist vom Jahr 2015 zum Jahr 2016 um 1,0 % auf 159,3 Mrd. EUR gestiegen. Das Marktsegment Informationstechnologie ist dabei um 3,3 % gewachsen, wogegen das Marktsegment Telekommunikation um 1,1 % geschrumpft ist. Für das Jahr 2017 prognostiziert der "Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien" e. V. (bitkom) ein Wachstum von 1,3 %, dieser Annahme liegt wiederum eine Wachstumserwartung für das Segment Informationstechnik (+2,7 %) und ein immer noch leichter Rückgang im Segment Telekommunikation (-0,2 %) zugrunde. Innerhalb des Telekommunikationssektors entwickeln sich die Umsätze mit Endgeräten und Infrastruktursystemen positiv, die Umsatzerwartungen mit Telekommunikationsdiensten sind rückläufig. 2

Die Anzahl der aktiv genutzten SIM-Karten 3 in Deutschland betrug laut Angaben der Bundesnetzagentur Ende 2016 115,2 Mio. (Vorjahr 111,7 Mio.). Ein steigender Anteil der Karten wird für die Datenkommunikation zwischen Maschinen (M2M) in den Mobilfunknetzen genutzt. Im Durchschnitt besitzt jeder Einwohner Deutschlands 1,6 SIM-Karten. 4 Dieser hohe Wert ergibt sich aus der weiter steigenden mobilen Nutzung des Internets durch den Gebrauch von Smartphones und Tablets. Die Gesamtheit der Netzzugänge lässt auf die in Nutzung befindliche Anzahl von Geräten schließen, woraus sich für KOMSA wiederum Potentiale für Ersatzbeschaffungen, Reparaturen und Zubehörverkäufe ergeben.

KOMSA bietet Distributions- und Servicedienstleistungen für private und geschäftliche Endverbraucher an, die Vertriebswege sind dabei indirekt (über weitere Handelsstufen an private und geschäftliche Endverbraucher) oder direkt (ausschließlich an Geschäftskunden). Die Geschäftsentwicklung ist damit indirekt von der Konjunkturentwicklung bei Investitionen und im Konsum abhängig. Im Rahmen der beschriebenen Konjunkturentwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich das Konsumklima in Deutschland im Jahr 2016 positiv entwickelt und wird sich nach den Prognosen auch 2017 weiter positiv entwickeln.

Im ersten Quartal 2017 erzielte der deutsche Markt für technische Gebrauchsgüter ein Umsatzplus von 3,2 % auf 14,5 Mrd. EUR. Der Bereich Telekommunikation ist um 5,6 % gewachsen. Zu den dabei stark gewachsenen Kategorien zählen u.a. hochwertige Smartphones mit verbesserter technischer Ausstattung, getrieben durch die hohe Nachfrage nach Health & Fitness Trackern, der Bereich Wearables sowie Communication Devices (Router, Repeater, Access Points, Switches) im Bereich IT. 5

1 Quelle: Statistisches Bundesamt "Deutsche Wirtschaft im Jahr 2016 weiter auf Wachstumskurs", Pressemitteilung 010/17 vom 12. Januar 2016, www.destatis.de.
2 Quelle: bitkom e. V. Online-Veröffentlichungen von Marktdaten zur ITK-Konjunktur Stand März 2017, www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland . html.
3 SIM: Subscriber Identity Module (Chipkarte zum mobilen Netzzugang).
4 Quelle: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen "Jahresbericht 2016", www.bundesnetzagentur.de 08. Mai 2017.
5 Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) SE, GfK TEMAX Deutschland für das erste Quartal 2017, www.gfk.de.

Polen zählt nach wie vor zu den dynamischsten Wirtschaften innerhalb Europas. Die polnische Wirtschaft ist zwischen 2013 und 2016 im Durchschnitt zwischen 2 % und 3 % gewachsen. Für 2017 und 2018 werden nochmals steigende Wachstumsraten zwischen 3 % und 4 % erwartet. Mit einem Volumen von 8,6 Mrd. EUR hat der IT-Markt in Polen einen Anteil von 2,1 % an der Verwendung des gesamten Bruttoinlandsproduktes und liegt damit im Durchschnitt der osteuropäischen Länder. 6 Der Umsatz mit Telekommunikationsgeräten im Einzel- und Großhandel in Polen wächst seit 2014 stetig, auch die Prognosen für 2017 und 2018 zeigen hier Wachstumserwartungen. 7

Die Entwicklung des weltweiten Marktes für ict-Produkte und -Services wird dynamischer und volatiler prognostiziert. Hier hat besonders der Trend der digitalen Transformation starken Einfluss. Prognosen für die Entwicklung des Umsatzvolumens des weltweiten ict-Marktes liegen für die Jahre 2017 und 2018 bei +2,4 % 8. KOMSA agiert international im Bereich Distribution als Großhändler für ict-Produkte, der Verkauf außerhalb Deutschlands stellt allerdings keinen strategischen Schwerpunktbereich dar. Der Markt wird stark durch Kursentwicklungen, Preisschwankungen an den internationalen Handelsplätzen und durch die Strategie der Produzenten beeinflusst.

2.2 Geschäftsverlauf

Auch im Geschäftsjahr 2016/2017 konnte der Konzern die erzielte Gesamtleistung steigern und weist zum dritten Mal in Folge in der Unternehmensgeschichte über 1 Mrd. Umsatzerlöse aus. Die erzielte Gesamtleistung in Höhe von 1.214 Mio. EUR entspricht einem Wachstum von 1 %. KOMSA setzt die Strategie der risikoarmen Verteilung des Geschäftes auf mehrere Standbeine konsequent um, so konnte der Rückgang der Gesamtleistung in den Konzernbereichen ,Advancing Distribution' und ,International Business' durch das Wachstum in den anderen Konzernbereichen mehr als kompensiert werden. Die Entwicklung der Gesamtleistung in den einzelnen Konzernbereichen zeigt die folgende Tabelle.

01.04.2016 - 31.03.2017 01.04.2015 - 31.03.2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Cooperation 267.693 22,0 243.876 20,3 23.817 9,8
Advancing Distribution 647.580 53,3 658.655 55,0 -11.075 -1,7
Business Process Services 39.897 3,3 31.567 2,6 8.330 26,4
Repair 65.597 5,4 66.577 5,6 -980 -1,5
International Business 100.664 8,3 123.040 10,3 -22.376 -18,2
Systems & Solutions 92.153 7,6 72.963 6,1 19.190 26,3
Sonstige Erträge 849 0,1 1.503 0,1 -654 -43,5
Gesamtleistung 1.214.433 100,0 1.198.181 100,0 16.252 1,4

Der Konzernbereich ,Cooperation` konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem stagnierenden Mobilfunk- und Tablet Markt wachsen. Das Wachstum ergibt sich aus den Bereichen B2B und B2C. In beiden Bereichen konnten wir in Hardware und Vermarktung von Netzzugängen wachsen. Im B2C Bereich ergibt sich das Wachstum aus Bestands- und Neukunden. Im B2B Bereich konnten die Bestandskunden weiterentwickelt und diverse Projekte mit Businessendkunden durchgeführt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verkauf von Telekommunikations-Hardware um 5 % gestiegen. Vor allem bei den Produkten der Kategorien "Mobilfunkgeräte", "Wearables", "Festnetz" und "Data Voice" konnten die Verkäufe gesteigert werden. Insgesamt hat sich das Geschäft im Konzernbereich ,Cooperation` positiv entwickelt. Die beschriebene Entwicklung von Leistungs- und Ergebniskennzahlen zeigt, dass die gewählte Strategie konsequent umgesetzt wird und das geplante Wachstum des Unternehmens überboten werden kann. Die beschriebenen Effekte haben dazu geführt, dass die im Geschäftsjahr erzielte Gesamtleistung um 10 % gestiegen ist.

6 Quelle: Bain & Company "The European Market for Wholesale B2B Distribution in IT and Consumer Electronics", TCA Whitepaper, Juni 2017
7 Quelle: https://de.statista.com/prognosen/und dort ausgewiesene Analysen
8 Quelle: European IT Observatory (EITO): "ICT Market Report 2016/17 Executive Summary", Berlin, 2017

Im Konzernbereich ,Advancing Distribution' sind die Verkäufe in den Kanälen des Inlandsvertriebes rückläufig, hier vor allem im Kundenkanal Versandhandel. Der Kanal Vendor Sales, in dem die Verkäufe an nationale und internationale Großhändler und Sub-Distributoren abgebildet werden, hat eine deutliche Umsatzsteigerung zu verzeichnen. Der Anteil der außerhalb Deutschlands erzielten Umsatzerlöse ist gesunken.

Durch die langfristige Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Produzenten (Hersteller, Netzbetreiber) als Vertragspartner kann KOMSA weiterhin lieferanten- und produktunabhängig agieren. Die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Produktbereichen, Vertriebskanälen und bezogen auf einzelne Hersteller hat dazu geführt, dass das erzielte Umsatzvolumen noch risikoärmer verteilt ist und somit der Abhängigkeitsgrad von einzelnen Marktentwicklungen weiter verringert wurde.

Die Umsatzerlöse im Unternehmensbereich ,Business Process Services' haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und sind um 27 % angestiegen. Hier wurde der Rückgang im Geschäft mit dem größten bestehenden Dienstleistungskunden durch den Aufbau neuer Kundenbeziehungen mehr als kompensiert. Somit sind die Dienstleistungsumsätze jetzt risikoärmer auf mehrere Kunden verteilt.

Im Konzernbereich ,Repair` setzt sich der Trend rückläufiger Reparaturvolumen fort. Stark rückläufig waren die Volumen, die über große Handelsketten und über Netzbetreiber eingesandt wurden. Weiter gestiegen sind die Direkteinsendungen von Endkunden. Analog zur Entwicklung der verschiedenen Einsendekanäle hat sich die Verteilung der Reparaturvolumina nach Herstellern geändert: die Volumen von Sony und Microsoft/Nokia sind gesunken, die Reparaturen von Geräten der Hersteller LG und ZTE sind gestiegen. Insgesamt ist das Geschäft dadurch zurückgegangen. Aufgrund der gesunkenen Reparaturvolumen wurden niedrigere Umsatzerlöse erzielt. Das Volumen der für den polnischen Markt in Polen durchgeführten Reparaturen ist ebenfalls gesunken. Aufgrund der gesunkenen Reparaturzahlen ist die Gesamtleistung des Konzernbereichs zurückgegangen. KOMSA ist wie in den Vorjahren für die Durchführung von Reparaturen fast aller Mobilfunkgerätehersteller autorisiert.

Der Beitrag des Konzernbereichs ,International Business' zur Konzerngesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Geschäft auf dem heimischen polnischen Markt ist gewachsen, jedoch ist das Umsatzvolumen der aus Polen heraus exportierten Waren deutlich zurückgegangen. Dieser Prozess ist geplant und bewusst gesteuert. KOMSA konzentriert sich hier entsprechend der strategischen Ausrichtung zukünftig auf das polnische Inlandsgeschäft. Die Verteilung der Umsatzerlöse in Polen ist zudem noch risikoärmer als in den Vorjahren, da sich sowohl in der Kundenzusammensetzung als auch im Produktmix eine breitere Basis entwickelt hat.

Das Kerngeschäft im Konzernbereich ,Systems & Solutions' ist der Verkauf, die Implementierung und die Beratung zu Kommunikations- und Netzwerk-Infrastrukturen. Darüber hinaus werden die Geschäftsfelder Unified Communications und Software für Geschäftsprozesse bearbeitet. Mit dem Tochterunternehmen Noritel GmbH gehört außerdem ein Unternehmen zum Bereich, das sich auf den exklusiven Vertrieb von Systemen und Lösungen in der Automobilbranche spezialisiert hat. Der Markt für diese Lösungen wächst und wird auch in Zukunft signifikantes Wachstum aufweisen. KOMSA kann Wachstum durch Verdrängung realisieren.

Insgesamt hat sich das Geschäft von KOMSA positiv entwickelt. Das erzielte Wachstum ist im Vergleich zur Entwicklung der entsprechenden Märkte überproportional. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass KOMSA Marktanteile ausbauen konnte.

2.3 Ertragslage

Die Entwicklung der Konzern-Gesamtleistung ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

01.04.2016 - 31.03.2017 01.04.2015 - 31.03.2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Handel mit IKT-Hardware 1.005.679 82,9 1.026.750 85,7 -21.071 -2,0
Dienstleistungserlöse im Kartengeschäft 148.642 12,2 111.560 9,3 37.082 33,2
Service- und Repairleistungen 57.490 4,7 55.997 4,7 1.493 2,7
Übrige Dienstleistungserlöse 36.358 3,0 29.368 2,5 6.990 23,8
  1.248.169 102,8 1.223.675 102,2 24.494 2,0
Gewährte Skonti, Boni, Erlösschmälerungen 41.481 3,4 38.137 3,2 3.344 8,8
Umsatzerlöse 1.206.688 99,4 1.185.538 99,0 21.150 1,8
Bestandsveränderungen 298 0,0 1.169 0,1 -871 -74,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.650 0,1 1.684 0,1 -34 -2,0
Sonstige betriebliche Erträge 5.797 0,5 9.790 0,8 -3.993 -40,8
Gesamtleistung 1.214.433 100,0 1.198.181 100,0 16.252 1,4

In der regionalen Verteilung der Gesamtleistung sind die erzielten Umsatzerlöse im Inland und in Polen gestiegen. Wie im Vorjahr wurden 92 % der Gesamtleistung im deutschen und polnischen Inland erzielt.

01.04.2016 - 31.03.2017 01.04.2015 - 31.03.2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Inland 1.011.987 83,4 991.610 82,8 20.377 2,1
Polen 105.802 8,7 104.208 8,7 1.594 1,5
Restliches Ausland 88.899 7,3 89.720 7,5 -821 -0,9
Umsatzerlöse 1.206.688 99,4 1.185.538 99,0 21.150 1,8
Sonstige Erträge und Bestandsveränderungen 7.745 0,6 12.643 1,0 -4.898 -38,7
Gesamtleistung 1.214.433 100,0 1.198.181 100,0 16.252 1,4

Die Konzern-Gesamtleistung ist im Vergleich zu 2015/2016 um 1 % gestiegen, das erzielte Betriebsergebnis ist um 5,0 Mio. EUR gesunken. Dies entspricht einem Rückgang um 21 %.

Die wesentlichen Ertragskennzahlen und deren Entwicklung zeigt die folgende Tabelle.

01.04.2016 - 31.03.2017
TEUR
01.04.2015 - 31.03.2016
TEUR
Veränderungen
TEUR %
Umsatzerlöse 1.206.688 1.185.538 21.150 1,8
Bestandsveränderungen 298 1.169 -871 -74,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.650 1.684 -34 -2,0
Sonstige betriebliche Erträge 5.797 9.790 -3.993 -40,8
Gesamtleistung 1.214.433 1.198.181 16.252 1,4
Betriebsergebnis 18.646 23.694 -5.048 -21,3
Betriebsergebnis vom Umsatz 1,5 % 2,0 %    
Finanzergebnis -3.612 -3.562 -50 1,4
Ergebnis vor Steuern 15.034 20.131 -5.097 -25,3
Umsatzrendite vor Steuern 1,2 % 1,7 %    

Im Vergleich zur abgegebenen Prognose im Rahmen des Konzernabschlusses 2015/2016 liegt die Entwicklung der Gesamtleistung leicht unter den Erwartungen. Ursache für diese Abweichung ist ein unerwarteter Rückgang der Verkäufe der Konzerntochterunternehmen in Polen. Das Ergebnis vor Steuern hat sich ebenfalls schlechter entwickelt als geplant. Hier fehlen Deckungsbeiträge aus dem Konzernbereich Repair aufgrund steigender Aufwendungen je Reparatur bei gleichbleibender Vergütung durch die Hersteller. Außerdem wirken sich die höheren Kosten im Reparaturprozess aufgrund fehlender Ersatzteile und die Investitionen in neue Produktionsräume aus. Auch der Umsatzrückgang im Konzernbereich International führt zu niedrigeren Deckungsbeiträgen im Konzern.

2.4 Finanzlage

Die Finanzlage des KOMSA-Konzerns hat sich stabil entwickelt, was im Detail der folgenden Übersicht zu entnehmen ist.

31.03.2017 31.03.2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Ausgegebenes Kapital 1.510 0,6 1.510 0,6 0 0,0
Kapitalrücklage 561 0,2 561 0,2 0 0,0
Gewinnrücklagen 58.036 22,5 45.117 18,9 12.919 28,6
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -428 -0,1 -529 -0,2 101 -19,1
Konzernbilanzgewinn 14.435 5,6 16.515 6,9 -2.080 -12,6
Bilanzielles Eigenkapital 74.114 28,8 63.174 26,4 10.940 17,3
Sonderposten 3.967 1,5 4.207 1,8 -240 -5,7
Wirtschaftliches Eigenkapital 9 76.891 29,8 66.118 27,7 10.773 16,3
Rückstellungen 31.061 12,1 31.477 13,2 -416 -1,3
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 572 0,2 1.283 0,5 -711 -55,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.503 29,3 75.527 31,6 -24 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen 65.830 25,6 53.613 22,5 12.217 22,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 347 0,1 146 0,1 201 137,7
Sonstige Verbindlichkeiten 6.196 2,4 9.319 3,9 -3.123 -33,5
Verbindlichkeiten 148.448 57,6 139.888 58,6 8.560 6,1
Rechnungsabgrenzung 17 0,0 0 0,0 17 -
Fremdkapital 183.493 71,2 175.572 73,6 7.921 4,5
Gesamtkapital 257.607 100,0 238.746 100,0 18.861 7,9

Den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens (TEUR 12.921) des Geschäftsjahres 2015/2016 hat das Konzernmutterunternehmen vollständig den Rücklagen zugeführt. Es ergibt sich ein Anstieg im wirtschaftlichen Eigenkapital um 16 % auf jetzt 76,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer Quote von 30 % der Bilanzsumme (Vorjahr 28 %).

Die Rückstellungen sind um 0,4 Mio. EUR gesunken (-1 %). Hier sind in den Rückstellungen für vereinbarte Kundenkonditionen und in den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen geschäftsbedingte Rückgänge zu verzeichnen.

9 Wirtschaftliches Eigenkapital = Bilanzielles Eigenkapital + 70 % des Sonderpostens.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 75,5 Mio. EUR konstant geblieben. KOMSA hatte 2016 Schuldscheindarlehen über 40 Mio. EUR und KfW-Förderdarlehen über 11,5 Mio. EUR aufgenommen, um fällige Schuldscheindarlehen zu tilgen und andere Schuldscheindarlehen und Investitionskredite vorzeitig zurückzuzahlen. Des Weiteren dienten die Mittel zum Großteil der Finanzierung der getätigten Investitionen in das "Haus der Dienstleistungen" sowie in das Hochregallager.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 23 % auf 65,8 Mio. EUR gestiegen, der Anstieg erfolgte analog zum gestiegenen Warenbestand. In Summe ist das Volumen des eingesetzten Gesamtkapitals im Vergleich zum Vorjahr um 8 % gestiegen.

Dem Konzern standen zum 31. März 2017 in Deutschland Betriebsmittelkredite in Höhe von 19 Mio. EUR sowie eine Linie über den Verkauf von Kundenforderungen (ABS) in Höhe von 75 Mio. EUR zur Verfügung. Die Kreditlinien wurden zum 31. März 2017 nicht und die ABS-Linie in Höhe von 59 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Zusätzlich kann der Konzern auf Linien bei verschiedenen polnischen Banken zurückgreifen, die in Summe ein Linien-Volumen von 19 Mio. EUR ergeben. Außerdem stehen in Polen 17 Mio. EUR im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung zur Verfügung. Die Factoringlinie wurde in Höhe von 10 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Die Zahlungsfähigkeit des KOMSA-Konzerns war im Berichtszeitraum stets gegeben und ist nach aktuellem Stand auch zukünftig gesichert. Dafür stehen neben Schuldscheindarlehen über 64 Mio. EUR und 11,5 Mio. EUR KfW-Förderdarlehen weitere Finanzierungsbausteine wie ABS und die Betriebsmittellinien zur Verfügung, welche die finanzielle Stabilität langfristig sicherstellen.

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns stellt sich anhand einer Kapitalflussrechnung nach DRS 21 wie folgt dar:

2016/2017
TEUR
2015/2016
TEUR
Veränderungen
TEUR %
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 30.687 3.243 27.444 846,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.034 -16.094 60 -0,4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.810 18.621 -20.431 109,7
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 12.843 5.770 7.073 122,6
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 102 -525 627 -119,4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.991 4.746 5.245 110,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.936 9.991 12.945 129,6

Der Finanzmittelfonds besteht zum Stichtag ausschließlich aus den liquiden Mitteln.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten und gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist gekennzeichnet durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände auf Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet ausschließlich Zinszahlungen, im Vorjahr Einzahlungen aus der Aufnahme verschiedener Finanzierungsbausteine. Dies führt zu einem Anstieg des Finanzmittelfonds zum 31. März 2017 um 12,9 Mio. EUR auf 22,9 Mio. EUR.

Die Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 17,6 Mio. EUR (Vorjahr 17,4 Mio. EUR). Im Wesentlichen entfallen die Investitionen auf das 2014 begonnene Projekt zum Neubau eines Hochregallagers und eines ,Hauses der Dienstleistungen' am Konzernstandort Hartmannsdorf, welches im Jahr 2017 fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde. Insgesamt wurden 22,7 Mio. EUR in diesem Projekt investiert. Die Finanzierung der Investition ist sichergestellt und erfolgt über verschiedene Finanzierungsbausteine (Darlehen, Eigenmittel, Ausgabe von Schuldscheindarlehen). Weiterhin wurden 2,5 Mio. EUR in immaterielle Vermögensgegenstände investiert.

Weitere Investitionen sind für die Errichtung eines Logistik-, Repair- und Bürogebäudes am Standort Wroclaw (Polen) in Höhe von ca. 10 Mio. EUR geplant. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel werden durch KOMSA bereitgestellt. Die Entscheidung zum Beginn der Investition ist noch nicht getroffen.

Somit ist auch für die Geschäftsjahre 2017/2018 und 2018/2019 die Finanzierung der geplanten Umsatzziele und Investitionen gewährleistet.

2.5 Vermögenslage

Aus der Entwicklung von Anlage- und Umlaufvermögen ergibt sich ein eingesetztes Gesamtvermögen von 257,6 Mio. EUR. Die Vermögensentwicklung zeigt die folgende Übersicht:

31.03.2017 31.03.2016 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.419 2,1 5.250 2,2 169 3,2
Sachanlagen 62.458 24,3 51.149 21,4 11.309 22,1
Anlagevermögen 67.877 26,4 56.399 23,6 11.478 20,4
Vorräte 90.678 35,2 80.966 33,9 9.712 12,0
Forderungen aus Lieferungen            
und Leistungen 61.420 23,8 73.170 30,7 -11.750 -16,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1 0,0 2 0,0 -1 -50,0
Sonstige Vermögensgegenstände 13.133 5,1 16.712 7,0 -3.579 -21,4
Wertpapiere 147 0,1 0 0,0 147 -
Bankguthaben, Kasse 22.936 8,9 9.992 4,2 12.944 129,6
Umlaufvermögen 188.315 73,1 180.842 75,8 7.473 4,1
Rechnungsabgrenzungsposten 1.061 0,4 1.226 0,5 -165 -13,4
Abgrenzungen auf latente Steuern 354 0,1 279 0,1 75 27,0
Gesamtvermögen 257.607 100,0 238.746 100,0 18.861 7,9

Das Anlagevermögen im Konzern ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 20 % angestiegen. Diese Entwicklung ergibt sich aus Zugängen in Höhe von 17,6 Mio. EUR abzüglich eines Abschreibungswertes von 6,0 Mio. EUR und von Abgängen in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Der Wert des Umlaufvermögens hat sich mit 188,3 Mio. EUR im Vergleich zum 31. März 2016 um 7,5 Mio. EUR erhöht. Innerhalb dieser Bilanzposition wirken geschäfts- und dispositionsbedingte Anstiege bei den Vorräten (+9,7 Mio. EUR), Rückgänge bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen (-15,3 Mio. EUR) und der dispositionsbedingte Anstieg der verfügbaren finanziellen Mittel in Kasse und Bankguthaben (+12,9 Mio. EUR). In Bezug auf die um 1 % gestiegene Gesamtleistung haben sich die Bestände des Umlaufvermögens somit in Summe überproportional entwickelt.

Diese Entwicklung ist auf die bessere Kapitalausstattung zurückzuführen, die sich in dem um 130 % gestiegenen Bestand an Barmitteln ausdrückt.

2.6 Leistungsindikatoren

Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns sowie zur internen Steuerung werden verschiedene finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren verwendet.

Die Umsatzrendite vor Steuern ist von 1,68 % im Geschäftsjahr 2015/2016 auf aktuell 1,24 % zurückgegangen. Diese Entwicklung folgt aus dem Rückgang im Konzernbereich ,Repair`, wo in der Vergangenheit durchschnittlich höhere Margen erzielt wurden, und aus dem Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich ,International` mit der Folge, dass auch die Ergebnisbeiträge aus diesem Bereich zurückgegangen sind. Außerdem gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr einige Aufwendungen, die nicht im direkten Zusammenhang mit dem operativen Geschäft stehen. Beispielhaft sind hier zu nennen: Kosten für einmalige Beratungsprojekte (0,3 Mio. EUR), einmalige Kosten im Rahmen des beschriebenen Investitionsprojektes für zeitweises Vorhalten zusätzlicher Ressourcen während der Inbetriebnahmephase (0,3 Mio. EUR) u.a. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine stabile Entwicklung der operativen Umsatzmargen erwartet. Das Geschäftsjahr 2017/2018 ist geprägt durch das 25-jährige Unternehmensjubiläum der KOMSA-Gruppe, für die dafür geplanten Aktionen und Feierlichkeiten sind zusätzliche Kosten in Höhe von ca. 1,2 Mio. EUR angefallen.

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Wertbeitrag des KOMSA-Konzerns zum Sozialprodukt der gesamten Volkswirtschaft und dessen Verteilung wird in der folgenden Wertschöpfungsrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2016/2017 war der von KOMSA erzielte Wertzuwachs 3 % niedriger als im Vorjahr.

Entstehung: 2014/2015
TEUR
2015/2016
TEUR
2016/2017
TEUR
Veränderungen
TEUR %
Umsatzerlöse 1.137.658 1.185.538 1.206.688 21.150 1,8
Sonstige Erträge (inkl. Periodenfremder Erträge) 7.497 12.643 7.745 -4.898 -38,7
Materialaufwand -1.032.287 -1.079.247 -1.087.758 -8.511 0,8
Abschreibungen -5.147 -5.114 -6.032 -918 18,0
Sonstige Vorleistungen -35.080 -36.659 -45.772 -9.113 24,9
Wertschöpfung 72.641 77.161 74.871 -2.290 -3,0

Mit 2,8 Mio. EUR wurde der Großteil des erzielten Wertzuwachses für höhere Zahlungen an Mitarbeiter verwendet.

Verteilung: 2014/2015
TEUR
2015/2016
TEUR
2016/2017
TEUR
Veränderungen
TEUR %
An Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Prämien, Soziales) 49.470 53.466 56.224 2.758 5,2
An das Unternehmen und Aktionäre (Rücklagen und Dividenden) 14.500 14.411 10.840 -3.571 -24,8
An den Staat (Steuern, Abgaben) 5.293 5.720 4.194 -1.526 -26,7
An Kreditgeber (Zinsaufwand) 3.378 3.564 3.613 49 1,4
Wertschöpfung 72.641 77.161 74.871 -2.290 -3,0

Das geplante Wachstum in den Geschäftsbereichen ,Cooperation` und ,Systems & Solutions' wirkt positiv auf die Leistungsindikatoren der Wertschöpfungsrechnung, allerdings werden die geplante Entwicklung im Bereich ,Repair' und die beschriebenen Effekte aus dem Projekt zum 25-jährigen Firmenjubiläum negativ auf die Wertschöpfung wirken. Die Verteilung der erwirtschafteten Werte wird sich nicht wesentlich ändern, daraus folgt, dass auch im neuen Geschäftsjahr der Großteil der erzielten Wertschöpfung für Personalaufwendungen und deren Steigerung verwendet werden wird.

In der Unternehmensphilosophie von KOMSA ist verankert, dass die Mitarbeiter die größte Ressource bilden und ihre Fähigkeit, sich zu entwickeln, die wichtigste Voraussetzung für den Geschäftserfolg darstellt. Umfangreiche Aus- und Fortbildungs- sowie Traineeprogramme stellen die ständige Weiterentwicklung der Mitarbeiter sicher. KOMSA legt sehr viel Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

So hat KOMSA zum Beispiel im Jahr 2014 eine Immobilie mit drei Ferienwohnungen erworben, um diese den Mitarbeitern der Unternehmensgruppe als Ferienobjekt entgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Soziales Engagement und nachhaltiges Wirtschaften sind ebenso Bestandteile des Konzern-Leitbildes von KOMSA. Neben dem Engagement und der Verantwortung für den Konzern und die Mitarbeiter gehören eine hohe Verantwortung für die Region und ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein zum Selbstverständnis. Unterstützungsleistungen sind stark regional ausgerichtet und umfassen neben Sport und Kultur auch außergewöhnliche Projekte, z. B. im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement.

Aktives Energie- und Umweltmanagement, ökologisches Bauen und Regenwassernutzung sind Beispiele dafür, wie die Leitlinien des Ressourcen- und Umweltschutzes umgesetzt werden.

3 Risiken, Chancen und Prognose

3.1 Management von Chancen und Risiken

Das unternehmerische Handeln von KOMSA ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund bewertet KOMSA ein wirksames Management von Chancen und Risiken als bedeutenden Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Wertes des Konzerns.

Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des unternehmensweiten Systems der Führung und liegt vorwiegend in der Verantwortung der einzelnen Konzernbereiche. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling­Prozess, das konzerninterne Regelwerk aus Richtlinien und Verfahrensanweisungen sowie das Berichtswesen sowie ein neu ins Leben gerufenes "risk board". Zur Kontrolle und Prävention wurde die Funktion der Internen Revision etabliert.

In regelmäßigen Besprechungen zur Geschäftsentwicklung werden die Chancen und Risiken, die in den Strategien der Unternehmensbereiche qualitativ und quantitativ bewertet werden, aktualisiert und Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Zur besseren Koordination und Dokumentation des dezentralen Risikomanagements wurde die Funktion eines Beauftragten für Risikomanagement geschaffen.

3.2 Risiken und Risikomanagement von KOMSA

Der Konzern betrachtet Risikomanagement als wesentlichen Bestandteil des laufenden Geschäfts und wettbewerbliche Notwendigkeit. Unter Risikomanagement wird die regelmäßige, systematische und frühzeitige Identifizierung und Bewertung relevanter Risiken für alle Unternehmensbereiche verstanden. Damit soll gewährleistet werden, dass zeitnah und sachgerecht auf Veränderungen reagiert werden kann. Darauf aufbauend werden entsprechende Maßnahmen zur Risikohandhabung und Chancenauswertung ausgewählt, umgesetzt und auf deren Wirksamkeit überprüft.

Das Risikomanagementsystem besteht aus unterschiedlichen, miteinander verbundenen Planungs-, Kontroll- und Informationssystemen, die der regelmäßigen Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen unterliegen.

Organisatorisch liegt die Verantwortung für das beschriebene Risikomanagement in den jeweiligen Konzernbereichen. Unterstützt wird es durch verschiedene zentrale Funktionen des Konzernbereiches Corporate Processes & Controlling. In diesem Konzernbereich sind die zentralen kaufmännischen Funktionen Administration, Accounting & Controlling sowie Integrierte Konzernsicherheit organisiert, die die anderen Konzernbereiche beraten und bereichsübergreifend steuernd wirken. Außerdem verfügt KOMSA über ein risikoorientiertes Konzerncontrolling-System.

Wesentliche Risikofelder und Steuerungsmaßnahmen:

a) Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Die konjunkturelle Lage auf den für KOMSA relevanten Märkten hat sich auch 2016 verbessert. Die Aussichten für 2017 und 2018 sind positiv. Dennoch können äußere Einflüsse dieser Entwicklung entgegenwirken. Die Gesamtwirtschaft ist stark von der weiteren Entwicklung im EU­RO-Raum abhängig. Hier werden die Themen Stabilität und Staatsverschuldung weiter aktuell sein und es kann zu Rückwirkungen auf die Konsumneigung der Privatkunden oder auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland kommen. Rückgänge in diesen beiden Aktionsfeldern der Wirtschaft hätten direkte Wirkung auf das Geschäft von KOMSA. Diese Risiken werden durch laufende Marktbeobachtung und die Überwachung volkswirtschaftlicher Kennzahlen analysiert und gesteuert.

b) Markt-, Wettbewerbs- und Dispositionsrisiken

Das Risiko der Abschwächung des Absatzes besteht für KOMSA im Wesentlichen durch Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und durch den Verdrängungswettbewerb innerhalb und außerhalb der gewählten Vertriebswege. Durch die weitere Verschmelzung von Telekommunikation und Informationstechnologie werden weiter neue Wettbewerber aus dem Bereich der IT-Distribution in den Telekommunikationsmarkt eintreten bzw. ihre Aktivitäten im TK-Bereich verstärken. Es kommt weiterhin verstärkt darauf an, den Kunden in jedem Vertriebskanal bedarfsgerechte Lösungen anzubieten. KOMSA ist auf diese Marktsituation umfassend vorbereitet und bestrebt, die erreichten Wettbewerbsvorteile mit verstärkter Kundenbindung zu erhalten, auszubauen und in nachhaltige Vertriebserfolge umzusetzen.

Durch den Abschluss von Kunden- und Lieferantenvereinbarungen werden Risiken durch Preis- und Marktschwankungen, Gewährleistungsübernahmen, Transportschäden, Nichteinhaltung von Leistungszusagen oder unzureichende Rückdeckung entstehen.

Auf der Basis eines ausgebauten Vertragsmanagements, der Absicherung über eine breite Struktur von Lieferanten, Kunden und Dienstleistern, eines aktiven Versicherungsmanagements und der engen Kontaktpflege zu Kunden und Lieferanten werden die Verträge und Geschäftsbeziehungen laufend auf Risiken und Verbesserungspotentiale überprüft. Dispositionsrisiken in Beschaffungs- und Verkaufsvorgängen begegnet KOMSA durch eine tägliche prioritäten- und kenn-zahlenorientierte Prozesskontrolle, gestützt durch interne Genehmigungs- und Freigabeverfahren.

Weiterhin stellt der Weg- oder Ausfall bestimmter Lieferanten, Partner und Kunden ein Risiko für die KOMSA dar. Ein solches Szenario kann bspw. durch Streiks, Naturkatastrophen, politische Unruhen, Wirtschaftskrisen und Ähnliches aber auch durch bewusste Entscheidung für einen anderen Wettbewerber oder ggf. durch die Fusion mit einem anderen Unternehmen eintreten. KOMSA begegnet diesen Risiken mit dem Ausbau einer breiten Kundenbasis und teilweise mit einer kundenspezifischen Ausrichtung von Prozessen und Dienstleistungen, dem Aufbau eines CRM, einem Rating der Kunden und Lieferanten vor Listung sowie der bewussten Anfrage und Zusammenarbeit mit mehreren Wettbewerbern.

c) Management- und Leistungsrisiken

Die Geschäftstätigkeit bei KOMSA kann von Fehlern, Fehleinschätzungen der Mitarbeiter und Fehlentscheidungen des Managements gefährdet sein. Eine Stärke der Organisation von KOMSA sind flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Somit wird eine schnelle Reaktions- und Handlungsfähigkeit gewährleistet, jedoch entstehen auch Risiken. Entscheidende Geschäftsprozesse werden daher zunehmend in separaten Richtlinien geregelt, welche mehrere Prüfebenen sowie den Einbezug zentraler Bereiche wie bspw. Procurement, das Project Management Office oder Legal festlegen.

d) IT-Risiken

KOMSA verfügt über ein hochleistungsfähiges EDV- und TK-System. Potentielle Risiken aus fehlerhaften Abläufen, Ausfällen bzw. Störungen, z. B. durch Sabotage oder Diebstahl, begegnet KOMSA durch ein ausgereiftes System an Überprüfungen und Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. umfangreiche Regelungen und Kontrollen zum Datenzugriff, zur Datensicherung und zur Prozesssicherheit. Die zentralisierte Verantwortung dafür liegt im Konzernbereich KOMSA ict. Auch die Absicherung gegen Softwareausfälle, Schadsoftware, Viren und Hackerangriffe liegt in der Verantwortung von KOMSA ict zusammen mit der Unit Corporate Security. Um angemessen auf die weiter steigenden Risiken zu reagieren, strebt KOMSA die Zertifizierung des Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) nach der Norm ISO 27001 an und hat dazu ein Projekt gestartet.

e) Risiken aus dem Unternehmensumfeld (sachbezogene Risiken)

Schäden an eigenen Gebäuden, Anlagen und Sachen können zum einen unverschuldet durch höhere Gewalt (Überschwemmungen, Blitzeinschläge, Sturm) oder durch Szenarien, in denen sich Dritte unbefugten Zutritt zum Gebäude verschaffen (Einbruch/Diebstahl) eintreten. Auch Versorgungsausfälle (Elektrizität, Wärme) und weitere Elementarschäden wie Brand und Explosion können zu einer vorübergehenden Betriebsunterbrechung oder sogar zum Wegfall bestimmter Betriebsteile führen. Hierfür hat KOMSA zahlreiche präventive Maßnahmen ergriffen und Krisenpläne für den Ernstfall erstellt.

f) Personalrisiken

Unter Personalrisiken zählen hauptsächlich die Fluktuation sowie Schwierigkeiten in der Beschaffung qualifizierter Mitarbeiter und Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter. Um diesen Risiken zu begegnen, wurden bereits zahlreiche Leistungen für Mitarbeiter eingeführt, die die KOMSA-Mitarbeiter motivieren und KOMSA zu einem attraktiven Arbeitgeber in der Region machen sollen. Weiterhin wurde die KOMSA Academy gebildet, die zahlreiche innerbetriebliche Weiterbildungen und Entwicklungsmöglichkeiten organsiert. Somit ist KOMSA in der Lage qualifiziertes Personal auch selbst im Unternehmen zu entwickeln. Mit einem überschaubaren Rahmen an innerbetrieblichen Richtlinien und Arbeitsanweisungen und die Kommunikation über die Leiter werden die Mitarbeiter zu ihren Pflichten informiert, schwerwiegende Verstöße werden sanktioniert.

g) Beteiligungsrisiken

KOMSA hält nationale und internationale Beteiligungen. Die Eingliederung der Organisation, Leistungen und Prozesse stellen erhöhte Anforderungen an die Beteiligten. Gleichzeitig ist eine laufende Überwachung des investierten Kapitals und der Unternehmensentwicklung der Beteiligungen erforderlich. Es wurden eindeutige Verantwortlichkeiten geschaffen und in der Unternehmensorganisation verankert, die dazu beitragen, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

h) Finanzrisiken

Bestehende Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden durch die Nutzung unterschiedlicher Sicherungsinstrumente und Zahlungsbedingungen minimiert. Mit dem Einsatz von Derivaten werden vorhandene Zinsänderungsrisiken abgesichert. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden nur in geringem Umfang und über sehr kurze Zeiträume eingegangen. Zur Sicherung des aktuellen Kursniveaus wurden Devisentermingeschäfte in PLN abgeschlossen. Weiterhin erfolgte der Abschluss eines Rohwarenswaps zur Sicherung des Dieselpreises. Vorhandene Finanzderivate werden laufend überwacht und bewertet.

Für bestehende Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Forderungsausfallsrisiken werden mit Hilfe geeigneter Instrumente laufend überwacht und begrenzt. Der Finanzmittelbedarf wird vorausschauend geplant und abgesichert. Zur Sicherung des zukünftigen Finanzbedarfs dient eine Struktur aus den Bausteinen Forderungsverkauf, Schuldscheindarlehen und Betriebsmittelkredite.

Es besteht ein umfangreiches Berichts- und Kontrollsystem zur Sicherung von Eigenkapital und Rendite.

Die aufgenommenen Darlehen und Kredite sind teilweise an die Einhaltung definierter Finanzkennzahlen gebunden. Für den Fall der Nichteinhaltung einzelner Finanzkennzahlen haben die Darlehensgeber zum einen die Möglichkeit eine Margenerhöhung durchzusetzen, was für KOMSA zu einer Erhöhung des Finanzaufwands führen würde. Zum anderen besteht die Möglichkeit seitens der Investoren, die Darlehen und Kredite zu kündigen. Eine entsprechende Überprüfung der Einhaltung der Kennzahlen wird regelmäßig vorgenommen. KOMSA überwacht über verschiedene Instrumente die Einhaltung dieser Kennziffern und kann somit rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten. Das Risiko der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen wird aktuell als gering eingeschätzt.

Zinsswaps

Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken variabel verzinster Verbindlichkeiten hat KOMSA Sicherungsgeschäfte in Form von Payer Zinsswaps und Forward Payer Zinsswaps ("zahle fix - empfange variabel") abgeschlossen. Mit Hilfe dieser Swaps werden Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte ausgeglichen, die sich aus Veränderungen der Euribor-Zinssätze ergeben. Mit den Sicherungsmaßnahmen verfolgt KOMSA das Ziel, variabel verzinste Finanzierungsverbindlichkeiten in festverzinsliche zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind hierbei kein Bestandteil der Sicherung.

a. macro-hedges

KOMSA hat zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken sogenannte macro-hedges getätigt. Mit Hilfe dieser Sicherungsmaßnahmen wird eine Gruppe aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsinstrumente wird prospektiv und retrospektiv überprüft und dokumentiert.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Deutsche Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 73 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Juni 2016 und endet am 30. Juni 2020.

Mit Vertrag vom 18. März 2014 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM­Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 117 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 4. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2018.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM­Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 122 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2021.

Mit Vertrag vom 16. Juli 2012 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein For-ward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 10 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 70 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 12. Juli 2013 und endet am 13. Juli 2017.

Mit Vertrag vom 18. März 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 203 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 04. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2019.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM­Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 94 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die IKB Deutsche Industriebank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 92 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 31. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020.

Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (macro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet.

b. micro-hedges

Im Rahmen der Emission des Schuldscheindarlehens (SSD) wurden seitens der Investoren 1 Mio. EUR mit einem variablen Kupon gezeichnet. Diese 1 Mio. EUR hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Zur Absicherung der hieraus entstehenden Zinsrisiken schloss KOMSA einen Forward Payer Swap mit der Commerzbank AG am 16. Juli 2012 ab. Dieser ist als micro-hedge einzustufen, da er im Volumen und Fälligkeit den zugrundeliegenden Basisgeschäften entspricht. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von insgesamt TEUR 41 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 12. Juli 2013 und endet am 15. Juli 2019.

Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (micro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet.

Devisentermingeschäfte

Auf Basis der Abwicklung eines geringen Geschäftsanteils in USD hat KOMSA mehrere Devisentermingeschäfte mit der Deutschen Bank AG abgeschlossen. Diese dienen der Reduzierung von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge auf Kundenseite sowie Bestellungen auf Lieferantenseite gekoppelt. Der kumulierte negative Marktwert dieser Geschäfte betrug zum 31. März 2017 auf Basis des MTM-Modells TEUR 1.

Auf Basis der Abwicklung eines geringen Geschäftsanteils in USD hat KOMSA mehrere Devisenswapgeschäfte mit der Deutschen Bank AG abgeschlossen. Diese dienen der Reduzierung von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge auf Kundenseite sowie Bestellungen auf Lieferantenseite gekoppelt. Der kumulierte positive Marktwert dieser Geschäfte betrug zum 31. März 2017 auf Basis des MTM-Modells TEUR 4.

Auf Basis der Abwicklung eines Teiles des Geschäftsumfangs in EUR und USD haben die KOMSA Polska Sp. und die w-support.pl Sp. mehrere Devisentermingeschäfte zur Reduzierung von Währungsrisiken abgeschlossen. Die Transaktionen wurden über die Raiffeisen Polbank S.A. und die Deutsche Bank Polska S.A. abgewickelt. Der kumulierte Marktwert der Geschäfte betrug zum 31. März 2017 auf Basis der MTM-Methode umgerechnet TEUR 145.

Rohwarenswap

Im Rahmen des Fuhrparkmanagements und dem damit verbundenem Leasing von Dieselfahrzeugen wurde für einen Teil der zu tankenden Dieselmenge eine Sicherung des Rohdieselpreises mit der Commerzbank AG vorgenommen.

Mit Vertrag vom 19. Januar 2016 erfolgte die Sicherung des Rohdieselölpreises mit einem Rohwarenswap. Der Swap hat eine Laufzeit vom 1. April 2016 bis zum 29. März 2018 und eine kumulierte Bezugsmenge von 102 metrischen Tonnen der Rohware. Eine metrische Tonne entspricht einer Menge von 1.183 Liter Rohdieselöl. Bezogen auf einen Monat wurden 8,5 metrische Tonnen gleich 10.056 Liter gesichert. Der kumulierte positive Marktwert zum 31. März 2017 beträgt TEUR 12.

i) Rechtsstreitigkeiten

KOMSA ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren und beabsichtigt, sich in diesen Verfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. Nach den aktuellen Verfahrensständen sind negative Folgen aus Rechts- und Patentstreitigkeiten nicht zu erwarten.

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert. Weitere wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, über den bisher beschriebenen Umfang hinaus, sind für einen überschaubaren Zeitraum von zwei Jahren nicht zu erkennen. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet und langfristig gesichert.

3.3 Chancen und Potentiale für die Entwicklung von KOMSA

KOMSA ist mit allen Unternehmensbereichen den unterschiedlichen Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Märkten der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche unterworfen. Die in diesem Bericht beschriebene Geschäftsentwicklung und die dargestellte Unternehmenslage ergeben innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Chancenpotenziale.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (bitkom) prognostiziert für den deutschen ict-Markt im Jahr 2017 ein Wachstum von 1,2 % 10. Dabei wird im Geschäft mit Software und Dienstleistungen ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Die Prognosen für den für KOMSA wichtigen Teilmarkt für TK-Endgeräte und TK-Infrastruktur gehen von einem Wachstum um ca. 1,0 % aus. Insgesamt ergeben sich aus diesen Prognosen Chancen für Wachstum von KOMSA.

Der Verkauf von Smartphones und Tablets stellt dabei einen Schwerpunkt dar, KOMSA hat in der Vergangenheit zur Nutzung dieser Chancen in Einkaufs- und Vertriebskapazitäten für diesen Produktbereich investiert. Die Anzahl von Teilnehmern in den Mobilfunknetzen, die vor allem Datendienste nutzen, wird parallel zum Hardwareverkauf weiter ansteigen.

Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung im Konzernbereich ,Cooperation` ergeben sich im B2B-Bereich, der die Geschäftsfelder "Businessendkunden" und "Fachhandelskanal B2B" umfasst. Hier kann KOMSA vom Markttrend des Outsourcings von Telekommunikations-Dienstleistungen bei Unternehmen und Öffentlichen Einrichtungen profitieren. Der Fokus dieser Vertriebsbereiche liegt darauf, auf die Geschäftskunden zugeschnittene Lösungen zu vermarkten und damit zusätzliche Deckungsbeiträge zu generieren. Der Bereich B2C kann von den Wachstumspotenzialen im deutschen ict-Markt profitieren. Chancen für weiteres Geschäftswachstum ergeben sich hier aufgrund der Tatsache, dass der Markt für ict-Produkte laut verschiedener Prognosen von Verbänden und Konsumforschern in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.

10 Quelle: bitkom e. V. Pressemitteilung: "CeBIT Preview 2017 - Konjunkturelle Lage der Branche", Hannover 25. Januar 2017 sowie veröffentlichte IKT-Marktzahlen auf www.bitkom.orq Stand Mai 2017.

Potentiale ergeben sich aus der Tatsache, dass sowohl private als auch gewerbliche Endverbraucher das Internet verstärkt mobil nutzen. Im Rahmen des Trends "Digitalisierung im Handel" wird KOMSA aktiv an der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle arbeiten. Weitere Potentiale ergeben sich aus dem Ausbau von Breitband-Netzzugängen in Deutschland, diese kann KOMSA durch Nutzung der Vertriebsbasis und des Lösungs-Know-hows sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich nutzen.

Für die Vermarktung von Dienstleistungen im ict-Umfeld durch den Unternehmensbereich "Business Process Services" ergeben sich Wachstumschancen für KOMSA. Die oben beschriebene Markt- und Technologieentwicklung erzeugt Impulse für die Nachfrage nach Dienstleistungen. Der Kostendruck bei Herstellern, Netzbetreibern und Vertriebsunternehmen sowie deren strategische Ausrichtung auf ihr jeweiliges Kerngeschäft werden dazu führen, dass die Produzenten und Kunden verstärkt Prozesse auslagern und sich dafür Dienstleistungspartner suchen. KOMSA hat sich auf dieses Potential durch eine neue vertriebliche Aufstellung und zusätzliche Ressourcen im Bereich "Business Process Services" eingestellt.

Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung im Konzernbereich ,Repair` ergeben sich aus der guten Marktstellung des Unternehmens mit einem breiten Zugang zu verschiedenen Kanälen für die Einsendung defekter Geräte. Die von den Kunden wahrgenommene Qualitätsführerschaft in diesen Kanälen kann weiteres Wachstumspotenzial eröffnen. Im Vergleich zum Wettbewerb kann KOMSA die breiteste Palette an Herstellerautorisierungen für Reparaturen vorweisen. Der Konsolidierungsprozess auf dem Repair-Markt in Deutschland wird weiter anhalten.

Der Konzern betreibt mit w-support das größte Repair Center für IKT-Produkte in Deutschland und hat aufgrund der Größe klare Chancen, weitere Volumina von kleineren Marktteilnehmern zu übernehmen.

Die Wachstumsprognosen sowohl für den polnischen Gesamtmarkt als auch speziell für den Sektor "Telekommunikation und IT" in Polen sind positiv. Aus dieser Marktentwicklung und aus der gefestigten Marktstellung von KOMSA in Polen ergeben sich Chancen für die weitere positive Geschäftsentwicklung des Konzernbereichs "International Business".

Der für den Konzernbereich "Systems und Solutions" relevante Markt wird in Zukunft ebenfalls wachsen. Chancen und Potentiale ergeben sich für KOMSA aufgrund des breiten Sortiments im Produktbereich "Data Voice" und durch das hohe Fachwissen und die hohe Prozessqualität in der Abwicklung von Kundenprojekten. Marktpotentiale ergeben sich immer wieder durch technologische Weiterentwicklungen der verfügbaren Lösungen für die effiziente Kommunikation in Unternehmen und für private Endverbraucher. Im Bereich Infrastruktur werden die Unternehmen Antworten auf weiter steigende Anforderungen zu Performance, Sicherheit und Verfügbarkeit finden müssen. Das Lösungsangebot von KOMSA ist auf konkrete Prozessverbesserung und Kostenersparnis in den Kundensystemen fokussiert.

3.4 Prognosen zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Auch in den Geschäftsjahren 2017/2018 und 2018/2019 werden sich weitere Wachstumspotenziale für KOMSA ergeben, das Unternehmen kann weiter von der positiven Entwicklung des deutschen und polnischen Ict-Marktes profitieren. Hier lassen die positiven Konjunkturaussichten weitere positive Impulse auf das Konsumklima erwarten. In der aktuellen Konjunkturumfrage in der ict-Branche hat der Hightech-Verband BITKOM festgestellt, dass die Unternehmen der Branche von einer weiteren Verbesserung des Geschäftsklimas ausgehen. 11

11 bitkom e. V.: Branchenbarometer unter https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/Branchenbarometer/.

Veröffentlichte Daten zur Prognose für die Entwicklung der polnischen Wirtschaft zeigen ein Wachstum von 3,7 % im Jahr 2017 und durchschnittlich 3,4 % pro Jahr zwischen 2018 und 2019. Dabei bleibt nach Meinung der Experten der private Konsum die Antriebskraft der polnischen Wirtschaft. Das wirkt auch auf den Wirtschaftssektor "IT und Kommunikation". 12 Der Umsatz mit Telekommunikationsgeräten im Einzel- und Großhandel in Polen wächst seit 2014 stetig, auch die Prognosen für 2017 und 2018 zeigen hier Wachstumserwartungen. 13

Der Konzernbereich ,Advancing Distribution' plant stabile Umsatzerlöse. Im anhaltenden Konzentrationsprozess wird sich die Distribution von KOMSA weiter als stabiler und leistungsfähiger Partner für Kunden und Produzenten profilieren. Dazu wird das Spektrum von zu bedienenden Vertriebskanälen und von angebotenen Produktsortimenten weiter ausgebaut. Aufgrund der Umsetzung der strategischen Ziele Unabhängigkeit und Profitabilität plant KOMSA Rückgänge bei margenschwachen Kundengruppen, die durch die geplante Steigerung des Geschäfts mit einer größeren Anzahl anderer Kunden kompensiert werden. Die Umsetzung dieser Planung führt wiederum zu steigenden Margen im Unternehmensbereich ,Advancing Distribution'.

In den folgenden Geschäftsjahren werden sich auch weitere Wachstumspotenziale für den Konzernbereich ,Cooperation' ergeben. Im B2C-Bereich kann KOMSA von der Entwicklung des deutschen ict-Marktes profitieren. Zum einen kann KOMSA dabei im Wettbewerb mit anderen Kooperationen die Qualitätsführerschaft weiter ausbauen und dadurch Marktanteile gewinnen. Zum anderen wird KOMSA weiter konsequent an der Umsetzung der eCommerce-Strategie arbeiten und dadurch Endverbraucher vom reinen Online-Einkauf zum Kaufen im Fachhandel bewegen. Dabei ist die Stellung der Kooperation von KOMSA im Markt stark durch das Verhalten von Endverbrauchern bestimmt. Hier lassen die positiven Konjunkturaussichten weitere positive Impulse auf das Konsumklima in Deutschland schließen. In der aktuellen Konjunkturumfrage in der ict-Branche hat der Hightech-Verband Bitkom festgestellt, dass die Unternehmen der Branche von einer weiteren Verbesserung des Geschäftsklimas ausgehen. 14 Auch im Bereich B2B wird der Bereich weiter wachsen, dazu wird die Key Account Betreuung weiter ausgebaut, um Wachstum bei Bestandskunden und Neukundenakquise zu intensivieren. Außerdem sollen neue Marktchancen durch aktive Bearbeitung des Konzepts "Digitalisierung im Handel" und durch zusätzliche Aktivitäten in der Breitbandvermarktung für Geschäftswachstum sorgen.

Der Konzernbereich ,Business Process Services' plant ein Umsatzwachstum von 4 %. KOMSA hat sich als leistungsfähiger Outsourcing-Partner etabliert, Grundlage der Planung sind konkrete Ansätze zur Ausweitung des Bestandskundengeschäftes und zur Akquise neuer Dienstleistungskunden. Der in 2016 umgesetzte Dienstleistungsvertrag mit einem großen Netzbetreiber trägt maßgeblich zur positiven Prognose bei. Die notwendigen Voraussetzungen zur Realisierung des Wachstums wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch organisatorische Veränderungen und Ressourcenaufbau geschaffen.

Die vorhandenen Reparaturverträge stellen sicher, dass das geplante Reparaturvolumen im Konzernbereich ,Repair` im Geschäftsjahr 2017/2018 erreicht werden kann. KOMSA hat Reparaturverträge mit neuen Herstellern abgeschlossen bzw. befindet sich im Abschluss der Vertragsverhandlungen. Auch bei der Kundenbasis, die zu reparierende Geräte einschickt, sind weitere Kundenverträge abgeschlossen bzw. in Vorbereitung. Das Volumen aus diesen Reparaturverträgen ist ebenfalls in die Planung der folgenden Geschäftsjahre eingeflossen.

In der Vermarktung der Dienstleistung "Datenrettung" ergeben sich weitere Potentiale aufgrund der steigenden Nachfrage nach fachgerechter und sicherer Wiederherstellung verlorengegangener Daten von Smartphones und Tablets. Nach außen legt der Konzernbereich den Fokus auf die weitere Verbesserung der online-Aktivitäten und auf die weitere Steigerung des über diesen Kanal generierten Geschäftes. Intern liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Optimierung der Reparaturprozesse und der vor- und nachgelagerten Prozesse. Ziel ist hier, die Durchlaufzeiten zu verkürzen und mit schlanken und flexiblen Reparaturkapazitäten zu arbeiten. Der Konzernbereich ,Repair' sieht sich in der Lage, die geplanten und prognostizierten Volumen- und Ergebniskennzahlen im folgenden Geschäftsjahr zu erreichen.

Die positiven Prognosen für den polnischen ict-Markt bilden die Grundlage für geplantes Wachstum im Konzernbereich ,International Business'. Schwerpunkte sind dabei die Ausweitung des angebotenen Portfolios vor allem durch ein umfangreicheres Dienstleistungsangebot sowie die Konzentration auf die Kundenkanäle "Net Operators", "B2B" und "Independent Dealers". Durch gezielteres Management des working capitals werden die Kosten für Finanzierung und Handling anteilig sinken, so dass der Konzernbereich in Summe höhere Ergebnisse zum Gesamterfolg des Konzerns beitragen wird.

12 Quelle: gtai - Germany Trade & Invest "Wirtschaftsausblick Mai 2017 - Polen", Berlin, 17. Mai 2017
13 Quelle: https://de.statista.com/prognosen/und dort ausgewiesene Analysen
14 bitkom e. V.: Branchenbarometer unter https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/Branchenbarometer/

Der Konzernbereich ,Systems & Solutions' plant weiteres Wachstum auf Basis der Marktentwicklung, Treiber wird hier außerdem die technologische Entwicklung neuer Kommunikationslösungen durch die Produzenten sein. Impulse für die geplante Umsatzsteigerung werden aus dem noch stärkeren Fokus auf das Dienstleistungs- und Lösungsgeschäft erwartet. Aus dem geplanten Umsatzwachstum bei annähernd gleicher Kostenstruktur ergibt sich eine Steigerung der Ergebnisse dieses Konzernbereichs.

Die Aufbauorganisation des KOMSA-Konzerns wurde weiterentwickelt, durch die noch klarere Definition der Verantwortungsbereiche innerhalb der Organisation wurde die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Die Vernetzung von Business Lines und Support Units wurde damit organisatorisch verbessert und bildet ebenfalls die Grundlage für die noch engere Einbindung der polnischen Tochterunternehmen in den Konzernverbund.

Parallel zu den beschriebenen Erwartungen bezüglich Markt- und Umsatzentwicklung wird KOMSA weiterhin mit optimierten Prozessen und Kostenstrukturen arbeiten. KOMSA plant im Mix der verschiedenen Konzernbereiche mit relativ stabilen Deckungsbeiträgen. Ergebniseffekte ergeben sich aus den Maßnahmen im Rahmen der 25-Jahr-Feierlichkeiten, hierfür sind einmalige Kosten in Höhe von 1,2 Mio. EUR geplant. Durch das breite, risikoarme Leistungsportfolio sowohl im Distributions-als auch im Dienstleistungsbereich sieht sich KOMSA in der Lage, die für 2017/2018 und 2018/2019 gesetzten Ziele zu erreichen.

Die Konzernplanung geht unter Berücksichtigung der beschriebenen Annahmen davon aus, dass KOMSA im Geschäftsjahr 2017/2018 eine annähernd konstante Konzern-Gesamtleistung erreichen wird. Die Investitionen der Vorjahre sind fertiggestellt und wirken durch die Erhöhung von Abschreibungen, Finanzierungs- und Betriebskosten ertragsmindernd. Dies und die oben beschriebenen Effekte einmaliger Kosten haben zur Folge, dass das Ergebnis vor Ertragsteuern im kommenden Geschäftsjahr auf 14,5 Mio. EUR sinken wird.

 

Hartmannsdorf, 23. Juni 2017

Der Vorstand

gez. Dr.-Ing. E.h. Bernt Gunnar Alben Grosse, Vorsitzender

gez. Jürgen Unger, Operativer Vorstand

Konzernbilanz zum 31. März 2017

AKTIVA

31.03.2017
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.580.881,00 3.409.068,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.389.458,64 1.609.994,54
3. Geleistete Anzahlungen 448.652,66 230.645,48
  5.418.992,30 5.249.708,02
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.719.589,89 33.565.894,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.831.823,00 1.023.034,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.489.846,10 3.632.783,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.416.703,36 12.926.921,95
  62.457.962,35 51.148.634,45
  67.876.954,65 56.398.342,47
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.711.854,94 6.411.225,97
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.350.321,08 849.806,61
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 81.318.863,41 73.705.320,65
4. Geleistete Anzahlungen 297.169,31 0,00
  90.678.208,74 80.966.353,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.419.612,20 73.170.352,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 633,93 1.671,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.132.884,31 16.712.263,60
  74.553.130,44 89.884.287,40
III. Wertpapiere    
Sonstige Wertpapiere 147.245,37 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.935.862,54 9.991.484,75
  188.314.447,09 180.842.125,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.061.429,35 1.226.284,20
D. Aktive latente Steuern 354.373,95 278.954,31
  257.607.205,04 238.745.706,36

PASSIVA

   
  31.03.2017
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.511.780,00 1.511.780,00
abzüglich Nennbetrag eigener Aktien -2.174,00 -2.124,00
  1.509.606,00 1.509.656,00
II. Kapitalrücklage 560.581,96 560.581,96
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 17.028,50 17.028,50
2. Andere Gewinnrücklagen 58.019.104,88 45.100.317,51
  58.036.133,38 45.117.346,01
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -427.676,86 -529.337,10
V. Konzernbilanzgewinn 14.434.702,76 16.515.322,83
  74.113.347,24 63.173.569,70
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen 3.967.375,01 4.206.815,81
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 238.507,76 197.663,64
2. Steuerrückstellungen 318.895,00 18.395,00
3. Sonstige Rückstellungen 30.504.363,36 31.260.715,33
  31.061.766,12 31.476.773,97
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.503.151,58 75.527.248,49
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 571.692,74 1.283.208,33
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.829.931,82 53.612.690,37
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 346.638,29 146.163,06
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.196.102,24 9.319.225,64
davon aus Steuern: EUR 5.100.775,43 (Vj. EUR 8.116.255,51)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 289.200,16 (Vj. EUR 315.927,36)    
  148.447.516,67 139.888.535,89
E. Rechnungsabgrenzungsposten 17.200,00 10,99
  257.607.205,04 238.745.706,36

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017

2016/2017
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 1.206.688.308,99 1.185.537.563,82
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 298.336,15 1.169.235,79
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.649.519,90 1.683.967,16
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.796.774,16 9.790.428,56
  1.214.432.939,20 1.198.181.195,33
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -941.570.770,89 -972.679.459,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -146.187.623,87 -106.568.238,92
  -1.087.758.394,76 -1.079.247.698,88
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -47.413.126,24 -44.960.636,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -8.811.153,14 -8.505.684,00
davon für Alterversorgung: EUR 95.986,46 (Vj. EUR 121.718,22)    
  -56.224.279,38 -53.466.320,23
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.032.289,50 -5.114.024,44
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -45.772.324,60 -36.659.412,61
  18.645.650,96 23.693.739,17
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 143.132,18 101.541,37
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.754.753,49 -3.663.921,81
davon an verbundene Unternehmen: EUR 136.044,63 (Vj. EUR 107.911,09)    
  -3.611.621,31 -3.562.380,44
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.193.646,85 -5.720.257,27
12. Ergebnis nach Steuern/Konzernjahresüberschuss 10.840.382,80 14.411.101,46
13. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.515.322,83 15.393.584,13
14. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -12.921.002,87 -6.042.005,96
15. Ausschüttung 0,00 -7.247.356,80
16. Konzernbilanzgewinn 14.434.702,76 16.515.322,83

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016/2017

Allgemeine Hinweise

Die KOMSA Kommunikation Sachsen AG (kurz: "KOMSA") ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter HR B 17771 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 298 i. V. m. § 266 und § 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der KOMSA alle konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KOMSA unmittelbar und mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:

Nr. Gezeichnetes Kapital Anteil
TEUR in % gehalten von
KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf (1) 1.512    
Unmittelbare Beteiligungen        
w-support.com GmbH, Hartmannsdorf (2) 250 100 (1)
w-support.pl Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   131 20 (1)
KOMSA Polska Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   261 100 (1)
Noritel Mobile Kommunikation GmbH, Hartmannsdorf   52 100 (1)
aetka Communication Center Aktiengesellschaft, Hartmannsdorf (3) 50 100 (1)
aetka Communication Center Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   15 10 (1)
Komsa Data & Solutions GmbH, Hartmannsdorf   50 100 (1)
Saxonum GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
IKOMSA Systems GmbH, Mühlau   25 100 (1)
mercum Logistik GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
Verni Versicherungsoptimierung und Risikomanagement Sachsen GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
Kapps GmbH, Chemnitz   50 100 (1)
KOMSA Field Service GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
KOMSA NordWest GmbH, Kamen   100 100 (1)
Revived Products GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
TYSKCOM GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
KOMSA Garage GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
Telsax GmbH, Chemnitz   25 100 (1)
KOMSA Advancing Distribution Europe GmbH,        
Hartmannsdorf   25 100 (1)
KOMSA Business Process Services Europe GmbH, Hartmannsdorf   25 100 (1)
Mittelbare Beteiligungen        
w-support.pl Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   131 80 (2)
aetka Communication Center Sp. z o.o., Wroclaw, Polen   15 90 (3)

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen werden nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung wird entsprechend den Bestimmungen des § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen.

Die Kapitalkonsolidierung für erstmals in den Konzernabschluss einzubeziehende Gesellschaften erfolgt entsprechend § 301 Abs. 2 HGB auf den Erwerbszeitpunkt bzw. den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Ausleihungen sowie andere Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Die Leistungsbeziehungen zwischen den Konzerngesellschaften erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Etwaige Zwischenergebnisse auf konzerninterne Lieferungen und Leistungen wurden im Hinblick auf deren nur untergeordnete Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht eliminiert.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen, nicht in Euro bilanzierenden Unternehmen wird gemäß DRS 14 (Währungsumrechnung) nach der Stichtagskursmethode durchgeführt. Danach erfolgt die Umrechnung des in die Erstkonsolidierung eingegangenen Eigenkapitals zum Mittelkurs des Zeitpunkts der Erstkonsolidierung. Sämtliche übrige Posten der Bilanz werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages angesetzt.

Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in einen gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen sind neben Personaleinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die aktivierten Eigenleistungen beinhalten Personalkosten sowie anteilige Gemeinkosten.

Bei den planmäßigen Abschreibungen wird im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:

• Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre,
• Gebäude und Grundstückseinrichtungen 10 bis 50 Jahre,
• Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre,
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 1.000 wurden in den Geschäftsjahren 2007/2008 bis 2009/2010 als GWG-Pool aktiviert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410 im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang aus dem Anlagevermögen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden ausgewählte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 410 teilweise aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das betrifft vorrangig Einrichtungsgegenstände, die in größeren Stückzahlen angeschafft wurden.

In Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen werden in einem Sonderposten für erhaltene Zuschüsse ausgewiesen, der über die Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst wird.

Das Vorratsvermögen (Bestände an Rohstoffen und Waren) wurde zu Anschaffungskosten nach der Methode des gewogenen Durchschnitts, vermindert um Boni, Rabatte und Skonti, bewertet. Um den Bestandsrisiken Rechnung zu tragen, sind, soweit dies erforderlich war, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (Marktpreis) vorgenommen worden. Die unfertigen Leistungen sowie fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bestehend aus Fertigungs-, Material- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie angemessenen Teilen der jeweiligen Gemeinkosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung mit 0,75 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen Rechnung getragen worden.

Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Der Betrag der Pensionsrückstellungen resultiert aus der Saldierung der Pensionsverpflichtungen (TEUR 843) mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 605). Die Ermittlung der Sollwerte der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bei einem Zinssatz von 3,94 %. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Fluktuation und Rentendynamik wurden aufgrund des Kreises der Berechtigten nicht berücksichtigt. Aufgrund des im März 2016 in Kraft getretenen Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie (statt Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes Verwendung eines Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes) betrug der maßgebende Zinssatz 3,94 % statt 3,12 %. Das führte zu einer Entlastung von TEUR 107. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert (auf einem aktiven Markt zustande gekommener Preis). Die Anschaffungskosten betragen TEUR 483.

Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken - unter Berücksichtigung von angemessenen Kostensteigerungen - und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Rückstellungen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert; Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.03.2017
TEUR
31.03.2016
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.419 73.170
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Forderungen gegenüber Gesellschafter) 1 2
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 13.133 16.712
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 287 324
  74.553 89.884

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 766 (Vj. TEUR 511), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um noch nicht fällige Vorsteuererstattungsansprüche. Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktive latente Steuern

Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen für selbsterstelltes immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen und ihren steuerlichen Wertansätzen, welche sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 311 mit aktiven latenten Steuern aus Wertansatzunterschieden der Vorräte, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen sowie Grundstücken und Bauten in Höhe von TEUR 665 saldiert, so dass per Saldo aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 354 ausgewiesen werden. Es wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag umfasst das Eigenkapital das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB, die Gewinnrücklagen, die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und den Konzernbilanzgewinn.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft bestand das gesamte Geschäftsjahr 2016/2017 aus 1.511.780 Stück vinkulierten Namensaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00. Davon wurde der Nennwert der eigenen Anteile (EUR 2.174,00) offen abgesetzt.

Der Bestand an eigenen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Stück
Stand am 1. April 2016 2.124
Rückkauf von Aktien 50
Stand am 31. März 2017 2.174

Gemäß der Rahmenzusage über eine Mitarbeiterbeteiligung fallen die einem Arbeitnehmer gewährten Aktien im Falle des Ausscheidens aus der Gesellschaft bzw. einem verbundenen Unternehmen, soweit das Beschäftigungsverhältnis nicht mindestens fünf Jahre bestand, entschädigungslos in das Eigentum der Gesellschaft zurück. Im Berichtszeitraum sind 50 Aktien aufgrund des Ausscheidens von Mitarbeitern in das Eigentum der Gesellschaft übergegangen bzw. wurden von der Gesellschaft entgeltlich zum Preis von 45,31 EUR/Aktie erworben.

Der Anteil der eigenen Aktien entspricht 0,14 % des gezeichneten Kapitals.

Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt zum 31. März 2017 unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 560.581,96.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage und andere Gewinnrücklagen.

Die gesetzliche Rücklage beträgt zum 31. März 2017 unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 17.028,50.

Die Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

EUR
Stand am 1. April 2016 45.100.317,51
Einstellungen aus dem Bilanzgewinn 12.921.002,87
Unterschiedsbetrag zum Nennwert der eigenen Anteile -2.215,50
Stand am 31. März 2017 58.019.104,88

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 3.594.

Entwicklung des Eigenkapitals

Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel gemäß des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 7 (DRS 7: Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis).

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital entsprechend dem Konzerneigenkapitalspiegel enthält mit TEUR 3.089 Beträge, die gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegen. Davon betreffen TEUR 2.542 Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich passiver latenter Steuern hierauf, TEUR 354 den Betrag aus der Aktivierung latenter Steuern, TEUR 87 die Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens abzüglich passiver latenter Steuern hierauf sowie TEUR 106 die Ausschüttungssperre gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 6 HGB. Für die Ausschüttung an die Gesellschafter stehen somit TEUR 68.937 zur Verfügung.

Gewinnverwendungsvorschlag Mutterunternehmen

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen zu beschließen, den im Geschäftsjahr 2016/2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn der KOMSA Kommunikation Sachsen AG in Höhe von EUR 10.188.769,14 zu 50 % zur Ausschüttung einer Dividende zu verwenden und die verbleibenden 50 % in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen (TEUR 3.967; Vorjahr: TEUR 4.207) wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB gebildet und enthält Zuschüsse für die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" geförderten Investitionsvorhaben. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt parallel zur Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 9.732), Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 3.422), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 838) und Rückstellungen für Kartenprovisionen an Händler (TEUR 10.407) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen besitzen vollständig kurzfristigen Charakter.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

31.03.2017 31.03.2016
Restlaufzeiten Gesamt
TEUR
Restlaufzeiten Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.581 59.922 28.672 75.503 27 75.500 35.500 75.527
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 572 0 0 572 1.283 0 0 1.283
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.830 0 0 65.830 53.613 0 0 53.613
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 347 0 0 347 146 0 0 146
Sonstige Verbindlichkeiten 6.196 0 0 6.1961 9.319 0 0 9.319
  88.526 59.922 28.672 148.448 64.388 75.500 35.500 139.888

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die folgenden Sicherheiten gestellt: Zugunsten der Raiffeisenbank Polska S.A.:

Abtretung von einzelnen Kundenforderungen der KOMSA Polska Sp. z o.o.

Die Höhe der abgetretenen Forderungen und der Betrag der gesicherten Verbindlichkeiten betrugen zum 31. März 2017 TEUR 10.287.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bestehen gegenüber den Gesellschaftern.

Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 15 HGB

Bestehende Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden durch die Nutzung unterschiedlicher Sicherungsinstrumente und Zahlungsbedingungen minimiert. Mit dem Einsatz von Derivaten werden vorhandene Zinsänderungsrisiken abgesichert. Offene Fremdwährungspositionen in USD werden nur in geringem Umfang und über sehr kurze Zeiträume eingegangen. Zur Sicherung des aktuellen Kursniveaus wurden Devisentermingeschäfte in PLN abgeschlossen. Weiterhin erfolgte der Abschluss eines Rohwarenswaps zur Sicherung des Dieselpreises. Vorhandene Finanzderivate werden laufend überwacht und bewertet.

Zinsswaps

Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken variabel verzinster Verbindlichkeiten hat KOMSA Sicherungsgeschäfte in Form von Payer Zinsswaps und Forward Payer Zinsswaps ("zahle fix - empfange variabel") abgeschlossen. Mit Hilfe dieser Swaps werden Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte ausgeglichen, die sich aus Veränderungen der Euribor-Zinssätze ergeben. Mit den Sicherungsmaßnahmen verfolgt KOMSA das Ziel, variabel verzinste Finanzierungsverbindlichkeiten in festverzinsliche zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind hierbei kein Bestandteil der Sicherung.

a) macro-hedges

KOMSA hat zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken sogenannte macro-hedges getätigt. Mit Hilfe dieser Sicherungsmaßnahmen wird eine Gruppe aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsinstrumente wird prospektiv und retrospektiv überprüft und dokumentiert.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.500 abgeschlossen. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Deutsche Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 73 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Juni 2016 und endet am 30. Juni 2020.

Mit Vertrag vom 18. März 2014 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein For-ward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 5.000 abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 117 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 4. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2018.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein For-ward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.500 abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 122 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 30. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2021.

Mit Vertrag vom 16. Juli 2012 wurde mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 10.000 abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 70 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 12. Juli 2013 und endet am 13. Juli 2017.

Mit Vertrag vom 18. März 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 5.000 abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 203 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 4. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2019.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der UniCredit Bank AG, München, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.500 abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die UniCredit Bank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 94 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 31. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020.

Mit Vertrag vom 19. August 2014 wurde mit der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf, ein Forward Payer Swap mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.500 abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde durch die IKB Deutsche Industriebank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 92 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 31. Dezember 2016 und endet am 31. Dezember 2020.

Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (macro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet.

b) micro-hedges

Im Rahmen der Emission des Schuldscheindarlehens (SSD) wurden seitens der Investoren TEUR 1.000 mit einem variablen Kupon gezeichnet. Diese TEUR 1.000 haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Zur Absicherung der hieraus entstehenden Zinsrisiken schloss KOMSA einen For-ward Payer Swap mit der Commerzbank AG am 16. Juli 2012 ab. Dieser ist als micro-hedge einzustufen, da er im Volumen und Fälligkeit den zugrundeliegenden Basisgeschäften entspricht. Für dieses Finanzinstrument wurde durch die Commerzbank AG unter Verwendung eigener MTM-Modelle ein negativer beizulegender Wert in Höhe von insgesamt TEUR 41 zum 31. März 2017 ermittelt. Die Absicherung begann am 12. Juli 2013 und endet am 15. Juli 2019.

Die Zahlungsstromrisiken der zugrundeliegenden Finanzierungen werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Mit der daraus abgeleiteten Bildung einer Bewertungseinheit (micro-hedge) wurde unter Verwendung der Einfrierungsmethode auf einen bilanziellen Ausweis der Wertänderungen der Einzelgeschäfte sowie der Sicherungsinstrumente verzichtet.

Devisentermingeschäfte

Auf Basis der Abwicklung eines geringen Geschäftsanteils in USD hat KOMSA zum Stichtag mehrere Devisentermingeschäfte mit der Deutschen Bank AG abgeschlossen. Diese dienen der Reduzierung von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge (Kundenseite) sowie Bestellungen (Lieferantenseite) gekoppelt. Der kumulierte negative Marktwert dieser Geschäfte betrug zum 31. März 2017 auf Basis des MTM-Modells TEUR 1.

Auf Basis der Abwicklung eines geringen Geschäftsanteils in USD hat KOMSA mehrere Devisenswapgeschäfte mit der Deutschen Bank AG abgeschlossen. Diese dienen der Reduzierung von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge (Kundenseite) sowie Bestellungen (Lieferantenseite) gekoppelt. Der kumulierte positive Marktwert dieser Geschäfte betrug zum 31. März 2017 auf Basis des MTM-Modells TEUR 4.

Auf Basis der Abwicklung eines Teiles des Geschäftsumfangs in EUR und USD haben die KOMSA Polska Sp. und die w-support.pl Sp. mehrere Devisentermingeschäfte zur Reduzierung von Währungsrisiken abgeschlossen. Die Transaktionen wurden über die Raiffeisen Polbank S.A. und die Deutsche Bank Polska S.A. abgewickelt. Der kumulierte Marktwert der Geschäfte betrug zum 31. März 2017 auf Basis der MTM-Methode umgerechnet TEUR 145.

Rohwarenswap

Im Rahmen des Fuhrparkmanagements und dem damit verbundenem Leasing von Dieselfahrzeugen wurde für einen Teil der zu tankenden Dieselmenge eine Sicherung des Rohdieselpreises mit der Commerzbank AG vorgenommen.

Mit Vertrag vom 19. Januar 2016 erfolgte die Sicherung des Rohdieselölpreises mit einem Rohwarenswap. Der Swap hat eine Laufzeit vom 1. April 2016 bis zum 29. März 2018 und eine kumulierte Bezugsmenge von 102 metrischen Tonnen der Rohware. Eine metrische Tonne entspricht einer Menge von 1.183 Liter Rohdieselöl. Bezogen auf einen Monat wurden 8,5 metrische Tonnen gleich 10.056 Liter gesichert. Der kumulierte positive Marktwert zum 31. März 2017 beträgt TEUR 12.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2017/2018
TEUR
2018/2019
TEUR
2019/2020 ff.
TEUR
Miet- und Pachtverträge 84 38 0
Kfz-Leasing 655 383 124
IT-Leasing 888 711 642
Bestellobligo 105.423 0 0
  107.050 1.132 766

Außerbilanzielle Geschäfte

KOMSA hat gemeinsam mit der w-support, der aetka AG und der KOMSA Systems GmbH einen Rahmenvertrag vom 14. Dezember 2007 (zuletzt geändert am 24. März 2017) mit Elektra Purchase No. 17 S. A., Luxemburg, zu einem täglich revolvierenden, stillen Forderungsverkauf abgeschlossen. Wesentlicher Inhalt ist der regresslose Verkauf von jeweils definierten Einzelforderungen, wodurch der Gesellschaft kurzfristig Liquidität bereitgestellt wird. Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für KOMSA nicht. Im Geschäftsjahr 2016/2017 ergibt sich aus dem o. g. Rahmenvertrag ein Netto-Finanzmittelzufluss von TEUR 11.855.

Des Weiteren hat die KOMSA einen Factoringvertrag mit der Markant Finanz AG vom 7. Januar 2016 abgeschlossen. Inhalt ist der Verkauf von Forderungen gegenüber den Mitgliedern der Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG (Zentralregulierer), wodurch der KOMSA vorfristig Liquidität zufließt. Die Markant Finanz AG trägt dabei für die von ihr angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors (Delkredere). Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für KOMSA nicht. Im Geschäftsjahr 2016/2017 betrug der Saldo zum 31. März 2017 TEUR 3.237.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. März 2017 bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB:

Für die w-support.com GmbH, Hartmannsdorf eine Unternehmensgarantie gegenüber Telefonica Germany bis zu einem Betrag in Höhe von TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000), eine Unternehmensgarantie gegenüber Huawei bis zu einem Betrag in Höhe von TEUR 100 sowie eine Unternehmensgarantie gegenüber ZTE bis zu einem Betrag in Höhe von TEUR 65.

Aufgrund der aktuellen Geschäftsaussichten wird das Risiko der Inanspruchnahme auf 10 % beziffert.

Für die Komsa Polska Sp. z o.o., Wroclaw/Polen Unternehmensgarantien gegenüber Banken bis zu einem Betrag von TPLN 37.550 (Vj. TPLN 17.550) (TEUR 8.890; Vj. TEUR 4.155)

Auf Grund der aktuellen Geschäftsaussichten wird das Risiko der Inanspruchnahme auf 20 % beziffert.

Des Weiteren besteht zum 31. März 2017 eine selbstschuldnerische Bürgschaft für einen fremden Dritten über TEUR 5.

Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur dargestellten Kapitalflussrechnung geben wir folgende Erläuterungen.

Unter den 2016/2017 getätigten Investitionen sind in Höhe von TEUR 1.548 zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle zu verzeichnen.

Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich die liquiden Mittel.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2016/2017 2015/2016
TEUR % TEUR %
a) nach Tätigkeitsbereichen        
Handel mit Telekommunikationshardware 1.005.679 82,9 1.026.750 85,7
Dienstleistungserlöse im Kartengeschäft 148.642 12,2 111.560 9,3
Service- und Repairleistungen 57.490 4,7 55.997 4,7
Übrige Dienstleistungserlöse 36.358 3,0 29.368 2,5
  1.248.169 102,8 1.223.675 102,2
Gewährte Skonti, Boni, Erlösschmälerungen 41.481 3,4 38.137 3,2
Umsatzerlöse 1.206.688 99,4 1.185.538 99,0
Sonstige Erlöse 7.745 0,6 12.643 1,0
Gesamtleistung 1.214.433 100,0 1.198.181 100,0
b) nach Regionen        
Inland 1.011.987 83,4 991.610 82,8
Polen 105.802 8,7 104.208 8,7
Restliches Ausland 88.899 7,3 89.720 7,5
Umsatzerlöse 1.206.688 99,4 1.185.538 99,0

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des HGB in der Fassung des BilRUG und der damit einhergehenden Änderung des § 277 Abs. 1 HGB sind die Umsatzerlöse mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar. Die Umsatzerlöse des Vorjahres hätten unter Anwendung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG TEUR 1.187.329 betragen (Erhöhung um TEUR 1.791, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind).

Periodenfremde und neutrale Erträge

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt periodenfremde und neutrale Erträge in Höhe von TEUR 1.414 (Vj. TEUR 1.478) zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 572 (Vj. TEUR 94) u. a. aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 626 (Vj. TEUR 867) und um die Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 90 (Vj. TEUR 432). Darüber hinaus wurden Zuschüsse der Agentur für Arbeit in Höhe von TEUR 71 (Vj. TEUR 53) erzielt.

Periodenfremde und neutrale Aufwendungen

Die Aufwendungen für Vorjahre betragen TEUR 421 (Vj. TEUR 40) und betreffen u. a. Verwaltungsaufwendungen.

Fremdwährungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne von TEUR 256 (Vj. TEUR 32) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste von TEUR 147 (Vj. TEUR 457) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit TEUR 69 (Vj. TEUR 18) Aufwendungen aus der Anpassung passiver latenter Steuern sowie mit TEUR 144 (Vj. TEUR 123 Aufwendungen) Erträge aus der Anpassung der aktiven latenten Steuern enthalten. Die latenten Steuern resultieren ausschließlich aus dem unterschiedlichen bilanziellen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden nach handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen. Des Weiteren bestehen periodenfremde Erträge für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr Aufwendungen TEUR 38).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2016/2017 waren 1.660 (Vj. 1.537) angestellte Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Vorstandsmitglieder) im Konzern beschäftigt. Außerdem beschäftigte der Konzern durchschnittlich 96 ständige Aushilfen.

Organe

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2016/2017 die folgenden Personen an:

Herr Dr.-Ing. E.h. Bernt Gunnar Alban Grosse, Vorsitzender

Herr Jürgen Unger.

Herr Dr.-Ing. E.h. Bernt Gunnar Alban Grosse war im Geschäftsjahr 2016/2017 als Vorstandsvorsitzender der Muttergesellschaft, Herr Jürgen Unger als operativer Vorstand tätig.

Unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB werden keine Gesamtbezüge der Geschäftsführung angegeben, da aus dieser Angabe Rückschlüsse auf Einzelbezüge gezogen werden könnten.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2016/2017 die folgenden Personen an:

Frau Kerstin Grosse Vorsitzende
(Geschäftsführerin Curtis Hof GmbH, Hartmannsdorf),  
Herr Jürgen Fuchs stellv. Vorsitzender
(Security Manager der KOMSA),  

Mit der Hauptversammlung am 20. September 2016 ausgeschieden ist

Frau Antje Möller-Hübner (Syndikusanwältin bei KOMSA),

neues Mitglied im Aufsichtsrat ist seit 20. September 2016

Herr Dr. Nikolaus Petersen, Rechtsanwalt, Leipzig

Aufsichtsratsvergütungen sind im Geschäftsjahr 2016/2017 in Höhe von TEUR 20 gezahlt worden.

Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Kredite.

Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Abschlussprüferhonorar

Der Konzernabschluss wird durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, geprüft. Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2016/2017 betrifft:

Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 172),

andere Bestätigungsleistungen (TEUR 38),

Steuerberatungsleistungen (TEUR 102).

Befreiung von der Offenlegung

Die Vorschrift des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung von der Offenlegung wurde auf alle inländischen Tochtergesellschaften angewendet. Die Zustimmungen der Gesellschafterversammlungen zur Befreiung von der Offenlegung wurden entsprechend § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

 

Hartmannsdorf, 23. Juni 2017

Der Vorstand

gez. Dr.-Ing. E.h. Bernt Gunnar Alban Grosse, Vorsitzender

gez. Jürgen Unger, Operativer Vorstand

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.04.2016
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Währungsdifferenz
TEUR
Stand am 31.03.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.717 1.382 0 164 0 9.263
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.653 775 713 -54 2 9.663
3. Geleistete Anzahlungen 231 347 19 -110 0 449
  17.601 2.504 732 0 2 19.375
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.777 8.721 0 12.217 9 66.724
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.923 1.943 5 181 0 9.042
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.043 3.445 662 69 1 14.896
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.927 1.003 52 -12.467 6 1.417
  77.670 15.112 719 0 16 92.079
  95.271 17.616 1.451 0 18 111.454
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.04.2016
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Währungsdifferenz
TEUR
Stand am 31.03.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.308 1.374 0 0 5.682
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.043 941 713 3 8.274
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
  12.351 2.315 713 3 13.956
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.211 1.791 0 2 14.004
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.900 315 5 0 6.210
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.411 1.611 618 3 9.407
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  26.522 3.717 623 5 29.621
  38.873 6.032 1.336 8 43.577
Buchwerte
Stand am 31.03.2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.581 3.409
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.389 1.610
3. Geleistete Anzahlungen 449 231
  5.419 5.250
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.720 33.566
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.832 1.023
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.489 3.632
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.417 12.927
  62.458 51.148
  67.877 56.398

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016/2017

2016/2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis 10.840 14.411
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.032 5.114
Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen -716 3.281
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-) -239 -464
Zahlungsunwirksame Erträge (-)/Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung -10 113
Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.691 -12.663
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.052 -7.541
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 85 40
Zinsaufwendungen für Finanzierungstätigkeit 1.784 1.659
Ertragsteueraufwand 4.194 5.720
Ertragsteuerzahlungen -4.026 -6.427
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 30.687 3.243
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 9
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.594 -3.082
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 30 260
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -13.474 -13.169
Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren 0 34
Einzahlungen aus der kurzfristigen Finanzmittelanlage 220 0
Auszahlungen aus der kurzfristigen Finanzmittelanlage -216 -146
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.034 -16.094
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0 51.527
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -24 -23.986
Gezahlte Zinsen -1.784 -1.659
Auszahlungen an Unternehmenseigner    
Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -7.247
Erwerb eigene Anteile -2 -14
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.810 18.621
Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittelfonds 12.843 5.770
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 102 -525
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.991 4.746
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.936 9.991
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 22.936 9.991

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2016/2017

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31.03.2015 1.511.780,00 560.581,96 53.719.535,03
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 -14.179,20
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 -7.247.356,80
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 14.411.101,46
Stand am 31.03.2016 1.511.780,00 560.581,96 60.869.100,49
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 -2.215,50
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 10.840.382,80
Stand am 31.03.2017 1.511.780,00 560.581,96 71.707.267,79
Mutterunternehmen
Kumuliertes Konzernergebnis übriges
Ausgleichsposten Fremdwährungs
EUR
Andere neutrale Transaktionen
EUR
Eigene Anteile
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31.03.2015 -4.852,93 763.568,35 -1.804,00 56.548.808,41
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 -320,00 -14.499,20
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 -7.247.356,80
Übrige Veränderungen -524.484,17 0,00 0,00 -524.484,17
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 14.411.101,46
Stand am 31.03.2016 -529.337,10 763.568,35 -2.124,00 63.173.569,70
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 -50,00 -2.265,50
Übrige Veränderungen 101.660,24 0,00 0,00 101.660,24
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 10.840.382,80
Stand am 31.03.2017 -427.676,86 763.568,35 -2.174,00 74.113.347,24

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der KOMSA Kommunikation Sachsen AG, Hartmannsdorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, 23. Juni 2017

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Karmann, Wirtschaftsprüfer

Kahlert, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31.03.2017, der vom Abschlussprüfer testiert und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen ist, wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27.09.2017 gebilligt.

Auszug aus der Niederschrift
über die Sitzung des Aufsichtsrates der KOMSA Kommunikation Sachsen Aktiengesellschaft
vom 27.09.2017

2. Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung der KOMSA Kommunikation Sachsen AG für das Geschäftsjahr 2016/2017

In dem Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung der KOMSA Kommunikation Sachsen AG nimmt der Aufsichtsrat Stellung zu Art und Umfang seiner Prüfung der Geschäftsführung während des Geschäftsjahres 2016/2017 und zum Ergebnis der durch den Vorstand vorgelegten und durch den Abschlussprüfer geprüften Berichte zum Jahresabschluss, Abhängigkeitsbericht und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016/2017.

Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Vorlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtet.

Der Bericht des Aufsichtsrates endet mit folgenden Erklärungen des Aufsichtsrates zum abschließenden Ergebnis seiner Prüfung:

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016/2017 (Bilanzsumme 248.357.675,94 EUR; Jahresüberschuss 10.188.769,74 EUR) nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/2017 wird ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.

Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016/2017 (Konzern-Bilanzsumme 257.607.205,04 EUR; Konzern-Bilanzgewinn 14.434.702,76 EUR) nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016/2017 wird ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat beschließt den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung der KOMSA Kommunikation Sachsen AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 einstimmig. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates wird vom Aufsichtsrat beauftragt, der Hauptversammlung diesen Bericht vorzulegen.

Die Übereinstimmung des Wortlautes mit der mir vorliegenden Abschrift vom 27.09.2017 wird hiermit bestätigt.

 

Hartmannsdorf, den 27.09.2017

Kerstin Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrates

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