Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 4024
Eingetragen
28.12.1988
Branche
Großhandel mit TextilienBeteiligungsgesellschaftenWäscherei und chemische Reinigung für Privatkunden
Gegenstand
Betrieb von Textilreinigungen und bearbeitungen aller Art, die Durchführung aller artverwandten Tätigkeiten sowie der Verleih von Textilien. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen aller Art beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Egon Seifried
seit 16.4.2018
Prokura
Albrecht Ball
seit 28.7.2017
Geschäftsführer
Barbara Horn
seit 19.1.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sitex Holding GmbH & Co. KG
Germany
4.624.650 €
90.00%
Sitex Grundbesitz GmbH & Co. KG
Germany
171.283 €
3.33%
S****** U**************
171.283 €
3.33%
M***** P***
85.642 €
1.66%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Weiss Tex GmbH

Miltenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.333,00 12.839,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.720.806,41 3.845.044,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.747.761,00 1.772.378,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.724.220,00 6.643.032,00
4. Geleistete Anzahlungen und 206.309,34 30.520,51
Anlagen im Bau 11.399.096,75 12.290.974,92
11.420.429,75 12.303.813,92
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 111.013,12 117.058,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.953.314,14 2.944.182,25
III. Kassenbestand Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.240.110,94 9.730,87
4.304.438,20 3.070.971,91
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.923,61 9.428,46
15.727.791,56 15.384.214,29

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.138.500,00 5.138.500,00
II. Kapitalrücklage 10.225,84 10.225,84
III. Gewinnvortrag 4.075.015,31 3.499.576,93
IV. Jahresüberschuss 2.231.117,64 1.017.013,81
11.454.858,79 9.665.316,58
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.178.252,00 1.014.931,00
C. VERBINDLICHKEITEN 3.094.680,77 4.703.966,71
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 1.782.896,14 (Vj. 3.497.691,27)
15.727.791,56 15.384.214,29

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 21.460.850,71 18.927.801,53
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.941.224,58 -8.543.426,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.872.732,34 -1.808.221,69
3. Abschreibungen -3.392.942,34 -3.229.181,49
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.031.681,25 -3.830.709,92
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.699,83 2.620,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -99.999,74 -82.078,68
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -858.175,34 -380.785,45
8. Ergebnis nach Steuern 2.273.794,95 1.056.018,11
9. Sonstige Steuern -42.677,31 -39.004,30
10. Jahresüberschuss 2.231.117,64 1.017.013,81

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Sitz: Miltenberg, Amtsgericht Aschaffenburg, HRB 4024

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Vorbemerkung

Der Jahresabschluss der Weiss Tex GmbH, Miltenberg, wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden basieren auf der Annahme der positiven Fortführung der Unternehmenstätigkeit und werden mit Ausnahme der in diesem Anhang gegebenenfalls genannten Änderungen unverändert zum Vorjahr angewendet.

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen

2. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen überwiegend planmäßig nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, um sie mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Die Gesellschaft hat folgende Abschreibungssätze und -methoden angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Software 20 - 33 % p. a. linear

Sachanlagen:

Bauten 2 - 4 % p. a. linear
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 50 % p. a. linear + degressiv
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 - 50 % p. a. linear + degressiv

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig abgeschrieben.

Abweichend hiervon werden die im Bereich Textil-Leasing als geringwertige Wirtschaftsgüter angeschafften Wäschestücke über 4 Jahre abgeschrieben.

3. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust bei den Liefer- und Leistungsforderungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,4 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln wird mit den Nominalwerten bilanziert.

4. Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden höheren Wert angesetzt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESBSCHLUSS

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie Fremdwährungsforderungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 2.518 (Vj. TEUR 3.626). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu 5 Jahren betragen zum Stichtag TEUR 577 (Vj. TEUR 1.078).

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf das Betriebsgrundstück, durch Sicherungsübereignungen von Maschinen und Gegenständen sowie durch Globalabtretung des Forderungsbestands gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 306 (im Vorjahr TEUR 350). Des Weiteren sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 12) enthalten.

4. Personalaufwand

Der Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthält Altersversorgungsaufwendungen von TEUR 3 (im Vorjahr TEUR 4).

III. SONSTIGE ANGABEN

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

2023 2022
Arbeiter 303 287
Angestellte 31 26
334 313

Daneben wurden 3 (im Vorjahr: 3) Auszubildende beschäftigt.

2. Geschäftsführer

Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt

Albrecht Ball, Miltenberg Personalfachkaufmann (IHK)

Es wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

3. Zulässigerweise nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen Abnahmeverpflichtungen für Energielieferungen (Gas) sowie Miet- und Leasingverpflichtungen für Maschinen, Kraftfahrzeuge und Gebäude. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

2024 2025 2026 2027 2028
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Abnahmeverpflichtung für Gaslieferungen 1.076 1.106 654 367 0
Miet- und Leasingverpflichtungen
- Kfz-Leasing 312 304 288 100 18
- Mietverträge für Gebäude/Grundstücke 99 0 0 0 0
- Maschinenleasing 595 443 348 272 0
1.006 747 636 372 18
2.082 1.853 1.290 739 18

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ist nichts zu berichten.

5. Ergebnisverwendung

Am 27. März 2024 beschlossen die Gesellschafter aus dem voraussichtlichen Gewinn 2023 einen Teilbetrag i.H.v. € 237.541,76 auszuschütten. Die Gesellschafterversammlung beschloss weiter, den verbleibenden Bilanzgewinn, bestehend aus Gewinnvortrag und Jahresüberschuss abzüglich der Ausschüttung i.H.v. € 237.541,76, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Miltenberg, den 11. Juni 2024

WEISS TEX GMBH

- Geschäftsführung -

gez. Albrecht Ball

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss wurde am 30.10.2024 festgestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.908,56 19.122,72 0,00 14.670,23 67.361,05
62.908,56 19.122,72 0,00 14.670,23 67.361,05
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.010.411,16 0,00 0,00 18.103,70 9.992.307,46
Technische Anlagen und Maschinen 4.720.532,88 169.305,00 30.520,51 0,00 4.920.358,39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.575.409,25 2.116.327,11 0,00 1.701.744,91 15.989.991,45
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.520,51 206.309,34 -30.520,51 0,00 206.309,34
30.336.873,80 2.491.941,45 0,00 1.719.848,61 31.108.966,64
30.399.782,36 2.511.064,17 0,00 1.734.518,84 31.176.327,69
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.069,56 9.161,72 13.203,23 46.028,05
50.069,56 9.161,72 13.203,23 46.028,05
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.165.366,75 124.238,00 18.103,70 6.271.501,05
Technische Anlagen und Maschinen 2.948.154,88 224.442,51 0,00 3.172.597,39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.932.377,25 3.035.100,11 1.701.705,91 10.265.771,45
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
18.045.898,88 3.383.780,62 1.719.809,61 19.709.869,89
18.095.968,44 3.392.942,34 1.733.012,84 19.755.897,94
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.333,00 12.839,00
21.333,00 12.839,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.720.806,41 3.845.044,41
Technische Anlagen und Maschinen 1.747.761,00 1.772.378,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.724.220,00 6.643.032,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 206.309,34 30.520,51
11.399.096,75 12.290.974,92
11.420.429,75 12.303.813,92

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Als erfolgreiches mittelständisches, privat geführtes Unternehmen mit einer langen Tradition in der Dienstleistung der Textilen Vollversorgung agiert die Weiss Tex GmbH im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens. Im Sinne von Gesundheit, Wohlbefinden und geschäftlichem Erfolg leisten wir eine Vollversorgung für unsere Kunden mit hygienischen, sicheren und funktionalen Textilien, Arbeits- und Schutzbekleidung sowie textile OP-Mehrweg-Abdecksysteme und OP-Mäntel. Unsere Logistik geht bis zu einer effizienten Versorgung der Verwendungsbereiche. Das Unternehmen ist als moderner Systemdienstleister für textile Vollversorgung im Gesundheits- und Sozialwesen tätig.

Unsere Leistungspalette für das Gesundheitswesen umfasst die textilen Medizinprodukte gemäß DIN EN 13795, die Berufskleidungs-Versorgung und die gesamte Stationswäsche-Versorgung. Die Leistungspalette für das Sozialwesen umfasst die Bereiche Bewohnerwäscheversorgung, die Wohnbereichswäscheversorgung und die gesamte Berufswäscheversorgung.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 (preisbereinigt) um 0,3 Prozent geringer als im Jahr 2022. Die Auftrags- und Umsatzentwicklung im Unternehmen konnte gegen den gesamtwirtschaftlichen Trend zum Vorjahr gesteigert werden.

Wie in allen Branchen verzeichnet auch die Textilbranche einen Rekordanstieg bei den Kosten, vorwiegend in den Kostenarten Personalkosten, Energie- und Textilkosten, welche aufgrund unterschiedlicher vertraglicher Regelungen nicht immer zeitnah ihrer Entstehung an die Kunden weitergegeben werden können. (https://www.dtv-deutschland.org/Kostenindex.html).

Wir konnten jedoch mit dem überwiegenden Teil unserer Kunden zum Ausgleich der bislang entstandenen Kosten entsprechende Preisanpassungen vereinbaren.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen werden nachfolgend aufgelistet:

Berichtsjahr Vorjahr
Umsatzerlöse: 24.605 TEUR 21.718 TEUR
Personalkosten: 10.814 TEUR 10.352 TEUR
Energiekosten: 1.259 TEUR 1.267 TEUR
Abschreibungen: 3.393 TEUR 3.229 TEUR
EBITDA: 6.573 TEUR 4.706 TEUR

Die coronabedingten, organisatorischen und kostentechnischen Aufwänden konnten deutlich reduziert und nahezu auf das Niveau vor dem Ausbruch des Virus zurückgefahren werden. Auch wurden die Kapazitätsfreihaltungen für mit dem Coronavirus infizierte Intensivpatienten in den Krankenhäusern nunmehr vollständig aufgelöst. Dennoch erreichten die stationären Einrichtungen im Gesundheitswesen nicht mehr vollständig die Belegungszahlen wie vor dem Corona-Ausbruch. Der Grund hierfür liegt jedoch im Personalmangel der Gesundheitseinrichtungen in Verbindung mit dem gesetzlichen Personalschlüssel für die Pflegebereiche, wonach nur so viele Patienten einer Einrichtung stationär aufgenommen werden dürfen, wie entsprechend dem Pflegepersonalschlüssel auch Personal vorhanden ist.

b) Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Ertragslage des Unternehmens im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr hat sich nach einem Rückgang im letzten Jahr wieder erholt bzw. verbessert. Diese Ertragsverbesserung kommt einerseits aus verspätet wirksamen Preiserhöhungen aus dem 3. Quartal 2022 und weiter aus Kostenoptimierungen in der Eigenenergieerzeugung sowie wirksame Umsetzungen in Automation von Prozessen. Der starke Druck auf die Marge aus dem Markt sowie die Kostenentwicklung konnten durch die weitere Straffung der Prozesse sowie Technisierung im Unternehmen aufgefangen und kompensiert werden. Hier trugen die in den vergangenen Berichtsjahren eingeleiteten sowie neuen Verbesserungsmaßnahmen (wie z.B. Erhöhung der Produkt- und Prozessstandardisierung, Erhöhung des Automationsgrad in den Aufbereitungsprozessen und in der internen Logistik, Energieoptimierungen) in hohem Maße bei. Im Berichtsjahr wurden die bereits in den vorangegangenen Berichtsjahren eingeführten Maßnahmen, u.a. Kaizen-Veranstaltungen (Prozessverschlankung), weitergeführt, um eine weitere positive Entwicklung der Prozesse sicherzustellen und neue Potentiale im Unternehmen zu identifizieren.

Der Umsatz in 2023 konnte durch Neuaufträge und Auftragserweiterungen aber auch durch die notwendig gewordenen Preisanpassungen zum Vorjahr gesteigert werden.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Textil-Leasing 19.865 80,7% 17.103 78,8%
Bewohnerwäsche 3.735 15,2% 3.357 15,5%
Wäscherei 1.227 5,0% 1.410 6,4%
Übrige 4 0,0% 4 0,0%
24.831 100,9% 21.874 100,7%
Erlösschmälerungen -226 -0,9% -156 -0,7%
24.605 100,0% 21.718 100,0%
Abweichung
TEUR %
Textil-Leasing 2.762 16,2%
Bewohnerwäsche 378 11,3%
Wäscherei -183 -13.0%
Übrige - -
2.957 13,5%
Erlösschmälerungen 70 44,9%
2.887 13,3%

Erfreulich sind die positiven Entwicklungen nahezu in allen Dienstleistungsbereichen. Die Umsatzsteigerungen beruhen im Wesentlichen auf den bereits erwähnten Neuaufträgen sowie den Preiserhöhungen.

Im Berichtsjahr wurde damit ein Ergebnis von TEUR 2.231 gegenüber TEUR 1.017 im Vorjahr erzielt.

Der Rohertrag stieg im Berichtsjahr auf TEUR 21.461 nach TEUR 18.928 im Vorjahr. Die Rohertragsmarge ist im Vergleich zum Vorjahr mit rd. 87% konstant geblieben.

Die Personalkosten erhöhten sich absolut um TEUR 462 bzw. 4,47 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, was auf die Zunahme des Personals aufgrund des höheren Auftragsvolumens zurückzuführen ist. Bezogen auf die im Jahresdurchschnitt beschäftigten 334 (Vorjahr 313) Mitarbeiter entspricht dies einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Aufwand von TEUR 32,4 gegenüber TEUR 33,1 im Vorjahr. Die hier erzielten Verbesserung geht mit den bereits genannten Produktivitätssteigerungen einher.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 164 (5,07 %) gestiegen, bedingt durch hohe Investition in den Jahren 2021 und 2022. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 201 gestiegen, resultierend insbesondere durch in Höhe von TEUR 246 höhere Instandhaltungskosten, bei gleichzeitig um TEUR 144 geringeren Leasingaufwendungen.

Das EBIT liegt im Berichtsjahr bei TEUR 3.180 gegenüber dem Vorjahresvergleichswert von TEUR 1.477.

Das EBITDA beträgt TEUR 6.573 gegenüber TEUR 4.706.

Die Finanzlage ist als stabil zu beurteilen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte TEUR 5.624 nach TEUR 4.246 im Vorjahr. In Textilien und Anlagen wurden im Berichtsjahr TEUR 2.492 (Vorjahr TEUR 3.866) investiert.

Die Struktur der Vermögenslage des Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert. Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 15.384 auf TEUR 15.728 erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich nur marginal verändert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.875 (Vorjahr TEUR 2.865) haben sich stichtagsbedingt trotz des starken Umsatzwachstum nur leicht erhöht. Das Anlagevermögen ist jedoch um TEUR 884 zurückgegangen, was im Wesentlichen im geringeren Textileinkauf in 2023 begründet liegt. Die liquiden Mittel haben sich u.a. aus gleichem Grunde um TEUR 1.230 erhöht.

Die Finanzierung der Vermögensseite erfolgt vor allem aus Eigenmitteln sowie über Bankfinanzierungen. Das Eigenkapital hat sich vor allem infolge des Jahresüberschusses auf TEUR 11.455 (i.Vj. TEUR 9.665) erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch auf 72,8 % gegenüber 62,8 % im Vorjahr verbessert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind infolge planmäßiger Tilgungen auf TEUR 1.783 (i.Vj. TEUR 3.498) gesunken.

c) Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Der Umsatz konnte durch Neuaufträge und Preissteigerungen gesteigert werden. Auch das Ergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr durch die nachwirkenden Preissteigerungen und einem verbesserten Rohergebnis gesteigert werden.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Personal, Umwelt, Energieversorgung)

Im Jahresdurchschnitt waren 334 (i.Vj. 313) Mitarbeiter im Unternehmen angestellt. Weiter sind 3 Auszubildende tätig.

Die projektbedingt aufgrund von Änderungen in den Produktionsprozessen Werk 2 entstandene Produktivitätsreduzierung sowie die Auswirkungen vor allem aus der weiteren Automation von Prozessschritten führte im laufenden Jahr zu einer Steigerung der Produktivität über das Niveau des Jahres 2021 hinaus.

Produktivität Werk 2:

2021: 47,85 Kilo Schmutzwäsche/Produktivstunden
2022: 46,63 Kilo Schmutzwäsche/Produktivstunden
2023: 49,58 Kilo Schmutzwäsche/Produktivstunden

Insgesamt wurden die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sowie die Produktionsprozesse jedoch durch die Projekte weiter verbessert und die Durchlaufzeiten deutlich reduziert. Auch konnte eine Steigerung der Arbeitsqualität und damit einhergehend der Produktivität erreicht werden. Die Sicherung der Stammbelegschaft und die Beschaffung von neuen Mitarbeitern haben im Personalmanagement höchste Priorität.

Das Unternehmen investiert weiterhin in die Fort- und Weiterbildung sowie die Förderung der Integration von fremdsprachigen Mitarbeitern.

Alle Genehmigungsbescheide zur ordnungsgemäßen Führung des Unternehmens liegen vor. Die Sanierung der Bodenluft und des Grundwassers auf dem Betriebsgelände wird weitergeführt. Die Sanierungswerte blieben im laufenden Jahr zum Vorjahr konstant, konnten jedoch nicht weiter verbessert werden und liegen weiter über den Sanierungsschwellenwerten. Der Fortgang der Sanierungsaktivitäten ist für das laufende Geschäftsjahr mit den zuständigen Behörden abgestimmt und festgelegt.

Die Energieversorgung des Unternehmens wird über langfristige Kontrakte jedoch bei steigenden Preisen mit den Energielieferanten sowie durch Eigenstromerzeugung abgesichert. Die in 2021 und 2023 durchgeführten Energieprojekte sowie weitere Energieeinsparmaßnahmen zeigten insbesondere durch die Preissteigerungen im Energiesektor nochmals deutlich positivere als die geplanten Ergebnisse. Die Energie- und Umweltaudits sind zur Erreichung von kontinuierlichen Verbesserungen hier sehr hilfreich. Im Rahmen der durchgeführten externen Umwelt- und Energieaudits wurden dem Unternehmen sehr gute Ergebnisse als auch eine hohe Befähigung auch in diesem Bereich bescheinigt. (Auditberichte der Regelwerke DIN EN ISO 14.001 und DIN EN ISO 50001)

IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Der Vertrags-/Auftragsbestand ist weiterhin stabil. In 2023 gingen dem Unternehmen lediglich zwei kleinere Gesamtaufträge verloren. Darüber hinaus verloren wir in noch weiter bestehenden Verträgen einzelne Dienstleistungen. Diese wurden bereits durch Neuaufträge mehr als kompensiert, so dass wir im laufenden Jahr von einem weiteren Umsatzplus zum Vorjahr ausgehen können.

Wir sehen aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens weiterhin gute Chancen, im Servicebereich textiler Medizinprodukte Marktanteile zurückzugewinnen, da die CO 2 -Belastung eines Mehrweg-OP-Produktes < 50% zur Belastung vergleichbarer Einwegprodukte bei besserer Leistungsfähigkeit und höherem Komfort liegt.

Aus einem im Februar 2021 im Magazin der Gütegemeinschaft sachgemäßer Wäschepflege e.V. veröffentlichten Artikel wurde aus den Quellen der E.T.S.A und Assosistema zitiert, dass Untersuchungen in Italien zeigen: "Würden alle Operationen mit Mehrwegstatt Einwegmaterialien durchgeführt, würde jährlich 300.000 kg weniger Abfall produziert und Rohstoffe im gleichen Umfang eingespart werden. Auch der CO 2 -Ausstoß könnte um 220.000 kg reduziert werden". Verglichen mit Deutschland dürfte die Zahl aufgrund der geringeren Bevölkerungszahl in Italien und des derzeit in Italien höheren Marktanteils an Mehrweg-OP-Produkten in Deutschland deutlich höher liegen. (Quelle: Assosistema, L'uso dei prodotti tessili riutilizzabili)

Nach wie vor ist der starke Mangel an Fach- und Arbeitskräften eine der wesentlichen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft. Offene Stellen konnten jedoch auch im zurückliegenden Jahr jeweils besetzt werden. Das Unternehmen betreibt wie in den vergangenen Berichtsjahren Anstrengungen im Recruitment neuer Mitarbeiter sowie in der Aus- und Weiterbildung des vorhandenen Mitarbeiterstamms. Die in 2022 neu geschaffene Stelle im Bereich des Recruitment trug wesentlich mit zu diesem Ergebnis bei.

Aufgrund der deutlichen Anhebungen des Mindestlohnes ab 2022 sowie in 2023, sind die Personalkosten weiter überproportional angestiegen. Um diesem Trend, als auch der anhaltend schwierigen Personalbeschaffung entgegenzuwirken, hat das Unternehmen noch stärker in Automation investiert. So wurde die manuelle Sortierung von Bekleidung durch eine vollautomatische Hängesortieranlage ersetzt. Auch das manuelle Stapeln und Zählen von Waschhandschuhen wurde durch Automation erfolgreich substituiert. Alle Maßnahmen trugen zu einer Produktivitätsverbesserung bei, wodurch wir den Personalkostensteigerungen aus Entgelterhöhungen inkl. Nebenkosten entgegenwirken konnten.

Die Energie- und Textilkosten steigen seit 2020 überproportional an. Auslöser hierfür war zunächst der Umbau der Energiewirtschaft in Deutschland hin zu erneuerbaren Energien. Verstärkt wurde dieser negative Kostentrend weiter durch eine Verteuerung der Produkte aufgrund teurer Rohstoffe und Transportkosten weltweit.

Nach einer Veröffentlichung auf der Homepage des Deutschen Textil- und Reinigungsverband (https://www.dtv-deutschland.org/Kostenindex.html) Ende 2023 ist der massive Kostenanstieg in der Textilservicebranche beschrieben. Nachfolgendes Schaubild zeigt die Kostenexplosion deutlich:

Ein weiterer erheblicher Kostenanstieg, vor allem in der Energiebeschaffung, trat mit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine und den danach von der Bundesregierung erlassenen, notwendigen Sanktionen in Kraft, dessen weitere Entwicklung noch nicht konkret abzuschätzen ist.

Die Energiebeschaffung des Unternehmens erfolgt beim Strom derzeit zu über 50% durch Eigenproduktion. Neben einer hierdurch verbesserten Gesamtenergiebilanz hat sich das Unternehmen weitgehend von Netzausfallrisiken in öffentlichen Netzen unabhängig gemacht und ein mögliches Ausfallrisiko beseitigt. Bei Netzausfall im öffentlichen Netz kann die Eigenstromproduktion über Schichterweiterungen so ausgedehnt werden, dass alle Aufträge termingerecht erledigt würden. Die darüber hinaus benötigte Strommenge wird über langfristige Verträge an der Börse beschafft.

Die Beschaffung von Erdgas erfolgt im Unternehmen über einen Trancheneinkauf, bei dem im Voraus für jeweils 3 Jahre 90% der voraussichtlichen Bedarfsmenge am Terminmarkt in monatlichen Teilmengen zum im Beschaffungszeitpunkt gültigen Terminmarktpreis eingekauft wird. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sofern in einem Monat die Einkaufsbedingungen besonders günstig sind, eine Sonder- Tranche durchzuführen bzw. noch nicht beschaffte aber geplante Energiemengen bei Bedarfsverschiebungen bzw. Energieeinsparungen anzupassen. Die dort beschaffte Menge reduziert dann die Restbeschaffungsmenge und auch die monatlichen Anteile für die Restlaufzeit. Durch dieses Verfahren werden die preislichen Einkaufsrisiken im Vergleich zu einem Fixpreismodell, indem zu einem Stichtag gleich größere Mengen evtl. über längere Zeiträume zu dem dann gültigen Preis beschafft werden, deutlich reduziert.

Um den stetig steigenden Energiepreisen und Umweltgebühren entgegenzuwirken, wurden noch weitere Energieeinsparmaßnahmen im Unternehmen projektiert, welche zur Umsetzung noch in 2024 geplant sind. Die Photovoltaikanlage mit 394 KWp Leistung geht im Juli 2024 in Betrieb und trägt zur weiteren Kostensenkung, einer weiteren Reduzierung der Fremdstrombeschaffung sowie einer höchstmöglichen Produktionssicherheit bei Ausfällen im öffentlichen Stromnetz bei. Die prognostizierte Eigenstromquote liegt dann insgesamt bei ca. 70%.

Die dem Unternehmen erwachsenen Kostensteigerungen wurden, soweit dies vertraglich/rechtlich möglich war, an die Kunden anteilig weiterbelastet. Die geplanten Produktivitätsverbesserungen im Rahmen von Investitionen konnten erreicht werden.

In der Budgetplanung für 2024 sind wir von einem leicht steigenden Umsatz und einem deutlich geringeren Jahresergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 ausgegangen. Nach einem aktuellen Forecast im April 2024 werden wir die geplanten Ziele beim Umsatz mit TEUR 25.953 (Plan: TEUR 25.500) und im Ergebnis TEUR 1.493 (Plan TEUR 779) übertreffen.

Die Unternehmensfinanzierung ist langfristig durch die Hausbank gesichert. Zum Stichtag 31.12.2023 lag die nicht ausgeschöpfte Kreditlinie der Hausbank bei TEUR 1.895.

Absehbaren Risiken aus dem bereits erwähnten Preis- bzw. Margendruck, den Veränderungen im Vertragsbestand sowie den strukturellen Veränderungen im Gesundheits- und Sozialmarkt während des Berichtsjahres sowie dem laufenden Geschäftsjahr, wird weiterhin permanent durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt.

 

Miltenberg, den 11. Juni 2024

Albrecht Ball

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt nach §§ 325 ff. HGB in verkürzter Form.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Weiss Tex GmbH, Miltenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Weiss Tex GmbH, Miltenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weiss Tex GmbH, Miltenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 11. Juni 2024

Dornbach GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer

gez. Petra Fischbeck-Lohr, Wirtschaftsprüferin

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