IFA Germany Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Leipold seit 20.12.2017 | Geschäftsführer |
Thorsten Wilke seit 20.12.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DIHK DEinternational GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DIHK DEinternational GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise zum Jahresabschluss Die DIHK DEinternational GmbH, Berlin (nachfolgend kurz: DEinternational GmbH), ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Deutschen Industrie- und Handelskammer Körperschaft des öffentlichen Rechts, Berlin (nachfolgend kurz: "DIHK"). Gegenstand des Unternehmens ist das Halten von internationalen Beteiligungen an Vertriebsgesellschaften im AHK-Netz, die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes im AHK-Netz sowie die Durchführung von Projekten für das AHK-Netz. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft, macht aber von den Erleichterungsvorschriften für kleine Kapitalgesellschaften nur teilweise Gebrauch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es besteht eine körperschafts- und gewerbesteuerliche sowie umsatzsteuerliche Organschaft zwischen der DIHK als Organträgerin und der DEinternational GmbH. Des Weiteren wurde zwischen der DEinternational GmbH und der DIHK mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Registerinformation Die Gesellschaft ist unter der Firma "DIHK DEinternational GmbH" mit Registersitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 90039 B eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer liegt bei 3 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich jeweils zeitanteilig nach der linearen Methode. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Der Ansatz der Ausleihungen erfolgt zum Nennwert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als aktiver bzw. passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen worden, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Die Angaben zum Anteilsbesitz entsprechend § 285 Nr. 11 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung "Angaben zum Anteilsbesitz" dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von 1.211.100,43 EUR (Vorjahr: 279.604,05 EUR) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Diese resultieren mit 1.116.049,09 EUR aus Lieferungen und Leistungen und mit 95.051,34 EUR aus Steuern. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Abrechnung des Managementvertrages sowie auf höhere Eigenmittel der DIHK für das AHK Digital Projekt zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten sonstige Forderungen von 65.000 EUR aus dem AHK Digital Projekt gegenüber dem Zuwendungsgeber. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist per 31. Dezember 2023 einen Betrag von 238.379,99 EUR (Vorjahr: 50.964,89 EUR) aus. Im Wesentlichen werden hier Lizenzgebühren für das Jahr 2024 abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 500.000,00 EUR ist voll eingezahlt und wird zu 100 % von der DIHK gehalten. Mit Datum vom 28. November 2023 hat die Gesellschafterin eine freiwillige Zahlung in die Kapitalrücklage von insgesamt 2.100.000,00 EUR gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beschlossen. Die Erhöhung soll unter anderem für die Verbesserung der Kapitalausstattung von acht Vertriebsgesellschaften (850.000,00 EUR) und für die Gesellschaft selbst (1.250.000,00 EUR) verwendet werden. Die Weiterleitung an die Vertriebsgesellschaften erfolgt im Jahr 2024. Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2023 2.823.319,13 EUR (Vorjahr 723.319,13 EUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 192.949,86 EUR (Vorjahr: 93.104,38 EUR) wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Urlaubsansprüche sowie Sondervergütungen und Prüfungs- und Abschlusskosten gebildet. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus höheren Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Abschluss- und Prüfungskosten sowie gestiegenen Personalrückstellungen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 185.429,02 EUR (Vorjahr: 77.148,25 EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 475.006,09 EUR (Vorjahr: 655.090,75 EUR) setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Projekten zusammen: Projekt "DEinternational" (430.632,07 EUR) und Projekt "Subsahara Afrika" (44.348,26 EUR). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und Steuern sind wie auch im Vorjahr nicht enthalten. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist per 31. Dezember 2023 einen Betrag von 220.686,31 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) aus. Es erfolgt die Abgrenzung von Erlösen aus dem AHK Digital Projekt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse und die Veränderung zum Vorjahr können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beziehen sich auf das Projekt "AHK Digital" (3.097 TEUR), das Projekt "DEinternational" (287 TEUR), das Projekt "AHK Website-Tool" (135 TEUR), das Projekt "BLE" (121 TEUR) und das Projekt "AHK-Erfolgskontrolle" (9 TEUR). Im Wesentlichen beinhalten die bezogenen Leistungen Fremdhonorare und Mietlizenzen. Personalaufwand Die Personalaufwendungen sind um 680 TEUR auf 1.651 TEUR gestiegen. Dies resultiert aus dem Anstieg der Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeitenden im Jahr 2023 um 10 auf 23 Mitarbeitende. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Reisekosten (80 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (36 TEUR), Honorare für Fremdarbeiten (26 TEUR) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (18 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Aufwendungen von verbundenen Unternehmen (86 TEUR) enthalten. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligung resultieren aus einer Gewinnausschüttung in Höhe von 778 TEUR der Vertriebsgesellschaft GIC German Industry and Commerce Ltd., Hongkong. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von 918.103,73 EUR wird entsprechend dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die DIHK abgeführt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 944 TEUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 53 TEUR). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Laufzeiten der Verträge ergeben sich aus der dargestellten Tabelle. Sonstige Angaben Die Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben nach § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB. Angaben zu den Mitarbeitern Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 23 Mitarbeiter beschäftigt. Konzernabschluss Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die DIHK DEinternational GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die Größenkriterien gem. § 293 Abs. 1 HGB nicht überschritten wurden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Deutschen Industrie- und Handelskammer Körperschaft des öffentlichen Rechts (DIHK), Berlin, einbezogen. Die DIHK erstellt sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis der Unternehmen den Konzernabschluss. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung des Abschlusses im Unternehmensregister besteht nicht.
Berlin, den 7. Februar 2024 gez. Benjamin Leipold, Geschäftsführer gez. Thorsten Wilke, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses In der Gesellschafterversammlung vom 3. September 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Weiterhin wurde betreffend die freiwillige Zahlung in die Kapitalrücklage von insgesamt 2.100.000,00 EUR gem. § 272 Abs. 4 HGB klarstellend beschlossen, dass die Erhöhung für die Verbesserung der Kapitalausstattung von acht Vertriebsgesellschaften (849.000,00 EUR) und für die Gesellschaft selbst (1.251.000,00 EUR) verwendet werden soll. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023
1) Die Angaben beziehen sich auf den Abschluss
der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der Gesellschaft und Rahmenbedingungen Die DIHK DEinternational GmbH, Berlin, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Industrie- und Handelskammer Körperschaft des öffentlichen Rechts, Berlin (nachfolgend kurz: "DIHK"). Gegenstand des Unternehmens ist das Halten von internationalen Beteiligungen an Vertriebsgesellschaften im Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft (AHK-Netz), die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts im AHK-Netz sowie die Durchführung von Projekten für das AHK-Netz. Das AHK-Netz umfasst die Auslandshandelskammern, die Delegationen und Repräsentanzen der DIHK sowie die dazugehörigen Vertriebsgesellschaften. Die vertraglichen Beziehungen zwischen der DIHK und der DIHK DEinternational GmbH sind insbesondere durch einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sowie durch einen Managementvertrag geregelt. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 lag deutlich über den Erwartungen. Die Wachstumserwartungen aus dem Projektgeschäft wurden übererfüllt. Das Umsatzwachstum wurde im Wesentlichen durch das Projekt "AHK Digital" erzielt. Das Projekt ist im Jahr 2023 in die Umsetzungsphase gegangen, somit ist der geplante Geschäftsverlauf über den Erwartungen ausgefallen. Geschäftsportfolio Die Aktivitäten der Gesellschaft umfassen zum einen das Halten von internationalen Beteiligungen an Vertriebsgesellschaften im AHK-Netz, zum anderen die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes im AHK-Netz sowie die Durchführung von Projekten für das AHK-Netz. Im Jahr 2023 wurden keine neuen Vertriebsgesellschaften gegründet bzw. erworben. Zum 31. Dezember 2023 umfasst das Beteiligungsportfolio der DIHK DEinternational GmbH 16 (Vorjahr: 16) Vertriebsgesellschaften. Die Vertriebsgesellschaft German Persian Industry and Commerce Consultancy LLC, Teheran, Iran, befindet sich in Liquidation. Weiterhin wurde eine Einzahlung in das Stammkapital der DGIC International Business Services LtD., Nigeria, vorgenommen. Aktivitäten "DEinternational": Das Projektteam von DEinternational hat im Jahr 2023 mehr als 10 Schulungen organisiert, bei denen mehr als 700 Teilnehmende verzeichnet wurden. Ein besonderes Highlight des Jahres war der DEinternational-Tag im Rahmen der AHK-Weltkonferenz, an dem die Leiter/-innen der Dienstleistungsabteilungen des AHK-Netzes sich über die aktuellen Chancen und Herausforderungen im weltweiten Dienstleistungsgeschäft austauschten. Zudem wurde der traditionelle dreitägige Erfahrungsaustausch zu den AHK-Projekten in Berlin mit rund 60 teilnehmenden AHKs organisiert. Das DEinternational-Team hat darüber hinaus im Jahr 2023 das Projekt "AHK-Mystery-Shopping" gestartet, um das Niveau der Serviceorientierung beim Erstgespräch mit dem Kunden zu prüfen und daraus weitere Optimierungsmaßnahmen für 2024 abzuleiten. Im Dezember wurde das Projekt "AHK Connect Reloaded", das neue Intranet der AHKs, gestartet. Aktivitäten "Subsahara Afrika": Das AHK-Afrikabüro wurde im Jahr 2023 um die Region Nordafrika ergänzt und unterstützte die Eröffnung der Delegation Côte d'Ivoire. Darüber hinaus wurde das Profil des Büros geschärft, sodass erfolgreich Neuprojekte für die AHKs konzipiert und akquiriert werden konnten. Je nach Bedarf unterstützt das Büro punktuell bei der Durchführung von AHK- Projekten und ermöglicht dadurch eine effiziente Bündelung von Ressourcen. Darüber hinaus sorgte es für mehr Sichtbarkeit der afrikanischen AHK-Standorte in Deutschland und konnte so Neukunden für AHK-Dienstleistungen akquirieren. Aufgrund der positiven Entwicklung sowie den bewilligten Wirtschaftsplänen ist für 2024 die Aufstockung um eine Stelle geplant, die über Beiträge der beteiligten AHKs finanziert wird. Aktivitäten "AHK Digital": Das Zuwendungsprojekt "AHK Digital" arbeitet seit Frühjahr 2020 an der Digitalisierung des AHK-Netzes. Im Juli 2021 ist der Änderungsbescheid des BMWK eingegangen, in dem die Module "Einführung eines CRM-Systems", die "Entwicklung eines Kundenportals" sowie die "Durchführung einer Digitalen Awareness Kampagne" bewilligt wurden. Im Jahr 2023 ging das Projekt in die Umsetzungsphase. Insgesamt haben 15 AHKs das neue CRM System MS Dynamics erhalten. Weiterhin wurde die Webseite verbessert und erste AHKs nutzen die neue Webseitentechnologie IBEXA DXP. Sonstige Aktivitäten: Im Juli 2021 wurde der Zuschlag auf das Angebot der DIHK DEinternational GmbH für die Rahmenvereinbarung durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erteilt. Gegenstand der Rahmenvereinbarung mit der BLE ist die Organisation, Durchführung und Nachbetreuung von Unternehmerreisen für Vertreter von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie die Erstellung von Marktstudien. Durch Abschluss der Vereinbarung kann die DIHK DEinternational GmbH mit den AHKs fortan Angebote auf Einzelausschreibungen der BLE einreichen. Die DIHK DEinternational GmbH ist direkter Auftragnehmer mit Sitz in Deutschland und die jeweiligen AHKs fungieren als Unterauftragnehmer je nach Zielregion. Diese Rahmenvereinbarung wurde nun bis Ende 2024 verlängert. Bislang konnten im abgelaufenen Berichtsjahr bereits Projekte in Zusammenarbeit mit den AHKs in Argentinien/ Uruguay, Litauen, in den Niederlanden und auf den Philippinen erfolgreich akquiriert werden. Alleiniges Entscheidungsmerkmal bei der Ausschreibung ist hierbei der Preis. Personal und Organisation Mit Stichtag 31. Dezember 2023 hat die DIHK DEinternational GmbH insgesamt 24 (Vorjahr: 15) Beschäftigte. Die DIHK DEinternational GmbH in der Gesamtorganisation Ziel der DIHK DEinternational GmbH ist es, durch eine Bündelung von Know how und eine stärkere Anbindung an die DIHK die wirtschaftliche Entwicklung und strategische Ausrichtung der Vertriebsgesellschaften intensiver zu begleiten und zu gestalten und damit auch einen Beitrag zur Risikoreduzierung der DIHK zu leisten. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 über die Erwartungen gegenüber dem Vorjahr um 3.742 TEUR auf 5.706 TEUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den zusätzlichen Einnahmen von 2.805 TEUR aus dem Projekt "AHK Digital", das bereits im Jahr 2020 gestartet ist, sowie aus dem Anstieg aus dem Projekt "DEinternational" in Höhe von 148 TEUR. Weiter stiegen die Erträge aus dem Managementvertrag um 586 TEUR auf 933 TEUR. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung des Managementvertrages. Die Erweiterungen betreffen die Konzeption, Steuerung und Umsetzung von Projekten zur Lieferkettendiversifizierung, des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, zu der Fachkräfteeinwanderung und -sicherung sowie zu Regionalinitiativen mit Fokus auf die Region Subsahara Afrika und Lateinamerika. Desweiteren konnten aus dem "Projekt BLE" mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Umsatzerlöse in Höhe von 124 TEUR (Vorjahr: 75 TEUR) realisiert werden. Die Umsatzerlöse aus dem Projekt "Subsahara Afrika" sind auf 106 TEUR gestiegen (Vorjahr: 12 TEUR). Das Projekt "DEinternational" hat neben dem Projekt "AHK Digital" (3.535 TEUR) den größten Anteil an den Umsatzerlösen. Hier erzielte die Gesellschaft Umsätze in Höhe von 727 TEUR (Vorjahr: 579 TEUR). Aufgrund des gestiegenen Projektumfangs ist der Aufwand für bezogene Leistungen (Materialaufwand) gegenüber dem Vorjahr um 2.954 TEUR auf 3.649 TEUR gestiegen. Die gestiegenen Materialaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus höheren Projektaufwendungen aus dem das Projekt "AHK Digital" (+2.846 TEUR), dem Projekt "DEinternational" (+100 TEUR) und durch gestiegene Aufwendungen für das Projekt "BLE" (+45 TEUR). Der Anstieg der Personalaufwendungen ist die Folge der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 13 auf 23 Mitarbeiter. Die Personalaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 1.651 TEUR (Vorjahr: 971 TEUR). Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen verzeichneten einen Rückgang um 23 TEUR auf 14 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 80 TEUR auf 257 TEUR angestiegen. Im Wesentlichen ist dieser Anstieg auf die gestiegenen Reisekosten (+45 TEUR) sowie gestiegenen Aufwendungen von verbundenen Unternehmen (+31 TEUR) zurückzuführen. Die Erträge aus Beteiligung resultieren aus einer Gewinnausschüttung in Höhe von 778 TEUR der Vertriebsgesellschaft GIC German Industry and Commerce Ltd., Hongkong. Die Gesellschaft weist ein Jahresergebnis nach Ergebnisabführung von 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus. Vermögenslage Im Anlagevermögen werden immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 89 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie Finanzanlagen in Höhe von 851 TEUR (Vorjahr: 862 TEUR) ausgewiesen. Abschreibungen in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR) stehen Investitionen (ohne Finanzanlagen) in Höhe von 106 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) gegenüber. Der Rückgang bei den Finanzanlagen in Höhe von 11 TEUR auf 851 TEUR resultiert aus der anteiligen Rückzahlung des Darlehens an die Vertriebsgesellschaft TOO DEinternational, Kasachstan in Höhe von 20 TEUR. Desweiteren wurde die Beteiligung an der Vertriebsgesellschaft Nigeria um 9 TEUR im Wert erhöht (Vorjahr: 0 TEUR). Das Umlaufvermögen setzt sich aus den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 1.575 TEUR (Vorjahr: 354 TEUR) und liquiden Mitteln in Höhe von 2.418 TEUR (Vorjahr: 1.009 TEUR) zusammen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Abrechnung des Managementvertrages sowie auf höhere Eigenmittel für das AHK Digital Projekt zurückzuführen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist per 31.12.2023 einen Betrag von 238 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR) aus. Im Wesentlichen werden hier Lizenzgebühren für das Jahr 2024 abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 500.000,00 EUR ist voll eingezahlt und wird zu 100 % von der DIHK gehalten. Mit Beschluss vom 28. November 2023 hat die Gesellschafterin eine freiwillige Zahlung in die Kapitalrücklage von insgesamt 2.100.000,00 EUR gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2023 2.823.319,13 EUR (Vorjahr 723.319,13 EUR). Die Erhöhung soll unter anderem für die Verbesserung der Kapitalausstattung von acht Vertriebsgesellschaften (850.000,00 EUR) und für die Gesellschaft selbst (1.250.000,00 EUR) verwendet werden. Die Weiterleitung an die Vertriebsgesellschaften erfolgt im Jahr 2024. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 100 TEUR auf 193 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von 89 TEUR (+61 TEUR) zurückzuführen. Die Rückstellungen für Urlaubsansprüche stiegen auf 45 TEUR (+26 TEUR). Ebenso sind die Personalrückstellungen (+39 TEUR) auf 75 TEUR angestiegen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten begründet sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist per 31.12.2023 einen Betrag von 221 TEUR aus. Es erfolgt die Abgrenzung von Erlösen aus dem AHK Digital Projekt. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 2.418 TEUR. Der Bestand an liquiden Mitteln und ein aktives Liquiditätsmanagement sorgen dafür, dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen konnte.
Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Das allgemeine Risikomanagement basiert auf einer zeitnahen Überwachung sämtlicher wesentlicher Geschäftsvorfälle durch die Geschäftsführung. Die Tochtergesellschaften der DIHK DEinternational GmbH und die Gesellschaft selbst sind in das Konzern-Controlling der DIHK integriert und werden u.a. anhand der Finanzbuchhaltung (Diamant/3) regelmäßig überprüft. Die DIHK DEinternational GmbH berichtet im Rahmen der Quartalsberichterstattung der Gesellschafterin über die Finanz- und Ertragslage. Das Risikomanagement im Bereich der Beteiligungen erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Rahmen der Quartalsberichterstattung. Das Risikomanagement in den Projekten DEinternational, AHK Digital und AHK Website Tool erfolgt durch die regelmäßige Überwachung der Verträge. Risikobetrachtung Risiken im Finanz- und Projekt-Controlling Spezielle Risiken im Bereich der Beteiligungen an den Vertriebsgesellschaften liegen darin, dass die weltweite politische und wirtschaftliche Lage nur schwer vorhersehbar ist. Die Auswirkungen von politischen Geschehnissen und einem stärker werdenden Protektionismus treten häufiger ein als in der Vergangenheit. Ein regelmäßiges Evaluieren der Situation in jedem Land - auch im Rahmen von regelmäßigen Gesellschafterversammlungen - soll mögliche Risiken frühzeitig aufdecken. Durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen, wird die Situation im Hinblick auf die Beteiligungen in Russland und Belarus fortwährend evaluiert. Spezielle Risiken im Bereich des Projektes "AHK Digital" liegen darin, dass es sich dabei um ein Zuwendungsprojekt des BMWK handelt. Durch die angespannte Haushaltslage des Bundes kommt es derzeit zu Kürzungen bei Zuwendungsprojekten. Hiervon ist auch das Projekt AHK Digital betroffen. Die Gesellschaft steht im Austausch mit der Gesellschafterin, inwiefern die Zuwendungskürzung durch die Gesellschafterin kompensiert werden kann. Die Personalkosten sind über die bereits bewilligten Mittel des BMWK für 2024 gesichert. Nicht jedoch die Mittel für die Umsetzung der Maßnahmen des Projekts. Spezielle Risiken im Bereich des Projektes "DEinternational" liegen darin, dass die Verträge der Gesellschaft mit den jeweiligen AHKs/Delegationen jährlich gekündigt werden können. Personelle Risiken Die Beschäftigten im Projekt "DEinternational" haben Verträge, deren Laufzeit über die vertraglichen jährlichen Zusagen der AHKs/Delegationen zur Gewährung ihres DEinternational-Beitrags hinausreichen. Zudem ist es schwierig für hochspezialisierte Positionen innerhalb der Projekte entsprechendes Personal zu finden. Chancenbetrachtung Chancen bestehen für die DIHK DEinternational GmbH in der Weiterentwicklung des Dienstleistungsgeschäftes für das AHK-Netz. Im Wandel der Digitalisierung sind dabei besonders die Tools zum gemeinsamen Austausch und Arbeiten im Netzwerk hervorzuheben. Das Projekt "AHK Digital" wird das AHK-Netz in Zukunft unterstützen, die IT-Infrastruktur zu vereinheitlichen, gemeinsame IT-Standards zu entwickeln und im Verbund digitale Lösungen, u.a. Softwareprodukte, bereitzustellen. Dies wird die Arbeit im AHK-Netz effektiver und effizienter machen und neue Synergien schaffen. Durch eventuelle Neugründungen von Delegationen kann sich die Notwendigkeit ergeben, weitere Vertriebsgesellschaften zu gründen, über die die kommerziellen Tätigkeiten der Delegationen durchgeführt werden. Perspektivisch kann die Gesellschaft neue Themen besetzen, um die DIHK als Alleingesellschafterin stärker zu unterstützen. Prognosebericht Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird positiv eingeschätzt. Die Planung geht daher für das Geschäftsjahr 2024 von leicht steigenden Umsatzerlösen und einem positivem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung aus.
Berlin, den 7. Februar 2024 gez. Benjamin Leipold, Geschäftsführer gez. Thorsten Wilke, Geschäftsführer |
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