Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 203323
Vorher
Lust Hybrid-Technik GmbH
Eingetragen
12.4.2006
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
a) die Entwicklung von Schichten und grundlegenden Technologien der Dickschichthybridtechnik sowie die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von elektrischen Baugruppen, insbesondere auf der Basis von Dickschichthybridtechnik, b) die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von System- und Technologielösungen als Dienstleister und Systemlieferant der Elektronikbranche (kundenspezifische Produkte von der Entwicklung über die Produktion bis After-Sales-Service).

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Daniela Mag. Hauer
seit 15.12.2025
Geschäftsführer
Stefan Dr. Lorenz
seit 9.2.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
abatec Beteiligungsverwaltungs GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

abatec Beteiligungsverwaltungs GmbH
Austria
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Abatec Mikrosysteme GmbH

Hermsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Seit der Gründung 1992 entwickelt und produziert die Abatec Mikrosysteme GmbH (ehem. LUST Hybrid-Technik GmbH), als mittelständisches Unternehmen in Mitteldeutschland, kundenspezifische Elektronik und Mikrosystemtechnik.

Die Gesellschaft agiert in den Bereichen Industrieelektronik, Automotive, Sensor- und Medizintechnik. Mittels modernster Technologien der Aufbau- und Verbindungstechnik werden täglich elektronische Miniaturbaugruppen und Systeme in COB-, Hybrid- und SMD-Technik gefertigt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der deutschen Elektroindustrie belief sich im Gesamtjahr 2023 (lt. Statistik des ZVEI) der aggregierte Umsatz auf den Wert von 238 Mrd. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 6 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2023 sind auch die Auftragseingänge mit einem Minus von 1,9 % leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Weitere Kennzahlen lt. Statistik des ZVEI entwickelten sich wie folgt:

• Investitionen: + 0,0 %

• Exporte: + 2,7 %

• Importe: + 2,1 %

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die ABATEC Mikrosysteme eine starke wirtschaftliche Erholung realisieren. Die 2021 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Q1/2023 abgeschlossen. Eine effizientere Organisation von Prozessen und Abläufen und ein modernisiertes Werkslayout ermöglichten 2023 einen starken Umsatzanstieg. Im Geschäftsjahr wurden Erlöse von 15.087 T€ erwirtschaftet (VJ: 11.149 T€), was einem Anstieg von 35,3 % gegenüber 2022 entspricht.

Die Auftragslage war im Geschäftsjahr 2023 sehr gut, zum Ende des Geschäftsjahres war jedoch eine Abschwächung des Auftragseingangs festzustellen. Infolge des starken Umsatzanstiegs und eines engen Kostenmanagements konnte ein Jahresüberschuss von 891 T€ erzielt werden (VJ: -860 T€). Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 46,1 %, wodurch eine solide Basis für weitere Investitionen in den Standort erarbeitet wurde.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Jahr 2023 in geringem Maße auf einen Wert von TEUR 5.533 (Vorjahr: TEUR 5.580). Aufgrund des ausgewiesenen Jahresüberschusses in der Höhe von TEUR 891, ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von TEUR 2.553 (Vorjahr: TEUR 1.662) und beläuft sich somit auf 46,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 29,8 %).

3.2 Finanzlage

Die Gesellschaft war und ist in der Lage, die Kapitaldienstverpflichtungen und alle anderen fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen.

Die Finanz- und Liquiditätslage wurde ausgehend von den Unternehmenszielstellungen permanent überwacht und gesteuert. Die Finanzierung des Unternehmens war in jedem Zeitpunkt des Wirtschaftsjahres 2023 gesichert.

3.3 Ertragslage

Im Jahr 2023 konnten die um Erlösschmälerungen bereinigten Umsatzerlöse deutlich auf einen Wert von TEUR 15.087 (Vorjahr: TEUR 11.149) deutlich gesteigert werden. Auch die positive Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen mit TEUR 231 (Vorjahr: TEUR -106) spiegelt sich entsprechend in der Betriebsleistung wider. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren erhöhte sich ebenso deutlich auf TEUR 7.245 (Vorjahr: 6.244). Auch im Bereich der Löhne und Gehälter war ein starker Anstieg im Aufwand zu verzeichnen TEUR 3.720 (Vorjahr: TEUR 3.252).

Die Abatec Mikrosysteme GmbH weist 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 891 aus.

III. Risikobericht

Unser Ziel ist es, die Risiken zu identifizieren, zu begrenzen und dabei gleichzeitig die gebotenen Chancen wahrzunehmen.

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifischen Risiken

Als international agierendes Unternehmen ist die Abatec Mikrosysteme GmbH mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Geschäftsführung und Eigentümer werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Das Management setzt rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Absicherung dieser Risiken.

2. Finanzwirtschaftliche Risiken

2.1 Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen für das Unternehmen durch den Einkauf von Waren außerhalb der Eurozone. Es erfolgt jedoch keine Absicherung, da der Einkauf in Fremdwährung im Verhältnis zum gesamten Einkaufsvolumen eine untergeordnete Bedeutung aufweist.

2.2 Zinsänderungsrisiken

Miet- und Leasingverträge, sind vor allem variabel verzinst. Das Intercompany Darlehen wird ebenfalls variabel verzinst. Das Risiko besteht demnach in steigenden Aufwandzinsen, welche aber in der Gesamtbetrachtung der Ertragslage des Unternehmens in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Des Weiteren werden die exponierten Bilanzpositionen durch Darlehensrückzahlungen reduziert.

2.3 Ausfallsrisiken (Kredit- bzw. Bonitätsrisiken)

Das Ausfallsrisiko bei Kundenforderungen kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend überprüft wird.

3. Leistungswirtschaftliche Risiken

3.1 Beschaffungsrisiken

Der Beschaffungsmarkt stellt grundsätzlich hinsichtlich Menge, Qualität, Preis und Lieferzeiten ein relevantes Risiko für die Abatec Mikrosysteme GmbH dar. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch Abschluss langfristiger Abnahmeverträgen sowie laufenden Überwachung der Qualität des bereitgestellten Materials.

Die Verwerfungen in globalen Lieferketten und der resultierenden Verknappung von Elektronikbauteilen ist das Beschaffungsrisiko als größtes Risiko für die Abatec Mikrosysteme GmbH zu beurteilen. Durch die internationale Materialversorgung der Grundmaterialien von elektrischen Bauelementen und Störungen in internationalen Logistikketten ist weiterhin mit Lieferschwierigkeiten und -verzögerungen zu rechnen. Die Abatec Mikrosysteme GmbH wirkt mit langfristig platzierten Aufträgen sowie Rahmenvereinbarungen der Marktverknappung entgegen.

3.2 Absatzrisiken

Abatec Mikrosysteme GmbH produziert individuelle elektronische Kundenlösungen. Bedingt dadurch ist die Abatec Mikrosysteme GmbH in erheblichem Ausmaß vom Markterfolg der eigenen Kunden abhängig. Die Kunden sind in jeweils unterschiedlichen Branchen, mit verschiedenen Nachfragezyklen tätig. Durch die Aktivität in verschiedenen Segmenten kann dieses Risiko zum Teil ausgeglichen werden.

Der Elektronikmarkt wird mittel- und langfristig einer der am stärksten wachsenden Branchen sein, weshalb nicht zu erwarten ist, dass die Nachfrage nach Elektronik nachhaltig sinken wird. Jedoch steht man als Elektronikproduzent aus Deutschland mit preislich aggressiven Marktbegleitern aus Low-Cost Ländern im Wettbewerb und muss daher über Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit überzeugen.

3.3 Personalrisiken

Insbesondere in Hinblick auf den Wachstumskurs sowie Know-how-Aufbau oder Know-how-Verlust können sich Risiken aus dem Ausscheiden von Schlüsselkräften aus dem Unternehmen ergeben. Durch ein effizientes Personalmanagement sowie der stetigen Weiterführung von Personalentwicklungsprogrammen wird dem Risiko des Ausscheidens von Führungskräften sowie Facharbeitern entgegengewirkt.

Das Risiko des Fachkräftemangels wird durch den Einsatz von Auszubildenden minimiert. Des Weiteren ist es das Ziel die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen. Durch gezieltes Personalmarketing und -entwicklung soll das Ziel erreicht werden qualifiziertes Personal zu halten und am Markt zu rekrutieren.

4. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sind wie zuvor dargestellt vorhanden und werden durch konkrete Maßnahmen adressiert. Neben einem schwierigen Wettbewerbsumfeld mit hohem Margendruck bestehen unsichere konjunkturelle Rahmenbedingungen. Auf der Grundlage unserer finanziellen Stabilität, der starken Kundenorientierung und unseres Leistungsangebots sehen wir uns für die Bewältigung dieser Risiken gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Chancen- und Prognosebericht

Der Auftragsstand liegt derzeit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Durch die allgemein schwächere Industriekonjunktur ist im Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzrückgang zu rechnen. Die Margensituation wird sich für 2024 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls verschlechtern, da steigende Gestehungskosten nur teilweise an Kunden weitergegeben werden können. 2024 ist deshalb mit einem Ergebnisrückgang zu rechnen.

An der strategischen Positionierung als Nischenanbieter für High-Tech-Elektroniklösungen in Industrie und Automotive Anwendungen wird beständig weitergearbeitet. Mit Fertigungsprozessen am aktuellen Stand der Technik, qualifiziertem Personal und der Ausrichtung nach dem NULL-Fehler-Prinzip, wird Abatec den hohen Qualitätsanforderungen der Kunden gerecht. Ziel ist die Qualitätsführerschaft in Bezug auf Produktqualität und effizienter Serienproduktion. Mittel- bis langfristig wird ein jährliches Umsatzwachstum von 10 %, sowie eine EBIT Marge von 8 % bezogen auf den Jahresumsatz angestrebt.

 

Hermsdorf, 17. April 2024

Abatec Mikrosysteme GmbH

gez. Johann Haunschmid, Geschäftsführer

gez. Dr. Stefan Lorenz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.834.077,00 1.594.650,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 43.413,00 18.481,00
II. Sachanlagen 1.790.663,00 1.576.167,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.965,00 4.088,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.304.636,00 1.330.507,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.862,00 241.572,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.200,00
III. Finanzanlagen 1,00 2,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1,00
B. Umlaufvermögen 3.614.450,47 3.939.424,82
I. Vorräte 2.349.602,19 2.761.963,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.096.965,10 1.170.202,87
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.850,71 363.543,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.010.114,39 806.659,44
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 237,39 1.355,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 167.883,18 7.258,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 84.019,78 46.183,96
Aktiva 5.532.547,25 5.580.258,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.552.690,77 1.661.853,37
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.700.000,00 1.700.000,00
III. Verlustvortrag 138.146,63 -721.574,54
IV. Jahresüberschuss 890.837,40 -859.721,17
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 84.400,00 103.200,00
C. Rückstellungen 363.785,91 347.026,21
D. Verbindlichkeiten 2.531.670,57 3.468.179,20
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 579.166,71 1.176.732,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 579.166,71 1.176.732,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.140.543,10 1.282.539,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 18.925,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.121.617,18 1.282.539,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 811.960,76 1.008.906,87
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 811.960,76 1.008.906,87
Passiva 5.532.547,25 5.580.258,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.291.391,74 5.048.289,53
2. Personalaufwand 4.531.710,21 3.899.958,93
a) Löhne und Gehälter 3.720.396,99 3.251.769,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 811.313,22 648.189,69
davon für Altersversorgung 27.961,40 31.938,43
3. Abschreibungen 434.373,22 430.532,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 434.373,22 430.532,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.215.887,35 1.465.139,44
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 203,02
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 90.000,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 90.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 128.737,28 112.379,57
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 49,30
9. Ergebnis nach Steuern 890.837,40 -859.721,17
10. Jahresüberschuss 890.837,40 -859.721,17

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Abatec Mikrosysteme GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hermsdorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 203323

Angaben der anzuwendenden Vorschriften

Der Jahresabschluss der Abatec Mikrosysteme GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274a, 276 - 278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 HGB aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 2 HGB, bewertet. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB bilanziert.

Im Wirtschaftsjahr angeschaffte Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Nettoanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden vollständig abgeschrieben. Sie werden im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang berücksichtigt.

Die Abschreibungen auf den Altbestand und die Zugänge erfolgten planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt wurden. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte retrograd - aus den Verkaufspreisen wurden ein angemessener Gewinnaufschlag und die Vertriebskosten herausgerechnet. Für die Bewertung im Vergleich zu Marktpreisen ergeben sich keine erheblichen Unterschiede.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Zur Erfassung latenter Risiken wurden von dem Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessene Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung direkt abgesetzt.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Beträge, die gem. § 250 HGB Aufwand für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Ansatz erfolgte zu Nennwerten.

Die Sonderposten für Investitionszulagen und Sonderposten für Investitionszuschüsse wurden gemäß der HFA-Stellungnahme 1/1984 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) gebildet. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt spiegelbildlich zu den vorgenommenen Abschreibungen der begünstigten Vermögensgegenstände.

Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen des § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bemessen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Die kumulierten Abschreibungen zum Ende des Geschäftsjahres und die kumulierten Abschreibungen im Zusammenhang mit den Abgängen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel ersichtlich. Die auf die Zugänge des Geschäftsjahres entfallenden Abschreibungen belaufen sich auf EUR 87.766,18.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.756,63 36.323,54 0,00 167.080,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
130.756,63 36.323,54 0,00 0,00 167.080,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.460,12 13.511,10 0,00 0,00 17.971,22
2. technische Anlagen und Maschinen 4.491.395,68 307.719,44 7.866,00 -86,46 4.791.162,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 420.171,65 209.289,94 1,00 -289,34 629.171,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 115.200,00 0,00 0,00 115.200,00
4.916.027,45 530.520,48 7.867,00 -375,80 5.438.305,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.625,76 0,00 0,00 0,00 8.625,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 60.004,17 0,00 60.004,17 0,00 0,00
68.629,93 0,00 60.004,17 0,00 8.625,76
Summe Anlagevermögen 5.115.414,01 566.844,02 67.871,17 -375,80 5.614.011,06
Abschreibungen / Zuschreibungen
Vortrag 01.01.2023
EUR
Zuschreibung
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.275,63 11.391,54 0,00 0,00 123.667,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
112.275,63 0,00 11.391,54 0,00 0,00 123.667,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 372,12 0,00 634,10 0,00 0,00 1.006,22
2. technische Anlagen und Maschinen 3.160.888,68 0,00 325.637,98 0,00 0,00 3.486.526,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.599,65 0,00 96.709,60 0,00 0,00 275.309,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.339.860,45 0,00 422.981,68 0,00 0,00 3.762.842,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.624,76 0,00 0,00 0,00 0,00 8.624,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 60.003,17 0,00 0,00 60.003,17 0,00 0,00
68.627,93 0,00 0,00 60.003,17 0,00 8.624,76
Summe Anlagevermögen 3.520.764,01 0,00 434.373,22 60.003,17 0,00 3.895.134,06
Buchwerte
Restbuchwert 31.12.2023
EUR
Restbuchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.413,00 18.481,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
43.413,00 18.481,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.965,00 4.088,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.304.636,00 1.330.507,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.862,00 241.572,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.200,00 0,00
1.790.663,00 1.576.167,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1,00
1,00 2,00
Summe Anlagevermögen 1.834.077,00 1.594.650,00

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag i. H. v. TEuro 87.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag i. H. v. TEUR 1.141.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

in TEuro 2023 2022
Aufbewahrungspflicht 10 10
Gewährleistungen 87 41
ausstehende Rechnungen 14 35
Urlaub und Überstunden 144 138
Berufsgenossenschaft 19 19
Jubiläum 65 69
Sonstige 25 35
364 347

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:

TEUR bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1-5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten 579,2 0,0 225,1 354,1
gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) (1.176,80) (535,1) (249,6) (392,1)
Verbindlichkeiten aus 586,3 586,3 - -
Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) (727) (727) - -
Verbindlichkeiten gegenüber 1.140,50 - - 1.140,50
verbundenen Unternehmen (Vorjahr) (1.282,50) - - (1.282,50)
sonstige Verbindlichkeiten 225,7 225,7 - -
(Vorjahr) (281,9) (281,9) - -
2.531,70 812 225,1 1.494,60
(Vorjahr) (3.468,20) (1.544,00) (249,6) (1.674,60)

Besicherung von Verbindlichkeiten

Zur Sicherstellung der Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten bestehen Abtretungen von Forderungen (Globalzession), die Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie neuer Betriebs- und Geschäftsausstattungen und Maschinen.

Die erhaltenen Darlehen (TEuro 579,3) wurden durch branchenübliche Sicherheiten, insbesondere Sicherungsübereignungen gesichert und Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEuro 34,7 (Vorjahr: TEuro 80,1) aus Steuern, TEuro 6,3 (Vorjahr: TEuro 6,0) aus Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und TEUR 184,7 (Vorjahr: TEUR 175,1) aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Darstellung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

In den Personalkosten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 28,0 enthalten.

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 8,5, die Erträge TEUR 16,5.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

in TEUR 2024 2025
aus Leasingverträgen 359,0 349,8
aus Mietverträgen 171,7 171,5

Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung.

Zu Geschäftsführer sind bestellt:

• Herr Johann Haunschmid

• Herr Dr. Stefan Lorenz

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer vertreten.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf:

2023 2022
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 43 44
Gewerbliche Arbeitnehmer 53 40
davon Teilzeitkräfte 21 16

Verbundene Unternehmen

Die Abatec Mikrosysteme GmbH, ansässig in Hermsdorf, ist zu 100 Prozent am Stammkapital der SensDev GmbH, ebenfalls in Hermsdorf, beteiligt (TEUR 25). Im Geschäftsjahr 2023 konnte die SensDev GmbH einen Jahresüberschuss von TEUR 317,9 verzeichnen, wodurch das Eigenkapital wieder positiv ist und sich auf TEUR 2,5 beläuft.

Jedoch wurde am 14.12.2023 durch die Gesellschafterversammlung der SensDev GmbH beschlossen, die Gesellschaft zum 31.12.2023 aufzulösen. Folglich befindet sich die SensDev GmbH nun in Liquidation.

 

Hermsdorf, 17. April 2024

Abatec Mikrosysteme GmbH

gez. Johann Haunschmid, Geschäftsführer

gez. Dr. Stefan Lorenz, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Abatec Mikrosysteme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Abatec Mikrosysteme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Abatec Mikrosysteme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Jena, 24. April 2024

UWS Jena GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Pietsch, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.