Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 6994
Vorher
Mormann GmbH
Eingetragen
28.10.2010
Branche
Sonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Geändert, nunmehr: Betrieb eines Autoreparaturzentrums incl. eines Lackier- und Karosseriebetriebes sowie der Handel mit Kraftfahrzeugteilen und branchenüblichen Artikeln sowie alle damit in Verbindung stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Nico Maschmeyer
seit 28.10.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Nico Maschmeyer
44229 Dortmund
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Maschmeyer GmbH

Bergkamen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

der Maschmeyer GmbH, Bergkamen

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 3,00 3,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 56.000,00 56.003,00 104.760,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 391.997,38 400.620,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.059.233,49 1.139.681,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.248.705,50 1.280.204,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.403,36 2.708.339,73 8.403,36
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 113.503,43 93.471,44
2. fertige Erzeugnisse und Waren 25.000,00 138.503,43 10.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.057.566,65 1.104.576,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 698.499,39 428.859,14
3. Forderungen gegen Gesellschafter 212.307,53 196.564,75
4. sonstige Vermögensgegenstände 61.666,14 3.030.039,71 330.612,49
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.409.128,89 2.553.632,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.742,90 7.998,90
9.347.757,66 7.659.386,24

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 -12.500,00
eingefordertes Kapital 25.000,00 12.500,00
II. Gewinnvortrag 3.841.289,78 3.158.469,78
III. Jahresüberschuss 2.526.517,93 1.167.820,00
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 46.200,00 52.800,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 555.000,00 808.643,04
2. sonstige Rückstellungen 528.682,52 1.083.682,52 483.567,23
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.037.867,31 1.319.194,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 401.030,09 430.633,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 48.049,06 71.561,88
4. sonstige Verbindlichkeiten 295.260,97 151.336,99
- davon aus Steuern Euro 273.577,00 (Euro 143.378,03)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 12.784,97 (Euro 2.438,50) 1.782.207,43
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 42.860,00 2.860,00
9.347.757,66 7.659.386,24

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der Maschmeyer GmbH, Bergkamen

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 16.959.951,30 13.358.085,01
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.000,00 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 150.170,51 192.618,90
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.795.684,04 -3.738.105,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -92.894,08 -77.547,12
-4.888.578,12 -3.815.653,11
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.563.963,84 -3.120.603,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -731.673,31 -713.454,13
-4.295.637,15 -3.834.057,14
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -482.506,13 -482.804,41
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.649.530,97 -3.645.948,96
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.036,60 14.288,23
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.784,69 -21.727,52
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.263.883,42 -587.137,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.539.237,93 1.177.664,00
12. sonstige Steuern -12.720,00 -9.844,00
13. Jahresüberschuss 2.526.517,93 1.167.820,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB auf.

Sitz der Gesellschaft ist Bergkamen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 242 ff. HGB.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Gebraucht erworbene Wirtschaftsgüter werden verkürzt abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben bzw. auf ihre Restlaufzeit verteilt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. Festwerten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt. Pauschale Wertberichtigungen wurden berücksichtigt. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie betreffen im Wesentlichen den Personalkostenbereich, Garantierisiken und Provisionsverpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zu ihrem erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können dem Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden, der diesem Anhang beigefügt ist. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von € 273.577,00 (Vorjahr: € 143.378,03) enthalten. Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen € 12.784,97 (Vorjahr: € 2.438,50).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsätze betreffen im Wesentlichen das Inland.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit.

5. Sonstige Angaben

Bei der Gesellschaft bestehen keine sonstigen Haftungsverhältnisse und keine sonstigen finanziellen Verhältnisse.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 89 Mitarbeiter.

Die Gesellschaft wird geführt beim Amtsgericht Hamm unter der Nr. B 6994.

Auf Erläuterungen zur Höhe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte in 2023 durch die von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführer:

 

Nico Maschmeyer, Dortmund

 

Willi Maschmeyer, Werne (bis Januar 2023)

 

Birgit Maschmeyer, Werne (ab Oktober 2023)

(Alle Geschäftsführer üben/übten die Tätigkeit hauptberuflich aus.)

 

Bergkamen, den 30. Dezember 2024

Maschmeyer GmbH

Nico Maschmeyer

Birgit Maschmeyer

Anlagespiegel 31. Dezember 2023

Bilanzposition Anschaff.-/ Herstellungskosten (hist.) Zugänge, Geschäftsfjahr davon aktivierte Zinsen Fremdkapital Abänge / Minderungen Geschäftsjahr
EUR (+) EUR (+) EUR (-) EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 38.023,89 0,00 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 335.800,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 373.823,89 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 544.273,52 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 1.549.917,20 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.524.237,62 331.284,14 0,00 20.207,64
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.403,36 0,00 0,00 0,00
Summe II. Sachanlagen 4.626.831,70 331.284,14 0,00 20.207,64
Gesamtsumme 5.000.655,59 331.284,14 0,00 20.207,64
Bilanzposition Umbuchungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Geschäftsjahr
(+/-) EUR (+) EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 0,00 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 48.760,00
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 48.760,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 8.622,62
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 80.447,51
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 344.676,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe II. Sachanlagen 0,00 0,00 433.746,13
Gesamtsumme 0,00 0,00 482.506,13
Bilanzposition Buchwert Vorjahr Abschreibungen (kumuliert) Buchwert (31.12.)
EUR (-) EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 3,00 38.020,89 3,00
Geschäfts- oder Firmenwert 104.760,00 279.800,00 56.000,00
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 104.763,00 317.820,89 56.003,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 400.620,00 152.276,14 391.997,38
technische Anlagen und Maschinen 1.139.681,00 490.683,71 1.059.233,49
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.280.204,00 1.586.608,62 1.248.705,50
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.403,36 0,00 8.403,36
Summe II. Sachanlagen 2.828.908,36 2.229.568,47 2.708.339,73
Gesamtsumme 2.933.671,36 2.547.389,36 2.764.342,73

Verbindlichkeitenspiegel 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 1.037.867,31 192.714,87 845.152,44 0,00
(1.319.194,11)
aus Lieferungen/Leistunger 401.030,09 401.030,09 0,00 0,00
(430.633,21)
gegenüber Gesellschaftern 48.049,06 48.049,06 0,00 0,00
(71.561,88)
Sonstige 295.260,97 295.260,97 0,00 0,00
(151.336,99)
1.782.207,43 937.054,99 845.152,44 0,00
(1.972.726,19)

Lagebericht Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Maschmeyer GmbH ist ein mittelständisches Familien-Unternehmen mit Sitz in Bergkamen und bekannt für sämtliche Dienstleistungen rund ums Automobil, aber insbesondere spezialisiert auf Unfallinstandsetzung für PKW aller Fabrikate und Typen. Es werden aktuell insgesamt 5 Karosserie- und Lackierzentren in der Metropolregion Ruhr betrieben. Zu den Kunden zählen Autohäuser, Flottenbetreiber, Leasinggesellschaften, Versicherungsgesellschaften und Privatkunden.

Die Immobilien an den Standorten Bergkamen, Bochum, Dortmund und Essen sind von einer Schwestergesellschaft angemietet.

Der Jahresabschluss 2023 betrifft das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023, dem gleichen Zeitraum, der auch für das Wirtschaftsjahr der Schwestergesellschaft Gültigkeit hat.

Steuerungssysteme

Auf der Grundlage einer kontinuierlichen Qualitätssicherung und -verbesserung unserer Leistungen sind wir bestrebt, unseren Unternehmenswert durch die Orientierung an finanziellen Größen wie Umsatz, Jahresergebnis (Jahresüberschuss zzgl. Steuern vom Einkommen und Ertrag, im Folgenden auch EBT bezeichnet), Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Gesamtkapital) und Eigenkapitalrendite (EBT zu bilanziellem Eigenkapital) zu sichern und zu steigern sowie unser Unternehmen optimal zu steuern. Dabei erfolgt die Vorgabe von Rahmenbedingungen durch die Geschäftsleitung und deren weitere Umsetzung im Strategie- und Ablaufprozess durch nachgelagerte Gremien und Mitarbeiter. Hierzu zählen die dauerhafte Steuerung und Überwachung optimaler Prozesse wie auch der effektivste Einsatz vorhandener Kapazitäten und Ressourcen.

Forschung und Entwicklung

Relevante Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im engeren Sinne werden im Unternehmen nicht betrieben. Wir sind stets bestrebt die betrieblichen Prozesse in Frage zu stellen, um daraus zukünftige Optimierungsmöglichkeiten ableiten zu können.

Bei den umfassenden Investitionen im Immobilien- und Maschinen-Bereich achten wir stets darauf energetisch optimale Lösungen umzusetzen. Dies betrifft im Maschinenpark insbesondere die Umsetzung diverser Einsparpotenziale, im betrieblichen Prozess die Nutzung von Wärmeüberschüssen und die Kopplung von Kraft und Wärme.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aussagen zu weltwirtschaftlichen sowie nationalen wirtschaftlichen Prognosen können zurzeit nur unter Unsicherheit erfolgen. Während der ifo-Geschäftsklimaindex im April 2023 noch bei 93,2 Punkten lag und vorsichtigen Optimismus entfachte, sank diese Kennzahl begleitet von inflationären Tendenzen bis zum Ende des Jahres 2023 auf 86,4 Punkte. Die damit verbundenen Unsicherheiten bestehen weiterhin. Der Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht jedoch für 2024 ein geringfügiges Wirtschaftswachstum vor und weist in diesem Zusammenhang auf eine erwartete moderate Entwicklung der Inflationsrate von 3 % hin. Als Hauptgrund für die insgesamt weiter als unsicher geltenden wirtschaftlichen Lage nennt der Sachverständigenrat die Energieversorgungslage, die als noch nicht überwunden anzusehen sei.

Die Maschmeyer GmbH bewegte sich im Jahr 2023 bedingt durch die weiterhin hohe Inflation innerhalb der Branchenentwicklung und die negativen Effekte resultierend aus globalen Lieferengpässen in einem herausfordernden und volatilen Marktumfeld. Im Jahr 2023 ist die Zulassung von Neuwagen in der Europäischen Union gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Nach mehreren rückläufigen Jahren in Folge stiegen im Jahr 2023 die Neuzulassungen um 13,9 % gegenüber dem Vorjahr an.

Das Verkehrsaufkommen gemessen in durchschnittlich gefahrenen Kilometern in Deutschland hat sich im Vergleich zu 2022 nach ersten Schätzungen etwas erholt, wobei es sich aber noch nicht auf dem Niveau (vor Corona) von 2019 eingependelt hat. Die Anzahl der Blech- und Sachschäden ist im Jahresvergleich leicht um 5 % gestiegen. So wurden in Deutschland laut statistischem Bundesamt im Jahr 2023 2,4 Mio. Unfälle polizeilich erfasst und es lagen in Deutschland laut GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherer) 8,4 Mio. Karosserieschäden vor.

In Deutschland ist die Reparaturhäufigkeit allerdings pro Jahr und PKW von 0,40 auf 0,39 in 2023 gesunken, wobei die durchschnittlichen Reparaturkosten von € 1.899 auf € 2.189 stiegen - dies wird vor allem auf die gestiegene Anzahl von Unfallreparaturen größer als 3.000 Euro zurückgeführt. Weitere Gründe sind jedoch auch zurückgegangene Investitionen von Privathaushalten für nicht "notwendige" Reparaturen von Bagatellschäden aufgrund höherer Lebenshaltungskosten, was sich in der weiterhin rückläufigen Reparaturhäufigkeit widerspiegelt. Die gestiegene Inflation treibt zusätzlich die Preise für Ersatzteile in die Höhe. Übermäßige Preisanstiege sind insbesondere im Bereich der designgeschützten sichtbaren äußeren Bauteile der Karosserie festzustellen.

Geschäftsverlauf und Lage unseres Unternehmens

Die im Vorjahr unter erheblichen Unsicherheiten aufgestellten Ziele für 2023 konnten nicht nur umgesetzt werden, sondern wurden übertroffen. Das operative Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden.

Der Anstieg des EBT gegenüber dem Vorjahr war erwartet worden, ist aber deutlicher ausgefallen als prognostiziert und hat inzwischen ein hohes Niveau erreicht. Die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie haben wir gut gemeistert. Der Krieg in der Ukraine hatte bisher keine gravierenden Auswirkungen, da sich unsere Kundenkontakte nahezu ausschließlich auf das Inland beziehen. Dennoch haben sich in unserem Unternehmen mittelbar die Folgen des Krieges in Form der Energiepreisentwicklung belastend ausgewirkt. Ebenfalls sind mittelbare Auswirkungen im Zusammenhang mit globalen Lieferengpässen feststellbar.

Analyse der Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen in unserer Unternehmensgruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht (T€ 1.688 = 22,0%). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war das Umlaufvermögen. In diesem Bereich sind der Debitorenbestand und die liquiden Mittel angestiegen. Das Anlagevermögen hat sich (gegenüber hohen Investitionen in den Vorjahren) durch planmäßige Abschreibungen leicht verringert.

Unser Eigenkapital ist aufgrund des positiven Jahresergebnisses erneut gestiegen (T€ 2.054 = 47,4%). Damit konnten unsere Erwartungen, das Niveau zu steigern, erreicht werden. Unsere Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr von 56,7% auf 68,4% gestiegen. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Rückstellungen sind zurückgegangen; sie waren im Vorjahr - stärker als im Berichtsjahr - durch den steuerlichen Bereich geprägt. Unsere Verbindlichkeiten haben ebenfalls abgenommen und sind gekennzeichnet durch den kontinuierlichen Abbau unserer Bankverpflichtungen.

Unser zentrales Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass wir jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Durch die tragfähige finanzielle Basis und die Gestaltung unserer Finanzstruktur ist eine potenzielle langfristige Wachstumsstrategie sichergestellt.

Analyse der Ertragslage

Wir konnten unsere positive Ergebnissituation der Vorjahre auch im Berichtsjahr bestätigen. Die ausgewiesenen Erlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies ist neben der Optimierung der Prozessketten und dem optimalen Einsatz vorhandener Kapazitäten und Ressourcen insbesondere die Folge der Ausweitung des Geschäfts im Bereich der Elektromobilität. Dieser Entwicklung steht ein Materialaufwand gegenüber, welcher - auch durch Preissteigerungen verursacht - ebenfalls gestiegen ist - verglichen mit der Entwicklung der Umsatzerlöse sogar überproportional. Unsere Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht (T€ 462 = 12%). Zu dieser Entwicklung haben 2 Aspekte beigetragen, nämlich zum einen eine weitere Erhöhung des Personalbestands und zum anderen eine deutliche Anpassung von Vergütungen, ebenfalls bedingt durch inflationäre Effekte in Ballungsgebieten, aber auch überproportional bedingt durch Effekte des Fachkräftemangels. Zum Bilanzstichtag haben wir 89 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Die Entwicklung der Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr zeigt Konstanz aufgrund der planmäßigen Fortführung der Abschreibung und relativ geringer Investitionen im Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind trotz deutlicher Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Diese Feststellung ist insoweit zu relativieren, als dieser Bereich im Vorjahr durch hohe Instandhaltungsaufwendungen gekennzeichnet war.

Leistungsindikatoren

Unsere Unternehmenssteuerung sowie die der gesamten Unternehmensgruppe erfolgt auf Basis nichtfinanzieller als auch finanzieller Leistungsindikatoren.

Im Bereich der nichtfinanziellen Indikatoren stellt die Personalsituation im personalintensiven Handwerksbereich eine permanente Herausforderung dar. Dabei geht es neben der Quantität des Personalstamms insbesondere um die Qualifizierung der Mitarbeiter als auch um die Akquisition neuen Personals - ein Aspekt der durch die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen als auch der innerbetrieblichen Alterspyramide immer mehr an Bedeutung zunimmt. Es werden spezifische Arbeiten und Aufträge dezidiert aufgeteilt und den differenzierten Fähigkeiten der einzelnen Fachkräfte zugeordnet, wodurch neben dem hohen Maß an Fachkenntnissen auch insbesondere Routinen in höchstem Maß auch bei spezifizierten Aufträgen und Aufgaben gefördert und erreicht werden. Durch diese sehr detaillierte Steuerung wird eine möglichst hohe Produktivität und Effektivität angestrebt, welche als Werte in den Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einfließen und zur Steuerung des operativen Tagesgeschäfts genutzt werden. Ebenso werden, um die Auslastung der unterschiedlichen Handwerksbereiche, welche zur Erfüllung des Auftragsvolumens erforderlich sind, zu gewährleisten, im entsprechenden prozentualen Verhältnis gleichbleibende Verhältnisse zwischen den, den Gewerken zugrundeliegenden Berufsbildern angestrebt unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Arbeitsplatzressourcen. Es wird eine optimale Steuerung des handwerklich geprägten operativen Tagesgeschäfts angestrebt als Produkt des Zusammenspiels dieser nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

Aber auch das Setzen von Prämissen in unserer Angebotspalette steht kontinuierlich auf dem Prüfstand. Die Fortentwicklung ganzheitlicher Lösungen rückt immer mehr in den Vordergrund.

Weiter verwenden wir zur Unternehmenssteuerung verschiedene finanzielle Kennzahlen; eine Entwicklung einiger dieser Kennzahlen für die vergangenen Wirtschaftsjahre ist im Folgenden aufgezeigt. Unsere wirtschaftliche Lage im Mehrjahresvergleich kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

2023 2022 2021 2020
Umsatz T€ 16.960 13.358 10.954 8.975
Veränderungsrate % 27,0 22,0 22,0 -
Umsatzrentabilität % 22,3 13,1 19,4 8,7
EBT T€ 3.790 1.755 2.126 782
Eigenkapital T€ 6.393 4.339 3.171 2.196
Eigenkapitalquote % 68,4 56,6 54,4 50,7
Eigenkapitalrentablitität % 59,3 40,4 67,0 35,6

Prognosebericht

Unser Unternehmen konnte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten positive Zeichen setzen. Wir konnten erreichen, dass sich unsere wirtschaftliche Situation nicht nur stabilisiert hat; eine Verbesserung ist eingetreten. Dieser Umstand führt bei einem Blick in die Zukunft dazu, dass wir gestärkt aus dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr hervorgehen und die zukünftigen Herausforderungen positiv angehen. Die Daten der ersten Monate des laufenden Wirtschaftsjahres bestätigen dies.

Die Vorhersagen in öffentlichen Prognosen für das kommende Jahr sind auf der Basis fortgesetzter Sanktionen gegen Russland und der damit verbundenen hohen Energiepreise sowie der nationalen und internationalen Inflationstendenzen getrübt. Die Einschätzungen der Konjunkturerwartungen sind uneinheitlich. Uns ist jedoch bewusst, dass unser Marktsegment nicht unmittelbar von Konjunkturentwicklung abhängig ist. Langfristige Folgen sind jedoch noch nicht vollständig absehbar.

Die aktuelle Auftragssituation lässt für unser Geschäft wenigstens keine negativen Konjunktureinflüsse erkennen. Dennoch ist uns bewusst, dass unser Erfolg in nicht geringem Maße von der zukünftigen Entwicklung der Kaufkraft im Allgemeinen, der sich verändernden Mobilität im Allgemeinen und von Innovationen im Automobilsektor beeinflusst und geprägt wird. Wir sind davon überzeugt, dass wir auf mögliche negative Szenarien ordentlich vorbereitet sind. In unserem Unternehmen haben wir in der Vergangenheit in sämtlichen Bereichen Strukturen geschaffen und sind weiterhin stets bemüht kurzfristig strukturelle Anpassungen auf Basis des sich verändernden Marktes zu schaffen, welche es uns ermöglichen, Prozesse zu vereinheitlichen und zu harmonisieren und damit ökonomisch umsetzbar zu machen. Unsere Standortvielfalt ermöglicht es uns, kurzfristige Auftragsüberhänge optimal auf unsere Standorte zu verteilen und damit die Zufriedenheit unserer Auftraggeber stabil zu halten und/oder zu erhöhen.

Weiteres Anpassungspotenzial durch das Vorhandensein mehrerer Standorte ergibt sich daraus, dass wir auch im Personalbereich eine sehr hohe Flexibilität, sowohl bei Quantität, Qualität wie auch individueller fachbezogener Fähigkeiten aufweisen. Die einer Unfallinstandsetzung vor- und nachgelagerten Tätigkeitsfelder und Leistungsstufen als auch andere Auftragsfelder "rund um das Fahrzeug" ergänzen diese Situation positiv.

Trotz der anhaltenden ausgeprägten Störungen in den Lieferketten und den Einflüssen der anhaltend hohen Inflation konnte unser Unternehmen Umsatz und Ertrag - wie dargestellt - positiv entwickeln. Dies ist zum Großteil auf sehr bedachte strukturelle Anpassungen zurückzuführen, welche es uns ermöglicht haben, diese negativen Effekte gut bis sehr gut zu kompensieren bzw. zu egalisieren.

Das Geschäftsjahr 2023 ist eine Kontinuation des Geschäftsjahres 2022, in welchen die Prozesse und damit verbundenen strukturellen Anpassungen und Veränderungen innerhalb unserer Unternehmensgruppe weitergehend im Fokus standen. Dies ist nicht zuletzt am organischen Wachstum und der Verbesserung von Umsatz und Ertrag erkennbar. Durch konsequentes Anpassungsmanagement wurde eine solide Basis für folgende Geschäftsjahre geschaffen, auch nach dem sehr plötzlichen und unerwarteten Versterben und damit verbundenem Ausscheiden unseres Gründers, Gesellschafters und Geschäftsführers Willi Maschmeyer. Zusammenfassend wird die Geschäfts- entwicklung 2023 als sehr zufriedenstellend bewertet, auch insbesondere im Vergleich zur Marktentwicklung und im Kontext des gesamtwirtschaftlichen Umfelds.

Unter Berücksichtigung aller derzeitigen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten und einer zu erwartenden Preis- und Lohnsteigerung innerhalb unserer Branche (leicht über der zu erwartenden Inflation) erwarten wir für das gesamte Jahr 2024 leicht steigende Umsätze in einer Größenordnung von 5 - 10%. Ebenso erwarten wir eine damit einhergehende Ergebnissteigerung. Die Kostenentwicklung ist nur schwer einschätzbar, es werden aber auch in diesem Bereich parallele Steigerungen in moderatem Umfang erwartet.

Die vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden und als wesentlich bewerteten Informationen getroffen werden. Sie können mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Changen- und Risikobericht

Wir sehen im sich verändernden Markt vielfältige Chancen, die den künftigen langfristigen Unternehmenserfolg sichern. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen der Gruppe dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen. Die Identifikation von Chancen ist in den Strategie- und Planungsprozessen unseres Unternehmens stark verankert.

Auf Basis der Analysen und der laufenden Marktbeobachtung in Nord-West-Deutschland wird die Ausrichtung des Geschäfts im Allgemeinen, der Kundenstruktur und der regionalen Entwicklung des Marktes und der Wettbewerber ständig überprüft. Darüber hinaus sind die kontinuierliche Überprüfung wichtiger Geschäftsprozesse sowie eine strikte Kostenkontrolle von essenzieller Bedeutung, um sowohl die Profitabilität als auch die Kundenzufriedenheit permanent zu stabilisieren und weiterzuentwickeln.

Aus Kundensicht besteht mit der flächendeckenden Präsenz in der Metropolregion Ruhr eine hohe Attraktivität. Vorteile liegen für diese Kunden insbesondere darin, dass wir als größere Gruppe die Servicedienstleistungen in einem vergleichbaren Standard über die ganze Gruppe anbieten und abwickeln können. Es kann durch die Zentralisierung von administrativen Services und handwerklich geprägten Dienstleistungen eine hohe Qualität zu attraktiven Konditionen angeboten werden. Qualitativ hohe Standards können zu wettbewerbsfähigen Preisen etabliert werden. Eine hohe Auslastung der kostenintensiven Werkstattausrüstung sowie des hoch qualifizierten Fachpersonals und damit eine hohe Kosteneffizienz wird sichergestellt.

Der Markt wird sich in unserem Wettbewerbsumfeld weiter bereinigen. Es ist davon auszugehen, dass sich das allgemeine Reparaturvolumen im Markt auf weniger Betriebe und auf weniger Fachkräfte verteilt und eine Verschiebung zu einer erhöhten Nachfrage bei geringerem Angebot ergibt.

Unser Markt steht vor Veränderungen, nicht zuletzt erkennbar an entsprechenden Konsolidierungstendenzen. Innovationsbedingte notwendige Investitionen sind erforderlich. Eine gewisse Verunsicherung im Markt ist durchaus spürbar. Hinzu kommen viele Handwerksbetriebe, welche vor demografisch notwendigen Veränderungen stehen, und als weitere Herausforderungen sind neben dem Fachkräftemangel auch Nachhaltigkeitsthemen, Ressourcenschonung und der demografische Wandel auf Fachkräfteebene allgemein zu nennen. Die Baby-Boomer-Generation ist auch im Handwerk stark vertreten und verabschiedet sich in den Ruhestand. Ausgeprägte Ausbildungsaktivitäten sind notwendiger denn je.

Wir gehen für unser Unternehmen aktuell davon aus, dass wir Fachpersonal über geeignete Maßnahmen für uns gewinnen können, um unser organisches Wachstum zusätzlich zu stützen. Wir sehen große Chancen im Bereich der Förderung der Attraktivität der Ausbildungsberufe Karosseriebauer und Fahrzeuglackierer und sind zuversichtlich eine große Anzahl von Berufseinsteigern nicht nur von den Berufsbildern, sondern auch von uns als zukünftigen Arbeitgeber zu überzeugen und damit dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken. Ein großer Fokus liegt in diesem Zusammenhang darauf, Fachkräfte für morgen und übermorgen aus den eigenen Reihen auszubilden.

Wir sehen in diesem sich verändernden Markt entsprechende Chancen und Potenziale für uns als Unternehmen. Es gehen mit diesen Veränderungen aber auch Risiken einher.

Unsere Geschäftspolitik ist darauf ausgerichtet, die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft sowie damit einhergehend den Wert unseres Unternehmens zu steigern. In unserem unternehmerischen Handeln unterliegen wir dabei neben allgemeinen konjunkturellen und spezifischen Branchenrisiken den üblichen finanzwirtschaftlichen Risiken. Im Rahmen unseres Risikomanagements werden potenzielle Geschäftsrisiken frühestmöglich identifiziert und bewertet und - soweit möglich - mittels gezielter Maßnahmen minimiert bzw. vermieden. Risiken gehen wir bewusst dann ein, wenn die damit verbundenen Erfolgsaussichten entsprechend attraktiv sind und die damit verbundenen vorliegenden Risiken kalkulierbar, der Höhe nach verkraftbar und in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit gering sind. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, die Position unseres Unternehmens im Markt zu sichern und zu stärken und das Erreichen der finanziellen, operativen und strategischen Ziele sicherzustellen.

Allgemeine politische Entwicklungen sind seit jeher ein permanenter Risikofaktor. Dazu ist auch der Krieg in der Ukraine zu zählen. Unmittelbares Risikopotential für uns können wir daraus nicht ableiten. Die sich aus den globalen Unruhen ergebenden Energieprobleme haben bereits massive Einflüsse auf die Weltwirtschaft. Diese Folgen könnten auch für unser Geschäft negative Folgen mit sich bringen und stellen dementsprechend ein wirtschaftliches Risiko dar. Die Energiepreise und deren Entwicklung sind als Risikofaktor zu nennen. Nicht zuletzt bekommt dieser Aspekt derzeit durch die weltweite Energiekrise besondere Bedeutung. Verschiedene Modernisierungs-, Sanierungs- und Bautätigkeiten und -vorhaben der letzten Jahre haben wir dazu genutzt unsere Energieversorgung erfolgreich zu optimieren.

Allgemeine Beschaffungsrisiken umfassen - insbesondere im kritischen Bereich der Ersatzteilversorgung für die Fahrzeuginstandsetzung - Risiken aus mangelnder Qualität und nicht zeitnaher Lieferung der Teile. Unser Unternehmen bezieht Ersatzteile aufgrund von Hersteller- oder Auftraggeber-Vorgaben wie auch bedingt durch den entsprechenden Designschutz, insbesondere im Bereich der designgeschützten sichtbaren äußeren Bauteilen der Karosserie, nahezu ausschließlich in Form von Original-Ersatzteilen. Von strategischer Bedeutung für unser Unternehmen ist ebenfalls die Lackverfügbarkeit und Verfügbarkeit weiterer Verbrauchsmaterialien. Die in verschiedenen Lacken und Verbrauchsmaterialien (z.B. spezielle Kleber o.ä.) teilweise verwendeten besonderen Rohstoffe, führten auch bereits in der Vergangenheit zu kurzfristigen Lieferengpässen oder mussten durch andere Materialien und Produkte ersetzt werden. Ein entsprechendes Risiko geht damit einher. Um eine hohe Verfügbarkeit in Verbindung mit exzellenter Material- und Servicequalität zu gewährleisten, haben wir zur Absicherung attraktiver Einkaufskonditionen einen langfristigen Liefervertrag mit einem strategischen Industriepartner geschlossen. Darüber hinaus fokussieren wir uns verstärkt auf das sach- und fachgerechte "Instandsetzen vor Erneuern" unter Zuhilfenahme geeigneter hochwertige Maschinen und Werkzeuge, aber auch durch die konsequente Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte. Auch damit können Beschaffungsrisiken oder Abhängigkeiten minimiert werden. Parallel werden Ressourcen nachhaltig geschont.

Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Insgesamt kann das Risiko aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge sowie der Kundenstruktur als begrenzt angesehen werden. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit unseres Unternehmens sicherzustellen, wird der kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch das Halten von angemessenen Liquiditätsreserven sichergestellt. Der Fortbestand des Unternehmens ist aufgrund der aktuellen ausreichenden finanziellen Ausstattung im Prognosezeitraum nicht gefährdet.

Des Weiteren ist uns bewusst, dass wir allgemeinen Cyber- und IT-Risiken ausgesetzt sind. Wir sind bestrebt sowohl durch interne Maßnahmen als auch durch die Inanspruchnahme externer Dienstleister diese Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Steuerliche Risiken sowie Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht zu erkennen.

Andere Risiken allgemeiner Art, die unser Geschäft beeinflussen oder gar gefährden könnten, sind derzeit ebenfalls nicht erkennbar.

Die Geschäftsführung unseres Unternehmens überprüft regelmäßig die generelle Risikosituation und ist von der Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen überzeugt. Nach Auffassung der Geschäftsführung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen jedoch weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit im Prognosezeitraum bestandsgefährdenden Charakter auf.

Insgesamt betrachtet gehen wir von einer positiven Entwicklung aus. Unser Unternehmen hat in 2023 operativ, organisatorisch und strukturell gute Fortschritte erzielt, welche auch zukünftig Grundlage für weitere positive Ergebnisse sind.

 

Bergkamen, den 30. Dezember 2024

Maschmeyer GmbH

Nico Maschmeyer

Birgit Maschmeyer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Maschmeyer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Maschmeyer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maschmeyer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 30. Dezember 2024

BSH Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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