Brosa GmbH
Dr.-Klein-Straße 1, 88069 Tettnang, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Martin Weber seit 18.12.2024 | Geschäftsführer |
Martin Gerhard Wagner seit 22.11.2021 | Geschäftsführer |
Elmar Schupp seit 22.11.2021 | Geschäftsführer |
Michael Dischl seit 22.11.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Wagner-Beteiligungsgesellschaft bürgerlichen Rechts | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brosa GmbHTettnangJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die BROSA GmbH (im Folgenden auch: BROSA) ist führender Hersteller von Kraftmesssensoren und Druckaufnehmern mit Stammsitz in Tettnang am Bodensee, Deutschland. Das mittelständische Familienunternehmen existiert bereits seit 1935 und verfügt über Vertriebsniederlassungen in den Niederlanden, Singapur und China. Im Oktober des Jahres 2021 erwarb BROSA die Rüthi Electronic AG. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Rüthi Electronic AG ein Schwesterunternehmen der BROSA, seit dem vollständigen Erwerb firmiert die Rüthi Electronic AG nun als 100 %-ige Tochtergesellschaft der BROSA. Zur Jahresmitte 2022 wurde die Rüthi Electronic AG in BROSAtronic AG (BtA) umbenannt, um dem Gruppengedanken auch in der Namensgebung zu dokumentieren. BROSA ist darauf spezialisiert, kundenspezifische Sensoren zu entwickeln und zu fertigen. Wir schaffen Lösungen für neue Einsatzzwecke und passen hierfür unsere Sensoren den Anforderungen und Wünschen jedes einzelnen Kunden an. Eine Fertigungstiefe von über 95 % ermöglicht es uns, den hohen Qualitätsanspruch, sowohl in der mechanischen Fertigung, als auch bei den selbst gefertigten Elektronikkomponenten, zu gewährleisten. Unsere komplette Wertschöpfungskette wird in regelmäßigen Audits, durch unabhängige Stellen nach ISO 9001 für Qualitäts- und ISO 14001 für Umweltmanagement, zertifiziert. Unsere sicherheitsrelevanten Sensoren können als ATEX-Ausführung und mit Performance Level c / d bzw. SIL 1 / 2 angeboten werden. Im Einsatz in übergeordneten Systemen nach DIN EN ISO 13849-1 erreichen unsere Sensoren sogar PL e / SIL 3. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Entwicklung und Herstellung der Elektronikkomponenten erfolgt bei der BROSAtronic AG in der Schweiz, einem Tochterunternehmen der BROSA GmbH. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2024 war durch das krisengeprägte Umfeld im In- und Ausland nach wie vor angespannt. Das Jahr 2024 war weltweit weiterhin von den Folgen der russischen Invasion in der Ukraine und der hohen Inflation geprägt. Aufgrund der steigenden Zinsen und den damit verbundenen schwierigen Finanzierungsbedingungen hat sich die wirtschaftliche Aktivität gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Die für die BROSA GmbH wichtigsten beiden Marktsegmente entwickelten sich im vergangenen Jahr wie folgt: Im Bereich der Baumaschinen hat sich die negative Entwicklung beim Auftragseingang fortgesetzt, in den Quartalen III und IV hat sich der Auftragseingang weiter abgeschwächt. Die Auswirkungen der Krise am Bau sind beim Auftragseingang für diesen Bereich angekommen. Diese Entwicklung setzt sich im Jahr 2025 fort. Der Bereich für die Mobilkrane hat sich in Jahr im 2024 stabilisiert. Für das Jahr 2025 zeichnet sich auch ein Rückgang für diesen Bereich ab. Im Marktsegment der Ausrüstung von Häfen und Containerterminals sowie im Offshore Bereich zeigte sich eine andere Entwicklung als bei den Baumaschinen, so konnte bei der BROSA GmbH im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz stabilisiert werden. Grund dafür war einmal mehr China, da dort die größten Hersteller für das Equipment in den in Häfen und Containerterminals ihren Sitz haben und dort auch die großen Ausrüstungsprojekte abwickeln. Die Regierung in Peking möchte zukünftig wieder deutlich höhere Wachstumsraten ausweisen, so dass wir von einer Stabilisierung auf dem Niveau von 2024 ausgehen. Im Bereich Offshore hat sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. 2.2 Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Wachstumstrend des Vorjahres (Rekordjahr) nicht fortgesetzt werden. Durch den realisierten Umsatz von Euro 16,36 Mio. konnte in 2024 aber ein Umsatzplus von 2,16 % gegenüber der Planung erreicht werden. Die Grundlage für die positive Entwicklung wurde mit dem starken Quartalen I und IV gelegt, somit konnten die schwachen Quartale II und III kompensiert werden. Das Jahr 2024 wurde mit einem Ergebnis über Plan abgeschlossen. Die vorhandenen Lieferrückstände wurden abgebaut und die Lieferzeiten für unsere Produkte deutlich reduziert. Die positive Entwicklung in China ist, wie auch in den vergangenen Jahren, dem Segment Hafen und Containerterminals zuzuschreiben, über welches bereits berichtet wurde. Betreut wird dieses Segment von unserer Tochtergesellschaft in Singapur, unserer Niederlassung in Nanjing und einem in Shanghai ansässigen lokalen Handelsvertreter. Die Brosa BV betreut in der Zwischenzeit, neben den Kunden in Benelux, in Skandinavien nicht nur die Kunden der geschlossenen BROSA AS, sondern hat diesen Kundenstamm noch erweitern können. Betrachtet man einzelne Produktgruppen hat sich im abgelaufenen Jahr wiederum der Trend der Vorjahre fortgesetzt und so haben wir bei Kraftmessachsen und Kraftmessringen Zuwächse bei den verkauften Stückzahlen verzeichnen können. Der Grund hierfür dürfte in der breiten Einsetzbarkeit dieser beiden Bauformen liegen und der vor allem für Kraftmessachsen nach wie vor starken Nachfrage für den Einsatz in Containerterminals aus China. Unser großes Projekt für hydraulische Druckaufnehmer läuft seit 2023 in Serie und trägt zum Umsatz bei. In Summe war das abgelaufene Jahr für die BROSA ein erfolgreiches Jahr, trotz Fachkräftemangel und dem unsicheren wirtschaftlichem Umfeld 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Das Rohergebnis vor sonstigen betrieblichen Erträgen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEuro 11.976 im Vergleich zu TEuro 12.799 im Vorjahr. Erfreulich hierbei ist, dass die Rohergebnisquote von 71,0 % (2023) auf 73,0 % (2024) stieg. Dazu trug auch die Senkung der Materialeinsatzquote um 2,0% bei. Die Personalaufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um TEuro 47 auf TEuro 6.324. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht (+3,2 %). Die planmäßigen Abschreibungen lagen in 2024 mit TEuro 655 unter den Abschreibungen des Vorjahres (TEuro 677). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen, verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023, um TEuro 151 an. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 liegt mit TEuro 1.411 unter dem Vorjahresergebnis mit TEuro 1.831. 2.3.2 Finanzlage Investitionen Die Anlagenzugänge betrugen im Berichtsjahr TEuro 782 (Vorjahr: TEuro 931) und betrafen im Wesentlichen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Den Investitionen standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEuro 655 gegenüber Liquidität Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEuro 1.915, während der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEuro -575 betrug. Die erbrachten Tilgungen betrugen TEuro 761. In Summe erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag deutlich im Vergleich zum Vorjahr (+ TEuro 579). 2.3.3 Vermögenslage / Kapitalstruktur Das Anlagevermögen (vor Finanzanlagevermögen) ist vollständig vom Eigenkapital gedeckt; der Anlagendeckungsgrad I beträgt zum 31. Dezember 2024 rd. 140 %. Die Bilanzsumme hat sich in 2024 mit TEuro 13.648 gegenüber dem Vorjahr mit TEuro 13.557 erhöht. Ein wesentlicher Faktor ist hier ein erhöhter Bestand an liquiden Mitteln. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses in 2024 um TEuro 1.411. Die Eigenkapitalquote von 54,0 % zum 31. Dezember 2023 steigerte sich aufgrund dessen deutlich auf 64,0 % zum 31. Dezember 2024. Die Rückstellungen verringerten sich auf TEuro 1.512 gegenüber dem Vorjahreswert von TEuro 1.852. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich von TEuro 4.321 auf TEuro 3.319, was einem Rückgang von rd. 23 % entspricht. Begründet ist dieser Rückgang insbesondere in den im Geschäftsjahr erbrachten Tilgungsleistungen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Eine Prognose für das Jahr 2025 ist auf Grund der nach wie vor sehr dynamischen Entwicklungen außerordentlich schwierig, insbesondere wegen den starken Einflussfaktoren im Hinblick auf die politische Entwicklung im In- und Ausland, speziell mit den verbunden Zöllen, dem Fachkräftemangel, der Ukraine-Krise, dem Konflikt um Taiwan und die Spannungen im Nahen Osten. Die BROSA GmbH plant für 2025 mit einem Umsatzniveau leicht unter der Höhe von 2024 und einem deutlich reduzierten Jahresergebnis. Die o.g. Einflussfaktoren beeinflussen nicht nur den Umsatz, sie haben natürlich auch einen sehr großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der BROSA GmbH. Die großen Herausforderungen in Sachen Wirtschaftlichkeit werden im kommenden Jahr insbesondere darin liegen, die bereits eingetretenen Preiserhöhungen für Elektronikkomponenten sowie den Anstieg der Personalkosten und sonstigen Aufwendungen frühzeitig zu erkennen, um dann über die folgenden Ansatzpunkte die Wirtschaftlichkeit der BROSA sicherzustellen: - Ausschöpfung von Ratio-Potentialen bei neuen und laufenden Aufträgen - Angemessene Bevorratung bei Elektronik (falls verfügbar!), um Spitzen beim Preis zu puffern - Flexibilisierung der Kapazitäten, um die Lieferzeiten zu reduzieren und den Cashflow zu verbessern. - Lieferrückstände und damit teure Sonderfrachten weiter vermeiden - Weitere Reduzierung der Lagerbestände Als wesentlichen Umsatzträger sehen wir die Kraftmessachsen, Kraftmesslaschen und -ringe. Hierfür ist es allerdings sehr wichtig, dass insbesondere China auch in diesem Jahr wieder ein deutliches Wirtschaftswachstum realisieren kann. Für unser Marktsegment Baumaschinen sehen wir, neben der Krise am Hochbau, bei der aktuell im Gang befindlichen Forcierung der Energiewende weg von fossilen Brennstoffen eine positive Entwicklung. Einen positiven Treiber sehen wir in den großen Infrastrukturprojekten sowie den dringend notwendigen Sanierungen speziell im Bereich der Verkehrsinfrastruktur, da speziell in diesen Anwendungen unsere Sensorik, insbesondere auch die Kraftmesslaschen zum Einsatz kommen. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir im ersten Quartal 2025 unser Umsatzziel leicht unterschreiten werden, und für das zweite Quartale 2025 zeichnet sich ab, dass die Planwerte erreicht werden. Allgemein ist der Ausblick anhand des kurzfristigen Auftragseingangs für 2025 schwierig. 3.2 Chancen- und Risikobericht Für die internen und externen Geschäftsrisiken hat die Gesellschaft - soweit diese Risiken durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen (Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme) getroffen. Des Weiteren besteht ein Risikomanagementsystem, der Risikobericht zum Jahresende ist auch Bestandteil des Management Reviews im Rahmen der DIN/ISO Zertifizierung. Das interne Berichtswesen ermöglicht es der Geschäftsführung durch die Überwachung wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen (beispielsweise Rohstoffpreisentwicklungen und branchenkonjunkturelle Daten) sowie interner, unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten- und Qualitätskontrollen, Auftragscontrolling, monatliche Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Finanzplan) zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert zu sein. Unmittelbare Währungsrisiken gibt es für die Gesellschaft in nur geringem Umfang, da auch gegenüber Kunden außerhalb des Euro-Raumes ausschließlich in Euro fakturiert wird. Zinsänderungsrisiken aus verzinslichen Finanzverbindlichkeiten bestehen aufgrund der überwiegend längerfristigen Finanzierungsvereinbarungen nur in geringem Umfang. Auch die abgeschlossene Finanzierung für den Erwerb der BROSAtronic AG garantiert langfristig einen niedrigen Darlehenszinssatz. Finanzwirtschaftlichen Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen tendenziell zu. Wir werden diesem Risiko durch eine genaue Verfolgung der offenen Posten sowie einer engen Abstimmung zwischen Rechnungswesen und Vertrieb begegnen. Weiter verfolgen wir im monatlichen Reporting die Entwicklung der durchschnittlichen Zielgewährung und die Aussenstände unserer Kunden. Risiken sehen wir aufgrund unsicherer politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Als weltweit tätiges Unternehmen ist unser Geschäft stark von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung abhängig. Insbesondere in den von uns bedienten Märkten kann eine wirtschaftliche Abschwächung dazu führen, dass wir unsere geplanten Umsatzziele und Ergebnisse nicht erreichen. Konkrete Risiken sehen wir weiterhin durch den Angriff Russlands auf die Ukraine. Den Konflikt um Taiwan sowie die Spannungen im Nahen Osten sind als geopolitisches Risiko sehr hoch anzusehen. Als weiteres Risiko sehen wir Handelsbeschränkungen zwischen den USA ,China und Europa im Hinblick auf Zollstreitigkeiten und Ausfuhrkontrollen, die den globalen Handel und das Weltwirtschaftswachstum beeinträchtigen. Weitere wesentliche Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus dem nach wie vor steigenden Zinsen für neue Finanzierungen, den starken Preisschwankungen auf einem bereits hohen Niveau bei der Energieversorgung, der verschärften Wettbewerbssituation sowie der unsicheren und wechselkursabhängigen Lieferkettensituation. Speziell für Deutschland sehen wir die Gefahr einer Preis- Lohn-Preisspirale, die durch weitere zu erwartende Erhöhungen im Bereich der Lohnnebenkosten noch forciert werden könnte. Dies ist umso kritischer als es in einer Zeit von starkem Fachkräftemangel bei Fach- und Führungskräften nur geringe Verhandlungsspielräume für die Unternehmen gibt. Eine Chance besteht in der geänderten Organisation der BROSA GmbH, die es uns ermöglicht Veränderungen schneller zu erkennen und darauf zu reagieren und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten für talentierte Mitarbeiter*innen bietet. Als weitere Chance sehen wir unsere Lieferfähigkeit anhand der eigenen Fertigungskapazitäten sowie den Fertigungskapazitäten externer Fertigungspartner im Zerspanungsbereich. Somit ist es uns möglich eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Kundennachfrage abzubilden und zu bedienen.
Tettnang, den 10. März 2025 gez. Martin Wagner gez. Michael Dischl gez. Elmar Schupp gez. Markus Weber HANDELSBILANZAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der BROSA GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen nach der linearen Methode wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Im Zugangsjahr wurden Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Zeitwert zum Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Wertabschläge für Altbestände werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten angesetzt. Dem Wertminderungsrisiko bei Beständen, deren Selbstkosten nicht durch die Verkaufspreise gedeckt sind, ist gegebenenfalls durch angemessene Abschläge zur verlustfreien Bewertung Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für Einzelrisiken werden, soweit erforderlich, angemessene Abschläge vorgenommen. Daneben werden die allgemeinen Kreditrisiken durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert. Für zeitlich abgrenzbare Ausgaben, die erst im Folgejahr zu Aufwendungen werden, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Die Rückstellungen für Urlaub- und Überstundenansprüche wurden auf der Grundlage individueller Tagessätze je Mitarbeiter ermittelt. Die Rückstellungen für Gewährleistungen berücksichtigen neben individuellen Risiken auch das pauschale Gewährleistungsrisiko auf der Grundlage von vergangenheitsorientierten Erfahrungswerten. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten temporary Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern wird vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. 3. Angaben zu Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Dieser ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Betrag von Euro 123.159,19 (Vj. Euro 118.000,00) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 19.783,21 (Vj. Euro 12.971,00). Angaben zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr im Umfang von Euro 515.000,00 (Vj. Euro 1.061.410,00), Restlaufzeiten von ein bis fünf Jahren von Euro 960.000,00 (Vj. Euro 1.235.000,00) sowie Restlaufzeiten größer fünf Jahren in Höhe von Euro 370.000,00 (Vj. Euro 610.000,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind u.a. durch Sicherungsübereignung von Technischen Anlagen und Maschinen besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht der übliche Eigentumsvorbehalt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 562.500,00 (Vj. Euro 655.293,60). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr im Umfang von Euro 425.000,00 (Vj. Euro 505.293,60), Restlaufzeiten von ein bis fünf Jahren von Euro 100.000,00 (Vj. Euro 100.000,00) sowie Restlaufzeiten größer fünf Jahren in Höhe von Euro 37.500,00 (Vj. Euro 50.000,00). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 91.102,60 (Vj. Euro 91.777,78) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 6.229,67 (Vj. Euro 4.867,33). Passive latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen: Der Unterschiedsbetrag zwischen dem handels- und steuerrechtlichen Ansatz des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEuro 302 führte zum Ansatz passiver latenter Steuern zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEuro 85 (Vj. TEuro 64). Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (zum 31. Dezember 2024: rd. 28 %). Angaben zu außerbilanziellen Geschäften - sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 1.500 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-und Leasingverträgen, hiervon ist ein Betrag von TEuro 576 innerhalb eines Jahres, ein Betrag von TEuro 288 ein bis fünf Jahren sowie ein Betrag von TEuro 636 nach mehr als fünf Jahren zur Zahlung fällig. Bei unbefristeten Mietverträgen wurden die Jahreswerte angegeben. Bei befristeten Verträgen wurden die Beträge für die gesamte voraussichtliche Vertragsdauer angesetzt. Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um Gebäudemieten sowie Mieten für Photovoltaikanlagen. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Konditionen. Eventuelle Risiken können sich aus den innerhalb der zeitraumbezogenen Vertragsbindung feststehenden künftigen Zahlungsabflüssen ergeben sowie dass über die übernommenen Gegenstände insbesondere im Falle mangelnder Auslastung nicht frei verfügt werden kann. 4. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Angaben zu den Geschäftsführern Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
(1) Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 bzw. Jahresergebnis 2023 Ergebnisverwendung Die Bilanzaufstellung erfolgte nach vollständiger Ergebnisverwendung. Dabei wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 6.120.411,41 aus dem Vorjahr berücksichtigt.
Tettnang, den 10. März 2025 gez. Martin Wagner gez. Michael Dischl gez. Elmar Schupp gez. Markus Weber sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BROSA GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BROSA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BROSA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Weingarten, 10. März 2025 SPK
Audit GmbH
Matthias Link, Wirtschaftsprüfer Andreas Maucher, Wirtschaftsprüfer |
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