STAR Piping Systems GmbH

Am Schornacker 90, 46485 Wesel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 11068
Vorher
STAR Kunststoffverarbeitungs GmbH
Eingetragen
6.3.2003
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
die Produktion von und der Handel mit Kunststoff-Rohrleitungssystemen, Maschinen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Lange
seit 6.7.2023
Geschäftsführer
Alexander Mitulla
seit 2.3.2021
Prokura
Florian Lange
seit 22.9.2015
Geschäftsführer
Andreas Bramert
seit 22.9.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.620 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STAR Piping Systems GmbH

Wesel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I. Geschäftsentwicklung

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Weltbevölkerung umfasst derzeit ca. 7,9 Milliarden Menschen. Laut einer Prognose der UN werden 2050 über 9,7 Milliarden und 2100 ca. 10,9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Eine Hauptaufgabe wird es in Zukunft sein für die Anzahl an Menschen weltweit eine ausreichende Wasserversorgung sowie Abwasserinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Durch den Klimawandel und den damit verbundenen Folgen wie Überschwemmung und Trockenheit werden sichere Rohrleitungssysteme und vorbeugende Schutzmaßnahmen im Wasserbau, sowie der Gewinnung von Trinkwasser an Bedeutung zunehmen.

Die Auswirkungen der globalen Krisen hinterließen deutliche Spuren in der deutschen Wirtschaft: Im Jahr 2023 verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt einen Rückgang um 0,3 %. Die Bruttoanlageinvestitionen sind auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Im Jahr 2023 verzeichnete das deutsche Bauhauptgewerbe eine herausfordernde Entwicklung. Der Umsatz der Betriebe im Bauhauptgewerbe sank im öffentlichen Bau minimal um 1,6 %, während der Auftragseingang im Wirtschaftsbau aufgrund eines Anstiegs im Tiefbau ohne Straßenbau zunahm.

Europa blieb auch 2023 neben China und den USA die wichtigste Handelsregion Deutschlands. Der gesamte deutsche Außenhandel legte um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) berichtete, dass der Branchenumsatz 2023 in der Kunststoffverarbeitung um knapp 6 % gesunken ist.

2. Umsatz und Geschäftsentwicklung 2023

Geschäftsgegenstand der STAR Piping Systems GmbH ist die Produktion von und der Handel mit Rohrleitungssystemen aus Kunststoff, Maschinen und Zubehör. Als Hersteller qualifizierter und zertifizierter Produkte liefert die STAR Piping Systems GmbH Komplettlösungen aus Polyolefinen welche weltweit größtenteils für den Transport von Gas, Trink-, Brauch- oder Abwasser eingesetzt werden.

Die Gesellschaft konnte sich unter Berücksichtigung der Aussichten auf dem Inlandsmarkt sowie der weltweiten Nachfrage in den vergangenen Jahren international behaupten und ihre Marktstellung ausbauen.

Das Geschäftsgebiet umfasst Kontinentaleuropa einschließlich England, einzelne Mitgliedsstaaten der GUS, Australien, Fernost, den Nahen und Mittleren Osten, Afrika und Südamerika. Die meisten Verkäufe werden in Deutschland und europäischen Ländern über unabhängige Distributoren sowie weltweit über den Direktvertrieb getätigt.

Wir orientieren uns stetig an den steigenden Anforderungen des Rohrleitungsbaus und bieten neben unserem Standartsortiment auch spezifische, nach individuellen Kundenwünschen gefertigte, Produkte an. Durch eine Vielzahl von Fertigungs- und Verbindungstechniken können wir so anspruchsvolle Bauvorhaben unterstützen. Durch die Weiterentwicklung von Werkstoffen erreichen unsere Produkte eine besonders hohe Spannungsrissbeständigkeit wodurch sich diese für moderne Verlegearten eignen und zudem eine lange Nutzungsdauer gewährleisten.

Unsere Mitarbeiter wurden im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen des Schulungsplans intern und extern geschult und weitergebildet.

Das bereits im Jahr 2001 eingeführte Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001, welches im Geschäftsjahr 2018 auf den neusten Revisionsstand umgestellt wurde, wurde auch im Geschäftsjahr zur Sicherstellung einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung angewendet.

Die STAR Piping Systems GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 weitergewachsen.

II. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 21,7% gestiegen (i. Vj. Erhöhung um 11,1%).

Die Einkaufspreise haben sich in den einzelnen Rohstoffbereichen unterschiedlich entwickelt. Insgesamt ist die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10,2%-Punkte auf 25,7 % gesunken. Die Personalaufwandsquote liegt mit 30,0 % um 1,6 Prozentpunkte niedriger und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die durchschnittliche Reichweite der offenen Aufträge hat sich gegenüber dem 31.12.2022 um 34 Tage verkürzt. Dies ist unter anderem auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. Besonders die erhöhten Umsätze im Dezember haben dazu beigetragen, die unfertigen Erzeugnisse zu reduzieren und Aufträge noch vor dem Jahreswechsel abzurechnen.

Der Rohertrag konnte sich aufgrund der überproportional gestiegenen Erlöse um T€ 5.081 auf T€ 18.676 verbessern. Dies ist unter anderem auf eine Verschiebung im Absatzsegment zurückzuführen, bei der das materialaufwändige Rohrgeschäft reduziert wurde. Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr um TEUR 836 auf TEUR 7.553 gestiegen, was vor allem durch Neueinstellungen und einmalige Lohnzuschüsse bedingt ist.

Das EBITDA konnte im Geschäftsjahr wesentlich gesteigert werden und erreichte TEUR 6.840, was einer Zunahme von TEUR 3.661 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Jahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf TEUR 4.160 und liegt damit TEUR 2.417 über dem Wert des Vorjahres.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Lagerverfügbarkeit ist in der Regel ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, insbesondere bei der Gewinnung neuer Kunden. Durch kontinuierliche und zeitnahe Abstimmung mit unseren Auftragseingängen und Auftragsbeständen streben wir eine Optimierung des Lagerbestandes entsprechend unserer Umsatzprognosen an.

Der durchschnittliche Lagerbestand im Berichtsjahr verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 122. Für das Jahr 2023 hat sich die durchschnittliche Lagerumschlagshäufigkeit gegenüber dem Vorjahr von 5,8 auf 7,2 p.a. erhöht.

Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Die Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist konservativ. Die Sicherstellung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ist das oberste Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das durchschnittliche Kundenziel ist um 12 Tage auf 39 Tage gestiegen.

Das Unternehmen führt eine konsequente Überwachung der Liquidität durch und überwacht die Werthaltigkeit und die Fälligkeiten sämtlicher Forderungen. Unsere Liquidität 1. Grades hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rd. 365%-Punkte auf 594% erhöht. Unsere Liquiditätslage beurteilen wir positiv. Kredite können jederzeit aus dem Cashflow bedient werden. Die Konditionen unserer langfristigen Kredite wurden so bemessen, dass wir auch künftig davon ausgehen, den Kapitaldienst unter Beibehaltung der guten Liquidität bedienen zu können.

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit ausreichend. Wir gehen davon aus, dass der operative Cashflow ausreicht, auch künftig die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen fälligen Zahlungen zu decken. Auch im kommenden Jahr gehen wir im Rahmen unserer Unternehmensplanung von einer stabil bleibenden Liquiditätslage aus.

III. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen des im Februar 2022 ausgebrochenen Krieges in der Ukraine sind weiterhin schwer vorhersehbar. Der deutliche Anstieg der Verbrauchspreise, u. a. für Energie, ist weiter ungebrochen. Inwieweit sich dies wirtschaftlich und finanziell negativ auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirkt, kann zurzeit nicht beziffert werden. Insoweit wird die aktuelle Entwicklung der Märkte durch die Geschäftsführung intensiv beobachtet und mögliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung werden ständig analysiert.

IV. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die ursprüngliche Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Deutschland sah für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 % vor. Diese Einschätzung hat sich im Laufe der Zeit jedoch geändert. Aktuelle Daten zeigen, dass der IWF inzwischen für 2024 nur noch ein stagnierendes Wachstum von +0,2 % erwartet. Diese Revision reflektiert die andauernden wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands, wie etwa die Auswirkungen der hohen Inflation, Probleme in zinssensitiven Branchen und eine schwächere globale Nachfrage.

Der Global Risks Report 2024 des Weltwirtschaftsforums warnt kurzfristig vor Wirtschaftsabschwung und anhaltende Klima- und Cyberrisiken.

Für das Jahr 2024 zeichnet der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) ein gemischtes Bild. Während das Investitionsklima weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist, bleiben die Umsatzerwartungen vorsichtig und zeigen wenig Anzeichen einer Erholung. Die Branche kämpft mit ungünstigen Rahmenbedingungen wie hohen Energiepreisen, Bürokratie und einer zurückhaltenden Nachfrage. Dies deutet auf eine Fortsetzung der schwierigen wirtschaftlichen Lage hin, obwohl Nachhaltigkeit und Digitalisierung weiterhin als potenzielle Wachstumsbereiche angesehen werden.

Insoweit wird die aktuelle Entwicklung der Märkte durch die Geschäftsführung intensiv beobachtet und mögliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung analysiert.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung mittels monatlicher Reports überwacht. Plan-/Ist-Abweichungen der Geschäftsentwicklung sowie deren Ursachen werden fortlaufend analysiert. Bei wesentlichen Abweichungen werden Maßnahmen zur Gegensteuerung beschlossen und zeitnah umgesetzt.

Die Gesellschaft erzielt mit rd. 10,6% ihrer Kunden einen Umsatz von rd. 75% (i. Vj. 12,2%). Der größte Einzelkunde ist für einen Umsatz von rd. 11,9% (i. Vj. 7,7%) verantwortlich. Der Verlust von einem oder mehreren Großkunden könnte dementsprechend die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Um solche Risiken zu vermindern bzw. um eine mögliche Abhängigkeit von wenigen großen Kunden zu reduzieren, ist das Unternehmen bestrebt, die Geschäftstätigkeit in den bestehenden sowie potentiellen weiteren Märkten, insbesondere durch neue Produkte strategisch auszuweiten.

Uneinbringliche Forderungen könnten gegenüber einem oder mehreren Großkunden die Finanzlage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Die Geschäftsführung überwacht die Betriebstätigkeit bedeutender Kunden, um ggf. Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gegenüber diesen spezifischen Kunden vorzunehmen.

Hinsichtlich der Risiken auf dem Beschaffungsmarkt geraten im Speziellen zunehmend Energieträger in den Fokus, da diese sich durch Teuerung und Verknappung direkt auf das Geschäft auswirken. Auch können Konzentrationen auf der Lieferantenseite ein Risiko darstellen.

Dem steigenden Kostendruck auf der Einkaufseite insgesamt wird mit langfristigen Lieferverträgen, Konzepten, sowie Kooperationsvereinbarungen entgegengewirkt.

Unser Wechselkursrisiko ist sehr gering, da sowohl die Geschäfte auf der Einkaufs- als auch der Verkaufsseite hauptsächlich in der gleichen Währung durchgeführt werden.

Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestimmten zyklischen Auf- und Abschwüngen der privaten und öffentlichen Investitionstätigkeit in den jeweiligen Märkten unterliegt. Deshalb wird sie Änderungen der Konjunktur und Märkte überwachen und sorgfältig analysieren, wodurch das Geschäftsrisiko und Auswirkungen auf das Vermögen, die Verbindlichkeiten sowie die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft relativ geringgehalten werden.

Weitere Wachstumsimpulse im weltweiten Wettbewerb erreichen wir durch den Ausbau unserer Vertriebs- und Produktionskapazitäten. Hierfür wurden neue Stellen geschaffen und weitere Investitionen in Fertigungsanlagen getätigt. Hierdurch werden wir künftig die anvisierten höheren Auftragseingänge unter Aufrechterhaltung der Qualität unserer Produkte und der Kundenzufriedenheit bedienen können. Das Unternehmen verfolgt eine klare Wachstumsstrategie und plant, seine internationale Expansion auch in Zukunft konsequent voranzutreiben.

Die Geschäftsführung sieht keine Risiken, die die Fortführung des Unternehmens gefährden könnten.

V. Forschung und Entwicklung

Unsere Forschungen haben sich insbesondere auf die Weiterentwicklung effizienter Fertigungstechnik und druckklassengerechter Formteile in großen Dimensionen konzentriert.

Um unserem Anspruch als innovatives Unternehmen weiter gerecht zu werden, versuchen wir ständig unsere Produktpalette zu verbessern und zu erweitern.

Bei der Herstellung unserer Produkte achten wir darauf, unseren Beitrag zum Umweltschutz beizutragen. Ziel ist es, mittels umweltschonender Produktionsweise klimaschädliche Emissionen langfristig deutlich zu verringern und somit eine qualitativ hochwertige und gleichsam umweltschonende Herstellung unserer Produkte zu garantieren.

 

Wesel, den 20. September 2024

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.247,00 32.138,00
2. Geleistete Anzahlungen 284.521,24 0,00
314.768,24 32.138,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 42.852,00 45.361,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.200.525,00 2.415.043,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.345.179,00 1.482.193,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.331,74 232.881,18
5.639.887,74 4.458.367,97
5.954.655,98 4.490.505,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.260.747,76 3.827.679,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.682.476,26 1.656.195,54
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.297.538,88 2.940.280,43
13.240.762,90 8.424.155,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.140,81 120.977,02
19.241.559,69 13.035.638,91

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.620,00 25.620,00
II. Gewinnvortrag 9.647.449,43 8.384.704,53
III. Jahresüberschuss 4.160.035,79 1.742.744,90
13.833.105,22 10.153.069,43
B. Rückstellungen 1.695.894,42 554.767,37
C. Verbindlichkeiten 3.704.779,05 2.327.802,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.781,00 0,00
19.241.559,69 13.035.638,91

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 18.834.152,12 13.700.122,92
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.373.975,27 5.647.562,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.178.908,97 1.068.853,24
7.552.884,24 6.716.416,05
- davon für Altersversorgung EUR 12.569,64 (EUR 57.714,97)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 727.405,52 604.018,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.528.095,53 3.804.175,29
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.227,98 (EUR 596,78)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.636,19 470,34
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.892,36 (EUR 0,00)
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 261,71 (EUR 408,18)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39.409,50 9.876,99
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.913.585,48 822.420,91
8. Ergebnis nach Steuern 4.161.408,04 1.743.685,07
9. sonstige Steuern 1.372,25 940,17
10. Jahresüberschuss 4.160.035,79 1.742.744,90

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Star Piping Systems GmbH, Wesel (Amtsgericht Duisburg, HRB 11068) ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Es werden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den jeweils niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden keine Bewertungsvereinfachungsmethoden angewandt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 IV HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden zum Nennwert angesetzt und erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungen wurden angesetzt für Aufwendungen, die auf eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag entfallen.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Ermittlung der Rückstellung für Gewährleistung erfolgt nach Abstimmung mit den garantiebehafteten Umsatzerlöse in der Vergangenheit pauschal mit einem einheitlichen Prozentsatzes von 0,2 % auf den laufenden Jahresumsatz.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 0 (i. V. TEUR 0). Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 753 (i. V. TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Stand 31.12. Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über ein Jahr
(TEUR) (TEUR) (TEUR)
1. Verbindlichkeiten 3.174,2 528,8 2.645,4
gegenüber Kreditinstituten (1.349,8) (304,0) (1.045,8)
2. Übrige Verbindlichkeiten 530,4 530,4 0,0
(978,0) (978,0) (0,0)
• davon aus Steuern 51,2 51,2 0,0
(69,5) (69,5) (0,0)
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1,9 1,9 0,0
(2,2) (2,2) (0,0)

In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

Die Gesamtverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen TEUR 893 (i. V. TEUR 108).

Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.174 sind durch Sicherungsübereignungen der entsprechenden Maschinen des Anlagevermögens besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen am Bilanzstichtag nicht (i. V. TEUR 0).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rd. TEUR 7.942, die im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen resultieren.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellung betragen TEUR 1 (i. V. TEUR 1).

Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen im Berichtsjahr TEUR 1 (i. V. TEUR 0) und die Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 1 (i. V. TEUR 1).

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Herren Florian Lange, Kaufmann, Andreas Bramert, Kaufmann, und Felix Lange, Kaufmann (ab 06.07.2023), geführt.

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a und b wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite gemäß § 285 Nr. 9c wurden nicht gewährt.

Die durchschnittliche Zahl der im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug durchschnittlich 137 Mitarbeiter. Davon waren 94 Mitarbeiter als gewerbliche Angestellte und 43 Angestellte in der Verwaltung beschäftigt.

Auf Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter Punkt "III. Nachtragsbericht".

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wesel, den 20. September 2024

STAR Piping Systems GmbH

Die Geschäftsführung

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 108.019,71 12.180,00 2.556,46 0,00 117.643,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 284.521,24 0,00 0,00 284.521,24
Summe 108.019,71 296.701,24 2.556,46 0,00 402.164,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.661,44 0,00 0,00 0,00 47.661,44
2. technische Anlagen und Maschinen 6.089.696,68 2.115.049,30 123.395,27 29.734,59 8.111.085,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.491.711,07 152.970,63 90.676,01 0,00 2.554.005,69
4. Geleistete Anzahlungen 435.426,97 -354.360,64 0,00 -29.734,59 51.331,74
Summe 9.064.496,16 1.913.659,29 214.071,28 0,00 10.764.084,17
Summe Anlagevermögen 9.172.515,87 2.210.360,53 216.627,74 0,00 11.166.248,66
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.881,71 14.070,00 2.555,46 87.396,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 75.881,71 14.070,00 2.555,46 87.396,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.300,44 2.509,00 0,00 4.809,44
2. technische Anlagen und Maschinen 3.520.037,68 509.498,89 118.976,27 3.910.560,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.083.790,07 201.327,63 76.291,01 1.208.826,69
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 4.606.128,19 713.335,52 195.267,28 5.124.196,43
Summe Anlagevermögen 4.682.009,90 727.405,52 197.822,74 5.211.592,68
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.247,00 32.138,00
2. Geleistete Anzahlungen 284.521,24 0,00
Summe 314.768,24 32.138,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.852,00 45.361,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.200.525,00 2.569.659,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.345.179,00 1.407.921,00
4. Geleistete Anzahlungen 51.331,74 435.426,97
Summe 5.639.887,74 4.458.367,97
Summe Anlagevermögen 5.954.655,98 4.490.505,97

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STAR Piping Systems GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der STAR Piping Systems GmbH, Wesel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der STAR Piping Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Mülheim an der Ruhr, den 12. Dezember 2024

Holger Randau, Wirtschaftsprüfer

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