Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 17661
Vorher
Burgdorfer Entzinnungswerk GmbHBurgdorfer Grundstücks GmbH
Eingetragen
26.4.1988
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Großhandel mit Stahl und Stahlerzeugnissen sowie die Anarbeitung von Stahl.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Sandra Rost
seit 11.9.2020
Geschäftsführer
Rüdiger Scholz
seit 3.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Unitol SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
80.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Degels GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

I. Allgemeine Informationen

Die Degels GmbH, Neuss, ist eine Konzerngesellschaft der Tata Steel Ltd., Mumbai/Indien. Alleinige Gesellschafterin ist die Unitol SAS, Corbeil/Frankreich.

Bereits zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. März 2020) hatte die Degels GmbH den operativen Geschäftsbetrieb mit Bezug auf den Handel mit Stahl und Stahlprodukten sowie mit Bezug auf die Anarbeitung von Stahl vollständig eingestellt. Dies führte bereits im Jahresabschluss 2019/20 bzw. zum 31. März 2020 zu einer Bewertung unter Aufgabe des Grundsatzes der Unternehmensfortführung ("Going Concern").

Derzeit und auch zukünftig stellt die Gesellschaft nur noch sicher, dass bestehende langfristige Verpflichtungen aus Pensionsvereinbarungen weiterhin erfüllt bzw. abgewickelt werden.

Mit Wirkung zum 3. Juni 2020 ist Ludger Kramer als Geschäftsführer abberufen und gleichzeitig Philippe Jaud als neuer Geschäftsführer bestellt worden. Philippe Jaud wiederum ist kurz darauf mit Wirkung zum 2. August 2020 wieder abberufen und durch Sandra Rost als neue Geschäftsführerin ersetzt worden.

Die Degels GmbH hat ihre Geschäftsadresse nach Düsseldorf (Am Trippelsberg 48) verlegt. Dort befindet sich der Sitz der Schwestergesellschaft Tata Steel Germany GmbH. Zwischenzeitlich ist zudem in Neuss eine Gewerbeabmeldung und entsprechend eine neue Gewerbeanmeldung in Düsseldorf erfolgt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Corona-Krisenjahr 2020 schwer getroffen. So war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit - 5,7 %. Auch die Weltwirtschaft ist eingebrochen und im Corona-Jahr 2020 um schätzungsweise 3,5 % zurückgegangen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen sind für die Degels GmbH als inzwischen operativ ruhende Gesellschaft ohne Bedeutung.

Analyse des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr 2020/21 ist vor allem die Werkschließung weiter abgewickelt worden. So sind u.a. die verbliebenen technischen Anlagen und Maschinen vermarktet und die vorzeitige Aufhebung des Mietvertrages einvernehmlich geregelt sowie verbliebene Mitarbeiter freigestellt worden. Zum Bilanzstichtag 31. März 2021 ist die Abwicklung der Werkschließung damit nahezu vollständig abgeschlossen.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2020/21 daher erneut nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Ein Abgleich mit den Erwartungen bzw. der Prognose für dieses Geschäftsjahr ist nur sehr eingeschränkt möglich, da die Gesellschaft aufgrund der Änderungen im Geschäftsmodell bzw. der Abwicklung des operativen Geschäftsbetriebes als nunmehr operativ ruhende Gesellschaft keine dezidierte Planung mehr erstellt hat.

Insgesamt wird die Abwicklung der Werkschließung durch die Geschäftsleitung als erfolgreich eingeschätzt, da der Verkauf der technischen Anlagen und Maschinen sowie die Freistellung der Mitarbeiter im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt weitestgehend planmäßig verlaufen ist. Die Fortführung der Abwicklung bestehender langfristiger Verpflichtungen aus Pensionsvereinbarungen ist ebenfalls - wie erwartet - ohne nennenswerte Probleme erfolgt.

Im Rahmen der Werkschließung konnte das bestehende Mietverhältnis für den ehemaligen Standort des Werks in Neuss einvernehmlich und vorzeitig aufgelöst werden. Im Zuge der vorgenannten Aufhebung des Mietverhältnisses konnte eine im Vorjahr (2019/20) gebildete Drohverlustrückstellung größtenteils aufgelöst werden. Zudem konnten die zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. März 2020) bestehenden Rückstellungen für Kosten aus erwarteten Kundenansprüchen und deren Abwicklung im Berichtsjahr nahezu vollständig aufgelöst werden, da mit einer Inanspruchnahme inzwischen nicht mehr zu rechnen ist. Insgesamt waren im Geschäftsjahr 2020/21 daher umfangreiche periodenfremde sonstige betriebliche Erträge von T€ 2.507 zu verzeichnen.

Die im Geschäftsjahr 2020/21 ausgewiesenen Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von T€ 746 betreffen die teilweise Auflösung von Steuerrückstellungen für Risiken aus einer inzwischen abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2014 und sind entsprechend ebenfalls periodenfremd.

Absatz und Beschaffung

Als ruhende Gesellschaft ohne eigene operative Geschäftstätigkeit spielen Themen der Absatz- und Beschaffungspolitik keine Rolle mehr.

Produktion

Bedingt durch die Werkschließung war die Produktion am Standort in Neuss bereits während des Vorjahres (2019/20) bzw. konkret zum 31. Dezember 2019 vollständig eingestellt worden. Im Geschäftsjahr 2020/21 konnte der Produktionsstandort nach der einvernehmlichen Kündigung des Mietverhältnisses und des erfolgten Abverkaufs der verbliebenen technischen Anlagen und Maschinen inzwischen vollständig aufgegeben werden.

Investitionen

Wie geplant sind im Geschäftsjahr 2020/21 keine Investitionen mehr getätigt worden. Vielmehr wurden die verbliebenen technischen Anlagen und Maschinen soweit wie möglich veräußert bzw. verschrottet und entsorgt. Als inzwischen operativ ruhende Gesellschaft sind für die kommenden Geschäftsjahre auch keine neuen Investitionen mehr geplant.

Die bestehenden Miet- und Wartungs- sowie Leasingverträge wurden im Zuge der Werkschließung gekündigt. Insbesondere das langfristige Mietverhältnis für die Produktions- und Lagerflächen sowie Verwaltungsgebäude konnte im Geschäftsjahr 2020/21 - wie erläutert - vorzeitig gekündigt werden. Die Gesellschaft hatte im Vorjahr (2019/20) für die Risiken aus diesem Dauerschuldverhältnis noch eine Drohverlustrückstellung von T€ 1.436 gebildet, die im Berichtsjahr größtenteils aufgelöst werden konnte.

Personalentwicklung

Bedingt durch die Schließung des Werks sind bis zum Bilanzstichtag 31. März 2021 inzwischen sämtliche Mitarbeiter freigestellt worden. Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden nur noch einige wenige Mitarbeiter damit beschäftigt, die Abwicklung des Werks vorzunehmen. Notwendige Tätigkeiten im Verwaltungsbereich wurden durch verbundene Unternehmen der Tata Steel-Gruppe oder externe Dienstleister erbracht.

Der durchschnittliche Personalstand ist im Geschäftsjahr 2020/21 im Vergleich zum Vorjahr entsprechend weiter um insgesamt 63 auf 14 Mitarbeiter (Vorjahr 77) zurückgegangen.

Umweltfragen

In der Funktion als ruhende Gesellschaft ohne operative Geschäftstätigkeit spielen Themen des Umweltschutzes inzwischen keine maßgebliche Rolle mehr. Im Rahmen der Werkschließung wurden nach Einschätzung der Geschäftsleitung aber die Umweltschutzrichtlinien und -gesetze des Bundes und der Bundesländer sowie die internen Richtlinien und Vorgaben der Tata Steel-Gruppe befolgt.

III. Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist maßgeblich durch kurzfristige Finanzforderungen von T€ 5.665 (Vorjahr T€ 10.025) gekennzeichnet, welche rund 92 % (Vorjahr 87 %) der Bilanzsumme ausmachen.

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag 31. März 2021 - wie bereits im Vorjahr - weder über Sachanlage- noch Vorratsvermögen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zudem im Berichtsjahr vollständig eingezogen oder ggf. erfolgswirksam ausgebucht. Nennenswerte Forderungsverluste waren dabei nicht zu verzeichnen.

Zum 31. März 2021 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von T€ 2.795 (Vorjahr T€ 820) aus. Die Erhöhung ist ausschließlich auf den hohen Jahresüberschuss infolge periodenfremder Erträge zurückzuführen.

Die Rückstellungen betreffen neben den Pensionsverpflichtungen (T€ 2.351; Vorjahr T€ 2.161) insbesondere Steuerrückstellungen für Risiken aus einer laufenden Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2015 bis 2017. Steuerrückstellungen für Risiken aus der inzwischen abgeschlossenen Betriebsprüfung konnten dagegen teilweise aufgelöst werden. Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Rückstellungen für Abfindungen (T€ 202; Vorjahr T€ 0) und für Kosten aus erwarteten Kundenansprüchen und deren Abwicklung (T€ 85; Vorjahr T€ 1.000). Die im Vorjahr ausgewiesenen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen (T€ 3.550) sind nahezu vollständig und entsprechend weitestgehend planmäßig in Anspruch genommen worden.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 31. März 2021 bestehen kurzfristige Finanzforderungen gegen ein verbundenes Unternehmen von T€ 5.665 (Vorjahr T€ 10.025). Durch die vorgenannten Finanzforderungen ist die Finanzierung der Gesellschaft nach Einschätzung der Geschäftsleitung bis auf Weiteres sichergestellt. Mit einer Inanspruchnahme der von der TATA Steel Nederland BV, IJmuiden/Niederlande, bis zur Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2022 befristeten Patronatserklärung wird entsprechend nicht gerechnet.

Auch zum Bilanzstichtag 31. März 2021 verfügt die Degels GmbH weiterhin über einen mit einem Rangrücktritt versehenen Kreditrahmen von € 30 Mio. und eine Finanzierungslinie von € 10 Mio. der TATA Steel Nederland BV, IJmuiden/Niederlande. Mit einer Inanspruchnahme dieses Kreditrahmens bzw. dieser Kreditlinie wird weder kurz- noch mittel- oder langfristig gerechnet.

Ertragslage

Die im Geschäftsjahr 2020/21 ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen.

Die Ertragslage ist vor allem durch periodenfremde Aufwendungen und Erträge geprägt. Aufgrund umfangreicher periodenfremder Erträge ist im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von T€ 1.975 erwirtschaftet worden.

Gesamtaussage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Situation der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020/21 eher positiv, da die Werkschließung in weiten Teilen planmäßig bzw. geordnet verlaufen ist. Positiv wird dabei insbesondere die Tatsache beurteilt, dass im Berichtsjahr erneut umfangreiche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt T€ 2.416 zu verzeichnen waren.

IV. Angaben zum internen Kontroll- und zum Risikomanagementsystem

Nach der Werkschließung besteht bei der Degels GmbH kein eigenständiges internes Kontroll- und Risikomanagementsystem mehr. Die Einbindung in das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Tata Steel-Gruppe besteht jedoch über die Schwestergesellschaft Tata Steel Germany GmbH weiter fort. In diesem Zusammenhang werden notwendige Basiskontrollen weiterhin durchgeführt.

V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Als ruhende Gesellschaft beschränken sich die Chancen der zukünftigen Entwicklung der Degels GmbH insbesondere auf die kosten- und ressourcenoptimale Umsetzung notwendiger Abwicklungs- bzw. Verwaltungstätigkeiten.

Der Fortbestand des Unternehmens als ruhende Gesellschaft ist durch die bestehenden Finanzforderungen und den Kreditrahmen bzw. die Finanzierungslinien von verbundenen Unternehmen nach Einschätzung der Geschäftsleitung bis auf Weiteres sichergestellt.

Insgesamt kann die Chancenlage nach der Aufgabe der operativen Geschäftstätigkeit weder positiv noch negativ beurteilt werden.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Als ruhende Gesellschaft beschränken sich die Risiken der zukünftigen Entwicklung insbesondere auf Risiken bei der Fortführung der Abwicklung der bestehenden Pensionsverpflichtungen (insbesondere die tatsächliche Sterblichkeitsrate) und der Entwicklung wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen (insbesondere des Abzinsungssatzes).

Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der vorgenannten Risiken vergleichsweise gering und die Gesamtrisikolage überschaubar.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Degels GmbH bleibt ohne eigene operative Geschäftstätigkeit zunächst weiter bestehen. Geschäftsvorfälle werden weiterhin vor allem aus dem Service Level Agreement mit der Tata Steel Germany GmbH und im Zusammenhang mit der Verwaltung der Pensionsverpflichtungen anfallen.

Es wird erwartet, dass im Geschäftsjahr 2021/22 keine bzw. keine nennenswerten Umsatzerlöse im Rahmen von Dienstleistungen mehr erzielt werden. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung bedingt durch notwendige Verwaltungskosten ein leicht negatives Jahresergebnis.

Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch wesentlich von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Neuss, den 11. Juni 2021

Degels GmbH

Sandra Rost

Bilanz zum 31. März 2021

AKTIVA

31.3.2021
Euro
31.3.2020
Euro
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 184.599,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.704.713,12 10.451.106,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.373,34 592.758,99
5.712.086,46 11.228.465,02
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 450.301,59 373.822,45
6.162.388,05 11.602.287,47

PASSIVA

31.3.2021
Euro
31.3.2020
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 80.000,00 80.000,00
II. Kapitalrücklage 42.944.167,77 42.944.167,77
III. Verlustvortrag -42.204.074,01 -31.957.210,98
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.974.552,22 -10.246.863,03
2.794.645,98 820.093,76
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.350.599,00 2.160.838,00
2. Steuerrückstellungen 508.450,20 1.429.694,00
3. Sonstige Rückstellungen 403.200,00 6.355.989,64
3.262.249,20 9.946.521,64
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 96.695,36 372.888,81
2. Sonstige Verbindlichkeiten 8.797,51 462.783,26
105.492,87 835.672,07
6.162.388,05 11.602.287,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021

2020/21
Euro
2019/20
Euro
1. Umsatzerlöse 405.956,15 32.400.097,14
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.537.688,14 4.046.802,79
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 29.528.952,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 47.559,69 246.159,95
47.559,69 29.775.112,53
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 636.585,66 4.516.730,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 239.651,75 896.050,04
876.237,41 5.412.780,58
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 168.129,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 731.614,65 9.964.507,18
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21,57 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 56.263,00 294.106,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -745.852,09 1.042.794,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.977.843,20 -10.210.529,36
11. Sonstige Steuern 3.290,98 36.333,67
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.974.552,22 -10.246.863,03

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft mit Sitz in Neuss (Amtsgericht Neuss, Handelsregisternummer HR B 17661) für das Geschäftsjahr 2020/21 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Degels GmbH, Neuss, ist zum Bilanzstichtag 31. März 2021 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Das Geschäftsjahr ist ein vom Kalender abweichendes Geschäftsjahr und läuft vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Bereits zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. März 2020) hatte die Degels GmbH den operativen Geschäftsbetrieb mit Bezug auf den Handel mit Stahl und Stahlprodukten sowie mit Bezug auf die Anarbeitung von Stahl vollständig eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2020/21 ist vor allem die Werkschließung weiter abgewickelt worden. So sind u.a. die verbliebenen technische Anlagen und Maschinen vermarktet und die vorzeitige Aufhebung des Mietvertrages einvernehmlich geregelt sowie verbliebene Mitarbeiter freigestellt worden.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2021 ist die Abwicklung der Werkschließung nahezu vollständig abgeschlossen. Zukünftig stellt die Gesellschaft danach nur noch sicher, dass bestehende langfristige Verpflichtungen aus Pensionsvereinbarungen weiterhin erfüllt bzw. abgewickelt werden.

Die Nichtfortführung der operativen Geschäftstätigkeit führte bereits im Vorjahresabschluss (Geschäftsjahr 2019/20) bzw. zum Bilanzstichtag des Vorjahres (31. März 2020) zu einer Bewertung unter Aufgabe der Unternehmensfortführung ("Going Concern"). Danach wurden bzw. werden nur noch die verwertbaren Vermögensgegenstände aktiviert und solche Verpflichtungen berücksichtigt, die durch die Abkehr von der "Going Concern"-Prämisse verursacht wurden bzw. weiterhin bestehen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte und erfolgt auch weiterhin zu Liquidationswerten.

II. Angaben zu den Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivseite

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind ebenfalls zu Nennwerten bilanziert.

In Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet. Aktive latente Steuern basieren auf Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in den Bilanzposten Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr wie im Vorjahr ein Steuersatz von 30,93 % angesetzt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivseite

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag 31. März 2021 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,19 % (Vorjahr 2,60 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,00 % p.a. zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsspezifische Fluktuation zwischen 0 % und 8 % p.a. unterstellt.

Aufgrund der ratierlichen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen über 15 Jahre nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB sind Pensionsverpflichtungen von T€ 32 (Vorjahr T€ 43) nicht in der Bilanz enthalten.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten kurzfristige Finanzforderungen von T€ 5.665 (Vorjahr T€ 10.025) und Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von T€ 40 (Vorjahr T€ 426).

2. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 80. Es ist vollständig eingezahlt und wird von der Unitol SAS, Corbeil/Frankreich, gehalten.

3. Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (2,19 %; Vorjahr 2,60 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,51 %; Vorjahr 1,88 %) beträgt T€ 334 (Vorjahr T€ 321) und unterliegt einer Ausschüttungssperre (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB).

Die Steuerrückstellungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Steuernachforderungen für Vorjahre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen von T€ 202 (Vorjahr T€ 0) und für Kosten aus erwarteten Kundenansprüchen und deren Abwicklung von T€ 85 (Vorjahr T€ 1.000).

Im Vorjahr beinhalteten die sonstigen Rückstellungen darüber hinaus Rückstellungen im Zusammenhang mit der Werkschließung von T€ 5.136; davon Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen von T€ 3.550 und für drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen von T€ 1.436.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 97 (Vorjahr T€ 373) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr solche aus Steuern in Höhe von T€ 462 enthalten.

Auch zum Bilanzstichtag 31. März 2021 verfügt die Degels GmbH weiterhin über einen mit einem Rangrücktritt versehenen Kreditrahmen von € 30 Mio. und eine Finanzierungslinie von € 10 Mio. der TATA Steel Nederland BV, IJmuiden/Niederlande, die am 31. März 2028 bzw. am 31. März 2022 fällig sind. Mit einer Inanspruchnahme dieses Kreditrahmens bzw. dieser Kreditlinie wird weder kurz- noch mittel- oder langfristig gerechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Bereits im Vorjahr (2019/20) hatte die Degels GmbH den operativen Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt. Die im Geschäftsjahr 2020/21 ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen danach nunmehr ausschließlich Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen. Die vorgenannten Kostenweiterbelastungen werden fast ausschließlich im Inland erwirtschaftet.

Im Vorjahr wurden dagegen noch Umsätze aus dem operativen Geschäftsbetreib erwirtschaftet, die sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt aufteilten:

2019/20
T€ %
Vollgeschäft 31.850 98,3%
Lohngeschäft 550 1,7%
32.400 100,0%

Nach geographischen Absatzmärkten teilten sich die Umsatzerlöse im Vorjahr wie folgt auf:

2019/20
T€ %
Inland 27.597 85,2%
Ausland 4.803 14,8%
32.400 100,0%

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 2.282 (Vorjahr T€ 3.758) und periodenfremde Erstattungen von Personalkosten von T€ 134 (Vorjahr T€ 0) sowie Buchgewinne aus der Veräußerung von technischen Anlagen und Maschinen im Rahmen der Werkschließung von T€ 91 (Vorjahr T€ 0).

Im Vorjahr beinhalteten die sonstigen betrieblichen Erträge zudem periodenfremde Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 282.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen stellen in Höhe von T€ 2.147 Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung dar. Die vorgenannten Erstattungen von Personalkosten (T€ 134) und die Buchgewinne (T€ 91) sind bzw. waren wie auch die im Vorjahr ausgewiesenen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 3.758) ebenfalls als solche zu qualifizieren.

3. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 199 (Vorjahr T€ 148).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten von T€ 43 (Vorjahr T€ 278) und Buchverluste aus der Veräußerung von technischen Anlagen und Maschinen im Rahmen der Werkschließung von T€ 33 (Vorjahr T€ 101). Im Berichtszeitraum werden darüber hinaus verschiedene weitere periodenfremde Aufwendungen von T€ 107 (Vorjahr T€ 17) ausgewiesen.

Die vorgenannten Aufwendungen stellen Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung dar. Im Vorjahr waren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs und der einhergehenden Werkschließung (T€ 5.678) ebenfalls als solche zu qualifizieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB von T€ 11 (Vorjahr T€ 11).

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind in voller Höhe periodenfremd.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsen für die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von T€ 56 (Vorjahr T€ 65). Im Vorjahr beinhalteten die Zinsen und ähnliche Aufwendungen darüber hinaus periodenfremde Zinsen von T€ 229.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind wie im Vorjahr in voller Höhe periodenfremd.

8. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Erstattungen sonstiger Steuern von T€ 17 (Vorjahr T€ 0).

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine nicht in der Bilanz ausgewiesen Haftungsverhältnisse.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen weder sonstige finanzielle Verpflichtungen noch nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

3. Geschäfte mit nahe stehende Unternehmen und Personen

Es gab im Geschäftsjahr 2020/21 keine marktunüblichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen.

4. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

2020/21
Anzahl
2019/20
Anzahl
Produktion/Technik 8 62
Verwaltung 6 15
14 77

5. Mitglieder der Geschäftsführung

Gesamtvertretungsberichtigte Geschäftsführer waren bzw. sind:

 

Ludger Kramer, ehemaliger Managing Director der Service Center Gelsenkirchen GmbH, Dormagen

(bis 3. Juni 2020)

 

Philippe Jaud, Managing Director der Unitol SAS, Metz/Frankreich

(vom 3. Juni bis 2. August 2020)

 

Sandra Rost, Managing Director der Tata Steel Germany GmbH, Grevenbroich

(seit dem 2. August 2020)

6. Gesamtbezüge der Organe der Gesellschaft sowie gewährte Vorschüsse und Kredite

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge (§ 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB) wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind mit T€ 1.529 (Vorjahr T€ 1.034) erfasst. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene betrugen die Bezüge T€ 52 (Vorjahr T€ 52).

7. Konzernzugehörigkeit

Die Konzernobergesellschaft TATA Steel Ltd., Mumbai/Indien, stellt für den größten Kreis von Unternehmen, die TATA Steel Nederland B.V., IJmuiden/Niederlande, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Degels GmbH, Neuss, einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der TATA Steel Nederland B.V. wird bei der "Kamer van Koophandel" veröffentlicht. Der Sitz der Gesellschaft ist Wenckebachstraat 1, 1951 JZ, Velsen-Noord/Niederlande.

Der Konzernabschluss der TATA Steel Ltd. ist auf der Website des Unternehmens (www.tatasteel.com) abrufbar.

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020/21 von T€ 1.975 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2020/21 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Degels GmbH von wesentlicher Bedeutung wären und zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft führen könnten.

 

Neuss, den 11. Juni 2021

Degels GmbH

Sandra Rost

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Degels GmbH, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Degels GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Degels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Einstellung der Geschäftstätigkeit und Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" des Anhangs und die Angaben im Abschnitt "I. Allgemeine Informationen" des Lageberichts, welche die Einstellung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 und die darauf basierende Bilanzierung unter der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Einstellung der Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 14. Juni 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Anna-Lena Thomsen, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. März 2021 wurde am 30. Juni 2021 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.