Vodafone IoT Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Theiß seit 13.11.2025 | Prokura |
Noelia Guijo Fiallega seit 13.11.2025 | Prokura |
Guido Weissbrich seit 15.11.2024 | Geschäftsführer |
Patrick Raab seit 20.8.2024 | Prokura |
Oliver Harzheim seit 20.8.2024 | Prokura |
Lutz Hegemann seit 20.8.2024 | Prokura |
Heike Deters seit 20.8.2024 | Prokura |
Nila Monika Groth seit 3.4.2024 | Prokura |
Harald Gracholski seit 3.4.2024 | Prokura |
Eva Schröder seit 3.4.2024 | Prokura |
Maren Pommnitz seit 22.11.2023 | Prokura |
Caroline Grün seit 22.11.2023 | Prokura |
Sabrina Rieser seit 22.11.2023 | Prokura |
Daniela Veltel seit 22.11.2023 | Prokura |
Aybike-Hilal Yildirim seit 15.5.2023 | Prokura |
Marion Kurz seit 15.5.2023 | Prokura |
Anastasia Meletiadou seit 3.5.2023 | Prokura |
Ulrike Sybille Kautz seit 3.5.2023 | Prokura |
Angelika Dr. Krummeck seit 3.5.2023 | Prokura |
Nils Maiwurm seit 3.5.2023 | Prokura |
Michaela Trax seit 11.11.2022 | Prokura |
Marcel de Groot seit 21.9.2022 | Geschäftsführer |
Franciscus Roessen seit 27.6.2022 | Prokura |
Carmen Maria Velthuis seit 17.5.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Fuchs seit 27.4.2022 | Prokura |
Ralph Barrein seit 27.4.2022 | Prokura |
Pascal Nguyen seit 27.4.2022 | Prokura |
Arnd Willemsen seit 27.4.2022 | Prokura |
Rebecca Roes seit 27.4.2022 | Prokura |
Burkhard Franke seit 27.4.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vodafone Europe B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vodafone West GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
AnhangAllgemeines Der Jahresabschluss der Gesellschaft umfasst das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Vodafone West GmbH, Düsseldorf (im Folgenden: "Vodafone West" oder "Gesellschaft"), weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 95209 eingetragen. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Bilanz wurde um die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter" gemäß § 265 Abs. 5 HGB i.V.m. § 42 Abs. 3 GmbHG erweitert. Die Darstellung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind einige Posten der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, die um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert sind. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Zugänge der übrigen immateriellen Vermögensgegenständen werden über Nutzungsdauern von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener, immaterieller Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB wird nicht ausgeübt. Das Sachanlagevermögen ist gemäß § 255 HGB mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Innerbetriebliche Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Inbetriebnahme von Netzinfrastruktur stehen, sind als Eigenleistung im Sachanlagevermögen aktiviert worden. Lizenzen, die in einem untrennbaren funktionalen Zusammenhang mit der Netztechnik stehen, sind im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstand wie folgt vorgenommen: Bauten auf fremden Grundstücken über 1 bis 50 Jahre, technische Anlagen über 3 bis 30 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 19 Jahre. In den Herstellungskosten sind die Einzel- und Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB enthalten. Mit Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMOG) dürfen Abschreibungen, die allein steuerrechtlich zulässig sind, im handelsrechtlichen Jahresabschluss nicht mehr vorgenommen werden. Die Vodafone West übt das Wahlrecht der Beibehaltung der bisherigen Wertansätze gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB aus. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Das steuerliche Verfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewendet. Wertpapiere des Anlagevermögens zur Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen werden entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2. und § 253 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 255 Abs. 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Umlaufvermögen Der Ansatz der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Erkennbaren Risiken ist durch angemessene Abwertungen, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen beziehungsweise Ausgaben ausgewiesen, die Erträge respektive Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel in Fonds und anderen Wertpapieren angelegt. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Alle Fonds werden treuhänderisch durch den Vodafone Pension Trust e. V., Düsseldorf, verwaltet und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen künftig erwartete Entgeltsteigerungen von 2,75 % p. a. (Vorjahr: 2,75 % p.a.), Rentensteigerungen von 2,30% p.a. (Vorjahr: 2,70% p.a.) sowie die erwartete Mitarbeiterentwicklung (Fluktuation) berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Es wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB als Rechnungszins ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Als anwendbarer Zinssatz wurden 1,83% (Vorjahr: 1,79%) ermittelt. Dieser entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz. Dabei wird, unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB, eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB infolge der Umstellung des durchschnittlichen Marktzinses von sieben auf zehn Jahre wird jährlich ermittelt und belief sich zum 31. März 2024 auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 928). Bei der Bewertung der Altersteilzeitverpflichtung wurde ein Rechnungszins von 1,15 % (Vorjahr: 0,63 %) und ein Entgelttrend von 2,75 % (Vorjahr: 2,75 %) zu Grunde gelegt. Die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem zweckgebundenen Vermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 255 Abs. 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand der Kurswerte der Fonds sowie der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen jeweils zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der sonstigen Rückstellungen wird eine Kostensteigerung in der Bandbreite von 2,0 % bis 3,3 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutsche Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung wurde, der im März 2024 veröffentlichte Rechnungszins verwendet, der für das Geschäftsjahr 2023/24 je nach Restlaufzeit zwischen 1,13 % und 1,84 % lag. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Im Berichts- und Vorjahr werden aufgrund des Abschlusses eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Vodafone GmbH, Düsseldorf (Vodafone GmbH) auf Ebene der Vodafone West keine latenten Steuern gebildet. Währungsumrechnung Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden in Einklang mit § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag 31. März 2024 umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einer Anwachsung zum 30. April 2011 bei der mittlerweile an die Vodafone West angewachsenen Vodafone BW GmbH. Der angesetzte Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 1.308,0 Mio. wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beruht vor allem auf dem erwarteten Wachstumspotential bei den bestehenden und neuen Produkten. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der durchschnittlichen Restnutzungsdauer des übernommenen Breitbandkabelnetzwerks. Darüber hinaus spiegelt die Nutzungsdauer auch die Stabilität des Breitbandkabelmarkts und die bestehenden langfristigen Verträge (z. B. Verträge über die Anmietung von Kabelkanalanlagen) wider. Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(3) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25. Das Kapital ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Vodafone GmbH. Der Jahresüberschuss wurde in Einklang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aufgrund der vororganschaftlichen Verlustvorträge nicht an den Organträger, die Vodafone GmbH, abgeführt. Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Abführungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Der nach § 268 Abs. 8 HGB abführungsgesperrte Betrag beträgt zum 31. März 2024 TEUR 655 (Vorjahr: TEUR 15). Dieser resultiert aus dem positiven Saldo des beizulegenden Zeitwerts der nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenstände abzüglich der ursprünglichen Anschaffungskosten; siehe (4) Rückstellungen. Darüber hinaus besteht ein abführungsgesperrter Betrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB aus dem Unterschiedsbetrag im Zusammenhang mit der Änderung der Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 928). (4) Rückstellungen Die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Deckungsvermögen sind erfüllt und somit erfolgt eine Verrechnung mit den Pensionsverpflichtungen und sonstigen durch das Vermögen gedeckten Verpflichtungen. Es ergeben sich bei der Saldierung die folgenden Werte: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Sonstige Rückstellungen: Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Aufwendungen für belegschaftsbezogene Restrukturierung sowie Rückbauverpflichtungen. (5) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten
Der wesentliche Teil der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus Finanzschulden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (6) Umsatzerlöse Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzielt. (7) Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge
Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen. (8) Personalaufwand Personalaufwand
Der Personalaufwand enthält außergewöhnliche Aufwendungen aus Restrukturierungen i.H.v. TEUR 48.500 (Vorjahr: TEUR 18.274). (9) Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen. (10) Zinsergebnis Zinsergebnis
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 730), davon Erträge aus Änderung des Abzinsungssatzes TEUR 112 (Vorjahr: Aufwendungen TEUR 62), wurden mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 14), davon laufende Erträge aus dem Deckungsvermögen TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0), saldiert. (11) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 9.644 (Vorjahr Aufwand: TEUR 6.641) betreffen im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen. Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) in der ab dem 28. Dezember 2023 geltenden Fassung gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, somit für die Vodafone West erstmalig für das Geschäftsjahr 2024/25. Die Vodafone West hat die Auswirkungen des MinStG analysiert und rechnet mit keiner steuerlichen Auswirkung auf die Gesellschaft. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Zum 31. März 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 973.740. Davon entfallen TEUR 41.659 auf verbundene Unternehmen. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 698.773). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. März 2024 beinhalten die Verpflichtungen bis zum frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem die Vereinbarungen durch die Vodafone West beendet werden können. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können. Aufgliederung der Mitarbeiterzahl
Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Die Mitglieder der Geschäftsführung haben wie im Vorjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Die Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen für das Geschäftsjahr 2023/24 betragen TEUR 65. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen (ohne Verrechnung des zugehörigen Deckungsvermögens) zum 31. März 2024 betragen TEUR 1.618. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2023/24 für die Aufsichtsratstätigkeit eine Vergütung von TEUR 24 bezogen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Transaktionen zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt worden. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 930. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird, ist die Vodafone Group Plc, Newbury/Vereinigtes Königreich, Registernummer 1833679, Newbury, Berkshire, RG14 2FN (Vodafone Group). Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite der Vodafone Group sowie im Unternehmensregister veröffentlicht. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet. Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Düsseldorf, 24. Juni 2024 Vodafone West GmbH Die Geschäftsführung Marcel de Groot Carmen Maria Velthuis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Grundlagen der Darstellung Der Lagebericht der Vodafone West GmbH, Düsseldorf (Vodafone West) wurde gemäß § 289 HGB aufgestellt. Alle Angaben in diesem Bericht beziehen sich, sofern nicht anders vermerkt, auf den 31. März 2024 beziehungsweise auf das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024. 1.2 Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur Gegenstand der Vodafone West ist die Betätigung auf allen Gebieten des Fernsehens, der Telekommunikation und der Multimedia und mit diesen Gebieten im Zusammenhang stehenden Serviceleistungen. Die Vodafone West ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Vodafone GmbH, Düsseldorf ("Vodafone GmbH"). Die Vodafone West gehört zur zur Vodafone-Gruppe und ist ein indirektes Tochterunternehmen der Vodafone Group Plc, Newbury/Vereinigtes Königreich, Registernummer 1833679, Newbury, Berkshire, RG14 2FN. Die Vodafone West hat mit der Vodafone GmbH als Organträgerin am 31. Januar 2022 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Diesem hat die Gesellschafterversammlung vom 31. Januar 2022 zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 8. Februar 2022. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Vodafone West entwickelte wie im Vorjahr in geringem Maße firmenspezifische Softwareanwendungen. Dahingegen übt die Vodafone West keine Forschungstätigkeiten aus. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Deutschland sank im Kalenderjahr 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: Anstieg um 1,8 %). Die konjunkturelle Erholung der deutschen Gesamtwirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 konnte sich nicht fortsetzen. Das nach wie vor krisengeprägte Umfeld und die trotz der jüngeren Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunkturentwicklung. Hinzu kamen steigende Zinsen und damit verbunden ungünstige Finanzierungsbedingungen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2023 weiterhin robust mit einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 0,7 % zum Vorjahr und somit der historisch höchsten Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland. (Quelle: Statistisches Bundesamt im Mai 2024) Die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche verlief sehr unterschiedlich: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging die Wirtschaftsleistung insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Maßgeblich hierfür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Ebenfalls rückläufig mit 0,4 % zum Vorjahr war das Verarbeitende Gewerbe (ohne Bau). Das Baugewerbe konnte mit 0,2 % einen leichten Zuwachs erzielen, trotz Belastungen aus Fachkräftemangel und verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und bildeten eine wesentliche Stütze für die Wirtschaft. Der Anstieg war insgesamt geringer als in den Vorjahren. Der größte preisbereinigte Anstieg mit 2,6 % wurde im Bereich Information und Kommunikation erzielt. Leichte Zuwächse gab es ebenfalls in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und Unternehmensdienstleister (+0,3 %). Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe hingegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 1,0 % zurück.(Quelle: Statistisches Bundesamt im Januar 2024) Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des preisbereinigten BIP und der privaten Konsumausgaben über die Kalenderjahre 2022 bis 2023 sowie den Verbraucherpreisindex und die Arbeitslosenquote in Deutschland:
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, Stand: April 2024 und Januar 2024 Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2023 zwar um 0,2 % gesunken, stieg jedoch im ersten Quartal 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal und verzeichnete nach dem Rückgang im vierten Quartal 2023 um 0,5 % einen positiven Start ins Jahr 2024. Das Wachstum wurde durch Anstiege der Bauinvestitionen und der Exporte getragen, während die privaten Konsumausgaben trotz nachlassender Inflation zurückgingen. Die Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte führte im ersten Quartal 2024 zu einem preis-, saisonal- und kalenderbereinigten Rückgang der privaten Konsumausgaben von 0,4 %. Auch die staatlichen Konsumausgaben sind um 0,4 % im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin mehren sich die Anzeichen einer Erholung der deutschen Wirtschaft. Nachlassende Inflation, ein Anstieg der verfügbaren Einkommen sowie eine Erholung des globalen Warenhandels, der die deutschen Exporte stützen dürfte, sorgen für Zuversicht. Eine erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank könnte für eine weitere Stabilisierung der Konjunktur sorgen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 205 vom 24. Mai 2024, DIW Konjunkturbarometer April 2024) Bei den Dienstleistungen hat sich die Lage zuletzt deutlich aufgehellt. Die gute Arbeitsmarktlage und die verbesserten Einkommenserwartungen sowie ein gutes Konsumklima sollten den privaten Verbrauch stützen, auch wenn ein leicht erhöhter Ölpreis die Inflation nochmals leicht ansteigen lassen könnte. Das DIW sieht Hoffnung für einen lang ersehnten Aufschwung, allerdings dämpfen strukturelle Herausforderungen die Trendwende weiterhin, so zum Beispiel die Alterung der Bevölkerung, Rückstände bei der Digitalisierung sowie die verschleppte Energiewende. Insgesamt rechnet der Sachverständigenrat für das Kalenderjahr 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,2 %. (Quelle: DIW Konjunkturbarometer April 2024, Sachverständigenrat Wirtschaft, 15.05.2024) Branchenspezifische Entwicklung Der Digitalverband BITKOM erwartet gemäß seiner Veröffentlichung aus Januar 2024 für den Telekommunikationsmarkt in Deutschland ein leichtes Umsatzwachstum von 1,0 % auf EUR 72,8 Mrd. im Kalenderjahr 2024, nachdem der Umsatz 2023 noch um 1,7 % auf EUR 72,1 Mrd. gestiegen war. Der Gesamt-Umsatz für den Telekommunikationsmarkt verteilt sich dabei auf die einzelnen Bereiche wie nachfolgend beschrieben. Für den Markt für Telekommunikationsdienste wird ein leichtes Wachstum von 1,6 % auf EUR 52,6 Mrd. erwartet, leicht schwächer gegenüber dem Jahr 2023 mit einem Wachstum von 1,9 % auf EUR 51,7 Mrd. Der Markt für Telekommunikationsendgeräte war im Jahr 2023 um 0,7 % auf EUR 11,8 Mrd. geschrumpft. Für das Jahr 2024 erwarten die Experten einen weiteren leichten Rückgang um 0,2 %. Für den Markt für Telekommunikationsinfrastruktur wird ein Rückgang von 1,0 % auf EUR 8,4 Mrd. erwartet, eine deutliche Trendwende gegenüber dem Anstieg von 4,4 % auf EUR 8,5 Mrd. im Kalenderjahr 2023. (Quelle: ITK-Marktzahlen, Bitkom/IDC vom Januar 2024) Die im Folgenden aufgeführten Werte für das Kalenderjahr 2023 basieren auf Schätzungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) oder des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) und Dialog Consult. Bis zum Ende der Erstellung des Lageberichts lagen von diesen keine Ist-Werte für das Kalenderjahr 2023 vor. Die Anzahl der Breitbandanschlüsse sollte sich infolge der steigenden Bedeutung breitbandiger Dienste und Anwendungen und einer damit einhergehenden erhöhten Nachfrage im Kalenderjahr 2023 um 0,5 % auf rund 37,0 Mio. erhöhen. Dabei wächst der Anteil der Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 1 Gbit/s im Kalenderjahr 2023 auf 7,6 %. (Quelle: Dialog Consult/VATM, 25. TK-Marktanalyse Deutschland 2023, Stand: 29. November 2023) Das über Breitbandanschlüsse im Festnetzbereich abgewickelte Datenvolumen wird sich im Kalenderjahr 2023 um 16,5 % von 122 Mrd. GB auf 142 Mrd. GB erhöhen und demzufolge weiter deutlich ansteigen. (Quelle: Dialog Consult/VATM, 25. TK-Marktanalyse Deutschland 2023. Stand: 29. November 2023) Im Zusammenhang mit den Breitbandanschlüssen sind Bündelprodukte, in denen bspw. der Internetanschluss mit weiteren Diensten wie Telefonie, Mobilfunk und Fernsehen kombiniert wird, mittlerweile als Standardangebot im Portfolio der Anbieter etabliert. Die Bündelprodukte gewähren dem Verbraucher entsprechende Rabattierungen sowie exklusive Angebote und sollen für eine möglichst lange Bindung der Verbraucher an die Produkte eines jeweiligen Anbieters sorgen. (Quelle: Tätigkeitsbericht der BNetzA - Telekommunikation 2022/23) Die Versorgung der TV-Haushalte mit TV-Produkten erfolgt über verschiedene Übertragungswege, die zueinander in Konkurrenz stehen. Diese sind: Satellit, Kabel, Terrestrik und IPTV (Internet). Der Satellitenempfang hat gegenüber dem Vorjahr den Kabelanschluss überholt und liegt im Jahr 2023 an erster Stelle mit 42,2 % der TV-Haushalte, vor dem Kabelanschluss, der nur geringfügig darunter liegt mit 41,1 % der TV-Haushalte. 5,5 % der TV-Haushalte empfangen ihre TV-Signale über den terrestrischen Weg. Kabel, Satellit und Terrestrik nehmen zu Gunsten von IP TV ab, dieser Empfangsweg setzt sein Trend der letzten Jahre fort und hat einen Anteil von 12,0 % erreicht. (Quelle: Kantar - Video Trends 2023: Ergebnisse des Digitalisierungsbericht Video, die medienanstalten - ARM GbR) Ein weiterer Trend ist die wachsende Bedeutung neuer Over-the-top ("OTT") Angebote, die sich neben den klassischen TV Verbreitungswegen etablieren wollen. Aktuell steht aber eine komplementäre Nutzung parallel zum linearen TV-Angebot am heimischen Fernsehgerät im Vordergrund. Rein auf OTT Angebote - als Ersatz für die bekannten Übertragungswege - setzen derzeit 7,9 % der TV-Haushalte in Deutschland (Quelle: Kantar - Video Trends 2023: Ergebnisse des Digitalisierungsbericht Video, die medienanstalten - ARM GbR). 33,3 Mio. bzw. 86,0 % der TV- Haushalte empfangen ihre Programme in HD-Qualität. (Quelle: Kantar - Video Trends 2023: Ergebnisse des Digitalisierungsbericht Video, die medienanstalten - ARM GbR) Um eine größere Zahl von Programmen empfangen zu können, oder um Zugang zu bestimmten Premium-Inhalten wie Sportübertragungen oder bestimmte Filme und TV-Shows zu erhalten, können weitere Pay-TV Pakete hinzugebucht werden. In 2023 gab es in Deutschland schätzungsweise 10,3 Millionen PayTV Abonnenten. Die Anzahl ist somit gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Millionen gestiegen, im Vergleich zum Jahr 2013 ist die Anzahl der Abonnenten sogar um rund 4 Millionen gestiegen. (Quelle: Verband Privater Medien e.V. (VAUNET) - Pay-TV und Paid-VoD in Deutschland 2022/2023) Kurzfristig wird mit einer relativ stabilen Anzahl von Kabel TV Haushalten in einem insgesamt stagnierenden Gesamtmarkt der TV-Haushalte gerechnet, da die Kabelbranche unverändert im Wettbewerb mit anderen Übertragungswegen steht. Eine Veränderung hinsichtlich der Umlagefähigkeit des Basis TV Dienstes in Mehrnutzerverträgen, wird mit deren Abschaffung zum 1. Juli 2024 eintreten. Nach diesem Zeitpunkt sind Umlagen von Infrastrukturen nur unter begrenzten Voraussetzungen für glasfaserbasierte Anschlüsse möglich. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird mit einem Rückgang der Anzahl von Kabel TV Haushalten im Umfeld der Wohnungswirtschaft gerechnet. Regulierung Die BNetzA hat im Juli 2022 die künftige Regulierung des Zugangs der Anschlussnetze der Deutsche Telekom AG, Bonn (DTAG) in einer neuen Regulierungsverfügung (Quelle: BNetzA, Aktenzeichen BK3-19-020) festgelegt. Während die Behörde für die herkömmlichen Kupfernetze aufgrund der unverändert beträchtlichen Marktmacht der DTAG an der bekannten Vorab- Regulierung festhält, wird im Glasfaserbereich nur noch ein schwacher Regulierungsansatz mit deutlich weniger Verpflichtungen für die DTAG und Schutz für Zugangsnachfrager gewählt. Zur Voraussetzung macht die BNetzA, dass die DTAG ihren Wettbewerbern Zugang zu ihren Fibre-to-the-Home (FTTH) Netzen zu den gleichen Bedingungen anbietet, die sie ihrem eigenen Vertrieb gewährt (sog. "Equivalence of Input" Ansatz -Eol). Lediglich im Missbrauchsfall will die BNetzA künftig einschreiten. Positiv kommt nach dem neuen Regulierungsregime hinzu, dass der Ausbau von Netzen mit sehr hoher Kapazität (insbesondere Glasfaser bzw. Glasfaser-Kabelnetze) zukünftig durch einen verbesserten Zugang zu den umfangreichen Leerrohrkapazitäten der DTAG beschleunigt wird und damit zukünftig Ressourcen für den Tiefbau eingespart werden können. Die notwendige Umsetzung des neuen Regulierungsrahmens durch regulierte Standardverträge und Entgelte ist allerdings noch nicht durch die BNetzA abgeschlossen worden. Insbesondere die geplanten Verbesserungen beim Zugang zur passiven Infrastruktur der DTAG (insb. Leerrohre) werden voraussichtlich nicht vor Juli 2024 wirksam werden. Im Februar 2024 hat sich die EU auf die Fortentwicklung der aus dem Jahr 2014 stammenden Kostensenkungsrichtlinie durch den sog. Gigabit Infrastructure Act (GIA) geeinigt. Diese Verordnung, die noch nicht in ihrer finalen Fassung vorliegt, aber voraussichtlich Ende 2025 in ihren wesentlichen Teilen in Kraft treten wird, schafft vorrangig einen EU-weiten, fast einheitlichen Rahmen für die Mitnutzung von Telekommunikations-Infrastrukturen und die Genehmigung von Ausbauvorhaben, um die Ausbaukosten zu Senken und den Fortschritt zu beschleunigen. Hervorzuheben sind dabei die umfangreichen Rechte und Pflichten, die die Vodafone West sowohl als Betreiber/Errichter als auch als Nachfrager von TK-Infrastrukturen betreffen. Darüber hinaus legt der GIA fest, dass neue Gebäude bei ihrer Errichtung oder wesentlichen Umgestaltung mit Glasfasernetzen auszustatten sind, wobei die dafür nötigen einheitlichen Standards auf nationaler Ebene geschaffen werden sollen. (Quelle: COM/2023/94, Entwurfsfassung) 2.2 Geschäftsverlauf Produkte und Dienstleistungen Die Vodafone West bietet gegenwärtig digitale TV-Sender und digitale Radiosender, einschließlich digitaler Premium-TV-Produkte, für die Kunden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden- Württemberg an. Zudem haben die Kunden im nahezu gesamten Netz Zugang zu Bündelangeboten, bestehend aus digitalem Kabel-TV, Breitbandinternet und Festnetztelefonie. Zusammen mit dem Mutterunternehmen bietet die Vodafone West auch Bündelpakete mit mobilen Sprach- und Datendiensten an. Die Vodafone West erzielt Umsatzerlöse aus Nutzungsentgelten, die die Kunden für die bereitgestellten Dienste zahlen. Die Nutzungsentgelte für die Kabel-TV-Dienste werden in der Regel direkt von den Einfamilienhaushalten (Single-Dwelling Unit (SDUs)) entrichtet. Bei Mehrfamilienhäusern (Multi-Dwelling Units (MDUs)) schließt die Vodafone West einen Rahmenvertrag mit dem Eigentümer oder dem Wohnungsunternehmen des Gebäudes oder des Wohnkomplexes auf Basis der Anzahl der angeschlossenen Einheiten ab. Einzelvertragskunden entrichten auch direkt an die Vodafone West die Nutzungsentgelte für Premium-TV-Dienste, sowie für bezogene Breitbandinternet-, Festnetztelefonie- und Mobilfunkdienste. Im Allgemeinen gestattet die Vodafone West den Eigentümern eines Mehrfamilienhauses, die Premium-TV-Dienste, Breitbandinternet und Festnetztelefonie direkt an die einzelnen Mietparteien zu vertreiben. Am 1. Juli 2024 tritt in Deutschland eine Gesetzesänderung in Kraft, die es Vermietern nicht länger erlaubt, die Kabel TV Gebühren über die Nebenkostenabrechnung an Mieter weiter zu verrechnen. Daraus resultieren Veränderungen für die Rahmenverträge mit Eigentümern von Mehrfamilienhäusern und Wohnungsbauunternehmen. Die Vodafone West wird versuchen, die Mieter in einzelvertragliche Vereinbarungen zu überführen, um die Kabel-TV-Dienste direkt an die Endkunden zu vermarkten. Hierzu werden geeignete Kooperationen zur Vermarktung mit den Wohnungsbauunternehmen und Eigentümern von Mehrfamilienhäusern geschlossen. Produktgruppe Kabel-TV Die Versorgung der TV-Haushalte mit TV-Produkten erfolgt über verschiedene Übertragungswege, die zueinander in Konkurrenz stehen. Diese sind: Satellit, Kabel, Terrestrik und Internetfernsehen (Internet Protocol Television - IPTV). Von den aktuell 38,8 Mio. TV Haushalten in Deutschland verfügen rd. 71 % über ein TV-Gerät mit Internetanschluss (Quelle: Video Trends 2023, herausgegeben von die medienanstalten - ALM Gbr, Oktober 2023, S12). In den letzten Jahren konzentriert sich das Fernsehkonsumverhalten stärker auf digitale, innovative, hochauflösende und interaktive Fernsehdienste wie Video-on-Demand (VoD), die eine hohe Bandbreite und bidirektionale Distributionsplattformen voraussetzen. Die TV-Produkte der Vodafone West stehen im direkten Wettbewerb mit einem breiten Spektrum von Anbietern, darunter:
Der deutsche Fernseh- und Rundfunkmarkt ist durch eine vergleichsweise hohe Verfügbarkeit kostenloser Fernsehkanäle gekennzeichnet. Das kostenlose Fernsehangebot wird durch zwei Sendergruppen dominiert, die sich aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten und bedeutenden Privatsendern zusammensetzen. Aufgrund der Verbesserungen bei den Internetzugangs- und Datenübertragungstechnologien, insbesondere der Aufrüstung von DSL (Digital Subscriber Line) auf VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) oder Fiber-to-the-Home (FTTH), wird das Internet immer mehr als Plattform für die Bereitstellung von IPTV- und VoD-Diensten verwendet. Nach wie vor sieht die Vodafone West einen verstärkten Wettbewerb durch Anbieter von OTT-Inhalten. Es gibt mehrere aktive Streaming-Anbieter im deutschen Markt, wie zum Beispiel Amazon, Netflix, Joyn, Wow und Apple TV. Im Rahmen des TV-Portfolios bietet die Vodafone West ihren Kunden Kabelanschluss- und Premium-TV-Produkte und -Dienste an. Die Kabelanschluss-Dienste werden insbesondere über Einzelverträge mit Endkunden oder Sammelverträge mit Hauseigentümern bzw. Wohnungsbaugesellschaften sowie über Verträge mit Netzebene-4-Betreibern 1 angeboten. Umsatzerlöse werden in erster Linie durch wiederkehrende Anschlussentgelte erwirtschaftet. Premium-TV-Produkte werden den direkten Kabelanschluss- Kunden zusätzlich angeboten. Mit den Premium-TV-Produkten werden Umsatzerlöse vorwiegend aus monatlichen Abonnementzahlungen für das Pay-TV und für die TV-Hardware sowie aus technischen Zugangsentgelten erzielt. Produktgruppe Breitbandinternet und Telefonie Die Verfügbarkeit von ultraschnellen Internetanschlüssen wurde durch die nahezu abgeschlossene Aufrüstung der Netzinfrastruktur auf DOCSIS 3.1 (einem internationalen Standard, der die Anforderungen für die Datenübertragung über ein Kabelsystem definiert) weiter vorangetrieben. Der überwiegende Teil der vermarktbaren privaten Haushalte kann mittlerweile Geschwindigkeiten mit bis zu 1 Gbit/s erreichen. Entsprechend dem Portfolio der Vodafone West für Breitbandinternet bietet die Vodafone West Festnetztelefoniedienste über das Voice-over-Internet-Protokoll (VolP) auf eigenständiger Basis oder in Bündelangeboten an. Die Vodafone West bietet Breitbandinternet und Telefonie auch für Geschäftskunden (Business-to- Business - B2B) an. Zielgruppe ist das Marktsegment Klein- und Kleinstunternehmen und Selbstständige und, in geringerem Ausmaß, das Segment der mittelständischen Unternehmen. Die Produkte ähneln dem Angebot für Privatkunden. Geschäftsverlauf Kabel-TV, Breitbandinternet und Telefonie Zum 31. März 2024 bediente die Vodafone West 5.186 (Vorjahr 5.681) Tausend Revenue Generating Units (RGUs 2 ) im Bereich Kabel-TV, 3.961 (Vorjahr 4.085) Tausend Breitbandinternet- RGUs, 3.819 (Vorjahr 3.890) Tausend Festnetztelefonie RGUs und 1.202 (Vorjahr 1.277) Premium TV RGUS.
1 In Deutschland wird im Kabelnetz zwischen vier
verschiedenen Netzebenen unterschieden. Dabei haben die
Ebenen 1 und 2 für den Kunden keine Bedeutung, da sie
nur die TV- Sender und die Infrastruktur der
Kabelnetzbetreiber auf Backbone-Ebene betreffen. Die
weiteren Netzebenen 3 und 4 haben aber durchaus eine
Bewandtnis für den Kunden: Sie entscheiden
darüber, welcher Anbieter einen Kunden versorgt: Ebene
1 für die Programmproduktion (das sind die Fernseh-
und Radiosender), Ebene 2 für den Betrieb der so
genannten Kopfstationen, die die TV- und Radiosignale
empfangen und weiterleiten, Ebene 3 für die
Straßenverteiler und Ebene 4 für die
Hausverteiler. Auf der Netzebene 3 befinden sich die drei
deutschen Kabelnetzbetreiber Vodafone Deutschland GmbH,
Unterföhring, Tele Columbus, Berlin und Vodafone West.
Als Privatkunden haben Nutzer nur Kontakt mit Anbietern auf
der Netzebene 4, wobei die Netzbetreiber aber alle auch in
einigen Regionen auf dieser Ebene als Kabelanbieter
für Endkunden aktiv sind.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die RGUs um 766 Tausend reduziert. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus dem Rückgang unserer Kabel-TV Anschlüsse (495 Tausend RGUs), Breitbandinternet RGUs (125 Tausend RGUs), Premium TV (75 Tausend RGUs), und Festnetztelefonie RGUs (71 Tausend RGUs). Ein großer Anteil der Kunden bezieht mehr als nur eine Leistung. Zum 31. März 2024 hatte die Vodafone West 1,54 RGUs pro Kunde (Vorjahr: 1,53 RGUs pro Kunde). Die Anzahl der Basic Cable-Kunden reduzierte sich zum 31. März 2024 um 8,5 % auf 5.217 Tausend. Die Anzahl der Internet- und Telefonie-Kunden sank im Vorjahresvergleich um 3,1 % auf 3.958 Tausend. Die Gesamtkundenzahl verringerte sich um 612 Tausend bzw. 6,3 % auf 9.175 Tausend (Vorjahr: 9.787 Tausend). Die Zahl der gigabitfähigen Internet-Anschlüsse der Vodafone West stieg auf über 11,4 Mio. (Vorjahr: 11,2 Mio.) zum 31. März 2024. Personalbericht Die Anzahl der Mitarbeiter (einschließlich der Aushilfen, Teilzeitkräfte, Auszubildenden, Langzeitkranken, Mitarbeiter in Elternzeit und Entsendungen) ist zum Bilanzstichtag insgesamt auf 1.119 Mitarbeiter gesunken (Vorjahr: 1.184 Mitarbeiter). Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur Geschlechterquote) Im Zuge des Inkrafttretens des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Vodafone West selbstverpflichtende Zielgrößen, betreffend den Anteil von Frauen in Aufsichtsrats-, Geschäftsführungs- bzw. Führungspositionen, definiert. Für den Aufsichtsrat wurde ein Anteil von 41,67 %, was einer Personenzahl von 5 entsprach, und für die Geschäftsführung ein Anteil von 33,33 %, was einer Personenzahl von 1 entsprach, festgelegt. Als Frist zur Erreichung der Zielgrößen wurde sowohl für den Aufsichtsrat als auch die Geschäftsführung der 30. Juni 2027 beschlossen. Für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde ein Anteil von 40,9 %, was derzeit einer Personenzahl von 9 entspricht, sowie für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung ein Anteil von 39,3%, was derzeit einer Personenzahl von 22 entspricht, festgelegt. Als Frist zur Erreichung der Zielgrößen wurde für die Führungsebenen 1 und 2 der 31. März 2028 beschlossen. 2.3 Gesamtlage des Unternehmens Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung Im Lagebericht zum 31. März 2023 hat die Geschäftsführung für die bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Prognoseaussagen für das Geschäftsjahr 2023/24 formuliert. Soll-Ist-Vergleich finanzielle Leistungsindikatoren
Soll-Ist-Vergleich nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
a) Das EBITDA bezeichnet das Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen
Ertragslage Die Gesamtumsatzerlöse reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023/24 im Vergleich zur Vorjahresperiode von TEUR 2.580.803 um 2,4 % auf TEUR 2.519.610. Für das Internet- und Telefonie-Portfolio war ein Anstieg um TEUR 78.371 bzw. 5,3 % auf TEUR 1.558.603 zu verzeichnen. Die RGUs in diesem Bereich reduzierten sich um 196 Tausend Einheiten bzw. 2,5 %, die Anzahl der Kunden reduzierte sich um 127 Tausend, bzw. 3,1 %. Diese Effekte konnten durch Preiserhöhungen im Geschäftsjahr überkompensiert werden. Die Anzahl der Internet- und Telefonie-Kunden ist moderat auf Tsd. 3.958 Anschlüsse gesunken. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Entwicklung der Anzahl der Privatkunden in Folge der durchgeführten Preiserhöhungen für Bestandskunden. Die Umsatzerlöse des TV-Portfolios sind, korrespondierend zum Rückgang der Anzahl an Basic Cable-Kunden (8,5 %), um TEUR 79.750 bzw. 8,4 % auf TEUR 872.449 gesunken. Die RGUs in diesem Bereich reduzierten sich stärker als erwartet um 570 Tausend Einheiten bzw. 8,2 %. Die Anzahl der Basic Cable Kunden ist im Einklang mit der Erwartung stark auf Tsd. 5.217 Anschlüsse gesunken. In der rückläufigen Anzahl der TV Kunden spiegelt sich die allgemeine Entwicklung des linearen TV Marktes sowie die anstehende Abschaffung des Nebenkostenprivilegs für Kabelfernsehen wider. Die sonstigen konzerninternen Umsätze reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund des Einmaleffektes aus dem Verkauf von CPE's (Customer Premises Equipment) an die Vodafone GmbH im Vorjahr um TEUR 59.860 auf TEUR 77.068. Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 481.653 ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.047 bzw. 2,1 % gestiegen. Dies resultiert aus dem Rückgang der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 36.101, im Wesentlichen aufgrund des Einmaleffekts aus der Veräußerung von CPE's an die Vodafone im Vorjahr, sowie eines Anstiegs der Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 46.148, im Wesentlichen aus höheren Instandhaltungsaufwendungen. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 um TEUR 32.313 bzw. 27,6 % auf TEUR 149.318 im Wesentlichen aufgrund von um TEUR 30.226 auf TEUR 48.500 gestiegener Aufwendungen für Restrukturierung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 552.511 im Vorjahr um TEUR 46.532 bzw. 8,4 % auf TEUR 505.979 im Geschäftsjahr 2023/24 zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen aus bezogenen Konzerndienstleistungen und Gebäudekosten. Das Zinsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 79.851 auf TEUR -60.813. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich im Wesentlichen aus der Darlehnsrückführung im Zusammenhang mit der konzerninternen Finanzierung um TEUR 72.258 auf TEUR 68.908. Die Zinserträge erhöhten sich um TEUR 7.593 auf TEUR 8.095. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.659 und sonstigen Zinserträgen in Höhe von TEUR 3.388. Das EBITDA im Geschäftsjahr 2023/24 beläuft sich auf TEUR 1.465.018 (Vorjahr: TEUR 1.528.516), was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 4,2 % entspricht. Im Geschäftsjahr 2023/24 erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern um 21,7 % auf TEUR 899.693 (Vorjahr: TEUR 739.433). Der Jahresüberschuss wurde in Einklang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aufgrund der vororganschaftlichen Verlustvorträge nicht an den Organträger, die Vodafone GmbH, abgeführt. Finanzlage Im Rahmen der von der Vodafone Investments Luxembourg S.à r.l., Luxemburg (im Folgenden: Vodafone Investments), gewährten Laufzeitdarlehen (Laufzeitende 2024) in Höhe von TEUR 2.000.000 (Vorjahr TEUR 4.000.000) steht der Vodafone West eine freie Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.968.114 zur Verfügung. Alle von der Vodafone Investments gewährten Darlehen enthalten gleichlautende Kreditvereinbarungsklauseln ("Covenants"), die eingehalten werden. Die verzinsliche Verschuldung reduzierte sich zum 31. März 2024 um TEUR 1.013.422 auf TEUR 38.575 (Vorjahr: TEUR 1.951.997). Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung des Cashflows für das Geschäftsjahr 2023/24 verglichen mit dem Geschäftsjahr 2022/23: Kapitalflussrechnung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Im Geschäftsjahr 2023/24 reduzierte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 128.438 auf TEUR 1.400.262. Maßgeblich beeinflusst wurde der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 899.601 (Vorjahr: TEUR 739.245 bereinigt um die im Geschäftsjahr erfassten Abschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 514.156) und Auszahlungen für Verbindlichkeiten (TEUR 138.177), soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Durch den Rückgang des EBITDA reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023/24 auch der OFCF um TEUR 216.762 auf TEUR 1.136.607 (Vorjahr: TEUR 1.353.369). Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR -328.689 (Vorjahr: TEUR -309.471) und besteht hauptsächlich aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 276.978 und Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 49.301. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -1.071.508 (Vorjahr: TEUR -1.218.862) und resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung der erhaltenen gruppeninternen Darlehen in Höhe von TEUR 1.002.997. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Vodafone West ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 231.267 gesunken und beträgt zum 31. März 2024 TEUR 2.503.093. Die Vermögensstruktur ist durch das Anlagevermögen geprägt, welches zum 31. März 2024 96,1 % (Vorjahr: 94,9 %) der Bilanzsumme beträgt. Der Anteil des Sachanlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 84,2 % (Vorjahr: 81,0 %) und der Anteil der immateriellen Vermögensgegenstände 11,9 % (Vorjahr: 13,9 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert mit TEUR 181.666 (Vorjahr: TEUR 268.866). Das Sachanlagevermögen ist durch die technischen Anlagen mit TEUR 1.763.986 (Vorjahr: TEUR 1.823.014) geprägt. Das Umlaufvermögen von TEUR 94.393 (Vorjahr: TEUR 134.621) resultiert vor allem aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 88.503 (Vorjahr: TEUR 119.187). Durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe TEUR 899.601 stieg das Eigenkapital auf TEUR 1.417.752 (Vorjahr: TEUR 518.152). Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. März 2024 bei 56,6 % (Vorjahr: 18,9 %). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Aufwendungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 103.977; Vorjahr: TEUR 98.991), Personal (TEUR 76.139; Vorjahr: TEUR 35.053), davon TEUR 65.818 (Vorjahr: TEUR 25.863) aus Restrukturierung und Rückbauverpflichtungen (TEUR 58.178; Vorjahr: TEUR 47.169). Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 446.776 (Vorjahr: TEUR 1.494.039). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 93.458 (Vorjahr: TEUR 45.084). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten (einschließlich abgegrenzter Zinsen) gegenüber der Vodafone Investments von TEUR 38.575 (Vorjahr: TEUR 1.053.101). Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält neben den Vorauszahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 148.351 (Vorjahr: TEUR 246.370) abgegrenzte Baukostenzuschüsse in Höhe von TEUR 54.044 (Vorjahr: TEUR 52.883). Der Rückgang bei den Kundenvorauszahlungen in Höhe von TEUR 98.019 entfällt im Wesentlichen auf geänderte Abrechnungsmodalitäten im Zusammenhang mit der Abschaffung des Nebenkostenprivilegs. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Unternehmensziele der Vodafone West richten sich an sogenannten Key Performance Indikatoren (KPIs) aus, um den Unternehmenserfolg zu messen. Die wesentlichen finanziellen und operativen KPIs sind Umsatzerlöse, das EBITDA und der OFCF. Die wesentlichen nichtfinanziellen KPIs sind Anzahl Basic Cable-Kunden, Anzahl Internet- und Telefonie-Kunden und RGUs. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Vodafone West Das Geschäftsjahr 2023/24 war für die Vodafone West im Wesentlichen aufgrund gestiegener Betriebskosten und des anhaltend intensiven Wettbewerbs herausfordernd. Die von der Geschäftsführung prognostizierten nicht finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich im aktuellen Geschäftsjahr teilweise entgegen den Prognosen. 3. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem Die Geschäftstätigkeit der Vodafone West erfordert unternehmensweite Maßnahmen zur Überwachung des Geschäftsbetriebs, um Entwicklungen, wesentliche Risiken wie Chancen, frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und den Fortbestand des Unternehmens sicherzustellen. Zur Wahrnehmung dieser unternehmerischen Verantwortung in allen Geschäftsbereichen wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Risiken gewährleistet. Dabei werden die für die Vodafone West wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und mittels geeigneter Maßnahmen gesteuert, bearbeitet und in einem Risikoregister festgehalten. Im Fokus liegen dabei sowohl operative, finanzielle als auch strategische Risiken. Die technologischen Risiken werden in den vorab beschriebenen Risiken mitberücksichtigt. Das Risk & Compliance Committee ist im Rahmen des Risikomanagementsystems der Vodafone und ihrer Tochtergesellschaften (deutscher Vodafone Konzern) das zentrale Organ zur Umsetzung der unternehmensweiten Risikomanagementstrategie. Diese Strategie sieht unterjährige Risk Assessments vor, bei denen alle Unternehmensbereiche nach der standardisierten Methodik des deutschen Vodafone Konzerns hinsichtlich neuer und bestehender Risiken befragt und untersucht werden. Ziel ist es, die wesentlichen Risiken der Vodafone zu identifizieren. Diese analysierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und im weiteren Verlauf durch das Risk & Compliance Committee und das Executive Committee (ExCo) der Vodafone West geprüft und anschließend an die Vodafone Group weitergeleitet. Seitens der Vodafone Group werden aus den wesentlichen Risiken aller Länder, die wesentlichen Risiken des gesamten Vodafone Konzerns ermittelt und ein Risikomanagementbericht erstellt. Bei der Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Zeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Methodik Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoauswirkung" herangezogen. Im Folgenden werden die möglichen Ausprägungen definiert:
Durch die Einschätzung nach den o.g. Ausprägungen werden die Risiken gemäß der folgenden Grafik (Auswirkung (A)/ Eintrittswahrscheinlichkeit (E)) in "Gering", "Mittel" und "Hoch" klassifiziert.
Risikosituation Die Gesamtrisikosituation im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht signifikant verändert. Geopolitische und regulatorische Rahmenbedingungen, der intensive Wettbewerb, Business- und IT-Transformationen und Cyberkriminalität sind die bestimmenden Themen bei der Vodafone West. Aus heutiger Sicht sieht das ExCo, auf Grund von existierenden oder sich in Umsetzung befindlicher Maßnahmen, welche das Nettorisiko reduzieren, keine wesentliche Gefährdung der in ihrer Verantwortung befindlichen Gesellschaften auf den Bestand des Vodafone Konzerns. Risiken werden in die Kategorien Strategie, Finanzen und Operativ eingeordnet. Einen Überblick über die Zuordnung der wesentlichen Risiken in die entsprechenden Kategorien zeigt die Grafik (Risikokategorie).
Risikobewertung Überblick: Wie im Kapitel "Methodik" beschrieben, verwendet die Vodafone West bei der Zuordnung der geringen, mittleren und hohen Risiken eine 4x4 Matrix, in der auch die Einschätzung zur "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Auswirkung" der Risiken mit einbezogen wird. Die Grafik (Auswirkung (A)/ Eintrittswahrscheinlichkeit (E) inkl. Bewegung der Risiken) zeigt die Matrix für das Geschäftsjahr 2023/24.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikobewertung wie folgt geändert:
In der folgenden Grafik wird auf die Abhängigkeiten der Risiken untereinander eingegangen:
Detaillierte Risikobewertung nach Kategorie Strategie Strategische Transformation Die Vodafone West möchte mit weiteren strategischen Transformationen ihrer Geschäftsaktivitäten zum Aufbau einer zukunftsorientierten und digitalen Gesellschaft beitragen, in dem der Kunde klar im Fokus steht. Das bedeutet vor allem, den Kunden ein schnelles und stabiles Netz sowie die richtigen Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen und somit ein differenziertes Kundenerlebnis zu schaffen. Neue prozessübergreifende und marktagile Systeme und Tools sollen dies ermöglichen. Die Vodafone West befindet sich in einem kontinuierlichen Prozess strategischer Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen. Wenn die Vodafone West nicht in der Lage ist, die IT- und Business Transformationsprojekte umzusetzen, führt dies zu einer schlechteren Kundenerfahrung und einem daraus resultierenden Reputationsschaden, welcher sich langfristig negativ auf die Marktposition auswirken kann. Die Programme und Projekte der Vodafone West haben klar definierte Ziele während des gesamten Lebenszyklus, um Kosteneskalation, Budgetüberschreitungen und der Nichteinhaltung von Meilensteinen entgegenzuwirken. Interne Revisionsprozesse, wie das Vodafone Transformation Framework (VTF) stellen dies sicher. Da sich die Vodafone West weiteren strategischen Transformationen gegenübersieht wird das Risiko als leicht steigend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Marktveränderung durch neue Wettbewerber und neue Geschäftsmodelle Zu den wesentlichen Marktrisiken, denen die Vodafone West ausgesetzt ist, zählt die sinkende Profitabilität bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk. Ursachen hierfür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen vor allem der anhaltend starke Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche, der sich sowohl auf den Festnetzbereich als auch auf die mobile Sprachtelefonie und mobile Datendienste auswirkt. Neue Wettbewerber mit schlanken Geschäftsmodellen könnten einen starken Preisdruck erzeugen und die Marktpositionierung der Vodafone West gefährden. Eine aggressive Preispolitik der Wettbewerber könnte die Marktanteile und den Umsatz der Vodafone West erheblich beeinträchtigen, wenn die Vodafone West nicht in der Lage ist, die von ihren Kunden gebuchten Produkte und Dienstleistungen in gewünschter Qualität zu erbringen. Darüber hinaus ist ein verstärktes Vordringen von Unternehmen aus der Internet- und Unterhaltungsbranche in den Telekommunikationsmarkt zu beobachten. Es besteht die Gefahr von Kunden- und Margenverlusten. Das Wettbewerbsumfeld der Vodafone West bleibt weiterhin angespannt, vor allem aufgrund der zunehmenden Netzinvestitionen der Wettbewerber in vielen Bereichen. Die DTAG beschleunigt ihren Glasfaserausbau erheblich. Da dieser insbesondere auch für städtische Ballungsräume angekündigt ist und dort auch lokale und regionale Unternehmen (Energieversorger, City Carrier) Glasfaserausbau betreiben, wird die Gigabit-Kabelinfrastruktur der Vodafone West hier zunehmend im Wettbewerb mit Fibre-to-the-Building/Home (FttB/H) - Netzen stehen. Die Vodafone West wird ihrerseits mit dem weiteren Kapazitätsausbau des Gigabit-Kabelnetzes die eigene Netzinfrastruktur weiterentwickeln. Dennoch birgt eine wachsende Verfügbarkeit von reinen Glasfaseranschlüssen Wettbewerbsrisiken für die Vodafone West. Gegenüber Breitbandnetzen auf VDSL-Basis (Very High Speed Digital Subscriber Line) sieht die Vodafone West weiterhin einen Wettbewerbsvorteil und kann über das eigene Gigabitnetz höhere Übertragungsraten an den Endkunden liefern als ein VDSL-Netz leisten kann. Innerhalb des Unterhaltungssegments wird die Marktposition der Vodafone West als Deutschlands größter Anbieter von linearen TV-Abonnementdiensten von den IPTV-Diensten (Internet Protocol Television) der DTAG und mittlerweile etablierten OTT-Angeboten wie Waipu und Zattoo, sowie internationalen Anbietern wie Netflix und Amazon angegriffen. Die Vodafone West mitigiert diese Risiken, indem sie die Strategien, die Kapazität und die Netzqualität der Wettbewerber kontinuierlich analysiert. So kann die Vodafone West auf Marktveränderungen reagieren, indem sie Investitionen priorisiert, die es ihr ermöglichen, ihre strategischen Ziele zu erreichen. Die Vodafone West will sich weiterhin stark im Markt gegenüber ihren Wettbewerbern behaupten. Aus diesem Grund entwickelt die Vodafone West stetig ihre Angebote weiter und setzt agile Geschäftsmodelle ein, um Wettbewerbsrisiken durch einfache, zielgerichtete Angebote, intelligente Preismodelle und ein differenziertes Kundenerlebnis zu minimieren. Da sich die Vodafone West im Marktumfeld einer unveränderten Risikosituation gegenübersieht, wird das Risiko als gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Umgang mit Nachhaltigkeit und weiteren Umweltthemen Die zunehmende Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Umweltaspekte stellt für die Vodafone West nicht nur eine Chance, sondern auch eine Vielzahl von Risiken dar. Die wachsende gesellschaftliche Sensibilität, regulatorische Entwicklungen und Druck seitens der Stakeholder erfordern von Unternehmen eine umfassende Auseinandersetzung mit den potenziellen Herausforderungen in diesem Bereich. Häufig sind Transformationen bekannter Geschäftsprozesse, Investitionen und die Einführung neuer Technologien sowie dem entsprechenden Know-how eng mit deren Erfüllung verbunden. Einbußen von Umsatz und Marktanteil, Bußgelder, Imageverlust sowie Investorenentscheidungen können als potenzielle Risiken auftreten. Nachhaltigkeit und gleichwohl die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens gehen heutzutage mehr denn je mit dessen Anpassungsfähigkeit einher. Dies spiegelt sich in allen Unternehmensbereichen wider - ob in der Lieferkette, dem Berichtswesen, der Infrastruktur oder der Kommunikation mit den Stakeholdern. Die Vodafone West verfolgt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, welche das Ziel einer digitalen Zukunft verfolgt, ohne dabei die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft aus den Augen zu verlieren. Ein bedeutender Meilenstein für die Nachhaltigkeitsarbeit des Unternehmens ist im Jahr 2025 mit dem Erreichen von Netto-Null-Emissionen der eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) geplant. Bis zum Jahr 2040 sollen darüber hinaus Netto-Null-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3) erreicht werden. Die Vodafone West deckt ihren Strombedarf zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Es wird daher für Unternehmen in Deutschland zunehmend entscheidend, ein umfassendes Risikomanagement im Bereich Nachhaltigkeit sowie für verschiedene Umweltthemen zu implementieren. Eine proaktive Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen ermöglicht nicht nur die Minimierung von Risiken, sondern eröffnet auch Chancen für Innovation, Wettbewerbsvorteile und langfristigen Unternehmenserfolg im Zeichen einer nachhaltigen Zukunft. Da sich die Vodafone West wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen und Berichtspflichten im Bereich Nachhaltigkeit gegenübersieht wird das Risiko als leicht steigend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Finanzen Konjunkturelle Änderungen mit Einfluss auf die deutsche Marktwirtschaft Eine weitere Abschwächung der Konjunktur könnte zu einer geringeren Nachfrage nach Dienstleistungen und einer geringeren Kaufkraft der Kunden führen, was sich negativ auf die Rentabilität und die Cashflow-Entwicklung der Vodafone West auswirken könnte. Wirtschaftliche Störungen können sich auch auf die Finanzmärkte auswirken, einschließlich Währungen, Zinssätze, Kreditkosten und die Verfügbarkeit von Fremdkapital. Die Entwicklung der Finanzmärkte, vor allem mit Blick auf die Entwicklung der Inflation, wird von der Vodafone West permanent beobachtet, denn eine Störung der globalen Finanzmärkte wirkt sich auf die Fähigkeit aus, Schuldverpflichtungen bei Fälligkeit zu refinanzieren. Um der wachsenden Preisunsicherheit am Energiemarkt zu begegnen und langfristige Liefersicherheit gewährleisten zu können, wurden im Berichtsjahr langfristige Stromlieferverträge über den deutschen Vodafone Konzern mit den Energieversorgern RWE, Iberdrola und GETEC abgeschlossen. Die Mehrheit der Verbindlichkeiten der Vodafone West sind kurz- bis mittelfristiger Natur, was den Refinanzierungsbedarf minimiert. Zu den Hauptliquiditätsquellen zählen die Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft. Liquiditätsquellen können unter Umständen auch Mittelausstattungen durch die Vodafone Investments in Form von Darlehen oder Kapitaleinlagen durch die Gesellschafterin umfassen. Wie im Falle des Risikos "Marktveränderung durch neue Wettbewerber und Geschäftsmodelle" ist dies ein externes Risiko mit einer sich ständig ändernden Bedrohungslage. Die Finanzmärkte weisen derzeit eine hohe Volatilität auf und die Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie die Kosten der Finanzierung können sich erheblich ändern. Die Vodafone West beobachtet die Entwicklung kritisch, um dem Risiko frühzeitig mit weiteren Maßnahmen entgegenwirken zu können. Da sich die Vodafone West einem sich stabilisierenden makroökonomischen Umfeld gegenübersieht, wird das Risiko als sinkend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Einhaltung und Effektivität des internen Kontrollsystems Mit dem internen Kontrollsystem (IKS) verfolgt die Vodafone West das Ziel, die gesetzlichen Vorgaben und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung innerhalb unserer Geschäftsprozesse einheitlich umzusetzen und zu monitoren. Durch kontinuierliche Prüfungen der Kontrollen sollen Schwachstellen in der Rechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung vermieden werden. Die Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben kann hierbei zu Reputationsschäden, Bußgeldern, im Härtefall sogar zu Haftstrafen führen. Die Vodafone West mitigiert die Risiken, indem sie fortlaufend ihre Kontrolllandschaft in Bezug auf das IKS und neue regulatorische Anforderungen ausbaut und verstärkt. Der Fokus liegt dabei auf klar definierten Kontrollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Geschäftsprozesse, ebenso wie auf einem kontinuierlichen Berichtswesen. Zusätzlich wird durch unternehmensweite Trainings, Workshops und Kampagnen das Verständnis über die Relevanz des IKS gestärkt. Da die Vodafone West über ein umfassendes IKS verfügt, welches kontinuierlich ausgebaut und verbessert wird, wird das Risiko als leicht sinkend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Operativ Regulatorische Anforderungen/neue Gesetze auf nationaler und internationaler Ebene Die Vodafone West ist einer Vielzahl von komplexen politischen und regulatorischen Aspekten auf lokaler und europäischer Ebene ausgesetzt. Es besteht das Risiko, dass die Regulierung sowohl auf lokaler als auch europäischer Ebene vielfältiger wird und daher schwieriger zu handhaben ist, insbesondere bei der Einführung von Vorschriften für neu entstehende Technologien wie künstliche Intelligenz, IoT und auch Netzneutralität. Eine Veränderung hinsichtlich der Umlagefähigkeit des Basis TV Dienstes in Mehrnutzerverträgen, wird mit deren Abschaffung zum 1. Juli 2024 eintreten. Nach diesem Zeitpunkt sind Umlagen von Infrastrukturen nur unter begrenzten Voraussetzungen für glasfaserbasierte Anschlüsse möglich. Die Vodafone West rechnet mit hohem operativem Aufwand, um die Kunden von Mehrnutzerverträgen auf Einzelnutzerverträge umzustellen. Dies könnte auch zu Kunden- bzw. Umsatzverlusten führen. Der Schutz von Kundendaten ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur der Vodafone West. Die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist hierbei von höchster Priorität. Es gilt Datenschutzverstöße zu vermeiden, da diese mit sehr hohen Bußgeldern (bis zu 4 % des weltweiten Gruppenumsatzes) geahndet werden können. Zusätzlich droht ein erheblicher Reputationsschaden, der das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern beeinträchtigen kann. Die Vodafone West beobachtet permanent die Entwicklung hinsichtlich möglicher Handelsbeschränkungen von Netzkomponentenlieferanten. Es besteht ständig die Gefahr, dass langfristige Geschäfte mit sanktionsgefährdeten Lieferanten strenger reguliert werden oder gar unmöglich werden. Die anhaltende Diskussion bestärkt die Vodafone West darin, mittelfristig unabhängiger zu werden. Daher erforscht und entwickelt die Vodafone West alternative Technologien im Bereich der Zugangsnetze, die Vodafone West weniger abhängig von Lieferanten machen werden. Des Weiteren entscheidet sich die Vodafone West ausschließlich für Lieferanten, die die Einhaltung der Zertifizierungen für kritische Komponenten aus dem IT-Sicherheitsgesetz 2.0 nachweisen können. Weitergehend erfolgte im Jahr 2023 nach Auffassung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine Preiserhöhung für Festnetz- und Bestandskunden um fünf Euro pro Monat ohne rechtliche Grundlage. Daraus resultierend hat die vzbv gegen Vodafone West eine Klage eingereicht. Sollte Vodafone im Rechtsstreit unterliegen, könnten sehr hohe Rückzahlungsverpflichtungen auf Vodafone zukommen. Die eingeführten Preiserhöhungen müssten zum Teil rückgängig gemacht werden, was einen negativen Einfluss auf die Ertragsentwicklung in den folgenden Geschäftsjahren haben könnte. Die Vodafone West strebt gemeinsame Strategien mit politischen und regulatorischen Interessengruppen an, um das Risiko zu verringern, dass die Geschäftstätigkeit durch unvorhersehbare und unverhältnismäßige politische und regulatorische Rahmenbedingungen überrascht wird. Die Umsetzung beschlossener Gesetze ist das Ziel. Nichtsdestotrotz spricht die Vodafone West im Rahmen der Gesetzesentwurfsphasen Probleme offen mit politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden an, um für beide Seiten positive Ergebnisse zu erzielen. Da sich die Vodafone West wachsenden regulatorischen Anforderungen und neuen Gesetzen gegenübersieht wird das Risiko als steigend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Cyber-Attacken Externe Cyberangriffe, Insider-Bedrohungen oder Lieferantenvorfälle können zu einer Netzstörung, einer Service-Unterbrechung oder zum Verlust vertraulicher Daten führen. Cyber-Bedrohungen können in allen lokalen Gesellschaften erhebliche Auswirkungen auf Kunden, Finanzen, regulatorische Anforderungen und die Reputation haben. Die Vodafone West schützt ihre Kunden und Mitarbeiter vor Cyber-Bedrohungen durch globale und lokale Sicherheitskontrollen, in dem sie Schwachstellen frühzeitig erkennt, analysiert und behebt. Die Vodafone West agiert mit einem zentralisierten Team, welches globale Früherkennungssysteme, Methoden zum Risiko-Management und standardisierte Risiko-Kontroll-Matrizen für die lokalen Cyber-Teams entwickelt. Daher verbessert die Vodafone West ständig ihre Systemlandschaft zur Behebung von Störungen und zur Erhöhung der Widerstandskraft der Systeme und stärkt kontinuierlich ihr Kontrollumfeld. Das Cyber-Risiko entwickelt sich im Einklang mit dem technologischen Fortschritt und den geopolitischen Entwicklungen ständig weiter. Die Vodafone West geht davon aus, dass die Bedrohungen aus bestehenden Quellen anhalten werden, sich aber auch in Bereichen wie IoT, Supply Chain und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen weiterentwickeln werden. Da sich die Vodafone West im Cyberumfeld einer unveränderten Risikosituation gegenübersieht wird das Risiko als gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Verlust kritischer Infrastruktur Systeme Im Fokus stehen hier 5 Risikokategorien, die sich durch ein internes oder externes Event negativ auf den Service auswirken können:
Serviceunterbrechungen durch den Ausfall kritischer IT- oder Netz-Infrastrukturen können zu Ausfallzeiten führen. Auswirkungen auf betriebliche Prozesse wie z.B. der Anstieg der Call-Center-Auslastung, im schlimmsten Fall sogar der Kundenverlust und die damit verbundenen Kosten/geringeren Umsatzerlöse als auch ein möglicher Reputationsschaden sind die Folgen. Aus diesem Grund ist es wichtig diese Anwendungen, Anlagen, IT-Systeme etc. zu identifizieren, zu monitoren und zu bewerten. Dies ist gerade im Rahmen von Unternehmensfusionen und der damit verbundenen IT- und Netz-Integration ein wesentlicher Bestandteil. Ein Ziel ist es, die Ausfallzeiten im Netz zu reduzieren und die IT-Systemlandschaft weiter zu konsolidieren. Aus diesem Grund investiert die Vodafone West hier stetig und optimiert die Wiederherstellungsmechanismen. Die Vodafone West möchte ihren Kunden eine starke Infrastruktur zur Verfügung stellen. Das robuste Betriebskontinuitätsmanagement der Vodafone West nach ISO 22301 und ihr nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagement sichern die Gesellschaft hier zusätzlich ab. Da sich die Vodafone West in einem kontinuierlichen Prozess der Konsolidierung und Vereinfachung unserer Systemlandschaften befindet werden die Risiken als leicht sinkend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Zukunft des Personalwesens Einen Risikofaktor in der Erreichung des Ziels, ein digitaler Technologiekonzern zu werden, sieht die Vodafone West im Bereich des Personalwesens. Problematisch ist hier der demografische Wandel, insbesondere das Fortschreiten des Fachkräftemangels und der Rückgang sowie die zunehmende Veränderung der Altersstruktur. Auch der technologische Wandel in Bezug auf die Digitalisierung und die damit verbundenen neu zu erlernenden Fähigkeiten werden sich auswirken. Der daraus entstehende Fachkräfteengpass wird zu einem Konkurrenzkampf um die besten Nachwuchskräfte auf nationaler, aber auch internationaler Ebene, auf Grund des globalisierten Wettbewerbs, führen. Organisatorische Änderung innerhalb bestehender Geschäftsbereiche oder die Entstehung neuer Geschäftsbereiche bergen bei der initialen Implementierung, Restrukturierung oder Transformation das Risiko von Verlusten von Know-how und Expertise, Betriebsstörungen und Effizienzverlusten sowie Auswirkungen auf unsere Kundenbeziehungen und Servicequalität. Aus diesem Grund legt die Vodafone West Wert auf eine klare Verteilung und Beschreibung der mit der Änderung verbundenen Verantwortlichkeiten inklusive einer entsprechenden Kommunikationsstrategie. Darüber hinaus will Vodafone West verstärkt auf die Mitarbeiter als Know-how-Träger setzen. Erklärtes Ziel ist es daher, Talente frühzeitig zu erkennen, zu binden und zu entwickeln. Auch im Hinblick auf den demografischen und technologischen Wandel muss es das Ziel sein, alle Mitarbeiter weiterzuentwickeln und zu qualifizieren. Dazu baut das Unternehmen seine agile Zukunftsstrategie mit weiteren flexiblen Arbeits- bzw. Arbeitszeitmodellen, einer ausgewogenen Work-Life-Balance, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie dem Ausbau von Kinder- und Betreuungsangeboten kontinuierlich aus. Die Vodafone West sieht kein steigendes Risiko hinsichtlich Know-how- und Expertise-Verlusten im Zuge der bestehenden Transformationsprozesse. Das Risiko wird als gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Darstellung der Chancensituation Aus einer Vielzahl von Chancen werden die nachstehenden Chancen für die Vodafone West als besonders wichtig eingeschätzt: Weiteres Wachstum bei Internet und Telefonie (Wachstumsgeschäft) Der deutsche Markt bietet unverändert gute Wachstumsaussichten für den Kabelsektor. Die Vodafone West erwartet insbesondere im Markt für schnelle Breitband-Internetzugänge aufgrund der anhaltend starken Nachfrage nach hohen Bandbreiten weiteres Wachstum. Die Vodafone West glaubt, dass in Deutschland Breitband-Internetkunden auch in Zukunft von anderen Netztechnologien (z. B. DSL) zum Kabel wechseln werden, weil die Kabeltechnologie Preis- bzw. Leistungsvorteile bietet. Durch die günstigeren Preise gegenüber Glasfaseranschlüssen, sehen wir auch hier weiterhin Vorteile der Kabeltechnologie. Die Vodafone West ist der Meinung, dass sie dank der leistungsfähigen Netzinfrastruktur auch künftig von der zunehmenden Breitband-Internetpenetration profitieren wird. Durch weitere Optimierungsmaßnahmen und die Aufrüstung auf DOCSIS 3.1 gewährleistet das Netz aktuell großflächig Breitbandgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s. Kostenvorteile Durch Technologie und die Reichweite des Kabelnetzes hält sich die Vodafone West in den konvergierenden Märkten der Medien- und Telekommunikationslandschaft gut positioniert. Da die Vodafone West den Zugang über ihr eigenes Netz auch in der "letzten Meile" kontrolliert, kann die sie bei der Produktplanung und -bereitstellung flexibel agieren. Ihr aufgerüstetes Kabelnetz überträgt digitale und hochauflösende TV-Signale, die gleichzeitig von mehreren Nutzern pro Haushalt konsumiert werden können. Die Vodafone West profitiert von Skalenvorteilen mit einer weitgehend fixen Kostenstruktur und größtenteils erfolgsbasierten Investitionen. Aus unserer Sicht kann die Vodafone West als Netzeigentümerin und dank ihrer großen Kundenbasis kostengünstiger wirtschaften als viele ihrer deutschen Mitbewerber. Das gilt insbesondere für Reseller und Anbieter auf Basis der Kupferdoppelader der DTAG. Einige Kostenelemente wie beispielsweise ein erheblicher Teil ihrer Netz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind fix, so dass die Vodafone West durch ihre geschäftliche Expansion hohe Zusatzgewinne und inkrementelle Margen verzeichnen kann, da keine Vorleistungskosten zu tragen sind. Da ihr Kabelnetz gleichzeitig auch als Plattform für unseren Breitband-Internetzugang und die Festnetztelefonie dient, profitiert die Vodafone West darüber hinaus von den Zuwachseffekten zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen, die über gemeinsam genutzte Anlagen zur Verfügung gestellt werden. Synergien und Skaleneffekte im Unternehmensverbund Die Vodafone West ermöglicht es Haushalte sowie Unternehmen deutschlandweit mit Gigabit im Koaxial-Glasfaserkabelnetz zu versorgen, um bei der Digitalisierung und dem Schritt in die Gigabit-Gesellschaft zu unterstützen. Durch die Möglichkeit, den Kabelkunden bundesweit einheitliche Produkte anbieten zu können, ergeben sich für die Gruppe außerdem Synergieeffekte. Sonstige Chancen Auch die Vodafone West geht von weiteren Chancen durch die zunehmende Digitalisierung aus. So erhofft sich die Vodafone West im Privatkundensegment einen weiteren Anstieg an digitalen Kundenkontakten sowie Vertragsabschlüssen. Auch das Arbeitsumfeld im Geschäftskundensegment verändert sich und wird digitaler. Hierbei sieht die Gruppe die Chance, in einem wachsenden Markt mit Lösungen rund um den "Flexiblen Arbeitsplatz" Umsätze zu realisieren und die Ausgangslage für das Kerngeschäft (Konnektivität) zu verbessern. Darüber hinaus sieht die Vodafone West mit ihrem breit aufgestellten Portfolio die Gelegenheit, die Grundlage für die sich zum Teil stark verändernden sowie neuen Geschäftsmodelle und -prozesse bei ihren Business-Kunden zu legen. Zusammenfassung Chancen Zusammenfassend hält die Vodafone West das Marktumfeld im Vergleich zum Vorjahr für nahezu unverändert attraktiv und schätzt die Situation hinsichtlich zusätzlicher Chancen für das Geschäft insgesamt zueinander ausgewogen ein. Durch die fortgesetzte Netzaufrüstung, weiteres Potenzial im Kabelsektor und Kostenvorteile erwartet die Vodafone West weitere Chancen wahrnehmen zu können. Insbesondere im Bereich Internet und Telefonie, aber auch im Wachstumsgeschäft insgesamt sieht die Vodafone West gute Chancen für die nachhaltige Erholung des Geschäfts. Das Öffnen des bundesweiten Kabelnetzes für Dritte (Cable Open Access) wird weiterhin Einfluss auf das Wachstum im Wholesalegeschäft haben. Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Geschäftsführung Die Einschätzung der Gesamtrisikolage der Vodafone West in den operativen und strategischen Unternehmensbereichen steht durch das implementierte Risikomanagementsystem umfänglich und transparent im Fokus des Managements. Das System ermöglicht dem Unternehmen eine Analyse und Beurteilung der Folgen eines möglichen Risikoeintritts und bietet damit die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen durch das Management. Die Gesamtrisikosituation im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht signifikant verändert. Die wesentlichen Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus den geopolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, dem intensiven Wettbewerb, den Business- und IT-Transformationen sowie den Cyber Security Risiken. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung auf Grund von existierenden oder sich in der Umsetzung befindlicher Maßnahmen, welche das Nettorisiko reduzieren, keine wesentliche Gefährdung des Fortbestandes des Unternehmens. Die Chancensituation ist im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleichgeblieben. 4. Prognosebericht Der Prognosebericht der Vodafone West berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht bekannt waren und die künftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Ausblick für die Vodafone West Die Geschäftsführung gibt aus heutiger Sicht in der untenstehenden Tabelle den folgenden Ausblick für zwölf Monate. Im Hinblick auf die Intensität und die Richtung unserer abgegebenen Prognoseaussagen verweisen wir auf das im Folgenden angewandte Bewertungsraster: Starker Rückgang, moderater Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, moderater Anstieg, starker Anstieg. Finanzielle Leistungsindikatoren
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Künftige Entwicklung der Vodafone West Bei den finanziellen Leistungsindikatoren erwartet die Vodafone West im Geschäftsjahr 2024/25 starke Rückgänge, die primär durch den Wegfall der Umlagefähigkeit des Basis TV Dienstes in Mehrnutzerverträgen getrieben sind. Bei der Kundenentwicklung im Bereich Internet und Telefonie wird ein stabiler Verlauf erwartet, wohingegen bei den Basic-Cable Kunden ein starker Rückgang erwartet wird. Dafür ursächlich ist unter anderem der Wegfall der Umlagefähigkeit des Basis TV Dienstes in Mehrnutzerverträgen zum 1. Juli 2024, wodurch eine rückläufige Anzahl von Kabel TV Haushalten im Umfeld der Wohnungswirtschaft zu erwarten ist. Des Weiteren wird der hohe Wettbewerbsdruck im Segment für Privatkunden durch bestehende und neue Wettbewerber auch künftig bestehen bleiben bzw. sich intensivieren. Zudem gehen wir davon aus, dass das Geschäftsjahr 2024/25 weiterhin von unverändert hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck geprägt sein wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführte Preiserhöhungen tragen dazu bei, diesen Kostendruck teilweise zu kompensieren. Die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr sichtbare Tendenz zu schnellem und stabilem Internet zeigt sich weiterhin, weshalb ein verstärkter Fokus auf die stetige Verbesserung der Qualität des Kabelnetzes gelegt werden wird. Durch das aufgerüstete Netz verfügt die Vodafone West über eine technologische Infrastruktur für die Bereitstellung von Breitbanddiensten mit Geschwindigkeiten von derzeit bis zu 1 Gbit/s. Dies sollte es ermöglichen, sich von Wettbewerbern zu differenzieren, neue Abonnenten zu gewinnen, die Kundenbindung zu erhöhen und Umsatzerlöse von bestehenden Kunden durch Cross-Selling und Up-Selling zu erwirtschaften. Die Geschäftsführung begegnet diesen Entwicklungen mit einer Wachstumsstrategie, mit der die Vodafone West als Trusted Partner die Kundenbedürfnisse noch stärker in den Fokus rückt. Neben dem konsequent am Kundennutzen ausgerichteten Handeln beinhaltet diese Strategie die Reduktion von Komplexität in Prozessen und organisatorischen Strukturen, wodurch geringere Kosten realisiert werden sollen. Daneben wird die Entwicklung neuer Technologien und Produkte fortgesetzt. Mit der Einführung von DOCSIS 3.1 Technologie wurde die Grundlage für ein leistungsstarkes Netz geschaffen. Durch die Weiterentwicklung bestehender Netztechnologien werden höhere Breitbandgeschwindigkeiten geschaffen. Des Weiteren liegt der Fokus auf dem Ausbau der Übertragungskapazität des Kabelnetzes. Die Investitions- und Personalpolitik wird weiterhin an die Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds angepasst. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Entwicklung der Vodafone West Die gesamtwirtschaftliche Situation sowie regulatorische Rahmenbedingungen und der hohe Wettbewerbsdruck stellen die Vodafone West vor Herausforderungen im Geschäftsjahr 2024/25. Daher geht die Geschäftsführung nach derzeitiger Einschätzung davon aus, dass sich Umsatzerlöse, EBITDA und OFCF stark rückläufig entwickeln werden.
Düsseldorf, 24. Juni 2024 Vodafone West GmbH Die Geschäftsführung Marcel de Groot Carmen Maria Velthuis Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vodafone West GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vodafone West GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vodafone West GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die in Abschnitt 2.2 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 27. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Andre Mirzaian, Wirtschaftsprüfer Barbara Kamann, Wirtschaftsprüferin In der Gesellschafterversammlung vom 25. November 2024 wurden die folgenden Beschlüsse gefasst: Der von den Geschäftsführern unterzeichnete Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wird hiermit festgestellt. Der Jahresüberschuss von EUR 899.600.729,82 wird auf neue Rechnung vorgetragen Bericht des Aufsichtsratsder Vodafone West GmbHDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 die Geschäftsführung überwacht und beraten und sich anhand der turnusmäßigen Berichterstattung sowie aufgrund gesondert erteilter Informationen eingehend über die Entwicklung des Unternehmens und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Wichtige geschäftliche Einzelvorgänge wurden im Aufsichtsrat behandelt. Die Geschäftsvorgänge, die auf Grund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, wurden geprüft und mit der Geschäftsführung erörtert. Darüber hinaus hat sich die Vorsitzende des Aufsichtsrats von der Geschäftsführung laufend unterrichten lassen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Dabei wurden grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik und einzelne Geschäftsvorgänge, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, geprüft und mit der Geschäftsführung beraten. Die Erörterung umfasste die wirtschaftliche Lage der Konzerngesellschaften, die längerfristige Entwicklung der einzelnen Unternehmensbereiche sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Ferner wurden die Unternehmensziele 2022/2023 verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 in der Sitzung vom 31.07.2024 in Gegenwart der Geschäftsführung, die über die wesentlichen Ergebnisse berichtet hat, ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 31.07.2024 zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Geschäftsführung der Vodafone West GmbH hat es in dem Geschäftsjahr 2023/2024 keine personelle Veränderungen gegeben. Im Aufsichtsrat der Vodafone West GmbH hat es in dem Geschäftsjahr 2023/2024 folgende personelle Veränderungen gegeben: Die Geschäftsführung hat durch Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 29.06.2023 ein außergerichtliches Statusverfahren eingeleitet. In der Folge schieden die bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats Frau Stefanie Reichel, Herr Hanno Harms, Herr Erik Brenneis, Herr Markus Frings, Frau Petra Schuster, Herr Frank Gerth, Herr Michael Haering, Frau Aikaterini Stathaki, Frau Anne Stilling, Herr Dr. Andreas Siemen und Frau Dr. Isabel Tilly mit Wirkung zum 06.11.2023 aus dem Aufsichtsrat aus. Mit Beschluss des Gesellschafters vom 06.11.2023 wurden Frau Stefanie Reichel und Frau Dr. Isabel Tilly mit Wirkung zum 07.11.2023 als Vertreter des Anteilseigners in den Aufsichtsrat nach Drittelbeteiligungsgesetz bestellt. Ferner wurde Herr Damir Penava mit Wirkung zum 23.11.2023 als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der Vodafone West GmbH gewählt. Die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats nach den Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes fand am 29.11.2023 statt. Die Mitglieder haben in dieser Sitzung Frau Stefanie Reichel als Vorsitzende des Gremiums und Herrn Damir Penava als stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Damen und Herren auch an dieser Stelle für ihren Einsatz und ihr verdienstvolles Wirken im Interesse des Unternehmens.
Düsseldorf, den 31.07.2024 Der Aufsichtsrat Stefanie Reichel, Vorsitzende |
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