Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 6796
Eingetragen
10.4.2003
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenSonstige soziale Betreuung von älteren MenschenVermittlungstätigkeiten für Heime und stationäre Betreuung
Gegenstand
die Bereitstellung von Dienstleistungen im Bereich der Altenhilfe, insbesondere für den Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt Rheinland/Hessen-Nassau e.V. sowie der damit im Zusammenhang stehenden zentralen Verwaltungsaufgaben.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Michaela Naunheim
seit 3.9.2024
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWO Altenhilfe GmbH

Koblenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die AWO Altenhilfe GmbH, eingetragen beim Registergericht Koblenz unter HR B 6796, war zum 31.12.2023 mit einem Stammkapital von TEUR 25 ausgestattet. Der AWO Bezirksverband Rheinland e.V., Koblenz, ist alleiniger Gesellschafter der AWO Altenhilfe GmbH und bezieht sie in seinen Verbundabschluss mit ein.

Die Gesellschaft erbringt ausschließlich Dienstleistungen für den Bereich der Altenhilfe des AWO Bezirksverband Rheinland e.V., indem sie das gesamte Personal, das zur Leistungserbringung erforderlich ist, zur Verfügung stellt und auf eigene Kosten beschäftigt.

In den folgenden Betriebsstätten des AWO Bezirksverband Rheinland e.V. werden die Mitarbeiter der Gesellschaft eingesetzt.

Standorte Mitarbeiter - Anzahl Altenhilfe GmbH * Kapazität Ø - Auslastung
per 31.12.2023 Gesamt Vollzeit Teilzeit Plätze
Koblenz 82 24 58 118 74,0%
Idar-Oberstein 79 22 57 136 76,6%
Neuwied 109 47 62 133 87,0%
Trier 67 23 44 132 61,6%
Bad Kreuznach 87 35 52 108 95,9%
Höhr-Grenzhausen 82 31 51 121 76,6%
Diez 66 14 52 102 80,8%
Bendorf 76 22 54 126 76,7%
Mainz-Gonsenheim 90 34 56 131 95,5%
Mainz-Oberstadt 65 39 26 132 76,3%
Worms 116 43 73 178 72,6%
Wörrstadt 94 44 50 129 82,8%
Mainz-Mombach 69 31 38 160 67,6%
Mayen 102 38 64 126 84,4%
Bezirksgeschäftsstelle 83 36 47 - -
Betreutes Wohnen 21 3 18 - -
Summe: 1.288 486 802 1.832 79,2 %

2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Während die grundsätzlichen Entwicklungen in der Gesundheitsbranche - die Alterung der Bevölkerung, die dadurch zunehmende Häufigkeit von Pflegebedürftigkeit, die wachsende Zahl chronisch kranker Patienten, der medizinische Fortschritt sowie ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein - weiterhin in relevanter Weise zum Wachstum der Branche beitragen, werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der stationären Altenpflege durch einen dramatischen Pflegekräftemangel in erheblichem Maße beeinflusst.

Die AWO Altenhilfe GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 46.959 und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.314 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 114 erwirtschaftet. Ausschlaggebend für das positive Jahresergebnis sind im Wesentlichen die Aufschläge auf die Weiterberechnung der anfallenden Personal- und Sachkosten an den AWO Bezirksverband Rheinland e.V.

Ausgewählte Kennzahlen der Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Gesamtleistung 46.959 42.736 4.223
Materialaufwand 6 2 4
Rohertrag 46.953 42.734 4.219
Betrieblicher Aufwand 48.143 43.671 4.472
Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern 124 110 14
Finanzergebnis 40 17 23
Steuern 50 44 6
Jahresüberschuss 114 83 31

Der Anstieg der Gesamtleistung um TEUR 4.223 gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer vermehrten Weiterberechnung von angefallenen Personalkosten an den AWO Bezirksverband Rheinland e.V.

Die Umsatzentwicklung stellt sich wie folgt dar:

Jahr 2023
TEUR
Jahr 2022
TEUR
Jahr 2021
TEUR
Jahr 2020
TEUR
46.959 42.736 40.699 42.576

Der Rohertrag hat sich unter Berücksichtigung des Materialaufwands um TEUR 4.219 erhöht.

Die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 4.472, was vor allem aus dem Anstieg der Personalkosten um TEUR 4.272 - im Wesentlichen aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen ab dem 1. Januar bzw. ab dem 01.Mai.2023 - resultiert.

Entwicklung der Personalkosten als Hauptkostenfaktor:

Jahr 2023
TEUR
Jahr 2022
TEUR
Jahr 2021
TEUR
Jahr 2020
TEUR
47.077 42.805 40.881 42.839

Der Entwicklung der Personalkosten liegt folgende Entwicklung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen zugrunde:

Jahr 2023 Jahr 2022 Jahr 2021 Jahr 2020
1.217 1.256 1.290 1.300

Das Finanzergebnis liegt mit TEUR 40 um TEUR 23 über dem des Vorjahres. Dabei waren vor allem die Zinserträge aus der Termingeldanlage und aus den Guthaben der Zeitwertkonten höher als die Zinsaufwendungen für das Verrechnungskonto mit dem AWO Bezirksverband Rheinland und den Zinsaufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für die Jubiläumsprämien.

Unter Berücksichtigung der Ertragssteuern in Höhe von TEUR 50 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 114.

Die Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Aktiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Umlaufvermögen 1.789 4.234 -2.445
Festgeld 2.500 0 2.500
Aktiver RAP 45 42 3
Aktive latente Steuern 146 157 -11
4.480 4.433 47

Passiva

Eigenkapital 994 880 114
Rückstellungen 2.338 2.301 37
Verbindlichkeiten 1.148 1.252 -104
4.480 4.433 47

Die AWO Altenhilfe GmbH, die wie erwähnt, als reine Dienstleisterin ausschließlich mit der Führung der Einrichtungen des AWO Bezirksverbandes Rheinland e.V. betraut ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Investitionen in Anlagegüter getätigt.

Die sich aus den unterschiedlichen steuer- und handelsrechtlichen Wertansätzen künftig ergebende Steuerentlastung wurde als Aktive latente Steuern ausgewiesen.

Die Entwicklung des Umlaufvermögens von TEUR 4.234 auf TEUR 1.798 ist vor allem durch den Geldabfluss der liquiden Mittel in kurzfristige Finanzmittelanlagen (TEUR 2.500) geprägt. Diese Finanzdisposition und der Anstieg der Forderungen im Verbundbereich lassen die liquiden Mittel von TEUR 3.720 auf TEUR 770 absinken.

Das Eigenkapital erhöhte sich entsprechend dem Jahresüberschuss auf TEUR 994.

Die Rückstellungen beinhalten insgesamt TEUR 2.274 für Rückstellungen aus dem Personalbereich.

Auch in den Verbindlichkeiten sind überwiegend Aufwendungen aus dem Personalbereich enthalten (Löhne und Gehälter sowie Lohn- und Kirchensteuern).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch die alleinige Zurverfügungstellung von Personal und Dienstleistungen an den AWO Bezirksverband Rheinland e.V. treten weitere, über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hinausgehende finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft in den Hintergrund. Die durchschnittliche Auslastung als nichtfinanzieller Leistungsindikator der vom AWO Bezirksverband Rheinland e.V. stationären Pflegeplätze lag bei 79,2 % (Vorjahr: 83,3 %).

Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich die Vermögens- und Finanzlage als geordnet und solide darstellt und die Ertragslage, trotz des weiteren Rückgangs der Auslastung in der stationären Pflege, weiterhin stabil bleibt.

4. Chancen und Risikobericht

Dem Hauptzweck der Gesellschaft - Bereitstellung von Dienstleistungen im Bereich der Altenhilfe an den AWO Bezirksverband Rheinland e.V. - entsprechend, können die Risikofelder in folgende Bereiche aufgeteilt werden.

Wirtschaftliche Abhängigkeit

Da die Umsatzerlöse ausschließlich aus den Dienstleistungsbeziehungen mit dem Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt resultieren, wirkt sich die Geschäftsentwicklung des Vertragspartners, speziell die Auslastung der stationären Altenhilfeeinrichtungen, auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft aus. Die Auslastung der verfügbaren Kapazität ist mit 79,2 % erneut unterhalb des Vorjahrsniveaus (83,3%) gesunken. Die Belegungsrückgänge resultieren aufgrund nicht vorhandenen Personals.

Fachkräftemangel

Eine mangelnde Personalisierung stellt in der Altenpflege einen erfolgshemmenden Faktor dar, weshalb die Gesellschaft durch die Personalgestellung unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftliche Situation des Vertragspartners hat. An den Ausbau der vorhandenen Leistungen und die Entwicklungen neuer Leistungen in der Altenpflege ist derzeit nicht zu denken.

Bis zum Jahr 2030 steigt die Zahl der Pflegebedürftigen voraussichtlich von heute 4,5 Millionen auf dann rd. 6,0 Millionen an. Demnach ist das Risiko eines Nachfragerückgangs entsprechend geringer anzusehen als das Risiko, den mit der höheren Nachfrage einhergehenden Anstieg des Pflegekräftebedarfs nicht abdecken zu können.

Die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Mindestpersonalisierung lässt sich bei fehlenden (Fach)kräften ausschließlich über die Belegung steuern. Ein Personalmangel geht demnach mit einem Belegungsrückgang einher. Mittels eines Programms zur Gewinnung von Fachkräften aus den Philippinen konnten viele freie Stellen besetzt werden. Aufgrund der hohen Akzeptanz und beidseitigen Integrationsleistungen konnten bis 2023 über 110 Fachkräfte aus den Philippinen angestellt werden. Aufgrund der höheren Bruttogehälter im Krankenhauswesen wandern nach 2-3 Jahren etwa 25 % dieser Mitarbeitergruppe wieder ab, da sie wesentliche Transferleistungen in die Heimatländer leisten müssen. Dennoch rechnet sich das Programm, da es beim Abbau der extrem kostspieligen Leiharbeitskräfte hilft und der Einsatz über das Jahr besser planbar ist. Allerdings spüren wir auch Grenzen dieser Strategie. Der Betreuungsaufwand zur Integration steigt. Es werden Versuche mit anderen Herkunftsländern geplant.

IT-Risiken

Die Risiken bestehen weitgehend darin, dass die Abhängigkeit von den Soft- und Hardwarelieferfirmen und den Netzbetreibern gegeben ist und wir als Anwender die Marktentwicklungen und den technischen Fortschritt nur ansatzweise verfolgen können. Darüber hinaus sieht der AWO Bezirksverband, der auch die IT für die Gesellschaft zur Verfügung stellt, ein Risiko im unbefugten Zugriff auf unsere sensiblen Daten und das IT-System, weshalb er einen hohen Aufwand um die Systemsicherheit und den Datenschutz betreibt. Nach einem vermuteten Hackerangriff im Februar/März wurde der Virenschutz verbessert und eine neue Firewall sowie ein zusätzliches Back-up System errichtet.

Das bisher in IT und Marketing bewährte Ticketsystem wurde um die Personalabteilung erweitert. Damit konnten die überdurchschnittlich hohen Anfragen in einer Gesamt-/ und Einzelansicht übersichtlicher bis zur Erledigung gesteuert werden.

Für 2024 sind erneut hohe Investitionen beim AWO Bezirksverband e.V. erforderlich. Es bleibt weiter offen, ob ein Umstieg auf ein neues Lohnabrechnungsprogramm projektiert werden soll. Die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Hersteller und der systembetreuenden Firma wirken sich nachteilig auf die Bearbeitungsprozesse aus.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können nur im Bereich des Arbeitsrechts ausgemacht werden, da nur das Personal für die stationären Altenhilfeeinrichtungen bei der Gesellschaft beschäftigt ist. Weitere Risiken rechtlicher Natur sind nicht erkennbar, eventuelle Regressansprüche wegen Minder- oder Schlechtleistung würden sich ausschließlich gegen den AWO Bezirksverband e.V. als Einrichtungsträger richten.

Chancen

Die demografische Entwicklung der Bevölkerung und die Veränderungen der sozialen Strukturen führen dazu, dass die Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen, statistisch betrachtet, eher ansteigt als abnimmt.

Damit man diese Entwicklung auch in Einklang mit der personalbedingten Auslastungskrise der stationären Altenpflege bringen kann, erwartet man mit Spannung die Entwicklungen auf der landespolitischen Ebene in Rheinland-Pfalz, aktuell drängt hier die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. massiv die Vertreter der Pflegekassen und des überörtlichen Sozialhilfeträgers zu schnellen und mutigen Lösungen, die zügige Wiederbelegungsmöglichkeiten der Seniorenzentren eröffnen.

Damit wir auf dem Arbeitsmarkt der Pflegekräfte weiterhin gute Chancen haben, wurden die Entgelttabellen zum 01.01.2023 bzw. 01.05.2023 noch einmal angepasst. Als neuer Vergleichsmaßstab hat sich zur Umsetzung der Tariftreue nach § 72 Abs.3 Nr.2 SGB XI das "regionaltypische Entgelt" etabliert. Eine Analyse hat ergeben, dass das zwischenzeitlich erreichte Entgeltniveau bei der AWO Altenhilfe GmbH sogar über diesem Vergleichsmaßstab liegt. Ehrlicherweise ist einzuräumen, dass aus Mitarbeitersicht weiter nur zwischen Tarifverträgen verglichen wird. Zur Abrundung einer neuen Arbeitgeberpositionierung im Markt wurden der Beitritt der AWO Altenhilfe GmbH zum Arbeitgeberverband vollzogen und Verhandlungen mit "ver.di" über einen Tarifvertrag aufgenommen.

Weitere Anstrengungen richteten sich in Qualifizierung, Beratung und Coaching im Leitungsbereich. Das bereits aufgelegte Nachwuchsförderprogramm für angehende Führungskräfte in allen Arbeitsbereichen wurde ein drittes Mal durchgeführt. Dort werden aufstiegswillige Mitarbeitende gezielt erreicht und auf Wunschpositionen hin entwickelt.

Die Gesellschaft wird sich auch weiterhin der komplexen Herausforderung der Personalgewinnung, Personalbindung und Personalentwicklung mit großem Engagement eigenständig annehmen. Flankierend dazu wurden gezielte Befragungen durchgeführt, die sich beispielsweise mit der Zufriedenheit zum Gehalt, zum Verhalten der Vorgesetzten (s. Führungsleitbild) oder Belastungen am Arbeitsplatz befassten. Neu gestartet wurde das Projekt "Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden". Neu ist die Fokussierung auf die Weiterentwicklung Wahrnehmbarkeit der AWO Arbeitgebermarke, ein durchdachtes und einheitliches Personalmarketing.

Die Gesellschaft ist in das von der CertSozial zertifizierte Risikofrüherkennungssystem des AWO Bezirksverbandes e.V. einbezogen. Ein ausgereiftes Qualitätsmanagementsystem, interne und externe Überprüfungen stellen die wesentlichen Geschäftsprozesse sicher. Trotz der pandemiebedingten Sondersituationen der Vorjahre wurde uns auch in diesem Jahr wieder eine hohe Zertifizierungsreife bescheinigt. Ein Prüfschwerpunkt galt der Vorbereitung und dem Umgang mit Krisen. Zusätzlich wurde das nachprüfbare Engagement zur Nachhaltigkeit und die Einhaltung zum Datenschutz in den Mittelpunkt gerückt.

Prognose für das Jahr 2024

Im Wesentlichen wird das Geschäftsjahr 2024 durch die Folgen der Minderbelegung, dem Mitarbeitermangel und den Ergebnissen der Pflegesatzverhandlungen des AWO Bezirksverbandes e.V. beeinflusst.

Der anhaltende Personalmangel wird weiterhin die Bewirtschaftung der Einrichtungen begrenzen. Einrichtungen und Verwaltung werden sich verstärkt an der Erhöhung der Auslastung auszurichten haben.

Die ursprünglich durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verursachte Verteuerung aller zu beschaffenden Güter hat ein Preisniveau hinterlassen, dessen Mehrkosten in Vergütungsverhandlungen nur in Teilen kompensiert werden kann.

Trotz der herausfordernden Lage werden wir wieder versuchen, die zu Beginn des Jahres anstehenden Tarifsteigerungen an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestmöglich anzupassen um weiterhin als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Wir gehen davon aus, dass der Aufschlag in Höhe von 0,2% auf die für den AWO Bezirksverband e.V. anfallenden Personal- und Sachkosten die übrigen Aufwendungen abdecken wird, weshalb wir von einem Jahresüberschuss zwischen TEUR 20 und TEUR 40 ausgehen.

 

Koblenz, 1. Juli 2024

Michaela Naunheim

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 9,08 55,77
I. Sachanlagen 9,08 55,77
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9,08 55,77
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.293.894,41 4.233.471,01
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.023.847,04 485.036,47
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 743.099,37 22.692,16
2. Sonstige Vermögensgegenstände 280.747,67 462.344,31
II. Guthaben bei Kreditinstituten 3.270.047,37 3.748.434,54
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 45.430,84 42.068,04
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 146.378,06 157.240,00
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 13.716,24 0,00
4.499.428,63 4.432.834,82

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 993.940,84 879.777,97
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 854.777,97 772.264,92
III. Jahresüberschuss 114.162,87 82.513,05
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.337.934,00 2.301.662,76
1. Steuerrückstellungen 9.833,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.328.101,00 2.301.662,76
C. VERBINDLICHKEITEN 1.167.553,79 1.251.394,09
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 249.092,55 318.949,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 259.790,23
3. Sonstige Verbindlichkeiten 918.461,24 672.654,65
- davon aus Steuern: € 311.400,51 (Vorjahr: € 243.386,59)
4.499.428,63 4.432.834,82

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 46.958.776,37 42.735.792,18
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.292.976,73 1.046.895,96
3. Materialaufwand 6.099,16 2.095,80
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.099,16 2.095,80
4. Personalaufwand 47.055.547,33 42.805.103,60
a) Löhne und Gehälter 38.586.881,27 35.264.994,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 8.468.666,06 7.540.109,31
- davon für Altersversorgung: € 537.021,19 (Vorjahr: € 497.401,90)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 46,69 46,69
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.065.442,08 866.579,84
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.588,57 28.990,08
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 205,66 (Vorjahr: € 30,67)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.893,28 11.600,16
- davon an verbundene Unternehmen: € 22.574,68 (Vorjahr: € 5.927,17)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.150,26 43.739,08
10. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 114.162,87 82.513,05

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: AWO Altenhilfe GmbH
Sitz: Koblenz
Registergericht: Amtsgericht Koblenz
Handelsregister-Nr.: HR B 6796

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Für eine sachgerechtere Darstellung der Ertragslage wurden Umsätze aus Personalvermittlungen, die über einen verlängerten Zahlungsweg für die eigentlichen Leistungsempfänger abgewickelt worden sind, nicht mehr brutto über den Materialaufwand und die Umsatzerlöse dargestellt. Die in Rechnung gestellten Dienstleistungen für die eigentliche Vermittlung stellt die Differenz dar und wird als Nettobetrag in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Für eine bessere Vergleichbarkeit ist das Vorjahr entsprechend angepasst worden. Der Materialaufwand und die Umsatzerlöse reduzieren sich im vorherigen Geschäftsjahr entsprechend um € 5.255.383,66. Es ergeben sich in beiden Jahren keine Auswirkungen auf den Jahresüberschuss.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz wurde entsprechend dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema aufgestellt. Die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten und die angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend bei den einzelnen Bilanzpositionen dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Soweit Abweichungen bestehen, sind sie und ihr Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der jeweiligen Bilanzposition erläutert.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Sachanlagen

Die erworbenen Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird bei den einzelnen Vermögensgegenständen wie folgt unterstellt:

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer (Jahre) Abschreibungsmethode
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 linear

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anschluss an den Anhang (Anlage A) dargestellt.

2. Umlaufvermögen

a) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Auf die sonstigen Vermögensgegenstände waren Wertberichtigungen nicht erforderlich. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr bestehen nicht. Fremdwährungsforderungen lagen nicht vor.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von € 722.042,25 (Vorjahr: T€ 0,00).

b) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

3. Aktive latente Steuern

Der Abgrenzungsposten resultiert aus dem zeitlich begrenzten erhöhten Steueraufwand, bedingt durch handelsrechtlich höher zu bildende Rückstellungen als in der Steuerbilanz.

Angaben nach § 285 Nr. 29 HGB

Differenzen:

Ausweis Handelsbilanz Ausweis Steuerbilanz Temporäre Differenz Latente Steuern
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.015.700,00 960.600,00 55.100,00 17
Pensionsähnliche Verpflichtungen 681.081,00 256.646,00 424.435,00 129
479.535,00 146

Steuersätze:

Körperschaftsteuer 15 % 15,00
Solidaritätszuschlag 5,5 % von der Körperschaftsteuer 0,83
Gewerbesteuer Hebesatz der Gemeinde 420 % 14,70
30,53

4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Bezüglich der Bilanzposition wird auf die Ausführungen unter Punkt 7 / sonstige Rückstellungen verwiesen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Gezeichnetes Kapital 25.000,00
Gewinnvortrag 854.777,97
Jahresüberschuss 2023 114.162,87
Stand 31.12.2023 993.940,84

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Entwicklung des Gewinnvortrags:
Gewinnvortrag 31. Dezember 2022 772.264,92
Jahresüberschuss 2022 82.513,05
Gewinnvortrag 31. Dezember 2023 854.777,97

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufgrund der Bilanzierung aktiver latenter Steuern besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von € 146.378,06 (§ 268 Abs. 8, § 285 Nr. 28 HGB). Aus den Rückstellungen für Altersvorsorge ergibt sich durch die Änderung des für die Ermittlung durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre zum 31. Dezember 2023 ein nicht ausschüttbarer Unterschiedsbetrag in Höhe von € 12.993,00.

6. Rückstellungen

a) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden nach dem Stand des Veranlagungsverfahrens berechnet.

b) Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen decken alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Urlaubsverpflichtungen 798 802
Zahlungsverpflichtungen für Altersvorsorge 681 678
Jubiläumskosten 468 490
Überstundenvergütungen 195 159
Berufsgenossenschaft 120 88
Abschlusskosten 31 30
Archivierungskosten 23 25
Zeitwertkonten 0 19
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 12 11
2.328 2.302

Bei der Rückstellung für die Zeitwertkonten wurde eine Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgenommen. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der Forderung gegen die Debeka Lebensversicherungsverein a.G. beziffern sich auf € 1.354.792,22, der Erfüllungsbetrag aus der Rückstellung hat eine Höhe von € 1.341.075,98. Der Betrag, um den der Zeitwert des Deckungsvermögens den Erfüllungsbetrag der Rückckstellungen übersteigt (€ 13.716,24), ist als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: € 259.790,23). Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen nicht vor. Die Verbindlichkeiten haben in voller Höhe eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Außer üblichen Eigentumsvorbehalten bestehen keine weiteren Sicherungsabreden.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Beschäftigtengruppen Zahl der Beschäftigten Zahl der Beschäftigten
2023 2022
Vollzeit Teilzeit Gesamt Vollzeit Teilzeit Gesamt
Angestellte in Voll- und Teilzeit 486 802 1.288 491 834 1.325

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Nachname Vorname Beruf Vertretungsberechtigung
Zels Andreas Dipl.-Sozialarbeiter einzelvertretungsberechtigt, bis 30. Juni 2024
Naunheim Michaela Dipl.-Betriebswirtin (FH) einzelvertretungsberechtigt, ab 1. Juli 2024

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

4. Gesamthonorare des Wirtschaftsprüfers

T€
Abschlussprüfungsleistungen 10
Sonstige Leistungen 3
13

5. Angabe des Mutterunternehmens

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Rheinland e.V. mit Sitz in Koblenz (Vereinsregister beim Amtsgericht Koblenz VR-Nr. 743).

 

Koblenz, 29. März 2024 / 26. Juli 2024

AWO Altenhilfe GmbH, Koblenz

Michaela Naunheim

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
31. Dez. 2023
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.628,60 1.628,60
1.628,60 1.628,60
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
31. Dez. 2023
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.572,83 46,69 1.619,52
1.572,83 46,69 1.619,52
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9,08 55,77
9,08 55,77

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023

An die AWO Altenhilfe GmbH, Koblenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AWO Altenhilfe GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWO Altenhilfe GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, 26. Juli 2024

ETL-Heimfarth & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sandro Minafra, Wirtschaftsprüfer

ppa. Wilfried Breitbach-Fink, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.