Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 210163
Eingetragen
8.7.2004
Branche
Herstellung von Karosserien, Aufbauten und AnhängernHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Gegenstand
die Herstellung, Ausstattung, Veredlung, Reparatur und der Vertrieb sowie der Handel mit Maschinen, Fahrzeugen, Zubehör und technischen Gegenständen aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Fliegl
seit 25.9.2019
Prokura
Helmut Fliegl
seit 22.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Helmut FlieglMBFL Fliegl Beteiligungs-GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MBFL Fliegl Beteiligungs-GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fliegl Trailer GmbH

Triptis

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unter dem Motto "Leidenschaft für Trailer" produzieren wir seit 30 Jahren Anhänger und Auflieger in verschiedensten Varianten. Ziel ist die Herstellung von innovativen, robusten und langlebigen Nutzfahrzeugen, die hohen Ansprüchen gerecht werden und optimale Lösungen für unterschiedlichste Kundenbedürfnisse bieten.

Absatzmärkte sind vor allem Deutschland und andere europäische Länder, aber auch Drittstaaten.

2. Forschung und Entwicklung

Die Weiterentwicklung der Produkte und die Umsetzung neuer Ideen ist persönliches Anliegen der Geschäftsleitung. Die Erprobung der technischen Möglichkeiten und Innovationen erfolgt in Zusammenarbeit mit den Produktionsmitarbeitern, die für die jeweils betroffenen Bereiche am besten qualifiziert sind. In allen Projekten spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2023 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch während der Coronakrise in 2020 nicht weiter fort.

Die Energiekrise und zunehmende geopolitische Spannungen sorgten für Verunsicherung bei den Marktteilnehmern und der Welthandel verlor an Dynamik. Steigende Zinsen und steigende Preise wirkten bremsend. Dabei ging in Deutschland die Bruttowertschöpfung v.a. im produzierenden Gewerbe zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche jedoch stützten die Wirtschaft. Positive Impulse kamen ebenfalls aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Als Hersteller von Nutzfahrzeugen ist die wirtschaftliche Lage der Fliegl Trailer GmbH stark von den Entwicklungen der Transportbranche und deren Investitionsbereitschaft abhängig.

Die Entwicklung des Güterverkehrs wiederum ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung verknüpft.

Laut Analysen des Bundesverbands des Güterkraftverkehrs hat die Logistikbranche weiterhin mit hohen Kosten, etwa für Kraftstoffe und Personal, und einem eklatanten Mangel an Fahrpersonal zu kämpfen.

Die "Mittelfristprognose Winter 2023/2024" im Auftrag des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM) kommt zu dem Ergebnis, dass sich alle gesamt- und branchenwirtschaftlichen Leitdaten im Güterverkehr im Verlauf des Jahres 2023 deutlich verschlechtert haben und wesentlich ungünstiger sind als im Vorjahr. Das BIP nahm leicht ab und der Außenhandel schrumpfte noch stärker. Somit war auch das Güterverkehrsaufkommen stark rückläufig (beim Straßengüterverkehrsaufkommen minus 6,2 %). Grund hierfür ist u.a. die Verunsicherung durch die hohe Inflation, die wirtschaftliche Abschwächung in Deutschland und weltweit sowie die neuerlichen geopolitischen Krisen (Nahost, Taiwan/China u.a.). Die Unsicherheit ist jedoch deutlich geringer als nach Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs. Die Aussichten für das Jahr 2024 sind daher deutlich günstiger als im Vorjahr, aber in der langjährigen Betrachtung immer noch unterdurchschnittlich.

Laut dem "Transportbarometer" der führenden Frachtenbörse in Europa, Timocom, war das Jahr 2023 insgesamt von einem deutlichen Rückgang der Frachtmenge geprägt. Europaweit betrug der Rückgang 31 %, in Deutschland 40 %. Damit war der wirtschaftliche Abschwung des Jahres 2023 auch im Transportmarkt spürbar. Im vierten Quartal 2023 sind die Preise für Laderaum aufgrund der gestiegenen Lohn- und Energiekosten 10 % höher als im Vorjahr. In 2024 wird mit einem weiteren Anstieg der Frachtpreise aufgrund anhaltend steigender Kosten, etwa der Mautgebühren in Deutschland, gerechnet.

Diese schwierigen Rahmenbedingungen erzeugen zunehmenden und deutlichen Druck auf unsere Kunden wie etwa Speditionen oder Baufirmen.

Nichtsdestotrotz stehen Fliegl Anhänger bei den Zulassungszahlen in Deutschland mit 1.580 Neuzulassungen bis September 2023 an vierter Stelle, vor 27 Mitbewerbern.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 ist für uns sehr erfolgreich verlaufen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu 2022 um 12 % gestiegen.

Das Jahresergebnis lag um 6 % über dem des Vorjahres.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse in 2023 sind auf 56.696.877 Euro gestiegen. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 %.

Der um 11 % gestiegenen Gesamtleistung stehen entsprechend höhere Materialaufwendungen gegenüber. Damit ergibt sich ein Rohertrag in Höhe von 14.536.083 Euro (Vorjahr 13.441.744 Euro).

Bei näherer Betrachtung der Ertragslage hat der Materialaufwand mit 73 % im Jahr 2023 den höchsten Anteil der betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung (2022: 74 %).

b) Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Fliegl Trailer GmbH stellt sich weiterhin als solide dar und zeichnet sich durch einen hohen Eigenkapitalanteil aus.

Unter anderem trägt effektives Forderungsmanagement sowie ein internes Cash-pooling-System dazu bei, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit zu gewährleisten.

Es bestehen ausreichend hohe, langfristige Kreditlinien mit verschiedenen Banken, die in der zur Verfügung stehenden Höhe derzeit nicht in Anspruch genommen werden müssen.

Bei einem EBIT von 5.965.252 Euro (2022: 5.134.028 Euro) beträgt der ordentliche Cashflow 4.271.395 Euro (2022: 3.676.705 Euro). Der ordentliche Cashflow berechnet sich vereinfacht aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen des Geschäftsjahres.

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat von 27.785.266 Euro in 2022 auf 35.548.229 Euro in 2023 zugenommen. Dies liegt insbesondere an einem höheren Vorratsbestand.

Am Ende des Jahres 2023 weist die Fliegl Trailer GmbH einen Eigenkapitalanteil von 66 % auf (Vorjahr: 71 %).

Die Fremdkapitalposten haben einen Anteil von 34 % (Vorjahr: 29 %) am Gesamtkapital und betreffen Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen, sonstige Rückstellungen, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie reguläre Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2023 Veränderung 2022 2021
Umsatz 56.697 TEUR + 12 % 50.444 TEUR 41.530 TEUR
Wareneinsatz 42.923 TEUR + 12 % 38.425 TEUR 29.760 TEUR
Rohertrag 14.536 TEUR + 8 % 13.442 TEUR 10.999 TEUR
Umsatzrendite 7,04 % - 3 % 7,29 % 5,8 %
Eigenkapitalrendite 16,91 % - 10 % 18,75 % 15,1 %

5. Gesamtaussage

Fliegl hat sich in den letzten 30 Jahren eine solide Marktstellung aufgebaut. Entgegen den Erwartungen, den Umsatz in 2023 auf dem Niveau von 2022 halten zu können, wurde eine Steigerung von 12 % erreicht.

III. Prognosebericht

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2024 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - gegenüber dem 4. Quartal 2023 leicht gestiegen (0,2 %). Im Vergleich zum Vorjahr lag es um 0,9 % niedriger. Wachstumsimpulse zu Jahresbeginn kamen lt. Statistischem Bundesamt (Quelle: www.destatis.de 2024) v.a. von Bauinvestitionen und vom verarbeitenden Gewerbe, sowie vom Außenbeitrag.

Der schwache private Konsum, mangelnde Ausrüstungsinvestitionen und die verhaltene Auftragslage in der Industrie lassen aktuell noch keinen nachhaltigen Aufschwung erkennen, auch wenn die verbesserten Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und bei den konsumnahen Dienstleistungen eine Besserung andeuten. Das Statistische Bundesamt erwartet im weiteren Verlauf von 2024 aufgrund geringerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Einkommen und zunehmender Impulse aus der Außenwirtschaft eine allmähliche Stabilisierung und Dynamisierung der konjunkturellen Erholung. Die Risiken angesichts der geopolitischen Unsicherheiten bleiben aber nach wie vor hoch.

Das ifo Institut geht für 2024 von einem Wachstum des BIP von 0,2 % aus. In 2025 soll die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % zunehmen. Bei dieser Prognose wird ein weiteres Sinken der Inflationsrate (bis auf 1,6 % in 2025) sowie ein Rückgang der Energiekosten vorausgesetzt.

Das IfW Kiel erwartet im Vergleich zu 2023 ein Plus von 0,5 %, die Industrieländer-Organisation OECD hat die Wachstumsaussichten für Deutschland halbiert und rechnet für 2024 nur noch mit 0,3 %, für 2025 mit 1,1 %. Verantwortlich dafür ist lt. OECD die starke Abhängigkeit Deutschlands vom Außenhandel, da sowohl Importe als auch Exporte zurückgegangen sind und die Frachtkosten in diesem Bereich steigen.

Weiterhin sorgt wirtschaftspolitische Uneinigkeit der Regierung für Planungsunsicherheit bei den Unternehmen und der demografische Wandel belastet den Arbeitsmarkt.

Auch aufgrund der oben (siehe unter II.1.) dargestellten schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Transportbranche hat sich der Auftragsbestand in 2024 bislang als deutlich rückläufig erwiesen. In 2024 rechnen wir deshalb mit einem Einbruch des Umsatzes um 30 % und des Jahresüberschusses um bis zu 60 %. Letzteres auch aufgrund der Nachholung bisher aufgeschobener, nun zu deutlich günstigeren Konditionen durchführbaren Instandhaltungen und Reparaturen.

Die Rohstoffpreise sind nach der massiven Teuerung wieder gesunken.

Hohe Energiepreise können wir in großem Umfang dadurch umgehen, dass wir unsere Stromversorgung über Photovoltaikanlagen weitgehend in eigener Hand haben und nicht mit Öl oder Gas heizen, sondern z.B. mit Hackschnitzelanlagen, die mit eigenem Abfallholz betrieben werden.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Da Fliegl bestrebt ist, sich schnell und unkompliziert an veränderte Marktansprüche anzupassen und technische Möglichkeiten und Verbesserungen für die Kunden rasch umzusetzen, sehen wir gute Chancen, die stabile Marktstellung weiter festigen und ausbauen zu können.

Durch die vermehrte Eigenproduktion in der Firmengruppe können Abhängigkeiten von Lieferanten zunehmend eingeschränkt werden und zudem die Qualität und Passgenauigkeit der Produkte weiter verbessert werden.

Weitere Chancen ergeben sich aus den flachen Hierarchien, die schnelle Entscheidungsprozesse ermöglichen. Für die weitere Entwicklung stehen nicht nur motivierte und qualifizierte Mitarbeiter bereit, sondern auch ein breites Netzwerk aus vielen verschiedenen Partnern, die auch kurzfristig für verschiedenste Belange verfügbar sind. Auch unsere mittlerweile erlangte internationale Präsenz bietet Chancen für den weiteren Erfolg.

Risiken

1. Umfeld- und Branchenrisiken

Als Investitionsgüterbranche sind wir stark von der konjunkturellen Entwicklung und einer positiven Zukunftseinschätzung der Kunden abhängig, so dass die Umsatzlage stark von der deutschen, europäischen und letztlich weltweiten Wirtschaftslage beeinflusst wird. Unsicherheiten bei den Marktteilnehmern können schnell zu einer Investitionszurückhaltung führen. Insbesondere Wachstumseinbrüche in der Transport- oder Automobilbranche könnten sich auch negativ für Fliegl auswirken. Hier spielen auch regulatorische Eingriffe seitens des Gesetzgebers oder der EU eine Rolle, die Anpassungen nötig machen können. Derartige gesetzliche Neuregelungen werden möglichst schnell analysiert und es werden unter Hinzuziehung externer Berater adäquate Reaktionen erarbeitet.

Schwankungen in der Nachfrage wird durch den teilweisen Einsatz von Leiharbeitnehmern begegnet.

Besondere Marktrisiken werden durch die Konzentration auf sichere und bewährte Regionen vermieden.

2. Leistungswirtschaftliche Risiken

Probleme bei Zulieferfirmen oder in der gesamtwirtschaftlichen Zulieferkette können vorübergehende Engpässe zur Folge haben.

Durch vermehrte Eigenproduktion und eine Vertiefung der Wertschöpfungskette bei kritischen Bauteilen und Baugruppen werden Abhängigkeiten von Zulieferern deutlich reduziert.

Zunehmendem Konkurrenzdruck gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten begegnet Fliegl durch eine enge Kundenbindung sowie eine stetige Verbesserung der hohen Qualität der Produkte sowie durch die Bereitschaft, auf individuelle Kundenwünsche etwa durch die Herstellung von Sonderanfertigungen einzugehen.

Dabei bestehen aber aufgrund des großen Kundenkreises keine Abhängigkeiten von wenigen Kunden, so dass hierdurch entstehende Risiken vermieden werden können.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die stabile Ertragslage und die in den vergangenen Jahren aufgebaute solide Kapitalstruktur bildet die Grundlage für die Finanzlage des Unternehmens. Diese verlässliche Basis als auch die ausreichend hohen und langfristigen Finanzierungslinien minimieren etwaige Finanzierungsrisiken.

Firmenübergreifende Liquiditätsplanung und Cash-Pooling helfen die Auswirkungen von Kostensteigerungen abzumildern sowie Forderungsausfälle oder Zahlungsschwierigkeiten von Kunden zu überbrücken.

Die seit dem Jahr 2020 zu verzeichnende Verknappung und die gestiegenen Preise auf dem Beschaffungsmarkt stellen ein Risiko für die Ertrags- und die Finanzlage dar, insbesondere wenn die Preise nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergegeben werden können. Wir versuchen den negativen Auswirkungen der Inflation durch eine angepasste Einkaufspolitik, Eigenfertigung und langfristige Vereinbarungen entgegenzuwirken.

Gesamtaussage

Die solide Marktstellung, die hohe Qualität der Produkte, die geringen externen Abhängigkeiten in Produktion und Finanzierung sowie die gut ausgebildeten Mitarbeiter bieten gute Chancen für einen weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Fliegl Trailer GmbH.

Gleichwohl ist der Unternehmenserfolg nicht vermeidbaren Risiken ausgesetzt, denen die Geschäftsleistung jedoch durch verschiedenste Maßnahmen gegenzusteuern versucht. Für allgemeine, im Unternehmensalltag nicht völlig vermeidbare Risiken und Schadensfälle wurden Versicherungen abgeschlossen, um deren negative Folgewirkungen möglichst gering zu halten. Der Umfang dieses nötigen Versicherungsschutzes wird laufend überprüft.

Schwierig abzuschätzen sind die mittel- und langfristigen Auswirkungen geopolitischer Spannungen und kriegerischer Auseinandersetzungen, der Energiekrise sowie der Teuerungsrate auf die allgemeine Konjunktur, auf den Beschaffungsmarkt und die Nachfragesituation.

Trotz dieser und anderer, schwer kalkulierbarer Herausforderungen sieht sich Fliegl aber insgesamt für eine erfolgreiche Zukunft gut aufgestellt.

Das Unternehmen ist technisch und organisatorisch gut gerüstet und auch in der Region, bei ihren Mitarbeitern und ihren Kunden fest verwurzelt.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Triptis, den 25. Juni 2024

Helmut Fliegl, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 35.548.229,55 27.785.266,50
I. Vorräte 19.171.941,30 4.375.682,80
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.087.689,30 53.236,96
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 559.691,92 867.566,10
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.524.560,08 3.454.879,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.569.078,97 17.023.879,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 579.662,10 1.394.309,21
2. sonstige Vermögensgegenstände 11.989.416,87 15.629.570,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.807.209,28 6.385.704,49
Aktiva 35.548.229,55 27.785.266,50

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 23.600.440,67 19.610.510,32
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 19.585.510,32 15.908.805,06
III. Jahresüberschuss 3.989.930,35 3.676.705,26
B. Rückstellungen 1.570.961,71 1.024.080,44
1. Steuerrückstellungen 590.463,08 495.403,17
2. sonstige Rückstellungen 980.498,63 528.677,27
C. Verbindlichkeiten 10.376.827,17 7.150.675,74
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.956.182,06 4.614.262,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 235.802,75 240.216,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.235,00 168.584,06
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.182.607,36 2.127.612,73
davon aus Steuern 502.177,96 9.173,01
Passiva 35.548.229,55 27.785.266,50

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 56.696.877,54 50.444.147,16
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 761.806,16 1.422.755,15
3. sonstige betriebliche Erträge 8.965,62 270.224,00
davon Erträge aus Währungsumrechnung 435,30 69.338,22
4. Materialaufwand 42.922.600,31 38.425.158,25
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.618.573,65 37.576.334,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.304.026,66 848.824,06
5. Personalaufwand 260.000,00 260.000,00
a) Löhne und Gehälter 260.000,00 260.000,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.224.637,31 8.538.720,46
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 933,85
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.275,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 518.789,63 222.502,48
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 230,52 756,98
davon an verbundene Unternehmen 261,47
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.582.419,77 1.456.565,84
11. Ergebnis nach Steuern 3.996.551,04 3.680.702,26
12. sonstige Steuern 6.620,69 3.997,00
13. Jahresüberschuss 3.989.930,35 3.676.705,26

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Fliegl Trailer GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Fliegl Trailer GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Triptis
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 210163

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Um dem Gebot des strengen Niederstwertprinzips Rechnung zu tragen, wurden in Hinblick auf Wertminderungen für Altbestände Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Das spezielle und allgemeine Ausfallrisiko wurde durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde jedoch in jedem Falle der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag herangezogen (§ 256a Satz 2 HGB).

Den im Berichtsjahr entstandenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 TEUR (Vj. 1 TEUR) stehen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,5 TEUR (Vj. 69 TEUR) gegenüber.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Position "Sonstige Vermögensgegenstände" enthält Darlehensforderungen, die in Höhe von 11.780 TEUR eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Nicht unerheblich sind dabei diejenigen Rückstellungsarten, deren Werte fünf Prozent des Gesamtbetrags der sonstigen Rückstellungen übersteigen.

Der Anteil der einzelnen Rückstellungsarten im Verhältnis zum Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen beträgt wie folgt:

Anteil am Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen Angabe in Prozent Rückstellungsart
5 - 10 Rückstellung für variable Gehaltsbestandteile
20 - 25 Rückstellung für Gewährleistungen
25 - 30 Rückstellung für Materialbeschaffungskosten Rückstellung für ausstehende Rechnungen

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Verbindlichkeiten Bilanzwert
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
- erhaltene Anzahlungen 3.956 3.956 0 0
Vorjahr 4.614 4.614 0 0
- aus Lieferungen und Leistungen 236 236 0 0
Vorjahr 240 240 0 0
- gegenüber verbundenen Unternehmen 2 2 0 0
Vorjahr 169 169 0 0
- sonstige Verbindlichkeiten 6.183 6.183 0 0
Vorjahr 2.128 2.128 0 0
- davon aus Steuern 502
Vorjahr 9
Gesamt 10.377 10.377 0 0
Vorjahr 7.151 7.151 0 0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen aufgrund langfristiger Mietverträge finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 571 TEUR (Vorjahr: 571 TEUR).

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB in folgende geographisch bestimmte Märkte aufgeteilt:

Umsatzerlöse 2023
TEUR
Inland 30.593
Ausland 26.104
Gesamt 56.697

Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB

Gemäß den Vorgaben nach § 285 Nr. 21 HGB erfolgt die Angabe der Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen wie folgt:

in TEUR Verkäufe Käufe erbrachte Dienstleistungen bezogene Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten
Nahestehende Unternehmen 8.147 54.775 401 7.269 11.923 5.118

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 5 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8 TEUR enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen und Erträge betreffen insbesondere Aufwendungen und Erträge aus Forderungsverlusten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige Pflichtangaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt voraussichtlich 10 TEUR.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Berichtsjahres war im Unternehmen ein Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag keine Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Helmut Fliegl, Kaufmann

Weitere Geschäftsführer waren nicht bestellt.

 

Triptis, den 25. Juni 2024

Helmut Fliegl, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Triptis, den 25. Juni 2024

Helmut Fliegl, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fliegl Trailer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fliegl Trailer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fliegl Trailer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Penig, den 16. Januar 2025

RWB Revisions- und Wirtschaftsberatungs-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Stefan Kilian, Wirtschaftsprüfer

Thomas Haupt, Wirtschaftsprüfer

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