Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 132411
Eingetragen
1.8.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter an anderen Unternehmen, insbesondere an der Fa. ept Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Peiting, die zum Geschäftsgegenstand die Herstel-lung und den Vertrieb von elektromechanischen und elektronischmechani-schen Bauelementen, Stanz- und Biegeteilen, Stanz- und Spritzwerkzeugen, Verarbeitungsmaschinen für vorgenannte Teile und Gegenstände ähnlicher Art sowie die Verpachtung der für Herstellung und Vertrieb der vorgenannten Produkte erforderlichen Wirtschaftsgüter an andere Unternehmen hat .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claus Guglhör
seit 25.1.2018
Prokura
Thomas Guglhör
seit 24.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.00%
40.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

87642 Halblech
30.000 €
60.00%
87645 Schwangau
20.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ept Beteiligungs-GmbH

Peiting

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

der Firma ept Beteiligungs-GmbH

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 327.267,70 414.585,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
327.268,70 414.586,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.097.929,87 29.609.181,19
2. technische Anlagen und Maschinen 27.813.988,23 29.814.710,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.005.223,50 4.960.908,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.401.379,27 5.448.779,63
67.318.520,87 69.833.580,02
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 50,00 50,00
50,00 50,00
67.645.839,57 70.248.216,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.793.673,85 26.807.134,47
2. unfertige Erzeugnisse 16.592.486,49 16.828.165,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 10.395.465,69 12.799.245,99
4. geleistete Anzahlungen 34.365,99 34.365,99
46.815.992,02 56.468.911,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.342.325,36 26.065.904,27
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.444.205,72 - 3.898.538,19
30.786.531,08 29.964.442,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.879.444,15 10.073.103,85
93.481.967,25 96.506.457,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 268.465,61 354.577,51
D. Aktive latente Steuern 1.536.882,39 1.943.649,98
162.933.154,82 169.052.901,96

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Bilanzgewinn 160.472,26 155.989,71
III. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 110.724.134,93 100.405.978,25
110.934.607,19 100.611.967,96
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.519.403,96 8.193.936,96
2. Steuerrückstellungen 1.441.842,78 1.240.621,53
3. sonstige Rückstellungen 8.058.843,12 8.138.982,70
18.020.089,86 17.573.541,19
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.450.402,54 28.920.886,48
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 348.191,63 184.166,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.145.568,70 5.209.479,78
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15.360.464,64 14.018.465,82
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.733.996,35 1.634.141,35
davon aus Steuern: 428.841,24 EUR (Vj.: 432.902,68 EUR) 33.038.623,86 49.967.139,67
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 144.161,02 EUR (Vj.: 156.318,05 EUR)
D. Passive latente Steuern 939.833,91 900.253,14
162.933.154,82 169.052.901,96

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

der Firma ept Beteiligungs-GmbH

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 169.958.367,24 163.079.209,60
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.586.187,61 8.231.282,40
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.478.431,45 4.177.078,04
4. sonstige betriebliche Erträge 5.067.083,80 5.134.954,19
(davon aus der Währungsumrechnung: 70.150,77 EUR; Vj.: 194.578,50 EUR) 173.917.694,88 180.622.524,23
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.208.095,92 56.432.541,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.587.806,45 15.080.947,51
60.795.902,37 71.513.488,64
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 51.375.234,54 50.295.970,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 12.418.249,07 12.415.113,76
(davon für Altersversorgung: 376.503,10 EUR; Vj.: 917.855,23 EUR) 63.793.483,61 62.711.084,72
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.357.050,43 9.356.112,72
9.357.050,43 9.356.112,72
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 21.154.740,33 24.275.789,08
(davon aus der Währungsumrechnung: 144.729,93 EUR ; Vj.: 184.291,49 EUR)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 270.099,76 34.137,68
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.817.314,48 1.399.310,12
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 43.039,00 EUR; Vj.: 43.270,00 EUR) -1.547.214,72 -1.365.172,44
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.546.703,83 3.253.195,57
(davon Aufwand aus latenten Steuern: 429.486,71 EUR; Vj.: Ertrag aus latenten Steuern: 187.896,90 EUR)
12. Ergebnis nach Steuern 12.722.599,59 8.147.681,06
13. sonstige Steuern 149.239,43 168.304,94
14. Konzernjahresergebnis 12.573.360,16 7.979.376,12
15. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -12.573.877,61 -7.980.061,78
16. Anteil ept Beteiligungs-GmbH am Konzernjahresüberschuss -517,45 -685,66
17. Ergebnisvortrag 155.989,71 151.675,37
18. Haftungsvergütung der ept Beteiligungs-GmbH für das Geschäftsjahr 5.000,00 5.000,00
19. Konzernbilanzgewinn 160.472,26 155.989,71

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

der Firma ept Beteiligungs-GmbH

Die Firma ept Beteiligungs-GmbH, Peiting, wird unter der Handelsregister-Nummer HRB 132411 im Handelsregister beim Amtsgericht München geführt.

I. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung wurden beachtet. Konzerngeschäftsjahr und Geschäftsjahr der einzelnen Gesellschaften sind jeweils das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den gleichlautenden Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, den 31. Dezember 2023, aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 290 ff. HGB, der §§ 242 bis 256a HGB und den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 277 HGB. Soweit sich infolge landesrechtlicher Vorschriften wesentliche Abweichungen von den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ergaben, wurden Konsolidierungsabschlüsse (Handelsbilanzen II) aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen auf Neuzugänge erfolgen nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden analog den steuerlichen Vorschriften bilanziert. Als Nutzungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden 1 bis 20 Jahre zugrunde gelegt. Bei den Sachanlagen betragen die Nutzungsdauern 1 bis 40 Jahre.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten werden unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten ermittelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehend vom Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten.

Die Bewertung des Erfüllungsbetrags der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entspricht der handelsrechtlichen Verfahrensweise und erfolgt für einen Teil der Zusagen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode), für den anderen Teil nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,82 bzw. 1,13 vH (Vj.: 1,78 bzw. 1,05 vH) und eines Anwartschaftstrends von 0,0 vH, da nur betragsmäßig festgelegte Zusagen bestehen. Aufgrund der handelsrechtlichen Regelung zur Ermittlung der Abzinsungssätze für Pensionsrückstellungen wurde im Berichtsjahr mit dem danach vorgesehenen höheren Zinssatz auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittswertes abgezinst. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitt und dem 7-Jahresdurchschnitt beträgt 21.139,00 EUR (Vj.: 83.805,00 EUR). Für im Einzelabschluss der ept GmbH aufgrund des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht passivierte mittelbare Pensionsverpflichtungen, die über die Unterstützungskasse der ept GmbH bestehen, wurde als Zinssatz für die Abzinsung der 10-Jahres-Durchschnittswert herangezogen. Da für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus Konzernsicht keine Ausschüttungssperre i.S.v. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB resultiert, wurde auf die zusätzliche Berechnung mit dem 7-Jahresdurchschnittswert verzichtet.

Die Berechnungen basieren auf den "Richttafeln 2018G" von Prof. Klaus Heubeck. Innerhalb der Rückstellungen wurden Verpflichtungen, die durch insolvenzsichere Versicherungen rückgedeckt sind, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Deckungsvermögen in Höhe von 15 TEUR (Vj.: 14 TEUR) verrechnet. Die mit den Zinserträgen verrechneten Zinsaufwendungen betragen 507 EUR (Vj.: 478 EUR).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit den Tageskursen umgerechnet.

Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzen der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Als maßgeblicher Kurs wurde der Mittelkurs aus Geld- und Briefkurs angesetzt. Im Eigenkapital wird das modifizierte Stichtagskursverfahren angewendet. Hierbei werden noch nicht realisierte Kursgewinne bzw. Kursverluste aus der Umrechnung des Eigenkapitals einer Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung zugewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden mit dem Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr umgerechnet.

Erfolgsneutral behandelte Differenzen aus der Währungsumrechnung (Schuldenkonsolidierung und Umrechnung des Eigenkapitals im Rahmen der modifizierten Stichtagskursmethode zu historischen Kursen) in Höhe von 1.943.860,26 EUR sind einem passiven Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung zugewiesen, der dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter zugerechnet wurde.

IV. Konsolidierungskreis

Folgende Tochterunternehmen werden neben dem Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Anteilsquote
• ept Holding GmbH & Co. KG, Peiting 0 %
• ept GmbH, Peiting 100 %
• ept connector s.r.o., Habartov/Tschechische Republik 100 %
• ept Electronic Precision Technology (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100 %
• ept Inc., Chester, Virginia, USA 100 %
• Unterstützungskasse der ept GmbH, Peiting 0 %

Die Muttergesellschaft hält keine Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Da die Muttergesellschaft alleinige und unbeschränkte Geschäftsführerin der ept Holding GmbH & Co. KG ist, besteht beherrschender Einfluss auf diese Gesellschaft.

Die Anteile der ept connector s.r.o., die Anteile der ept Inc. und die Anteile an der ept Electronic Precision Technology (Shanghai) Ltd. werden von der ept GmbH gehalten.

Bei der Unterstützungskasse der ept GmbH, Peiting (kurz U-Kasse) handelt es sich um eine Zweckgesellschaft, bei der die ept GmbH gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt.

Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss ist die ept Holding Gmbh & Co. KG, Peiting, unter den Voraussetzungen des § 264b HGB von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit. Die Tochterpersonenhandelsgesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB wie folgt Gebrauch:

 

ept Holding GmbH & Co. KG

 

Befreiung von der Offenlegung

Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss ist die ept GmbH, Peiting, unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit. Die Tochterkapitalgesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wie folgt Gebrauch:

 

ept GmbH

 

Befreiung von der Offenlegung

V. Konsolidierungsgrundsätze

Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte erstmals die Konsolidierung auf die Berichtsgesellschaft auf der Basis des seit 1993 von der ept Holding GmbH & Co. KG (vormals: ept GmbH und Co. KG elektronische Präzisionstechnik; ursprünglich: ept Guglhör Buching GmbH & Co. KG) freiwillig erstellten Konzernabschlusses. Die dort angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden fortgeführt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der handelsrechtlichen Buchwertmethode. Die Erstkonsolidierung der ept Holding GmbH & Co. KG erfolgte auf den 01. Januar 1999. Da die Konzernmuttergesellschaft nicht am Kapital ihrer Tochterunternehmen beteiligt ist, ist als Primäreigenkapital des Konzerns nur das Eigenkapital der ept Beteiligungs-GmbH ausgewiesen.

Die Eigenkapitalanteile der Kommanditisten der ept Holding GmbH & Co. KG rechnen zu den Anteilen anderer Gesellschafter im Sinne des § 307 HGB, da es sich um Anteile an einbezogenen Gesellschaften handelt, die nicht der den Konzernabschluss aufstellenden Komplementärin gehören.

Der erstmals im Geschäftsjahr 2000 aufgestellte Konzernabschluss der Berichtsgesellschaft baut wie folgt auf dem in Vorjahren aufgestellten Konzernabschluss der ept Holding GmbH & Co. KG und der dabei vorgenommenen Kapitalkonsolidierung auf:

Die Erstkonsolidierung der am 01. Januar 2010 auf die ept Holding GmbH & Co. KG angewachsenen Firma ept automotive GmbH & Co. KG elektronische Präzisionstechnik auf den 01. Juni 1995 wird im Konzernabschluss weiter fortgesetzt. Die Erstkonsolidierung der Firma ept connector s.r.o. mit dem Sitz in Habartov, Tschechische Republik, wurde auf den 01. Januar 1994 (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung), und die Erstkonsolidierung der Firma ept Electronic Precision Technology (Shanghai) Ltd. auf den 01. Januar 1998 vorgenommen; die Erstkonsolidierung der übrigen Unternehmen erfolgte auf den 31. Dezember 1993 (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung). Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Firmenwerte wurden auf 4 Jahre verteilt planmäßig abgeschrieben. Die letztmalige anteilige Abschreibung erfolgte im Geschäftsjahr 1998.

Im Geschäftsjahr 2003 wurde die Beteiligung an der ept connector s.r.o. um 8 % auf 100 % aufgestockt. Die Erstkonsolidierung für diese Anteile erfolgte mangels Zwischenabschluss und aus Wesentlichkeitsbetrachtungen zum 31. Dezember 2003 (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung). Aus dieser Konsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von 10 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die ept automotive L.P., West Boylston, Massachusetts, und ept automotive management Inc., Atlanta, Georgia, auf die ept Inc., Chester, Virginia, verschmolzen. Die Erstkonsolidierung dieser jeweils zum Zeitpunkt ihrer Gründung einbezogenen Gesellschaften sowie die Folgekonsolidierungen werden in der ept Inc. fortgesetzt.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthält die Kapital- und Ergebnisanteile der Kommanditisten der ept Holding GmbH & Co. KG bzw. an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischengewinne bei Gegenständen des Vorratsvermögens, die aus konzerninternen Umsätzen stammen, wurden eliminiert. Aus Vereinfachungsgründen erfolgte hierbei eine retrograde Rechnung (Kürzung um einen durchschnittlichen Deckungsbeitrag). Zwischengewinne bei Gegenständen des Anlagevermögens wurden eliminiert, soweit sie als wesentlich zu beurteilen waren.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die konzerninternen Umsätze und sonstigen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaften saldiert.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ergibt sich wie folgt:

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Währungsanpassungen (W) Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
Umbuchungen (U)
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.298.630,25 159.935,54 15.705,71 0,00 (U) 4.433.939,52
0,00 (W)
2. Geschäfts- oder Firmenwert 287.046,33 0,00 0,00 0,00 (U) 287.046,33
-8.920,56 (W)
4.585.676,58 159.935,54 15.705,71 0,00 (U) 4.720.985,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.670.653,02 110.160,20 0,00 239,36 (U) 41.343.330,08
-562.802,78 (W)
2. technische Anlagen und Maschinen 100.601.838,43 4.952.563,43 1.787.308,47 3.535,00 (U) 103.207.825,61
151.189,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -55.883,51 (W)
13.178.948,12 1.200.970,44 284.335,31 4.246,89 (U) 14.043.946,63
91.003,87
-1.811,29 (W)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.448.779,63 1.090.382,27 127.950,09 -8.021,25 (U) 6.401.379,27
-1.058.220,08 (W)
160.900.219,20 7.354.076,34 2.199.593,87 0,00 (U) 164.996.481,59
III. Finanzanlagen
0,00 (W)
1. sonstige Ausleihungen 50,00 0,00 0,00 0,00 (U) 50,00
50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
-1.067.140,64 (W)
165.485.945,78 7.514.011,88 2.215.299,58 0,00 (U) 169.717.517,44
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugänge Abgänge Währungsanpassungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
(W) Umbuchungen (U)
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.884.044,56 247.282,64 15.705,71 0,00 (U) 4.106.671,82
0,00 (W)
2. Geschäfts- oder Firmenwert 287.045,33 0,00 0,00 0,00 (U) 287.045,33
-8.949,67 (W)
4.171.089,89 247.282,64 15.705,71 0,00 (U) 4.393.717,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.061.471,83 1.301.758,61 0,00 0,00 (U) 13.245.400,21
-492.121,67 (W)
2. technische Anlagen und Maschinen 70.787.128,19 6.734.949,43 1.636.118,57 0,00 (U) 75.393.837,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -59.044,34 (W)
8.218.039,16 1.073.059,75 193.331,44 0,00 (U) 9.038.723,13
0,00 (W)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 (U) 0,00
-668.996,24 (W)
91.066.639,18 9.109.767,79 1.829.450,01 0,00 (U) 97.677.960,72
III. Finanzanlagen
0,00 (W)
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 (U) 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-677.945,91 (W)
95.237.729,07 9.357.050,43 1.845.155,72 0,00 (U) 102.071.677,87
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 327.267,70 414.585,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
327.268,70 414.586,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.097.929,87 29.609.181,19
2. technische Anlagen und Maschinen 27.813.988,23 29.814.710,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.005.223,50 4.960.908,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.401.379,27 5.448.779,63
67.318.520,87 69.833.580,02
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 50,00 50,00
50,00 50,00
67.645.839,57 70.248.216,71

2. Aktive latente Steuern

Bei der Ermittlung des Steuerabgrenzungspostens gemäß § 306 HGB wurden bei den betroffenen Tochtergesellschaften folgende Steuersätze angesetzt:

ept Holding GmbH & Co. KG 13,3 vH
ept GmbH 27 vH
ept connector s.r.o. 19 vH
ept Electronic Precision Technology (Shanghai) Ltd. 25 vH
ept Inc. 27 vH.

Die ausgewiesenen latenten Steuern entfallen auf Bewertungsunterschiede bei Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen, bei Pensionsrückstellungen und bei sonstigen Rückstellungen sowie auf Zwischenergebniskonsolidierungen im Anlage- und im Umlaufvermögen.

Vorjahr Veränderung Berichtsjahr
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 1.943.649,98 - 406.767,59 1.536.882,39

3. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn im Konzernabschluss resultiert aus dem Ergebnisvortrag des Konzerns (155.989,71 EUR), aus der im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung neutralisierten aber dennoch dem Konzern zustehenden Haftungsvergütung der ept Beteiligungs-GmbH für das Berichtsjahr (5.000,00 EUR) sowie aus dem Anteil der ept Beteiligungs-GmbH am Konzernjahresüberschuss (- 517,45 EUR).

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten (7.046 TEUR), wie z.B. Überstunden, variable Gehaltsbestandteile und Tantiemen, Unterstützungskassenbeiträge, Jahresabschlusskosten, Berufsgenossenschaft, Resturlaubsansprüche, Garantieaufwendungen und für ausstehende Eingangsrechnungen und Provisionen sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (1.013 TEUR) gebildet.

5. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Anzahlungen für offene Kundenprojekte.

6. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach ihrer Restlaufzeit lautet wie folgt:

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon fällig innerhalb eines Jahres davon fällig nach mehr als einem Jahr davon fällig nach mehr als fünf Jahren davon gesichert
EUR EUR EUR EUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.450.402,54 10.229.336,54 1.221.066,00 598.826,00 1.910
(Vorjahr) 28.920.886,48 27.419.580,48 1.501.306,00 754.386,00 1.910
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 348.191,63 348.191,63 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) 184.166,24 184.166,24 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.145.568,70 4.145.568,70 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) 5.209.479,78 5.209.479,78 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15.360.464,64 15.360.464,64 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) 14.018.465,82 14.018.465,82 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.733.996,35 1.733.996,35 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) 1.634.141,35 1.634.141,35 0,00 0,00 0,00
Σ Verbindlichkeiten 2023 33.038.623,86 31.817.557,86 1.221.066,00 598.826,00 1.910
(Σ Vorjahr) 49.967.139,67 48.465.833,67 1.501.306,00 754.386,00 1.910

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von 1.910 TEUR von den Konzerngesellschaften vor allem in Form von Grundschulden besichert.

7. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB ergeben sich aus geringeren Wertansätzen beim Anlagevermögen in der Handelsbilanz von einem inländischen und zwei ausländischen Unternehmen bei einem Steuersatz von 13,3 vH, 19 vH bzw. 27 vH.

Vorjahr Veränderung Berichtsjahr
EUR EUR EUR
Passive latente Steuern 900.253,14 39.580,77 939.833,91

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Erlösen der elektronischen Präzisionstechnik.

Die nachfolgende Segmentierung bezieht sich auf den Ort der jeweiligen Betriebstätigkeit (Umsatzherkunft):

- Deutschland: 89,1 vH (Vj: 85,9 vH)
- USA: 9,0 vH (Vj: 11,4 vH)
- China: 2,0 vH (Vj: 2,8 vH)
- Tschechien: 0,0 vH (Vj: 0,0 vH)

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.932 TEUR ausgewiesen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Ausgleichszahlungen eines Kunden, Korrekturbuchungen für das Vorjahr bei einer Tochtergesellschaft und Gewinne aus Anlagenabgängen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 126 TEUR ausgewiesen.

3. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Kurssicherungsgeschäften von 1.080 TEUR ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften von 861 TEUR.

VIII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche außerbilanzielle Geschäfte:

Anzahl Ursprüngl. Umfang Aktuelle Verpflichtungen für die Zukunft
Art Stück TEUR TEUR
Operative Leasingverträge 8 2.017 991
Raten im Folgejahr Raten in zwei bis fünf Jahren Raten nach fünf Jahren
Art TEUR TEUR TEUR
Operative Leasingverträge 307 685 0

Der Zweck der Leasingverträge liegt in der Schonung bzw. Unterstützung der eigenen Finanzierungskraft.

Mit den Leasingverträgen ist das Risiko der langjährigen Ratenbelastung verbunden, die das Selbstfinanzierungspotential der einzelnen Folgejahre reduzieren kann. Als Chance wird die Erhaltung der eigenen Finanzierungskraft gesehen.

Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird revolvierend an einen Finanzdienstleister abgetreten, wobei das Delkredererisiko auf den Käufer übergeht (echtes Factoring). Der Zweck des Factorings liegt in der Verringerung des Working Capital und der Verbesserung der Liquidität.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen Sicherheitseinbehalt des Käufers in Höhe von 555 TEUR, der als antizipativer Posten erst nach dem Bilanzstichtag entsteht. Im Falle des Ausfalls von abgetretenen Forderungen verbleibt somit ein Restrisiko bei ept.

2. Mitarbeiteranzahl

Der Konzern beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 474 Angestellte (Vj.: 465), 545 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj.: 574), 111 Auszubildende (Vj.: 114) und 43 Heimarbeiter (Vj.: 49).

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 85
sonstige Leistungen 39
Steuerberatungsleistungen 53
177

4. Derivative Finanzinstrumente

Für ihre Geschäftstätigkeit setzt ept Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben.

Des Weiteren ist ept Preisschwankungen bei Rohstoffen ausgesetzt. Das Risiko steigender Preise sichert ept durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ab.

Kategorie Gegenstand Nominalwert (in Tausend) Art der Derivate
Wechselkurssicherung USD - USD Termingeschäfte
CZK - CZK Termingeschäfte
Kupfer Swaps
Zinn - USD Swaps
Gold 2.063 USD Swaps
Silber 1.400 USD Swaps
Kategorie beizulegender Wert (in TEUR) maximale Laufzeit Bilanzposten sonstige Rückstellungen Buchwert TEUR
Wechselkurssicherung 0
0
0 0
438 Dez 24
- -
-9 Dez 24
-10 Dez 24
419 -17

5. Angaben zu Geschäftsführungsorganen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war Herr Thomas Guglhör, Dipl. Ing., als Geschäftsführer tätig.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Angabe gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB

Die ept Beteiligungs-GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der ept Holding GmbH & Co. KG, Peiting.

7. Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von 160.472,26 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Peiting, den 24. Juni 2024

Die Geschäftsführung der ept Beteiligungs-GmbH

Thomas Guglhör

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

der ept Beteiligungs-GmbH

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns wird anhand einer Kapitalflussrechnung gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 dargestellt. Die Darstellung des Finanzmittelfonds erfolgt unter Einbeziehung der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten.

2023 2022
EUR TEUR
Periodenergebnis 12.573.360 7.979
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.357.050 9.356
+/- Zunahme/Abnahme der (sonstigen) Rückstellungen -22.137 288
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 929.304 671
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 9.296.544 -18.320
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -1.944.758 401
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4.818 30
+ Zinsaufwendungen 1.547.215 1.365
+ Ertragsteueraufwand 4.546.704 3.254
- Ertragsteuerzahlungen -4.345.483 -3.010
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 31.932.981 2.014
- Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen Anlagevermögens -159.937 -196
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 374.962 125
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.354.076 -9.789
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 270.100 34
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -6.868.950 -9.826
-/+ Auszahlungen an Gesellschafter (Jahresergebnis)/Einzahlungen durch Gesellschafter 236.005 -312
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 10.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -15.994.607 -1.369
- Gezahlte Zinsen -1.774.044 -1.356
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -17.532.646 6.963
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 7.531.384 -850
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -249.167 181
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.605.371 6.275
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.887.588 5.605
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 15.879.444 10.073
- Kontokorrentkredite des laufenden Geschäftsjahres -2.991.858 -4.468
12.887.586 5.605

Konzerneigenkapitalspiegel der ept Beteiligungs-GmbH zum 31.12.2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Summe
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2021 50.000,00 152.742,54 -1.067,17 151.675,37 201.675,37
Umgliederung Vorjahresergebnis -1.067,17 1.067,17 0,00
Ergebnisverwendung (i.W. Zuweisung Gesellschafterdarlehen)
übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss -685,66 -685,6 -685,66
übriges Konzernergebnis 5.000,00 5.000,00 5.000,00
Konzerngesamtergebnis 5.000,00 -685,66 4.314,34 4.314,34
Stand am 31.12.2022 50.000,00 156.675,37 -685,66 155.989,71 205.989,71
Umgliederung Vorjahresergebnis -685,66 685,66 0,00
Ergebnisverwendung (i.W. Zuweisung Gesellschafterdarlehen)
übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss -517,45 -517,45 -517,45
übriges Konzernergebnis 5.000,00 5.000,00 5.000,00
Konzerngesamtergebnis 5.000,00 -517,45 4.482,55 4.482,55
Stand am 31.12.2023 50.000,00 160.989,71 -517,45 160.472,26 210.472,26
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe Summe
Stand am 31.12.2021 77.646.147,11 2.109.331,18 12.730.057,03 92.485.535,32 92.687.210,69
Umgliederung Vorjahresergebnis 12.730.057,03 -12.730.057,03 0,00 0,00
Ergebnisverwendung (i.W. Zuweisung Gesellschafterdarlehen) -1.033.875,31 -1.033.875,31 -1.033.875,31
übrige Veränderungen 979.256,46 979.256,46 979.256,46
Konzernjahresüberschuss 7.980.061,78 7.980.061,78 7.979.376,12
übriges Konzernergebnis -5.000,00 -5.000,00 0,00
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 7.975.061,78 7.975.061,78 7.979.376,12
Stand am 31.12.2022 89.342.328,83 3.088.587,64 7.975.061,78 100.405.978,25 100.611.967,96
Umgliederung Vorjahresergebnis 7.975.061,78 -7.975.061,78 0,00 0,00
Ergebnisverwendung (i.W. Zuweisung Gesellschafterdarlehen) -1.105.993,55 -1.105.993,55 -1.105.993,55
übrige Veränderungen -1.144.727,38 -1.144.727,38 -1.144.727,38
Konzernjahresüberschuss 12.573.877,61 12.573.877,61 12.573.360,16
übriges Konzernergebnis -5.000,00 -5.000,00 0,00
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 12.568.877,61 12.568.877,61 12.573.360,16
Stand am 31.12.2023 96.211.397,06 1.943.860,26 12.568.877,61 110.724.134,93 110.934.607,19

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Die ept-Gruppe (kurz: "ept") befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von sowohl standardisierten als auch kundenspezifischen Steckverbindern und elektrischen Kontaktelementen.

Produkte

Das Produktangebot von ept kann im Wesentlichen in drei Kategorien unterteilt werden:

Standardprodukte

Sie werden, internationalen Standards entsprechend, oder sonstigen im Markt fest etablierten Steckverbindersystemen folgend, entwickelt und hergestellt. Der Umfang des ept-Produktspektrums ist durch den eigenen Katalog sowie durch den Internetauftritt der ept (http://www.ept.de) annähernd vollständig dargestellt.

Kundenspezifische Produkte / Projekt-Steckverbinder

Sie werden exklusiv und in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Einzelkunden geplant, produziert und geliefert.

Verarbeitungstechnik

Ergänzend bietet ept Verarbeitungsmaschinen an, mit deren Hilfe Einpresssteckverbinder in die Leiterplatte eingepresst werden. Der Umsatz mit Verarbeitungstechnik nimmt einen am Gesamtumsatz der ept-Gruppe gemessen äußerst geringen Anteil ein. Verarbeitungstechnik kann fallweise als Begleitprodukt zu Standardsteckverbindern oder im Rahmen von Steckverbinderprojekten angeboten werden.

Prozesse

ept versteht sich als Vollanbieter, der die gesamte Prozesskette, von der Kundenberatung über die Produkt- und Fertigungsprozessentwicklung sowie die Entwicklung und den Bau von Produktionsmitteln bis hin zur Serienfertigung der Produkte über alle Fertigungsstufen (Stanzen, Galvanisieren, Kunststoffspritzgießen, Montieren) hinweg beherrscht. Dabei setzt ept weiterhin auf einen hohen Automatisierungsgrad und hohe Produktivität der Produktionsanlagen.

Organisation und Standorte

Die ept-Gruppe wird von der ept GmbH am Standort Peiting geführt, welche damit die Headquarter-Funktion einnimmt. Die weiteren deutschen Standorte der ept GmbH in Buching und Augsburg werden operativ direkt von Peiting geführt. Die Werke in Habartov und Svatava (Tschechische Republik), South Chesterfield (VA, USA) und Shanghai (VR China) werden jeweils von ansässigen Werkleitern oder Geschäftsführern geführt, die jedoch ebenfalls an die Weisung aus Peiting gebunden sind.

Forschung und Entwicklung

Der größere Teil der Entwicklung entfällt bei ept auf die Tätigkeiten bei der Projektumsetzung von konkreten, spezifischen Kundenaufträgen. Eigene Forschung und Entwicklung betreibt ept zum einen im Standardsteckerbereich mit der Entwicklung von Steckverbindersystemen und zum anderen bei den Grundlagentechnologien, wie beispielsweise die Verbindungstechnologien (Löten, Einpressen, Crimpen, usw.) oder etwa im Bereich der galvanisch abgeschiedenen Kontaktoberflächen. Einen weiteren wichtigen Forschungs- und Entwicklungsbereich bilden die für die Steckverbinderproduktion erforderlichen Fertigungstechnologien, mit denen sich ept intensiv befasst. Insgesamt hat ept im Berichtsjahr 70 Mitarbeitende für Forschung, Entwicklung, Konstruktion und das begleitende Projektmanagement beschäftigt. Aus diesem Bereich waren 14 Mitarbeitende im Wesentlichen für Forschung und Entwicklung tätig. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1.160 TEUR.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Branchenbezogene Rahmenbedingungen im Berichtsjahr

Die für die ept-Gruppe wichtigsten Absatzmärkte entwickelten sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wie folgt:

Der Markt für Tele- / Datenkommunikationsinfrastruktur und -endgeräte hat gegenüber dem Vorjahr im Umsatz um 1,9% zugenommen (VJ: +6,6%). Der Markt für Güter der Industriellen Automatisierungstechnik hat um 7,1% (VJ: +8,9 %), der Markt für Personenkraftwagen und deren Ausstattung hat um 13,1% (VJ: +17,1%) 1 zugenommen. Was die Aussagefähigkeit dieser Zahlen betrifft, muss einschränkend hinzugefügt werden, dass zum ersten als Währung der zugrundeliegenden Statistik der US-Dollar gewählt wurde. Abwertungen bzw. Aufwertungen von anderen Währungen gegenüber dem US-Dollar wirken sich in der Statistik wie Umsatzrückgänge bzw. Umsatzsteigerungen aus und verzerren gegebenenfalls die Aussagen.

1 Quelle: The Bishop Report, Industry Update No. 1-24, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., St. Charles, IL 60174, U.S.A., April 9, 2024, Tabelle auf Seite 1

Steckverbinderbranche

Im Jahr 2023 konnte die Steckverbinderbranche laut Marktbericht einen Gesamtumsatz von 81.854 Mio. US$ (Vorjahr: 84.091 Mio. US$) erreichen. Damit hat der gesamte Steckverbindermarkt, gemessen in US-Dollar, einen Rückgang um 2,7% gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen (2022 gegenüber 2021: +7,8%) 2.

Regional hat sich der Steckverbindermarkt, in US-Dollar bewertet, in 2023 wie folgt entwickelt: 3 : Nordamerika: -0,3%, Europa: +3,8%, Japan: -9,5%, China: -5,7%, asiatisch-pazifischer Raum: -7,3% und restliche Länder: +0,9%. Wie im Vorjahr war der Steckverbindergesamtumsatz relativ gleichmäßig über die Quartale verteilt 4 (1Q2023: 21,2 Mrd.USD, 2Q2023: 20,0 Mrd.USD, 3Q2023: 21,1 Mrd.USD, 4Q2023: 19,6 Mrd.USD). Global gesehen folgt die Steckverbinderindustrie im Jahr 2023 mit ihrem rückläufigen Branchenumsatz der global gesehen generell schwierigen Konjunkturentwicklung in den Industrieregionen.

2 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive, St. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 375, January 2024, Tabelle auf Seite 16 oben.
3 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive, St. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 375, January 2024, Tabelle auf Seite 16 unten.
4 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive, St. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 375, January 2024, Tabelle auf Seite 16 oben.

ept-Gruppe

Geschäftsverlauf

Die zu Jahresbeginn verabschiedete Geschäftsplanung der ept-Gruppe hatte für das Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von +14,1 % und ein Wachstum der Betriebsleistung von +10,1 % gegenüber dem Vorjahr vorgesehen. Diese Ziele wurden deutlich unterschritten. Nach einem guten 1. Quartal haben sich die Umsatzzahlen in den Folgequartalen deutlich schwächer als geplant entwickelt. Die von Kunden tatsächlich getätigten Abnahmen und damit der Umsatz wichen teils stark von den zuvor avisierten Bedarfen ab. Hohe Volatilität in der Kundennachfrage und das Unterschreiten des Planumsatzes prägten somit den Großteil des Jahres. Durch einen deutlichen Abbau von Beständen zur Optimierung des Working Capitals sowie aufgrund des Rückgangs der Preissteigerungen bei Rohmaterialien, Energie und externen Fertigungsdienstleistern konnten die negativen Auswirkungen teilweise kompensiert werden. Die im zweiten Halbjahr 2023 eingeleiteten Maßnahmen für zusätzliche Kostensenkungen haben ebenfalls zu einer Ergebnisverbesserung im 4. Quartal beigetragen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 170,0 Mio. um EUR 6,9 Mio. (4,2 %) über dem Vorjahresumsatz von EUR 163,1 Mio. Die Betriebsleistung (definiert als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und - sofern angefallen - aktivierten Eigenleistungen) liegt mit EUR 168,9 Mio. um EUR 6,6 Mio. (-3,8 %) unter dem Vorjahreswert von EUR 175,5 Mio. Im Berichtsjahr wurden die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen abgebaut. Die Bestandsveränderung trägt somit stichtagsbedingt mit EUR -2,6 Mio. negativ zum Ergebnis bei.

Die betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 153,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,7 Mio. (7,1 %) gesunken. Durch die Verminderung der Betriebsleistung sowie einer Senkung der Materialpreise haben sich die betrieblichen Aufwendungen deutlich reduziert. Die Quote gemessen an der Betriebsleistung hat sich mit 91 % gegenüber dem Vorjahr (VJ 94,2 %) verbessert.

Der Materialeinsatz bezogen auf die Betriebsleistung beläuft sich auf 36,0 % (VJ 40,8 %). Die überproportionale Reduzierung des Materialaufwandes um EUR 10,7 Mio. resultiert aus der Verminderung der Betriebsleistung sowie eine deutliche Reduzierung der Rohstoffpreise.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio. (1,7 %) auf EUR 63,8 Mio. Dies ergibt eine Personalkostenquote bezogen auf die Betriebsleistung von 37,8 % (VJ 35,7 %). Der Anstieg des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf volumenbedingte Personal-Neueinstellungen sowie auf Lohnerhöhungen zurückzuführen.

Die anderen Sachaufwendungen mit EUR 19,7 Mio. reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR -2,0 Mio.) um -9,4 % und sanken somit zur -3,8% reduzierten Betriebsleistung.

Das Konzernjahresergebnis 2023 in Höhe von EUR 12,6 Mio. (entspricht 7,4 % der Betriebsleistung) hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 8,0 Mio.) um EUR 4,6 Mio. erhöht.

Die Finanzierung erfolgte im Geschäftsjahr maßgeblich durch überwiegende Thesaurierung des Konzernjahresergebnisses sowie einer Verminderung der Vorräte in Höhe von EUR 9,6 Mio.

Durch ein angemessenes Finanzmanagement stellt die ept-Gruppe sicher, jederzeit über ausreichend liquide Mittel zur Erfüllung des operativen und strategischen Finanzbedarfs zu verfügen.

Die Bilanzsumme verminderte sich im Berichtsjahr um EUR 6,1 Mio. (-3,6%) auf EUR 162,9 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt (unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) 77,5 % (VJ 67,8 %).

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Entwicklung der Branche 2024

In den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres 2024 verzeichnete die Steckverbinderbranche einen Anstieg des weltweiten Auftragseingangs um 4,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres 5. Mit dem Wert 50,8 6 lag der sogenannte World Connector Confidence Index (WCCI) im ersten Quartal 2024 zum ersten Mal seit über 15 Monaten wieder über dem Schwellenwert 50. Der WCCI bildet die Konjunkturerwartungen von Experten der Steckverbinderbranche dar. Ist der Wert kleiner als 50, dann bedeutet dies die Einschätzung einer eher rückläufigen Konjunktur. Liegt der Wert über 50, wird mit Marktwachstum gerechnet. Auftragseingangsentwicklung und das leichte Ansteigen des WCCI lassen darauf hoffen, dass der Branchenumsatz nicht wie im Vorjahr noch weiter absinkt.

Für die Jahresprognose stützt sich ept, unter anderem, auf die Marktanalyse des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Bishop & Associates, Inc. vom Januar 2024, in welcher ein Anstieg des weltweiten Branchenjahresumsatzes mit Steckverbindern in der Größenordnung von +4,2 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert wird 7. Regional rechnet Bishop & Associates, Inc. mit folgenden Entwicklungen: Nordamerika +5,1%, Europa +3,3%, Japan +3,6%, China +4,4%, asiatisch-pazifischer Raum +4,7%, Restliche Welt 2,8% 8.

In Bezug auf die Teilmärkte des Steckverbindermarktes rechnet Bishop für das laufende Jahr 2024 mit folgenden Veränderungen des Umsatzes der Steckverbinderbranche gegenüber dem Vorjahr 9 : Steckverbinder für Anwendungen in Automobilelektronik: +4,6%

Steckverbinder für Anwendungen in der Industriellen Automatisierungstechnik: +3,9% Steckverbinder für Anwendungen in Telekommunikation/Datacom-Anlagen und -Geräte: +5,4%

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine, die großen Spannungen in Nahost, sowie die weiter zunehmenden globalen Spannungen zwischen dem Westen und China stellen erhebliche Risiken für eine positive Konjunkturentwicklung dar. Daher bleibt der Ausblick mit großen Unsicherheiten behaftet.

5 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive t. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 377, March 2024, Tabelle auf Seite 2, oben.
6 Quelle: The Bishop Report News Brief, Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive t. Charles, IL 60174, U.S.A., News Brief No 12-2024, April-22-2024, Tabelle auf Seite 1.
7 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive t. Charles, IL 60174, U.S.A ., Issue 375, January 2023, Seite 17.
8 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive t. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 375, January 2023, Seite 18, unten.
9 Quelle: The Bishop Report Performance & Forecast of the World Connector Industry, a copyright publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox Glenn Drive t. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 375, January 2023, Seite 17.

Prognose über die Geschäftsentwicklung, Chancen und Risiken

Die im Januar 2024 verabschiedete Geschäftsplanung der ept-Gruppe sieht für das Jahr 2024 ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von rund +6 % bei den Erlösen und +8 % bei der Betriebsleistung vor. Es sei darauf hingewiesen, dass die Geschäftsplanung auf einer Umsatzplanung beruht, die von einem moderaten Mengenwachstum im Bereich Automotive getrieben ist. Im Bereich I&C sehen wir derzeit noch durch restriktives Bestandsmanagement bei Kunden eine leicht rückläufige Mengenentwicklung, welche jedoch im Jahresverlauf wieder etwas ansteigen sollte.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 wurden die zeitanteiligen Planwerte beim Umsatz erreicht und bei der Betriebsleistung knapp unterschritten. Abrufe und Auftragseingang liegen derzeit auf Planniveau. Der weitere Ausblick für 2024 ist für den Bereich Automotive verhalten positiv, der für den Bereich I&C eher zurückhaltend. Insgesamt sind die Prognosen auch weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet. Wir rechnen somit weiterhin mit einer hohen Volatilität in der Kundennachfrage, bei jedoch tendenziell leicht steigenden Absatzmengen. Den aktuellen Risiken begegnen wir weiter mit engen Abstimmungen auf Kunden- und Lieferantenseite sowie der optimierten Ausnutzung der Flexibilitätspotenziale in Produktion und Logistik.

Das wirtschaftliche Umfeld betrachten wir weiter skeptisch. Hintergrund sind die in den letzten Monaten stark gestiegenen Rohstoffpreise sowie die weiterhin hohen Inflationsraten. Aufgrund dieser Unsicherheiten lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt für ept keine exakte Prognose betreffend das Erreichen der Geschäftsplanung bei Umsatz, Betriebsleistung und Ergebnis abgeben.

Dennoch wird derzeit für 2024 in vielen Bereichen der Beschaffung mit einer insgesamt weitestgehend stabilisierten Versorgungslage gerechnet. Das Risiko von Engpässen bei der Versorgung mit externer Galvanikkapazität der vergangenen Jahre sehen wir nicht mehr im Maße des Vorjahres gegeben, ebenso zeigt sich die Versorgung mit Rohmaterialien als robust (gewalzte Kupferlegierungsbänder, Kunststoffgranulate).

Die Neuprojekt-Akquise Quote (Ist / Soll) stellt einen wichtigen Indikator für eine mögliche Umsatzentwicklung im Automotive-Projektgeschäft der ept-Gruppe in den kommenden Jahren dar. Die Nachfrage nach Lösungen in der ept-Kernkompetenz "Einpresstechnik" hält weiter an, aber auch andere Verbindungstechnologien werden angefragt. Seit Beginn des Jahres stellen wir eine eher zurückhaltende Anfragetätigkeit unserer Kunden, gemessen in der Anzahl von Anfragen je Zeiteinheit, fest. Trotzdem konnte ept während der ersten vier Monate des Jahres 2024 bereits Neuprojektaufträge im Umfang von über 50 % des Jahreszielwertes verzeichnen. Wir rechnen mit dem Erreichen des für 2024 gesteckten Ziele bei der Neuakquise im Projektgeschäft.

Im Bereich der Standardprodukte tätigt ept weitere hohe Investitionen in die Produktfamilien "Zero8" und "One27". Es besteht weiter sehr hohes Kundeninteresse an diesen Produktfamilien, die wir sowohl im Umfang des Produktportfolios, als auch im Hinblick auf die Produktionskapazität weiter ausbauen.

Darüber hinaus werden neue Standardprodukte entwickelt.

ept rechnet im Budget für 2024 mit nur leicht steigenden Rohstoffpreisen. Die für uns bedeutendsten Börsenpreise, zum Beispiel für Kupfer und Zinn, sind in den letzten Monaten jedoch stark angestiegen und haben sich aktuell auf hohem Niveau stabilisiert. Das hohe Preisniveau bei Rohstoffen und Zulieferungen belastet somit das Ergebnis aber weiterhin erheblich.

Währungstermingeschäfte dienen der Reduktion von Wechselkursrisiken.

Bei Löhnen und Gehältern werden wir uns, wie in vielen früheren Jahren auch, in etwa an der Entwicklung des Elektro- und Metall-Tarifvertrages orientieren, d.h. Löhne und Gehälter wachsen in der Größenordnung von 3,3% an. Im Januar 2024 wurde eine Inflationsprämie in Höhe von 1.500 EUR je Person an die Beschäftigten ausbezahlt.

Gut ausgebildete Fachkräfte bilden das Rückgrat des Unternehmens. Dem Fachkräftemangel begegnet ept mit der eigenen Fachausbildung in verschiedenen Berufsbildern an den Standorten in Peiting und Buching (beide Deutschland). Zum Stichtag 31.12.2023 befanden sich dort 121 Personen in der ept-Ausbildung. Die Quote der Auszubildenden im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigtenzahl in den deutschen Standorten (ohne Auszubildende) liegt damit bei weit überdurchschnittlichen 17 %. Darüber hinaus befanden sich an den Standorten in Habartov und Svatava (beide CZ) sowie in South Chesterfield (VA, USA) weitere 28 Personen in der Ausbildung, was zur Gesamtanzahl von 149 Auszubildenden und Dualen Studierenden in der ept-Gruppe führt.

ept erwartet, dass sich die Betriebskosten im Jahr 2024 in etwa wie folgt entwickeln:

Löhne und Gehälter für gewerbliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Angestellte werden zum 1.9.2024 aufgrund der bereits im Unternehmen kommunizierten Lohn- und Gehaltserhöhung um 3,3% ansteigen. Darüber hinaus hat ept seinen Mitarbeitenden im Januar 2024 eine Inflationsausgleichprämie in Höhe von 1.500 EUR pro regulär Mitarbeitendem ausbezahlt.

Materialpreise und in der Folge die Materialeinsatzquote, werden im Mehrjahresvergleich weiterhin auf hohem Niveau aber nicht in großem Maße ansteigend angenommen.

Die leicht gesunkenen Energiepreise sollten sich zum einen direkt durch unseren Energiebezug und zum anderen indirekt durch energieintensiv herzustellende Vormaterialien, wie z.B. Kupferwerkstoffe, in geringem Umfang positiv auf das Ergebnis auswirken.

Aufgrund von weiteren Investitionen in Galvanikkapazitäten innerhalb der ept-Gruppe wird mit einer reduzierten Zukaufquote bei Galvanik- und Logistikdienstleistungen gerechnet, was sich positiv auf die Ertragslage auswirken sollte.

Bei den Währungen wurde für den USD ein durchschnittlicher Kurs von 1,09 USD/EUR, für die CZK ein Kurs von 24,95 CZK/EUR und für den RMB ein Kurs von 7,90 RMB/EUR angenommen.

Die Abschreibungen innerhalb der ept-Gruppe steigen aufgrund der Aktivierung der Investitionen in Gebäude und Produktionsanlagen leicht stärker als die Betriebsleistung.

Für 2024 rechnen wir mit einem deutlich positiven Ergebnis.

Fremdfinanzierung:

Die Fremdfinanzierung des Geschäftsbetriebes der ept-Gruppe erfolgt, neben den Gesellschafterdarlehen, in erheblichem Umfang aus einem im April 2019 abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrag.

Risikobericht, besondere Risiken:

Es bestehen folgende Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Terminsicherungsgeschäfte für Rohmaterialien und Fremdwährungen

hohe Transportkosten wegen nach wie vor anhaltender Verknappung der Transportkapazitäten sowie hohen Energiekosten bei Luft- Lkw- und Seefrachten.

wieder ansteigende Energiepreise, oder gar Verknappung von Energie in Form von elektrischem Strom und fossilem Gas.

Aufgrund der globalen Unsicherheiten könnte es bei Rohmaterialien zu Preissteigerungen kommen.

Bei eventuell wiedereinsetzenden starken Preiserhöhungen bei Rohstoffen und externen Fertigungsdienstleistungen bestehen unterjährig kaum Möglichkeiten, diese Preiserhöhungen an Kunden weiterzugeben.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind gegenwärtig nicht zu erwarten, jedoch sei an dieser Stelle nochmals auf die oben genannten Risiken hingewiesen.

 

Peiting, den 24. Juni 2024

Die Geschäftsführung der ept Beteiligungs-GmbH:

gez. Thomas Guglhör

Billigung:

Der ungekürzte Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17.09.2024 gebilligt und genehmigt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ept Beteiligungs-GmbH, Peiting

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ept Beteiligungs-GmbH, Peiting, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ept Beteiligungs- GmbH, Peiting, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 24. Juni 2024

HLB Augsburg Schwaben GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Jahn, Wirtschaftsprüfer

Bunjaku, Wirtschaftsprüfer

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