ept Beteiligungs-GmbH
Bergwerkstraße 50, 86971 Peiting, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus Guglhör seit 25.1.2018 | Prokura |
Thomas Guglhör seit 24.5.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% | |
| 40.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ept Beteiligungs-GmbHPeitingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023der Firma ept Beteiligungs-GmbHAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023der Firma ept Beteiligungs-GmbH
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023der Firma ept Beteiligungs-GmbHDie Firma ept Beteiligungs-GmbH, Peiting, wird unter der Handelsregister-Nummer HRB 132411 im Handelsregister beim Amtsgericht München geführt. I. Vorbemerkung Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung wurden beachtet. Konzerngeschäftsjahr und Geschäftsjahr der einzelnen Gesellschaften sind jeweils das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den gleichlautenden Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, den 31. Dezember 2023, aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 290 ff. HGB, der §§ 242 bis 256a HGB und den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 277 HGB. Soweit sich infolge landesrechtlicher Vorschriften wesentliche Abweichungen von den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ergaben, wurden Konsolidierungsabschlüsse (Handelsbilanzen II) aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen auf Neuzugänge erfolgen nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden analog den steuerlichen Vorschriften bilanziert. Als Nutzungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden 1 bis 20 Jahre zugrunde gelegt. Bei den Sachanlagen betragen die Nutzungsdauern 1 bis 40 Jahre. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten werden unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehend vom Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten. Die Bewertung des Erfüllungsbetrags der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entspricht der handelsrechtlichen Verfahrensweise und erfolgt für einen Teil der Zusagen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode), für den anderen Teil nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,82 bzw. 1,13 vH (Vj.: 1,78 bzw. 1,05 vH) und eines Anwartschaftstrends von 0,0 vH, da nur betragsmäßig festgelegte Zusagen bestehen. Aufgrund der handelsrechtlichen Regelung zur Ermittlung der Abzinsungssätze für Pensionsrückstellungen wurde im Berichtsjahr mit dem danach vorgesehenen höheren Zinssatz auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittswertes abgezinst. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitt und dem 7-Jahresdurchschnitt beträgt 21.139,00 EUR (Vj.: 83.805,00 EUR). Für im Einzelabschluss der ept GmbH aufgrund des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht passivierte mittelbare Pensionsverpflichtungen, die über die Unterstützungskasse der ept GmbH bestehen, wurde als Zinssatz für die Abzinsung der 10-Jahres-Durchschnittswert herangezogen. Da für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus Konzernsicht keine Ausschüttungssperre i.S.v. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB resultiert, wurde auf die zusätzliche Berechnung mit dem 7-Jahresdurchschnittswert verzichtet. Die Berechnungen basieren auf den "Richttafeln 2018G" von Prof. Klaus Heubeck. Innerhalb der Rückstellungen wurden Verpflichtungen, die durch insolvenzsichere Versicherungen rückgedeckt sind, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Deckungsvermögen in Höhe von 15 TEUR (Vj.: 14 TEUR) verrechnet. Die mit den Zinserträgen verrechneten Zinsaufwendungen betragen 507 EUR (Vj.: 478 EUR). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden mit den Tageskursen umgerechnet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzen der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Als maßgeblicher Kurs wurde der Mittelkurs aus Geld- und Briefkurs angesetzt. Im Eigenkapital wird das modifizierte Stichtagskursverfahren angewendet. Hierbei werden noch nicht realisierte Kursgewinne bzw. Kursverluste aus der Umrechnung des Eigenkapitals einer Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung zugewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden mit dem Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr umgerechnet. Erfolgsneutral behandelte Differenzen aus der Währungsumrechnung (Schuldenkonsolidierung und Umrechnung des Eigenkapitals im Rahmen der modifizierten Stichtagskursmethode zu historischen Kursen) in Höhe von 1.943.860,26 EUR sind einem passiven Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung zugewiesen, der dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter zugerechnet wurde. IV. Konsolidierungskreis Folgende Tochterunternehmen werden neben dem Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Muttergesellschaft hält keine Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Da die Muttergesellschaft alleinige und unbeschränkte Geschäftsführerin der ept Holding GmbH & Co. KG ist, besteht beherrschender Einfluss auf diese Gesellschaft. Die Anteile der ept connector s.r.o., die Anteile der ept Inc. und die Anteile an der ept Electronic Precision Technology (Shanghai) Ltd. werden von der ept GmbH gehalten. Bei der Unterstützungskasse der ept GmbH, Peiting (kurz U-Kasse) handelt es sich um eine Zweckgesellschaft, bei der die ept GmbH gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt. Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss ist die ept Holding Gmbh & Co. KG, Peiting, unter den Voraussetzungen des § 264b HGB von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit. Die Tochterpersonenhandelsgesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB wie folgt Gebrauch:
Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss ist die ept GmbH, Peiting, unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit. Die Tochterkapitalgesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wie folgt Gebrauch:
V. Konsolidierungsgrundsätze Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte erstmals die Konsolidierung auf die Berichtsgesellschaft auf der Basis des seit 1993 von der ept Holding GmbH & Co. KG (vormals: ept GmbH und Co. KG elektronische Präzisionstechnik; ursprünglich: ept Guglhör Buching GmbH & Co. KG) freiwillig erstellten Konzernabschlusses. Die dort angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden fortgeführt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der handelsrechtlichen Buchwertmethode. Die Erstkonsolidierung der ept Holding GmbH & Co. KG erfolgte auf den 01. Januar 1999. Da die Konzernmuttergesellschaft nicht am Kapital ihrer Tochterunternehmen beteiligt ist, ist als Primäreigenkapital des Konzerns nur das Eigenkapital der ept Beteiligungs-GmbH ausgewiesen. Die Eigenkapitalanteile der Kommanditisten der ept Holding GmbH & Co. KG rechnen zu den Anteilen anderer Gesellschafter im Sinne des § 307 HGB, da es sich um Anteile an einbezogenen Gesellschaften handelt, die nicht der den Konzernabschluss aufstellenden Komplementärin gehören. Der erstmals im Geschäftsjahr 2000 aufgestellte Konzernabschluss der Berichtsgesellschaft baut wie folgt auf dem in Vorjahren aufgestellten Konzernabschluss der ept Holding GmbH & Co. KG und der dabei vorgenommenen Kapitalkonsolidierung auf: Die Erstkonsolidierung der am 01. Januar 2010 auf die ept Holding GmbH & Co. KG angewachsenen Firma ept automotive GmbH & Co. KG elektronische Präzisionstechnik auf den 01. Juni 1995 wird im Konzernabschluss weiter fortgesetzt. Die Erstkonsolidierung der Firma ept connector s.r.o. mit dem Sitz in Habartov, Tschechische Republik, wurde auf den 01. Januar 1994 (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung), und die Erstkonsolidierung der Firma ept Electronic Precision Technology (Shanghai) Ltd. auf den 01. Januar 1998 vorgenommen; die Erstkonsolidierung der übrigen Unternehmen erfolgte auf den 31. Dezember 1993 (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung). Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Firmenwerte wurden auf 4 Jahre verteilt planmäßig abgeschrieben. Die letztmalige anteilige Abschreibung erfolgte im Geschäftsjahr 1998. Im Geschäftsjahr 2003 wurde die Beteiligung an der ept connector s.r.o. um 8 % auf 100 % aufgestockt. Die Erstkonsolidierung für diese Anteile erfolgte mangels Zwischenabschluss und aus Wesentlichkeitsbetrachtungen zum 31. Dezember 2003 (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung). Aus dieser Konsolidierung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von 10 TEUR. Im Geschäftsjahr 2008 wurden die ept automotive L.P., West Boylston, Massachusetts, und ept automotive management Inc., Atlanta, Georgia, auf die ept Inc., Chester, Virginia, verschmolzen. Die Erstkonsolidierung dieser jeweils zum Zeitpunkt ihrer Gründung einbezogenen Gesellschaften sowie die Folgekonsolidierungen werden in der ept Inc. fortgesetzt. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthält die Kapital- und Ergebnisanteile der Kommanditisten der ept Holding GmbH & Co. KG bzw. an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne bei Gegenständen des Vorratsvermögens, die aus konzerninternen Umsätzen stammen, wurden eliminiert. Aus Vereinfachungsgründen erfolgte hierbei eine retrograde Rechnung (Kürzung um einen durchschnittlichen Deckungsbeitrag). Zwischengewinne bei Gegenständen des Anlagevermögens wurden eliminiert, soweit sie als wesentlich zu beurteilen waren. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die konzerninternen Umsätze und sonstigen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaften saldiert. VI. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ergibt sich wie folgt: Entwicklung des Anlagevermögens
2. Aktive latente Steuern Bei der Ermittlung des Steuerabgrenzungspostens gemäß § 306 HGB wurden bei den betroffenen Tochtergesellschaften folgende Steuersätze angesetzt:
Die ausgewiesenen latenten Steuern entfallen auf Bewertungsunterschiede bei Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen, bei Pensionsrückstellungen und bei sonstigen Rückstellungen sowie auf Zwischenergebniskonsolidierungen im Anlage- und im Umlaufvermögen.
3. Eigenkapital Der Bilanzgewinn im Konzernabschluss resultiert aus dem Ergebnisvortrag des Konzerns (155.989,71 EUR), aus der im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung neutralisierten aber dennoch dem Konzern zustehenden Haftungsvergütung der ept Beteiligungs-GmbH für das Berichtsjahr (5.000,00 EUR) sowie aus dem Anteil der ept Beteiligungs-GmbH am Konzernjahresüberschuss (- 517,45 EUR). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten (7.046 TEUR), wie z.B. Überstunden, variable Gehaltsbestandteile und Tantiemen, Unterstützungskassenbeiträge, Jahresabschlusskosten, Berufsgenossenschaft, Resturlaubsansprüche, Garantieaufwendungen und für ausstehende Eingangsrechnungen und Provisionen sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (1.013 TEUR) gebildet. 5. Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Anzahlungen für offene Kundenprojekte. 6. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach ihrer Restlaufzeit lautet wie folgt:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag in Höhe von 1.910 TEUR von den Konzerngesellschaften vor allem in Form von Grundschulden besichert. 7. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB ergeben sich aus geringeren Wertansätzen beim Anlagevermögen in der Handelsbilanz von einem inländischen und zwei ausländischen Unternehmen bei einem Steuersatz von 13,3 vH, 19 vH bzw. 27 vH.
VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus Erlösen der elektronischen Präzisionstechnik. Die nachfolgende Segmentierung bezieht sich auf den Ort der jeweiligen Betriebstätigkeit (Umsatzherkunft):
2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.932 TEUR ausgewiesen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Ausgleichszahlungen eines Kunden, Korrekturbuchungen für das Vorjahr bei einer Tochtergesellschaft und Gewinne aus Anlagenabgängen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 126 TEUR ausgewiesen. 3. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Kurssicherungsgeschäften von 1.080 TEUR ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften von 861 TEUR. VIII. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche außerbilanzielle Geschäfte:
Der Zweck der Leasingverträge liegt in der Schonung bzw. Unterstützung der eigenen Finanzierungskraft. Mit den Leasingverträgen ist das Risiko der langjährigen Ratenbelastung verbunden, die das Selbstfinanzierungspotential der einzelnen Folgejahre reduzieren kann. Als Chance wird die Erhaltung der eigenen Finanzierungskraft gesehen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird revolvierend an einen Finanzdienstleister abgetreten, wobei das Delkredererisiko auf den Käufer übergeht (echtes Factoring). Der Zweck des Factorings liegt in der Verringerung des Working Capital und der Verbesserung der Liquidität. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen Sicherheitseinbehalt des Käufers in Höhe von 555 TEUR, der als antizipativer Posten erst nach dem Bilanzstichtag entsteht. Im Falle des Ausfalls von abgetretenen Forderungen verbleibt somit ein Restrisiko bei ept. 2. Mitarbeiteranzahl Der Konzern beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 474 Angestellte (Vj.: 465), 545 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj.: 574), 111 Auszubildende (Vj.: 114) und 43 Heimarbeiter (Vj.: 49). 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
4. Derivative Finanzinstrumente Für ihre Geschäftstätigkeit setzt ept Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben. Des Weiteren ist ept Preisschwankungen bei Rohstoffen ausgesetzt. Das Risiko steigender Preise sichert ept durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ab.
5. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Im abgelaufenen Geschäftsjahr war Herr Thomas Guglhör, Dipl. Ing., als Geschäftsführer tätig. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Angabe gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB Die ept Beteiligungs-GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der ept Holding GmbH & Co. KG, Peiting. 7. Ergebnisverwendung Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von 160.472,26 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Peiting, den 24. Juni 2024 Die Geschäftsführung der ept Beteiligungs-GmbH Thomas Guglhör Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023der ept Beteiligungs-GmbHDie finanzielle Entwicklung des Konzerns wird anhand einer Kapitalflussrechnung gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 dargestellt. Die Darstellung des Finanzmittelfonds erfolgt unter Einbeziehung der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten.
Konzerneigenkapitalspiegel der ept Beteiligungs-GmbH zum 31.12.2023
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Die ept-Gruppe (kurz: "ept") befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von sowohl standardisierten als auch kundenspezifischen Steckverbindern und elektrischen Kontaktelementen. Produkte Das Produktangebot von ept kann im Wesentlichen in drei Kategorien unterteilt werden: Standardprodukte Sie werden, internationalen Standards entsprechend, oder sonstigen im Markt fest etablierten Steckverbindersystemen folgend, entwickelt und hergestellt. Der Umfang des ept-Produktspektrums ist durch den eigenen Katalog sowie durch den Internetauftritt der ept (http://www.ept.de) annähernd vollständig dargestellt. Kundenspezifische Produkte / Projekt-Steckverbinder Sie werden exklusiv und in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Einzelkunden geplant, produziert und geliefert. Verarbeitungstechnik Ergänzend bietet ept Verarbeitungsmaschinen an, mit deren Hilfe Einpresssteckverbinder in die Leiterplatte eingepresst werden. Der Umsatz mit Verarbeitungstechnik nimmt einen am Gesamtumsatz der ept-Gruppe gemessen äußerst geringen Anteil ein. Verarbeitungstechnik kann fallweise als Begleitprodukt zu Standardsteckverbindern oder im Rahmen von Steckverbinderprojekten angeboten werden. Prozesse ept versteht sich als Vollanbieter, der die gesamte Prozesskette, von der Kundenberatung über die Produkt- und Fertigungsprozessentwicklung sowie die Entwicklung und den Bau von Produktionsmitteln bis hin zur Serienfertigung der Produkte über alle Fertigungsstufen (Stanzen, Galvanisieren, Kunststoffspritzgießen, Montieren) hinweg beherrscht. Dabei setzt ept weiterhin auf einen hohen Automatisierungsgrad und hohe Produktivität der Produktionsanlagen. Organisation und Standorte Die ept-Gruppe wird von der ept GmbH am Standort Peiting geführt, welche damit die Headquarter-Funktion einnimmt. Die weiteren deutschen Standorte der ept GmbH in Buching und Augsburg werden operativ direkt von Peiting geführt. Die Werke in Habartov und Svatava (Tschechische Republik), South Chesterfield (VA, USA) und Shanghai (VR China) werden jeweils von ansässigen Werkleitern oder Geschäftsführern geführt, die jedoch ebenfalls an die Weisung aus Peiting gebunden sind. Forschung und Entwicklung Der größere Teil der Entwicklung entfällt bei ept auf die Tätigkeiten bei der Projektumsetzung von konkreten, spezifischen Kundenaufträgen. Eigene Forschung und Entwicklung betreibt ept zum einen im Standardsteckerbereich mit der Entwicklung von Steckverbindersystemen und zum anderen bei den Grundlagentechnologien, wie beispielsweise die Verbindungstechnologien (Löten, Einpressen, Crimpen, usw.) oder etwa im Bereich der galvanisch abgeschiedenen Kontaktoberflächen. Einen weiteren wichtigen Forschungs- und Entwicklungsbereich bilden die für die Steckverbinderproduktion erforderlichen Fertigungstechnologien, mit denen sich ept intensiv befasst. Insgesamt hat ept im Berichtsjahr 70 Mitarbeitende für Forschung, Entwicklung, Konstruktion und das begleitende Projektmanagement beschäftigt. Aus diesem Bereich waren 14 Mitarbeitende im Wesentlichen für Forschung und Entwicklung tätig. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1.160 TEUR. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Branchenbezogene Rahmenbedingungen im Berichtsjahr Die für die ept-Gruppe wichtigsten Absatzmärkte entwickelten sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wie folgt: Der Markt für Tele- / Datenkommunikationsinfrastruktur und -endgeräte hat gegenüber dem Vorjahr im Umsatz um 1,9% zugenommen (VJ: +6,6%). Der Markt für Güter der Industriellen Automatisierungstechnik hat um 7,1% (VJ: +8,9 %), der Markt für Personenkraftwagen und deren Ausstattung hat um 13,1% (VJ: +17,1%) 1 zugenommen. Was die Aussagefähigkeit dieser Zahlen betrifft, muss einschränkend hinzugefügt werden, dass zum ersten als Währung der zugrundeliegenden Statistik der US-Dollar gewählt wurde. Abwertungen bzw. Aufwertungen von anderen Währungen gegenüber dem US-Dollar wirken sich in der Statistik wie Umsatzrückgänge bzw. Umsatzsteigerungen aus und verzerren gegebenenfalls die Aussagen. Steckverbinderbranche Im Jahr 2023 konnte die Steckverbinderbranche laut Marktbericht einen Gesamtumsatz von 81.854 Mio. US$ (Vorjahr: 84.091 Mio. US$) erreichen. Damit hat der gesamte Steckverbindermarkt, gemessen in US-Dollar, einen Rückgang um 2,7% gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen (2022 gegenüber 2021: +7,8%) 2. Regional hat sich der Steckverbindermarkt, in US-Dollar bewertet, in 2023 wie folgt entwickelt: 3 : Nordamerika: -0,3%, Europa: +3,8%, Japan: -9,5%, China: -5,7%, asiatisch-pazifischer Raum: -7,3% und restliche Länder: +0,9%. Wie im Vorjahr war der Steckverbindergesamtumsatz relativ gleichmäßig über die Quartale verteilt 4 (1Q2023: 21,2 Mrd.USD, 2Q2023: 20,0 Mrd.USD, 3Q2023: 21,1 Mrd.USD, 4Q2023: 19,6 Mrd.USD). Global gesehen folgt die Steckverbinderindustrie im Jahr 2023 mit ihrem rückläufigen Branchenumsatz der global gesehen generell schwierigen Konjunkturentwicklung in den Industrieregionen.
2 Quelle: The Bishop Report Performance &
Forecast of the World Connector Industry, a copyright
publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox
Glenn Drive, St. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 375,
January 2024, Tabelle auf Seite 16 oben.
ept-Gruppe Geschäftsverlauf Die zu Jahresbeginn verabschiedete Geschäftsplanung der ept-Gruppe hatte für das Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von +14,1 % und ein Wachstum der Betriebsleistung von +10,1 % gegenüber dem Vorjahr vorgesehen. Diese Ziele wurden deutlich unterschritten. Nach einem guten 1. Quartal haben sich die Umsatzzahlen in den Folgequartalen deutlich schwächer als geplant entwickelt. Die von Kunden tatsächlich getätigten Abnahmen und damit der Umsatz wichen teils stark von den zuvor avisierten Bedarfen ab. Hohe Volatilität in der Kundennachfrage und das Unterschreiten des Planumsatzes prägten somit den Großteil des Jahres. Durch einen deutlichen Abbau von Beständen zur Optimierung des Working Capitals sowie aufgrund des Rückgangs der Preissteigerungen bei Rohmaterialien, Energie und externen Fertigungsdienstleistern konnten die negativen Auswirkungen teilweise kompensiert werden. Die im zweiten Halbjahr 2023 eingeleiteten Maßnahmen für zusätzliche Kostensenkungen haben ebenfalls zu einer Ergebnisverbesserung im 4. Quartal beigetragen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 170,0 Mio. um EUR 6,9 Mio. (4,2 %) über dem Vorjahresumsatz von EUR 163,1 Mio. Die Betriebsleistung (definiert als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und - sofern angefallen - aktivierten Eigenleistungen) liegt mit EUR 168,9 Mio. um EUR 6,6 Mio. (-3,8 %) unter dem Vorjahreswert von EUR 175,5 Mio. Im Berichtsjahr wurden die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen abgebaut. Die Bestandsveränderung trägt somit stichtagsbedingt mit EUR -2,6 Mio. negativ zum Ergebnis bei. Die betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 153,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,7 Mio. (7,1 %) gesunken. Durch die Verminderung der Betriebsleistung sowie einer Senkung der Materialpreise haben sich die betrieblichen Aufwendungen deutlich reduziert. Die Quote gemessen an der Betriebsleistung hat sich mit 91 % gegenüber dem Vorjahr (VJ 94,2 %) verbessert. Der Materialeinsatz bezogen auf die Betriebsleistung beläuft sich auf 36,0 % (VJ 40,8 %). Die überproportionale Reduzierung des Materialaufwandes um EUR 10,7 Mio. resultiert aus der Verminderung der Betriebsleistung sowie eine deutliche Reduzierung der Rohstoffpreise. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio. (1,7 %) auf EUR 63,8 Mio. Dies ergibt eine Personalkostenquote bezogen auf die Betriebsleistung von 37,8 % (VJ 35,7 %). Der Anstieg des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf volumenbedingte Personal-Neueinstellungen sowie auf Lohnerhöhungen zurückzuführen. Die anderen Sachaufwendungen mit EUR 19,7 Mio. reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR -2,0 Mio.) um -9,4 % und sanken somit zur -3,8% reduzierten Betriebsleistung. Das Konzernjahresergebnis 2023 in Höhe von EUR 12,6 Mio. (entspricht 7,4 % der Betriebsleistung) hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 8,0 Mio.) um EUR 4,6 Mio. erhöht. Die Finanzierung erfolgte im Geschäftsjahr maßgeblich durch überwiegende Thesaurierung des Konzernjahresergebnisses sowie einer Verminderung der Vorräte in Höhe von EUR 9,6 Mio. Durch ein angemessenes Finanzmanagement stellt die ept-Gruppe sicher, jederzeit über ausreichend liquide Mittel zur Erfüllung des operativen und strategischen Finanzbedarfs zu verfügen. Die Bilanzsumme verminderte sich im Berichtsjahr um EUR 6,1 Mio. (-3,6%) auf EUR 162,9 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt (unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) 77,5 % (VJ 67,8 %). Prognose-, Chancen- und Risikobericht Entwicklung der Branche 2024 In den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres 2024 verzeichnete die Steckverbinderbranche einen Anstieg des weltweiten Auftragseingangs um 4,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres 5. Mit dem Wert 50,8 6 lag der sogenannte World Connector Confidence Index (WCCI) im ersten Quartal 2024 zum ersten Mal seit über 15 Monaten wieder über dem Schwellenwert 50. Der WCCI bildet die Konjunkturerwartungen von Experten der Steckverbinderbranche dar. Ist der Wert kleiner als 50, dann bedeutet dies die Einschätzung einer eher rückläufigen Konjunktur. Liegt der Wert über 50, wird mit Marktwachstum gerechnet. Auftragseingangsentwicklung und das leichte Ansteigen des WCCI lassen darauf hoffen, dass der Branchenumsatz nicht wie im Vorjahr noch weiter absinkt. Für die Jahresprognose stützt sich ept, unter anderem, auf die Marktanalyse des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Bishop & Associates, Inc. vom Januar 2024, in welcher ein Anstieg des weltweiten Branchenjahresumsatzes mit Steckverbindern in der Größenordnung von +4,2 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert wird 7. Regional rechnet Bishop & Associates, Inc. mit folgenden Entwicklungen: Nordamerika +5,1%, Europa +3,3%, Japan +3,6%, China +4,4%, asiatisch-pazifischer Raum +4,7%, Restliche Welt 2,8% 8. In Bezug auf die Teilmärkte des Steckverbindermarktes rechnet Bishop für das laufende Jahr 2024 mit folgenden Veränderungen des Umsatzes der Steckverbinderbranche gegenüber dem Vorjahr 9 : Steckverbinder für Anwendungen in Automobilelektronik: +4,6% Steckverbinder für Anwendungen in der Industriellen Automatisierungstechnik: +3,9% Steckverbinder für Anwendungen in Telekommunikation/Datacom-Anlagen und -Geräte: +5,4% Der Angriffskrieg gegen die Ukraine, die großen Spannungen in Nahost, sowie die weiter zunehmenden globalen Spannungen zwischen dem Westen und China stellen erhebliche Risiken für eine positive Konjunkturentwicklung dar. Daher bleibt der Ausblick mit großen Unsicherheiten behaftet.
5 Quelle: The Bishop Report Performance &
Forecast of the World Connector Industry, a copyright
publication of Bishop & Associates. Inc., 1209 Fox
Glenn Drive t. Charles, IL 60174, U.S.A., Issue 377, March
2024, Tabelle auf Seite 2, oben.
Prognose über die Geschäftsentwicklung, Chancen und Risiken Die im Januar 2024 verabschiedete Geschäftsplanung der ept-Gruppe sieht für das Jahr 2024 ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von rund +6 % bei den Erlösen und +8 % bei der Betriebsleistung vor. Es sei darauf hingewiesen, dass die Geschäftsplanung auf einer Umsatzplanung beruht, die von einem moderaten Mengenwachstum im Bereich Automotive getrieben ist. Im Bereich I&C sehen wir derzeit noch durch restriktives Bestandsmanagement bei Kunden eine leicht rückläufige Mengenentwicklung, welche jedoch im Jahresverlauf wieder etwas ansteigen sollte. In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 wurden die zeitanteiligen Planwerte beim Umsatz erreicht und bei der Betriebsleistung knapp unterschritten. Abrufe und Auftragseingang liegen derzeit auf Planniveau. Der weitere Ausblick für 2024 ist für den Bereich Automotive verhalten positiv, der für den Bereich I&C eher zurückhaltend. Insgesamt sind die Prognosen auch weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet. Wir rechnen somit weiterhin mit einer hohen Volatilität in der Kundennachfrage, bei jedoch tendenziell leicht steigenden Absatzmengen. Den aktuellen Risiken begegnen wir weiter mit engen Abstimmungen auf Kunden- und Lieferantenseite sowie der optimierten Ausnutzung der Flexibilitätspotenziale in Produktion und Logistik. Das wirtschaftliche Umfeld betrachten wir weiter skeptisch. Hintergrund sind die in den letzten Monaten stark gestiegenen Rohstoffpreise sowie die weiterhin hohen Inflationsraten. Aufgrund dieser Unsicherheiten lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt für ept keine exakte Prognose betreffend das Erreichen der Geschäftsplanung bei Umsatz, Betriebsleistung und Ergebnis abgeben. Dennoch wird derzeit für 2024 in vielen Bereichen der Beschaffung mit einer insgesamt weitestgehend stabilisierten Versorgungslage gerechnet. Das Risiko von Engpässen bei der Versorgung mit externer Galvanikkapazität der vergangenen Jahre sehen wir nicht mehr im Maße des Vorjahres gegeben, ebenso zeigt sich die Versorgung mit Rohmaterialien als robust (gewalzte Kupferlegierungsbänder, Kunststoffgranulate). Die Neuprojekt-Akquise Quote (Ist / Soll) stellt einen wichtigen Indikator für eine mögliche Umsatzentwicklung im Automotive-Projektgeschäft der ept-Gruppe in den kommenden Jahren dar. Die Nachfrage nach Lösungen in der ept-Kernkompetenz "Einpresstechnik" hält weiter an, aber auch andere Verbindungstechnologien werden angefragt. Seit Beginn des Jahres stellen wir eine eher zurückhaltende Anfragetätigkeit unserer Kunden, gemessen in der Anzahl von Anfragen je Zeiteinheit, fest. Trotzdem konnte ept während der ersten vier Monate des Jahres 2024 bereits Neuprojektaufträge im Umfang von über 50 % des Jahreszielwertes verzeichnen. Wir rechnen mit dem Erreichen des für 2024 gesteckten Ziele bei der Neuakquise im Projektgeschäft. Im Bereich der Standardprodukte tätigt ept weitere hohe Investitionen in die Produktfamilien "Zero8" und "One27". Es besteht weiter sehr hohes Kundeninteresse an diesen Produktfamilien, die wir sowohl im Umfang des Produktportfolios, als auch im Hinblick auf die Produktionskapazität weiter ausbauen. Darüber hinaus werden neue Standardprodukte entwickelt. ept rechnet im Budget für 2024 mit nur leicht steigenden Rohstoffpreisen. Die für uns bedeutendsten Börsenpreise, zum Beispiel für Kupfer und Zinn, sind in den letzten Monaten jedoch stark angestiegen und haben sich aktuell auf hohem Niveau stabilisiert. Das hohe Preisniveau bei Rohstoffen und Zulieferungen belastet somit das Ergebnis aber weiterhin erheblich. Währungstermingeschäfte dienen der Reduktion von Wechselkursrisiken. Bei Löhnen und Gehältern werden wir uns, wie in vielen früheren Jahren auch, in etwa an der Entwicklung des Elektro- und Metall-Tarifvertrages orientieren, d.h. Löhne und Gehälter wachsen in der Größenordnung von 3,3% an. Im Januar 2024 wurde eine Inflationsprämie in Höhe von 1.500 EUR je Person an die Beschäftigten ausbezahlt. Gut ausgebildete Fachkräfte bilden das Rückgrat des Unternehmens. Dem Fachkräftemangel begegnet ept mit der eigenen Fachausbildung in verschiedenen Berufsbildern an den Standorten in Peiting und Buching (beide Deutschland). Zum Stichtag 31.12.2023 befanden sich dort 121 Personen in der ept-Ausbildung. Die Quote der Auszubildenden im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigtenzahl in den deutschen Standorten (ohne Auszubildende) liegt damit bei weit überdurchschnittlichen 17 %. Darüber hinaus befanden sich an den Standorten in Habartov und Svatava (beide CZ) sowie in South Chesterfield (VA, USA) weitere 28 Personen in der Ausbildung, was zur Gesamtanzahl von 149 Auszubildenden und Dualen Studierenden in der ept-Gruppe führt. ept erwartet, dass sich die Betriebskosten im Jahr 2024 in etwa wie folgt entwickeln:
Für 2024 rechnen wir mit einem deutlich positiven Ergebnis. Fremdfinanzierung: Die Fremdfinanzierung des Geschäftsbetriebes der ept-Gruppe erfolgt, neben den Gesellschafterdarlehen, in erheblichem Umfang aus einem im April 2019 abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrag. Risikobericht, besondere Risiken: Es bestehen folgende Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind gegenwärtig nicht zu erwarten, jedoch sei an dieser Stelle nochmals auf die oben genannten Risiken hingewiesen.
Peiting, den 24. Juni 2024 Die Geschäftsführung der ept Beteiligungs-GmbH: gez. Thomas Guglhör Billigung: Der ungekürzte Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17.09.2024 gebilligt und genehmigt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ept Beteiligungs-GmbH, Peiting Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ept Beteiligungs-GmbH, Peiting, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ept Beteiligungs- GmbH, Peiting, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 24. Juni 2024 HLB
Augsburg Schwaben GmbH & Co. KG
Jahn, Wirtschaftsprüfer Bunjaku, Wirtschaftsprüfer |
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