Rudolph CrossDock GmbH
Selbe AdresseVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Dr. Rudolph seit 16.12.2025 | Geschäftsführer |
Robert Just seit 16.12.2025 | Prokura |
Stefan Wiebke seit 16.3.2023 | Prokura |
Norbert Slink seit 16.3.2023 | Prokura |
Edzard Oltmanns seit 18.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rudolph Finance SE & Co. KG (vormals: Rudolph Finance GmbH & Co. KG)GudensbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Rudolph Logistik Gruppe ist ein international aufgestellter Logistikdienstleister. Zu der Gruppe gehören neben der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) als Mutterunternehmen 20 Tochtergesellschaften in Deutschland sowie elf ausländische Tochtergesellschaften. Die Konzernunternehmen beschäftigten 2021 ca. 4.500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an 42 Standorten in Europa, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hauptsitz der Unternehmensgruppe ist Gudensberg bei Kassel in der Mitte Deutschlands. Das Unternehmen ist inhabergeführt. Der Konzern entwickelt und realisiert kundenindividuelle Logistiklösungen für verschiedene Branchen und konzentriert sich dabei auf die Geschäftsfelder Automotive, Systemverkehre, Industrie- und Handelslogistik. Der Schwerpunkt des Leistungsspektrums liegt auf der Kontraktlogistik. Die Rudolph Logistik Gruppe leistet sowohl komplexe logistische und logistiknahe Aufgaben als auch logistikuntypische Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette. Rudolph Logistik ist damit das Bindeglied zwischen allen Beteiligten der Supply Chain. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Konzerngesellschaften sind im Bereich Dienstleistungen tätig und üben keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf eigene Produkte aus. 1.3. Steuerungssystem und Leistungsindikatoren Die Rudolph Logistik Gruppe verfolgt die permanente Überprüfung und Entwicklung ihres Managementsystems sowie die kontinuierliche Verbesserung der Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse durch konsequente Identifikation und Eliminierung von Schwachstellen und nicht wertschöpfender Tätigkeiten. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse und der Deckungsbeitrag 2. Der Deckungsbeitrag 2 ist dabei definiert als der Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, bereinigt um Aufwendungen aus Ertragssteuern. Das integrierte Managementsystem, bestehend aus Qualität, Umwelt und Energie, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Lieferkettensicherheit und Lean Management, leistet seinen Beitrag zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Rudolph Logistik Gruppe sowie zum Aufbau einer langfristigen Beziehung zum anspruchsvollen Kunden und zufriedenen Mitarbeiter. Darüber hinaus wurde das Thema Nachhaltigkeit in der Rudolph Logistik Gruppe weiter vorangetrieben. Die Übernahme ökologischer Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften durch kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung (Bau von Logistikhallen nach neuesten Stand der Technik, Umrüstung auf LED-Beleuchtung und intelligente Beleuchtungssysteme, Verringerung des Papierverbrauchs und konsequente Abfallvermeidung und Abfalltrennung, etc.), Reduzierung der Emissionen durch Einsatz modernster Flurfördertechnik und Beschaffung von LKW und PKW nach neuesten Euro-Normen, aber auch die Verbesserung im Bereich Arbeitssicherheit zur vorbeugenden Bewahrung der Gesundheit und Vermeidung von Unfällen sind Teil des Nachhaltigkeitskonzepts der Rudolph Logistik Gruppe. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht Nach dem massiven Einbruch im Jahr 2020 konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz der weiterhin existierenden Pandemiesituation und den zunehmenden Liefer- und Materialengpässen erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %. Allerdings ist damit das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht worden. Insgesamt stand die konjunkturelle Entwicklung auch im Jahr 2021 stark im Schatten des Corona-Infektionsgeschehens und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Die teilweise massiven coronabedingten Produktionseinschränkungen, die das Jahr 2020 geprägt haben, blieben 2021 aus, so dass sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht hat. Merkliche Zuwächse konnten im verarbeitenden Gewerbe und auch den meisten Dienstleistungsbereichen erzielt werden. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen etwas verhaltener aus. Europa Nach dem erheblichen Einbruch 2020 (-6,4 % bzw. -5,9 %) schloss das BIP im Jahr 2021 sowohl im Euroraum als auch in der EU mit einem Plus von 5,3 %. Die positive Entwicklung spiegelt sich in der Zahl nach der Erwerbstätigen, die im Euroraum um 1,1 % und in der EU um 1,2 % anstieg. Welt Die Weltwirtschaft zeigt sich 2021 mit einem Zuwachs von 5,9 % nach teilweise zweistelligen Einbußen 2020 auf dem Erholungspfad. Allerdings bleiben mit dem Auftreten neuer Corona-Virus-Varianten und den damit einhergehenden Auswirkungen auf globale Material- und Lieferketten die Herausforderungen der Vorjahre bestehen. 2.2. Entwicklung der Branche Nach der Automobilwirtschaft und dem Handel ist die Logistik in Deutschland weiterhin der größte Wirtschaftsbereich und liegt damit noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau. Dessen Beschäftigungszahl übertrifft sie mit mehr als 3 Millionen um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse, aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Dabei besteht nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, aus der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind. Rund 293 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2021 branchenübergreifend erwirtschaftet (Hochrechnung Januar 2022). Das entspricht einem Zuwachs von 5 % gegenüber 2020 (279 Mrd. Euro). Der Logistik-Indikator, erhoben von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und dem ifo-Institut, zeigte sich im ersten Quartal 2021 relativ unbeeindruckt von der anhaltenden Corona-Krise und das, obwohl sich die Wirtschaft zum Jahresanfang auf stetig wechselnde Lockdown-Szenarien einstellen musste. Die Seitwärtsbewegung änderte sich im zweiten Quartal hin zu einem dynamischen Aufwärtstrend im Geschäftsklima. Jedoch führten veränderte Bedarfe aus den Monaten im Ausnahmezustand zu neuen Herausforderungen für die Industrie: knappe Verfügbarkeit von Halbleitern, Kunststoffgranulaten, Spezialstählen oder Holz. Hinzu kamen der Preisschub bei Öl und Gas und steigende Endverbraucherpreise. Im dritten Quartal verschlechterten sich die Lageeinschätzung und vor allem die Erwartungen in Industrie, Handel und bei den Logistikdienstleistern deutlich. Der Mangel an elektronischen Bauteilen führte zeitweise zu Produktionsstopps, während immer weitere Industrien von Knappheit und Preissteigerungen betroffen waren. Eine Situation, die sich im letzten Quartal des Jahres fortgesetzt und eher noch verschlimmert hat. Die Verwerfungen der Krise prägten damit auch das Jahr 2021. 2.3. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Zur Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage bedient sich die Rudolph Logistik Gruppe diverser finanzmathematischer Kennzahlen - ein Ausschnitt hiervon ist in den folgenden Gliederungspunkten dargestellt und kurz erläutert. a) Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind auf Konzernebene von im Vorjahr EUR 334,2 Mio. auf nun EUR 355,1 Mio. gestiegen, was einem Umsatzanstieg von ca. 6,3 % entspricht. Der Deckungsbeitrag 2 reduzierte sich von im Vorjahr EUR 2,4 Mio. auf EUR 0,7 Mio. Für das Jahr 2021 wurde unberücksichtigt der Auswirkungen der Corona-Krise mit steigenden Umsatzerlösen geplant und für den Deckungsbeitrag 2 ein höherer Wert prognostiziert als die erreichten EUR 0,7 Mio. Die Planabweichungen liegen insbesondere in den coronabedingten teilweisen Werksschließungen wichtiger Kunden, insbesondere im Automobilsektor, begründet. Die Halbleiterkrise hat diesen Effekt noch verstärkt. Die Umsatzerlöse teilten sich dabei wie folgt auf die einzelnen Geschäftsfelder auf:
Die folgenden Ausführungen schildern die Geschäftsentwicklung und die Ertragslage in den einzelnen Geschäftsfeldern. Automotive Logistik Der Markt der automobilen Kontraktlogistik ist geprägt durch eine verschärfte Wettbewerbslage. Die Zahl der Ausschreibungen ist dabei in diesem Bereich unverändert hoch. Im Gesamtumfeld der Corona Herausforderungen und der Halbleiterkrise konnte das Geschäftsfeld sich sehr gut behaupten. Kurzarbeit wurde auf einem geringeren Niveau als 2020 eingesetzt. Insbesondere die Auslandsstandorte haben unsere Erwartungen übertroffen. Systemverkehre Der Prozess der Weiterentwicklung des gesamten Geschäftsfelds dauert an und wird auch 2022 fortgesetzt. Die Märkte und das steigende Anforderungsniveau seitens der Kunden machen dies erforderlich. Das Ziel ist es, die Geschwindigkeit unternehmerischen Handelns signifikant zu steigern. Im Gesamtumfeld der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie und der Halbleiterkrise konnte das Geschäftsfeld die kleinteiligere Auftragsstruktur nicht immer kompensieren. Der Mix aus Komplettladungen/Teilladungen war sehr herausfordernd. Konsequenterweise haben wir einen Auslandsstandort geschlossen und wir trennten uns von einigen, nicht mehr lukrativen Kontrakten. Handelslogistik Der Umzug unseres Hauptkunden, der mit diversen Umlagerungen in andere Logistikflächen und einer IT-seitigen Systemumstellung verbunden war, wird 2022 fortgesetzt und abgeschlossen. Damit war auch eine langfristige Vertragsverlängerung verbunden. Hier sind entsprechende Projektkosten angefallen. Für das Geschäftsfeld steht nunmehr eine eigene Tendermanagement - Struktur zur Verfügung. Somit sind die Voraussetzungen geschaffen für eine weitere Expansion, auch im Ausland Industrielogistik Das Geschäftsfeld war erfolgreich in den Bestandsgeschäften aktiv. Wir sind mit der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden Auch für dieses Geschäftsfeld steht nunmehr eine eigene Tendermanagement - Struktur zur Verfügung. Somit sind die Voraussetzungen geschaffen für eine weitere Expansion, auch im Ausland. b) Finanzlage
c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,2 Mio. auf nunmehr EUR 84,3 Mio. Die Erhöhung der Bilanzsumme zeigt sich auf der Aktivseite insbesondere im Anstieg des Anlagevermögens. Darüber hinaus erhöhten sich stichtagsbedingt die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich, was sich ebenfalls in den reduzierten Bankguthaben widerspiegelt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das allgemeine Ausfallrisiko in Form von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Daneben werden -soweit erforderlich- angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Auf der Passivseite erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt. Dieser Anstieg überkompensierte einen Rückgang bei den Bankverbindlichkeiten und den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote errechnet sich unter Berücksichtigung nur des bilanziellen Eigenkapitals wie folgt:
Unter Berücksichtigung einer langfristig gewährten stillen Einlagen (EUR 0,5 Mio.) errechnet sich das wirtschaftliche Eigenkapital wie folgt:
Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Herausforderungen durch die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen, die in 2021 weiterhin durch das Pandemiegeschehen und weltweite Lieferkettenprobleme sowie durch gestiegene Energiepreise negativ beeinflusst waren, beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und Lage des Konzerns durchaus noch positiv. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Ausblick auf 2022 2021 ist die Zahl der Mitarbeitenden bei der Rudolph Logistik Gruppe mit durchschnittlich 4.480, davon 3.050 in Deutschland, nahezu konstant geblieben. 2022 wird es durch ein Neugeschäft zum 1. Januar im Rahmen eines Betriebsübergangs zu einem Anstieg bei den deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von nahezu 25 % kommen. Damit einher geht der Anstieg der bewirtschafteten Logistikfläche auf rund 1,85 Mio. Quadratmetern. 2021 lag die Fläche bei rd. 1,7 Mio. Quadratmetern. Interne Reorganisations- und Optimierungsprojekte werden auch 2022 im Fokus der Zentralbereiche stehen. Hervorzuheben ist die sukzessive Ablösung aller im Personalbereich eingesetzten Software-Lösungen durch eine konsolidierte neue Software mit einem deutlich erweiterten Funktionsumfang, beginnend 2022 und einem Abschluss 2024. Das 2021 neu aufgesetzte Personalentwicklungsprogramm für die operativen Führungskräfte soll gefestigt und auf weitere Mitarbeiterkreise ausgebaut werden. Entwicklungen der Geschäftsfelder Über alle Geschäftsfelder hinweg schaffen die 2021 akquirierten Neugeschäfte eine positive Ausgangslage für 2022. Bei laufenden Ausschreibungen sieht sich das Unternehmen gut positioniert. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie verbunden mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie einer globalen Halbleiterunterversorgung führen in der automobilen Kontraktlogistik zu andauernden Unsicherheiten. Die Veränderungsprozesse in der Automobilindustrie werden intensiv beobachtet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Geschäftsmodell im Geschäftsfeld Automotive analysiert. Die Zahl der Ausschreibungen ist unverändert hoch. Für die Wettbewerbslage ist im kommenden Jahr mit keiner Entspannung zu rechnen. Die derzeitige Entwicklung wird durch die Ukraine-Krise negativ beeinflusst. Da aber insgesamt eine sehr gute Auftragslage bei unserer Kundschaft vorherrscht, rechnen wir im 2.Halbjahr mit nennenswerten Aufholeffekten Der Diversifikationsprozess im Geschäftsfeld Systemverkehre auf weitere Branchen neben der Automobilwirtschaft geht kontinuierlich weiter. Die angestoßene positive Entwicklung mit der Fokusbranche Konsumgüter soll intensiviert werden. Unterstützt werden die operativen Prozesse durch das Implementieren einer neuen Speditionssoftware, die auf Effizienzsteigerungen und Digitalisierung bzw. Automatisierung hinwirken wird. Die aktuellen Entwicklungen im Energieumfeld/Ukraine-Krise haben einen deutlichen Einfluss auf die Kostenstruktur. Derzeit verhandeln wir entsprechende Kompensationen mit unseren Kunden. Darüber hinaus reagieren wir in der Gestaltung der Transportketten mit Milk-Run Konzepten. Aufgrund der sehr guten Auftragslage bei unserer Kundschaft rechnen wir im 2.Halbjahr mit nennenswerten Aufholeffekten Für die beiden Geschäftsfelder Industrie- und Handelslogistik sieht das Unternehmen keinen Änderungsbedarf für die aufgesetzten Strategien. Neugeschäfte und die Ausweitung bestehender Kundenkontrakte zeigen, dass das Unternehmen Projekte mit hoher Komplexität und Wertschöpfungstiefe erfolgreich umsetzen kann. Wir erwarten erste positive Effekte durch die Einrichtung einer eigenen Tendermanagementstruktur. Die aktuellen Entwicklungen im Energieumfeld/Ukraine-Krise haben auch diesen Geschäftsfeldern einen deutlichen Einfluss auf die Kostenstruktur. Hier werden die Kunden im Rahmen ihrer Flächennutzung beteiligt. Wachstumsprognose Durch die weiterhin vorherrschende Unsicherheit aufgrund der nicht absehbaren weiteren Auswirkungen der Coronakrise auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ist die Prognosefähigkeit weiterhin wesentlich beeinträchtigt. Für das Jahr 2022 wurde - unberücksichtigt der Auswirkungen des Ukrainekonfliktes, der sich mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine erheblich zugespitzt hat - schon bedingt durch das Neugeschäft mit gegenüber der Berichtsperiode stark steigenden Umsatzerlösen gerechnet. In den Geschäften, wo die Umsätze noch nicht auf dem Niveau von vor Corona sind, wurde dies berücksichtigt. Für den Deckungsbeitrag 2 wurde bei Aufholeffekten im 2.Halbjahr mit einem gegenüber 2021 spürbar steigenden Deckungsbeitrag 2 gerechnet. Seit Ende Februar 2022 befindet sich Russland im Krieg mit der Ukraine. Der weitere Verlauf des Konfliktes und dessen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit und die Teuerungsrate von Rohstoffen und energieintensiven Produkten lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich absehen. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und damit auch Abweichungen von den oben dargestellten Prognosen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. 3.2 Chancen- und Risikobericht Chancenbericht Im Fokus der Marktchancen der Rudolph Logistik Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften stehen die Erschließung von neuen Absatzpotentialen durch Neukundengewinnung und der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Geschäftsleitung national wie international, vor allem in den USA, Möglichkeiten des Wachstums. Weiterhin werden im Sinne eines Lean Management zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedenen Branchen ausgelagert (Outsourcing). Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik Service, den die Rudolph Logistik Gruppe und ihre Tochtergesellschaften durch ihre Geschäftsfelder Automotive, Systemverkehre, Industrie- und Handelslogistik anbieten. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen auf die Risiken für die Rudolph Logistik Gruppe. Ein starkes unerwartetes Wirtschaftswachstum mit einem einhergehenden deutlichen Nachfrageschub nach Logistikdienstleistungen und Transportkapazitäten kann zu einer Verknappung auf der Beschaffungsseite führen. Anderseits könnte eine Konjunktureintrübung die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich Transport- und Logistikdienstleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Rudolph Logistik Gruppe. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen an Flächen, Personal und Equipment vorgenommen werden. Die Rudolph Logistik Gruppe schätzt die gesamtwirtschaftlichen Risiken und die Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage in 2022 vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in Bezug auf die weiteren Auswirkungen der Coronakrise und auch der Ukrainekrise hohe Risiken ein. Branchenrisiken Die Logistikbranche ist mittelbar abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen bedeuten daher in der Regel eine Reduzierung der Nachfrage nach kontraktlogistischen Dienstleistungen. Die hohe Unsicherheit über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung vor dem Hintergrund der Coronakrise wirkt unmittelbar auf die Logistikbranche aus. Unabhängig davon machen die weiter schwelende Krise der Abgasproblematik und die schwierige politische Weltlage Prognosen weiterhin hinreichend schwierig. Für einen großen Teil der Transportdienstleistungen setzen die Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt zum Teil in Rahmenkontrakten und zum Teil durch Tagespreise auf dem Spotmarkt. Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen und der Bewirtschaftung von Logistikimmobilien besteht das Risiko steigender Rohölpreise, die die Treibstoff- und Heizölpreise unmittelbar beeinflussen. Ein steigender Dieselpreis kann zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen, wobei das Risiko besteht, dass die Verteuerung nicht in vollem Umfang und zeitgerecht an die Kunden weitergegeben werden kann. Dieses Risiko wurde mittlerweile in sehr vielen Kundenkontrakten durch die Abbildung einer Dieselmatrix und damit einer automatisierten Umsatzentwicklung berücksichtigt. Die Rudolph Logistik Gruppe bewertet Branchenrisiken durch die hohe Abhängigkeit von der coronabedingt unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in 2022 als hohe Risiken. Personalrisiken Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Rudolph Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in der Unternehmensgruppe nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.? Auf Grund der demographischen Entwicklung wird das Erwerbspersonenpotential sinken und damit auch das Angebot an qualifizierten Fachkräften. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch gesehen immer älter, zudem gehen die Geburtenraten in erheblichem Umfang zurück - schwindende Schülerzahlen und damit weniger potentielle Nachwuchsführungskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen und Hochschulveranstaltungen sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an den Standorten der RLG stellen den notwendigen Nachwuchs für die Belegschaften sicher. Der wirtschaftliche Erfolg der Rudolph Logistik Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht. Personalentwicklung bedeutet für die Rudolph Logistik Gruppe mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, da die Möglichkeit besteht, dass Mitarbeiter bei unzureichender persönlichen Entwicklung, in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlichen Qualifizierung. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich Führungskräfte und Potentialträger stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen. Zusätzlich ist in 2017 als weitere Personalentwicklungsmaßnahme die Lean- und Lernwerkstatt in Betrieb gegangen. Besondere Herausforderungen sehen wir in dem zunehmenden Engagement der IG Metall. Risiken aus Lohnstrukturveränderungen in laufenden Projekten können nicht ausgeschlossen werden. Die Rudolph Logistik Gruppe schätzt die Personalrisiken 2022 daher als hohe Risiken ein. IT - Risiken Die Vernetzung aller unterschiedlichen Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Rudolph Logistik Gruppe erfordert funktions- und anpassungsfähige IT Systeme. Die Unternehmensgruppe schützt diese IT Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzt die Rudolph Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallkonzepte ein, um mögliche Schäden zu mindern. Im Bereich IT wurden umfangreiche Sicherheitsrichtlinien eingeführt und Sicherheitskonzepte erstellt. Hier wurde nunmehr eine Zertifizierung nach Tisax erlangt. Die Rudolph Logistik Gruppe bewertet die IT Risiken 2022 vor dem Hintergrund der getroffenen Maßnahmen als geringe Risiken. Gesamtrisikosituation Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlicher Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation ist 2022 aufgrund der nicht verlässlich abschätzbaren Auswirkungen der Corona-Krise sowie der Ukraine-Krise auf die gesamtwirtschaftliche Lage als bedeutend höher einzustufen als im Vorjahr. Zu den Risiken der Rudolph Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren, wie die allg. Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Rudolph Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden. Zu den proaktiven Maßnahmen bezüglich aktivem Risikomanagement gehören zum Beispiel folgende Einzelmaßnahmen: In Bestandgeschäften plant die Rudolph Logistik Gruppe mit einer regelmäßigen Leiharbeiterquote von ca. 15-20%. Mit dieser Personalstärke ist die Rudolph Logistik Gruppe regelmäßig in der Lage, auf entsprechende Auftragsreduzierungen unserer Kunden aufgrund gesamtwirtschaftlicher oder einzelwirtschaftlicher Probleme zu reagieren. Zusätzlich steht im Mitarbeiterportfolio ein üblicher Anteil zeitlich befristeter Arbeitsverträge zur Personalanpassung zur Verfügung. Sollten große Sachinvestitionen im Zusammenhang mit einem Neukontrakt stehen, sind diese Investitionen entweder über die erste Kontraktlaufzeit zu amortisieren oder mit dem Kunden vertragsseitig eine Restwertübernahme zu vereinbaren. Die Struktur des eingesetzten Fahrzeug-Equipments besteht zu lediglich 20 % aus eigenen Fahrzeugeinheiten. Aufgrund des hohen Subunternehmeranteils ist eine Anpassung auf negative Auftragsschwankungen leicht möglich. Bei plötzlicher Zunahme der geschuldeten Aufträge bedingt dies allerdings eine Verfügbarkeit von zusätzlichen Subunternehmereinheiten (siehe auch "Branchenrisiken"). Wenn in Kundenkontrakten Neuimmobilien benötigt werden, ist die Mietvertragslaufzeit in einem separaten Mietvertrag mit dem Kunden analog der Mietvertragslaufzeit mit dem Investor der Rudolph Logistik Gruppe gleichlautend zu vereinbaren. Bei Bestandsimmobilien sind die Mietlaufzeiten back-to-back mit den Kontraktlaufzeiten zu harmonisieren. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind darüber hinaus keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage führen können. Organisatorisch hat die Rudolph Logistik Gruppe alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können.
Gudensberg, den 30. September 2022 Die Geschäftsleitung der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) gez. Dr. Torsten Rudolph BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) hat ihren Sitz in Gudensberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fritzlar unter HRA 16076 eingetragen. Die Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) hat als Muttergesellschaft einen Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ferner basiert der Abschluss auf den nach § 342 HGB anzuerkennenden Regelungen des Deutsches Rechnungslegungs Standards Commitee e.V. (DRSC), Berlin, die in den geltenden Deutschen Rechnungslegungs-Standards normiert sind und die zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung der Konzernrechnungslegung zählen. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) als Mutterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung folgende Gesellschaften einbezogen: Beteiligung der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG):
Die Rudolph Finance SE & Co. KG als Mutterunternehmen und die Rudolph Logistik Gruppe SE & Co. KG machen von der Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB Gebrauch. Beteiligungen der Rudolph Logistik Gruppe SE & Co. KG
* Ergebnisabführungsvertrag Beteiligungen der Rudolph Holding GmbH
** beherrschender Einfluss durch die Rudolph Logistik Gruppe SE & Co. KG gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB Die Gesellschaften, mit denen ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, machen von der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Die Rudolph Logistik Gruppe Verwaltungs SE, die Rudolph Immobilien GmbH, die RLG Polska Sp. Z. o. o. und die Rudolph Middle East Logistics L.L.C. wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Hieraus ergaben sich keine wesentliche Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit zum Konzernabschluss des Vorjahres. Die 100 %-Beteiligung Rudolph Immobilien Verwaltungs GmbH wurde gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss aufgenommen, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses 2021 von untergeordneter Bedeutung sind. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Stichtag des Konzernabschlusses und Abschlussstichtag der einbezogenen Konzernunternehmen ist der 31. Dezember 2021. Die Erstkonsolidierung wurde auf den Stichtag 1. Januar 2009 vorgenommen. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde bis zum 31. Dezember 2009 die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) angewandt (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis). Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Die Buchwertmethode wurde in diesen Fällen in Analogie zu Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHBG beibehalten. Die Kapitalkonsolidierung in Fällen, in denen der Erstkonsolidierungszeitpunkt nach dem Erstanwendungszeitpunkt des BilMoG 1. Januar 2010 liegt erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB. Schuldverhältnisse sowie Aufwendungen und Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden aufgerechnet (§§ 303 Abs. 1 HGB, 305 Abs. 1 HGB). IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen bewertet. Die Aktivierung der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abnutzbare bewegliche und selbständig nutzbare geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung vollständig abgeschrieben. Bis zum 31. Dezember 2019 wurde für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 und bis EUR 1.000,00 betrugen ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet, soweit dies die inländischen Gesellschaften betrifft. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Anlagegut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. Die Flüssigen Mittel wurden zu Nennwerten bewertet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steueransätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenen Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Der Ansatz aktiver latenter Steuern erfolgt nur, wenn eine Realisierung dieser hinreichend wahrscheinlich ist. Währungsumrechnung Im vorliegenden Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzwerte zu Stichtagskursen, da es sich (im Wesentlichen) um selbstständig operierende Unternehmen handelt. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in EURO umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Aufwendungen und Erträge in fremder Währung wurden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften wurde in die Konzernbilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. V. Angaben zur Konzernbilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist im Folgenden dargestellt: In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit in Höhe von TEUR 43,4 (im Vorjahr: TEUR 45,2) enthalten. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde konzerneinheitlich die PUC-Methode (Methode der laufenden Einmalprämien) angewendet. Die Bewertung erfolgt aufgrund versicherungsmathematischen Berechnungen unter Berücksichtigung eines Rechnungszinssatzes von 1,9 % sowie unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck). Fluktuation und der Einfluss von Lohn- und Gehaltstrends werden nicht berücksichtigt, da sich der Barwert aufgrund der Beitragsorientierung der Versorgungszusage nicht durch Ereignisse der Zukunft ändert. Für die Abzinsung wird gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angewandt, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 728,5 (Unterschiedsbetrag). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Zum 31. Dezember 2021 bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene Pensionsverpflichtungen aus der im Jahr 2010 erfolgten Umstellung auf das BilMoG in Höhe von TEUR 36,1. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB soll der ursprüngliche Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt werden. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte entsprechender Vorgehensweise der Vorjahre eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 12,0. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Aus der Verrechnung resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 120,9. Bei wenigen Konzerngesellschaften resultierte aus der Verrechnung ein passivischer Überhang, der in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen ist. Auf die Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen im Zusammenhang mit den Altersversorgungsverpflichtungen und verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurde aus Wesentlichkeitsaspekten verzichtet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Überstunden, Berufsgenossenschaftsbeiträge und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten (Vorjahreswerte in Klammern):
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 5.614 (im Vorjahr TEUR 7.346) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von TEUR 1.192 (im Vorjahr TEUR 832) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte, Sicherungsübereignungen, Forderungsabtretungen oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 26.337. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. Kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Bei einer detaillierten Jahresabschlussdurchsicht ausländischer Konzernunternehmen wurde festgestellt, dass bei zwei ausländischen Konzerngesellschaften bestimmte dem Posten sonstige Vermögensgegenstände zugeordneten Vermögensgegenstände eigentlich latente Steueransprüche darstellen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge umgegliedert, so dass sich der Posten sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 90 vermindert und der Posten aktive latente Steuern um TEUR 90 erhöht hat. Angaben und Erläuterungen zu latenten Steuern Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die aktiven latenten Steuern resultieren zum einen aus steuerlichen Verlustvorträgen eines US-amerikanischen Tochterunternehmens und sind mit einem Steuersatz von 21 % (Bundessteuer) bzw. 5 % (Steuer des Bundesstaates South Carolina) bewertet. Zum anderen resultieren die aktiven latenten Steuern aus Unterschiedsbeträgen zwischen handels- und steuerrechtlicher Bewertung von Pensionsverpflichtungen im Organkreis. Diese sind zum Steuersatz von 13 % bewertet. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse des Konzerns in Höhe von TEUR 355.279 (im Vorjahr TEUR 334.246) gliedern sich auf die einzelnen Geschäftsbereiche wie folgt:
Aufgeteilt nach geografischen Märkten entfallen 2,9 % der Konzernumsätze auf den arabischen Bereich und 0,6 % auf Amerika, der Rest der Umsätze wurde in Europa erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 778 Erträge aus einem Corona-Hilfsprogramm der Regierung Großbritanniens zum Ausgleich von Lohn- und Gehaltszahlungen an coronabedingt beurlaubte Mitarbeiter. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind darüber hinaus periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 821 insbesondere aus Nebenkostenabrechnungen, Versicherungsentschädigungen sowie Gutschriften ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 324, insbesondere aus Nebenkostenabrechnungen und Lagerbruchschäden ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 526 (im Vorjahr TEUR 670) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 390 (im Vorjahr TEUR 559). In den Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 138 (im Vorjahr TEUR 120) enthalten: Im Vorjahr wurden bei einer ausländischen Konzerngesellschaft bestimmte Posten unter den sonstige betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, die dem Charakter nach und konzerneinheitlich eher Aufwand bezogene Leistungen (Materialaufwand) darstellen und der Ausweis im Berichtsjahr entsprechend angepasst. Dies betrifft Kosten für Leiharbeiter im Logistikbereich. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge umgegliedert, so dass sich der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber dem Vorjahresabschluss um TEUR 6.581 vermindert und der Posten bezogene Leistungen (Materialaufwand) um TEUR 6.581 erhöht hat. VII. Sonstige Angaben Derivate Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variablen Finanzierungskosten (Referenzzinssatz Euribor) im Rahmen einer ABCP-Transaktion verwendet. Dem abgeschlossenen Zinsswap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Micro-Hedge) zugrunde. Aufgrund des Vorliegens der Voraussetzungen für eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB wurde auf die Passivierung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften verzichtet. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2021 sichern die Zinsswaps ein Finanzierungsvolumen in Höhe von TEUR 10.000 und TUSD 412 ab und weisen Marktwerte in Höhe von TEUR 33 und TEUR - 4 auf. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, resultieren aus Mietverträgen im Zusammenhang mit angemieteten Immobilien sowie sonstigen Miet- und Leasingverhältnissen beweglicher Gegenstände. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen im Zusammenhang mit angemieteten Immobilien beträgt jährlich EUR 41,8 Mio. bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Mietverträge von ca. 6 Jahren. Ein wesentlicher Teil dieser Verpflichtungen korrespondiert mit vertraglich zugesicherten Einnahmen aus der Weitervermietung an Kunden im Logistikbereich. Aus sonstigen Miet- und Leasingverhältnissen beweglicher Gegenstände resultieren jährliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 22,3 Mio., wobei die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Verträge bei ca. 2 Jahren liegt. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Beirats Mit Vereinbarung vom 24. März 2021 ist die Rudolph Finance Verwaltungs SE mit Wirkung zum 24. März 2021 als geschäftsführende und persönliche haftende Gesellschafterin (Komplementärin) in die Gesellschaft eingetreten. Mit gleicher Vereinbarung ist die Rudolph Management GmbH u mit Wirkung zum 25. März 2021 als bisherige geschäftsführende und persönliche haftende Gesellschafterinnen (Komplementärinnen) ausgetreten. Geschäftsführer der Rudolph Management GmbH waren und sind: Herr Jürgen Rudolph, Geschäftsführer Herr Dr. Torsten Rudolph, Geschäftsführer Geschäftsführender Direktor der Rudolph Finance Verwaltungs SE ist: Herr Dr. Torsten Rudolph, Geschäftsführer Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anzahl Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Mitarbeiter betrug während des Geschäftsjahres 4.480, hiervon waren 1.013 kaufmännische Angestellte und 3.467 gewerbliche Arbeitnehmer. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 125,6 und beinhaltet Abschlussprüferleistungen in Höhe von TEUR 92,0, andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 4,5 sowie sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 29,1. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wird gemäß den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages direkt auf die entsprechenden Kapitalkonten der Gesellschafter verteilt. Einer Beschlussfassung hierüber bedarf es nicht.
Gudensberg, den 30. September 2022 Die Geschäftsleitung der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) gez. Dr. Torsten Rudolph AnlagenspiegelHINWEIS: Der Anlagenspiegel enthält fehlerhafte Werte! Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG), Gudensberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG), Gudensberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rudolph Finance SE & Co. KG (ehemals Rudolph Finance GmbH & Co. KG) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 30. September 2022 sb+p
Strecker • Berger + Partner mbB
Andreas Fehr, Wirtschaftsprüfer i. V. Jens Volk, Wirtschaftsprüfer Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Eigenkapitalspiegel für das Jahr 2021
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