Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 16530
Eingetragen
21.9.1998
Branche
Herstellung von Karosserien, Aufbauten und AnhängernHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Wohnwagen, Caravans, Wohnmobilen, Mobilheimen und ähnlichen Produkten, insbesondere unter der Marke oder des Markenbestandteils "Fendt".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Werner Gumpp
seit 18.12.2019
Prokura
Hans Frindte
seit 5.1.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Harald Ing. Striewski
seit 22.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Familienstiftung Harald Striewski
84.90%
Harald Striewski Stiftung
15.10%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hobby-Wohnwagenwerk Ing. Harald Striewski GmbH
Germany
20.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fendt-Caravan GmbH

Mertingen

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Seit dem 01. Januar 1998 ist die Fendt-Caravan GmbH ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Hobby Wohnwagenwerk Ing. Harald Striewski GmbH, Fockbek (nachfolgend "Hobby GmbH" genannt).

Die Geschäftstätigkeit der Fendt-Caravan GmbH umfasst die Produktion und den Vertrieb von Wohnwagen. Die gesamte Fendt-Caravan-Produktion wird in Mertingen gefertigt. Hauptabsatzmarkt ist die europäische Union.

Die Fendt-Caravan GmbH ist mit einem Festkapital von € 10,2 Mio. (DM 20,0 Mio.) ausgestattet.

Es besteht kein Ergebnisabführungsvertrag.

Für die Gesellschaft zeichnen allein zeichnungsberechtigt Herr Ing. Harald Striewski und jeweils gemeinsam die Geschäftsführer Hans Frindte und Andreas Dirr sowie der Prokurist Werner Gumpp.

1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 um 2,0 % höher als im Jahr 2021. Während im vorangegangenen Jahr 2021, in dem die Produktion im Zuge der Nachwirkungen der Corona-Pandemie teilweise immer noch massiv eingeschränkt war, wurde die Wirtschaft in 2022 gleichzeitig von zwei Arten von Schocks getroffen, wodurch sich die Inflationsaussichten schlagartig änderten. Zum einen kam es im Euroraum zu einer beispiellosen Reihe negativer Angebotsschocks. Diese waren auf immer noch den Nachwirkungen pandemiebedingter Lieferkettenstörungen, der Invasion Russlands in der Ukraine sowie der daraus resultierenden Energiekrise zurückzuführen und trieben die Vorleistungskosten in sämtlichen Wirtschaftssektoren stark in die Höhe. Zum anderen kam es durch das Wiederhochfahren der Wirtschaft nach der Pandemie zu einem positiven Nachfrageschock. Dadurch haben Unternehmen ihre steigenden Kosten viel schneller und in größerem Maße als zuvor über die Preise weitergereicht, was zu teils extremen Preiserhöhungen in fast allen Wirtschaftsbereichen führte. (Quelle: EZB Jahresbericht 2022 www.ecb.europa.eu)

Die Wirtschaftsleistung hat sich im Jahr 2022 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in vielen Wirtschaftsbereichen erhöht. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftssektoren sehr unterschiedlich. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (plus 6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (plus 4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war.

Im Baugewerbe, welches vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (minus 2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (plus 0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt in 2022 weiterhin, wie schon im Jahr 2021, unter teilweise immer noch gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen stützten das Wachstum. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu - Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten aber gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020/23 www.destatis.de)

Im Vorjahresvergleich machten sich die nach wie vor hohen Preise weiterhin bemerkbar. Im privaten Konsum wirkte sich dies besonders bei den niedrigeren Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen aus. Positive Signale kamen hingegen vom Bereich Verkehr, unter anderem aufgrund gestiegener Pkw-Käufe. Insgesamt waren die preisbereinigten privaten Konsumausgaben im 2. Quartal 2023 um 1,2 % niedriger als im Vorjahresquartal. Die staatlichen Konsumausgaben gingen noch stärker zurück, und zwar um 3,1 %. Bei den Investitionen war die Entwicklung heterogen: In Ausrüstungen wurde preisbereinigt deutlich mehr investiert als ein Jahr zuvor (plus 4,4 %), was insbesondere auf die hohe Zahl an gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen war. Bei den Bauinvestitionen führten dagegen die weiterhin hohen Preise sowie die hohen Bauzinsen zu einem Rückgang um 0,7 % im Vergleich zum 2. Quartal 2022. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 336/23 www.destatis.de)

Für die 19 Länder der Eurozone ermittelte das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) einen positiven BIP von 3,4 %. Im Vorjahresvergleich liegen die BIP-Wachstumsraten in allen anderen EU-Mitgliedstaaten damit deutlich höher als in Deutschland. (Quelle: Eurostat Statistics www.ec.europa.eu/eurostat)

Wie in Deutschland stagnierte im Frühjahr 2023 die wirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union (EU) insgesamt. In den anderen großen EU-Mitgliedstaaten zeigte sich allerdings ein differenziertes Bild: In Frankreich (plus 0,5 %) und Spanien (plus 0,4 %) stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im 2. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal im europäischen Vergleich mit am deutlichsten. Dagegen nahm die Wirtschaftsleistung in Italien um 0,3 % ab. In den Vereinigten Staaten (USA) war die wirtschaftliche Entwicklung mit plus 0,6 % zum Vorquartal etwas besser als in den meisten europäischen Staaten. Im Vorjahresvergleich lag Deutschland mit minus 0,1 % deutlich unterhalb der Entwicklung der EU mit plus 0,5 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 336/23 www.destatis.de)

1.2. Branchensituation

Der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge konnte in 2022 das Rekordniveau aus dem Vorjahr nicht halten, es wurde trotz deutlicher Rückgänge jedoch immer noch das drittbeste Zulassungsergebnis bei Neuzulassungen erreicht. In Europa wurden insgesamt 218.390 Reisemobile und Caravans (2021: 260.043) neu zugelassen - das entspricht einem Minus von 16,1 % des Gesamtmarkts.

Diese Entwicklung zeigt trotz allem eine weiterhin solide Grundstimmung in der Freizeitfahrzeugbranche, wenn man auch den drastischen Mangel an Fahrzeug-Chassis im Reisemobilsektor in die Betrachtung mit einbezieht. Die großen europäischen Freizeitfahrzeugmärkte vermelden zwar Rückgänge bei den Zulassungszahlen, jedoch ist die Grundstimmung in den Märkten und im Handel nach wie vor positiv. 2022 war seit vielen Jahren der permanenten Steigung und Rekordergebnisse zum ersten Mal ein Jahr mit negativen Zulassungszahlen im Vergleich zu den Vorjahren. Mit 90.985 (Vorjahr 106.138) Einheiten wurden in Deutschland damit 14,3 % weniger Zulassungen verzeichnet als im Vorjahr. Polen (minus 10,2 %), Belgien (minus 11,5 %), Schweiz (minus 12,2 %) und die Niederlande mit 10.206 Einheiten und einem Minus von 13,0 % verzeichneten einen geringeren Rückgang wie die deutschen Zulassungszahlen. Alle anderen führenden Caravaning-Länder mussten teilweise deutlichere Defizite hinnehmen. In Spanien wurden 14,8 % weniger Fahrzeuge zugelassen und so auch in Italien (minus 15,5 %), in Frankreich (minus 16,5 %) und in UK, (minus 18,9 %), hier liegen die Werte nur wenig über dem deutschen Wert. Vor allem die skandinavischen Märkte zeigten eine deutliche Schwäche, so wurden in Dänemark 23,3 % weniger Freizeitfahrzeuge zugelassen und in Schweden (minus 25,4 %), sowie in Norwegen (minus 26,6 %) vielen die Rückgänge nochmals deutlich höher aus.

Der Caravan-Markt in Europa musste mit 70.892 Einheiten gegenüber dem Vorjahr, ein Minus von 10,1 % hinnehmen. Dass dieses Minus eher moderat ausgefallen ist, ist hauptsächlich auf das stabile Niveau des größten Marktes in Europa, Deutschland mit nur minus 1,0 % zurückzuführen.

Im gleichen Zeitraum wurden europaweit nur noch 147.498 Reisemobile zugelassen (minus 18,7 %). Dieses Ergebnis markiert den ersten Rückgang seit über 10 Jahren. Die Rekordrallye der letzten Jahre wurde unter anderem durch den deutlichen Mangel an Fahrzeugchassis und Währungsschwankungen sowie neuen gesetzlichen Bestimmungen in Skandinavien zusätzlich verstärkt.

Die Produktion der deutschen Caravan-Hersteller hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021 deutlich positiv entwickelt. Insgesamt wurden in Deutschland 54.325 (plus 12,5 %) Wohnwagen produziert, wovon 29.580 (plus 11,1 %) Caravans die Produktion Richtung Ausland verließen.

Die Produktion der deutschen Reisemobil-Hersteller war im Jahr 2022 mit einem Minus von 9,0 % gegenüber den Zahlen des Vorjahrs rückläufig. Es wurden gesamt 74.963 Fahrzeuge produziert, wovon 36.167 (minus 9,1 %) Fahrzeuge sind, die in die Exportmärkte geflossen sind. (Quelle: CIVD Annual Report 2022/2023, ECF-Statistik)

Die gegenläufigen Produktionszahlen sind die natürliche Reaktion auf die mangelnde Verfügbarkeit von Reisemobil-Chassis, in dem sich Hersteller die beide Produktgruppen bedienen vermehrt der Caravan Produktion zugewandt haben. Die in vielen Teilen Europas ist immer noch eine stabile Nachfrage nach dieser attraktiven Urlaubsform zu verzeichnen. Coronabedingte Ausfälle in den Produktionen spielten gegenüber den Vorjahren kaum noch eine Rolle, jedoch hatten viele Hersteller mit dem Wegfall der Maskenpflicht am Arbeitsplatz mit einem hohen Krankenstand, aufgrund von Infektionskrankheiten zu kämpfen. Die Lieferketten konnten im Caravan-Bereich zwar größtenteils eingehalten werden, jedoch gab es im weiteren Verlauf der Saison immer wieder diverse Lieferausfälle, die zu Produktionseinschränkungen geführt haben. Die durch den in den letzten Jahren einhergegangenen Produktionsausfälle bei den Herstellern und Lieferanten konnten bis heute immer noch nicht vollständig kompensiert werden

Die gestiegenen Produktionszahlen im Caravan-Sektor ermöglichten es sowohl der weiterhin stabilen Inlandsmarktnachfrage als auch der guten Exportnachfrage gerecht zu werden. Eine gute Grundstimmung wird durch ein weiterhin expandierendes Vermiet- und Gebrauchtwagengeschäft (vorrangig im Privatbereich) hochgehalten.

1.3. Geschäftsentwicklung

Die Fendt-Caravan GmbH belieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr (01.08.2022 bis 31.07.2023) 64 inländische Vertragshändler (Vorjahr 63), sowie 136 ausländische Geschäftspartner (Vorjahr 135).

Im Berichtszeitraum wurde ein Absatz von 9.740 Caravans erreicht (Vorjahr 9.853 Caravans), dies entspricht einem Minus von rund 1,1 %. In Folge der vorgenommenen Preisanpassungen ist der Gesamtumsatz der Fendt-Caravan GmbH im Berichtszeitraum auf rund € 242 Mio. gestiegen und lag somit 9,8 % über dem Vorjahr (€ 220 Mio.).

In der Zulassungsstatistik nach Marken des KBA (Kraftfahrtbundesamt) konnte Fendt-Caravan im Berichtszeitraum den 2. Platz als Einzelmarke in Deutschland behaupten. Bei einer rückläufigen Marktentwicklung (minus 6,6 %) wurde ein Marktanteil von 15,9 % (Vorjahr 16,4 %) erzielt.

Europaweit (inklusive Deutschland) belegt Fendt-Caravan in 2022 mit 8.299 Einheiten (Vorjahr 8.723 Einheiten), einem Minus von 4,9 % und einem Marktanteil von 11,7 % ebenfalls den 2. Platz als Einzelmarke in der Zulassungsstatistik. Damit weist Fendt-Caravan europaweit eine deutlich bessere Zulassungsrate auf als der Gesamtmarkt, der um 10,1 % nachgegeben hat.

In der 1. Jahreshälfte 2023 wurden europaweit 4.328 Einheiten (Vorjahr 4.704) von Fendt-Caravan zugelassen, dies ergibt einen Marktanteil von 12,3 % (Vorjahr 11,2 %). Auf dem europäischen Caravan Gesamtmarkt wurden in diesem Zeitraum 35.328 (Vorjahr 41.598) Caravans zugelassen und somit um 15,1 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. (Quelle: CIVD-Auswertungen)

Bei der Belieferung unserer Handelspartner im Vereinigten Königreich haben sich die Abwicklungsprozesse eingespielt und eine verlässliche Struktur angenommen. Auf dem für uns wichtigen französischen Markt konnten wir in der abgelaufenen Saison die Marktführung mit 26,2 % Marktanteil weiter behaupten, obwohl sich die führende Absatzfinanzierungsbank komplett zurückgezogen hat und sich derzeit noch keine Alternativen ergeben haben. (Quelle: UNI VDL Auswertung)

Unsere Produktionsanlage ist technologisch auf die Bedürfnisse eines wirtschaftlichen Betriebsablaufes ausgelegt. Die maschinelle Ausstattung liegt auch dank fortlaufender Investitionen auf einem aktuellen Standard. Fertigungsstraßen und CNC-Maschinen (Möbelfertigung/Schreinerei) laufen punktuell im 2-3 Schichtbetrieb. Die Caravans werden auf drei Produktionsbändern gefertigt, dies gibt uns die Möglichkeit, unsere Fertigung flexibel und damit kundenbezogen zu gestalten.

Unsere Produkte orientieren sich an den Marktgegebenheiten und sind als Qualitätsprodukte in der gehobenen Kategorie sowohl bei unserer Kundschaft als auch beim Wettbewerb absolut anerkannt.

Die fortlaufenden Weiter- und Neuentwicklungen richten sich nach den vom Markt geforderten Gegebenheiten. Wichtige Indikatoren sind für uns die einzelnen europäischen Kundenmessen vorrangig und mit einer Leitfunktion versehen, der Caravan Salon in Düsseldorf als weltweit größte Freizeitfahrzeugmesse. Ein erstes Stimmungsbarometer erfahren wir auf unseren jährlich stattfindenden internationalen Händlertagungen in Deutschland und Frankreich. Sowohl die internationale Händlertagung für Deutschland und die Exportländer (außer Frankreich) als auch die Händlertagung Frankreich wurden in diesem Jahr wieder in Präsenz veranstaltet. Hiervon wurde erfreulicherweise sehr rege Gebrauch gemacht und beide Veranstaltungen fanden großen Anklang.

Mit 5 Baureihen, 33 Grundrissen sowie diversen Ausstattungslinien deckte Fendt-Caravan im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland die Preissegmente (Endverbraucherpreise) von € 27.380 bis € 32.990 (Apero), € 27.240 bis € 30.370 (Bianco Selection), € 24.400 bis € 46.340 (Bianco Activ), € 30.450 bis € 47.800 (Tendenza) und € 50.250 bis € 55.500 (Diamant) ab. Ergänzt werden die Baureihen durch länderspezifische Varianten für den französischen und englischen Markt.

Mit allen Produkten unseres Portfolios befinden wir uns, gemessen am Wettbewerb in der gehobenen Preiskategorie.

Mit den Modellen der neu eingeführten, modernen Baureihe Apero, der stimmigen, in unterschiedlichen Wohnwelten lieferbaren Baureihe Bianco Selection, der erfolgreichen Reise-Caravan-Linie Bianco Activ, der Oberklasse Baureihe Tendenza als Trendsetter in modernem Ambiente, sowie dem Diamant als der Inbegriff der edlen Oberklasse konnten alle Baureihen klar positioniert am Markt platziert werden. Dies spiegelt sich neben der entsprechenden Preisstellung auch in der differenzierten Serienausstattung sowie in den entsprechenden Einrichtungsstilen wieder.

Diese Modellpolitik trug wesentlich dazu bei, in einem für die Caravaning-Branche erfreulich günstigem Umfeld mit entsprechenden Zuwachsraten zu partizipieren. Die Reduktion der Modellpalette im vorletzten Jahr wurde beibehalten. Dies ermöglichte uns einen schneller wiederkehrenden Modelldurchlauf und damit eine bessere und effizientere Lieferfähigkeit für unsere Handelspartner und Endkunden. Die momentane Markt-Entwicklung zeigt weiterhin eine stabile Nachfrage nach sogenannten Einsteiger-Caravans, welche im unteren Preissegment angesiedelt sind und damit einen großen Anteil an den Zulassungszahlen einnehmen. Von dieser Entwicklung können wir zukünftig profitieren, wenn es um die Neuanschaffung eines Nachfolgemodells mit gehobener Ausstattung in besserer Qualität geht.

Einen Beleg für die solide Einschätzung der derzeitigen Modellstrategie sind die verliehenen Auszeichnungen. Die Fachzeitschrift "Caravaning" ist eine Institution und eine der wichtigsten und renommiertesten Fachzeitschriften der Branche. Sie verleiht im Rahmen einer jährlichen Online-Leserbefragungen eigene Auszeichnung. Die Befragung hat in der Kriterien-Auswahl dabei die meist fachliche Reflexion der Teilnehmer und die teils damit verbundene Leserzufriedenheit mit den Produkten als Bewertungsgrundlage. In der aktuellen Umfrage belegte Fendt-Caravan in der Gesamtwertung in diesem Jahr zum wiederholten Mal wieder die absoluten Spitzenplätze, so war bei der traditionellen Befragung der Zeitschrift "Caravaning" Fendt-Caravan mit seinen Produkten wieder der große Sieger in der Gunst der Teilnehmer. Bei dieser Leserwahl belegten alle drei zur Abstimmung nominierten Baureihen in Ihren jeweiligen Kategorien den 1.ten Platz. In der Kategorie "Mittelklasse" gewann die Baureihe Bianco Activ / Selection. In der Rubrik "Obere Mittelklasse" erklomm der Tendenza die Spitzenposition und in der "Ober- und Luxusklasse" wurde mit der Baureihe Diamant der Sieger ebenfalls von Fendt- Caravan gestellt.

2. Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Ertragslage der Fendt-Caravan GmbH stellt sich wie folgt dar:

2022/2023 Vorjahr Ergebnisveränderung *
T€ % T€ % T€ %
Betriebsleistung 243.984,9 100,0 219.885,5 100,0 24.099,4 11,0
Wirtschaftlicher Materialaufwand -152.644,2 -62,6 -138.376,6 -62,9 -14.267,6 10,3
Rohertrag 91.340,7 37,4 81.508,9 37,1 9.831,8 12,1
Wirtschaftlicher Personalaufwand -50.619,6 -20,7 -47.818,3 -21,7 -2.801,3 5,9
Übrige Betriebsaufwendungen -15.148,8 -6,2 -13.774,9 -6,3 -1.373,9 10
Betriebsergebnis 25.572,3 10,5 19.915,7 9,1 5.656,6 28,4
Finanzergebnis 365,1 44,2 320,9 ---
Geschäftsergebnis 25.937,4 19.959,9 5.977,5 29,9
Sondereinflüsse 1.671,1 10,9 1.660,2 ---
Ergebnisabhängige Steuern -7.278,5 -5.313,8 -1.964,6 37
Jahresüberschuss 20.330,0 14.657,0 5.673,0 38,7

Die Betriebsleistung umfasst die Umsatzerlöse inkl. Rabattgewährungen, abzgl. geleisteter Provisionen und Zinszuschüsse für Händlerfinanzierungen, zzgl. Bestandsveränderungen, aktivierter Eigenleistungen und den ordentlichen betrieblichen Erträgen (ohne Sondereinflüsse).

Im Berichtsjahr ist infolge der vorgenommenen Preisanpassungen die Betriebsleistung um T€ 24.099 auf T€ 245.985 (plus 11,0 %). gestiegen. Die Anzahl der an unsere Händler ausgelieferten Wohnwagen hat sich von 9.853 im Vorjahr auf 9.740 im Berichtsjahr verringert, dies entspricht einem Rückgang um 1,1%.

Bei einer produzierten Stückzahl von 9.881 Fahrzeugen (Vorjahr 10.038) hat sich der wirtschaftliche Materialaufwand (Wareneinsatz zzgl. Fremdleistungen ohne Aufwendungen für Leiharbeitnehmer) um 10,3 % von T€ 138.377 auf T€ 152.644 erhöht. Die Materialaufwandsquote liegt mit 62,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (62,9 %), da sich die Preissteigerungen im Bereich des Materialaufwands unterproportional zur Umsatzsteigerung entwickelt haben.

Der wirtschaftliche Personalaufwand (inkl. Leiharbeitnehmer) ist um 5,9% auf T€ 50.620 (Vorjahr T€ 47.818) gestiegen. Die monetäre Steigerung des Personalaufwands ist mit dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl sowie der Erhöhung der Tariftabellen und der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie begründet. Die Personalaufwandsquote hat sich im Zuge der gestiegenen Betriebsleistung von 21,7 % im Vorjahr auf 20,7% im Berichtsjahr vermindert.

Die übrigen Betriebsausgaben haben sich um T€ 1.374 erhöht und liegen mit T€ 15.149 über dem Vorjahresniveau (T€ 13.775). Dies ist im Wesentlichen im Anstieg der Messekosten begründet, da im vorigen Geschäftsjahr sowohl im Inland als auch im Ausland coronabedingt nicht alle Messen stattfinden konnten.

Das Betriebsergebnis als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator ist infolge der gestiegenen Betriebsleistung auf T€ 25.572 angewachsen und liegt deutlich über dem Vorjahresergebnis (T€ 19.916). Die Umsatzrendite beträgt 10,5 %. Die für das Geschäftsjahr 2022/2023 prognostizierten Umsätze, ein weiterer bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator, konnten trotz stellenweiser Lieferausfälle und Produktionseinschränkungen realisiert werden. Durch Kostenreduzierungen im Bereich der Energieversorgung (u.a. Wegfall der EEG-Umlage) und des prognostizierten sonstigen betrieblichen Aufwands (z. B. in den Bereichen Instandhaltung, Gewährleistung und Marketing) konnte auch das Ergebnis die Erwartungen mehr als erfüllen.

Die Sondereinflüsse beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen (T€ 1.507), aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 261), denen insbesondere Aufwendungen aus der Zuführung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (T€ 43) und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (T€ 38) gegenüberstehen.

Der Jahresüberschuss i.H.v. T€ 20.330 nach Steuern ist trotz stellenweiser Liefer- und Produktionsausfälle in diesem Jahr äußerst zufriedenstellend ausgefallen und liegt deutlich über dem Bilanzjahr 2021/2022 (T€ 14.657).

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Fendt-Caravan GmbH anhand der nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammen gefassten Bilanzzahlen stellt sich wie folgt dar:

Innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Teilbeträge der Forderungen und Verbindlichkeiten werden dabei als kurzfristig behandelt. Alle anderen - soweit nicht besonders vermerkt - als mittel- und langfristig.

31.07.2023 Vorjahr Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
VERMÖGEN
Anlagevermögen 25.132 19,8 23.890 22,3 1.242 5,2
Finanzanlagen 3.875 3,0 4.175 3,9 -300 -7,2
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 29.007 22,8 28.065 26,2 942 3,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 98.100 77,2 78.898 73,8 19.202 24,3
Vermögen insgesamt 127.107 100,0 106.963 100,0 20.144 18,8
KAPITAL
Eigenkapital 95.264 74,9 78.434 73,3 16.830 21,5
Lang- und mittelfristige Rückstellungen 4.643 3,7 4.817 4,5 -174 -3,6
Kurzfristiges Fremdkapital 27.200 21,4 23.712 22,2 3.488 14,7
Kapital insgesamt 127.107 100,0 106.963 100,0 20.144 18,8

Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 19,8 % an der Bilanzsumme (Vorjahr 22,3 %). Abschreibungen in Höhe von T€ 3.118 standen Investitionen von T€ 4.362 gegenüber. Der Großteil der Investitionen im Geschäftsjahr betraf Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung und die Erneuerung von technischen Anlagen und Maschinen. Die Finanzanlagen i.H.v. T€ 3.875 sind ein Darlehen an die Formlight GmbH.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um T€ 19.202 auf T€ 98.100 (plus 24,3 %) erhöht.

Im Wesentlichen resultiert der Anstieg aus der Erhöhung der flüssigen Mittel aus dem Mittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit sowie einer Bestandserhöhung an Vorräten die v.a. auf Logistikprobleme der Spediteure und gut gefüllte Lagerplätze auf Seiten der Händler zurückzuführen ist.

Somit hat sich die Bilanzsumme erhöht und das bilanzielle Gesamtvermögen beträgt jetzt T€ 127.107 - gegenüber dem Vorjahr sind das T€ 20.144 (plus 18,8 %) mehr. Dieses Plus ist im Wesentlichen durch Eigenmittel (Anstieg des Eigenkapitals um T€ 16.830) finanziert worden.

4. Finanzlage

Die Fendt-Caravan GmbH finanziert sich aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Geschäftsjahr und in den Vorjahren nicht.

Auch insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch die Geschäftsführung als zufriedenstellend bewertet.

5. Investitionen

Die Investitionssumme des laufenden Jahres beläuft sich auf rund T€ 4.362.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde im Wesentlichen in die Erneuerung der Produktionsanlagen und Maschinen investiert. Ein Teil des Investitionsvolumens entfällt im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie auf die Anschaffung einer Photovoltaikanlage, um ab 2024 einen hohen Anteil an selbst erzeugter Energie zu realisieren.

6. Beschaffung

Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ist weiterhin geprägt durch ein überwiegend gemeinsames Verständnis von Produkt- und Produktionsqualität, Versorgungssicherheit, wettbewerbsfähigen Preisen und Innovationskraft. Angesichts weltumspannender, komplexer Lieferketten und der Vielzahl an Lieferanten und Unterlieferanten ist dieser Anspruch eine enorme Herausforderung, aber auch eine große Chance.

Dabei gewährleistet eine langfristig angelegte und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Einkaufsstrategie kostenoptimale Einkaufskonditionen bei der Beschaffung. Dieser Ansatz wird verfolgt, indem frühzeitig in der Projektierungsphase neuer Produkte der Einkauf eng mit eingebunden wird. Hierdurch ist in einem frühen Stadium eine ganzheitliche Kostenbetrachtung möglich. Eine konsequente, funktionsübergreifende Zusammenarbeit bei allen Entwicklungs- und Beschaffungsprozessen sichert Einsparpotenziale über die gesamte Wertschöpfungskette.

Preisvereinbarungen erfolgen grundsätzlich, auch mit Lieferanten aus Nicht-EU-Staaten, in Euro. Aktuell setzen wir nicht auf eine längerfristige Absicherung der Rohstoffpreise über entsprechende Sicherungsgeschäfte, da aufgrund der sich derzeit immer noch rückläufig entwickelnden Rohstoffpreise für den Moment hier kein Handlungsbedarf besteht, jedoch beobachten wir die Marktentwicklungen weiterhin sehr genau, um bei gegenläufigen Strömungen zeitnah reagieren zu können.

Mit Partnern, die sowohl unsere Muttergesellschaft "Hobby" als auch uns mit identischen Teilen beliefern, werden die Verhandlungen über die Einkaufspreise überwiegend für den gesamten Bedarf der beiden Werke geführt. Die daraus resultierenden Synergien wirken sich auch für uns positiv aus.

Bei der Auswahl neuer Materialien und Festlegung der von uns vorgegebenen Qualitätsziele werden auch künftig Zug um Zug entsprechende Vereinbarungen mit unseren Lieferanten getroffen. Darin sind Kriterien wie Materialqualität, Maßhaltigkeit, Oberflächenbehandlung, Ausschussquoten, Toleranzen, vor allem aber Umweltgesichtspunkte (mögliche Gefahrenstoffe, Entsorgung, Wiederaufbereitung u. a.) und andere Nachhaltigkeitsthemen fixiert. Diese Vorgehensweise ist Bestandteil unseres QS- und Umwelt-Managementsystems.

Die Produktion und erfolgreiche Vermarktung von Qualitätserzeugnissen hat für uns nach wie vor den höchsten Stellenwert. Um dieses Ziel zu erreichen, sind mit sämtlichen A- und dem Großteil der B-Lieferanten entsprechende Beschaffungsrichtlinien vereinbart.

Als bestimmende Risikofaktoren für das Geschäftsjahr sieht das Unternehmen die aktuellen geopolitischen Spannungen sowie die erheblichen Unsicherheiten der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa mit allen daraus resultierenden negativen Folgeerscheinungen für Konsumentenentscheidungen.

Zu den potenziellen Risiken innerhalb des Beschaffungsprozesses zählen neben den Auswirkungen des Ukrainekrieges weiterhin eventuell in Betracht kommende Energieversorgungs- sowie Lieferengpässe, hier vor allem Terminverzögerungen, Qualitätsmängel sowie teils steigende Lieferantenpreise, die nicht immer vollständig oder nur mit deutlichem Zeitverzug an die Kunden weitergegeben werden können. Aktuell hervorzuheben ist der globale Marktpreisanstieg für Energie, Waren aus verarbeitendem Gewerbe sowie Lohnsteigerungen und die ab 01.12.2023 greifende Mauterhöhung für LKW in Deutschland.

Die Preisentwicklung vieler Rohstoffe wie Stahl, Kupfer und Aluminium gestaltet sich weiterhin sehr volatil, aber mit einer in den letzten Monaten teilweise erkennbaren Abwärtstendenz. In unserem Fokus stehen nach wie vor Kunststoffe, Aluminium, Holz und Elektrokomponenten wie Kabeln und Halbleiter. Aufgrund eines weiterhin zu beobachtenden rückläufigen Bedarfes der Automobilbranche, der sich im Abwärtstrend befindlichen Weltwirtschaft und konkret für unsere Branche - der Nichtverfügbarkeit von Chassis für Reisemobile verbessert sich hier in kleinem Rahmen und zumindest in Teilbereichen die Verfügbarkeit.

Darüber hinaus besteht das Risiko einer möglichen Insolvenz oder auch der Geschäftsaufgabe von Lieferanten. Dem begegnen wir bereits im Auswahlverfahren sowie im Rahmen eines ständigen Monitorings, um eine hohe Qualität unserer Zulieferer sicherzustellen. Daneben suchen wir für alle strategisch relevanten Produktkomponenten mehrere Lieferanten, um unsere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern so weit wie möglich zu reduzieren. Aufgrund der Marktkonzentrierung in bestimmten Zulieferbereichen gestaltet sich das als zunehmend schwierig.

Die Versorgungssicherheit hat für uns seit jeher oberste Priorität, dies wurde und wird u. a. durch langjährige Partnerschaften zu unseren Lieferanten gewährleistet. Wir stellen in zunehmendem Maße fest, dass die Kontinuität und Zuverlässigkeit von Fendt Caravan in punkto Forecast, Abnahmemengen und der Einhaltung von Vereinbarungen für viele Lieferanten nochmals deutlich an Wichtigkeit gewonnen hat.

Die Implementierung eines Lieferanten-Managements ist in Vorbereitung. Langfristiges Ziel ist dabei die kontinuierliche Steigerung der Lieferantenqualität.

7. Forschung und Entwicklung

Ein wesentliches Element der Strategie von Fendt-Caravan ist die ständige Neu- und Weiterentwicklung der Produkte des Unternehmens. Zielgerichtet auf den Kundennutzen arbeitet Fendt-Caravan deshalb ständig an nachhaltigen, fortschrittlichen und benutzerfreundlichen Lösungen. Einige Designelemente haben in der Branche herausragende Merkmale, so z. B. der Einsatz von LFI-Bauteilen in der Außengestaltung sowie der MFL-Leuchte mit 100% LED-Technologie, teilweise als Edge-Light.

Auch werden ständig neue Grundrissvarianten entwickelt. So wurde z.B. der gestiegenen Nachfrage nach Fahrzeugen mit Duscheinrichtung Rechnung getragen und weiter ausgebaut. Der Bianco 515 SGD Activ rundet jetzt das Produktportfolio mit getrennten Betten und großem Heckbad ab.

Im Berichtsjahr waren auf dem Entwicklungssektor durchschnittlich 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Aufgabengebieten Leitung Entwicklung, Entwicklung/Konstruktion, Normung/Technische Dokumentation sowie Versuch/Musterbau beschäftigt. Zudem wurden bei Bedarf auch externe Dienstleister herangezogen.

Die Aufgaben des Bereiches bestehen aus der Weiterentwicklung bestehender Produkte, der Erweiterung des Produktspektrums durch Neuentwicklungen und der Projektierung und Durchführung der dafür erforderlichen Testabläufe. Materialanalyse, neue Werkstoffe und Verarbeitungsanalysen nehmen hierbei verstärkt Raum ein.

Im abgelaufenen Jahr lag der Schwerpunkt auf der Modelpflege und der Detailentwicklung. Die marktspezifische Modelreihe Tiffany S. wurde im Interieur neugestaltet. Als Technologieträger in Punkto mobiles Arbeiten wurden Konzeptstudien realisiert.

Die Optimierung aller eingesetzten Materialien und Fertigungsabläufe ist ständige Aufgabenstellung der Entwicklungsarbeit. Eine konsequente Weiterentwicklung aller Modelle für einen funktionellen Mehrwert unserer Kunden bis ins Detail ist unsere permanente Entwicklungsaufgabe.

Der Entwicklungsaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf etwa 3,0 Millionen €.

8. Personal- und Sozialbereich

Wir sind Vollmitglied im Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e. V. (VBM), unsere Arbeitnehmer werden durch die Industriegewerkschaft Metall, Bezirk Bayern, Bezirksleitung München, vertreten.

Am 22. November 2022 schlossen die Tarifpartner eine neue Entgeltvereinbarung (gültig ab 01.10.2022), sowie einen neuen Tarifvertrag "Inflationsausgleichsprämie" und Änderungen im Tarifvertrag "Tarifliches Zusatzgeld" mit nachstehenden Auswirkungen ab:

- Die Tariftabellen erhöhen sich ab dem 01. Juni 2023 um 5,2%

- Der tarifliche Zusatzbetrag erhöht sich auf 18,5% des Grundentgeltes der EG 5A. Für die Jahre 2023 und 2024 wurde aber davon abweichend die Beträge in Höhe von 610 EUR (2023) bzw. 630 EUR (2024) beschlossen.

- Die Sonderzahlung "Transformationsgeld" im Tarifvertrag T-Zug beträgt nun 18,4% eines Monatsverdienstes. Die ursprüngliche Erhöhung auf 27,6% wurde gestrichen.

- Zur Abmilderung der gestiegenen Verbrauchspreise wurden im TV "Inflationsausgleichsprämie" zwei steuer- und sozialabgabenfreie Sonderzahlungen in Höhe von je EUR 1.500 EUR für Vollzeitarbeitnehmer festgelegt, die im Januar 2023 bzw. Januar 2024 zur Auszahlung kommen.

Mit unserem Betriebsrat einigten wir uns für den Zeitraum 01. August 2023 bis 31. Juli 2023, jeweils entsprechend der Auftrags- bzw. Bestandssituation in 5 Betriebsvereinbarungen über die Ausgestaltung der wöchentlichen Arbeitszeit:

Zeitraum Festgelegte Arbeitszeit
29.08.2022 bis 30.09.2022 38,0 Stunden
04.10.2022 bis 22.12.2022 40,0 Stunden
09.01.2023 bis 01.04.2023 38,0 Stunden
03.04.2023 bis 28.07.2023 36,0 Stunden

Die Mitarbeiter im Schichtbetrieb wurden in die vereinbarten Arbeitszeiten im Rahmen entsprechender Schichtmodelle eingebunden.

Die aufgelaufenen Mehrstunden wurden auf personenbezogenen Zeitkonten erfasst und können zu einem späteren Zeitpunkt als Freizeit abgerufen werden oder werden auf Antrag der Mitarbeiter entsprechend dem Tarifvertrag mit Zuschlag ausbezahlt.

Zusätzlich zur Betriebsruhe vom 01.08.2022 bis 26.08.2022 (19 Arbeitstage) und zum Weihnachtsurlaub vom 27.12.2022 bis 30.12.2022 (4 Arbeitstage) wurden 6 bezahlte freie Arbeitstage zum Abbau von Guthaben-Stunden angehängt bzw. eingeschoben.

Die Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:

2022/2023 2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer (ohne Heimarbeiter)
Vollzeitkräfte 585 556
Teilzeitkräfte inkl. Altersteilzeit 46 48
631 604
Leiharbeitnehmer 127 130
Angestellte
Vollzeitkräfte 78 75
Teilzeitkräfte inkl. Altersteilzeit 13 13
Auszubildende, Praktikanten 5 5
96 93
Gesamt inkl. Auszubildende und Leiharbeitnehmer 854 827
Davon befanden sich in Mutterschutz und Dauerkrankheit 33 36
Davon befristete Arbeitsverhältnisse 59 64

Altersstruktur und Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter stellen sich zum 31.07.2023 wie folgt dar:

Alter Anzahl MA %-Anteil
bis 20 Jahre 8 1,1
21 bis 30 Jahre 109 14,9
31 bis 40 Jahre 181 24,6
41 bis 50 Jahre 212 28,9
51 bis 60 Jahre 164 22,3
> 60 Jahre 60 8,2
Gesamt 734 100,0
Dienstjahre Anzahl MA %-Anteil
bis 5 259 35,3
6 bis 10 79 10,7
11 bis 15 102 13,9
16 bis 20 68 9,3
21 bis 25 136 18,5
26 bis 30 25 3,4
Mehr als 30 65 8,9
Gesamt 734 100,0

Die Anzahl der im Berichtszeitraum ausgetretenen Mitarbeiter (ohne Verrentungs- und Todesfälle) beträgt 16 Personen (Fluktuationsrate somit 2,2 %).

Wir entlohnen sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen / technischen Bereich grundsätzlich nach dem Tarifvertrag der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Darüber hinausgehende freiwillige Leistungen erfolgten durch Ausgabe eines Weihnachtsgeschenks.

Die Abrechnung erfolgt überwiegend im Akkord nach REFA, aber auch im Zeitlohn (gewerblich).

Aus- und Weiterbildung werden bei uns im Rahmen des Qualitätsmanagements geplant und geregelt. Sowohl innerbetriebliche als auch externe Schulungsmaßnahmen werden entsprechend des Handlungsbedarfs mit den Mitarbeitern und Fachvorgesetzten abgesprochen und durchgeführt. Wir sind daran interessiert, unsere Mitarbeiter bestmöglich, aber auch in einer wirtschaftlich vertretbaren Größenordnung zu schulen, denn nur so können wir unserem Anspruch als Qualitätshersteller gerecht werden.

Sonstige Informationen

Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in den beiden ersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung

Die Fendt-Caravan GmbH versteht die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, als einen wichtigen und wesentlichen Bestandteil ihrer Vielfalt und sieht dies als Chance zur Weiterentwicklung. Offene Stellen sollen jedoch auch weiterhin unabhängig von dem Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt werden. Weiterhin ist es im Unternehmensinteresse bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen. Wechsel in der Geschäftsleitung allein aufgrund des Geschlechts können daher nicht herbeigeführt werden.

Die Zielfestlegung für den Frauenanteil bis zum 31. Juli 2023 für die Geschäftsführung und für die 1. und 2. Führungsebene wurde wie folgt festgelegt:

Geschäftsführung 0%
1. Führungsebene 0%
2. Führungsebene 15%

Grund für die zurückhaltenden Zielsetzungen ist, dass die Geschäftsführung und die 1. Führungsebene nur wenige Personen umfassen und bei der nachgeordneten Führungsebene mittelfristig keine Fluktuation zu erwarten bzw. die Schaffung neuer Stellen nicht geplant ist.

9. Qualitäts-/Umweltschutzmanagementsystem

Das Managementsystem unseres Unternehmens ist am Standort Gewerbepark Ost 26, D-86690 Mertingen, nach ISO 9001:2015 / KBA und ISO 14001:2015 zertifiziert.

Zusätzlich dazu liegen die Typgenehmigungen des internationalen und deutschen Straßenverkehrsrechts bezüglich der Genehmigungsgruppe "H" (Wohnanhänger/Caravans) vor.

Durch regelmäßige Audits überwachen wir die Einhaltung und Wirksamkeit dieser international anerkannten Normen. Der aktuelle Nachweis wurde im Rahmen eines Überwachungsaudits gegenüber der

DEKRA-Certification GmbH, Handwerkstraße 15, 70565 Stuttgart

vom 21.11. - 25.11.2022 erbracht und im Auditbericht Nr. A22071270 dokumentiert.

Das eingerichtete Managementsystem hat die Geschäftsführung im lfd. Geschäftsjahr anhand aktueller Daten bewertet. Daraus ergab sich punktuell Handlungsbedarf. Die notwendigen Maßnahmen wurden mit den Betroffenen eingeleitet und Schwachstellen beseitigt.

Umweltrisiken können wir derzeit nicht erkennen.

10. Risikobericht

Die Fendt-Caravan GmbH agiert im Wesentlichen europaweit und ist deshalb im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags-und Finanzlage haben können.

Die Fendt-Caravan GmbH finanziert sich ausschließlich über Ihr Eigenkapital bzw. aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund des geringen externen Finanzierungsvolumens sind die Abhängigkeit von Zinsentwicklungen und damit das Zinsrisiko gering.

Währungsrisiken werden zwar durch die Preisvereinbarungen, welche ausschließlich in EURO erfolgen, ausgeschlossen, trotzdem kann die Entwicklung der Wechselkurse in den Nicht-Euroländern (z. B. Großbritannien, Türkei) einen Einfluss auf den Absatz in diesen Gebieten haben.

Veränderungen in der Gesellschafterstruktur des einen oder anderen Herstellers, der Neuausrichtung von Vertriebsstrukturen wie Werksniederlassungen und Einkaufsgemeinschaften (z.B. Intercaravaning) bedürfen weiterhin der genauen Beobachtung. Oftmals sind hier angewandte Vertriebsinstrumentarien erste Anzeichen bei einem sich weiter verschärfenden Wettbewerb zulasten der Hersteller- und Händlermargen zu erkennen.

Darüber hinaus stellt die teilweise immer noch geringe Eigenkapitalausstattung unserer Handelspartner auch in Zukunft ein Ausfallrisiko von Betrieben aus dem derzeitigen Händlernetz dar. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit Einkaufsfinanzierungsbanken, eine permanente Debitorenüberwachung, sowie das immerwährende Beachten von Frühindikatoren wie Bestandsentwicklung, Ausgabe der Zulassungsbescheinigungen und Einhaltung der Abholfristen haben daher höchste Priorität.

Dies gilt auch und vor allem für den französischen Markt, der aufgrund seiner für uns führenden Stellung besondere Aufmerksamkeit verdient. Hier ist besonders die im Moment problematische Endkundenfinanzierung, verursacht durch den Rückzug einer langjährig im Markt tätigen Finanzierungsbank, als erhöhtes Risiko für Teile der Handelsorganisation zu betrachten. Die sich daraus ergebenden Folgen könnten mittel- und langfristig eine noch nicht absehbare negative Entwicklung auf die Verkäufe, vor allem auch in der Zweitverwertung unserer Caravans haben. Es findet daherhier eine weiterhin intensive Debitorenüberwachung und permanente Überprüfung der Bestandsentwicklung bei den Handelsbetrieben statt. Durch die im Vorjahr begonnene Ausweitung der Händlerbesuche und diversen zusätzlichen Befragungen wird zudem die Nachhaltigkeit der uns vorliegenden Aufträge überprüft.

Die hohe Inflation hat für eine schwindende Kaufkraft bei den Endkunden gesorgt, zudem wirken höhere Zinsen bremsend auf die Konsumbereitschaft. Nach wie vor herrscht Unsicherheit sowohl auf geopolitischer als auch politischer Ebene, z.B. hinsichtlich der Entwicklungen bei den Strom- und Gaspreisen, was zu einer rückläufigen Endkundennachfrage führen könnte und in Folge die Wirtschaftsleistung weiter bremst.

Die durch Lieferengpässe erfolgten Produktionseinschränkungen führten zu der Notwendigkeit, vermehrt Personal für Nachrüstungen und Nacharbeiten bei Verfügbarkeit vorher fehlenden Materials bereitzustellen. Die Ausfälle konnten größtenteils durch die Einsatzbereitschaft der Belegschaft Überstunden zu leisten, kompensiert werden.

Die laufende Beobachtung und Bewertung der Geschäftstätigkeit sowie eine laufende Berichterstattung zum Geschäftsverlauf in Abgleich mit einer 12-Monatsplanung bilden die Basis des Managements der vorgenannten möglichen Risiken.

Mögliche weitere Risiken in den Bereichen Produktion und Lagerung werden im Wesentlichen durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Aufgrund des momentanen Bestands an liquiden Mitteln sind Liquiditätsrisiken für unser Haus derzeit nicht erkennbar.

Darüber hinaus gehende, den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

11. Bericht Entwicklung Chancen Risiken

Für die EU prognostiziert das ZEW für die Jahre 2023 und 2024 im Median ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,7% bzw. 1,3 %. Die Europäische Kommission teilt insoweit die Meinung des ZEW, dass die Wirtschaft im gesamten Euroraum nur mehr leicht wachsen wird. Die EC sieht für die EU in 2023 eine Steigerung des BIP um 0,8 % und für 2024 eine 1,4 %-ige Zunahme. Die ZEW erwartet für das Eurogebiet Inflationsraten von 5,5 % und 2,8 % für die Jahre 2023 und 2024, die EC sagt für diesen Zeitraum 6,5 % bzw. 3,2 % voraus. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt dabei ein erhebliches Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten.

Die Konjunkturprognosen führender Institute für die Jahre 2023 und 2024 sind in Ihrer Grundeinschätzung somit sehr ähnlich. Sowohl die ZEW, der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als auch die Europäische Kommission teilen die Meinung, dass die Wirtschaft im gesamten Euroraum leicht wachsen wird. Diese nicht überraschenden Entwicklungsprognosen werden auch durch diverse Investitionsprogramme der einzelnen Staaten nachhaltig gestützt. (Quelle: ZEW www.zew.de, Europäische Kommission Economic Forecast www.economy-finance.ec.europe.eu, Sachverständigenrat Konjunkturprognose www.sachverständigenrat-wirtschaft.de)

Russlands anhaltender Angriffskrieg gegen die Ukraine und die weiteren geopolitischen Spannungen stellen nach wie vor Risiken dar und sind nach wie vor eine Quelle der Unsicherheit. Darüber hinaus kann die geldpolitische Straffung die Wirtschaftstätigkeit stärker belasten als erwartet, könnte aber auch zu einem schnelleren Rückgang der Inflation führen, was die Wiederherstellung der Realeinkommen beschleunigen würde. Dagegen könnte der Preisdruck anhaltender werden, was zu einer stärkeren Reaktion der Geldpolitik führt. Steigende Klimarisiken belasten die weiteren Aussichten ebenfalls. Als positives Signal kann insbesondere die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik für das globale Wirtschaftswachstum und die Stabilisierung der Lieferketten gesehen werden.

Die Nachfrage nach Produkten der Freizeitfahrzeugindustrie aus Deutschland, Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien lassen auf eine, auch mittelfristig weiterhin solide wirtschaftliche Entwicklung für unseren Bereich schließen, denn diese Nachfrage kommt direkt vom Konsumenten vor Ort. Man sieht jedoch auch eine deutlich sinkende Nachfrage aus Nord- und Osteuropa, welche, wenn Sie sich nachhaltig gestaltet, langfristig negative Auswirkungen auf die Caravaning-Branche hätte.

Der Trend zum mobilen Reisen hat in den letzten Jahren, eine sehr positive Entwicklung genommen. Die Urlaubsform Caravaning bietet ein Höchstmaß an Freiheit, Unabhängigkeit, Privatsphäre und es lassen sich Abstände und Hygienemaßnahmen wie in kaum einer anderen Urlaubsform einfach umsetzen. Mit 254.000 (Vorjahr 235.000) registrierten Besuchern auf dem diesjährigen Caravan Salon 2023 in Düsseldorf, kann die weltgrößte Caravaning-Messe abermals als äußerst erfolgreich bezeichnet werden. Die von uns, wie auch in den letzten Jahren für unseren Messeauftritt beschlossenen Hygienekonzepte wurden auch in diesem Jahr angewandt. So war diese Messe abermals für die Messeleitung, für die teilnehmenden Aussteller und vor allem für die Besucher eine sehr erfolgreiche und informative Veranstaltung mit guten Verkaufserfolgen. (Quelle: Messe Düsseldorf www.caravansalon.de)

Die im Vorfeld gute Grundstimmung im gesamten Freizeitfahrzeug-Handel und eine zufriedenstellende Orderbereitschaft unserer eigenen Handelspartner bestätigen das Vertrauen in die Produkte von Fendt-Caravan. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund der vermehrt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen sich abschwächenden Umsatz im prozentual einstelligen Bereich. Das Betriebsergebnis wird sich nach dem unerwartet guten Ergebnis im Berichtsjahr aufgrund der bereits beschriebenen Problematiken in Verbindung mit einer anhaltenden Rezession und Inflationsszenarien mit weiterhin steigenden Rohstoffpreisen und Personalkosten deutlich unter dem Niveau des Berichtsjahres bewegen.

Gegenüber einer gedämpften Nachfrage sehen wir uns aufgrund des umfangreichen Produktportfolios, der gesunden Unternehmensstruktur mit einer sehr guten Eigenkapitalquote und der ziemlich stabilen Marktposition gut gerüstet.

Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

AKTIVA

(Anhang) 31.7.2023
Vorjahr
A. Anlagevermögen (1)(10)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Lizenzen 110.979,00 244.051,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.296.518,96 15.377.385,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.133.819,00 2.804.369,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.888.567,22 4.633.044,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.702.340,61 831.585,24
25.021.245,79 23.646.384,34
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.875.000,00 4.175.000,00
29.007.224,79 28.065.435,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (2) 8.829.866,04 10.202.708,21
2. Unfertige Erzeugnisse (3) 6.020.440,70 4.392.645,68
3. Fertige Erzeugnisse und Waren (3) 19.140.776,87 14.110.323,18
33.991.083,61 28.705.677,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.781.321,67 15.317.364,90
2. Sonstige Vermögensgegenstände 422.724,15 412.205,30
18.204.045,82 15.729.570,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (5) 44.063.417,11 32.876.431,12
96.258.546,54 77.311.678,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.841.532,14 1.586.166,64
127.107.303,47 106.963.280,37

PASSIVA

(Anhang) 31.7.2023
Vorjahr
A. Eigenkapital (11)
I. Gezeichnetes Kapital 10.225.837,62 10.225.837,62
II. Andere Gewinnrücklagen 3.730.718,70 66.468,70
III. Gewinnvortrag 60.977.443,68 53.484.693,68
IV. Jahresüberschuss 20.330.000,00 14.657.000,00
95.264.000,00 78.434.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (7) 1.827.299,00 1.811.604,00
2. Steuerrückstellungen (8) 5.372.322,00 2.438.114,00
3. Sonstige Rückstellungen (8)(12) 15.861.223,00 15.621.538,00
23.060.844,00 19.871.256,00
C. Verbindlichkeiten (9)(13)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.616.488,31 4.399.956,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 117.011,63 350.644,40
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.876.909,53 3.757.023,01
8.610.409,47 8.507.624,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 172.050,00 150.400,00
127.107.303,47 106.963.280,37

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

(Anhang) 2022/2023
1. Umsatzerlöse (14) 241.975.124,14
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (15) 6.658.248,71
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 168.645,12
4. Sonstige betriebliche Erträge (16) 2.571.588,70
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -151.247.257,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.067.744,58 -158.315.002,55
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -37.031.747,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.932.042,09 -44.963.789,38
- davon für Altersversorgung: € 130.378,70 (Vorjahr: € 285.235,58) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.117.740,98
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.717.540,85
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 128.042,69
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 259.209,59
- davon aus Abzinsung € 22.127,00 (Vorjahr: € 1.016) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38.295,00
- davon aus Aufzinsung € 38.295,00 (Vorjahr: € 39.296,00) -
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.278.490,19
13. Ergebnis nach Steuern 20.330.000,00
14. Jahresüberschuss 20.330.000,00
Vorjahr
1. Umsatzerlöse 220.434.907,21
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.209.885,46
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.153.375,89
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -137.303.513,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.449.584,22 -143.753.097,61
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -34.716.752,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.735.052,57 -42.451.805,14
- davon für Altersversorgung: € 130.378,70 (Vorjahr: € 285.235,58) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.335.819,29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.292.490,67
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 44.268,37
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.056,00
- davon aus Abzinsung € 22.127,00 (Vorjahr: € 1.016) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -39.433,00
- davon aus Aufzinsung € 38.295,00 (Vorjahr: € 39.296,00) -
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.313.847,22
13. Ergebnis nach Steuern 14.657.000,00
14. Jahresüberschuss 14.657.000,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Fendt-Caravan GmbH mit Sitz in Mertingen, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg unter der Nummer HRB 16530 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

(1) Innerhalb des Anlagevermögens werden die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden unterstellt:

Nutzungsdauer
Datenverarbeitungsprogramme 3 Jahre
Bauten 9 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 16 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,5 bis 15 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr sofort als Aufwand gebucht, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 250,00 bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

(2) Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet worden.

Es wird ein Reichweitenabschlag für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren vorgenommen.

(3) Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit erforderlich, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Abweichend zum Vorjahr werden erstmals nur noch auf Testfahrzeuge und deren Zubehörteile Abschläge wegen Wertminderungen vorgenommen. Die nach der bisherigen Methode vorzunehmenden Wertberichtigungen wären um T€ 2.389 höher ausgefallen.

(4) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt, soweit nicht erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen zu berücksichtigen sind. Nicht einzelwertberichtigte Forderungen werden zunächst einer sogenannten Globalwertberichtigung unterzogen. Hiermit werden u. a. die Kapitalbindung, die Inanspruchnahme von Skonti u. ä. berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei den nicht einzelwertberichtigten und um die globale Wertberichtigung gekürzten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Es gab zum Stichtag keine auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände.

(5) Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert bilanziert worden.

(6) Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf zeitlichen Unterschieden zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Der entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzte Überhang aktiver Latenzen in Höhe von T€ 288 ergibt sich im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen in der Handels- und Steuerbilanz. Es kam ein Steuersatz von 26,38 % (Vorjahr 26,37 %) zum Ansatz.

(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden zum Bilanzstichtag pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung erfolgte in Übereinstimmung mit Tz 61 von IDW RS HFA 30 nach dem ratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren i.S.v. IAS 19. Den Berechnungen lagen folgende Annahmen zugrunde:

- Rechnungszins von 1,81 % (Vorjahr1,78 %)
- Rententrend von 2,0 % p. a. (Vorjahr 2,0 %)
- Einkommenstrend von 3,0 % p. a. (Vorjahr 3,0 %)
- Fluktuationsquote von 3,0 % p. a. (Vorjahr 3,0 %)
- Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018G"

Durch die Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit dem Zins auf Basis des 10-Jahres-Durchschnitts (1,81 %; Vorjahr: 1,78 %) ergibt sich gegenüber der Bewertung mit dem Zins auf Basis des 7-Jahres-Durchschnitts (1,60 %; Vorjahr: 1,38 %) ein Unterschiedsbetrag von T€ 55 (Vorjahr: T€ 110). In Höhe des Unterschiedsbetrags besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

(8) Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen beinhalten sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Bemessung der Rückstellungen für Altersteilzeit und Garantieverpflichtungen wurden zudem ein Lohn- und Gehaltssteigerungstrend bzw. ein Preissteigerungstrend berücksichtigt.

Die Normalgarantierückstellung wurde auf der Basis der in der Vergangenheit angefallenen Garantieaufwendungen, die die Aufwendungen für die verbleibenden Garantiezeiträume prognostiziert, ermittelt.

Die Wertguthaben aus den Altersteilzeitverträgen wurden gemäß Treuhandvertrag vom 7. Oktober 2008 an die Mitarbeiter verpfändet. Zum 31. Juli 2023 betrugen die Wertguthaben gemäß Mitteilung des Treuhänders T€ 620. Dieser Betrag ist durch den Kontostand eines dafür eingerichteten Girokontos abgedeckt und wurde mit den Altersteilzeitrückstellungen (T€ 963 vor Saldierung) in der vorgenannten Höhe gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der Kontensaldo entspricht dem Zeitwert, der wiederum den Anschaffungskosten entspricht. Zinserträge wurden nicht erwirtschaftet.

(9) Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

a. Bilanz

(10) Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

(11) Das gezeichnete Kapital beträgt weiterhin € 10.225.837,62 (DM 20.000.000,00). Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von € 14.657.000,00 wurden € 3.664.250,00 in die Gewinnrücklage eingestellt und € 3.500.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. € 7.492.750,00 aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres wurden auf neue Rechnung vorgetragen.

(12) Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (T€ 3.966), Boni und ähnliche Verkaufsverpflichtungen (T€ 3.861) und Personalaufwendungen (T€ 6.503).

(13) Vermerke zu den Verbindlichkeiten

31.7.2023
Vorjahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.616.488,31 4.399.956,96
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: (4.616.488,31) (4.399.956,96)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 117.011,63 350.644,40
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: (117.011,63) (350.644,40)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.876.909,53 3.757.023,01
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: (3.876.909,53) (3.757.023,01)
- davon aus Steuern: (1.273.614,69 (1.145.779,91)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (1.200,92) (1.599,40)
8.610.409,47 8.507.624,37

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in branchenüblichem Umfang Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr gegenüber Gesellschaftern und betreffen sonstige Verbindlichkeiten.

b. Gewinn- und Verlustrechnung

(14) Umsatzerlöse

2022/2023
Vorjahr
Aufgliederung nach Regionen:
Inland 117.811.751,83 103.098.430,94
Ausland 124.163.372,31 117.336.476,27
241.975.124,14 220.434.907,21

(15) Die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthält Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf fertige Wohnwagen in Höhe von T€ 1.507, die in Vorjahren gebildet wurden.

(16) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 261 aus der Auflösung von Rückstellungen, T€ 4 aus der Auflösung von Wertberichtigungen und T€ 6 aus Anlagenverkäufen.

IV. SONSTIGE ANGABEN

a. Gesellschafterin

Die Anteile an unserer Gesellschaft hält zu 100 % die Hobby-Wohnwagenwerk Ing. Harald Striewski GmbH, Fockbek, in deren Konzernabschluss wir einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Hobby-Wohnwagenwerk Ing. Harald Striewski GmbH wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften im Unternehmensregisterr veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss stellt zugleich den kleinsten und zugleich den größten Konsolidierungskreis dar.

b. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer sind Herr Ing. Harald Striewski, Gesellschaftergeschäftsführer, Herr Andreas Alexander Dirr, Technischer Geschäftsführer, und Herr Hans Frindte, Kaufmännischer Geschäftsführer.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

c. Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 631 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 604) und 89 Angestellte (Vorjahr 86) (Angaben ohne Auszubildende, Geschäftsführer und Leiharbeitnehmer).

d. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Service-Verträgen von insgesamt T€ 1.843. Die meisten Verträge sind binnen Jahresfrist kündbar. Insgesamt T€ 631 entfallen nicht auf die kommenden 12 Monate nach dem Stichtag. Des Weiteren besteht ein Bestellobligo für Material für Investitionen von insgesamt T€ 1.241.

Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen bestehen als Obligo gegenüber bestimmten Kreditinstituten, die die Finanzierung der Wohnwagenhändler übernommen haben und für die die Gesellschaft gemäß den Rahmenvereinbarungen haftet. Das Obligo aus den Finanzierungssalden der Händler besteht gegenüber den Händlerfinanzierungsbanken. In Höhe des Obligos besteht seitens Fendt ein potenzielles Verwertungsrisiko für unter bestimmten Bedingungen von den Finanzierungspartnern an Fendt-Caravan rückübertragene Fahrzeuge. Die Zahl der Verwertungsfälle und die Höhe der in diesem Zusammenhang stehenden Aufwendungen in den zurückliegenden Jahren waren sehr gering und werden sich in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht wesentlich verändern.

Die Verpflichtungen belaufen sich im Berichtsjahr auf € 36.762.141,03 (Vorjahr: € 15.625.149,47).

e. Honorare der Abschlussprüfer

Die Gesellschaft macht von den Erleichterungsvorschriften des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch.

f. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

g. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die zukünftige Entwicklung oder für die Bilanzierung zum Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung sind.

 

Mertingen, 27. Oktober 2023

Ing. Harald Striewski, Geschäftsführer

Hans Frindte, Kaufm., Geschäftsführer

Andreas Alexander Dirr, Techn. Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.08.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.07.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.870.619,26 30.709,35 0,00 -32.379,00 1.868.949,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 37.447.429,48 9.600,15 0,00 0,00 37.457.029,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.447.996,40 65.391,95 13.793,60 635.323,00 10.134.917,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.282.585,50 664.853,81 407.103,41 117.905,80 18.658.241,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 831.585,24 3.591.605,17 0,00 -720.849,80 3.702.340,61
66.009.596,62 4.331.451,08 420.897,01 32.379,00 69.952.529,69
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 4.175.000,00 0,00 300.000,00 0,00 3.875.000,00
72.055.215,88 4.362.160,43 720.897,01 0,00 75.696.479,30
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte
Stand 01.08.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.07.2023
Stand 31.07.2023
Stand 31.07.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.626.568,26 131.402,35 0,00 1.757.970,61 110.979,00 244.051,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 22.070.043,52 1.090.467,15 0,00 23.160.510,67 14.296.518,96 15.377.385,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.643.627,40 371.264,95 13.793,60 7.001.098,75 3.133.819,00 2.804.369,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.649.541,36 1.524.606,53 404.473,41 14.769.674,48 3.888.567,22 4.633.044,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 3.702.340,61 831.585,24
42.363.212,28 2.986.338,63 418.267,01 44.931.283,90 25.021.245,79 23.646.384,34
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.875.000,00 4.175.000,00
43.989.780,54 3.117.740,98 418.267,01 46.689.254,51 29.007.224,79 28.065.435,34

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

An die Fendt-Caravan GmbH, Mertingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Fendt-Caravan GmbH, Mertingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fendt-Caravan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentlich falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 15. Dezember 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Golz, Wirtschaftsprüfer

Heesch, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

Der Jahresabschluss wurde am 6. März 2024 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von insgesamt € 20.330.000,00 einen Bertrag in Höhe von 25 % des Jahresüberschusses (€ 5.082.500,00) als Investitionsrücklage in die Gewinnrücklage einzustellen. Darüber hinaus wurde beschlossen, aus dem Gewinnvortrag einen Betrag in Höhe von € 7.500.000,00 an den Gesellschafter auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgt zum 8. Juli 2024. Der Restbetrag des Jahresüberschusses von € 15.247.500,00 und der verbleibende Gewinnvortrag von 53.477.443,68 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

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