Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 7553
Vorher
Prettl Appliance Systems Deutschland GmbH
Eingetragen
13.6.2006
Branche
Herstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung, Montage, Vermarktung und Verkauf von Frontblendensystemen einschließlich elektronischer Komponenten und Kunststoffspritzgusskomponenten, konfektionierten Kabelsätzen und ähnlichen Produkten sowie anderen ähnlichen Komponenten und Systemen, jeweils zum Gebrauch bei der Produktion von Haushaltsgeräten für den privaten und gewerblichen Bereich ("weiße Ware")

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Olewicki
seit 5.8.2025
Geschäftsführer
Heiko Wienhold
seit 28.1.2022
Prokura
Christopher Zweck
seit 5.12.2019
Prokura
Torsten Vorwerk
seit 30.7.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Meteor GmbHAUT
65.00%
24.00%
Prettl Neuruppin Beteiligungs GmbH
10.90%
0.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PAS Management Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PAS Deutschland GmbH

Neuruppin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 224.634,00 399.338,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
224.635,00 399.339,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 92.953,00 118.210,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.466.042,00 1.959.016,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.732,00 86.927,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.218,00 66.926,00
1.609.945,00 2.231.079,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.454.143,08 3.454.143,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.514.033,45
3.454.143,08 4.968.176,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 322.895,00 762.993,23
2. Unfertige Erzeugnisse 67.919,23 169.206,18
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.843,92 188.783,82
4. Geleistete Anzahlungen 1.124.727,65 2.819.054,03
1.522.385,80 3.940.037,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 804.504,65 1.660.682,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.271.416,09 14.896.275,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 390.244,45 61.652,00
23.466.165,19 16.618.609,36
III. Flüssige Mittel 142.454,33 1.222.441,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.882,18 70.506,06
30.457.610,58 29.450.188,76

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.482.347,21 7.482.347,21
III. Jahresergebnis 0,00 0,00
7.507.347,21 7.507.347,21
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.340.622,52 1.432.211,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 518.731,45 536.568,73
2. Erhaltene Anzahlungen 1.273.252,46 4.601.269,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.546.473,36 6.899.425,13
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.697.478,84 857.770,74
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.573.704,74 7.615.595,31
- davon aus Steuern EUR 67.980,38 (Vorjahr TEUR 130)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 44)
21.609.640,85 20.510.629,73
30.457.610,58 29.450.188,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.422.331,69 54.416.729,98
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -300.396,74 25.528,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 446.662,11 887.553,71
42.568.597,06 55.329.811,70
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.541.069,56 35.397.104,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.740.591,30 2.999.477,62
28.281.660,86 38.396.581,82
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.623.948,41 7.602.678,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 925.629,28 1.526.796,93
5.549.577,69 9.129.475,21
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 826.782,74 957.785,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.819.795,46 4.618.421,33
1.090.780,31 2.227.547,37
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 26.770,68
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.064.213,59 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 761.425,00 753.910,99
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.281,50 38.838,92
-3.855.920,09 -765.979,23
12. Ergebnis nach Steuern -2.765.139,78 1.461.568,14
13. Erstattete Sonstige Steuern (i. V. Sonstige Steuern) -6.746,14 1.343,00
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 -1.460.225,14
15. Erträge aus Verlustübernahme 2.758.393,64 0,00
16. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die PAS Deutschland GmbH ist registriert unter der HRB 7553 beim Amtsgericht Neuruppin, Handelsregister Abteilung B. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach dem gesetzlichen Gliederungsschema nach den §§ 266 und 275 HGB aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB verwendet.

Mit dem Vertrag vom 6. November 2006 hat die PAS Deutschland GmbH mit der PAS Management Holding GmbH, Neuruppin, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. September 2006 abgeschlossen. Mit der PAS Management Holding GmbH besteht eine gewerbe-, körperschaft- und umsatzsteuerliche Organschaft.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) unter Maßgabe der nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über die geschätzte Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei der Festlegung der Nutzungsdauer wurden dabei insbesondere die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die gute Reputation der Gesellschaft bei den Herstellern von "Weißer Ware" berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die abnutzbaren Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen. Im Berichtsjahr lagen keine derartigen Wertminderungen oder Wertaufholungen vor. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden vollständig im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Beschaffungspreisen am Bilanzstichtag bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten des Materials und der Fertigung und die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst worden sind. Nicht mit einbezogen wurden die Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Veräußerungspreisen abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert der Zahlungen bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein Zinssatz für 2023 von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) zugrunde gelegt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die von uns auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagegitter zu ersehen. In den immateriellen Vermögensgegenständen enthalten ist ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von EUR 1,00, der im Zusammenhang mit der Ausgliederung und Neugründung der Gesellschaft zum 2. Januar 2006 in Höhe von TEUR 953 entstanden war.

Die Finanzanlagen beinhalten 99% der Anteile an der PAS South East Europe San. ve Tic. Ltd. Sti., Cerkezköy/Türkei (PAS Türkei).

Durch die Schließung unseres PAS-Standortes in China wurde das Betriebsergebnis mit Wertberichtigung auf Intercompany Finanzanlagen an unsere PAS-Unternehmungen in China mit TEUR 1.150 belastet. Für unseren türkischen Standort erfolgte zur Stärkung des Eigenkapitals der PAS Türkei eine Umwandlung von Darlehen in Kapital in Höhe von TEUR 1.914.

Weiterhin hält die Gesellschaft Anteile an der PAS Appliance Systems, S.A. de C.V., El Tepeyac/Mexiko (PAS Mexiko), in Höhe von 0,01 %, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 19.965 (Vj. TEUR 11.629) gegen die Gesellschafterin; gegen andere verbundene Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 2.306 (Vj. TEUR 3.267), die - wie im Vorjahr - hauptsächlich Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Licence- und Service-Fees betreffen.

Ebenfalls durch die Schließung unseres PAS-Standortes in China wurde das Betriebsergebnis mit Wertberichtigung auf Intercompany Forderungen an unsere PAS-Unternehmungen in China mit TEUR 2.052 belastet.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 (Vj. TEUR 25). Die PAS Management Holding GmbH, Neuruppin, ist zum Bilanzstichtag alleinige Gesellschafterin der PAS Deutschland GmbH.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 426 (Vj. TEUR 566), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 836 (Vj. TEUR 737) sowie Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 79 (Vj. TEUR 129).

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr gesamt
Art der Verbindlichkeit TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 519 0 519
2. Erhaltene Anzahlungen 1.273 0 1.273
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.487 59 1.546
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.697 0 2.697
5. Sonstige Verbindlichkeiten 210 15.364 15.574
31.12.2022
Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr gesamt
Art der Verbindlichkeit TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 537 0 537
2. Erhaltene Anzahlungen 4.601 0 4.601
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.786 113 6.899
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 858 0 858
5. Sonstige Verbindlichkeiten 616 7.000 7.616

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die Inanspruchnahme der Kreditlinie.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Darlehen in Höhe von EUR 15 Mio. zuzüglich Zinsen in Höhe von TEUR 497 sowie Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten.

D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß den Regelungen nach § 275 HGB aufgestellt. Zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung geben wir folgende Erläuterungen:

Umsatzerlöse

1.1.- 31.12.2023 1.1.- 31.12.2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse aus polnischer Produktion 13.240 20.361
Umsatzerlöse aus eigener Produktion und übrige Umsatzerlöse 29.182 34.056
42.422 54.417

Die Gesamtumsatzerlöse der PAS Deutschland GmbH gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

1.1.- 31.12.2023 1.1.- 31.12.2022
TEUR TEUR
Produktion 32.214 45.112
Service- und Licence Fee 4.396 6.135
Projekttätigkeit 5.430 2.556
Werkzeugmiete 382 614
42.422 54.417

Rund 41 % (Vj. 43 %) der Umsätze werden in Polen, 58 % (Vj. 53 %) in Deutschland und 1 % (Vj. 4 %) weltweit erzielt.

Die Umsatzerlöse aus eigener Produktion enthalten Umsätze aus Lohnfertigung in Höhe von TEUR 755 (Vj. TEUR 288 ausgewiesen unter "sonstige betriebliche Erträge").

Materialaufwendungen

1.1.- 31.12.2023 1.1.- 31.12.2022
TEUR TEUR
Bezogene Waren von PAS Polen 12.814 19.908
Sonstige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 11.727 15.490
Bezogene Leistungen 3.741 2.999
28.282 38.397

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 145), aus der Auflösung frei gewordener Rückstellungen, Währungserträge in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 25) sowie Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 20).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 205), sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 83 (Vj. TEUR 0) enthalten. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr aufgrund der Schließung des Standortes in China Wertberichtigungen auf Forderungen gegen unsere PAS-Gesellschaften in China in Höhe von TEUR 2.052 vorgenommen.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 14).

Die Zinserträge enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 26).

Außerplanmäßige Abschreibungen

Auf Finanzanlagen wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.064 (Vj. TEUR 0) vorgenommen. Dies betrifft die Schwestergesellschaft PAS China mit TEUR 1.150 und die Tochtergesellschaft PAS Türkei mit TEUR 1.914.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausländische Quellensteuern.

Unter den sonstigen Steuern werden periodenfremde Stromsteuererstattungen in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 1) ausgewiesen.

E. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

2024 2025-2026
TEUR TEUR
Leasing 25 5
Miete 178 0

Es existieren keine weiteren nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte i.S.v. § 285 Nr. 3 HGB.

Haftungsverhältnisse

Die PAS Deutschland GmbH haftet im Rahmen einer Lieferantenbürgschaft in Höhe von TUSD 50 für die PAS USA und sieht das Risiko der Inanspruchnahme auf Basis der wirtschaftlichen Lage und der laufenden Berichterstattung der PAS USA als gering an.

Angabe des Abschlussprüferhonorars

Die Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der PAS Management Holding GmbH.

Ausweis der latenten Steuern

Aufgrund der vorliegenden Organschaft sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der PAS Deutschland GmbH und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Jahresabschluss des Organträgers, der PAS Management Holding GmbH, als Steuersubjekt zu berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern ist im Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH deshalb nicht vorzunehmen.

Beschäftigte

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres betrug die Anzahl der Beschäftigten 94 (Vj. 164); davon der Anteil der direkten Arbeiternehmer 39 (Vj. 55) und der Anteil der indirekten Arbeitnehmer und Angestellten 55 (Vj. 109).

Organe der Gesellschaft und deren Gesamtbezüge

Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr 2023 Herrn:

Thomas Born, Berlin - Chief Financial Officer

Der Geschäftsführer war im abgelaufenen Geschäftsjahr zugleich Geschäftsführer der PAS Management Holding GmbH und hat für seine Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Angabe zum Anteilsbesitz

Die PAS Deutschland GmbH hält einen 99%-Anteil an der PAS South East Europe San. ve Tic. Ltd. Sti., Cerkezköy/Türkei (PAS Türkei). Die PAS Türkei hat zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TTRY 61.227 (Vj. TTRY 2.619) und einen Jahresfehlbetrag von TTRY 16.443 (Vj. Jahresfehlbetrag TTRY 18.729) erwirtschaftet.

Die PAS Deutschland GmbH hält einen 0,01%-Anteil an der PAS Appliance Systems, S.A. de C.V., El Tepeyac/Mexiko (PAS Mexiko). Die PAS Mexiko hat zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TMXN 93.867 (Vj. TMXN 41.963) und einen Jahresüberschuss von TMXN 51.904 (Vj. Jahresfehlbetrag TMXN 29.966) erwirtschaftet.

Angabe zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, wird in den Konzernabschluss der PAS Management Holding GmbH, Neuruppin, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Gesellschaft hat daher auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes verzichtet. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH in den Konzernabschluss der Prettl Privatstiftung, Salzburg/Österreich, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen.

Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Personen

Zum 31. Dezember 2017 hat die Muttergesellschaft eine Fabrikhalle erworben, die von der PAS Deutschland GmbH genutzt wird.

Aufgrund des bestehenden steuerlichen Organschaftsverhältnisses zwischen der PAS Management Holding GmbH und der PAS Deutschland GmbH wurde zwischen den Gesellschaften kein Mietvertrag geschlossen.

Weitere nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, einschließlich der Angaben zur Art der Beziehung, zum Wert der Geschäfte sowie weiterer Angaben, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, bestehen nicht.

Nachtragsbericht

Aufgrund des Auslaufens des Hauptprojekts mit einem Großkunden werden Teile der Produktion am Standort Neuruppin zum 31. Dezember 2023 geschlossen und die Mitarbeiter in eine Schwestergesellschaft am Standort Neuruppin überführt. Die Produktion wird in 2024 auf niederem Niveau weitergeführt.

Im Übrigen sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Neuruppin, 30. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.229.243,59 540,00 6.390,00 16.911,92 4.219.261,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 952.575,03 0,00 0,00 0,00 952.575,03
5.181.818,62 540,00 6.390,00 16.911,92 5.171.836,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 840.120,37 0,00 0,00 0,00 840.120,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.001.072,21 13.644,23 60.536,00 42.536,36 11.032.716,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.217.503,56 18.327,51 0,00 104.051,29 2.131.779,78
4. Geleistete Anzahlungen 66.926,00 2.218,00 -66.926,00 0,00 2.218,00
14.125.622,14 34.189,74 -6.390,00 146.587,65 14.006.834,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.604.143,08 0,00 0,00 0,00 4.604.143,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.514.033,45 1.550.180,14 0,00 0,00 3.064.213,59
6.118.176,53 1.550.180,14 0,00 0,00 7.668.356,67
25.425.617,29 1.584.909,88 0,00 163.499,57 26.847.027,60
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.829.905,59 181.627,00 16.904,92 3.994.627,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 952.574,03 0,00 0,00 952.574,03
4.782.479,62 181.627,00 16.904,92 4.947.201,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 721.910,37 25.257,00 0,00 747.167,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.042.056,21 564.791,23 40.173,36 9.566.674,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.130.576,56 55.107,51 102.636,29 2.083.047,78
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.894.543,14 645.155,74 142.809,65 12.396.889,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.150.000,00 0,00 0,00 1.150.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.064.213,59 0,00 3.064.213,59
1.150.000,00 3.064.213,59 0,00 4.214.213,59
17.827.022,76 3.890.996,33 159.714,57 21.558.304,52
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 224.634,00 399.338,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
224.635,00 399.339,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 92.953,00 118.210,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.466.042,00 1.959.016,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.732,00 86.927,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.218,00 66.926,00
1.609.945,00 2.231.079,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.454.143,08 3.454.143,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3.454.143,08 3.454.143,08
5.288.723,08 6.084.561,08

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Überblick

Die PAS Deutschland GmbH (nachfolgend PASD genannt) ist als Produktionsunternehmen im Markt der Hausgeräteindustrie (Weiße Ware) seit mehr als 32 Jahren am Standort Neuruppin tätig.

Ebenso lange sind die zentralen Bereiche der PAS-Gruppe zusammengefasst als Headquarter dort angesiedelt.

Die PASD verfügt über eine Tochtergesellschaft in der Türkei und eine Minderheitsbeteiligung in Mexiko. Mit diesen Beteiligungen ist, im Verbund mit den anderen im PAS-Konzern vorhandenen Firmen, eine kundenorientierte Fertigung in der Nähe der Endabnehmer gegeben. Die PASD ist, wie in der Vergangenheit, mit der polnischen Schwestergesellschaft durch sehr intensive Lieferbeziehungen verbunden. Der Warenbezug von der PAS Polen belief sich auf TEUR 12.814 (Vorjahr: TEUR 19.908) und hatte damit einen Anteil von ca. 45 % (Vorjahr: 56 %) am gesamten Materialbezug.

Über die Region hinaus werden aus dem Standort Neuruppin Komponenten für Waschmaschinen und Wäschetrockner geliefert. Das Produktprogramm umfasst verschiedenste Bedienelemente und Kunststoffkomponenten sowie vollständige Blendensysteme. Der Entwicklungsbereich trägt durch anerkannte Kompetenz und erfolgreiche Vermarktung der Produkte wesentlich zur Stärkung des Standortes Neuruppin bei.

Die PASD ist als traditioneller Zulieferer Partner der großen Hersteller im Bereich der Weißen Ware. Die meisten von ihnen zählen bereits zum Kundenkreis des Unternehmens. Wichtigster Kunde ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die BSH Hausgeräte Gruppe (nachfolgend BSH genannt). Dies wird sich aber im kommenden Geschäftsjahr ändern, da das Hauptprojekt mit der BSH zum Jahresende 2023 beendet wurde. Damit wurde der Großteil der Produktion in Neuruppin eingestellt und die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die neu gegründete PAS Cable GmbH, eine Schwestergesellschaft der PAS Deutschland GmbH, übernommen. Die Produktion in Neuruppin wird jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau als Kunststoff- und Technologeizentrum fortgeführt.

Die PASD wird sich zukünftig als überregionaler Wachstumsmotor innerhalb der Muttergesellschaften im Bereich Systeme und Mechatronics strategisch auf 4 Säulen fokussieren:

Technologiezentrum

Weiterbildungszentrum

Partnernetzwerke

Fertigung

Production Mechatronics Innovative Systems
Focus on complex system assemblies and system components with a high degree of innovation in future-oriented industries (robotics, Industry 4.0, energy management)
Technology Center Establishment of a R&D technology centre for plastics and systems with an associated technical centre
Partner Network Global partner network for plastics and systems based in the Berlin/Brandenburg region of the future
Education Center Establishment of a further education and training centre offering vocational training in the field of plastics processing and electromechanical systems.

Dazu wurden im Laufe des Jahres 2023 bereits die Bedarfsanalysen und Kundenakquisitionen gestartet und die Organisation entsprechend neu ausgerichtet.

Im Bereich Mechatronics konnte bereits eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit einem neuen Großkunden aus dem Bereich Weiße Ware abgeschlossen und mit der Entwicklung begonnen werden. Ziel ist es, am Standort Neuruppin Systeme für die Belieferung europäischer und außereuropäischer Kundenfabriken zu entwickeln und mit Serienstart Q3 2025 zu fertigen.

Neben dem weiter auszubauenden Systemgeschäft wird die PASD im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten maßgeblich an der Gestaltung neuer technischer Lösung in den folgenden Bereichen beteiligt sein:

1.

Nachhaltige Lösungen für Kunststoffteile und Baugruppen mit ästhetischen Oberflächen u.a. auf Basis von Recyclingmaterial

2.

Einführung und Qualifizierung des Digitaldrucks als Ersatz für den Siebdruck bei der Erstellung von dekorierten und hinterleuchteten Designteilen in den Bereichen Weiße Ware, Professional, Heim und Garten sowie Automotive

3.

Direktdruck von Touch-Sensoren und integrierter Elektronik

Auf der Grundlage einer unverändert gültigen globalen Marktanalyse aus dem Jahr 2019 wird das Marktpotential im Bereich von Bedienblenden für Großgeräte mit einem Volumen von ca. 1,87 Milliarden Euro abgeschätzt. Davon entfallen ca. 54% auf Systeme, der Rest auf Kunststoff-Komponenten. Hierbei ist die strategische Ausrichtung der Kunden hinsichtlich Make or Buy bereits berücksichtigt.

Für den Geschäftsbereich der Kabelbäume und Kabelsysteme ergibt sich ein Marktpotential von ca. 1,64 Milliarden Euro.

Durch flexible Differenzierung in diesem klassischen "Commodity" Markt, kann sich die PAS-Gruppe gegenüber dem Wettbewerb erfolgreich positionieren. Hochautomatisierte Fertigungstechnologien für große Stückzahlen, kleine, anpassungsfähige Fertigungseinheiten für Spezialanwendungen bis hin zu Shop-in-Shop-Konzepten bieten den Kunden jederzeit die optimale Lösung für deren Produktanforderungen.

1.2 Aufbauorganisation

Die PAS-Gruppe unterscheidet in ihrem Aufbau zwischen Produktionswerken und Zentralfunktionen. Alle ausländischen Tochtergesellschaften sind als Produktionswerke organisiert und verfügen über die dafür notwendige indirekte Struktur.

Eine Ausnahme hiervon bildet der Standort Neuruppin, welcher sowohl Produktionsstandort als auch der Hauptsitz der Firmenzentrale ist. Die Organisation der Zentrale ist funktional aufgebaut.

In der Zentrale sind die Bereiche Vertrieb und Einkauf als übergreifende und weltweit verantwortliche Funktion eingerichtet. Die übrigen Bereiche wie Finance & Controlling, Einkauf & Logistik, Industrial Engineering und das Qualitätsmanagement sind in eine Matrixorganisation eingebettet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass an allen PAS-Standorten weitgehend identische Systeme, Prozesse und Abläufe installiert sind.

Im Jahr 2023 reduziert sich die Anzahl der Mitarbeiter insbesondere im Bereich Systemblenden am Standort Neuruppin durch das Auslaufen des BSH-Projektes. Daher wurden auch im Angestelltenbereich Personalanpassungen vorgenommen. Parallel dazu baute PAS aber für dein Bereich RAIL (Kunde Stadler) kundenspezifische Montageeinheiten auf. Die Mitarbeiter konnten somit in die PAS Cable GmbH überführt werden.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 2023 2022 Veränderung
Mitarbeiter gesamt 94 164 -70
davon direkte Mitarbeiter 39 55 -16
davon indirekte Mitarbeiter und Angestellte 55 109 -54

1.3 Branchenentwicklung

Der Corona-bedingte Konjunktureinbruch im Jahr 2020 wurde in den Jahren 2021 und 2022 kompensiert und kam Anfang 2023 zum Stillstand. Insbesondere in Europa kam es ab März 2023 zu einem massiven De-Booking im Haushaltsgerätesegment. Alle OEMs hatten in diesem Zeitraum mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Die Gründe dafür sind insbesondere im Consumer Bereich auf nachgelagerte Effekte der Marktnachfrage zurückzuführen. So waren während der Lock-Downs insbesondere in den Bereichen Consumer Goods und Home & Garden überdurchschnittliche Bedarfszuwächse zu verzeichnen = vorgezogene Investitionen in den privaten Haushalten. Aufgrund gestiegener Rohstoffpreise, höherer Energie- und Logistikkosten und damit einhergehend deutlich gestiegener Inflationsraten in den Absatzmärkten kühlten sich die Absatzzahlen der großen europäischen Hersteller im Jahr 2023 deutlich ab. Zudem sank die Binnennachfrage in China, was zu Überproduktion und Überbeständen führte. Zur Kompensation des Deltas drängten insbesondere chinesische Anbieter mit Dumpingpreisen verstärkt in den Exportmarkt nach Europa.

Dadurch verschärfte sich der Wettbewerbsdruck in den Heimatmärkten der europäischen Hersteller massiv. So wurden bei Miele, BSH, Electrolux massive Kostensparprogramme initiiert, verbunden mit Teilschließungen/ Kurzarbeit an den Standorten. Die strategischen Zielsetzungen wurden zumindest temporär dahingehend geändert, dass die Auslastung der eigenen Fertigung durch zusätzliches Insourcing von ehemals extern gefertigten Komponenten und Modulen Vorrang hat. Darüber hinaus werden mittelfristig ehemals in Deutschland gefertigte Produkte in Niedriglohnländer verlagert.

Auch PASD ist in mehrfacher Hinsicht betroffen - zum einen wurde eine über viele Jahre in verschiedenen Produktgenerationen gefertigte Systemblendenfamilie bis Ende 2023 eingestellt. Die nachfolgende Produktreihe wurde auf Inhouse Fertigung umgestellt. Der Zukauf wurde von Systemblenden auf reine Einzelteile vom Fertigungsstandort in Polen umgestellt.

Gleichzeitig ergibt sich aber durch den verstärkten Wettbewerbsdruck auf die europäischen Hersteller auch der Zwang zur Differenzierung über neue Technologien, Alleinstellungsmerkmale (USPs), stärkere Personalisierung und Ästhetik branchenübergreifend, aber insbesondere im Endkundengeschäft. Ebenso sind durch die gestiegenen bzw. stark schwankenden Rohstoffpreise Alternativen in der Kreislaufwirtschaft und Materialeinsparungen stärker denn je gefragt. Auch die Verschärfung der nationalen und EU-weiten Grenzwerte für die CO 2 -Emissionen kurbeln die Suche nach neuen Lösungen an.

Die PASD stellt sich als strategisches Ziel, genau diese Bedarfe durch neue Lösungen zu decken und damit weiterhin zukunftsfähig auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte aufgestellt zu sein. Dabei sollen insbesondere auch Synergien in branchenübergreifenden Lösungen genutzt und in mehr Wertschöpfung und neue Absatzmärkte transferiert werden.

Die Regionen Asien und Südamerika sind nach wie vor klassische Wachstumsmärkte. Diese werden auch in Zukunft das weitere Wachstum des Hausgerätemarktes prägen. Die negativen Einflüsse der Covid-19-Krise scheinen im Bereich der Haushaltsgroßgeräte überwunden zu sein.

Die Entwicklung der Marktanteile in Bezug auf Marken zeigt keine größeren Änderungen. Auf Seiten der Hersteller zeigte sich allerdings eine Konzentration auf wenige, große und globale Hersteller. Getrieben war diese im Jahr 2023 durch die endgültige Abwicklung der Fusion Arcelik mit Whirlpool Europa, jetzt Beko Europe.

1.4 Darstellung und Erläuterungen des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems und der verwendeten Kennzahlen

Grundlage des Steuerungssystems der PAS-Gruppe ist der einmal jährlich erstellte Wirtschaftsplan. Basis dafür sind Planabsatzmengen der Kunden und interne Vertriebs-/Projektplanungen sowie die daraus abgeleiteten notwendigen Ressourcen. Auf Basis dieser Planung werden monatlich mit allen Töchtern Ergebnisreviews durchgeführt. Dabei präsentieren die Töchter auch eine rollierende monatliche Aktualisierung (Forecast) des Standortergebnisses. Hierbei werden die Abweichungen analysiert und Maßnahmen beschlossen.

Die PASD ist als 100%ige Tochter der Prettl Unternehmensgruppe in die Division PIH (Prettl Industrieholding), dem Geschäftsbereich Industrie (PSE) der Prettl Organisation eingegliedert. Mindestens einmal im Quartal findet eine Sitzung mit der Divisionsleitung statt, in der die Geschäftsführung zur aktuellen Ergebnissituation, zu aktuellen Entwicklungen und zur strategischen Ausrichtung berichtet. Die Geschäftsführung unterrichtet die Divisionsleitung regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gruppe.

Die kurzfristige, operative Steuerung des Unternehmens erfolgt über die wöchentlichen Sitzungen der Geschäftsführung und den monatlichen Managementmeetings mit allen Standortleitern in der zeitnah, aktuelle Entwicklungen behandelt und Entscheidungen für notwendige Korrekturmaßnahmen getroffen werden.

Begleitend dazu finden in regelmäßigen Abständen dokumentierte Projektreviews zu allen wichtigen Projekten statt. Für die Steuerung des Unternehmens werden überwiegend Finanzkennzahlen eingesetzt. Wichtigste Kennzahlen sind das monatliche Ergebnis (EBIT) und verschiedene Kostenrelationen zum Umsatz, wie z.B. die Materialquote (Materialverbrauch/Umsatz) und die Personalkosten. In engen wöchentlichen Zeiträumen werden Liquidität, Forderungsbestand und Verbindlichkeiten sowie Vorräte und Materialeindeckung verfolgt.

Die Verbesserung des Unternehmens wird mit den Kennzahlen Materialkostenratio, Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness - OEE), Mitarbeiterproduktivität und interne wie externe Qualität regelmäßig gemessen.

1.5 Geschäftsentwicklung

Die PAS Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Ergebnisziele, aufgrund nicht geplanter Abschreibungen auf Finanzanlagen, nicht erreicht.

Ein Teil der realisierten Umsätze wurde erneut durch die Veräußerung von Produkten erzielt, die von der polnischen Schwestergesellschaft als Handelsware bezogen wurden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Ertragslage

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 42.422 100,0 54.417 100,0 -11.995
Betriebsergebnis (EBIT) 1.091 2,6 2.228 4,1 -1.137
Finanzergebnis -3.826 -9,0 -727 -1,3 -3.099
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung -2.758 -6,5 1.460 2,7 -4.218

Wir sind im Lagebericht des Vorjahres von einer Entwicklung der Umsatzerlöse deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und einem deutlich positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ausgegangen. Der Umsatz lag aufgrund der reduzierten Stückzahlen unseres BSH-Hauptprojektes, wie prognostiziert, deutlich unter dem Vorjahr. Das Ergebnis entsprach allerdings nicht der Prognose, aufgrund nicht geplanter Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Die Umsatzerlöse setzen sich aus Handelsware, Erzeugnisumsatz, Projekterlösen und Werkzeugerlösen zusammen. Der Umsatz mit Handelsware betrug mit TEUR 13.240 (Vorjahr: TEUR 20.361) ca. 32 % (Vorjahr: ca. 37 %) des Umsatzes.

Der Erzeugnisumsatz hat 2023 mit TEUR 28.838 (Vorjahr: TEUR 34.056) das Niveau des vorherigen Kalenderjahres nicht erreicht.

Durch die Schließung unseres PAS-Standortes in China wurde das Betriebsergebnis mit Wertberichtigung auf Intercompany Forderungen an unsere PAS-Unternehmungen in China mit TEUR 2.052 belastet. Aufgrund dessen lag das Betriebsergebnis deutlich unter dem Vorjahr auf TEUR 1.091 (Vorjahr: TEUR 2.228).

2.2 Finanzlage

01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -8.227 4.140 -12.367
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.583 -157 -1.426
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 8.730 -2.833 11.563
Veränderung der liquiden Mittel -1.080 1.150 -2.230
Liquide Mittel am Anfang der Periode 1.222 72 1.150
Liquide Mittel am Ende der Periode 142 1.222 -1.080

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist geprägt durch den Abbau von Vorräten (TEUR +2.417) sowie den negativen Einfluss des Abbaus von Verbindlichkeiten (TEUR -5.353) aufgrund des Geschäftsrückgangs. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus neu gewährten Darlehen der Prettl Gruppe in Höhe von TEUR 8.300 sowie aus Zinszahlungen gegenüber den Kreditinstituten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus neu gewährten Darlehen der Prettl Gruppe in Höhe von TEUR 8.300 sowie aus Zinszahlungen gegenüber den Kreditinstituten.

Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 7.507. Die Eigenkapitalquote verringerte sich leicht auf 24,7 % (Vorjahr: 25,5 %). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit TEUR 22.271 (Vorjahr: TEUR 14.896) angestiegen, ebenso wie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der PAS-Gruppe mit TEUR 2.697 (Vorjahr: TEUR 858). Zudem bestehen Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Prettl-Gruppe in Höhe von TEUR 15.364 (Vorjahr: TEUR 7.077).

Die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 519 betreffen ausschließlich die Inanspruchnahme einer Betriebsmittelkreditlinie.

2.3 Vermögenslage

Die ausgewiesene Bilanzsumme liegt zum 31. Dezember 2023 um TEUR 1.007 über dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe konnten gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich reduziert werden.

Die geleisteten Anzahlungen bezogen auf Projekttätigkeit sind durch abgeschlossene Projekte um TEUR 1.694 zurückgegangen.

Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um TEUR 856 bzw. 52 % stark gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen gegenüber Dritten mit TEUR 1.546 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 6.899).

2.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird als weiterhin stabil beurteilt. Die stabile Auftragslage und unsere Eigenkapitalquote lassen uns weiterhin zuversichtlich für die Zukunft planen. Zur wirtschaftlichen Lage der PAS-Gruppe wird auf den Chancen- und Risikobericht verwiesen.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die PAS-Gruppe hat die Strategie für alle seine Standorte um die Themen Regionalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit erweitert.

Im Fokus stehen Themen wie die zukünftige Klimaneutralität, die Implementierung des Energie- und Umweltmanagements in das bestehende Qualitätsmanagementsystem, aber auch verstärkte Aktivitäten im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft.

All diese Themen münden in konkreten Strategieprojekten, die die Realisierung des Unternehmenszwecks maßgeblich und zukunftsorientiert fördern.

Die PAS-Gruppe unterhält ein zertifiziertes Management System nach dem ISO 9001:2015 Standard. Basierend auf einem PAS-Auditprogramm aus internen und externen Prozess- und Systemaudits wird die Funktionsfähigkeit des Managementsystems sichergestellt. Durch die Erfüllung dieser Matrix und durch externe Audits wurde die gesamte PAS-Gruppe im Jahr 2023 erfolgreich nach ISO 9001:2015 zertifiziert.

4. Forschung und Entwicklung

Mit und für unsere Kunden entwickeln wir auf CAD-Systemen Bauteile und insbesondere Baugruppen aus Kunststoff (vgl. Abschnitt 1.1). Dabei liegen die Forschungs- und Entwicklungskosten mit TEUR 1.328 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 2.711) und betrugen 3,1 % vom Umsatz (Vorjahr: 5,5 %). Die Anzahl der für den Bereich Forschung und Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bei 7 (Vorjahr: 24).

5. Chancen- und Risikobericht

Die Corona-Pandemie und die Ukraine-Krise hatten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Unternehmensentwicklung, wobei sich die Auswirkungen (Ausmaß, Intensität und zeitliche Dauer) mittlerweile weitestgehend als beherrschbar herausgestellt haben. Das im Vorjahr gestiegene Liquiditätsrisiko aufgrund von Abnahmerückgängen konnte aufgrund von eingeleiteten Maßnahmen, Gesprächen mit unseren Kunden und Lieferanten inzwischen wieder reduziert werden. Aus unserer Sicht ist das Gesamtbild der Risikolage im Verhältnis zu den Chancen derzeit ausgewogen.

Die PAS-Gruppe ist mit ihrem Standort für Kabelfertigung in der Ukraine mittelbar und unmittelbar vom Krieg in der Ukraine betroffen, wobei die Auswirkungen (Ausmaß, Intensität und zeitliche Dauer) derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden können. Sollte der Standort unserer Schwestergesellschaft in der Ukraine aufgegeben werden müssen, würden andere Standorte (Polen, Türkei) die dort gefertigten Projekte übernehmen. Teilweise geschieht dies bereits.

Die Produktion der PASD in Neuruppin wird auf deutlich niedrigerem Niveau als Kunststoff- und Technologiezentrum fortgeführt. Die PASD ist abhängig von der Akquisition neuer Entwicklungs- und Produktionsprojekte mit bestehenden Kunden aus dem Bereich der Weißen Ware und weiteren neu zu gewinnenden Kunden außerhalb der Weißen Ware. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht immer gelingt, Folgeprojekte im direkten Anschluss zu terminieren. Somit können zeitlich begrenzte Phasen der Über- und Unterauslastung der Entwicklungskapazitäten entstehen. Zur Minimierung der Risiken aus Unterauslastung werden, wie in der Vergangenheit, Entwicklungskapazitäten teilweise durch externe Ingenieure abgedeckt.

Um die Kernkompetenzen sicher mit eigenem Personal abdecken zu können, wurden durch den Personalbereich entsprechende Nachwuchsförderprogramme und Kooperationen mit Universitäten initiiert sowie zusätzliche Einstellungen im Bereich Elektronikentwicklung vorgenommen.

Auf marktseitig mögliche Veränderungen kann das Unternehmen durch Verlagerungen reagieren und damit eine optimierte Auslastung des Produktionsstandortes jederzeit erreichen. Die Personalkapazitäten können durch den Einsatz von externen Mitarbeitern kurzfristig an die Bedürfnisse der Fertigung angepasst werden.

Der Markt im Bereich der "Weißen Ware" ist bisher, bis auf wenige regionale Ausnahmen, auf einem stabilen Niveau. Mittelfristig liegt die Kundenerwartung im Rahmen der marktüblichen Weitergabe von erzielten Rationalisierungseffekten in der Größenordnung von ca. 2 % p.a.

Es ist der Gesellschaft gelungen, auf vertrieblicher Seite die notwendigen Aufträge zu akquirieren, um auch mittelfristig eine positive Entwicklung zu gewährleisten.

Aufgrund der Kundenstruktur, die überwiegend aus namhaften Herstellern Weißer Ware besteht, sowie des implementierten Forderungsmanagements wird das Ausfallrisiko in Bezug auf Kundenforderungen als gering eingeschätzt. In den letzten Jahren hatten wir keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Zudem bestehen Risiken aus Zinsänderungen.

Die Finanzierung der PASD erfolgt vor allem durch Eigenkapital und Darlehen von Gesellschaften der Prettl-Gruppe.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung.

6. Prognosebericht

Die Bundesregierung erwartet laut ihrer Frühjahrsprojektion eine bessere Konjunktur. Nach aktuellen Schätzungen soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,3 Prozent wachsen. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprojektion 2024. Für das Jahr 2025 schätzt die Bundesregierung das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf ein Prozent. Sie rechnet außerdem mit steigenden Realeinkommen und einer weiter abnehmenden Inflation auf 2,4 Prozent im laufenden Jahr sowie 1,8 Prozent für 2025.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024, dass die Umsatzerlöse deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden und dass die PAS Deutschland GmbH ein leicht negatives Jahresergebnis ausweisen wird.

 

Neuruppin, 30. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PAS Deutschland GmbH, Neuruppin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer

Fuat Kalkan, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin

Der Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 20.November 2024 festgestellt.

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