PAS Cable GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Olewicki seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Heiko Wienhold seit 28.1.2022 | Prokura |
Christopher Zweck seit 5.12.2019 | Prokura |
Torsten Vorwerk seit 30.7.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Meteor GmbH | 65.00% |
| 24.00% | |
Prettl Neuruppin Beteiligungs GmbH | 10.90% |
| 0.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PAS Deutschland GmbHNeuruppinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die PAS Deutschland GmbH ist registriert unter der HRB 7553 beim Amtsgericht Neuruppin, Handelsregister Abteilung B. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach dem gesetzlichen Gliederungsschema nach den §§ 266 und 275 HGB aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB verwendet. Mit dem Vertrag vom 6. November 2006 hat die PAS Deutschland GmbH mit der PAS Management Holding GmbH, Neuruppin, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag rückwirkend zum 1. September 2006 abgeschlossen. Mit der PAS Management Holding GmbH besteht eine gewerbe-, körperschaft- und umsatzsteuerliche Organschaft. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) unter Maßgabe der nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über die geschätzte Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei der Festlegung der Nutzungsdauer wurden dabei insbesondere die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die gute Reputation der Gesellschaft bei den Herstellern von "Weißer Ware" berücksichtigt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die abnutzbaren Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen. Im Berichtsjahr lagen keine derartigen Wertminderungen oder Wertaufholungen vor. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden vollständig im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Beschaffungspreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten des Materials und der Fertigung und die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst worden sind. Nicht mit einbezogen wurden die Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Veräußerungspreisen abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert der Zahlungen bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Rückstellungen sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein Zinssatz für 2023 von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) zugrunde gelegt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die von uns auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagegitter zu ersehen. In den immateriellen Vermögensgegenständen enthalten ist ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von EUR 1,00, der im Zusammenhang mit der Ausgliederung und Neugründung der Gesellschaft zum 2. Januar 2006 in Höhe von TEUR 953 entstanden war. Die Finanzanlagen beinhalten 99% der Anteile an der PAS South East Europe San. ve Tic. Ltd. Sti., Cerkezköy/Türkei (PAS Türkei). Durch die Schließung unseres PAS-Standortes in China wurde das Betriebsergebnis mit Wertberichtigung auf Intercompany Finanzanlagen an unsere PAS-Unternehmungen in China mit TEUR 1.150 belastet. Für unseren türkischen Standort erfolgte zur Stärkung des Eigenkapitals der PAS Türkei eine Umwandlung von Darlehen in Kapital in Höhe von TEUR 1.914. Weiterhin hält die Gesellschaft Anteile an der PAS Appliance Systems, S.A. de C.V., El Tepeyac/Mexiko (PAS Mexiko), in Höhe von 0,01 %, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 19.965 (Vj. TEUR 11.629) gegen die Gesellschafterin; gegen andere verbundene Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 2.306 (Vj. TEUR 3.267), die - wie im Vorjahr - hauptsächlich Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Licence- und Service-Fees betreffen. Ebenfalls durch die Schließung unseres PAS-Standortes in China wurde das Betriebsergebnis mit Wertberichtigung auf Intercompany Forderungen an unsere PAS-Unternehmungen in China mit TEUR 2.052 belastet. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 (Vj. TEUR 25). Die PAS Management Holding GmbH, Neuruppin, ist zum Bilanzstichtag alleinige Gesellschafterin der PAS Deutschland GmbH. Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 426 (Vj. TEUR 566), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 836 (Vj. TEUR 737) sowie Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 79 (Vj. TEUR 129). Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die Inanspruchnahme der Kreditlinie. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Darlehen in Höhe von EUR 15 Mio. zuzüglich Zinsen in Höhe von TEUR 497 sowie Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten. D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß den Regelungen nach § 275 HGB aufgestellt. Zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung geben wir folgende Erläuterungen: Umsatzerlöse
Die Gesamtumsatzerlöse der PAS Deutschland GmbH gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Rund 41 % (Vj. 43 %) der Umsätze werden in Polen, 58 % (Vj. 53 %) in Deutschland und 1 % (Vj. 4 %) weltweit erzielt. Die Umsatzerlöse aus eigener Produktion enthalten Umsätze aus Lohnfertigung in Höhe von TEUR 755 (Vj. TEUR 288 ausgewiesen unter "sonstige betriebliche Erträge"). Materialaufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 145), aus der Auflösung frei gewordener Rückstellungen, Währungserträge in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 25) sowie Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 20). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 205), sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 83 (Vj. TEUR 0) enthalten. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr aufgrund der Schließung des Standortes in China Wertberichtigungen auf Forderungen gegen unsere PAS-Gesellschaften in China in Höhe von TEUR 2.052 vorgenommen. Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 14). Die Zinserträge enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 26). Außerplanmäßige Abschreibungen Auf Finanzanlagen wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.064 (Vj. TEUR 0) vorgenommen. Dies betrifft die Schwestergesellschaft PAS China mit TEUR 1.150 und die Tochtergesellschaft PAS Türkei mit TEUR 1.914. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausländische Quellensteuern. Unter den sonstigen Steuern werden periodenfremde Stromsteuererstattungen in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 1) ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Es existieren keine weiteren nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte i.S.v. § 285 Nr. 3 HGB. Haftungsverhältnisse Die PAS Deutschland GmbH haftet im Rahmen einer Lieferantenbürgschaft in Höhe von TUSD 50 für die PAS USA und sieht das Risiko der Inanspruchnahme auf Basis der wirtschaftlichen Lage und der laufenden Berichterstattung der PAS USA als gering an. Angabe des Abschlussprüferhonorars Die Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der PAS Management Holding GmbH. Ausweis der latenten Steuern Aufgrund der vorliegenden Organschaft sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der PAS Deutschland GmbH und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Jahresabschluss des Organträgers, der PAS Management Holding GmbH, als Steuersubjekt zu berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern ist im Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH deshalb nicht vorzunehmen. Beschäftigte Im Durchschnitt des Geschäftsjahres betrug die Anzahl der Beschäftigten 94 (Vj. 164); davon der Anteil der direkten Arbeiternehmer 39 (Vj. 55) und der Anteil der indirekten Arbeitnehmer und Angestellten 55 (Vj. 109). Organe der Gesellschaft und deren Gesamtbezüge Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr 2023 Herrn:
Der Geschäftsführer war im abgelaufenen Geschäftsjahr zugleich Geschäftsführer der PAS Management Holding GmbH und hat für seine Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Angabe zum Anteilsbesitz Die PAS Deutschland GmbH hält einen 99%-Anteil an der PAS South East Europe San. ve Tic. Ltd. Sti., Cerkezköy/Türkei (PAS Türkei). Die PAS Türkei hat zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TTRY 61.227 (Vj. TTRY 2.619) und einen Jahresfehlbetrag von TTRY 16.443 (Vj. Jahresfehlbetrag TTRY 18.729) erwirtschaftet. Die PAS Deutschland GmbH hält einen 0,01%-Anteil an der PAS Appliance Systems, S.A. de C.V., El Tepeyac/Mexiko (PAS Mexiko). Die PAS Mexiko hat zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TMXN 93.867 (Vj. TMXN 41.963) und einen Jahresüberschuss von TMXN 51.904 (Vj. Jahresfehlbetrag TMXN 29.966) erwirtschaftet. Angabe zum Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, wird in den Konzernabschluss der PAS Management Holding GmbH, Neuruppin, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Gesellschaft hat daher auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes verzichtet. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH in den Konzernabschluss der Prettl Privatstiftung, Salzburg/Österreich, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Personen Zum 31. Dezember 2017 hat die Muttergesellschaft eine Fabrikhalle erworben, die von der PAS Deutschland GmbH genutzt wird. Aufgrund des bestehenden steuerlichen Organschaftsverhältnisses zwischen der PAS Management Holding GmbH und der PAS Deutschland GmbH wurde zwischen den Gesellschaften kein Mietvertrag geschlossen. Weitere nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, einschließlich der Angaben zur Art der Beziehung, zum Wert der Geschäfte sowie weiterer Angaben, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, bestehen nicht. Nachtragsbericht Aufgrund des Auslaufens des Hauptprojekts mit einem Großkunden werden Teile der Produktion am Standort Neuruppin zum 31. Dezember 2023 geschlossen und die Mitarbeiter in eine Schwestergesellschaft am Standort Neuruppin überführt. Die Produktion wird in 2024 auf niederem Niveau weitergeführt. Im Übrigen sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Neuruppin, 30. Juli 2024 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht zum 31. Dezember 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Überblick Die PAS Deutschland GmbH (nachfolgend PASD genannt) ist als Produktionsunternehmen im Markt der Hausgeräteindustrie (Weiße Ware) seit mehr als 32 Jahren am Standort Neuruppin tätig. Ebenso lange sind die zentralen Bereiche der PAS-Gruppe zusammengefasst als Headquarter dort angesiedelt. Die PASD verfügt über eine Tochtergesellschaft in der Türkei und eine Minderheitsbeteiligung in Mexiko. Mit diesen Beteiligungen ist, im Verbund mit den anderen im PAS-Konzern vorhandenen Firmen, eine kundenorientierte Fertigung in der Nähe der Endabnehmer gegeben. Die PASD ist, wie in der Vergangenheit, mit der polnischen Schwestergesellschaft durch sehr intensive Lieferbeziehungen verbunden. Der Warenbezug von der PAS Polen belief sich auf TEUR 12.814 (Vorjahr: TEUR 19.908) und hatte damit einen Anteil von ca. 45 % (Vorjahr: 56 %) am gesamten Materialbezug. Über die Region hinaus werden aus dem Standort Neuruppin Komponenten für Waschmaschinen und Wäschetrockner geliefert. Das Produktprogramm umfasst verschiedenste Bedienelemente und Kunststoffkomponenten sowie vollständige Blendensysteme. Der Entwicklungsbereich trägt durch anerkannte Kompetenz und erfolgreiche Vermarktung der Produkte wesentlich zur Stärkung des Standortes Neuruppin bei. Die PASD ist als traditioneller Zulieferer Partner der großen Hersteller im Bereich der Weißen Ware. Die meisten von ihnen zählen bereits zum Kundenkreis des Unternehmens. Wichtigster Kunde ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die BSH Hausgeräte Gruppe (nachfolgend BSH genannt). Dies wird sich aber im kommenden Geschäftsjahr ändern, da das Hauptprojekt mit der BSH zum Jahresende 2023 beendet wurde. Damit wurde der Großteil der Produktion in Neuruppin eingestellt und die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die neu gegründete PAS Cable GmbH, eine Schwestergesellschaft der PAS Deutschland GmbH, übernommen. Die Produktion in Neuruppin wird jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau als Kunststoff- und Technologeizentrum fortgeführt. Die PASD wird sich zukünftig als überregionaler Wachstumsmotor innerhalb der Muttergesellschaften im Bereich Systeme und Mechatronics strategisch auf 4 Säulen fokussieren:
Dazu wurden im Laufe des Jahres 2023 bereits die Bedarfsanalysen und Kundenakquisitionen gestartet und die Organisation entsprechend neu ausgerichtet. Im Bereich Mechatronics konnte bereits eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit einem neuen Großkunden aus dem Bereich Weiße Ware abgeschlossen und mit der Entwicklung begonnen werden. Ziel ist es, am Standort Neuruppin Systeme für die Belieferung europäischer und außereuropäischer Kundenfabriken zu entwickeln und mit Serienstart Q3 2025 zu fertigen. Neben dem weiter auszubauenden Systemgeschäft wird die PASD im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten maßgeblich an der Gestaltung neuer technischer Lösung in den folgenden Bereichen beteiligt sein:
Auf der Grundlage einer unverändert gültigen globalen Marktanalyse aus dem Jahr 2019 wird das Marktpotential im Bereich von Bedienblenden für Großgeräte mit einem Volumen von ca. 1,87 Milliarden Euro abgeschätzt. Davon entfallen ca. 54% auf Systeme, der Rest auf Kunststoff-Komponenten. Hierbei ist die strategische Ausrichtung der Kunden hinsichtlich Make or Buy bereits berücksichtigt. Für den Geschäftsbereich der Kabelbäume und Kabelsysteme ergibt sich ein Marktpotential von ca. 1,64 Milliarden Euro.
Durch flexible Differenzierung in diesem klassischen "Commodity" Markt, kann sich die PAS-Gruppe gegenüber dem Wettbewerb erfolgreich positionieren. Hochautomatisierte Fertigungstechnologien für große Stückzahlen, kleine, anpassungsfähige Fertigungseinheiten für Spezialanwendungen bis hin zu Shop-in-Shop-Konzepten bieten den Kunden jederzeit die optimale Lösung für deren Produktanforderungen. 1.2 Aufbauorganisation Die PAS-Gruppe unterscheidet in ihrem Aufbau zwischen Produktionswerken und Zentralfunktionen. Alle ausländischen Tochtergesellschaften sind als Produktionswerke organisiert und verfügen über die dafür notwendige indirekte Struktur. Eine Ausnahme hiervon bildet der Standort Neuruppin, welcher sowohl Produktionsstandort als auch der Hauptsitz der Firmenzentrale ist. Die Organisation der Zentrale ist funktional aufgebaut. In der Zentrale sind die Bereiche Vertrieb und Einkauf als übergreifende und weltweit verantwortliche Funktion eingerichtet. Die übrigen Bereiche wie Finance & Controlling, Einkauf & Logistik, Industrial Engineering und das Qualitätsmanagement sind in eine Matrixorganisation eingebettet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass an allen PAS-Standorten weitgehend identische Systeme, Prozesse und Abläufe installiert sind. Im Jahr 2023 reduziert sich die Anzahl der Mitarbeiter insbesondere im Bereich Systemblenden am Standort Neuruppin durch das Auslaufen des BSH-Projektes. Daher wurden auch im Angestelltenbereich Personalanpassungen vorgenommen. Parallel dazu baute PAS aber für dein Bereich RAIL (Kunde Stadler) kundenspezifische Montageeinheiten auf. Die Mitarbeiter konnten somit in die PAS Cable GmbH überführt werden.
1.3 Branchenentwicklung Der Corona-bedingte Konjunktureinbruch im Jahr 2020 wurde in den Jahren 2021 und 2022 kompensiert und kam Anfang 2023 zum Stillstand. Insbesondere in Europa kam es ab März 2023 zu einem massiven De-Booking im Haushaltsgerätesegment. Alle OEMs hatten in diesem Zeitraum mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Die Gründe dafür sind insbesondere im Consumer Bereich auf nachgelagerte Effekte der Marktnachfrage zurückzuführen. So waren während der Lock-Downs insbesondere in den Bereichen Consumer Goods und Home & Garden überdurchschnittliche Bedarfszuwächse zu verzeichnen = vorgezogene Investitionen in den privaten Haushalten. Aufgrund gestiegener Rohstoffpreise, höherer Energie- und Logistikkosten und damit einhergehend deutlich gestiegener Inflationsraten in den Absatzmärkten kühlten sich die Absatzzahlen der großen europäischen Hersteller im Jahr 2023 deutlich ab. Zudem sank die Binnennachfrage in China, was zu Überproduktion und Überbeständen führte. Zur Kompensation des Deltas drängten insbesondere chinesische Anbieter mit Dumpingpreisen verstärkt in den Exportmarkt nach Europa. Dadurch verschärfte sich der Wettbewerbsdruck in den Heimatmärkten der europäischen Hersteller massiv. So wurden bei Miele, BSH, Electrolux massive Kostensparprogramme initiiert, verbunden mit Teilschließungen/ Kurzarbeit an den Standorten. Die strategischen Zielsetzungen wurden zumindest temporär dahingehend geändert, dass die Auslastung der eigenen Fertigung durch zusätzliches Insourcing von ehemals extern gefertigten Komponenten und Modulen Vorrang hat. Darüber hinaus werden mittelfristig ehemals in Deutschland gefertigte Produkte in Niedriglohnländer verlagert. Auch PASD ist in mehrfacher Hinsicht betroffen - zum einen wurde eine über viele Jahre in verschiedenen Produktgenerationen gefertigte Systemblendenfamilie bis Ende 2023 eingestellt. Die nachfolgende Produktreihe wurde auf Inhouse Fertigung umgestellt. Der Zukauf wurde von Systemblenden auf reine Einzelteile vom Fertigungsstandort in Polen umgestellt. Gleichzeitig ergibt sich aber durch den verstärkten Wettbewerbsdruck auf die europäischen Hersteller auch der Zwang zur Differenzierung über neue Technologien, Alleinstellungsmerkmale (USPs), stärkere Personalisierung und Ästhetik branchenübergreifend, aber insbesondere im Endkundengeschäft. Ebenso sind durch die gestiegenen bzw. stark schwankenden Rohstoffpreise Alternativen in der Kreislaufwirtschaft und Materialeinsparungen stärker denn je gefragt. Auch die Verschärfung der nationalen und EU-weiten Grenzwerte für die CO 2 -Emissionen kurbeln die Suche nach neuen Lösungen an. Die PASD stellt sich als strategisches Ziel, genau diese Bedarfe durch neue Lösungen zu decken und damit weiterhin zukunftsfähig auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte aufgestellt zu sein. Dabei sollen insbesondere auch Synergien in branchenübergreifenden Lösungen genutzt und in mehr Wertschöpfung und neue Absatzmärkte transferiert werden. Die Regionen Asien und Südamerika sind nach wie vor klassische Wachstumsmärkte. Diese werden auch in Zukunft das weitere Wachstum des Hausgerätemarktes prägen. Die negativen Einflüsse der Covid-19-Krise scheinen im Bereich der Haushaltsgroßgeräte überwunden zu sein. Die Entwicklung der Marktanteile in Bezug auf Marken zeigt keine größeren Änderungen. Auf Seiten der Hersteller zeigte sich allerdings eine Konzentration auf wenige, große und globale Hersteller. Getrieben war diese im Jahr 2023 durch die endgültige Abwicklung der Fusion Arcelik mit Whirlpool Europa, jetzt Beko Europe. 1.4 Darstellung und Erläuterungen des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems und der verwendeten Kennzahlen Grundlage des Steuerungssystems der PAS-Gruppe ist der einmal jährlich erstellte Wirtschaftsplan. Basis dafür sind Planabsatzmengen der Kunden und interne Vertriebs-/Projektplanungen sowie die daraus abgeleiteten notwendigen Ressourcen. Auf Basis dieser Planung werden monatlich mit allen Töchtern Ergebnisreviews durchgeführt. Dabei präsentieren die Töchter auch eine rollierende monatliche Aktualisierung (Forecast) des Standortergebnisses. Hierbei werden die Abweichungen analysiert und Maßnahmen beschlossen. Die PASD ist als 100%ige Tochter der Prettl Unternehmensgruppe in die Division PIH (Prettl Industrieholding), dem Geschäftsbereich Industrie (PSE) der Prettl Organisation eingegliedert. Mindestens einmal im Quartal findet eine Sitzung mit der Divisionsleitung statt, in der die Geschäftsführung zur aktuellen Ergebnissituation, zu aktuellen Entwicklungen und zur strategischen Ausrichtung berichtet. Die Geschäftsführung unterrichtet die Divisionsleitung regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gruppe. Die kurzfristige, operative Steuerung des Unternehmens erfolgt über die wöchentlichen Sitzungen der Geschäftsführung und den monatlichen Managementmeetings mit allen Standortleitern in der zeitnah, aktuelle Entwicklungen behandelt und Entscheidungen für notwendige Korrekturmaßnahmen getroffen werden. Begleitend dazu finden in regelmäßigen Abständen dokumentierte Projektreviews zu allen wichtigen Projekten statt. Für die Steuerung des Unternehmens werden überwiegend Finanzkennzahlen eingesetzt. Wichtigste Kennzahlen sind das monatliche Ergebnis (EBIT) und verschiedene Kostenrelationen zum Umsatz, wie z.B. die Materialquote (Materialverbrauch/Umsatz) und die Personalkosten. In engen wöchentlichen Zeiträumen werden Liquidität, Forderungsbestand und Verbindlichkeiten sowie Vorräte und Materialeindeckung verfolgt. Die Verbesserung des Unternehmens wird mit den Kennzahlen Materialkostenratio, Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness - OEE), Mitarbeiterproduktivität und interne wie externe Qualität regelmäßig gemessen. 1.5 Geschäftsentwicklung Die PAS Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Ergebnisziele, aufgrund nicht geplanter Abschreibungen auf Finanzanlagen, nicht erreicht. Ein Teil der realisierten Umsätze wurde erneut durch die Veräußerung von Produkten erzielt, die von der polnischen Schwestergesellschaft als Handelsware bezogen wurden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Ertragslage
Wir sind im Lagebericht des Vorjahres von einer Entwicklung der Umsatzerlöse deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und einem deutlich positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ausgegangen. Der Umsatz lag aufgrund der reduzierten Stückzahlen unseres BSH-Hauptprojektes, wie prognostiziert, deutlich unter dem Vorjahr. Das Ergebnis entsprach allerdings nicht der Prognose, aufgrund nicht geplanter Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Umsatzerlöse setzen sich aus Handelsware, Erzeugnisumsatz, Projekterlösen und Werkzeugerlösen zusammen. Der Umsatz mit Handelsware betrug mit TEUR 13.240 (Vorjahr: TEUR 20.361) ca. 32 % (Vorjahr: ca. 37 %) des Umsatzes. Der Erzeugnisumsatz hat 2023 mit TEUR 28.838 (Vorjahr: TEUR 34.056) das Niveau des vorherigen Kalenderjahres nicht erreicht. Durch die Schließung unseres PAS-Standortes in China wurde das Betriebsergebnis mit Wertberichtigung auf Intercompany Forderungen an unsere PAS-Unternehmungen in China mit TEUR 2.052 belastet. Aufgrund dessen lag das Betriebsergebnis deutlich unter dem Vorjahr auf TEUR 1.091 (Vorjahr: TEUR 2.228). 2.2 Finanzlage
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist geprägt durch den Abbau von Vorräten (TEUR +2.417) sowie den negativen Einfluss des Abbaus von Verbindlichkeiten (TEUR -5.353) aufgrund des Geschäftsrückgangs. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus neu gewährten Darlehen der Prettl Gruppe in Höhe von TEUR 8.300 sowie aus Zinszahlungen gegenüber den Kreditinstituten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus neu gewährten Darlehen der Prettl Gruppe in Höhe von TEUR 8.300 sowie aus Zinszahlungen gegenüber den Kreditinstituten. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 7.507. Die Eigenkapitalquote verringerte sich leicht auf 24,7 % (Vorjahr: 25,5 %). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit TEUR 22.271 (Vorjahr: TEUR 14.896) angestiegen, ebenso wie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der PAS-Gruppe mit TEUR 2.697 (Vorjahr: TEUR 858). Zudem bestehen Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Prettl-Gruppe in Höhe von TEUR 15.364 (Vorjahr: TEUR 7.077). Die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 519 betreffen ausschließlich die Inanspruchnahme einer Betriebsmittelkreditlinie. 2.3 Vermögenslage Die ausgewiesene Bilanzsumme liegt zum 31. Dezember 2023 um TEUR 1.007 über dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe konnten gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich reduziert werden. Die geleisteten Anzahlungen bezogen auf Projekttätigkeit sind durch abgeschlossene Projekte um TEUR 1.694 zurückgegangen. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um TEUR 856 bzw. 52 % stark gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen gegenüber Dritten mit TEUR 1.546 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 6.899). 2.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird als weiterhin stabil beurteilt. Die stabile Auftragslage und unsere Eigenkapitalquote lassen uns weiterhin zuversichtlich für die Zukunft planen. Zur wirtschaftlichen Lage der PAS-Gruppe wird auf den Chancen- und Risikobericht verwiesen. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die PAS-Gruppe hat die Strategie für alle seine Standorte um die Themen Regionalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit erweitert. Im Fokus stehen Themen wie die zukünftige Klimaneutralität, die Implementierung des Energie- und Umweltmanagements in das bestehende Qualitätsmanagementsystem, aber auch verstärkte Aktivitäten im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft. All diese Themen münden in konkreten Strategieprojekten, die die Realisierung des Unternehmenszwecks maßgeblich und zukunftsorientiert fördern. Die PAS-Gruppe unterhält ein zertifiziertes Management System nach dem ISO 9001:2015 Standard. Basierend auf einem PAS-Auditprogramm aus internen und externen Prozess- und Systemaudits wird die Funktionsfähigkeit des Managementsystems sichergestellt. Durch die Erfüllung dieser Matrix und durch externe Audits wurde die gesamte PAS-Gruppe im Jahr 2023 erfolgreich nach ISO 9001:2015 zertifiziert. 4. Forschung und Entwicklung Mit und für unsere Kunden entwickeln wir auf CAD-Systemen Bauteile und insbesondere Baugruppen aus Kunststoff (vgl. Abschnitt 1.1). Dabei liegen die Forschungs- und Entwicklungskosten mit TEUR 1.328 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 2.711) und betrugen 3,1 % vom Umsatz (Vorjahr: 5,5 %). Die Anzahl der für den Bereich Forschung und Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bei 7 (Vorjahr: 24). 5. Chancen- und Risikobericht Die Corona-Pandemie und die Ukraine-Krise hatten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Unternehmensentwicklung, wobei sich die Auswirkungen (Ausmaß, Intensität und zeitliche Dauer) mittlerweile weitestgehend als beherrschbar herausgestellt haben. Das im Vorjahr gestiegene Liquiditätsrisiko aufgrund von Abnahmerückgängen konnte aufgrund von eingeleiteten Maßnahmen, Gesprächen mit unseren Kunden und Lieferanten inzwischen wieder reduziert werden. Aus unserer Sicht ist das Gesamtbild der Risikolage im Verhältnis zu den Chancen derzeit ausgewogen. Die PAS-Gruppe ist mit ihrem Standort für Kabelfertigung in der Ukraine mittelbar und unmittelbar vom Krieg in der Ukraine betroffen, wobei die Auswirkungen (Ausmaß, Intensität und zeitliche Dauer) derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden können. Sollte der Standort unserer Schwestergesellschaft in der Ukraine aufgegeben werden müssen, würden andere Standorte (Polen, Türkei) die dort gefertigten Projekte übernehmen. Teilweise geschieht dies bereits. Die Produktion der PASD in Neuruppin wird auf deutlich niedrigerem Niveau als Kunststoff- und Technologiezentrum fortgeführt. Die PASD ist abhängig von der Akquisition neuer Entwicklungs- und Produktionsprojekte mit bestehenden Kunden aus dem Bereich der Weißen Ware und weiteren neu zu gewinnenden Kunden außerhalb der Weißen Ware. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht immer gelingt, Folgeprojekte im direkten Anschluss zu terminieren. Somit können zeitlich begrenzte Phasen der Über- und Unterauslastung der Entwicklungskapazitäten entstehen. Zur Minimierung der Risiken aus Unterauslastung werden, wie in der Vergangenheit, Entwicklungskapazitäten teilweise durch externe Ingenieure abgedeckt. Um die Kernkompetenzen sicher mit eigenem Personal abdecken zu können, wurden durch den Personalbereich entsprechende Nachwuchsförderprogramme und Kooperationen mit Universitäten initiiert sowie zusätzliche Einstellungen im Bereich Elektronikentwicklung vorgenommen. Auf marktseitig mögliche Veränderungen kann das Unternehmen durch Verlagerungen reagieren und damit eine optimierte Auslastung des Produktionsstandortes jederzeit erreichen. Die Personalkapazitäten können durch den Einsatz von externen Mitarbeitern kurzfristig an die Bedürfnisse der Fertigung angepasst werden. Der Markt im Bereich der "Weißen Ware" ist bisher, bis auf wenige regionale Ausnahmen, auf einem stabilen Niveau. Mittelfristig liegt die Kundenerwartung im Rahmen der marktüblichen Weitergabe von erzielten Rationalisierungseffekten in der Größenordnung von ca. 2 % p.a. Es ist der Gesellschaft gelungen, auf vertrieblicher Seite die notwendigen Aufträge zu akquirieren, um auch mittelfristig eine positive Entwicklung zu gewährleisten. Aufgrund der Kundenstruktur, die überwiegend aus namhaften Herstellern Weißer Ware besteht, sowie des implementierten Forderungsmanagements wird das Ausfallrisiko in Bezug auf Kundenforderungen als gering eingeschätzt. In den letzten Jahren hatten wir keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Zudem bestehen Risiken aus Zinsänderungen. Die Finanzierung der PASD erfolgt vor allem durch Eigenkapital und Darlehen von Gesellschaften der Prettl-Gruppe. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung. 6. Prognosebericht Die Bundesregierung erwartet laut ihrer Frühjahrsprojektion eine bessere Konjunktur. Nach aktuellen Schätzungen soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,3 Prozent wachsen. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprojektion 2024. Für das Jahr 2025 schätzt die Bundesregierung das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf ein Prozent. Sie rechnet außerdem mit steigenden Realeinkommen und einer weiter abnehmenden Inflation auf 2,4 Prozent im laufenden Jahr sowie 1,8 Prozent für 2025. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024, dass die Umsatzerlöse deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden und dass die PAS Deutschland GmbH ein leicht negatives Jahresergebnis ausweisen wird.
Neuruppin, 30. Juli 2024 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PAS Deutschland GmbH, Neuruppin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 31. Juli 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer Fuat Kalkan, Wirtschaftsprüfer Feststellungsbeschluss der PAS Deutschland GmbH, NeuruppinDer Jahresabschluss der PAS Deutschland GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 20.November 2024 festgestellt. |
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