Marktplatz Mittelstand Operations GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thilo Dr. Gans seit 1.8.2023 | Geschäftsführer |
Bernd Uwe Vermaaten seit 1.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
solute GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft führt die Firma solute GmbH und hat ihren Sitz in Karlsruhe. Sie ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 748044. 1. Grundlagen und Methoden Der Jahresabschluss der solute GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Lagebericht wurde in Übereinstimmung mit dem DRS 20 aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden unverändert übernommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird, wie in den Vorjahren, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen des § 276 und § 288 HGB Gebrauch gemacht. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte vor Verwendung des Jahresergebnisses (§ 268 Abs. 1 HGB). 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten Domains, Software und gewerbliche Schutzrechte. Erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte werden im Regelfall über bis zu fünf Jahre abgeschrieben. Bei den eingetragenen Domainrechten handelt es sich um nicht abnutzbare Vermögensgegenstände. Diese werden nicht planmäßig abgeschrieben. Weiterhin werden die Anlagen im Bau zu Anschaffungskosten und die darin enthaltenen aktivierten Eigenleistungen zu Herstellkosten angesetzt und aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige lineare sowie gegebenenfalls um erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu 800 EUR Anschaffungswert werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle übrigen Vermögensgegenstände werden in Abhängigkeit ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer in der Regel über drei bis dreiundzwanzig Jahre abgeschrieben. Die Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert. Bei der Bewertung der Forderungen sind alle erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen bzw. das Ansetzen zum gemeinen Wert zum Stichtag angemessen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Darüber hinaus werden Abschreibungen vorgenommen, um diese Wertpapiere mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Bewertung von Fremdwährungsverpflichtungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Bilanzstichtages. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 3.1. Bilanz 3.1.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind vor allem Domains, Lizenzen und Software ausgewiesen. Bei Software ist die dominierende Position, das neu eingeführte und aktivierte ERP-System odoo in Höhe von 1.088 TEUR, im Zuge einer Umbuchung aus den Anlagen im Bau. Die Finanzanlagen umfassen die Anteile an verbundenen Unternehmen an der Marktplatz Mittelstand Operations GmbH und der AdSpert GmbH. Die Marktplatz Mittelstand Operations GmbH, Karlsruhe, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft und weist per 31.12.2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von -116 TEUR (VJ: -121 TEUR) aus. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 betrug 5 TEUR (VJ: 8 TEUR). Die AdSpert GmbH, Berlin, ist eine 51%-ige Beteiligung und weist per 31.12.2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von -524 TEUR (VJ: -681 TEUR) aus. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt +158 TEUR (VJ: -375 TEUR). Das Ergebnis liegt zwar unterhalb der Planannahmen (Plan: +203 TEUR), jedoch sind hier, wie 2022 Sondereffekte für juristische Beratung in Höhe von rund 50 TEUR zu berücksichtigen. 3.1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 46 TEUR enthalten (VJ: 46 TEUR). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden hauptsächlich bezahlte Kautionen in Höhe von 46 TEUR (VJ: 46 TEUR) ausgewiesen sowie 24 TEUR (VJ: 23 TEUR) aus Forderungen aus anzurechnenden Vorsteuerbeträgen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Steuern in Höhe von 180 TEUR (VJ: 111 TEUR). 3.1.3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Bilanzposten enthält insbesondere abgegrenzte Aufwendungen für vorausbezahlte sonstige Dienstleistungen. 3.1.4. Stammkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 1.125 TEUR (VJ: 1.125 TEUR) und ist vollständig eingezahlt. 3.1.5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betragen zum Stichtag 139 TEUR (VJ: 534 TEUR) und entfallen mit 0 TEUR (VJ: 342 TEUR) auf die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer 139 TEUR (VJ: 191 TEUR). Folgende Sachverhalte sind per 31.12.2023 in den sonstigen Rückstellungen enthalten [TEUR]:
3.1.6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeiten Spiegel. Die Vorjahreswerte sind in Klammern dargestellt.
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer 119 TEUR (VJ: 123 TEUR) sowie Umsatzsteuer 345 TEUR (VJ: 309 TEUR) und kreditorische Debitoren 77 TEUR (VJ: 158 TEUR). 3.2. Gewinn- und Verlustrechnung 3.2.1. Sonstige betriebliche Erträge Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind aperiodische Erträge in Höhe von 300 TEUR (VJ: 43 TEUR), daneben 233 TEUR (VJ: 271TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen, der Auflösung der Pauschalwertberichtungen 53 TEUR (VJ: 0 TEUR) sowie 117 TEUR (VJ: 14 TEUR) aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen enthalten. Im Vorjahr waren im sonstigen betrieblichen Ertrag noch Zuschüsse der Agenturen für Arbeit in Höhe von 36 TEUR ausgewiesen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die entsprechenden Erträge in Höhe von 14 TEUR im Personalaufwand unter Löhne und Gehälter ausgewiesen. 3.2.2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von 3 TEUR (VJ: 13 TEUR) aus Jahresabschlusskosten der Vorjahre enthalten. Im Vorjahr war in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen noch die Ausgleichsabgabe nach dem Schwerbehindertengesetz in Höhe von 27 TEUR ausgewiesen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die entsprechenden Aufwendungen im Personalaufwand unter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ausgewiesen. 4. Sonstige Angaben 4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Liefer-, Miet- und Leasingverträgen über insgesamt 2.017 TEUR setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 171 TEUR. 4.2. Mitarbeiter Die solute GmbH beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 168 Mitarbeiter(innen), davon in Vollzeit 133 Angestellte und in Teilzeit, Aushilfen u. ä. 35 Angestellte. 4.3. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.027.220,39 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 4.4. Organe Zum Geschäftsführer sind bestellt:
In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe zur Vergütung der Geschäftsführer verzichtet. 5. Nachtragsberichterstattung Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Karlsruhe, 29. Februar 2024 Bernd Vermaaten, Geschäftsführer Dr. Thilo Gans, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht 2023der solute GmbH1. Grundlagen des Unternehmens Die solute holding GmbH & Co. KG hält 100 Prozent der Geschäftsanteile der solute GmbH. Die Gesellschafterstruktur der solute holding GmbH & Co. KG setzt sich in 2023 im Wesentlichen aus verschiedenen Verzeichnisverlagshäusern sowie dem börsennotierten Unternehmen AdPepper International N.V. zusammen. Die solute GmbH ist unter anderem Betreiberin der Internetportale "billiger.de", "shopping.de" und "kaufladen.de". Die Plattform billiger.de vergleicht dabei tagesaktuell die Preise von mehreren tausend Onlineshops und stellt dem Nutzer den aktuell günstigsten Preis für sein gesuchtes Produkt zur Verfügung. Die Portale shopping.de und kaufladen.de sind hingegen zwei angebotsbasierte Portale, auf dem der Nutzer Angebote von Onlineshops recherchieren kann. Bei diesem Angebot werden keine Preise verglichen. Neben direkten Vertragsbeziehungen zu den Betreibern der Onlineshops selbst, werden auch die indirekten Beziehungen, beispielsweise über Amazon-Marketplace-Shops mit eingerechnet. Vergütungen erhält solute von den angeschlossenen Onlineshops, unabhängig davon, ob die Beziehung direkt oder indirekt besteht. Der Dienstleistungsumfang der solute gegenüber seinen Kunden zur Bereitstellung von Reichweite im Internet umfasst neben den oben beschriebenen Portalen auch die Bereiche soluteNet (Syndication-Geschäft) sowie das angebotsorientierte Performance Marketing für Onlineshops. Syndication bedeutet, dass solute passende Partnerschaften nutzt und für Onlineshops zur Verfügung stellt, um die Reichweite hierüber zu vergrößern, um so zusätzliche Umsätze zu generieren. Beim Performance Marketing übernimmt solute das komplette Kampagnenmanagement für den Kunden und dessen Onlineshop. Das Performance Marketing nutzt dabei im Wesentlichen die Kanäle Google Shopping Ads (PLA), Google SEA sowie Microsoft Advertising Ads und Microsoft Display. Weiterhin baut die Geschäftsführung der solute ihr Leistungsportfolio über die Beteiligung AdSpert GmbH seit 2021 weiter konsequent im Bereich der Marktplätze (Amazon und eBay) weiter aus. Dabei optimiert solute Werbekampagnen auf diesen Marktplätzen mit Hilfe der KI-Lösung von AdSpert. Im Bereich der Software-as-a-Service Lösungen bietet solute seit Ende 2023 mit WHISPRO eine SaaS-Lösung für das Hinweisgeberschutzgesetz an, während der Bereich Newsletter-Drittvermarktung weiter zurückgefahren wird. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 168 Mitarbeiter. Im Jahr 2022 hatte die solute GmbH im Durchschnitt noch 161 Mitarbeiter beschäftigt und damit die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 7 (+ 4,3%) erhöht. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023, wie in den Jahren zuvor, durch die aktuelle Wirtschafts- und Energiepolitik der Bundesregierung, Konflikte (Ukraine, Israel) sowie Nachwirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Aussage BMWK, nach wie vor in einer Stagnation. War der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zum 30.Oktober 2023, laut statistischem Bundessamt, preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber Vorquartal noch bei 0,1 % nur geringfügig zurückgegangen, so gab das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2023 um 0,3 % nach. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland leidet dabei unter anderem an inflationsbedingten Kaufkraftverlusten und einer anhaltenden Konsumentenunsicherheit. Für 2024 gehen aktuelle Berechnungen erneut von einer negativen Entwicklung bei der deutschen Wirtschaft von -0,3 % aus. Die pessimistische Sicht ist unter anderem auf die Zinspolitik und die schwächelnde Außenwirtschaft zurückzuführen. Die Geschäftsführung der solute geht in diesem Zusammenhang auch im Jahr 2024 davon aus, dass die Anzahl von Unternehmensinsolvenzen mindestens auf dem Niveau von 2023 verharren und dass das Risiko steigender Forderungsausfälle nicht zurückgehen wird. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Angebot von Google Shopping nimmt, trotz der Entscheidung der EU-Kommission, weiterhin eine marktbeherrschende Stellung ein. Wesentliche Veränderung und auch Verbesserung war die aus der Entscheidung der EU-Kommission im Jahr 2017 resultierende Einführung der sogenannten Product Listing Ads (PLA) seitens Googles. Dies hat der solute die Möglichkeit eröffnet, den Geschäftsbereich Performance Marketing auf- bzw. auszubauen, jedoch weiterhin zum Nachteil des klassischen Preisvergleiches. Im Preisvergleichskontext ist die solute am deutschen Markt weiterhin unter den Top 5. Trotz dieser Ausgangslage wurde der Markt nicht leichter, da Google am Online-Werbemarkt weiterhin eine nahezu marktbeherrschende Position mit einem Anteil von über 90 % innehat. Diese unveränderten Rahmenparameter gegenüber 2022 führen dazu, dass die solute ihr geplantes EBIT-Ziel im Geschäftsjahr 2023 um rund 14,4 % verfehlt. Die Branche hatte im Jahr 2023 vornehmlich mit der Herausforderung einer sinkenden Konsumlaune zu kämpfen, was erstmals zu einem Rückgang der Umsätze in diesem Segment führte. Dies konnte im Jahr 2023 auch durch ein gutes Weihnachtsgeschäft nicht kompensiert werden. Die solute GmbH konnte ihre Kundenbasis, trotz einer sich abschwächenden Onlinekonsumnachfrage, wirtschaftlich weiterentwickeln und kombiniert mit einem stabilen Kostenmanagement ein solides Ergebnis erwirtschaften. Wir sehen jedoch im Jahr 2024 eine Chance auf Besserung, sobald der Digital Markets Act (DMA) auf EU-Ebene in Kraft tritt und von sogenannten Gatekeepern, zu denen auch Google gehört, einen faireren Wettbewerb einfordert. Durch den DMA ist Google angehalten den Marktbegleitern fairere Wettbewerbsbedingungen zu eröffnen. Die solute ist dabei in engem Austausch sowohl mit der zuständigen EU-Behörde als auch Google. Wir gehen davon aus, dass wir auf mögliche Veränderungen gut vorbereitet sind, um schnell reagieren zu können. Wesentliche Umsatz und Ergebnistreiber sind die Bereiche Performance Marketing und Syndication. Das Portalgeschäft hingegen lag hinter den Erwartungen, was unseres Erachtens auch mit einer schwächeren Konsumlaune sowie dem generellen Rückgang von Nutzern auf dem Portal zusammenhängt. Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im eCommerce eine stabile Entwicklung, trotz Stagnation der Konsumlaune und einer pessimistischen Konjunkturaussicht. Wir erwarten positive Impulse durch die Umsetzung des DMA im März 2024. Die Ergebniserwartung 2024 wird aus Sicht der Geschäftsführung der solute auf dem Niveau 2023 liegen. Die Geschäftsführung der solute GmbH baut im Jahr 2024 ihr Leistungsportfolio rund um den Marktplatz Amazon weiter aus und optimiert mit dem Auslaufen der bulgarischen Aktivitäten zum 31.12.2023 die laufenden Kosten deutlich. 2.3 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war geprägt von den beschriebenen externen Einflussfaktoren sowie kleinerer organisatorischer Anpassungen im Unternehmen, um die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Neben dem weiteren Ausbau des Geschäftsfeldes Amazon Ads verfolgt das Unternehmen weiterhin den Ansatz Customer-First mit Blick auf Reichweitenqualität, Kundenzufriedenheit und damit Wachstum des durchschnittlichen Umsatzes und Rohertrages pro Kunde. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde das neue ERP-System odoo erfolgreich eingeführt und IDW PS 880 zertifiziert. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023, unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insgesamt nicht zufrieden. Umsatzziele wurden dabei um rund -3,7 % gegenüber der Planung verfehlt, wohingegen die Rohertragsziele um 0,4 % überwiegend aufgrund der Entwicklung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen übertroffen wurden. Wesentliche Faktoren waren hierbei die insgesamt schwächere Konsumlaune, gesamtwirtschaftliche Rahmenparameter sowie die weiterhin schwache Entwicklung des Portals. Insgesamt konnte ein stabiles Ergebnis erreicht werden, trotz deutlich verfehlter Ziele. Faktor hierfür war unter anderem ein gutes Kostenmanagement, womit eine stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation gehalten werden konnte. Vor dem Hintergrund der oben skizzierten Situation wird der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 insgesamt als nicht zufriedenstellend bewertet. 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme der solute GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 11.809 TEUR (VJ 13.074 TEUR). Das Anlagevermögen sank leicht auf 2.863 TEUR (VJ 3.065 TEUR), da die Aktivierung des neuen ERP-System odoo lediglich eine Umbuchung war und die Abschreibung des Systems seit Januar 2023 läuft. Die BGA reduzierten sich um rund 72 TEUR. Sale-and-Lease-Back wurde im Jahr 2023 aufgrund der Zinsentwicklung bis auf weiteres ausgesetzt. Das Umlaufvermögen liegt bei 8.655 TEUR (VJ 9.790 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4.705 TEUR (VJ 4.209 TEUR) und stiegen um ca. 11,8 % u. a. durch höhere Umsätze in den letzten beiden Monaten im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die liquiden Mittel zum 31.12.2023 reduzierten sich deutlich um 31,1 % 3.685 TEUR (VJ 5.346 TEUR). Dabei ist ein Teil der freien Liquidität in Rentenpapiere angelegt. Damit sind aktuell eine gute Liquiditätslage und die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gegeben. Das Eigenkapital beträgt 7.938 TEUR (VJ 7.660 TEUR), was einer Eigenkapitalquote von 67,2 % (VJ 58,6 %) entspricht. Die Steuerrückstellungen liegen bei 139 TEUR (VJ 534 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen betragen 1.025 TEUR (VJ 1.350 TEUR), was einem Rückgang von 325 TEUR bzw. ca. 24,1 % entspricht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Stichtag deutlich um 651 TEUR (-23,2 %) auf 2.156 TEUR (VJ 2.807 TEUR) reduziert, trotz eines höheren Umsatzes im Dezember ggü. VJ, aufgrund eines zusätzlichen Zahllaufes. Die sonstigen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen aus Steuern, beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 549 TEUR (VJ 598 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die solute GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 33.261 TEUR (VJ 32.738 TEUR). Der leichte Anstieg ist aus unserer Sicht im Wesentlichen, trotz geringerer Konsumlaune, auf den Ausbau im Performance Marketing zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich leicht um 327 TEUR auf 19.848 TEUR (VJ 19.521 TEUR). Die Personalkosten im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich um 768 TEUR auf 10.283 TEUR (VJ 9.515 TEUR), da einerseits offene Stellen erfolgreich besetzt wurden und andererseits notwendige Gehaltsmaßnahmen durchgeführt wurden. Die Personalaufwandsquote konnte dabei gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant gehalten werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2023 lagen mit 2.143 TEUR (VJ 2.227 TEUR) um 3,8 % unter Vorjahresniveau, u.a. aufgrund nicht verbrauchter Marketingbudgets. Für 2024 erwarten wir eine stabile Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf Vorjahresniveau. Insgesamt erzielt das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 ein EBIT in Höhe von 1.370 TEUR und einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 1.027 TEUR (VJ 1.801 TEUR), womit sich die positive Ertragsentwicklung fortsetzt. Da die solute GmbH keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im engeren Sinne betreibt, entfallen diese Angaben im Lagebericht. Wie im Vorjahr gibt es keine außerbilanziellen Verpflichtungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die wirtschaftliche Lage haben. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der solute GmbH war im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen geprägt von einem Ausbau der Geschäftsbereiche und organisatorischer Weiterentwicklungen im Bereich der Technik. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage als gut zu bewerten. 3. Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen Ereignisse ergeben. 4. Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risikobericht Für eine möglichst transparente Darstellung der Risikosituation der solute GmbH werden alle erfassten Risiken vor Risikosteuerungsmaßnahmen (Bruttobetrachtung) bewertet. Für den Prognosezeitraum 2024 wurden als maßgebliche Risiken die nachfolgenden Risiken identifiziert, welche im Vergleich zu 2023 nahezu gleich sind. Hierbei ergibt sich als größtes Risiko die Änderung von Suchalgorithmen bei Internet- Suchmaschinen oder die bevorzugte Darstellung von suchmaschineneigenen Diensten. Ein für den Nutzer stetig weiter verbessertes Produkt ist hierbei die effektivste Maßnahme zur Risikobegrenzung, da Suchmaschinen dem Nutzer das stets optimale Ergebnis liefern möchten. Ein weiteres wesentliches Risiko ist der weitere Rückgang der aktiven Onlineshops und damit die Verringerung der Angebote und der damit erzielbaren Umsätze. Beiden Risiken begegnet die solute GmbH durch den Ausbau neuer Dienstleistungen, wie dem Bereich Performance Marketing oder dem Einstieg in den Bereich der Marktplätze. Die Preisvergleichsbranche sieht sich weiterhin mit einer Vielzahl neu aufkommender Geschäftsmodelle und Kommunikationskanäle im eCommerce konfrontiert, die eine Umverteilung der Nutzerströme, weg von den klassischen webbasierten Portalen, zur Folge haben. Die Produktsuche verlagert sich unter andrem zu Amazon, aber auch zu Apps. Der klassische Preisvergleich im Web-Browser ist für viele Nutzer mittlerweile eine austauschbare Dienstleistung geworden. Die führenden Preisvergleichsportale unterscheiden sich in ihrer Kernfunktionalität nur marginal. In diesem Umfeld ein Alleinstellungsmerkmal und somit eine Kundenbindung zu schaffen, ist eine große Herausforderung. solute entwickelt daher neue Konzepte und Partnerschaften, die zusätzlich zu der Kernfunktionalität auch ein Shopping-Erlebnis, soziale Komponenten und zusätzliche Einsparungspotentiale für den Konsumenten bieten. Ein weiterer, schwer einzuschätzender Faktor ist die Entwicklung der Konsumlaune im Jahr 2024, aufgrund der geopolitischen Rahmenbedingungen und der negativen binnenwirtschaftlichen Aussichten. Insgesamt erwarten wir für 2024 eine gewisse Stabilität im Onlinehandel und ggf. leicht positive Impulse durch den Start des Digital Markets Act (DMA). Das Risiko der Wettbewerbsverschärfung durch neue Marktteilnehmer (internationale Wettbewerber) schätzen wir weiterhin als gering ein. Unabhängig von dieser Einschätzung wird die solute GmbH auch im Jahr 2024 sein Produktportfolio weiterentwickeln, und Investitionen in neue Geschäftsmodelle/-felder prüfen, um eine stabile Umsatz- und Ertragslage zu gewährleisten und die Basis für weiteres Wachstum zu schaffen. Die Gesamtrisikosituation der solute GmbH setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen und birgt in der Summe ein Risiko für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens. Einzeln betrachtet, weist insbesondere das Risiko einer Änderung von Suchalgorithmen bei Internet-Suchmaschinen das Potential auf, die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage zu beeinflussen. Aufgrund der Vorbereitung der Erweiterung des Dienstleistungsportfolios in den vergangenen Jahren, ist dieses Risiko jedoch vermindert worden. Wir schätzen sowohl dieses Risiko als auch alle anderen Risiken aus heutiger Sicht jedoch nicht als bestandgefährdend ein. 4.2 Chancenbericht Die positiven Effekte auf die Entwicklung des eCommerce durch die Pandemie sind auch im Jahr 2023 weiterhin gegeben, wenn auch stagnierend auf diesem hohen Niveau. Der Vorteil der solute liegt dabei in unserer langjährigen Markterfahrung und dem bestehenden Marktzugang, in Verbindung mit der Entwicklung neuer, skalierbarer Geschäftsmodelle. Wir sehen hier eine positive Chancenentwicklung gegenüber 2023, da das Geschäft mit Amazon Advertising deutlich ausgebaut werden soll und wir parallel dazu erste Erfahrungen mit einer eigenentwickelten SaaS- Lösung machen werden. Inwieweit 2024 das Preisvergleichsportal von den Entwicklungen profitieren wird, ist aktuell schwer einzuschätzen. Wir erwarten jedoch einen positiven Effekt im Zuge der Umsetzung des DMA durch Google im März 2024. Wie hoch dieser sein wird, ist vor in Kraft treten jedoch nicht abzuschätzen. Neben Google gehört Amazon zu den wichtigsten Marktteilnehmern, weshalb wir unser Angebot in diesem Bereich weiter ausbauen. Dies wird sowohl organisch als auch anorganisch erfolgen, wenn sich Optionen bieten. Unserer Einschätzung nach ist die Marktposition von Amazon weiter sehr stark und wird insbesondere im Advertisingbereich immer attraktiver. Die solute GmbH hat mit ihren B2C-Marken billiger.de, shopping.de und kaufladen.de, insbesondere mit billiger.de, eine starke Markenbekanntheit, die auch im Jahr 2024 weiterentwickelt wird. Im B2B-Kontext hingegen wird die Marke solute verstärkt als Dachmarke positioniert. Die Evaluierung neuer Angebote und Dienstleistungen ist auch im Jahr 2024 ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Insgesamt sehen wir entlang unserer Wertschöpfung für den B2B-Kunden im Jahr 2024 weiterhin gute Möglichkeiten, um neue Geschäftsmodelle der Customer Journey zu entwickeln. 5. Prognosebericht 5.1 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung der solute GmbH Die Geschäftsführung der solute GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein stabiles, aber herausforderndes Geschäftsjahr. Ziel ist es, das Unternehmen für die nächste Wachstumsphase vorzubereiten, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Änderungen im Rahmen des DMA. Ausgehend vom Budget 2024 sind die Annahmen in Bezug auf die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz, Rohertrag, EBIT) konstant gegenüber 2023. Fokus im Jahr 2024 ist der weitere Ausbau der Vertriebsaktivitäten, der Kundenbetreuung sowie der Ausbau des Amazon-Geschäftes. Insgesamt wird ein Netto-Kundenwachstum angestrebt, bei positiver durchschnittlichen Umsatzentwicklung pro Kunde. Insgesamt plant die solute GmbH für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis auf Vorjahresniveau. Der Geschäftserfolg der solute GmbH hängt nicht zuletzt von der Konsumneigung sowie der eCommerce-Marktentwicklung in Deutschland und Europa ab. Aber auch die Wettbewerbssituation, insbesondere mit Google, das eine marktbeherrschende Stellung einnimmt, ist dabei relevant. Insgesamt sehen wir Markt- und Wachstumschancen für die solute GmbH, durch weiter voranschreitende Digitalisierung der Märkte und der schnellen technologischen Entwicklung, insbesondere im Bereich der KI und im Bereich Retail Media, da hierdurch neue, monetarisierbare Dienstleistungen entstehen. Für 2024 sehen wir Ansätze für neue Produkte und Dienstleistungen in oben genannten Bereichen. Insbesondere im Bereich Software-as-a-Service. 5.2 Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die binnenwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 in Deutschland und Europa war, durch die externen Einflüsse wie Inflation, Ukrainekrieg aber auch den Nachwirkungen der Pandemie, rückläufig im Vergleich zu 2022. Diese Entwicklung ist europaweit zu beobachten. Dies führt unseres Erachtens zu einer sinkenden Konsumlaune, auch aufgrund der Gefahr einer Rezession im Jahr 2024, welche sich im Onlinehandel ebenfalls leicht negativ, aber nicht zwangsläufig, auswirken könnte. Aus diesem Grund arbeitet die solute GmbH verstärkt daran neue, auch vom Preisvergleichsportal unabhängige, Geschäftsmodelle und Services zu entwickeln, welche in den kommenden Jahren am Markt positioniert werden sollen. Bereits im Jahr 2024 hat die solute erfolgreich die Einführung einer umsatzunabhängigen Grundgebühr bei den Kunden eingeführt. 6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Forderungen werden innerhalb vereinbarter Ziele beglichen. Forderungsausfälle sind nur in seltenen Fällen zu verzeichnen. Zudem besteht mit einem Großteil der Kunden eine langjährige Geschäftsbeziehung. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Forderungsmanagement.
Karlsruhe, 29. Februar 2024 Bernd Vermaaten, Geschäftsführer Dr. Thilo Gans, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die solute GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der solute GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der solute GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 29. Februar 2024 WIRTSCHAFTS-REVISION
UND TREUHAND
Dr. Helmut Fischer, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Bertram Fischer, Wirtschaftsprüfer (Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Bilanzsumme EUR 11.808.577,67; Jahresüberschuss EUR 1.027.220,39) und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der solute GmbH, Karlsruhe.) Gesellschafterbeschluss im schriftlichen UmlaufverfahrenAm Stammkapital der solute GmbH, Zeppelinstr. 15, 76185 Karlsruhe (nachfolgend kurz "Gesellschaft" genannt) mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts - Registergericht - Mannheim unter HRB 748044 sind beteiligt: Die Gesellschafter der solute GmbH beschließen unter Verzicht auf die Einhaltung etwaiger Form- und Fristvorschriften, wie sie Gesetz und Gesellschaftsvertrag für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung vorsehen, im Umlaufverfahren wie folgt: 1. Der Gesellschafter stimmt einer schriftlichen Beschlussfassung im Umlaufverfahren zu. Diesem Beschluss
2. Feststellung des Jahresabschlusses 2023 Der Gesellschafter der solute GmbH stellt den Jahresabschluss 2023 fest. Die Aufstellung des Jahresabschlusses ist fristgerecht nach §§264 HGB erfolgt. Die Pflichtprüfung (§316 HGB) des Jahresabschlusses erfolgte durch die PKF Wirtschafts- Revision und Treuhand AG, Nürnberg. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist eine Bilanzsumme von 11.808.577,67 EUR und einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.027.220,39 EUR auf. Diesem Beschluss
3. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Gesellschafter der solute GmbH beschließen einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von 1.027.220,39 EUR unter Hinzurechnung des Gewinnvortrages in Höhe von 5.385.483,69 EUR. Diesem Beschluss
4. Entlastung der Geschäftsführung Den Geschäftsführern, Herr Bernd Vermaaten und Herr Dr. Thilo Gans, wird im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Diesem Beschluss
Nürnberg, den 06.03.2024 solute holding GmbH & Co. KG Michael Oschmann |
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