Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 99662
Vorher
Bruker AXS Microanalysis GmbH
Eingetragen
15.12.2005
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Geräten und Verfahren für die Analyse unterschiedlichster Materialien hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihrer Mikrostruktur sowie von Oberflächenmess- und Sensorensystemen einschließlich ihrer Applikation in Industrie, Forschung und Lehre.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Schürr
seit 27.1.2026
Prokura
Heiko Dr. Haschke
seit 26.1.2022
Prokura
Holger Ebeling
seit 26.1.2022
Prokura
Thomas Schülein
seit 15.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BRUKER AXS SE
Germany
330.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bruker Nano GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 994.747,93 996.305,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 41.821,57 52.345,57
1.036.569,50 1.048.651,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.757.688,15 14.271.487,01
2. technische Anlagen und Maschinen 1.729.678,24 1.466.026,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.901.377,72 4.743.342,44
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196.530,87 12.452,25
20.585.274,98 20.493.308,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.181.686,62 5.986.220,21
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.135.094,75 4.759.399,28
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.020.074,90 3.112.356,42
14.336.856,27 13.857.975,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.996.039,59 12.035.655,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.443.534,37 1.937.273,95
davon gegenüber Gesellschafter EUR 27.476,42 (i. V. EUR 38.388,22)
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.574.665,07 5.807.547,52
13.014.239,03 19.780.476,73
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.701,01 1.363,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 275.875,49 266.207,16
49.250.516,28 55.447.982,56

Passiva

Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 330.000,00 330.000,00
II. Kapitalrücklage 30.000,00 30.000,00
III. Bilanzgewinn 3.575.936,54 6.272.525,89
3.935.936,54 6.632.525,89
B. Sonderposten für Zuwendungen 817.207,31 850.449,59
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 360.374,00 306.662,00
2. Steuerrückstellungen 379.258,50 0,00
3. sonstige Rückstellungen 3.410.643,80 5.098.243,19
4.150.276,30 5.404.905,19
D. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 965.336,45 324.729,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.913.568,97 1.608.191,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.820.780,89 38.100.649,73
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.343.206,27 825.197,73
davon aus Steuern EUR 316.575,15 (i. V. EUR 491.444,13)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 19.138,77 (i. V. EUR 1.718,18)
38.042.892,58 40.858.768,62
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.304.203,55 1.701.333,27
49.250.516,28 55.447.982,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 48.076.255,72 55.794.212,93
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -27.658.543,46 -31.304.746,87
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 20.417.712,26 24.489.466,06
4. Vertriebskosten -8.937.406,30 -10.039.739,20
5. allgemeine Verwaltungskosten -3.233.800,37 -5.789.321,26
6. Entwicklungskosten -6.049.805,50 -6.458.795,22
7. sonstige betriebliche Erträge 633.961,75 1.636.493,84
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.118.710,48 -1.557.625,67
-19.705.760,90 -22.208.987,51
9. sonstiae Zinsen und ähnliche Erträge 47.809,26 103.749,73
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 34.224,20 (i. V. EUR 46.788,71)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.014.917,62 -917.992,38
davon an verbundene Unternehmen EUR 939.907,65 (i. V. EUR 900.042,55)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.388.504,47 1.740.468,52
12. Ergebnis nach Steuern -2.643.661,47 3.206.704,42
13. sonstige Steuern -52.927,88 -17.069,16
14. Jahresüberschuss -2.696.589,35 3.189.635,26
15. Gewinnvortrag 6.272.525,89 3.082.890,63
16. Bilanzgewinn 3.575.936,54 6.272.525,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Die Bruker Nano GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HR B Reg. Nr. 99662).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Die Bruker Nano GmbH ist gem. § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorjahresgrundsätzen.

II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt dabei drei bis fünf Jahre.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Höhe des Betrages angesetzt, um den die für die Übernahme der Bruker Nano GmbH, Herzogenrath, bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden überstieg. Er wird entsprechend seiner voraussichtlichen Nutzungsdauer über 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen werden beim Gebäude Nutzungsdauern von max. 33 Jahren zu Grunde gelegt.

Die Nutzungsdauer bei den Technischen Anlagen und Maschinen liegt überwiegend zwischen 8 und 15 Jahren, bei den anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt sie überwiegend zwischen 3 und 13 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit Nennwerten aktiviert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden gegebenenfalls entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen angesetzt. Forderungen in ausländischer Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für zu erwartende Forderungsausfälle werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen in ausländischer Währung wurden mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten für Zuwendungen enthält erhaltene Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Er wird entsprechend der Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,34 % (Vj. 2,75 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 80.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

31.12.2020
TEUR
Erfüllungsbetrag -610
Zeitwert des Deckungsvermögens -249
Pensionsrückstellung 360

Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Die kurzfristigen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) Forderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die langfristigen (Restlaufzeit über einem Jahr) Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von 5 bis 15 Jahren basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (i. W. Technologie), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren ausgeschöpft.

Der Ansatz des Anlagevermögens aus den erworbenen Gesellschaften (Verschmelzung) erfolgt nach Buchwerten und wird mit deren Bilanzierungsentscheidungen in Gänze übernommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.444 (i. V. TEUR 1.937).

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 330.000,00.

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB ist unverändert.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 6.273 (i. V. TEUR 3.083) enthalten.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Für die Investition in das neue Firmengebäude in Berlin-Adlershof wurde von der Investitionsbank Berlin ein Investitionszuschuss von insgesamt EUR 1.200.000,00 gewährt. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zu den Abschreibungen, welche auf das Gebäude entfallen.

Rückstellungen

Im Zuge der Neuregelung des § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen, wurde der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Rückstellungen für Pensionen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert.

Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n. F. ist die Neufassung des § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 anzuwenden. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von in Höhe von TEUR 71. Der Unterschiedsbetrag ist nach §253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Sonstige Rückstellungen BioAFM 400 1.951
Rückstellungen für Erfolgsboni 498 868
Rückstellungen für Gewährleistung 608 602
Rückstellungen ausstehende Rechnungen 60 55
Urlaubsrückstellung 265 350
Sonstige Personalrückstellungen 94 123
Übrige Rückstellungen 1.240 1.037
Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeiträge 105 80
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 141 32
Gesamt 3.411 5.098

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis 1 Jahr) 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 965 328
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.914 1.608
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 32.821 38.101
Sonstige Verbindlichkeiten 1.343 825
Gesamt 38.043 40.859

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.789 (i. V. TEUR 581) sowie Cash Pool Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 31.032 (i. V. TEUR 37.519).

Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2020 verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
System- und Materialerlöse 37.629 48.627
Zubehör-/Service- und Ersatzteilerlöse 4.868 3.703
Erlöse aus Wartungsverträgen 2.472 874
Sonstige Umsatzerlöse 3.108 2.590
48.076 55.794

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2020 verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Deutschland 9.278 8.687
EU 12.838 16.740
Drittland 25.960 30.367
48.076 55.794

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 510 (i. V. TEUR 440) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.661 (i. V. TEUR 546).

Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2020 TEUR 18.220 (i. V. TEUR 21.844), er betrifft Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2020 EUR 21.551 (i. V. EUR 20.990), er enthält soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 3.380 (i.V. TEUR 3.139).

Alle Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen (i. V. TEUR 1.719).

IV. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden KFZ-Leasingverträge und sonstige elektronische Kleingeräte mit i.d. R. drei- bis vierjährigen Laufzeiten eingegangen. Darüber hinaus werden zu Testzwecken Rasterelektronenmikroskope mit einer 5- jährigen Laufzeit geleast. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos.

Die Verpflichtung für die Restlaufzeiten beträgt TEUR 519.

Höhe des Abschlussprüferhonorars

Das Abschlussprüferhonorar beträgt im Geschäftsjahr TEUR 50. Zudem entfallen TEUR 13 auf Steuerberatungsleistungen.

Geschäftsführung

Thomas Schülein, Berlin

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat und sich demnach seine Bezüge aus der Angabe nach § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB ableiten lassen, wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Anzahl der Beschäftigten Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB hat die Bruker Nano GmbH im Berichtsjahr durchschnittlich 269 (i. V. 258) Angestellte beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bruker Corporation, Billerica, Massachusetts, USA, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Bruker Corporation ist auf der Website der U. S. Security and Exchange Commission einsehbar.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020, bestehend aus dem Jahresverlust in Höhe von EUR -2.696.589,35 und dem Gewinnvortrag über EUR 6.272.525,89, beträgt EUR 3.575.936,54. Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, diesen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Nachtragsbericht

Der bereits seit Monaten sich verschärfende Ukraine-Konflikt gipfelte am 24. Februar 2022 mit dem Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine. Als Reaktion auf diesen Angriff hat die Europäische Union gemeinsam mit internationalen Partnern harte Sanktionen beschlossen. Diese zielten insbesondere darauf ab, die russische Wirtschaft und die politische Elite massiv zu schwächen. Deren Konsequenzen, auch für die verhängenden Staaten, zeigten sich in den in 2022 stark gestiegenen Energiepreisen, die sich im Jahr 2023 wieder leicht erholten, sowie in einer anhaltenden Inflation.

Die Märkte in den betroffenen Ländern haben keinen wesentlichen direkten Einfluss auf das Geschäft der Bruker Nano GmbH. Außerdem sollten sich die Preissteigerungen nur moderat auf das Ergebnis in den Folgejahren auswirken.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Berlin, den 31. Januar 2024

Bruker Nano GmbH

Thomas Schülein, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.590.336,39 299.486,49 356.220,19 2.533.602,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 157.585,57 0,00 0,00 157.585,57
2.747.921,96 299.486,49 356.220,19 2.691.188,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.579.819,50 0,00 0,00 17.579.819,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.530.870,01 520.882,30 504.423,50 2.547.328,81
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.887.982,75 1.906.140,70 4.494.254,54 13.299.868,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.452,25 184.078,62 0,00 196.530,87
36.011.124,51 2.611.101,62 4.998.678,04 33.623.548,09
38.759.046,47 2.910.588,11 5.354.898,23 36.314.736,35
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.594.030,83 301.044,12 356.220,19 1.538.854,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 105.240,00 10.524,00 0,00 115.764,00
1.699.270,83 311.568,12 356.220,19 1.654.618,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.308.332,49 513.798,86 0,00 3.822.131,35
2. technische Anlagen und Maschinen 1.064.843,42 256.516,65 503.709,50 817.650,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.144.640,31 1.650.771,31 4.396.920,43 8.398.491,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.517.816,22 2.421.086,82 4.900.629,93 13.038.273,11
17.217.087,05 2.732.654,94 5.256.850,12 14.692.891,87
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 994.747,93 996.305,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 41.821,57 52.345,57
1.036.569,50 1.048.651,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.757.688,15 14.271.487,01
2. technische Anlagen und Maschinen 1.729.678,24 1.466.026,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.901.377,72 4.743.342,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196.530,87 12.452,25
20.585.274,98 20.493.308,29
21.621.844,48 21.541.959,42

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wurde 2020 in erheblichem Maße durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie beeinträchtigt. Ausgehend von China wurden hiervon alle Volkswirtschaften weltweit in erheblichem Umfang erfasst, insbesondere im ersten und zweiten Quartal des Jahres. Entsprechend sank die Weltproduktion im Jahre 2020 gegenüber dem Vorjahr (nach Veröffentlichungen des IWF) um -3.2%, wobei der Rückgang bei den entwickelten Volkswirtschaften mit -4.6% sogar noch deutlich stärker ausfiel. Nachdem die weltwirtschaftliche Aktivität infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und dem damit verbundenen Rückgang der Produktion und der Unterbrechung der Lieferketten im ersten Halbjahr um fast -10% gesunken war, konnte im Sommer 2020 ein kräftiger Anstieg verzeichnet werden, obwohl die Zahl der Neuinfektionen weltweit stark zunahm und die Eindämmungsmaßnahmen in vielen Ländern erneut verschärft wurden. Mit einem Wachstum von ca. +2% gegenüber dem Vorquartal legte die Weltproduktion im vierten Quartal sogar nochmals recht kräftig zu und überstieg damit das Vorkrisenniveau wieder leicht. Diese starke Erholung im 2. Halbjahr bremste den Rückgang für das gesamte Jahr im Vorjahresvergleich auf -3,2 % ab. 1)

Neben der Covid19-Pandemie hatte auch der Vollzug des Austritts von Großbritannien aus dem EU-Binnenmarkt einen negativen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ging im Vereinigten Königreich bereits zu Jahresbeginn die Produktion im verarbeitenden Gewerbe deutlich um -2,3 % zurück; sie lag im Januar um -5,2 % niedriger als ein Jahr zuvor. Hierfür dürfte nicht nur der Lockdown verantwortlich sein, sondern auch Probleme in den Lieferketten im Zusammenhang mit dem "BREXIT". 2)

Geschäftsmodell der Bruker Corporation

Die Bruker Nano GmbH in Berlin ist Teil der Bruker Unternehmensgruppe. Die Bruker Corporation entwickelt, produziert und vertreibt wissenschaftliche Instrumente sowie analytische und diagnostische Lösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, auf mikroskopischen, molekularen und zellulären Ebenen zu forschen. Viele der Produkte werden verwendet, um strukturelle Eigenschaften von chemischen, biologischen und industriellen Materialproben zu erkennen, zu messen und zu visualisieren. Die Produkte und Lösungen bedienen die schnell wachsenden Bedürfnisse einer Vielzahl von Kunden in der Life-Science-Forschung, der Pharma-Industrie, Biotechnologie, Zellbiologie, klinische Forschung, Mikrobiologie, in-vitro Diagnostik, Nanotechnologie und Materialwissenschaften. Die Technologieplattformen umfassen u.a. die Kernspinresonanz, Massenspektrometrie, Gas- und Flüssigkeitschromatographie, Röntgenspektroskopie, optische Emissionsspektroskopie, Atomkraftmikroskopie, Stylus und optische Metrologie, Fluoreszenzmikroskopie sowie Infrarot- und Raman-Molekularspektroskopie.

Die Zentrale der Bruker Corporation befindet sich in Billerica, Massachusetts, USA. Die Bruker Corporation beschäftigt derzeit mehr als 8.500 Mitarbeiter an über 90 Standorten auf allen Kontinenten, darunter mehr als 15 großer Standorte für Produktentwicklung und Fertigung Europa, Nordamerika und Asien.

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bruker Nano GmbH ist eine 100%ige Tochter der Bruker AXS GmbH in Karlsruhe und die Zentrale der Bruker Nano Analytics (BNA) Division der Bruker Corporation.

An ihrem Standort in Berlin befasst sich die Bruker Nano GmbH im Wesentlichen mit der Entwicklung und Fertigung von Geräten und Verfahren für die Analyse unterschiedlichster Materialien hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihrer Mikrostruktur sowie von Oberflächenmess- und Sensorsystemen einschließlich ihrer Applikation in Industrie, Forschung und Lehre.

Dabei bilden die Entwicklung und Fertigung von Geräten und Komponenten für die Element- und Strukturanalytik mittels Röntgenstrahlung den Schwerpunkt der Tätigkeit. Zu den Hauptprodukten zählen analytische Zusatzgeräte für Elektronenmikroskope, die den Geschäftsbereich EMA (Electron Microscope Analyzers) bilden, wie z. B. EDS (Energy Dispersive X-ray Spectrometer), WDS (Wavelength Dispersive X-ray Spectrometer) und EBSD (Electron Backscatter Diffraction) Systeme.

Weiterhin bietet die Bruker Nano Division auch MXRF (Micro X-Ray Fluorescence) Spektrometer an, deren Einsatzgebiete von der Edelmetall- und Schmuckanalyse über die Archäometrie und Kunstanalytik, die Materialwissenschaften und Forensik bis hin zur Qualitätskontrolle in der Elektronik- und der Halbleiterindustrie reichen, sowie TXRF (Total Reflexion X-Ray Fluorescence) Spektrometer für die Spurenanalytik an, die z. B. in der Umwelt- und Lebensmittelanalytik bzw. in der Pharmaindustrie eingesetzt werden. MXRF- und TXRF-Produkte sind im Geschäftsbereich XMA (X-Ray Micro Analyzers) zusammengefasst.

Die Entwicklung und Fertigung der Produkte dieser beiden Geschäftsbereiche erfolgen in der Bruker Nano GmbH in Berlin. Weiterhin gehören zur BNA-Division der Geschäftsbereich HMP (Handheld, Mobile and Portable Analyzers) mit der Zentrale für Entwicklung und Fertigung in Kennewick (USA) und der Geschäftsbereich XGC (X- and Gamma-ray Components) mit der XGLab S.r.l. in Mailand (IT), dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung innovativer elektronischer Komponenten und Sensoren für die Röntgen- und Gammaspektroskopie liegt.

Vom Hauptsitz in Berlin gesteuert und unterstützt, erfolgt der Vertrieb in wichtigen Märkten über die jeweils dort ansässigen Vertriebsniederlassungen der Bruker-Gruppe, in einer Reihe von Ländern aber auch durch unabhängige Distributoren.

Zusätzlich zu den Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service für die Produkte der BNA-Division ist die Bruker Nano GmbH auch für den Vertrieb und den technischen Service für Produkte weiterer Divisionen der Bruker Corporation zuständig. Die Gesellschaft unterhält dafür eine Betriebsstätte in Karlsruhe, in der 22 Mitarbeiter mit dem Vertrieb und Service der von der Bruker Nano Inc. in Santa Barbara und Tuscon, USA, entwickelten und hergestellten Produktlinien AFM (Atomic Force Microscopy), SOM (Stylus- and Optical Metrology), TMT (Tribology and Mechanical Testing) sowie FM (Fluorescence Microscopy) in Europa beschäftigt sind und eine weitere Betriebsstätte in Aachen mit einem Mitarbeiter für den europaweiten Vertrieb und Service der von der Bruker Nano Inc. in Minneapolis, USA, entwickelten Produktlinie NI (Nanoindentation).

Mit der Übernahme der JPK Instruments AG im Jahr 2018 kam der Geschäftsbereich BioAFM hinzu, der sich in den vergangenen Jahren als weltweit führender Hersteller nanoanalytischer Instrumente für Life Science-Anwendungen etabliert hat. Hierzu zählen insbesondere Produkte zur Charakterisierung von Biomolekülen und zellbiologischen Prozessen auf Basis der Rastersonden-Technologie, die in der Bruker Nano GmbH entwickelt und produziert werden.

Die Zufriedenheit aller Kunden und ihr dauerhaftes Vertrauen in unsere Produkte und Leistungen ist das oberste Ziel für Führungskräfte und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2020 wurde das integrierte Qualitäts- und Umweltmanagementsystem einem externen Audit unterzogen. Die erfolgreiche Anwendung der Systeme wurde mit den Zertifikaten nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001: 2015 bescheinigt.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2020 weiter kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bestehender Produkte weiter zu erhöhen sowie den notwendigen Vorlauf zu schaffen, damit zukünftig mit neuen Produkten zusätzliche Wachstumspotentiale erschlossen werden können. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr EUR 6,0 Mio. und lagen damit um rd. EUR 0,5 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 6,5 Mio. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Wegfall der im Vorjahr aus der Akquisition der JPK Instruments AG resultierenden Sondereffekte in Höhe von EUR 0,5 Mio zurückzuführen. Weiterhin wurden aufgrund der pandemiebedingt angespannten wirtschaftlichen Lage umfassende Maßnahmen zu Kosteneinsparungen umgesetzt. Aufgrund des im zweiten Halbjahr angelaufenen Restrukturierungsprogramms für den Geschäftsbereich HMP, und der damit verbundenen Neuausrichtung der F&E-Aktivitäten der BNA-Division insgesamt, wurden im Bereich Forschung und Entwicklung keine Neueinstellungen vorgenommen, und frei gewordene Stellen wurden vorerst nicht nachbesetzt. Im Zusammenhang mit der für 2021 geplanten Schließung des HMP-Standortes in Kennewick wurden im vierten Quartal 2020 die Weichen gestellt für eine Restrukturierung der BNA F&E-Organisation mit Kompetenzzentren bei der Bruker Nano GmbH in Berlin und bei der XGLab S.r.l. in Mailand.

Die F&E Quote gemessen am Umsatz lag im Jahr 2020 bei 12,5 % und stieg damit gegenüber dem Vorjahreswert von 11,6 % um 0,9 Prozentpunkte.

Zum 31. Dezember 2020 beschäftigte die Bruker Nano GmbH im Bereich Forschung und Entwicklung 57 Mitarbeiter (Vorjahr 59 Mitarbeiter).

Die COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen Reise- und Kontaktbeschränkungen machten es zwingend notwendig, alle Produktschulungen und einen Großteil des Informationsmaterials in digitale Formate zu transferieren und unseren Kunden über die verschiedenen Online-Plattformen zugänglich zu machen. Diese Projekte wurden mit viel Energie in einer sehr kurzen Zeitspanne erfolgreich umgesetzt und trugen mit dazu bei, unseren Ruf als zuverlässigen Kooperationspartner zu festigen und die Geschäftsentwicklung zu stabilisieren.

Trotz der besonderen pandemiebedingten Herausforderungen wurden im Jahr 2020 wichtige Entwicklungsprojekte weiter vorangetrieben. Für den Geschäftsbereich EMA ist in diesem Zusammenhang der Abschluss der Entwicklung und die Markteinführung des neuartigen, kompakten "e-Flash XS" EBSD-Detektors für Rasterelektronenmikroskope (REM) hervorzuheben, mit dem die Untersuchung der Mikrostruktur kristalliner Materialien erstmalig auch mit kleineren Einstiegsmodellen und insbesondere Auftisch-REM ermöglicht wird. Darüber hinaus wurden sowohl bei der Entwicklung der nächsten Generation unserer "XFlash" EDS-Detektoren als auch bei der Weiterentwicklung der Mikrofokus-Röntgenquelle "XTrace" für Elektronenmikroskope wichtige Meilensteine erreicht.

Im Geschäftsbereich XMA lag der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung im Jahr 2020 auf der Weiterentwicklung der M4 TORNADO MXRF Geräteplattform mit dem Ziel, die analytische Leistungsfähigkeit zu erhöhen, um zusätzliche Anwendungsfelder erschließen zu können. Darüber hinaus wurde damit begonnen, die methodischen und gerätetechnischen Grundlagen für den Einsatz unseres TXRF-Produktes "S4 TSTAR" für zusätzliche Applikationen in den Bereichen Pharmazie und Umweltanalytik zu schaffen.

Die Aktivitäten im Geschäftsbereich BioAFM waren 2020 fokussiert auf die Entwicklung der weltweit schnellsten AFM-Lösung, das "NanoRacer" high-speed AFM. Mit diesem System konnte die Schwelle von 50 Bildern pro Sekunde erreicht werden, womit die Untersuchung dynamischer Prozesse an einzelnen Molekülen ermöglicht wird. Diese Entwicklung setzt neue Maßstäbe zum Beispiel bei der Untersuchung der DNA-Protein Wechselwirkung.

Mit diesen Neu- bzw. Weiterentwicklungen wurden gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.

Geschäftsverlauf im Jahre 2020

Aufgrund der COVID-19 Pandemie wies der Markt für wissenschaftliche Geräte zum Zwecke der Materialforschung und Analyse einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf. Ursächlich hierfür war ein insbesondere im ersten Halbjahr zu verzeichnender deutlicher Nachfrageeinbruch, zunächst in China, im 2. Quartal auch in den anderen Kernmärkten in Europa und Nordamerika, der auf die pandemiebedingten Einschränkungen des weltweiten Waren- und Dienstleistungsverkehrs zurückzuführen war. Betroffen waren sowohl die Industriemärkte als auch die akademische Forschung. Der Nachfragerückgang betraf unser gesamtes Produktportfolio.

Die ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 mussten deshalb schon frühzeitig angepasst werden. Die Gesellschaft konzentrierte sich verstärkt auf das Krisenmanagement und die Absicherung der Risiken aus den Unterbrechungen der Lieferketten. Unter anderem wurde im April 2020 in einigen Bereichen der Produktion Kurzarbeit eingeführt.

Im 2. Halbjahr verbesserte sich die Situation aufgrund verschiedener Lockerungsmaßnahmen schrittweise wieder, dies konnte aber den im ersten Halbjahr eingetretenen Rückgang nicht vollständig kompensieren.

Die Umsatzerlöse gingen im Jahresvergleich insgesamt um EUR -7,7 Mio. oder -14% zurück. In der zweiten Jahreshälfte kam es zu einer deutlichen Erholung, sodass die Kurzarbeit im dritten Quartal schrittweise aufgehoben werden konnte. Das Ergebnis vor Steuern betrug 2020 EUR -0,25 Mio. (2019: EUR 1,5 Mio.).

1. Ertragslage

Infolge des Umsatzrückgangs verringerte sich das Bruttoergebnis gegenüber dem Vorjahr um EUR -4,1 Mio. von EUR 24,5 Mio. auf EUR 20,4 Mio. Die Bruttomarge verringerte sich von 43,9% im Jahr 2019 auf 42,5% in 2020.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf EUR 12,2 Mio. und lagen damit um EUR -3,7 Mio. niedriger als im Jahr 2019, was sowohl auf pandemiebedingte Einsparungen bei den Reisekosten und den Kosten für Messen und Ausstellungen in Höhe von EUR -1,2 Mio. als auch auf gezielte Kostensenkungs-Maßnahmen in allen Bereichen zurückzuführen ist.

Das Ergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR -2,7 Mio. gegenüber EUR 3,2 Mio. im Vorjahr.

Der Personalbestand erhöhte sich 2020 von durchschnittlich 258 Angestellten im Vorjahr auf durchschnittlich 269.

2. Finanzlage

Die Bruker Nano GmbH finanziert sich im Konzernverbund. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Seit dem 1. Dezember 2013 ist die Bruker Nano GmbH in einen durch die Bruker Finance B.V., Niederlande, geführten EUR Cash Pool eingebunden. Die Liquidität ist jederzeit gesichert.

3. Vermögenslage

Bilanzstruktur 2020 2019
TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögenswerte 21.622 44 21.542 39
Kurzfristige Vermögenswerte 27.629 56 33.906 61
49.251 100 55.448 100
2020 2019
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 3.936 8 6.633 12
Langfristige Schulden 1.178 2 1.157 2
Kurzfristige Schulden 11.316 23 9.557 17
Cash Pool Verbindlichkeiten 32.821 67 38.101 69
49.251 100 55.448 100

Die Deckung des langfristigen Vermögens durch das Eigenkapital liegt bei 18 % (i. Vj. 31%). Die Eigenkapitalquote liegt mit 8% unter dem Niveau des Vorjahres (12%).

Im Geschäftsjahr 2020 wurden Investitionen in das Anlagevermögen im Wert von EUR 2,9 Mio. getätigt.

II. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Als Unternehmen der Bruker Corporation unterliegt die Bruker Nano GmbH der Verpflichtung, ein den Forderungen des Sarbanes Oxley Act entsprechendes standardisiertes internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung zu führen. Dieses interne Kontrollsystem stützt sich maßgeblich auf eine umfangreiche Berichterstattung, welche anhand von geeigneten Auswertungen und Kenn-zahlen Frühindikatoren zur Verfügung stellt. Es ermöglicht die systematische Früherkennung von möglichen Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben könnten, deren Analyse sowie die Einleitung von geeigneten Maßnahmen. In diesem Zusammenhang werden alle relevanten Unternehmensprozesse dokumentiert und mit Schlüsselkontrollen versehen. Die Wirksamkeit und Einhaltung dieser Kontrollen werden regelmäßig geprüft. Das zeitnahe Monitoring der geschäftlichen Entwicklung wird durch eine detaillierte Überwachung auf verschiedenen Ebenen gewährleistet. Darüber hinaus werden regelmäßig Monatsabschlüsse und Abweichungsanalysen erstellt und an die Konzernleitung berichtet.

Globale Risiken:

Als global agierendes Unternehmen ist die Bruker Nano GmbH abhängig von der konjunkturellen Entwicklung der regionalen Absatzmärkte. Regionale Krisen, soweit sie sich nicht nachhaltig und schwerwiegend auf unsere Kernmärkte Europa, USA und China auswirken, haben aufgrund unserer weltweiten Präsenz nur begrenzten Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Globale Krisen, wie die COVID-19 Pandemie, ebenso wie politische Spannungen können einen negativen Einfluss auf unsere zukünftige Geschäftsentwicklung haben.

Branchenspezifische Risiken:

Unser Geschäft ist in beträchtlichem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft und dem Forschungsbudget von Universitäten und Forschungseinrichtungen. Eine Eintrübung der gesamt-wirtschaftlichen Lage verbunden mit einer Verschlechterung der Finanzlage der öffentlichen Haushalte kann die Fähigkeit akademischer und sonstiger öffentlicher Einrichtungen zur Investition in unsere Produkte signifikant beeinträchtigen. Unser weltweit agierendes Vertriebsnetz verringert unsere Abhängigkeit von regionalspezifischen Schwankungen der Investitionsbereitschaft.

Die Sicherstellung eines qualifizierten Mitarbeiterstamms ist eine weitere Herausforderung, welcher wir durch ein professionelles Personalmanagement und umfangreichen Personalentwicklungsmaßnahmen entgegentreten.

Ertragsorientierte Risiken:

Eine Verschärfung des Preisdrucks in unseren Märkten, begünstigt durch Fremdwährungseinflüsse oder eine aggressive Preisstrategie unserer Wettbewerber, kann sich negativ auf unsere Bruttomarge auswirken und damit unsere Ertragskraft schwächen. Wir begegnen diesem Trend durch eine Optimierung unserer Fertigungsprozesse und Fertigungstiefe sowie durch die Entwicklung innovativer Produkte, deren Qualitätsstandard und Kundennutzen sich von dem unserer Wettbewerber abhebt.

Wir vermarkten unsere Produkte weltweit. Politische Krisen, verbunden mit Sanktionen und Liefersperren in einzelne Länder, können unseren Auftragseingang und Umsatz negativ beeinflussen. Andererseits sind wir gerade aufgrund unserer weltweiten Präsenz von regional begrenzten politischen Entwicklungen nur eingeschränkt betroffen, so dass eine substanzielle Ertragsgefährdung aufgrund der Veränderung politischer Rahmenbedingungen weniger wahrscheinlich ist.

Wir sind bei der Herstellung unserer Produkte auf die Lieferfähigkeit wichtiger Lieferanten angewiesen. Eine sorgfältigen Lieferantenauswahl und die Vermeidung singulärer Abhängigkeiten sind deshalb Schwerpunkt in der Beschaffung.

Es bestehen nach wie vor Risiken durch mögliche Versorgungsengpässe und die zwischenzeitlich rasanten Materialpreissteigerungen. Vor diesem Hintergrund wird ein besonderer Fokus auf die Materialpreisentwicklung gerichtet, um ggf. kurzfristig unsere Preiskalkulationen aktualisieren zu können.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Die fortgesetzte Internationalisierung unserer Absatzmärkte führt tendenziell zu einer stärkeren Abwicklung unserer Geschäfte in Fremdwährung. Wechselkursschwankungen bezogen auf diese Fremdwährungen können unsere Ertragslage beeinträchtigen. Vor dem Hintergrund der Einbindung in die internationale Bruker-Gruppe trägt die Gesellschaft dieses Risiko bislang ohne besondere Sicherungsmaßnahmen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmens-erfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die Forderungsbestände werden laufend überwacht, so dass die Gesellschaft keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

2. Chancenbericht

Wir sehen uns mit unseren Produkten und unserem Serviceangebot sehr gut positioniert, um uns auch in Zukunft in unseren Marktsegmenten an der Spitze behaupten zu können. Hierzu tragen die neu im Markt positionierten Produktlösungen ebenso bei wie die ständige Weiterentwicklung unseres Vertriebs- und Servicenetzes unter Einbeziehung eines erweiterten Netzwerkes von Distributionspartnern.

Überdurchschnittliche Chancen sehen wir weiterhin in den Wachstumsmärkten in Asien, in denen wir auch für die an 2020 anschließenden Geschäftsjahre mit einem fortgesetzten Wachstum und guten Absatzperspektiven rechnen.

Darüber hinaus stärken wir mit unseren Produktinnovationen nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit, sondern erschließen auch neue Anwendungsfelder und damit zusätzliche Wachstums-chancen.

III. Prognosebericht

Das Jahr 2020 war gezeichnet durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie. Sie hatte auf unser Geschäft einen deutlich negativen Einfluss, was sich in einem starken Rückgang des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse sowie des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr widerspiegelt.

Nachdem bereits im zweiten Halbjahr 2020 eine Erholung sowohl bei Auftragseingang als auch beim Umsatz eingetreten war, konnten in den Folgejahren jeweils deutliche Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet werden. Nach vorläufigen Zahlen erhöhten sich die Umsatzerlöse von EUR 48,1 Mio. im Geschäftsjahr 2020 auf ca. EUR 60,6 Mio. in 2021 und weiter auf ca. EUR 74,5 Mio. in 2022 und EUR 85,1 Mio. im Geschäftsjahr 2023. Nachdem das Geschäftsjahr 2020 mit einem Ergebnis vor Steuern von EUR -0,26 Mio. abgeschlossen worden war, betrug das vorläufige Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2021 ca. EUR 8,6 Mio. und stieg weiter auf ca. EUR 14,6 Mio. und EUR 15,8 Mio. in den Geschäftsjahren 2022 und 2023.

Die mittelbaren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine hinsichtlich gestiegener Material- und Energiekosten sowie sonstiger Inflation konnten dabei über Preiserhöhungen unsererseits und konsequentes Risikomanagement zu großen Teilen abgefedert werden.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein weiteres moderates Wachstum hinsichtlich beider Kennzahlen.

IV. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Bruker Nano GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als positiv.

Nach wie vor ist die Bruker Nano GmbH aufgrund ihres breiten Produktspektrums in hoher Qualität und ihre Innovationskraft sehr gut für die Zukunft gerüstet. Um dies auch weiterhin zu gewährleisten, investieren wir, wie bereits in den Vorjahren, einen beträchtlichen Teil unserer Erlöse in Forschung und Entwicklung sowie in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Ebenso setzen wir die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Logistik und Vertrieb sowie die stetige Erneuerung unserer Produktpalette konsequent fort.

Die relevanten Beschaffungsmärkte werden auch in naher Zukunft durch den Ukraine-Krieg weiter stark unter Druck sein, wir erwarten hier kurzfristig keine wesentlichen Änderungen und stellen unser Risikomanagement darauf ein.

Wir gehen davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung im Verlauf der Jahre 2024 und 2025 moderat zunimmt, sofern dies nicht durch eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen verhindert wird.

Insgesamt blicken wir daher positiv in die Zukunft und sehen keine Risiken, die das Unternehmen in seinem Bestand gefährden würden.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält eine Niederlassung Karlsruhe/Deutschland, in der im Jahr 2020 im Durchschnitt 17 Mitarbeiter in den Bereichen Service und Sales & Customer Service beschäftigt wurden.

 

Berlin, den 31. Januar 2024

Bruker Nano GmbH

Thomas Schülein, Geschäftsführer

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bruker Nano GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bruker Nano GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bruker Nano GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzlichen Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 27. März 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer

Carmen Witte, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 02.04.2024 festgestellt.

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