XBP Europe Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Knut Kluge seit 19.10.2023 | Geschäftsführer |
Mirko Milojevic seit 20.4.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Banctec Holding N.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Exela Technologies GmbHLangen (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Exela Technologies GmbH, Langen, im Folgenden kurz "Exela" genannt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nr. 32801 (Abteilung B) eingetragen. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Mit der Muttergesellschaft Exela Technologies Holding GmbH, Frankfurt am Main, als herrschendem Unternehmen ist am 11. Dezember 2018 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2018 abgeschlossen worden. 2. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden seit Anfang 2018 im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben. Für die Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen wurden folgende Abschreibungsmethoden und Abschreibungszeiträume angewandt:
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Anschaffungsnebenkosten wurden entsprechend berücksichtigt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für die Wertminderungen nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung, höchstens jedoch auf die historischen Anschaffungskosten. 3. Vorräte Die Ersatzteile sind zu Anschaffungskosten nach dem Verfahren der gleitenden Durchschnittspreise bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bezogen auf den Beschaffungsmarkt bewertet. Im Umlauf befindliche Ersatzteile werden mit den historischen Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bezogen auf den Absatzmarkt (Nettoveräußerungswert). Die Herstellungskosten wurden neben einzeln zuordenbaren Materialkosten im Wesentlichen über geleistete Projektstunden ermittelt, die zu Herstellungskostensätzen bewertet wurden, die auch Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten beinhalten. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei unfertigen Erzeugnissen wird der Nettoveräußerungswert aus den vereinbarten Projekterlösen abzüglich der gemäß mitlaufender Projektkalkulation noch zu erbringenden Leistungen ermittelt. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert, soweit nicht wegen bestehender Einzelrisiken oder konkreter Hinweise auf Forderungsausfallrisiken Einzelwertberichtigungen vorzunehmen sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden an die CREDIT AGRICOLE LEASING & FINANCE, Montrouge, Frankreich, verkauft. Es handelt sich um ein unechtes Factoring. Die Abwicklung der Transaktion erfolgt über die CREDIT AGRICOLE LEASING & FINANCE, die auch die Zahlungseingänge aus den verkauften Forderungen von der Factoring-Gesellschaft erhält. 5. Liquide Mittel Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Valuten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen ausgewiesen, sofern sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 7. Rückstellungen Bei der Bemessung der Rückstellungen sind alle erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und Verpflichtungen angemessen berücksichtigt worden. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Sofern existent, werden langfristige Rückstelllungen abgezinst. 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Fremdwährungsbewertung Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bilanzierte Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit innerhalb eines Jahres werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 10. Latente Steuern Aufgrund der seit dem Geschäftsjahr 2018 mit der Exela Technologies Holding GmbH bestehenden steuerlichen Organschaft werden die latenten Steuern auf Ebene des Organträgers bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Angaben zum Anteilsbesitz
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Bestehende Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Clearing von Warenlieferungen und Dienstleistungen in Höhe von TEUR 29.036 (Vorjahr: TEUR 19.351). Darüber hinaus bestehen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 28.024 (Vorjahr: TEUR 28.889), von denen sich TEUR 12.405 (Vorjahr: TEUR 12.405) auf BancTec US beziehen. Gegen die Gesellschafterin Exela Technologies Holding GmbH bestehen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 2.424 (Vorjahr: TEUR 2.844). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Exela Technologies ECM Solutions GmbH belaufen sich auf TEUR 7.491 (Vorjahr: TEUR 6.888). Alle Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Es besteht seit dem Jahr 2012 eine Rangrücktrittserklärung der Exela für Darlehen an die Exela Technologies ECM Solutions GmbH. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 112) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt DM 50.000,00 (EUR 25.564,59) und ist voll eingezahlt. Die Anteile werden von der Exela Technologies Holding GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von EUR 1.946.441,01 wurde gemäß dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an die Exela Technologies Holding GmbH abgeführt. 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.420 (Vorjahr TEUR 1.283) beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 957(Vorjahr: TEUR 984) und für sonstige Personalaufwendungen (Urlaub, Tantieme, Abfindungen) in Höhe von TEUR 463 (Vorjahr TEUR 299). 8. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Zu den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zählen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 48.653 (Vorjahr: TEUR 44.046) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.329 (Vorjahr: TEUR 5.270), sowie aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 3.121 (Vorjahr 1.946). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, Exela Technologies Holding GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 5.833 (Vorjahr: TEUR 2.670), davon aus Gewinnabführung TEUR 3.121 sowie aus Lieferungen und Leistungen TEUR 2.712. . Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Umsatzsteuerverbindlichkeiten von TEUR 962 (Vorjahr TEUR 2.335) und mit TEUR 80 (Vorjahr TEUR 1.018) Factoring Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte besichert. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 844 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.138) enthalten. D. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Im Rahmen des Erwerbs der Exela Technologies ECM Solutions GmbH, Augsburg, wurden für deren Verpflichtungen aus Mietverträgen und Gewährleistungen bestehende Avale auf den zwischen der Exela Technologies GmbH und der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, am 25. Mai 2010 abgeschlossenen Avalrahmenvertrag übertragen. Als Sicherheit für Ansprüche der Bank aus diesem Rahmenvertrag hat die Exela Technologies GmbH ihre bei der Commerzbank AG bestehenden Festgelder verpfändet. Aufgrund der guten Ertragslage der Exela Technologies ECM Solutions GmbH ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 424 (Vorjahr TEUR 631), von denen TEUR 385 in 2022 fällig sind. 3. Nachtragsbericht Der europäische Geschäftsbereich der Exela Technologies Inc. und CF Acquisition Corp. VIII, eine zweckgebundene Akquisitionsgesellschaft, gaben am 10. Oktober 2022 den Abschluss einer Verschmelzungsvereinbarung bekannt. Unter der Voraussetzung des Abschlusses dieser Transaktion ("Closing") soll das kombinierte Unternehmen als XBP Europe Holdings, Inc. firmieren und voraussichtlich an der Nasdaq notiert werden. Einen großen Markteinfluss stellt die Ukraine-Krise dar. Insbesondere die dadurch entstandenen erhöhten Energiekosten, Störungen in den Zulieferkreisläufen und die allgemeinen Kostensteigerungen betreffen das Geschäftsfeld. Die hieraus resultierenden Einflüsse auf unsere Geschäftstätigkeit und Risikobeurteilung sind im Lagebericht der Gesellschaft dargestellt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwartet wird, liegen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor. 4. Geschäftsführung Es waren folgende Herren zu Geschäftsführern bestellt:
Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält. 5. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2021 87 (Vorjahr 109). Davon sind 80 (Vorjahr 85) in Vollzeit und 7 (Vorjahr 24) in Teilzeit beschäftigt. 6. Ergebnisabführungsvertrag Aufgrund des mit der Exela Technologies Holding GmbH, Frankfurt am Main, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss an diese vollständig abgeführt. 7. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochter der Exela Technologies Holding GmbH, Frankfurt am Main, und wird zusammen mit dieser in den Konzernabschluss der Exela Technologies Inc., Irving (Texas), USA, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft und online erhältlich.
Langen, den 15. Dezember 2022 Exela Technologies GmbH Mirko Milojevic, Geschäftsführer Jaymin Chhaya, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Geschäftsmodells Die Gesellschaft ist ein Anbieter für Business Process Management-, Enterprise Content Management-, Archiv- und Posteingangslösungen sowie Business Process Service (BPS). Dazu entwickelt und vertreibt die Gesellschaft Softwareprodukte und -lösungen sowie Hardwarekomponenten (Hochleistungsscanner) für die Verarbeitung großer Datenmengen für das Großkundensegment. Die Gesellschaft unterstützt die Kunden bei der Automatisierung, Absicherung und Nachvollziehbarkeit ihrer IT-gestützten Geschäftsprozesse. Auf Basis der eigenen Lösungen werden auch Komplettservices für Kunden angeboten (BPS). Die Gesellschaft ist einer der wenigen Komplettanbieter am Markt, welcher in allen wesentlichen Bereichen auf eigene Technologien und Komponenten zurückgreifen kann. Mit dem Erwerb der Exela Technologies ECM Solutions GmbH, Augsburg, (kurz: ECM Solutions) im Jahr 2010 konnte die Software-Produktpalette der Exela Technologies GmbH (kurz: Exela) mit Spezialkomponenten und einer lokalen Zahlungsverkehrslösung ergänzt werden. Zusätzlich ist die Gesellschaft mittelbar über die ECM Solutions in Augsburg, Berlin, Österreich und Budapest (Ungarn) vertreten. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt unverändert zu den Vorjahren auf Basis einer rollierenden kurzfristigen Planung. Die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Steuern sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren. Mit der Muttergesellschaft Exela Technologies Holding GmbH, Frankfurt am Main, als herrschendem Unternehmen ist am 11. Dezember 2018 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2018 abgeschlossen worden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2021 wieder um 2,7 % gestiegen. Dies ist, nachdem es im Vorjahr erstmalig nach 10 Jahren einen Rückgang um 4,8 % gab, ein Zeichen für die große Stabilität der deutschen Wirtschaft auch in der Coronakrise. Die in 2020 durch die Corona-Pandemie hinterlassenen Spuren in Produktion und im Dienstleistungsbereich haben sich in 2021 stabilisiert. (Quelle: Statistisches Bundesamt Berlin) Der Markt der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) in Deutschland betrug im Jahr 2021 178,4 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 4,5 % zum Vorjahr entspricht. Auch für 2022 wird das Wachstum bei 4,3 % stabil bleiben. (Quelle: BITKOM, ITK-Zahlen Juli 2022). Das ist der Bereich, in dem die Exela Technologies GmbH den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit hat. In der Informationstechnologie zeichnet sich dabei eine konstante Trendänderung der Projektarten ab. Während bislang häufig spezifische Themen adressiert wurden, um dort eine vorhandene Lösung gegen eine alternative oder moderne Lösung gleicher Art zu ersetzen oder spezifische Lösungen neu eingesetzt wurden, sind IT-Projekte aktuell anders an die Anbieter adressiert. Häufig versucht man statt Einzelkomponenten einen Prozess zu optimieren, gesamte Prozesse und im Unternehmen vorhandene Technologien in ihrer Gesamtheit und von Einzellösungen unabhängig zu betrachten und ganz neu zu denken und Änderungen anzustoßen. Dadurch ergibt sich eine Verschiebung der Schwerpunkte vom Angebot einzelner klassischer funktionaler Lösungen und Produkten mit einem Austauschpotenzial zu einem Bedarf gesamtheitlicher Betrachtung, Beratung und Lösungsoptimierung, dadurch stehen einzelne Produkte oder Funktionen nicht mehr im Vordergrund. Während der Markt und der Projektbedarf steigen, haben klassische Lösungsanbieter eher Probleme, sich in diesem Umfeld zu behaupten gegen ganzheitliche Anbieter. Das Wachstum der Branche liegt speziell in diesen Bereichen und Projektansätzen. Der hybride und im Lösungsbereich extrem modulare Ansatz der Exela bedient genau diese Wachstumsfelder der Informationstechnologie. Die Schwerpunkte der von Exela angebotenen Services, Dienste und Lösungen zielen darauf ab, nicht mehr im Sinne der klassischen IT eine einzelne funktionale Komponente aufgrund einer technischen Kundenanforderung zu liefern, sondern stattdessen ganzheitliche Prozesse zu betrachten. Der Kunde wird im Sinne von Prozessoptimierungen beraten, und es wird in agilen Prozessen, losgelöst von technischen Komponenten oder Einzelprodukten, ein neuer Prozessablauf modelliert. Dazu kann Exela Lösungsstruktur mit vorhandenen Komponenten verbinden. Vom klassischen Beratungs-, Lösungs- und Produktverkauf über SaaS (Software as a Service) und ITO (Information Technology Outsourcing) Modelle, bis hin zur vollständigen Auslagerung (Business Process Outsourcing), inklusive Personalübernahme zu Exela, sind Angebote möglich. 2.2 Geschäftsverlauf Neben dem klassischen Beratungs-, Lösungs- und Produktverkauf als Einmalprojekt bewegt sich die Exela Technologies GmbH strategisch mit dem beschriebenen Hybridansatz immer mehr dazu, den Kunden über viele Jahre im ITO-, BPO- und Wartungsbereich eng verbunden zu sein und mehr als operativer Partner zu fungieren. Dadurch ergibt sich eine strategische Änderung zu weniger Volatilität, also langfristiger Stabilität des Geschäftes aber verbunden mit etwas geringeren Margen im Vergleich zu klassischen Produkt- und Lizenzverkäufen. 2.3 Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsatzerlöse leicht um 1,0 % oder 197 TEUR auf 18.778 TEUR zurück. Die leichte Abnahme der Umsatzerlöse ist auf den Rückgang der Umsatzerlöse von Banctec Software um 960 TEUR zurückzuführen, der durch den Anstieg der Umsatzerlöse aus dem BPO-Segment um 688 TEUR nahezu ausgeglichen wurde. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) verringerte sich um 6,6 % oder 1.289 TEUR auf 18.259 TEUR. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Wechselkursgewinne um TEUR 844. Der Materialaufwand verringerte sich leicht um 189 TEUR oder 2,3 % auf 7.977 TEUR. Die Materialaufwandsquote verringerte sich von 43,0 % auf 42,5 %. Der Personalaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 158 TEUR auf 6.344 TEUR. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich von 109 auf 87. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 1.373 TEUR, hauptsächlich aufgrund der um 1.138 TEUR rückläufigen Währungsverluste. Diese resultieren im Wesentlichen aus USD-Verbindlichkeiten von Konzerngesellschaften in den USA. Der leichte Rückgang der Zinserträge um 7 TEUR auf 1.335 TEUR und der Anstieg der Zinsaufwendungen um 84 TEUR sind im Wesentlichen auf die Erhöhung der konzerninternen Darlehen zurückzuführen. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 3.121 TEUR (Vorjahr: 1.946 TEUR) erzielt. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8.604 TEUR oder 12,0 % auf 80.015 TEUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen, die um TEUR 8.820 oder 18,3 % gestiegen sind und als werthaltig eingeschätzt werden. Die Finanzanlagen in Höhe von 17.511 TEUR beinhalten die 100%ige Beteiligung an der Exela Technologies ECM Solutions GmbH, Augsburg, und machen 21,9 % auf der Aktivseite aus. Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital mit 13.936 TEUR aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Exela Technologies Holding GmbH unverändert, die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 19,5 % auf 17,4 %. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 9.841 TEUR auf 61.103 TEUR. Hierin enthalten ist die Gewinnabführung an die Exela Technologies Holding GmbH mit TEUR 3.121 (i.Vj. 1.946 TEUR). Dagegen verringerten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 2.339 TEUR auf 1.145 TEUR. Im Wesentlichen minderten sich hier die Umsatzsteuerverbindlichkeiten um 1.373 TEUR. 2.5 Liquiditätslage Zum Bilanzstichtag 2021 sind die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 967 TEUR im Vorjahr auf 1 TEUR gesunken. Das Unternehmen finanziert sich ausschließlich über Unternehmen der ExelaTec-Gruppe. Zum Bilanzstichtag betrugen die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 48,7 Mio. Diesen standen kurzfristige Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 28,0 Mio. gegenüber (darunter Darlehensforderungen gegen BancTec US in Höhe von EUR 12,4 Mio.). 2.6 Gesamtbeurteilung Insgesamt sind wir als Geschäftsführung mit den absoluten Zahlen als auch mit der Entwicklung im Vergleich zum letzten Jahr zufrieden. Bis heute merken wir in Summe keine negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unsere Geschäftsentwicklung. Gegenüber unserer letztjährigen Prognose liegen wir im Umsatz leicht unter und beim Gewinn über unseren Erwartungen. Der leichte Rückgang der Umsatzerlöse ist auf den Rückgang der Umsatzerlöse von Banctec Software um 960 TEUR zurückzuführen, der durch den Anstieg der Umsatzerlöse aus dem BPO-Segment um 688 TEUR nahezu ausgeglichen wurde. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht mit den wesentlichen Chancen und Risiken Durch die aktuellen Entwicklungen rund um die COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Veränderungen des Marktumfeldes sieht das Unternehmen verschiedene Risiken aber auch Chancen für die etablierten Geschäftstätigkeiten. Im klassischen Projektgeschäft kann das Unternehmen auf ein stabiles Marktumfeld vertrauen. Das Geschäftsfeld der Prozessautomatisierung und -optimierung sowie der Digitalisierung ist ein stabiler Wachstumsmarkt, solche Projekte werden aktuell, gerade in der Coronakrise mit dem verbundenen Kostendruck, auch auf der Kundenseite hoch priorisiert. Die aktuelle Nachfrage im Projektgeschäft vom Markt ist deutlich höher als die aktuellen Lieferkapazitäten des Unternehmens. Aufgrund des stabilen Marktumfeldes sehen wir hier nur ein niedriges Risiko. Damit ergeben sich gute Geschäftsentwicklungschancen im Projektgeschäft. Jedoch birgt die Situation auch Risiken. Das Unternehmen bedient viele gewachsene Kundenstrukturen, die auf die Unterstützung des Unternehmens vertrauen. Aktuell können viele Nachfragen nicht direkt und sofort bedient werden, die Stärke des Unternehmens liegt in der hohen Spezialisierung und spezifischem Know-How, welches nicht kurzfristig skaliert werden kann. Die damit verbundene hohe Altersstruktur birgt durch anstehende Rentenaltererreichung und potenziell höheren Krankenstand ein steigendes Risiko. Zudem ist der Markt an Fachkräften in der IT-Branche sehr angespannt, es ist aktuell schwierig, weiteres hochspezialisiertes Fachpersonal zur Verstärkung am Arbeitsmarkt zu finden. Hier sehen wir kurz- bis mittelfristig ein mittleres Risiko. Einen weiteren großen Markteinfluss stellt die Ukraine-Krise dar. Insbesondere die dadurch entstandenen erhöhten Energiekosten, Störungen in den Zulieferkreisläufen und die allgemeinen Kostensteigerungen betreffen das Geschäftsfeld. Neue Businessmöglichkeiten ergeben sich aus der Situation eher indirekt und nicht sofort, der Kostendruck bei den Kunden steigt und Projekte zur Digitalisierung und Reduzierung von Gebäude- und Lagerflächen werden vermutlich weiter forciert. Wichtiger ist die Risikobetrachtung durch den eventuell entstehenden Kostendruck in der Operation des Unternehmens. Hier ist die Auswirkung aktuell noch weitaus geringer als in den extrem betroffenen Bereichen wie Logistik oder Energiereiche Produktionen. Das Statistische Bundesamt sieht in den letzten 1,5 Jahren im Bereich der IT-Dienstleistungen einen Anstieg der Kosten bei nur 0,9 %, was einem zeigt, dass der Einfluss deutlich geringer ist als zum Beispiel der Verbraucherpreisindex, welcher im gleichen Zeitraum um 11,1 % angestiegen ist (Quelle: Destatis GENESISV4.3.3). Daher ist das Risiko aktuell noch als gering einzustufen, zudem wichtige Langzeitverträge mit Preisanpassungsklauseln im Verhältnis zu Kostenindizes ausgestattet sind. Das größere Risiko ist aus den zuvor genannten Faktoren in der Ersatzteil- und Materialbeschaffung zu sehen, Lieferanten sind stärker betroffen, Logistikprobleme und Lieferengpässe erfordern sorgfältige Vorausplanung durch das Unternehmen in diesen Bereichen. Im Geschäftsbereich Service/BPO sah das Unternehmen zu Beginn der COVID-19-Pandemie höhere geschäftliche Risiken, da dort eine Mischung der Kundenstruktur mit mehr Einzelhandel und vom Shut-Down mehr betroffene Bereiche wie der Hotelbranche existiert. In der Realität waren diese Auswirkungen aber weniger stark als erwartet. Durch neue Serviceangebote wie DMR (Digital Mailroom), einem digitalen Posteingangsportal für mittelständische und kleine Unternehmen, die ihre Mitarbeiter im Homeoffice an die Postverteilung anbinden können, wurden neue Kunden erschlossen, so dass wir hier nur ein mittleres Risiko sehen. Insgesamt bietet der Markt aktuell sehr viel Chancen, da Digitalisierungsprojekte nach den Erfahrungen der notwendigen Arbeitsweisen während der Corona-Pandemie mehr priorisiert werden. Zudem zeigt die Erfahrung, dass die Kunden immer weniger Fachwissen und Projekt Know-How besitzen, wodurch neben reinen Lösungen die Beratung und die Prozessmodellierung immer wichtiger werden und ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal als Anbieter darstellen. Dazu wird der Bereich der klassischen Scansysteme zur Digitalisierung konstant nachgefragt. Vor allem Verwaltungen und Behörden investieren massiv in Digitalisierungsprojekte, durch spezielle Prozesszertifizierungen ist das Unternehmen als Serviceanbieter hier gut aufgestellt. Zudem zeigt sich in diesem Bereich extremer Beratungsbedarf bei den Kunden. In allen beschriebenen Bereichen befasst sich das Unternehmen intensiv mit dem Aufbau von flexiblen und dynamischen Lieferstrukturen, die den agilen Projektstrukturen des Serviceangebotes entsprechen. Neben den lokalen Ressourcen und dem klassischen off-shore Service in Indien und China wird verstärkt in flexible Nearshore Ressourcen in Polen und Serbien investiert, um der Nachfrage nach Projektressourcen nachkommen zu können und die Lieferrisiken zu verringern. Die Exela Technologies, Inc. hat mir Veröffentlichung am 14. November 2022 ihren Abschluss zum 31. Dezember 2021 geändert und einen Hinweis auf Bestandsgefährdung ergänzt. Die Geschäftsführung hat daraus keine Auswirkungen auf den Abschluss der Exela Technologies GmbH identifiziert. Auch in der Einbringlichkeit der ausstehenden Forderungen durch das Mutterunternehmen sieht die Geschäftsführung kein Risiko und wird somit auch keine Wertberichtigung vornehmen. Zusammengefasst sind derzeit keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung beeinträchtigende Risiken, die über das normale Unternehmerrisiko hinausgehen, bekannt. Die Tochtergesellschaft Exela Technologies ECM Solution GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2021 weiter positiv entwickelt. Im Jahr 2021 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 2.990. Die Eigenkapitalquote im Jahresabschluss 2021 beträgt 56,6 %. Dementsprechend sehen wir weiterhin keine Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung des Beteiligungsbuchwertes. Für das laufende Jahr 2022 wird erwartet, dass die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2021 um 4,3 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 189,4 Milliarden Euro erreichen werden. In der Informationstechnik wird für 2022 ein Umsatz von 113,0 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2021 ein Wachstum um 6,7 Prozent. Die IT-Services bilden mit einem Volumen von 43,6 Milliarden Euro auch in 2022 (+5,3 Prozent) noch vor der IT-Hardware den größten Anteil des IT-Markts ab. Es wird erwartet, dass die Ausgaben für Software im laufenden Jahr um 8,7 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro steigen werden. Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir eine leichte Steigerung des Umsatzes und einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis vor Ergebnisabführung. 3.2 Risikomanagement Wir sind in das interne Risikomanagementsystem des Exela-Technologies-Konzerns einbezogen. Monatlich werden in einem Konzernreporting die Ergebnisse und wichtige Kennzahlen aufbereitet und analysiert. Hierin werden auch die wesentlichen operativen und strategischen Risikofaktoren nach einem einheitlichen System identifiziert, analysiert, bewertet und den getroffenen bzw. geplanten Maßnahmen zur Risikosteuerung und -limitierung gegenübergestellt. Die detaillierten, prozessimmanenten Berichts- und Controllingsysteme sorgen für kontinuierliche Risiko- und Chancentransparenz. Einige der im Lagebericht gemachten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf Grundlage unserer Erwartungen und Einschätzungen über künftige, uns betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, insbesondere im Rahmen der COVID-19-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen als beschrieben.
Langen, den 15. Dezember 2022 Exela Technologies GmbH Mirko Milojevic, Geschäftsführer Jaymin Chhaya, Geschäftsführer Exela Technologies GmbHLangen
28th December 2022 Exela Technologies Holding GmbH Mirko Milojevic Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Exela Technologies GmbH, Langen (Hessen) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Exela Technologies GmbH, Langen (Hessen), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Exela Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 23. Dezember 2022 KPMG
AG
Walter, Wirtschaftsprüfer Berger, Wirtschaftsprüferin |
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