Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 1002
Eingetragen
3.9.1928
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Herstellung und Bearbeitung von Erzeugnissen aus Stahl, nichtrostenden Stählen, NE-Metallen, Glas und Kunststoffen, insbesondere Bauteilen, Bauelementen und Innenausbausystemen, der Anlagen- und Apparatebau, sowie der Handel mit diesen Gegenständen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahnen berechtigt, die der Erreichung des genannten Gesellschaftszwecks mittelbar oder unmittelbar zu dienen geeignet erscheinen, insbesondere zu Beteiligungen an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art, zun Erwerb solcher Unternehmen, zur Errichtung von in- und ausländischen Betriebsstätten und Zweigniederlassungen sowie zum Abschuß von Interessengemeinschaften und Unternehmensverträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Peters
seit 1.10.2003
Vorstandsmitglied
Frank Uwe Jung
seit 1.10.2003
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BERTRAMS AKTIENGESELLSCHAFT

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 49.076,01 42.298,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.558.237,47 2.685.159,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 217.200,28 191.537,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.445,90 149.960,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.967.883,65 0,00
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 267.002,31 267.002,31
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 204.516,75 471.519,06 204.516,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.518.817,00 1.466.769,35
2. Unfertige Erzeugnisse 911.092,70 901.028,09
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.395.183,48 4.825.093,18 1.961.498,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 948.943,20 920.707,92
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.317.577,97 4.266.521,17 1.455.979,21
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.559.020,47 3.973.841,80
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 7.343,97 0,00
15.146.457,51 14.220.299,55

Passiva

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.842.358,49 3.842.358,49
II. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 384.235,85 384.235,85
III. Bilanzgewinn 8.279.088,03 12.505.682,37 6.527.610,45
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 245.223,00 263.190,00
2. Steuerrückstellungen 552.132,23 655.398,90
3. Sonstige Rückstellungen 328.253,03 1.125.608,26 372.615,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 179.022,40 169.069,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 108.834,66 204.420,13
3. Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 0,00 583.146,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 882.841,21 1.170.698,27 873.785,63
D. Passive latente Steuern 344.468,61 344.468,61
15.146.457,51 14.220.299,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 7.083.388,66 7.433.424,22
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.811.492,56 1.960.577,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 423.274,47 2.234.767,03 416.742,25
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 257.776,43 395.895,28
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.003.431,67 2.062.281,95
2.587.413,53 2.597.926,98
5. Erträge aus Beteiligungen 488,61 372,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 214,72
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.150,78 29.917,16
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.983,88 5.773,73
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 862.881,53 824.411,76
10. Ergebnis nach Steuern 1.802.187,51 1.798.245,37
11. Sonstige Steuern 50.709,93 44.071,83
12. Jahresüberschuss 1.751.477,58 1.754.173,54
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.527.610,45 4.800.893,83
14. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage 0,00 27.456,92
15. Bilanzgewinn 8.279.088,03 6.527.610,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Bertrams AG hat Ihren Sitz in der Eiserfelder Straße 70, 57072 Siegen. Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Siegen unter HR B 1002 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr wird im Berichtsjahr erstmalig die Vereinfachungsregelung des § 276 S. 1 HGB angewandt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Vorräte sind anhand der Inventurlisten zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich der erforderlichen Risikoabschläge (Einzel- und Pauschalwertberichtigung) angesetzt.

Ausleihungen an Vorstandsmitglieder (§ 89 AktG) bzw. an Aufsichtsratsmitglieder (§ 115 AktG) bestehen nicht.

Die Pensionsrückstellungen betreffen ehemalige Vorstandsmitglieder und wurden anhand eines versicherungsmathematischen Gutachtens der HDI Pensionsmanagement AG, Köln, vom 27.02.2024 gebildet. Die Rückstellung wurde entsprechend dem Gutachten unter Beachtung des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) berechnet. Die Berechnung wurde mit Hilfe der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck durchgeführt. Die Berechnungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführt. Dabei wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 1,82 %, für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Rechnungszins von 1,74 % angesetzt. Als Rententrend wurden 1,5 % angenommen. Weiterhin wurde eine Fluktuation von durchschnittlich 0% angesetzt. Von dem Wahlrecht gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde abgesehen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde der volle Unterschiedsbetrag, welcher auf den 01.01.2010 ermittelt wurde, der Rückstellung komplett zugeführt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 841,00.

Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die passiven latenten Steuern betreffen in der Steuerbilanz passivierte steuerfreie Rücklagen nach § 6b EStG in Höhe von TEUR 1.148. Die Höhe der latenten Steuern wurde mit 30% des Differenzbetrages ermittelt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

3. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz a) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt Anlage III/3. Bei den Abschreibungen handelt es sich um Normalabschreibungen.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.377)

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen in Höhe von TEUR 2.841 (Vorjahr: TEUR 1.300)

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht und waren auch im Vorjahr nicht vorhanden.

c) Eigenkapital

Das Grundkapital der Bertrams AG beträgt EUR 3.842.358,49 (VJ: EUR 3.842.358,49). Es ist eingeteilt in 150.300 (VJ: 150.300) Stückaktien ohne Nennwert als Namensaktien.

d) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten Steuern des Berichtsjahres sowie des Vorjahres.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Personalkosten, Vertriebskosten sowie Garantien.

e) Verbindlichkeiten

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahren mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 179.022,40 179.022,40 0,00 0,00
(VJ 169.069,55 169.069,55 0,00 0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 108.834,66 108.834,66 0,00 0,00
(Vj 204.420,13 204.420,16 0,00 0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(VJ 583.146,37 583.146,37 0,00 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 882.841,21 882.842,21 0,00 0,00
(VJ 873.875,63 873.785,63 0,00 0,00)
1.170.699,27 1.170.699,27 0,00 0,00

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (VJ: EUR 1.991,91).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 4.732,00 enthalten (VJ: EUR 4.945,00).

4. Sonstige Angaben

a) Geschäftsführung in 2023

 

Herr Dipl.-Kfm. Frank-Uwe Jung

 

Herr Dipl.-Ing. Frank Peters

Von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

b) Mitglieder des Aufsichtsrates

Im Berichtsjahr bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Personen:

 

Herr Dr. Gustav Adolf Petri, Neunkirchen, Vorsitzender, Rechtsanwalt

 

Herr David Stefano Peters, Neunkirchen, Wirtschafts-Ingenieur

 

Frau Anneliese Jung, Neunkirchen, selbständige Kauffrau

c) Tätigkeitsvergütung an Mitglieder des Aufsichtsrates

Die Tätigkeitsvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt EUR 27.609,72 (Vorjahr: EUR 27.764,41).

d) Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 45 (VJ: 48) Mitarbeiter (davon Gewerbliche Arbeitnehmer 24 (VJ: 27) und Angestellte 21 (VJ: 21)) beschäftigt.

e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Berichtsjahr wurde der vermögenslosen Unterstützungskasse ein Betrag von EUR 22.997,86 für Rentenzahlungen an 67 ehemalige Arbeitnehmer zugewiesen. Rückstellungen für künftige Leistungen wurden nicht gebildet.

Der Wert der nach § 10 Abs. 3 Ziff. 1 i.V.m. § 11 Abs. 2 BetrAVG berechneten Bemessungsgrundlage für die Insolvenzversicherung der Pensionsrückstellung beträgt EUR 197.699,00.

Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Fuhrpark / Drucker und Kopierer) belaufen sich auf TEUR 59 - davon sind TEUR 14 innerhalb eines Jahres fällig.

f) Anteilsbesitz

Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Beteiligungsquote
TEUR TEUR %
Bertrams Pecky spol.s.r.o. Pecky /Tschechien 1.484 15 100
Bertrams Immobilienverwaltungs GmbH, Siegen 45 23 100
Bertrams Abgastechnik GmbH, Siegen 26 0 98

g) Honoraraufwand für den Abschlussprüfer

Auf die Angabe des Honoraraufwands für den Abschlussprüfer wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

h) Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.751.477,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Es findet keine Gewinnausschüttung statt.

i) Vorgänge von besondere Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Das Mitglied des Aufsichtsrates, Frau Anneliese Jung, ist am 08. Januar 2024 verstorben. Herr Dr. Michael Torben Menk wurde in der Universalversammlung vom 26. April 2024 als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt.

Angaben zum Unterzeichner

 

Siegen, im Oktober 2024

gez. Dipl.-Kfm. Frank-Uwe Jung

Dipl.-Ing. Frank Peters

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 15. November 2024 festgestellt.

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023 ( Anlagenspiegel )

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 834.808,60 26.225,13 0,00 0,00 861.033,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.325.223,91 0,00 0,00 0,00 5.325.223,91
2. technische Anlagen und Maschinen 4.372.028,72 5.959,83 0,00 -21.598,34 4.356.390,21
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.862.988,38 97.085,53 0,00 21.598,34 1.981.672,25
4. geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0,00 75.950,00 0,00 0,00 75.950,00
11.560.241,01 178.995,36 0,00 0,00 11.739.236,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 267.002,31 0,00 0,00 0,00 267.002,31
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen
204.516,75 0,00 0,00 0,00 204.516,75
3. sonstige Ausleihungen 10.494,27 0,00 0,00 0,00 10.494,27
482.013,33 0,00 0,00 0,00 482.013,33
12.877.062,94 205.220,49 0,00 0,00 13.082.283,43
ABSCHREIBUNG (WERTBERICHTIGUNG)
Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 792.509,92 19.447,80 0,00 811.957,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.640.064,55 126.921,89 0,00 2.766.986,44
2. technische Anlagen und Maschinen 4.180.491,55 34.648,38 0,00 4.215.139,93
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.713.027,99 76.198,36 0,00 1.789.226,35
4. geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.533.584,09 237.768,63 0,00 8.771.352,72
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen
0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 10.494,27 0,00 0,00 10.494,27
10.494,27 0,00 0,00 10.494,27
9.336.588,28 257.216,43 0,00 9.593.804,71
BUCHWERT
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.076,01 42.298,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.558.237,47 2.685.159,36
2. technische Anlagen und Maschinen 141.250,28 191.537,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.445,90 149.960,39
4. geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 75.950,00 0,00
2.967.883,65 3.026.656,92
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 267.002,31 267.002,31
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen
204.516,75 204.516,75
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
471.519,06 471.519,06
3.488.478,72 3.540.474,66

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bertrams AG besteht aus 2 Bereichen, d.h. einem Industriebereich mit der verbindenden Klammer der Blechverarbeitung (Abgassysteme und Büromöbelzubehör) und dem Immobilienbereich, d.h. der Vermietung von gewerblichen Industrie- und Einzelhandelsflächen.

2. Forschung und Entwicklung

Insbesondere im Industriebereich erfolgt eine dauernde Entwicklung bzw. Weiterentwicklung neuer Abgassysteme, so zuletzt das zukunftsträchtige Kunststoffabgassystem Polyline, ebenso wie im Büromöbelbereich die innovativen Steh-Sitz-Arbeitsplätze.

Die Bertrams AG betreibt jedoch keinerlei Forschung und Entwicklung in einem der Bereiche.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung 2023 in Deutschland verlief schleppend mit nur minimalem Wachstum.

Im Heizungsmarkt führte der hohe Auftragsbestand per Ende 2022 zu einem hervorragenden Start in 2023 und in Verbindung damit zu Umsatzsteigerungen im 1. Halbjahr 2023 welche jedoch im 2. Halbjahr 2023 durch die einsetzende Marktschwäche überkompensiert wurden.

Ursächlich für die schwache Marktentwicklung im 2. Halbjahr 2023 war das "Heizungsgesetz" (GEG) der Bundesregierung, welches zu einer massiven Verunsicherung der Bevölkerung bzgl. des Einbaus neuer Heizungen führte. Schon der abrupte Stopp der Förderung von Biomassekesseln ab August 2022 hatte eine zukünftig negative Entwicklung vorgezeichnet.

Da die Bertrams AG aufgrund ihres Produktportfolios eng mit der Absatzentwicklung der Biomassekessel verwoben ist, folgte auf ein sehr gutes 1. Halbjahr 2023 ein schwaches 2. Halbjahr 2023, sodass ein Umsatzrückgang von 19% hingenommen werden musste.

Der Umsatzrückgang kam auch deshalb zustande, weil der zwischenzeitliche Boom bei Kunststoffabgassystemen aufgrund der geringen Wertigkeit eines einzelnen Teils im Vergleich zu einem Edelstahl-Teil die hohen Umsatzverluste im Bereich Edelstahl-Abgassysteme nicht ausgleichen konnte.

Die in 2022 schon nur noch marginal vorhandenen Störungen der Lieferketten waren in 2023 nicht mehr gegeben, auch die Preissituation bei Vormaterialien entspannte sich deutlich, blieb aber dennoch hoch im Vergleich zum Stand vor der dramatischen Preisexplosion in 2021.

Die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Einbruch auf dem Markt der Büro-Immobilien waren nur noch gering, allerdings war weiterhin eine allgemeine Verunsicherung und eine Investitionszurückhaltung auf dem Büromöbelmarkt, insbesondere bei größeren Projekten, zu spüren.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse fielen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.474.

Der Umsatz an Bertrams Abgassystemen sank in 2023 um 19%.

Der Umsatz im Bereich Büromöbelzubehör verringerte sich gegenüber 2022 um 3,8 %. Im Laufe des Jahres 2023 gaben die Materialpreise gegenüber 2022 etwas nach.

b) Finanzlage

Die Gesamtinvestitionen betrugen in 2023 TEUR 206. Davon entfielen auf im Bau befindliche Anlagen TEUR 79, auf IT-Systeme (Hard- und Software) TEUR 26, auf technische Anlagen und Maschinen TEUR 6 und auf Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 97.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden innerhalb der Zahlungsziele bzw. unter Abzug von Skonto beglichen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt 82,6 % (Vorjahr 75,6 %).

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft betrug TEUR 15.146 (Vorjahr TEUR 14.220). Dabei verringerte sich das langfristig gebundene Vermögen um TEUR 51. Das Umlaufvermögen erhöhte sich hingegen um TEUR 977.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf

Umsatzentwicklung

Betriebsergebnis

Umsatzrendite

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 21 % gesunken und lag damit nahe unserer Prognose von ca. -20% aus dem Vorjahr.

Das Betriebsergebnis ( 2.587 TEUR) hat sich gegenüber dem Vorjahr (2.598 TEUR) minimal verschlechtert, lag aber weit entfernt von unserer Prognose von -20 bis -25%. Ursächlich hierfür ist unter anderem die Weitergabe der hohen Preise an die Kunden, gesunkenen Materialeinstandskosten sowie die extrem gute Auslastung im Bereich Vermietung.

Die Umsatzrendite (Jahresergebnis/Umsatzerlöse) ist positiv mit 13,6% und liegt damit deutlich über unserer Vorjahresprognose von 7%. Hier liegt die Ursache für die Abweichung in denselben Gründen wie beim Betriebsergebnis.

4. Gesamtaussage

Die Vermögenslage ist mit einem Eigenkapitalanteil von über 82% als gut bis sehr gut einzustufen. Die Ertragslage ist gut, in 2023 besser als im Vorjahr.

III. Prognosebericht

Aufgrund der aktuell zufriedenstellenden Auftragseingänge im bisherigen Kalenderjahr 2024 erwarten wir weiterhin eine solide Auftrags- und Ertragslage, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als in den außerordentlich guten Jahren 2022 und 2023. Die Materialverfügbarkeit ist nach heutigem Stand voll gegeben. Aufgrund der aktuell branchenweiten Konjunkturschwäche gehen wir davon aus, dass das sehr gute Betriebsergebnis aus 2023 im Folgejahr nicht in gleicher Höhe erreicht werden kann. Wir gehen von einer Reduzierung des Betriebsergebnisses um 50% aus.

Vor diesem Hintergrund unterstellen wir, dass in 2024 ein deutlich geringerer Umsatz wie in 2023 erreicht wird. Wir erwarten ca. 20% weniger als im Vorjahr. Insofern gehen wir nach aktuellem Stand von einer Umsatzrendite von ca. 10% aus.

Mittel- und langfristig gehen wir davon aus, dass eine weiterhin kontinuierliche Nachfrage in dem für uns relevanten Bereich Abgastechnik/Abgassysteme bestehen wird.

Ebenso muss davon ausgegangen werden, dass sich im Bereich Büromaterialzubehör die Ertragslage nicht deutlich verbessern wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Die durch das Ausscheiden eines Mitbewerbers gewonnenen Kunden konnten auch in 2023 gehalten werden. Der Mitbewerber, welcher den Maschinenpark des ausgeschiedenen Mitbewerbers übernommen hatte, wird nicht mehr in den Markt für Verbindungsleitungen eingreifen sodass dieses - im letzten Chancen- und Risikobericht aufgezeigte - Risiko nicht mehr besteht.

b) Ertragsorientiere Risiken

Ein Risiko in 2023 bestand im weitgehenden Wegfall der Förderung für den Einbau von Biomassekesseln ab 15.08.2022, aufgrund einer politisch motivierten Entscheidung der Regierung. Dies hatte Auswirkungen auf den Umsatz ab 2. Halbjahr 2023 und auf 2024.

Sodann die allgemein hohe Preissteigerung im Baubereich, welche weiterhin zu Kaufzurückhaltung bei großen Anschaffungen der Privathaushalte führt. Außerdem ist die große Verunsicherung mit folgender Kaufzurückhaltung aufgrund des sogenannten "Heizungsgesetzes" zu nennen. Dies hat deutliche Auswirkungen auf 2024.

Nachdem nun durch diverse Änderungen auch der Bereich Biomassekessel in das Heizungsgesetz (GEG) mit integriert wurde und auch wieder in die Förderung einbezogen wurde, entsteht aus einem großen Risiko eine interessante Chance ab dem Zeitpunkt wann die obige erwähnte Verunsicherung weicht und die Fördermöglichkeiten "greifen".

Die Bürobautätigkeit und damit der Büroinnenausbau werden nach unserer Einschätzung auf niedrigem Niveau stagnieren. Somit muss in 2024 im Bereich Büromöbelzubehör mit leicht fallenden Umsätzen gerechnet werden.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Währungsrisiken bestehen nicht, da die Gesellschaft ausschließlich in Euro fakturiert.

Laufende Kundenaufträge werden bonitätsmäßig überprüft..

Durch diese Maßnahmen wird das Risiko von Zahlungsausfällen minimiert.

Das Kunden-Ausfallrisiko ist breit gestreut, eine substanzielle Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht.

d) Risikofrüherkennung

Die Geschäftsführung erhält monatlich kurzfristige Erfolgsrechnungen und weitere finanz- und betriebswirtschaftliche Analysen aus dem Rechnungswesen bzw. Controlling.

Das versetzt die Geschäftsleitung in die Lage, umgehend bei auftretenden Problemen reagieren zu können.

2. Chancenbericht

Die sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig langjährig gewachsenen Partnerschaften und Kooperationen, die erprobte Zuverlässigkeit der Organisation und der Produkte bieten dem Unternehmen gute Voraussetzungen, den zukünftigen Herausforderungen zu entsprechen.

Aufgrund der guten finanziellen Ausstattung sehen wir zunehmend Chancen Zinserträge zu erwirtschaften.

3. Gesamtaussage

Erkennbare Risiken, die den Bestand des Unternehmens in 2024 und im Folgejahr gefährden könnten, bestehen nicht.

Die deutliche Zurückhaltung der privaten und gewerblichen Nachfragen nach Heizungssystemen aufgrund der Verunsicherung durch das Heizungsgesetz (GEG) im 2. Halbjahr 2023 setzte sich im 1. Halbjahr 2024 fort. Allerdings wird aufgrund des korrigierten Heizungsgesetzes mit dessen neuen Fördermöglichkeiten von Biomassekesseln die Nachfrage wieder ansteigen.

Eine Prognose, wann dies geschehen wird ist aktuell nicht möglich. Die meisten Marktteilnehmer gehen von 2025 bzw. 2026 aus.

Langfristig erwarten wir für die Bertrams AG aufgrund der hohen Marktpräsenz und seines breitgestreuten Ausfallrisikos eine ertragsorientierte Zukunft.

Angaben zum Unterzeichner

 

Siegen, im Oktober 2024

gez. Dipl.-Kaufmann Frank-Uwe Jung

Dipl.-Ing. Frank Peters

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

der BERTRAMS AG, Siegen

Der Aufsichtsrat hat sich während der Berichtszeit aufgrund mündlicher und schriftlicher Berichterstattung laufend über den Gang der Geschäfte unterrichtet und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht.

Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle waren Gegenstand eingehender Beratungen in regelmäßig abgehaltenen Sitzungen des Aufsichtsrats.

Den Lagebericht des Vorstandes und den von ihm vorgelegten Jahresabschluss hat der Aufsichtsrat geprüft.

Der Jahresabschluss

zum 31.Dezember 2023

ist von dem von der Hauptversammlung gewählten Prüfer des Jahresabschlusses, der Ohrndorf Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft, Siegen, unter Einbeziehung der Buchhaltung und des vom Vorstand erstatteten Lageberichts ebenfalls geprüft worden.

Die Aufsichtsratsprüfung des vom Wirtschaftsprüfers geprüften Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 hat zu keinen Beanstandungen geführt.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind gegen die Erklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der danach festgestellt ist.

 

Siegen, 15. November 2024

Vorsitzender des Aufsichtrates

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bertrams AG, Siegen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bertrams AG, Siegen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bertrams AG, Siegen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Siegen, den 10. Oktober 2024

Ohrndorf Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

S. Otterbach, Wirtschaftsprüfer

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