Fidelio Holding DE GmbHLiquidiert

67547 Worms, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 46571
Eingetragen
9.10.2014
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Verwaltung eigenen Vermögens und das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie das Erbringen von Dienstleistungen in diesem Zusammenhang

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thomas Hasler
seit 5.3.2018
Geschäftsführer
Adrian Widmer
seit 5.3.2018
Geschäftsführer
Matthias Widmann
seit 19.7.2017
Geschäftsführer
Ralf Kißler
seit 3.3.2016
Geschäftsführer
Thomas Adolf
seit 3.3.2016
Prokura
Christoph Röttges
seit 3.3.2016
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fidelio Holding DE GmbH

Worms

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Fidelio Holding DE GmbH, Worms aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 9. März 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hanft, Wirtschaftsprüfer

Knappe, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2015
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.296.514,08   45.563.503,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.440.512,59   30.404.348,48
    66.737.026,67 75.967.651,95
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.361,188,88   20,456.080,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.631.185,94   23.737.240,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.305.497,99   2.463.730,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.240.850,17   6.393.956,56
    54.738.722,98 53.051.007,66
III. Finanzanlagen      
Sonstige Ausleihungen   25.000,00 0,00
    121.500.749,65 129.018.659,61
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.198.007,45   4.947.238,72
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 548.787,18   426.003,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.372.319,04   2.604.051,17
4. Geleistete Anzahlungen 58.337,24   1.527,73
    6.177.450,91 7.978.821,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.000.368,12   18.126.237,10
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.417.543,24   1.787.753,07
    23.417.911,36 19.913.990,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   8.460.957,44 7.577.238,12
    40.076.319,71 35.470.049,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten   801.013,28 930.493,79
D. Aktive latente Steuern   1.675.374,20 614.916,95
    164.053.456,84 166.234.320,24

Passiva

     
      31.12.2015
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklage 15.157.500,00   15.157.500,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -1.459.690,74   -542.676,43
IV. Konzernbilanzverlust -1.160.636,28   -3.393.179,32
V. Nicht beherrschende Anteile -435.068,18   -156.264,94
    12.127.102,80 11.090.379,31
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 592.663,00   547.465,00
2. Steuerrückstellungen 560.666,77   1.859.188,67
3. Sonstige Rückstellungen 9.858.250,61   10.014.193,97
    11.011.780,38 12.420.847,64
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68.572.004,94   70.140.043,42
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.729,14   0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.793.150,26   7.358.259,52
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.478.467,06   35.922.760,14
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.285.649,88   10.709,852.35
davon aus Steuern EUR 1.033.354,80 (Vj. EUR 1.265.445,45)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 217.781,52 (Vj. EUR 222.239,57)      
    123.147.001,28 124.130.915,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten   719.904,58 880.123,44
E. Passive latente Steuern   17.047.687,80 17.712.054,42
    164.053.456,84 166.234.320,24

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

1.5. - 31.12.2015
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 163.338.631,90   109.127.093,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -121.702,95   -539.954,79
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 73,66   3.310,88
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.391.432,53   2.151.992,77
davon Ertrage aus der Währungsumrechnung EUR 852.549,97 (Vj. EUR 364.036,18)      
    166.608.435,14 110.742.442,82
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hin- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 64.620.479,03   45.228.450,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 192.084,38   177.072,23
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 38.022.618,30   25.235.280,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.238.745,68   5.235.853,71
davon für Altersversorgung EUR 639.961,71 (Vj. EUR 425.235,32)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.364.972,51   10.457,690,86
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.374.847,02   21.010.287,20
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 937.449,67 (Vj. EUR 328.952,17)      
    156.813.746,92 107.344.635,14
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.306,55   45.471,56
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.684.356,99   3.172.643,02
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 77.195,00 (Vj. EUR 79.641,00)      
    -6.635.050,44 -3.127.171,46
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   1.026.363,62 -167.929,82
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 1.524.843,87 (Vj. EUR 1.776.240,28)      
12. Ergebnis nach Steuern   2.133.274,16 438.566,04
13. Sonstige Steuern   189.060,77 970.556,56
14. Jahresüberschuss /-fehlbetrag   1.944.213,39 -531.990,52
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -3.393.179,32 -3.054.690,34
16. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Verlust   288.327,65 193.501,54
17. Konzernbilanzvertust   -1.160.638,28 -3.393.179,32

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

1.1. - 31.12.2016 1.5. - 31.12.2015
EUR EUR
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit    
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 1.944.213,39 -531.990,52
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 16.364.972,51 10.457.690,86
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -1.493.360,15 3.435.691,21
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -1.454.532,08 -2.335.890,52
Gewinn (-)Nerlust (+) aus Anlageabgängen -72.449,64 47.419,26
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte. der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3.685.872,87 8.041.891,00
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -99.233,91 -3.775.263,26
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 6,635.050,44 3.127.171,46
Ertragsteueraufwand (+)/Ertragsteuerertrag (-) 3.587.787,64 1.608.310,46
Ertragsteuerzahlungen (+/-) -3.847.410,31 -1.680.775,17
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 17.879.165,02 18.394.254,78
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 99.678,40 6.466,34
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.835.038,15 -17.970.054,40
Einzahlungen (+) aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 91,74 10.766,78
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.164.698,94 -663.972,65
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -25.000,00 0,00
Erhaltene (+) Zinszahlungen 49.306,55 45.471,56
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.875.660,40 -18.571.322,37
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,00 3.582.098,60
Auszahlungen (-) aus der Tilgung (Finanz-) Krediten -4.606.017,45 -2.990.024,75
Gezahlte (-) Zinszahlungen -3.433.872,69 -2.256.395,54
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.039.890,14 -1.664.321,69
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 963.614,48 -1.841.389,28
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -59.895,16 -133,858,79
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.577.238,12 9.552,486,19
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.480.957,44 7.577.238,12
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Flüssige Mittel 8.480.957,44 7.577.238,12
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.480.957,44 7.577.238,12

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungs-umrechnung Eigenkapital gemäß Konzernbilanz
EUR EUR EUR EUR EUR
1.5.2015 25.000,00 0,00 -3.054.690,34 -360.769,90 -3.390.460,24
Ausgabe von Anteilen 0,00 15.157.500,00 0,00 0,00 15.157.500,00
Konzern-Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 -338.488,98 0,00 -338.488,98
Übriges Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 -181.906,53 -181.906,53
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -338.488,98 -181.906,53 -520.395,51
31.12.2015 25.000,00 15.157.500.00 -3.393.179,32 -542.676,43 11.246.644,25
1.1.2016 25.000,00 15.157.500,00 -3.393.179,32 -542.676,43 11.246.644,25
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 2.232.541,04 0,00 2.232.541,04
Übriges Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 -917.014,31 -917.014,31
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 2.232.541,04 -917.014,31 1.315.526,73
31.12.2016 25.000,00 15.157.500 00 -1.160.638,28 -1.459.690,74 12.562.170,98
Nicht beherrschende Anteile Konzern- Eigenkapital
Minderheitenkapital Ausgleichs-posten aus der Fremdwährungs-umrechnung Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
1.5.2015 35.716,84 0,00 35.716,84 -3.354.743,40
Ausgabe von Anteilen 0,00 0,00 0,00 15.157.500,00
Konzern-Jahresfehlbetrag -193.501,54 0,00 -193.501,54 -531.990,52
Übriges Konzernergebnis 0,00 1.519,76 1.519,76 -180.386,77
Konzerngesamtergebnis -193.501,54 1.519,76 -191.981,78 -712.377,29
31.12.2015 -157.784,70 1.519,76 -156.264,94 11.090.379,31
1.1.2016 -157.784,70 1.519,76 -156.264,94 11.090.379,31
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag -288.327,65 0,00 -288.327,65 1.944.213,39
Übriges Konzernergebnis 0,00 9.524,41 9.524,41 -907.489,90
Konzerngesamtergebnis -288.327,65 9.524,41 -278.803,24 1.036.723,49
31.12.2016 -446.112,35 11.044,17 -435.068,18 12.127.102,80

Konzernanhang der Fidelio Holding DE GmbH, Worms für das Geschäftsjahr 2016

A. Vorbemerkung

Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Fidelio Holding DE GmbH mit Sitz in Worms im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 46571 eingetragen.

B. Allgemeine Hinweise

Die Fidefio Holding DE GmbH, Worms, ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Der Konzernabschluss der Fidelio Holding DE GmbH für das Geschäftsjahr 2016 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetztes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt.

Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Da es sich im Vorjahr um ein Rumpfgeschäftsjahr handelte, sind die Zahlen des Berichtsjahres der Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Aufgrund der Neudefinition der Umsatzerlöse durch das BilRUG sind diese nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Unter Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n.F. hätten sich im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 109.175 ergeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

C. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Fidelio Holding DE GmbH, Worms, sowie vier inländische und acht ausländische Tochterunternehmen durch Vollkonsolidierung einbezogen. An der FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms, ist die Fidelio Holding DE GmbH, Worms, unmittelbar, an allen weiteren Tochtergesellschaften mittelbar beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich folgende Veränderung des Konsolidierungskreises ergeben:

Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden ist die FAIST Akustikzentrum GmbH, Worms, die im Geschäftsjahr 2016 auf die FAIST ChemTec GmbH, Worms, verschmolzen wurde.

Beteiligungsquote
(%).
FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms 100
FAIST ChemTec GmbH, Worms 100
FAIST ChemTec Frankfurt Grundstücksgesellschaft mbH, Worms 100
FAIST ChemTec Worms Grundstücksgesellschaft mbH, Worms 100
FAIST ChemTec Sp. z o.o., Zlotoryja / Polen 100
FAIST ChemTec Inc., Gastonia / USA 100
FAIST Insonit S.A., Terrassa / Spanien 100
FAIST ChemTec Ltd. Sti., Istanbul / Türkei 100
FAIST ChemTec S.A. de C.V., Toluca / Mexiko 100
FAIST ChemTec (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin / China 100
RL-FONTUS Holding GmbH, Wien / Österreich 0
RL-FONTUS Sp. z o.o., Warschau / Polen 0

Alleinige Gesellschafterin der RL-FONTUS Sp. z 0.0., Warschau/ Polen, ist die RL-FONTUS Holding GmbH, Wien/ Österreich. Die Einbeziehung beider Gesellschaften als vollkonsolidierte Unternehmen beruht nicht auf einer der Kapitalbeteiligung entsprechenden Mehrheit der Stimmrechte. Beide Gesellschaften werden gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB als Zweckgesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, da bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise die FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms, die Mehrheit der Chancen und Risiken an diesen Gesellschaften trägt.

D. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zugrunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich.

Der sich aus der Neubewertung im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 32.929 wird linear über 10 Jahre abgeschrieben. Er veränderte sich gegenüber den historischen Anschaffungskosten planmäßig um TEUR 5.488.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Dieser enthält Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzpositionen zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet.

Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert.

Zwischenergebnisse im Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert.

Die Werte der Bilanzposten (außer Eigenkapital) der Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften, die in fremder Währung aufgestellt sind, wurden mit den Devisenkassamittel-kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Die sich ergebende Um-rechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

E. Rechnungslegungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Fidelio Holding DE GmbH, Worms, und der Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2016 der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen nach einheitlichen für den Fidelio Holding-Konzern geltenden Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze ausländischer Tochtergesellschaften wurden insoweit beibehalten, als ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss unbedeutend sind.

Der Jahresfehlbetrag umfasst das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres einschließlich der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter. Der Konzernbilanzverlust umfasst den Anteil am Jahresergebnis, der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist.

Im Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, der Geschäfts- oder Firmenwert und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB bewertet. Sie werden grundsätzlich über die individuell ermittelte voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für den Kundenstamm beträgt 7 Jahre. Die Gebäude werden linear über Nutzungsdauern zwischen 14 und 40 Jahren abgeschrieben.

Für den Firmenwert des im Jahr 2015 übernommenen Unternehmens Fidelio Holding DE GmbH, Worms, wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, da es sich bei den Leichtbau-Sandwich-Produkten, Bitumenschaumartikel und Versteifungsfolien um eine Produktgruppe mit typischen Lebenszyklen von 10 Jahren handelt und der Markt für diese Produktgruppe wegen der kleinen Zahl an Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren sich nur sehr langsam verändert. Im Berichtsjahr erfolgte ein Zugang aufgrund einer nachträglichen Kaufpreisanpassung in Höhe von TEUR 353.

Geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden bei den inländischen Konzerngesellschaften sofort aufwandswirksam erfasst. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen wurden im Inland mit einem einheitlichen und im Ausland mit dem landesüblichen Zinsfuß auf den Barwert abgezinst.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten am Bilanzstichtag bewertet. Für Verpackungsmaterial sowie Ersatzteile wurden jeweils Festwerte gebildet.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt wurden. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Sonderkosten der Fertigung. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse enthalten außerdem herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten.

Die unfertigen Leistungen wurden in allen Fällen verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Gängigkeit und Wertminderungen der Bestände wurden bei allen Gesellschaften durch Abschläge berücksichtigt. Die ermittelten Wertansätze werden retrograd für Zwecke der verlustfreien Bewertung überprüft.

Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. In der Regel wurden zusätzlich Pauschalwertberichtigungen für die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbestandes gebildet.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die im Voraus entrichteten Beträge periodengerecht abgegrenzt.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern aus steuerlichen Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzernabschluss unsaldiert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte Marktzinssatz der letzten zehn (Vj. sieben) Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,01 % (Vj. 3,89 %).

Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,30 % (Vj. 2,30 %) bei den Entgelten und von 1,75 % (Vj. 1,75 %) bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine Fluktuationsrate von 1,75 % (Vj. 1,75 %).

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt EUR 83.859.

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird analog den Parametern der Pensionsverpflichtungen ermittelt, der sich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB im Fall von sonstigen Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens mit Angabe der Abschreibungen ist integraler Bestandteil des Anhangs (Anlage zum Anhang).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 1.201 (Vj. TEUR 867) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Latente Steuern

Im Jahresabschluss der FAIST ChemTec GmbH, Worms, ergaben sich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Sachanlagen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 11. Diesen standen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 196 aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen gegenüber. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 31 %, welcher voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen anzuwenden sein wird.

Im Jahresabschluss der FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms, ergaben sich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Rückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 125. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 31 %, welcher voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen anzuwenden sein wird.

Im Jahresabschluss der FAIST Insonit S.A., Terrasse/ Spanien, ergaben sich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Rückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 154. Der Ermittlung der aktiven latenten Steuern liegt ein unternehmensindividueller Steuersatz in Höhe von 25 % zugrunde.

Im Jahresabschluss der FAIST ChemTec Sp. z 0.0,, Zlotoryja/ Polen wurden aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 122 angesetzt. Des Weiteren ergaben sich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz passive Latente Steuern in Höhe von TEUR 5. Der Ermittlung der latenten Steuern liegt ein unternehmensindividueller Steuersatz in Höhe von 19 % zugrunde.

Im Jahresabschluss der FAIST ChemTec Inc., Gastonia/ USA, wurden aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 183 angesetzt. Aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergaben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 422 sowie passive latente Steuern bei den Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.491. Der Ermittlung der latenten Steuern liegt ein unternehmensindividueller Steuersatz in Höhe von 40 % zugrunde.

Im Jahresabschluss der RL-FONTUS Sp. z o.o., Warschau/ Polen, resultieren aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz passive latente Steuern in Höhe von TEUR 20. Der Ermittlung der passiven latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 19 % zugrunde.

Die Neubewertung der Immobilien bei der FAIST ChemTec Frankfurt Grundstücksgesellschaft mbH, Worms, sowie der FAIST ChemTec Worms Grundstücksgesellschaft mbH, Worms, führte zur Bildung von passiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 2.524. Die Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisallokation führte zur Bildung passiver latenter Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 12.606. Der Ermittlung der passiven latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 31 % zugrunde.

Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB führten zur Bildung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 474 und passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 390. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaft verwendet.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
TEUR TEUR TEUR
31.12.2015 815 17.048 16.233
31.12.2016 1.675 17.712 16.037
Veränderung 860 664 -196

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 und die Kapitalrücklage von TEUR 15.158 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben denen der Muttergesellschaft die Gewinnrücklagen und Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Der Bilanzgewinn des Konzerns entspricht dem der Muttergesellschaft.

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2016 EUR 12.102 (Vj. TEUR 11.065) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Gesetzliche oder sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergebene Ausschüttungssperren sind nicht vorhanden.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 4.501, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 830, Rückstellungen für im Berichtsjahr vorgesehene Instandhaltungen, die in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden, in Höhe von TEUR 568, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 585, Rückstellungen aus dem Vertriebsbereich in Höhe von TEUR 2,520, Rückstellungen für Maßnahmen des Umweltschutzes in Höhe von TEUR 41 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 813.

7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016
RLZ <1 RLZ 1-5 RLZ >5 Gesamt
Art der Verbindlichkeit Jahr Jahre Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.365 18.229 45.978 68.572
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18 0 0 18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.793 0 0 6.793
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28 0 38.450 38.478
Sonstige Verbindlichkeiten 1.421 0 7.865 9.286
12.625   18.229 92.293 123.147
in TEUR 31.12.2015
RLZ <1 RLZ Gesamt
Art der Verbindlichkeit Jahr >1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.879 66.261 70.140
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.358 0 7.358
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126 35.797 35.923
Sonstige Verbindlichkeiten 3.290 7.420 10.710
12.625 14.653 109.478 124.131

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, Fidelio 2 S.A., Luxemburg.

Für die den Unternehmen der FAIST ChemTec-Gruppe gewährten Darlehen stellt die FAIST ChemTec Gruppe als Kreditnehmerin und Garantiegeberin für eigene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 62.009 den finanzierenden Konsortialbanken folgende Sicherheiten:

• Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST ChemTec GmbH, Worms

• Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST ChemTec Frankfurt Grundstücksgesellschaft mbH, Worms

• Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST ChemTec Worms Grundstücksgesellschaft mbH, Worms

• Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms

• Nach spanischem Recht Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST Insonit S.A., Terrassa, Spanien

• Nach polnischem Recht Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST ChemTec Sp. z o.o., Zlotoryja, Polen

• Nach amerikanischem Recht Verpfändung ihrer Geschäftsanteile an der FAIST ChemTec Inc., Gastonia, USA

• Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Versicherungsforderungen sowie Intercompany-Forderungen Kontoverpfändungen

• Schutzrechte der FAIST ChemTec GmbH

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.033.354,80
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 217.781,52
Langfristige Darlehen 7.865.200,00
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 169.313,56
  9.285.649,88

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

TEUR %
Bundesrepublik Deutschland 62.011 38,0
EU-Ausland 48.805 29,9
Übriges Ausland 52.523 32,1
  163.339 100,0

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach Produktgruppen wie folgt:

TEUR %
Akustikteile 158.177 96,8
Werkzeuge 1.092 0,7
Handelsware 3.867 2,4
Sonstige 203 0,1
  163.339 100,0

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.852 ausgewiesen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 65 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Buchverluste aus der Verschrottung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

3. Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung' sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 640 enthalten.

4. Abzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 77 Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen.

5. Kursgewinne und -verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 853 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von TEUR 937.

6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten latente Steuererträge von TEUR 1.525.

7. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Verlust

Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter setzen sich wie folgt zusammen:

Anteile anderer Gesellschafter an TEUR
Jahresfehlbeträge 288
  288

F. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die Darstellung des Konsolidierungskreises unter C. Abgrenzung des Konsolidierungskreises.

2. Personal

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 791 Mitarbeiter, davon 560 als gewerbliche Arbeitnehmer und 231 als Angestellte.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Zusammenhang mit der Veräußerung und der gleichzeitigen Anmietung der Produktions- und Verwaltungsgebäude der FAIST ChemTec Sp. z o.o., Zfotoryja/ Polen, an eine von der Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien/ Österreich, initiierte polnische Zweckgesellschaft RL-FONTUS Sp. z o.o., Warschau/ Polen, hat die FAIST ChemTec Holding GmbH mit der Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich, zwei Optionsvereinbarungen geschlossen. Dabei wird der Raiffeisen-Leasing GmbH, Wien/ Österreich, das Recht eingeräumt, nach Ablauf einer Mietlaufzeit von 15 Jahren die Geschäftsanteile an der RL-FONTUS Holding GmbH, Wien/ Österreich, einer Gesellschaft der FAIST ChemTec-Gruppe anzudienen (Put-Option). Die RL-FONTUS Holding GmbH, Wien/ Österreich, ist alleinige Gesellschafterin der RL-FONTUS Sp. z o.o., Warschau/ Polen. Außerdem wurde vereinbart, dass eine Gesellschaft der FAIST ChemTec-Gruppe nach Ablauf von zehn Jahren die Geschäftsanteile an der RL-FONTUS Holding GmbH, Wien/ Österreich, durch Ausübung einer Call-Option erwerben kann. Mit der Ausübung einer der beiden Optionen ist zu rechnen. In zukünftigen Perioden ist aus der Optionsvereinbarung mit Zahlungsabflüssen in Höhe von insgesamt TEUR 3.856 zu rechnen.

Im Zusammenhang mit der Anmietung der Produktions- und Verwaltungsgebäude der FAIST ChemTec Sp. z o.o., Zlotoryja/ Polen, hat die FAIST ChemTec Holding GmbH zur Besicherung der Verpflichtungen der FAIST ChemTec Sp. z o.o. aus dem Immobilien-Mietvertrag eine Garantieerklärung gegenüber der Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich, abgegeben. Die FAIST ChemTec Sp. z o.o. erbringt ihre Leistungen vertragsgemäß. Mit einer Inanspruchnahme aus der Garantieerklärung ist derzeit aufgrund der guten Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der FAIST ChemTec Sp. z o.o. nicht zu rechnen.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen im Konzern bestehen in Höhe von TEUR 11.521. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Fälligkeit Gesamt
<1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Art der Verpflichtung TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge 2.604 4.804 3.899 11.307
Bestellobligo aus Sachanlageinvestitionen 214 0 0 214
  2.818 4.804 3.899 11.521

Vorteile des Abschlusses von Miet- und Leasing- und Dienstleistungsverträgen gegenüber dem Kauf von Anlagegütern sind im Allgemeinen die Liquiditätsschonung, die Bilanzneutralität, eine transparente Kalkulationsgrundlage und die erhöhte Flexibilität. Nachteile bzw. Risiken bestehen in den ggf. höheren Gesamtkosten, der Laufzeitbindung und dem Finden von Anschlusslösungen nach Ablauf der Mietbindung.

4. Derivative Finanzinstrumente

Für die langfristigen Bankdarlehen der FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms, und der FAIST ChemTec Inc., Gastonia, USA, wurden im Mai 2015 Zinssicherungen durch SWAPS mit Laufzeit bis 2019 abgeschlossen. Der fixierte SWAP-Zinssatz beläuft sich auf 0,223 % (EUR-Tranchen) bzw. 1,29 % (USD-Tranchen) - der der Kreditvereinbarung zugrunde liegende variable Referenz-zinssatz (3-Monats-EURIBOR bzw. 3-Monats-LIBOR) betrug am SWAP-Abrechnungsstichtag (6.17. Oktober 2016) -0,304% (3-Monats-EURIBOR) und 0,87606% (3-Monats-LIBOR).

Die Nominalwerte betrugen am Bilanzstichtag TEUR 38.300 bzw. TUSD 23.397. Das Euro-Siche-rungsgeschäft weißt zum 31. Dezember 2016 einen negativen Marktwert in Höhe von TEUR 405 auf. Hierfür wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps wurde mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt.

5. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind bzw. waren:

Christoph Röttges, Vorsitzender der Geschäftsführung, Düsseldorf; ab 04.Januar 2016

Ralf Kißler, Geschäftsführer Werke, Ladenburg; ab 04. Januar 2016

Yves Alexandre, London, Großbritannien; bis 04. Januar 2016

Jerome Bertrand, London, Großbritannien; bis 04. Januar 2016

Markus Zejermann, London, Großbritannien; bis 04. Januar 2016

Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2016 keine Bezüge von der Fidelio Holding DE GmbH, Worms.

Beirat

Dem Beirat gehören an:

Yves Alexandre, London, Großbritannien

Jerome Betrand, London, Großbritannien

Tito Soso, London, Großbritannien

Die Mitglieder des Beirats erhielten im Geschäftsjahr 2016 keine Bezüge von der Fidelio Holding DE GmbH, Worms.

6. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Das für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 207. Es setzt sich aus Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 90). Steuerberatungsleistungen (TEUR 61) und anderen Beratungsleistungen (TEUR 56) zusammen.

7. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt

8. Wesentliche Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

 

Worms, 10. Februar 2017

Fidelio Holding DE GmbH
Geschäftsführung

- Christoph Röttges -

- Ralf Kißler -

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016 Währungsänderung Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.205.592,03 37.300,49 812.171,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 32.576.087,66 0,00 352.527,45
  85.781.679,69 37.300,49 1.164.698,94
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.971.162,53 -483,38 15.402,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.236.020,82 36.286,42 3.176.405,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.074.342,89 -43.892,98 680.781,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlegen im Bau 6.393.956,56 221.088,04 3.982.447,89
  84.677.482,80 212.998,10 7.835.038,15
III. Finanzanlagen      
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 25.000,00
  0,00 0,00 25.000,00
  170.459.162,49 250.298,59 9.024.737,09
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.564,39 65.848,69 54.092.348,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 32.928.615,11
  28.564,39 65.848,69 87.020.963,42
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.184,43 0,00 24.979.897,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.930,01 6.266.506,34 56.691.289,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.202,77 24,28729 6.632.316,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlegen im Bau   -6.356.642,32 4.240.850,17
  115.317,21 -65.848,69 92.544.353,15
III. Finanzanlagen      
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 25.000,00
  0,00 0,00 25.000,00
  143.881,60 0,00 179.590.316,57
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016 Währungsänderung Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.642.088,56 34.928,47 7.147.263,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.171.739,18 0,00 3.316.363,34
  9.813.827,74 34.928,47 10.463.627,19
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.515.081,82 113.746,59 989.881,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.500.780,81 277.385,59 4.091.144,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.610.612,51 -25.208,02 820.315,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlegen im Bau 0,00 0,00 0,00
  31.626.475,14 365.924,16 5.901.345,32
III. Finanzanlagen      
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00
  41.440.302,88 400.852,63 16.364.972,51
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.472,65 26,00 14.795.834,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 5.488.102,52
  28.472,65 26,00 20.283.936,75
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 0,00 5.618.708,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.634,58 427,29 27.860.103,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.451,87 -453,29 4.326.818,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlegen im Bau 0,00 0,00 0,00
  88.088,45 -26,00 37.805.630,17
III. Finanzanlagen      
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00
  116.561,10 0,00 58.089.566,92
Buchwerte
31.12.2018 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.296.514,08 45.563.503,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.440.512,59 30.404.348,48
  66.737.026,67 75.967.851,95
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.361.188,88 20.456.080,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.831.185,94 23.737.240,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.305.497,99 2.463.730,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlegen im Bau 4.240.850,17 6.393.956,66
  54.738.722,98 53.051.007,66
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 25.000,00 0,00
  25.000,00 0,00
  121.500.749,65 129.018.859,61

Konzernlagebericht der Fidelio Holding DE GmbH, Worms für das Geschäftsjahr 2016

Grundlagen des Unternehmens und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Fidelio Holding DE GmbH, Worms, ist ein Mutterunternehmen für die im Anteilsbesitz im Konzernanhang aufgeführten Tochterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft wurde im Jahre 2014 gegründet und hält - über ihre Tochtergesellschaft FAIST ChemTec Holding GmbH, Worms - mit Ausnahme der beiden Zweckgesellschaften im Sinne von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB RL-Fontus Holding GmbH, Wien, Österreich (0 %) und RL-FONTUS Sp. z o.o., Warschau, Polen (0 %) an allen Tochterunternehmen 100 % der Geschäftsanteile.

Mit Wirkung zum 10. April 2015 hat die Fidelio Bidco DE GmbH (nunmehr: FAIST ChemTec Holding GmbH) 100% der Anteile der FAIST ChemTec Holding GmbH erworben. Diese wiederum befindet sich zu 100% im Besitz der Fidelio Holding DE GmbH, weiche dadurch ab dem 1. Mai 2015 Konzernobergesellschaft der FAIST ChemTec-Gruppe ist. Für das Jahr 2015 hat die Fidelio Holding DE GmbH einen Konzernabschluss für den Zeitraum 1. Mai bis 31. Dezember 2015 erstellt. Da die Angaben des laufenden Geschäftsjahres nicht oder nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar sind, wird eine Gegenüberstellung nicht vorgenommen.

Die FAIST ChemTec - Gruppe ("FAIST-Gruppe") verfügt über Gesellschaften in Deutschland, Spanien, Polen, USA, Türkei und Mexiko. Die am 12. November 2015 als weitere Schwestergesellschaft gegründete FAIST ChemTec (Tianjin) Ltd., Tianjin, China befindet sich im Aufbau. Der Produktionsstart und Verkauf von Waren an lokale chinesische Kunden ist ab Frühjahr 2017 geplant.

Mit Vereinbarung vom 28. Juni 2016 wurde die FAIST Akustikzentrum GmbH auf die FAIST ChemTec GmbH als übernehmender Rechtsträger verschmolzen. Vermögen und Schulden wurden zu Buchwerten übernommen.

Für das Geschäftsjahr 2016 stellt die FAIST - Gruppe Ihren Jahresabschluss erstmalig nach den neuen Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf. Sich daraus ergebende Änderungen betreffen im Wesentlichen Angaben in Anhang sowie Aussagen zu den Umsatzerlösen im Lagebericht.

Die FAIST - Gruppe erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 163,3 Mio. EUR. Mit rd. 65 % ihres Umsatzes hat sie den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in der Automobilindustrie und versteht sich als kompetenter Partner für Fahrzeugentdröhnung. Darüber hinaus ist die Kundengruppe "Hausgeräte" mit ca. 26 % Umsatzanteil ein weiteres starkes Standbein der Geschäftsaktivitäten. Drittes Geschäftsfeld sind die Aktivitäten in den Sparten "Bauindustrie" und "Allgemeine Industrie" mit einem Umsatzanteil von knapp 9 %.

Im Verlauf des Jahres 2016 verzeichnete die Weltwirtschaft insgesamt ein moderates Wachstum. Auf Jahressicht wird eine Wachstumsrate von etwa 2,3% erwartet. Dabei war die konjunkturelle Dynamik in den meisten Industrieländern leicht geringer als im Vorjahr, wohingegen die Wachstumsraten in den Schwellenländern auf Vorjahresniveau lagen. In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum aufgrund der geringeren Investitionen und rückläufigen Exporten verlangsamt. In China schwächte sich die Konjunkturdynamik bedingt durch den wirtschaftlichen Strukturwandel zwar etwas ab, wird aber mit einer Wachstumsrate von 6-7% eine nach wie vor hohe Expansionsrate ausweisen. Die konjunkturelle Entwicklung in den rohstoffexportierenden Schwellenländern stabilisierte sich im Vergleich zum Vorjahr, allerdings war die Wirtschaftsleistung in Russland als auch in Brasilien weiter rückläufig.

In der Eurozone hat sich die Konjunkturerholung weiter fortgesetzt und verzeichnet insgesamt ein stabiles Wachstum. Die infolge des Referendums in Großbritannien gefürchteten größeren Auswirkungen blieben an den Märkten weitgehend aus, führte aber zu politischen und wirtschaftlichen Verunsicherungen in Europa. Insgesamt wird für die Europäische Union für das Jahr 2016 eine Wachstumsrate von etwa 1,6% erwartet.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Anzahl der Fahrzeugneuzulassungen entwickelte sich in Europa auch im Geschäftsjahr 2016 positiv. Im Laufe des Jahres 2016 war ein Anstieg der neu registrierten PKW um +6,8% zu verzeichnen. Zweistellige Wachstumsraten konnten im zweiten Jahr hintereinander in Italien (+15,8%) und Spanien (+10,9%) registriert werden, gefolgt von guten Zuwachsraten in Frankreich (+5,1%), Deutschland (+4,5%) und Großbritannien (+2,3%). Von der positiven Entwicklung partizipierten in hohem Maße die Fahrzeuge der Hersteller Daimler (+13,8%), BMW (+10,1%) sowie der französische Produzent Renault (+12,1%), wohingegen die Volkswagen-Gruppe vor dem Hintergrund der Dieselaffäre mit +3,5% nur einen verhaltenen Anstieg verzeichnen konnte.

Im Bereich Non-Automotive "Allgemeine Industrie, Bau und Hausgeräte" war im Jahr 2016 ebenfalls eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Nach wie vor niedrige Zinsen sowie eine gute Beschäftigungslage sorgten für abermals erhöhte private Konsumausgaben. Auf Jahressicht wird eine Steigerung von rd. 2,0% erwartet. Für das Jahr 2017 wird ein leichter Rückgang der Konsumausgaben der privaten Haushalte auf ca. 1,3% prognostiziert, wobei der überwiegende Teil der Verlangsamung auf Schwankungen bei der Zahl der Arbeitstage zurückzuführen ist. Vor diesem Hintergrund ist wie im laufenden Jahr bei der Herstellung von langlebigen Konsumgütern für 2017 von einer stabilen Entwicklung auf dem Niveau des aktuellen Jahres auszugehen.

Darstellung des Geschäftsverlaufes

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete die FAIST-Gruppe einen Gesamtumsatz von 163,3 Mio. EUR.

Mit einem Anteil von 106,1 Mio. EUR oder rd. 65 % war der Geschäftsbereich "Automotive" mit den großen Kunden BMW, Volkswagen und Daimler weiterhin der wichtigste Umsatzträger der FAIST - Gruppe. Neben dem nach wie vor starken Exportgeschäft der deutschen Automobilhersteller partizipierte die FAIST - Gruppe an den um +6,8 % gestiegenen Zulassungen für PKW in der Europäischen Union. Ein sehr positiver Umsatzzuwachs war auch beim Kunden FORD (Anlauf des Modells F-250) und Honda (insgesamt steigende Abrufe) zu verzeichnen und konnte somit rückläufige Umsätze mit dem Kunden BMW kompensieren.

Die weiter anhaltende Nachfrage der privaten Haushalte sowie der weiter vorherrschende Nachholbedarf in den Schwellenländern führten im Berichtszeitraum im Segment "Hausgeräte" zu einem Umsatzvolumen von 41,7 Mio. EUR - dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von rd. 26%. Die Segmente "Bauindustrie" und "Allgemeine Industrie" bilden mit einem Umsatz von 15,5 Mio. EUR die verbleibenden Umsatzträger der FAIST-Gruppe.

Die FAIST ChemTec GmbH, Worms als umsatzstärkste Gesellschaft der Gruppe konnte mit einem Umsatz gegenüber Dritten in Höhe von 84,2 Mio. EUR die Erwartungen erfüllen. Hierzu trugen insbesondere die Abrufe der Automobilkunden - hauptsächlich BMW und Daimler - bei.

Die ausländischen Tochtergesellschaften trugen mit 79,1 Mio. EUR zum Gesamtumsatz der FAIST - Gruppe bei.

Produktion und Beschaffung

Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms wurden in allen Standorten werkspezifisch die durchzuführenden Aktivitäten geplant, die Einsparungspotenziale bewertet und nach Prioritäten geordnet umgesetzt. Insbesondere waren dies Durchlaufzeitenoptimierung, Ausschussreduzierungen, Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit, Rezeptur-verbesserungen, vorbeugende Instandhaltungen, Optimierungen der Abläufe der Logistik, Bestandsoptimierungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, Energieeinsparungen und sonstige Projekte, die individuell je nach Erfordernissen und Realisierungsmöglichkeiten umgesetzt wurden.

Bei den Einstandspreisen war das Jahr 2016 von steigenden Ölpreisen geprägt. So erhöhte sich die Sorte ,Brent` von unter 40 USD/Barrel zu Anfang des Jahres 2016 auf nunmehr über 50 USD/Barrel zum Ende des Jahres 2016. Auch für das Jahr 2017 ist zunächst mit weiter steigenden Ölpreisen zu rechnen, wobei die mittel- bis langfristige Preisentwicklung von der geopolitischen Lage sowie von der Umsetzung der von der OPEC vereinbarten Förderkürzung abhängen wird. Wie auch im Vorjahr war bei einzelnen Rohstoffgruppen wie z.B. Aluminium und Klebstoffen eine gegenläufige Bewegung mit rückläufigen Einstandspreisen zu verzeichnen. Insgesamt haben sich die Ein-standspreise im Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 über Vorjahresniveau eingependelt.

Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkte der F & E-Aktivitäten im Berichtszeitraum waren, entsprechend den Anforderungen des Marktes, geprägt durch die Reduzierung von Gewicht und Kosten bei Neuentwicklungen sowie Kostenverbesserungen bei bestehenden Serienprodukten. Darüber hinaus bildeten im Jahr 2016 die entwicklungstechnische Betreuung von Produktionsverlagerungen zwischen den Werken Worms, Frankfurt am Main und Zlotoryja, Polen sowie die Erstellung von Richtrezepturen für das neue Werk in Tianjn, China, weitere Schwerpunkte der F & E-Aktivitäten.

Eigene Forschungslabors sowie die im Akustikzentrum in Worms zusammengefassten Kompetenzen mit Rollenprüfstand und Laservibrometertechnik für Personen- und Lastkraftwagen sowie Messeinrichtungen für den Produktbereich "Haushaltsgeräte" mit Konzentration auf Prüfsysteme für Geschirrspüler bieten umfassende Entwicklungs- und Analyseressourcen für die FAIST ChemTec GmbH, Worms, und bilden die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktspektrums.

Mit der Auftragserteilung eines namhaften Automobilkunden für die Lieferung einer neuen Produktgeneration mit Serienstart im Jahr 2017 stand in der zweiten Jahreshälfte 2016 die damit einhergehende Entwicklung von Materialien und Verfahren im Fokus der Entwicklungsaktivitäten. Weiterhin waren die Rezepturumstellung von Klebemassen sowie die Entwicklung von Ölbarrieren für Dachabdichtungsbahnen im Kalenderjahr 2016 erfolgreich abgeschlossene Projekte.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 rd. 3,0 Mio. EUR für Forschungs- und Entwicklungsausgaben aufgewendet. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind zum Jahresende 28 Mitarbeiter beschäftigt.

Personal

Zum 31. Dezember 2016 hat die FAIST-Gruppe 833 Mitarbeiter, davon 15 Auszubildende, beschäftigt.

Zur Abfederung von Produktionsspitzen hat die FAIST-Gruppe auch Leiharbeitsverträge abgeschlossen. Zum Jahresende waren an den Standorten der Unternehmensgruppe 73 Leiharbeitskräfte eingesetzt.

Aufgrund der hohen Automatisierung der Produktionsprozesse ist die FAIST-Gruppe auf einen guten Ausbildungsstand Ihrer Mitarbeiter angewiesen und fördert intensiv die interne und externe Weiterbildung.

Umwelt und Sicherheit

Die gesetzlichen Vorschriften zum Umweltschutz sowie die gesetzlichen Vorschriften und Auflagen zur Sicherheit der Maschinen und technischen Einrichtungen werden von der Gesellschaft beachtet. Notwendige Verbesserungsmaßnahmen sind identifiziert und werden zeitnah umgesetzt.

Im November 2016 wurde das jährliche Folgeaudit für die Umwelt- und Energiezertifizierung ISO 14001 bzw. ISO 50001 ohne Abweichungen bestanden. Im selben Zeitraum wurde am Standort Worms die Erstzertifizierung des Arbeitsschutz-Managementsystems OHSAS 18001 erfolgreich durchgeführt.

Die nach Abschluss der Umbauarbeiten wieder in Betrieb genommene Anlage III (Worms) erforderte eine umfangreiche Gefährdungsbeurteilung zur Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz für die an der Anlage tätigen Mitarbeiter. Im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes hat im Jahr 2016 die freiwillige Feuerwehr Worms unter Mitwirkung der hauptamtlichen Feuerwehr Worms eine Einsatzübung am Standort Worms durchgeführt. Weiterhin wurden im Laufe des Jahres weitere 15 Mitarbeiter als Brandschutzhelfer ausgebildet.

Im Jahr 2017 ist am Standort Worms die Erneuerung der automatischen Branderkennung im Bereich Anlage III vorgesehen. Weiterhin ist der Ausbau und gleichzeitige Verbesserung der übergeordneten Kommunikation im Bereich Umwelt und Sicherheit (HSE-Portal) geplant.

Am Standort Frankfurt am Main wurden im Jahr 2016 die präventiven Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen mit den Einbau von Leckage-Sonden in Auffangwannen sowie durch Intensiv-Schulungen der Sicherheitsbeauftragten fortgesetzt.

Für das Jahr 2017 ist am Standort Frankfurt am Main die Anschaffung einer Stickstofftrennungsanlage zur Aufspaltung von Alu-Butyl-Abfällen und einer damit einhergehenden Abfallreduzierung vorgesehen. Wie am Standort Worms sollen 2017 für den vorbeugenden Brandschutz Mitarbeiter des Standorts Frankfurt am Main als neue Brandschutzhelfer ausgebildet werden.

An den ausländischen Standorten der FAIST - Gruppe wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Diese umfassten u.a. Durchführung einer Emmissionsanalyse für den Produktionsprozess in Ziotoryja, Polen und optische Verbesserung der Fahr-und Laufwege in Gastonia, USA zur Reduzierung von Unfallgefahren im Werksverkehr.

Energiemanagement

Mit der thermischen Isolation des Thermalölkreislauf-Systems konnte im Kalenderjahr 2016 die Energieeffizienz am Standort Worms signifikant verbessert werden und trug so zur weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs bei. Darüber hinaus wurde die Anlage III nach ihrem Umbau in das bestehende automatische Messsystem eingebunden und somit die Anlagesicherheit maßgeblich erhöht. Am Standort Frankfurt am Main wurde durch die Reduzierung von Klein-Elektrogeräten eine signifikante Reduzierung des Stromverbrauchs erreicht. Weiter wurde zum Ende des Jahres die Erneuerung und Modernisierung einer Heizungsanlage begonnen.

Für das Jahr 2017 sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz geplant. Hierzu zählen die Umstellung aller Zähler auf neue Netzwerktechnologie, die Erweiterung der Alarmierungssysteme innerhalb der verschiedenen Medienkreisläufe auf potentielle Leckagen sowie die Fortführung von Energieeffizienzprojekten wie z.B. Isolierung von Bitumentanks.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Die sehr gute Entwicklung der Abrufzahlen bei den Automobilkunden konnte die rückläufigen Umsätze im Geschäftsbereich "Bauindustrie" ausgleichen. Somit erzielte die FAIST-Gruppe im Kalenderjahr 2016 einen Umsatz von 163,3 Mio. EUR. Aufgrund der guten Entwicklung der Abrufzahlen der Automobilkunden und unterstützt durch die im Jahresdurchschnitt weiterhin moderate Materialpreisentwicklung erzielte die FAIST-Gruppe im Geschäftsjahr 2016 ein Betriebsergebnis (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) in Höhe von 9,8 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis ist für die FAIST-Gruppe ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator. Hierin enthalten sind Anlaufkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Produktionsstandortes in Tianjin, China in Höhe von 1,0 Mio. EUR.

Die Materialaufwandsquote lag mit 39,7 % noch leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Maßgeblich hierfür war im Wesentlichen der Rückgang der Rohstoffpreise im ersten Quartal 2016, welche die Preissteigerungen in der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen hat.

Die Personalkosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf 46,3 Mio. EUR und beinhalten die üblichen Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie Sozialabgaben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen summierten sich im Berichtszeitraum auf einen Betrag von 29.4 Mio. EUR. Größte Einzelpositionen waren Aufwendungen für Instandhaltungsarbeiten (7,1 Mio. EUR), Miete und Leasinggebühren für Immobilien, Stapler und PKW (2,7 Mio. EUR) und Beratungsaufwendungen (2,9 Mio. EUR). Durch den hohen Einsatz von Zeitmitarbeitern zur Abdeckung von Produktionsspitzen betrugen die Aufwendungen für fremde Löhne und Gehälter 3,6 Mio. EUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind einmalige Aufwendungen für IT-Projektkosten in Höhe von 0,3 Mio. EUR enthalten.

Die wesentlichen Positionen der sonstigen betrieblichen Erträge betrafen die Auflösung von Rückstellungen (1,8 Mio. EUR) und Erträge aus Kursgewinnen (0,9 Mio. EUR) und sonstigen Erträgen gegenüber Dritten (0,6 Mio. EUR).

Weiter positiv entwickelte sich die FAIST ChemTec Inc., Gastonia, USA. Mit Inbetriebnahme der dritten Produktionslinie konnte die 4-Schicht Produktion zurückgenommen und Zulieferungen von Schwestergesellschaften eingestellt werden. Der kontinuierliche Nachfrageanstieg auch in Zusammenhang mit dem Anlauf für das Modell FORD F-250 führte im 4. Quartal 2016 zu einer Vollauslastung aller Anlagen. Das Betriebsergebnis entwickelte sich positiv und belief sich im Berichtszeitraum auf 8,5 Mio. EUR.

FAIST Insonit S.A., Terrasse, Spanien, partizipierte an der positiven spanischen Wirtschaftsentwicklung und hier insbesondere an den um über 10% gestiegenen PKW-Zulassungszahlen. Die gleichzeitig verbesserte Produktivität führte im Geschäftsjahr 2016 zu einem Betriebsergebnis in Höhe von 3,4 Mio. EUR.

Nach Abschluss der Standorterweiterung und Inbetriebnahme der Produktionslinie 2 zum Ende des vergangenen Jahres wurde bei der FAIST ChemTec z 0.0., Zlotoryja im Laufe des Geschäftsjahres die Auslastung des Standortes kontinuierlich gesteigert. Ein insgesamt positives Wirtschafsumfeld unterstützte die gute Ergebnisentwicklung der polnischen Gesellschaft, die im laufenden Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von 4,8 Mio. EUR erzielte.

Ein weiterhin preisaggressives Wettbewerbsumfeld, ein schwieriges wirtschaftspolitisches Umfeld sowie der Wertverlust der Türkischen Lira belasten die Geschäftsentwicklung der FAIST ChemTec Sti. Ltd., Istanbul, Türkei. Im Geschäftsjahr 2016 weist die Gesellschaft ein Betriebsergebnis in Höhe von 0,1 Mio. EUR aus.

Im Geschäftsjahr 2016 hat die FAIST ChemTec S.A. de C.V., Toluca, Mexiko, mit dem Stanzen von Halbfertigwaren einen lokalen Fertigungsprozess zur Belieferung von in Mexiko ansässigen Kunden aufgebaut. Der verzögerte Anlauf der Fertigung des Modells AUDI Q 5 belastete das Betriebsergebnis, dass im Geschäftsjahr einen Wert von 0,1 Mio. EUR ausweist.

Der Aufbau der im Vorjahr gegründeten FAIST ChemTec (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin, China verlief plangemäß. Im Dezember 2016 wurde die Installation der Produktionslinie abgeschlossen. Nach einer Testphase und Abnahmeprüfungen soll der Produktionsprozess im 2. Quartal 2017 beginnen. Die im Geschäftsjahr 2016 angefallen Anlaufkosten (Betriebsergebnis) belaufen sich auf -0,7 Mio. EUR.

Insgesamt zufriedenstellend verlief das Geschäftsjahr 2016 bei der FAIST ChemTec GmbH, Worms, Deutschland. Mit einem Betriebsergebnis von 5,4 Mio. EUR erwirtschaftete die Gesellschaft einen wichtigen Anteil am Konzern-Betriebsergebnis.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Wesentlichen Steueraufwendungen in der spanischen und amerikanischen Tochtergesellschaft. Der Steueraufwand wurde durch die Auflösung von passiven latenten Steuern vermindert.

Das Finanzergebnis in Höhe von -6,6 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen aus einem Konsortialdarlehensvertrag, welcher von der FAIST Chem-Tec Holding GmbH, Worms, aufgenommen wurde sowie aus einem Gesellschafterdarlehen der Fidelio 2 S.A., Luxembourg an die Fidelio Holding DE GmbH, Worms.

Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 1,9 Mio. EUR spiegelt den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2016 wider. Für 2017 erwarten wir im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 aufgrund steigender Rohstoffpreise eine insgesamt leicht rückläufige Ergebnisentwicklung.

Finanzierung, Investitionen und Vermögenslage

Die Finanzierung der FAIST-Gruppe basiert im Wesentlichen auf Einlagen der Gesellschafter in das Eigenkapital, einem Gesellschafterdarlehen und den Krediten eines Bankenkonsortiums mit verschiedenen Tranchen.

Die Kreditvereinbarung enthält zwei langfristige Kredittranchen. Die Tranche Senior A (15,0 Mio. EUR und 10,63 Mio. USD) unterliegt regelmäßigen, halbjährlichen Tilgungen. Die Tranche Senior B (25,0 Mio. EUR und 15,95 Mio. USD) ist endfällig im Jahr 2022. Daneben besteht eine revolvierende Kreditlinie über 8 Mio. EUR, die in unterschiedlicher Form, teilweise auch durch Avale, flexibel genutzt werden kann. Weiterhin steht der Gruppe eine Investitionsmittellinie in Höhe von 5 Mio. EUR zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2016 waren die Kredit- und Investitionslinien nicht in Anspruch genommen.

Die Verzinsung der Kreditlinien basiert auf einem variablen Referenzzinssatz zuzüglich einer Marge, die in Abhängigkeit von definierten Finanzkennziffern (Covenants) bestimmt wird. Die Finanzkennziffern bilden auch die Grundlage für Kennzahlenrelationen, die von der FAIST-Gruppe einzuhalten sind. Nach den Berechnungen der Geschäftsführung wurden die vereinbarten Kennzahlenrelationen zum Bilanzstichtag eingehalten. Für die langfristigen Darlehen wurde im Mai 2015 eine Zinssicherung durch SWAPS mit Laufzeit bis 2019 abgeschlossen. Der fixierte SWAP-Zinssatz beläuft sich auf 0,223 % (EUR-Tranchen Senior A+B) bzw. 1,29 % (USD-Tranchen Senior A+B) -der der Kreditvereinbarung zugrunde liegende variable Referenzzinssatz (3-Monats-EURIBOR bzw. 3-Monats-LIBOR) betrug am SWAP-Abrechnungsstichtag (6.17. Oktober 2016) -0,304% (3-Monats-EURIBOR) und 0,87606% (3-Monats-LIBOR).

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 9,0 Mio. EUR. Neben den Ausgaben zur Rationalisierung und zum Ersatz vorhandener Anlagen an den einzelnen Standorten der Gruppe wurden für den Aufbau der Gebäude und Produktionskapazitäten in Tianjin, China 3,6 Mio. EUR aufgewandt. Für die im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossene Standorterweiterung in Gastonia, USA wurden 2,1 Mio. EUR investiert.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Mai 2015 bilanzierten immateriellen Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 einen Restbuchwert von 66,7 Mio. EUR. Hierin enthalten sind im Wesentlichen der Kundenstamm mit 34,4 Mio. EUR und der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27,4 Mio. EUR. Die auf diese Vermögensgegenstände entfallenden Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 10,5 Mio. EUR.

Das Vorratsvermögen belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 8,2 Mio. EUR. Hierin enthalten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 5,2 Mio. EUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag 20,0 Mio. EUR und beinhalten im Wesentlichen Lieferungen von Eigenerzeugnissen an unsere Kunden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 3,4 Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Forderungen an Finanzverwaltungen (1,6 Mio. EUR) sowie Forderungen aus Zahlungen im Zusammenhang mit einer Garantie- und Depotvereinbarung (1,2 Mio. EUR).

Das Eigenkapital betrug unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von 1,9 Mio. EUR zum Jahresende 12,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 7,4%, Im Eigenkapital enthalten ist eine Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung in Höhe von -1,5 Mio. EUR.

Im Zuge des Wechsels der Mitarbeiter von der AKsys GmbH i.L., Worms, zur FAIST ChemTec GmbH, Worms, im Mai 2010 wurden im geringen Umfang auch Pensionsverpflichtungen für aktive Mitarbeiter übernommen. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Pensionsverpflichtungen auf 0,6 Mio. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen wurden zum 31. Dezember 2016 entsprechend den gesetzlichen Verpflichtungen ermittelt und betrugen 9,9 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind Rückstellungen für den Belegschaftsbereich (4,5 Mio. EUR), Rückstellungen für den Vertriebsbereich (2,5 Mio. EUR), Rückstellungen für drohende Verluste (0,6 Mio. EUR) und Rückstellungen für empfangene Dienstleistungen und Waren (0,8 Mio. EUR),

Die Flüssigen Mittel der FAIST ChemTec - Gruppe belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 8,5 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Jahresende 68,6 Mio. EUR. Für 2017 und 2018 wird eine stabile Liquiditätsentwicklung bei kontinuierlicher Reduzierung der Bankverbindlichkeiten erwartet.

Die Finanzmittel am Ende der Periode betragen EUR 8,5 Mio. Diese resultieren aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 17,9 Mio., dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von EUR -8,9 Mio. sowie dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR -8,0 Mio.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Die FAIST - Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiter verbessert. Die Gesamtentwicklung der Gruppe kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Wie viele Unternehmen ist auch die FAIST - Gruppe Risiken und Chancen durch äußere und interne Einflüsse von unterschiedlicher Intensität und Dimension ausgesetzt. Durch die auf allen Ebenen vorhandenen bzw. geplanten Planungs-, Informations- und Kontrollprozesse wird angestrebt, diese Risiken weitestgehend zu minimieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten.

Die Unternehmen der FAIST - Gruppe sind in das Risikomanagementsystem der FAIST - Gruppe eingebunden. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, für die Erreichung der Unternehmensziele gefährdende Risiken zu identifizieren und zu beeinflussen. Der Risikomanagementprozess ist in die Berichtsstrukturen des zentralen Controllings eingebunden. Durch monatliche Review-Sitzungen unter Leitung der Geschäftsführung der FAIST - Gruppe wird die frühzeitige Identifizierung von Risiken sowie der Einsatz von Gegenmaßnahmen gewährleistet.

Den Risiken durch den stetig steigenden Wettbewerb und der verstärkten Marktmacht der Abnehmer wird durch zielgerichtete Entwicklungsprozesse verbunden mit der strategischen Positionierung unseres Unternehmens begegnet. Fortlaufend werden Programme für Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen durchgeführt und umgesetzt, um die Chancen im Wettbewerb nutzen zu können.

Wachstumspotenziale werden insbesondere in den Märkten Mittel- und Osteuropas, der NAFTA-Region und Asien gesehen. Die Unternehmensgruppe hat hier mit den bestehenden Produktionsstätten in Polen und USA sowie der neuen Gesellschaft in China eine stabile Ausgangslage, um an einem zukünftigen Wirtschaftsaufschwung in dortigen Regionen zu partizipieren.

Die zunehmend reduzierten Entwicklungs- und Markteinführungszeiten sowie die kürzeren Produktlebenszyklen der Automobilbauer bergen vermehrt das Risiko von Rückrufaktionen. Wir entgegnen dieser Entwicklung durch eine strikte Einhaltung der durch das Qualitätsmanagement vorgegebenen Prozesse. Überdies verfügt die Gesellschaft über einen umfassenden Versicherungsschutz, der finanzielle Folgen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken weitgehend begrenzt.

Auch wenn die bestehenden Versicherungen nicht alle erdenklichen Risiken abdecken können, ist davon auszugehen, dass das Risiko einer Bestandsgefährdung der Unternehmensgruppe durch Schadens- und Haftungsfälle weitgehend ausgeschlossen werden kann.

Der hohe Anteil an Fremdkapital mit der sich daraus ergebenden Verpflichtung zur Rückführung der Darlehen stellt ein in der Struktur bewusst angelegtes Risiko dar. Obwohl die Finanzkennzahlen nach Berechnung der Geschäftsleitung im Laufe des Jahres 2016 eingehalten werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Zukunft bei Abweichungen von der Planung zu einer Verletzung von Finanzkennzahlen kommt. Dem wird durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Absicherung des Budgets begegnet. Gleichwohl verbleibt ein Restrisiko, dass die finanzierenden Banken im Falle einer Verletzung der Finanzkennzahlen die gewährten Darlehen kündigen können.

Um auf mögliche positive und negative Planungsabweichungen frühzeitig reagieren und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, hat das Unternehmen das bestehende Planungs- und Kontrollsystem systematisch ausgebaut, weiter verfeinert und einen Forecast für Finanzkennzahlen installiert. Darüber hinaus erstellt das Unternehmen zur Gewährleistung einer ausreichenden Liquidität in kurzfristigen Abständen Liquiditätsprognosen, um so mögliche Engpässe frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Risiken und Chancen aus Wechselkursschwankungen ergeben sich aufgrund von Veränderungen der Währungsrelationen bei Transaktionen in Fremdwährung. Da Transaktionen in Fremdwährung bei der FAIST-Gruppe bislang von untergeordneter Bedeutung sind, hat das Unternehmen bislang von einer Kurssicherung abgesehen. Weitere Risiken bestehen durch den Ausfall von Kundenforderungen und Preisänderungen auf dem Rohstoff- und Energiemarkt.

Weiterhin wurden zur Absicherung von Zinsrisiken aus Darlehensverträgen in Zusammenhang mit der Finanzierung der Fidelio Holding DE GmbH im Jahr 2015 Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von 100% des Nominalwertes von 39,4 Mio. EUR und 26,2 Mio. USD abgeschlossen (die Marktwerte betrugen zum 31. Dezember 2016 -0,4 Mio. EUR).

Neben den beschriebenen Risiken gibt es nicht vorhersehbare Ereignisse, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken können. Darüber hinaus stellen die genannten Chancen Potenziale dar, die jeweiligen Zielsetzungen und Planungen der FAIST - Gruppe zu erreichen. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung der FRIST - Gruppe keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die derzeit bestehenden Risiken werden als beherrschbar angesehen, können sich aber wie auch die Chancen - bei einem Eintreten auf die Prognosen auswirken. Die finanzielle Ausstattung der FAIST - Gruppe ist stabil, der Bedarf an liquiden Mitteln ist gegenwärtig durch vorhandene Liquidität und freie Kreditlinien gedeckt.

Ausblick

Für das Jahr 2017 gehen die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für Europa von einem moderaten Wachstum bei weiterhin niedriger Inflation aus. Nach einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts in der Europäischen Union von rd. 1,6 % im Jahr 2016 wird für 2017 eine stabile Wachstumsrate von rd. 1,5 % erwartet. Positiv stimmt die nach wie vor anziehende Beschäftigungsrate, die eine solide Basis für den anhaltenden privaten Konsum bildet. Unsicherheiten resultieren andererseits aus den noch nicht absehbaren Folgen des Brexit in Großbritannien sowie dem Wahlausgang der US-Präsidentenwahl. Auch die in Frankreich und Deutschland im Jahr 2017 anstehenden Wahlen bergen Unwägbarkeiten, welche die wirtschaftliche Dynamik belasten könnten.

Für das Jahr 2016 wird mit einer Zunahme des Pkw-Weltmarkts um 4 % auf rd. 81,6 Millionen Fahrzeuge gerechnet und damit erstmals die 80-Millionen-Marke überschritten. Dabei ist davon auszugehen, dass der westeuropäische PKW-Markt um 5 % zunehmen wird. Erstaunlich stark hat sich im Jahr 2016 mit einem erwarteten Plus von 15 % der chinesische PKW-Markt entwickelt, wohingegen der US-Markt mit -2 % rückläufig sein wird.

Für die FRIST - Gruppe erwarten wir für die Jahre 2017 und 2018 aufgrund des Auslaufs von einzelnen Aufträgen sowie steigenden Preisen auf den Einkaufsmärkten eine leicht rückläufige Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Weiterhin wird der Anlauf der chinesischen Gesellschaft bei gleichzeitig noch geringen Umsätzen die Ertragslage der FAIST - Gruppe belasten.

Für das Jahr 2017 gehen wir von einem Umsatz in Höhe von rd. 166 Mio. EUR aus. Umsatzzuwächse aus dem Geschäft mit FORD, Honda und Bosch-Siemens Hausgeräte können Umsatzrückgänge mit dem Kunden BMW (Auslauf BMW 3-er) kompensieren. Im Zuge dieser stabilen Umsatzentwicklung sowie den prognostizierten Preissteigerungen für Rohstoffe erwartet die FAIST - Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Jahr 2016 ein leicht rückläufiges Betriebsergebnis.

Im Jahr 2018 rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 5%. Der Umsatzzuwachs ist vor allem den steigenden Umsätzen der neuen Tochtergesellschaft in China geschuldet. Aufgrund des unterproportionalen Anstiegs der Fixkosten prognostiziert die FAIST - Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 ein Betriebsergebnis über dem Niveau des Jahres 2017.

Für die weitere Zukunft sehen wir durch die Weiterführung der Projekte in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertriebs- und Projektmanagement, Einkauf und IT eine kontinuierliche Stärkung der Gesellschaft durch welche die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessert werden, sodass die Voraussetzungen für ein langfristiges wirtschaftliches Wachstum gegeben sind.

 

Worms, 10. Februar 2017

Fidelio Holding DE GmbH

Die Geschäftsführung

- Christoph Röttges -

- Ralf Kißler -

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.