Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Löwensenf GmbH
Berger Straße 29, 40213 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Durach seit 5.12.2001 | Geschäftsführer |
Stefan Klaus Heribert Durach seit 5.12.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% | |
| 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Develey Management GmbHUnterhachingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang per 31. Dezember 2021(1) Allgemeine Grundsätze Die Develey Management GmbH mit Sitz in Unterhaching ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 213556 eingetragen. Sie erstellt einen für die im nachstehenden Konsolidierungskreis aufgelisteten Tochterunternehmen befreienden Konzernabschluss gemäß §§ 264, 291 HGB. Der Konzernabschluss ist entsprechend der Vorschriften erstellt worden, die für den entfallenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Unternehmen, die ihrerseits Mutterunternehmen sind, maßgeblich gewesen wären. Der Konzernabschluss der Develey Management GmbH, Unterhaching, wird zur Offenlegung beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Develey Management GmbH ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. (2) Konsolidierungskreis Neben der Develey Management GmbH werden die nachfolgend genannten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
1 Diese Unternehmen nehmen die Befreiung des
§ 264 Abs. 3 und 4 HGB in Anspruch
2 Anteil am Kapital 50,0%: Anteil an den
Stimmrechten. 50,1 %
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns die Gesellschaften Snico Hungaria Kft., Budapest, Ungarn (Anteil am Kapital 100 %), OOO Kinto-Ukraine, Kiew, Ukraine (Anteil am Kapital 100 %), Dyer Mills LLC, Dyersburg, USA (Anteil am Kapital 100 %), die Develey Lager und Logistik GmbH, Vaterstetten, Deutschland (Anteil am Kapital 100%), die PRILA Holding GmbH, Unterhaching, Deutschland (Anteil am Kapital 100%) und die KOCHs Meerrettich & Feinkost GmbH, Pfarrkirchen, Deutschland (Anteil am Kapital 100%). (3) Konsolidierungsgrundsätze Nach dem Inkrafttreten des BilMoG wird für die Erstkonsolidierungen die ab diesem Zeitpunkt vorgeschriebene Neubewertungsmethode angewendet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil, der auf Basis der beizulegenden Werte für die Vermögensgegenstände und Schulden ermittelt wird, zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet. Soweit nach der Verrechnung aktivische Unterschiedsbeträge verbleiben, werden sie als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über deren Nutzungsdauer pauschal abgeschrieben. Soweit sich aus der Kapitalkonsolidierung passive Unterschiedsbeträge ergaben, wurden sie vor dem Inkrafttreten des BilMoG je nach ihrem Charakter unter den Rücklagen oder den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge, die nach dem Inkrafttreten des BilMoG entstanden sind, werden unter der Bilanzposition Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Im Unterschied hierzu werden technische passive Unterschiedsbeträge im Eigenkapital berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Anteile anderer Gesellschafter werden unter einem entsprechenden Ausgleichsposten, in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital, in der Bilanz unter der Position Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der den anderen Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Gewinn oder Verlust gesondert ausgewiesen. (4) Währungsumrechnung Die in den Einzelabschlüssen enthaltenen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen, auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse von zu konsolidierenden Tochterunternehmen werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Ein eventuell entstehender Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird dabei erfolgsneutral unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sich ergebende Währungsdifferenzen werden ebenfalls erfolgsneutral behandelt. (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend abgeschrieben. Unter dieser Position ausgewiesene derivative Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden soweit sie vor der erstmaligen Anwendung des BilMoG aktiviert worden sind, sowohl linear über eine planmäßige Nutzungsdauer bis zu 15 Jahren als auch pauschal abgeschrieben. Ab dem 01. Oktober 2014 aktivierte derivative Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden planmäßig über deren Nutzungsdauer (5 Jahre) bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auch außerplanmäßig abgeschrieben. Die Schätzung der jeweiligen Nutzungsdauer basiert auf im Zusammenhang mit den Unternehmenskäufen erstellten Produktions- und Vertriebskonzepten. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Zur Anwendung kommt je nach Verlauf des Wertverzehrs des jeweiligen Vermögensgegenstandes die lineare oder die degressive Abschreibungsmethode. Bei Zugängen von beweglichen Anlagegütern wird die Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Soweit den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist, der auf voraussichtlich dauernden Wertminderungen beruht, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Nicht gängige Bestände werden entsprechend dem Niederstwertprinzip abgewertet. Neben dieser grundsätzlichen Methode zur Ermittlung der Anschaffungskosten findet - sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind - in geringem Umfang das Festwertverfahren gemäß § 240 Abs. 3 HGB Anwendung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. In den Herstellungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist in Form ausreichender pauschaler Abschläge Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet. Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten aktiviert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) auf der Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,87 % (10-Jahres-Durchschnitt) und wird unter Zugrunde legen der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der Rechnungszinssatz wird dabei anhand der Veröffentlichung der Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung unter Unterstellung einer pauschalen Laufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren festgelegt. Der Zinsanteil aus der Veränderung der Pensionsrückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Zinsen im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Berechnung wurde von einem Rententrend von 1,75 % ausgegangen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittzinssatzes von 1,35 % ergibt eine Rückstellung in Höhe von 5.392.575,28 Euro. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 194.839,00 Euro. Die Steuerrückstellungen entsprechen der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Konzernbilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern werden gemäß den §§ 306, 298 Abs. 1 i. V. m, § 274 HGB für zeitliche und quasi-permanente Differenzen, die sich in künftigen Jahren voraussichtlich mit steuerlicher Wirkung auflösen, berechnet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen in den immateriellen Vermögensgegenständen. den Sachanlagen, den Vorräten, hier insbesondere aus Rohstoffen, fertigen- und unfertigen Erzeugnissen, den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen, hier insbesondere Personalrückstellungen, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verlustvorträgen (von deren Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre auszugehen ist). Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sachanlagen, hier insbesondere Gebäude, den Vorräten, hier insbesondere fertige und unfertige Erzeugnisse, den sonstigen Rückstellungen sowie sonstigen Posten. Soweit steuerliche Latenzen in den einzelnen Gesellschaften entstehen, wird für die Berechnung der unternehmensindividuelle Steuersatz der Konzernunternehmen verwendet. Die latenten Steuern wurden unter Zugrundelegung der folgenden durchschnittlichen Ertragssteuersätze ermittelt:
Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steuerschulden vor Saldierung. Außerdem werden die Veränderungen der latenten Steuersalden im Laufe des Geschäftsjahres und die latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres dargestellt. Aktive latente Steuern wurden nicht ausgewiesen.
Die Veränderung im Berichtsjahr beruht auf der Entstehung und Auflösung temporärer Differenzen. Angaben zur Bilanz (6) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist für den Konzern aus dem Anlagespiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, zu entnehmen. (7) Immaterielle Vermögensgegenstände Der Geschäfts- oder Firmenwert betrifft, den unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert der Reine de Dijon SAS. Im Berichtsjahr erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert. (8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich nach Restlaufzeit wie folgt zusammen:
(Die Darstellung enthält rundungsbedingte Differenzen) In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 129) an Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen enthalten. (9) Passiver Unterschiedsbetrag Der passive Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von ursprünglich TEUR 852 resultiert aus dem im Geschäftsjahr 2020 erfolgten Erwerb der Beteiligung Koch's Torma Kft., Kiskunfélegyháza, Ungarn. Absehbare negativer Ertragsentwicklungen der erworbenen Gesellschaft führten bei Erstkonsolidierung zu einem passiver Unterschiedsbetrag mit Fremdkapitalcharakter. Im Vorjahr wurde dieser gemäß DRS 23 um den anteiligen Verlust der Gesellschaft in Höhe von TEUR 85 ergebniswirksam aufgelöst. Im Berichtsjahr wurde aufgrund des positiven Ergebnisses der Tochtergesellschaft der verbleibende Unterschiedsbetrag vollständig ergebniswirksam aufgelöst. (10) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich nach Restlaufzeit und Besicherung wie folgt zusammen:
(Die Darstellung enthält rundungsbedingte Differenzen) Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 21.800 (Vorjahr: TEUR 29.143) sind TEUR 2.655 (Vorjahr: TEUR 8.451) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 2 an Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag von TEUR 64.477 (Vorjahr: TEUR 70.277) enthalten, der Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern betrifft. Bei den restlichen Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen / nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es bestehen folgende nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung / notwendig sind.
Die sonstigen Haftungsverhältnisse stammen aus Bürgschaften. Nicht marktübliche Geschäfte sind nicht zustande gekommen. Nach Beurteilung der jeweiligen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass hinsichtlich der Haftungsverhältnisse von einer Inanspruchnahme auszugehen ist, da die diesbezüglichen Verbindlichkeiten gem. den bestehenden Unternehmensplanungen aus dem Cashflow zu bedienen sind. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (12) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB stellt sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt dar:
(Die Darstellung enthält rundungsbedingte Differenzen) (13) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, dem Eingang von ausgebuchten Forderungen und aus den Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 2.780 (Vorjahr: TEUR 2.929). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 1.287 (Vorjahr: TEUR 1.897) Währungserträge berücksichtigt. (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.657 (Vorjahr: TEUR 3.378) ausgewiesen. (15) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung Sonstige betriebliche Aufwendungen:
Davon periodenfremder Aufwand aus der Auflösung geleisteter Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.242. (16) Zinsen In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 163). (17) Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 8.062 (Vorjahr: TEUR 14.221) enthält Bankguthaben in Höhe von TEUR 7.981 (Vorjahr: TEUR 14.134) und Kassenbestände in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 87). Die zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle betreffen im Wesentlichen die transitorischen Abgrenzungsposten sowie die Wertberichtigungen im Bereich der Forderungen. Sonstige Angaben (18) Mitarbeiter Getrennt nach Gruppen stellt sich die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer wie folgt dar:
(19) Prüfungshonorare Die nachstehende Tabelle zeigt die von unseren Abschlussprüfern abgerechneten Honorare für das Geschäftsjahr 2021 in den folgenden Kategorien:
(20) Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung des Wechselkursrisikos wurden zweiundzwanzig Devisentermingeschäfte, zehn Devisenswapgeschäfte und sechzehn Devisenoptionen abgeschlossen.
Für die vorhandenen Risiken aus den negativen Marktwerten wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 360 gebildet. Die Berechnung der Marktwerte erfolgt nach der "Mark to market" Methode. (19) Nachtragsbericht Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft und damit auch in der Ernährungsindustrie deutliche Spuren hinterlassen wird. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar, die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Deren Konsequenzen für Russland, aber auch für die verhängenden Staaten, zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise, die sich durch weitere Aktionen Russlands auch verschärfen kann, sind gegenwärtig kaum möglich. Senfsaat könnte wegen Engpässen beim Saatgut deutlich teurer werden, da einer der wichtigsten Lieferanten die Ukraine ist. Sollten die Lieferungen infolge des Krieges im Jahresverlauf ausbleiben, könnte es in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr zu Schwierigkeiten kommen. Es ist von weiteren Preiserhöhungen bei anderen wichtigen Rohstoffen, wie Essig, Rapsöl und Kartonage auszugehen, wie auch mit einer Verknappung von Stärke und Sonnenblumenöl zu rechnen ist. In welchem Rahmen die Verknappung stattfinden wird, ist aktuell noch nicht genau abzuschätzen. Vor dem genannten Hintergrund rechnet die Develey Gruppe mit signifikant steigenden Materialaufwendungen. Ob diese zusätzlichen Aufwendungen im vollen Umfang an die Kunden weitergegeben werden können und ob es zukünftig aufgrund mangelnder Rohstoffversorgung zu Einschränkungen in der Produktion und Belieferung der Kunden kommt, ist zum jetzigem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Weiterhin sind die Folgen aus dem Konflikt in der Ukraine in Bezug auf die konsolidierten russischen Unternehmen der Develey Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verlässlich bestimmbar. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Develey-Gruppe haben können, sind nicht eingetreten. (20) Ergebnisverwendung Gemäß Beschluss der Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird der Jahresüberschuss mit dem bestehenden Ergebnisvortrag verrechnet und mit dem verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen.
Unterhaching, 30.06.2022 Develey
Management GmbH
Dr. Herbert Durach, Geschäftsführer Michael Durach, Geschäftsführer Stefan Durach, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern - Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
*) Abschreibungen des Geschäftsjahres
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die Develey-Management GmbH (im Weiteren: Develey-Gruppe) beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Nahrungsmitteln, insbesondere von Senf, Essig, Feinkost. Sirup und feinsauren Delikatessen. Während sich die Bereiche "Senf' und "feinsaure Delikatessen" weitestgehend selbsterklären, deckt der Bereich "Feinkost" andere Aktivitäten ab. Dazu gehören Tomatenketchup. Grillsaucen, Salatdressings sowie einige Vertriebsmarken. Dabei positioniert sich die Develey-Gruppe national wie auch international mit einem regionalen Markenportfolio. Die Marken z.B. im Senfbereich, verfügen alle über starke regionale Wurzeln und unterscheiden sich sowohl sensorisch als auch in der Verpackung. Dies stellt den strategischen Gegenpol zu den (inter-)national ausgerichteten Wettbewerbern dar. (Inter)nationale Lizenz- und Vertriebsmarken in entwickelten Nischenmärkten runden das eigene Portfolio ab. Die Develey-Gruppe ist sowohl in Deutschland als auch in sieben Ländern der EU sowie in der Türkei, Russland und den USA operativ tätig. Insgesamt verfügt die Unternehmensgruppe über sechs Produktionsstandorte in Deutschland und elf Produktionsstandorte im Ausland. Im Vorjahr ist der Produktionsstandort in Ungarn durch Akquisition neu hinzugekommen. 1.2 Ziele und Strategien Der Konsumgütermarkt im Bereich Lebensmittel ist ein Massenmarkt, der hinsichtlich der Warengruppen der Develey-Gruppe polypolistisch mit Tendenz zum Oligopol strukturiert ist. Die unterschiedlichen Märkte sind geprägt von Verdrängungswettbewerb. Marktanteile können nur durch hohe Investitionen und kontinuierliche Marktbearbeitung verändert werden. Innerhalb des Marketingmix kommt deshalb der Sortimentsgestaltung und den differenzierenden Produktkonzepten eine große Bedeutung zu. Ziel ist es Beispiellieferant für Qualität, Entwicklung, Schnelligkeit, Service und Kommunikation zu werden und somit weiterhin den hohen Anforderungen der Kunden auch zukünftig in vollem Umfang gerecht zu werden. Hierzu zählt neben der hohen Flexibilität, schnell auf Veränderungen der Konsumentenwünsche einzugehen, auch die Kernkompetenzen der Develey-Gruppe, Authentizität, Regionalität und höchste Qualität zu bewahren und zugleich Produkte zu einem fairen Preis anbieten zu können. Darüber hinaus steht die Zuverlässigkeit der Develey-Gruppe gegenüber dem Kunden, trotz stetig steigendem Komplexitätsgrad des Marktes, an erster Stelle. 1.3 Forschungs- und Entwicklungstätigkeit Zur Sicherung einer führenden Position in einem starken Wettbewerbsumfeld sind kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie neue Technologien notwendig. Der Konzern unterhält diverse F&E-Abteilungen. Dort wird an der Verbesserung der bestehenden Erzeugnisse, Fertigungsverfahren und an der Entwicklung neuer Produkte und Verpackungen gearbeitet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das zweite Jahr der COVID-19-Pandemie unterschied sich in einem wesentlichen Punkt vom Jahr davor: Wirksame Impfstoffe gegen das Virus wurden verfügbar und gaben den Startschuss zu einer beispiellosen weltweiten Impfkampagne. Bis Ende 2021 wurden insgesamt über 9 Milliarden Impfstoffdosen verabreicht. Dadurch wurde die Pandemie zwar nicht beendet - Virusmutationen und steigende Fallzahlen hielten die Welt weiterhin in Atem-, aber die wirtschaftlichen Auswirkungen konnten abgemildert werden: Die Eindämmungsmaßnahmen wurden etwas gelockert, zudem gewöhnten sich sowohl Menschen als auch Unternehmen zunehmend daran, mit dem Virus zu leben. Dies spiegelte sich auch in den globalen Wachstumszahlen wider: Nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 (-3,4 %) stieg das weltweite BIP im Jahr 2021 um 5,3 % - das stärkste Wachstum seit fast 50 Jahren. Zwar profitierten alle Regionen von einem kräftigen Aufschwung, doch während die Wachstumsraten in Nordamerika, Europa und Asien durchschnittlich mehr als 5 % betrugen, lag das BIP-Wachstum in Afrika bei nur 3 % - nicht zuletzt wegen der nur schleppenden Fortschritte bei der Impfkampagne. Die Kehrseite der wirtschaftlichen Erholung war ein Anstieg der Preise. Befeuert von großzügigen Fiskalpaketen und den rekordverdächtig hohen Ersparnissen auf den Konten der Verbraucher setzte ein Boom bei langlebigen Konsumgütern ein - auch deshalb, weil kontaktintensive Dienstleistungen eingeschränkt waren. In vielen Fällen überforderte die starke Nachfrage die Angebotsseite, was zu fehlenden Teilen und Lieferengpässen führte und - im Zusammenspiel mit steigenden Energiepreisen - die Inflation erheblich antrieb. Dies wiederum zwang viele Zentralbanken gegen Ende 2021 dazu, mit der Zurücknahme ihrer extrem expansiven Geldpolitik zu beginnen oder zumindest entsprechende Schritte anzukündigen. Die US-Notenbank reduzierte ihre Anleihekäufe, die Europäische Zentralbank stellte dies für das Jahr 2022 in Aussicht. Die Kapitalmärkte blieben von der sich abzeichnenden Zinswende weitgehend unbeeindruckt. Vor allem aufgrund von hohen Unternehmensgewinnen und Kapitalzuflüssen eilten die Aktienmärkte von Rekord zu Rekord. Der US-Markt, gemessen am marktweiten S&P-500-Index, gab mit einem Zuwachs von 27 % das Tempo vor, europäische Aktien (Euro STOXX 50) lagen mit 21 % knapp dahinter. Zurückzuführen war diese starke Entwicklung auch auf die nur verhaltene Antwort der Zinsmärkte, die auf das kräftige Anziehen von Wachstum und Inflation kaum reagierten. Die Renditen 10-jähriger Referenzanleihen blieben im historischen Vergleich sehr niedrig und stiegen bis Ende 2021 nur leicht an, auf 1,5 % in den USA und -0,2 % in Europa. Die Finanzierungsbedingungen für Staaten und Unternehmen blieben somit äußerst günstig. Die Entwicklung der für die Unternehmensgruppe wichtigen Währungen gegenüber dem Euro stellt nachfolgende Tabelle dar.
2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Aufgrund der Herausforderungen infolge der pandemischen Lage verzögert sich die wirtschaftliche Erholung der deutschen Ernährungsindustrie weiter: Über alle Teilbranchen hinweg wurde im Jahr 2021 ein Umsatz von 186,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von +0,5 % zum Vorjahr. Bei steigenden Verkaufspreisen sank die verkaufte Menge um -1,7 %. Besonders schwächelte die Konjunktur im Inland, dem wichtigsten Absatzmarkt der Branche. Nach einem stabilen Ergebnis in 2020 gingen die Umsätze 2021 hierzulande mit 120,5 Milliarden Euro um -2,7 % zurück. Dabei dämpften mäßige Verkaufspreiserhöhungen noch den Rückgang, die verkaufte Menge fiel insgesamt um -7,0 %. Das Auslandsgeschäft hingegen konnte die Verluste aus dem Vorjahr wettmachen und wuchs um +2,9 %. Die Exportquote stieg dementsprechend und lag bei 35,3 %. Insbesondere im EU-Ausland konnte die Branche den Umsatz steigern, während das Umsatzniveau des Vorjahres auf den Drittlandsmärkten nicht gehalten werden konnte. Die Ernährungsindustrie bewegte sich 2021 erneut in einem herausfordernden Umfeld. Neben der Pandemie sind die Ursachen hierfür vor allem in deutlichen Preissteigerungen in den Bereichen Energie, Rohstoffen und Logistik zu suchen. Gleichzeitig stehen die Hersteller bei einem stark konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel als wichtigster Absatzkanal vor der Herausforderung, die Kostensteigerungen auszugleichen. Der hohe Ertragsdruck der hier entsteht, hemmt vor allem das Investitions- und Innovationspotenzial der klein- und mittelständisch geprägten Branche. Verfügbarkeit und bezahlbare Preise werden zu besonderen Herausforderungen angesichts der Nachhaltigkeitsziele, denen sich die Branche verpflichtet fühlt. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist der größte Absatzkanal für die Branche. Die große Mehrheit der Lebensmittel gelangt über den stationären Handel zum Endverbraucher. Dabei herrscht im deutschen LEH eine hohe Konzentration: Rund drei Viertel des Umsatzes entfallen auf vier Großunternehmen. Für die Lebensmittelhersteller bedeutet das einen intensiven Wettbewerb um die begrenzten Plätze auf den Listungen der Handelsunternehmen. Dies führt zu einem Preiswettbewerb, bei dem gleichzeitig die Wünsche der Konsumenten an Qualität und Sicherheit der Produkte berücksichtigt werden müssen. Dadurch wird die Verhandlungsposition des LEH gestärkt und die Bedingungen der Handelsunternehmen müssen akzeptiert werden, um die Listung und damit den Kundenkontakt nicht zu verlieren. Preisanpassungen aufgrund steigender Produktionskosten sind dagegen kaum möglich und müssen meist von den Unternehmen selbst getragen werden. Hier entsteht eine deutliche Belastung für die Lebensmittelhersteller. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) erzielte 2021 ein Umsatzplus von +1,1 % im Vorjahresvergleich. Damit konnte der LEH das Umsatzwachstum von 11,2 Prozent im ersten Jahr der Coronapandemie sogar weiter ausbauen. Während im Jahr 2020 alle Vertriebsschienen deutliche Umsatzgewinne verzeichneten, zeigten sich in 2021 bei genauerer Betrachtung unterschiedliche Entwicklungen der einzelnen Vertriebsschienen. Wie auch schon 2020 wuchsen die LEH-Food-Vollsortimenter 2021 am stärksten: Der Umsatzanstieg betrug +4,3 %. Die Drogeriemärkte verzeichneten im selben Zeitraum ein Umsatzwachstum von +3,1 %. Die Discounter hingegen waren mit Umsatzeinbußen von -0,9 % konfrontiert, während die SB-Warenhäuser das hohe Vorjahresniveau um -1,5 % unterschritten. Die Sortimentsentwicklung der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) im Bereich Nahrungsmittel konnte das Vorjahresergebnis um +1,4 % verbessern, auch der Bereich Getränke verzeichnete mit einem Plus von +1,8 % ähnliche Wachstumsraten. Alle Sortimente, ausgenommen Fleisch/Wurstwaren mit einem Minus von -2,8 %, verzeichneten hierbei eine positive Entwicklung. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten die Sortimente Süßwaren mit +5,9 %, Heißgetränke +3,5 %, Brot/Backwaren sowie Molkereiprodukte (weiße Linie) +2,7 % und die gelbe Linie +2,1 %. Der stärkste Trend war 2021 die sukzessive Hinwendung zu einer pflanzlichen Ernährung. Fleisch-/Käseersatz mit +33,4 %, pflanzliche Milch und Milchprodukte (weiße Linie) mit +25,5 % und vegane Süßwaren mit +20,5 % entwickelten sich dynamisch. Generell lagen auch "Frei-von-Produkte" wieder stark im Trend; Glutenfrei, Laktosefrei und Zuckerfrei wuchsen 2021 etwa im Gleichschritt. Weiterhin konnte ein positiver Trend bei Bio-Produkten beobachtet werden, wenn auch mit einer geringeren Dynamik im Vergleich zu den "jungen" Trends. Die im Food-Service-Bereich tätigen Lebensmittel- und Getränkehersteller, die ihrerseits die Akteure im Außer-Haus-Markt wie beispielsweise Gastronomiebetriebe, Kantinen. Krankenhäuser und andere Großverbraucher mit hochwertigen vorverarbeiteten Lebensmitteln und Getränken versorgen, standen auch in 2021 vor großen Herausforderungen. Besonders schwierig gestaltet sich die Planung der richtigen Produktionsmengen aufgrund von coronabedingt extremen Bedarfsschwankungen in der Gastronomie. Zusätzliche Hemmnisse waren gerissene Lieferketten, ein weltweiter Rohstoffmangel, ein Fachkräftemangel in Deutschland sowie stark gestiegene Kosten für Transport, Energie und Verpackungsmaterialien. Bereits in 2020 waren viele Hersteller aus dem Food-Service Segment coronabedingt auf vorproduzierten Lebensmitteln und Getränken sitzen geblieben, da diese von der Gastronomie nicht abgerufen wurden. Auch das Jahr 2021 startete denkbar schlecht: Der Lockdown legte das Geschäft von Gastronomiebetrieben, Kantinen und Eventcaterern zu weiten Teilen bis Mitte Februar lahm. Im Frühjahr 2021 zog die Nachfrage dann wieder merklich an und sorgte dafür, dass viele Produktionslinien bis zum Sommer wieder hochgefahren werden konnten. Im Herbst und im Winter 2021 bestimmten dann jedoch erneut steigende Corona-Zahlen das Außer-Haus-Geschäft und brachten wieder zahlreiche Einschränkungen mit sich. Neben einer vollständig fehlenden Planbarkeit auf der Absatzseite, stellten eine spürbare Verknappung des Rohwarenangebotes und damit einhergehende steigende Kosten für die Rohwarenbeschaffung die Food-Service-Betriebe vor zusätzliche Herausforderungen. So mussten Unternehmen zum Teil sehr viel höhere Preise für einzelne Zutaten bezahlen, um Produkte in der von der deutschen Ernährungsindustrie geforderten hohen Qualität zu erhalten. Dazu kamen stark gestiegene Kosten für Transport, Energie und Verpackung und die Sorge um einen sich verschärfenden Fachkräftemangel in der Produktion sowie in der Logistik. 2.3 Geschäftsverlauf Die im Konzernlagebericht und Konzernabschluss enthaltenen Prozentzahlen beziehen sich auf die exakten Beträge, nicht auf die gerundeten Beträge. Aufgrund von Auf- bzw. Abrundung ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren lassen. Die Corona Pandemie und Ihre wirtschaftlichen Folgen haben auch bei der Develey-Gruppe ihre Auswirkungen gezeigt. Trotz der positiven Entwicklung der Umsätze der Develey Gruppe, die sich im Berichtsjahr von EUR 557,2 Mio. auf EUR 627, 4 Mio. erhöhten, konnte das Geschäftsjahr 2021 nicht mit einem zufriedenstellenden Ergebnis beendet werden. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Preise in der Beschaffung zurückzuführen. Bei den konsolidierten Gesellschaften lagen die Umsätze im Tätigkeitsbereich für Senf mit einem leichten Anstieg von +0,2 % auf dem Vorjahresniveau. Im Tätigkeitsbereich für Feinkost und feinsauren Delikatessen lagen die Umsätze mit einem Anstieg von +19,0 % und +10,3 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Umsatzrendite von 2,2 % auf 1,96 %. 2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.4.1 Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse) der Develey-Gruppe lag im Berichtsjahr mit EUR 633,2 Mio. um EUR 77,0 Mio. höher als im Vorjahr. Davon betreffen EUR 627,4 Mio. die Umsatzerlöse und EUR 5,8 Mio. die Bestandserhöhung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Im Verhältnis zum Gesamtumsatz lagen die Inlandsumsätze mit 41,3 % (Vorjahr: 42,0 %) unter den Auslandsumsätzen mit 58,7 % (Vorjahr: 58,0 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich mit EUR 6,6 Mio. um EUR 0,3 Mio. höher als im Vorjahr. Der Materialaufwand lag bei EUR 331,2 Mio., dies entspricht 52,3 % der Gesamtleistung. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag (ohne sonstige betriebliche Erträge) von EUR 274,2 Mio. auf EUR 302,0 Mio. Mit einem Personalaufwand von EUR 104,8 Mio., lag die Personaleinsatzquote in Bezug auf die Gesamtleistung bei 16,5 % und somit unter dem Vorjahresniveau von 18,2 %. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr von EUR 23,4 Mio. auf EUR 24,3 Mio. Davon entfallen auf den Bereich der Sachanlagen Abschreibungen in Höhe von EUR 23,9 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von EUR 133,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 155,5 Mio. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Betriebsaufwendungen um EUR +11,3 Mio. und dem der Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen um EUR +10,8 Mio. Das Finanzergebnis verbesserte sich um EUR +0,1 Mio. von EUR -0,5 Mio. auf EUR -0,4 EUR. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag errechnet sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 12,7 Mio. (Vorjahr: EUR 12,8 Mio.). Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 12,4 Mio.). 2.4.2 Finanzlage Das Finanzmanagement wird grundsätzlich durch die Develey Management GmbH gesteuert und hat das Ziel, die Develey-Gruppe nachhaltig mit ausreichend Liquidität zu versorgen sowie die finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Schwankungen von Währungen und Zinsen zu begrenzen. Wie im Vorjahr war die Develey-Gruppe jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Kennzahlen zur Liquiditätslage der Gesellschaft:
Die flüssigen Mittel liegen im Berichtszeitraum bei EUR 8,1 Mio. Bei den Wechselkurs- und bewertungsbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR -2.473 handelt es sich im Wesentlichen um Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals und des Anlagevermögens. 2.4.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Develey-Gruppe kann aus der nachstehenden Strukturbilanz entnommen werden:
Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme um TEUR +7.348 von TEUR 342.515 auf TEUR 349.863 gestiegen. Das Anlagevermögen reduzierte sich im Berichtsjahr um insgesamt TEUR -6.791 auf TEUR 116.029. Dies resultierte im Wesentlich aus dem Rückgang der technischen Anlagen und Maschinen, um TEUR -9.521 auf TEUR 54.445, der wiederum zu großen Teilen auf die Abschreibungen zurückzuführen ist. Während sich im Umlaufvermögen die Vorräte um TEUR +21.690 erhöhten, reduzierten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR -1.488. Die liquiden Mittel reduzierten sich um TEUR -6.159 auf TEUR 8.062. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um TEUR +10.801 auf TEUR 172.223 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 47,1 % im Vorjahr auf 49,2 % im Berichtsjahr verbessert. Die Rückstellungen sind um TEUR -1.402 von TEUR 40.182 auf TEUR 38.780 gesunken. Insgesamt reduzierten sich die Verbindlichkeiten um TEUR -1.211 von TEUR 137.097 auf TEUR 135.886. Hier überlagerte der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den sonstigen Verbindlichkeiten den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.4.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Bausteine einer zukunftsweisenden Positionierung im Wettbewerb werden, nach Überzeugung der Develey-Gruppe, neben den finanziellen Kennzahlen, maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie die nachhaltige Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Als Familienunternehmen in der vierten Generation besitzt die Develey-Gruppe ein stark geprägtes und gelebtes Wertegerüst, deren Basis Nachhaltigkeit und langfristiges Handeln und Denken bilden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Realisierung einer wachstumsorientierten Unternehmensstrategie sind hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die kontinuierliche, gezielte Weiterentwicklung/-bildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen und auf allen Ebenen steht bei der Develey-Gruppe stark im Fokus. Eine systematische Förderung der Kompetenzentwicklung auf der Basis einer (Bildungs-)Bedarfsanalyse, die wiederum im Einklang steht mit der Develey Unternehmensstrategie, dient der Unterstützung eines nachhaltigen Erfolges der Unternehmensgruppe. Nachhaltigkeit bedeutet für die Develey Gruppe die Sicherung der Grundlagen zur Nahrungsmittelproduktion nachfolgender Generationen. Für die Develey Gruppe spielt die ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortungsvolle Lebensmittelproduktion auch mit Blick auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit eine wichtige Rolle. Nachhaltigkeit betrifft nicht nur alle Unternehmensbereiche, sondern gestaltet über das Unternehmen hinaus die Beziehungen in den Liefer- und Wertschöpfungsketten. Im Jahr 2008 wurden drei "Null"-Ziele offiziell formuliert. Dazu gehört die Null im CO 2 -Ausstoß für alle Standorte bis 2025. Das Unternehmensziel ist es bis 2025 CO 2 -neutral in der gesamten Develey-Gruppe zu sein. Dieses Ziel konnte die Develey Senf & Feinkost GmbH bereits 2020 erreichen. Zu den weiteren "Null"-Zielen gehört die Null beim Palmöl und beim Deponiemüll. Das Palmöl-Ziel wurde bereits 2016 erreicht. Alle Rezepturen enthalten keinerlei Palmöl/-fett mehr. Bezüglich des Deponiemülls, ist es das Ziel, ab 2022 keine Abfälle aus der Produktion mehr zur Mülldeponie zu bringen, sondern 100% des entstandenen Mülls der Wiederverwertung zuzuführen. Des Weiteren hat sich die Develey-Gruppe folgende Ziele im Sinne der Nachhaltigkeit gesetzt:
Die Develey Gruppe ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Daher orientiert sie sich bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts an den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele vereinen. Folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung - die Sustainable Development Goals - sind für den Konzern von besonders großer Bedeutung:
Die Erreichung der Ziele wird bei jährlichen externen Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Energieaudits von unabhängigen Auditor*innen geprüft. Alle Unternehmen der Develey-Gruppe bekennen sich darüber hinaus zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Ausdruck ist der persönliche Einsatz von Geschäftsführung und Mitarbeitern in einer Vielzahl von wohltätigen Projekten. 3. Auftragslage Die Auftragslage bei der Develey-Gruppe fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr positiver aus als im Vorjahr. Aufgrund der weitreichenderen Beschränkungen im Jahr 2020 im Zusammenhang mit der Corona Pandemie, ist das Geschäftsjahr nicht mit dem Vorjahr zu vergleichen. Da die Geschäftstätigkeit der Develey-Gruppe aus mehreren Geschäftsbereichen besteht, die in unterschiedlichen Märkten tätig sind, hat eine Konsolidierung der Reichweite der Auftragsbestände der verschiedenen Geschäftsbereiche der Develey-Gruppe nur begrenzte Aussagekraft. 4. Nachtragsbericht Die ausführliche Beschreibung der Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Develey-Gruppe haben können, sind im Konzernanhang enthalten. 5. Prognosebericht Beim vorliegenden Ausblick überwiegen die Risiken. An erster Stelle ist hier die Corona-Pandemie selbst zu nennen, die noch keineswegs vorbei ist: Die fehlende Herdenimmunität - vor allem in den ärmeren Ländern kann jederzeit zu neuen Varianten und Ansteckungswellen führen. Darüber hin-aus steht die Wirtschaftspolitik vor dem schwierigen Balanceakt, den Übergang in eine "post-pandemische" Welt reibungslos, das heißt ohne große Marktverwerfungen zu managen; dies betrifft sowohl die Normalisierung der Geldpolitik als auch das Zurückfahren der fiskalischen Krisenhilfen. Aufgrund des aktuellen Ukraine-Konflikts ist neben der Corona-Pandemie mit weiteren vielschichtigen Folgen zu rechnen. Neben anhaltenden Störungen der Lieferketten und der gestiegenen Inflation ändert sich auch die Risikolandschaft für Unternehmen fundamental. Die neuen geopolitischen Gefahren sowie ihre Folgen - beispielsweise im Energie- und Rohstoffbereich - werden jetzt von den Unternehmen am relevantesten wahrgenommen. Ein Großteil der Unternehmen erwartet, dass der Krieg auch langfristig politische und wirtschaftliche Folgen haben wird und durch eine verstärkte politische Blockbildung auch die internationale Zusammenarbeit und der internationale Handel in Zukunft gefährdet sein könnten. Die Ernährungsindustrie verfolgt die Entwicklungen in der Ukraine mit großer Sorge und sieht die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur der Lebensmittellieferketten sowie die Versorgungssicherheit der Bevölkerung als Priorität an. Die Sicherung der Rohstoffverfügbarkeit für die Lebensmittelproduktion zu bezahlbaren Preisen muss gewährleistet bleiben, Lieferketten mit der Ukraine und Russland für Rohstoffe, die nur schwer ersetzbar sind, müssen gesichert werden. Aktuell sind Lieferengpässe vor allem bei Pflanzenölen (Sonnenblume, Lein, Soja). Alaska-Seelachs, Senfsaaten, Eiweißfuttermitteln, Honig und Verpackungsmaterialien (Holzstoffe, Aluminium, Papier, Glas) zu verzeichnen. Die Ukraine ist für die deutsche Ernährungsindustrie vor allem ein wichtiges Lieferland für Rohstoffe für die Lebensmittelproduktion. So belaufen sich die jährlichen Importe von Agrarrohstoffen auf 512 Millionen Euro. Verarbeitete Lebensmittel werden jährlich im Wert von 284 Millionen Euro aus der Ukraine importiert. Die Bundesregierung muss mit Priorität an der Versorgungssicherheit in Deutschland arbeiten, damit mögliche Engpässe beim Bezug von russischem Erdgas und Rohöl gegebenenfalls kompensiert werden können. Jedoch werden die Energiepreise in erheblicher Weise auch durch Steuern, Abgaben und Umlagen beeinflusst. Die Nahrungsmittelhersteller stehen von zwei Seiten unter Druck. Zum einen durch rasant steigende Kosten für Energie und Rohstoffe auf der Beschaffungsseite, die auf der Absatzseite nicht bzw. nicht adäquat an die Partner im Lebensmitteleinzelhandel weitergegeben werden können und zum anderen durch die schwächelnde Inlandsnachfrage, welche für jedes zweite Unternehmen ein wirtschaftliches Risiko darstellt. Der anhaltende Fachkräftemangel erschwert zudem den Beschäftigungsaufbau. Es werden jedoch neue Potenziale eröffnet. Unternehmen investieren zunehmend in die digitale Vernetzung. Die Digitalisierung eröffnet Optimierungsmöglichkeiten in der Produktion, die Bedeutung des E-Commerce als alternativer Absatzkanal für Lebensmittel wird - beschleunigt durch die Pandemie - zunehmen. Des Weiteren ergeben sich zusätzliche Wege, die Informationsmöglichkeiten der Verbraucher - unter anderem zu nachhaltigen Produktionsmethoden - zu erweitern. Gleichzeitig wird die Qualitäts- und Preisorientierung der Konsumenten in 2022 auf einem hohen Niveau bleiben. Für 2022 rechnet die Develey-Gruppe jedoch mit einer Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch den starken Anstieg der Rohstoffpreise. Die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis sind im Wesentlichen davon abhängig, wie gut es der Develey-Gruppe gelingt, die gestiegenen Kosten auf der Beschaffungsseite an die Kunden weiterzugeben. Es ist mit einem Jahresergebnis auf Niveau des Berichtsjahres zu rechnen. Es muss Ziel der Gesellschaft sein, den Anstieg der Kosten, hier insbesondere der Materialkosten, im Verhältnis zur Gesamtleistung in ein margenstärkeres Verhältnis zu bringen. Sollte dies gelingen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich ebenfalls wieder verbessern, kann für 2023 mit einem deutlich besseren Ergebnis als im Berichtsjahr gerechnet werden. Die Folgen aus dem derzeitigen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine in Bezug auf die konsolidierten Unternehmen der Develey-Gruppe mit Sitz in Russland sind aktuell nicht verlässlich bestimmbar. Aus diesem Grund entfällt die Prognose in diesem Zusammenhang. Sowohl die im Vorjahr prognostizierte Erhöhung der Umsatzerlöse als auch das prognostizierte Jahresergebnis auf Vorjahresniveau sind eingetreten. 6. Chancen- und Risikobericht 6.1 Risikobericht 6.1.1 Risikomanagement Der Develey-Gruppe bieten sich zahlreiche wirtschaftliche Chancen; sie ist dadurch aber auch Risiken ausgesetzt. Für das Unternehmen ist es daher essenziell, Chancen - aber auch potenzielle Risiken - frühzeitig zu identifizieren, um umgehend und angemessen darauf reagieren zu können. Mit dem Einsatz unseres Risikomanagementsystems sind wir in der Lage, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und ihnen zu begegnen. Das Risikomanagementsystem wird vom Controlling koordiniert und regelmäßig auf seine Wirksamkeit und Angemessenheit überprüft. Zur Früherkennung der Risiken setzen wir ein Berichts- und Meldewesen ein. 6.1.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit • Risiken auf der Beschaffungsseite Schwankende Rohstoffpreise an den Weltmärkten aufgrund sich verändernder Angebots- und Nachfragestrukturen, beeinflusst durch Witterung und Ernteerträge sowie durch eine steigende Nachfrage infolge einer wachsenden Weltbevölkerung sind für Lebensmittelhersteller eine Herausforderung, der sie sich in ihrer täglichen Arbeit stellen. Die Develey-Gruppe ist im Rahmen ihrer Produktion auf den Bezug von zahlreichen Rohwaren von externen Lieferanten angewiesen. Die Unternehmensgruppe kauft diese Rohwaren bei zahlreichen Lieferanten in Deutschland, im übrigen Europa und der restlichen Welt ein. Die Höhe der Bezugspreise für diese Rohwaren hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, insbesondere den allgemeinen Marktschwankungen, die u. a. durch das jeweilige Anbauvolumen, die Verfügbarkeit dieser Rohwaren auf den jeweiligen Märkten sowie den Nachfrageumfang ausgelöst werden. Die Bezugskosten für Rohwaren und Packstoffe machen einen bedeutenden Anteil an den Herstellungskosten aus. Das Unternehmen versucht, durch einen vorausschauend geplanten Bezug von Rohwaren, abhängig von der jeweiligen Produktnachfragemenge der Kunden und der Kundenvertragslaufzeiten, Produktionskostensteigerungen aufgrund von Preissteigerungen für die im Rahmen der Produktion benötigten Rohwaren zu minimieren. Ferner versucht das Unternehmen Preissteigerungen für Rohwaren an ihre Kunden in Form von höheren Absatzpreisen weiterzugeben. Üblicherweise werden bei neuen Lieferkontrakten oder bei der Verlängerung bestehender Kontrakte im Handelsmarkensegment die relevanten Rohwaren für den Kontraktzeitraum gedeckt, um so die Rohwarenrisiken zu minimieren. Dennoch kann nicht sichergestellt werden, dass eine Weitergabe von Preissteigerungen für bezogene Rohwaren immer und in vollem Umfang gelingt. Selbst wenn es den Unternehmen der Develey-Gruppe gelingen sollte, Kostensteigerungen mittels Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben, geschieht dies regelmäßig nur mit zeitlichen Verzögerungen oder Beschränkungen (tumusgemäße Verhandlungen mit den Lebensmitteleinzelhändlern). Die Develey-Gruppe hat mit konzernexternen Lieferanten Bezugsverträge für die Belieferung mit verschiedenen Rohwaren abgeschlossen. Sollten wichtige Zulieferverträge nicht verlängert werden können, und sollte es der Gruppe nicht gelingen, Lieferverträge mit entsprechend geeigneten anderen Dienstleistern zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen abzuschließen, könnte es zu Lieferengpässen und damit zu Produktionsunterbrechungen bzw. einer Einschränkung des Produktangebotes kommen. • Risiken im Rahmen der Produktion, des Transports sowie des Vertriebs von Waren Die Develey-Gruppe nutzt bzw. betreibt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit technische Anlagen und Einrichtungen. Das Unternehmen könnte als Folge von Betriebsstörungen und damit verbundenen Produktionsausfällen und -unterbrechungen erhebliche Umsatzeinbußen erleiden oder zu Schadenersatzleistungen an Kunden verpflichtet sein. Um das Risiko zu minimieren, wurden entsprechende Ausfallversicherungen abgeschlossen. Zudem können durch technische Mitarbeiter und der Bevorratung mit technischen Ersatzteilen Störungen an den Produktionsanlagen kurzfristig behoben werden. Die Develey-Gruppe ist auf den Transport der in ihrer Lebensmittelproduktion hergestellten Produkte zu den Zwischenhändlern bzw. Endkunden angewiesen. Dieser Transport wird neben eigenen Lastkraftwagen auch durch die Beauftragung von konzernfremden Transporteuren durchgeführt. Steigende Frachtraten und Mineralölpreise wirken sich nachteilig auf die Transportkosten aus. • Risiken auf der Absatzseite Die abgesetzte Produktmenge wird erheblich durch den Umfang der Nachfrage der Kunden beeinflusst. Durch exogene Einflüsse, auf deren Eintreten oder Ausbleiben die Unternehmensgruppe in aller Regel keinen Einfluss hat, kann die Nachfrage nach den Produkten der Develey-Gruppe auf den relevanten Absatzmärkten zurückgehen. Zu diesen exogenen Faktoren zählen etwa Konjunkturschwankungen, die Höhe des frei verfügbaren Einkommens der Endverbraucher sowie eine bewusste Kaufzurückhaltung der Kunden des Unternehmens. Eine nachteilige Änderung eines oder aller dieser Faktoren, die in der Folge zu Nachfrageschwankungen oder zu einem geänderten Nachfrageverhalten führt, kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Develey-Gruppe auswirken. Die Nachfrage nach Produkten der Develey-Gruppe unterliegt saisonalen Schwankungen. So ist beispielsweise der Absatz von Salatdressings, Grillsaucen und Ketchup in der sommerlichen Grillsaison besonders hoch. Der Absatz von Senfprodukten ist zur Oster- und Weihnachtszeit wesentlich höher als in den anderen Monaten des Jahres, da die hergestellten Produkte zu diesen Jahreszeiten in besonders hohem Maße konsumiert werden. Aufgrund des Wettbewerbs durch zahlreiche Lebensmittelproduzenten und der zunehmenden Marktkonsolidierung bei den Handelsketten herrscht ein hoher Preisdruck insbesondere bei unter Handelsmarken vertriebenen Produkten. Darüber hinaus ist der Trend zu beobachten, dass bei klassischen Lebensmitteleinzelhändlern Produkte verstärkt unter den von ihnen genutzten Handelsmarken angeboten und vermarktet werden. Eine Fortsetzung oder Verstärkung dieses Trends könnte dazu führen, dass die Develey-Gruppe in Zukunft weniger Markenprodukte absetzen kann. Die Gruppe vertreibt in ihren Geschäftsbereichen eine Vielzahl von Produkten. Trotz hoher zertifizierter Qualitätsstandards und umfassender automatisierter und manueller Überprüfungsverfahren kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass in Einzelfällen Produkte unterhalb der üblichen Qualitätsstufe ausgeliefert werden. Sollten ein oder mehrere von der Develey-Gruppe verkaufte Produkte dem Vorwurf mangelnder Qualität oder Hygiene ausgesetzt sein oder sollten von Develey im Rahmen der jeweiligen Produktion verarbeitete oder zum Verzehr angebotene Lebensmittel mit einer negativen Medienberichterstattung belastet sein, könnte dies aufgrund des daraus resultierenden Reputationsschadens nachteilige Auswirkungen auf den Absatz der Produkte haben. 6.1.3 Finanzielle Risiken • Risiken aus Kreditverträgen Die Develey-Gruppe verfügt über eine hohe Eigenkapitalbasis; insofern sind die Risiken aus den Kreditverträgen sehr begrenzt. • Zinsänderungsrisiken Steigende Marktzinssätze könnten sich insbesondere auf die Höhe der Zinszahlungen bei Finanzverbindlichkeiten mit variablen Verzinsungen, aber auch auf längerfristig fixe Verzinsungen bei notwendigen Prolongationen, nachteilig auswirken. Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, Zinsschwankungen durch geeignete Sicherungsgeschäfte aufzufangen, oder aus der operativen Geschäftstätigkeit ausreichende Mittel zu generieren, um vorübergehend oder dauerhaft erhöhte Zinsaufwendungen auszugleichen, oder alternative Finanzierungsinstrumente zu angemessenen Konditionen abzuschließen, könnte sich dies negativ auf die Ertragslage der Develey-Gruppe auswirken. • Währungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bedient sich das Unternehmen derivativer Finanzinstrumente, die die Kalkulationskurse abdecken, z.B. durch den Abschluss von grundgeschäftbezogenen Fremdwährungssicherungsgeschäften in Form von Termingeschäften oder in sich geschlossenen Währungsoptionen. Hierbei besteht trotz alldem das Risiko von Wertverlusten aufgrund einer nachteiligen Änderung von Währungskursen. Die Develey-Gruppe ist bestrebt, einen Zeitraum von 12-Monaten abzusichern. • Investitionsrisiko Die konsolidierten Unternehmen mit Sitz in Russland sind im gewissen Umfang von den Sanktionen betroffen. Die Folgen aus dem derzeitigen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sind aktuell jedoch nicht verlässlich bestimmbar. Daher verfolgt die Gesellschaft die weitere Entwicklung sehr genau und wird ihre Risikoeinschätzung kontinuierlich überprüfen. 6.1.4 Personelle Risiken Der wirtschaftliche Erfolg der Develey-Gruppe hängt in beträchtlichem Umfang von der Erfahrung und der Kontinuität der jeweiligen Geschäftsführungen und weiterer Führungskräfte ab. Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter der Develey-Gruppe sind wichtige Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Gleichzeitig ist es für den zukünftigen Erfolg essenziell, hochqualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren und zu binden. Der Fachkräftebedarf in der Branche ist hoch und wird auch in Zukunft steigen. Speziell die Themen Industrie 4,0 und Digitalisierung erfordern in der modernen, nachhaltigen Lebensmittelherstellung geschultes Personal und Fachkräfte, um eine Produktion nach höchsten Standards zu ermöglichen. Der Verlust von wichtigen Führungskräften und von qualifizierten Mitarbeitern oder ein Mangel geeigneter Neueinstellungen könnte dazu führen, dass die Aufrechterhaltung des heutigen Produktions- und Absatzniveaus und die Umsetzung der weiteren Strategie des Unternehmens beeinträchtigt werden. 6.1.5 Risiken aus dem Einsatz von IT-Systemen Die zunehmende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Fehlfunktionen und Störungen des IT-Systems und der Software, könnten zu Betriebsstörungen und -Unterbrechungen führen. Des Weiteren stellen Angriffe von außen z.B. durch kriminelle Hacker oder schädliche Software ein realistisches und nicht zu vernachlässigendes Risiko dar. Diesen Risiken wird durch umfangreiche Investitionen in die Sicherheitsarchitektur der IT-Systeme begegnet. 6.2 Chancenbericht 6.2.1 Chancenmanagement Die systematische Identifikation und Kommunikation von Chancen ist integraler Bestandteil des Managementsystems der Develey-Gruppe. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Ereignisse und Entwicklungen handeln, die die Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen können. Grundsätzlich strebt das Unternehmen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Dazu werden Markt-, und Wettbewerbsanalysen ausgewertet. Zudem befasst sich die Gruppe mit ihren kritischen Erfolgsfaktoren und relevanten Kostentreibern. Die daraus abgeleiteten Markt- und Geschäftschancen sowie Effizienzsteigerungspotenziale konkretisiert die Geschäftsleitung im Rahmen der kurz- und mittelfristigen Planung. 6.2.2 Darstellung der Chancensituation Grundsätzlich stehen den oben genannten Risiken immer auch Chancen gegenüber, so dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für das Unternehmen vorteilhafte Richtung entwickeln können. Die Develey-Gruppe hat so vielfältige Chancen für eine künftige nachhaltig positive Geschäftsentwicklung. Diese ergeben sich vor allem daraus, dass sich Develey konsequent auf die Bedürfnisse seiner Kunden und der Endverbraucher ausrichtet. Das zentrale Ziel ist es, Kundenmehrwert zu schaffen und dabei selbst positive Erträge zu realisieren. Dazu werden Marktentwicklungen analysiert und die erforderlichen Entscheidungen getroffen, um Chancen in der Zukunft gezielt zu nutzen. • Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Aufgrund der aktuellen Lage ist eine Entwicklung der in- und ausländischen Konjunktur schwer zu prognostizieren. Von einer verbesserten Wirtschaftslage könnte die Develey-Gruppe bei Umsatz und Ergebnis profitieren. • Branchenspezifische Chancen Bei der berechtigten Fokussierung auf das Handling der Corona Krise im Tagesgeschäft ist es notwendig, den Blick nach vorne zu richten und die übergreifenden Branchentrends, aus denen sich künftige Absatz- und Ertragschancen ableiten lassen, nicht aus den Augen zu verlieren. Folgende Themen, werden die Branche auf dem Weg in die nächsten Jahre begleiten: Nachhaltigkeit Das Thema ist in den vergangenen Jahren zum zentralen Erfolgsfaktor für die gesamte Konsumgüterindustrie geworden und wird dies auch auf absehbare Zeit bleiben. Ganz besonders für die Lebensmittelindustrie bieten sich vielfältige Anknüpfungspunkte. Angefangen bei der Frage des Tierwohls über regionale Produkte bis hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen. Das Thema betrifft Produzenten und Händler gleichermaßen und ist ein bedeutendes Differenzierungsmerkmal. Das zeigen die Diskussionen um das sogenannte Lieferkettengesetz oder die Mehrweg- und Gebindediskussion in der Getränkewirtschaft. Es kristallisiert sich zunehmend heraus, dass langfristig nur Erfolg haben wird, wer transparent und glaubhaft nachhaltig auf allen Wertschöpfungsstufen agiert. Die Regulatorik setzt neben dem Konsumentenverhalten entsprechende Rahmenbedingungen, die Geschäftsmodelle in den kommenden Jahren strategisch auszurichten. E-Food Im Vergleich zu anderen Branchen, etwa dem Modehandel, ist die Online-Penetration im Bereich der Fast Moving Consumer Goods (FMCG), also Lebensmittel und Drogerieartikel, noch gering. Spätestens seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 ist der Online-Handel mit FMCG jedoch aus der Nische getreten. Aus zunächst offensichtlichen Gründen öffnete die Pandemie auch weniger online-affine Verbraucher für Lieferkonzepte von "Picnic", "Flaschenpost", "Bringmeister" & Co. Wer sich einen Slot zur Lieferung seines Einkaufs sichern wollte, musste in der Hochphase teils mit deutlichem Vorlauf bestellen, um beliefert werden zu können. Die Akzeptanz steigt auch im Land der preissensiblen deutschen Verbraucher und der Discountkonzepte. Gesundheit Liquid Evolution, High Protein, Low Carb, zuckerreduzierte Produkte. Die Liste mit Schlagwörtern zum Thema gesunde Ernährung lässt sich beliebig fortführen. Die Quintessenz ist, dass Verbraucher zunehmend Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung legen und sich bewusst über Inhaltsstoffe und Nährwerte informieren. In der Folge gewinnen beispielsweise alkoholfreie und zuckerreduzierte Getränke oder mit Proteinen angereicherte Molkereierzeugnisse Marktanteile mit zweistelligen Wachstumsraten. Ein aktuelles Beispiel in der Schnittmenge von Nachhaltigkeit und Gesundheit ist das sogenannte Plant-Based-Food. Lange fristeten pflanzliche Alternativen zu Fleisch- und Molkereiprodukten ein Schattendasein. Inzwischen sind sie fester Bestandteil des Angebots im LEH. Das Jahr 2022 wird mit Sicherheit ein weiteres Jahr der Herausforderungen. Der Blick auf die genannten strukturellen Trends zeigt - auch im Zusammenhang mit der Corona Krise -. dass sich Möglichkeiten bieten, Geschäftsmodelle weiter zu entwickeln, Veränderungen zu forcieren und Chancen zu ergreifen, um an ertragreichem Wachstum zu partizipieren. • Chancen im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit Erweiterung unserer Geschäftstätigkeit Convenience-Produkte und der außer Haus Verzehr von Lebensmitteln ist ein ungebrochen anhaltender Trend. Als leistungsfähiger Systemlieferant bieten sich Chancen weitere Kunden in diesem Segment zu beliefern, sowohl im In- als auch im Ausland. Nach wie vor ist das Exportgeschäft im Markensegment nicht auf dem Niveau auf welchem es sein könnte. Hier bieten sich zahlreiche Potentiale ein profitables Auslandsgeschäft zu etablieren. Zukäufe von Marktteilnehmern werden weiterhin analysiert und kritisch geprüft. Neue Technologien / Digitalisierung Der internationale Wettbewerbsdruck und die Verbraucheranforderungen an Lebensmittel steigen, die Ernährungsindustrie muss Produkte und Prozesse in immer kürzeren Zyklen optimieren und Kosten senken. Die Digitalisierung im Betrieb und der Lieferkette umzusetzen, ist eine der großen Herausforderungen, vor denen Lebensmittelproduzenten daher heute stehen. Sie ist aber auch eine große Chance für mehr Qualität und Nachhaltigkeit. So könnten intelligente Industrie-4.0-Lösungen beispielsweise Echtzeitinformationen in eine zeitgenaue und ressourcensparende Qualitätsproduktion umgesetzt und die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel sichergestellt werden. Auch können vernetzte Systeme dabei helfen, den Energieverbrauch, die Fertigung, die Chargenverfolgung oder den Rohstoffeinsatz zu optimieren sowie produktionsbezogene Kennzahlen für das Management zu generieren. Durch neue Technologien ist es gelungen einige Kostensenkungspotentiale zu heben. Nicht nur die Instandhaltungskosten veralteter Technik, sondern auch die hohen energetischen Betriebskosten lassen sich durch neue Technik deutlich senken. Auch der Einsatz von technischen Maßnahmen bei der Reduzierung von Ausschuss ist zukünftig noch stärker als Chance zu begreifen. Die Nutzung des Biomülls als Energieträger (Strom) ist ein chancenreiches Betätigungsfeld für zukünftige Einsparungspotentiale. Des Weiteren wird die derzeit laufende Implementierung eines neuen ERP-Systems dazu führen, dass die Prozesse in der Develey Gruppe vereinheitlicht und effizienter gestaltet werden können und damit zur weiteren Kostenoptimierung beitragen. Insgesamt wird die fortschreitende digitale Transformation das Konsumentenverhalten und die Marktteilnehmer beeinflussen. Hieraus werden neue Angebotsformen und Geschäftsmodelle, die auch der Develey-Gruppe neue Wachstumschancen bieten, erwachsen. Interne Organisation und Prozesse Durch die Optimierung der ablauforganisatorischen Prozesse, insbesondere durch IT gestützte Tools, bieten sich noch vielseitige Chancen die Prozesse noch effizienter und kostengünstiger zu gestalten. 6.3 Beurteilung der Gesamtrisiken und Chancen Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der ungewissen wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund der Corona-Pandemie, erneut ansteigenden Rohstoffpreisen aufgrund der Verknappung von Rohstoffen und Gütern auf dem Weltmarkt und dem stagnierenden Preisniveau auf der Absatzseite. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Nach den uns bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Develey-Gruppe gefährden könnten.
Unterhaching, 30.06.2022 Develey Management GmbH Dr. Herbert Durach, Geschäftsführer Michael Durach, Geschäftsführer Stefan Durach, Geschäftsführer Kapitalflussrechnung der Develey Management GmbH zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2021nach DRS 21
Aufstellung mathematische Rundungsdifferenzen Eigenkapitalspiegel der Develey Management GmbH zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2021Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals gibt die nachstehende Tabelle, die analog DRS 7 des Deutschen Standardisierungsrates erstellt wurde, wieder:
Aufstellung enthält mathematische Rundungsdifferenzen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Develey Management GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Develey Management GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Develey Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, 28. Juli 2022 MHP
REVISION GMBH
Dr. Stefan Schmidt, Wirtschaftsprüfer Sven Fischer, Wirtschaftsprüfer |
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