Pulsion Medical Systems AGLiquidiert

81829 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 129915
Eingetragen
24.2.2000
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von medizinischen Geräten, medizinischen Einmal-Artikeln, Diagnostika und Therapeutika sowie Erwerb von Gesellschaften, Gesellschaftsbeteiligungen oder des Vermögens von Gesellschaften oder sonstigen Dritten, die auf diesem Gebiet oder auf einem sich überschneidenden oder vergleichbaren Gebiet tätig sind.

Historie

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Management

NameRolle
Patricio Lacalle
seit 6.9.2010
Vorstandsmitglied
Christoph Manegold
seit 6.7.2009
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

PULSION Medical Systems AG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Geschäftsbericht 2009

Zahlen und Fakten

PULSION (Konzern)   2009 IFRS Veränderung
in %
2008 IFRS 2007 IFRS 2006 IFRS
Umsatz Mio. EUR 28,1 1% 28,0 28,3 24,5
Bruttoergebnis Mio. EUR 18,6 0% 18,6 20,5 18,4
EBITDA Mio. EUR 4,2 60% 2,6 6,0 5,2
EBIT Mio. EUR 2,4 314% 0,6 4,1 3,4
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. EUR 0,5 164% -0,7 2,5 3,3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. EUR 4,0 303% 1,0 4,5 3,2
Eigenkapital * Mio. EUR 17,0 5% 16,2 17,1 14,6
Eigenkapitalquote * % 66% - 68% 64% 64%
Bilanzsumme * Mio. EUR 25,7 8% 23,8 26,8 22,7
F&E-Aufwand Mio. EUR 2,2 3% 2,2 2,0 2,2
Mitarbeiter (Durchschnitt) Anzahl 139 -5% 147 141 130
Umsatz pro Mitarbeiter TEUR 202 6% 190 200 188
Installierte Basis - PiCCO-Monitore * Stück 6.247 9% 5.743 5.256 4.630
PULSION (Konzern)   2005 IFRS
Umsatz Mio. EUR 20,2
Bruttoergebnis Mio. EUR 14,5
EBITDA Mio. EUR 3,8
EBIT Mio. EUR 2,3
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. EUR 1,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. EUR 3,3
Eigenkapital * Mio. EUR 11,3
Eigenkapitalquote * % 57%
Bilanzsumme * Mio. EUR 19,8
F&E-Aufwand Mio. EUR 1,3
Mitarbeiter (Durchschnitt) Anzahl 101
Umsatz pro Mitarbeiter TEUR 200
Installierte Basis - PiCCO-Monitore * Stück 4.018

* zum 31. Dezember

Bericht des Vorstands

Liebe Kunden, liebe Aktionäre und liebe Mitarbeiter,

Nach den gravierenden Änderungen im vierten Quartal 2008 sollte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 zu alter Stärke zurückgeführt werden.

Für ein besseres Verständnis der Entwicklung in diesem Geschäftsjahr sollen hier noch einmal kurz die wesentlichen Ereignisse des zweiten Halbjahres 2008 umrissen werden, da in dieser Phase die Grundlagen für 2009 gelegt wurden. Wie im Geschäftsbericht 2008 ausgeführt, zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte 2008 ab, dass die Umsatz- und Ergebnisziele 2008 deutlich verfehlt werden würden. Dies führte im Oktober 2008 zu einem Wechsel im Vorstandsvorsitz der Gesellschaft.

Im Zuge dieser Veränderung wurde der Geschäftsansatz der Gesellschaft unter dem Motto

"Back to the Roots"

einer Rückbesinnung auf das Erfolgsmodell von PULSION, eingeleitet. Die wesentlichen Aspekte dabei waren:

1. Stärkere Betonung des medizinischen Nutzens im Vertrieb

Die genaue Beschreibung des komplexen klinischen Zustands eines Patienten macht den eigentlichen Mehrwert von PULSION-Produkten aus. Dies ermöglicht Ärzten und Pflegepersonal, bestimmte Situationen frühzeitig und schnell zu erkennen und die richtigen Therapieentscheidungen zu treffen.

Um diesen Mehrwert zu verkaufen und die eigenen Produkte gegen die der Wettbewerber abzugrenzen, bedarf es einer überzeugenden, fachlichen Argumentation. Der Verkauf über den Preis wird der erklärungsbedürftigen Produktpalette und dem Markt nicht gerecht.

Eine hohe Qualifikation der Vertriebsmannschaft ist somit unabdingbar. Dieser Schlüsselfaktor wurde in den Vorjahren vernachlässigt; der Vertrieb wurde stattdessen nur auf preisfokussiertes Verkaufen ausgerichtet. Die fachliche Qualifikation einer Reihe von Mitarbeitern war nicht ausreichend.

Die Umsetzung dieser Rückbesinnung zog sich bis weit in das Geschäftsjahr 2009 hinein und umfasste die intensive Schulung der Mitarbeiter - sowohl national als auch international in den Tochtergesellschaften - mit entsprechenden Erfolgsnachweisen und deren Berücksichtigung in den Bonusvereinbarungen. Ein Teil der Mitarbeiter ohne medizinische Vorbildung konnte den gestiegenen Anforderungen nicht gerecht werden. An ihrer Stelle wurden Mitarbeiter mit der geforderten Qualifikation eingestellt - meist mit einer Ausbildung und Berufserfahrung als Intensiv-Pflegekraft im Krankenhaus.

Wir starten in das Geschäftsjahr 2010 mit dieser neu aufgestellten Vertriebsmannschaft und erwarten uns davon konkrete positive Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung unter Beibehaltung der verbesserten Margenentwicklung.

2. Enge potenzialorientierte Vertriebssteuerung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein einheitliches CRM-System als Grundlage einer systematischen Vertriebssteuerung in allen Tochtergesellschaften eingeführt, basierend auf dem erfolgreichen Vorbild in den DACH-Märkten. Dieses System liefert für jeden Kunden eine Potenzialanalyse, bildet die Entscheiderstrukturen in den Abteilungen ab, und dokumentiert die Außendienstaktivitäten. Auf diesen Informationen basierend wurde eine enge Steuerung mithilfe eines straffen Vertriebs-Managementprozesses eingeführt. Die Aktivitäten aller Vertriebsmitarbeiter konnten ausgewertet und verfolgt und so die Produktivität der Vertriebsmannschaft erhöht werden.

Die Basis dieser Steuerung waren auch klare Vorgaben über die Anzahl der Besuche, die Anzahl der Kundenschulungen und vor allem über eine Differenzierung der Vertriebsanstrengungen, abhängig vom jeweiligen Umsatzpotenzial.

3. Gewinnorientierung, Kostensenkungsprogramme

Während des Geschäftsjahres 2009 wurde der Fokus des Unternehmens wieder stärker auf Produktivität, Marge und Kosten gerichtet. Im Spannungsfeld zwischen Umsatz- und Ergebnisdenken wurde die Priorität klar auf das Ergebnis gelenkt. Die Marge wurde als wesentliches Element der Vertriebssteuerung betont, ein Teil des Bonussystems daran geknüpft.

Im gesamten Unternehmen wurde ein Kostensenkungsprogramm aufgestellt. Alle Mitarbeiterebenen beteiligten sich mit großem Engagement an den Bemühungen zur Senkung von Kosten jeder Art in allen Bereichen. Die operativen Kosten (inklusive der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen) konnten so im Vergleich zum Vorjahr um mehr als EUR 1,7 Millionen gesenkt werden.

Die ersten beiden Punkte - Verbesserung von Effizienz und Rentabilität der Vertriebsarbeit - wurden im Laufe des Jahres 2009 schrittweise umgesetzt und zeigten im zweiten Halbjahr erste messbare Ergebnisse. Der Umsatz liegt daher nur leicht über dem des Vorjahres, wäre ohne diese Maßnahmen aber deutlich darunter geblieben.

Der dritte Punkt wirkte sich im Berichtsjahr unmittelbar und sehr nachhaltig aus. Das EBIT stieg trotz erheblicher Einmalaufwendungen auf rund EUR 2,4 Millionen, eine Vervielfachung des Ergebnisses von 2008.

Getrübt wurde diese positive Geschäftsentwicklung durch eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen dem Aufsichtsrat, Teilen des Vorstands und dem Großaktionär, der FORUM-Gruppe. Sie begann mit der fristlosen Entlassung des Vorstandsvorsitzenden, Dr. Burkhard Wittek, im Mai des Jahres, führte zu mehreren Einladungen und Verschiebungen der Hauptversammlung, bis diese dann aufgrund eines Gerichtsbeschlusses am 16. November 2009 durchgeführt wurde. Die Aktionärsversammlung endete mit der Abwahl und Nichtentlastung des gesamten Aufsichtsrats und der Installierung eines neuen Aufsichtsgremiums. In der Folge kam es zur Abberufung und Entlassung von zwei Vorstandsmitgliedern.

Diese Auseinandersetzungen haben dem Unternehmen, den Mitarbeitern und den Aktionären erheblich geschadet. Genützt haben sie nur wenigen Einzelnen.

Auch das Jahresergebnis zeigt deutliche Spuren dieser Auseinandersetzungen infolge unverhältnismäßig hoher Rechtsanwalts- und Beratungskosten. Verschärft wurde die Ergebnissituation durch die Belastungen nach der Entlassung des Vorstandsvorsitzenden im Juni des Jahres und durch die Trennung von zwei der drei Vorstandsmitglieder im November. Durch die in der Streitphase geschlossenen neuen Vorstandsverträge mit höheren Bezügen und verlängerten Vertragslaufzeiten erreichten diese zusätzlichen Aufwendungen eine unangemessene Höhe.

In den Monaten der Auseinandersetzungen stand das Geschäft nicht im wünschenswerten Umfang im Fokus, eine bessere Entwicklung wäre denkbar gewesen.

Das Unternehmen hat insgesamt an Glaubwürdigkeit am Kapitalmarkt verloren. Es wird erheblicher Anstrengungen bedürfen, diesen Vertrauensverlust wieder wettzumachen. Dies wird ein zentrales Element unserer Bemühungen im Jahr 2010 sein.

Ausblick 2010

Der Start in das Jahr 2010 gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die neuen Vertriebsorganisationen sind aufgebaut, ausgebildet und in der Lage, die Technologie indikationsbezogen zu vermarkten. Wenn es nun gelingt, die Fluktuation niedrig zu halten, können diese Mitarbeiter durch ihre deutlich bessere Qualifikation eine höhere Produktivität erreichen. Die enge Potenzial- und margenorientierte Vertriebssteuerung mit dem CRM-System als Kern ist etabliert, funktioniert und ist nachzuhalten. Der eng getaktete Managementprozess zur Steuerung, Kontrolle und Korrektur der Vertriebsarbeit ist dabei der Schlüssel zur Umsetzung.

Das Programm zur Senkung der operativen Kosten wurde erfolgreich umgesetzt. Im Bereich Kostensenkung wird der Schwerpunkt 2010 auf der Senkung der Herstellungskosten der Einmalprodukte (Disposables) liegen.

Der Vorstand wird im Jahr 2010 seine Anstrengungen bei der Mobilisierung der Ergebnisreserven auf folgende Bereiche fokussieren:

1. Verbesserung der Ergebnisse in den Tochtergesellschaften mit Verlustsituation

Die Auslandsgesellschaften in den USA und in Frankreich sind - aus unterschiedlichen Gründen - Problemfelder der Gruppe. Beide Gesellschaften erwirtschafteten auch im Jahre 2009 Verluste, zeigen aber seit dem Jahresende 2008 eine stark aufsteigende Tendenz. In beiden Gesellschaften ist eine Reihe effektiver Maßnahmen festgelegt, die mittelfristig zur Erreichung der Profitabilität führen, in Frankreich ist dieser für 2011 prognostiziert.

In den USA sollen zusätzliche regionale Vertriebspartner (Distributoren) für ein schnelleres Erreichen der Gewinnschwelle sorgen.

2. Steigerung der Außendienstproduktivität

Die Jahresumsätze pro Vertriebsmitarbeiter liegen in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz, in denen PULSION traditionell stark vertreten ist, bei knapp EUR 1,0 Mio. In den übrigen Auslandsgesellschaften liegen sie dagegen nur bei zirka EUR 0,5 Mio. Dieses Gefälle muss durch einen qualifizierten und überwachten Transfer der erfolgreichen Maßnahmen zur Vertriebssteuerung aus den DACH-Bereichen in die weniger starken Landesgesellschaften abgebaut werden.

3. Ausbau des Exports

PULSION arbeitet in vielen Ländern mit Distributoren zusammen, in der Regel sind das Länder mit einem geringeren Potenzial. In den Ländern mit einem hohen Potenzial werden Joint-Ventures mit lokalen Partnern angestrebt. Vorrangig sollen solche Kollaborationen in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC-Staaten) angebahnt werden. Ein - oder wenn möglich - zwei neue Joint-Ventures werden daher im Geschäftsjahr 2010 gegründet.

4. Entwicklung neuer Produkte

Die Gesellschaft hat seit der Einführung des Systems PiCCO2 im Jahr 2007 national bzw. 2008 international keine wesentlichen Innovationen von starkem wirtschaftlichem Gewicht vorgestellt. In den Jahren 2007 bis 2009 stand im Vordergrund, die eingeführten Produktreihen auf einen adäquaten technischen Stand zu bringen.

Parallel wurden die technologischen Grundlagen für neue Produkte geschaffen. Dazu gehörten insbesondere die Erforschung bestimmter physiologischer Zusammenhänge und die entsprechende Abbildung in mathematischen Modellen.

Diese vorbereitenden Projekte und Arbeiten waren notwendig, um neue Algorithmen und Parameter zu entwickeln, die in den folgenden Jahren die Grundlage neuer Monitortechnologien werden. Die neuen Produkte werden den einzelnen Patienten noch mehr in den Mittelpunkt rücken und eine spezifische, angepasste Überwachung und Therapiesteuerung ermöglichen. Die Erweiterung der Produktpalette wird eine Ausweitung der Anwendungsgebiete zur Folge haben und damit die Absatzpotenziale substanziell vergrößern.

5. Geschäftseinheit Perfusion

Das Geschäft mit dem diagnostischen Farbstoff Indocyanin Grün (ICG) litt im abgelaufenen Berichtsjahr insbesondere an den rückläufigen Bestellungen einiger Großkunden. Hinzu kam ein allgemeiner leichter Rückgang im traditionellen Anwendungsgebiet, der Augenheilkunde. Hier werden vermehrt bildgebende Technologien eingesetzt, die keiner kontrastgebenden oder fluoreszierenden Diagnostika bedürfen. Positiv muss vermerkt werden, dass sich weitere, zusätzliche Anwendungsgebiete durch bildgebende Verfahren in der Chirurgie eröffnen. Diagnostik, Qualitätskontrolle und Dokumentation in der Neuro-, der allgemeinen und der plastischen Chirurgie werden hier in der Zukunft die Wachstumspotenziale bestimmen.

Die Geschäftseinheit Perfusion wird im Jahr 2010 verstärkt auf Bildgebung fokussiert.

Ein klares Ziel von PULSION ist es, bei der Rentabilitätsentwicklung deutlich voranzukommen.

Mittelfristig wird das Modell "100-70-20" anvisiert:

eine Rohmarge von 70% (2009: 66%)

eine EBIT-Marge von 20% (2009: 9%)

Der Vorstand wird in 2010 die begonnene positive Entwicklung deutlich beschleunigen.

Kurzportrait des Unternehmens

Das Unternehmen PULSION im Überblick

Nur das ganze Bild zählt.

Die PULSION Medical Systems AG ist einer der weltweit führenden Anbieter
medizintechnischer Lösungen für Erweitertes Hämodynamisches Monitoring.

PULSION-Produkte kommen bisher überwiegend auf der Intensivstation zum Einsatz. Dort messen und berechnen sie eine Vielzahl an Parametern, welche die Blut- und Sauerstoffversorgung des Körpers und den Zustand wichtiger Organsysteme präzise widerspiegeln. Im Vergleich zu Standard-Monitorsystemen werden schwerkranke Patienten dadurch wesentlich umfassender überwacht. Mediziner und Pflegepersonal gewinnen ein komplettes Bild und treffen schneller und fundierter die richtigen Entscheidungen - Vorteile, die lebensrettend sein können. Mit der Durchblutungs-Diagnostik mittels bildgebender Verfahren baut PULSION derzeit ein zweites vielversprechendes Geschäftsfeld auf.

Gegründet 1990 als Spin-off der Technischen Universität München, ist PULSION in den letzten 20 Jahren zu einem rund 150 Mitarbeiter starken, mittelständischen Unternehmen herangewachsen. Heute ist PULSION weltweit einer der wichtigsten Anbieter im Bereich Herz-/Kreislauf-Monitoring bei schwerkranken Patienten. Neben dem eigenen Vertrieb sind Partnerschaften mit ausgewählten Global Playern der MedTech-Branche von besonderer Bedeutung. Sie forcieren die Verbreitung der PULSION-Monitoring-Technologien.

Übergeordnetes Ziel aller Anstrengungen von PULSION ist das Schaffen eines größtmöglichen medizinischen Nutzens für den Patienten. Hohen Stellenwert hat vor diesem Hintergrund das Bestreben, umfangreiches Wissen und Know-how innerhalb des Unternehmens zu konzentrieren. Mehrere ausgebildete Mediziner im Management, abgestimmte Anforderungsprofile für Vertriebsmitarbeiter sowie ein international renommiertes, vielköpfiges Medical Advisory Board unterstreichen diesen Anspruch.

Fester Stand auf zwei Säulen.

Critical Care und Perfusion:

Mit diesen beiden Geschäftseinheiten ist PULSION für die Zukunft gut aufgestellt.

Im Geschäftsfeld Critical Care entwickelt und produziert PULSION Medizinprodukte für Diagnostik und Überwachung von Patienten mit kritischem Gesundheitszustand. Die Lösungen werden schwerpunktmäßig auf der Intensivstation und teilweise im Operationssaal eingesetzt. Anwendern liefern sie umfangreiche Informationen über den aktuellen Zustand des Herzkreislauf-Systems - verantwortlich für die ausreichende Versorgung der Organe mit Sauerstoff - sowie über weitere wichtige Organsysteme. Einige der dabei verwendeten Parameter können bisher sogar ausschließlich von PULSION-Lösungen ermittelt werden.

Sämtliche Informationen liefern Ärzten und Medizinern -teilweise in Echtzeit - ein aussagekräftiges Gesamtbild, das sie beim Treffen der richtigen Therapieentscheidungen nachhaltig unterstützt. Anwender sehen beispielsweise nicht nur, dass etwas nicht in Ordnung ist, sondern auch das zugrundeliegende Problem. Der damit verbundene Zeit- und Informationsvorsprung hilft, frühzeitig die richtige Therapie zu beginnen und Komplikationen zu vermeiden.

Gegenstand des zweiten Geschäftsbereichs Perfusion ist das Sichtbarmachen der Durchblutung von Geweben und Organen im menschlichen Körper. Dadurch lassen sich beispielsweise krankhafte Veränderungen der Blutgefäße erkennen. Während und nach Operationen wird die ausreichende Blutversorgung von Geweben überprüft. Hier verfügt PULSION mit ICG-PULSION über einen eigenen Farbstoff. Nach Eingabe in die Blutbahn wird er zum Fluoreszieren angeregt und macht damit die Gefäße sichtbar. Mediziner sehen auf diese Weise die Durchblutung in oberen Gewebeschichten - eine echte Alternative zu bildgebenden Röntgen-Verfahren, die zudem ohne Strahlenbelastung auskommt.

Dank seiner herausragenden Eigenschaften ist ICG-PULSION sowohl in der Diagnostik als auch in der Qualitätssicherung und in der Dokumentation in verschiedenen Bereichen anwendbar. So wird diese Technologie in der Augenheilkunde, in der Neuro-Chirurgie, bei chirurgischen Eingriffen bei Brustkrebs, in der allgemeinen und der plastischen Chirurgie sowie zur Rheuma-Diagnose eingesetzt. Derzeit besitzt PULSION in neun europäischen Ländern das Monopol für die Vermarktung . Für die USA liegt eine Vermarktungszulassung von Indocyanin Grün als Zweitpräparat vor.

Tendenz: Aufwärts!

Nach einem nicht einfachen Jahr 2008 konnte PULSION 2009 wieder Terrain zurückerobern.

Sämtliche 2008 beschlossenen Änderungs- und Verbesserungsmaßnahmen, etwa ein mehrstufiges Kostensparprogramm, wurden im Berichtsjahr konsequent umgesetzt sowie teilweise erweitert. Für die hohe Wirksamkeit der Maßnahmen sprechen insbesondere die operativen Zahlen von PULSION im dritten und vierten Quartal 2009. Negative Auswirkungen auf das Ergebnis 2009 hatten Einmaleffekte aus Rückstellungen für Abfindungszahlungen. Die 2008 begonnenen Anstrengungen, ab 2010 mit neuen Produkten zu weiteren Erfolgen aufzubrechen, wurden im Berichtsjahr mit Nachdruck fortgesetzt.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell Wiederkehrende Umsätze

Ein starkes Geschäftsmodell, eine robuste Positionierung.

Umsatz mit jeder Anwendung: Das ist die Grundlage des PULSION-Geschäftsmodells. Ähnlich wie bei Herstellern von Tintenstrahldruckern liegt der Fokus nicht ausschließlich auf dem einmaligen Verkauf von Geräten. Den weit größeren Anteil am wirtschaftlichen und finanziellen Erfolg von PULSION bildet der kontinuierliche Umsatz mit Verbrauchsartikeln, die für die Anwendung der verschiedenen Medizin-Technologien erforderlich sind.

Monitoring-Katheter, Mess-Sonden oder das Diagnostikum ICG-PULSION: Die regelmäßig benötigten Verbrauchsartikel - sie sind ausschließlich über PULSION zu erwerben - bilden die zentrale Einkommensquelle des Unternehmens. Grundsätzlich sind die Produkte und Leistungen von PULSION in allen Bereichen so konzipiert, dass sie kontinuierlich Umsatz generieren. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen Medizintechnikherstellern, deren Geschäftsmodell sich in der Regel auf die Erstausstattungen von Kliniken und Praxen beschränkt, bestenfalls ergänzt um Ersatzinvestitionen und technischen Service.

Das gleiche Prinzip gilt für die umfangreiche und erfolgreiche Zusammenarbeit von PULSION mit großen MedTech-Anbietern auf dem Gebiet der Monitoring-Hardware. Auch wenn die Geräteausstattung von Drittanbietern stammt, verbleibt das Geschäft mit Verbrauchsmaterialien in der Verantwortung von PULSION.

Die Positionierung von PULSION

Die Medizintechnik-Branche ist stark polarisiert. Zahlreichen kleineren Firmen und Start-ups stehen einige wenige internationale Global Player gegenüber. PULSION rangiert genau dazwischen - eine ganz bewusst gewählte Position, mit der zahlreiche Vorteile verbunden sind.

Als spezialisiertes Unternehmen für die Vermarktung erklärungsbedürftiger MedTech-Produkte verfügt PULSION im schwierigen Segment Critical Care über interessante Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Großen der Branche. PULSION etabliert neue Technologien im Markt und entwickelt somit die frühen Märkte. Diese Lösungen stellen den Anwendern oft wesentlich mehr Informationen zum Patienten zur Verfügung, als Produkte der großen Anbieter. Nehmen die Märkte die PULSION-Innovationen an und entwickeln entsprechende Nachfrage, wird für viele Global Player die Integration dieser neuen Technologien in ihre eigenen Plattformen interessant. Zahlreiche große Monitoring-Hersteller haben auf diese Weise bereits PULSION-Lösungen in ihre Patientenüberwachungssysteme integriert und damit die nutzbare Gerätebasis überproportional ausgedehnt. PULSION profitiert dabei zum einen vom Lizenzgeschäft an sich, zum anderen wächst für PULSION der Absatz der Verbrauchsmaterialien, da dieses Geschäft in den Händen des Unternehmens bleibt.

Der gute Marktzugang von PULSION sowie die eingangs genannte Spezialisierung machen eine Zusammenarbeit auch für Startup-Unternehmen und Entwicklungsfirmen interessant. Diesen fehlen in der Regel sowohl der Zugang zum Markt als auch die Vertriebs- und Marketing-Ressourcen, um die eigenen Innovationen zu positionieren. Global Player hingegen besitzen zwar einen starken Vertrieb, sind jedoch regelmäßig auf neue Produkte angewiesen. Zudem können sie nicht in jedem Bereich innovativ sein. Genau hier setzt PULSION an: Aussichtsreiche Lösungen werden in den frühen Märkten etabliert, insbesondere über ein medizinisch basiertes Marketing. Wurde ein substanzieller Markt geschaffen, ist die anschließende Integration bei einem Global Player dann das gemeinsame Ziel.

Geschäftseinheit Critical Care

Schnelle Diagnose, sichere Therapieentscheidungen, kontinuierliche Kontrolle des Therapieerfolgs: Diese grundlegenden Anforderungen an Ärzte und medizinisches Personal adressiert PULSION im Geschäftsbereich Critical Care. Von PULSION-Produkten präzise gemessene und berechnete Parameter vermitteln ein umfassendes Bild über den Zustand wichtiger Organsysteme schwerkranker Patienten. Die innovative Darstellung der erhobenen Messgrößen durch moderne Monitore erleichtert dabei die Interpretation der zahlreichen Informationen. Umso schneller erkennen Anwender den momentanen Zustand eines Patienten und treffen fundierte Entscheidungen.

Geschäftseinheit

Critical Care: Mehr sehen als andere ...

Im Mittelpunkt dieser Geschäftseinheit steht derzeit das Herz-Kreislauf-Monitoring schwerkranker Patienten auf der Intensivstation - die zuverlässige und ausreichende Bereitstellung von Sauerstoff ist essenziell für die Funktion von Organen und Geweben. Die Sicherstellung der Sauerstoffversorgung der Organe hat für den Intensivmediziner die höchste Priorität.

In naher Zukunft wird PULSION ein adäquates Monitoring anbieten, das darüber hinaus die unterschiedlichen Schweregrade kritisch kranker Patienten abdeckt. Je nach Anforderung werden mehr oder weniger Informationen bereitgestellt und der Patient entsprechend im Krankenhaus begleitet. Dies wird die Zielmärkte für PULSION-Produkte erweitern und den Kundennutzen erhöhen, da das Monitoring noch besser auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden kann.

Außerdem wird PULSION zusätzliche Gebiete rund um das Herz-Kreislauf-Monitoring erschließen, um der Komplexität von Krankheiten und dem menschlichen Körper noch besser gerecht zu werden.

Produkte und Monitoring- Technologien

Trotz intensiven Wettbewerbs bietet PULSION nach wie vor mehrere Produkte und Monitoring-Parameter, die weltweit einzigartig sind.

PiCCO2-Plattform

Mit der PiCCO2-Plattform verfügt PULSION über ein Produkt, das in der Intensivmedizin bei der Behandlung schwerstkranker Patienten sehr gut positioniert ist. Verarbeitung, Design, Benutzeroberfläche, Bedienbarkeit und Visualisierung der Messparameter gehören zum Besten, was auf dem Markt verfügbar ist.

Dank des Plattform-Konzepts vereint PiCCO2 mehrere PULSION-Monitoring-Technologien in einem Gerät. Der Anwender hat damit die Möglichkeit, je nach Patient, Komplikation und Krankh itsverlauf die jeweils adäquaten Parameter sowie die am besten geeignete Monitoring-Methode auszuwählen. Ein Konzept, das auch die Fachpresse überzeugt: Eine amerikanische Publikation hob PiCCO2 jüngst als "All-in-one-hemodynamic-monitor" hervor.

Der behandelnde Arzt erhält mit der PiCCO2-Plattform präzise Informationen über die Sauerstoffversorgung des Körpers (CeVOX-Technologie), die aktuelle Funktion von Herz und Kreislauf, das etwaige Vorhandensein von Komplikationen in der Lunge (PiCCO-Technologie) sowie die Leberfunktion bzw. die Blutversorgung der Bauchorgane (LiMON-Technologie). Im vergangenen Jahr lag der Fokus auf dem weiteren Ausbau der PiCCO2-Plattform. Einen Schwerpunkt bildeten dabei weitere Verbesserungen und Ergänzungen der integrierten Monitoring-Technologien.

PiCCO- Technologie

Die PiCCO-Technologie ist das Flaggschiff unter den Monitoring-Technologien von PULSION. Ärzte und Mediziner überwachen mit ihr das Herzkreislauf-System schwerstkranker Intensivpatienten und steuern die Therapie. Im Gegensatz zum Wettbewerb stellt PiCCO dabei ein besonders umfassendes Bild des Patienten zur Verfügung. Eine Analogie zum Automobil verdeutlicht den Unterschied: Statt nur die Geschwindigkeit (in der Medizin: das Herzzeitvolumen - die Blutmenge, die das Herz pro Minute pumpt) zu messen, die für sich allein noch kein echtes Gesamtbild über den Motor liefert, ermittelt PiCCO mehrere weitere wichtige Werte. Neben Drehzahlmesser (Pulsfrequenz) sind dies das Drehmoment und die aktuelle Motorleistung (Kontraktilität und Cardiac Power), der Wind- und Reibungswiderstand (Gefäßwiderstand) sowie die Kraftstoffzufuhr zum Motor (Vorlastvolumen). Die Zusatzinformationen lassen nicht nur erkennen, dass der Motor (das Herz) den Wagen (das Blut) nicht auf eine bestimmte Geschwindigkeit zu bringen vermag (die vom Herzen gepumpte Blutmenge zu niedrig ist); die Parameter zeigen auch, was der Grund dafür ist und durch welche Maßnahmen man einen verbesserten Zustand erreichen kann. Dies ist der entscheidende Unterschied zwischen einem bloßen Einblick und einem kompletten Bild.

CeVOX- Technologie

Aufgabe der CeVOX-Technologie ist die kontinuierliche Überwachung der Sauerstoffbalance (Verhältnis von Sauerstoffangebot und -nachfrage). Eine mangelhafte Sauerstoffversorgung, die erhebliche Folgekomplikationen nach sich ziehen kann, lässt sich dadurch frühzeitig erkennen. CeVOX wirkt damit als echtes Frühwarnsystem und unterstützt das rechtzeitige Einleiten entsprechender Gegenmaßnahmen.

LiMON- Technologie

Die LiMON-Technologie kommt bei der Beurteilung und Überwachung der Leberfunktion zum Einsatz. In der Intensivmedizin wird diese Produktlösung sowohl zur Früherkennung von Komplikationen als auch für die Verlaufskontrolle einer Leberfunktionsstörung oder eines Leberversagens eingesetzt. In der Leber-Chirurgie kontrolliert LiMON beispielsweise vor und nach einer Leberoperation oder einer Transplantation die Leberfunktion. Mehrere 2009 publizierte Studien führender Lebertransplantationszentren bestätigten, dass der Einsatz von LiMON die derzeit beste Methode ist, Funktionsprobleme beim transplantierten Organ oder eine drohende Abstoßung zu erkennen und somit frühzeitig zu behandeln (Ref.: Levesque E, Liver Transplantation 2009; Olmedilla L, Liver Transplantation 2009).

CiMON- Technologie

Mit CiMON, einer der jüngsten Monitoring-Methoden von PULSION, erhält der Behandelnde ein genaues Bild über die Druckverhältnisse im Bauchraum. Das Risiko eines erhöhten Bauchhöhlendrucks, der unter Umständen schwerwiegende Komplikationen nach sich zieht, kann so besser eingeschätzt und die nötigen Maßnahmen können ergriffen werden. Häufigster Einsatzbereich von CiMON ist die Bauchchirurgie. Im Jahr 2009 schloss PULSION die Testmarktphase der CiMON-Technologie ab und begann mit der regulären Vermarktung.

Märkte und Wettbewerb

Der Gesamtmarkt für Hämodynamisches Monitoring (Herz-Kreislauf-Monitoring) im Critical Care-Bereich wächst derzeit mit über zehn Prozent pro Jahr. 2009 hatte er eine Größe von zirka 180 Millionen US-Dollar. Besonders stark sind die Zuwächse im peri-operativen Bereich.

Bis zu drei Millionen Intensivpatienten weltweit und bis zu 15 Millionen OP-Patienten pro Jahr könnten potenziell von einem verbesserten hämodynamischen Monitoring und Management profitieren. Bisher kommen jedoch nur weit unter 500.000 Patienten in den Genuss dieser Gesundheitstechnologien, da die Methoden bisher nicht standardmäßig eingesetzt werden.

Neben dem größten Wettbewerber und Marktführer Edwards Lifesciences und den etablierten, aber kleinen Konkurrenten LiDCO und Deltex drängen weitere Firmen in den sich entwickelnden Markt. Unter anderem gehören dazu Masimo, Cheetah Medical, BMeye sowie weitere Hersteller. Zwar führte PULSION im Bereich der Intensivmedizin nach wie vor den Markt an, insbesondere in Europa, allerdings verzeichnet Edwards Lifesciences im OP-Bereich ein sehr hohes Wachstum. In naher Zukunft wird dieses Unternehmen mit neuen Produkten verstärkt in den Intensivbereich drängen. Auch LiDCO und Deltex konzentrieren sich primär auf den peri-operativen Bereich; von dort aus wollen sie ebenfalls im Intensivbereich Fuß fassen.

Strategie

PULSION ist - nach dem Wettbewerber und Marktführer Edwards Lifesciences - der zweitgrößte Anbieter im Sektor Erweitertes Hämodynamisches Monitoring. Diese Position soll gefestigt und ausgebaut werden. Besonderer Fokus wird dabei auf die mit PiCCO2 initiierte Plattform-Strategie gelegt. Zusätzliche Technologien und Verbesserungen sowie neue Parameter werden die Produktpalette in den Jahren 2010 und darüber hinaus zum Nutzen von Patienten und Anwendern ergänzen. Gleichzeitig bedeutet dies eine Erweiterung der Anwendungsbereiche der PULSION-Monitoring-Lösungen. Einen zusätzlichen Schwerpunkt bildet der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Global Playern der Branche, um durch entsprechende Technologie-Integrationen die Gerätebasis für PULSION-Monitoring zu verbreitern (siehe auch Abschnitt "Partner"). Die gezielte Weiterentwicklung des Patentportfolios und anderweitige Maßnahmen zum Schutz des PULSION-Geschäfts werden den Wert des Unternehmens und der Geschäftseinheit weiter erhöhen.

Forschung und Entwicklung

Mit intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit schuf PULSION in den Jahren 2008 und 2009 die Grundlage für die im Folgejahr anstehende Einführung neuer Technologien und Produkte. Die Maßnahmen konzentrierten sich insbesondere auf die Bereiche Physiologie, neue Parameter und Algorithmik. Darüber hinaus prüft PULSION ständig den Markt, die Fachliteratur und die Patentlandschaft auf zusätzliche Technologien und Methoden und deren mögliche Integration in die PULSION-Produktpalette.

Produktion

Die Fertigung der Einmalprodukte des Geschäftsbereichs Critical Care findet zu zirka zwei Dritteln in Deutschland statt. Dies gewährt eine höchstmögliche Prozesssicherheit und Produktqualität. Der Aufbau der Eigenproduktion ist damit zu 80 Prozent abgeschlossen und wird in den Folgejahren weitere Prozess- und Kostenvorteile nach sich ziehen.

Vermaktung

PULSION ist aktuell in 72 Ländern vertreten. Die Grundlage für diese hohe Marktpräsenz bilden acht Tochtergesellschaften und weltweit mehrere Distributionspartner. In Zentral- und Westeuropa ist das Unternehmen durch Tochtergesellschaften oder Joint Ventures traditionell sehr gut aufgestellt. In Osteuropa und Asien sichert eine enge Kooperation mit unseren Vertriebspartnern eine gute Betreuung der dortigen Märkte. Seit 2009 fokussiert der PULSION-Vertrieb seine Bemühungen wieder verstärkt auf den medizinischen Nutzen unserer Produkte. Ermöglicht wurde dies durch den gezielten Umbau und die forcierte Ausbildung der Vertriebsmannschaft. Sie kann dadurch die vom Marketing bereitgestellten Argumentationen punktgenau anwenden. Für eine möglichst hohe Überzeugungskraft verbindet das PULSION-Marketing medizinische und klassische Elemente. Eine große Rolle in der Vermarktung spielt auch die Aus- und Weiterbildung von Kunden und Anwendern. In zahlreichen Workshops, Symposien und Kongressen thematisierten Experten im Berichtsjahr ausgewählte Anwendungsbereiche der PULSION-Lösungen.

Partner

Die strategische Zusammenarbeit mit unseren zahlreichen Partnern wie Philips Healthcare, Dräger Medical, Philips Dixtal und GE Healthcare wurde im vergangenen Jahr weiter vertieft. Die Höhepunkte bildeten 2009 die Integration der CeVOX-Technologie bei Philips Healthcare sowie die hierzu gehörige Auftragsfertigung von CeVOX-Komponenten. Die Integration der PiCCO-Technologie in GE-Monitoringanlagen wurde weiter vorangetrieben; entsprechende Produkte werden in Kürze verfügbar sein. Die 2007 beschlossene Einbindung der CeVOX- und PiCCO-Technologie in Monitoring-Anlagen des brasilianischen Marktführers Philips Dixtal kam im vergangenen Jahr erfolgreich zum Abschluss; die Vermarktung beginnt im ersten Quartal 2010. Grundlegendes Ziel bleibt es, weitere Technologien bei den großen Anbietern von Monitoring-Anlagen zu integrieren. Mehrere strategisch wichtige Verträge stehen in diesem Zusammenhang kurz vor dem Abschluss.

Quelle: basiert auf Rubenfeld, NEJM 2005

Quelle: basiert auf Geschäftsberichten der jeweiligen Firmen und der PULSION Marktforschung

Geschäftseinheit Perfusion

Zahlreiche Behandlungen und Eingriffe setzen einen verlässlichen Einblick in die Durchblutung einzelner Organe oder eines bestimmten Gewebes voraus. Mit dem eigenen Diagnostikum ICG-PULSION (Indocyanin Grün) hat sich PULSION auch in der Durchblutungs-Diagnostik einen Namen gemacht. ICG-PULSION wird direkt in das Kreislaufsystem appliziert. Mittels entsprechender Geräte- etwa der PULSION-eigenen Lösung PDE - erkennt der behandelnde Arzt die Gefäße. Neben der fehlenden Strahlenbelastung setzen Mediziner ICG-PULSION auch wegen der äußerst feinen Darstellung von Strukturen ein, die dieses bildgebende Verfahren ermöglicht.

Geschäftseinheit

Perfusion: Chancenreiche Imaging-Technologien.

Die Geschäftseinheit Perfusion bildet die Grundlage, um das enorme Marktpotenzial des medizinischen Farbstoffes ICG-PULSION konsequent zu erschließen. Zahlreiche, bisher noch nicht adressierte Anwendungsbereiche in der bildgebenden Diagnostik können damit künftig bedient werden. Neben der Bauch-, Brustkrebs-, Neuro- und der plastischen Chirurgie zählen dazu traditionell auch die Ophtalmologie (Augenheilkunde) sowie seit Kurzem die Rheuma-Diagnostik.

Produkte

ICG-PULSION

ICG-PULSION (Indocyanin Grün) ist das Kernprodukt der Geschäftseinheit Perfusion. Der grüne Farbstoff fluoresziert bei Anregung mit Licht bestimmter Wellenlängen. ICG-PULSION wird direkt in das Kreislaufsystem gespritzt und macht die oberflächlichen Gefäße sichtbar. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: In der Bauchchirurgie und der plastischen Chirurgie erlaubt ICG-PULSION eine schnelle und zuverlässige Prüfung der Durchblutung neu geschaffener Gefäßverbindungen. Augenärzte erkennen mittels des Farbstoffs frühzeitig krankhafte Veränderungen des Gefäßbetts im Augenhintergrund. In der Brustkrebs-Chirurgie lässt sich mit ICG-PULSION im Zusammenspiel mit dem neuen Produkt "Photodynamic Eye" (siehe weiter unten) schnell und einfach die Wahrscheinlichkeit klären, ob ein Tumor bereits Krebszellen gestreut hat oder nicht. In letzterem Fall erspart dies der Patientin unter Umständen die standardmäßige, äußerst belastende Entfernung der Lymphknoten. Allgemein ist ICG-PULSION in vielen Fällen die bessere Alternative zur teureren und zeitaufwendigen Computertomographie (CT), die zudem mit Strahlenbelastung verbunden ist.

Photodynamic Eye (PDE)

Photodynamic Eye (PDE) bildet die gerätetechnische Grundlage für die Anwendung von ICG-PULSION in einigen der genannten chirurgischen Bereiche. Dieses Medizinprodukt macht die Fluoreszenz des Farbstoffs für den Arzt sichtbar. Eine Kameraeinheit wird dabei direkt auf den zu untersuchenden Körperbereich gehalten. Ärzte und medizinisches Personal können auf diese Weise unmittelbar am OP-Tisch oder Krankenbett die Durchblutung von Gewebe beurteilen.

Die Technologie bedeutet für Anwender mitunter erhebliche Kostenvorteile: Beispielsweise lassen sich mit PDE Revisionen (Wiederholung der gesamten Operation) von Bauch-OPs um bis zu 50 Prozent oder sogar mehr senken. Auch bei Brustkrebs-OPs birgt der Einsatz von PDE hohe Einsparpotenziale.

Märkte und Wettbewerb

Bedingt durch die äußerst unterschiedlichen Anwendungsgebiete sind die Märkte für ICG-PULSION ausgesprochen heterogen. In der Ophthalmologie (Augenheilkunde) geht die ICG-Nutzung für die so genannte Fluoreszenz-Angiografie (Gefäßdarstellung des Augenhintergrundes) leicht zurück. Aufgrund der einfacheren Anwendung weichen Augenärzte verstärkt auf Verfahren ohne Kontrastfarbstoff aus. Im Bereich der chirurgischen Anwendungen wächst der Markt zwar, kann aber die genannten Rückgänge noch nicht vollständig ausgleichen. Insbesondere in der Neuro-Chirurgie setzt sich die Methode langsam als Standard durch. Wichtige Impulse setzt hier die strategische Zusammenarbeit von PULSION mit der Firma Carl Zeiss Meditech, Oberkochen. In der allgemeinen und der plastischen Chirurgie sowie in der Brustkrebs-Chirurgie besteht zwar Bedarf für die effiziente Darstellung von Gewebedurchblutung, der zugehörige Markt wird jedoch erst schrittweise aufgebaut.

Strategie

Das auf zwei Umsatzsäulen aufbauende PULSION-Geschäftsmodell gilt auch für die Geschäftseinheit Perfusion. Auch hier lautet das vorrangige Ziel, eine möglichst hohe Geräteverteilung von PDE oder anderen ICG-konsumierenden Technologien zu erreichen, um im Anschluss kontinuierliche Umsätze mit ICG-PULSION zu tätigen. Unterstützend wirken dabei Partnerschaften mit MedTech-Anbietern. Diese nutzen entweder bereits die PULSION-Technologie oder sind aus sonstigen Gründen auf ICG-PULSION angewiesen. Speziell für die Anwendung von PDE vertreibt PULSION neben ICG-PULSION weitere Einmalartikel. Das Sortiment umfasst sterile Schutzhüllen und einmal verwendbare Fluoreszenz-Standards. Letztere sind auch für OP-Mikroskope nutzbar.

Forschung und Entwicklung

Aktuell konzentrieren sich die Entwicklungsaktivitäten auf die Weiterentwicklung der Auswertungssoftware IC-Calc und deren Anpassung an das Neuprodukt Photodynamic Eye. Neben der Diagnostik werden auch Therapieverfahren weiter erforscht, bei denen Indocyanin Grün verwendet wird. Hierzu bestehen Forschungskooperationen mit verschiedenen Universitäten, Instituten und Unternehmen.

Produktion

Die Produktion von ICG-PULSION verantwortet PULSION in Zusammenarbeit mit verschiedenen Dienstleistern. Zulieferer von Photodynamic Eye ist im Rahmen einer Kooperation der japanische Hersteller Hamamatsu.

Vermarktung

In neun europäischen Ländern besitzt PULSION eine exklusive Zulassung für die Vermarktung von ICG. Eine weitere Zulassung wurde für Spanien beantragt. In den USA ist PULSION Zweitanbieter. Für PDE hält PULSION die Vertriebsrechte für Europa. Derzeit wird ein Direktvertrieb in Deutschland aufgebaut. Distributionspartner decken Italien, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz ab. Der weitere Ausbau des Vertriebsnetzes zählt zu den Hauptaufgaben für das Jahr 2010.

Highlights 2009

Januar

PULSION beginnt Auslieferung von CeVOX-Hardware für Philips Healthcare als OEM-Produzent

März

PiCCO2-Software V2.0 feiert Premiere auf dem größten europäischen Intensivmedizin-Kongress in Brüssel

Juni

Produktvorstellung von Photodynamic Eye (PDE) durch die Geschäftseinheit Perfusion auf dem Deutschen Chirurgen-Kongress

Oktober

Vorstellung der LiMON-Integration auf der PiCCO2-Plattform

November

Integration der PiCCO- und CeVOX-Technologie in Philips-Dixtal-Monitoring-Systeme erfolgreich abgeschlossen

Dezember

Vermarktung der CiMON-Technologie beginnt

Ereignisse und Maßnahmen 2009

Wichtige Schritte nach vorn

Das Jahr 2009 steht für zahlreiche wichtige Weichenstellungen bei PULSION. Neben den Anstrengungen im Bereich Forschung und Produktentwicklung ist besonders die Zusammenarbeit mit den strategischen Partnern von Bedeutung.

2009: Grundlagen schaffen für künftige Erfolge.

PULSION beginnt Auslieferung von CeVOX-Hardware für Philips Healthcare als OEM-Produzent

Dieser Schritt erweitert die Kooperation mit Philips Healthcare. Mit CeVOX ist damit die Integration der zweiten PULSION-Technologie in Philips Monitoring-Anlagen abgeschlossen. Die von Philips Healthcare zusätzlich benötigte CeVOX-Hardware wird von PULSION produziert und zugeliefert. CeVOX-Sonden und die zugehörigen Verbrauchsmaterialien werden von PULSION vertrieben.

PiCCO2-Software V2.0 feiert Premiere auf dem größten europäischen Intensivmedizin-Kongress in Brüssel

Die PiCCO2-Piattform ist derzeit das Flaggschiff des PULSION-Monitorings. Die in Brüssel vorgestellte neue Software steht für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der Produktlinie. Im Vergleich zur Vorgängerversion bietet sie unter anderem verbesserte Algorithmen zur Volumenmessung, eines der Alleinstellungsmerkmale der PiCCO-Technologie.

Produktvorstellung Photodynamic Eye (PDE) durch die Geschäftseinheit Perfusion auf dem Deutschen Chirurgen-Kongress

PDE, Nachfolger des ehemaligen PULSION-Produktes IC-View, ermöglicht die bildliche Darstellung der Gewebedurchblutung und kleinster Blutgefäße. Eine Funktion, die insbesondere in verschiedenen Disziplinen der Chirurgie gefragt ist, um den Erfolg operativer Eingriffe zu bewerten und zu dokumentieren.

Vorstellung der LiMON-Integration auf der PiCCO2-Plattform

Mit der LiMON-Technologie stellt PULSION derzeit einen der besten Leberfunktionstests zur Verfügung. Die Integration von LiMON in die PiCCO2-Piattform rundet das klinische Bild des Patienten für den Behandler ab. Die Technologie eignet sich vor allem für den Einsatz nach Lebertransplantationen, in der Leberchirurgie und Hepatologie (Leberheilkunde) sowie in der allgemeinen Intensivmedizin.

Integration der PiCCO- und CeVOX-Technologie in Philips-Dixtal-Monitoring-Systeme erfolgreich abgeschlossen

Die 2007 getroffene Vereinbarung, die PULSION-Technologien PiCCO und CeVOX in Philips-Dixtal-Monitoringsysteme zu integrieren, wurde erfolgreich in die Tat umgesetzt. Philips-Dixtal, brasilianischer Marktführer im Bereich MultiParameter- Patienten-Monitoring, ist nach Philips Healthcare bereits der zweite Hersteller, der die beiden PULSION-Technologien als Module in seinen eigenen Produkten anbietet.

Vermarktung der CiMON-Technologie beginnt

Mit CiMON steht Medizinern eine Technologie zur Druckmessung im Bauchraum zur Verfügung. Sie kommt beispielsweise nach großer Bauchchirurgie oder in der allgemeinen Intensivmedizin zum Einsatz, um das Risiko zu hohen Drucks im Bauchraum zu kontrollieren. Im Jahr 2009 baute PULSION die Produktion von CiMON-Sonden als Eigenfertigung auf und stellte damit die Serienfertigung sicher.

PULSION im US-Markt

Weichen gestellt

US-Markt: Optimierungs-Maßnahmen zeigten rasch Ergebnisse.

Die USA stellen knapp 40 Prozent des Weltmarkts für medizintechnische Produkte und Lösungen dar. Entsprechend hoch ist die Bedeutung dieser Region für PULSION. Hier haben sich die in der jüngsten Vergangenheit beschlossenen Veränderungen und Optimierungen ausgezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich der US-Umsatz im Jahr 2009. Gleichzeitig konnten die operativen Kosten nachhaltig gesenkt werden.

Im Hämodynamischen Monitoring weisen die Vereinigten Staaten einige Besonderheiten auf. In den vergangenen Jahren verlief die Entwicklung in diesem Sektor deutlich anders als in Europa. Mehrere Jahrzehnte war der Pulmonalarterien-Katheter der US-Firma Edwards Lifesciences klinischer Standard. Nachdem der medizinische Nutzen - verglichen mit dem zusätzlichen Risiko - jedoch seit den späten 90er Jahren angezweifelt wird, ist dessen Anwendung stark zurückgegangen. Ein adäquater Ersatz wurde vom Markt bisher nicht akzeptiert. Zwar gelang es Edwards mit seiner Vertriebs- und Marketing-Stärke, das Produkt-Duo "Vigileo/ FloTrac" weit zu streuen. Trotzdem konnte hier kein neuer Standard geschaffen werden.

Nach wie vor fehlt vielerorts die Überzeugung für die Wichtigkeit eines umfassenden und tiefgreifenden Monitorings bei der Überwachung und Behandlung von Patienten mit kritischem Gesundheitszustand. Hinzu kommen emotionale Faktoren, insbesondere die Befürchtung möglicher Katheter-Komplikationen durch Infektionen. In den USA streichen die Kostenträger in einem solchen Fall komplett die Kostenübernahme. Studien zeigen hingegen seit langem, dass die Komplikationsrate auf gleichem Niveau liegt wie bei anderen standardmäßig angewandten Verfahren.

Erschwerend für die Geschäftsentwicklung erwies sich speziell im vergangenen Jahr die Finanzkrise. Sie zog in Nordamerika wesentlich gravierendere Folgen nach sich als in Europa. Kliniken strichen beträchtliche Teile ihrer Investitionsmittel. Zudem kommen in den USA die Vorteile der Technologie-Integrationen bei Philips, Dräger etc. nicht zum Tragen, da die Hersteller die Verbreitung hier bisher nicht unterstützen.

Um trotz dieser Bedingungen das Geschäft in den USA weiter auszubauen, richtete PULSION 2009 den Vertrieb neu aus. Ein umgebautes Vertriebsteam mit nunmehr durchgehend medizinischem Hintergrund stärkt die Vertrauensbasis zu den Kunden. Gleichzeitig konzentriert sich PULSION regional vorrangig auf die Ostküste. Dort befinden sich auf einem überschaubaren Territorium zahlreiche große und wichtige Krankenhäuser und Universitätskliniken. Um einer optimierten Ansprache den Weg zu bereiten, wurden außerdem die wichtigsten Zielgruppen neu definiert. Als PiCCO-Kunden gewann PULSION zudem einige namhafte Universitäten. Unter den Kliniken, die als PiCCO-Referenzzentren fungieren, zählen mehrere zu den Top-20-Einrichtungen der USA. Insgesamt ist PULSION damit im ebenso wichtigen wie schwierigen US-Markt besser aufgestellt denn je.

Aktie

Während im Geschäftsjahr 2008 der Aktienverlauf der PULSION-Aktie deutlich hinter dem Verlauf des Prime Pharma & Healthcare Index der Deutschen Börse und auch hinter dem des S-DAX lag, konnte die Aktie in 2009 eine Verbesserung erzielen. Zwischen dem 31.12.2008 und 31.12.2009 stieg der XETRA-Schlusskurs der Aktie von EUR 2,14 auf EUR 2,87 - eine Steigerung um 34%. Im Vergleich dazu stieg der Prime Standard Pharma und Healthcare Index um 14% und der S-DAX um 25%. Mithin hat sich der Aktienkurs im abgelaufenen Jahr besser entwickelt als die als Benchmarks ausgewählten Vergleichs-Indices.

Nach dem anhaltenden Kursverfall im ersten Quartal 2009 konnte der Kurs beginnend mit dem zweiten Quartal 2009 aufgrund der positiven Quartalsfinanzberichterstattung zulegen. Dieser positive Trend hielt bis zum Jahresende 2009 an, so dass der Schlusskurs der Aktie bei EUR 2,87 dotiert. Dennoch ist festzuhalten, dass trotz der positiven Ergebnisse mehrere Effekte den Kursverlauf negativ beeinflusst haben. Neben dem Vertrauensverlust in Märkte und Unternehmen als Folge der Finanzkrise muss auch festgehalten werden, dass die Auseinandersetzungen zwischen dem Aufsichtsrat, Teilen des Vorstands und dem Mehrheitsaktionär FORUM-Gruppe im Jahr 2009 und die damit verbundene negative Publizität dem Vertrauen in die Gesellschaft geschadet haben. Es wird dauern, bis das Unternehmen von bestehenden und potenziellen Investoren wieder als vertrauenswürdig wahrgenommen wird. Eine weitere signifikante Verbesserung der Ertragslage in 2010 wird dabei helfen.

In der Mehrjahresbetrachtung zeigt sich allerdings kein zufriedenstellendes Bild. In den letzten fünf Jahren (31.12.2004 bis 31.12.2009) ist der Kurs der Aktie von EUR 4,88 auf EUR 2,87 gefallen, dies entspricht einem Wertverlust von 41%. Verglichen mit dem Höchstkurs (52 Wochen) im Jahr 2007 mit EUR 7,58 ergibt sich mithin ein Wertverlust von 62%. Mit einem überzeugenden Geschäftsmodell und der konsequenten strategischen Ausrichtung des Unternehmens muss es gelingen, wieder an die Kursverläufe der Vorjahre anzuknüpfen und damit nachhaltig Wert für die Aktionäre der PULSION zu schaffen. Damit verbunden ist die Absicht, in den Folgejahren, soweit wirtschaftlich möglich, erstmals Dividendenausschüttungen vorzunehmen.

Investoren-Information

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Aktionäre und die Öffentlichkeit mit 20 Pressemitteilungen und elf Ad-hoc-Meldungen über die aktuellen Vorkommnisse und Entwicklungen informiert. Daneben war PULSION an zwei Investorenveranstaltungen, darunter dem Eigenkapital-Forum der Deutschen Börse, vertreten, um die Gesellschaft zu präsentieren. Der erstmalig im Geschäftsjahr 2008 veranstaltete Investorentag soll zukünftig ein fester Termin werden, so dass geplant ist, diesen auch im Geschäftsjahr 2010 wieder durchzuführen.

Begleitend zu der Verbesserung der Ertragslage und des Wachstums strebt das Unternehmen eine offene und kritische Kommunikationspolitik an, um so das Vertrauen der Kapitalmärkte zu gewinnen. Ziel muss es dabei sein, neue Aktionäre für das Unternehmen zu gewinnen.

Kenndaten der PULSION-Aktie zum 31.12.2009

ISIN-Code (vormals WKN): DE 0005487904 (548790)
Börsenkürzel: PUS
Börsensegment: Prime Standard
Branchenindex: Prime Pharma & Healthcare Performance-Index
Gezeichnetes Kapital: 9.577.302 EUR
Inhaberstückaktien: 9.577.302
Jahresendkurs 2008, xetra: 2,14 EUR
Jahresendkurs 2009, xetra: 2,87 EUR
Höchstkurs (52 Wochen), xetra: 2,94 EUR
Tiefstkurs (52 Wochen), xetra: 1,50 EUR
Marktkapitalisierung (31.12.2009), xetra: 27,5 Mio. EUR
Gewinn je Aktie (verwässert): 0,05 EUR

Mitarbeiter

Allen Mitarbeitern gilt großer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz im Berichtsjahr, insbesondere für ihre Unterstützung beim Umsetzen des Kostenprojekts sowie der Ermöglichung des Einstellungs-Stopps. Trotz mangelder Gehaltsspielräume wurden die Aufgaben ausgeschiedener Mitarbeiter innerhalb der jeweiligen Abteilungen von den verbliebenen Teams zuverlässig übernommen. Zwar sorgte eine vorübergehende Kurzarbeit in der Produktion "Disposables" für eine gewisse Unruhe, doch überwand PULSION dank der positiven Haltung der Mitarbeiter auch diese Phase ohne gravierende Folgen. Die PULSION-Mannschaft ist regelrecht "zusammengerückt", was sie einmal mehr auszeichnet. Hervorzuheben ist auch die geringe Fluktuation in Deutschland: Trotz der angespannten Wirtschaftslage waren ab dem dritten Quartal alle Vertriebsgebiete wieder besetzt. Eine etwas höhere Fluktuation verzeichneten die Tochtergesellschaften. Zu Beginn des vierten Quartals haben sich allerdings auch dort die Wogen geglättet und alle Vertriebsgebiete waren besetzt.

Corporate Governance Bericht

Um das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher börsennotierter Gesellschaften zu stärken, wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex ("Kodex") verabschiedet. Dieser soll die in Deutschland geltenden Regeln der Unternehmensleitung und -überwachung für nationale wie internationale Investoren transparenter machen. Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der PULSION AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Entsprechenserklärung

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG von Aufsichtsrat und Vorstand vom 11. Dezember 2009 wurde im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und der Öffentlichkeit auf der Homepage www.PULSION.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Der Vorstand der PULSION Medical Systems AG erklärt, dass grundsätzlich den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 entsprochen wurde und wird. Der Vorstand sieht seine Pflicht zur Erläuterung von Abweichungen hinsichtlich der Kodexempfehlungen bereits mit den Erläuterungen in den nachfolgenden Ziffern A. 3, B. 1 bis 3 sowie C. 1 bis 3. als erfüllt an. Der Aufsichtsrat der PULSION Medical Systems AG erklärt, dass grundsätzlich den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 entsprochen wurde und wird. Es bestehen aber drei Arten von Abweichungen:

Abweichungen zum Kodex und Empfehlungen, die nicht angewendet wurden bzw. nicht angewendet werden:

Abweichungen im Zeitraum 01.01.-16.11.2009, die aus Sicht des seit 17.11.2009 amtierenden neuen Aufsichtsrats nicht begründet erscheinen.

Abweichungen vorübergehender Natur, die möglichst kurzfristig abgestellt werden sollen.

Abweichungen, die auch der am 16.11.2009 neu gewählte Aufsichtsrat für sinnvoll hält und beibehalten möchte.

A. Abweichungen im Zeitraum 01.01.-16.11.2009, die dem bestehenden Aufsichtsrat nicht begründet erscheinen:

1. Ziffer 4.1.3: Compliance mit internen Bestimmungen und Gesetzen

Der seinerzeit amtierende Vorstand hat im o.a. Zeitraum gegen die Satzung verstoßen, die die Abhaltung einer Hauptversammlung bis zum 30.06. des Folgejahres vorsieht. Aus Sicht des amtierenden Aufsichtsrats gibt es für die Abweichung von dieser Muss-Vorschrift keine stichhaltige Begründung.

2. Ziffer 4.2.3: Change of Control-Klausel mit erhöhtem "Abfindungs-Cap"

Der alte Aufsichtsrat hat im Verlaufe des Juni 2009 Nachträge zu den bestehenden Dienstverträgen von zwei Vorständen abgeschlossen, die diesen eine sogenannte "Change of Control-Klausel" einräumt, für welche eine Abfindungshöhe von drei Jahresgehältern zuzüglich einer gesonderten Kündigungsfrist von sechs Monaten gilt. Eine entsprechende Regelung findet sich auch im Dienstvertrag des dritten, neu berufenen Vorstandsmitglieds. Im Gegensatz zur irreführenden Bezeichnung handelt es sich aber gar nicht um "Change of Control-Klauseln", da die Bedingung bereits eintritt, wenn eine Kontrollbeteiligung erworben wird oder besteht. Mit Auslösung des Pflichtangebots der FORUM European Smallcaps GmbH durch Erreichen der Kontrollschwelle von 30% am 15. Februar 2009 war diese Bedingung bereits vor Einräumung dieser Klauseln erfüllt. Nach Ansicht des neu gewählten Aufsichtsrats erfüllt diese Abweichung nicht die Anforderungen dieser Soll-Vorschrift des Kodex.

Der amtierende Vorstand hat sich inzwischen bereiterklärt, auf diese Regelung nachträglich ohne Gegenleistung zu verzichten. Der Aufsichtsrat begrüßt diese vertrauensbildende Maßnahme und stellt damit fest, dass derzeit kein amtierendes Vorstandsmitglied eine Change of Control-Klausel in seinen Verträgen hat und diese Soll-Vorschrift damit erfüllt ist.

3. Ziffer 4.3.5: Zustimmungspflicht des AR zu Nebentätigkeiten

In den unter Ziffer 4.2.3 angesprochenen, am 21. Juni 2009 eingeführten Nachträgen zu den bestehenden Dienstverträgen von zwei Vorständen hat der Aufsichtsrat auf seine vorher bestehende Zustimmungspflicht zu Nebentätigkeiten verzichtet. Eine entsprechende Regelung findet sich im Dienstvertrag des dritten, neu berufenen Vorstandsmitglieds. Es ist lediglich eine sachliche und zeitliche Höchstgrenze für das Ausmaß aller Nebentätigkeiten definiert.

Nach Ansicht des neu gewählten Aufsichtsrats verstößt diese Klausel gegen diese Soll-Vorschrift des Kodex. Er wird bei neuen Vorstandsverträgen auf einer Zustimmungspflicht bestehen.

Der amtierende Vorstand hat sich inzwischen bereiterklärt, auf diese Regelung nachträglich ohne Gegenleistung zu verzichten. Der Aufsichtsrat begrüßt diese vertrauensbildende Maßnahme und stellt damit fest, dass bei allen Vorstandsmitgliedern Nebentätigkeiten der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen und diese Soll-Vorschrift damit erfüllt ist.

4. Ziffer 5.1.2: Keine Fünfjahresverträge als Regel bei neuen Vorständen

Der Dienstvertrag mit dem im Juni 2009 neu berufenen Vorstandsmitglied wurde bei Abschluss auf fünf Jahre fest abgeschlossen. Das Unternehmen hat seit dem Börsengang - mit Ausnahme des Vorstandsvertrages des Unternehmensgründers - ausschließlich Dreijahresverträge mit Vorstandsmitgliedern abgeschlossen. Dies entspricht den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht. Das neu berufene Vorstandsmitglied hat sich inzwischen bereiterklärt, die Laufzeit des Vertrages auf den 31.12.2012 zu verkürzen. Damit ist diese Abweichung von dieser Anregung des Kodex behoben.

Der neu gewählte Aufsichtsrat wird in Zukunft zu der Praxis zurückkehren, ausschließlich Dreijahresverträge mit neuen Vorstandsmitgliedern abzuschließen und damit dieser Anregung des Kodex folgen.

5. Ziffer 5.1.2: Keine Verlängerungen von Vorstandsverträgen mehr als ein Jahr vor Ablauf

Der Vorstandsdienstvertrag eines ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds wurde am 21. Juni 2009 24 Monate vor Ablauf des bestehenden Vorstandsdienstvertrages bis 2013 verlängert.

Diese Handlung des alten Aufsichtsrats verstößt nach Ansicht des neu gewählten Aufsichtsrats gegen diese Soll-Vorschrift des Kodex.

B. Abweichungen vorübergehender Natur:

1. Ziffer 3.8: Erhöhter Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung

Der bestehende Vertrag zur D&O-Versicherung weist bislang nur einen Selbstbehalt in Höhe von EUR 10.000,- pro Person für Vorstand und Aufsichtsrat auf. Er entspricht damit nicht der neuen Regelung in Ziffer 3.8 Unterabsatz 2 des Corporate Governance Kodex. Aufsichtsrat und Vorstand beabsichtigen, den D&O-Versicherungsvertrag bis zum 30.06.2010 an die Vorgaben des Corporate Governance Kodex anzupassen.

2. Ziffer 4.2.1: Mehrköpfiger Vorstand

Der neu gewählte Aufsichtsrat sah sich gezwungen, zur Wiederherstellung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwei der drei Vorstandsmitglieder außerordentlich zu kündigen, so dass der Vorstand ab dem 26.11.2009 nur noch aus einem Mitglied bestand. Mit Bestellung von Herrn Hans-Hubert Schmitt zum weiteren Vorstandsmitglied am 04. Januar 2010 hat PULSION wieder einen mehrköpfigen Vorstand.

3. Ziffer 4.2.3: Mehrjährige Bemessungsgrundlage für variable Vergütungsbestandteile des Vorstands

Die variable Vergütung für den amtierenden Vorstand für das Jahr 2009 stellt ausschließlich auf Ergebnisziele des Jahres 2009 ab.

Der Aufsichtsrat wird bei der Festlegung der Parameter für die variable Vergütung für 2010 und die Folgejahre darauf achten, eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu definieren und damit auch diese Soll-Vorschrift des Kodex zu erfüllen.

4. Ziffer 5.4.6: Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16.11.2009 wurde die erfolgsabhängige Vergütung des Aufsichtsrats vom Erreichen einer operativen Marge von 15% bzw. 20% abhängig gemacht. Gleichzeitig wurde die Grundvergütung halbiert.

Die operative Marge des Unternehmens lag in 2008 nur bei ca. 3% und nach 9 Monaten 2009 bei ca. 10%. Da die neue Regelung mithin erst mittelfristig erreicht werden kann, ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die neu verabschiedete Regelung eher als die alte Regelung dem Gedanken dieser Soll-Vorschrift des Corporate Governance Kodex entspricht, Unternehmen an mittel- und langfristigen Zielen auszurichten.

C. Abweichungen vom Kodex, die der neue Aufsichtsrat belassen möchte:

1. Ziffer 5.3.1: Fachausschüsse im Aufsichtsrat

Es werden keine fachlich qualifizierten Ausschüsse gebildet, da sich mit den einzelnen Fachausschüssen zu übertragenden Aufgaben sämtliche Mitglieder des dreiköpfigen Aufsichtsrats befassen. Insoweit ergibt sich durch die Bildung von Ausschüssen kein Mehrwert.

2. Ziffer 5.3.2: Prüfungsauschuss im Aufsichtsrat

Es wird kein Prüfungsausschuss eingerichtet, da sich mit den dem Prüfungsausschuss zu übertragenden Aufgaben sämtliche Mitglieder des dreiköpfigen Aufsichtsrats befassen. Insoweit ergibt sich durch die Bildung eines Prüfungsausschusses kein Mehrwert.

3. Ziffer 5.3.3: Nominierungsauschuss im Aufsichtsrat

Es wird kein Nominierungsausschuss eingerichtet, da sich mit den dem Nominierungsausschuss zu übertragenden Aufgaben sämtliche Mitglieder des dreiköpfigen Aufsichtsrats befassen. Insoweit ergibt sich durch die Bildung eines Nominierungsausschusses kein Mehrwert.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Hauptversammlung beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Jede Stammaktie der PULSION AG gewährt eine Stimme.

Alle Aktionäre, die sich rechtzeitig anmelden, sind zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch Bevollmächtigte oder der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend über einen von der PULSION AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen.

Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die zur Beschlussfassung erforderlichen Informationen und Unterlagen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und sind auf der Internetseite der PULSION AG im Bereich "Investor Relations" abrufbar.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er hat sich gemäß Kodex-Ziffer 5.1.3 eine Geschäftsordnung gegeben. Der Aufsichtsrat der PULSION AG besteht der Satzung entsprechend aus drei Mitgliedern. Die Amtsperioden des Aufsichtsrats sind nicht identisch, zudem ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied laut Beschluss der Hauptversammlung im Aufsichtsrat vertreten. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden Aktiengesellschaften. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 126 bis 128 des Geschäftsberichts 2009 namentlich aufgeführt.

Ausschüsse

Da der Aufsichtsrat der PULSION AG nur aus drei Mitgliedern besteht, werden keine Ausschüsse gebildet, da sich alle Mitglieder mit den Fachausschüssen zu übertragenden Aufgaben befassen und insoweit kein Mehrwert entsteht.

Vorstand

Der Vorstand besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern, die entsprechend der Satzung durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen werden. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden ernennen. Der Vorstand der PULSION AG leitet die Gesellschaft und führt ihre Geschäfte. Sein Handeln und seine Entscheidungen richtet er dabei am Unternehmensinteresse aus. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, über die Unternehmensstrategie sowie über mögliche Risiken. Die Mitglieder des Vorstands sind auf den Seiten 125 bis 126 des Geschäftsberichts 2009 aufgeführt.

Risikomanagement

Gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand ein konzernweites Risikomanagement-System eingerichtet, welches integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse ist. Das Risikomanagement-System ist in der Organisation integriert und liefert die Basis zur Risikofrüherkennung und -steuerung. Das Risikomanagementsystem ist Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung. Einzelheiten finden Sie im Lagebericht auf den Seiten 56 bis 62.

Compliance

Integraler Bestandteil der Unternehmenskultur von PULSION ist die Beachtung der nationalen und internationalen rechtlichen Grundsätze und darüber hinausgehender Empfehlungen in allen Ländern, in denen PULSION tätig wird. PULSION sorgt dafür, dass die Mitarbeiter die relevanten nationalen und internationalen Regeln beachten.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Gute Unternehmensführung setzt eine vertrauensvolle und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat voraus. Vorstand und Aufsichtsrat der PULSION AG arbeiten im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Dazu ist eine offene Kommunikation von unabdingbarer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat stimmen sich insbesondere hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Unternehmens ab. Dem Aufsichtsrat werden ferner umfassende Informationen über die Geschäftsentwicklung und Planung sowie über die Risikolage und das Risikomanagement zur Verfügung gestellt. Geschäfte von besonderer Bedeutung benötigen die Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung. Ferner koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende die Arbeit des Aufsichtsrats und leitet die Sitzungen. Der Vorstand erfüllt seine Pflichten gegenüber dem Aufsichtsrat durch eine zeitnahe mündliche und schriftliche Berichterstattung im Hinblick auf die laufende Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanung, die strategische Ausrichtung sowie die Lage des Konzerns, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Der Vorstand nimmt nach Einladung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden an den Aufsichtsratssitzungen teil und berichtet zu den Tagesordnungspunkten bzw. beantwortet die Fragen des Aufsichtsrats.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Das Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat ist im Konzernlagebericht erläutert. Im Konzernanhang wird darüber hinaus individualisiert und getrennt nach fixen und variablen Anteilen für die Organe berichtet. Die Struktur der Vergütungssysteme wird regelmäßig überprüft.

Transparenz und Kommunikation

Sämtliche Anforderungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex unter Ziffer 6 aufführt, werden von PULSION erfüllt. Damit alle Marktteilnehmer zeitlich und inhaltlich denselben Informationsstand erhalten, werden alle wichtigen Informationen auf der Website www.PULSION.com zur Verfügung gestellt. Dazu gehören unter anderem Finanzberichte, sämtliche Pressemitteilungen, die Satzung, der Finanzkalender und meldepflichtige Geschäfte im Sinne des § 15a Wertpapierhandelsgesetz (Directors' Dealings).

Informationen über Directors Dealings und Aktienbesitz im Geschäftsjahr 2009

Nachfolgende meldepflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der PULSION AG durch Organmitglieder (Directors Dealings) sind im Geschäftsjahr 2009 bekanntgegeben worden:

Am 08. April hat die FORUM European Smallcaps GmbH (Gesellschaft in enger Beziehung zum damaligen Vorstand und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Burkhard Wittek) den Kauf von 18.798 Aktien der PULSION AG infolge des am 05. März 2009 veröffentlichten Übernahmeangebots mitgeteilt.

Die Details aller Wertpapiertransaktionen von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen nach der Meldung unverzüglich auf der Website der PULSION AG veröffentlicht. Die Veröffentlichungsbelege sowie die entsprechenden Meldungen werden an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übermittelt.

Übersicht zum Anteilsbesitz von Organmitgliedern mit der PULSION Medical Systems AG:

  Anzahl Aktien in Stück 31.12.2009
Vorstand  
Christoph R. Manegold * 0
Aufsichtsrat  
Dr. Burkhard Wittek ** 3.237.472
Jürgen Lauer 0
Frank Fischer *** 607.231

* Die Aktien, die vor der Bestellung zum Vorstand erworben wurden, sind nicht angegeben.
** Basierend auf einer Aktionärspoolvereinbarung.
*** Direkt und mittelbar über seine Tätigkeit als Vorstand bei der Shareholder Value ManagementAG und der Shareholder Value Beteiligungen AG.

Herr Frank Fischer hält zum 31. Dezember 2009 direkt und mit nahen Familienangehörigen einen Aktienbesitz von 56.611 Stückaktien der Gesellschaft. Die gesamte Aktienanzahl beläuft sich auf 607.231 Aktien, welche direkt und mittelbar über die Tätigkeit von Herrn Fischer als Vorstand bei der Shareholder Value Management AG und der Shareholder Value Beteiligungen AG zugerechnet werden.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Rechnungslegung

Die Rechnungslegung erfolgt für den Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den internationalen Accounting Standards (IAS) und den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Ferner werden die Anteilseigner während des Geschäftsjahres durch den Halbjahresfinanzbericht sowie durch zwei Quartalsfinanzberichte informiert. Eine prüferische Durchsicht der Zwischenberichte erfolgte im Geschäftsjahr 2009 nicht.

Der gesetzlich vorgeschriebene Einzelabschluss der PULSION Medical Systems AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte innerhalb von 45 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht.

Aktienoptionsprogramme und andere ähnliche Anreizsysteme

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme für Mitglieder des Aufsichtsrats. Für Mitglieder des Vorstands stehen zwei Aktienoptionsprogramme zur Verfügung. Die Details zur Ausgestaltung sind dem Anhang des Geschäftsberichts zu entnehmen.

Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der PULSION AG wurden von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Eine Unabhängigkeitserklärung durch die Prüfungsgesellschaft wurde vor Beginn der Prüfung abgegeben.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter,

das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 war vor allem durch zwei Entwicklungen geprägt:

erste Erfolge in der Neuausrichtung des Unternehmens, die mit dem Wechsel im Vorstandsvorsitz im Oktober 2008 eingeleitet wurden und zu einer deutlichen und nachhaltigen Ertragsverbesserung des Unternehmens führten

allumfassende Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat.

Zu diesen beiden Punkten möchte ich kurz Stellung nehmen.

1. Erste Erfolge in der Neuausrichtung des Unternehmens

Der amtierende Vorstand hat in seinem Rechenschaftsbericht ausführlich dargestellt, welche Ziele im Jahr 2009 erreicht wurden und welches weitere Verbesserungspotenzial besteht. Insgesamt wurden sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, die sich bereits ergebniswirksam ausgewirkt haben. Branchenbedingt ist der Vorlauf zu messbaren Ergebnissen im Bereich Vertrieb/Marketing in einem konservativen Marktumfeld wie der Medizintechnik länger.

Die erreichte operative Marge vor Sonderbelastungen von 12,5% vom Umsatz kommt in die Nähe der bisherigen Bestmarke von 14,3%, die im Jahr 2007 erreicht wurde. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass dies eine sehr gute Leistung der Mitarbeiter des Unternehmens ist, die an den nötigen Veränderungen mitgearbeitet haben. Es kann allerdings nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem Margen-Niveau sein, das von Diagnostika-Anbietern mit einem vergleichbaren Geschäftsmodell erreicht wird.

2. Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

Am 14. Mai 2009 wurde Herr Dr. B. Wittek von dem zu diesem Zeitpunkt amtierenden Aufsichtsrat abberufen und fristlos gekündigt. Der Klage von Dr. B. Wittek gegen diese fristlose Kündigung wurde zwischenzeitlich vom Landgericht München I stattgegeben.

Am 6. Juni 2009 wurde Herr Christoph R. Manegold vom Aufsichtsrat zum Vorstand Forschung & Entwicklung (CTO) berufen.

Am 16. November wurde eine von Großaktionären über die FORUM European Small Caps GmbH einberufene und gerichtlich bestellte Hauptversammlung durchgeführt. Dabei wurde der bis dahin amtierende Aufsichtsrat in Einzelabstimmung nicht entlastet und abgewählt. Es wurde ein komplett neuer Aufsichtsrat gewählt, der anschließend Herrn Dr. B. Wittek einstimmig zu seinem Vorsitzenden bestimmte. Im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 23. November wurden einstimmig die Beschlüsse zur Abberufung und fristlosen Kündigung der Vorstandsmitglieder Matthias Bohn und Frank Posnanski gefasst.

Am 04. Januar 2010 wurde Herr Hans-Hubert Schmitt als weiteres Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Schmitt verantwortet die Zuständigkeitsbereiche Finanzen, Sales und Marketing, Herr Manegold die Bereiche Forschung, Entwicklung, Produktion, Logistik, internationale Zulassungen sowie Einkauf.

Durch diese Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Grundlage für eine dauerhafte und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen beiden Organen geschaffen. Beide Organe fokussieren sich auf die langfristige Ausrichtung des Geschäftsmodells.

3. Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats 2009

3.1 Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats

Gemäß den vorliegenden Aufsichtsratsprotokollen wurde in den Sitzungen des ersten Halbjahres vor allem der Fortschritt bei den beiden unternehmensweiten Projekten

a) Neuausrichtung des internationalen Vertriebs

b) Senkung der operativen Kosten

besprochen.

Danach wurden vor allem Themen wie die Anpassung der Organisationsstruktur, neue Dienstverträge und Vergütungsänderungen der Vorstände, Änderungen der Geschäftsordnung sowie Maßnahmen im Zusammenhang mit der Hauptversammlung besprochen.

Ab 17. November standen für den neu gewählten Aufsichtsrat organisatorische Veränderungen, operative Vertriebsthemen und neue Innovationsschwerpunkte im Vordergrund.

3.2 Prozess

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und die Tätigkeit des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren insgesamt 17 Sitzungen, davon zehn mit persönlicher Präsenz und sieben Telefonkonferenzen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung bedurften, sind vom Aufsichtsrat geprüft, erörtert und verabschiedet worden. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand Herr Dr. Burkhard Wittek seit dem 17.11.2009 auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand zu wichtigen Themen und anstehenden Entscheidungen.

4. Corporate Governance

Im Geschäftsjahr 2009 kam es zu zahlreichen Abweichungen von den Vorschriften des aktuellen Kodex vom 6. Juni 2009. Für eine Auflistung und Begründung der Abweichungen verweisen wir auf die Entsprechenserklärung vom 11. Dezember 2009, die auf der Homepage des Unternehmens (www. pulsion.com) veröffentlicht ist.

Der seit dem 17.11.2009 amtierende Aufsichtsrat hat sich mit der Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt. Ergebnis ist vor allem eine Besinnung auf die Kern-Philosophie guter Corporate Governance, nämlich die Sicherstellung der Einheitlichkeit der Interessen von Eigentümern und Management bei der Steigerung des Unternehmenswertes.

Der neu gewählte Aufsichtsrat setzt sich mit zwei Mitgliedern aus Vertretern der zwei größten Aktionäre des Unternehmens zusammen, daneben deckt ein unabhängiges Mitglied die erforderlichen Qualifikationen im Bereich Rechnungswesen und Jahresabschluss ab. Wir denken, dass eine starke Vertretung von Aktionären im Aufsichtsrat eine gute Voraussetzung für die Umsetzung guter, verantwortlich gelebter Corporate Governance ist.

Auf formaler Ebene strebt das Unternehmen als Grundsatz an, alle Soll-Vorschriften des jeweiligen Kodex umzusetzen, sofern nicht gewichtige Einwände dem im Einzelfall entgegenstehen.

5. Schwerpunkte des neu gewählten Aufsichtsrats

Die Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand seit dem 17.11.2010 schaffen die Voraussetzungen für eine nachhaltige und wachsende Vertrauenskultur zwischen Aufsichtsrat und Vorstand von PULSION. Jetzt geht es darum, diese Chance für einen Neuanfang mit Inhalten zu füllen, die das Unternehmen im Wettbewerb stärker machen.

Der neu gewählte Aufsichtsrat sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in folgenden Themen:

a) Sicherung des Kerngedankens von Corporate Governance, d.h. der Einheitlichkeit der Interessen von Eigentümern und Management

b) Professionalisierung des Sales-Prozesses und weitere Internationalisierung

c) Konsequente Verfolgung des mittelfristigen Konzeptes Pulsion 100/20.

5.1 Verstärkung des Kerngedankens von Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat einen Dialog mit dem neu formierten Vorstand begonnen, in dem das Verständnis von Corporate Governance verstärkt werden soll.

Kurzfristig gehören dazu vor allem die Herstellung der Dividendenfähigkeit und die Möglichkeit zum Aktienrückkauf zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Damit soll den Gesellschaftern ein Anteil am Gewinn zufließen, der eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellt.

Solange das Umsatzwachstum relativ niedrig bleibt, sollte das Unternehmen erhebliche Free Cash Flows generieren können. Das Management hat es bereits 2009 geschafft, den Free Cashflow - definiert als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit - von EUR - 1,1 Mill. auf EUR + 2,3 Mill. zu verbessern. Der Aufsichtsrat wird daher in 2010 das Thema Cashflow-Generierung thematisieren und gemeinsam mit dem Management nach weiteren Verbesserungspotenzialen suchen.

Noch wünschenswerter wäre es natürlich, wenn das Unternehmen die erwirtschafteten Finanzmittel in organisches Wachstum reinvestieren könnte, da Zusatzvolumen bei entsprechender Kostendisziplin zu deutlicher Margen-Erweiterung führt. Die Ansätze dafür erläutern wir im folgenden Absatz.

5.2 Professionalisierung des Sales-Prozesses und der Internationalisierung

Mit 42 Außendienst-Mitarbeitern (ADM) in den Ländern mit Direktvertrieb von insgesamt 142 Mitarbeitern plus weiteren Mitarbeitern in Vertrieb, Innendienst und Marketing ist PULSION vor allem ein Vertriebs-Unternehmen. Allerdings ist die Produktivität des Direktvertriebs regional sehr unterschiedlich - von ca. EUR 1,0 Mill. Umsatz pro ADM in der Region DACH über ca. EUR 0,5 Mill. in West-Europa bis zu ca. EUR 0,2 Mill. in den USA.

Grund für diese Differenzen ist ein unterschiedlich gutes Verständnis des Sales-Prozesses, d.h. aller Schritte, die zwischen dem Erstkontakt eines Kunden bis zum endgültigen Abschluss liegen. Das Unternehmen hat seit Ende 2008 begonnen, die Schritte des Sales-Prozesses in jedem Land systematisch zu analysieren und intern die nötigen Veränderungen vorzunehmen, um die Erfolgs-Quoten in jedem Schritt zu erhöhen.

Die Veränderungen beinhalten neue Mitarbeiter-Profile, neue Vergütungsysteme, ein tief strukturiertes CRM-System, ein durchgängiges Kampagnen-Management sowie professionelles Kunden- und Mitarbeiter-Training. Letztlich steht darüber ein Führungsprozess, der die Veränderungen nachhält und im Sinne eines "Best Practice"-Austausches zwischen den Landesgesellschaften den Transfer erfolgreicher Ideen und Methoden sicherstellt.

Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass PULSION bei diesem Thema in 2009 große Fortschritte gemacht hat. Dieser Verbesserungsprozess ist nach Ansicht des Aufsichtsrats von den Divergenzen zwischen Verwaltung und Aktionären kaum beeinträchtigt worden.

Hinsichtlich der Internationalisierung hat der Vorstand in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2008 erklärt, daß er Joint Ventures und die Eröffnung weiterer Tochtergesellschaften in Schlüsselmärkten einer Distributor-Strategie vorzieht, weil das Unternehmen dadurch einen besseren Zugriff auf diese Märkte hat. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, in 2009 ein bis zwei neue Joint Ventures zu gründen. Dieses Ziel wurde leider verfehlt, vor allem weil diese Politik ab Mitte des Jahres nicht weiterverfolgt wurde.

Aufsichtsrat und Vorstand sind sich einig, dass der Fokus auf Joint Ventures und Direktvertrieb richtig ist. Inzwischen wurden bereits entsprechende vorbereitende Aktivitäten wiederaufgenommen. Der Aufsichtsrat erhofft sich vom Management in 2010 Erfolge und wird bei der Vorbereitung der entsprechenden Schritte beratend zur Verfügung stehen.

5.3 Konsequente Verfolgung des mittelfristigen Konzeptes Pulsion 100/20

Der Aufsichtsrat hat erstmals in seinem Bericht für das Jahr 2006 das Leitbild "Pulsion 100" vorgestellt. Dahinter stand das Ziel, mittelfristig einen Umsatz von US-$ 100 Mill. und eine EBIT-Marge von 20% zu erreichen. Im Bericht des Aufsichtsrats für das Jahr 2008 hat der Vorstand erklärt, dass diese Ziele durch die negativen Entwicklungen in der Ära Gould nicht in Frage gestellt sind.

Aus heutiger Sicht muss man realistisch feststellen, dass die Umsatzmarke von US-$ 100 Mill. (entsprechen ca. EUR 65 Mill.) in weite Ferne gerückt ist. Wir werden dieses Ziel wieder aufnehmen, wenn wir absehen, wie die neuen Produkte einschlagen, die PULSION im März 2010 vorgestellt hat.

Aufsichtsrat und Vorstand von PULSION sind sich aber einig, dass das Ziel einer EBIT-Marge von 20% weiter gut erreichbar ist: dies wird durch die Ergebnisse zahlreicher medizinischer Diagnostik-Hersteller mit einem ähnlichen Geschäftsmodell dokumentiert, die diese Marke erreichen oder übertreffen. Wir verweisen dazu auf die unten aufgeführte Tabelle.

Der Aufsichtsrat wird mit dem Vorstand in 2010 intensiv darüber diskutieren, wie dieses Ziel möglichst bald erreicht werden kann.

6. Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer, die PriceWaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat ihn ebenso geprüft wie den Jahresabschluss der PULSION Medical Systems AG, den Lagebericht und den Konzernlagebericht. In seinem Bestätigungsvermerk erläutert der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die PULSION AG und ihre Tochtergesellschaften die International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB) und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), die zwecks Anwendung in der Europäischen Union angenommen wurden, eingehalten hat.

Der Konzernabschluss hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht, der Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sowie die dazugehörigen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern vor. In der Aufsichtsratssitzung vom 16. März 2010 wurden die Unterlagen im Anschluss an den Bericht des Abschlussprüfers in dessen Gegenwart ausführlich besprochen.

Nr. Unternehmen Berichtsperiode Umsatz Rohmarge F&E Vertrieb & Marketing Sonstige Kosten
1. In-Vitro Diagnostik            
1.1 Diasorin 1-9 2009 100,0% 70,1% 5,1% 18,3% 11,5%
1.2 Immunodiagnostic Systems H1 2010 100,0% 72,9% n.a. 16,0% 27,7%
2. In-Vivo Diagnostik            
2.1 Masimo FY 2008 100,0% 70,5% 8,7% 37,6% 37,6%
2.2 PULSION 1-9 2009 100,0% 66,0% 8,4% 34,9% 12,9%
2.3 Medi-Stim 1-9 2009 100,0% 74,4% n.a. n.a. n.a.
Nr. Unternehmen Summe operativer Kosten EBIT-Marge
1. In-Vitro Diagnostik    
1.1 Diasorin 34,9% 35,2%
1.2 Immunodiagnostic Systems 43,7% 29,2%
2. In-Vivo Diagnostik    
2.1 Masimo 46,3% 24,2%
2.2 PULSION 56,2% 9,8%
2.3 Medi-Stim 51,8% 22,6%

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag und den Abhängigkeitsbericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Es bestanden keine Einwände. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat er am 18. März 2010 zugestimmt. Somit ist der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss gebilligt und der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt. Mit dem Lagebericht und der Beurteilung der weiteren Entwicklung des Unternehmens ist der Aufsichtsrat einverstanden.

7. Risikomanagement

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2009 mit dem Risikomanagement-System des Unternehmens auseinandergesetzt. Das Risikomanagement-System war außerdem Gegenstand der Jahresabschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat dabei keine Hinweise auf Schwachstellen des Systems erhalten.

8. Billigung des Abhängigkeitsberichts

Durch den Abschluss einer Aktionärsvereinbarung im Jahr 2009 ergab sich eine Stimmrechtsquote von mehr als 33% am Unternehmen. Ein Pflichtangebot nach WpÜG wurde abgegeben. Dadurch wurde gemäß § 312 AktG erstmals die Erstellung eines Abhängigkeitsberichtes notwendig. Der Vorstand hat den Abhängigkeitsbericht nach § 313 AktG erstellt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers hat den Bericht geprüft. Da die Prüfung keine Beanstandungen ergab, erteilte der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3.

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht geprüft und gemäß § 324 AktG gebilligt. Das Gremium hatte keine Einwände gegen den Bericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.

9. Dank an Aktionäre und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären von PULSION für das in den Aufsichtsrat gesetzte Vertrauen. Obwohl Sie auf dem Weg sicherlich mehrfach enttäuscht worden sind, haben Sie uns als neuem Team eine neue Chance gegeben, Ihre Interessen als Anteilseigner nach den Grundgedanken guter Corporate Governance wirksam zu vertreten.

Bedanken möchten wir uns weiter bei allen Mitarbeitern für das in 2009 gezeigte Engagement, das die deutliche Ergebnisverbesserung maßgeblich ermöglicht hat.

 

München, den 18. März 2010

Dr. Burkhard Wittek, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht

Das Geschäftsjahr im Überblick

Zusammenfassung

Jahresumsatz mit EUR 28,1 Mio. leicht erhöht gegenüber dem Vorjahr

Bruttomarge leicht unter dem Vorjahreswert

EBIT im Vergleich zu 2008 deutlich verbessert, jedoch belastet durch Einmalkosten

Vertriebsstart CiMON und Verkaufsstart PDE (Photodynamic Eye)

Weiterer Vertrag mit GE Healthcare (CeVOX-Modul)

Brasilianischer Hersteller DIXTAL integriert CeVOX und PiCCO

Neue Länderregistrierungen in Brasilien und Korea für PiCCO2

Der Umsatz der PULSION AG betrug im Geschäftsjahr 2009 EUR 28,1 Mio. und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von EUR 28,0 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Berichtszeitraum von EUR 0,6 Mio. auf EUR 2,4 Mio. (+314%). Die EBIT-Marge erhöhte sich von 2,1 % auf 8,5%. Das Konzernergebnis vor Minderheitenanteilen stieg von EUR -0,7 Mio. im Geschäftsjahr 2008 auf EUR 0,6 Mio. im Jahr 2009. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von Eurocent -0,08 auf Eurocent 0,05.

Im Geschäftsbereich Critical Care, dessen Kernprodukt die PULSION-Lösung PiCCO bildet, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 2% von EUR 24,1 Mio. auf EUR 24,6 Mio., wogegen im Geschäftsbereich Perfusion der Umsatz im Berichtszeitraum um 10% von EUR 3,9 Mio. auf EUR 3,5 Mio. sank. Im Bereich Perfusion erzielt PULSION mit dem unternehmenseigenen Arzneimittel Indocyanin Grün, das unter dem Namen ICG-PULSION vertrieben wird, die Hauptumsätze. Hauptgrund für den Umsatzrückgang ist ein Wechsel des Orderverhaltens eines großen Kunden, dessen Abnahmemenge deutlich unter der des Vorjahres lag.

Die Bruttomarge lag, unter anderem beeinflusst durch den geänderten Ausweis der Abschreibung auf Monitore, im Geschäftsjahr bei 66% (2008: 67%). Als Sondereffekt hinzu kam im Berichtsjahr der Abverkauf einer größeren Position von PiCCOplus-Geräten nach Asien zu unterdurchschnittlichen Konditionen, um das Chinageschäft von PULSION weiter zu stärken.

Zum Jahresende belasteten außerdem einmalige Kosten durch das Ausscheiden dreier Vorstände und die damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten das Ergebnis. Dadurch konnte die im dritten Quartal 2009 getroffene EBIT-Prognose nicht vollständig erreicht werden.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr wieder wesentlich gesteigert werden mit einer Verbesserung von mehr als 300% auf EUR 4,0 Mio.

Positiv zu vermerken ist unter anderem der Beginn der regulären Vermarktung der CiMON-Technologie im Sommer 2009. Die Geschäftsbeziehung mit GE Healthcare, einem der führenden Hersteller von Patientenmonitoring-Systemen, wurde weiter ausgebaut. Nach dem in 2008 erfolgten Lizenzeinsatz des PiCCO-Moduls entschied sich GE Healthcare im Berichtsjahr nun auch für die Integration der CeVOX-Technologie. Auch in Brasilien verbuchte PULSION weitere Erfolge: Die in 2007 beschlossene Kooperation mit dem lokalen Marktführer DIXTAL über eine Integration von CeVOX und PiCCO wurde mit einem Vertrag besiegelt. Die Markteinführung ist für das erste Quartal 2010 terminiert. Ebenfalls im Berichtszeitraum erfolgte der Verkaufsstart der neuen PULSION-Lösung PDE (Photodynamic Eye). Sie bildet das Hardware-Gegenstück zu ICG-PULSION. Der vertriebliche Fokus liegt aktuell auf Europa; derzeit wird ein Direktvertrieb in Deutschland und in Belgien aufgebaut. Distributionspartner bedienen unsere Kunden in Italien, Frankreich, Großbritannien und in der Schweiz. PiCCO2, eines der Schlüsselprodukte von PULSION, erhielt im abgelaufenen Jahr weitere Zulassungen für Brasilien und Korea.

Im Geschäftsjahr hat sich die Muttergesellschaft für drei Monate am Programm der Bundesregierung Deutschland für konjunkturelle Kurzarbeit beteiligt, die Inanspruchnahme ist jedoch nur gering ausgefallen (< 1 % der Lohnsumme).

Des Weiteren erhielt die AG noch eine Zuwendung aus öffentlicher Hand. Die Zuwendung wurde im Rahmen des "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" im Geschäftsjahr beantragt, der Bewilligungszeitraum endet im September 2010. Gefördert wird hierbei ein Einzelprojekt aus dem Entwicklungsbereich. Die Zuwendung ist zweckgebunden und darf nur für das beantragte Förderprojekt im Sinne der zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Richtlinie "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" nach Maßgabe des Antrages und nur für die durch das Förderprojekt verursachten Kosten verwendet werden. Die Zuwendung ist nicht rückzahlbar. Weitere Zuwendungen erfolgen nur nach Freigabe durch den Träger, der eine Prüfung der jeweiligen Projektschritte vorausgeht.

Konzernstruktur

Stabilität als Basis für zukünftiges Wachstum

Die PULSION Medical Systems AG, München, ist die Konzernobergesellschaft nachfolgender Tochtergesellschaften, die den Vertrieb der PULSION-Produkte in ihren jeweiligen Teilmärkten verantworten:

Darüber hinaus hält die PULSION Medical Systems AG, München, noch eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 25% an der Kl Medical Services Ipari es Kereskedelmi Korlatolt, Felelossegu, Ungarn. Das im Jahr 2005 eröffnete Liquidationsverfahren konnte aufgrund lokaler Prüfungen nach wie vor nicht abgeschlossen werden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist nicht abzusehen, bis wann die Liquidation final beendet sein wird. Jedoch ergeben sich aus diesen Prüfungen voraussichtlich keine weiteren Verpflichtungen für die PULSION AG.

Zum 01. Januar 2009 erfolgte die Übertragung der 2008 erworbenen Anteile an der PULSION Austria GmbH (ehemals: ESOMA Beteiligungsverwaltung) an die PULSION AG. Mit Rechtswirksamkeit der Übertragung wurden die Anteile erstmalig im Zwischenfinanzbericht zum 31. März 2009 konsolidiert.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde in der Tochtergesellschaft PULSION Pacific ein Distributionsvertrag abgeschlossen, so dass das Vertriebsgebiet Australien und Neuseeland im Wesentlichen nicht mehr durch die Gesellschaft selbst bearbeitet wird. Aus dem Vertrag ergeben sich keine Anpassungen im Konsolidierungskreis.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Entgegen der anfänglichen Erwartungen entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2009 nicht ganz so negativ wie befürchtet. Dies war insbesondere einer spürbaren Erholung des Geschehens in der zweiten Jahreshälfte zu verdanken. Nichtsdestotrotz hielt die 2007 ausgebrochene Finanzkrise die Weltmärkte weiter in ihrem Bann. Die USA verzeichneten den stärksten Einbruch des US-Inlandsprodukts (BIP) seit 1946. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wirtschaftsleistung um fast zweieinhalb Prozent geschrumpft. Zahlreiche Industriestaaten mussten ähnliche Entwicklungen hinnehmen. In Deutschland war der Rückgang des Bruttoinlandprodukts mit -5,0 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt) so hoch wie nie seit Staatsgründung. Zudem schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2009 seit sechs Jahren erstmals wieder. Im Jahresverlauf zeichnete sich immerhin eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf einem neuen, wenn auch niedrigen Niveau ab. Für Deutschland erwartet die OECD im Jahr 2010 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent für 2011 sogar einen Anstieg um 1,9% (Quelle: OECD-Wirtschaftsausblick Nr. 86).

Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen erwies sich die deutsche Medizintechnikbranche 2009 vor diesem Hintergrund als besonders krisenfest. Zwar führten leicht sinkende Exportzahlen zu einem, wenn auch nur geringen Rückgang des Gesamtumsatzes, wie der Branchendienst SPECTARIS vermeldete. Die Inlandsnachfrage blieb jedoch stabil.

Die Prognosen gehen auch für die Zukunft von einer positiven Entwicklung aus, die insbesondere durch die Einkommens- und Bevölkerungsentwicklung in den Entwicklungs- und Schwellenländer (Brasilien, China und Indien) sowie durch die demografische Alterung in den Industrieländern getrieben wird. Allerdings kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass in Ländern, in denen die Gesundheitsvorsorge von staatlichen Zuschüssen abhängt, in den nächsten Jahren weitere Kürzungen vorgenommen werden, die auch PULSION negativ treffen könnten. Erste Auswirkungen haben sich bereits in Großbritannien ergeben, da dort die britische Regierung Einsparungen im Gesundheitswesen in Höhe von bis zu 20 Billionen Britische Pfund bis ins Jahr 2014 beschlossen hat.

Organisation

Im Vertrieb richtete PULSION den Fokus weiterhin auf den medizinischen Hintergrund der Mitarbeiter. Gut ausgebildete und vom Nutzen der PULSION-Lösungen überzeugte Mitarbeiter verstärken Zug um Zug die Vertriebsteams. Aufgrund ihres fachlichen und beruflichen Hintergrunds können sie Kunden und Interessenten die medizinischen und wirtschaftlichen Vorteile der wichtigen PiCCO-Technologien besonders gut vermitteln. Das bereits im Jahr 2008 initiierte Fortbildungsprogramm für Außendienstmitarbeiter wurde im vergangenen Jahr weitergeführt und ausgebaut. Hierbei vertiefen intensive Trainingsprogramme mit Abschlussarbeiten und Erfolgsbewertungen die Produkt- und Anwendungskenntnisse der Mitarbeiter.

Ein neuer Schwerpunkt kennzeichnete 2009 die Vermarktung der PULSION-Technologien. Neben der allgemeinen Darstellung der Produktvorteile wurde verstärkt auf die zugehörigen Krankheitsbilder eingegangen, nachdem sich die Anwendung und der medizinische Nutzen hier zum Teil erheblich unterscheiden. Kampagnen zu Themen wie "Septischer Schock" oder "Kardiogener Schock" adressierten jeweils eine bestimmte Anwendung. Dadurch konnte der PULSION-Vertrieb sowohl besser auf die spezifischen Vorteile der Produkte im Zusammenhang eingehen als auch neue Patientengruppen ansprechen.

Der Aufsichtsrat hat die beiden PULSION-Vorstandsmitglieder Frank Posnanski und Matthias Bohn im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung im November 2009 mit sofortiger Wirkung abberufen. Herr Frank Posnanski verließ PULSION nach Einigung im Dezember 2009 im Einvernehmen (siehe dazu auch den Punkt "Rechtsstreitigkeiten").

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2009 stiegen leicht um 0,6% auf EUR 28,1 Mio. (2008: EUR 28,0 Mio.). Sie wurden zu 65% durch Einmalprodukte im Bereich Critical Care, zu 24% durch den Verkauf von Monitoren und zu 11% durch den Verkauf von ICG-PULSION und sonstigen Einmalartikeln im Bereich Perfusion erzielt.

Geschäftsbereiche

Die Umsatzerlöse mit Monitoren (PiCCO, CeVOX, LiMON) im Bereich Critical Care sanken um 8% von EUR 7,1 Mio. auf EUR 6,5 Mio., die Installed Base stieg um 9% auf 6.247 Monitore. Der Großteil dieses Umsatzrückgangs ist auf die geringere Zahl an verkauften PiCCO2-Monitoren zurückzuführen, da diese im Jahr 2008 aufgrund der Neueinführung ein natürliches Absatzhoch erreicht hatten. Darüber hinaus erhöhte sich die Anzahl der ausgelieferten PiCCO-Module, die über die strategischen Vertriebspartner (Philips Medical Systems und Dräger Medical) vertrieben werden, von 13.473 um weitere 2.100 auf insgesamt etwa 15.573 im Jahr 2009 (+16%).

Der Umsatz intensivmedizinischer Einmalartikel - im wesentlichen Katheter-Kits und Sonden - stieg um 7% von EUR 17,0 Mio. im Jahr 2008 auf EUR 18,1 Mio. im Jahr 2009. Ebenso konnte der für PULSION zentrale Absatz von PiCCO-Kathetern um 1,7% auf ca. 109.000 Stück gesteigert werden. Diese moderate Umsatzsteigerung konnte durch die im Geschäftsjahr erfolgreich umgesetzte Änderung der Vertriebsstrategie sowie durch die Intensivierung des Vertriebs von Einmalartikeln erreicht werden, wobei diese ausschließlich aufgrund der Kundennachfrage und nicht, wie in der Vergangenheit, durch hohe Preisnachlässe oder übermäßigen Lageraufbau der Vertriebskanäle erzielt wurde.

Umsatzerlöse der Produkte:

in Mio. EUR   2009 2008 Veränderung
Monitore Critical Care 6,5 7,1 -8%
  Perfusion 0,3 0,0 13.701%
Einmalartikel Critical Care 18,1 17,0 7%
  Perfusion 3,1 3,9 -19%
Summe Critical Care 24,6 24,1 2%
Summe Perfusion 3,5 3,9 -10%
Gesamt   28,1 28,0 0,6%

Um den Anteil der medizintechnischen Produkte zur Bilderzeugung entsprechend der Verwendung richtig abzubilden, wurden im Geschäftsjahr die Geschäftsbereiche angepasst. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend dieser geänderten Darstellung ausgewiesen.

In der Geschäftseinheit Perfusion sind Produkte und Aktivitäten im Bereich Diagnostik und Therapiemanagement der Organ- und Gewebedurchblutung zusammengeschlossen, zum Beispiel in der Ophthalmologie, der Chirurgie oder der Hepatologie. Kernpunkt ist die bildliche Darstellung und Messung der Gewebsdurchblutung mit Hilfe des Arzneimittels Indocyanin Grün (ICG-PULSION).

Die Umsatzerlöse mit ICG-PULSION und sonstigen Einmalartikeln sanken um 19% auf EUR 3,1 Mio. Begründet ist dieser Umsatzrückgang im Wesentlichen durch das Orderverhalten eines großen Kunden, der die Abnahmemengen des Vorjahres leider nicht erreicht hat. Weitere Dynamik für den Absatz wird durch die neue Anwendung des ICG-PULSION für die Diagnose rheumatischer Erkrankungen geschaffen, und auch für die Zukunft werden darüber hinaus neue Einsatzgebiete für ICG-PULSION gefunden und konsequent erschlossen werden.

Regionen

Die Kernregion der Vermarktung von PULSION ist weiterhin Europa, in der 89% des Gesamtumsatzes beziehungsweise EUR 24,9 Mio. erwirtschaftet wurden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 2%. Dabei wies Belgien einen Umsatzrückgang von 8% aus, der im Wesentlichen in den Monitorverkäufen begründet ist, wohingegen in den Niederlanden der Umsatz gegenüber 2008 um 20% gesteigert werden konnte. Diese Steigerung basiert hauptsächlich auf den margenstarken Umsätzen der Einmalartikel.

Innerhalb Europas sind Deutschland, Österreich und die Schweiz ("DACH") mit EUR 12,9 Mio. die stärksten Absatzländer. Jedoch war auch hier, bedingt durch die verringerte Platzierung von PiCCO2-Monitoren, ein Umsatzrückgang von 5% zu verzeichnen.

Umsatzerlöse nach Regionen:

TEUR 2009 2008 Veränderung
DACH * 12,9 13,6 -5%
davon Deutschland 10,9 11,5 -5%
davon Österreich 1,2 1,2 -3%
davon Schweiz 0,8 0,9 -9%
Europa (ex DACH) 12,0 11,9 1%
USA 1,0 0,6 81%
Australien-Pazifik 0,6 0,9 -31%
Sonstige 1,6 1,0 55%
Gesamt 28,1 28,0 0,6%

* Deutschland, Österreich, Schweiz

Das Geschäft in den USA verläuft ermutigend. Hier ist das Umsatzvolumen im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 % auf EUR 1,0 Mio. gestiegen. Das Umsatzvolumen der Vertriebsplattform Australien sank um 31 % von EUR 0,9 Mio. auf EUR 0,6 Mio. im Geschäftsjahr 2009.

Der Umsatz mit den Händlern außerhalb Europas (Sonstige) konnte im Geschäftsjahr um 55% von EUR 1,0 Mio. auf EUR 1,6 Mio. gesteigert werden, insbesondere aufgrund des Abverkaufs von PiCCOplus-Geräten in den asiatischen Markt im ersten Quartal 2009.

Der Umsatz über Distributoren wuchs im Berichtsjahr um 6%. Diese Geschäfte werden in der Muttergesellschaft verbucht, während die Umsätze im Direktvertrieb bei den jeweiligen Landesgesellschaften verbleiben. Die Muttergesellschaft wies beim Umsatz einen Rückgang um 5,1 % aus, während das Geschäft bei den Tochterunternehmen um 3,7% wuchs. Differenziert nach den beiden Produktgruppen legte Critical Care um 2% zu, während Perfusion um 10% zurückging.

Ertragslage

Das Bruttoergebnis vom Umsatz blieb gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu konstant bei EUR 18,6 Mio., wobei die Bruttomarge von 67% im Geschäftsjahr 2008 auf 66% im Geschäftsjahr 2009 abschmolz. Das operative Geschäft wurde durch den im Geschäftsjahr geänderten Ausweis der Abschreibung von Monitoren und durch gestiegene Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte belastet. Des Weiteren sind Sonderabschreibungen auf zwei immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 0,1 Mio. in den Herstellungskosten enthalten. Diese Abschreibungen wurden notwendig, da diesen Vermögenswerten keine nennenswerten Umsätze mehr entgegenstehen. Ein weiterer negativer Effekt ergab sich im Geschäftsjahr durch den Abverkaufs von PiCCOplus-Monitoren zu unterdurchschnittlichen Konditionen in den asiatischen Markt. Ausgleichend konnten hier jedoch die gestiegenen Margen der Tochtergesellschaften entgegenwirken.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vervierfachte sich von EUR 0,6 Mio. auf EUR 2,4 Mio. Hierbei konnten die operativen Kosten (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen) um 10% auf EUR 16,2 Mio. gegenüber EUR 18,0 Mio. im Vorjahr gesenkt werden und betragen somit 58% vom Umsatz (2008: 64%). Berücksichtigt man die Umgliederung der Abschreibungen auf Monitore von den operativen Kosten in die Herstellkosten, konnten die operativen Kosten um 7% gesenkt werden. Dahinter stehen gezielte Einsparungen im Rahmen des Ende 2008 aufgelegten Kostensenkungsprogramms, der Neueinstellungsstopp sowie zahlreiche Prozessoptimierungen. Belastend wirkten sich hingegen insbesondere Aufwendungen für Abfindungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder und ehemalige Geschäftsführer in Höhe von rund EUR 1,0 Mio. aus. Ferner ergeben sich aus den mehrfach abgesagten Hauptversammlungen mit zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 116 ebenfalls nachteilige Ergebniseffekte. Unter Kürzung dieser Einmalaufwendungen im Geschäftsjahr 2009 ergibt sich ein rechnerisches operatives EBIT in Höhe von EUR 3,5 Mio.

Die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 2008 nahezu konstant bei EUR 2,2 Mio. Zu näheren Details verweisen wir auf den Abschnitt F&E.

Aufgrund des gesteigerten operativen Ergebnisses konnte der Konzernjahresüberschuss trotz des gestiegenen Steueraufwands auf EUR 0,6 Mio. erhöht werden (2008: EUR -0,7 Mio.). Das Ergebnis je Aktie nach Minderheitenanteilen (verwässert) erhöhte sich damit auf Eurocent 0,05 (Vorjahr: Eurocent -0,08).

Vermögens- und Finanzlage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zum Jahresende 2009 betrug die Konzernbilanzsumme EUR 25,7 Mio. Gegenüber dem Vorjahresstichtag (EUR 23,8 Mio.) stieg sie damit um 8%.

Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage:

Kennzahl Berechnung Einheit 2009 2008 Veränderung
Days of Sales Forderungen aus L. u. L.* 360 Tage        
Outstanding Konzernumsatz Tage 71 71 0%
Umschlaghäufigkeit Umsatzkosten        
Vorräte Durchschnitt Vorräte   2,0 2,1 -8%
Liquidität 1. Grades Zahlungsmittel * 100        
  kurzfristige Verbindlichkeiten % 75 62 21%
Eigenkapitalquote Eigenkapital        
  Bilanzsumme % 66 68 -3%
Anlagendeckung Eigenkapital        
  Anlagevermögen   1,8 1,6 9%
Liquide Mittel * Kassenbestand und Guthaben Kreditinstitute MEUR 4,7 3,2 50%
Networking Capital Kurzfristiges Umlaufvermögen abzgl. liquide Mittel abzgl. kurzfristige Verbindlichkeiten MEUR 5,3 5,6 -6%

* inkl. verpfändeter Guthaben in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR)

Auf der Aktivseite verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr das langfristige Vermögen von EUR 10,0 Mio. auf EUR 9,4 Mio. zum Jahresende 2009 (-6%). Hierbei sank vor allem das Sachanlagevermögen von EUR 6,2 Mio. auf EUR 5,2 Mio., im Wesentlichen bedingt durch den Abverkauf von Monitoren sowie ausgelaufener Sale-and-Lease-Back-Verträge, denen im Geschäftsjahr verringerte Monitorinvestitionen ins Sachanlagevermögen gegenüberstehen. Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um EUR -0,1 Mio. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen dagegen um EUR 0,5 Mio. auf EUR 4,0 Mio. Hier wurde im Geschäftsjahr 2009 insbesondere in die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten sowie Neuzulassungen investiert.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18% von EUR 13,8 Mio. auf EUR 16,3 Mio. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der liquiden Mittel von EUR 3,2 Mio. am 31.12.2008 auf EUR 4,7 Mio. zum 31.12.2009. Zum Stichtag waren EUR 0,1 Mio. der liquiden Mittel auf Firmenkonten verpfändet (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Diese Haftungsverhältnisse bestehen aus Bürgschaften für die spanische und Verpfändungen der französischen Tochtergesellschaft.

Die Vorräte stiegen von EUR 4,5 Mio. auf EUR 5,2 Mio. (+14%) zum Bilanzstichtag. Dies wurde unter anderem durch die veränderte Bilanzierung von Monitoren beeinflusst. Alle neu produzierten und auf Lager befindlichen Monitore werden seit dem 01. Januar 2009 nicht mehr im Sachanlagevermögen, sondern im Umlaufvermögen ausgewiesen.

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,2 Mio. auf EUR 5,6 Mio. Gleichzeitig blieb die Zeitspanne zwischen Rechnungsstellung und Zahlung ("DSO") mit 71 Tagen unverändert zum 31.12.2008.

Auf der Passivseite wurden die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 7,6 Mio. EUR zum Jahresende 2008 um EUR 1,2 Mio. auf EUR 8,8 Mio. zum Jahresende 2009 aufgebaut (+15%). Dabei erhöhten sich insbesondere die Rückstellungen um EUR 0,8 Mio. sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,5 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um EUR 0,4 Mio. gegenüber dem 31.12.2008. Die Leasingverbindlichkeiten wurden planmäßig um EUR 0,2 Mio. getilgt. Insgesamt stieg die Liquidität ersten Grades von 62% am 31.12.2008 auf 75% zum Jahresende 2009.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierungen mit latenten Steuerforderungen eine latente Steuerverbindlichkeit in Höhe von EUR 1,5 Mio. Zum Bilanzstichtag resultiert aus der Fortschreibung der latenten Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten ein Überhang der latenten Steuerverbindlichkeiten, so dass diese auf der Passivseite auszuweisen sind.

Das Eigenkapital hat sich um EUR 0,7 Mio. von EUR 16,2 Mio. zum Jahresende 2008 auf EUR 17,0 Mio. zum Bilanzstichtag 31.12.2009 erhöht. Durch Beschlussfassung des Vorstandes wurde in Höhe von EUR 19,3 Mio. zum 31. Dezember 2009 eine Verrechnung der Kapitalrücklage mit dem Verlustvortrag vorgenommen. Die Eigenkapitalquote sank von 68% auf 66%.

Cashflow nach IAS 7

Die Entwicklung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage spiegelt sich auch im Cashflow wider. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit, der eine zentrale Kenngröße für die Unternehmenssteuerung darstellt, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von EUR 1,0 Mio. auf EUR 4,0 Mio. an.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 1,7 Mio. und verringerte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,4 Mio. (-18%). Im Geschäftsjahr 2008 war das hohe Investitionsvolumen insbesondere durch den Aufbau der Produktion in Feldkirchen bedingt.

Durch die planmäßig verringerte Tilgung von Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten ergibt sich im Geschäftsjahr 2009 ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 0,6 Mio., im Geschäftsjahr 2008 belief sich der Mittelabfluss auf EUR 1,1 Mio.

Damit erhöhte sich die Liquidität inklusive verpfändeter Guthaben von PULSION gemäß IAS 7 von EUR 3,2 Mio. zum Jahresende 2008 auf EUR 4,7 Mio. zum Jahresende 2009 (+50%).

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren haben auch die nachfolgenden nicht-finanziellen Leistungsindikatoren einen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Erfolg des Unternehmens:

Qualifikation der Mitarbeiter: Die Mitarbeiter des PULSION-Konzerns sind ein wesentlicher Teil des Kapitals des Unternehmens. Ihre Identifikation mit und ihr Einsatz für das Unternehmen tragen entscheidend zum Erfolg des Unternehmens bei. Durch ein flexibles Vergütungssystem und nachhaltige Weiterentwicklung des Potenzials aller Mitarbeiter wird versucht, das Know-how im Unternehmen zu sichern und auszubauen (siehe dazu auch ausführlich "Personalentwicklung").

Qualitätsmanagement: Das Qualitätsmanagementsystem umfasst neben der Qualität der Produkte auch die Sicherstellung der Prozessabläufe und wird regelmäßig in internen Audits und durch externe Organisationen zertifiziert.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,0 Mio.).

Die Investitionen gliedern sich wie folgt auf:

EUR 0,7 Mio. wurden in Monitore investiert.

EUR 1,1 Mio. wurden in immaterielle Vermögenswerte investiert:
- davon EUR 0,8 Mio. in Produktentwicklungen
- davon EUR 0,3 Mio. in die Erlangung von Patenten, die Zulassungserweiterung von ICG-PULSION und Software sowie Firmenwertentstehung.

EUR 0,5 Mio. wurden in technische Anlagen sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattungen investiert.

Damit liegt die Investitionsquote (Investitionen/Umsatzerlöse) im Jahr 2009 bei 8% (Vorjahr: 18%). Während im Vorjahr ein erheblicher Teil der Investitionen in die installierte Basis von PiCCO2-Monitoren und den Aufbau der neuen Produktion erfolgte, wurde im Geschäftsjahr 2009 insbesondere in die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten sowie Neuzulassungen investiert.

Internationalisierung - USA

Der US-Markt repräsentiert rund 40% des Weltmarkts für hämodynamisches Monitoring (die Überwachung von Herz und Kreislauf; siehe auch "Glossar"). Deshalb sind die USA für PULSION ein zentrales Wachstumsfeld mit hoher strategischer Bedeutung.

Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen einer kompletten Unternehmensumstrukturierung der US-Gesellschaft. Überflüssige Managementpositionen wurden gestrichen, ein effektives Kostenmanagement wurde eingeführt und die Personalstruktur auf klinisch ausgebildetes Personal ausgerichtet. Eine Fokussierung auf den klinischen Vorteil der PiCCO-Technologie und die zielgerichtete Bearbeitung definierter Indikationen führten zu einer nahezu Verdoppelung im Umsatz bei gleichzeitig gesteigerter Marge und vermindertem Kosteneinsatz. Diese erstmals am Produkt und territorialen Schwerpunktkunden ausgerichtete Strategie wird fortgesetzt. Entsprechend erfolgt die Kundenansprache abgestimmt auf den sehr speziell strukturierten Gesundheitsbereich in den USA. Alle US-Mitarbeiter arbeiten aktuell entlang der Ostküste zwischen Massachusetts und Florida. Das Gebiet Texas konnte an einen Distributor übergeben werden, der klinische Unterstützung erhält, aber ansonsten eigenständig arbeitet. So erhält die US-Tochter Unterstützung in den Bereichen, in denen sich ein Direktvertrieb nicht rechnet.

Beschaffung, Produktion, Logistik

Die Kernkompetenzen von PULSION liegen in der Produktentwicklung, der Durchführung von Schlüsselprozessen innerhalb des Produktionsablaufs und der Technologievermarktung.

Deshalb hat PULSION im Rahmen der strategischen Planung einen neuen Fertigungsstandort aufgebaut. Die Belieferung der Kunden aus dem neuen Produktionsstandort hat im Geschäftsjahr 2008 begonnen. Die Gesamtinvestitionen von ca. EUR 2 Mio. in den neuen Standort nahe München sollen die Herstellungskosten der Verbrauchsprodukte mittelfristig senken, die Flexibilität erhöhen und die Lieferantenabhängigkeit reduzieren. Zudem sichern diese Investitionen die notwendigen Kapazitätsspielräume für das zukünftige Wachstum.

Mit den angesprochenen Veränderungen im Bereich Produktion will PULSION insbesondere die Kosten innerhalb der Logistikprozesse und in der Beschaffung weiter senken. Die Beschaffung erfolgt über ein Netzwerk von laufend überwachten Lieferanten und Partnern, die den hohen Qualitätsstandards von PULSION entsprechen müssen. PULSION ist kontinuierlich bestrebt, für wichtige Komponenten und Zulieferteile alternative Lieferanten zu qualifizieren, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten möglichst gering zu halten.

Personalentwicklung

PULSION hat den insbesondere im Vorjahr eingeschlagenen Weg beibehalten und in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert. Der Fokus der Fortbildungsmaßnahmen lag auf der fachlichen, medizinisch orientierten Qualifikation der Vertriebsmitarbeiter, die unabdingbar für den Vermarktungserfolg unserer erklärungsbedürftigen Produkte ist. Die individuell und gezielt ausgerichteten Weiterbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die Mitarbeiter immer auf dem neuesten Wissensstand gehalten werden - die Mitarbeiter von PULSION gelten als fachlich kompetent und gut geschult. Besonderes Augenmerk wurde dabei auch auf die interne Weiterentwicklung der Mitarbeiter gelegt, so dass verschiedene Positionen intern besetzt werden konnten. In den nächsten Jahren wird dieser Weg fortgeführt, da PULSION bestrebt ist, wenn möglich, eigene Mitarbeiter zu entwickeln.

Ein weiterhin klarer Fokus wird auf die an den Unternehmenszielen ausgerichtete Vergütung nahezu aller Mitarbeiter im Konzern gelegt, indem die Bonusvereinbarungen neben den spezifischen persönlichen Zielen auch den Umsatz oder das Konzern-EBIT als Vergütungsbestandteil enthalten. Diese Vorgaben sind klar definiert.

Zum Geschäftsjahresende 2009 beschäftigte PULSION weltweit 139 Mitarbeiter (inkl. geringfügig Beschäftigter), gegenüber 147 Mitarbeitern zu Jahresbeginn - ein Minus von 5%. Im Personalaufwand ist ein Anstieg von 4% zu verzeichnen, was insbesondere auch ein Folgeeffekt aus den verbuchten Abfindungsaufwendungen ist.

Umwelt- und Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement-System von PULSION wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut von der Dekra Certification GmbH nach EN ISO 13485:2003 + AC:2007 erfolgreich zertifiziert. Gemäß den europäischen Richtlinien für Medizinprodukte (MDD 93/42/EWG) ist PULSION berechtigt, seine Produkte mit der CE-Kennzeichnung innerhalb der Europäischen Union in den Verkehr zu bringen.

Das PULSION Qualitätsmanagement-System befindet sich darüber hinaus im Einklang mit den Anforderungen der US-amerikanischen Behörde FDA, sowie den kanadischen Zulassungsrichtlinien CMDCAS.

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit beachtet PULSION den Schutz der Umwelt und ist bestrebt, ihren Energiebedarf und ihre Abfallmengen gering zu halten. Sowohl vom Herstellungsprozess als auch von den Produkten gehen keine mittel- oder unmittelbaren Gefährdungen für die Umwelt aus.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Forschungs- und Entwicklungstätigkeit

Die Abteilungen Science, Forschung und Entwicklung (F&E) und IP (Intellectual Property, zu deutsch: Geistiges Eigentum) stellen zusammen einen zentralen Baustein in der Unternehmensstrategie von PULSION dar und bilden die Voraussetzung, kontinuierlich Produktverbesserungen zu integrieren sowie neue Produkte und/oder neue Geschäftsfelder erschließen zu können.

Das Kernprodukt PiCCO2 befindet sich erfolgreich im weltweiten Vertrieb und wurde im Jahr 2009 um neue Zusatzfunktionen erweitert. Die Auswertung der Kundenresonanz fand ihren Niederschlag in weiteren Verbesserungen und einer Vereinfachung bei der Handhabung. Der PiCCO2-Messparameter PDR (ICG Plasma Disappearance Rate) erhielt ein neues Modul zur Erfassung der Leberfunktion- bzw. Perfusion mit PULSION ICG. Damit ist die bisherige LiMON Stand-Alone-Lösung jetzt auch Teil des PiCCO-Monitorings geworden.

Gleichzeitig konnte GE -wie bereits Philips in 2008 -zur Übernahme des optischen CeVOX-Moduls unter eigenem Namen in das GE-Monitorsystem gewonnen werden, so dass PULSION dadurch jetzt auch zusätzlich OEM-Produktlieferant für die GE Healthcare Finnland Oy geworden ist.

Das PULSION-Kernprodukt PiCCO2 bietet durch die Kombination verschiedener Technologien sowohl einen Überblick über den Gesamtstatus als auch detaillierte Einblicke in verschiedene Teilaspekte des Herz-Kreislauf-Systems. Es ermöglicht Ärzten wie Pflegern schnelle und zielsichere Diagnosen und Therapieentscheidungen.

Für 2010 ist eine vollkommen neue und sich flexibel an die unterschiedlichen gesundheitlichen Patientenzustände anpassende Monitoringplattform geplant, die das Produktprogramm ergänzen und den Parameterbereich erweitern wird. Weitere medizinische Einmalartikel werden hierfür hinzukommen und neue bzw. deutlich vermehrte Anwendungen der PULSION-Technologien im Krankenhaus ermöglichen.

Patente und Zulassungen

PULSION verfügt zum Jahresende 2009 in verschiedenen Ländern über insgesamt 179 nationale Patente (Vorjahr: 159). Hiervon werden 144 Patente von PULSION gehalten, und 35 Patente sind an PULSION lizenzierte Patentrechte. Daneben betreibt PULSION in verschiedenen Ländern die Anmeldung von insgesamt 325 Patenten (Vorjahr: 291). Die Patente und Anmeldungen betreffen 52 Patentfamilien. Die beanspruchten Schutzrechte betreffen Verfahren, Geräte sowie Einmalartikel und decken verschiedene Elemente bestehender und noch zu entwickelnder Systeme bausteinartig ab. Darüber hinaus hält das Unternehmen 29 Wortmarken (Vorjahr: 28), die entweder in Kraft getreten oder angemeldet sind.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte PULSION zwei wichtige Zulassungsprozesse erfolgreich abschließen. Dabei konnten für die Plattform PiCCO2 die Zulassungen in Brasilien und Korea erlangt werden. Die Zulassungen in Japan, China und Taiwan stehen bevor.

Risikobericht

PULSION ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Herausforderung für jedes Unternehmen besteht darin, einerseits die bestehenden wirtschaftlichen Chancen möglichst frühzeitig zu erkennen und langfristig zu nutzen und andererseits die mit jeder Geschäftstätigkeit einhergehenden Risiken zu identifizieren, ihre Auswirkungen auf das Unternehmen zu analysieren und das Eintreten von Gefahren durch Vorsorgemaßnahmen möglichst weitreichend zu vermeiden oder ganz abzuwehren. Dazu verfügt PULSION über ein umfassendes Risikomanagement-System und ein internes Kontrollsystem.

Risikomanagement-System

Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein konzerneinheitliches Risikomanagement-System für alle Gesellschaften der PULSION-Gruppe sowie alle Funktionen und Abläufe eingerichtet. Das konzerneinheitliche Risikomanagement-System hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu kommunizieren und zu bewältigen. Als integriertes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft das Risikomanagement-System die Entscheidungsgrundlagen dafür, auftretende Risiken bewusst zu akzeptieren oder durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. deren mögliche Auswirkung zu minimieren. Erfolgreiches Risikomanagement setzt voraus, dass Risiken frühzeitig auf allen Unternehmensebenen erkannt werden.

An der Spitze der Risikomanagement-Organisation steht der Risikomanager. Die operativen Risikomanagement-Aufgaben werden unter Führung des Risikomanagers durch das operative Risikomanagement-Team wahrgenommen. Zudem sind in den Tochtergesellschaften Risikobeauftragte benannt. Für den Umgang mit Risiken ist primär ein Bottom-up-Ansatz gewählt. Hierbei überprüfen die prozessverantwortlichen Mitarbeiter der einzelnen Fachbereiche regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf potenzielle und bestehende Risiken und berichten über diese operativen Einzelrisiken. Durch das Risikomanagement-Handbuch, das kontinuierlich an interne und externe Veränderungen angepasst wird, steht den Mitarbeitern ein Instrument zur Verfügung, das ihnen dabei hilft, Schadenspotenziale und Eintrittswahrscheinlichkeiten zu identifizieren und richtig bewerten zu können. Risiken werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert und bewertet und auf Ebene des Konzerns zusammengefasst. Lässt sich ein Risiko verringern, wird das Restrisiko unter Nennung der bereits getroffenen Gegenmaßnahmen dargestellt. Der Risikobetrachtungszeitraum erstreckt sich auf den Zeitraum von einem Jahr.

Unter Leitung des Risikomanagers finden mindestens dreimal jährlich Risikoworkshops statt. Die Ergebnisse fließen in das standardisierte Risikoreporting ein, welches dem Vorstand und dem Aufsichtsrat vorgelegt wird. In Fällen eingetretener Risiken oder Schäden erfolgt eine sofortige Berichterstattung.

Das Controlling von PULSION ergänzt das Risikomanagement-System mit wöchentlichen, monatlichen und vierteljährlichen Analysen und Berichten, die auf unterschiedlichen Unternehmensebenen vergleichende Darstellungen zu Vorjahres-, Plan- oder Schätzzahlen darstellen und Abweichungen analysieren.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) in der PULSION-Gruppe umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Die Korrektheit und Verlässlichkeit des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung und damit die Erstellung eines gesetzeskonformen Jahresabschlusses und Lageberichts wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen und internen Kontrollen sichergestellt. Änderungen von Gesetzen, Rechnungslegungsstandards und anderen Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und der Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die gegebenenfalls daraus resultierenden Änderungen in der Konzernbilanzierungsrichtlinie angepasst.

Das interne Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung basiert auf prozessintegrierten und prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. Den prozessintegrierten Maßnahmen sind insbesondere zuzurechnen:

Vier-Augen-Prinzip, dokumentiert in Zeichnungsberechtigungen oder Arbeitsanweisungen (SOPs)

Führung von Aufzeichnungen, um die richtige und ordentliche Darstellung von Transaktionen zu garantieren

Funktionstrennung, soweit personell möglich und wirtschaftlich vertretbar

Zugriffs- und Berechtigungskonzept auf allen Führungsebenen

Konzernberichtswesen auf Basis der Konzernbilanzierungsrichtlinie

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal, teilweise erfolgt die Verbuchung der Geschäftsvorfälle zentral bei der Muttergesellschaft. Die Verbuchung der Geschäftsvorfälle erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften im Wesentlichen durch lokale Buchhaltungssysteme. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Daten über ein konzernweit einheitlich definiertes Konzernberichtspaket übermittelt, das der Konzernbilanzierungsrichtlinie unterliegt. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinie sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die lokalen Gesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Auf Konzernebene werden zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit des Konzernabschlusses die vorgelegten Einzelabschlüsse einer umfangreichen Kontrolle und Einzelprüfung unterzogen.

Das interne Kontroll- und Risikomanangement-System ermöglicht durch die festgelegten Strukturen und Prozesse eine vollständige Erfassung, Aufbereitung und Beurteilung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung im Konzernabschluss. Dennoch sind dem internen Kontrollsystem inhärente Grenzen auferlegt, insbesondere durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder sonstige Umstände. Als Konsequenz kann nicht mit absoluter Sicherheit gewährleistet werden, dass die Ziele der Finanzberichterstattung erreicht werden oder dass falsche Tatsachen mit hinreichender Sicherheit verhindert oder aufgedeckt werden.

Einzelrisiken

Markt und Wettbewerb

Die technologische Entwicklung in der MedTech-Branche allgemein besitzt eine hohe Dynamik. Aufgrund der Attraktivität dieses Marktsegments sowie der Marktbedürfnisse kann davon ausgegangen werden, dass der Wettbewerb auch künftig zunehmen wird. Grundsätzlich besteht deshalb ein Risiko, dass z.B. ein erheblicher Preisdruck entsteht. Zum anderen könnten sich, falls PULSION produktseitig nicht adäquat auf Marktentwicklungen reagiert, negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ergeben.

PULSION begegnet diesen Risiken mit einer kontinuierlichen Entwicklung des Produktportfolios. Dies umfasst sowohl die Weiterentwicklung bestehender Technologien als auch die Erweiterung der Produktpalette durch Neuentwicklungen. Weiterhin werden durch einen möglichst umfassenden Schutz von Intellectual Property durch Patente, Markennamen etc., durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung sowie durch die ständige Optimierung der Kostenstrukturen die Risiken minimiert.

Finanzmarktrisiko

Die Finanz- und Weltwirtschaftskrise hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Markt der Medizintechnik, und auch zukünftig sollten sich aufgrund der Wachstumsaussichten keine relevanten Risiken für PULSION ergeben. Da sich PULSION für operative Zwecke im Wesentlichen selbst finanziert, betrifft die schwieriger gewordene Beschaffung von Fremdkapital das Unternehmen nur am Rande. Um mögliche Risiken bereits im Voraus zu erkennen, beobachtet PULSION die Entwicklungen am Finanzmarkt laufend. Eine gesunde Eigenkapitaldecke sorgt vorbeugend für ein gutes Rating, so dass das Unternehmen Kapital bekäme, wenn es benötigt würde. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Fremdfinanzierungsbestand planmäßig abgebaut. Entsprechend den Planungen sind neben den Aufwendungen in die Produktentwicklung und -Verbesserung keine größeren Investitionsvorhaben oder Akquisitionen vorgesehen, die aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Derzeit hat PULSION keinerlei Covenants, die es einzuhalten gilt.

Sollten sich als Folge der Finanzmarktkrise weitere Einsparungen insbesondere bei den öffentlichen Haushalten ergeben, kann dies die Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen mit Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis.

Gesundheitspolitische Risiken

Ein strukturelles Risiko für das Wachstum sind die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen. PULSION wird von diesen Entwicklungen direkt und indirekt getroffen:

In Ländern, in denen den Krankenhäusern die Produktkosten erstattet werden - z.B. in Brasilien, in China, in Westeuropa und auch in Belgien - besteht die Gefahr, dass die Höhe der Kostenerstattung reduziert wird. Dies führt im besten Fall zu geringeren Erlösen bzw. weniger Umsatz pro Stück. Im ungünstigsten Fall aber wird die Erstattungs-Ziffer so stark gesenkt, dass PULSION nicht mehr profitabel im Markt arbeiten kann.

In Ländern mit Fallpauschalen ("DRG-System"), wie beispielsweise in Deutschland, Frankreich oder den USA, muss PULSION immer wieder dokumentieren, dass der Einsatz der PiCCO-Technologien einen nachvollziehbaren medizinischen und kommerziellen Nutzen schafft. Sollten die Fallpauschalen eingefroren oder gar gesenkt werden, besteht die Gefahr, dass Kliniken die Verwendung von PULSION-Produkten auf die besonders kritischen Fälle beschränken oder ganz einstellen. In 2009 war keine Verschärfung der Situation zu erkennen.

Produkthaftungsrisiko

Die Produkthaftung stellt im MedTech- und Life Science-Bereich traditionell ein erhebliches Risiko dar, da die Produkte schlimmstenfalls die körperliche Unversehrtheit von Patienten beeinträchtigen und dadurch erhebliche Produkthaftungsansprüche nach sich ziehen können.

PULSION begegnet diesem Risiko mit einem umfassenden Total-Quality-Management-System (TOM), um höchsten Sicherheits- und Qualitätsansprüchen zu genügen. Eine Produkthaftpflichtversicherung mit internationaler Deckung sichert erhebliche Beträge ab. Bis heute wurden keine bedeutenden Schadensersatzansprüche aus Produkthaftung gegen PULSION geltend gemacht. Für die Zukunft kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass PULSION mit solchen Ansprüchen konfrontiert wird und dass die Forderungen über den bestehenden Versicherungssummen liegen. In 2009 musste PULSION keine Produkthaftpflicht in Anspruch nehmen.

Zulassungen der Produkte

Im Medizintechnikbereich - und insbesondere im Pharmabereich (ICG-PULSION) - bestehen sehr strenge und national unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Anforderungen künftig weiter verschärfen werden. Die Versagung oder die zeitliche Verzögerung neu angestrebter Zulassungen für die Produkte des Unternehmens könnten sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage von PULSION auswirken und zu einer Wertberichtigung der aktivierten Entwicklungsaufwendungen führen.

PULSION nutzt neben erfahrenen externen Beratungsunternehmen auch die kontinuierliche Weiterbildung eigener Mitarbeiter in den entsprechenden Bereichen, um die möglichen Risiken frühzeitig erkennen und angemessen darauf reagieren zu können. In den letzten Jahren wurde umfassendes regulatorisches Wissen im Unternehmen aufgebaut, so dass Produktzulassungen jetzt schneller und effektiver bearbeitet werden können.

Fertigungs- und Beschaffungsrisiken

PULSION hat im Frühjahr 2008 seine neue Produktionsstätte in Feldkirchen bei München bezogen. Die Gesellschaft hat derzeit noch ein verhältnismäßig hohes Einkaufsvolumen vorgefertigter Komponenten und Einzelteile. Diese Position soll 2010 durch die volle Inbetriebnahme der neuen Produktion gesenkt werden.

Die heutige Unternehmensgröße lässt derzeit noch keine vollständige Duplizierung (second source-Politik) der Lieferantenstruktur zu, ohne dass erhebliche Margenverluste entstehen würden. Dadurch bestehen Risiken durch den Ausfall einzelner Lieferanten.

Die Gesellschaft hält einen hohen Lagerbestand an Schlüsselteilen und Materialien, um im Falle eines Lieferantenausfalls genügend Zeit zum Aufbau eines weiteren Zulieferers zu besitzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

PULSION hat zum 31. Dezember 2009 eine Eigenkapitalquote von 66%. Gleichzeitig besteht finanzieller Spielraum durch unverpfändete flüssige Mittel von insgesamt EUR 4,6 Mio. und kurzfristige Forderungen in Höhe von EUR 5,6 Mio. Darüber hinaus erwirtschaftete PULSION im Jahr 2009 einen Cashflow aus der operativen Tätigkeit in Höhe von EUR 4,0 Mio. Die Finanzierungs- und Liquiditätssituation kann aus heutiger Sicht als solide angesehen werden. Das geplante weitere Wachstum und die damit verbundenen Investitionen sollen aus eigener Kraft erfolgen, so dass sich die bestehende Liquiditätsausstattung künftig reduzieren kann. PULSION begegnet diesem Risiko mit einem sehr engmaschigen Planungs- und Kontrollsystem, das Ist- und Planzahlen wöchentlich und monatlich miteinander vergleicht, um Planabweichungen zeitnah erkennen und Maßnahmen einleiten zu können.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch ein zeitnahes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Im internationalen Geschäft arbeitet PULSION teilweise mit Vorkasse-Bedingungen, um die Gesellschaft vor Ausfällen zu schützen. Risikomindernd wirkt sich daneben aus, dass sich das Geschäft auf viele Einzelkunden verteilt, die meistens durch öffentliche Haushalte finanziert werden oder selbst öffentliche Einrichtungen sind. PULSION unterliegt keinen erheblichen unterjährigen Zahlungsstromschwankungen .

Das Zinsrisiko der Finanzierung wird teilweise durch Zinsfestschreibung über die gesamte Finanzierungslaufzeit abgemindert. Aufgrund der bislang geringen Über- oder Unterdeckungen fremder Währungszu- oder -abflüsse werden derzeit keine Devisentermingeschäfte getätigt.

Patente und Geistiges Eigentum

PULSION sind keine Verletzungen von Patentrechten oder sonstigen gewerblichen Schutzrechten Dritter bekannt. Es kann jedoch nie ganz ausgeschlossen werden, dass Dritte in Zukunft Ansprüche geltend machen.

Ein negativer Ausgang eventueller Patentverletzungs- oder Patentvindikationsverfahren könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.

Um die Wettbewerbsvorteile auch künftig zu sichern, meldet PULSION Neuerungen und Verbesserungen schnellstmöglich nach Prüfung zum Patent an und analysiert die Schutzrechte des Unternehmens in den relevanten Gebieten in regelmäßigen Abständen.

Personal

Der Vertrieb sowie die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten können beeinträchtigt werden, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht gehalten oder in ausreichendem Maße gewonnen werden können. Hierbei steht PULSION mit Wettbewerbern derselben Branche in Wettbewerb. Um das Risiko der Personalfluktuation zu minimieren und um qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter finden und halten zu können, bemüht sich PULSION um eine motivierende Entlohnung sowie klare Verantwortlichkeiten und Entscheidungsspielräume. Ferner ist ein Zielvereinbarungssystem mit einem transparenten Beurteilungssystem und mindestens jährlichen Personalgesprächen installiert.

Lager und Transport

Risiken bei der Lagerung und beim Transport von Produkten werden durch entsprechende Versicherungen weitgehend abgedeckt. Durch Verschiebungen bei der Nachfrage kann es allerdings zu einem überhöhten Lagerbestand kommen, der wiederum die Liquidität des Unternehmens negativ beeinflussen würde.

Durch flexibilisierte Rahmenverträge mit Lieferanten und eine monatliche Aktualisierung der weltweiten Verkaufsprognosen (Forecast-Management) versucht PULSION, dieses Risiko frühzeitig zu erkennen und die Produktion entsprechend anzupassen.

Informationstechnologien

Das tägliche Handeln bei PULSION hängt zunehmend von fehlerfreien, ständig verfügbaren und sicheren Lösungen ab.

Um die daraus resultierenden Risiken einzuschränken, setzt PULSION moderne Hard- und Software ein und sorgt mit Back-up-Systemen, gespiegelten Datenbanken, Viren- und Zugangsschutz sowie Verschlüsselungssystemen für einen möglichst sicheren Gebrauch der Daten und Systeme.

Dennoch können der Verlust wesentlicher Daten, Sicherheitsverletzungen und der Verlust vertraulicher Daten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. In diesem Fall können sich negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition von PULSION ergeben.

Tochtergesellschaften

PULSION ist mit seinen Tochtergesellschaften indirekt deren Risikoumfeld ausgesetzt. Aus den Beziehungen zu den Tochtergesellschaften könnten aus gesetzlichen und vertraglichen Haftungsverhältnissen Belastungen entstehen. Aufgrund der teilweise defizitären Situation einiger Tochtergesellschaften in der Vergangenheit könnte sich zukünftig die Notwendigkeit ergeben, Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals vorzunehmen. Für die Tochtergesellschaft PULSION Pacific Pty. Ltd. wurde bereits eine Patronatserklärung zur Sicherstellung der Finanzierung bis zum 31. Dezember 2010 ausgereicht. PULSION begegnet diesem Risiko mit einer engen Einbindung der Tochtergesellschaften in das Konzernreporting der Gruppe, und es finden - neben den regelmäßigen Informationsflüssen - regelmäßige Besprechungen auf Managementebene statt.

Rechtsstreitigkeiten

Als international tätiges Unternehmen ist PULSION einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt, insbesondere aus den Bereichen Produkthaftung, Patentrecht, Steuerrecht und Wettbewerbsrecht.

Herr Dr. Dr. Pfeiffer und die UP Med AG i.L. haben beim Landgericht München I die Zwangsvollstreckung aus dem Vergleich vom 28. Januar 2009 beantragt, da die von der Gesellschaft aus dem Vergleich geschuldete Veröffentlichung der Pressemitteilung angeblich nicht vertragsgemäß verbreitet worden sei. Nach Einschätzung der insoweit für die Gesellschaft tätigen Rechtsanwälte ist der Antrag als unbegründet zurückzuweisen. Rückstellungen wurden daher nicht gebildet. Wie immer bei gerichtlichen Verfahren kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass ein zuständiges Gericht eine andere Rechtsauffassung hat.

Ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied klagt gegen die Gesellschaft auf Feststellung der Unwirksamkeit des Widerrufs seiner Bestellung zum Vorstand der Gesellschaft sowie auf Weiterzahlung der Vorstandsvergütung vor dem Landgericht München I. Nach juristischer Einschätzung beträgt der Rückstellungsbedarf für eine mögliche Abfindung EUR 400.000, der auch erfolgswirksam als Rückstellung erfasst wurde.

Ein weiteres ausgeschiedenes Vorstandsmitglied klagt vor dem Landgericht München I gegen die Gesellschaft auf Feststellung, dass sein früheres Anstellungsverhältnis durch die ausgesprochene fristlose Kündigung nicht geendet habe. Hierfür wurde ein Betrag von EUR 135.102 als Rückstellung aufwandswirksam erfasst. Der Termin zur Verkündung einer Entscheidung wurde vom Gericht für den 26.02.2010 angesetzt; eine etwaige gerichtliche Entscheidung wird zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht rechtskräftig sein.

Die französische Tochtergesellschaft wurde von einem in Vorjahren abberufenen Geschäftsführer verklagt. Die Klage wurde im Geschäftsjahr wieder aufgenommen und entsprechend der derzeitigen Einschätzungen des potenziellen Risikos in den Rückstellungen erfasst.

Sonstige Rechtsstreitigkeiten, die sich aus der üblichen Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben, sind für sich genommen und in der Summe unbedeutend.

Chancen

Die Unternehmensstrategie basiert auf einer Reihe von Wettbewerbsstärken, über die PULSION aus eigener Sicht verfügt und die eine erfolgreiche Entwicklung unterstützen werden.

Folgende Kernpunkte, die es dem Unternehmen erlauben, ein substanzielles Wachstum durch stärkere Ausschöpfung bestehender Märkte sowie die Erweiterung der Zielmärkte zu generieren, sind:

Die Produktpalette im Bereich des Monitorings schwerkranker Patienten, mit den Kernkompetenzen "Erweitertes hämodynamisches Monitoring" (Herz-Kreislauf) und Überwachung von Organfunktionen.
Die Verbesserung und Erweiterung der Produktpalette des Unternehmens stellt das wichtigste und wesentliche Potenzial des Unternehmens dar. Der detaillierte kurz- und mittelfristige Produktentwicklungsplan für die kommenden Jahre ist verabschiedet. Schon bei der wichtigen Fachmesse in Brüssel im März 2010 können erste wesentliche Ergebnisse gezeigt werden. Die Vermarktung wird noch in 2010 beginnen.

Der ausgezeichnete Ruf im Markt und starke Marken wie z.B. "PiCCO" und "PULSION" verbunden mit einer hohen Kompetenz der Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing.

Das große Netzwerk aus Key-Opinion-Leaders, Wissenschaftlern und führenden Klinikern sowie dem Medical Advisory Board, bestehend aus internationalen Experten der Intensivmedizin und Anästhesie.

Die international starke Präsenz durch eigene Tochtergesellschaften in Frankreich, Spanien, Belgien, Großbritannien, der Schweiz und Österreich, den USA und Australien, verbunden mit einem umfangreichen Distributorennetzwerk. Für das Geschäftsjahr 2010 ist geplant, die Präsenz durch die Gründung einer Tochtergesellschaft in Polen auszuweiten. Bei den Tochtergesellschaften konnte das Marktpotenzial der Produkte bisher nicht voll ausgeschöpft werden, teilweise ist auch die Ergebnissituation noch unbefriedigend. Zielsetzung für das nächste Jahr ist es daher, den Vertrieb und das Marketing noch stärker zu fokussieren insbesondere im Hinblick auf die potenzialorientierte Vertriebsarbeit und die permanente Aus- und Weiterbildung der Vertriebsmitarbeiter. Neben den vorgenannten Tochtergesellschaften arbeitet PULSION in einer Reihe von Ländern mit lokalen Distributoren zusammen. Diese Zusammenarbeit soll auch zukünftig beibehalten und ausgebaut werden.

Die Möglichkeiten von Joint Ventures insbesondere in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China)
Da insbesondere die BRIC-Staaten zu den Ländern mit hohem Potenzial zählen, sollen schrittweise Joint Ventures mit lokalen Partnern aufgebaut werden. Die Partner bringen ihre Vertriebs- und Verwaltungskompetenz ein, PULSION seine Produkt- und Anwendungskompetenz. Die Vorteile dieser Strategie liegen dabei im geringeren Kapitalbedarf und der geringeren Risikostruktur.

Die starken Lizenzpartner Philips Healthcare, Dräger Medical und GE Healthcare. Weitere Vereinbarungen über Erweiterungen bestehender Kooperationen sowie über neue Partnerschaften stehen kurz vor dem Abschluss.

Die hohe Innovationskraft, getrieben durch umfangreiche technische Expertise und Anwendungswissen auf den von PULSION adressierten Gebieten.

Prognosebericht

Unternehmensstrategie

Die PULSION-Gruppe arbeitet kurz- und mittelfristig an den nachfolgenden Hauptprojekten, mit denen die Wachstumsziele erreicht werden:

Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios
Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten des PULSION-Patientenmonitorings durch neue minimal-invasive Technologien und erweiterte Anwendbarkeit bestehender Techniken

Optimierung von Vertrieb und Marketing
Konsequente Umsetzung der "added (medical) value"-Marketing- und Vertriebsstrategien in allen eigenen Vertriebsgesellschaften; verbesserte Vertriebssteuerung

Marktentwicklung in den USA
Abstimmung von Produktportfolio und Vermarktung auf die Besonderheiten des amerikanischen Markts

Produktion
Optimierung aller Produktionsprozesse im Hinblick auf Produktqualität, Lieferfähigkeit und Kosten

Professionalisierung der ICG-Vermarktung
Aufbau adäquater Strukturen; Entwicklung neuer Anwendungsgebiete wie der Perfusionsdiagnostik in der Neuro-, plastischen -, Bauch- und allgemeinen Chirurgie

Gründung neuer Joint Ventures und Tochtergesellschaften
Schaffung optimaler Vermarktungsbedingungen insbesondere in den "Emerging Markets"

Ausblick

Vorausgesetzt, dass sich im Geschäftsjahr 2010 keine wesentlichen Verschlechterungen der für PULSION relevanten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben, soll durch folgende Maßnahmen eine weitere Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage erreicht werden:

Umsetzung der vorstehend umrissenen Unternehmensstrategie

Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Erschließung neuer Anwendungsgebiete

Verbesserung der Margen durch Stabilisierung der Preisniveaus, basierend auf der stärkeren Fokussierung auf den medizinischen Nutzen im Verkaufsprozess

Optimierung der Kostenstruktur und Fortführung der Projekte zur Senkung der operativen Kosten

Umsatzsteigerungen in USA und Frankreich

Neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen sieht die Gesellschaft aber auch einige Unwägbarkeiten, die das Ergebnis 2010 grundsätzlich negativ beeinflussen können:

Die Verschärfung des Wettbewerbs im Kernsegment "Hämodynamisches Monitoring" mit einem sich entsprechend entwickelnden Preisdruck

Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Hauptprodukt, mit dem PULSION in der Intensivmedizin Alleinstellungsmerkmale hat, von den Konkurrenten mit Kopien attackiert wird

Die stärkere Ökonomisierung der Medizin und der wachsende Kostendruck der Gesundheitssysteme

Der Aufbau der Vertriebsmannschaft ist weitgehend erfolgt, nun muss es gelingen, die Fluktuation bei diesen Mitarbeitern gering zu halten

Die Finanzschwäche einiger europäischer Volkswirtschaften und damit evtl. der dazugehörigen Gesundheitssysteme

Durch die Abhängigkeit vom Rohöl könnten sich die Preise für Materialien (insbesondere Grundstoffe) stark erhöhen

Deflationsrisiken, die eine Auswirkung auf die Umsätze und Margen haben, sind zu beachten

Der Vorstand erwartet für das Jahr 2010 eine prozentuale Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Bereich und eine nochmalige Steigerung des operativen EBlTs in ähnlicher Größenordnung. Auch für 2011 wird eine weitere Verbesserung angestrebt.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Die nachfolgenden Angaben werden in Übereinstimmung mit § 315 Abs. 4 HGB gegeben.

Zusammensetzung des Aktienkapitals

Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2009 EUR 9.577.302 und ist in insgesamt 9.577.302 nennwertlose Stückaktien, lautend auf den Inhaber, eingeteilt. Die Inhaber von Stammaktien haben pro Aktie ein Stimmrecht und sind zum Bezug von Dividenden laut Beschluss berechtigt.

Gemäß § 315 Abs. 4 HGB gibt es keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragungen von Aktien betreffen. Des Weiteren gibt es keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten.

Kapitalanteile von über 10% der Stimmrechte

Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital der PULSION Medical Systems AG, die 10% der Stimmrechte übersteigen, sind der PULSION Medical Systems AG bekannt:

Basierend auf dem Abschluss einer Aktionärsvereinbarung hat Herr Dr. Burkhard Wittek zum 31.12.2009 einen Aktienbesitz in Höhe von 3.237.472 Stückaktien gemeldet, die den Poolbeteiligten gemäß § 30 Abs. 2 S. 1. WpÜG wechselseitig zugerechnet werden.

Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG; Änderungen der Satzung erfolgen gemäß den §§ 133 und 179 AktG.

Ermächtigung des Vorstands zur Ausgaben von Aktien

Zum Bilanzstichtag besteht aufgrund von Beschlussfassungen der Hauptversammlung bedingtes Kapital in Höhe von TEUR 481, welches durch den Vorstand für die Ausgabe von Aktienoptionen verwendet werden kann.

Die in der Hauptversammlung vom 9. Juni 2004 genehmigte Erhöhung des Grundkapitals ist zeitlich zum 08. Juni 2009 ausgelaufen.

Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf von Aktien

Die Ermächtigung der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 08. Mai 2008 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, ist zeitlich zum 07. November 2009 ausgelaufen.

Bestimmungen im Fall eines Eigentümerwechsels

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Weiter ist § 315 Abs. 4 Nr. 5, Nr. 8 und Nr. 9 HGB zum Bilanzstichtag nicht anwendbar.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB umfasst die nach § 161 AktG abzugebende Entsprechenserklärung, relevante Informationen zur Unternehmensführung sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.

Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex

Auch im Jahr 2009 orientierte sich PULSION an den am 18. Juni 2009 aktualisierten Grundsätzen des Corporate Governance Kodex. Im Geschäftsjahr 2009 wurden nicht alle Sollvorschriften erfüllt. Diese sind detailliert in der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat vom 11. Dezember 2009, die auf der Internetseite des Unternehmens unter www.PULSION.com im Bereich "Investor Relations" der Öffentlichkeit zugänglich ist, beschrieben.

Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

PULSION steht für eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensführung. Mit einer effizienten Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie offener und zeitnaher Kommunikation wird das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die Gesellschaft aktiv gestärkt. Die Einhaltung dieser Grundsätze stellt eine wichtige Säule vertrauensvoller Unternehmensführung bei PULSION dar.

Weitere Ausführungen und der Corporate Governance Bericht sind in diesem Geschäftsbericht zu finden. Die Grundzüge der Vergütungssysteme und die Vergütung sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, dargestellt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensführung. Hierzu arbeiten der Vorstand und der Aufsichtsrat im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt die Geschäfte. Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand und ist in bestimmte Entscheidungen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens erheblich verändern können, unmittelbar eingebunden.

Ausführliche Angaben zur Arbeitsweise von Aufsichtsrat und Vorstand der PULSION AG finden Sie im "Corporate Governance Bericht".

Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vergütungssystem für den Vorstand

Der Aufsichtsrat setzt die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und orientiert sich an einem angemessenen Verhältnis zwischen den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Das Gesamteinkommen der Vorstandsmitglieder besteht aus einem festen Monatseinkommen und einem leistungsorientierten variablen Anteil. Der variable Anteil bemisst sich überwiegend an der erreichten Umsatz- und Ergebnisentwicklung des jeweiligen Jahres und zu einem geringeren Teil an individuell festgelegten Zielen. Daneben haben Vorstandsmitglieder Anspruch auf die Gestellung eines Dienstwagens. Zur langfristigen Anreizwirkung erhalten die Mitglieder des Vorstands zusätzlich Aktienoptionen auf Aktien des Unternehmens aus den bestehenden Aktienoptionsprogrammen. Die individualisierten Bezüge für das abgelaufene Geschäftsjahr sind im Anhang dargestellt.

Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht gemäß Satzung aus drei Mitgliedern. Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 16. November 2009 setzt sich die Vergütung für den Aufsichtsrat einer fixen und einer erfolgsorientierten Vergütung zusammen. Daneben werden den Mitgliedern die Auslagen und die Kosten einer Haftpflichtversicherung erstattet.

Die fixe Vergütung (Grundvergütung) beträgt EUR 10.000,00 für das Mitglied (bis 16.November 2009: EUR 20.000,00), EUR 15.000,00 für den stellvertretenden Vorsitzenden (bis 16. November 2009: EUR 30.000,00) und EUR 20.000,00 für den Aufsichtsratsvorsitzenden (bis 16. November 2009: EUR 40.000,00). Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung pro rata temporis ab Bestellung.

Die erfolgsorientierte Vergütung für 2009, 2010 und 2011 berechnet sich wie folgt: Liegt die EBIT-Marge des Konzerns gemäß konsolidiertem Abschluss (EBIT in % des Umsatzes des Konzerns) in einem Geschäftsjahr bei mindestens 15,0% aber weniger als 20,0%, so erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr eine Zusatzvergütung von 50% seiner Grundvergütung. Liegt die EBIT-Marge des Konzerns in einem Geschäftsjahr bei mindestens 20,0%, so erhält jedes Mitglied anstelle der vorgenannten Zusatzvergütung für das Geschäftsjahr eine Zusatzvergütung von 100% seiner Grundvergütung.

Die individualisierten Bezüge für das Geschäftsjahr 2009 sind im Anhang dargestellt.

Darlehen oder Optionen auf Aktien wurden den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats im Berichtsjahr nicht gewährt.

Nachtragsbericht

Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 04. Januar 2010 Herrn Hans-Hubert Schmitt zum Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Schmitt wird die Bereiche Finanzen sowie Sales und Marketing verantworten.

Mit Urteil verkündet am 26. Februar 2010 (eingegangen am 08. März 2010) wurde der Feststellungsklage von Herrn Dr. Wittek stattgegeben, dass das Anstellungsverhältnis nicht am 14. Mai 2009 durch außerordentliche Kündigung geendet hat. Weitere Feststellungen wurden nicht getroffen. Für potenzielle Verpflichtungen sind im Jahresabschluss Rückstellungen gebildet (Vergleich Abschnitt "Rückstellungen" und "Vorstand" im Anhang).

Herr Mattias Bohn hat sich am 11. März 2010 außergerichtlich mit dem Aufsichtsrat verständigt und wird PULSION einvernehmlich verlassen. Die durch Herrn Bohn eingereichten Klagen werden nach der Einigung zwischen dem Aufsichtsrat und Herrn Bohn nicht mehr verfolgt werden. Die im Konzernabschluss aufwandswirksam als Rückstellung erfassten Beträge entsprechen der Einigung. Darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht.

Des Weiteren liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Konzernlagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der PULSION Medical Systems AG sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für diese Aussagen kann daher nicht übernommen werden.

 

München, den 15. März 2010

PULSION Medical Systems AG

Christoph R. Manegold, Mitglied des Vorstands

Hans-Hubert Schmitt, Mitglied des Vorstands

Konzernbilanz zum 31.12.2009

der PULSION Medical Systems AG

AKTIVA

  Anmerkung 31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte 12,13 3.975 3.492
Sachanlagevermögen 14 5.246 6.151
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16 198 215
Finanzielle Vermögenswerte 17 0 40
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 0 122
Langfristige Aktiva gesamt   9.419 10.020
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 18 5.164 4.527
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 5.582 5.410
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 20 833 596
Steuerforderungen   0 134
Liquide Mittel * 21 4.749 3.163
Kurzfristige Aktiva gesamt   16.328 13.830
Aktiva gesamt   25.747 23.849

PASSIVA

     
  Anmerkung 31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Eigenkapital      
Anmerkung 22, 23      
Gezeichnetes Kapital   9.577 9.577
Kapitalrücklage   1.416 20.596
Gesetzliche Rücklage   1 0
Sonstige Rücklagen   (421) (542)
Bilanzgewinn/-verlust   6.052 (13.671)
Minderheitenanteile 11 356 280
Eigenkapital gesamt   16.981 16.240
Langfristige Verbindlichkeiten      
Rückstellungen 24 205 181
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25,26 704 1.627
Leasingverbindlichkeiten 15,25 0 69
Sonstige Verbindlichkeiten 25,29 76 239
Latente Steuern 10 1.461 392
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt   2.446 2.508
Kurzfristige Verbindlichkeiten      
Rückstellungen 24 910 91
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25,26 924 390
Finanzschulden 25,27 0 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28 1.513 1.061
Leasingverbindlichkeiten 15,25 69 217
Steuerverbindlichkeiten 10 110 144
Sonstige Verbindlichkeiten 25,29 2.794 3.172
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt   6.320 5.101
Passiva gesamt   25.747 23.849

* davon sind Termingelder in Höhe von 0,1 Mio. EUR (31.12.2008:0,2 Mio. EUR) verpfändet

Die nachfolgenden erläuternden Angaben sind wesentlicher Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

der PULSION Medical Systems AG

  Anmerkung 2009
TEUR
2008
TEUR
Umsatzerlöse 5 28.141 27.962
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 6 (9.526) (9.358)
Bruttoergebnis vom Umsatz   18.615 18.603
Vertriebskosten 9 (10.149) (12.972)
Forschungs- und Entwicklungskosten 9 (2.229) (2.172)
Allgemeine Verwaltungskosten 9 (4.505) (3.525)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,8 (38) (41)
Sonstige betriebliche Erträge 7,8 687 737
Betriebsergebnis   2.383 630
Währungsverluste   (52) (185)
Währungsgewinne   61 133
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)   2.392 578
Zinsaufwendungen 7 (144) (193)
Zinserträge 7 32 88
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT)   2.280 474
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 (1.718) (1.124)
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag (vor Minderheitenanteilen)   562 (650)
davon zurechenbar auf Anteilseigner der Konzernobergesellschaft   465 (727)
davon zurechenbar auf Minderheitsgesellschafter 11 97 77
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag/je Aktie      
Unverwässert - gewöhnliche Geschäftstätigkeit nach Steuern (in EUR) 33 0,05 (0,08)
Verwässert - gewöhnliche Geschäftstätigkeit nach Steuern (in EUR)   0,05 (0,08)
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert)   9.577.302 9.577.302
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert)   9.577.302 9.577.302

Die nachfolgenden erläuternden Angaben sind wesentlicher Bestandteil des Konzernabschlusses.

Überleitung vom Jahresergebnis zum Gesamtergebnis
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

der PULSION Medical Systems AG

IFRS 2009
TEUR
2008
TEUR
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag (vor Minderheitenanteilen) 562 -650
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen -339 -16
Währungsdifferenzen aus Nettoinvestitionen in Tochtergesellschaften 478 -336
Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (Geldmarktfonds) 0 11
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 138 -342
Gesamtergebnis 700 -992
Davon Anteile anderer Gesellschafter 114 -9
Davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend 586 -983
Gesamtergebnis 700 -992

Die nachfolgenden erläuternden Angaben sind wesentlicher Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

der PULSION Medical Systems AG

  Anmerkung 2009
TEUR
2008
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit      
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag      
nach Minderheitenanteilen   465 (727)
Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Ergebnisanteile 11 97 77
Gewinnausschüttung   (39) 0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen   1.822 2.051
Veränderung der Forderungen 19 (54) 327
Veränderung der Vorräte 18 (673) 79
Erhaltene Zinsen   32 82
Gezahlte Zinsen   (146) (190)
Erhaltene Ertragsteuern   25 0
Gezahlte Ertragsteuern   (505) (863)
Veränderung sonstiger Vermögenswerte/Schulden   2.280 281
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge   672 (131)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   3.977 986
Cashflow aus der Investitionstätigkeit      
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (ohne Monitore)   (1.641) (2.390)
Erwerb von Monitoren   (702) (2.584)
Erwerb von sonstigen finanziellen Vermögenswerten   0 (40)
Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (Geldmarktfonds)   0 1.548
Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen   647 1.404
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   (1.696) (2.062)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit      
Eigenkapitalzuführungen   0 0
Auszahlungen aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen   0 (99)
Einzahlungen durch die Aufnahme von kurz- oder langfristigen Darlehen   1 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten   (390) (359)
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden   (26) (189)
Auszahlungen für Finanzierungsleasing 15,25 (217) (411)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   (632) (1.058)
Finanzmittelfonds am Ende der Periode      
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds   1.649 (2.134)
Finanzmittelfonds am Anfang des Jahres   2.995 5.129
Finanzmittelfonds am Ende des Jahres 21 4.644 2.995

Die nachfolgenden erläuternden Angaben sind wesentlicher Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2009

der PULSION Medical Systems AG

  Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Konzern-Bilanzgewinn/ Bilanzverlust sonstige Rücklagen
  Aktien TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01. Januar 2008 9.577.302 9.577 20.407 0 -12.943 -299
Währungsumrechnungsdifferenzen *   0 0 0 0 -243
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss   0 0 0 -727 0
Gesamtergebnis der Periode 0 0 0 0 -727 -243
Mitarbeiteraktienoptionsprogramme 0 0 178 0 0 0
Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten   0 11 0 0 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Posten   0 189 0 0 0
Summe   0 189 0 -727 -243
Stand 31. Dezember 2008 9.577.302 9.577 20.596 0 -13.671 -542
Stand 01. Januar 2009 9.577.302 9.577 20.596 0 -13.671 -542
Währungsumrechnungsdifferenzen   0 0 0 0 121
Konzernjahresüberschuss   0 0 0 465 0
Gesamtergebnis der Periode 0 0 0 0 465 121
Gewinnausschüttung   0 0 0 0 0
Mitarbeiteraktienoptionsprogramme 0 0 80 0 0 0
Entnahme aus der Kapitalrücklage   0 -19.259 0 19.259 0
Zuführung in die gesetzliche Rücklage   0 0 1 0 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Posten   0 -19.179 1 19.259 0
Summe   0 -19.179 1 19.724 121
Stand 31. Dezember 2009 9.577.302 9.577 1.416 1 6.052 -421
  Minderheitenanteil
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand 01. Januar 2008 312 17.054
Währungsumrechnungsdifferenzen * -109 -352
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss 77 -650
Gesamtergebnis der Periode -32 -1.002
Mitarbeiteraktienoptionsprogramme 0 178
Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 11
Direkt im Eigenkapital erfasste Posten 0 189
Summe -32 -813
Stand 31. Dezember 2008 280 16.240
Stand 01. Januar 2009 280 16.240
Währungsumrechnungsdifferenzen 17 138
Konzernjahresüberschuss 97 562
Gesamtergebnis der Periode 114 700
Gewinnausschüttung -39 -39
Mitarbeiteraktienoptionsprogramme 0 80
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0
Zuführung in die gesetzliche Rücklage 0 1
Direkt im Eigenkapital erfasste Posten -39 42
Summe 75 742
Stand 31. Dezember 2009 356 16.981

* In den den Minderheiten zuzuordnenden Währungsumrechnungsdifferenzen sind berichtigte Umrechnungsdifferenzen der Vorperioden in Höhe von TEUR 23 enthalten.

Die nachfolgenden erläuternden Angaben sind wesentlicher Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzern-Anlagespiegel der PULSION Medical Systems AG zum 31.12.2009

Konzernanlagespiegel zum 31.12.2009

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  01.01.2009
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte            
erworbene immaterielle Vermögenswerte 597 0 150 0 0 747
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 4.249 0 925 0 0 5.174
  4.846 0 1.075 0 0 5.921
Sachanlagen            
Technische Anlagen und Maschinen 1.199 0 373 0 26 1.546
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.675 12 429 466 1.431 8.151
Finanzierungsleasing 915 0 0 0 503 412
  10.789 12 802 466 1.960 10.109
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 379 0 0 0 0 379
  16.014 12 1.877 466 1.960 16.409
  Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
  01.01.2009
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte            
erworbene immaterielle Vermögenswerte 440 0 69 0 0 509
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 914 0 523 0 0 1.437
  1.354 0 592 0 0 1.946
Sachanlagen            
Technische Anlagen und Maschinen 501 0 138 0 20 619
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.712 12 972 0 717 3.979
Finanzierungsleasing 425 0 103 0 263 265
  4.638 12 1.213 0 1.000 4.863
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 164 0 17 0 0 181
  6.156 12 1.822 0 1.000 6.990
  Buchwerte
  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte    
erworbene immaterielle Vermögenswerte 238 157
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 3.737 3.335
  3.975 3.492
Sachanlagen    
Technische Anlagen und Maschinen 927 698
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.172 4.963
Finanzierungsleasing 147 490
  5.246 6.151
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 198 215
  9.419 9.858

Konzernanlagespiegel zum 31.12.2008

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  01.01.2008
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2008
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte            
erworbene immaterielle Vermögenswerte 501 0 104 0 8 597
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 3.809 0 440 0 0 4.249
  4.310 0 544 0 8 4.846
Sachanlagen            
Technische Anlagen und Maschinen 763 0 464 0 28 1.199
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.933 -8 3.966 0 3.216 8.675
Finanzierungsleasing 1.831 0 0 0 916 915
  10.527 -8 4.430 0 4.160 10.789
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 379 0 0 0 0 379
  15.216 -8 4.974 0 4.168 16.014
  Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
  01.01.2008
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2008
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte            
erworbene immaterielle Vermögenswerte 376 0 72 0 8 440
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 421 0 493 0 0 914
  797 0 565 0 8 1.354
Sachanlagen            
Technische Anlagen und Maschinen 420 0 102 0 21 501
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.399 -6 1.124 0 1.805 3.712
Finanzierungsleasing 789 0 244 0 608 425
  5.608 -6 1.470 0 2.434 4.638
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 148 0 16 0 0 164
  6.553 -6 2.051 0 2.442 6.156
  Buchwerte
  31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte    
erworbene immaterielle Vermögenswerte 157 125
selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 3.335 3.388
  3.492 3.513
Sachanlagen    
Technische Anlagen und Maschinen 698 343
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.963 3.534
Finanzierungsleasing 490 1.042
  6.151 4.919
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 215 231
  9.858 8.663

Konzernanhang

1. Art der Geschäftstätigkeit

PULSION Medical Systems AG, Hauptsitz 81829 München, Joseph-Wild-Straße 20, Deutschland ("PULSION", "PULSION AG" oder die "Gesellschaft"), wurde im Jahr 1990 gegründet. Im Juni 2001 führte die Gesellschaft ihren Börsengang am damaligen "Neuen Markt" in Frankfurt durch und ist heute im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert. Der PULSION-Konzern beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem weltweiten Vertrieb von Überwachungs-, Diagnose- und Therapiesteuerungssystemen zur Erfassung physiologischer Parameter von in Krankenhäusern betreuten schwer kranken und Intensivpflege-Patienten. Darüber hinaus erzeugt und vertreibt PULSION auch ein intravenöses Diagnostikum und spezifische sterile Einmalprodukte (Disposables) zur Patientenüberwachung.

Zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008 hatte der PULSION-Konzern weltweit 139 bzw. 147 Beschäftigte, von denen jeweils 102 bzw. 112 in der Konzernzentrale und der Produktionsstätte der PULSION AG in München und Feldkirchen tätig waren.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 15. März 2010 zur Billigung durch den Aufsichtsrat freigegeben.

2. Allgemeine Erläuterungen

Der Konzernabschluss der PULSION AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), die zwecks Anwendung in der Europäischen Union angenommen wurden, aufgestellt. Alle Beträge werden in TEUR angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Für die Erstellung des IFRS-Konzernabschlusses wurden alle im Geschäftsjahr verbindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS) des International Financial Reporting Interpretations Committee/Standing Interpretations Committee (IFRIC/SIC) angewendet. Der Konzernabschluss steht im Einklang mit den IFRS.

Der IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für die PULSION AG noch nicht verpflichtend ist. Von der vorzeitigen Anwendung dieser Standards wurde kein Gebrauch gemacht:

Verpflichtende Anwendung ab 01.01.2010 oder später:

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung

Der IASB hat im Juni 2009 eine Änderung von IFRS 2 bezüglich der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Konzern veröffentlicht. Diese Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen. Mit der Änderung werden auch IFRIC 8 und IFRIC 11 ersetzt.

Die in 2009 oder später erstmals anzuwendenden bzw. die überarbeiteten Standards und Interpretationen führen zu keinen materiellen Veränderungen gegenüber den Vorjahren. Es handelt sich hierbei um die folgenden Standards und Interpretationen:

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Der Standard verlangt eine separate Darstellung für Eigenkapitalveränderungen, die aus Transaktionen mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner resultieren, und andere Eigenkapitalveränderungen. Zudem führt der Standard eine Gesamtergebnisrechnung ein, in der sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertrags- und Aufwandsposten sowie alle erfolgsneutralen im Eigenkapital erfassten Ergebnisbestandteile entweder in einer einzigen Aufstellung oder in zwei miteinander verbundenen Aufstellungen dargestellt werden. Der überarbeitete Standard wurde im Berichtsjahr erstmals angewandt.

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards und IAS 27 Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS

Die Änderungen betreffen die Bewertung der Anschaffungskosten von Investitionen in Tochtergesellschaften, Unternehmen unter gemeinsamer Leitung und assoziierten Unternehmen bei der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben betreffen die Änderungen die Erfassung von Dividendenerträgen von Tochterunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Der im Januar 2008 veröffentlichte überarbeitete Standard zu Unternehmenszusammenschlüssen ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Der Standard führt Änderungen in der bilanziellen Behandlung von Unternehmenszusammenschlüssen ein, die sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- oder Firmenwerts, auf die Ergebnisse des Berichtszeitraums, in dem ein Unternehmenserwerb erfolgt ist, und auf künftige Ergebnisse auswirken werden. Der überarbeitete Standard wurde vom Konzern frühzeitig angewandt.

IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

Der IASB hat im Januar 2008 den überarbeiteten IAS 27, welcher sich mit Konzern- und separaten Einzelabschlüssen befasst, veröffentlicht. Der neue IAS 27 schreibt vor, dass eine Änderung der Beteiligungshöhe, die nicht den Verlust der Beherrschung nach sich zieht, als Eigenkapitaltransaktion zu bilanzieren ist. Aus einer solchen Transaktion kann daher weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust resultieren. Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf die Eigentümer des Mutterunternehmens und die Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregeln für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Der überarbeitete Standard wurde im Berichtsjahr erstmals angewandt.

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung

Der IASB hat im Januar 2008 eine Änderung von IFRS 2 veröffentlicht, worin die Definition von Ausübungsbedingungen präzisiert und die bilanzielle Behandlung von annullierten Zusagen geregelt wird.

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Geeignete Grundgeschäfte

Die Änderung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen auf die Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft sowie auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft anzuwenden sind. Die Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angabe

Die Änderung definiert zusätzliche Angaben über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und das Liquiditätsrisiko. Der überarbeitete Standard wurde im Berichtsjahr erstmals angewandt.

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Kündbare Instrumente und Verpflichtungen, die bei Liquidation entstehen

Die Überarbeitungen von IAS 32 haben die Kriterien für eine Eigen- oder Fremdkapitalklassifizierung verändert. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, können bestimmte kündbare Finanzinstrumente (oder Komponenten davon), die eine Gesellschaft der Verpflichtung aussetzen, nur im Falle einer Liquidation einen proportionalen Anteil an deren Nettovermögenswerten abzugeben, als Eigenkapital klassifiziert werden.

IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate und IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Die Änderungen verlangen von einem Unternehmen eine Beurteilung, ob ein eingebettetes Derivat vom Basisvertrag zu trennen ist, wenn ein Unternehmen einen hybriden finanziellen Vermögenswert aus der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Finanzinstrumente umgliedert. Diese Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen.

IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien

In der Interpretation wird behandelt, wie Gesellschaften bestimmen, ob eine Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 Fertigungsaufträge oder IAS 18 Erlöse fällt und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien erfasst werden.

IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer

Die Interpretation behandelt Leitlinien zur angemessenen bilanziellen Behandlung für Fälle, in denen eine Gesellschaft unbare Sachausschüttungen an Eigentümer übernimmt. Diese Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen.

IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden

Die Interpretation betrifft die Bilanzierung aus Sicht der empfangenden Partei von Übertragungen von Vermögenswerten durch "Kunden" und trifft die Schlussfolgerung, dass in solchen Fällen, in denen der übertragene Vermögenswert die Definition eines Vermögenswertes aus Sicht der empfangenden Partei erfüllt, diese empfangende Partei den Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Übertragung ansetzt. Die Gegenbuchung wird als Erlös im Einklang nach IAS 18 Erlöse erfasst. Diese Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen.

Weitere Standards:

IFRS 8: Geschäftssegmente

Der Standard ist verpflichtend ab dem 01.01.2009 anzuwenden. Von der vorzeitigen Anwendung wurde zum 31.12.2007 Gebrauch gemacht. Die erstmalige Anwendung führte zu geänderten Anhangsangaben.

IAS 23: Fremdkapitalkosten

Der Standard ist verpflichtend ab dem 01.01.2009 anzuwenden. Der überarbeitete Standard verlangt die Aktivierung sämtlicher Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugerechnet werden können. Von der vorzeitigen Anwendung wurde zum 31.12.2007 Gebrauch gemacht.

Im Mai 2008 und April 2009 veröffentlichte der Board zwei Sammelstandards zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Sammelstandards sehen für jeden geänderten IFRS eigene Übergangsregelungen vor. Der Konzern wendet diese Änderungen in seinem Abschluss an. Aus den Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. sind diese nicht relevant. Des Weiteren gab es Formulierungsänderungen, die ebenfalls keine oder nur minimale Auswirkungen auf die Bilanzierung haben.

Die PULSION AG ist ein Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Bedingt durch die Emittierung von Eigenkapitaltiteln auf dem Kapitalmarkt ist die PULSION AG nach § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 verpflichtet, den Konzernabschluss der Gesellschaft nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips sowie durch zum beizulegenden Zeitwert angesetzte finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu erstellen. Um die Gleichwertigkeit mit einem nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zu erreichen, werden über die Angabepflichten nach IFRS hinaus auch die Angaben und Erläuterungen gemacht, die das deutsche Handelsrecht verlangt.

Die Bilanz ist gemäß IAS 1 nach Fristigkeit gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt.

3. Konsolidierungskreis und -methoden

Name Land Gründungszeitpunkt (*) Beteiligung
PULSION France S.A.R.L., Rungis Frankreich 01. Oktober 1999 100%
PULSION BeneluxN.V., Gent Belgien 22. Januar 1999 100%
PULSION Medical Inc., Irving,Texas USA 01. Oktober 1999 100%
PULSION Medical UK Limited, Hounslow Großbritannien 07. August 1998 51%
PULSION Pacific Pty. Limited, Sydney Australien 22. Dezember 1999 58%
PULSION Medical Systems Iberica S.L., Madrid Spanien 27. November 2000 100%
PULSION Switzerland GmbH, Baar Schweiz 09. Dezember 2008 100% (**)
PULSION Austria GmbH, Wien Österreich 01. Januar 2009 100% (***)

(*) Der Gründungszeitpunkt entspricht dem Erstkonsolidierungszeitpunkt.
(**) Mit notarieller Urkunde vom 09. Dezember 2008 wurde die PULSION Switzerland GmbH errichtet. Die Eintragung im schweizerischen Handelsregister erfolgte am 06. Januar 2009.
(***) Mit notariellem Vertrag vom 23. Dezember 2008 hat die PULSION AG sämtliche Geschäftsanteile an der ESOMA Beteiligungsverwaltung GmbH erworben (umfirmiert durch Beschluss vom 23. Dezember 2008 in PULSION Austria GmbH). Die Anteilsübertragung erfolgte aufschiebend bedingt auf den 01. Januar 2009.

Die folgende Gesellschaft wird wegen fehlenden maßgeblichen Einflusses nicht als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Name Land Gründungszeitpunkt Beteiligung
Kl Medical Services Ipari es Kereskedelmi Korlatolt, Felelossegu Ungarn 01. Oktober 1999 25%

Der Liquidierungsprozess konnte aufgrund lokaler Prüfungen nach wie vor nicht abgeschlossen werden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist nicht abzusehen, wann die Liquidation final beendet sein wird. Jedoch ergeben sich aus diesen Prüfungen voraussichtlich keine weiteren Verpflichtungen für die PULSION AG.

Konsolidierungsgrundsätze:

Der Konzernabschluss umfasst alle Tochtergesellschaften, auf die PULSION einen beherrschenden Einfluss ausübt. Der beherrschende Einfluss wird bei allen Tochtergesellschaften durch die Mehrheit der Stimmrechte verwirklicht. Es liegen keine assoziierten Unternehmen vor. Alle Konzerngesellschaften schließen ihr Geschäftsjahr zum 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres ab. Das Geschäftsjahr umfasst ein Kalenderjahr. Alle vollkonsolidierten Abschlüsse der PULSION AG werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Der Wertansatz der Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wird um nicht realisierte Zwischenergebnisse bereinigt; diese Vermögenswerte sind daher als Konzernanschaffungs- bzw. als Konzernherstellungskosten bewertet.

Die Innenumsätze werden eliminiert. Alle übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen werden gegeneinander aufgerechnet. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt, soweit sich die abweichenden Steueraufwendungen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen.

Fremdwährungsumrechnung:

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung von PULSION darstellt.

Die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden grundsätzlich unter Anwendung der Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Umrechnung von Eigenkapitaltransaktionen erfolgt mit den historischen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen Umrechnungskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden den sonstigen Rücklagen zugeordnet.

Geschäftsvorfälle, die in Fremdwährung abgewickelt wurden, werden mit dem Umrechnungskurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Monetäre Aktiva und Passiva in Fremdwährung werden bis zur Abrechnung zu jedem Berichtszeitpunkt mit dem jeweiligen Stichtagskurs neu bewertet. Die Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Währungsgewinne und -verluste ausgewiesen. Währungsdifferenzen bei nicht monetären Aktiv- oder Passivposten werden in den sonstigen Rücklagen ausgewiesen.

Nachfolgende wesentliche Wechselkurse wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses verwendet:

  Stichtagskurs zum 31.12.2009 Stichtagskurs zum 31.12.2008 Durchschnittskurs 2009 Durchschnittskurs 2008
USD 0,69770 0,70950 0,71916 0,68341
GBP 1,1113 1,02720 1,12297 1,25968
AUD 0,62310 0,490 0,56644 0,57743
CHF 0,67230 0,6720 0,66245 0,63064

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt im Konzernabschluss auf Basis fortgeführter historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die im Folgenden beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten:

Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS muss der Vorstand Schätzungen abgeben und Ermessensentscheidungen sowie Annahmen treffen, die die Höhe der im Abschluss und in den Erläuterungen ausgewiesenen Beträge beeinflussen können. Die Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen resultieren, soweit vorhanden, aus Vergangenheitserfahrungen sowie allen als relevant erachteten Faktoren. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Abschlussstichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert:

a) Neubewertung von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien:
Wie in Punkt 4 - Sachanlagen - beschrieben überprüft der Konzern zum Ende jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer für aktivierte Monitore basiert auf der Einschätzung erzielbarer Umsätze mit diesen Monitoren über den erwarteten Lebenszyklus. Des Weiteren bewertet der Konzern seine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst werden. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die Marktbedingungen zum Bilanzstichtag wider und berücksichtigt unter anderem die Mieterträge aus den gegenwärtigen Mietverhältnissen sowie angemessene und vertretbare Annahmen über künftige Mietverhältnisse und -erträge nach den aktuellen Marktbedingungen.

b) Werthaltigkeit selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte:
Entwicklungskosten werden entsprechend der in Punkt 4 - immaterielle Vermögenswerte - dargestellten Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Vorstands, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft der Vorstand Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind in der Konzernbilanz zum 31.12.2009 mit TEUR 3.737 (2008: TEUR 3.335) ausgewiesen. Sollten sich in den Folgeperioden Änderungen insbesondere hinsichtlich der Einschätzung zukünftiger Zuflüsse ergeben, werden gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen.

c) Steuern:
Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunktes künftig zu versteuernder Ergebnisse. Aufgrund der Komplexität ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen beziehungsweise künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steueraufwands erfordern. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, in dem zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung mit Verlustvorträgen zur Verfügung steht. Der Konzern verfügt über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 17.475, die bei Tochterunternehmen mit einer Historie von Verlusten bestehen. Die Verlustvorträge verfallen nicht und können nicht mit dem zu versteuernden Einkommen anderer Konzerngesellschaften verrechnet werden. Ferner verfügen die Tochtergesellschaften nicht über Steuergestaltungsmöglichkeiten, die zu einem wenigstens teilweisen Ansatz von latenten Steueransprüchen führen könnten.

d) Rückstellungen:
Für anhängige bzw. künftige juristische Verfahren wird durch den Ansatz von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilanzielle Vorsorge getroffen. Die wahrscheinlichen Ergebnisse der Rechtsstreitigkeiten werden anhand vorliegender Informationen und in Rücksprache mit den Rechtsanwälten bilanziert und bewertet. Sollten sich im Rahmen der juristischen Prüfungen Änderungen der Einschätzung zur Höhe der Rückstellungen ergeben, könnte sich in den Folgejahren die Notwendigkeit zur ergebniswirksamen Anpassung der Rückstellungen ergeben.

Geschäfts- oder Firmenwert:

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss entsteht, ist zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung als Vermögenswert zu erfassen (Erwerbszeitpunkt). Er entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitals an dem erworbenen Unternehmen und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Der Geschäftswert ist mindestens jährlich auf Wertminderung zu prüfen und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Ermittlung des Abgangerfolges berücksichtigt.

Liquide Mittel und kurzfristige Finanzanlagen:

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände und Bankguthaben.

Finanzielle Vermögenswerte:

PULSION hält finanzielle Vermögenswerte in folgenden Kategorien:

Forderungen:

Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne die Absicht, diese Forderungen zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht die Dauer von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Alle Übrigen werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Forderungen werden bei erstmaliger Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der dem Nennbetrag entspricht. In der Folge werden Wertminderungen auf Forderungen entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Forderungsausfalls erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Der Kategorie waren im Vorjahr die Wertpapiere zuzuordnen.

Sonstige Vermögenswerte:

Sonstige Vermögenswerte und aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine aktive Rechnungsabgrenzung wird vorgenommen, sofern Zahlungen geleistet werden, die Aufwendungen für zukünftige Perioden darstellen.

Vorräte:

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Kosten für Fertigungsmaterial und -löhne anteilige Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis sowie alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Nebenkosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem Standardkostenverfahren. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert, da keine sogenannten "qualifying assets" vorliegen. Soweit Bestands- und Marktrisiken vorliegen, werden angemessene Lagerabschläge vorgenommen.

Ab dem 01. Januar 2009 werden alle neu produzierten und auf Lager befindlichen Monitore nicht mehr im Sachanlagevermögen, sondern im Umlaufvermögen in den Vorräten ausgewiesen. In der Folge wird für diese Monitore keine planmäßige Abschreibung vorgenommen, der Ansatz und die Bewertung der Monitore erfolgen nach den Vorschriften des IAS 2. Da diese Monitore zunächst ausschließlich zu Handelszwecken gehalten werden und dem Unternehmen somit nicht langfristig zur Verfügung stehen, wurde die Bilanzierungsänderung notwendig. Alle nicht zu Handelszwecken gehaltenen Monitore werden unverändert im Sachanlagevermögen ausgewiesen und linear abgeschrieben. Die Abschreibung dieser Monitore erfolgt, abweichend vom Vorjahr und, soweit es sich nicht um Studiengeräte handelt, nicht mehr in den Vertriebskosten sondern in den Herstellungskosten. Aus dieser Bilanzierungsänderung ergibt sich nicht die Notwendigkeit einer rückwirkenden Anpassung, da die Änderung ausschließlich für neu hergestellte Monitore angewandt wird. Im Hinblick auf den Ausweis der Abschreibung ergeben sich jedoch Abweichungen zu den Vorjahren, da hier alle Monitore im Sachanlagevermögen bewertet und somit linear abgeschrieben worden sind, wobei die Abschreibungen in den Vertriebskosten ausgewiesen wurden. Eine rückwirkende Darstellung ist aufgrund der ständigen Veränderung in der installierten Basis jedoch nicht möglich.

Sachanlagen:

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Anschaffungs-/Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Kosten. Nachträgliche Anschaffungs-/ Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermögenswerts oder - sofern einschlägig - als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Kosten für Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Zinsen auf Fremdkapital werden aktiviert, soweit "qualifying assets" vorliegen.

Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswerts. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für die verschiedenen Kategorien des Anlagevermögens wie folgt:

Gebäude 25 Jahre
Mietereinbauten 5-14 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre
Durch Finanzierungsleasing finanzierte Vermögenswerte 7,5 Jahre

Die Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst.

Sachanlagen werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft, wenn aufgrund von Veränderungen in Umständen und Gegebenheiten Hinweise vorliegen, dass die Restbuchwerte dieser Vermögenswerte möglicherweise nicht einbringlich sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf diesen abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Ist der Grund für die Wertminderung entfallen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien:

Die als Finanzinvestition ausgewiesenen Immobilien umfassen vermietete Wohn- und Geschäftsräume, die zur Erzielung von Mieteinnahmen dienen und nicht vom Konzern betrieblich genutzt werden. Die Bewertung der Immobilien erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 25 Jahre. Der Zeitwert der Immobilien wurde anhand der Diskontierung der erwarteten zukünftigen Netto-Zahlungszuflüsse bis zum Ende der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Anwendung eines risikoadäquaten Zinssatzes ermittelt. Eine zusätzliche Bewertung durch Gutachter erfolgte nicht. Der Bilanzposten wird auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht erzielbar sein könnte.

Immaterielle Vermögenswerte:

Software, Entwicklungsprojekte, Zulassungen und Patente haben bestimmte Nutzungsdauern und sind als historische Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanziert. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten der Entwicklungsprojekte beinhalten aktivierte Fremdkapitalkosten, soweit die Voraussetzungen eines "qualifying assets" erfüllt sind. Die Abschreibung erfolgt jeweils linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für die verschiedenen Kategorien wie folgt:

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 5-20 Jahre
Fremderstellte immaterielle Vermögenswerte 3-5 Jahre

Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung aufwandswirksam erfasst. Davon ausgenommen sind:

a) Aufwendungen für Entwicklungsprojekte, die sich in der sogenannten Anwendungsentwicklungsphase befinden und für die die Voraussetzungen gemäß IAS 38.57 erfüllt sind. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre, die Abschreibung erfolgt linear.

b) Aufwendungen für Zulassungen in Europa und den USA. Die Abschreibung über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahre erfolgt linear, beginnend mit der Markteinführung.

c) Aufwendungen für die Erlangung von Patenten. Mit der Erteilung des Patents werden diese Aufwendungen gemäß ihrer Nutzungsdauer linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Werden die Bemühungen zur Erlangung eines Patents eingestellt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. Ausbuchung.

Diese Kosten werden nach IAS 38 als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Immaterielle Vermögenswerte werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft, wenn aufgrund von Veränderungen in Umständen und Gegebenheiten Hinweise vorliegen, dass die Restbuchwerte dieser Vermögenswerte möglicherweise nicht einbringlich sind. Liegt der Restbuchwert über den geschätzten diskontierten zukünftigen Zahlungsflüssen vor Zinsen und Steuern, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert vorgenommen.

Leasing

Leasingnehmer bei Finanzierungsleasing:

PULSION finanziert einen Teil der erzeugten medizinischen Geräte über Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Die Klassifizierung von Leasingverträgen richtet sich nach IAS 17.

Alle bestehenden Verträge basieren auf einem standardisierten Rahmenvertrag. Die Laufzeit der abgeschlossenen Leasingverträge beträgt 48 Monate. Es besteht die Möglichkeit, nach Ende der Laufzeit die Vermögensgegenstände aufgrund einer günstigen Ankaufoption käuflich zu erwerben oder die Leasingdauer zu verlängern. Aufgrund der Kaufoption werden die Lease-Back-Geschäfte als Finanzierungsleasing klassifiziert. Dementsprechend werden für Verkäufe an die Leasingfirma keine Umsätze und Umsatzkosten erfasst. Der zukünftige Gewinn, der sich aus dem der Leasingfirma verrechneten, über den Kosten liegenden Verkaufspreis ergibt, wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert und zeitanteilig realisiert (IAS 17.59). Die Transaktion gilt damit als Finanzierungsgeschäft, und die Geräte werden weiterhin im Anlagevermögen bilanziert und linear abgeschrieben, der Aufwand aus Zinsen wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Des Weiteren wurde Betriebs- und Geschäftsausstattung erworben, welche nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu behandeln ist. Entsprechend erfolgt die Aktivierung im Anlagevermögen der Gesellschaft sowie die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die Laufzeit des Vertrags beträgt 48 Monate.

Leasinggeber bei Operate-Leasing:

Die Gesellschaft stellt den Kunden Geräte zu nachfolgend beschriebenen Konditionen zur Verfügung:

Unentgeltliche Gebrauchsüberlassung: Unter der Bedingung der Vereinbarung von Mindestabnahmemengen für Einmalartikel werden Kunden Geräte unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das Eigentum an den Geräten verbleibt bei der Gesellschaft. Die Abschreibungen der Geräte erfolgen über 90 Monate und werden in den Herstellungskosten erfasst.

Leihverträge mit Anwendungspauschale: Die Leihverträge beinhalten in der Regel eine Laufzeit von 3 Jahren, kombiniert mit einer jährlichen Mindestabnahmemenge von Einmalartikeln. Zusätzlich wird eine jährliche Anwendungspauschale berechnet. Die Umsatzrealisierung wird zeitanteilig erfasst. Das rechtliche Eigentum an den Geräten bleibt bei der Gesellschaft. Die Geräte werden im Anlagevermögen aktiviert.

Mietvertrag: Bei dieser Vertragsart werden den Kunden Geräte vermietet und eine monatliche Mietrechnung erstellt. Die Laufzeit der Verträge wird individuell mit den Kunden vereinbart und ist somit vertragsabhängig. Das rechtliche Eigentum verbleit vollständig bei der PULSION AG und die Geräte werden im Anlagevermögen ausgewiesen.

Zudem vermietet die Gesellschaft Wohn- und Geschäftsräume, die zur Erzielung von Mieteinnahmen dienen und nicht vom Konzern betrieblich genutzt werden sowie einen von der Gesellschaft im Rahmen der betrieblichen Nutzung angemieteten Tiefgaragenstellplatz.

Leasinggeber bei Finanzierungsleasing:

Mietvertrag mit Kaufoption: Diese Verträge werden in der Regel mit einer Laufzeit von 3 Jahren ausgestellt und beinhalten eine günstige Kaufoption. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Vertragsabschluss, da das wirtschaftliche Eigentum auf den Kunden übergeht. Das rechtliche Eigentum an den Geräten bleibt hingegen bis zum Ablauf des Vertrags bei der Gesellschaft.

Eigenkapital:

Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert.

Rückstellungen:

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden mit ihrem erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die hinzugebende Leistung, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen, unter Berücksichtigung der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten. Rückstellungen für Gewährleistungen für Verkaufsprodukte werden gebildet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten der Ausgaben, die notwendig sind, um die Verpflichtung des Konzerns zu erfüllen. Wenn eine Anzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht, wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt.

Finanzschulden und Verbindlichkeiten:

Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden werden sie als fortgeführte Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und in den Folgeperioden um den Tilgungsanteil der Leasingraten reduziert. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdkapitalkosten:

Gemäß IAS 23.20 werden Fremdkapitalkosten zur Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aktiviert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand:

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die Gesellschaft die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen oder Verlusten oder für Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung der Gesellschaft, für die es keine entsprechenden zukünftigen Aufwendungen geben wird, vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst.

Ertragsrealisierung und Aufwandsabgrenzung:

Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Produktverkäufen nach erfolgter Lieferung oder Erbringung von Leistungen, wenn der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Erhalt der Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus der Erbringung von Leistungen gelten im Allgemeinen zum Zeitpunkt der Leistungserbringung als realisiert. Umsätze aus Nutzungsentgelten werden auf zeitlicher Basis linear über den Zeitraum der Vereinbarung erfasst. Die Umsatzerlöse berücksichtigen Lizenzerträge, Rabatte, Kundenboni und Skonti.

Produktbezogene Aufwendungen:

Aufgrund unterschiedlicher markt- und produktabhängiger Faktoren, wie zum Beispiel wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Wettbewerbsintensität und Nachfrageverhalten der Kunden, setzt die Gesellschaft verkaufsfördernde Maßnahmen zur Steuerung der Verkaufspreise ein. Werbekosten und die Kosten von verkaufsfördernden Maßnahmen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

Latente Steuern:

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Unterschieden zwischen den Steuerbilanzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode, aus Konsolidierungsvorgängen sowie aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen. Der Effekt von Steuersatzänderungen auf aktive und passive latente Steuerposten spiegelt sich im Ertragsteueraufwand der Periode der Gesetzesänderung wider. Wenn die Voraussetzungen des IAS 12 gegeben sind, werden latente Steuern auf die temporären Differenzen zwischen dem steuerlichen Wertansatz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und dem Saldo der Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften gebildet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden und periodenfremden Steueraufwands sowie ausländischer Quellensteuern und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt und betrifft die inländische Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer sowie die ausländischen Steuern vom Ertrag.

Der latente Steueraufwand gemäß IAS 12 ergibt sich aus steuerbaren temporären Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, wie sie im Konzernabschluss angesetzt und bewertet werden, und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Es werden für zeitliche Bewertungsunterschiede latente Steuern gebildet. Daneben sind aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen bilanziert. Bei der Muttergesellschaft sind zum Bilanzstichtag sämtliche Verlustvorträge aktiviert.

Bei den Tochtergesellschaften erfolgt eine Aktivierung nur dann, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Nutzung ausgegangen werden kann. Latente Steueransprüche und -schulden werden auf der Basis der erwarteten Steuersätze auf das zu versteuernde Einkommen in den Jahren, in welchen diese temporären Unterschiede erwartungsgemäß ausgeglichen werden, ermittelt.

Leistungen an Arbeitnehmer:

Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen wird den Arbeitnehmern die Möglichkeit geboten, eine betriebliche Altersvorsorge abzuschließen. Für die Gesellschaft ergeben sich hieraus keine Verpflichtungen. Darüber hinaus bestehen keine Pensionsverpflichtungen. Die Arbeitnehmervergütung besteht aus einem fixen und variablen Anteil. Bonuszahlungen werden individuell vereinbart und jeweils im Folgejahr zur Auszahlung gebracht.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm/Aktienoptionen:

PULSION hat zwei Aktienoptionsprogramme als Anreizsystem ausgegeben, um Mitarbeiter und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Aktienoptionen, die nach dem 7.11.2002 ausgegeben wurden (Aktienoptionsplan 2003 und Aktienoptionsplan 2006), werden gemäß IFRS 2 zum Zeitwert bewertet, der daraus ermittelte Betrag wird über den Zeitraum bis zur angenommenen Ausübung der Optionen aufwandswirksam erfasst und korrespondierend im Eigenkapital verrechnet.

Segmentberichterstattung:

IFRS 8 ersetzt den bisher für die Segmentberichterstattung maßgeblichen Standard IAS 14. Statt eines Risk and Reward Approach verfolgt der neue IFRS 8 in der Segmentberichterstattung einen Management Approach. IFRS 8 verlangt eine Angleichung der Segmentinformationen an das intern berichtete Zahlenwerk. Ein Geschäftssegment ist ein Bereich eines Unternehmens, der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Erträge erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens überprüft werden und für das einschlägige Finanzinformationen vorliegen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

Nach Produktgruppen stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:

  2009
TEUR
2008
TEUR
Geräte 6.857 7.093
Einmalartikel 18.142 17.000
Indikation/Diagnose 3.142 3.869
  28.141 27.962

Die Geräteumsätze enthalten sämtliche Umsätze, die mit den von der Gesellschaft produzierten und vertriebenen Geräten im Zusammenhang stehen.

6. Herstellungskosten des Umsatzes und Personalaufwendungen

Die Herstellungskosten des Umsatzes setzen sich hauptsächlich aus dem Verbrauch von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen TEUR 5.571 (2008: TEUR 6.138) sowie aus bezogenen Waren und Leistungen TEUR 945 (2008: TEUR 303) zusammen.

Ferner sind Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.730 (2008: TEUR 1.016) enthalten. Die Abschreibungen entfallen in Höhe von TEUR 758 (2008: TEUR 250) auf Monitore und in Höhe von TEUR 439 (2008: TEUR 343) auf immaterielle Vermögenswerte. In Höhe von TEUR 84 (2008: TEUR 150) sind Wertberichtigungen für immaterielle Vermögenswerte und in Höhe von TEUR 229 (2008: TEUR 27) für Vermögenswerte des Umlaufvermögens in den Herstellungskosten erfasst.

In den Aufwandsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

  2009
TEUR
2008
TEUR
Löhne und Gehälter 9.269 8.689
Gesetzlicher Sozialaufwand 1.313 1.413
Aufwand aus Aktienoptionen 80 178
  10.662 10.280

In dem Posten Löhne und Gehälter sind für 2009 Personalbeschaffungskosten in Höhe von TEUR 128 (2008: TEUR 139) enthalten. Des Weiteren sind in den Personalaufwendungen gesetzliche Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 423 (2008: TEUR 441) sowie Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung in Höhe von TEUR 48 (2008: TEUR 47) enthalten.

In den Jahren 2009 und 2008 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 139 bzw. 147 Mitarbeiter. In den durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen 2009 sind 7 geringfügig Beschäftigte enthalten (2008: 6 geringfügig Beschäftigte).

Im Geschäftsjahr hat sich die Muttergesellschaft für drei Monate am Programm der Bundesregierung Deutschland für konjunkturelle Kurzarbeit beteiligt. Das hierdurch von der Bundesagentur für Arbeit erstattete Kurzarbeitergeld wurde in Höhe von TEUR 9 mit dem Personalaufwand verrechnet. Ebenso wurde die pauschalierte Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 4 als Abzug bei den Personalaufwendungen erfasst.

7. Erträge und Aufwendungen aus Finanzinvestitionen

Aus Sale-and-Lease-Back-Verträgen sind Gewinne in Höhe von TEUR 149 (2008: TEUR 291) erfasst. In den Zinsaufwendungen sind für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 104 (2008: TEUR 120), für Finanzschulden TEUR 0 (2008: TEUR 6) sowie für Leasingverbindlichkeiten TEUR 13 (2008: TEUR 40) ausgewiesen. Zinserträge aus Leasingforderungen sind in Höhe von TEUR 6 (2008: TEUR 11) sowie aus Bankguthaben in Höhe von TEUR 26 (2008: TEUR 71) ausgewiesen. Zudem waren im Vorjahr aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Zinserträge in Höhe von TEUR 5 sowie ein erfolgsneutral im Eigenkapital verbuchter Gewinn aus der Bewertung in Höhe von TEUR 11 erfasst.

8. Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen

Ferner sind in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende wesentliche Erträge enthalten: Erträge aus der Auflösung von sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 215 (2008: TEUR 172), Erträge aus dem Sachbezug Kfz von TEUR 141 (2008: TEUR 130) sowie Mieteinkünfte von TEUR 25 (2008: TEUR 27). Des Weiteren wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen noch eine Zuwendung aus öffentlicher Hand in Höhe von TEUR 39 erfasst. Die Zuwendung wurde im Rahmen des "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" im Geschäftsjahr beantragt, der Bewilligungszeitraum endet im September 2010. Gefördert wird hierbei ein Einzelprojekt aus dem Entwicklungsbereich. Die Zuwendung ist zweckgebunden und darf nur für das beantragte Förderprojekt im Sinne der zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Richtlinie "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" nach Maßgabe des Antrages und nur für die durch das Förderprojekt verursachten Kosten verwendet werden. Die Zuwendung ist nicht rückzahlbar. Der erfasste Ertrag betrifft bereits im Geschäftsjahr 2009 angefallene Aufwendungen. Weitere Zuwendungen erfolgen nur nach Freigabe durch den Träger, der eine Prüfung der jeweiligen Projektschritte vorangeht. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Aufwendungen für ausländische Umsatzsteuer und sonstige Gebühren in Höhe von TEUR 29 (2008: TEUR 7) enthalten. In 2008 waren weiterhin Verluste aus Geldanlagen in Höhe von TEUR 19 sowie diverse vertragliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7 enthalten.

9. Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- und Verwaltungskosten

Die betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen neben den Personal-, Werbe-, Messe- und Vertriebsaufwendungen auch Rechts- und Beratungskosten, Mietaufwendungen sowie Reisekosten. Des Weiteren sind nicht aktivierungsfähige Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

  2009
TEUR
2008
TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 649 292
(davon periodenfremd) (40) (-7)
Latente Steueraufwendungen 1.305 894
Latente Steuererträge -236 -62
Summe Steueraufwand 1.718 1.124

Der Ausweis der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft im Inland Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und abzugsfähige ausländische Quellensteuer sowie bei den Auslandsgesellschaften ertragsabhängige Steuern, die nach den nationalen Steuervorschriften ermittelt wurden. Die Steuerverbindlichkeiten betragen zum 31.12.2009 TEUR 110 (2008: TEUR 144).

Bei der inländischen Gesellschaft wurde zum 31.12.2009 für die Berechnung der latenten Steuern ein Körperschaftsteuersatz von 15,0% (31.12.2008: 15%) verwendet. Weiterhin berücksichtigt wurden ein Solidaritätszuschlag von jeweils 5,5% auf die Körperschaftsteuer (31.12.2008: 5,5%) sowie ein effektiver Gewerbesteuersatz von zirka 16,5% (31.12.2008: 16,5%). Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags und der Gewerbeertragsteuer ergab sich für die Berechnung der latenten Steuern bei der inländischen Gesellschaft somit ein Steuersatz von 33% (31.12.2008: 33%).

Für die Muttergesellschaft wurden die steuerlichen Verlustvorträge in voller Höhe aktiviert, da hinreichend wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Ergebnisse zur Verlustverrechnung zur Verfügung stehen werden. Ferner hat der Konzern latente Steuerforderungen in Höhe von TEUR 5.767 nicht angesetzt, die sich auf ausländische Verluste in Höhe von TEUR 17.475 beziehen, die vorgetragen und gegen künftige steuerliche Gewinne verrechnet werden können.

Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung des kumulierten deutschen Steuersatzes in Höhe von 33% (Vorjahr: 33%) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand dar:

  2009
TEUR
2008
TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2.280 474
Rechnerischer Steueraufwand 752 156
Abweichungen vom erwarteten Steueraufwand:    
Steuerfreie Einnahmen -13 0
Steueraufwand/-ertrag Vorjahre 40 -7
Abweichungen vom Konzernsteuersatz -23 -5
Ausländische Quellensteuern 15 14
Nicht abzugsfähige Aufwendungen, steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 941 1.014
Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen -5 0
Verbrauch von Verlustvorträgen 11 0
Aktivierung Verlustvorträge 0 -43
Sonstige 0 -5
  1.718 1.124

Die Steuerabgrenzungen sind folgenden Posten zuzuordnen:

  31.12.2009 31.12.2008
  TEUR aktivische latente Steuern TEUR passivische latente Steuern TEUR aktivische latente Steuern TEUR passivische latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 92 1.233 116 1.101
Sachanlagen 236 44 243 161
Vorräte 144 0 157 0
Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen 0 38 0 53
Verbindlichkeiten 66 0 197 0
Konsolidierungsmaßnahmen 897 1.853 897 2.089
Verlustvortrag 272 0 1.402 0
  1.707 3.168 3.012 3.404
Saldierung aktivische und passivische latente Steuern -1.707 -1.707 -3.012 -3.012
Bilanzansatz 0 1.461 0 392

Vom ausgewiesenen Bestand der latenten Steuern von TEUR 1.461 (2008: TEUR 392) wird erwartet, dass aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.313 (2008: TEUR 1.393) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 235 (2008: TEUR 240) innerhalb eines Jahres verbraucht werden.

11. Minderheitenanteile

Ausgewiesen wird das auf den Minderheitsgesellschafter der PULSION Medical UK Ltd. entfallende anteilige Jahresergebnis und eine Anpassung aus berichtigten Währungsdifferenzen der Vorjahre (TEUR 109) sowie die anteiligen Währungsdifferenzen des Geschäftsjahres 2009. Die Entwicklung der Minderheitenanteile ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

12. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich zum 31.12.2009 wie folgt zusammen:

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
TEUR
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
TEUR
Restbuchwert
TEUR
Zulassungen 2.364 680 1.684
Patente 923 178 745
Vertriebsrechte 178 178 0
Produktentwicklungen 1.888 579 1.309
Software 556 331 225
Firmenwert 12 0 12
Total 5.921 1.946 3.975

Zum 31.12.2008 setzen sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt zusammen:

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
TEUR
kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
TEUR
Restbuchwert
TEUR
Zulassungen 2.244 415 1.829
Patente 746 58 688
Vertriebsrechte 178 178 0
Produktentwicklungen 1.261 441 820
Software 417 262 155
Total 4.846 1.354 3.492
  Verbleibender Abschreibungszeitraum
  von bis
Zulassungen 2 Monate 10 Jahre
Patente 6,5 Jahre 20 Jahre
Produktentwicklungen 2,5 Jahre 5 Jahre
Software 1 Monat 5,5 Jahre

In den immateriellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 37 (2008: TEUR 21) Fremdkapitalkosten unter Verwendung eines Finanzierungskostensatzes von 6,37% (2008: 7,3%) aktiviert. Der Gesamtwert der aktivierten Fremdkapitalkosten beläuft sich auf TEUR 98 (2008: TEUR 61). Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 508 (2008: TEUR 415) erfasst. Innerhalb der immateriellen Vermögenswerte wurde aufgrund eines Impairment Tests bei den Patenten des Produkts IC-View eine Wertberichtigung in Höhe von gesamt TEUR 78 vorgenommen, da dem Vermögenswert keine nennenswerten Erlöse mehr entgegenstehen. Des Weiteren wurde als Ergebnis des Impairment Tests eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 6 bei den Patenten des Produkts Cerebrale Perfusion vorgenommen. Die Abschreibungen wurden erfolgswirksam in den Herstellungskosten erfasst.

13. Geschäfts- oder Firmenwert

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Anschaffungskosten 12 0
kumulierte Wertminderungsverluste 0 0
Stand zum Ende des Jahres 12 0

Mit notariellem Vertrag vom 23. Dezember 2008 hat die PULSION AG sämtliche Geschäftsanteile an der ESOMA Beteiligungsverwaltung GmbH (umfirmiert durch Beschluss vom 23. Dezember 2008 in PULSION Austria GmbH) mit Sitz in Wien zu einem Kaufpreis von EUR 39.500 erworben. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 35.000. Mit Rechtswirksamkeit der Übertragung zum 01. Januar 2009 wurden die Anteile erstmalig konsolidiert, woraus ein Firmenwert in Höhe von TEUR 12 resultiert. Die erworbene Gesellschaft war bis zum Erwerbszeitpunkt nicht gewerblich tätig und hat keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nach dem Erwerb der Anteile wird das gesamte Vertriebsgebiet Österreich durch diese Tochtergesellschaft betreut.

14. Sachanlagevermögen

Für Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 33 vorgenommen (2008: TEUR 0). Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.180 (2008: TEUR 1.470) erfasst.

Im ausgewiesenen Bestand des Sachanlagevermögens sind in Höhe von TEUR 0 (2008: TEUR 49) geleistete Anzahlungen sowie Anlagen im Bau enthalten.

Hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens wird auf den beigefügten Konzernanlagespiegel verwiesen, die Sicherungsübereignungen können aus der Textziffer 26 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - entnommen werden.

15. Leasingverbindlichkeiten/Bilanzansatz

Die Gesellschaft least von ihr selbst hergestellte medizinische Geräte im Rahmen nicht stornierbarer Leasingverträge mit Laufzeiten von 48 Monaten zurück. Des Weiteren hat die Gesellschaft Maschinen über eine Laufzeit von 48 Monaten geleast. Die zukünftigen jährlichen Mindestleasingzahlungen aus den Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2009
  Total < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 31.12.2009 71 71 0 0
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 2 2 0 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 31.12.2009 69 69 0 0
TEUR 31.12.2008
  Total < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 31.12.2008 301 231 70 0
Zinsaufwand für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 15 13 2 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 31.12.2008 286 217 69 0

Der Bilanzansatz des korrespondierenden Anlagevermögens ermittelt sich wie folgt:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Medizinische Geräte und Sonstiges 412 915
Kumulierte Abschreibung 265 425
Finanzierungsleasing 147 490

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen entspricht dem Buchwert.

16. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die aus der Vermietung resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich im Jahr 2009 auf TEUR 25 (2008: TEUR 27). Die direkt mit den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 8 (2008: TEUR 7). Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entspricht in etwa dem Buchwert. Zum Bilanzstichtag bestehen Grundschulden in Höhe von TEUR 417 (2008: TEUR 417).

17. Finanzielle Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 wurde der Erwerb der Anteile an der ESOMA Beteiligungsverwaltung GmbH ausgewiesen, die umfirmiert wurde in die PULSION Austria GmbH und erstmalig zum 1. Januar 2009 im Konsolidierungskreis erfasst ist.

18. Vorräte

Der Vorratsbestand stellt sich wie folgt dar:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.938 2.187
Unfertige Erzeugnisse 231 315
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.995 2.025
  5.164 4.527

Die Wertberichtigungen des Vorratsvermögens setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.983     2.187    
Bruttobetrag der Wertberichtigung 45     0    
Wertberichtigung   -45 2.938   0 2.187
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 231 0 231 315 0 315
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.033     2.071    
Bruttobetrag der Wertberichtigung 38     46    
Wertberichtigung   -38 1.995   -46 2.025
      5.164     4.527

Die auf das Geschäftsjahr 2009 entfallenden Wertminderungen in Höhe von TEUR 229 (2008: TEUR 100) wurden ergebniswirksam als Aufwand in den Umsatzkosten erfasst.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

  31. Dezember 2009
TEUR
31. Dezember 2008
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.599 5.545
(davon langfristig) (0) (122)
Abzüglich Wertminderungen von Forderungen 17 13
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.582 5.532

Der langfristige Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielt im Vorjahr den Anteil der Forderungen aus Mietkaufverträgen sowie den Anteil aus Lizenzforderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Aufgrund einer vertraglichen Anpassung wurde die im Vorjahr ausgewiesene abgegrenzte Lizenzforderung ausgebucht.

Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:

  31. Dezember 2009
TEUR
31. Dezember 2008
TEUR
Stand Wertberichtigungen am 01. Januar 13 32
Zuführungen 6 0
Verbrauch -1 -18
Auflösungen -1 -1
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 17 13

In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6 (2008: TEUR 1) sowie pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 11 (2008: TEUR 12) enthalten. Die Einzelwertberichtigungen von Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit der jeweiligen Kunden beruhen. Die pauschalierte Wertberichtigung wird aufgrund von Schätzungen vorgenommen.

Während der Berichtsperiode wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (2008: TEUR 16) vollständig ausgebucht, da eine Realisierung der Forderungen nicht mehr möglich war. Des Weiteren wurden zum Bilanzstichtag aus der Ausbuchung von verjährten kreditorischen Debitoren TEUR 0 (2008: TEUR 1) erfolgswirksam erfasst.

Die Zahlungsziele im Konzern variieren in Abhängigkeit vom Kunden zwischen 14 und 120 Tagen. Eine Verzinsung für überfällige Forderungen wird nicht vorgenommen. Bei einigen Tochtergesellschaften treten größere Überschreitungen des Zahlungsziels auf, die jedoch aufgrund der vergangenen Erfahrungswerte nicht zu einem erhöhten Wertberichtigungsbedarf führen. Hier wird durch ein verstärktes Forderungsmanagement versucht, die Überschreitungen zu reduzieren. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Konzern auf Basis einer Einzelbetrachtung vorgenommen. Es erfolgen keine Abschreibungen auf Basis von Überschreitungen von Zahlungszielen, da der Forderungsbestand im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Haushalten besteht und somit das Forderungsausfallrisiko beschränkt ist. Ferner wird das Risiko des Forderungsausfalls bei Neukunden aus Drittländern durch Einforderung von Vorauszahlungen sowie einer Kreditwürdigkeitsprüfung minimiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Einzelkunden sowie weltweiten Distributoren. Eine Konzentration auf Einzelkunden liegt somit nicht vor.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.537 (2008: TEUR 1.979), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Einzelwertberichtigungen erfasst, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.

Alterstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:

TEUR Gesamt davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
31. Dezember 2009     1-30 Tage 30-60 Tage 60-90 Tage >90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.599 3.056 933 545 285 774
31. Dezember 2008            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.545 3.565 1.091 242 200 446
TEUR 31. Dezember 2009 davon wertgemindert und überfällig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6
31. Dezember 2008  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Aufgrund der Struktur des Kundenbestands und somit fehlender Korrelation zwischen den Kunden besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

Die Forderungen aus Mietkaufverträgen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2009
  Total < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Ausstehende Mindestleasingzahlungen 31.12.2009 116 116 0 0
Zinsertrag für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingforderung 2 2 0 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 31.12.2009 114 114 0 0
TEUR 31.12.2008
  Total < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Ausstehende Mindestleasingzahlungen 31.12.2008 169 146 23 0
Zinsertrag für die am jeweiligen Bilanzstichtag bestehende Leasingforderung 5 4 1 0
Barwert der Mindestleasingzahlungen 31.12.2008 164 142 22 0

Der den Leasingverhältnissen zugrunde liegende Zinssatz wird bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert der Forderungen aus Mietkaufverträgen.

20. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Rechnungsabgrenzungsposten 408 199
Geleistete Anzahlungen 164 152
Forderungen gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuer 111 87
  683 438
Übrige 150 158
Total 833 596

21. Liquide Mittel/Finanzmittelfonds

Der der Kapitalflussrechnung zugrunde liegende Finanzmittelfonds umfasst:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Liquide Mittel 4.749 3.163
Verpfändete Guthaben -105 -168
  4.644 2.995

22. Eigenkapital

Zur Entwicklung der Eigenkapitalposten im Konzern wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

Die Inhaber von Stammaktien haben pro Aktie ein Stimmrecht und sind zum Bezug von Dividenden laut Beschluss berechtigt.

Die in der Hauptversammlung vom 09. Juni 2004 genehmigte Erhöhung des Grundkapitals ist zeitlich zum 08. Juni 2009 ausgelaufen.

Zum Stichtag besteht ein bedingtes Kapital II in Höhe von EUR 350.000 und ein bedingtes Kapital III in Höhe von EUR 130.500 für die Ausgabe von Aktien im Rahmen der Aktienoptionspläne. Das bedingte Kapital V gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 09. Juni 2004 ist zeitlich zum 08. Juni 2009 ausgelaufen.

Das Grundkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag beträgt im Vergleich zum Vorjahr unverändert EUR 9.577.302. Das Grundkapital ist in insgesamt 9.577.302 nennwertlose Stückaktien zu je EUR 1, lautend auf den Inhaber, eingeteilt.

In den sonstigen Rücklagen werden hauptsächlich Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnungen erfasst.

Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement:

Im Geschäftsjahr 2009 stieg das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 5%. Dies resultiert primär aus dem gestiegenen Bilanzgewinn. Trotz der gestiegenen Eigenkapitalsumme ist die Eigenkapitalquote zum 31.12.2009 auf 66% (31.12.2008: 68%) gesunken, während sich die Eigenkapitalrendite auf 2,9% (31.12.2008: -4,5%) und die Gesamtkapitalrendite auf 1,9% (31.12.2008: -2,9%) erhöhte. Die Verbesserung der Kapitalrenditen resultiert primär aus dem gestiegenen Konzernjahresüberschuss (Konzernjahresverlust im Vorjahr), der aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesunkenen operativen Kosten ausgewiesen werden kann. Ziel des Kapitalmanagements ist es, die Zahlungsfähigkeit zu erhalten sowie die Kapitalstruktur zu verbessern.

Kennzahl Berechnung 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapitalquote Eigenkapital/Bilanzsumme 66% 68%
Eigenkapitalrendite Konzernergebnis/durchschn. Eigenkapital 2,9% -4,5%
Gesamtkapitalrendite Konzernergebnis/durchschn. Gesamtkapital 1,9% -2,9%

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

  TEUR
Stand am 01. Januar 2009 20.596
Zuführung aus der Bewertung von Aktienoptionen 80
Entnahme aus der Kapitalrücklage 19.259
Stand am 31. Dezember 2009 1.416

Im Geschäftsjahr wurde im Einzelabschluss der Muttergesellschaft TEUR 19.259 aus der Kapitalrücklage entnommen und mit dem Bilanzverlust verrechnet.

In die gesetzliche Rücklage wurde erstmals die nach lokalen Regelungen der PULSION Switzerland GmbH vorgeschriebene Zuführung eingestellt.

23. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Der Konzern verfügt über zwei Aktienoptionsprogramme (Aktienoptionsplan 2003 und 2006) als Anreizsysteme, um Mitarbeiter und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Der Ausgleich erfolgt in Form von Eigenkapitalinstrumenten.

Details zur Ausgestaltung der Programme:

Der Ausübungspreis eines Aktienbezugsrechts entspricht im Allgemeinen 125% des Marktwerts (Fair Market Value) der Stammaktien zum Zeitpunkt der Gewährung des Bezugsrechts. Die Laufzeit beträgt acht Jahre (Aktienoptionsplan 2003 und Aktienoptionsplan 2006). In den Aktienoptionsplänen sind Bezugsrechte in definierten Ausübungsfenstern ausübbar. In beiden Aktienoptionsplänen kann frühestens nach zwei Jahren ab Erteilung die erste Hälfte und nach drei Jahren die andere Hälfte ausgeübt werden. Der Fair Value wurde mittels des Monte-Carlo-Verfahrens ermittelt. Der durchschnittliche Xetra-Schlusskurs der PULSION-Aktie im Jahr 2009 betrug EUR 2,29.

Die Veränderungen im Bestand der Bezugsrechte stellen sich am 31. Dezember jeweils wie folgt dar:

  31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
  Bezugsrechte Gewogener durchschnittlicher Ausübungspreis
(EUR)
Bezugsrechte Gewogener durchschnittlicher Ausübungspreis
(EUR)
Zu Jahresbeginn im Umlauf 175.000 6,27 283.000 6,76
Neu ausgegeben 84.000 2,86 35.000 5,03
Ausgeübt 0 0,00 0 0,00
Verfallen/verwirkt * 38.000 5,23 143.000 6,94
Am Jahresende im Umlauf 221.000 5,15 175.000 6,27
Davon Vorstand 10.000 4,13 45.000 4,83
Am Jahresende ausübbare Bezugsrechte 91.500 6,03 46.000 4,46
Davon Vorstand 10.000 4,13 10.000 4,13

* Davon sind 38.000 zur Neuausgabe verfügbar.

Die folgende Tabelle stellt eine Zusammenfassung von Daten über die per 31. Dezember 2009 im Umlauf befindlichen Bezugsrechte dar:

    Bezugsrechte im Umlauf Ausübbare Bezugsrechte
Ausübungspreis
EUR
Im Umlauf befindlich Anzahl Gewogene durchschnittliche Restlaufzeit Jahre Gewogener durchschnittlicher Ausübungspreis
EUR
Anzahl der ausübbaren Bezugsrechte Anzahl Gewogener durchschnittlicher Ausübungspreis
EUR
7-8 91.000 5,52 7,61 45.500 7,61
5-7 10.000 3,55 5,63 10.000 5,63
4-5 36.000 2,65 4,13 36.000 4,13
2-3 84.000 7,73 2,86 0 0,00
  221.000 5,95 5,15 91.500 6,03

Zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008 stand für Bezugsrechte für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme jeweils bedingtes Kapital zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2009 hielten 44 Mitarbeiter im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms Bezugsrechte.

Folgende gewogene Durchschnittsannahmen wurden zur Berechnung des Fair Values nach IFRS 2 verwendet:

  2009 2008
Risikoloser Zinssatz 2,22% 4,34%
Dividendenertrag 0% 0%
Volatilität 56,63% 54,93%
Ausübungspreis (EUR) 2,860 5,030
Laufzeit des Bezugsrechts 8 Jahre 8 Jahre

Die Volatilität wurde als historische Volatilität aus dem Kursverlauf der Aktien der Gesellschaft vom 02.01.2004 bis 19.11.2009 für die im Jahr 2009 gewährten Bezugsrechte ermittelt. Als Ausübungsstrategie wurde die frühestmögliche Ausübung gewählt. Der gewogene durchschnittliche Fair Value der im Laufe des Jahres gewährten Bezugsrechte betrug im Jahr 2009 EUR 0,76, im Jahr 2008 EUR 1,35.

24. Rückstellungen

Die Entwicklung und Zusammensetzung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

  01.01.2009
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Aufzinsung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2009
TEUR
Gewährleistung 131 66 0 0 97 162
sonstige vertragliche Verpflichtungen 115 0 0 7 0 122
Drohverlustrückstellung 0 0 0 0 20 20
Rechtsstreitigkeiten 0 0 0 0 785 785
sonstige 26 0 0 0 0 26
  272 66 0 7 902 1.115

Die Rückstellungen werden gem. IAS 37 angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen, insbesondere für Monitore, aufgrund gesetzlicher Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 162) und für sonstige vertragliche Verpflichtungen (TEUR 122) sowie Rechtsstreitigkeiten, insbesondere für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder (TEUR 785), gebildet. Mit Ausnahme eines Teilbetrages von TEUR 205 haben die Rückstellungen eine voraussichtliche Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der langfristige Teil wird ratierlich bis zum 31.01.2022 verbraucht.

25. Finanzverbindlichkeiten

  kurzfristig langfristig
  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Ungesichert zu fortgeführten Anschaffungskosten        
Kontokorrentkredite 0 0 0 0
Kredite von Banken 0 0 0 0
Finanzschulden 0 26 0 0
Leasingverbindlichkeiten 69 217 0 69
Sonstige 2.794 3.172 76 239
Gesichert zu fortgeführten Anschaffungskosten        
Kontokorrentkredite 1 0 0 0
Kredite von Banken 923 390 704 1.627
Finanzschulden 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0
Sonstige 0 0 0 0
  3.787 3.805 780 1.935

26. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Konditionen:

Kreditinstitut Art Endfälligkeit Zinssatz
%
31.12.2009
TEUR
kurzfristig
TEUR
langfristig
TEUR
WestLB AG, Düsseldorf Darlehen 09/2013 5,4 144 40 104
WestLB AG, Düsseldorf Darlehen 10/2010 6-Monats-EURIBOR +1,5 Prozentpunkte 600 600 0
WestLB AG, Düsseldorf Darlehen 07/2012 6,32 850 250 600
Münchner Bank e.G./ Raiffeisenbank München e.G., München Darlehen 04/2010 5,5 33 33 0
Banco Pastor, Alcorcon/Spanien Kontokorrent 06/2010 2,5 1 1 0
Gesamt       1.628 924 704

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.628 bestehen nachfolgende Sicherheiten: Zum Bilanzstichtag bestehen Grundschulden in Höhe von TEUR 417 (2008: TEUR 417). Daneben wurden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 105 (2008: TEUR 168) verpfändet. Für die im Rahmen von Investitionen angeschafften Güter wurde eine Sicherungsübereignung in Höhe von bis zu TEUR 720 (inkl. USt.) (2008: TEUR 720) vereinbart. Zum 31.12.2009 beläuft sich die Sicherungsübereignung auf TEUR 417 (2008: TEUR 417). Weitere Sicherungsübereignungen von Warenbeständen sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung bestanden zum Bilanzstichtag nicht (2008: TEUR 0).

Der Konzern hat zum 31.12.2009 ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 498 (2008: TEUR 391).

Die zum 31. Dezember 2008 ausgewiesenen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Konditionen:

Kreditinstitut Art Endfälligkeit Zinssatz
%
31.12.2008
TEUR
kurzfristig
TEUR
langfristig
TEUR
WestLBAG, Düsseldorf Darlehen 09/2013 5,4 184 40 144
WestLB AG, Düsseldorf Darlehen 10/2010 6-Monats-EURIB0R +1,5 Prozentpunkte 600 0 600
WestLB AG, Düsseldorf Darlehen 07/2012 6,32 1.100 250 850
Münchner Bank e.G./ Raiffeisenbank München e.G., München Darlehen 04/2010 5,5 133 100 33
Gesamt       2.017 390 1.627

Die Tilgung der Darlehen beträgt in den Folgejahren:

  TEUR
2010 924
2011 290
2012 390
2013 24
ab 2014 0
  1.628

Im Geschäftsjahr 2009 sind in den Zinsaufwendungen TEUR 104 (2008: TEUR 120) für Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten.

27. Finanzschulden

  31.12.2009 31.12.2008
Kurzfristige Finanzschulden    
Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH (BayBG) 0 26
Finanzschulden gesamt 0 26

Vormals Stille Beteiligung Kapitalbeteiligungsgesellschaft für die mittelständische Wirtschaft Bayerns mbH (BayBG):

1989 ging BayBG mit der Gesellschaft eine stille Beteiligung mit einer Einlage von TEUR 256 ein. Ab 1. Dezember 1994 betrug die nicht ergebnisabhängige Vergütung 10%, ab 1. Dezember 1999 9% der Einlage. Seit 30. Mai 2000 war das Beteiligungskapital in 20 gleichen Halbjahresraten von TEUR 13 zurückzuzahlen. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2007 wurde die Beteiligung, die ursprünglich zum 30. November 2009 endet, vorzeitig zum 31.12.2008 gekündigt. Die vereinbarte Rückzahlung der letzten Rate in Höhe von TEUR 26 ist im Januar 2009 erfolgt.

28. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.513 (2008: TEUR 1.061).

Die Zahlungsziele im Konzern liegen zwischen 0 und 60 Tagen. Der Konzern hat ein Finanzrisikomanagement implementiert, um sicherzustellen, dass alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des gewährten Zahlungsziels beglichen werden.

29. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Jahres-/Konzernabschlussprüfung 120 77
Erhaltene Anzahlungen 69 13
Lizenzgebühren 25 129
Umsatzabgrenzung 84 276
(davon Finanzierungsleasing aus SALB) (25) (137)
Personalbezogene Verpflichtungen 1.126 1.164
Ausstehende Rechnungen 822 625
gerichtliche Vergleichsvereinbarung 0 250
Übrige 548 638
  2.794 3.172
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten    
Umsatzabgrenzung 0 206
(davon Finanzierungsleasing aus SALB) (0) (25)
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 53 0
Übrige 23 33
  76 239
Sonstige Verbindlichkeiten gesamt 2.870 3.411

Unter dem Posten personalbezogene Verpflichtungen werden im Wesentlichen Verpflichtungen aus Urlaubs- und Bonusansprüchen ausgewiesen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten verbrauchen sich ratierlich bis zum 31. Januar 2012.

30. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus: 2010
TEUR
2011
TEUR
2012
TEUR
2013
TEUR
ab 2014
TEUR
Total
TEUR
Mietverträgen 648 631 136 7 0 1.422
KFZ-Leasingverträgen 320 202 51 2 0 575
sonstigen Dienstleistungsverträgen 51 47 46 45 7 196
Lieferantenrahmenverträgen 843 0 0 0 0 843
Abnahmevereinbarungen 1.920 2.475 1.132 1.353 1.739 8.619
Investitionsvorhaben 97 0 0 0 0 97
Gesamt 3.879 3.355 1.365 1.407 1.746 11.752

Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen betragen:

  2009
TEUR
2008
TEUR
Bis zu 1 Jahr 963 884
Nach mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 1.032 1.350
Nach mehr als 5 Jahren 0 0
  1.995 2.234

Operate-Leasing-Leasingnehmer: Die Gesellschaften des Konzerns mieten Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen zur eigenen Nutzung. Diese Leasingverhältnisse sind als Operate-Leasingverhältnisse zu klassifizieren und haben ursprüngliche Vertragslaufzeiten zwischen 2 und 6 Jahren. Im Wesentlichen ergeben sich die Verpflichtungen aus dem Operate-Leasing auf Grundlage der Mietverträge für den Produktionsstandort in Feldkirchen sowie für das Verwaltungsgebäude vom 16. August 2007 bzw. 02. Januar 2008. Der Mietvertrag für den Produktionsstandort in Feldkirchen enthält eine Optionsvereinbarung zur Verlängerung des Mietvertrages. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus Operate-Leasingverhältnissen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.224 (2008: TEUR 1.216) erfasst.

Durch den Abschluss von Rahmenverträgen (TEUR 843) und Abnahmevereinbarungen (TEUR 8.619) kann die Produktionsplanung entsprechend den Verkaufsprognosen sichergestellt und durch festgelegte Preise unerwartete Preissteigerungen vermieden werden. Gleichzeitig wird das Risiko eines überhöhten Lagerbestandes verringert.

Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag feste Bestellungen für Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Sonstiges für das Jahr 2010 in Höhe von EUR 1,3 Mio.

Operate-Leasing-Leasinggeber: Die Gesellschaft vermietet die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie einen angemieteten Parkplatz. Des Weiteren stellt die PULSION AG Monitore teilweise unentgeltlich gegen Abnahmevereinbarungen sowie entgeltlich zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2009 bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Mietavale gegenüber Vermietern in Höhe von TEUR 149 (2008: TEUR 149) sowie TUSD 2 (2008: TUSD 2) für eine Erfüllungsgarantie.

31. Angaben nach IFRS 7

Der Standard fordert die Einteilung der Finanzinstrumente in Klassen ähnlicher Instrumente. Angaben sind auf Ebene dieser Klassen vorzunehmen. Im Wesentlichen sind dies Informationen über die Bedeutung der Finanzinstrumente sowie über die Art und das Ausmaß der mit den Finanzinstrumenten verbundenen Risiken, insbesondere quantitative und qualitative Angaben zu Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken. Der beizulegende Zeitwert - der Betrag, zu dem zwischen sachkundigen, vertragsbereiten und unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld ausgeglichen werden könnte - wird anhand von Börsenkursen ermittelt. Bewertungsunterschiede bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht.

Detaillierte Angaben zu den quantitativen und qualitativen Risiken der einzelnen Klassen sind in den Erläuterungen zu den Bilanzposten bzw. Klassen dargestellt.

Die Klassen, die alle der Kategorie Loans & Receivables zuzuordnen sind, stellen sich zum 31.12.2009 wie folgt dar:

  Bilanzansatz
TEUR
Anwendungsbereich nach IFRS 7
TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
TEUR
Fair Value erfolgsneutral
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Bilanzansatz zum Fair Value
TEUR
Liquide Mittel 4.749 4.749 4.749 - - 4.749
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.582 5.582 5.582 - - 5.582
Sonstige Vermögenswerte 833 - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.513 1.513 1.513 - - 1.513
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.628 1.628 1.628 - - 1.628
Finanzschulden 0 0 0 - - 0
Leasingverbindlichkeiten 69 69 69 - - 69
Sonstige Verbindlichkeiten 2.870 1.021 1.021 - - 1.021

Zum 31.12.2008 stellen sich die Klassen, die alle der Kategorie Loans und Receivables zuzuordnen sind, wie folgt dar:

  Bilanzansatz
TEUR
Anwendungsbereich nach IFRS 7
TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
TEUR
Fair Value erfolgsneutral
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Bilanzansatz zum FairValue
TEUR
Liquide Mittel 3.163 3.163 3.163 - - 3.163
Finanzielle Vermögenswerte 40 40 40 - - 40
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 - 0 - 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.532 5.532 5.532 - - 5.532
Sonstige Vermögenswerte 596 - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.061 1.061 1.061 - - 1.061
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.017 2.017 2.017 - - 2.017
Finanzschulden 26 26 26 - - 26
Leasingverbindlichkeiten 286 286 286 - - 286
Sonstige Verbindlichkeiten 3.411 937 937 - - 937

Dargestellt werden ausschließlich die in die Klasseneinteilung nach IFRS 7 fallenden Vermögenswerte und Schulden, so dass sich ein abweichender Ansatz zu den Bilanzsummen ergibt.

32. Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzforderungen

Herr Dr. Dr. Pfeiffer und die UP Med AG i.L. hat beim Landgericht München I die Zwangsvollstreckung aus dem Vergleich vom 28. Januar 2009 beantragt, da angeblich die aus dem Vergleich von der Gesellschaft geschuldete Veröffentlichung der Pressemitteilung nicht vertragsgemäß verbreitet worden sei. Nach Einschätzung der insoweit für die Gesellschaft tätigen Rechtsanwälte ist der Antrag als unbegründet zurückzuweisen. Rückstellungen wurden daher nicht gebildet. Wie immer bei gerichtlichen Verfahren kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass ein zuständiges Gericht eine andere Rechtsauffassung hat.

Ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied klagt gegen die Gesellschaft auf Feststellung der Unwirksamkeit des Widerrufs seiner Bestellung zum Vorstand der Gesellschaft sowie auf Weiterzahlung der Vorstandsvergütung beim Landgericht München I. Nach juristischer Einschätzung beträgt der Rückstellungsbedarf für eine mögliche Abfindung EUR 400.000, der auch erfolgswirksam als Rückstellung erfasst wurde.

Ein weiteres ausgeschiedenes Vorstandsmitglied klagt beim Landgericht München I gegen die Gesellschaft auf Feststellung, dass sein früheres Anstellungsverhältnis durch die ausgesprochene fristlose Kündigung nicht geendet habe. Hierfür wurde ein Betrag von EUR 135.102 als Rückstellung aufwandswirksam erfasst. Der Termin zur Verkündung einer Entscheidung wurde vom Gericht für den 26.02.2010 angesetzt; eine etwaige gerichtliche Entscheidung wird im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht rechtskräftig sein.

Herr Mattias Bohn hat sich am 11. März 2010 außergerichtlich mit dem Aufsichtsrat verständigt und wird PULSION einvernehmlich verlassen. Die durch Herrn Bohn eingereichten Klagen werden nach der Einigung zwischen dem Aufsichtsrat und Herrn Bohn nicht mehr verfolgt werden. Die im Konzernabschluss aufwandswirksam als Rückstellung erfassten Beträge entsprechen der Einigung. Darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht.

Die französische Tochtergesellschaft wurde durch einen in Vorjahren abberufenen Geschäftsführer verklagt. Die Klage ist im Geschäftsjahr wieder aufgenommen worden und wurde entsprechend der derzeitigen Einschätzungen des potenziellen Risikos in den Rückstellungen erfasst.

Des Weiteren bestehen keine Gerichts- oder Schiedsverfahren oder ähnliche Verfahren, in die die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften verwickelt sind, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.

33. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je PULSION-Aktie wird auf Grundlage des Konzern-Jahresergebnisses und des gewogenen Mittelwerts der während der Berichtsperiode ausstehenden Anzahl von Aktien berechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt eine zusätzliche Verwässerung durch eine mögliche Ausgabe von Aktien, z.B. von Aktien, die aufgrund der Ausübung von ausstehenden Aktienbezugsrechten auszugeben sind. Dies gilt allerdings nicht für den Fall, dass aufgrund ihrer Einbeziehung das Ergebnis je Aktie steigt und damit von ihnen keine verwässernde Wirkung ausgeht.

    2009 2008
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (unverwässert) Stück 9.577.302 9.577.302
Verwässerungseffekt aus Bezugsrechten Stück 0 0
Gewogene durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) Stück 9.577.302 9.577.302
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag (nach Minderheitenanteilen) TEUR 465 -727
Ergebnis je Aktie (unverwässert) EUR 0,05 -0,08
Ergebnis je Aktie (verwässert) EUR 0,05 -0,08

In die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) sind antidilutive Aktienoptionen in Höhe von 137.000 (2008: 175.000) nicht einbezogen. Durch den gefallenen Durchschnittskurs in 2009, der unter dem Ausübungskurs der möglichen auszuübenden Optionen liegt, ergibt sich für das Geschäftsjahr kein Verwässerungseffekt.

34. Finanzinstrumente/Risikomanagement

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Einzelheiten der angewendeten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, einschließlich der Ansatzkriterien, der Bewertungsgrundlagen sowie der Grundlagen für die Erfassung von Erträgen und Aufwendungen, sind - getrennt für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten, Schulden und Eigenkapitalinstrumenten - in Angabe 4 dieses Konzernanhangs dargestellt, ebenso kann die Entwicklung der Wertminderung dem Punkt 19 dieses Anhangs entnommen werden.

Kategorien von Finanzinstrumenten:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte    
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0 0
Kredite und Forderungen (einschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente) 10.331 8.695
Finanzielle Vermögenswerte 0 40
Finanzielle Verbindlichkeiten    
Ertolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.080 4.327

PULSION ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Herausforderung für jedes Unternehmen besteht darin, einerseits die bestehenden wirtschaftlichen Chancen möglichst frühzeitig zu erkennen und langfristig zu nutzen sowie andererseits die mit jeder Geschäftstätigkeit einhergehenden Risiken zu identifizieren, ihre Auswirkungen auf das Unternehmen zu analysieren und das Eintreten von Gefahren durch Vorsorgemaßnahmen möglichst weitreichend zu vermeiden oder ganz abzuwehren.

Unter Leitung des Risikomanagers von PULSION überprüfen die verantwortlichen Mitarbeiter der einzelnen Fachbereiche regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf potenzielle und bestehende Risiken. Durch das Risikomanagement-Handbuch, das kontinuierlich an interne und externe Veränderungen angepasst wird, steht den Mitarbeitern ein Instrument zur Verfügung, das ihnen dabei hilft, Schadenspotenziale und Eintrittswahrscheinlichkeiten zu identifizieren und richtig bewerten zu können. Die Geschäftsleitung wird laufend über die aktuellen und möglichen zukünftigen Risiken sowie deren beeinflussenden Faktoren informiert und diskutiert diese in den Vorstandssitzungen, um rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können.

Kapitalrisikomanagement:

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage, sonstigen Rücklagen sowie dem Bilanzgewinn.

Marktrisiko:

Die Konzernrisiken setzen sich aus dem Risiko der Änderung von Wechselkursen und Zinssätzen zusammen.

Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen, bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Ein Fremdwährungsrisiko entsteht, wenn zukünftige Geschäftstransaktionen, bilanzierte Vermögenswerte und Schulden auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entspricht. Der Konzern ist international ausgerichtet und in Folge dessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt. Das Risiko wird dadurch begrenzt, dass die Transaktionen im Wesentlichen in der funktionalen Währung erfolgen und nur in geringem Umfang Fremdwährungsgeschäfte (USD, GBP, AUD, CHF) vorliegen. Die Buchwerte der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag lauten wie folgt:

  Vermögenswerte Schulden
  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
USD 448 385 183 118
AUD 437 570 56 83
GBP 1.188 443 314 184
CHF 207 170 37 4

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10%igen Veränderung des Euro gegenüber der jeweiligen Fremdwährung auf, für welche die Gesellschaft Wechselkursrisiken ausgesetzt ist. Dargestellt sind die Auswirkungen einer 10%igen Steigerung des Wechselkurses gegenüber dem Euro; bei einer gleichlautenden negativen Veränderung des Wechselkurses ergeben sich die gleichen Auswirkungen mit negativem Vorzeichen.

  Vermögenswerte Vermögenswerte
  Buchwert 31.12.2009
TEUR
Veränderung +10% 31.12.2009
TEUR
Delta 31.12.2009
TEUR
Buchwert 31.12.2008
TEUR
Veränderung +10% 31.12.2008
TEUR
Delta 31.12.2008
TEUR
USD 448 493 45 385 423 38
AUD 437 481 44 570 627 57
GBP 1.188 1.307 119 443 487 44
CHF 207 228 21 170 187 17
  2.281 2.509 228 1.568 1.724 157
  Schulden Schulden
  Buchwert 31.12.2009
TEUR
Veränderung +10% 31.12.2009
TEUR
Delta 31.12.2009
TEUR
Buchwert 31.12.2008
TEUR
Veränderung +10% 31.12.2008
TEUR
Delta 31.12.2008
TEUR
USD 183 202 18 118 130 12
AUD 56 61 6 83 91 8
GBP 314 345 31 184 203 18
CHF 37 40 4 4 4 0
  589 648 59 389 428 39

Die Wechselkursrisikosensitivität hat während des Geschäftsjahres zugenommen, da die Tochtergesellschaft in Großbritannien zum Bilanzstichtag ein erhöhtes Aktivvermögen ausweist, woraus sich aber kein erhöhtes Wechselkursrisiko ergeben wird.

Aufgrund bestehender langfristiger Darlehenskonditionen mit im Wesentlichen festgeschriebenen Zinssätzen ist das Zinsrisiko beschränkt. Der operative Cashflow ist weitestgehend unabhängig von Änderungen des Marktzinssatzes.

Fair-Value-Bewertung:

Für Vermögenswerte und Schulden wird eine entsprechende Fair-Value-Bewertung gemäß IAS 39 vorgenommen.

Ausfallrisiko:

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Interne Regelungen sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien und, falls angemessen, unter Einholung von Sicherheiten eingegangen werden, um die Risiken eines Verlustes aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber öffentlichen Haushalten und Distributoren und verteilen sich auf verschiedene geografische Gebiete. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt. Das Ausfallrisiko aus liquiden Mitteln ist gering, da die Vertragsparteien Banken sind. In der Vergangenheit kam es zu keinen wesentlichen Ausfällen.

Kredit- und Liquiditätsrisiko:

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken mit angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Die nachfolgenden Tabellen beschreiben die erwarteten Zahlungsabflüsse inklusive Zinsen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzschulden auf Basis der vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine.

31.12.2009 Sofortfällig
TEUR
fällig Innerhalb von 3 Monaten
TEUR
fällig Innerhalb von 3 bis 12 Monaten
TEUR
fällig innerhalb von 1 bis 5 Jahren
TEUR
fällig nach 5 Jahren
TEUR
Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 4 609 0 0
Festverzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 51 328 756 0
Finanzschulden 0 0 0 0 0
  0 55 936 756 0
31.12.2008 Sofortfällig
TEUR
fällig innerhalb von 3 Monaten
TEUR
fällig innerhalb von 3 bis 12 Monaten
TEUR
fällig innerhalb von 1 bis 5 Jahren
TEUR
fällig nach 5 Jahren
TEUR
Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 10 29 632 0
Festverzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 57 410 1.134 0
Finanzschulden 28 0 0 0 0
  28 66 439 1.766 0

35. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 berichtet die Gesellschaft über Geschäftssegmente, basierend auf der internen Steuerung, über die regelmäßig der obersten Führungskraft berichtet wird und durch die oberste Führungskraft des operativen Bereichs überprüft wird. Die Geschäftssegmente werden nach geografischen Bereichen dargestellt und berichtet (Management Approach). Als Abgrenzungskriterium für das geografische Segment dient der Standort der rechtlichen Einheiten. Transaktionen zwischen den Segmenten werden auf Basis eines Cost-Plus-Modells vorgenommen.

Zum 31. Dezember 2009 stellt sich die Segmentberichterstattung wie folgt dar:

  Deutschland
TEUR
Frankreich
TEUR
Übriges Europa
TEUR
USA
TEUR
Australien
TEUR
Überleitungsrechnung
TEUR
Umsatzerlöse Dritte 17.454 2.273 6.816 959 639 0
davon Geräte 4.925 588 959 314 72 0
davon Einmalartikel 10.408 1.685 5.108 469 473 0
davon Indikation/Diagnose 2.122 0 750 177 94 0
Umsatzerlöse verbundene Unternehmen 6.051 0 0 8 0 -6.060
Abschreibungen -1.434 -172 -336 -81 -22 222
Wertminderungen -302 0 -10 0 -5 0
nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 505 -28 7 3 8 177
Operatives Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern 3.347 -697 539 -751 -189 142
Zinsaufwendungen -142 -182 -223 -321 -151 876
Zinserträge 911 0 1 0 9 -888
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.692 0 -87 0 0 62
Minderheitenanteile           -97
Konzernjahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen)            
Segmentvermögen gesamt 41.197 1.411 5.062 768 546 -23.237
Segmentverbindlichkeiten 7.347 4.135 5.515 6.143 2.932 -17.307
Segmentinvestitionen ohne Monitore 1.566 21 42 0 0 12
Segmentinvestitionen Monitore 456 250 477 4 18 -504
  Konzern
TEUR
Umsatzerlöse Dritte 28.141
davon Geräte 6.857
davon Einmalartikel 18.142
davon Indikation/Diagnose 3.142
Umsatzerlöse verbundene Unternehmen 0
Abschreibungen -1.822
Wertminderungen -317
nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 672
Operatives Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern 2.392
Zinsaufwendungen -144
Zinserträge 32
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.718
Minderheitenanteile -97
Konzernjahresüberschuss (nach Minderheitenanteilen) 465
Segmentvermögen gesamt 25.747
Segmentverbindlichkeiten 8.765
Segmentinvestitionen ohne Monitore 1.641
Segmentinvestitionen Monitore 702

Zum 31. Dezember 2008 stellt sich die Segmentberichterstattung wie folgt dar:

  Deutschland
TEUR
Frankreich
TEUR
Übriges Europa
TEUR
USA
TEUR
Australien
TEUR
Überleitungsrechnung
TEUR
Umsatzerlöse Dritte 19.391 2.003 5.183 458 927 0
davon Geräte 5.164 503 962 229 235 0
davon Einmalartikel 11.185 1.500 3.471 229 615 0
davon Indikation/Diagnose 3.042 0 750 0 77 0
Umsatzerlöse verbundene Unternehmen 5.221 13 2 0 0 -5.235
Abschreibungen -1.603 -187 -376 -97 -64 276
Wertminderungen -280 -4 -27 -2 -10 0
nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 237 0 -14 0 -2 -352
Operatives Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern 2.514 -602 123 -1.279 -71 -108
Zinsaufwendungen -186 -139 -196 -254 -142 723
Zinserträge 792 0 7 1 13 -725
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -198 0 -66 -1 0 -859
Minderheitenanteile           -77
Konzernjahresfehlbetrag (nach Minderheitenanteilen)            
Segmentvermögen gesamt 38.859 1.339 3.413 875 754 -21.389
Segmentverbindlichkeiten 7.512 3.184 4.174 5.282 2.343 -14.886
Segmentinvestitionen ohne Monitore 2.287 29 8 63 1 0
Segmentinvestitionen Monitore 1.974 284 819 340 106 -937
  Konzern
TEUR
Umsatzerlöse Dritte 27.962
davon Geräte 7.093
davon Einmalartikel 17.000
davon Indikation/Diagnose 3.869
Umsatzerlöse verbundene Unternehmen 0
Abschreibungen -2.051
Wertminderungen -322
nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen -131
Operatives Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern 578
Zinsaufwendungen -193
Zinserträge 88
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.124
Minderheitenanteile -77
Konzernjahresfehlbetrag (nach Minderheitenanteilen) -727
Segmentvermögen gesamt 23.849
Segmentverbindlichkeiten 7.609
Segmentinvestitionen ohne Monitore 2.390
Segmentinvestitionen Monitore 2.584

Aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises zum 01. Januar 2009 ergibt sich in der Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2009 die Notwendigkeit der Erweiterung der berichtspflichtigen Segmente. Entsprechend der Regelung des IFRS 8 wurde daher das Segment Übriges Europa um die Geschäftsaktivitäten in Österreich und der Schweiz erweitert. Zum 31. Dezember 2008 wurde über die Aktivitäten in beiden Ländern im operativen Segment Deutschland berichtet. Gleichzeitig wurde wegen der berichtspflichtigen Segmentkriterien das Segment Frankreich separat dargestellt, welches im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2008 im Segment Übriges Europa enthalten war.

Das Segmentvermögen umfasst in erster Linie Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und betrieblich genutzte flüssige Mittel. Die Segmentschulden umfassen betriebliche Verbindlichkeiten. In der Überleitungsrechnung werden alle Konsolidierungs- und Eliminierungsbuchungen sowie die im Konzern zu erfassenden latenten Steuern ausgewiesen.

Aus dem Kundenportfolio ergeben sich keine Risiken durch Bindung an Einzelkunden.

36. Organe der PULSION

Im Geschäftsjahr 2009 gehörten dem Vorstand an:

Herr Christoph R. Manegold

Vorstand Forschung und Entwicklung (seit 06. Juni 2009), alleinvertretungsberechtigter

Vorstand seit 01. Dezember 2009 bis zur Bestellung von Herrn Hans-Hubert Schmitt am 04. Januar 2010

Sonstige Mandate:

Mitglied der Geschäftsführung der PULSION Austria GmbH (seit 03. Dezember 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Pacific Pty. Ltd., Australien (seit 24. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Benelux N.V., Belgien (seit 18. Dezember 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Inc., USA (seit 01. Dezember 2009)

Gerant der PULSION France S.A.R.L, Frankreich (seit 31. Dezember 2009)

Weitere Mandate, eingetragen im Geschäftsjahr 2010:

Mitglied der Geschäftsführung der PULSION Switzerland GmbH, Schweiz (eingetragen zum 08. Januar 2010)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Systems Iberica S.L., Spanien (eingetragen zum 15. Januar 2010)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical UK Ltd., Großbritannien

Herr Matthias Bohn

Sprecher des Vorstands, Vorstand Forschung und Entwicklung (bis 05. Juni 2009), Produktion und Logistik, internationale Zulassungen sowie Einkauf (bis 30. November 2009)

Sonstige Mandate:

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Inc., USA (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical UK Ltd., Großbritannien (bis 30. November 2009)

Chairman des Board of Directors der PULSION Benelux N.V., Belgien (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Pacific Pty. Ltd., Australien (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Systems Iberica S.L., Spanien (bis 30. November 2009)

Gerant der PULSION France S.A.R.L., Frankreich (bis 30. November 2009)

Mitglied der Geschäftsführung der PULSION Austria GmbH, Österreich (bis 30. November 2009)

Herr Frank Posnanski

Vorstand Finanzen, Investor Relations, Administration sowie Human Ressource (bis 30. November 2009)

Sonstige Mandate:

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical UK Ltd., Großbritannien (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Benelux N.V., Belgien (bis 30. November 2009)

Gerant der PULSION France S.A.R.L., Frankreich (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Systems Iberica S.L., Spanien (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Pacific Pty. Ltd., Australien (bis 30. November 2009)

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Inc., USA (bis 30. November 2009)

Mitglied der Geschäftsführung der PULSION Switzerland GmbH, Schweiz (bis 30. November 2009)

Mitglied der Geschäftsführung der PULSION Austria GmbH, Österreich (bis 30. November 2009)

Herr Dr. Burkhard Wittek

Vorstandsvorsitzender (bis 14. Mai 2009), Vorstand Marketing und Vertrieb

Sonstige Mandate:

Mitglied des Board of Directors der PULSION Medical Inc., USA (bis 14. Mai 2009)

Im Geschäftsjahr 2009 gehörten dem Aufsichtsrat an:

Herr Dr. Burkhard Wittek

MBA, Kaufmann, Vorsitzender seit 17. November 2009

weitere Mandate:

iOnGen AG, Göttingen (Mitglied des Aufsichtsrats)

Immunodiagnostic System Holdings plc, Boldon Tyne & Wear, UK (Non-Executive Board Member)

Herr Jürgen Lauer

Dipl.-Betriebswirt, MBA, stellvertretender Vorsitzender seit 17. November 2009

Geschäftsführer der JüLa Beteiligungs GmbH, Weißenhorn

weitere Mandate:

Medica Medizintechnik GmbH, Hochdorf (Mitglied des Beirats)

Singulus Technologies AG, Kahl am Main (Mitglied des Aufsichtsrats seit 17. August 2009)

WashTec AG, Augsburg (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Frank Fischer

Dipl.-Kaufmann, Mitglied seit 17. November 2009

Vorstand der Shareholder Value Management AG, Frankfurt am Main

Vorstand der Shareholder Value Beteiligungen AG, Frankfurt am Main

Geschäftsführer der Value Focus Beteiligungs GmbH, Hofheim

keine weiteren Mandate

Herr Claus F. Vogt

Dipl.-Kaufmann (Univ.), Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Certified Valuation Analyst (CVA), Fachberater für Sanierung und Insolvenz (DStV e.V.), Vorsitzender seit 23. Oktober 2009, stellvertretender Vorsitzender bis 22. Oktober 2009, ausgeschieden am 16. November 2009

weitere Mandate:

ABR German Real Estate AG, Hamburg (Vorsitzender)

Intertainment AG, München (Ersatzmitglied)

Human Electrics GmbH, Rednitzhembach (Beiratsmitglied)

Herr Michael Bourjau

Dipl.-Kaufmann (FH), Vorsitzender bis 15. September 2009, ausgeschieden am 15. September 2009

weitere Mandate:

Schmidbauer GmbH & Co. KG, Gräfelfing (Beiratsmitglied)

HANSA Metallwerke AG, Stuttgart (Vorsitzender)

BIOGAS NORD AG, Bielefeld (Vorsitzender bis 31. März 2009)

Herr Dr. Karsten W. Zimmermann

Diplom-Physiker, MPA Harvard, Dr. rer. pol., Mitglied, ausgeschieden am 16. November 2009

keine weiteren Mandate

Herr Andreas Frhr. von Schorlemer

Rechtsanwalt, Mitglied des Aufsichtsrats seit 05. Oktober 2009, ausgeschieden am 16. November 2009

weitere Mandate:

Julia AG (Aufsichtsratsvorsitzender)

UnitedScreens Media AG (Aufsichtsratsvorsitzender)

37. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen

Die Muttergesellschaft ist die PULSION Medical Systems AG mit Sitz in München, Deutschland. Geschäftsvorfälle zwischen der PULSION AG und seinen Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Die Leistungsbeziehungen mit den nahe stehenden Personen werden zu fremdüblichen Konditionen abgerechnet.

In Folge der zum Jahresende erfolgten organisatorischen Veränderungen im Vorstand wurde Herr Hans-Hubert Schmitt vor seiner Berufung zum Vorstandsmitglied zum 04. Januar 2010 vorübergehend als Berater eingesetzt. Im Wesentlichen wurden durch Herrn Schmitt die Aufgabenbereiche Finanzen sowie Sales und Marketing übernommen. Für diese Beratungstätigkeit wird eine gesonderte Vergütung abgerechnet.

Für die spanische Tochtergesellschaft wurde eine Garantie in Höhe von TEUR 60 (2008: TEUR 168) ausgereicht. Für die Tochtergesellschaft PULSION Pacific Pty. Limited wurde eine harte Patronatserklärung zur Sicherstellung deren Finanzierung bis zum 31. Dezember 2010 ausgesprochen.

Gemäß IAS 24 berichtet der Konzern auch über Geschäftsvorfälle zwischen ihm und seinen nahestehenden Personen bzw. deren Familienangehörigen. Als nahestehende Personen wurden der Vorstand und der Aufsichtsrat und deren Familienangehörige definiert.

An das Vorstandsmitglied Christoph R. Manegold wird ein von der Gesellschaft im Rahmen der betrieblichen Nutzung angemieteter Tiefgaragenstellplatz zu Selbstkosten vermietet. In der Zeit vom 24. März 2009 bis 25. Mai 2009 wurden zwei Büroräume an die FORUM European Smallcaps GmbH vermietet und in Höhe der für die Gesellschaft angefallenen Kosten weiterberechnet.

Vergütungsbericht Vorstand

Vorstandsbezüge 2009 2008
  Fix
TEUR
Variabel
TEUR
Variabel
TEUR
Sonstige
TEUR
Fix
TEUR
Variabel
TEUR
Christoph R. Manegold (Vorstand seit 06. Juni 2009) 107 0 37 0 - -
Matthias Bohn (Sprecher des Vorstands bis 30. November 2009) 216 19 0 0 202 46
Frank Posnanski (Vorstand bis 30. November 2009) 158 23 0 280 89 0
Dr. Burkhard Wittek (Vorstandsvorsitzender bis 14. Mai 2009) 80 0 0 0 18 0
Bradley P. Gould (Vorstandsvorsitzender bis 13. Oktober 2008) - - - - 228 85

* inkl. Sachbezug KFZ, Erstattung Sozialversicherungsbeiträge und Versicherungsleistungen
** erhaltene Bezüge für Leistun 2008
*** geschätzter Anspruch für das Jahr 2009
**** Bezüge aus der Ausübung von Aktienoptionen sowie Abfindungen

Die ausgewiesenen Bezüge von Christoph R. Manegold werden ab dem Zeitpunkt der Berufung zum Vorstand ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Aktienoptionen an die Vorstände ausgegeben. Der im Geschäftsjahr erfasste zeitanteilige Aufwand für die ausgegebenen Aktienoptionen betrug TEUR 18 für Herrn Posnanski (2008: TEUR 9) und TEUR 0 für Herrn Gould (2008: TEUR 75). Die von Christoph R. Manegold gehaltenen Optionen wurden gemäß dem Ausgabebeschluss den Mitarbeiteroptionen zugerechnet. Die Bezüge des Vorstands betrugen im Jahr 2009 insgesamt TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 787), davon für ausgeschiedene Vorstände TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 432).

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung als auch der regulären Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben. Im Zuge der Berufung von Christoph R. Manegold zum Vorstandsmitglied wurde in den Dienstvertrag eine Change of Control-Klausel aufgenommen. Zum Bilanzstichtag besteht diese aufgrund einer Änderung des Vorstandsvertrages nicht mehr.

Hinsichtlich bestehender Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern wurden zum Bilanzstichtag folgende Aufwendungen ergebniswirksam erfasst:

Dr. Burkhard Wittek EUR 135.102
Matthias Bohn EUR 400.000

Die Rückstellungen sind auf Basis derzeitig vorliegender Erkenntnisse und Einschätzungen erfasst und können sich im Folgejahr aufgrund neuer Erkenntnisse sowie abhängig von der jeweiligen Verfahrensentwicklung verändern.

Weitere Angaben zu aktienbasierten Vergütungen der Vorstände im Geschäftsjahr 2009 sind im Punkt 23 dargestellt.

Vergütungsbericht Aufsichtsrat

Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2009 den Aufwand für feste Vergütungen in Höhe von TEUR 80 (2008: TEUR 87). Variable Vergütungen, die auf dem EBIT basieren, sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (2008: TEUR 0). Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die nachfolgend dargestellten Beträge:

  Zeitraum 2009 2008
    fix
TEUR
variabel
TEUR
sonstige
TEUR
fix
TEUR
variabel
TEUR
Dr. Burkhard Wittek 17.11.2009 - 31.12.2009 2 0 29 31 0
Jürgen Lauer 17.11.2009 - 31.12.2009 2 0 0 0 0
Frank Fischer 17.11.2009 - 31.12.2009 1 0 0 0 0
Michael Bourjau 01.01.2009 - 15.09.2009 28 0 3 32 0
Claus F. Vogt 01.01.2009 - 16.11.2009 27 0 70 22 0
Dr. Karsten W. Zimmermann 01.01.2009 - 16.11.2009 18 0 0 2 0
Andreas Frhr. von Schorlemer 05.10.2009 - 16.11.2009 2 0 0 0 0
Gesamt   80 0 102 87 0
  2008 sonstige
TEUR
Dr. Burkhard Wittek 0
Jürgen Lauer 0
Frank Fischer 0
Michael Bourjau 0
Claus F. Vogt 0
Dr. Karsten W. Zimmermann 0
Andreas Frhr. von Schorlemer 0
Gesamt 0

Die sonstigen Bezüge enthalten im Wesentlichen Aufwandserstattungen. Im ausgewiesenen Betrag für Herrn Claus F. Vogt ist zusätzlich in Höhe von TEUR 59 die Vergütung für die Vorbereitung und Erstellung einer Fairness Opinion durch die Treuhandgesellschaft Südbayern GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter Herr Claus F. Vogt ist, enthalten.

Die sonstigen Bezüge von Herrn Dr. Burkhard Wittek enthalten in Höhe von TEUR 29 Erstattungen an die FORUM European Smallcaps GmbH im Zusammenhang mit der Hauptversammlung vom 16. November 2009.

Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats

Zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 hielten Vorstandsmitglieder der PULSION AG die jeweils folgenden Aktien (Stück) und Aktienbezugsrechte (Anzahl):

  31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Vorstandsmitglieder Aktien (Stück) Bezugsrechte (Anzahl) Aktien (Stück) Bezugsrechte (Anzahl)
Christoph R. Manegold (ab 06.06.2009) * - - - -
Matthias Bohn (bis 30.11.2009) 0 10.000 42.313 10.000
Frank Posnanski (bis 30.11.2009) - 0 - 35.000
Dr. Burkhard Wittek (Vorsitzender bis 14.05.2009) ** 0 - 1.749.741 -
Gesamt 0 10.000 1.792.054 45.000

* Die von Christoph R. Manegold gehaltenen Optionen wurden gemäß dem Ausgabebeschluss den Mitarbeiteroptionen zugerechnet. Die Aktien, die vor Bestellung zum Vorstandsmitglied erworben wurden, sind ebenfalls nicht angegeben.
** Zurechnung über die FORUM European Smallcaps GmbH.

Der Aufsichtsrat hat der Gesellschaft zum 31.12.2009 nachfolgend dargestellte angabepflichtige Aktien in seinem Besitz gemeldet:

Basierend auf dem Abschluss einer Aktionärsvereinbarung hat Herr Dr. Burkhard Wittek zum 31.12.2009 einen Aktienbesitz in Höhe von 3.237.472 Stückaktien gemeldet, die den Poolbeteiligten gem. § 30 Abs. 2 S. 1. WpÜG wechselseitig zugerechnet werden.

Herr Frank Fischer hält zum 31. Dezember 2009 direkt und mit nahen Familienangehörigen einen Aktienbesitz von 56.611 Stückaktien der Gesellschaft. Die gesamte Aktienanzahl beläuft sich auf 607.231 Aktien, welche direkt und mittelbar über die Tätigkeit von Herrn Fischer als Vorstand bei der Shareholder Value Management AG und der Shareholder Value Beteiligungen AG zugerechnet werden.

Meldepflichtige Transaktionen

Die der PULSION AG gem. § 15a Wertpapierhandelsgesetz gemeldeten Transaktionen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern mit Wertpapieren der Gesellschaft sind auf der Website unter www.PULSION.com einsehbar.

38. Honorare für Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 85 als Aufwand erfasst, die die Jahres- und Konzernabschlussprüfung betreffen (2008: TEUR 81 für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung) sowie TEUR 10 für sonstige Leistungen (2008: TEUR 0).

39. Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ("Entsprechenserklärung") wurde abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der PULSION AG unter www.pulsion.com/fileadmin/pulsion_share/lnvestor/2009_Entsprechenserklaerung.pdf zugänglich.

40. Angaben gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die SEDA GmbH, München, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.02.2009 mitgeteilt, dass ihr Stirnmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005487904, WKN: 548790 am 04.12.2008 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die SEDA S.p.A., Mailand, Italien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.02.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005487904, WKN: 548790 am 04.12.2008 die Schwelle von 3% und 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,01% (das entspricht 479.800 Stimmrechten) betragen hat.

Die FORUM Private Equity GmbH, München, Deutschland, teilte uns am 17.02.2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der FORUM Private Equity GmbH an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Strasse 20 in 81829 München, am 15. Februar 2009 die Schwellen von 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil der FORUM Private Equity GmbH betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der PULSION Medical Systems AG 30,42% (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien). Die PULSION Medical Systems AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Davon sind der FORUM Private Equity GmbH rund 18,89% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 1.809.288 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von dem folgenden Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG mehr als 3% beträgt, werden der FORUM Private Equity GmbH Stimmrechte zugerechnet: FORUM European Smallcaps GmbH.

Die FORUM European Smallcaps GmbH, München, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der FORUM European Smallcaps GmbH an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Strasse 20 in 81829 München, am 15. Februar 2009 die Schwellen von 20%, 25% und 30% überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil der FORUM European Smallcaps GmbH betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der PULSION Medical Systems AG 30,42% (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien). Die PULSION Medical Systems AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Davon sind der FORUM European Smallcaps GmbH rund 12,15% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 1.163.407 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von dem folgenden Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG mehr als 3% beträgt, werden der FORUM European Smallcaps GmbH Stimmrechte zugerechnet: FORUM Private Equity GmbH.

Herr Dr. Burkhard Wittek, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Strasse 20 in 81829 München, am 15. Februar 2009 die Schwellen von 20%, 25% und 30% überschritten hat. Sein Stimmrechtsanteil betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der PULSION Medical Systems AG 30,42% (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien). Die PULSION Medical Systems AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Davon sind Herrn Dr. Burkhard Wittek 30,42% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG und davon zugleich 18,27% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 1.749.741 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Von den folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG mehr als 3% beträgt, werden Herrn Dr. Burkhard Wittek Stimmrechte zugerechnet:

der von Herrn Dr. Wittek kontrollierten FORUM European Smallcaps GmbH

FORUM Private Equity GmbH

Die PULSION Medical Systems AG hat am 18.02.2009 folgende Stimmrechtsmitteilung erhalten: Prof. Dr. Klaus Kühn, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Strasse 20 in 81829 München, am 15. Februar 2009 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat. Sein Stimmrechtsanteil betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der PULSION Medical Systems AG 30,42% (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien). Die PULSION Medical Systems AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Davon sind Herrn Prof. Dr. Klaus Kühn 29,95% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 2.868.601 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von den folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG mehr als 3% beträgt, werden Herrn Prof. Dr. Klaus Kühn Stimmrechte zugerechnet:

FORUM Private Equity GmbH

FORUM European Smallcaps GmbH

Die PULSION Medical Systems AG hat am 19.02.2009 folgende Stimmrechtsmitteilung erhalten: Frau Gabriele Wittek, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Strasse 20 in 81829 München, am 15. Februar 2009 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat. Ihr Stimmrechtsanteil betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der PULSION Medical Systems AG rund 30,42% (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien). Die PULSION Medical Systems AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Davon sind Frau Gabriele Wittek 30,26% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 2.898.148 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von den folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG mehr als 3% beträgt, werden Frau Gabriele Wittek Stimmrechte zugerechnet:

FORUM Private Equity GmbH

FORUM European Smallcaps GmbH

Die PULSION Medical Systems AG hat am 20.02.2009 folgende Stimmrechtsmitteilung erhalten: Frau Dr. Irmgard Wittek, Deutschland, teilte uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Strasse 20 in 81829 München, am 15. Februar 2009 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat. Ihr Stimmrechtsanteil betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der PULSION Medical Systems AG rund 30,42% (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien). Die PULSION Medical Systems AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Davon sind Frau Dr. Irmgard Wittek 30,42% der Stimmrechte (Stimmrechte aus 2.913.148 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von den folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG mehr als 3% beträgt, werden Frau Dr. Irmgard Wittek Stimmrechte zugerechnet:

FORUM Private Equity GmbH

FORUM European Smallcaps GmbH

Die Fidelity Funds SICAV, BP 2174, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 05.06.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005487904, WKN: 548790 am 03.06.2009 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,98% (das entspricht 477.258 Stimmrechten) betragen hat.

Die Shareholder Value Beteiligungen AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.06.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005487904, WKN: 548790 am 02.06.2009 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,01 % (das entspricht 480.250 Stimmrechten) betragen hat.

Am 17.07.2009 wurde uns mitgeteilt, dass die Veröffentlichung der Meldungen vom 09.02.2009 wie folgt zu korrigieren sind:

1.

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der SEDA GmbH, München, Deutschland, an der PULSION Medical Systems AG am 07.08.2002 die Schwelle von 10% unterschritten und zu diesem Tag 9,90% (entspricht 856.800 Stimmrechten) betragen hat.

2.

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der SEDA GmbH, München, Deutschland, an der PULSION Medical Systems AG am 04.12.2008 die Schwelle von 5% und die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0% (0 Stimmrechte) betragen hat.

3.

Wir teilen Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der SEDA S.p.A., Mailand, Italien, an der PULSION Medical Systems AG am 01.04.2002 10,89% (entspricht 856.800 Stimmrechten) betragen hat. Davon waren der SEDA S.p.A. 10,89% (entspricht 856.800 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die SEDA GmbH zuzurechnen.

4.

Wir teilen Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der SEDA S.p.A., Mailand, Italien, an der PULSION Medical Systems AG am 07.08.2002 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,90% (entspricht 856.800 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon waren der SEDA S.p.A. 9,90% (entspricht 856.800 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die SEDA GmbH zuzurechnen.

5.

Korrektur der Stimmrechtsmitteilung gem. § 21 Abs. 1 WpHG vom 09.02.2009 (veröffentlicht am 09.02.2009): Die SEDA S.p.A., Mailand, Italien, hält die Beteiligung von 5,08% (entsprechend 479.800 Stimmrechten) seit dem 04.12.2008 unmittelbar und nicht mehr mittelbar über die SEDA GmbH. Insofern ist die Stimmrechtsmitteilung vom 09.02.2009 (veröffentlicht am 09.02.2009) als gegenstandslos zu betrachten, da sie entgegen dieser Mitteilung am 04.12.2008 keine mitteilungspflichtigen Schwellen berührt hat.

6.

Wir teilen Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Frau Giuseppa d Ancona Danieli, Italien, an der PULSION Medical Systems AG am 01.04.2002 10,89% (entspricht 856.800 Stimmrechten) betragen hat. Davon waren Frau Giuseppa d`Ancona Danieli 10,89% (entspricht 856.800 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die SEDA S.p.A. und die SEDA GmbH zuzurechnen.

7.

Wir teilen Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Frau Giuseppa d Ancona Danieli, Italien, an der PULSION Medical Systems AG am 07.08.2002 die Schwelle von 10% unterschritten und zu diesem Tag 9,90% (entspricht 856.800 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon waren der Frau Giuseppa d Ancona Danieli 9,90% (entspricht 856.800 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die SEDA S.p.A. und die SEDA GmbH zuzurechnen.

Wir erhielten am 21. Juli 2009 die folgenden Mitteilungen: Am 20. Juli 2009 unterschritt FIL Investments International, Kent, Vereinigtes Königreich, die Schwelle von 5% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Straße 20, 81829 München, Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hielt FIL Investments International 4,98% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems mit 477.423 Stimmrechten. Alle Stimmrechte an der PULSION Medical Systems AG wurden FIL Investments International gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Die Stimmrechte wurden FIL Investments International unter anderem über Fidelity Funds SICAV zugerechnet, einem Anteilseigner mit mehr als 3% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG.

Am 20. Juli 2009 unterschritt FIL Investment Management Limited, Kent, Vereinigtes Königreich, die Schwelle von 5% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Straße 20, 81829 München, Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hielt FIL Investment Management Limited 4,98% der Stimmrechte an der PULSION Medical Systems mit 477.423 Stimmrechten. Alle Stimmrechte an der PULSION Medical Systems AG wurden FIL Investment Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Die Stimmrechte wurden FIL Investments International unter anderem über Fidelity Funds SICAV zugerechnet, einem Anteilseigner mit mehr als 3% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG.

Wir erhielten am 27. Juli 2009 die folgende Mitteilung:

Am 20. Juli 2009 unterschritt FIL Limited, Pembroke, Bermuda, die Schwelle von 5% der Stimmrechte an der PULSION Medical Systems AG, Joseph-Wild-Straße 20, 81829 München, Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hielt FIL Limited 4,98% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems aus 477.423 Stimmrechten. Alle Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG wurden FIL Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet. Die Stimmrechte wurden FIL Investments International unter anderem über Fidelity Funds SICAV zugerechnet, einem Anteilseigner mit mehr als 3% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG.

Die Fidelity Funds SICAV, Luxemburg, Luxemburg hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 01.09.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005487904, WKN: 548790 am 26.08.2009 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 286.708 Stimmrechten) betragen hat.

Wir erhielten am 9. September 2009 die folgenden Mitteilungen:

Am 7. September 2009 unterschritt FIL Investments International, Kent, Vereinigtes Königreich, die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hielt FIL Investments International 2,86% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems mit 273.437 Stimmrechten. Alle Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG wurden FIL Investments International gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Am 7. September 2009 unterschritt FIL Investment Management Limited, Kent, Vereinigtes Königreich, die Schwelle von 3% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hielt FIL Investment Management Limited 2,86% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems mit 273.437 Stimmrechten. Alle Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG wurden FIL Investment Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Am 7. September 2009 unterschritt FIL Limited, Hamilton, Bermuda, die Schwelle von 3% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG, München, Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hielt FIL Limited 2,86% der Stimmrechte an PULSION Medical Systems mit 273.437 Stimmrechten. Alle Stimmrechte an PULSION Medical Systems AG wurden FIL Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

Herr Christian Schudy, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i. V. mit § 22 Abs. 4 WpHG am 13.11.2009 mitgeteilt, dass im Zusammenhang mit der Hauptversammlung der PULSION Medical Systems AG-ISIN DE0005487904 - am 16.11.2009 in München, ihm 701.300 Stimmrechte übertragen wurden. Mit Eigenbesitz von 3.000 Stimmen wird er insgesamt 704.300 Stimmrechte vertreten. Dies entspricht 7,35% der ausstehenden Aktien. Hiervon sind 701.300 Stimmrechte § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 zuzuordnen. Dies entspricht 7,32% der ausstehenden Aktien. Die 3% und 5% Schwelle ist am 10.11.2009 durch Vollmachtserteilung der Seda S.p.A. überschritten worden. Nach Ablauf der Hauptversammlung wird die 5% und 3% Schwelle wieder unterschritten und Herr Christian Schudy besitzt dann folglich den Eigenbestand von 3.000 Aktien, bzw. 0,03%.

41. Ereignisse nach dem Stichtag

Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 04. Januar 2010 Herrn Hans-Hubert Schmitt zum Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Schmitt wird die Bereiche Finanzen sowie Sales und Marketing verantworten.

Mit Urteil verkündet am 26. Februar 2010 (eingegangen am 08. März 2010) wurde der Feststellungsklage von Herrn Dr. Wittek stattgegeben, dass das Anstellungsverhältnis nicht am 14. Mai 2009 durch außerordentliche Kündigung geendet hat. Weitere Feststellungen wurden nicht getroffen. Für potenzielle Verpflichtungen sind im Jahresabschluss Rückstellungen gebildet (Vergleich Abschnitt "Rückstellungen" und "Vorstand" im Anhang).

Herr Mattias Bohn hat sich am 11. März 2010 außergerichtlich mit dem Aufsichtsrat verständigt und wird PULSION einvernehmlich verlassen. Die durch Herrn Bohn eingereichten Klagen werden nach der Einigung zwischen dem Aufsichtsrat und Herrn Bohn nicht mehr verfolgt werden. Die im Konzernabschluss aufwandswirksam als Rückstellung erfassten Beträge entsprechen der Einigung. Darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht.

Des Weiteren liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

 

München, den 15. März 2010

PULSION Medical Systems AG

Christoph R. Manegold, Mitglied des Vorstands

Hans-Hubert Schmitt, Mitglied des Vorstands

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

München, den 15. März 2010

PULSION Medical Systems AG

Christoph R. Manegold, Mitglied des Vorstands

Hans-Hubert Schmitt, Mitglied des Vorstands

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der PULSION Medical Systems AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, gesonderter Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Überleitung vom Jahresergebnis zum Gesamtergebnis, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang -sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 15. März 2010

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender 2010

Der Geschäftsbericht kann unter www.PULSION.com, Bereich Investor Relations, heruntergeladen werden und ist dort auch in englischer Sprache erhältlich. In diesem Bereich stehen Ihnen umfangreiche Informationen rund um die Zahlen und die Aktie von PULSION zur Verfügung.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne unter investor@pulsion.com zur Verfügung.

Unsere Investorentermine 2010:

3-Monatsfinanzbericht 12. Mai 2010
Hauptversammlung 18. Mai 2010
Halbjahresfinanzbericht 11. August 2010
9-Monatsfinanzbericht 11. November 2010

Glossar

Akutes respiratorisches Distress-Syndrom (ARDS)

Plötzlich eintretendes Lungenversagen, das durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann, beispielsweise durch einen Schockzustand oder Lungenkrankheiten oder durch das Einatmen von Wasser oder gefährlichen Gasen. Bei ARDS verliert die Lunge ihre Fähigkeit zum Gasaustausch weitgehend, die Sauerstoffversorgung des Körpers ist akut gefährdet. Je nach Schwere ist ARDS in 30 bis 50 Prozent der Fälle tödlich.

Hämodynamik

Die Hämodynamik bezeichnet den Blutfluss in Herz, Gefäßen und Organen. Ein ausreichender Blutfluss ist die Voraussetzung für die Versorgung von Zellen und Organen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Wo die Hämodynamik gestört ist, entstehen schnell schwere Organschädigungen und lebensbedrohliche Situationen.

Hämodynamisches Monitoring

In den letzten Jahren hat sich der Begriff "hemodynamic monitoring" für die gerätebasierte Überwachung des Herz-Kreislauf-Systems durchgesetzt. Das einfache hämodynamische Monitoring umfasst die kontinuierliche Überwachung von Pulsfrequenz und Herzrhythmus mit Hilfe aufgeklebter Sensoren. Zusätzlich wird diskontinuierlich über eine aufblasbare Armmanschette der Blutdruck und über einen Sensor am Finger der arterielle Blutsauerstoff gemessen. Das erweiterte hämodynamische Monitoring, bei dem PULSION die weltweite Marktführerschaft anstrebt, bezieht sich auf den Bedarf kritisch kranker Patienten. Hierzu werden ein arterieller und ein zentralvenöser Zugang benötigt. Der weltweite Standard umfasst die kontinuierliche Messung des arteriellen und venösen Blutdrucks sowie die diskontinuierliche Messung der zentralvenösen Sauerstoffsättigung. Mit PiCCO2 kann ohne zusätzliche Zugänge, und damit auch ohne zusätzliches Patientenrisiko, eine Reihe wichtiger Herz-Kreislauf-Parameter kontinuierlich gemessen werden. * Diese Parameter ermöglichen das schnelle Erkennen lebensbedrohlicher Herz-Kreislauf-Situationen und ihre zielgerichtete Therapie.

Herzzeitvolumen

Die Menge Blut, die das Herz pro Minute durch den Körper pumpt. Je geringer das Herzzeitvolumen, desto gefährdeter ist der Kreislauf und damit das Überleben eines Patienten. Das Herzzeitvolumen ist von vielen Faktoren abhängig, so zum Beispiel von Pumpkraft und Volumen des Herzens, der zur Verfügung stehenden Menge an Blut oder dem Querschnitt der Blutgefäße.

Kardiogener Schock

Abnahme der Herz-Pumpleistung, die zur Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff führt. Es drohen Unterfunktionen und Versagen der Organsysteme. Die schwache Förderleistung des Herzens verursacht zudem einen Blutrückstau in den Lungen, was zu Lungenödem und Luftnot führt. Der kardiogene Schock ist mit einer hohen Sterblichkeit verbunden.

Intensivmedizin

Ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Diagnose und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst. Das geschieht meist in einer besonders ausgestatteten Station einer Klinik, der Intensivstation. Intensivstationen sind personell und technisch aufwendig ausgestattet. Aufgrund des hohen Betreuungsaufwands ist hier eine Pflegekraft für 1 bis 3 Patienten zuständig (auf einer Normalstation beträgt das Verhältnis etwa 1:20).

Monitoring

In der Intensivmedizin bezeichnet der Begriff die kontinuierliche Überwachung von Parametern und Organfunktionen von Intensivpatienten mit Hilfe von Geräten. Solche Parameter sind unter anderem Herzfrequenz, Atmung, EKG, Sauerstoffsättigung und Blutdruck.

Monitoring-Systeme (Multiparameter-Systeme)

Geräte zur umfassenden Patientenüberwachung im Krankenhaus, vor allem auf der Intensivstation. Weltweit haben sich eine Reihe europäischer und US-amerikanischer Hersteller etabliert, darunter Philips-Healthcare, GE Medical, Dräger Medical, Datascope, Nihon Kohden, Mindray, Schiller und Spacelabs. Sie integrieren eine zunehmende Zahl an Messwerten in sogenannte Multiparameter-Systemen. Auch PULSION-Technologien lassen sich über spezielle Module oder Schnittstellen in solchen Patienten-Monitoring-Systemen verwenden. Für die Systeme von Philips und Dräger Medical hat PULSION bereits integrierte Module entwickelt. Bei einigen anderen Herstellern ist eine Anbindung von PULSION-Einzelgeräten an das Monitoring-System möglich.

Ein Schock ist eine Notreaktion des Körpers zur Stabilisierung des Blutdrucks. Die Blutgefäße verengen sich und es kann eine Sauerstoff-Unterversorgung des Körpers entstehen, die sich selbst immer weiter verstärken und damit lebensbedrohlich werden kann. Ursache von Schocks können Entzündungen, Überempfindlichkeiten, Herzversagen oder Flüssigkeitsverlust sein; dementsprechend gibt es septische Schocks, anaphylaktische Schocks, kardiogene Schocks, Volumenmangelschocks usw. Der Schock ist das häufigste und größte Problem in der Intensivmedizin.

Sepsis

Umgangssprachlich ist die Sepsis als "Blutvergiftung" bekannt. Es ist eine sich innerhalb weniger Stunden im gesamten Körper ausbreitende Infektion. Ursprung ist stets eine lokale Infektion, die der Körper nicht eindämmen kann. Reagiert der Körper mit Schock auf eine Sepsis, spricht man von einem septischen Schock, der in über 50 Prozent der Fälle zum Tod führt.

Verbrauchsartikel ("Disposables")

Im PULSION-Geschäftsbereich Intensivmedizin gibt es medizintechnische Geräte (Monitore und Module) und Verbrauchsartikel (Katheter und Sonden). Während die Geräte dauerhaft verwendet werden können, müssen die Verbrauchsartikel, die als sterile Einwegprodukte konzipiert sind, für jeden Einsatz neu gekauft werden.

* Die von PiCCO2 gemessenen Parameter sind: Herzzeitvolumen (Hl, PCHI), Schlagvolumen (SVI), Schlagvolumen-Variation (SWI), Vorlast (GEDI), systemischer Gefäßwiderstand (SVR), globale Auswurffraktion (GEF), maximaler arterieller Druckanstieg (dpmx), extravaskuläres Lungenwasser (LVLW), pulmonalvaskuläre Permeabilität (PVPI), "Cardiac Power" (CPI), zentralvenöse Sauerstoffsättigung (ScvO2), Sauerstoffaufnahme des Bluts (VO2), Sauerstoffversorgung der Organe (DO2)

Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen spiegeln die Meinung der PULSION Medical Systems AG zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts wider. Die von PULSION Medical Systems AG tatsächlich erzielten Ergebnisse können von den Feststellungen in den zukunftsbezogenen Aussagen erheblich abweichen. Die PULSION Medical Systems AG ist nicht verpflichtet, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.

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