MATHEUS Industrie-Automation GmbH

Forstweg 1, 54518 Osann-Monzel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 40613
Eingetragen
25.1.2008
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Herstellung, Installation und Programmierung von Sondermaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sibylle Matheus
seit 6.1.2026
Prokura
Anna Matheus
seit 6.10.2023
Prokura
Luise Matheus
seit 28.7.2022
Prokura
Andreas Matheus
seit 23.8.2018
Prokura
Georg Edmund Matheus
seit 25.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Auf der Schifferei 21, 54470 Bernkastel-Kues
12.750 €
51.00%
Auf der Schifferei 21, 54470 Bernkastel-Kues
12.250 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MATHEUS Industrie-Automation GmbH

Osann-Monzel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Blatt 55

Allgemein

Die Buchhaltung wird vollständig im eigenen Hause erstellt. Durch das zeitnahe Vorliegen von betriebswirtschaftlichen Auswertungen und der Soll-Ist-Vergleiche sowie der nahezu taggenauen Abbildung der Situation eines jeden Auftrags erreichen wir kurze Reaktionszeiten zur Erkennung und Beseitigung eventueller negativer Entwicklungen.

1) Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die MATHEUS Industrie-Automation GmbH beschäftigt sich mit dem Bau und dem Vertrieb robotergestützter Automatisierungslösungen, schwerpunktmäßig im Bereich Kernfertigung (Gießereien). Hinzu kommt eine weitere strategische Ausrichtung auf Automatisierungslösungen im Bereich der Montagetechnik und der Lebensmittelindustrie.

Nach einer deutlich unterhalb der Erwartungen bleibenden Vorjahresgesamtleistung (18.070 T€) gingen wir unter der Annahme einer mäßigen Umsatzsteigerung für das Berichtsjahr von einer Gesamtleistung von 22.000 T€ aus. Diese Erwartung wurde im Berichtsjahr mit einer Gesamtleistung von 25.000 T€ erfüllt. Zudem zeichnet sich eine positive Investitionslage im Markt ab. Diesem Umstand trägt auch der erhöhte Bestand an Überstunden und Resturlauben Rechnung.

Der Jahresüberschuss ist mit 1.615 T€ gegenüber dem Vorjahr (2.283 T€) um 29% gesunken.

2) Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft und deren absolute und relative Zusammensetzung im Berichtsjahr und im Vorjahr ergeben sich aus nachstehender Tabelle:

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2023
in T€
% 31.12.2022
in T€
%
Langfristig gebundenes Vermögen 5.126 18,85 2.328 12,10
Kurzfristig gebundenes Vermögen 22.071 81,15 16.907 87,90
Vermögen insgesamt 27.197 100,00 19.235 100,00
Eigenkapital 10.400 38,24 8.785 45,67
Fremdkapital 16.797 61,76 10.450 54,33
Passiva 27.197 100,00 19.235 100,00

Mit einem Wert von 10.557 T€ haben sich die angefangenen Projekte im Vergleich zum Vorjahr um ca. 152 % erhöht. Der Wert korrespondiert mit dem ebenfalls stark gestiegenen Wert der erhaltenen Anzahlungen.

Der Betrag der erhaltenen Anzahlungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und liegt jetzt bei 11.778 T€ (Vorjahr 5.453 T€).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig (10%) gesunken und betragen am Bilanzstichtag 5.313 T€ (Vorjahr 5.880 T€).

Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag betrug 3.781 T€ (Vorjahr: 5.043 T€). Die Minderung resultiert aus Investitionen in Ausstattung und Mobiliar der neuen Halle (441 T€) sowie der Vergabe neuer Darlehen und der Tilgung erhaltener Darlehen.

Die sonstigen Rückstellungen betrugen 774 T€ und lagen um 187 T€ höher als im Vorjahr. Ursache ist insbesondere die Rückstellung für Personalkosten, da im Berichtsjahr erhebliche Überstunden geleistet wurden. Ebenfalls sind Urlaube nicht im üblichen Umfang genommen worden.

3) Entwicklung der Ertragslage

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.210 T€ gestiegen.

Der Personalaufwand ist aufgrund der positiven Entwicklung nach dem Auslaufen der Spätfolgen aus der Pandemiesituation im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen (1.339 T€ mehr Aufwand).

Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt 35,54% (Veränderung zum Vorjahr -6,22% Punkte).

Der sonstige betriebliche Aufwand (ohne Abschreibungen) liegt mit einem Anstieg von ca. 44% auf 3.011 T€ auffällig über dem Vorjahreswert (2.091 T€). Die Steigerung ergibt sich insbesondere aus der Anmietung der neuen Halle (Miete + 576 T€) sowie aus Werbeaufwand (+ 102 T€). Auch im Rahmen der übrigen Kosten (z.B. Reisekosten) ergeben sich teils erhebliche Kostensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Abschreibungen liegen im Berichtsjahr mit 540 T€ auf einem überdurchschnittlichen Niveau. (Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre: 327 T€). Die erhöhte Abschreibung resultiert aus der den Anschaffungen des Jahres 2023. Aus den Investitionen im Bereich Blechverarbeitung ergaben sich im Berichtsjahr neue Abschreibungen von über 80 T€. Weitere 82 T€ ergaben sich aus geringwertigen Wirtschaftsgütern, die im Jahr 2023 angeschafft wurden.

Das EBT (Earnings Before Taxes) belief sich im Jahr 2023 auf 2.334 T€ (Vorjahr 3.165 T€).

Die Gesamtleistungsrendite nach Steuern des Berichtsjahres beträgt 6,46% (Vorjahr 12,64%).

4) Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir auf Grundlage der aktuellen Auftragslage vorsichtig eine Gesamtleistung von rund 25.000 T€ geschätzt.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in den Bereichen Fertigungsmaschinen (Blech) und EDV unternommen. Insbesondere wurde die neue Halle mit Mobiliar und EDV ausgestattet und durch Elektro- und Druchluftinstallation an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst.

Der Maschinenpark wurde um eine Lasermaschine und eine Abkantpresse erweitert. Reguläre Investitionen (wie z.B. Kleinmaschinen und Büromöbel) werden ebenfalls weiterhin getätigt.

Im laufenden Jahr wurden aufgelaufene Einführungskosten eines neuen ERP-Systems i.H.v. 184 T€ aktiviert. Das Projekt wird im Folgejahr weitergeführt und voraussichtlich auch abgeschlossen.

Nach derzeitigem Stand ist die zuvor für das Projekt "Implementierung ERP-System" kalkulierte Gesamtinvestition für das ERP-System von 400 T€ mit aktuell knapp 625 T€ mehr als ausgeschöpft. Die Zusatzkosten haben sich insbesondere aufgrund der längeren Implementierungszeit und nicht vorhersehbaren Unwägbarkeiten ergeben. Die Fertigstellung des Projektes war ursprünglich für Ende 2022 geplant und hat sich stark verzögert. Der Abschluss des Projekts ist jetzt für Ende 2024 geplant.

Das Gesamt-Investitionsvolumen des Berichtsjahrs hat 3.197 T€ betragen.

Unsere Vermieterin, die Matheus Grundstücksgesellschaft mbH hatte die Arbeiten an dem auf unsere Bedürfnisse abgestimmten Gebäude (Halle Moselstrasse 72), pünktlich beendet, so dass eine Übergabe der Mietsache und eine Nutzung der neuen Montagehalle sowie der dort belegenen Büroräume ab Januar 2023 erfolgten konnte. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte die bereits im Vorjahr geplante Investition in die Ausstattung der Halle (Werkbänke, Werkzeuge und Büroeinrichtung).

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Eigenständige Forschungs- und Entwicklungsprojekte im engeren Sinn werden aufgrund unseres Unternehmensgegenstandes nicht getätigt. Inhaltlich ist der überwiegende Teil unserer Tätigkeit dem Begriff "Entwicklung" zuzurechnen, da wir fast ausschließlich Prototypen, d.h. Sondermaschinen mit einer Losgröße von eins herstellen. Damit haben wir keine eigenen Entwicklungsaufwendungen, sondern sind quasi als Erfüllungsgehilfe unserer Auftraggeber in deren Entwicklung tätig.

Personal

Aufgrund des weiteren Wachstums werden auch im Jahr 2024, wie bereits in Vorjahren, neue Stellen im Bereich Inbetriebnahme und Programmierung ausgeschrieben. Auslastungslücken bestehen erwartungsgemäß nicht mehr, so dass Mehrarbeit durch zusätzliches Personal oder zusätzliche Arbeitsstunden des Personalbestandes abgedeckt werden müssen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalbestand bereits im Berichtsjahr um ca. 7% gestiegen. Die Rekrutierung gestatet sich mitunter schwierig, so dass nun auch eigene Ressourcen (0,75 VZÄ) zur Personalgewinnung eingesetzt werden. Um den Personalbedarf zukünftig vermehrt aus eigenen Beständen zu decken wurden deutlich mehr Auszubildende rekrutiert als in der Vergangenheit üblich. Ebenfalls werden vermehrt Praktikanten für Projektarbeiten herangezogen und ein eigenes Traineeprogramm für Programmierer etabliert.

Qualitäts- und Projektmanagement

In den wöchentlich durchgeführten Termin- und Qualitätsbesprechungen werden die Projekte auf den vorgegebenen Zeitrahmen, die mitlaufende Kalkulation sowie auf Probleme in der Konstruktion, der Beschaffung und der Montage durchgesprochen. Bei Abweichungen oder sonstigen Problemen werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Gesellschaft hat ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und wird in festen Zyklen (alle drei Jahre) zertifiziert. Begleitet wird das Verfahren von jährlichen Audits. Die Gesellschaft wurde erstmals am 31. Januar 2017 nach ISO 9001 zertifiziert. Die erfolgreiche Re-Zertifizierung erfolgte im Jahr 2020. Die jüngste Zertifizierung ist im Januar 2023 erfolgt.

5) Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Operative Risiken

Das operative Risiko besteht u.a. darin, die kalkulierten Kosten der meist zum Festpreis vereinbarten Projekte zu überschreiten. Dieses Risiko wird durch unser laufendes Projektcontrolling permanent überwacht, so dass rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Hiermit verbunden ist auch das Funktionsrisiko, da unsere Auftraggeber nicht nur eine fertiggestellte, sondern auch eine im Gesamtzusammenhang funktionierende Maschine erwarten. Dieses Funktionsrisiko minimieren wir durch unsere langjährige Erfahrung, durch sorgfältige Planung sowie baufortschrittsbegleitende Simulationen und Testläufe in unserem Haus.

Forderungsausfälle sind in unserem Kundensegment eher selten zu beobachten. Dennoch sind unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung geschützt.

Daneben kann es in unserem Kundensegment auch zum Ausfall kompletter Projekte kommen, wenn die Auftraggeber beabsichtigte Projekte stornieren oder im Laufe des Projektes in eine Krise geraten. Für bereits geleistete Arbeiten schützt uns unsere Kreditausfallversicherung. Aufgrund der Diversifikation auf eine Vielzahl von Kunden ist das Stornorisiko angemessen gestreut. In seltenen Fällen ggf. durch Stornierungen kurzfristig vakante Produktions- und Planungsressourcen können wir üblicherweise durch das Vorziehen bereits akquirierter Projekte auslasten.

Beschaffungsprobleme bestehen derzeit teilweise im Bereich der Steuerungskomponenten und bei elektronischen Sicherungskomponenten. Durch entsprechende Vorsorge und eine Erhöhung der Lagerbestände schränken uns diese Lieferengpässe jedoch nicht ein.

Lieferengpässe, Transportverzögerungen und erhebliche Preissteigerungen für Material und Teile insbesondere aus China sind noch zu beobachten und ergeben sich auch aus der allgemeinen Preissteigerung am Markt.

Mit einer Verzögerung von Fertigstellungen und Abnahmen bei Projekten aufgrund dieser Engpässe rechnen wir nicht, da frühzeitig nach alternativen Quellen (soweit Lagerbestände möglich) gesucht wurde und sich der Markt an entsprechend beschränkte Möglichkeiten anpasst. Die erfolgreiche Fertigstellung der laufenden Projekte ist nach unserer Einschätzung gesichert.

Forderungsausfälle sind aufgrund der vereinbarten Vertrags- und Zahlungsmodalitäten weiterhin nicht zu befürchten. Unsere Gesellschaft ist gut aufgestellt. Die Auftragslage ist aktuell sehr gut. Die aktuell vorhandenen Aufträge reichen bis weit ins Jahr 2025 hinein.

Operative Chancen

Strategisch richten wir uns weiterhin verstärkt auch auf die Entwicklung von skalierbaren Standardkomponenten ein, um in Zukunft auch Automationslösungen für den Mittelstand anbieten zu können. Insgesamt fürchten wir langfristig keine nachhaltige Einschränkung unseres Geschäftes, da hier die zunehmende Automation von Fertigungsprozessen eine weiterhin gute Beschäftigungslage bewirkt. Hierin sehen wir zusätzlich auch eine aufgrund der jüngsten Lieferengpässe gewachsene Chance, dass die Automationsinvestitionen eher noch zunehmen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens ist mit über 38 % überdurchschnittlich hoch. Durch die regelmäßige Zuführung eines signifikanten Teils des Unternehmensergebnisses zu einer freien Rücklage (im Berichtsjahr 300 T€, im Vorjahr 300 T€) beträgt die Rücklage am Bilanzstichtag bereits 4.800 T€ (Vorjahr 4.500 T€).

Unsere Liquiditätsplanung stellt sicher, dass keine ungeplanten Kredit- oder Kontokorrentbeanspruchungen erforderlich werden und dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit gewährleistet ist.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Ergebnis auf Vorjahreshöhe.

 

Osann-Monzel, 16. September 2024

Sibylle Matheus, Geschäftsführerin

Georg Matheus, Geschäftsführer

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.705.196,80 2.047.854,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 659.955,80 490.127,72
II. Sachanlagen 2.422.241,00 1.234.727,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.589,00 43.212,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.479.214,00 631.543,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.438,00 559.972,00
III. Finanzanlagen 1.623.000,00 323.000,00
B. Umlaufvermögen 22.318.563,08 17.143.863,74
I. Vorräte 12.717.775,90 5.723.254,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.819.843,71 6.377.775,13
1. Forderungen gegen Gesellschafter 280.000,00 280.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 280.000,00 280.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.539.843,71 6.097.775,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 140.422,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.780.943,47 5.042.833,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 172.978,94 43.719,05
davon Disagio 128.485,23
Summe Aktiva 27.196.738,82 19.235.437,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.400.060,67 8.785.161,22
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.800.000,00 4.500.000,00
III. Bilanzgewinn 5.575.060,67 4.260.161,22
davon Gewinnvortrag 4.260.161,22 2.276.695,29
B. Rückstellungen 843.277,32 826.104,27
C. Verbindlichkeiten 15.953.400,83 9.624.172,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.537.493,01 2.516.187,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.284.137,34 1.169.300,08
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.253.355,67 1.346.887,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.112,25 5.963,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.112,25 5.963,17
3. sonstige Verbindlichkeiten 13.409.795,57 7.102.021,14
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.409.795,57 7.102.021,14
Summe Passiva 27.196.738,82 19.235.437,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.810.206,53 13.175.424,51
2. Personalaufwand 8.885.771,35 7.546.561,77
a) Löhne und Gehälter 7.433.990,67 6.343.128,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.451.780,68 1.203.432,97
davon für Altersversorgung 41.989,77 41.782,22
3. Abschreibungen 539.991,70 320.325,71
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 539.991,70 320.325,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.011.176,96 2.090.913,47
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.397,64 6.956,47
davon aus verbundenen Unternehmen 1.400,00 1.400,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 103.040,00 45.778,81
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 718.776,33 881.934,37
8. Ergebnis nach Steuern 1.626.847,83 2.296.866,85
9. sonstige Steuern 11.948,38 13.400,92
10. Jahresüberschuss 1.614.899,45 2.283.465,93
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.260.161,22 2.276.695,29
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 300.000,00 300.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 300.000,00 300.000,00
13. Bilanzgewinn 5.575.060,67 4.260.161,22

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die MATHEUS Industrie-Automation GmbH, Osann-Monzel, wird beim Amtsgericht Wittlich unter der Nr. HRB 40613 geführt.

Der Jahresabschluss der MATHEUS Industrie-Automation GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die MATHEUS Industrie-Automation GmbH weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB haben wir teilweise Gebrauch gemacht, soweit diese im vorliegenden Fall anwendbar waren.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung im Gesamtkostenverfahren wurde ergänzt um die Position "Gesamtleistung", die den kumulierten Betrag aus Umsatzerlösen und der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie aktivierter Eigenleistungen anzeigt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs.1 Nr. 2 HGB).

Grundsätzlich wurden die bisher angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen.

Die Ausweis-Wahlrechte wurden im Wesentlichen zugunsten des Anhangs ausgeübt.

Die Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB und die Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB wurden beachtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten erfasst und auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Abschreibungen der einzelnen Wirtschaftsgüter sind dem Anlageverzeichnis zu entnehmen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten/Herstellungskosten oder falls erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten wurden ermittelt unter Berücksichtigung der Einzelkosten sowie angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Ausfallrisiken durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Netto-Forderungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit Nennwerten bewertet.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Überstunden und Gewährleistungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften abgezinst.

Latente Steuern werden bilanziert sofern sich ein Passivüberhang ergibt. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des entsprechenden Wahlrechts nicht angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in EUR jeweils zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

III. Sonstige Pflichtangaben

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind zugleich auch Forderungen gegen Geschäftsführer, die endfällig sind und während der Darlehenslaufzeit nicht ratierlich getilgt werden müssen. Die Darlehen werden mit 0,5% p.a. verzinst. Sicherheiten wurden für die Darlehen nicht bestellt.

Unter der Bilanzposition " Sonstige Rückstellungen" sind im Jahresabschluss folgende Rückstellungen ausgewiesen:

31.12.2023
EUR
Rückstellungen für Personalkosten 491.994,32
Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten 38.610,00
Rückstellungen für Gewährleistungen 196.323,00
Erstellung des Jahresabschlusses 30.000,00
Prüfung des Jahresabschlusses 17.000,00
773.927,32

Angaben über die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1 HGB:

• Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren bestehen gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 392.703,04 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) aus einem Mietkaufvertrag mit 96 Monaten Laufzeit.

• Restlaufzeiten von 1 bis 5 Jahren bestehen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 860.652,63 EUR (Vorjahr 1.346.887,63 EUR).

• Der Rest der Verbindlichkeiten hat eine Laufzeit von einem Jahr.

• Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten i.S.v. § 285 Nr. 1 Buchst. b HGB beträgt am Bilanzstichtag 1.537 TEUR und ergibt sich aus dem Mietkauf von Maschinen (abgesichert durch Eigentumsvorbehalt). Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten i.S.d. § 285 Nr. 1 Buchst. b HGB am Bilanzstichtag (Vj. 516 TEUR).

Die finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB betragen 3.378 TEUR (Vorjahr 3.561 TEUR).

Es besteht wie im Vorjahr eine Bürgschaft über 6.000 TEUR gegenüber der Bank für Verbindlichkeiten der Vermieterin Matheus Grundstücksgesellschaft mbH. Die Eingehung der Bürgschaftsverpflichtung wird seitens der Bürgschaftsnehmerin vergütet. Die Geschäftsführung rechnet aus der Bürgschaft nicht mit einer Inanspruchnahme, da die von der Gesellschaft gezahlten Mieten genutzt werden, um der Bank Zinsen und Tilgung zu leisten.

Die Umsatzerlöse werden überwiegend aus Verträgen mit im Inland ansässigen international tätigen Unternehmen generiert. Gemessen am Gesamtumsatz beträgt der Anteil des in Deutschland generierten Umsatzes knapp 90%. Weitere 2% des Gesamtumsatzes wurden im Berichtsjahr im benachbarten EU-Ausland erzielt. Weitere Märkte liegen in Drittstaaten wie den USA und China (Gesamt-Umsatzanteil ca. 8%).

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ergab sich im Geschäftsjahr wie folgt:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 48 46
Angestellte Mitarbeiter 71 65
Geschäftsführer 2 2
Gesamt 121 113

Die Gesellschaft hat zwei Geschäftsführer. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB werden daher keine Angaben im Sinne von § 285 Nr. 9 HGB gemacht.

Bereits im Jahr 2021 wurde damit begonnen, ein neues ERP-System zu entwickeln und zu implementieren. Eine Fertigstellung dieses Systems ist nach derzeitiger Einschätzung für Ende 2024 geplant. (Annahme war bisher: Fertigstellung bis Ende 2023). Die bislang angefallenen Aufwendungen (653 TEUR) wurden entsprechend aktiviert. Eine Abschreibung wird erst nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des ERP-Systems erfolgen.

Zu den Geschäftsführern der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres 2023 und am Abschlussstichtag bestellt:

Frau Sibylle Matheus, Geschäftsführerin

Herr Georg Matheus, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführer der MATHEUS Industrie-Automation GmbH empfehlen, das Ergebnis des Berichtsjahres in den Gewinnvortrag einzustellen.

IV. Nachtragsbericht

Besondere Vorgänge nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. Des Weiteren haben sich ebenfalls bis heute keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten ergeben.

 

Osann-Monzel, am 16. September 2024

gez. Sibylle Matheus, Geschäftsführerin

gez. Georg Matheus, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 234.588,48 0,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 469.264,72 183.561,08 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 703.853,20 183.561,08 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 116.517,12 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 862.156,96 1.100.196,32 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.894.656,57 613.582,38 97.228,73
Summe Sachanlagen 3.873.330,65 1.713.778,70 97.228,73
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 323.000,00 1.300.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 323.000,00 1.300.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.900.183,85 3.197.339,78 97.228,73
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 234.588,48
2. geleistete Anzahlungen 0,00 652.825,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 887.414,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 116.517,12
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.962.353,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.411.010,22
Summe Sachanlagen 0,00 5.489.880,62
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 1.623.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.623.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 8.000.294,90
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.725,48 13.733,00 0,00 0,00 227.458,48
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 213.725,48 13.733,00 0,00 0,00 227.458,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.305,12 6.623,00 0,00 0,00 79.928,12
2. technische Anlagen und Maschinen 230.613,96 252.525,32 0,00 0,00 483.139,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.334.684,57 267.110,38 97.222,73 0,00 2.504.572,22
Summe Sachanlagen 2.638.603,65 526.258,70 97.222,73 0,00 3.067.639,62
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.852.329,13 539.991,70 97.222,73 0,00 3.295.098,10
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.130,00 20.863,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 652.825,80 469.264,72
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 659.955,80 490.127,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 36.589,00 43.212,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.479.214,00 631.543,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 906.438,00 559.972,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.422.241,00 1.234.727,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 1.623.000,00 323.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.623.000,00 323.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 4.705.196,80 2.047.854,72

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die MATHEUS Industrie-Automation GmbH, Osann-Monzel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MATHEUS Industrie-Automation GmbH, Osann-Monzel, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MATHEUS Industrie-Automation GmbH, Osann-Monzel, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Waltrop, den 16. September 2024

AUDITE Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Prof. Ulrich Feldkämper, Wirtschaftsprüfer

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