Stephan Helm Immobilienverwaltungs GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kerstin Köppel seit 13.12.2023 | Prokura |
Sascha Kemper seit 12.5.2022 | Geschäftsführer |
Stephan Günter Helm seit 4.9.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Reifen Heim Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reifen Helm GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Reifen Helm GmbH versteht sich als ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister für private und gewerbliche Verbraucher in den Segmenten PKW, LKW sowie Spezialreifen (Landwirtschaft, Erdbewegungsmaschinen sowie Industrie- und Hafenreifen). Neben dem Reifenhandel und dem damit verbundenen Service hat sich der Bereich Kfz-Service (Reparatur & Service) zu einem elementaren Bestandteil des Leistungsversprechens und des Geschäftsmodells entwickelt. Wir verbinden den Handel von Reifen und Kfz-Teilen mit unserem umfassenden Serviceangebot und bieten unseren Kunden in insgesamt 53 Filialen "Mobilität aus einer Hand". Darüber hinaus betreiben wir Handel mit Wiederverkäufern und bieten Reifen- und Logistikdienstleistungen für Fahrzeughersteller an. II. Wirtschaftsbericht 1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Marktentwicklung - Fahrzeugbestand in Deutschland Wie in den Vorjahren hat sich der Kfz-Bestand in Deutschland im Jahr 2023 erwartungsgemäß vergrößert. Nach der vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vorgelegten Jahresauswertung mit Stand zum 31. Dezember 2023 stieg die Zahl der Kraftfahrzeuge in 2023 um 0,9 % auf 60,7 Millionen, wobei Personenkraftwagen mit 49,1 Millionen Einheiten den mit Abstand größten Teil darstellen. Seit Jahren ist ein kontinuierlich steigender Fahrzeugbestand (ca. 1 % p.a.) sowie ein steigendes Durchschnittsalter der Fahrzeuge zu verzeichnen (aktuell 10,3 Jahre). b) Marktentwicklung - Reifenersatzgeschäft in Deutschland Knapp 44,5 Millionen Reifen wurden im vergangenen Jahr im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft. Mit einem leichten Rückgang liegt der Stückabsatz (Handel an Verbraucher) im Jahr 2023 ungefähr auf Vorjahresniveau. Das berichtet der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur- Handwerk (BRV, Bonn) nach Auswertung der Marktzahlen. Deutlich gestiegene Preise der Produkte und Dienstleistungen ließen die Umsätze und Roherträge jedoch steigen, sodass das BRV für den Handel ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr bilanziert. Im Segment PKW-Reifen (inklusive Offroad und All Season) stieg der Absatz im Vergleich zu 2022 um ca. 1 %. Die deutlichste Steigerung erreichten war erneut die Ganzjahresreifen (All Season), die deutlich um 11,6 % zulegen konnten. In der ebenfalls zum Consumer-Segment zählenden Produktgruppe der Reifen für leichte Nutzfahrzeuge (LLKW-Reifen) lag der Stückabsatz 2023 um 5,2 % oberhalb des Vorjahresniveaus. Insgesamt wurden im Consumer-Segment 42,0 Mio. Reifen vom Handel an Verbraucher abgesetzt. Der Absatz von LKW-Reifen liegt mit einem Absatz von 2,4 Millionen Stück deutlich unter Vorjahresniveau (-11,7 %). Der Rückgang fiel im Bereich LKW-Neureifen etwas geringer als im Bereich der runderneuerten Reifen aus (Neureifen -11,0 %, 1,8 Mio. Stück, runderneuerte Reifen -13,5 %, 0,7 Mio. Stück). 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben Umsatzkennzahlen wird das Gesamtunternehmen im Wesentlichen nach Ertragsgesichtspunkten gesteuert. Auf Unternehmensebene ist das EBIT (Ergebnis vor Steuern, bereinigt um das Finanzierungs- und Beteiligungsergebnis) die zentrale Steuerungsgröße. Diese ist über einen Bottom-Up/Top-Down Planungsprozess bis auf Niederlassungsebene operationalisiert und Teil der monatlichen Reporting- und Steuerungsprozesse. Weiterhin zählen Kennzahlen zur Überprüfung der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit zu den wesentlichen Leistungsindikatoren. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden anlassbezogen in die Unternehmenssteuerung einbezogen. Aufgrund der sich teilweise überlagernden Krisen der letzten Jahre wurden und werden Leistungsindikatoren entsprechend erweitert und die Erfassungs- und Monitoring-Intervalle laufend an die jeweilige Situation angepasst. Wir begleiten die Umsetzung unseres Maßnahmenportfolios eng durch die Beobachtung entsprechender Kennzahlen sowie der regelmäßigen Überprüfung durch das Management. Die Regeltermine werden bei Bedarf um anlassbezogene Meetings erweitert. Die Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre ist für uns ein Beleg für den Erfolg dieses Managementsystems. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Ertragsentwicklung war im Geschäftsjahr 2023 vor allem durch die positive Entwicklung der Segmente PKW-Reifen, Reifenservice und Kfz-Service beeinflusst. Im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung fokussieren wir uns seit Jahren auf die ertragsstarke Vermarktung im serviceintensiven Hofgeschäft. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf dem Ausbau unseres Kfz-Serviceangebots. Unsere Großhandelsaktivitäten verlagern wir überwiegend in die konzerneigene Schwestergesellschaft B+B Reifencenter GmbH. Die damit einhergehenden Umsatzverlagerungen konnten nahezu vollständig durch Steigerungen im Hofgeschäft kompensiert werden: Als größte Ertragssäule des Hofgeschäfts konnten wir im Reifenservice (Dienstleistungen) eine erfreuliche Entwicklung von +15,3 % realisieren. Ebenfalls oberhalb des Vorjahresniveaus entwickelte sich der Kfz-Service (+8,0 %). Das Hofgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Der Fokus der strategischen Maßnahmen lag weiter auf einer Steigerung unserer Leistungsfähigkeit. Investitionen in unsere Ausstattung sowie die Einstellung und Ausbildung qualifizierter Mitarbeiter dienen Sicherung und Ausbau unserer Marktposition im norddeutschen Raum. Darüber hinaus arbeiten wir intensiv an einer Optimierung unserer Prozesse, wobei die Digitalisierung der Geschäftsprozesse ein wesentlicher Baustein ist. Aus diesem Grund haben wir im Geschäftsjahr eine neue EDV-Landschaft (Implementierung einer neuen Warenwirtschaft sowie Finanzbuchhaltung) eingeführt. Unsere Planung sah für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Umsatzsteigerung sowie ein positives EBIT signifikant unterhalb der herausragenden Ergebnisse der Jahre 2021 und 2022 vor. Während die Umsatzplanung aufgrund konjunktureller Absatzrückgänge in den gewerblichen Segmenten und des internen Wechsels der EDV-Landschaft mit einem Umsatzrückgang von 1,9 % auf TEUR 102.698 nicht erreicht wurde, konnte die Ergebnisplanung mit einem Rückgang des EBITs um 29,9 % auf TEUR 1.982 eingehalten werden. Erhebliche Kostensteigerungen im Personalbereich, gesteigerte Energiekosten sowie die mit der neuen EDV-Landschaft verbundenen Investitionen konnten durch die deutliche Rohertragssteigerung von 6,1 % nur teilkompensiert werden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jederzeit gewährleistet. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft trotz der volatilen Rahmenbedingungen als stabil. Aufgrund der Geschäftsentwicklung des Vorjahres sowie des guten Jahresstarts 2024 beurteilen wir die aktuelle Ergebnisplanung als ungefährdet. a) Ertragslage Im Hofgeschäft konnten wir unsere Umsätze (Produktumsätze und Dienstleistungsumsätze) um insgesamt 1,9 % steigern und das Vorjahresniveau der Roherträge um 4,7 % übertreffen. Der Umsatz mit Wiederverkäufern ließ durch die Umsatzverlagerung innerhalb der Konzerngesellschaften um 25,1 % nach. Insgesamt sind die Umsatzerlöse um TEUR 1.983 (1,9 %) zurückgegangen. Der Rohertrag erhöhte sich aufgrund des im Verhältnis zu den Umsatzerlösen stärker gesunkenen Materialaufwands um 6,1 % auf TEUR 41.510 (Vj. TEUR 39.132). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 um 9,2 %. Hintergrund waren vor allem Lohnanpassungen sowie der Ausbau unseres Filialnetzes. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen überstiegen das hohe Vorjahresniveau um 6,0 %. Dieser Effekt ist sowohl auf die höheren Investitionen ins Sachanlagevermögen, die Einführung einer neuen EDV-Landschaft, als auch auf den Kauf einer neuen Filiale zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen überstiegen das Vorjahresniveau um 7,9 %. Wesentlich wirkten sich die gestiegenen Energiekosten (Heizung, Strom, Kraftstoff) ebenso wie die aufgrund des neuen EDV-Systems gestiegenen IT-Aufwendungen aus. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von TEUR 2.826 auf TEUR 1.982 (-29,9 %) verringert. Zum 1. Januar 2022 wurde mit der 100%-igen Tochtergesellschaft "Bandag"- Reifenerneuerungsgesellschaft m.b.H. ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Daraus resultiert im Geschäftsjahr ein erhaltener Gewinn aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 235. Die erhöhten Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 256 (Vj. TEUR 133) stammen wesentlich aus einer erhöhten Inanspruchnahme unserer Betriebsmittellinien sowie gestiegener Zinssätze. Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen liegen mit TEUR 53 auf Vorjahresniveau (Vj. TEUR 58). Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.266 abgeschlossen. Wir sehen uns auf Basis der positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre in unserer strategischen Ausrichtung als ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister und Qualitätsführer im norddeutschen Raum bestätigt und werden diese in den kommenden Jahren weiterverfolgen. Daher gehen wir auch für die Folgejahre von einer nachhaltig positiven Ergebnissituation aus. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich insgesamt um TEUR 1.202 auf TEUR 31.484. Auf der Vermögensseite ist die Erhöhung im Wesentlichen auf Zugänge im Sachanlagevermögen und den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig entwickelte sich die vorhandene Liquidität. Die Sachanlagen erhöhten sich insgesamt um TEUR 905. Den planmäßigen Abschreibungen (TEUR 1.489) stehen Investitionen von insgesamt TEUR 2.394 gegenüber, die hauptsächlich mit TEUR 2.064 die Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit TEUR 234 Bauten auf fremden Grundstücken betreffen. Die sonstigen Ausleihungen verminderten sich durch Tilgungsleistungen insgesamt um TEUR 51. Das Vorratsvermögen liegt mit TEUR 75 über dem Vorjahreswert, da aufgrund von mehreren Preiserhöhungen im Geschäftsjahr die Bestände zum Bilanzstichtag entsprechend höher bewertet sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 2.556 erhöht. Dieser Effekt ist insbesondere auf die Implementierung der neuen EDV-Landschaft und eine damit einhergehende verspätete Fakturierung zurückzuführen. Dies hat ebenfalls Auswirkungen auf die Liquidität, sodass diese im Geschäftsjahr um TEUR 2.325 zurückgeht. Die Veränderung der Bilanzsumme resultiert auf der Finanzierungsseite insbesondere aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag in Höhe von TEUR 2.057 und dem positiven Jahresüberschuss. Die bereitgestellten Kontokorrentlinien über TEUR 4.000 wurden im Geschäftsjahr mit TEUR 1.911 in Anspruch genommen. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Rückgang der Rückstellungen vermindern den Anstieg der Bilanzsumme um insgesamt TEUR 2.215. Aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.266 liegt eine Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 616 auf TEUR 6.973 vor. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 22,1 % (Vj. 21,0 %). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich im Geschäftsjahr von TEUR 591 um TEUR 133 auf TEUR 724. c) Finanzlage Insgesamt hat die Reifen Helm GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.000 (Vj.: positiver Cashflow TEUR 3.110) erzielt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten in Höhe von TEUR 2.616 zahlungswirksame Investitionen in das Anlagevermögen. Die Investitionen flossen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände vor allem in die Implementierung einer neuen EDV-Landschaft und den Kauf einer neuen Filiale. Die Anzahlung für die Zweigniederlassung RE-EL-Di wurde ebenfalls bereits im Geschäftsjahr getätigt. Zudem wurden im Geschäftsjahr wieder zwei Filialen modernisiert und PKW/LKW angeschafft. Da keine wesentlichen Verkäufe von Anlagevermögen stattgefunden haben, besteht ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 2.616. Ausgehend von einem Brutto-Cashflow (Ergebnis zuzüglich Abschreibungen) von TEUR 2.847 (Vj. TEUR 3.366) gab es im Geschäftsjahr 2023 vor allem negative Effekte aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und dem Rückgang der Rückstellungen. Abweichend zum Vorjahr liegt ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit vor. Der Betrag resultiert vor allem aus der Ausnutzung der Kontokorrentlinie, obwohl gegenläufig eine Ausschüttung sowie die planmäßige Tilgung des Darlehens gegenüber der Gesellschafterin erfolgten. III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 1. Chancenbericht Unsere Stärke sehen wir zum einen in unserer regionalen Stellung im norddeutschen Raum, der herstellerunabhängigen Beratung sowie der persönlichen Nähe zu Kunden und Mitarbeitern. Als inhabergeführtes Unternehmen können wir schneller und individueller als Konzernstrukturen auf sich verändernde Marktveränderungen reagieren. Inhabergeführte Filialsysteme weisen im Marktvergleich eine wesentlich höhere operative Rendite gegenüber den Renditen der herstellergeführten Systeme auf. Wir sehen uns durch unsere Positionierung als ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister im Marktvergleich gut positioniert. Wir investieren weiterhin in unsere wesentlichen Erfolgsfaktoren: Engstes Filialnetz im norddeutschen Raum, beste technische Ausstattung sowie hoch qualifiziertes und hoch motiviertes Personal. Insbesondere der Bereich Personal ist wesentlicher Treiber unseres Erfolgs. Daher haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unser Personalentwicklungskonzept weiter ausgebaut. Wir verstehen unser Geschäft als "People Business" und lassen unseren Mitarbeitern und Führungskräften innerhalb der strategischen und operativen Vorgaben hinreichend Gestaltungsspielraum, um auf die Kundenanforderungen individuell reagieren zu können. Unser Kundenpotenzial, insbesondere im PKW-Bereich, birgt große Chancen für den weiteren Ausbau des Kfz-Servicegeschäfts. Wir schätzen die Potenzialausschöpfung bei unseren (Reifen-) Stammkunden im Kfz-Service auf gut 60 % und bemühen uns in diesem Segment neben dem traditionellen Reifenservice weitere Kfz-Dienstleistungen anzubieten und das bestehende Potenzial bestmöglich zu nutzen (Cross Selling) und einer längerfristigen Kundenbindung zuzuführen. Eine steigende Serviceorientierung, teils durch verändertes Kundenverhalten, teils durch technische Innovation (z.B. RDKS, Runflat- und UHP-Reifen), stärkt unsere Stellung als Dienstleistungsunternehmen. Bereits heute realisieren wir im Hofgeschäft über 70 % unserer Roherträge außerhalb des Reifenhandels, also mit Reifendienstleistungen und Kfz-Service. Der eingeschlagene Weg der weiteren Entkopplung vom reinen Handelsgeschäft hin zu einem vermehrten Serviceanteil ist aus unserer Sicht der Richtige. Auf der Einkaufsseite sehen wir uns mit unserer Größe optimal aufgestellt. Wir sind hinreichend groß, um die notwendigen "Top-Konditionen" bei unseren strategischen Partnern zu erhalten. Eine weitere Verbesserung der Einkaufkonditionen sehen wir auch bei steigender Mengenentwicklung nicht. Zwar ist der Ausbau unseres Filialnetzes weiterhin Teil unserer Strategie, jedoch nicht aus Mengenüberlegungen, sondern zur Erhöhung des Kundennutzens (Netzabdeckung) und der Ergreifung sich bietender unternehmerischer und wirtschaftlicher Chancen. Als wesentlichen Wettbewerbsvorteil sehen wir unseren strategischen Managementansatz. Ein strukturierter Strategieprozess ist insbesondere in einem aktuell fordernden Marktumfeld bei unserer Größe unerlässlich. Wir haben diesen Prozess bereits im Jahr 2013 gestartet und sind seitdem durchgehend in der kontinuierlichen Umsetzung sowie Weiterentwicklung der Strategie. Wir kontrollieren die Umsetzung konsequent und justieren gegebenenfalls kurzfristig nach. Neben guten Konzepten liegt unsere Chance als Mittelständler insbesondere in der schnellen und konsequenten Umsetzung der Maßnahmen sowie in der kurzfristigen Reaktionsfähigkeit auf eintretende Marktveränderungen. 2. Risikobericht Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt: Liquiditätsrisiko Unsere Finanzierungsstrategie für das operative Geschäft besteht aus den Komponenten Lieferantenkredite und Bankenlinien. Lieferantenseitig schätzen wir das Risiko einer Reduzierung der Finanzierungsposition als gering ein. Etwaige saisonale Schwankungen des Liquiditätsbedarfs sichern wir über unsere Bankenpartner ab. Die bestehenden Kreditlinien sind bis auf weiteres unbefristet. Saisonbedingt sind im Laufe des Jahres zwei Spitzenbeanspruchungen der Liquiditätslinien zu erwarten, von denen eine zum Erstellungszeitpunkt bereits abgeschlossen war. Die Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr aufgrund der Systemumstellung und dem steigenden Vorfinanzierungsbedarf in höherem Umfang als in den Vorjahren in Anspruch genommen. Während einer Spitzenbeanspruchung reichten die bisher geltenden Kreditlinien nicht mehr aus, weshalb eine Überziehung dessen im Geschäftsjahr 2023 notwendig wurde. Mittlerweile nutzen wir unsere Kreditlinien nicht nur in Zeiten der Spitzenbelastung, sondern fortlaufend. Zusammenfassend unterliegt unsere Finanzplanung für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 im Wesentlichen den folgenden Prämissen:
Bis zum Erstellungszeitpunkt konnte allen Verpflichtungen vereinbarungsgemäß nachgekommen werden. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch bis zum Ende des Jahres 2024 sowie im Folgejahr unverändert fortsetzt. Sofern die genannten Annahmen nicht plangemäß eintreten, ist das Unternehmen mit einem entsprechendem Finanzierungspuffer ausgestattet, um den ungefährdeten Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Sollte die Planung unterschritten werden, erwarten wir, dass eine Überarbeitung unserer Refinanzierungsmaßnahmen nur notwendig wird, falls ein ausgeglichenes Ergebnis unterschritten würde. Da innerhalb der Firmengruppe hinreichend Sicherheiten zur Verfügung stehen, sehen wir auch bei Unterschreitung dieses Niveaus kein akutes Finanzierungsproblem. Umsatzrisiko Aufgrund unseres tendenziell fixkosten-lastigen Filialsystems kommt der Umsatzentwicklung eine besondere Bedeutung zu. Wir sehen im PKW-Bereich ein überwiegend stabiles Marktumfeld. Vermarktungschancen ergeben sich aus einer steigenden Komplexität und Produktvielfalt. Die Entwicklung des Produktmixes (steigende Durchschnittspreise) stützt unsere Umsatzentwicklung zusätzlich. Die gewerblichen Segmente hängen stark von der Konjunkturentwicklung ab. Steigende Komplexität (z.B. RDKS für Nutzfahrzeugreifen) sowie steigende Serviceanforderungen (z.B. Vor-Ort- Service) unserer Kunden ermöglichen Wachstumschancen oberhalb der Marktentwicklung. Unsere strategische Ausrichtung und die damit einhergehenden Maßnahmen zielen auf einen Ausbau der Servicekomponenten und damit eine zunehmende Entkoppelung von kurzfristigen Volumenschwankungen. Margenrisiko Unabhängig von der Umsatzentwicklung halten wir die Fokussierung auf rohertragsstarke Vermarktung für unabdingbar. Der Ausbau der realisierten Margengewinne durch erfolgreiche Preisdurchsetzung wird maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Ergebnisses haben. Insbesondere der Ausbau des Dienstleistungsanteils (Zusatzverkäufe, Preisdurchsetzung) hat großen Einfluss auf die Ertragsentwicklung. Die eingeleiteten Maßnahmen hatten wesentlichen Einfluss auf die positive Ergebnisentwicklung des letzten Jahres. Risiken aus Gewährleistungsverträgen Zum 31. Dezember 2023 bestehen Risiken aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung (Gewährleistungsverträge). Aufgrund der geplanten wirtschaftlichen Entwicklung der originär verpflichteten Unternehmen ist nach Einschätzung der Geschäftsführung das Risiko aus einer etwaigen Inanspruchnahme für die Reifen Helm GmbH als gering zu beurteilen. Risiken aus aktuellen Krisen Die Verfügbarkeit und Preisstellung der Vorprodukte sowie einige Produktionsstätten sind von aktuellen Krisen (u.a. von dem Ukraine-Krieg) in unterschiedlicher Art und Weise betroffen. Bislang konnten wir die Preisinflation in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben. Die angespannte Liefersituation konnten wir durch geeignete Maßnahmen vollständig kompensieren. Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr keine negativen Einflüsse auf unser Tagesgeschäft. Insgesamt schätzen wir die Risikolage für unser Unternehmen als gering ein. Vor allem durch die positiven Ergebnisse der letzten Jahre ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens deutlich gestiegen, sodass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. 3. Prognosebericht Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwartet der BRV in Kernsegmenten PKW- und LKW-Reifen eine nur leichte Stückzahl-Steigerung. Wir schätzen die Preisentwicklung überwiegend konstant ein und sehen Wachstumspotenzial weiter in den Servicesegmenten. Sowohl ein Volumenausbau als auch eine Steigerung des Preisniveaus sehen wir als realistisch und wesentlichen Ertragstreiber an. Die Kostendynamik wird sich im laufenden Geschäftsjahr weiter abflachen. Hohe und frühzeitige Investitionen in Personal, Ausstattung und unsere IT-Landschaft vermeiden einen "Nachholeffekt", den wir für Teile des Marktes erwarten. Sinkende Energiekosten entlasten die Kostenwicklung ebenfalls. Trotz einer überwiegend positiven Absatzprognose für das Reifenersatzgeschäft ist mit einer weiteren Konsolidierung im Markt zu rechnen. Der Fachkräftemangel im Handwerk wird diese Entwicklung unseres Erachtens weiter vorantreiben. Der stetig wachsende Fahrzeugbestand, das steigende Durchschnittsalter der Fahrzeuge und die wachsende Bedeutung des Leasings im Neufahrzeugbereich stellen hingegen positive Rahmenbedingungen für unsere weitere Entwicklung dar. Insbesondere gegenüber dem herstellergebundenen Autohaus ist der freie Handel in diesen Segmenten traditionell stärker aufgestellt. Der Absatz von Neufahrzeugen in 2024 ist derzeit schwierig zu prognostizieren. Unsere Planung bildet leichte Umsatzsteigerungen in den Reifensegmenten ab. Wir erwarten, den Reifenservice überproportional ausbauen zu können. Im Kfz-Service gehen wir von einer deutlichen Steigerung aus. Ende Mai 2024 lagen wir signifikant oberhalb des Planniveaus. Derzeit können wir uns deutlich positiv von der Marktentwicklung absetzen und erwarten eine Fortführung dieser Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr. Unsere Planung bildet für das Jahr 2024 leicht steigende Umsätze und ein EBIT-Ergebnis deutlich unterhalb der Geschäftsjahre 2022 und 2023 ab. Wir überprüfen laufend die Belastbarkeit unserer Ergebnisprognosen und kommunizieren das Ergebnis im Rahmen unserer Quartalsberichterstattung. Zum Erstellungszeitpunkt war die Ergebnisprognose uneingeschränkt zu bestätigen.
31. Juli 2024 Die Geschäftsleitung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der Firma Reifen Helm GmbHHamburgGliederung: A. Allgemeine Angaben B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung D. Sonstige Angaben A. Allgemeine Angaben Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Reifen Helm GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 24106), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen (bis auf im Weiteren explizit genannte Bewertungsänderungen) den Vorjahresgrundsätzen. Die Bilanz ist gemäß § 266 Abs. 1 HGB in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 1 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt, wobei die entsprechenden Gliederungsvorschriften beachtet wurden. Sämtliche Geschäftsanteile der Reifen Helm GmbH werden von der Reifen Helm Holding GmbH gehalten. Über deren gemeinsame Gesellschafter Herrn Stephan Helm, Herrn Klaus Helm und Frau Barbara Helm werden im Geschäftsjahr folgende Gesellschaften als nahestehende Unternehmen zu der Reifen Helm GmbH, Hamburg, angesehen:
Die Vermögensgegenstände der HELM Grundstücksverwaltung Poppenbüttel sind im Geschäftsjahr 2023 vollständig in die Stephan und Marcus Helm GbR übergegangen, sodass zum 31. Dezember 2023 keine Geschäftstätigkeit mehr betrieben wird. Die Bilanz wird gemäß § 265 Abs. 5 HGB um entsprechende Posten erweitert. Entsprechend des § 271 Abs. 2 HGB werden zum Bilanzstichtag 2023 neben der Reifen Helm Holding GmbH folgende Gesellschaften als verbundene Unternehmen angesehen:
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der Nachhaltigkeit der erworbenen Geschäftsbetriebe linear über zehn Jahre abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen, bewertet. Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode über die wirtschaftliche Lebensdauer der Anlagegüter verteilt vorgenommen. Für Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 1.000,00 wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Sammelposten gebildet, welcher gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten, einschließlich der Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und nachträglicher Anschaffungspreisminderungen. Der Warenumsatz erfolgt nach einer Systemumstellung ab dem März 2023 nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Bis dahin wurde die FIFO-Methode genutzt. Die Methodenumstellung führte zu keinen nennenswerten Differenzen. Soweit die Wiederbeschaffungskosten unter den Inventurwerten liegen, erfolgt eine Abwertung. Ebenfalls abgewertet wird, sobald die Inventurwerte über den voraussichtlichen Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten liegen. In einer Gängigkeitsanalyse wurden Überbestände oder überlagerte Bestände identifiziert und gegebenenfalls abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 % abgesetzt. Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck - Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert - entsprechend des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (Vj. 1,78 %). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2 % bei den Renten ausgegangen. Gehaltstrend und Fluktuation sind nicht zu berücksichtigen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Bei der Ermittlung der zurückzustellenden Beträge für Ansprüche der Mitarbeiter aus Arbeitszeitkonten erfolgte im Berichtsjahr eine Umstellung der Bewertungsmethode. Die Gesellschaft hat entgegen der bisherigen Bewertung keine Berechnung anhand eines durchschnittlichen Stundensatzes, sondern eine individualisierte Einzelbewertung vorgenommen. Die betragsmäßige Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung ist im Vergleich zur bisherigen Anwendung von untergeordneter Bedeutung. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 42 (Vj. TEUR 39) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 235 enthalten. 3. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 22. Dieser ist nach §253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 4. Pensionsrückstellungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene Pensionsverpflichtungen aus der in 2010 erfolgten Umstellung auf das BilMoG in Höhe von TEUR 36. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB soll der ursprüngliche Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt werden. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte entsprechend der Vorgehensweise der Vorjahre eine Zuführung in Höhe von TEUR 36. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.999 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen (TEUR 956), für ausstehenden Urlaub (TEUR 511), für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 255) und Ansprüche der Arbeitnehmer aus Arbeitszeitkonten (TEUR 82). 6. Verbindlichkeiten Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten(§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 799 durch eine Bürgschaft der Gesellschafterin besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.731 (Vj. TEUR 1.788) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.552 enthalten. 7. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatzsätzen von immateriellen Vermögensgegenständen und Pensionsrückstellungen ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer (nebst Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,3 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr setzen sich die Umsatzerlöse aus den folgenden Umsatzsegmenten zusammen:
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse in die verschiedenen Segmente hat sich aufgrund der Einführung einer neuen Software im Buchhaltungs- und Materialwirtschaftsbereich und den damit verbundenen neuen Auswertungsmöglichkeiten geringfügig geändert. Die Umsätze werden fast ausschließlich im Inland erwirtschaftet. 2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 71 ausgewiesen. Diese betreffen vor allem die Auflösung von Rückstellungen aus dem vorigen Geschäftsjahr. 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 5) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 188 ausgewiesen. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf zu gering bemessene Sachkostenrückstellungen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 u. 2 EG- HGB (BilMoG-Zuführungsbetrag für Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 36 (Vj. TEUR 36) enthalten. 5. Erträge aus Ergebnisabführung Aufgrund eines im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit einem verbundenen Unternehmen resultieren Erträge aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 235. 6. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 18 (Vj. TEUR 31) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 58) Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. D. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 bestehen gemäß § 251 HGB in Höhe von TEUR 9.850 (Vj. TEUR 9.850) Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung (Gewährleistungsverträge). Die originär verpflichteten Unternehmen sind mit TEUR 4.000 verbundene Unternehmen und mit TEUR 5.850 nahestehende Unternehmen. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Kreditsaldo beim verbundenen Unternehmen TEUR 3.043, bei nahestehenden Unternehmen und Personen TEUR 4.619. Zum Bilanzstichtag erfolgte aus diesen Haftungsverhältnissen keine Passivierung, da aufgrund der geplanten wirtschaftlichen Entwicklung der originär verpflichteten Unternehmen die Wahrscheinlichkeit aus einer etwaigen Inanspruchnahme für die Reifen Helm GmbH als gering zu beurteilen ist. 2. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB:
3. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen i. H. v. TEUR 32.091. Davon betreffen TEUR 10.643 die Gesellschafterin Reifen Helm Holding GmbH (verbundenes Unternehmen).
5. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer ist bzw. war bestellt: Herr Dipl.-Kfm. Stephan Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung, Hamburg Herr Sascha Kemper, Geschäftsführer Vertrieb, Bad Fallingbostel Herr Ronald Nölle, Geschäftsführer Betrieb, Buchholz in der Nordheide Zur Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 6. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernabschluss der Reifen Helm Holding. 7. Konzernabschluss Die Reifen Helm GmbH wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Reifen Helm Holding GmbH, Hamburg, einbezogen, der im Unternehmensregister offengelegt wird. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.266 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Für die mit Wirkung zum 1. Januar 2024 erworbene Zweigniederlassung RE-EL-DI, Elmenhorst/Lichtenhagen, wurde im Berichtsjahr bereits eine Anzahlung geleistet, die in den Anzahlungen für die immateriellen Vermögensgegenstände ausgewiesen ist. Die Anzahlung ist bereits in den Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände enthalten. Weitere Ergebnisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt sind, haben sich nicht ergeben.
Hamburg, 31. Juli 2024 Reifen Helm GmbH Stephan Helm Sascha Kemper Ronald Nölle Entwicklung des Anlagevermögens der Reifen Helm GmbH, Hamburg, im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reifen Helm GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reifen Helm GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reifen Helm GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 31. Juli 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Sven Metzger, Wirtschaftsprüfer Alina Melo, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses 2023Der Jahresabschluss 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 30. September 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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