MVJ Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Reif seit 27.5.2019 | Geschäftsführer |
Tim Horn seit 6.4.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.16% | |
| 37.16% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
42 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 42 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Oatsome GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Oatsome GmbHStand 19.08.2024, Darstellung nach Handelsrecht 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht a. Allgemeine Branchensituation b. Geschäftsverlauf und Lage c. Ertragslage d. Vermögens- & Finanzlage e. Finanzielle Leistungsindikatoren f. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren g. Gesamtaussage 3. Bericht über zukünftige Entwicklung über Chancen und Risiken des Unternehmens a. Prognosebericht b. b. Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen des Unternehmens Die Oatsome GmbH entwickelt und vertreibt Lebensmittelprodukte, welche einen gesunden Lifestyle unterstützen. Die Produkte werden über den eigenen Onlineshop, über Online-Marktplätze wie z.B. Amazon und über den stationären Handel (Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien, etc.) vertrieben. Der Fokus liegt auf leckeren und gesunden Frühstücks- und Snack-Produkten mit transparenten Zutatenlisten. Alle Produkte sind 100% natürlich, vegan, frei von raffiniertem Zucker und frei von unnötigen Zusatzstoffen. Ein Großteil des Produktsortiments besteht aus Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft (Bio). Die Oatsome GmbH legt einen immer größeren Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Im Jahr 2023 wurden die Anstrengungen zur Reduzierung der Umweltauswirkungen weiter verstärkt. Der geographische Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 im DACH-Raum. Die einzige Niederlassung des Unternehmens befindet sich in Frankfurt am Main. 2. Wirtschaftsbericht a. Allgemeine Branchensituation Das Jahr 2023 war für die gesamte Bevölkerung durch die anhaltend hohe Inflationsrate mit Kostensteigerungen in sämtlichen Bereichen geprägt. Insbesondere die Preise für Energie und Lebensmittel stiegen stark an. Dies führte bei den Konsumenten zu erhöhten Lebenshaltungskosten, die mit Veränderungen im Konsumverhalten reagierten. Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % zurück. Seit dem coronabedingten Rekordzuwachs von 5,4 % im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den folgenden drei Jahren kontinuierlich (2021: -1,6 %; 2022: -4,6 %)1. Die Umsätze für online gekaufte Lebensmittel gingen in 2023 im Durchschnitt um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück2. Ebenso stiegen insbesondere durch höhere Energiepreise die Kosten für die Herstellung und den Transport von Lebensmitteln teilweise stark an. 1 Quelle: Statistisches Bundesamt; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html 2 Quelle: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.; https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle b. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die inflationsbedingten Anpassungen der Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten (s. Punkt 2a). Diese Entwicklungen traf auch das Online-Geschäft der Oatsome GmbH, sodass in dem schwierigen Marktumfeld kein Gesamtumsatzwachstum verzeichnet werden konnte. Die Umsatzerlöse sanken aufgrund der in dieser Größenordnung nicht prognostizierbaren Entwicklungen von 15.837 TEUR in 2022 auf 12.606 TEUR in 2023 bzw. um 20,4 Prozent. Aufbauend auf der im Vorjahr beschlossenen Strategie, den Offline-Umsatzanteil zu steigern, um das Geschäft mittelfristig auf zwei sich ergänzende Säulen zu stellen, konnte die Oatsome GmbH im Jahr 2023 trotz eines rückgängigen realen Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel hier ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielen. Demnach stieg der Offline-Umsatzanteil der Oatsome GmbH. Das Ergebnis konnte aufgrund des Umsatzverlustes nicht auf das geplante Niveau gebracht werden. Dennoch kann man gut sehen, dass das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr stark verbessert werden konnte. Hierzu haben eine Vielzahl an Maßnahmen beigetragen, welche zum Teil in 2022 schon angestoßen wurden. So sank der Jahresfehlbetrag nach Steuern von 1.457 TEUR in 2022 auf nur noch 685 TEUR in 2023. Durch Kapitalerhöhungen im Juni und Dezember 2023 konnte das bilanzielle Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 980 TEUR verbessert werden und lag zum 31.12.2023 bei +641 TEUR. c. Ertragslage Während die Umsatzerlöse wie oben beschrieben durch den allgemeinen Rückgang im Onlinegeschäft und die Inflation mit 3.231 TEUR bzw. 20,4 Prozent gesunken sind, konnten die Kosten deutlich stärker gesenkt werden. Trotz weiterer, marktbedingter Kostensteigerungen im Rohwaren- & Packmittelbezug und in den Marketingkosten, wurden diverse Maßnahmen angestoßen und umgesetzt, die dazu beitragen, dass die EBITDA-Marge von -12,2% in 2022 auf -5,9% in 2023 erheblich anstieg. Aufgrund längerer Vorlaufzeiten von Maßnahmen im Bereich des Wareneinsatzes (Anpassung des Sortiments-Mix, Rezepturumstellungen, Preisverhandlungen,) griffen die ergebnisverbessernden Effekte nach und nach im Verlauf des Jahres 2023. Begleitet wurde dies durch die Steigerung in der Planungsgenauigkeit, die den weiteren Ausbau des B2B-Bereichs mit Listungen bei neuen Handelspartnern, einer radikaleren Umstellung der Marketingsteuerung ab Juli 2023 und der Senkung der Fixkosten. In Summe führten all diese ergebnisverbessernden Effekte dazu, dass die EBITDA-Marge sukzessive über das Jahr 2023 stieg und in den letzten Monaten des Jahres teilweise wieder im positiven Bereich lag. Zusammenfassend liegt das Ergebnis vor Steuern bei -1.054 TEUR (Vorjahr -2.084 TEUR) und damit um 50% besser als im Vorjahr. Durch die Erträge aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 369 TEUR ergibt sich in Summe ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 685 TEUR (Vorjahr 1.457 TEUR). d. Vermögens- & Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist beeinflusst von den Kapitalerhöhungen im Juni 2023 und im Dezember 2023, in deren Zuge auch der Gesellschafterkreis erweitert wurde. Im Zuge der Kapitalerhöhung zum 12.06.2023 wurden zwei Gesellschafterdarlehen mit in Summe 350 TEUR in Eigenkapital gewandelt. Im Ergebnis hat sich die Kapitalrücklage um 1.662 TEUR auf 1.858 TEUR erhöht, wodurch auch das negative Eigenkapital aus 2022 von -340 TEUR bereinigt werden konnte und so das Eigenkapital zum Jahresende 2023 bei 641 TEUR liegt. Zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals hat die Oatsome GmbH mit notarieller Urkunde vom 12.03.2024 das Eigenkapital um weitere 358 TEUR erhöht und damit die Vermögens- und Finanzlage von Oatsome nochmal verbessert. Eingeräumte Kontokorrentlinien in Höhe von 2.000 TEUR wurden das gesamte Jahr über unterschiedlich stark in Anspruch genommen. Tilgungen bestehender Darlehen i.H.v. >423 TEUR haben die Finanzmittelposition etwas geschwächt. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Die Vermögens- und Finanzlage kann als gut beurteilt werden. e. Finanzielle LeistungsindikatorenEs werden mehrere zentrale Leistungsindikatoren genutzt. Einerseits das absolute als auch prozentuale Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) und andererseits der relative Deckungsbeitrag III (Umsatz nach Abzug der Kosten für Wareneinsatz, Fulfillment, Payment sowie Vertrieb und Marketing). Aufgrund des hohen Online-Umsatzanteils werden für den Online-Bereich weitere Leistungsindikatoren betrachtet: - MER (Marketing Efficiency Ratio) bzw. ROAS (Return on Advertising Spend) zur Messung des Werbeerfolgs bzw. der Effizienz von Werbeausgaben - CAC (Customer Acquisition Cost) zur Kalkulation der Kundenakquisekosten - CLR (Customer Lifetime Revenue) bzw. CLV (Customer Lifetime Value) zur Messung des Wertbeitrags eines Kunden über die gesamte Kundenlebensdauer Aufgrund des Aufbaus eines leistungsfähigen, transparenten und in der stetigen Weiterentwicklung befindlichen Controllings, ist den Fachabteilungen und der Geschäftsführung der zeitnahe Vergleich von Plan- und Ist-Werten möglich und befähigt alle relevanten Bereiche zu einer wesentlich schnelleren Reaktion auf Fehlentwicklungen oder -einschätzungen und einer allgemein rentableren Steuerung. f. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie relevanten nichtfinanziellen Kennzahlen betreffen die Bereiche Personal, Kundenzufriedenheit und Produkt(qualität). Die Kundenzufriedenheit bewegte sich im Geschäftsjahr weiterhin auf hohem Niveau. So hat Oatsome bei Trusted Shops bereits über 2.000 Bewertungen bei einem durchschnittlichen Score von 4,5 / 5 Sternen und der Bewertung "Hervorragend". Das Produktsortiment umfasste im Geschäftsjahr 2023 über 40 SKUs. Die Bio-Zertifizierung konnte im Geschäftsjahr erneut erfolgreich erlangt werden. Die Reklamationsquote lag wie auch im Vorjahr im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Produktbewertungen der Kunden lagen im Jahr 2023 bei durchschnittlich 4,6 von 5 Sternen. g. GesamtaussageInsgesamt wird das Geschäftsjahr 2023 aufgrund der anhaltend hohen Produktqualität sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, des Jahresfehlbetrages und der erfolgreich angestoßenen Maßnahmen zur Rückkehr in die Profitabilität als befriedigend eingestuft.Mit den bereits initiierten Maßnahmen in 2023 und der validen, quantifizierten Planung für 2024 ff. ist der Blick in die Zukunft jedoch sehr positiv. 3. Bericht über zukünftige Entwicklung über Chancen und Risiken des Unternehmensa. PrognoseberichtFür das Jahr 2024 erwartet das Management eine Umsatzerhöhung von 7 Prozent. Der Anteil des Umsatzes mit B2B-Kunden wird weiter gesteigert, was unter anderem auf die Ausweitung von Produktlistungen bei bestehenden Handelskunden und Neulistungen bei neuen Händlern zurückzuführen ist. Aufgrund der Beseitigung diverser Ineffizienzen und der Stärkung des B2B-Geschäfts wird ein stark verbessertes, wieder positives EBITDA erwartet. b. Chancen- und RisikoberichtFür das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert das BMWK eine leichte Steigerung des deutschen BIP um 0,3%3. Trotz eines leicht positiv prognostizierten BIP-Wachstums, ist das Jahr 2024 geprägt von einer immer noch schwachen Konsumstimmung. Risiken für die weitere Entwicklung von Oatsome ergeben sich aus der möglichen Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage und des Online-Bestellvolumens. Die weitere Entwicklung der Gesamtwirtschaft im Allgemeinen hängt unter anderem weiterhin von politischen wie geopolitischen Rahmenbedingungen ab und ist etwas schwieriger vorherzusagen. Mittlerweile wieder besser prognostizierbar ist jedoch die Inflationsrate, die in 2023 auf einem hohen Niveau von 5,9 % lag und laut Prognosen des ifo Instituts in 2024 auf auf 2,2 % und in 2025 auf 1,7 % sinken wird4. 3 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/05/03-wirtschaftliche-erholung-zeichnet-sich-ab.html 4 Quelle: ifo Institut; https://www.ifo.de/fakten/2024-06-20/ifo-konjunkturprognose-sommer-2024-neue-hoffnung-aber-noch-kein-sommermaerchen Aus interner Sicht birgt die aktuelle Zusammensetzung des B2B-Kundenportfolios ein gewisses Risiko, weshalb bereits am Ausbau und der Diversifikation des Kundenstamms gearbeitet wird, um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden zu verringern. Bestandsgefährdende Risiken sieht die Geschäftsführung nicht. Zudem wurden in der Vergangenheit keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Chancen ergeben sich daraus, dass der E-Commerce-Markt nach dem pandemiebedingten Rückgang seinen langfristigen Aufwärtstrend bereits im Laufe des Jahres 2024 wieder aufnehmen könnte. Für den E-Commerce Umsatz prognostiziert der HDE ein leichtes Wachstum von 3,4% in Deutschland im Vergleich zu 1% Wachstum 20235. 5Quelle: https://einzelhandel.de/images/Online_Monitor_2024_1305_WEB.pdf Ebenso liegen anhaltende Chancen im Megatrend der gesunden Ernährung, den Oatsome mit seinen Produkten bedient. Das gestiegene Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit eröffnet zusätzliche Erfolgsaussichten, da die Pflanzen-basierten Produkte schon heute die nachhaltigere Alternative zu gewohnten Lebensmittelprodukten darstellen. Die bereits hohe Markenbekanntheit von Oatsome führte in der Vergangenheit zu guten Absatzzahlen bei seinen Handelskunden und stellt auch künftig die Weichen für Listungen bei neuen Handelspartnern. Chancen bestehen ebenso in der Ausweitung des Produktsortiments auf weitere Produktkategorien. Die sich im Zeitverlauf angepassten Kundenbedürfnisse werden durch die bestehenden Produkte von Lebensmittelherstellern nicht mehr vollumfänglich befriedigt, sodass die Oatsome GmbH hier neue Produkte für diese neuen Kundenbedürfnisse entwickeln und vermarkten kann. Auch der Transfer der Erfolge aus dem deutschen Markt in weitere Länder zur Gewinnung von Neukunden bietet weitere Ergebnispotenziale.
Frankfurt, den 25.07.2023 Tim Horn, Geschäftsführer Philipp Reif, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung laut Konto 4855 beträgt 730,99 EUR Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 5 Jahre festgelegt. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (28 TEUR), Abschluss- und Prüfungsaufwendungen (24 TEUR) sowie sonstige Rückstellungen (6 TEUR). Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 3.557,39 EUR (Vorjahr: 20.614,32 EUR). Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 818.752,87 EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: passive latente Steuern 127.632,16 EUR und aktive latente Steuern 946.385,03 EUR. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen der Gesellschaft für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) in Höhe von 3.503.837,00 EUR sowie 2.415.591,00 EUR. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 399.789,03 EUR. Aus Vereinfachungsgründen wurde mit einem Steuersatz von jeweils 15% für die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer kalkuliert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Geschäftsbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 684.421,61 EUR. In den Kapitalrücklagen sind 1.857.682,28 EUR eingestellt. Auf neue Rechnung wird der Jahresfehlbetrag i. H. v. 684.421,61 EUR vorgetragen. Nachtragsbericht Mit notarieller Urkunde vom 12. März 2024 wurde das Eigenkapital um weitere 358 TEUR erhöht und damit die Vermögens- und Finanzlage nochmal verbessert. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt, 30.08.2024 gez. Herren Horn und Reif sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Oatsome GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Oatsome GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oatsome GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Rsiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 9. August 2024 Prüfungs-
und Treuhand GmbH
G. Biller, Wirtschaftsprüferin M. Eichholz, Wirtschaftsprüfer |
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