OW Real Estate Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandro Schwenke seit 20.5.2025 | Prokura |
Jan Rock seit 20.5.2025 | Prokura |
Peter Dr. Hennke seit 6.9.2024 | Prokura |
Harald Dr. Schaub seit 6.9.2024 | Prokura |
Anna Hoffmann seit 6.9.2024 | Prokura |
Alfred Dr. Oetker seit 23.11.2020 | Kommanditist |
Carl Ferdinand Oetker seit 23.11.2020 | Vollhaftender Gesellschafter |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Geschwister Oetker Beteiligungen KGBielefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Geschwister Oetker Beteiligungen KGAKTIVA in Tsd. €
PASSIVA in Tsd. €
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschwister Oetker Beteiligungen KGUnternehmen und Konzernstruktur Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe ist eine international tätige Unternehmensgruppe im Eigentum der Gesellschafter Dr. Alfred, Ferdinand und Julia Oetker. Sie ist im November 2021 aus der Teilung der bisherigen Oetker-Gruppe hervorgegangen und umfasst 144 Einzelunternehmen in 35 Ländern. Zu den Geschäftsbereichen der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gehören:
Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld dient dieser vielfältigen Unternehmensgruppe als Holdinggesellschaft. Sie erbringt zentrale Dienstleistungen für die Gruppenunternehmen, darunter die Koordination von Finanzen und Steuern, Recht und Revision, Compliance und Nachhaltigkeit. Sie gewährt und erwartet dezentrales Unternehmertum auf Basis zentral verabschiedeter strategischer Leitlinien und gibt Raum für eine kontinuierliche Wert- und Werteorientierung, innerhalb derer sich Menschen und Unternehmen entwickeln. Außerdem fördert die Holding den Austausch mit und zwischen den Gruppenunternehmen über themen- und fachbezogene Communities, zum Beispiel in Form einer übergreifenden Arbeitsgruppe für Nachhaltigkeit. Auch wenn die Geschwister Oetker Beteiligungen KG im rechtlichen Sinne ein junges Unternehmen ist, setzt sie eine über 130-jährige erfolgreiche unternehmerische Tradition fort. Die Verantwortung als Familienunternehmen und die gelebten und vertrauten Werte sind die Richtschnur des gemeinsamen unternehmerischen Handelns. Führungs- und Eigentümerstruktur Gesellschafter und alleinige Eigentümer der Geschwister Oetker Beteiligungen KG sind die drei Kinder aus der dritten Ehe von Rudolf-August Oetker: Dr. Alfred, Carl Ferdinand und Julia Johanna Oetker. Die Gesellschafter Dr. Alfred und Carl Ferdinand Oetker leiten die Holding seit November 2021 jeweils als Co-CEO zusammen mit Dr. Harald Schaub als CFO. Das insgesamt siebenköpfige Management-Team besteht zusätzlich aus den CEOs der größten Gruppenunternehmen:
Geschäftsbereiche Sekt, Wein und Spirituosen Henkell Freixenet ist sowohl nach Absatz als auch nach Umsatz Weltmarktführer von Schaumwein 1 und verfügt über ein einzigartiges Markenportfolio für Schaumwein, Stillwein und Spirituosen. Das Unternehmen ist in 34 Ländern mit eigenen Produktions- sowie Vertriebsstandorten aktiv und exportiert seine Produkte in rund 140 Länder. Henkell Freixenet ist in 41 Ländern Marktführer bei Schaumwein, in über 100 Ländern Marktführer bei Cava und in nahezu 40 Ländern Marktführer bei Prosecco. 1 Neben dem traditionellen Vertrieb über den Groß- und Einzelhandel sowie die Gastronomie wurden in den letzten Jahren die direkte und indirekte Vermarktung über E-Commerce sowie das Direktgeschäft an den Standorten (Direct-to-Consumer) ausgebaut.
1 IWSR, Consumption Volume 2022 Sparking Wine
excl. Champagne & Lambrusco, May 2023
Henkell Freixenet bietet alle Schaumweingattungen aus eigener Produktion an, darunter Freixenet als weltweit führenden Cava, Mionetto als weltweit meistverkauften Prosecco und Henkell als weltweit meistexportierte deutsche Sektmarke. 1 Das Portfolio wird ergänzt durch etablierte Champagner von Alfred Gratien, Crémant von Gratien & Meyer sowie weitere Schaumweine und Marken aus Frankreich, Spanien, den USA, Deutschland, England, Ungarn, Tschechien, Rumänien und der Slowakei. Eine zunehmende Bedeutung nehmen die Stillweine im Sortiment von Henkell Freixenet ein. Freixenet Markenweine sind die starke Nummer eins und zwei im spanischen Marken-Weinregal in Deutschland. 2 Schloss Johannisberg steht für erlesene, weltweit ausgezeichnete Riesling-Weine, und mit den Weingütern in Tschechien, der Slowakei und Ungarn zählt die Gruppe zu den führenden Qualitätswein-Anbietern in Zentraleuropa. Das Unternehmen ist darüber hinaus mit renommierten Weingütern in Kalifornien und Mexiko vertreten. Die Marke i heart WINES gehört zu den führenden Weinmarken Englands. Henkell Freixenet steht auch für ein breites Portfolio an Spirituosen, das zahlreiche Gattungen von Wodka über Korn, Gin, Creme- und Bitterliköre bis zu Aperitifs abdeckt. Im Spirituosenmarkt ist die Gruppe sowohl im Wodka- als auch im Mix-Wodka-Segment mit der Marke Gorbatschow Marktführer in Deutschland, bei Gin in Polen 3 und bei Weinbrand in der Slowakei. 4
3 Nielsen, Sales Volume, Jan-Dec 2023
Nahrungsmittel Den Bereich Nahrungsmittel bildet die Martin Braun-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Hannover ab. Sie entwickelt, produziert und vertreibt ein Vollsortiment an Convenience-Produkten für die Backbranche, Süßwarenindustrie und Gastronomie und liefert ihre Produkte weltweit in über 90 Länder an den Groß- und Einzelhandel, an Bäckereien, Konditoreien und Food-Service- sowie Industrieunternehmen. Mit ihrer Produktvielfalt ist die international agierende Martin Braun-Gruppe in vielen Exportländern in allen relevanten Absatzkanälen vertreten. Der Fokus liegt auf dem Bereich "Großverbraucher Backen": Das Portfolio umfasst unter anderem Aromen, Füllungen, Sahnestandmittel, Glasuren, Rohmassen, Dekorartikel, Fertig- und Vormischungen für Backwaren, Biohefe, Gelier- und Bindemittel, Eisprodukte, Toppings, Konzentrate für Getränke und Fruchtpürees. Das umfangreiche Sortiment bietet Zutaten für süße Produkte unter der Marke Braun, Zutaten für Brot und Brötchen unter der Marke Agrano, Fruchtpürees unter der Marke Capfruit sowie Zutaten für Speiseeis unter der Marke Cresco Italia. Zudem produziert die Gruppe Premium-Tiefkühlbackwaren unter den Marken Wolf ButterBack und Diversi Foods mit einem Vollsortiment an Brot und Brötchen, Croissants sowie süßen und herzhaften Snackprodukten. Durch eine ganzheitliche Produktbetrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichert die Gruppe ein kundenorientiertes Angebot an gelingsicheren Backzutaten und Premium-Tiefkühlbackwaren. Spezialchemie Das international aufgestellte mittelständische Unternehmen Budenheim nimmt sich der Lösung anspruchsvoller Herausforderungen in der Spezialchemie an. Sein Produkt- und Serviceportfolio verteilt sich auf die zwei operativen Divisionen Life Science und Material Science. Die ihnen angeschlossenen marktorientierten Cluster fokussieren sich auf nachhaltige Lösungen für vielfältige Anwendungen. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickelt der Chemiespezialist Lösungen für ein besseres Leben und setzt sich aktiv für Innovationen im Bereich Ernährung, Gesundheit, Sicherheit und Ressourcenschonung ein. Ob hochreine mineralische Salze für die Herstellung von Produkten für hochsensible Anwendungen wie die frühkindliche, präventive und medizinische Ernährung, neue Hilfsstoffe für die Pharmaindustrie, oder umweltverträgliche Flammschutzmittel sowie Schmier- und Hilfsstoffe für die metallverarbeitende Industrie, das Unternehmen hat sich der Lösung schwierigster Herausforderungen unterschiedlicher Branchen verschrieben. Budenheim hat seinen Ursprung in der gleichnamigen Gemeinde in Rheinhessen. Das Unternehmen produziert sowohl am deutschen Standort als auch in den USA, in Mexiko, Spanien, den Niederlanden und China. Mit seinem Netzwerk aus zahlreichen Handelspartnern und Vertriebsstätten auf dem amerikanischen, europäischen und asiatischen Kontinent ist Budenheim in den Märkten und bei seinen Kunden präsent. Hotelmanagement und Hotels Zur Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gehören die internationalen Grandhotels Le Bristol Paris und Château Saint-Martin & Spa in Vence, Frankreich. Daneben hält die Gruppe eine wesentliche Minderheitsbeteiligung am Hotel Eden Rock - St. Barths. Darüber hinaus managt die Oetker Hotel Management Company acht weitere Luxushotels, die gemeinsam mit den eigenen Häusern unter dem Markendach der Oetker Collection zusammengefasst sind. Für ein weiteres außergewöhnliches Hotelprojekt in Palm Beach, Florida, wurde ein Managementvertrag unterzeichnet. Die Eröffnung dieses Hauses ist für das vierte Quartal 2024 geplant. Innerhalb der Oetker Collection profitieren die Hotels von abgestimmten Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie von einer zentralen Bereitstellung von Ressourcen und Führungskompetenz in den Bereichen Finanzen, Personal, IT, Projektmanagement und Nachhaltigkeit. Die Hotelgruppe folgt grundsätzlich dem Anspruch, echte Masterpieces zu kreieren, die sich an den attraktivsten Reisezielen der Welt befinden. Jedes Haus ist ein Wahrzeichen und eine Ikone von zeitloser Eleganz. Jedes Haus wird in der Tradition legendärer europäischer Gastlichkeit und mit echtem Familiensinn geführt. Weitere Interessen Der Geschäftsbereich Weitere Interessen fasst mehrere Unternehmen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Hierzu gehören unter anderem das US-Immobilien-Portfolio Columbus Properties, Inc. sowie die schweizerische Atlantic Forfaitierungs AG. Die Columbus Properties, Inc. mit Sitz in New York verwaltet ein Portfolio hochwertiger Gewerbeimmobilien in den USA. Neben den eigenen Immobilien bietet Columbus Properties, Inc. über ihre Tochtergesellschaft Colonnade Management, Corp. Dienstleistungen in den Bereichen Management, Vermietung, Entwicklung und Akquisitionsanalyse an. Die Atlantic Forfaitierungs AG mit Sitz in Zürich, Schweiz, ist ein auf Export- und Handelsfinanzierungen spezialisierter Dienstleister. In über 60 Jahren hat sich das Unternehmen in diesem Spezialmarkt als feste Größe etabliert und ein hohes Vertrauen bei Exportkunden und Banken erworben. Ein wichtiger Teil seiner Geschäftstätigkeit liegt auf der Übernahme von Handelsforderungen ohne Rückgriff auf den Verkäufer. Außerdem umfasst das Portfolio Importfinanzierungen und Kredite in Schwellenländern sowie die Absicherung von Exportforderungen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Allgemein Das weltweite Wirtschaftsgeschehen im Jahr 2023 blieb noch immer von den Herausforderungen des Vorjahres beeinflusst. Der Angriffskrieg in der Ukraine sowie geopolitische Spannungen prägten weiterhin das globale Umfeld. Zusätzlich trug der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zur Verschärfung der Lage bei. Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer, die sich auf die Durchfahrt durch den Suezkanal auswirkten, verstärkten die Unsicherheit und führten zu Verzögerungen in den globalen Lieferketten. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bleiben aufgrund der instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise weiterhin eingetrübt. Das globale Wachstum hat sich von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,1 % im Jahr 2023 abgeschwächt. 5 Die globale Inflation ist im gleichen Zeitraum von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,8 % im Jahr 2023 gefallen. Zum Jahresanfang 2023 prognostizierte der Internationale Währungsfonds für die Weltwirtschaft noch ein Wachstum um 2,9 % für das Jahr 2023. Die wirtschaftliche Entwicklung variierte dabei in den einzelnen Mitgliedsländern. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang um 0,3 %. Diese Abnahme ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter die gestiegenen Strom- und Gaspreise sowie die Unsicherheit, die sich aufgrund des Kriegs in der Ukraine verstärkte. 6 Die Inflationsraten verzeichneten nur langsam einen Rückgang von einem zuvor sehr hohen Niveau. Der markante Anstieg der Zinsen und die daraus resultierende Verringerung der Inflationsrate führten gleichwohl zu einer vorerst relativen Erleichterung bei den Verbrauchern. Seit dem Tiefpunkt im Herbst 2022, als die Inflationsrate im Euroraum zeitweise zweistellige Raten erreichte, hat sich die Verbraucherstimmung sukzessive stabilisiert. Das internationale Geschäft der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe wird durch den Wechselkurs des Euro gegenüber zahlreichen Währungen beeinflusst. Die Entwicklung der wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro stellt die folgende Tabelle dar:
* Euro-Referenzkurse der EZB und Bundesbank vom
31.12.2023.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Sekt, Wein und Spirituosen Das Jahr 2023 brachte für den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen noch keine nachhaltige Erholung von den außergewöhnlichen Herausforderungen des Vorjahres. Die anhaltenden geopolitischen Krisen führten zu weiteren Preis- und Kostensteigerungen und die daraus resultierenden Realeinkommensverluste haben das Konsumentenverhalten geprägt. Auch die Versorgungsseite konnte sich 2023 noch nicht von den Preissteigerungen erholen. Bei Flaschen, Etiketten, Kartonagen, Energie und Logistik blieben die Preise auf einem hohen Niveau. Zudem stiegen die Preise für Wein und Trauben weiter an. Nach zwei Jahren ununterbrochenen Wachstums sah sich die Sekt-, Wein- und Spirituosenbranche daher mit einem sehr angespannten Marktumfeld konfrontiert. Kurzfristig ist mit keiner umfassenden Entspannung auf den Märkten, sondern mit einer langsamen Erholung von den vorherrschenden Herausforderungen zu rechnen. Die Verbraucher sind nach wie vor durch die hohe Inflation belastet. Erwartet wird daher bestenfalls eine stabile Nachfrage nach Schaumwein. Für eine langfristige erfolgreiche Ausrichtung der Gruppe werden Preiserhöhungen auch zukünftig unumgänglich sein, ebenso wie weitere Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen und Strukturen. Dabei steht der Auf- und Ausbau des strategischen Markenportfolios weiter im Fokus. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nahrungsmittel Die Rahmenbedingungen waren im Jahr 2023 noch immer herausfordernd. So wirkte sich der Ukraine-Krieg weiter auf die Beschaffung aus. Zudem führte die hohe Inflation in vielen Ländern zu erheblichen Veränderungen im Konsumentenverhalten und damit zu größeren Verschiebungen innerhalb der Absatzmärkte. 2023 lag der Indexwert 7 von Nahrungsmittelpreisen bei 124 Punkten, die weltweiten Preise lagen 2023 also um 24 % höher als im Referenzzeitraum 2014 bis 2016. Damit wurde auch der Indexwert der Vor-Corona-Zeit (2019: 95,1) übertroffen. In Deutschland belasteten neben den Rohstoffkosten auch energiebedingte Produktionskosten-erhöhungen, überproportionale, tarifbedingte Personalkostensteigerungen sowie eine weitere Anpassung des Mindestlohns die gesamte Backwarenbranche. Der deutsche Verbraucherpreisindex 8 für Brot und Brötchen lag 2023 bei 132,5 Punkten gegenüber einem Index von 100 im Jahr 2020. Insbesondere das Bäckerhandwerk war von einem veränderten Kaufverhalten der Endverbraucherinnen und -verbraucher betroffen. Das Handwerk hat vor allem zu Beginn des Jahres 2023 teilweise zweistellige Preiserhöhungen vorgenommen, was die Abwanderung der Kundinnen und Kunden in die Preiseinstiegssortimente des Lebensmitteleinzelhandels, insbesondere in den Discountbereich, weiter verstärkt hat. Auch wenn einige Preise, wie der Butterpreis und die Energiekosten, im Laufe des Jahres wieder sanken, hat sich das Preisniveau für Backwaren in den Bäckereien auf hohem Niveau stabilisiert. Verschärfend kam hinzu, dass aufgrund des Fachkräftemangels im Bäckerhandwerk die Sortimentsbreite reduziert wurde (zurück zum Standardsortiment), um die Prozesse mit partiell reduziertem Personalbestand bewältigen zu können. Der Mangel an Verkaufspersonal führte teilweise zu eingeschränkten Öffnungszeiten oder Filialschließungen. Im Bio-Marktsegment fand eine Verschiebung vom Naturkostfachhandel in den Lebensmitteleinzelhandel statt. Das gestiegene Preisbewusstsein der Endverbraucherinnen und -verbraucher und das immer breitere Bio-Angebot des Handels haben zu dieser Kundenwanderung geführt. In der Türkei hatte das verheerende Erdbeben im Februar 2023 große Auswirkungen auf den Binnenmarkt. Die hohe Inflation in der Türkei hielt auch 2023 an. Die Gastronomie (Food Service) blieb trotz hoher Inflation und schmaler Haushaltsbudgets in weiten Teilen Europas auf Erholungskurs und konnte vereinzelt aufgrund ansteigender Zahlen im Tourismussektor wachsen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Spezialchemie Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung der Chemieindustrie im Jahr 2023 spiegelt die globalen Herausforderungen wider. Die Weltwirtschaft startete schwach, mit hoher Inflation und gedämpfter Industriekonjunktur. Die chemisch-pharmazeutische Industrie erreichte im ersten Quartal keine starke Erholung. Aufgrund von Auftragsmangel und hohen Kosten wurde sie weiter gedrosselt. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Produktion der Branche um 0,9 %. 9 Im zweiten Quartal zeigte sich weltweit eine schwache Wachstumsdynamik, insbesondere in Europa, wo das BIP stagnierte. Deutschland als exportorientiertes Land war von der schwachen Weltkonjunktur betroffen. Die Chemieindustrie drosselte erneut die Produktion aufgrund schwacher Nachfrage. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik in China ebbten bereits in der ersten Jahreshälfte zunächst leicht positive Nachholeffekte immer mehr ab, während die US-Wirtschaft sich erfolgreich gegen eine Rezession stemmte. 10 Im dritten Quartal setzte sich die weltweite wirtschaftliche Flaute fort. Die Industrieproduktion in Europa wurde deutlich gedrosselt, positive Impulse für die deutsche Chemieindustrie blieben aus. Die US-Wirtschaft zeigte Widerstandsfähigkeit, aber die Industrieproduktion stagnierte. Die Chemie- und Pharmaproduktion erreichte erstmals seit sechs Quartalen keine weitere Verschlechterung. Gegenüber dem Vorquartal konnte die Branche im dritten Quartal 2023 sogar ein leichtes Plus von 0,1 % verzeichnen. Eine Trendwende war jedoch noch nicht erkennbar. Die Produktion von Anorganika, Spezialchemikalien und Polymeren konnte zwar ausgeweitet werden, doch die restlichen Sparten drosselten ihre Produktion. Das Produktionsniveau insgesamt lag im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1 % niedriger und blieb damit in einer tiefen Talsohle. 11 Auch zum Jahresende befanden sich die globalen Chemiemärkte in einem herausfordernden Umfeld. Das schwache weltweite Wirtschaftswachstum, die uneinheitliche Industrieproduktion und die verhaltene Zunahme der Chemieproduktion prägten das Bild. Die weltweite Produktion von Chemieerzeugnissen hat insgesamt von Januar bis Dezember um 2,3 % zugenommen. Positive Impulse kamen vor allem aus Asien. Die Produktionskapazitäten wurden ausgeweitet. In Europa gab es zuletzt Anzeichen einer Erholung, die Lage blieb jedoch angespannt. Die weltweite Produktion von Pharmazeutika war zuletzt leicht rückläufig. Sie lag mit einem leichten Plus von 1,1 % immer noch auf einem hohen Niveau. Die Nachfrage nach Arzneimitteln blieb stabil. 12 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Hotelmanagement und Hotels Die internationale Reisebranche konnte 2023 ihre Aufholbewegung fortsetzen und sich von der beispiellosen Krise der Corona-Jahre zuletzt nahezu vollständig erholen. Einzig die Region Asien tut sich weiterhin schwer. Die internationalen Reisebewegungen blieben zwar auch in Europa und in den USA noch knapp unter dem Stand von 2019, gleichzeitig profitieren beide Märkte aber von höheren Preisniveaus. Weltweit stieg die Zahl der Ankünfte international Reisender von 960 Mio. um rund 35 % auf 1,3 Mrd. Während der Zeit der Pandemie war die Zahl noch von 1,47 Mrd. (2019) auf 407 Mio. (2020) und 456 Mio. (2021) eingebrochen. Insbesondere das Luxussegment des Marktes präsentierte sich im Berichtsjahr wieder erstarkt. Im Vergleich zum Vorjahr machte sich dabei auch bemerkbar, dass das erste Quartal 2022 in vielen Regionen noch von der Corona-Pandemie beeinträchtigt war. Das Jahr 2023 begann hingegen schon im Januar mit guter Dynamik. Erstaunlicherweise zeigte sich der Markt in den letzten zwölf Monaten auch wenig beeindruckt von den anhaltenden politischen Konflikten, den Sorgen um die Weltwirtschaft oder dem starken Anstieg der Zinsen. Der Nachholbedarf nach Reisen, für den sich in der Branche der Begriff "revenge travel" gebildet hat, hat negative Effekte und Einflussfaktoren überkompensiert. Auf operativer Ebene steht die Hotellerie weiter der großen Herausforderung des Fach- und Arbeitskräftemangels gegenüber. Dieser hat sich seit den Jahren der Pandemie noch einmal deutlich verschärft. Steigende Lohnkosten und steigende Energiepreise belasten darüber hinaus die Rentabilitäten. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weitere Interessen Als Spezialist für die Vermarktung von Büroimmobilien in den USA war Columbus Properties, Inc. weiterhin vom Trend zum Homeoffice betroffen. Die Auslastung der Büroflächen stieg zwar nach Aufhebung der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus weiter an, erreichte jedoch auch im Geschäftsjahr 2023 noch nicht das Niveau vor der Pandemie. Stattdessen setzte sich der Trend zur Flexibilisierung der Arbeitsplätze und zur "Flucht in die Qualität" fort. Die Gewinnung neuer und die Bindung bestehender Mieter im Wettbewerb mit modernen Gebäuden ist daher zu einer Herausforderung geworden. In den Zielmärkten der Atlantic Forfaitierungs AG, den Schwellen- und weniger entwickelten Ländern, belastete das im Jahresverlauf weiter angestiegene Zinsniveau die Staatshaushalte und versperrte ihnen teilweise den Zugang zu den Kapitalmärkten. Mit umfangreichen Maßnahmen vonseiten des Internationalen Währungsfonds und anderer multinationaler Kreditgeber gelang jedoch in den meisten dieser Staaten eine Stabilisierung der finanziellen Situation. Insbesondere gegen das Jahresende zeigte sich dann auch eine deutliche Entspannung der Märkte, eine wichtige Voraussetzung für den Wiedereinstieg der privaten Investoren. Ertragslage und Geschäftsverlauf Allgemein Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe existiert seit November 2021. Dem Geschäftsjahr 2023 steht mit dem Geschäftsjahr 2022 erstmals ein Geschäftsjahr gegenüber, das ein volles Kalenderjahr umfasst. Aus diesem Grund ist ein Vorjahresvergleich der Kennzahlen auf Konzernebene erstmals aussagekräftig.
Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 2.493,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2.474,4 Mio. Euro) erwirtschaftet und damit die Erwartungen erfüllt. Den größten Umsatzbeitrag leistete der Geschäftsbericht Sekt, Wein und Spirituosen, der traditionell ein starkes Jahresendgeschäft hat. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 143 Mio. Euro (Vorjahr: 164 Mio. Euro) wurden insbesondere in den Geschäftsbereichen Spezialchemie, Nahrungsmittel sowie Sekt, Wein und Spirituosen getätigt. Im Jahr 2023 beschäftigte die Unternehmensgruppe im Durchschnitt 8.316 Mitarbeitende. Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich gegenüber dem Vorjahr um 215 erhöht. Im Zuge der Erstkonsolidierung im Jahr 2021 wurden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften die Vermögensgegenstände der einbezogenen Tochtergesellschaften zum Zeitwert angesetzt. Eine Fortführung der Buchwerte war handelsrechtlich im Konzernabschluss nicht möglich. Dies führte zur Aufdeckung stiller Reserven in Höhe von 1.577 Mio. Euro. Der danach verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag von 1.882 Mio. Euro wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und wird über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Die Fortschreibungen der stillen Reserven und des Firmenwerts belasten das Jahresergebnis und damit das Eigenkapital des Berichtsjahres in Höhe von 473 Mio. Euro (Vorjahr: 612 Mio. Euro).
Geschäftsverlauf Sekt, Wein und Spirituosen Der wichtigste Erfolgsfaktor von Henkell Freixenet sind umsatzstarke Marken. Um das vielfältige Portfolio effizient und erfolgreich managen zu können, bildet das "House of Brands" einen strategischen Rahmen, der es ermöglicht, Maßnahmen zu priorisieren und die Wertschöpfung in allen Unternehmensbereichen zu maximieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag 2023 auf der Eröffnung des neuen Besucherzentrums von Mionetto in Valdobbiadene, um die Markenkommunikation und das Direct-to-Consumer-Geschäft zu stärken, sowie einer neuen Kellerei, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Mit der Übernahme des Vertriebs der Spirituosen-Marken (u. a. Liquor 43) der Zamora Company in Deutschland konnte zudem das Spirituosen-Portfolio ergänzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung der Kernprozesse und des Datenmanagements, um sich wiederholende Tätigkeiten zu vermeiden und komplexe Prozesse schneller, einfacher und besser zu managen. Eine Innovation mit hoher Verbraucherrelevanz war 2023 das E-Label - ein digitales Etikett für Schaumweine, stille Weine und Spirituosen. Ein internationales Team von Henkell Freixenet hat hier eine maßgeschneiderte Lösung in Form eines QR-Codes entwickelt, der nicht nur EU-rechtskonform, sondern auch skalierbar für weitere Anforderungen ist, wie das Umweltzeichen in Italien. Durch Scannen des QR-Codes auf dem Rückenetikett kann der Verbraucher die geolokalisierte E-Label-Seite in allen 24 EU-Sprachen aufrufen. Vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Internationalität der Gruppe hat sich zudem die Führung von Henkell Freixenet neu aufgestellt. Zukünftig steuert ein fünfköpfiges Executive Committee die Gruppe - mit Dr. Andreas Brokemper als Chief Executive Officer, Martina Obregón (ES) als Chief Marketing Officer, Enore Ceola (USA) als CEO Freixenet Mionetto USA und Executive Vice President Nordamerika und Mexiko, Damian Clarke (UK) als Chief Sales Officer und Eberhard Benz als Chief Technical Officer. Dank der erneut starken Entwicklung der Fokus-Marken stieg der Nettoumsatz im Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen, wie erwartet, im Jahr 2023 (nach Verbrauchsteuern) um 4,1 % auf 1,23 Mrd. Euro (1,48 Mrd. Euro inkl. Sekt- und Branntweinsteuer), nachdem im Jahr 2022 ein Wachstum von 8,5 % erzielt worden war. Henkell Freixenet setzte damit sein Wachstum mit einem erneuten Umsatzhoch fort und bestätigte seine Position als weltweiter Schaumwein-Marktführer. Die Investitionen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 39 Mio. Euro. Die Schwerpunkte lagen hierbei auf dem Kauf von zwei neuen Abfülllinien für die Werke in Deutschland und Italien. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 59 Beschäftigte bzw. 1,7 % auf insgesamt 3.623. Henkell Freixenet legte seinen Fokus weiterhin auf langfristiges Wachstum und Markenbildung mit dem Ziel, die Marktposition der Fokus-Marken ("House of Brands") global weiter zu stärken. Mit einem Umsatzanteil von mehr als 71 % trugen die Marken des House of Brands maßgeblich zum Wachstum bei. So konnten die "Global Icons" Freixenet, Mionetto und Henkell ihren Umsatz um 5,8 % steigern, die "Global Stars" i heart Wines und Mangaroca Batida verzeichneten ein Umsatzplus von 8,8 %. Die "International Prestige Brands" Champagne Alfred Gratien, Gratien & Meyer, Segura Viudas, Gloria Ferrer sowie Schloss Johannisberg behaupteten sich umsatzseitig auf dem Niveau des Vorjahres (1,1 %). Die "Local Icons" Törley Sekt, Bohemia Sekt, Hubert Sekt, Fürst von Metternich und Wodka Gorbatschow erhöhten ihre Umsatzerlöse um 7,8 %. Die Umsatzentwicklung nach Regionen zeigt im Vergleich zum Vorjahr ein differenziertes Bild, geprägt von verschiedenen lokalen Herausforderungen:
Geschäftsverlauf Nahrungsmittel Die Martin Braun-Gruppe hat 2023 zahlreiche Aktivitäten zur Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells unternommen. So wurde in der Division Frozen Bakery am Standort in Fürth in eine automatisierte Verpackungsanlage investiert und in der Division Bakery Ingredients am Standort Hannover eine neue Feinpastenanlage in Betrieb genommen. Die neue Technologie ermöglicht die Herstellung von palmölfreien Produkten im Füllungsbereich, die von den Kundinnen und Kunden nachgefragt werden. In den Niederlanden wurden drei Produktionslinien in Betrieb genommen, die den speziellen Anforderungen der Lebensmittelindustrie entsprechen. Darüber hinaus wurden die laufenden digitalen Projekte zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Vernetzung der dezentralen Tochtergesellschaften sowie zum Aufbau einer Weiterbildungsplattform, der Martin Braun-Gruppe Academy, weiter vorangetrieben. Bei Diversi Foods in den Niederlanden und Belgien wurde im vierten Quartal 2023 Salesforce als neues CRM-Tool zur Digitalisierung der Vertriebsaktivitäten und der Kundenkommunikation eingeführt. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung in Asien wurde das Geschäft des bisherigen Vertriebsstandorts Singapur erfolgreich an einen neuen Vertriebspartner übergeben. Mit "Martinʼs Bakehouse" hat die Martin Braun-Gruppe 2023 ihr Portfolio um eine Corporate-Venture-Capital-Einheit erweitert. Ziel ist es, in Start-ups aus den Bereichen "Alternative Ingredients", "Better for You", "Bakery Application" und "Services and New Ideas" zu investieren oder auch gemeinsame Produktentwicklungen voranzutreiben. Diese strategisch relevanten Scouting-Bereiche für gezielte Venture-Capital-Aktivitäten dienen der Unterstützung des Kerngeschäfts. Losgelöst vom Tagesgeschäft können so schneller Innovationen entwickelt werden, um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich begegnen zu können. Als erstes größeres Investment hat sich die Martin Braun-Gruppe über ihre Muttergesellschaft, die Geschwister Oetker Beteiligungen KG, an der Serie-A-Finanzierungsrunde von WNWN Food Labs beteiligt. WNWN Food Labs ist ein in London ansässiges Food-Tech-Start-up, das ein skalierbares Verfahren zur Herstellung einer geschmacksidentischen, kakaofreien und kostengünstigeren Schokoladenalternative entwickelt hat. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Martin Braun-Gruppe einen Umsatz von 680,6 Mio. Euro gegenüber 626,5 Mio. Euro im Vorjahr und hat damit die Erwartung leicht übertroffen. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 8,6 %. Trotz der weiterhin zahlreichen Herausforderungen in vielen Märkten, insbesondere verursacht durch ein verändertes Konsumverhalten aufgrund hoher Inflationsraten, zeigte sich die Martin Braun-Gruppe sehr widerstandsfähig. Der Umsatz der Frozen Bakery Division stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,3 %. Wachstumstreiber waren dabei die Regionen Deutschland, Niederlande und Österreich. Hier nahm der Anteil des Lebensmitteleinzelhandels am Gesamtumsatz länderübergreifend erneut stark zu. Der Lebensmitteleinzelhandel konnte das rückläufige Bäckereigeschäft überkompensieren. Maßgeblichen Anteil daran hatten handwerklich hergestellte Brote wie Premium-Sauerteigbrote aus dem Steinofen sowie Baguettes von Diversi Foods aus Belgien, die in Deutschland, Frankreich und den Beneluxländern auf eine erfreulich hohe Nachfrage stießen. Auch die neuen Produkte der Marke Wolf ButterBack im Bereich Croissants und herzhafte Snacks trugen zum Wachstum bei. Im Lebensmitteleinzelhandel in Benelux überzeugten die warmen Wolf ButterBack-Snacks im "To-go-Bereich". In Großbritannien verzeichnete Montana Bakery im Coffeeshop-Segment ein starkes Wachstum mit einem neuen Sortiment an hochwertigen warmen Snacks wie der innovativen Pizzetta-Linie. Erfreulich entwickelten sich zudem saisonale Brotspezialitäten und das erweiterte Partyfood-Sortiment für den Lebensmitteleinzelhandel. In Deutschland hatte das Bäckereigeschäft dagegen aufgrund des anhaltend hohen Preisniveaus einen schweren Stand. Wachstum kam auch hier aus dem Lebensmitteleinzelhandel und dem Tankstellengeschäft, wo inzwischen mit allen großen Ketten Kern- oder Aktionslistungen bestehen. Der Ansatz des Category Managements, gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Produkte zu entwickeln, hat sich bewährt. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Bakery Ingredients der Martin Braun-Gruppe stieg 2023 um 5,4 %. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die guten Geschäftsentwicklungen in Spanien, Italien, der Türkei und Deutschland. Innerhalb der Bakery Ingredients Division konnten verschiedene Produktinnovationen Erfolge erzielen. Hervorzuheben sind die Neuprodukte in der Schokobella-Range: Das bestehende Sortiment, das eher klassische Geschmacksrichtungen enthält, wurde um Trendgeschmacksrichtungen und weitere Clean-Label-Qualitäten erfolgreich ausgebaut. Zudem konnten vor allem die südeuropäischen Gesellschaften Martin Braun Spanien und Cresco die abgesetzte Menge deutlich steigern. Geschäftsverlauf Spezialchemie Budenheim hat 2023 zwei seiner größten Investitionen in neue Kapazitäten erfolgreich abgeschlossen. So wurde im September die Produktionslinie für Ammoniumpolyphosphat (APP) am Standort in La Zaida, Spanien, in Betrieb genommen. Mit den zusätzlichen Kapazitäten beugt der Chemiespezialist Lieferengpässen im Bereich "Coatings" vor, einem seiner Kernsegmente im Cluster Building & Construction. Nach der Umstrukturierung seiner Projekte zum Jahresbeginn 2023 ist Budenheim auch mit Blick auf die Inbetriebnahme des "House of Nutrition" im Zeitplan. Die mechanische Fertigstellung der kombinierten Produktionslinie für Calcium- und Magnesiumphosphate konnte bis Jahresende erfolgreich abgeschlossen werden. Ab dem kommenden Jahr wird Budenheim im neuen "House of Nutrition" PureMin ® -Produkte unter höchsten Sicherheits-, Qualitäts- und Hygienestandards herstellen. Mit dieser Innovation hilft der Chemiespezialist seinen Kunden nicht nur, ihre Produkte für hochsensible Anwendungen wie die frühkindliche, präventive und medizinische Ernährung. kosteneffizienter zu produzieren, sondern gibt ihnen zugleich die Sicherheit, ein Produkt von höchster Reinheit und Qualität für ihre sensiblen Zielgruppen zu verwenden. Neben dieser komplett neuen Produktionsanlage hat das Unternehmen auch wichtige Komponenten der bestehenden Calciumproduktion in Deutschland ausgetauscht, um die Lieferfähigkeit für seine Kunden auch in Zukunft sicherstellen zu können. Das Jahr 2023 begann für Budenheim mit einem vielversprechenden Nachhall des herausragend erfolgreichen Geschäftsjahres 2022. Im weiteren Verlauf des Jahres wirkten sich jedoch anhaltende Risiken in der Gasversorgung, steigende Rohstoffpreise und eine instabile Nachfrage auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens wesentlich aus. Der Rekordumsatz des Jahres 2022 konnte daher nicht erreicht werden. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 16 % auf 439 Mio. Euro und lagen damit auch wesentlich unterhalb der Prognose. Von den Umsatzerlösen entfielen 30 % auf die Division Material Science und 70 %auf die Division Life Science. Die Nachfrage in allen wichtigen Märkten und Regionen ging deutlich zurück, die erwartete wirtschaftliche Beschleunigung, die eine stabile oder wachsende Nachfrage hätte bringen sollen, blieb aus. Die Vertriebskanäle und Lager der Kunden waren ebenso voll ausgelastet wie die unternehmenseigenen, angesichts der Eindrücke und Risikomaßnahmen vom Vorjahresende. Trotz dieser Herausforderungen setzt Budenheim weiterhin auf Wachstum und Innovation und konzentriert sich dabei auf seine Kernaktivitäten. Zur Unterstützung dieser Strategie wurde ein Kostenkontroll- und Sensibilisierungsprogramm eingeführt, das auf strategischer Verfeinerung und der Berücksichtigung von Wachstumsoptionen basiert. Ein jährlicher Strategieüberprüfungsprozess steckt den Rahmen für die Festlegung von Zielen, strategische Entscheidungen, die Analyse von Fortschritten und die Zuweisung von Ressourcen. Die strategische Verfeinerung erfolgt über die Ausrichtung von Clustern und Divisionen an der Gesamtstrategie des Unternehmens, die Synchronisierung mit Funktionalstrategien der Abteilungen und Projekte sowie über die Definition von Verantwortlichkeiten, Richtlinien, Voraussetzungen unter denen strategische Entscheidungen neu verfasst bzw. in Planungsprozesse integriert werden. Geschäftsverlauf Hotelmanagement und Hotels Der Geschäftsbereich der Hotels folgte dem positiven Marktumfeld und schloss das Jahr 2023 sehr zufriedenstellend ab. Die im Konsolidierungskreis der Gruppe enthaltenen Berichtseinheiten erzielten Umsatzerlöse von 135,0 Mio. Euro und übertrafen damit die Erwartungen und den Wert des Vorjahres um 11,6 %. Das Hotel Le Bristol Paris profitierte bei einer leicht rückläufigen Auslastung von einer deutlichen Erhöhung der Durchschnittsrate und einer guten Entwicklung des F&B-Bereichs. Die Umsätze des Pariser Grandhotels stiegen um 11 % auf 102,6 Mio. Euro. Im Château Saint-Martin & Spa erhöhten sich die Umsatzerlöse, bei einer stabil hohen Auslastung, um 6,6 %. Auch hierfür waren maßgeblich Rateneffekte sowie Umsatzsteigerungen in den Restaurants verantwortlich. In der Oetker Hotel Management Company führte die positive Geschäftsentwicklung aufseiten der gemanagten Hotels zudem zu signifikant über Plan und Vorjahr liegenden Umsatzerlösen. Die Management Fees stiegen im Jahresvergleich um 11,9 %. Hierin enthalten waren erstmals auch Fees des im Juni eröffneten Hotels Hotel La Palma auf Capri. Die positive Dynamik im Bereich der Zimmerraten prägte das Bild für die gesamte Oetker Collection, zu der seit dem Sommer 2023 nunmehr elf Hotels gehören. Das zeigte sich auch in der Entwicklung des Revenue per Available Room (RevPar), der im gewichteten Mittel über das gesamte Hotelportfolio erstmals den Wert von 1.000 Euro übertraf. Hierzu beigetragen hat der sprunghafte Anstieg der Übernachtungszahlen von Gästen aus Japan und China sowie allgemein positive Entwicklungen der Märkte USA, Brasilien, Frankreich und Australien. Mit dem Erreichen dieser Zahl unterstreicht die Oetker Collection eindrucksvoll ihren Anspruch, zu den führenden Gesellschaften im Markt der internationalen Luxushotellerie zu gehören. Geschäftsverlauf Weitere Interessen Im Berichtsjahr erwirtschaftete Columbus Properties Inc. einen Umsatz von 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro). Im gleichen Zeitraum wurden 1,7 Mio. Euro in die Immobilien von Columbus Properties Inc. investiert. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 zwölf Mitarbeitende. Die Atlantic Forfaitierungs AG hat ihre Geschäftsziele im Geschäftsjahr 2023 überwiegend erreicht und teilweise sogar deutlich übertroffen. Insbesondere das Zinsergebnis entwickelte sich dank einer Ausweitung der Margen besser als erwartet. Es wurde ein Bruttoertrag in Höhe von 9,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro) erwirtschaftet. Dieser besteht größtenteils aus Zinsüberschüssen und in geringerem Umfang aus Provisionserträgen. Investitionen wurden in dem Zeitraum keine getätigt. Die Atlantic Forfaitierungs AG beschäftigte im Berichtsjahr sieben Mitarbeitende. Vermögens- und Finanzlage Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe beendet das Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme in Höhe von 6.794 Mio. Euro. Die wesentlichen Bilanzpositionen des Geschäftsjahres 2023 sind im Folgenden aufgeführt.
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 48,4 %. Im Geschäftsjahr 2023 wurden laufende Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 143 Mio. Euro (Vorjahr: 164 Mio. Euro) getätigt. Auf Sekt, Wein und Spirituosen entfallen 27,8 % des Gesamtinvestitionsvolumens, 31,3 % auf Spezialchemie, 23,8 % auf Nahrungsmittel, 14,1 % auf den Geschäftsbereich Hotelmanagement und Hotels sowie 3,0 % auf Weitere Interessen und die Holding. Die Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen, das Sachanlagevermögen, die Firmenwerte und das Umlaufvermögen betrugen insgesamt 580 Mio. Euro. Darin enthalten sind Abschreibungen auf stille Reserven und auf den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung 2021 in Höhe von 497 Mio. Euro. Von den verbleibenden Abschreibungen entfallen 36 % auf den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen, 33 % auf den Geschäftsbereich Nahrungsmittel, 17 % auf den Geschäftsbereich Spezialchemie, 11 % auf den Geschäftsbereich Hotelmanagement und Hotels sowie 2 % auf die übrigen Geschäftsbereiche. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Der Buchwert der Vorräte beträgt 709 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 861 Mio. Euro. Davon entfallen 575 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 6 Mio. Euro auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 279 Mio. Euro. Insgesamt verfügt die Unternehmensgruppe am Bilanzstichtag über Finanzmittel in Höhe von 1.911 Mio. Euro. Diese setzen sich zusammen aus flüssigen Mitteln in Höhe von 416 Mio. Euro und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 1.495 Mio. Euro. Stichtagsbedingt sind die Flüssigen Mittel insbesondere im Geschäftsbericht Henkell Freixenet angestiegen. Das Eigenkapital beläuft sich auf 4.747 Mio. Euro. Davon entfallen 4.339 Mio. Euro auf Rücklagen und 10 Mio. Euro auf die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung. Die Eigenkapitalquote beträgt 70 %. Die Rückstellungen enthalten Pensionsrückstellungen in Höhe von 113 Mio. Euro. Der Buchwert aller Verbindlichkeiten beträgt 1.444 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 160 Mio. Euro sind im Geschäftsjahr 2023 um 8 Mio. Euro gestiegen. Nachhaltige Unternehmensentwicklung Allgemein Als international tätige und diversifizierte Unternehmensgruppe tragen wir übergeordnet wie lokal Verantwortung für die Umwelt und die Gesellschaft, in der wir agieren. Die Vielfalt unserer Tätigkeitsfelder sorgt für zusätzliche Komplexität, denn jedes Geschäftsmodell ist mit seinen Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen individuell zu betrachten. Daher werden spezifische Nachhaltigkeitsziele ebenso wie Roadmaps und konkrete Maßnahmen z definiert und gesteuert. Darüber hinaus haben wir den Anspruch, über den engen und vertrauensvollen Austausch Potenziale für die gesamte Gruppe zu heben und voneinander zu lernen - zu diesem Zweck kommen etwa die Nachhaltigkeitsverantwortlichen der Gruppenunternehmen in regelmäßigen Abständen zusammen. Die Nachhaltigkeitsorganisation auf Holding-Ebene wächst weiterhin, an höchster Stelle wird das Thema der nachhaltigen Unternehmensentwicklung durch den Co-CEO Ferdinand Oetker verantwortet. Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen Strategie und Governance Nachhaltigkeitsmanagement ist nach innen wie nach außen ein bedeutendes Element der Unternehmensführung. Die Henkell Freixenet Gruppe konzentriert sich dabei, geleitet durch die Dringlichkeit der anstehenden Herausforderungen, zurzeit in erster Linie auf umweltbezogene Aspekte, ohne die sozialen und wirtschaftlichen Themen zu vernachlässigen. So sichern klare Verantwortlichkeiten und interne Prozesse, Risikoanalysen und Präventivmaßnahmen den Schutz sowohl von Menschenrechten als auch von Umweltstandards in der Wertschöpfungskette. Basierend auf der Unternehmensvision, die einen Schwerpunkt auf nachhaltig hergestellte Produkte legt, wurde ein entsprechendes Nachhaltigkeitsprogramm als übergreifend gültige Leitlinie für die gesamte Henkell Freixenet Gruppe entwickelt. Die dort definierten Fokusbereiche umfassen sowohl Umweltthemen als auch soziale Themen. Neben der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit neuen oder sich ändernden regulatorischen Vorgaben sowie der fortlaufenden Optimierung der Prozesse zur gruppenweiten Umsetzung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes liegt der Fokus der nächsten Jahre auf der Umsetzung der EU Corporate Sustainability Reporting Directive. Ab dem Berichtsjahr 2025 wird Henkell Freixenet nichtfinanzielle Informationen veröffentlichen, um seinen Stakeholdern ein transparentes Bild der nachhaltigen Unternehmensentwicklung zu ermöglichen. 2023 wurde mit dem Aufbau einer gruppenweiten Datenbank sowie von Netzwerken begonnen, um dem wachsenden Bedarf an hochwertigen Nachhaltigkeitsdaten und neuen Kennzahlen gerecht zu werden. Geschäftsentscheidungen will die Henkell Freixenet Gruppe verstärkt mit dem strategischen Gesamtansatz für eine nachhaltige Entwicklung in Einklang bringen. In Anlehnung an die EU-Richtlinie werden daher alle Investitionen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit bewertet. Außerdem wurde eine neue Bewertungsmethode für die Produktentwicklung eingeführt, um die Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit zu quantifizieren. Gezielte Investitionsmaßnahmen unterstützen und beschleunigen die Aktivitäten der Gruppe - so sollen zukünftige Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern wo möglich vorweggenommen werden. Henkell Freixenet investiert nicht nur in den Bereichen Excellence, Digitalisierung und Kapazitätserweiterung sondern jedes Jahr auch in die Nachhaltigkeit und erzielt hier solide Fortschritte. Die Abteilung Sustainability Management treibt das Thema auf Holdingebene von Henkell Freixenet strategisch voran. 2023 wurde ein Sustainability-Ambassador-Netzwerk etabliert, um alle Ländergesellschaften zu involvieren und sicherzustellen, dass das Nachhaltigkeitsprogramm unternehmensweit umgesetzt wird. Der regelmäßige Austausch zwischen den Sustainability Ambassadors der Landesgesellschaften und der Abteilung Sustainability Management bietet kontinuierlich Gelegenheit dazu, Herausforderungen, Best Practices und das Vorantreiben der Ziele zu beleuchten. Auf Vorstandsebene verantwortet der CTO das Thema Nachhaltigkeit und unterstreicht damit die Bedeutung des Themas für die gesamte Gruppe auch organisatorisch. Ziele Unter Bezugnahme auf die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) wurden im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms für jeden Fokusbereich messbare Umweltziele definiert. Um sie zu erreichen, entwickeln unter anderem sämtliche Produktionsstandorte eigene Transformationskonzepte mit detaillierten Aktionsplänen. In einem ersten Schritt sollen die eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) bis 2030 um 40 % gegenüber dem Basisjahr (2020) reduziert werden. Maßnahmen und Umsetzung Einen Beitrag zur Emissionsreduktion sollen sechs geplante Solarkraftwerke leisten. Sie sind ein Baustein innerhalb der Zielsetzung, künftig mehr Energie aus erneuerbaren Quellen selbst zu erzeugen. Im sozialen Bereich nehmen die Mitarbeitenden einen besonderen Stellenwert ein, denn sie haben wesentlichen Anteil am Unternehmenserfolg. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug im Berichtsjahr 3.623. Gleichzeitig wurde mit der Entwicklung eines Programms zum Employer Branding in Deutschland begonnen, um den Prozess und den Weg zu einer starken Arbeitgebermarke kontinuierlich weiter zu steuern. Zur Verbesserung der internen Kommunikation wurde ein neues internationales Social Intranet aufgesetzt. Maßnahmen wie die Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie die Möglichkeit zum hybriden Arbeiten trugen erneut dazu bei, ein langfristig attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Geschäftsbereich Nahrungsmittel Strategie und Governance Die Martin Braun-Gruppe plant, bis zum Jahr 2025 eine Nachhaltigkeitsstrategie mit messbaren Zielen und zugehörigen Maßnahmen zu entwickeln. Um dieses Vorhaben voranzutreiben, hat sich die Gruppe im Berichtsjahr im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements mit der Besetzung der Stelle eines Sustainability Managers neu aufgestellt. Die Position ist der Stabsstelle Corporate Communications zugeordnet, die direkt an den CEO berichtet. Der Sustainability Manager ist neben der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie für die Erhebung von Nachhaltigkeitskennzahlen und die Umsetzung von Maßnahmen verantwortlich. Dazu steht er in engem Austausch mit allen relevanten Fachabteilungen. Diese kollaborative Vorgehensweise hat zum Ziel, Nachhaltigkeitsaspekte in sämtliche Geschäftsprozesse zu integrieren. Darüber hinaus wurde ein Nachhaltigkeitsbotschafternetzwerk mit je einem Botschafter pro Standort etabliert, um einen regelmäßigen gruppenweiten Dialog zu Nachhaltigkeitsthemen zu ermöglichen. Ziel ist der Austausch von Best Practices sowie die frühzeitige Auseinandersetzung mit den neuesten EU-Regulierungen und deren Auswirkungen auf das Geschäft der Martin Braun-Gruppe, wie der EU-Entwaldungsverordnung, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) oder dem Vorschlag der EU-Kommission zur Regulierung von umweltbezogenen Angaben (EU Green Claims Directive). Maßnahmen und Umsetzung Für das Geschäftsjahr 2022 wurde im Geschäftsjahr 2023 erstmals der Carbon Footprint (Scope 1 und 2) für die gesamte Martin Braun-Gruppe berechnet. Die Ermittlung erfolgte gemäß dem Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol) und der ISO 14064-1 zur Bestimmung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen auf Organisationsebene und wurde von einer unabhängigen Partei verifiziert. Die Daten dienen als Grundlage, um im Rahmen der Strategie Reduktionsziele für die kommenden Jahre festzulegen und besonders emissionsintensive Bereiche, die sogenannten Hotspots, zu identifizieren. Die Martin Braun-Gruppe forciert an ihren Standorten weiterhin die Themen Energieeinsparung sowie Erzeugung erneuerbarer Energien. Im Berichtsjahr wurden sieben weitere Fotovoltaikanlagen in Betrieb genommen: bei Martin Braun in Hannover, bei Agrano in Riegel, bei Cresco in Italien, bei Montana Bakery in Slough bei London, bei Diversi Foods NV in Moeskroen in Belgien und beim Joint Venture Polen Gida in der Türkei. Darüber hinaus wurden bereits drei von den insgesamt 14 Produktionsstandorten der Martin Braun-Gruppe zu 100 % mit Ökostrom versorgt. Im Bereich der nachhaltigen Mobilität wurden weitere Projekte umgesetzt, beispielsweise die Installation von vier Ladesäulen für Elektrofahrzeuge bei der Agrano AG in der Schweiz oder die Einführung eines Job-Bikes bei der Martin Braun KG in Hannover. Bei den energieintensiveren Tätigkeiten im Bereich Frozen Bakery Division (FBD) setzt Wolf ButterBack auf Energieeffizienzmaßnahmen durch kontinuierliche Investitionen in neueste Kühltechnik und Wärmerückgewinnung. Bei Dakri in Miłakowo wurde der Kühlraum erneuert. Martin Braun Spanien installierte einen Tank zur Rückführung von Wasser in den Reinigungsprozess, um den Wasserverbrauch in der Produktion sowie das anfallende Abwasser zu reduzieren. Die Academy der Martin Braun-Gruppe ist eine Weiterbildungsplattform, die im Berichtsjahr von einer Pilotgruppe von 22 Teilnehmenden erstmals genutzt werden konnte. Im Rahmen des "Leadership-Programms" konnten teilnehmende Mitarbeitende zu Themen wie Resilienz-Management, Innovation & Digitalisierung, Entscheidungsstrategien oder Changemanagement lernen. Ziel ist es, künftig allen Mitarbeitenden den Zugang zur Academy zu ermöglichen. Unterschieden wird dabei zwischen "offenen Trainings", darunter solche zu persönlicher Entwicklung, digitalen Fähigkeiten, Teamwork, Gesundheit oder Produktivität, und "individuell zugänglichen Trainings und Programmen". Letztere sind an bestimmte Zielgruppen gerichtet - Beispiel hierfür sind die bereits eingeführten Leadership-Programme. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase wird das Projekt iterativ in den einzelnen Unternehmen eingeführt. Geschäftsbereich Spezialchemie Strategie und Governance Budenheim hat sich zu einem nachhaltigen Geschäftsansatz verpflichtet, der die Grundlage für alle Tätigkeiten bildet. Zusätzlich wurden Aspekte eines nachhaltigen Governance-Systems eingeführt: Erstmals wurde eine Nachhaltigkeitsmanagerin eingestellt, die nun an den Vice President Sustainable Innovation berichtet. Zudem wurde ein Nachhaltigkeitsrat gegründet. Dieser setzte sich im Berichtsjahr ausschließlich aus unternehmensinternen Stakeholdern zusammen. Es ist jedoch geplant, auch externe Stakeholder aus der Holding, aus Schwesterunternehmen oder aus Politik, NGOs, Hochschulen oder Industrie einzuladen. Ein produktions- und funktionsübergreifendes Netzwerk von Experten für Nachhaltigkeit ist ebenfalls Teil des Governance-Systems von Budenheim. Ziele Budenheim hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Bereits bis 2030 sollen mindestens 30 % der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen Scope 1 & 2) im Vergleich zu 2020 reduziert werden. Maßnahmen und Umsetzung Der Chemiespezialist steuert den Wandel hin zu einem kohlenstofffreien Betrieb bis 2050 - dies geschieht innerhalb eines Netzwerks mit funktionalen Verantwortlichkeiten an jedem Standort sowie in den entsprechenden operativen Abteilungen. Im operativen Bereich hat Budenheim den Anteil der selbst erzeugten elektrischen Energie erhöht. So sind 2023 weitere Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der beiden Standorte in Valencia ans Netz gegangen. Hier konnten im Berichtsjahr rund 74,7 kWh sauberer Strom erzeugt werden, die vollständig selbst genutzt wurden. Parallel laufen zahlreiche weitere Projekte zur Energieeinsparung. Neue Produktionsanlagen wie das "House of Nutrition" werden schon heute so konzipiert, dass sie CO 2 -neutral in Produktion gehen können. Im Bereich Engagement ist das neue Format "Nachhaltigkeitsdialog" digital und in Präsenz mit dem Ziel gestartet, mit den Mitarbeitenden in den Austausch zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen zu treten. In diesem Rahmen werden beispielsweise Umfragen und Abstimmungen durchgeführt, um nachhaltigkeitsrelevante Themen zu definieren, die für die Menschen bei Budenheim von besonderem Interesse sind. Budenheim engagiert sich auch im Bereich der psychischen Gesundheit. Beispielsweise sind am Standort Deutschland Trainings zum Thema "Gesund führen" durch eine ausgebildete Psychotherapeutin für neue Führungskräfte verpflichtend. Zu den Inhalten zählen unter anderem Führung in Veränderungsprozessen, der Umgang mit belasteten Mitarbeitenden und die Selbstführung. Zudem wird ebenfalls in Deutschland eine kurzfristige, anonyme und kostenlose Individualberatung für alle Mitarbeitenden mit hoher psychischer Belastung im beruflichen oder privaten Kontext angeboten. Bei längerfristigem Beratungsbedarf erfolgt eine Weitervermittlung. Darüber hinaus wurden 2023 in einem mehrwöchigen Kurs sechs "mental health first aider" am deutschen Standort ausgebildet. Verschiedene Kommunikationsformate machten auf die Hilfsangebote aufmerksam. Geschäftsbereich Hotel-Management und Hotels Strategie und Governance In das Geschäftsjahr 2023 startete die Oetker Collection mit der Ende 2022 neu geschaffenen Position des Senior Head of Sustainability, der direkt an den CEO berichtet. Im Fokus der neuen Position steht die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements der Hotelsparte. Zu diesem Zweck wurden zunächst in allen Hotels mehrtägige Workshops zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Diese hatten zum Ziel, ein höheres Bewusstsein sowie ein besseres Verständnis für das Themenfeld zu schaffen, Verantwortlichkeiten unter Einbindung der Geschäftsleitung klarer zuzuweisen sowie auf Basis der übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie einen auf das jeweilige Hotel und seine Gegebenheiten zugeschnittenen Maßnahmenplan zu entwickeln. Zusätzlich haben die Hotels im Hinblick auf Nachhaltigkeit ein internes Audit durchlaufen. Um Synergien zu heben und Mitarbeitenden Zugriff auf Best Practices zu geben, wurden aktuelle Nachhaltigkeitsinitiativen in einer zentralen Datenbank dokumentiert. Insgesamt wurden im Rahmen der Workshops mehr als 600 Maßnahmen definiert und mit Verantwortlichkeiten und Timelines versehen. Die beschlossenen Maßnahmen betreffen unter anderem die Reduktion des CO 2 -Ausstoßes und die Förderung von Regionalität. Darüber hinaus wurde in jedem Hotel - soweit noch nicht geschehen - ein Sustainability Officer benannt. Die Sustainability Officers tauschen sich fortan in regelmäßigen und kurzfristigen Abständen aus. Um nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch in der gesamten Branche den Dialog zu fördern und Best Practices zu entwickeln, ist die Oetker Collection Anfang 2023 der Sustainable Hospitality Alliance beigetreten, die inzwischen über 50.000 Hotels weltweit repräsentiert. Ziele 2024 wird die Oetker Collection eine Wesentlichkeitsanalyse nach den Vorgaben der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) durchführen. Anhand der Ergebnisse werden die wesentlichen Aspekte im Nachhaltigkeitsmanagement neu definiert, mit messbaren Kennzahlen hinterlegt und mit konkreten Zielen versehen. Maßnahmen und Umsetzung Bereits seit 2018 misst die Oetker Collection die CO 2 -Emissionen ihrer Hotels nach den Standards der Hotel Carbon Measurement Initiative (HCMI), die die Messung der Scopes 1 und 2 sowie ausgewählter Emissionen des Scope 3 gemäß dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHG) vorsehen. Die systematische Erfassung und Auswertung dieser Daten dient dazu, emissionsintensive Bereiche zu identifizieren und spezifische Maßnahmen zur Reduktion der CO 2 -Emissionen abzuleiten. Neu hinzugekommen ist im Berichtsjahr ein vierteljährlich stattfindender Austausch mit externen Beratern zu den Quartalsberichten über den Energie- und Wasserverbrauch sowie die CO 2 -Emissionen, um auf dieser Basis weitere Reduktionsmaßnahmen zu entwickeln. Zusätzlich wurden 2023 neue Messgrößen definiert, die fortan von den Hotels erfasst, berichtet und nachgehalten werden müssen. Diese beinhalten etwa die verbrauchte Energie (z. B. kWh pro Zimmer und Nacht), den Wasserverbrauch oder den CO 2 -Ausstoß (Scope 1 und 2 sowie einzelne Scope-3-Emissionen). Ermittelt wurden die zu messenden Aspekte teilweise auch im Rahmen von durch externe Mystery Guests durchgeführten Audits, die mittlerweile auch Nachhaltigkeitskriterien beinhalten, Mitarbeitenden- sowie Gästeumfragen. In Vorbereitung auf das 2023 in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), in dessen Anwendungsbereich ab 2024 auch Teile der Hotelgruppe fallen, hat die Oetker Collection im Berichtsjahr umfangreiche Vorarbeit geleistet. Hierzu gehörten unter anderem eine interne und eine externe Risikoanalyse im Hinblick auf Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsthemen. Ergänzt wurden die Analysen durch präventive Maßnahmen wie die Erstellung einer neuen Responsible Procurement Charter, zu der sich Lieferanten und Dienstleister künftig verpflichten müssen. Auch im Hinblick auf Nachhaltigkeitskommunikation gab es 2023 Neuerungen. Um externen Stakeholdern transparentere Einblicke in die Nachhaltigkeitsinitiativen der Hotelgruppe zu geben, wurde die Website überarbeitet. In der internen Kommunikation wurde ein wöchentliches Programm zur Veröffentlichung von Neuigkeiten und relevanten Informationen in Bezug auf Nachhaltigkeit auf der internen Social-Media-Plattform PearlNet aufgesetzt. Weiterhin wurden in der täglich erscheinenden internen Zeitschrift Daily Commitment verstärkt nachhaltigkeitsbezogene Themen veröffentlicht. Die Oetker Collection wird im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im United Nations Global Compact auch über das Jahr 2023 wieder einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. Dieser umfasst neben einem narrativen Report erstmals auch die Ergebnisse eines neu eingeführten umfangreichen Fragebogens. Hinsichtlich der umgesetzten Einzelmaßnahmen in den Hotels der Oetker Collection werden im Folgenden nur einzelne Beispiele genannt. Ein umfangreicherer Bericht kann unter https://www.oetkercollection.com/sustainability/un-global-compact/ abgerufen werden. Ein Fokus lag in den vergangenen zwölf Monaten auf dem Thema Trinkwasser. In mehreren Hotels wurden Wasseraufbereitungs- bzw. -herstellungsanlagen installiert und in Betrieb genommen. Das Eden Rock St. Barths etwa hat Generatoren auf dem Hotelgelände aufgestellt, die Luftfeuchtigkeit in Trinkwasser umwandeln, und stellt den Gästen bei Anreise wiederverwendbare Stahlflaschen zur Verfügung. Das Hotel Le Bristol Paris hat eine Trinkwasseraufbereitungsanlage installiert und wird fortan das eigens produzierte Trinkwasser als primäre Option in allen Bereichen des Hotels anbieten. Im Jahr 2024 wird sich die Oetker Collection auf die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorbereiten. Im Zuge dessen ist geplant, die Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten erheblich zu erweitern, etwa um die Messung von anfallendem Abfall sowie von GHG-Scope-3-Upstream-CO 2 -Emissionen. Weiterhin soll das Schulungsprogramm für Mitarbeitende in Bezug auf Nachhaltigkeit ausgebaut werden. Aktuell beinhaltet es unter anderem eine Einführung in das Thema Nachhaltigkeit als Teil der Onboarding-Programme für neue Mitarbeitende, On-Site-Schulungen durch den Senior Head of Sustainability für die Geschäftsführungen der Hotels sowie Schulungen zu den Themen Carbon Footprint oder Nachhaltigkeitskommunikation. 2024 soll insbesondere das Online-Angebot ausgeweitet werden. Prognosebericht Allgemein Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem World Economic Outlook vom April 2024 davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 um jeweils 3,2 % wachsen wird. Das Wachstum würde sich damit im gleichen Tempo fortsetzen wie 2023. Dieser Wert liegt unter dem historischen Jahresdurchschnitt (2000-2019), was sowohl auf kurzfristige Faktoren - wie die anhaltend hohen Kreditkosten und die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung - als auch auf die längerfristigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und Russlands Einmarsch in die Ukraine, das schwache Produktivitätswachstum und die zunehmende geoökonomische Fragmentierung zurückzuführen ist. In den Industrieländern geht der IWF von einem Wachstum in Höhe von 1,7 % für 2024 und von 1,8 % für 2025 aus. Während die US-Wirtschaft in den beiden Jahren um 2,7 % bzw. 1,9 % wachsen soll, prognostiziert der IWF für die Eurozone Wachstumsraten von 0,8 % bzw. 1,5 %. Für Deutschland wird ein Wachstum von 0,2 % bzw. 1,3 % erwartet. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird sich nach den Prognosen des IWF sowohl für 2024 als auch für 2025 auf 4,2 % belaufen. Die globale Gesamtinflation wird nach den Berechnungen des IWF von durchschnittlich 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % (2024) und 4,5 % (2025) zurückgehen. Dabei werden die Industrieländer ihre Inflationsziele mit 2,6 % bzw. 2,0 % früher erreichen als die Schwellen- und Entwicklungsländer mit 8,3 % bzw. 6,2 %. 13 Auch die fünf führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland prognostizieren in ihrem Frühjahrsgutachten vom März 2024 keine wirkliche Erholung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024. Es wird ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von -0,3 % im Jahr 2023 auf +0,1 % im Jahr 2024 erwartet. Für 2025 wird ein Anstieg um 1,4 % in Aussicht gestellt. Die Kerninflationsrate (bereinigt um Effekte aus Energiepreisen) wird nach Einschätzung der Wirtschaftsinstitute im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,8 % deutlich niedriger liegen als im Vorjahr (6,8 %). Für 2025 wird ein weiterer Rückgang auf 2,3 % erwartet. 14
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iwh-press-release_2024-10_Gemeinschaftsdiagnose_1-24_de.pdf
Das Geschäftsumfeld im Jahr 2024 ist weiterhin geprägt von geopolitischen Unsicherheiten, sich verschärfenden klimatischen Bedingungen, dynamischen Preisentwicklungen und einem Kaufkraftverlust bei Konsumentinnen und Konsumenten. 1 Dennoch erwartet die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gemäß der im Dezember 2023 erstellten Planung ein moderates Umsatzwachstum. Prognose Sekt, Wein und Spirituosen Die Krisen der letzten Jahre und ihre Folgen prägen auch weiterhin das Marktumfeld von Henkell Freixenet, wobei die stetig zunehmende Marktvolatilität auf Versorgungs- und Verbraucherseite eine der größten Herausforderungen darstellt. Dies geht einher mit dynamischen Preisentwicklungen entlang des gesamten Einkaufsprozesses, insbesondere bei Energie, Glas und Logistikkosten. Kosten- und Preiserhöhungen und damit verbundene Realeinkommensverluste führen auf Verbraucherseite zu einem sich stetig ändernden Konsumentenverhalten in Märkten auf der ganzen Welt, was in einer verkürzten Planbarkeit der Unternehmensaktivitäten resultiert. Die Ursachen sind dabei vielfältig: von den anhaltenden geopolitischen Krisen, den damit einhergehenden wirtschaftlichen Schwankungen und Unsicherheiten bis hin zu angespannten klimatischen Bedingungen, die in Weinbaugebieten in Spanien, Katalonien, insbesondere der Region Penedès, zu enormen Ernteeinbußen und Versorgungsengpässen innerhalb der Kategorie Cava führen. In Summe tragen diese Faktoren maßgeblich zu den anspruchsvollen Rahmenbedingungen für das laufende Jahr 2024 bei. Als Familienunternehmen sieht sich Henkell Freixenet mit starken Marken und seiner internationalen Präsenz mit eigenen Standorten in über 30 Ländern gleichwohl gut aufgestellt für weiteres Wachstum und forciert für das Jahr 2024 ein leichtes Umsatzplus. Durch den Fokus auf das strategische Markenportfolio, den Weitblick für Trends und daraus abgeleitet konsumentenorientierte Produktinnovationen sowie den langjährigen Partnerschaften und Kooperationen zu Lieferanten, Kunden und weiteren Partnern blickt Henkell Freixenet trotz herausfordernder Zeiten zuversichtlich auf das nächste Jahr. Prognose Nahrungsmittel Für das Jahr 2024 erwartet die Martin Braun-Gruppe ein zunehmend schwierigeres Marktumfeld. Der über lange Zeit dominierende Handwerksbereich verliert weiter zugunsten des Lebensmitteleinzelhandels an Bedeutung. Das backende Handwerk hat Schwierigkeiten, Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen, die durch preisbewusstes Einkaufen aufgrund der hohen Inflationsentwicklung in den Lebensmitteleinzelhandel abgewandert sind. Zusätzlich wirkt sich hier der ansteigende Fachkräftemangel in Produktion und Verkauf negativ aus. Die abnehmende Zahl der Handwerkskunden und ein immer stärker zentralisierter Einkauf als Folge immer größerer Kunden erweisen sich für die Martin Braun-Gruppe mehr und mehr als Herausforderung. Chancen bietet der an Bedeutung gewinnende Lebensmitteleinzelhandel. Allerdings ist zu erwarten, dass teilweise sinkende Rohstoffpreise hier zu einem erhöhten Preisdruck führen werden. Die europäische und die Weltwirtschaft werden zunehmend volatiler. Vereinzelt kann es zu ungewöhnlich schnellen Anstiegen lokaler Inflationsraten kommen, die sich negativ auf das Konsumverhalten auswirken können. Die Balance zwischen dezentraler Flexibilität und Agilität einerseits und zentral gesteuerter Synergiemaximierung und Themenfokussierung andererseits hilft der Gruppe, sich in diesem Wettbewerbsumfeld zu behaupten. Für das Jahr 2024 gibt die Martin Braun-Gruppe eine positive Umsatzprognose für alle Regionen ab. Insgesamt wird ein leichtes Umsatzwachstum erwartet. Vor allem in den Regionen außerhalb der DACH-Region wird in Summe mit einer moderaten Steigerung des Umsatzes gerechnet. Zahlreiche operative Maßnahmen, wie die weitere Ausschöpfung von Cross-Selling-Potenzialen, eine starke Fokussierung der Projekte im Lebensmitteleinzelhandel, ein kontinuierlicher Innovationsprozess sowie divisionsübergreifende strategische Kooperationen ermöglichen dieses organische Wachstum. Prognose Spezialchemie Das Jahr 2023 endete in der chemischen Industrie mit einer fortbestehenden Rezessionsstimmung, wie aus der jüngsten Pressemitteilung des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) hervorgeht. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate werden von Unsicherheiten begleitet sein, was sich voraussichtlich in einem Rückgang der Chemieproduktion und einem Minus von 3 % beim Branchenumsatz niederschlagen wird. 15 Diese Einschätzungen werden auch durch die neuesten Berichte des VCI gestützt, die darauf hinweisen, dass eine schnelle und spürbare Erholung weiterhin nicht absehbar ist. 16 Es wird außerdem erwartet, dass das Wachstum in Europa im Vergleich zu anderen Regionen verhalten ausfallen wird, während Schwellenländer tendenziell besser abschneiden dürften. Infolge dieser Divergenz zwischen den Volkswirtschaften wird die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen weltweit voraussichtlich auf einem moderaten Niveau bleiben. 17 Trotz dieser gedämpften globalen wirtschaftlichen Aussichten bleibt der Chemiespezialist Budenheim zuversichtlich, in 2024 ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse verzeichnen zu können. Durch eine klare strategische Ausrichtung, die voranschreitende Transformation hin zu einem nachhaltig agierenden Unternehmen und eine verstärkte Kundenorientierung sieht sich Budenheim in der Lage, auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich zu agieren und langfristig stabile Ergebnisse zu erzielen. So erwartet man ab Jahresmitte eine leichte wirtschaftliche Erholung, die durch verschiedene interne Faktoren unterstützt wird. Hierzu zählen unter anderem die Einführung neuer Produkte, insbesondere aus der Division Material Science, sowie weitere Maßnahmen zur Fixkostenminimierung. Darüber hinaus werden die bereits getätigten Investitionen, auch in neue Produktionsanlagen, erste positive Auswirkungen auf das Geschäft haben. Ein zentraler Schwerpunkt der Unternehmensstrategie liegt auf einem verbesserten Marktverständnis und einer verstärkten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden. Durch eine gezieltere Kundenansprache und eine stärkere Ausrichtung auf innovative Ideen soll die Positionierung als nachhaltiges Industrieunternehmen weiter vorangetrieben werden. Um auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit stabile Ergebnisse zu erzielen, setzt das Unternehmen auf Widerstandsfähigkeit basierend auf einem diversifizierten Portfolio in Bezug auf Kunden, Märkte, Produkte. Auch seine globale Aufstellung mit Standorten in verschiedenen Regionen der Welt trägt zu weiterer Diversifikation des Chemiespezialisten bei. Geplant ist außerdem eine bessere Balance zwischen den beiden Divisionen, um die Gesamtresilienz des Unternehmens zusätzlich zu stärken. Prognose Hotelmanagement und Hotels Auf der Grundlage der vorausschauenden Szenarien der World Tourism Organization (UNWTO) für 2024 werden die Reisebewegungen im kommenden Jahr erstmals das Niveau übertreffen, das unmittelbar vor der Pandemie erreicht wurde. 18 Damit steht zu erwarten, dass die Hotellerie die einschneidenden Krisenjahre endgültig hinter sich lassen wird. Ein weiterhin bestehender Nachholbedarf nach Reisen sollte die Fortsetzung des positiven Trends dabei ebenso stützen wie die erwartete vollständige Erholung der asiatischen Märkte, die von der Pandemie am gravierendsten und am längsten betroffen waren. Im Luxussegment der internationalen Hotellerie sollten sich diese Effekte besonders deutlich zeigen.
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https://www.unwto.org/news/international-tourism-to-reach-pre-pandemic-levels-in-2024.
Innerhalb der Oetker Collection erlaubt die aktuelle Buchungsdynamik für das Jahr 2024 einen positiven Ausblick. Die Nachfrage, insbesondere aus dem für die Oetker Collection wichtigsten Einzelmarkt USA, zeigt sich weiterhin robust. Gleichzeitig bleibt die Preissensibilität geringer als vor der Pandemie. Davon profitieren aktuell in besonderem Maße etablierte Resort-Destinationen. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die zunehmenden politischen Spannungen in der Welt scheinen das Reiseverhalten der Gäste im Luxussegment der Hotellerie dabei momentan ebenso wenig zu beeinträchtigen wie die erhöhte Inflation, das gestiegene Zinsniveau oder Sorgen um die Resilienz der großen Volkswirtschaften. Eine gewisse Vorsicht ist allein aufgrund der Vielzahl der bestehenden Krisenherde und Herausforderungen weiterhin angebracht. Auch aus diesem Grund rechnen die im Eigentum der Gruppe befindlichen Hotels Le Bristol Paris und Château Saint-Martin & Spa für das Jahr 2024 nur mit moderaten Umsatzsteigerungen. Gleiches gilt für die Oetker Hotel Management Company. Prognose Weitere Interessen Die Columbus Properties, Inc. geht davon aus, dass es im US-Vermietermarkt auch 2024 nur wenig Bewegung geben wird und sich das für die Vermieter seit der Pandemie schwierige Marktumfeld nur langsam ändert. Vor diesem Hintergrund erwartet die Columbus Properties, Inc. für 2024 ein nach wie vor schwieriges Marktumfeld, rechnet aber mit einer moderaten Verbesserung der Ertragslage gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, sofern die Leerstandsquote leicht reduziert werden kann. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die Atlantic Forfaitierungs AG zuversichtlich. Für die Zielmärkte, die Schwellen- und weniger entwickelten Länder, wird in der Summe von verbesserten wirtschaftlichen Kennzahlen ausgegangen. Diese Entwicklung lässt erwarten, dass sich attraktive Neugeschäfte finden lassen. Die Erträge im laufenden Jahr sollten daher etwas über dem Niveau des Vorjahres liegen. Für die Folgejahre wird - eine weitere Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfeldes und damit eine neuerliche Ausweitung des Anlagevolumens vorausgesetzt - mit einer entsprechenden Steigerung der Erträge gerechnet. Chancen- und Risikobericht Allgemein Die Aktivitäten der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bietet eine Vielzahl von Chancen. Grund dafür ist die hohe Diversifikation der Gruppe durch die einzelnen Unternehmen, die in verschiedenen Branchen und Märkten agieren. Ziel der Holding ist es, für ein ausgeglichenes Chancen-Risiken-Verhältnis zu sorgen. Für die Gruppe relevante Trends werden kontinuierlich beobachtet. Innovative Produkte, die ein Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten abdecken, sind der Schlüssel für Wachstum. Regelmäßige Markt- und Wettbewerbs-Benchmarks helfen dabei, die kritischen Erfolgsfaktoren für die jeweiligen Märkte zu definieren und zu monitoren. Ein langfristiger Trend, den die Geschwister Oetker Beteiligungen KG sorgfältig verfolgt, ist das zunehmende Interesse an nachhaltig produzierten Gütern sowie ein gestiegenes Qualitätsbewusstsein. Der Geschwister Oetker Beteiligungen KG obliegt das Managen von Risiken auf Holdingebene. Im Rahmen ihrer sowohl nach Branchen als auch nach Regionen diversifizierten Struktur ist die Unternehmensgruppe aber auch differenzierten Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich vor allem um konjunkturelle Risiken, um Rohstoffpreisrisiken sowie in geringerem Umfang um Währungsrisiken. Der Umgang mit diesen Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der Gruppe. Ein diversifiziertes Produktportfolio hilft dabei, die Risiken innerhalb der jeweiligen Branchen und Industrien zu managen. Es sind keine Risiken erkennbar, die zu einer Beeinträchtigung der Existenz der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe führen könnten. Die solide Eigenkapitalausstattung bei geringer Fremdverschuldung, verbunden mit einer Stärkung der strategischen Position, sind die wirksamsten Maßnahmen, um aus heutiger Sicht mögliche Risikotreiber zu beherrschen. Geopolitische Risiken Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten, der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie der Israel-Hamas-Konflikt haben das Jahr 2023 geprägt und wirken sich auch weiterhin aus. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen stellen das größte Risiko für die Ergebnisentwicklung der Gruppe dar. Eine Entspannung der geopolitischen Situation ist nicht zu beobachten. Die Auseinandersetzung zwischen den Wirtschaftsräumen China und USA wird langfristig die politische Agenda bestimmen. Kurz- und mittelfristig wird die Fakturierung von Nahrungsmitteln in stark importabhängigen Schwellenländern die politischen Spannungen erheblich erhöhen. Beschaffungsmarktchancen und -risiken Die klimatischen Bedingungen haben im letzten Jahr zu Knappheit und daraus resultierend steigenden Rohstoffpreisen geführt. In der Folge sind Versorgungsprobleme nicht auszuschließen, die situativ gemeistert werden müssen. Nicht nur durch das Klima, sondern auch durch die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten haben sich die Beschaffungsmärkte zunehmend verschärft. Sollte sich die Energiesituation negativ verändern oder die weltpolitische Lage verhärten, vor allem im Ukraine-Krieg, im Israel-Hamas-Konflikt und im sich anbahnenden Handelskrieg mit China, so wären weitere Preissteigerungen und Versorgungsengpässe die Folge. Umfeld- und branchenbezogene Chancen und Risiken Extreme Preissteigerungen einzelner Rohstoffgruppen sowie begrenzte Verfügbarkeiten von Rohstoffen haben den Einkauf im Jahr 2023 schwer belastet. Auch 2024 bleiben die Märkte angespannt. Für alle Unternehmensbereiche, die sich mit Konsumgütern beschäftigen, ist das Konsumklima von entscheidender Bedeutung. Auf Verbraucherseite ist weltweit ein Trend zu bewussterem, qualitativ höherwertigem Konsum zu beobachten. Das bietet Chancen für den Bereich Sekt, Wein und Spirituosen mit seinen "Icon Brands", der qualitativen Aufwertung des nationalen und internationalen Angebots sowie der aktiven Vermarktung alkoholreduzierter und -freier Produkte. Der Bereich Nahrungsmittel profitiert zudem vom steigenden Bedarf an Convenience-Produkten und dem Interesse an veganer, zucker- oder salzreduzierter Ernährung. Bereits vor der Corona-Pandemie gab es einen starken Trend im Luxusbereich: Der Kauf von Luxusgütern wird zunehmend abgelöst durch das Streben nach besonderen Erfahrungen und Erlebnissen. Die Corona-Pandemie scheint das verstärkt zu haben. In dieser Hinsicht kann die Branche der Luxushotellerie langfristig auf eine hohe Dynamik der Nachfrage hoffen. Die wirtschaftliche Lage in der globalen Chemie ist von einer Auftragsflaute geprägt. Innerhalb der Branche ist die Entwicklung jedoch uneinheitlich. Während die Hersteller von Fein- und Spezialchemikalien ihre Produktion aufgrund ausbleibender Nachfrage der industriellen Kunden deutlich drosseln mussten, konnten andere Chemiesektoren ihre Produktion leicht ausweiten. 19 Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Angesichts der soliden Ertragsstruktur und Finanzlage der Unternehmensgruppe sowie einer geringen Fremdkapitalquote bei gleichzeitig langfristigen Verbindungen zu verschiedenen Kreditinstituten wird das Liquiditäts- und Zinsrisiko als gering erachtet. Freie liquide Mittel sind in einem breit diversifizierten Dachfonds konservativ angelegt. Rechtliche und regulatorische Risiken Als weltweit tätiges Unternehmen hat die Unternehmensgruppe eine Vielzahl rechtlicher und regulatorischer Vorgaben zu beachten. Zu ihrer Umsetzung dienen interne Standards, Leitlinien und Verhaltensanweisungen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Eine gruppenweite Compliance-Organisation ist etabliert. Diese achtet auf alle relevanten rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie die Einhaltung des geltenden Verhaltenskodex. Daneben wurden branchenübliche Versicherungen zur Abdeckung bestimmter rechtlicher Risiken abgeschlossen. Chancen und Risiken im Bereich IT/Digitalisierung Die Digitalisierung innerhalb der Unternehmensgruppe hat nicht zuletzt durch die Corona-Krise einen starken Aufschwung erfahren. In allen Unternehmen wurden moderne Arbeitsplätze eingeführt, die nach neuesten Standards integriert und gesichert sind. Das ermöglicht es den Mitarbeitenden, über Standorte und Zeitzonen hinweg besser untereinander sowie mit Kundinnen und Kunden zu kommunizieren. Das Risiko einer Cyberattacke nimmt stetig zu. Diese und andere Informations- und datenschutz-technische Risiken werden durch eine sorgfältige Auswahl der Sicherheitsarchitektur und Investitionen in diese minimiert. Eine Datenschutzorganisation ist implementiert. Personalchancen und -risiken Der wirtschaftliche Erfolg der Unternehmensgruppe der Geschwister Oetker Beteiligungen KG wird wesentlich durch die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden bestimmt. Der anhaltende Fachkräftemangel stellt die Unternehmen jedoch vor große Herausforderungen. Insbesondere der Bereich Hotellerie und Gastronomie leidet unter dem Fehlen von Arbeitskräften, eine kurzfristige Trendwende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Um qualifiziertes Personal einstellen und langfristig halten zu können, setzt die Unternehmens-gruppe auf optimierte Recruiting-Ansätze, Employer Branding, Maßnahmen zur Mitarbeitendenförderung sowie auf leistungsabhängige Anreizsysteme. In den letzten Jahren haben psychische Erkrankungen in Deutschland zugenommen. 20 Ein Rückgang dieses Trends ist unter anderem aufgrund des anhaltend schwierigen Umfeldes nicht abzusehen. Ein Schwerpunkt der Personalarbeit liegt daher auf dem Gesundheitsmanagement und der Mitarbeitendenberatung in verschiedenen Lebensphasen. 20 Rainer Radtke, Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren 1997 bis 2022, Mai 2023, online unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/254193/umfrage/entwicklung-der-au-faelle-aufgrund-psychischer-erkrankungen-nach-geschlecht/. Umwelt- und Sicherheitsaspekte Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe hat sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und hohen Umwelt- und Sozialstandards verschrieben. Mit Aktivitäten an zahlreichen Standorten weltweit werden Maßstäbe im Bereich Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Soziales gesetzt. Höchste Maßstäbe in den Bereichen Umwelt und Sicherheit, aber auch Zertifizierungen, Auditierungen, Beratungen und Schulungen der Mitarbeitenden sind die besten Maßnahmen, um möglichen Risiken, die sich aus regulatorischen Aktivitäten ergeben können, zu begegnen. Das Gleiche gilt für die hohen produktionstechnischen Anforderungen, die die effektivste Absicherung vor möglichen Umwelt- und Sicherheitsrisiken darstellen. Außergewöhnliche Wetterphänomene, die bedingt durch die globale Erwärmung immer häufiger auftreten, wie Hitzeperioden, Wassermangel oder Starkregenereignisse, können sich negativ auf Ernteerträge und damit auf die Beschaffung der Rohwaren sowie auf die Standorte der Gruppenunternehmen und das Konsumentenverhalten auswirken. Die Energiekrise hat Chancen für eine beschleunigte nachhaltige Transformation aufgetan. Zunehmende Investitionen im Bereich regenerativer Energien und energieeffizienter Produktionsverfahren führen zu mehr Energieunabhängigkeit. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage In der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bestehen in den Geschäftsbereichen eine Reihe von Chancen und Risiken. Die diversifizierten Aktivitäten in verschiedenen Märkten wirken sich hierbei risikomindernd aus. Nur eine dramatische Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine sowie des Israel-Hamas-Konflikts würden unabsehbare Risiken mit sich bringen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten.
Bielefeld, 23. Mai 2024 Geschwister Oetker Beteiligungen KG Dr. Alfred Oetker Geschäftsführung GmbH Persönlich haftende Gesellschafterin Carl Ferdinand Oetker, Persönlich haftender Gesellschafter Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Geschwister Oetker Beteiligungen KGAnwendung der handelsrechtlichen Vorschriften Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG mit Sitz in Bielefeld, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRA 16997, ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des Publizitätsgesetzes (PublG) verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen. Dieser Konzern-abschluss und Konzernlagebericht, erstellt nach § 13 PublG i. V. m. §§ 294 bis 315 Handelsgesetzbuch (HGB), haben für die in der Anteilsbesitzliste gemäß § 313 HGB gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 4 HGB, § 264 b HGB beziehungsweise § 5 Abs. 6 PublG. Dieser Anhang entspricht den Regelungen des § 13 PublG i. V. m. §§ 294 bis 314 HGB. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, auf die die Geschwister Oetker Beteiligungen KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Konsolidierungskreis umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt 138 (i. Vj. 137) Unternehmen, davon wie im Vorjahr 42 deutsche und 96 (i. Vj. 95) ausländische Unternehmen. Wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung wurden wie im Vorjahr drei Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht vollkonsolidiert. Daneben werden drei (i. Vj. vier) Unternehmen at equity bewertet. Im Konsolidierungskreis sind die folgenden nennenswerten Veränderungen eingetreten: Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei Gesellschaften in Uruguay gegründet, AUSTIAL S.A., Montevideo/Uruguay, und CLARIANA S.A., Montevideo/Uruguay, und auch die LA COMERCIAL CHAMPAÑERA S.L., Sant Sadurni d'Anoia/Barcelona/Spanien wurde erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Darüber hinaus wurden zwei in Deutschland gegründete Gesellschaften, Vierte Oetker Ventures GmbH, Bielefeld, und GOB Invest GmbH & Co. KG, Bielefeld, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Martin Braun Southeast Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, und die Josefa Estelles Mayor Panama S.A., Panama-City/Panama, sind nach Abschluss der Liquidationsverfahren aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. An der Vignobles Gratien Mayer SCEV, Nueil sur Layon/Frankreich, wurden weitere 5 % der Anteile erworben. Des Weiteren hält der Konzern die folgenden Beteiligungen mit einem Anteilsbesitz größer 20 %:
Die Anteilsbesitzliste ist als Bestandteil des Konzernanhangs als Anlage beigefügt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden In den für Konsolidierungszwecke erstellten Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird nach einheitlichen Kriterien nach den Bestimmungen des Publizitätsgesetzes (PublG) und des Handelsgesetzbuchs (HGB) auf Grundlage der Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bilanziert und bewertet (Handelsbilanz II). Die Abschlüsse der at equity einbezogenen Unternehmen sind nicht an die konzerneinheitlichen Richtlinien angepasst. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Anlagewerte sind nach Maßgabe des § 253 HGB bewertet. Von dem in § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB geregelten Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird innerhalb der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe kein Gebrauch gemacht. Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund des durchschnittlichen Innovationszyklus über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Bewertungsobergrenze bei den Herstellungskosten bilden die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB. Investitionszuschüsse werden anschaffungskostenmindernd berücksichtigt. Planmäßig abgeschrieben wird nach der linearen Methode, im Inland unter weitgehender Verwendung der von der deutschen Finanzverwaltung anerkannten Nutzungsdauern. Im Inland werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Im Ausland wird bei vergleichbaren Sachverhalten ähnlich vorgegangen. Teilweise wird für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut 250 Euro, aber nicht 1.000 Euro übersteigen, ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre gleichmäßig gewinnmindernd abgeschrieben wird. Finanzanlagen werden höchstens zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht niedrigere Wertansätze geboten sind. Dauernde Wertminderungen im Anlagevermögen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Der Bewertung des Umlaufvermögens liegen die Vorschriften des § 253 HGB und des § 256 HGB zugrunde. Die Herstellungskosten der Vorräte enthalten angemessene Fertigungsgemeinkosten unter Beachtung der Herstellungskostengrenze der Finanzverwaltung; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Erkennbaren Risiken der Vorratshaltung wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen decken die Risiken im Forderungsbestand. Fremdwährungsvorgänge werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, aus Vereinfachungsgründen teilweise auch mit Monatsdurchschnittskursen. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach den Regeln des Teilwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Hierbei wird die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet und mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz für 15-jährige Restlaufzeiten mit dem Stand vom 31. Oktober 2023 und prognostiziert auf den 31. Dezember 2023 gerechnet (1,82 %; i. Vj. 1,77 %); daneben werden eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,5 % (i. Vj. 3,5 %) und eine erwartete Rentensteigerung von 2,2 % (i. Vj. 2,4 %) zugrunde gelegt. Die Pensionsverpflichtungen der ausländischen Unternehmen werden nach den jeweiligen nationalen Vorschriften bewertet und sind von untergeordneter Bedeutung. Die Differenz gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 1,2 Mio. Euro (i. Vj. 4,4 Mio. Euro). Ergebniseffekte aus der Änderung des Zinssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei den Jubiläumsrückstellungen wird dieselbe Lohn- und Gehaltssteigerung wie bei den Pensionsrückstellungen unterstellt. Der Zinssatz wird analog wie dort ermittelt, allerdings auf der Basis des Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren; er beträgt 1,72 % (i. Vj. 1,44 %). Bei den sonstigen Rückstellungen werden unverändert zum Vorjahr erwartete Preissteigerungen von 3,5 % berücksichtigt. Vermögensgegenstände im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden in Höhe von 34 Tsd. Euro (i.Vj. 40 Tsd. Euro) mit entsprechenden Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Aufgrund eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aus Einzelabschlüssen werden die latenten Steuern ausschließlich nach Maßgabe des § 306 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern aus der Neubewertung und aus Konsolidierungsvorgängen werden miteinander verrechnet, wobei ein Passivüberhang in Höhe von 249 Mio. Euro (i. Vj. 286 Mio. Euro) verbleibt. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird von den nach derzeitiger Rechtslage geltenden Steuersätzen zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen werden im Jahr der Gesetzesänderung ergebniswirksam berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt dieser Steuersatz für inländische Personengesellschaften 15 % und für inländische Kapitalgesellschaften 30 %. Für ausländische Gesellschaften wird im Falle wesentlicher Steuerlatenzen der jeweilige landesspezifische Steuersatz zugrunde gelegt. Für latente Steuern auf Konzernebene wird ein einheitlicher Steuersatz von 30 % angewendet. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten in den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen richtet sich nach § 256a HGB. Die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen, sofern nicht bereits in Euro aufgestellt, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode des § 308a HGB umgerechnet. Für zwei Tochterunternehmen mit Sitz in der Türkei wurden wie im Vorjahr die Regelungen zur Währungsumrechnung in Hochinflationsländern angewendet. Die Inflationsbereinigung erfolgt durch Indexierung der auf dem Anschaffungskosten-/Nominalwertprinzip beruhenden und in der Landeswährung aufgestellten Jahresabschlüsse. Die Bewegungen im Konzernanlagenspiegel sind zum Durchschnittskurs umgerechnet. Konsolidierungsmethoden Mit Ausnahme einer Gesellschaft stellen alle Tochterunternehmen ihre Jahresabschlüsse zum Stichtag des Konzernabschlusses auf. Eine indische Gesellschaft stellt den Jahresabschluss zum 31. März auf und erstellt das Konzernreporting auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 31. Dezember. Bei der Kapitalkonsolidierung werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt die Anschaffungskosten nach den Grundsätzen der Neubewertungsmethode gegen das anteilige Eigenkapital verrechnet. Die Erstkonsolidierung wird zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Dabei wird der Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten möglichst aus Marktpreisen im Rahmen vergleichbarer Transaktionen abgeleitet. Die verbleibenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden in den Folgejahren gemäß § 309 Abs. 1 HGB ergebniswirksam abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear, die Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Der Hinzuerwerb von Anteilen an einem vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird als Kapitalvorgang abgebildet. D.h. die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs nicht neu bewertet. Sofern sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet. Analoges gilt für die at equity einbezogenen Unternehmen. Eine Gesellschaft, die im Konzernabschluss at equity bewertet wird, stellt ihren Jahresabschluss zum 30. September auf. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind bis zum Konzernabschlussstichtag nicht eingetreten. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der beiden Gesellschaften AUSTIAL S.A., Montevideo/Uruguay, und CLARIANA S.A., Montevideo/Uruguay, sind im Geschäftsjahr 2023 passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 195 Tsd. Euro entstanden. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden nach dem Eigenkapital ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 2 HGB behandelt. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sind aufgerechnet, aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen stammende Zwischenergebnisse sind eliminiert, ebenso Aufwendungen und Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen sind für Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, latente Steuern berücksichtigt. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit at equity einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert. Sonstige Angaben Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr (i. Vj. 3 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 25 Mio. Euro (i. Vj. 26 Mio. Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten betragen 1.444.140 Mio. Euro (i. Vj. 1.098.488 Mio. Euro). Nach Restlaufzeiten sind die einzelnen Posten wie folgt zu gliedern:
Es wurden keine angabepflichtigen Sicherheiten für diese Verbindlichkeiten eingeräumt. Die passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 betreffen weit überwiegend Abweichungen aufgrund der Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Erstkonsolidierung. Diese Abweichungen betreffen folgende Vermögensgegenstände:
Die passiven latenten Steuern sind im Geschäftsjahr 2023 um 37 Mio. Euro auf 249 Mio. Euro zurückgegangen. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
Risiken aus der Inanspruchnahme bei den Haftungsverhältnissen werden aufgrund der Bonität der jeweiligen Schuldner nicht erwartet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betragen insgesamt 312 Mio. Euro, davon für das nächste Jahr 31 Mio. Euro. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten insbesondere die mögliche Inanspruchnahme aus zwei Put-/Call-Optionen für Unternehmensanteile sowie Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen als international operierende Unternehmen Zins-, Preis- und Währungsrisiken. Um diese Risiken zu begrenzen, haben vor allem die Vierte Oetker Beteiligungsgesellschaft KG und eine US-amerikanische Tochtergesellschaft derivative Finanzinstrumente (Termingeschäfte, Swaps und Optionen) abgeschlossen. Am Bilanzstichtag bestanden Devisenterminkäufe / -verkäufe mit einem Transaktionsvolumen von 86 Mio. Euro. Diese Devisenterminkäufe/-verkäufe weisen zum Bilanzstichtag positive Marktwerte von 0,6 Mio. Euro und negative Marktwerte von 0,4 Mio. Euro auf. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zu Marktwerten. Der durchschnittliche Personalbestand der zum Konsolidierungskreis der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe zählenden Unternehmen beläuft sich umgerechnet in Vollzeitäquivalente auf 8.038 (Personalbestand zum 31. Dezember 2022 7.902) Beschäftigte. Aufgeteilt auf die Geschäftsbereiche ergibt dies: Sekt, Wein und Spirituosen 3.521 (i. Vj. 3.417) Beschäftigte, Nahrungsmittel 2.431 (i. Vj. 2.411) Beschäftigte, Spezialchemie 1.329 (i. Vj. 1.319) Beschäftigte, Hotels 718 (i. Vj. 654) Beschäftigte und Weitere Interessen 39 (i. Vj. 101) Beschäftigte. Die Differenz zwischen den entsprechenden Buchwerten und dem anteiligen Eigenkapital aller einbezogenen assoziierten Unternehmen beträgt 45,9 Mio. Euro (i. Vj. 48,3 Mio. Euro). Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 44,8 Mio. Euro (i. Vj. 66,1 Mio. Euro). Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beläuft sich auf 907 Tsd. Euro (i. Vj. 856 Tsd. Euro). Davon entfallen 735 Tsd. Euro auf Abschlussprüfungsleistungen, 21 Tsd. Euro auf andere Bestätigungsleistungen, 129 Tsd. Euro auf Steuerberatungsleistungen und 22 Tsd. Euro auf sonstige Leistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB wurden nur in unwesentlichem Umfang abgeschlossen. Gewinn- und Verlustrechnung Eine Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG nicht veröffentlicht. In analoger Anwendung des PublG für den Lagebericht werden dort ebenfalls keine Aussagen zur Ertragslage und zu finanziellen Leistungsindikatoren, mit Ausnahme der Umsatzerlöse, getroffen. Folgende erforderliche Angaben nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG werden in einer Anlage publiziert:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten und Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben.
Bielefeld, 23. Mai 2024 Geschwister Oetker Beteiligungen KG Dr. Alfred Oetker Geschäftsführung GmbH Persönlich haftende Gesellschafterin Carl Ferdinand Oetker, Persönlich haftender Gesellschafter Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023Geschwister Oetker Beteiligungen KG
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DEN VOLLSTÄNDIGEN KONZERNABSCHLUSSBei dem vorstehenden Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht handelt es sich um die nach § 9 PublG für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 23. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Jörg Wegner, Wirtschaftsprüfer AnteilsbesitzlisteGeschwister Oetker Beteiligungen KG
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Großhandel mit Uhren und Schmuck
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Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Institute für Factoring-Geschäfte
Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Einzelhandel mit Uhren und Schmuck
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Graugießereien
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Leichtmetallgießereien
Sonstige Beherbergungsstätten
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Frisör- und Barbiersalons
Großhandel mit Anstrichmitteln
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Einzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Einzelhandel mit Back- und Süßwaren
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung von Baumaschinen und -geräten
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Beteiligungsgesellschaften
Graugießereien
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Herstellung von Lampen und Leuchten
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Unternehmensberatung
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Großhandel mit Textilien
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Betrieb von Baumschulen
Beteiligungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Institute für Factoring-Geschäfte
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Sportboot- und Segelschulen
Glasergewerbe
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Lederbekleidung und Pelzwaren
Musikverlage
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen